1886 / 242 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 14 Oct 1886 18:00:01 GMT) scan diff

Der Gerichts\aal. Zeitschrift für Strafrecht, Strafprozeß, Gerihtlihe Medizin, Gefängnißkunde und die gesammte Strafrechts- literatur. Unter ständiger Mitwirkung von Professor Dr. L, v. Bar zu Göttingen, Professor Dr. Alb. Berner zu Berlin, Wirkl, Staats-

rath Dr. F. v. Binder zu Stuttgart, Rei sgerichts-Rath Dr. . v. Buri zu Lipzig und Anderen. erausgegeben von Dr. F, v. Holßendorff, Professor der Rechte ünchen. (Stuttgart.

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Verlag von Ferdinand Enke.) Der Inhalt des Band XXX1IK. Heft 1 ist folgender: 1. Abbandlungen. 1. Die Richtungen des Strafvollzugs und der gegenwärtige Stand der saverständigen Mei- nungen. Von Professor Dr. F. v. Holbendorff. 2. Zu §. 267 des Strafgéseßbuchs. Von Reichsgerichts-Rath Dr. v. Buri. 3. Steht den Mitgliedern des Reichstages wegen der in Ausübung ihres Be- rufes gethanen Aeußerungen ein Recht zur Zeugnißverweigerung zu? Non Dr. Otto Lewald, Gerichtsassessor in Berlin. 11, Vermi chte Nacrichten aus der Strafrechtäpflege. 1. Charles Lucas. 2. Ret- tungshäuser in der Provinz Hannover. 3. Dr. Wines (Frederic Howard).

Veterinärwesen.

Australien.

Laut Bekanntmahung des Gouverneurs von West-Australien vom 26. Juli 1886 ist die Einfuhr von Rindern, Schafen und Shweinen aus Großbritannien und Irland, sowie aus jedem anderen, außerhalb der Grenzen der australischen Kolonien belegenen Orte nah West-Australien verboten worden.

Gewerbe und Handel.

Transportfort\chritte mit russischem und ungari- \{chem Petroleum. Bezüglich Rußlands Petroleumsausfuhr nah Deutschland berichtet die „Ztg. d. Ver. d. Eis.-Verw.“, daß gegenwärtig im Liübecker Hafer der den Gebr. Nobel in St. etersburg gehörige, zur P Ute bestimmte Schraubendampfer „Petrolea“ liege.

er Dampfer ist 200 Fuß lang, 31 Fuß breit, faßt 20 000 Ctr. F und besitzt eïîne trefflihe Maschine von 130 Pferdekraft owie die neuesten durch Dampf getriebenen Vorrichtungen zur Steuerung und zum Umlegen der Maschine zum Nückwärts- und Vorwärtsgang. Das Schiff ist in Motala in Schweden erbaut und das zwanzigste, welches die Firma Gebr. Nobel von dort bezogen hat. Das Petroleum wird aus den Wagen, ohne die Luft zu berühren, unmittelbar in 16 vollkommen lustdiht vers{chlossene Behälter gepumpt. Die Rohrleitung ist nicht mit Gummischläuchen, sondern mit besonders konstruirten Gelenken derartig verbunden, daß sie der Stellung tes Schiffes je nah dem Wellengang oder dem Steigen oder Sinken des Schiffskörpers in Folge von Ein- oder Ausladen nachgeben kann. Die Ladung von 20000 Ctr. kann im

p von 8 Stunden aus- und eingeladen werden. Man oft, mit diesem Schiff jährlich 8-—900 000 Ctr. ausführen zu können. Große Vorsicht is darauf verwandt, Feuersgefahr

von dem Schiffe fernzuhalten. Die in jedem Behälter befindliche Luft tritt nah Maßgabe der Füllung durch an der Dee angebrachte

Röhren, die an einem bestimmten Punkte zusammenlaufen, hinaus. An diesem Vereinigungspunkte ist ein Verschluß drei-

facher Neße angebracht in der Art, wie fie bei den Davyslampen, die

in Gruken mit s{lagenden Welkern benußt werden, in Anwendung kommen, Die beiden einzigen Punkte, wo eine Verbindung zwischen

Behälter und L mögli ist, die Röhre zum Füllen und die Luftröhre, sind völlig gegen Feuersgefahr abgeschlossen. Die „Petrolea“ brachte ihre erste Ladung von St. Petersburg an die Firma Marty u. Go, in Lübeck, den Vertretern der Deutsh-Russischen Naphtha- íImportgesellschaft

zu Berlin, welche in Lübeck ein großes Depot errichtet hat, dessen Stamm zwei eiserne Behälter mit einer Aufnahmefähigkeit von 60000 Centner Petroleum bildet. Jeder Behälter hat eine öhe von 94 m und einen Durchmesser von 154 m; aus demselben werden die der Gesell- schaft gehörigen Cisternenwagen mittelst Dampfpumpe gefüllt. Auch

e eine Abfüllung auf Fässer ist vorgeschen und zu diesem O eine Böttcherei nebst Leimerei mit Dampfbetrieb eingerihtet, Im Wei- teren wird bezüglich der Art und Weise des Petroleumtransports mitgetheilt, daß in den jüngsten Tagen die ersten zwei Petroleum- Cisternenwagen von Triest nah München abgegangen sind, während bisher überhaupt nur Fässer verladen worden waren,

Dem Verwaltungsrath der A RD N Nan Lees schaft Phönix ist Seitens der Direktion der Rechnungsabschluß für das mit dem 30. Juni cr. zu Ende gegangene Geschäftsjahr vor- gelegt worden. Derselbe konstatirt einen Reingewinn, welcher neben den Abschreibungen die Vertheilung einer Dividende von 2X 9% auf die Aktien Litt. A. gestattet; ein dahin zielender Vorschlag soll der O bevorstehenden Generalversammlung der Aktionäre gemacht werden,

Vom Oberschlesishen Steinkohlenmarkt berichtet

die „Schles, Ztg.“: Bei der obwohl fühleren, so doch noch immer fommerlichen Anflug bewahrenden Witterung hat das Steinkohlen- geschäft noch nicht in die Bahnen eines hochentwickelten Herbstverkehrs eingelenkt. A nicht in Abrede zu stellen is, daß der si allmählih fühlbar machende Bedarf an Hausbrandkohlen, namentli nach den nördliheren Pläßen der Ostseeprovinzen, und U dur die am 1. d, M. erfolgte Herabseßun mehrfacher Tarifsäße, kräftiger in den Markt eingegriffen hat, und daß auch der Beginn der Kampagne der Zuckerfabriken als Faktor im Verbrauche feinkörniger Sorten auf den l der leßteren förderlih eingewirït hat, so ist dennoch auf allen Seiten wie in den verschiedenen Kohlensorten ein starkes An- gebot vorhanden; dasselbe tritt in den Kreisen zweiter Hand um so intensiver auf, als aus dem Vormonat ein wesentliher Konsumausfall nachzuholen ift, Im Uebrigen erhellt die Situation aus den auf den Gruben je nach_Gangbarkeit der betreffenden Sorten vorhandenen Be- standshalden. Für Gasfkohlen und Waschprodukte, zum Theil auch für Flammfkohlen haben die Verfrahtungen nach Desterreih-Ungarn mehrsach zugenommen und au in Gasfohlen hat sich die Ausfuhr über die Ostgrenze erhöht, Die Stimmung des Marktes ist troß der zuwartenden Haltung fest und beharrt bei den eingeführten Winter- preisen. Die Kokspreise haben sih anläßlich der eingeshränkteren Koksproduktion etwas befestigt, _Der dem Aufsichtsrath vorgelegte Rechnungsabs{chluß der Westfälischen Union, Aktiengesellschaft für Bergbau, Eisen- und Drahtindustrie, für das legte Geschäftsjahr ergiebt einen Betriebsgewinn von 478 878 A; zu außergewöhnlichen Ab- schreibungen sollen 170000 F verwendet, auf Delcredere-Conto 21.588 6 übertragen werden; es gelangt somit auf die Stamm- Prioritäten eine Dividende von 5 %/o gegen 8 % im Vorjahre zur Auszahlung, - O:

Der Geschäftsbericht der Märkischen Maschinenbau- Anstalt, vorm. Kampe u. Co.,, Wetter a. R. für 1885/86 betont, daß M girage nach den Erzeugnissen der Gesellschaft sih

bedeutend vermindert habe, so daß sie h der Herstellung elektrischer Beleuhtungsayparate zuwandte. Mit dieser Branche ilt die Gesfsell- Gast indessen erst zu Beginn des neuen Geschästsjahres an die essentlihteit getreten. Der Bruttogewinn beträgt 92277 H und wird bis auf 9172 46 zu Abschreibungen verwendet.

Verkehrs - Anstalten.

immaculata.

Die Königliche Eisenbahn-Direktion Magdeburg hat auf Anfrage der ständigen Kommission von Inhabern sortlaufender Konten s Theilungslägern an den Vorsißenden derselben, Hrn. L. P. Mitter- ofe, wie derselbe uns mittheilt, mit Shreiben vom 4, Of- Ee I. eröffnet, daß sämmtliche in Berlin eintreffenden Bahn HBefgezen dieselben auf der Lehrter oder einer anderen a De ung es Aen direkt fe Ll neuen Adresse enthalt rt werden, wenn die Frahtbriese die L Empfüinger zol fligtigee n Lehrter Bahnhof Packhof“. Jeder Nach GintrefFew 'ertigung am Padtbot nige og ennen, nnen d er o ü il Hasse eingelöse zOtbrtefe er werden die 2 ebrücke wünscht.

bei mpfän H ei der am Packhofe P A O a

Sanitätswesen und Quaranutäueweseu.

Oesterreih-Ungarn. O

1. Laut Verfügung des K. K. österreichisen Handels-Ministeriums werden fortan die in Triest eintreffenden Sceeprovenienzen aus Venedig nah vorhergegangener ärztlicher Untersuchung, D der E ONRE u a einer 24stündigen Observationsfri um freien Verkehr zugelassen werden. L / An Die Königlich ungarische Seebehörde zu Fiume hat mit Verfügung vom 7. Oktober 1886 für Provenienzen aus Venedig, falls Sra Len her Reise gu 00 nit vorgekommen ind, eine 24stündige Observation angeordner. y j x Durch einen neuerlichen Erlaß der K. K. Seebehörde zu Triest ist gegen alle Provenienzen der Susel Sardinien eine siebentägige Quarantäne angeordnet worden.

alta.

1, Durch Bekanntmachung der Lokalregierung vom 24. Sep- tember 1886 ist den von Sardinien kommenden Schiffen seit dem 12. September d. J. der Einlauf in den Hafen von Malta verwehrt, Die in den 88. 3 Und 4 der Bekanntmachung vom 13. August d. J. (,N.-A." Nx. 199 vom 2. August 1886) enthaltenen Bestimmungen über die Einfuhr ansteckungsfähiger Waaren und über die von den ankommenden Passagieren beizubringenden Bescheinigungen finden au auf Sardinien Anwendung. \

11. Durch eine Bekanntmachung der Lokalregierung vom 28. Sep- tember 1886 is für diejenigen Schiff welche aus dén Donaus- häfen, aus Varna und von der ganzen Küste des Schwarzen Meeres zwischen Sulina und Bourgas kommen, Quarantäne von 14 Tagen, einschließlich der Dauer ihrer Reise, angeordnet worden.

111. Mittelst Verfügung der Lokalregierung von 1. Oktober 1886 ist die Quarantäne gegen Provenienzen aus Sizilien, der Regent- haft Tunis und der Provinz Tripoli aufgehoben worden.

Die in früheren Bekanntmachungen enthaltenen Bestimmungen bezüglih der von Passagieren aus Häfen des Mittelländischen Meeres und Konstantinopel vorzuzeigenden Bescheinigungen der Konsulate finden auch Anwendung auf die aus Sizilien, der Regentschaft Tunis und der Provinz Tripoli ee PANaMere

O T G N E

Durch Verfügung des Königlich portugiesischen Ministeriums des Snnern vom 6. Oktober 1886 werden die Häsen an der Donau seit dem 11. September d. I. für angesteck von asiatisher Cholera

erklärt. h: Brasilien.

Die Kaiserli brasilianishe Regierung tember 1886 beschlossen : : 1) daß dèr Hafen von Torre Annunciata vom 2, September d. J. ‘ab als infizirt zu betrachten ist ;

9) daß die übrigen Häfen des Golfs von Neapel als ver- R a sindz

a

den brasilianischen Häfen nur zugelassen sind, nachdem sie der strengen Quarantäne in dem Lazareth von Ilha Grande unterworfen worden sindz

4) daß diejenigen Schiffe, die mit Cholerafällen an Bord an- langen oder solche während der Reise an Bord gehabt haben oder Laduna mit si führen, welhe die Ansteckung zu übertragen geeignet ist, ciner gleichen Quarantäne zu unterwerfen sind, auch wenn sie aus nur verdächtigen Häfen kommen.

at unterm 15. Sep-

Berlin, 14. Oktober 1886,

Jhre Majestät die Kaiserin und Königin hat in huldreiher Erwiderung auf die von dem Vorstande des Vater- ländischen Frauen-Vereins zu Berlin zugleich im Namen der Zweigvereine zu Allerböchstihrem Geburtstage a ehrfurhtsvollen Glückwünshe das nachstehende A erhöhste Hand- schreiben erlassen:

Die Glückwünsche des Vaterländischen Frauen-Vereins und seiner Zweigvereine rufen auch dieses Mal das dankbare Gefühl der Anerkennung in Mir hervor für das von Gott gesegnete Gedeihen des Vereins, dessen stets wachsende Verbreitung wahrhaft erfreulih ist, und für die Leistungen seiner zahlreichen Mitglieder, mit denen Ich Mich stets in gemeinsamer Arbeit verbunden fühle.

Baden-Baden, den 2. Oktober 1886,

Angustáä. An den Vorstand des Vaterländishen Frauen-Vereins zu Berlin.

Amtliche Berichte aus den Königlichen Kunstsammlungen,

(Aus dem Jahrbuch der Königlich cal Kunstsammlungen. Dasselbe erscheint vierteljährlich im Verlage der G. Groteschen Verlagshandlung zum Preise von 30 Æ für den Jahrgang.)

I. Königliche Museen 1, April 30, Juni 1886.

(Fortsezung.) / V, Kupferstichkabinet. Im zweiten Quartal des laufenden Jahres wurden eine Reihe von Erwerbungen gemacht, unter denen die bedeutenderen sind: j A. Kupferstiche. Meister E. S. von 1466. Maria auf dem Halbmond. B. 33, Israel von Mecktenem. Der hl. Georg. B. 98. Meister von Zwolle. (Meister mit der Weberschüße.) Maria N p N Biber A P. E nbekannter Meister mit dem Zeichen W, verbunden mit einer Marke. Der Stammbaum Christi. B. VI S. 56, Nr. 13. B VI

Meister B. M. Madonna von zwei Engeln gekrönt. S. 392 Nr. 3. ; R G B Se von Olmüßg. Der Tod der Maria nach Schongauer. O i An S Sur Di 3! eorg Pencz. ildniß des Kurfürsten Johann Friedri Sachsen. B. 126. E A 400 ans Sebald Beham. Ornament. B. 244. Zarthel Beham. Kleopatra. B. 12. Derselbe. Amor auf der Weltkugel reitend. B. 32. Derselbe. Der hl. Christophorus. B. 10. Jakob Binck. Bathseba im Bade. B. 6. Derselbe. Der hl. Georg. B. 23.

Derselbe. Der Knabe mit 2 Fischen. B. 86. g Sebald Lautensack. Landschaft mit der Taufe Christi.

B. 46. Georg Friedrich Schmidt. Anna von Oesterrei ónigi G U 2 bifcbof A O O erselbe. Der Erzbischof von Cambray. Jacobi 47. Derselbe. Friedrih der Große, König von Preußen. Jacobi 62. Derselbe. Der Minister von Görne. Jacobi 70. Derselbe. Der BUUNA Iakob. Jacobi 139. Derselbe. Der General von Schouwaloff. Jacobi 143. De eke. Vignette mit den drei Schmieden. Jacobi 158 a. Derselbe. Vignette mit den fieben musizirenden Männern. s rielbe. Niederländische B erselbe. Niederländishe Bauernunterhaltung. Jacobi 160. Unbefannter deutscher Meister des XV. Rebe Christus am Kreuz. P. 11 S. 220, Nr. 72. Geschenk Sr. Durchlaucht des Fürsten Truchseß von Waldburg Wolffegg-Waldsee zu Wolffegg (Württemberg). Neuer Abdruck einer alten Platte, im Besiße des Herrn Geschenkgebers. Meister mit den Erbsenschoten. Ecce homo. B. YIII S. 35,

die aus dem infizirten Hafen kommenden Fahrzeuge in

Lucas van Leyden. Vier Soldaten in einem Wald. B. 141. I Sunger Mann an der Spiße einer bewaffnetèn Schaar.

G Derselbe, Der hl. Georg. B. 121. ta Ne Allegorie auf die Musik. B. 23. P. V. S. 59, 023) Giulio Campagnola. Ganymed. B. 5 Il. Marco da Ravenna. Opferung eines Bockes. B. 220.

Derselbe. Urtheil des Paris. P. VI S. 2, Nr. 135, Kop. B.

Agostino Veneziano. Das alte gepußte Weib und der reiche Mann. P. 183. :

Derselbe. Die Armeen Karls Y und Solimans Il. B. 419,

Benedetto Verino, der sogenannte Meister mit dem Würfel. Amor und Psyche von Nymphen um eben. B. 46. I. und Il. Zustand.

Giulio Bonasone. Moses befiehlt den Juden, das Manna zu sammeln. B. 5,

Giorgio Ghisi. Die Darstellung der Verleumdung des Apelles nach Luca Penni. B, 64.

Unbekannter italienisher Meister des XVI. Jahrhunderts. An- siht von Algier, 1541.

B. Holzschnitte.

__ Albrecht Dürer. Clandüi Ptolomaei Geographicae enarrationis libri octo Bilibaldo Pirckheymhero interprete. Straßburg, Grie- ninger 15%, darin ein Holzschnitt, darstellend die Armillarsphäre von

Dürer. P. 202.

Derselbe. Crcules“ B. 127 “und „Das Männerbad!, R Be, Abdrücke der seltenen Platten ohne das Monogramm ürer's.

Derselbe. Runde Scheibe, sog. Knoten, B, 144.

Hans Sebald Beham. Venus. Aus der Planetenfolge. P. 187 I. __ Ünbekannter Meister der mailändishen Schule um 1490. Kopf eines bartlosen Mannes im Profil nah links auf \{warzem Hinter-

e Val. Jahrbuch der Königl. Preuß. Kunstsammlungen V

Francesco de Nanto. Christus und die Samariterin. P. 27.

Andrea Andreani. Die Anbetung der hl. drei Könige U Luini. B. X11, 11, Nr. 4. Farbenholzs{nitt in zwei Platten.

__Ugo da Carpi. Der Neid aus dem Tempel der Musen ver- trieben; nach Peruzzi. Band X11, VU1, Nr. 12. Farbenholzscnitt in zwei Platten. |

Johann Wechtlin. Ein Todtenkopf. B. 6. Farbenholz\Gnitt in zwei Platten. 4

C. Zeichnungen.

Unbekannter deutscher Meister vom Ende des XV, Jahrhunderts. (Meister P. P. W. ?) Figurenreiche Darstellung kriegerischer Scenen. Wahrscheinlich Theil des Originalentwurfs zu den großen Kupfer- stihen des Meisters P. P. W. (Paf. IT. S. 160), welche die Begebenheiten im Schweizerkrieg (1499) illustriren. Federzeichnung,

Franz Hals. Zwei Männer an einem Tische sißend. Schwarze Kreide, weiß gehöht.

D. Revroduktionswerke und Po

„Denis Gaultier“ von Oskar Fleischer. Leipzig 1886. ®, (Publikation einer im Kupferstichkabinet befindlihen, aus der ehemaligen Sammlung Hamilton stammenden Handschrift.)

997 Photographien nach Gemälden und Zeichnungen älterer Meister. Lippmann.

p. Ethnologische und nordishe Abtheilung. 1) Ethnologische Sammlung. Aus Afrika hat Hr. Dr. W. JIoest die Ethnologishe Abtheilung

neu bereihert durch Zuwendung der aus seiner afrikanischen Reise von der Ostküste zurückgebrachten Sammlungen. Ebenso wurden von Hrn. Dr. Schwarz einige Gegenstände übergeben aus der im Auftrage B Auswärtigen Amts unternommenen Erforshung der Kamerun- änder. Aus Australien sind Hrn. Zahlmeister Weisser Sammlungen aus Neu-Guinea zu danken und aus Amerika haben die Skulpturen Guatemalas weitere Zufügungen erhalten.

Aus Asien hat Hr. Regierungs-Kommissar Pfaffius das werth- volle Exemplar einer Schamanen-Ausrüstung von den Buräten be-

chat; von Hrn. Müller-Beck is} eine interessante Sammlung aus, |

Japan zum Geschenk übergeben, und indishe Sammlungen sind von Hrn. Minchin erworben (dur Vermittelung Hrn. Dr. Jagors). 11. Nordishe Sammlung.

Die nordishen Alterthümer haben sich wie folgt vermehrt:

Deutschland. Provinz Brandenburg. Bronzen und Steingeräthe von Rhinow, Geschenk des Hrn. Gutsbesißers G. Weigel auf Buch- horst; Bronzen aus der Gegend von Soldin, Geschenk des Hrn. Oeko- nomen P. Wendeler daselbst; eine größere Zahl von Thongefäßen, zum Theil von sehr seltener Form, in Charlottenburg gefunden, Geschenk des Hrn. Geheimen Medizinal-Raths, Professor Dr. Virchow hierselbst; Steingeräthe von Shmöckwiß bei Köpenick; Geschenk des Hrn. Trans- lators Finn hierselbft.

Provinz Posen. Cine sehr gut erhaltene Gesichtsurne, dur einige besondere Eigenthümlichkeiten ausgezeichnet, Geschenk Sr. Excellenz des N Staats-Ministers Dr. Friedenthal; sodann Funde aus dem

räberfelde bei Mogilno; durch Ankauf erworben.

__ Provinz Westpreußen. Ein größerer Bronzefund sowie einige A aus Gräbern aus der Umgegend von Marienburg ; dur An- auf eet S Holst

__ Provinz eswig-Holstein: Einige kleinere schiedenen Fundstellen; durch Ankauf erworben.

__ Provinz Sachsen. Einige Skelette aus Flachgräbern der Stein- zeit mit den dazu gehörigen Beigaben aus der Gegend von Merse- burg, sowie einige Fundstüdke aus der Gegend von Hausweindorf, Kreis Aschersleben, wurden durch Ankauf erworben.

n On Rue De eine U interessa E us den Gräberfeldern bei Tangermünde von Herrn Apothelet Hartl Ln Freie R {sftadt L beck : /

reie Reichs\tadt Lübeck. Ein Feuersteinschmalmeißel, in einem Vorstadtgarten daselbst gefunden; durch Ankauf na

Königreich Bayern. Verschiedene Funde aus Höhlen und Gräbern Oberfrankens und der Oberpfalz; durh Ankauf erworbea.

Dänemark. Ein Feuersteindolch aus Jütland. Geschenk de Herrn Marinemalers Bomba. hierselbst. Rußland. Eine Hirschhornaxt aus der Gegend von Dünabutg;

nkauf. i A. Bastian,

Funde von ver-

(Fortseßung folgt.)

Die „Allgemeine Tischler-Zeitung“, (Berlin, Linda! straße 43) hat einen Preis von Hundert Mark Füe Ueferung dét besten Zeichnung eines Herrenschreibtis# ch8 ausgeseßt. Die Zeich nungen sind bis zum 1. November d. J. einzusenden. Näheres über a A E Belnuna A. L die „Allgemeine ge J ekannt. Den Ankauf ni ämii î e G bos Blait vor. f niht prämiirtea Zeichnungen

Wien, 13, Oktober. (W. T.-B.) Cholerabericht, N Triest 14 Erkrankungen, 1 Todesfall, A Pest S C rrcanloiet

16 Todesfälle. Szegedin, 13. Oktober. (W. T. B.) Cholerabuiß!

10 Erkrankungen, 8 Todesfälle.

E

Redacteur: Riedel.

Verlag der Expedition (S ch olz).

Druck der Norddeutshen Buchdruckerei und Verlags-Anstalt, Berlin 8W., Wilhelmstraße Nr. 32.

Vier Beilagen

Berlin:

Nl .

(einschließlich Börsen-Beilage).