beantworten. . Der Verfasser glaubt dieses märchenhafte Land, wels {on von dem König Alfred von England in seiner Be- “\chreibung „von Ländern und Grenzen Europas“ erwähnt wird, in der Gegend zwisden der Oder und Prosna in Slesien gefunden zu haben, und fnüpft daran interessante Hinweise auf die halb kriege- . risen, halb religiösen weiblihen Genossenschaften in den Slaven- „ländern, von denen uns manwherlci Spuren aus dem Altecthum er- halten find. — Aus dem literarisben Nachlaß von C. A. Böttiger - in der Königlihen Bibliothek zu Dresden theilt Leonhard Lier fünf Bricfe K. Friedrid Kretshmanns aus ctra des einst -viel- genannten Barden Rhingulph, mit. Diese bisher ganz unbefannten, ous Zittau (1797—1807) datirten Briefe gewähren einen - Einblick in das ruhelose, literarishe Schaffen Kretshmanns, der, un- geachtet aller Lasten seines Amtes und selbst der späteren Kränklich- keit, unausgeseßt schriftstellerisch thätig war, Zugleich zeugen sie von der Bescheidenheit und Anspruchslosigkeit des seiner Zeit hochgeehrten Dichters. Jateressant sind die Bricfe vor Allem desbalb, weil si K. darin über tie Frage ausspricht, die für die Existenz und Be-
, deutung der Bardenpoesie, deren treuester Vertreter er war, entsci- -
dend werden mußte. Daß man cs wagte, dieser Poesie alle historische Berechtigung abzusprechen, nahdem man s{on ihren äfihetisden Werth in Zweifel gezogen hatte, das mußte sür K. eine unabweislihe Forderung sein, nit etwa nur das geliebte Kind seiner Muse zu s{üßen, sondern vor Allem den Deutschen diesen „diterischen Ahnenadel“ zu wahren. — An diese mannigfaltigen, wissenschaftlichen Aufsäße und literarischen Mittheilungen reihen sich „Nachrichten aus den Lausißen“, welche sich namentlid auf das Schulwesen beziehen, ncbst einem Anhange, ent- - haltend den Jahresberi&t der Lausißer Prediaergesellshaft in Leipzig. — Unter den „Lierarisden nzeigen finden wir eine Besprechuug der Monographie: „Die Urnenfriedbsfe mit Thon- gefäßen des Lausißer Typus* von Hr. Robert Behla, ferner unter den „Miscellen“ eine Anzabl Soravuer Volks- und Lieblingslieder. — Unter den „Nachrichten aus der Gesellschaft“ finden wir in dem Protokoll der 160. Hauptversammlung, abgehalten in Görliß, am 25 April 1883, das Urtheil über die auf das leßte Ausschreiben der Gesellschaft «ingelaufenen Preisschristen. Danach war über die Preisaufgabe: „Lebensentwickelung und öffentlihe Wirksamkeit der beiden Stifter der Oberlausißischen Gesellschaft der Wissenschaften, von Gersdorf und von Anton“ gar keine Arbeit cingegangen. Da- gegen hatte tie Aufgabe: „Biographie und literarges{ichtlihe Würdi- gung Leopold Schesers" ihre Lösung in drei Bearbeitungen gefunden, von welchen indeß eine als unvollständig zurückgewiesen werden mußte. Von den beiden andern wurde, auf Grund cingehenden Re- ferats des Gymnasial- Direktors Dr. Eitner und des Korreferats des Vize-Prôäsidenten Dr. Paur, der Arbeit tes Dr. Bren- ning in Bremen der Preis ertbeilt. Die Gesellschaft beschloß zu- glei, die erstere ungelöste Preiëaufgabe (150 #4) noch einmal zu stellen, und zwar bis zum 31. Januar 1885. Als neue Aufgabe zum Preise von 150 4A wurde die Aufgabe auëgescbrieben : «Stellung der Gutsunterthanen in der Oberlausiß zu ibren Gutsherren bis zur Ab- Tésung der betreffenden Lasten“. Die Arbeiten sind cinzuliefern bis 31. Januar 1885. — In der Hauptversammlung v-m 5. Oktober 1883 hat die Gesellshaft zur Errichtung eines Ebhren- denkmals für den Dichter Leopold Schefer 300 bewilligt. Der Etat balancirte in Einnabme und Ausgabe mit 9113 4 Dem Jahresbericht sür 1882/83 zufolge ist die Bibliothek auf 7573 YVände angewachsen. — Am Schluß des Hefts werden den dabingéscie- denen Mitgliedern und Ghrenmitgliedern, unter diesen dem Staats- Minrister Frhrn. von Manteuffel, Nekreloge gewidmet und das nament- lihe Verzeichriß sämmtliwer Mitglieder nah dem Personalstande vom 1. Dezember 1883 mitgetbeilt.
— Bezüglich der Erstattung der Prozißfosten sind gescßlid nur einzelne allgemeine Grundsäße aufgestellt worden, deren formelle und materi. [le Ausbildung dcr Praxis überlassen ist. An der der leßteren biernach zugefallenen Aufgabe soll eire von dem Landgerits- Rath Willenbücher herauégegebene Schrift mitwirken, welche den Titel führt „Das Kofstenfestseßungsverfahren und die deutsche Gebührenordnung für Rechtsanwälte mit Er- läuterungen und Beispielen“ und im Verlage ‘von H. W. Müller, Berlin, erscienen ist. (Preis 3 f) Die Grundsätze darüber: welche Kosten die obsiegende Partei erstattet verlangen kann? — was sie ¿u thun hat, um zu ibrem Rechte zu gelangen? — wie der Richter korrekt prozediren wird, um ihr ¿u diesem Rechte zu verhelfen und gleizeitig den unterliegenden Gegner vor unkilligen Ersaßansprücben in Scuß zu nehmen? sind in der Schrift an der Hand der Praxis, unter eingebender Bevubung der Forschungen der Üteratur und der Resultate der Judikatur geordnet und erläutert zusammengestellt worden. Die einen integrirenden Beftandtheil des Kostenfestseßungs- verfahrens bildende Gebührenordnung für Rechtsanwälte hat der Ver- fasser dem Wortlaute nad mitgetheilt und mit Anmerkungen ver- sehen, welche die von der Rechtssprebung, insbesondere des Reichs- gerichts, gezogenen prafktishen Konsequenzen in den Vordergrund ftellen. Die Hauptdarstellung zerfällt in folgende drei Abschnitte: das Kostenerstattungsverfahren in bürgerliden Rechtsftreitigkeiten, dasselbe in Straffacen, den Kommentar zur &ebührenordrung für Redtsanwälte. Die sich hieran anscließenden, größtentheils der Praxis des Landgerichts zu ‘Allenstein entnommenen Beispiele werden dazu beitragen, die aufge- skellten Grundsäte zur lebendigen Anscbauung zu bringen. Die Stift, teren prafktiswer Werth durch ein Sawregister erhöht wird, ift bestimmt, sowohl den Proz;cßparteien eine sactundige Berathung als auc dem mit der ktitishen Sihtung und Festseßung betrauten Richtcr einen Maßstab für ein korrektes und praftisches Verfahren zu bieten; au die jüngeren Juristen werden in derselben ein erwünshtes Hülfsmittel für die Anwendung der \{chwierigen, in Frage stehenden Grundsäte finden.
Paris, 21. Februar. (W. T. B.) Der Diwter Coppée und Hr. von Lesseps sind zu Mitgliedern der Akademie gewählt
worden. : Gewerbe und Handel. s
In der geftrigen Sitzung des Kuratoriums der Preußischen Hvpotheken-Aktienbank wurde die Bilanz per 31. Dezember 1883 festgestellt. Der Reingewinn pro 1883 beziffert sid biernach auf 360 571 M, und der bevorstehenden Generalversammlung wird die Vertheilung von 5% Dividende vorgeschlagen werden. Naw dem von der Hauptdirektion erstatteten Berichte bat in 1883 die fortschreitende Besserung der Erträge und Werthe der Berliner Grundstücke auf die Sicberbeit und Prosperität des Hypothekenbesißes der Bank den günstigsten Einfluß geübt. In 1883 war die Bark bei 19 Zwangs- versteigerungen betheiligt, von denen 7 von anderen Interessenten be- antragt wurden. Im Besiß der Bank verblieben am Jahres\{lusse überhaupt 2 in Breélau belegene Grundstücke mit einem But®§werth von 142 596 M bei einem Versicherungswerth von 192 000 An teten waren am 31. Dezember 1883 im Umlauf 4%/« Pari- fandbriefe 7 465 100 Æ, 419% Pari-Pfandbriefe 28 448 200 4, D %o Pari-Pfandbriefe 30 954 600 M gegen 60 164 100 4 Ende 1880. 42 °/o Pfandbriefe, rückzahlbar mit 20% Agio, 4 190550 M6, 59% Pfandbriefe, rückzahlbar mit 10% Agio, 15 892 000 4 Die 59% Pfandbriefe Serie 111, sind nunmehr von der Bank, wie 1882 die
Pfandbriefe Serie 11, sämmtli aufgerufen worden. M — Dem Verwaltungsberiht der städtischen Sparkasse zu Ä agdeburg für tas Jahr 1883 sind [0 ende Daten entnommen: S F des Jahres 1882 betrugen die Einlagen der Interessenten i A M Im Zabre 1883 sind neu belegt 10502 314 & und en Önteressenten an Zinsen gutgescrieben 834218 6, woraus sich
: As 1888
L es ohres
28 344586 M, Zinsen standen aus 34 676 M, baarer Bestand war
. 904 622 A6, überbaupt 29 283 885 «e Davon gehen ab: noch nit abgeführte Uebershüsse 9257 4, s{uldige Diensikaution 3000 4, noch einzulösende Sparmarken 2986 o, mithin bleibt ein Vermögen ultimo 1883 von 29 268 649 M Von dieser Summe
gehören, wie oben berechnet, den Interessenten 27 251 396 ,
o daß cin Uebershuß verbleibt von 2017245 K, V rbe ch nach Abzug des Reservefonds von 1 692 464 #4, für das Jabr E felt auf 2 u 4 BoR Reiem Prner ane s 5509/6 zur Ver ng des Reservefonds entnommen Ü WoburG leßterer auf 1854 854 4 98 .4 erhöht wird, und 162 390 M4
- zur Verwendung für öffentliche städtisbe Zwecke disponibel bleiben.
Sparkaffenbücber waren ultimo 1882 ausstehend 61 606 Stück. Im Jahre 1883 sind neu ausgefertigt 11588 Stück. Zurückgenommen sind im Jahre 1883 7531 Stück, mithin bleiben ultimo 1883 aus- stehend 65 663 Stü, geaen das Vorjabr mehr 4057 Stü. Darauf find im ganzen belegt 27251 396 4 17 4, also auf jedes Buch durshnittlih 415 M (— 0,79 6). Im Jahre 1883 sind bei der Kasse cingegangen 15 167213 M, ausgegeben sind 14262591 M, mithin hat ein Geldumsaß stattgefunden von 29 429 804 M
— Dem Verwaltungsberichte der s ädtishen Sparkasse zu Halle a. S. für das Jahr 1883 sind folgende Daten entnommen : Am Schlusse des Jahrcs 1882 betrugen die Einlagen der Interefsenten 6359581 M (inkl. 896 M älterer per 1. Januar 1876 gekündigter
- Einlagen). Jm Jahre 1883 sind neu eingezablt 3 511915 e und den
Interessenten an Zinsen gutgeschrieben 645414, Summa 9 936 038 4 Davon sind im Laufe des Jahres 1883 zurückgezogen 2893 597 A, sodaß ult. 1883 den Interessenten cin Guthaben verbleibt von 7042441 4, d. i. gegen das Vorjabr mehr 682 859 4 Die Aktiva der Sparkasse Betragen ultimo 1883: a. Ausftehende Kapitalien 8211 989 K, b, Grundftück Ratbhausgasse Nr. 1 94239 #, c. Mobiliarwerth ‘ultimo 1883 2198 Æ, d. rüdständiae Zinsen 14507 4, e. Baar- bestand 4674 4, Summa 8 327 607 A Rechnet man davon ab das Guthaben dec Interessenten (sowie 120 5 Ausgaberest) mit 7042561 MÆ, so ergiebt \sich als reines Vermögen der -Sparkasse (18,25% des Jateressentenguthaben2) ultimo 1883 1285046 6, d. i. gegen 1882 mehr 20290 A Na Abrechnung des von diesem Reinvermögen als Reservefond zurücckzulegeuden Betrages von (statutengemäß 15% des gesammten Interessengutbabens, also 15% ron 7042441 M 105636 A, bleiben somit zur fceien Diéposition ultimo 1883 228680 M gnt An Sparkassenbüchern eates ultimo 1882 aus 15280 Stü, im Jahre 1883 sind neu ausgefertigt 4409 Stü, Summa 19 689 Stü; davon sind im Jahre 1883 zurückgegeben 2302 Stück, bleiben ult. 1883 ausftebend 17 387 Stü, gegen das Vorjahr mehr 2107 Stü. Auf diese 17 387 Bücher sind im Ganzen belegt 7041 544 M, also auf jedes, Bu dur{schnittlich 402 4, geaen das Vorjabr weniger 13 M Der gesammte Geldumsaß der Kasse betrug: an Einnahmen 6344194 MÆ, an Ausgaben 6 339519 M i — Na den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller kelief si die Roheisenproduktion des Deutschen Reichs (eins{ließlih
Luxemburgs) im Monat Januar 1884 auf 280062 t, darunter 168 940 t Puddelroheisen, 8708 t Spiegeleisen, 37292 t B-ssemer-, 33459 t, Thomasrobeisen uxrd 28463 t Gießerciroheisen. Die Pro- duktion im Januar 1883 betrug 278995 t.
__ Dresden, 21. Februar. (W. T. B.) Jn der beutigen Auf- sihtératbésißung der Dresdner Lank wurde die Vilanz pro 1883 vorgelegt. icselbe ergiebt inkl. des Vortrags von 200 869 cinen Bruttogewinn von 3 639 324 oder, nach Abzug der Handlungs- unkosten, Steuern und Abschreibungen, cinen Nettogewinn von 2 638 582 Der auf dea 20. März einzuberufenden Generalver- sammlung wird eine Dividende von 89% und eine oußergewöhrliche Abschreibung auf das Berliner Bankgrundstück von 230000 A vor- ges{lagen werden. Der Gewinn scßt si zusammen ous Zinsen- und Wecbselkonto mit 1 767 393, Provisionskonto inkl, Wejelstube mit 1 196 231, Effektenkonto mit 467 779, Haukmiethe mit 7051 M
London, 21. Februar. (W. T. B) Bei der gestrigen Woll-
aufktion waren Preise unverändert.
Bradford, 21. Februar. (W. T. B.) Wolle matt in Folge gemcldeter Fallissements, wollene Garne in besserer Nach- frage, wollene Stoffe von dem mildem Wetter becinflußt.
Washington, 21. Februar. (W. T B.) Der Sc{atfekretär Folge r mat die Einberufung von 10 Millionen Dollars 3proz. Bonds, welche am 1. Mai zahlbar find, bekannt.
Verkehrs8-Ausftalten.
Hamburg, 21. Februar. (W. T. B.) Der Postdampfer „Rhaetia“ der Hamburg- Amerikanishen Patetfahrt- Aktiengesellschaft is, von New-York kommend, heute Morgen 6 Ukr in Plymouth eingetroffen.
Triest, 21. Februar. (W. T. B.) Der Lloyddampfer „Mars“ ist heute aus Konstantinopel hier argekommen.
Verkin, 22. Februar 1884.
In der Querhalle der Nationalgalerie if als neue Er- werbung gegenwärtig die große, durch B. Mannfeld's Radirung in der „Zeitschrift für bildende Kunst“ bereits in treffliber Nachbildung verbreitete, von dem Maler selber als „Nordische Strandscene* be- ¿eichnete Marine von Albert Hertel ausgestellt. Na Komposition und Malerei ein Hauptwerk des Meisters, giebt das mäctige Bild die lebensvollste, den Beschauer mitten in die vorgeführte eigenartige Welt bineinverscßende Schilderung der See und der wetterharten Küstenbewohner. Der Charakter der Landschaft und der weit über die Bedeutung ciner bloßen Staffage binausgehenden Figurengruppen weist auf die holländische Küste hin. Gegen das flace, weiter land- einwärts si bügelid hebende und senkende Ufer brandet die See, die dur ferne Segel urd im Mittelgrunde dur ein ausélaufendes Fahrzeug belebt wird, während vorn ein heimkehrendes Fiscberboot, im Begriff, auf den Strand aufzulaufen, mit den bocbgebenden Wellen kämpft. Die energischen Kontraste des {warz und drohend am Himmel zusammengezogenen Gewittergewölks und des bell dur- brechenden Lichtstreifens, der die am Horizont auftaucbende Ortschaft mit ihren rothen Beg a trn grell beleutet, steigern den groß- artigen Eindruck der weite, einsamen Scenerie. Seine volle Wir- kung aber verdankt das Bild erst dem ergreifenden Gegensatz zwischen der Aufregung der Elemente und der unerscütterten Ruhe der am Strand versammélten Gruppen, der Frauen und Mädchen, die mit dem Sortiren und Fortschaffen einer bereits cingebrahten Fisbladung beschäftigt find, und der Männer, die das auflaufende Boot erwarten und mit im Winde wchender Fahne ihm ihre Signale geben.
Unter zahblreiwer Betheiligung begannen heute Vormittag im großen Saale des „Englischen Hauses“ die Verhandlungen des Vereins der Spiritus-Fabrikanten Deutschlands. Dem erstatteten Geschäftsbericht war zu entnehmen, daß der Verein gegen- wärtig 1926 Mitglieder zählt. Im verflossenen Vereinsjahre erfolgte die Uebernahme des von der Regierung erbauten Vereins- hauses. Im Weiteren wurde eine höhere Lehranstalt für Gährungsgewerbe eingerichtet. Die Zahl der Vereinstechniker wurde auf 4 erhöht und außerdem ein Spezialtechniker für Preßhefe-Fabrikation angestellt. Ferner „wurde eine Abtheilung für wirthscaftliße Angelegenheiten eingerichtet, cine Enquete über Kartoffelernte und den Betriebsumfang der Brennereien und Stärke- fabriken in Deutschland veranstaltet. Die Mitgliederbeiträge betrugen aus 1880 34444 #6 Die Bilanz der Aktiva und Passiva pro 1883 beläuft sib auf 54696 \« 26... Die Auskunftertheiluag, welche zum Theil durch Vermittcluna des Vereinsoraans geschieht, gestaltet si immer umfangreicer. Dieselbe bezieht si auf wirth- \caftlice, landwirtb\{aftliche ( ütterung), \spezialtehnishe und ma- s{inentechnifche Fragen. Jm Laufe des vergangenen Jahres hatte das Stellenvermittelungs - Büreau des Vereins “189 Va- kanzen und fast eben so viele Stellenangebote zu verzeichnen. Den meisten Wünschen in dieser Beziehung konnte Genüge geschehen. Die Abtheilung für wirthschaftlide An elegenheiten beschäftigte sich in hervorragender Weise mit der Sirlifrage für Spiritus, Stärke und Stärkefabrikate, mit den vom Verein angestellten Enqueten über
insgesammt 211 Revisionen von wissenshaftlide Thätigkeit des erfolgreiche. Die Studien über Maischen in Bezng auf das Nikr: stoffverhältniß für die den Werth und die Bedeutyy der verschiedenen ftickst Stoffe für die Hefe, beachtenswerthe Aufschlüsse 9 eben, Die Verbindung m dey Brauerverein hat si als recht fruchtbar erwiesen. Besonders key vorzuheben ift die neue Studiencinrihtung in Bezug auf ‘die En, i
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wickelung der Kartoffel, angeregt dur Verbindung m Stärkeverein. Die Zahl der Analyse erbält Unver it besondere kamen Kartoffelsurrogate ÆŒ Untersuhung. Die Zabl de: eingesandten Objekre betrua 281. Die Einnahmen des Laboratorium betrugen 1883: 2746 Æ( Im leßten Jahre waren in der V
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spre{ung der amilien Statistik. Voa den Vereinstechnikern wurden
sbule als Hörer 13 Brennereibesitzer, 100 Brennmeister und6 târe. Seit 1876 (dem Besteben der Brennereishule in Volay 660 Personen insgesammt in dieser Schule unterrichtet. Die Arbáty der Vereinêversu&sbrenrerci bezogen sich im Wesentlichen auf die Va arbeitung von Kartoffelsurrogaten. Anßerdem wurden A / Heferführunçen in Angriff genommen. Der Umsaß der glasbläserei hat fi auch im verflossenen Jahre wiederum
Es wurden für 37 939 M 85 4 Instrumente vcrkauft, Der Besug
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der höberen Lehranftalt für Gäßrungsgewerbe war ein An den Uebungen derselben nahmen auch 14 S technischen Hochschule theil.
Weimar, 21. Februar (Thür. Corr.) Der All, tine Deutsche Tonkünstler-Verein, der unter dem Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs steht, bä / großen Musikausführungen verbundene Jahresversa die 25. seit seinem Bestchen, in den Tagen vom 5. bis 8. in Weimar ab. Zu derselben wird Dr. Franz Liszt s i zurückerwartet, der sich dort zur Zeit in erfreulichem Wohle findet, wie gegenüber mehrfach verbreiteten Gerüchten von inz weren Erkrankung desselben festgestellt sein mag.
__ New-York, 20. Februar. (W. T. E Mit dem beute liz | eingetroffenen Dampfer „Frisia“ sind die Leichen des Kon: mandanten der „Jeannette“, Kapitän Delong, und der mit iy verunglückten Kameraden gclandet worden.
In cinem 8 englis&e Meilen von Connelsville (Penas
vanien) befindliben Bergwerk hat eine Explosion ftattgefurda Während der Katastrophe befanden si 75 Bergleute in der Bis s find erst 12 Personen gerettet; die Mehrzabl derselben sehr s@wer verlcßt; außerdem sind 29 Leichen aufgefunden
Im Königlichen Schauspielhause trat gestern Frl. Küßn vom Hoftheater in Mürcen als Gast auf und ¿war in de E Luise in „Kabale und Liebe“. Luise ift eine der ergreifendsten Fi
in Swillers fäwmtlihen Dramen, ein Gemisch von bingebenter Li Entsagung, Leidensbaftlihkeit und tragis@er Größe. Gerade beiden leßteren Momente verlangt der Zuscœauer in ihrer ganzen deutung zum Ausdruck gebracht zu sehen. Aus dem ose, bethörten Mädchen soll das leidenschaftlihe, tief gefräzl Wcrib werden, das uns durch die Matt ihres Schmerzes uh Zornes hinreißt und Mitleid für si, Abscheu für die Bös
der Handlung empfiaden läßt. Die tragische Größe der Rolle wat nun entschieden nit in erforderlibem Umfange von F Küßner zum Ausdruck gebracht, wir gewannen die liebenéwin
Dichter geschaffene betrogenen, und do Ferdinand hinfterbenden Weibes h Leistung des Frl. Küßner, fügt, immerhin als eine lobenêwerthe zu bezeichnen, riWtige Zeichnung der Rolle in den mittleren Partien allen Anforte- rungen entipra, und in einigen Punkten dur(aus anerkannt werden muß. Cine mehr der Mode der damaligen Zeit angevaßte Kleidung würde der Erscheinung nur zum Vortheil gereichen. Ü
Ernte und Betriebsumfang und endlich mit der Kritik und Be-
gekränkte Luise lic, wir vermißten aber entschieden die Stärke / Verzweiflung, die Gewalt des Dämonifschen, wel letzteres namentli} in dem leßten Akt vor und während der fur{tbaren Scblußkatastroplt liegt. Hier reite Fräulein Küßners Leistung nit an das von Ideal einer um. ihre liebsten Hoffnunga ihres Glaubens an die Menscbeit beraubten im fürterlidften Augenblick in der Liebe a! cran. Defsenungeatet war die + welche nur über cîn mäßiges Orgaa ver.
welche durck
Hr. Müller als
Ferdinand, Hr. Berndal als Präsident und Hr. Dehnicke als Hofe
mars{all leisteten wié immer Vorzügliches; dasselbe gilt von Frau
ALRS E als Lady Milford und Hrn, Kahle als Haussekretär urm.
Victoria-Theater. Der Balletmeister Timé, der einer leihten Fußverleßung einige Tage der Sonung bedurfte, vom Sonnabend Abend ab wieder mit Frl. Qualiy das Pas de im San Franziëko-Akt, von den Solopiecen die Glanzrummer „Ercelsior“, tanzen. — Die Göttin des Lichts wird, nachdem Wegmann ihre rubebtedürftige Kollegin einige Wochen in a L ale vertreten hatte, zur Zeit wieder von Frl. Brandt dä gestcUt. d
— Der S{wa3nk „Mit Vergnügen“ von Moser und Gin welber morgen im Belle-Alliance-Theater zum ersten M in Scene geht, ist mit Ausnahme einer kleinen Rolle nur düurs glieder des Wallner-Theaters beseßt, von denen die Di
errmann, Hiller und Düring sowie die Hrrn. Guthery, @ lend tttert, Meißner und Seidel im Besitz der Hauptpartien
R: Richard Metzdorff wird morgen (Sonnabend) t von 74 Uhr an, in der Sing - Akademie mit dem Pbilb schen Vrehester und unter Mitwirkung des Hof-Dpernsänget v. Milde ous Hannover einige seiner Kompositionen für (Tragishe Symphonie Nr. 2 D-moll, Vorspiel und Ballet Rofamunde) und Gesang (Lieder Jung Werners aus dem „2 von Säkkirgea“) zur Aufführung bringen. Billets zu 4, 3 un find in der Hof-Musikhandlung der Herren Ed. Bote u. Y. D Efingee Siraße 37 und Unter den Linden 3, sowie an derl aben. i
Gestern Abend gab Frau Amalie Joachim im Krollsst Saale ihr zweites Concert. Das Haus war, wie das erste b vollständig ausverkauft, und die Sängerin wurde mit dem lebhafte Beifall empfangen, der sid fast nah jedem Liedervortrage wiederholt Ueber die ausgezeichneten Leistungen der Fr. Joacim können das in dem ersten Beriht Gesagte wiederholen und bes d daß Fr. Joachim eine der größten Concertsängerinnen der G4" wart ist; ihre {önen, vollen Töne haben einen seltenen Klang, 8
Organ spricht aud in den böthsten Tönen leit und reia t S |
über die größten Schwierigkeiten gelangt die Sängerin mit keit hinweg. Fr. Joackdim trug zuerst 7 Lieder auë x „\{ônen Müllerin“ von Subert vor, von denen besondêt & » Mein“ („Bäclein, laß dein Rauschen scin*) ansprah, M sang sie drei Lieder von Schumann; von diefen gefiel vor andecn die „Loreley*“. Im zweiten Theil gelangten drei Lk von Brahms, Sicilienne von Pergolese, Canzonetta aus der D „Serse* von Franc. Cavalli, zum Sluß Lieder von Bru, Dworschack, von Rubinftein und im Volkëton von t zur Ausführung. Auch die im Concert Mitwirkenden, Fel, Mari Gißler und Hr. Pohlig, leisteten Vorzüaliches; besonders sd E}
„Sommernachtêtraum“-Fantasie von Lißt tud f Hrn. Pohlig lobend erwähnt.
Ausfübrung der
Redacteur: Riedel. Berlin:
Vier Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage).
Verlag der Expedition (Kessel). Dru: W. Elt6 }
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