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elche jedoch so widersprehend sind, daß es un- Pera mes R A Ereigniß mît Bestimmtheit zu
E Wir haben - Blätter aus New- 7 elche aber nichts enthalten, was
zur Bestätigung des angeblich von Bolivar in Peru er-
Sieges gereichte. i Nach! eg 6 ind, vom 14. Jun., Bolivar schièn sich da-
auptstadt zu nähern. s E citamnerikanischen Fonds sind um 2 pCt. gestie- en, was man günstigen Nachrichten aus Peru zuschreibt.
[s 957—F- | C rusfet; 17. Nov. Jn der gestrigen Sißbung. der
zweiten Kammer wurden mehrere Titel des bürgerlichen
zeseßbuches vorgelegt. n P è Zü Bericht a ht eine um Erniedrigung des Ausfuhr- und Erhöhung des Einfuhr-Zolles von Krapp.
Dieser Tage befand sich der berühmte Alexander v. Humboldt in Lüttich und wohnte mehreren Vorlesungen bei. Auch reisete Sir Wm. Congreve durch Lüttich nach Namur.
Karlsruhe,
Nov.
15. Nov. L hiesige r aub
ite folgenden Artifel über die neuerlich stattge- hät e leberschwemmungen: Eine große und seltene Nacurbegebenheit erklären zu wollen, noch ehe man we- der ihre Ausdehnung noch alle ihre Details genau fen- nen kann, noch ehe sich in den darúber zirkulirenden ‘Nachrichten und Sagen die Lüge von der Wahrheit und die treue Darstellung von der Uebertreibung rein gesondert hat, und noch ehe über den gleichzeitigen Natur-
verlauf aù entfernten Punkten unserer Erde verläßliche Nachrichten können eingelaufen seyn — dies ist allemal
i wagtes Unternehmen. Nicht eine solche grund? Ans Ko détost, aus der Luft gegrifsene Hypothe]e har tragen, sondern nur einstweilen alle die, welche mit der Eréläárung des fraglichen Phänomens allzuschnell fertig waren, auf eine und die andere SQwiergtee hierbei aufmerksam zu machen, ist die Absicht dieser zeilen. P
Jedem, dem es schon länger dentt, Von ag woh auch, daß durch einen mäßigen Regen , der aber ange, wenigstens 6 —®8 Tage, anhielt, zuleßt Ueberschwemmun- get entstanden sind. Hierüber pflegt sich Niemand zu ‘wundern, weil die Auseinanderfolge von Ursachen und Wirkungen jedem Aufmerksamen sogleich in die Augen fälle. Hat es durch mehrere Tage geregnef/ 10 fangen die Quellen der Thalbäche an, reichlicher zu fließen. Mit dem Wasser, das sie liefern, vereinigt sich das von den Bergabhängen herabrinnende Regenwasser - das in den. schon ganz durchnäßten (wasserharten). Doden nicht mehr einzudringen vermag. Da aber jene Thalbäche in der Regel einen sehr starken Fall haben „ so kann in ihren Betten wohl die zehnfache. Menge von Wasser, welche gewöhnlich darin abslicßt , reißend fich fortbewe- gen „- ohne daß es zu elner Ueberschwemmung fommt, und so liefern dann jene Bäche die vermehrte Wassser- menge mit vergrößerter Geschwindigkeit, entweder unmit- telbar, oder durch Erguß in die kleineren Nebenslüsse, an den
Hauptstrom der Gegend ab. Hierdurch stellt sich dieser, weil bei seinem geringeren Fall ein gleichschneller Ab- fluß nicht möglich ist, immer höher, durchbricht da oder
Die neuesten Nachrichten
Unter den Petitionen, die zum
| dort cinen schadhaften Datnm, und seßt die angränze Niederung unter Wasser. Jeßt erst treten die Nebe flússe und Bäche, weil sie bei dem hohen Stande | Hauptstroms sih stauchen müssen, über ihre Ufer , uy inundiren selbst solche Niederungen des Flachlandes, wel( vom Hauptstrome weit entfernt sind. Höchstselten aß regnet es so lange, daß Ueberschwemmungen“ dieser ) sich rückEwärts bis in die höher liegenden Thäler verbreit Nun vergleiche man mit dieser Schilderung d Bild der verflossenen Tage, und man wird finden, d sich" hier alles ganz anders und manches ganz umgekeh verhielt. Nach 36 Stunden eines starken; aber ni( übermäßigen Regens waren die Thälex in furchtba Strôme und die am Fuße des Gebirges befindlich Niederungen in große Seen verwandelt, und erst eini Tage später erreichte der Häuptstrom eine fast noch n 4-gesehene Höhe, und viele seiner Anwohner durch Dam
wohner des Gebirges getroffen hatte. ; Wer ‘von diesem, eben -so großen als traurigetr C eigniß die Ursach in êin paar Schneeslocken sucheu wollt die im vorigen Monat hie und dort aufs Hochgebit gefallen, und durch den nachfolgenden Regen geschmd zen worden sind, der bedenkt wohl nicht, daß zuweils die Schneemenge eines gauzen Winters bei, mit Sü! wind und warmen "Regen schnell eintretendem Früh ling ih fehr kurzer Zeir geschmolzen wird, ohne Ueba shwemmungen hervorzubringen, welche mit den in Frag stehenden verglichen werden dürften. — Weic genügen der wäre die Annahtine großer und vieler Wolkenbrüd im Gebirge; allein hierüber fehlt es an jeder zuverlässi gen. Kunde, und es ist im höchsten Grade unwahr lih, daß über dem Hochlande von' halb Sc{hwabei einem großen Theile von Baiern u. #. w. Únd aud
Wolkenbrüche sollten niedergegangen seyn. Ja, es dürft
Wolfkenbruch sich Úber mehr als 1 Quadr. Meile ergos sen habe. — Zudem gereicht es diesen und ähnlichet Hypothesen zum Vorwurf, daß bei ihnen auf höchst wichtige Umstände, als auf das außerordentliche Gewit ter am 26. Oft., auf die an mehreren Orten verspürte! shwachen Erdbeben 2c. keine Rücksicht, und eben so w( nig Bedacht genommen ist auf den, aus so vielen höchst interéssanten Beobachtungen hervorgegangenen Erfah rungssals, daß jeder große atmosphärishe Prozeß mi einem nicht minder großen Vorgange unter der Obel! fläche der Erde in Wechselwirkung stehe. | __ Demnach bedienen wir uns vor der Hand des bt fannten Ausdrukes: Die Brunnen der große! Tiefe brachen auf. — Vielleicht werden spätere Nad richten aus entfernten Gegenden, eine wo nicht an Q! wißheit, doch an hohe Wahrscheinlichkeit gränzende Au gabe des bei diesem Phänomen statt gehabten Kaus! nexus möglich machen. | München, 18. Nov. Der Seidenbau macht |! Baiern fortdauernd große Fortschritte. Aus den in dl lebten Sißung der Seidenbau-Deputation vorgekornm nen Aktenstücken ging hervor, daß die Regsamkeit fü
brüche dasselbe Unglück verbreitend, was früher die A
uber den transrhenanishen Gebirgen gleichzeitig {solch irstMuchung flar ins Auge zu fassen. \chwer halten, nachzuweisen, daß jemals ein eigentliche
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e und auf allen Seiten eine Menge Maulbeer- gelte dergleichen Saamen und Wurm- Eier für das inftige Frühjahr begehrt wurden. Es zeigte sich ferner, aß in mehreren Gegenden des Reiches noch viele Maul- eer-Bâáume sich vorfanden, und daß es eben noch Zeit ar, sie zu retten, indem sie früher ans Unkunde zu ausenden niedergehauen wurden. Alle Berichte aus ¿n verschiedenen Gegenden des Reiches, so wie der edermann offen gestandene Augenschein im Lokale des \ndwirthschaftlichen Vereines, bewährten, daß die Wür- her alle. Perioden glücklich überstanden, selbst bei ver- jahrloster Sorge, wie dieses absichtlich in diejem Lofale eschah, und daß, obschon die diesjährige Witterung sehr ngünstig war, die-Würmer sih alle groß und gesund inspannen. Die schönsten Kokons nach vielen Tausen- ¿n wurden von allen Seiten eingeschickt und die abge- aspelte Seide stand auf keine Weise der italienischen nach.
Fi miila n.0
Berlin, 21. Nov. Fast alle franzôsischen Jour- | ale, den Moniteur niht ausgenommen, haben von der 1 Dresden stattgehabten Verhaftung des Professors ousin in einer Weise gesprochen, die von falschen Vor- usjeßungen ausgehend nothwendig zu falschen Folge: ungen führen mußte. Nicht gegen die leidenschaftlichen Déflamationen, welche mehrere jener Blätter bei diesem nlasse sich erlaubt haben, und die für jeden Besonne- en. hon in ihrer offenbar verunglimpsenden Absicht enugsame Widerlegung finden, jondern gegen die irri- ¿n Ansichten nur, die aus der Unkunde des wahren disammenhanges der Sachen entstanden sind, mögen vige Worte der Berichtigung hier ihre Stelle finden. Hiezu wird genügen, den geschichtlichen Grund jenes Porgaûges und den rechtlichen Gesichtspunkt der Unter-
Bei den fortschreitenden Untersuchungen gegen die nehrfah an Tag gekommenen geheimen Umtriebe in Deutschland zur Beförderung revolutionatrer Zwecke ha- en sich, dur die Eingeständnisse mehrerer gegenwärtig n Verhaft befindlicher Jndividuen bedeutende Anschul- igungen gegen den Professor Cousin ergeben, als einen dheilnehmer und Genossen jener staats verbrecheri]chen Verbindungen und Thätigkeiten, deren Zusammenhang ic dem Auslande schon längst nicht mehr în Zweifel u seßen war. Die Central - Untersuchungs - Kommission 1 Mainz, welche Namens der Gesammtheit des deut- hen Bundes den auf verschiedenen Punkten, doch stets m gemeinsamen Juteresse aller Bundes-Staaten geführ- ten Untersuchungen leitend vorsteht, sah sich durch die wähnten Anschuldigungen in den ihr regelmäßig mit- ethesiten Protokollen, und durch anderweitig hinzukom- ende Anzeigen dringend bewogen, bei Gelegenheit einer amit zusammentressenden Reise des Professors Cousin n das ndrdliche Deutschland, d ' elben zu verfügen. Jhre Aufforderung dieserhalb er- jing, da Professor Cousin seinen Aufenthalt einstweilen n Dresden genommen, an die Königl. Sächsische Be- jôrde, mit dem weiteren Ersuchen, den Verhafteten dem-
‘die Seidenzucht bereits einen wunderbar hohen Grhächst an die preußische Regierung zu übergeben, damit |
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die Verhaftnehmung des-
derselbe in den von dieser bereits geführten besonderen Untersuchungen den Mitschuldigen, welche sich auf ihn berufen, gegenübergestellt würde. Zu ‘gleicher Zeit em- pfing die preußishe Regierung abjeiten der Central- Untersuchungs-Kommission die Anzeige von der in Dres- den getroffenen Maßregel, und die Einladung, den Ver- hafteten zu dem erwähnten Behuf zu Übernehmen. Jn- dem die Sächsische Regierung jener Nequisition Genüge leistete, die Preußische dieser Einladung entsprach, haben beide nur die Obliegenheiten erfüllt, welche ihnen ihr Verhältniß zum deutschen Bunde vorschreibt, und deren Rechtfertigung und Vertretung nicht mehr dem einzel- nen Staate, sondern der Gesammtheit zukommt, in de- ren Namen und Kraft. hier gehandelt worden, und welche als politischer Körper in der Reihe der europäi- schen Staaten anerkannt dasteht. Die geschehene Ver- haftnehmung ist hiernach weder als eine sächsische, noch
| als eine preußische, sondern lediglich als eine deutsche
Angelegenheit anzusehen, und es heißt den Standpunkt der Dinge vôllig verkennen, sie zu etwas anderem máchen zu wollen, Von diesem Gesichtspunkte aus fällt von jelbst aller Anschein von Unregelmäßigkeit weg, welche man in der sogenannten Auslieferung und Transporti- rung des Verhafteten nach Berlin hat finden wollen, denn der Bundes-Behörde steht in dem ganzen Umfange des Bundes die gleiche Wirksamfteit zu.
Von Seiten des. Bundes selbst aber ist bei Verhaft- nehmung des Professors Cousin nur in Gemäßheit des ganz unbestreitbar feststehenden Rechtes verfahren wor- den, vermöge dessen jeder' Staat befugt ist, im Umfange seines Gebiets jeden Fremden zu verhaften und zur. ge- seßlihen Untersuchung zu ziehen, der sich eines Verbre- chens gegen diesen Staat |chuldig machr, oder der Theil- nahme an solchen Verbrechen durch wichtige Anzeigen verdächtig wird. Diesen völkerrechtlichen Grund\abß- har auch die französische Regierung nie bestritten, vielmehr denselben in ähnlichen Fällen auf ihrem Gebiete in Aus- führung gebracht. /
Der Gang der Sache ist demnach in aller gehöri- gen Form rechtlih eingeleitet, und das Resultat steht baldigst zu erwarten. Fällt dasselbe dahin aus, daß die gegen den Professor Cousin angebrachten Beschuldigun- gen ungegründet befunden werden, so wird derselbe in Auftrag derselben Behörde, welche seine Verhaftung ver- fügt hat, auch sofort wieder in Freiheit geseßt werden, im entgegengeseßten Falle nach dem Grade seiner Straf- barkeit die geseßliche Ahndung zu gewärtigen haben. Zu bedauern bliebe im ersteren Falle dann freilich das Mis- geschick, durch welches ein sonsk nicht unverdienter Ge- lehrter eine Zeitlang seiner Freiheit beraubt und seinen literarischen Beschäftigungen entzogen gewesen ; allein solchen Nachtheil hat jeder, der durch gefährliche Verdin-
dungen und gehäuste Anzeigen verdächtig geworden, nur - sich selbst: und nicht der Staatsbehörde zuzuschreiben. Jn
feinem Falle aber dürfte das Loos eines Verhafteten, dem eine so milde und in allem Betracht \chonende Be- handlung, wie dem Professor Cousin, widerfährt, zum Gegenstande so fläglicher Lamentationen zu machen seyn, wie sie in französischen Blättern * zum Ueberdruß ange- stimmt werden.
a Sf E «R R I Q I I D I E C _ EES R f E E 2E M D E i R E A m My hee: L S Tes p È d E R P pn
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