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der wohlwollenden Gesintung Ew. Exe. hat entgehen könnten, und halte es für Pflicht, Sie daran zu erinnern. / *
Fn der hiesigen Spinnerei der Gebrüder: Dupont zersprang gestern ein Dampf-Kessel, wobei 12 Personen verleßt wurden.
Fn England haben sich Streitigkeiten über die Gas-Exleuch- tung erhoben, und Hr. Peel hat aus Mitgliedern der Königl. Societät der Wissenschaften, eine Kommission zur Prüfung der beste- henden Anstalten ernannt ; in dem, durch Sir W. Congreve abgefaß= ten Berichte wird behauptet, daß diese Anstalten v durch den Gaso- meter, 2) durch die Gas-Circulation in den Straßen, u. 5) durch die Gas - Depots in den Häusern, gefährlich für die öffentliche und Privat-Sicherheit seyen. Merkwürdig ist, daß gerade auch bei uns die Sache, durxh die Bewohner der Vorstadt Poissonnière, gegen Hrn. Pauwels, vor den K. Staatsrath gebracht ist, der eine Kom- mission ernannt hat. Sir W. Congreve schrieb schon 1814 wider die Gas-Erleuchtung. Sein Bericht liegt nun dem Brittischen Unterhause vor, das eine abermalige Untersuchung verordnet hat.
Die liberalen Blätter melden Mings Besserung; die roya- listischen zweifeln an seinem Aufkommen; aus Perpignan geht die jedoch noch unbesiätigte Nachricht von seinem Tode etn.
Man hat hter bereits um 2000 Louisdor gewettet, die Renten würden am 5. Aug. auf 9z schen, und die Franzöfische Fahne worde an jenem Tage auf den Mauern von Kadix wehen.
Felizie Ayzac, ein Mädchen von noch nicht 15 Jahren, hat det Horaz in das Franz. überseßt, und dabei, wie Pariser Philologen versichern, die Lb wäcrigüen Stellen nicht Über das zarte Knîie ge- brochen , sondern überall mit erschöpfendem Scharfsinne gearbeitet, und sogar, was ein wenig viel sagen will, einige von Abschreibern bekanntlich entstelte Verse, mit Sachkenntniß und Verstand ergänzt.
London, 19. Jul. Heute ist das Parlament durch eine Kom- mission im Namen Sr. Maj. prorogirt worden.
Folgendes ifi das diesjährige Budget
Bedürfnisse. Rotirt 1822.
1823- Pfd. Sterl. 7/794/,854 Armee . Pfd. Sterl. 7/552/124 == H/úi00/525 Flotte
- - 510/000 S - Hosyî- - = 51442/6400 t
1,569,926 1/752/1553
Ga I rz 15/070/745
a 1/199/498 Artillerie 1 1,895,062 Vermischtes . Pfd. Sterl. 16,679,739 V = 1200/0060 Zinsen von Schaß - Kam- mer-Scheinen -
d. Sterl. 17,879/759 M E "200,000 sinkender Fond von Schaßz-
Kammer=-Scheinen 2,901,000 an Jnhaber von 5 pCt. zu zahlen. 290/456 Deficit von Wegen und Mitteln 2821.
Æ A
M =
1/100/000
E A 5
E o
Sterl. 21/,261/195 Pfd. Sterl, 16,976,745 e T Mode nid Mittel cie
egangen 1908. Pfd. Sterl. 5,000,000 jährl.Malz-Steuer Pfd. Sterl. = 5 200/400 Co S 4 S - E o 110/000 Rückzahlung von demn Kommissarien der An= leihe auf Schaß-Kam- mer- Scheine . . 2,450,000 See- und Militair= Pensionen zu ‘zahlen durch die Ostind. Komp. auf Abschlag von Halh- P L W v CUOTIRE F) « + Ucherschuß von Wegen und Mitteln s vom Kons. __ Fond a - 7,500,000 Anleihe vom sinken- den Fond. 1,500,000 Thee-Abgabe. 151/000 alte Vorräthe. : 598,617 Ostindische Kompagnie.
. Sterl. 15,509,617. P - 60 durch Vermehrung der unfundirten Schuld.
1825. 5/0900,/000 aO0/000
126/8953
(41/G00/000 O/ 100
469,047
8,700,000
17/595/920 10/970/743
. Sterl. 21/541/28 M L die Bedürfnisse e
Ueberschuß von Wegen und Mitteln, w9- von 244,150 auf Verminderung der ut- fundirten Schuld verwendet werden . Pfd. Sterl.
Unfundirte Schuld.
1822. Schaß-Kammer-Scheitte, in den BedÜrf- nissen von 1825 bewilligt .. Desgl., dffentliche Werke 1825
Pfd. Sterl.
409/717
=- -
54/G900/000 144/150 34/944/150
& -
Pfd. Sterl.
1825. Schaß - Kammer - Schelne durch Afté 4 ____1Æ E - 20,000,000 Zu votirende Schaß-Kammer- Scheine . - 14/700,/000 Pfd. Sterl. 34,700,000 Wir häben nähere Nachrichten aus Corunna vom zz5ten d. er- halten, wonach General Morillo die Stadt Lugo den Franzosen überliefert und sich mit nur noch 1000 Mann zu ihnen gesellt hatte. Hingegen hatte General Quiroga, mit Beistand des Gen. Wilson, den Ober-Befehl der konstitutionellen Truppen zu Corunna Übernommen, dessen Kommandant, Oberst Vigo, zur äußersten Der igung entschlossen war. Er hat seine Gattin, wel- che diese Briefe überbringt, nach England geschickt, und in an- deren Berichten wird versichert, daß Corunna, sowohl der Beschaf- fenheit seiner Festungswerke als dem Muth und der Gesín- nung seiner Besaßung nah, einen AngrifE von 20,000 Mann ruhig abwarten könne. Morillos Proïlamationen waren durch eine des Gen, Quiroga beantwortet worden, worin er ersteren für ci-
wh i nen Landesverräthe?, und'dke Macht der Kortes für die einzi flârt, der zu gehorsamen sey. Dasselbe hatten die Civil - nud litair-Behbrden in San Jago, Orense, Vigo u. \. w. gethay es war sogar eine Proklamation in Jtaliänischer Sprache dh Flüchtlinge dieser Nation ergangen, worin sie an das heldenmi Verhalten ihrer Brüder in Katalonien seit Beginn dieses ges erinnert werden. Y
Unsere Oppositions-Blâätter berichten, daß in dem Volks, aller Provinzen der Halb - Jusel, eine merkliche Aenderußz! kundzugeben scheine, seitdem die Madrider Regentschaft anf, Beiträge an Geld 1nd Mannschaft auszuschreiben. Hine, herrsche unter den Franz. Truppen die strengste Mannszuchf ne E Ba in den nördlichen Theilen falt i rauh, jenfeit der Somostierra aher hatte sich die gewöhnliche e mer-Hiße bereits eingestellt. A ge PRMEE
Mackrone, Murats ehemaliger Adjutant, der Mitte zu Kadix war, behauptet, daß die Festungswerke der Stadt un Cortadura in volllommenem Vertheidigungsstande seyen.
— 22. Jul. “Dem Hrn. Victor Sacz, welcher von Madr), dem Hrn. Canning die Fnstallation der Madrider Regentsca]| deren Befehl, angezeigt, und die desfallfigen Profkflamationen, jf Bitte mitgetheilt hatte, Sr. Maj. davon Bericht zu erstatten Hôchsidenenselben den Wunsch des ferneren Bestehens der fu schaftlichen Verhältnisse zwischen Spanien und (Broßhritantig erdffnen, hat Hr. Canning am 19. Fun. Folgendes geantiyi „Skr! Jch habe die Ehre, den Empfang des Briefes anzu womit Ew. Exc. mich unterm 7ten d. beehrt, und mir die i lation einer neuen Regentschaft zu Madrid melden, auch ein Si ben von jenem Korps (wie Ste mir sagen) an den König n Herrn, gerichtet, beigelegt haben. Die Regentschaft von Ürgd tete vor einigen Monaten, und neuerlich dann wieder die, dem Einrücken der Franz. Armee in Spanien eingeseßte Ri schaft, Briefe an mich, welche in gleicher Weise, ihre resp. M tion der Regierung Spaniens mir anzeigten. Auf kcite 2 Mittheilungen is es nôthig erachtet worden, eine Antwort f theilen, und wenn ich jeßt von dem, in jenen beiden Fällen bl ten Gange abweiche, \o is es bloß, weil ih keiner Unhödflit schuldig erscheinen möchte, indem ih Jhren Kourier ohn schriftliche Anzeige des Empfanges Jhres Briefes zurückschickt habe jedoch dieser Anzeige nichts beizufügen. Da cin Minis Königes, meines Herren, bei der Person Sr. Kathol. Mat. 1 so kann Se. Mai. eine Mittheilung dieser Art nicht annehme es kann daher nicht mit meiner Pflicht bestehen , dem Könige ren, an Se. Mazj. gerichteten hade, hiebei zurückzuschicken. n g me Span. konslitutionelle Anleihe gefunden, haben Sir *%, Lubba Komp. und die H.H. J. Campbell u. Komp. , die Verwaltung 1/200/,000 Pfd. Sterl. in Span. Obligationen übernommen, t einzig zu dem Zwecke, die Gläubiger dex Span. Regierung
Fch habe die Ehre 2c.//
fricdigen, ausgegeben werden sollen. 9 Bon Seiten der K. Portug. Regierung ist der K. Nile
Brief vorzulegen, den ich dic M
9H. Hullet Gebrüder u. Komp. keine Bieter au |
gsidtrende: Se. Maj. der Kaiser habe sowohl dem Benehmen es Repräsentanten in der Bundes-Versammlung, als auch dem chlusse derselben volle Gerechtigkeit wiederfahren lassen, und von- dem früher erlassenen Auftrage, die Aufmerksamkeit der sammlung gleichzeitig auf andere, theilweis in einem nicht nder gefährlichen und agufregenden Sinne verfaßte Zeitschriften, mentlich auf die Neckar-Zeitung, Murhards Annalen u. die Natio- {-Chronik der Deutschen hinzuleiten, tn der Vorausseßung zu ett- den geruht, daß das eine gegen den Deutschen Beobachter ¿zesprochene Erkenntniß, die Zeitung zSchreiber geregelter und Censoren vorsichtiger machen werde. : ' j Die Versammlung beschäftigte sich hienächst mit einigen Pr i- t-Reklamationen. Es wurde nämlich a) das Gesuch des Maurer = Meisters R008 zu Mainz, cine derung für die, in den Jahren 1615 und 1814 an dasigen Mili-= r-Gebäuden verfertigten Arbeiten betreffend, dem ODesterreichschen d Preußischen Hofe zur Berücksichtigung empfohlen ; wogegen p) der vormalige Präbendar des Domstiftes zu Straßburg, ustenhofer, Stadtprediger zu Dffenburg, mit scinem Gesuche, G sich die Bundes-Versammlung, bei der Französischen Regierung, en einer Pension als Entschädigung für den Verlusi seiner êhende verwenden möge, ingleichen 1 c) die Geschwister Levi zu Frankfurt mit ihrer Beschwerde ven den Senat dieser Freien Stadt, wegen angedrohter Auswei- hg aus dem städtischen Bezirke, und endlih d) der Karl Steckart zu Aschaffenburg, mit einem gegen die qdt Frankfurt gemachten Antrage, j : daß die Bundes - Versammlung eine Justiz-Behdrde ernen- nen upd autoristiren wolle, über eine Alimentations - Klage, mit Ausschluß ieder weitern Appellation, richterlich entschei= den zu lasset, ijglih abgewiesen wurdet. ¿ Auf Veranlassung einiger neuerdings der Bundes - Versamm- g zugeeigneten Schriften, faßte man in Folge eines, vom niglih Dänischen Gesandten darüber gehaltenen Vortrages, cinstimmigen Beschluß : ; : : daß alle, der Bundes - Versammlung zu überreichende Schriften Deutscher Verfasser, thr durch den Gesandten des Staates, dem der Schriftsteller oder Verleger angehöre, zu Übergeben seyen ; daß keine Zucignungen von der Bundes - Versammlung angenommen woerden sollen, wozu ste nicht vorher ihre Be- willigung ertheilt habe; und : daß die Regierungen, durch ihre Gesandten zu ersuchen seyen, angemessene Verfügunget zur Ausführung dieses Be- schlusses zu erlassen. '— 19. Jul. Se. K. H. der Großherzog von Mecklenburg- hwerin is vorgestern hier eingetrosen, und hat gestern die Reise ) Baden-Baden fortgeseßt. — Se. K. H. der Prinz von Ora- n ist in Ems angekommen, wo sich befanntlich dessen Erlauchte mahlin hereits seit ciniger Zeit beftndet. — Am 15. Ful., früh nah 1 Uhr, schlug zu Straßburg das
Konsul zu Lissabon um einen Abdruck der, den Niederlanden Æwitter in den Münsterthurm cin, ohne großen Schaden anzu-
unter den Auspicien Englands, ertheilten Verfassung antgega worden. Der Konsul, welcher kein Exemplar im Besiß hatte
deshalb an seinen Hof geschrieben. H
. LUkemburg, 6. Jul. Die neue Niederländische Ky Münze (Cents und halbe Cents) is bereits in verschtedenen | vinzen tn Umlauf geseßt worden.
Die Taubenlltebhaber - Gesellschaft des Estaminets L Welvaeren zu Antwerpen, hat am 29. v. M. mit 86 Tauben Wett - Fllegen nah Paris veranstaltet. Des Morgens um - ließ man die Tauben fliegen, und um 2 Uhr 10 Minuten mittags, also in 6 Stunden und 10 Minuten, traf die erste di ven in Paris ein, wodurch ihr glücklicher Besißer den ersten 9 gewann. 21 dieser Schnell - Reisenden trafen um 5 Uhr ia cit. Papter-Spekulanten scheinen diese Schnellpost nicht unk tet lassen zu wollen. y
Der îmmer mehr zunehmende Geschmack leute an der Blumenzucht, bekundet sich bei jeder lung, und schon hat das Beispiel der Genter, Nacheiferer gefunden. Tournay, wen, Brüssel, Courtrais, haben ihre botanischen Gesellschaften, die für die Beförderung Gartenbaues von den wohlthätigsten Folgen seyn können.
“1 E Se. Majestät haben zweihundert katholische fioren und Vikarien , in Rücksicht ihrer Anhängltchkeit an di gierung, threr vortrefflichen Grundsäße und ihrer vielübti Dienstzeit, Gratifikationen zu bewilligen geruhet. — Dem mad freundlichen Wirken des Königl. Preuß. Landrathes Perget, h die unglücklichen Abgebrannten von Grevenmachexr eine Búsl von 655 Rthlrn. Preuß. Kour. zu verdanken.
„ Donau-Eschingen, 17. Jul. Fhre Durchlaucht die | Fuürftin von Fürstenberg (geb. Prinzessin von Baden), ist 96 von einer Prinzessin glücklkh entbunden rwoorden.
grankfurt, 18. Jul. Jn der 29ten Sißung der Y des-Versammlung vom 5. Jul. d. F. machte die Königl. A tembergsche Gesandtschaft Anzeige von der erfolgten Vollzie des, in der Sißung vom 5zo. Mat, wegen Unterdrückung des „D schen Beobachters// gefaßten Beschlusses, und verband | einige Bemerkungen, die sich theils auf die stattgefundene Be lung dieses besonderen Gegenstandes, theils auf das Verfahtt künftigen Fällen ähnlicher Art bezogen.
Im Verlaufe dieser Erklärung äußerte die Gesandtschaft, die Königl. Regierung die Richtung, in der einige in Würten erscheinende Tagblätter, namentlich der Deutsche Beobachter schrieben worden seyen, stets höchst mißbilligt u. man sich bemüht! derselben, in so fern sie in Geschwidrigkeiten übergehen durch firenge Vorschriften aut die Censoren und wiederholte dungen der vorgekommenen Vernachlässigungen der ersteren, i gegnen. i Hâtte die Versammlung der Gesandtschaft eine kurze Frif Fassung einer Erflärung bewilligt, worauf sie in der Sißung
neuen Auf eine große Y
Zo. Mai angetragen, #0 würde fie durch dieselbe. in Kenntnis j jeßt worden seyn, daß bereits gegen den Redakteur und den 0 h
sor des Deutschen Beobachters, wiederholte Ahndungen verfügt Leßterer noch am 5zo. Mai, wegen Vernachlässigung der ihn theilten Vorschriften, in eine nachdrücktlihe Strafe von der v seßten Behörde genommen worden, welche erwarten lassen, dä fich eines ähnlichen Verstoßes nicht wieder schuldig machen wel
In einer Erwiederung auf diese Bemerkungen, äußerte
unserer U
Mten; allein die Glocke, welche die Viertel-Stunden angiebt, und
| vom Blibe im Herabfahren berührt worden war, hatte ihren en Metallton verloren, und]; gewann ihn erst nach 2 Uhr wieder. | — Die beim Königl. Baierschen Ober-Appellations-Gerichte zu ünchen, als der Austrägal-Fnsianz, anhängig gemachte Streitsache ichen der Großherzogl. Hessischen, und Herzogl. Nassauschen giernng, ist zum Vorthèile der ersteren entschieden worden. Das jet des Streites beträgt an 600,000 Fl.- wovon Hessen bis jeßt Zinsen an die betheiligten Privaten entrichtete, und an dessen
(lle nunmehr Nassau tritt. : j j Der Flecken Leer in Ost-Friesland ist Stadt erhoben worden.
Hannover, 25. JUl. — Durch eine Königl. Verordnung vom 83. d. M. is|ff, unter fhebung der, in cinigen Theilen des Königreichs bestehenden Ver-=
Bc der Einführung des fremden Viehes, eine Eingangs - Steuer
ausländischem Hornvich, so wie von Pferden und Schweinen heordnet worden. Mes Z : — Unsere ganze zwanzigiährige Mannschaft beträgt 15,385 int; davon sind — mit Einschluß der Reserven zu 1425 Mann 7671 Mann für diensipflichtig, 5554 für gänzlich frei, und 4 für noch zu schwach erklärt. Wirflich ausgehoben stnd nur s Mann. Andeutungen von Resultaten hieraus wären vielleicht, j'ießt, unter dem Schuße der Kuh-Pocken/ mehx Knaben Män= iverden, als nach Süßmilchs „Göttlicher Ordnung,// daß der nach= tige Soldaten-Verbrauch für Hannover höchstens 7200 Mann, d daß, nach der gewöhnlichen Berechnung, F Abgang bei den Feld- ppen, die Armee nicht grôßer als 21,000 Mann seyn kann ; t, daß der 2ojährige Mann in Nord - Deutschland eigentlich für den Kriegsdienst zu schwach ist; und daß bet der guten indlung der Soldaten, in bleibendem Frieden, die geziungene hebung wahrscheinlich ganz entbehrlich werden wird, indem n jeßt der siebente Mann ein Freiroilliger ift. / München. Die Zusammenberufung- der evangelischen Gete- -Synoden in den Konsistorial-Bezirken Ansbach und Baireut- d, nach Vorschrift des Ediftes vom 26. Mai 1813, die inneren hlichen Angelegenheiten der evangelischen Gesammt-Gemcinden Reiches betreffend, im Sept. d. F. zunF erstenmale stattfinden. chwerin, 14. Jul. Fn Dobberan dürfte es diesen Som- sehr brillant werden. Der Erb - Großherzog und „die Erb- oßherzogin von Mecklenburg-Schwerin sind heute von Ludwigs- nach Dobberan abgegangen, und die verwitwete Erd-Großher=- in, so wie die Herzogin Marie, werden sich morgen dahin begeben. Innsbruck; 16. Jul. Gestern traf Se. Mai. der König von ktemberg, unter dem Namen eines Grafen von Teck, hier ein, ) seßte heute früh die Reise nach Livorno fort. Tepliß, 24. Ful. Gestern, als am Vor-Abend des Namens- ts der Frau Fürstin von Clary, wurden die, von Sr. Majestät Könige von Preußen dem hiesigen Hochfürsilichen Schloß- iter geschenkten herrlichen Theater - Dekorationen eingeweiht, ' dieses Fest noch: besonders durch das Auftreten ciniger der aus- hnetesten Mitglieder der Königl. Bühne in Berlin erhöhet, lezu eigends eingetroffen waren, und deren Talente wir hie- zu bewundern die Gelegenheit fanden. Zu dieser, aus mehre- Abtheilungen bestehenden Vorstellung, welche zum Besten des en-Hospitals aufgeführt wurde, hatten sich. noch einige hiesige ettanten angeschlossen, und durch dies Ganze einen hôchst ge- reichen Abend gewährt.
N Y AL3I4VS OYIIW IsN4
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Wien, 21. Jul. Einem nachträglichen : ‘rei Beobachter gelieferten Berichte u Serie e T zufolge, hatte die Pforte die Nachricht von einem, vom Kiaja des Daud Pascha, Uber. die Perser errungenen Siege erhalten. Dieser Heerführer rückte an der Spiße eines auserlesenen Korps von 5000 Mann, gegen das bedeutende Fort Mendeli (ungefähr drei Meilen von Bagdad) / dessen sich die Perser bemächtigt hatten, vor. Die Garnison machte einen Ausfall , und ward mit Verlust von 1000 Mann an Todten zurückgeschlagen. Fhr Befehlshaber (cin Khan) ward zum Gefangenen gemacht, und wird stündlich in Konsiauti- nopel erwartet, wo ex vermuthlich in die sieven Thürme cinge- sperrt werden dürfte. Das Fort Mendeli wurde sogleich von den chZürkischen Truppen beseßt, die bei dieser Gelegenheit eine reiche O E anderen E machten.
Me neusten Berichte aus Rom vom gten d. M. über Be- finden des Papsles , lauten eiwas beruhigender. Das T e sich bedeutend vermindert, das Delirium hatte ganz aufgehört, und die Aerzte waren in Erssaunen über die merkliche Besserung, die sich in dem Zustande des Kranken, in Vergleich mit dem vorherge-
heuden Tage zeigten. Wolkenbruch große Ver-
ZU Preßburg hat am 15. d. M. éin Ver Gen Macicites
Um 2. d. M. ging Se. K. H. dex Erzher f - litsch nach Wieliczka. p E Erzherzog Franz, durch-Ho In der Skilderie wird geklagt, daß
Kopenhagen, 19. Jul. der Geld-Mangel größer als beì Menschengedenken sey, weshalb auch häufig Haus und Hof zum Vérkauf angeschlagen stehe; E H L 4 dem Maße überhand, in welchen dte 9 ai-Bank ihre Zettel einziehe 3 ‘es da= für T E geseßt werde. Heye 98e DAY FEVAE RANIEAE _ Stockholm, 15. Jul. Nach dem Beispiele anderer Haupt- Städte, hat auch die unsrige dieses Fahr cinc bente N etondE, Gewerbs-Aussiellung. Man sicht Fabrikate in Stahl, Frdenwaaren, Glas und Tüchern, die nichts zu wünschen Übrig lassen. Die int Seide und Linuen haben hinsichtlich der Farbe, den höchsten Grad= der Vollkommenheit noch nicht erreicht.
Christiania, 15. Jul. Se. Maj. hahen dem Sekretair RuU= ge, dem Major Kierulf und dem Kaufmann N. Andresen hieselbst Befehl ertheilt, in eine Kommisston zusammen zu treten, um den Verkauf der, für 150,000 Spthlr. ausgefertigten Obligationen zu g pECt. zu besorgen,“ wodurch die erfoderlichen Summen zum Baue cines Restdenz-Schlosses für Se. Maj: den König und das Königl. Haus aufgebracht werden sollen. Diese Kommission soll die, durch diese Operation einkommenden Gelder verwalten, und die Ziehung der 1ährlich einzulösenden Obligationen zum Betrag- von 5000 Spthlr. durchs Loos gleichfalls besorgen.
Warschau, 21. Ful. „Unsere heutigen Zeitungen enthalten folgende Verordnung des Fürsten Statthalters im Königreiche Po- len, vom 8. d. M. „Jm Namen Sr. Majestät 2c. In Erwägung, daß die Vorschriften des Art. 594. 626—655 und 688. der Ge= richts-Prozedur, dem gegenwärtigen Zustande der Landwirthschaft nicht angemessen sind, und für dieselbe nachtheilige Folgen herbei= führen; ferner, daß durch jene Vorschriften die öffentlichen Ein= tunste beeinträchtigt werden : haben Wir, auf den Antrag der Re= gierungs-Kommisston der Justiz, so wie der der Einkünfte und des Schaßes, bevor noch die neue Gerichts-Prozedur eingeführt werden wird, bestimmt und bestimmen: Art. 1. Bei der gerichtlichen Beschlag= nahme beweglicher Sachen auf Land-Besizungen, dürfen die Ere- kutoren im Allgemeinen, auf dem Boden der Land - Besißung befindliche, und den Eigenthümern dieser leßtern gehörige Gegen-= stände ntcht in Beschlag nehmen, welche zur Bearbeitung des Bo- dens erfoderlich sind. Hiczu gehören 1) Vorräthe von- Getreide al= ler Art, Heu und andere Land-Produfte, welche zur Führung der Wirthschaft bis zur neuen Aerndte, und zwar zur Aussaat, zur Utt- terhaltung der Arbeiter und des Viehstandes nôthig sind. 2) Das Vieh und andere zur Bearbeitung des Feldes und zu sonstigen Ar- beiten, ferner zum Düngen und zur Erlangung der gewöhnlichen Vortheile aus der Landwirthschaft nöthige Thiere, als: Ochsen, Pferde, Kühe, Schaafe, Schweine. (Dagegen kann in Beschlag ge= nommen werden: das auf der Fütterung befindliche, und zur Haus= Konsumtion oder zum Berkauf, so wie endlich das zum eigenen Bedakrfe und zur Bequemlichfeit bestimmte Vich.) 5) Der Zuwachs von Thieren aller Art, in solchem Maße, als erfoderlich is, um das gewöhnliche Vich =- Fnventarium in Stand erhalten zu können. 4) Hühner, Gänse, Enten, Truthähne, Tauben- Bienenkörbe mit Bienen und. Fische in den Teichen, Behufs ihrer Vermehrung. 5) Stroh und Mist. 6) Sämmtliche Geräthschaften , Werkzeuge und landwirthschaftliche Maschinen. 7) Geräthschaften, welche zur Führung der Fabrifen und Aulagen erfoderlich sind, als in Brau- und Branntwein - Brennereien: Kessel, Braubottiche, Kühlstdke, Destillir = Blasen- Pressen, Tonnen, Kufen, so wie Alles was zum Bierbrauen und Branntweinbrennen nöthig ist; in den Mühlen die Geräthschaften zum Mahlen, das Eisenwerk und das zur Re- paratur erfoderliche Holz. Art. 11. Außer den obigen Gegenständen, mussen beè der gerichtlichen Beschlagnahme auf den Land-Besißbun= gen, aus den Land-Vorräthen, die erfoderlichen Fonds zur. Bestret- tung der, îm Art. 40. und 41. des Hypothek-Gescßes vom 14. April 1318, bezetchtteten öffentlichen Abgaben, so wie zur Bestreitung der Landwirthschafts-Ausgaben belassen werden. Art. 111. Die im Art. 1. erwahnten Gegenslände können nur zusammen mit der ganzen Land- Besißung în Beschlag genommen, und nur zugleih mit den Jm= mobilien zum Verkauf ausgestellt werden. Art. [1V. Die im Art. 626 — 655. und 688. der Gerichts-Prozedur, erlaubte Beschlagnahme und der Vertauf der Landes - Produkte auf dem Stamme, wird nicht mehr gestattet. Art. V. Die Exekutoren, welche mit der Be= schlagnahme auf den Landbesißungen beauftragt sind, müssen sich gengu an die Bestimmungen dexr gegenwärtigen Verord- nung halten ; im entgegengeseßten Falle haften fie fär det at= gerichteten Schaden nicht nur mit ihrer Kaution, sondern, wentt diese nicht ausreichen sollte, auch mit ihrem ganzen Vermögen, und werden noch überdies, nach Maßgabe des Vergehens, in eine Geld= Strafe genommen, von ihrem Amte entlassen oder suspendirt. Art. v! Die Gerichte und die Prokuratoren haben, bei vorkommenden Strektigkeiten, auf die Ausführung der obigen Bestimmungen zu achten, und die Prokuratoren werden bei Vergehungen von Amtes wegen darauf sehen, daz die im Art. V. bezethnete-Strafe vollstreckt werde. — Mit der Ausführung dieser Verordnung, welche in das Geseß-Bulletin eingerückt werden soll, beauftragen Wir die Regie- S der Justiz, so wke die der Einkünfte und des
(yaßes.