1822 / 52 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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werden. Herr Delacroix-Frainville verlangte das Wort: der Brä- sident verweigerte es ihm indessen, da über den Eutwurf vcreits Ta- ai vorher von der Kammer durh Aufftehen und Sißenvleiben gc-

immt worden, und mithin verfassungsmäßig die Diskussion Über den verhandelten Gegenstand bereits geschlossen sey und blos das Stimmen wiederholt werden müsse, weil an dem früheren nicht die erfoderliche Anzahl Mitglieder Theil genómmen habe Die linke Seite erklärte hierauf, daß sie in diesem Falle gar nicht mit- flimmen werde; das neue Skrutinium ergab wieder keine hinrei- chende Anzahl Stimmen, und der Präsident sah sich genöthigt , es fúr null u. nichtig zu erklären ; es wurde zum drittenmal abgestimmt; ein unbeschreiblicher Tumult herrschte im ganzen Saale. Herr von Lameth stürzte zur Tribune; der Präsident verweigerte ihm das Wort: jener wandte sich heftig bald an den Präsidenten , bald an die Versammlung, und rief laut, daß das Reglement verleßt werde, da man ohne vorherige Diskussion zum Abstimmen schreite. Das Resultat dieses dritten Skutiniums ergab ebenfalls nur 211 Stimmen (199 für und 12 wider) Da indessen das Minimum der erfoderlichen Anzahl Stimmen verfaßungsmäßig 216 beträgt, so mußte der Präsident das Skrutinium abermal für null und nich- tig exklären, wobei er zugleich äußerte, daß unter solchen Umfiän- den es ihm unnüß scheine, die Kammer für die folgenden Tage zu- sammen zu berufen. Dies verdroß die linke Seite, auf welcher die Banquiers sißen, sehr, indem mehrere derselben bet den projektir- ten Kanal-Bauten interessirt sind, über welche unmittelbar nach der Angelegenheit. des Seminariums berathshlagt werden soll. Hat aber keine Sihung mehr statt, so wird ihre Spekulation vereitelt. Der Tumult stieg fortwährend. Herr Casimir Per- rier rief, daß er und seine Freunde bereit seyen, zu stimmen, wenn die Diskussionen Über das Seminarium zu Chartres am fol- enden Tage nochmals eröffnet werden. Der Präsident äußerte ierauf, daß jeßt nur die Rede davon seyn könne, ob am folgen- den Tage überhaupt noch eine Sizung seyn solle oder nicht. Hr. Casimir Perrier beschuldigte hierauf den Präjndenten, daß er ein- zig und allein daran Schuld sey, daß er und seine Kollegen nicht mitstimmten : daß er (der Präsident) in der Sißung vom 18ten ei- nen Geseßz-Entwurf zur Diskussion gebracht habe, welcher nicht an der Tages-Ordnung gewesen sey, und worüber die Berathungen noch niemals begonnen hätten: der Artikel 15 des Reglements seße fest, daß die am folgenden Tage zur Berathung kommenden Gegen- fiände jedesmal Tages zuvor der Kammer angekündigt und im Saale angeheftet würden ; dies sey in dem vorliegenden Falle ver- absâumt worden, weshalb Herr Delacroix-Frainville, als Deputir- ter des Departements der Eure und Loire, seinen Anfsaß Über das Seminarium in Chartres nicht mitgebraht und daher auch nicht habe ablesen können; es sey daher billig, ihn noch jeßt zu hören. Der Graf Foy unterslüßte diese Meinung. Der Präsident recht- fertigte sich und vertheidigte das Verfahren der Kainmer; Herr Delacroix habe am 18ten selbst erklärt, daß er seinen Aufsaß nicht mitgebracht habe, daß er nicht improvisiren könne, und daher auf die Mittheilung seiner Ansichten verzichten müsse; kein anderer Deputirter. habe über den verhandelten Gegensiand das Wort ver- langt. Hr. Benj. Consiant bestand dessenungeachtet auf eine nochmali- ge Diskussion, und auch Herr Delacroix-Frainville erklärte, daß er dieselbe nicht als beendet ansehen könne. Der Präsident war in- dessen fest und unerschütterlich bei seiner ersten Entscheidung, wor- auf endlich die Kammer einwilligte, daß am folgenden Tage eine Sitzung flattfinden , und daß in derselben nochmals über obigen Gegenstand abgestimmt werden solle. Die linïe Seite erklärte, daß fie auch dann nicht mitsiimmen werde. Gleichwol fteht zu erwar- ten, daß die Sache doch erledigt werden wird, da die mi- nisterielle Partei sich das Wort gegeben hat , in verstärkter Anzahl zu erscheineu. : i Í

Man versichert, daß die Arrondissements-Kollegien am 9. und die Departements: Köllegien am 16. k. M. werden zusammenberufen werden. Die Liste der Präsidenten dieser Kollegien ist bereits ge- schlossen. Die ersten ergänzenden Listen der Departements- und Acrondissements-Wahlmänner sind vorgestern hier öffentlich ange- heftet worden. Herx Benjamin Constant ist einer der Arrondisse- ments-Wahlmänner, welcher wegen Unzulänglichkeit der von ihm entrichteten Abgaben, aus dem großen Koliegium ausscheidet.

Herr Zea, Bevollmächtigter der Iepubviik Kolumbia , hat am 17 eit großes Diner gegeben, welchem mehrere Pairs und Depu- tirte beigewobnt haben. Das Journal des Debats theilt eine, wie es lehauptet, offizielle Note mit, welche derselbe sämmtli- hen Europäischen Kabinetten überreicht haben sol, und worin er auf die Anerkennung der neuen Republik anträgt.

Tivoli wird Be seinen " unvergleichlih \{dnen Garten dem Publikum wieder öffnen. Alles was der Luxus und die Kunft aufzubieten vermögen, isi von den Eigenthümern aufs neue ange- wendet worden, n die herrlichen Anlagen in demselben noch

öglichst zu vershönern. L M b Be daß der Erbyrinz und die Erbprinzessin von Däne- mark K. K H. H., gegen Ende dieses Monates, Paris verlassen und

ich nach London begeben werden.

Su Eine Königliche Ordonnanz hebt die unterm 31. März 1820 estgeseßte Anzahl “und Vertheilung der Maréchaux - de ‘amp bei den verschiedenen Militair- Divisionen wieder auf, und

estimmt die Ernennung derselben zum Kommando der Unter-

Divisionen, in der früher stattgefundenen Weise. Eine anderwet-

tige Königl. Verordnung seßt die Anzahl der Sappeurs bei jedem

Jnsanterie: Bataillon auf 4 sel. , :

an spricht von Auwendung eines Mittels, um telegraphische

Mittheilungen eber so bei Nacht als bei Tage bewirken zu kön-

nen: einige desfallsige Versuche schetiren einen glüclichen Erfolg

gehabt zu haden, und schon ift ein solcher Telegraph auf der Höhe des Montmartre errichtet, ver die Nachrichten von Paris nach

Orleans in 14 Minute befòrdert: man glaubt, daß diese Art Te-

legraphen von höchst einfacher Konstruktion , auch auf Seeschiffen

anzubringen seyn dürfte. Der vormalige Gesandte an der Hohen Pforte , Vicomte de Viella, kehrt an Bord der Cornaline nach Frankreich zurü. Lyon, 16. April. Das hiesige Fournal: „le Précurseur”’, it an neue Eigenthümer, unter der verantwortlichen Redaktion des Hrn. Liebhaber, Übergegangen. London, 19. April. Die Königl. Gesellschaft der Wis- senschaften in Dublin läßt eine Statue errichten, . welche Se.

Königl. Maj. in Lebensgröße daxstell, i Verschiedene Herausgeber von Provinzial - Zeitungen sind

R A T D I Eten:

zu einer Geldstrafe von 50 Pfd. Sterl. verurtheilt

weil sie den Plan: einer Oesterreichischen Lotterie in ch : die Aufgreifung des Kammer-Junkers Baron Treusch

zeige befannt gemacht habet. __ Die Gesellschaft zu Unterstüßung hilssbedürfti, länder, ertheilt an 5o arme Ausländer Pènsionen ; | viduen wurden im v. J. mit*Geld unterstütc, und 15 Stand geseßt, nah ihrem Vaterlande zurückkehren zu Bei der gestrigen Feier des Stiftungs-Tages brachte sident, Herzog“ v. York, unter anderen, die Gesundh Kaisers von Rußlaud und des Königes von Preußen k trone der Gesellschaft aus, worauf Graf Lieven uny Werther eine Dank-Rede im Namen ihrer Monarchen Die Staats- Einnahme von Großbrittannien Und betrug im v. J. brutto 64,784,460 Pfd. Sterl., die N nahme 56,241,234 Pfd. Sterl. und die Verwaltuty 4/161,855 Psd. Sterl Y u der Republik Kolumbien ist die Preßfreiheit « wordèn, jedoch ist jeder für deren Meiste edel y Ín d. J. 1822 sind 797 Offiziere verschiedener (6 Seedienste angestellt worden. n d N. 1244 657 Beförderungen statt, und davon fommcn 461 Jahr 1799, wo Großbrittannien -sich rüstete, * so daß die übrigen 8 Jahre nur 146 bleiben. Qu d, 4 H 1792 fanden uur 36 Beförderungen statt, und dabei Zahl der auf Halbsold geseßten Offiziere geringer wärtig. Im Januar 1822 betrug die Gesammtzahl ziere vom Lieutenant bis zum Admiral einschließli, | die Zahlmeister, Schiffsprediger, Aerzte 2c. 5689, u waren nur 546 angestellt, die L gen oder Retraite - Soid. Rechnet man die Zahlmeister 1 so beläuft sich die Zah! auf 7174, welche dem Staat; 924/673 Pfd. Sterl. fosten. : Das Reich Mexiko ist in 242 Departements |

welche 191 Deputirte zum Kongreß {euden. (

Slievardagh, F l , a r bi 9b, U Frankfurt nah Strasburg in 27, und von Stuttgart

jeidelberg in 16 Stunden.

_ Die Baronien von Clanpilliam, thire, Ja und Offa - East und Eliogarty find in tions-Zujiand erkläxt worden.

__ Die Summe dexr, i. d. F. 4496, eingelösten Stocks, beträgr 420,266,970 Pfd. Sterl. | Kolumbischhe Kongreß hat je Ueberbleibsel :

JCUCS

quisition vernichtec, und jedem Ausländer, welche Reff

auch immer bekennen mag, erlaubt,

j ; as ich in der Repu! lumbien niederzulassen. °PORE

Jn den Manufakturen von Manchester und ck@œ Somn

- V N {C e 1 ; E S A Í “E S N E AUPEE. Und E wollen, sind diese Notizen vielleicht nicht unwillfommen. ün chen. Der Abgeordnéte Krgußunterstüßte seinen Antrag

prompt genug dieldigen Erlaß geseßliher Verfügungen gegen die zuneh- Y V ¡

herrscht viel Lebendigkeit. Auch die vorzüglichen Woll ken des \hônen Thais von Strond in Gloucestershire A R Bea und foönnen faum die auf breite blaue, schwarze und rothe Tücher vollzieÿ Ü Çj : e win s r 2 e ÿ 5 eat Hindostan, Mexito, Peru, Ch l.:}.-4

Am 17ten kamen beide Häuser des Parlaments wi men. Außer dem Korngeseve if im U O der ganze Gegensiand der Sißung unberührt geblieben. neu slud angekündigt über die Frländischen und Fonischa legenheiten, Uver den Zustand der parlamentàrischen Volf tung, üder die Armengesebe, die Ausschlic{jjung tatholisce! aus dem Oberhause, die Einziehung mehrerer Sinecuren, ) hebung der Ledertaxe und anderer Steuern, die Civillife d gulirung des auswärtigen Handels, über das Berhalter ie Civiloveamten Schottlands hinsichtlich der Bresse Gber va der peinlihen Geseßgebung 2c. N

Die hiestgen Kaufleute und Schiffseigner wollen de! rang vorstellen/ wie zweckmäßig es sey, daß den Schi7en | lumbia, Buenos Ayres, Chilitc , wenn fie unmittelvar q Staaten kommen und mit heimischen Erzeugnissen bhefrac das Einlaufen in unsere Häfen, eben so, wie den Schii siliens und der Vereinigten Staaten, erlaubt werde. 9

201 sind, von

einen Verlust von 9 Rthlr. 6 Gr.

übrigen 5141 geno\ffM y é j i meister rlsruhe, 15. April. Auch bei uns sind nun, von der

durch den Tilganggtigei

@intag Abends 9 Uhr in

rstag früh 9 Uhr in Bern. Denen,

ite

h verfolge,

nffurt. Prof. List (S. 515, Artifel Nürnberg) be- in Straßburg.

lar, dèr sich vielleicht in hiesige Gegend gewendet hab:n Weimar aus, 100 Rthlr. Belohnung ausge-

tha. Die Bergstadt Friedrichroda hatte seit 1605 die ei-Gerèchtigfeit, nebst Huth und Weide, verliehen er- und folche seitdem an verschiedene Bürger verpachtet. F, 1222 hatte die Seadt hiebei jährlich im Durch- : g Pf. Dies gab die Schäferei versuchweise auf 6 Jahre auf- , und die Trifstpläße zu vermiethen. Die Probe glücte z ¡hte einen zweiten Versuch, auf 12 Jahre, und da auch elang, so ist die erwähnte Gerechtigkeit auf unbestimmte sgehoben; statt jenes früheren jährlichen Verlustes hat dt in den 18 Jahren, einen reinen Gewinn von 4962 gehabt, nicht zu gedenken, was die Wiesen, die Lände- ie Rindviehzucht und die Rathswaldung, durch Aushe- r Schäferei gewonnen haben. Mögen sich an- ununen, in denen ähnliche Gerechtigfeiten zu ihrem Nachtheile bestehen, hieran ein Beispiel nehmen. tenburg ist von dem encyclopädischen Wörterbuche der haften, Künste und Gewerbe, so eben die erste Abthei- [hienen. Sie enthält mehr als zehntausend Artifel n Fächern, und die Zahl der Artifel, die das ganze ithalten wird, ist auf 200,000 zu shäßen. Wenn daj- der angefangenen Weise vollendet wird, jo fann es brauchbarsten Büchern der neueren Zeit gezählt werden.

ssung,

êrzogl. Ober-Post-Direkbion, Eilwagen auf der Tour zwi- Weinheim, Basel und Straßburg eingerichtet. Der Rei- ahlt für die Meile 40 Kreuzer, und ein sür allemal 8

Pfd. Gepäck hat er frei.

r das Einschreiben ; 40 _fre | Basel in

agen machen die Tour von Frankfurt nach

Dabei sind diese Kourse mir Frankfurter Koursen in die genaueste Verbindung B. Freitag Abends 47 Uhr von hier abfährt, Köln; wer Montag Abends

aus Basel fährt, ist Mittwoch früh 6 Uhr in art; wer Dienstag früh 5 Uhr von hier absährt, ist è welche im bevor- rer unsere {dne Gegend mit ihrer Gegenwart

Wer z.

Sictenverderbniß, unter andern mit dem Anführen,

è 50 Jahren das zehnte, dagegen in den leßten Jahren Kind, in den größeren Städten des. Reiches ein |

hes gewesen sey, und daß auf dem Lande und in klei- (ádten, das Resultat der Nachforschung wohl nicht viel cher ausfallen werde. ;

oll, fuhr ex fort, „das Verderben nicht in dieser furchtbaren Pro- wachsen, und durch dasselbe immer mehr das heiligste Baud

etund die schönsten Lebensblüthen vergiftet werden : so muß |

ur die Schule und die- Kirche, auch der Staat muß mit ihm zu Gebote stehenden Mitteln diesem Verderben zu weh- d Sittenverbesserung zu befördern suchen. Es sollen nicht Vorzeit solche Strasmittel wieder in Wirksamkeit gebracht dur welche die verführte Unschuld ferner als freches straft wird, oder durch welche die schuldlose Fanilie 7 der Verbrecher leiden könnte; aber, daß der Staat durch nd polizeiliche Verfügungen, einen even so ernfien ais Eifer für Echaltung und Wiederherstellung guter Sitten das im Finstern schleichende Verderben mit seiner Wach=- jede fsittenverderbende Wirthschaft, wo sie nur

Kolumbischen Einfuhr-Larif betragen die Abgaben von Einfhr fluchveladenes Gewerbe treibe, aufhebe, und die Môdr-

keln auf heimischen Schiffen, 5 pCt. weniger, als die vollen der Verführung zersidre in Schissen fremder Staaten, wofern es nicht Staaten | Werden.

idre das darf doch von ihm êr- Auch dafür foll das Geseß sorgen, daß das

denen man geneigt seyn mbchte, Handelsverträge einzugeh!te Mädchen nie der gefühllosen Willkühr ihres Verführers ser leßte Umstand scheint anzudeuten, daß die „Kolumbr(En- und durch GefühUosigkeit zur lasterhaften Dirne werde,

ck ,

delsverträge nur auf den Grund wechzjelseitiger Zugelsse

das Lebensglück des bethdrten Füngiings gegen unsftatt-

schließen wollen. Die Sache wird durch das, was neulicWrderungen seiner Verführerin schüßen; aber auch dem

Vereinigten Staaten vorgekommen, von Wichtigkeit.

Ein Ndômisch katholischer Engländer erklärt in den Times den Lehrweg zum Weißburschenthurme (S. das v d. Z.). für die Ausgeburt eines Menschen, welcher die sicht gehabt, die Grundsäße der Ndmischen Kirche mit scheulichkeiten der Tagesgeschichte Frlands in Verbindung gen. Wenn die Frländischen Unruhen in einigen abnehmen, so geschehen dagegen neue Unthaten in disher Gegenden. Ein Verbrecher unter denen, welche man il castle’r Zuchthaus brachte, sägte mit der größten Kaltbl ¡Fch weiß, daß man mich hängen wird, aber mich kümmelt nig: geschieht es doch für eine gute Sache und zum Heile Vaterlandes.// Jn der Grafschaft TDipperary ward cin Pa die auf Befehl des Kapitain Rocf ihm gegebeue Kun! beachtet hatte, durch einen Schuß getödtet. Der Kaufma ferman, überführt, den Geheimbündlern Pulver geliefert bett, ist von den Corker Assisen zum Tode verurtheilt.

25. April. Am 19tfken ward dex Vicomte teaubriand, bet einem sehr glänzenden Lever, Sx. Mai. vorgestellt. :

Gébral tar, 5. März. Heute kamen hier mehrere ! nische Kaufleute an, die, weil bei ihnen die Ausfuhr des 4 Geldes verboten, große Summen in Goldstaub und Go mitgebracht haben. Sie wollen für Rechnung des Kal Marokko in Hamburg und Holland Leinwand und au! Equipirung der Kaiserlichen Garden erfoderliche Artikel e Der Kaiser hat ihnen ausdrücklich befohlen, nur in die L0

| freundeter Mächte zu reisen.

Y erzeugten Kinde seine Rechte an Vater und Mutter mit Strenge wahren .//

jest, Z. April. Der Russisch Kaiserl. General-Konsul oulo, zu Patras, hatte sich, von den Türken geplündert, hafa geflüchtet, ward aber dort gezwungen, diesen Zu- Ort zu verlassen, und ist nun hier angekommen. nua. Jhre Kaiserl. Hoh. die Prinzessin von Ora- eborne Großfürstin von Rußland, welche diesen Winter gebracht hatte, ist am 6. April nach Toskana abgereist. eapel, 2. April. Jn unsern Marine-Arsenalen herrscht Bewegung, alle Kriegsfahrzeuge follen in See stéchen, Adriatischen Meere zu kreuzen und unsre Küsten vor âtlichen Verleßung zu sichern. ntessa (Sizilien), 17. März. Bekanntlich stammen vohner hiesigen Ortes, von den Griechischen Albanesern, Alphons Cardona hier Ländereien anwies, und somit nder anserer Stadt ward. Seitdem haben sich die hie- ürger immer durch Ruhe und Ordnung ausgezeichnet, h jeßt har sich bei den, durch die Königl. Kommissairs estellten Untersuchungen ergeben, daß der Karbonarismus e Anhänger gefunden hat. azzara. (Sizilien) Am 12. März ging, bi einem enSturm, ein Fischerboot, in den Gewässern von Ca- rve, mit 7 Menschen zu- Grunde, und am nämlichen altete sich vor unserm Thore, del Saloatore, die Erde tellen, Dabei leiden unsere Felder an einer so au-

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ßerordentlihen Trockenheit, daß für die Ernte Alles zu fürch- ten ist.

Kovenhagen. Hierwurden im v. F. 5736 Zunft-Fnteressenten. und Meister, 3619 Gesellen , 2232 Lehrburscheu , 1711 sonstige bek densetteg angestellte Arbeiter, und bei den Brauereien 213 Knechte

ezáhlt. Lia Christiania, 15. April. Mangel an Papiér, Vigtietten und Apparaten, hatte bisher die befohlne Ausgabe der Zettel verzögert ; nunmehr aber wérden sie in kurzem erscheinen. Es. ist. fürs ersie Papier zu ungefähr 300,000 Spez. in Halben, und zu 200,000 SPez- in Fünftel-Spezies-Zetteln bestellt worden. j i

Warschau, 22. April. Der Graf Eustachius Zakrzewski, General-Adjutant des verstorbenen Königes von Polen Sta- nislaus Augustus Poniatowsfi, ist auf seinen Gütern in Po- dolien, 98 Jahr alt, mit Tode abgegangen. Er hinterläßt eine

| Tochter, welche an den Fürsten Mattheus Radziwiit verheura-

thet ist.

Die jebt wieder hier sehr in Gang fommende Sitte, nach den großen Fasten, zu Ostern, seine Freunde mit geweihten Speisen zu bewirthen, giebt den hiesigen öffentlichen Blättern Veranlassung, an den Öster:-Kuchen zu erinnern, mit. dem Kö- nig August Ll. die hiesige Garnison bewirthete. Dieser Kuchen war 14 Ellen lang, 6 Ellen breit, und ck Elle dick; es waren dazu 150 Berl. Scheffel Mehl, 80 Schock Eier, 1 Tonne But- ter, 1 Tonne Hefen und 2 Tonnen Milch verbraucht worden. In Ober-Babie lebt der Arzt Gallon, 118 Jahr alt. Noch immer mit Glü hilft seine Kunst Kranken und Leidenden ; und sonntäglich geht er, mit seiner 105 Jahr alten Frau, eine Meile weit nah Gostynin in die Kirche. Beide leben bereits G3 Jahr mir einander in der Ehe. Das bekannte Goldsmithschè Werk: „Der Bürger der Welt//, ist, vom Grafen von Gra- bowsfi, in das Polnische überseßt, in Druck erschienen. Der vormalige Lieutenant v. Wyrozimski har zum leihteren Addiren und Subtrahiren der Brüche, eine Maschine erfunden ; sie ko- stet 12 Gr. Kour. Zu den hiesigen gegenwärtigen Sehens- wúrdigkeiten gehört der im Gamberschen Naturalien - Kabinet befindliche Leukäthiops (ein sogenannter weißer Mohr.) + Die im benachbarten Mariemont neu errichtete agronomische Schule enthält eine höhere und niedere Klasse; in jene werden nur

solhe als Schúler aufgenommen, welche schon Domainen-Ver- walter, Domainen-Schreiber 2c. gewesen sind, oder doch bereits die Departements-Schulen besucht haben; in der niederen Klasse wird dagegen den Knechten, Viehhirten , Brantwein- Brennern 2c. Unterricht ertheilt. Ju der hiesigen Metro- politan - Kirche ist ein bedeutender Diebstahl verübt worden. St. Petersburg, 12 April. Der Priester Kaßjano- witsh, im Jenißeisker Kreise des Georgijewer Bezirks, ist für die Unterstüßung, die er den neugetauften Fremden in der Noth hat zukommen lassen, von Sr. Maj. mit einem Brustkreuze belohnt worden. Zur neunten Sibung der Russischen- Bibel-Geellschaft in Moskau, am 26. März, fanden sich úber 1500 Personen ein. Malta, 15. März. Die Griechen sollen sich kürzlich der Stadt Karyffo auf Negroponte bemächtigt haben, und iebt, mit Ausnahme der Hauptstadt, im Besiße der ganzer Insel seyn. Der Pascha von Akre, welchem wegen Ungehorsam gegen einen Firman des Großherrn , von Konstantinopel ein Ka- pioschi-Baschi mit der verhängnißvollen Schnur zugesendet wor- den, hat, heißt es, diese Schnur gebraucht, um den Kapidschi- Baschi zu erdrosseln, und sich hernach in ofenen Aufruhrsiand ge- gen die Pforte gesest. : Madrtd, 68. April. Se. Maj. der Kdnig sind in Aran- juez zwar noch immer an das Bett gefesselt, befinden sich aber doch merklich besser. Das Konsulat von Bilbao hat die Kortes gebeten, doch zuvor die Meinung der Konsulate und Handels- Korporationen des Königreiches einzuziehen, bevor Kadix für cinen Freihafen erklärt werde. Ein Beschluß der Kortes ge- nehmigt die Unterstüßung der im Auslande befindlichen unbe- mittelten Spanier, zur Rückkehr in die Heimath. - Die Fi- aanz-Kommission hat über den Theil des Budgets, in Betreff der Ausgaben des Königl. Hauses und des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten, Bericht erstattet ; das lebte verlangte anfangs 97 Mill. Realen, die es später auf 7 Mill. herab- seßte; die Kommission schlägt die Bewilligung von nur 6 Mill. vor, und die Verminderung der Gesandschaften von 19 auf 15. Zum Druck. Der Verfasser derx neuen Zeitschrift la Terce- rola ist bereits, wegen des aufrührishen Tones seines Blat- tes, znr Untersuchung gezogen; man bemerkt überhaupt seit einiger Zeit, daß gegen den Mißbrauch der Presse mehr als bisher gewacht wird. Jn Katalonien ist die Dürre so groß, daß die besäeten Felder zum zweitenmale bestellt werden müs- sen; man hält die Winterung des ganzen Fürstenthums für verloren. Der Preis des Brotes steigt mit jedem Tage. Ueber den in S. Sebastian angekommenen Berton, äußert sich der hier erscheinende Fmparcial aiso: Jeder, der eine bestehende Regierung zu ftürzen sucht, ist ein Faktionist und Staatsfeind. Diese allgemein anerkannte und unbestreitbare Wahrheit ist noch mehr anwendbar auf Berton als auf jeden anderen. Man braucht nur seine Proklamationen zu kennen, worin er bald die Herstellung der Verfassung von 1791, bald die Republik, bald Napoleon 11. ansz kündigt. Aus dieser sciner Unsicherheit über das, was an die Stelle Ludwigs XVIII. zu seßen wäre, sieht man leicht, daß dieser Mensch, wie die meisten Faktionisten in Frankreich, keinen. bestimmten Ges danken hegt, und ein bloßer Glücksjäger ist. Solche Anschläge verstoßen gänzlich wider die Vaterlandsliebe. Welche Gesinnun- gen die Verläumdung auch den sogenannte nUltra’s beigemessen hat, gewiß fühlt die bei weitem größte Mehrheit der Franzose sich glüdcktlic, unter einer väterlichen Regierung zu leben, die alle Fnteressen zu verei- nigen weiß, und bei welcher alles Gute und Nübliche Sicherheit „und Schugz findet. Die Frankreich kennen, wissen sehx wohl, daß.

man in keinem Lande vollsiändiger der bürgerlichen Freiheit ge-