1920 / 147 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 06 Jul 1920 18:00:01 GMT) scan diff

Allermindestens hätte man eine Verfünffahung des laufenden Ehren- \oldes erwarten müssen. Die etwa 50000 bedürftigen Veteranen, die Ende Februar vorhanden waren, haben ingwishen an Zahl weiter erheblich abrenommen, denn die Unterernährung tut fortdauernd ihre irkung. Die Reichsfinanzvernwaltung wbt hier Sparsamkeit an falscher Stelle und fordert damit das Volk unwillkürlich zu Vergleichen heraus. Um nur eins anguführen: Der Versicherungsagent einer

Kriegsgesellschaft hat im einem Jahre über eine Million Mark an |

Provisionen verdient. Im Einverständnis mit Mitgliedern aus allen Parteten des Hauses beantrage i, die Regierung zu erfuchen, erneut bei der Reichsregierung im Sinne unseres früheven einstimmig an- genommenen Antrages vorstellig zu werden. ;

Abg. Werner (D. Nat.): Die Vorlage ist keine Empfehlung E en U Low igen lg ar Aue A

nruhe des Daujcs auf der Lribune u andi.

Präsident Leinert: Der Antrag des Maeordneten Kopsh ist als ein Urantrag zu betrahten. Jh möchte daher dem Antrag- steller anheingeben, diesen Antrag als Urantrag einzubringen, Ich kann ihn jeßt noch niht zur Abstimmung bringen.

Abga. Herbert (Soz.): Weshalb haben die Herren von der Nechten nicht früher für diese Veteranen gesorgt? (Zustimmung links.) Damals war Geld genug da. Man hat damit aber nicht den Kriegsopfern geholfen, sondern einen neuen Krieg entzündet.

Abga. Sichüling (NLentr.): So geringe Beträge wie in den vergangenen Jahren den Veteranen gewährt worden find, dürften thnen eigentlih gar niht angeboten werden. Das Reich hat die moralische Verpflichtung für die alten Veteranen einzutreten. Es muß energish auf das Reich eingewirkt werden, daß die Beihilfe für die Veteranen bedeutend crhößt wird.

Aba. Meyer- Herford (D. V): Noch vor kurzem hat sich S{önaich- Cczolath wie stets mit Energie für einen Ghrenfold ter Kuiegsveteranen eingeseßt. Das mag Ihnen (zur Linken) unbequem sein, Sie können es aber nicht aus der Welt \chGaffen. (Zurufe.) Wenn es nicht durchgesebt worden ist, dann war es cie Schuld der Reichsregierung, weil sie zu fehr den fiskalischen Standpunkt eingenommen hat. Ich bitte Sie also für die Kriegs- veteranen, die in der großen Zeit 1870/71 im JIntereise des Vaterlandes ihre Schuldigkeit getan haben, einzutreten. A |

Die Vorlage wird durh Kenntnisnahme für erledigt er- klärt, desgleichen die Mitteilung des Ministers des Jnnern über die Gewährung von Vorschüssen an die Gemeinden des besebten westlichen Gehiets, sowie die Mitteilung des Staats- ministeriums über die Versorgung der Hinterbliebenen von Krieasbeschödiaten und die Mitteilung des Ministers für Volls- wohlfahr! a) über die Kapitalabfindung für Witwen von Kricg:beschädiaten, Þ) über die Gleichstellung der unehelichen Kinder gefallener Krieger mit den ehelichen.

Der Gesekßentwurf zur Ueberführung der standesherrlichen Bergregale an den Staat wird auf Antrag Fren g el (Dem.) dem Handels- und Gewerbeausschuß ohne Debatte îberwiesen. Mit der Vorlegung des Gesehentwurfs ist der von dem ge- nannten Ausschuß gelegentlich der Beratung des Antrags Hue (Soz.), betr. die Privatregalabgaben, gestellte Antrag auf Ver- staatlichung der betr. NRegale erledigt.

Schluß 1214 Vhr. Nächste Sihung Dienstag, 12 Uhr, (Anfragen; Notetat, erste Lesung des Staatshaushaltsplanes für 1920; feinere Vorlagen.)

Parlamentarische Nachrichten.

Dem Reichstag ist der Entwurf .eines Gesetzes, betreffend eine Ergänzung der Vorschriften über den juristishen“ Vorbereitung3dienst, nebst Begründung zu- gegangen. Dessen einziger Paragraph bestimmt, daß die Landesjustizverwaltungen ermächtigt werden, als Vorbereitungs- dienst im Sinne des § 2 Abs. 3 des Gerichtsverfassungsgeseßes auch denjenigen Vorbereitungsdienst anzuerkennen, der in einem der zufolge des Friedensvertrags aus dem Deutschen Reich ausgeschiedenen Gebiete nah dem Zeitpunkt des Ausscheidens zurückgelegt fst.

Einer Anzahl von Nechtsbeflissenen, die sich im furistishen Vor- bereitungsdien#| in den ehemals zum Deutschen Reiche gehörenden Gebiet8steilen befinden, ist es bisher aus persönlichen und wirtschaft- lichen Gründen nit mögli gewesen, ihren Beschäftigungsort zu ver- Tassen und innerhalb der Grenzen des Deutschen Netchs den Vorhereitungs- dienst fortzusetzen. Sie haben gebeten, die bei den ehemals deutschen Behörden und Nehtsanwälten zugebrachte Zeit ihrer Ausbildung als Borbereitungsdienst im Sinne von § 2 Abs, 3 des GVG. anzu- erkenne. Dem steht zurzeit entgegen, daß diese Gesetzesvorschrift nur die Weistung des Vorbereitungsdienstes an deutschen Ge- ritten und Behörden im Auge hat. Indessen erscheint es unbedenk- lid, au den Vorbereitunasdienst, der in den Abtretungsgebieten nach ibrem Ausscheiden aus dem Gebiete des Deutschen Reichs abgeleistet wird, als Vorbereitungsdienst im Sinne von S 2 A663 des GVG. anzuerkennen, solange in diesen Gebieten ium wesentlißen noch die gleichen Vorschriften über die Gestaltung des VBorbereitungsdtenstes ellén wie in den deutschen Lindern, die Handhabung der RNechtsprehung in den Händen der bis auf weiteres dort belassenen deutschen Richter liegt, auch die Gesege, nach denen Recht gesprochen wird und nah denen das Geritsverfuhren sieh regelt, im wesentlichen den deutschen Ge- seßen entspreGen. Den Landesjustizverwaltungen für eine derartige Anerkennung eines im Abtretungsgebiete zurückgelegten Vorbereitungs- dienstes die geseuliGe Grundlage zu versaffen, ist der Zweck des vorliegenden Entwurfs D

Der Preußischen Landesversammlung sind der Entwurf eines Geseßzes zur Ergänzung des Ge- seßes, betreffend die vorläufige Regelung des Staats- haushalts für das Rechnungsjahr 1920, vom 6. Mai 1920, der Entwurf eines Ausführun 8geseßes zum Lande5steuergesez, Entwürfe von Gesetzen, betreffend die Verbesserung ver Oderwasserstraße unterhalb Breslans und die Bereitstellung weiterer Staats- mittel für den Schleppbetrieb auf dem Rhein-Weser- Kanal und dem Lippe-Kanal, der Entwurf eines Geseßes zur Abänderung des el eted, betreffend das Pfandleihgewerbe, vom 17. März 181, der Entwur ff eines Geseves, betreffend Einführung einer Alters- grenze für Staatsbeamte und Volks)chullehrer, und der Entwurf eines Gesezes über eine erhöhte An- rechnung der von den Staatsbeamten und Volks- \{chullehrpersonen während des Krieges zurü- gelegten Dienstzeit nebs Begrimdungen zugegangen.

Der Entwurf eines Gesetzes, betreffend Einführung einer Alters8grenze, hat folgenden Wortlaut :

è A:

(1) Unmittelbare Staatsbeamte, soweit sie niht richterliche Be- amte sind, und Volksschullehrer treten mit dem auf die Vollendung des 65, Lebensjahres zunächst folgenden 1, April oder 1. Oktober kraft Geseues in den Nuhestand, : : M

(2) Mit dem gleichen Zeitpunkt sind die Lehrer an den wissen- schaftlichen Hochschulen kraft Gesepes von ihren amtlichen Ver- pfli ¡tungen entbunden,

Die weiteren Ausführungen bletben bei der |

8 2. i

Nichterliche Beamte treten mit dem auf die Vollendung des

68. Lebensjahres zunächst folgenden 1. April oder 1. Oktober kraft Gesetzes in den Ruhestand.

& 3.

(1) Dieses Geseß findet auch auf Beamte Anwendung, die sch im einstweiligen Nuhestand befinden. : j

(2) Jedoch bleiben die vermögensrechtlihen Ans. e der auf Grund des § 32 des Gesetzes über die Landeskulturbehörden vom 3. Juni 1919 (Geseßsamml. S. 101) in den einstweiligen Ruhestand verseßten Beamten mit der Maßgabe unberührt, daß an die Stelle des Wartegeldes ein Ruhegehalt gleicher Höhe tritt.

8 4.

Dieses Gesetz findet auf Hofbeamte im Sinne des § 1 der Verordnung über die Versorgung bor Hofbeamten und ihrer Hinter- bliebenen vom 10. März 1919 (Gefetsamml. S. 45) Amvendung.

8 5.

(1) Volksschullehrer im Sinne diefes Geseßes sind diejenigen Beamten, auf die das Gefetz, betreffend die Pensionierung der Lebrer und Lehrerinnen an den öffentlißhen Volkss{hulen, vom 6. Inuli 1885 / 10, Juni 1907 (Gesetzfamml. S. 298 und 133) Anwendung

ndet.

(2) Nichterlihe Beamte im Sinne diefes Gesetzes sind diejenigen Beamten, auf die das Gesetz, betreffend die Dienstvergehen der Nichter und die unfreiwillige Verseßung derselben auf eine audere Stelle oder in den Ruhestand, vom 7. Mai 1851 (Gejeßsamml. S. 218) An- wendung findet, und die Mitglieder des Oberverwaltungsgerichts.

& 6. (1) Auf Staatsminister findet dieses Gefeß keine Anwendung. (2) Dasselbe gilt von den Beamten der evangelish-kirhlichen Verwaltung. «i

Auf Antrag des Fachministers kann das Staatsministerium für einen einzelnen Beamten die Wirkung der im § 1 dieses Gefctzes vorgeschriebenen Altersgrenze bis zu einem späteren Zeitpunkt, jedoch nicht übec den Zeitpunkt hinaus, der nach § 1 ma d wäre, wenn dort die Allerdquenas auf das 68. Lebensjahr fesigeseßt wäre, hinaus\{ieben, wenn das Interesse des Staatsdienstes die Fortführung des Amtes durch ihn erfordert.

Dieses Geseh tritt mit dem 1. April 1921 in Kraft und findet zu diesem Zeitpunkt au auf diejenigen Beamten Anwendung, die die Alter8grenze bereits überschritten haben,

Der Entwurf eines Gesetzes über eine erhöhte Anrechnung der von den Staatsbeamten und Volks - \chullehrpersonen während des Krieges zurückgelegten

Dien stzeit lautet, wie folgt:

& L

Bei Berechnung der ruhegehaltsfähigen Dienstzeit nach dem Zivilruhegehaltsgeseße vom 27. März 1872 (Gefeßsamml. S. 268) und dem Volksschullehrerrubegehaltsgeseße vom 6. Juli 1885 (Gefeß- samm!l. S. 298) wird den Staatsbeamten und Volks\chullehrpersonen, die während des Zeitraums vom 1. August 1914 bis 31. Dezember 1918 im Neichs-, aktiven Militär- oder unmittelbaren Staatsdienst, den Volks \{ullehrpersonen auch die während desfelben Zeitraums in Preußen im öffentlichen Schuldienst verbrachte Zeit, sofern fie mindestens 6 Monate beträgt, anderthalbfah angerechnet. Unter den gleichen Vorausseßungen fann mit Genehmigung der Staatsregierung bei Staatébeamtèn die im Dienst eines der übrigen deutschen Länder sowie im Kommunal-, Kirchen- oder Schuldienst verbrachte Zeit, mit Genehmigung des Unterrichtsministers bei Volksschullehrpersonen auch ‘die nach § 11 des Volks\chullehrerruhegehaltsgeseßes anrehenbare Zeit anderthalbfah an- gerechnet werden, jedoch nur, fofern die andertha!lbfache Anreclhnung auch bei Verbleiben in diesem Dienst hätte gewährt werden müssen oder können. Die erhöhte Anrechnung von Neichs- und aktivem Militärdienst findet nur statt, sofern eine entsprehende Anrehnung auch für Neichsbeamte durch Neichsgefeß angeordnet ist.

8 2, E

Die erhöhte Anrechnung erstreckt sich niht auf sonstige Zeit- räume, die nah den §8 14, 18 und 19 des Zivilruhegehaltsge|etzes und den 88 6 und 10 des Volksschullehrerruhegehaltsgeseßes als rubhegehaltsfähige Dienstzeit angerechnet werden. Sie erstxeckt ih ferner nit auf die in solche Kalenderjahre fallende Dienstzeit, in denen der Beamte oder Lehrer als Kriegsteilnehmer die Bedingungen erfüllt hat, die für ihn die besondere Anrechnung eines Kriegsjahres zur Folge haben. Sie erstreckt sih auch nicht auf Zeiträume, die auf Grund anderer geseßliher Bestimmungen doppelt anzu- rechnen sind. j

Halbe Tage, die sich bei der Berechnung der Gesamtdienstzeit ergeben, werden nicht mitgezählt.

5 3. ; Dieses Gesetz tritt mit Wirkung vom 1. August 1914 in Kraft.

Wohlfahrtspþpflego.

Der Börfsenverein der deutschen Buchhändler ruft, wie dem „W. T. B." aus Leipzig berichtet wird, im Börsen- blatt zu einer Hilfsaktion für die bedrängten ober- A A Volksbüchereien, die sich in threr Not an den deutschen R ewandt haben, auf. Vor dem Kriege atte fast jedes obeschlesische Dörfchen seine wohleingerihtete kleine

Zücherci. Jeyt aber sind diese Werte zum großen Teil vernichtet. Von den 400 000 Büchern sind Höchstens 100 000 brauchbar ; von den 1087 Wanderbüchereien is bereits der größere Teil außer Betrieb; die Einnahmen (nd auf die Hälfte ge- sunken, die Betriebskosten aber haben \ich vervielfaht. Bis- herige Unterstüßungen bleiben aus. Schnelle Hilfe tut des- halb not, wenn die Volksbüchereien, die ohne ebertreibung als das Rückgrat der deutschen freien Bildungspflege in O bezeichnet werden können, gerettet werden sollen. Es gilt, das ober- chlesishe Deutschtum, das vor f{weren Entscheidungen steht, in einem Daseinskampf zu stärken. Es gilt, das große Kulturwerk

udolf Küsters, das durch den Krieg sehr gelitten hat und gent von den Polen, die in manchen oberschlesi\ n Gemeinden die Mehrheit fan und rückfchts!os gegen alles Deutsche wüten, mit Veruichtun edroht wird, die Zukunft zu sichern. Der Börsenverein hat fi dankenswerterweise selbst mit 100 000 4 an die Spigze der Satmm- lung gestellt, die weiteste Unterstützung verdient. Spenden nimmt die Geschäftsstelle des Börsenvereins der deutshen Buchhändler in Leipzig, Buchhändlerbaus, Hospitalstraße 11, entgegen.

Mannigfaltiges.

Ueber die Wasserstandsverhältnifse der uord- deutshen Strôme im Monat Magi 1520 berichtet die Landesanstalt für Gewässerkunde im preußifchen Ministerium der öffentlichen Arbeiten in der „Stat. Korr.": Die Wassenstand- \{wankungen im Mai waren ziemlich gering. An der Elbe. aben sie si über Mitkelwasser bewegt, an der Dder und am Rhein um Mittelwasser, aim Mem e l ftrom und im allgemeinen auch an der Weichsel und Weser unter Mittelwasser. Das Monatsmittel der Wasserstände liegt an der Elbe etwas über dem 20 jährigen Monatsdurchschnitt, an den übrigen Strömen unter ißm.

Memel Weichsel Oder Elbe Weser Rhein Tilsit Thorn Steinau Barby Minden Köln

Mai 1920... 173 113 166 227 216 248 ecm Unterschied gegen Mittelwasß\er

Mai 1896/1915

47 53

A ch8

62 45

Der Kampf um das ostpreußische Abstimmungs- ebiet hat mit Beginn der Woche vom 4. bis 11. Juli entscheidende Soma angenommen. Der Zustrom dec Abstimmungsberechtigten wächst immer mehr. Auf Allenstein allein kommen, wie „W. T. B. berichtet, mehr als 5000 auswärtige Gäste. Der Verkehr geht sowohl im Abstimmungsgebiet als auch im übrigen Ostpreu ßen dur Sonderzüge völlig glatt vonstatten. Die Organisation der Verpflegung und Unterkunft ist ausgezeichnet und wird zweifellos auch dem noch zu erwartenden verstärkten Zustrom gere(t werden können. Am Sonntag veranstaltete die Bezirksstelle Allenstein des ostpreußischen Heimatsdienstes einen Empfangsabend, an dem auh der Reichskommissar Freiherr v on Gay!l teilnahm. Im Allensteiner Stadttheater findet ein auf mehrere Tage berechnetes Spiel Berliner Künstler statt, an dem A. Frau Else Heims, die Herren Diegelmann, Brockmann, Mühlhofer und von Winterstein teilnehmen. In einer Neihe größerer Drt- schaften, u. a. in Neidenburg, Bischofsburg, Drtels- burg und Osterode werden in der Woche bis zum 11. Juli Heimatsfeste zur Stärkung des Deutshtums und des Heimats- gefühls veranstaltet werden. A

Allenstein, 5. Juli. (W. T. B.) Für die Zeit bis zum Tage der Abstimmung ist eine Reihe festlicher Veranstal- tungen in Aussiht genommen, die am Sonuntagvormittag mit der Eröffnung einer Kunstausstellung ostpreußisGer Künstler begannen. Ein bedeutsames Ereignis war Abends die Festaufführung von „Iphigenie auf Tauris“ im Deutschen Hause, der die beste Gesell- saft Allenfteins, der Neichskommissar Freiherr von Gayl, Vertreter der Negierung und der Behörden beiwohnten. Abends war ein Festmahl im Zivilkasino, zu dem der Ostdeutsche Heimatdienst geladen hatte und das die Spiygen der Behörden mit den aus- wärtigen Künstlern und Prefsevertretern vereinte. MNegierungsrat Dr. Marks und Freiherr von Gayl feierten die Gäste, in deren Namen Michaelis vom „Berliner Tageblatt“ dankte und dev festen Zuversicht in den deutschen Sieg Ausdruck gab.

Allenstein, d. Juli. (W. T. B.) Die „Drtelsburger Zeitung“ meldet, daß der gestern in Ortelsburg abgehaltene “Deutsche Tag“ einen glänzenden Verlauf genommen hat. Aus der Stadt und der Umgebung waren große Menschenmengen zu diesem Fest zusammengezogen. Gleich prächtigen Verlauf nahmen alle in Masuren und im Ermlan de stattfindenden Heimatspiele.

Allenstein, d. Iuli. (W. T. B.) Am 3. Juli fuhr ein aus dem Hauptquartier der Polen in Allenstein komnendes Lastauto über den Markt in Gilgenburg, déssen Führer durch Fragen die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf sich lenkte. Man vermutete einen Waffentransport für die Kampforganisation der Polen und durchsuhte das Auto, auf dem fa eine Unmenge polnischer u blätter und anderer Hebschriften befand. Die ausf- gebrahte Menschenmenge warf sämtliche Drucksachen auf einen Haufen und zündete sie an. Am Abend desselben Tages zogen MUider des Gilgenburger Heimatsvereins mit Musik zum Bahnhof, um die aus dem Reiche kommenden Abstimmungsberechtigten zu empfangen. Ju der Nähe des Bahnhofs eröffnete eine Abteilung der

olnis chen Kampfschaar „Bojaska“ aus dem Hinterhalt das Sp auf die Deutschen, von denen vier verwundet wurden. Nach begründeten Vermutungen ist der polnische Organist an der fatholishen Kirche in Gilgenburg der Organifator des Üeberfalls.

GZrlißt, 5. Iuli. (W.T. B.) Wie in zahlreichen anderen \{lesisGen Städten, fand auch hier gestern anläßlih des Volks- tages zur Erhaltung Oberschlesiens bei Deuts ch- land ein als Protest gegen die polnif i heimattreuer Oberschlesier veranstalteter Demonstrationszug statt, an dem Vereine, Schulen usw., im ganzen etwa 3000 Personen, teilnahmen. Gleichzeitig nahm am gestrigen Sonntag unter zahlreihem Zuspruch von außerhalb die Görlißer Sportwoche ihren Anfang.

Hagen, 5, Juli. (W. T. B.) Während einer stark besuchten Versammlung, die der Internationale Bund der Kriegs- beschädigten und Hinterbliebenen heute abend in der hiesigen Tonhalle abhielt, um für Völkerfrieden und e d zu demonstrieren, flog der in der Nähe des Rednerpultes aufgestellte große eiserne Ofen mit gewa gen Getöse in die Luft. Die Decke i} an ver- schiedenen Stellen durhgeschlagen. Sämtliche ensterscheiben {ind zer- trümmert und Stühle und Tische durcheinan eworfen. Etwa 40 Personen wurden verleßt, darunter eine Anzah lebensgefährlich. Die sofort vorgenommene kriminalpolizeiliche Vilerlucung Ina daß im unteren Teil des eisernen Ofens neben dem Aschenkasten eine Anzahl Handgranatensprengkapseln verborgen gaveino war. Man glaubt, daß die Entzündung dur, eine in den Ofen geworfene Zigarette entstanden ist.

Homburg v. d. Höhe, 5. Juki. (W. T. B.) In der An- elegenheit behördliher Konzessionen zur Veranstaltung von Glüdsf ielen an verschiedene deutsche Badeorte, darunter auch Ps Yat der preußische Minister des Innern Severing in ängerer Unterredung dem Oberbürgermeister von ut adi den Standpunkt der Reichsregierung dargelegt, O0aN leßtere nach eingehender Beratung mit den Landesdregierungen fich dahin {lüsfig gemacht habe, daß eine behördliche (Frlaubnis zur Ber- anstaltung von Glücks\pielen innerhalb des Deutschen Reichs nicht erteilt werden ans und bereits erteilte Konzessionen rückcängig zu machen seien. Lediglich die Genehmigung der auf Jahrmärkten und bei dergleichen Gelegenheiten üblihen Spiele harmloserer Art mii einem Höchsteinsaß von 1 M würde zugelassen werden.

Rost ock, d. Juli. (W. T. B.) Bei den gestrigen Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung entfielen nach amtlicher Zählung auf die Deutschnationglen 3729, auf die Deutsche Volkspartei 8695, auf die P L 1929, auf die Wirischaft- liche Vereinigung 2183, auf die Demokraten 1692, auf die Sozia!- demokraten 11659 und auf die unabhängigen Sozialisten 3774 Stimmen. Es erhalten Siße: Deutschnationale 6, Deutsche Volkspartei 16, Hausbesißerliste 3, Wirtschaftlihe Vereinigung ch4, Demokraten 3, Sozialdemokraten 21, unabhängige Sozialisten 7, Jn Warnemünde erhielten die vereinigten Bürgerlichen 1606 Stimmen und damit 4 Sitze, die Sozialdemokraten 1122 Stimmen, 2 Sie.

Orleans, 6. Juli. (W. T. B.) Ein von Pgris kommender Eisenbahnzug mit Bestimmung Nantes entgleiste am Montagabend nach Passieren des Bahnhofes Aubrats. Scc3 Personen wurden getötet, eine große Anzahl yerlett,

Nr. 52 und 53 des Zentralblattes der Bauverwaltung“, herausgegeben im preußis{en Finanzministerium, baben folgenden Inhalt: Nx. 52: Der Lehmziegelbau im Altertum und in der Gegen- wart. Das Lehmstrohbdach. Vermischtes: Abgeordnetenversanmm- lung des Verbandes deutsher Architekten und Ingenieure, Hgupt- versammlung des Bundes deutscher Architekten. Doktoringenicur- promotionen an den technischen Hochs{chulen Preußens. Ergebuissz der Diplomhauptprüfungen an den Technischen Hochschulen Preußens. Einfriersichere Fallrohre für Dachrinnen, Nr. 53: Nintliches: Grlaß vom 7, Juni 1920, betr. die Verwendung von Oelfarben, Dienstnachrihten. Niehtamtliches: Der Uebergang der Stagts- eisenbahnen auf das Neich. Zur Neuordnung des Anpreisewsse:s auf Bahnhöfen (Bahahofreklame). Vermischtes: Verleißung der Würde eines Doktor-Ingenicurs ehrenhalber, Vortragsreihe zur Ausbildung von Beleuchtungsingenieuren. Das Stroßda im Westerwald. Schwimmer für Strombeobachtungen. ohannes Vollmer F. Bücherschau. :

r

hen Umtriebe vom Verein

Handel und Gewerbe.

Wagengestell'ung für Kohle

, Koks und Briketts

Nußhrrevier

E 18 648 Nicht gestellt . Beladen zurück- gestellt : am 1. Juli am 2. Iuli

17 851 18 272

Gestellt . L 18 669

Nicht gestellt . . =_—

Beladen zurück-« dete A e

Gestellt, .-€ Nicht gestellt . Beladen zurück- gestellt .

4 232

4.226

ParIB0EER S E L

Zwischen der Nationalban Bei und der Deut KommanditgesellschGaft auf laut Meldung des „W. T. B.“ unter beider Generalversammlungen ein Vertrag

dessen eine Vereinigung beider Institute mit rückwirkender Kraft vor Jal b l Um die Gesellschaftsform der Kommandit: gesellshaft auf Aktien für das vereinigte Institut zu erhalten, wird die Durchführung der Transaktion in der Weise vorgenommen, daß die Deutsche Nationalbank Kommanditgesell \ch ihr Kapital um 90 Millionen Mark erböl Aktionären der Nationalbank für Deutschland zum Umtausch im Ver- Außerdem wird das Kapital um weitere die in festen deutschen Privatbesiß über-

1. Januar 1920 ab erfolgt.

hältnis von 1 : 1 anbietet. 18 Millionen Mark erhöht, gehen. Ein Angebot an diese Aktionäre ation, Mit der Vereinigung wird „Nationalbank für Deu lo Ain ändern und seinen Siß na

dem Det der Aktien erzielte Kursagio deckt die Kosten der Trans-

aus Basel die ordentli

waren acht Aktionäre mit einem

1. UntersuhGungs\sacen. 2, Aufgebote Ñ s 3, Verkäufe, V 4. Verlosung 2. von Wertpa

ieren. §5. Kommanditgesellschaften N Aktien u. Aktiengesellschaften.

H) Untersuchungs- [38571] sachen.

Der Steckbrief hinter Friß Brandes, geb. 26. Dezember 1999, it erlediet

Berlin W. 10, Genthinerstr. 5 a, den 29, Juni 1920. Gericht der früheren Landwehr-Inspektion.

[38569] P Ba EiGnn E f JCatrolten

Der gegen den früheren Heinrich Helmbrecht, geb. 27. Fuli 1881 in Hildesheim, wegen unerlaubter Ent- fernung unter dem 9. Dezember 1905 S 290] Nr. 68932 Ziff. 7 erlassene

tedbrief ist erledigt.

Erfurt, den 1. Zul 1920.

Gericht fr. 38. Div.

[38564]

Der TOEA gegen den Freiwilligen Otto Jahn, geb. 11. Dezember 1886 zu Gaschwiß bei Leipzia, von Beruf Kauf- mann, ift erledigt.

Hannover (Am Waterlooplaßz 5), den 29. Juni 1920.

Gericht-Abw.-Amt X. A.-K. (früher Gericht ehem. 19, u. 20. Div. u, Insp. d. Kriegs- gef.-Lager R. A.-K.).

[38467] Die vom Gericht der Landwehrinspektion Köln gegen den ehem. Wehrmann Jakob Spöllmann, geb. 4. Oktober 1877 in Nheinberg, am 12. Februar 1915 er- i Fahnenfluchtserklärung ist auf- gehoben. Köln, den 1. Juli 1920. U ea gee beim Amtsgeriht Köln.

[38468] i

Die am 26. November 1914 gegen ben ehem. Musketier Christian Neu, geb. 23. Januar 1885 in Thurn b. Mülheim, Rhein, vom Gericht der Landwehrinspektion Köln erlassene Fahnenfluchtserklärung wird auge en |

öln, den 1, Juli 1920. M Rg beim Amtsgericht öln.

[38469] , Die am 8. 12. 14 vom Gericht der Landwehrinspektion Köln gegen den ehem. Musketier Wilhelm Optekamp, geb. 24, März 1893 in Forst b. Crefeld, er- lassene Fahnenfluchtserklärung ist auf- gehoben. Köln, den 1. Juli 1920. Aktenverwaltungsstelle beim Amtsgericht Köln.

[38572] Fahndungsrückna hme.

Das Ausschreiben vom 13. Oktober 1919 Tab. D. A. I. 5136/19, betr. Fahn- dung nach dem am 6. Juli 1898 in Schönau (Preußen) geborenen S{lofser

Anzahl der Wagen am 2. Juli 1920.

am 3. Juli 1920.

au 4. Juli 1920.

land Kommanditgesellschaft auf Aktien“ Am 5. Juli 1920 b n Melbame s . Juli and laut Meldung des „W. T. B.“ unt i Leitung des Au O Herrn Sb Di: Scar S : e Generalversammlung Kohlenvereins.in Großzössen N Borna statt. ; Aktienkapital von 4245 000 M vertreten. Die Bilanz und Gewinn-

erlust- u. Fundsachen, Zustellungen u. deral. erpachtungen, Verdingungen E ia

| Dberschlesishes Nevier

1, Januar und zwar

fowie

vereins Aktie der

pflichtet,

e pfändung 49 stunden.

496 ihwedisce

Besuchern L für DoutsGland, chen Nationalbank Uktien, Vorbehalt der Zustimmung zustandegekommen, auf Grund

aft auf Aktien, Bremen,

f und diese Aktien den 919 768 4 ed L d 40.

findet nicht ftatt. Das bei Institut seinen Namen in : 1919 er

und

In dieser insgesamt und Verlust-

E E A

——

Alois Bischof in Huudheim, wird zurüæÆ- genommen. Mosbach, Baden, den 17. Juni 1920. Badische Staatsanwaltschaft Mosbach.

[38568]

In der Untersuchungssache c/a Musk. Neichelt u. Gen. wird die am 20. 3. 77 angeordnete Fahnenfluhtserklärung und Vermögensbeschlagnahme des Musk. Wil- helm Schmidt, geb. 11. 11. 95 zu Lebus, aufgehoben.

Stettin, den- 2. Juli 1920.

Gericht der Reichsw.-Brig. 2. Abw.-St. des Gerichts d. 3. Div.

[384700] Verfügung.

Pa en too euti und Beschlag- nahmeverfügung vom 26. Februar 1904 gegen Alexander Kirschftein wird hiermit zurückgenommen.

Wesel, den 30. Juni 1920.

Gericht Abw.-Amt VII. A.-K.

[38570] Die in der dritten Beilage zum Deutschen Neichsanzeiger vom d. 11. 08 Nr. 262

acob Mistler veröffentlihte Beschlag-

nahmeverfügung wird widerrufen.

Würzburg, den 22. Juni 1920. Gericht der früh. 3. bay. Div.

2) Aufgebote, Ver-

lust-und Fundsachen, Zustellungen u. dergl.

[38117] Aufgebot. Der Kaufmann Arthur Pfennig zu Berlin - Nikolassee , Prinz - Friedrich- A eg 28, vertreten dur die Rechtsanwälte Justizrat Rosenfeld und Dr. Zborowski, Berlin W. 8, Kronen- straße 61/63, hat das Aufgebot des Ver- wahrung#cheins 3555 der Kreissparkasse zu Greifswald über 5000 #4 Nennwert vai L 9 9% ige Deutsche Reichsanleihe, e tüdte, Zins- Mars M riot 06 -

eine von au 8beNBßer n Wunsch B Elénerode, Kreis Komn, der Kreis[parkasse übergeben sind, auf Grund der notariell beglaubigten Abtretungs- urkunde vom 7. Juni 1920 beantragt. Der Inhaber des Verwahrungsscheins wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 12. Februar 1921, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Himmer 10, anberaumten Aufgebots= termine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die BEN R der Urkunde erfolgen wird. Greifswald, den 22, Juni 1920.

- Das Amtsgericht.

[38446] S

Das Amtsgericht Bremen hat am

Friedrich Rudolf Nebel wegen Diektstahls von A A 3. N. des Landw:

irt8 114. Juni 19

neuen tshechi/chen Gefellshaft über je 1009 Ke. des Durex s : weitere Gesellschaft und zwar berehtigt ist, auf je

beziehende Aktionär zu tragen. d auf Wunsch des beziehenden erwähnten Betrag von 835 4 für jede “Aktie bis längstens zum 31. Dezember 1921 gegen Verzinsung von 5 vH und gegen Ver-

N D

die Einreiseerlaubnis zu erteilen. 73 Nach dem S Bremen, ist Ds en, zeigte das Verkehrsbedürfnis 1 a gegn dem Borjahre; die Monate August

mit den erhöhten Fahrpreisen weisen eine noch um 7,8 vH höhere Be- | Kronenrente 88,25 Veit nußung der Bahn durch Einzelfahrer als die gleichen Monate des j C N Vorjahres auf, während gleichzeitig die Zahl der Abonnenten zurück- gig, Die Fahrleistung betrug 1919 3368 297 km (1919 weniger | & 817 203 km). Die Pers onenfahrgeldeinnahme betrug 1919 4 331 088.4 Die direkten Betriebskosten stellten fich 1919 Der Reingewinn beträgt

(mehr 586 303 4). auf 2665574 Æ (mehr 774 499 #).

Berlin, 3. Qui (W' D. M: 1919 er Sloeheringe 455 4, 1 Sloeheringe 345

1 ß it 070 M. 1 Faß für Norweger und Yarmouth ab Lager Holländer ab O fic 1 netto Kasse. des Duxer | 2 Fässer Aufschlag. 25 Á Zuschlag.

I E Z 3 —————————_——_———_———————————————————————————

Anzeigenpreis für ven Raum einer dem wird auf den Anzeigenpreis ein

Ass 63 688 gegen den Ulanen der Reserve | P

rechnung für das Geschäftsjahr 1919 wurde genehmigt und die Ver- teilung von 10 vH. beschlossen; dem Aufsichtsrat und Vorstand wurde Cntlastung die Einbringung des in findlichen Cigentums des Duxer Koblenvereins mit Wirkung vom L DA 1920 in eine mit dem Siße in Tepliz und kapital von 5 000 000 Kc. neu zu gründende ishechishe Gesellschaft,

erteilt. Die Generalversammlung

der tshechec-\lowakischen

gegen Uebernahme von 4680 Stü

Koßbhlenvereins follen die über je

1000 Kec. zum Erwerb derart,

daß jeder Aktionär des eine Jener

der zu beziehenden neuen

Das schwedische Außenministerium hat, laut Meldung des , die schwedische Gesandtschaft in Berlin und das Generalkonsulat in Hamburg angewiesen, den deutschen und

der Messen in Gotenburg

Die Aktionäre erhalten 5 vH.

Die Preise Lager

Duisburg Yarmouth in

halben Die Preisliste bringt außer

OVOffentclicher nzeiger. |:

5 gespaltenen Einheitszeile 2 4, Außer: Teuerungszuschlag von 80 v. H. erhoben.

_„Auf Antraç der Firma Mooshake & Lindemann, Bankgeschäft in Halberstadt, vertreten durch die Aktiengesellschaft in Firma Deutshe Bank in Berlin W. 8 diese vertreten durch Justizrat Dr. SHultz und Rechtsanwalt Abshagen, welche den Verlust von 1 Stück 2000,— Æ 3 2% Bremer Staatsanleihe von 1896 Lit. B Nr. 3717 glaubhaft gemacht hat, ergeht an den Bremischen Sîaat, vertreten durch die Finanzdeputation als Aussteller, und an die folgenden Zahlstellen: Königliche Seehandlung (Preußishe Staatsbank) in Berlin, Dresdner Bank in Berkin, Deutsche Bank in Berlin, Bank für Handel und Industrie in Berlin, Bank- haus S. Bleichröder in Berlin, Dresdner Bank in Hamburg, Deutsche Bank, Filiale Hamburg in Hamburg, Deutsche Bank, ¿Filiale Frankfurt a. M. in Franksurt a. M., Bremer Bank, Filiale der Dresdner Bank in Bremen, Deutsche Bank, Filiale Bremen in Bremen, Direction der Dis- conto-Gesellshaft in Bremen das Verbot, an den Inhaber des bezeilneten Anleihe- apiers eine Leistung zu bewirken, insbe- sondere neue Gewinnanteilscheine oder einen Erneuerungsf\chein auszugeben.“

Bremen, den 23. Juni 1920.

Der Gerichts\{hreiber des Amtsgerichts : Behrens.

[39013] Aufgebot, _Die Ehefrau Gustay Haunschild, Philippine geborene Dahl, in Siegburg, Kaiferstraße 23, hat das Aufgebot der verloren gegangenen Anleihescheine der Nheinprovinz 20. Ausgabe Nr. TV Buch- stabe B Nr. 2062, 2063, 2064 über je 1000 4 beantragt. Der Inhaber der Urkunden wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 11. März 1921, Vor- mittags 11 Uhr, vor dem unterzeich- neten Gericht, Mühlenstraße, Zimmer Nr. 129, anberaumten Aufgebotstermin seine Rechte anzumelden und dic Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos- erflärung der Urkunden erfolgen wird. Düsseldorf, den 18. Juni 1920.

Das Amlsgericht. Abteilung 34.

[37528] Aufgebot. Die Witwe Elise Bey, geb. Bönecke, in Berlin, Elisabethstraße Nr. 18, hat das Aufgebot des Mantels zu der Aktie Lit. A Nr. 2492 über 200 Laler (600.4) der Phönix Aktiengesellschaft für Bergbau und Hüttenbetrieb Y Hörde beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird auf- gefordert, spätestens int dem auf den 24. Februar 1921, Vormitiags 11 Uhx, vor dem unterzächneten Gericht, Zimmer 33, anberaumten Aufgebots- termine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraft- loserkflärung der Urkunde erfolgen wird. Hörde, den 14. Juni 1920,

Das Amtsgericht. [36780] i, Aufgebot. Die Firma G. L. Kayser, offene

genehmigte

C Ta Va ns E I N „det und das Ven Ufktionären vorerwähnten 320 Stück Inhaberaktien der neuen angeboten werden, Duxer Duxer i neuen ts{echischen GesellsGaft gegen Zahlung von 835 4 zu beziehen ; den deutshen Stempel für - die Einführung der Aktie nah Deutschland sowie den deutshen Anschaffungsstempel hat der Der Duxer Kohlenverein ist ver- Aktionärs den

t\chedo-lowatishen Aftie zu

cht der Posener Straßenba hn, bedürfnis im Betriebsjahre kein Nach-

Preisliste VIIL 1918 H C E M 1918 er

j 5 L er Vaarheringe 315 4, 1917 er Norwe

Heringe 250 (6, Yarmouth : Fulls 310 M tortweger

D D atfulls 790 4, Matties (70 A, Holländer: {

gekehlte 1919 er Vollheringe 660 4, ungekeblte verstehen fich für

eins{ließlich arn ‘in ha Fässern Ab Lager Berlin 20 4, aber Lager Breslau ( / ; den unverändert ebliebenen Preifen der Liste VIT vom 29. Mai 1920 Preise für 1919er torweger und 1919er Holländer. Sie tritt am d. Juli 1920

Haftung.

morgens in Kraft. Salzherings-Einfuhr Gesellschaft mit bes@ränkter

fernex Nepublik be-

einem Gefamt- Wien, 5. Juli Cre b 1 U “l “d.

Neben mine, zogenen fassung

Mei Eau A L Micetnungstäufer 4680 Stück aen t\{ecishen

waren neben

Koklen- Yftie S “Ll en eine

der Petroleumweric das

vor- | aftien 4120 Kronen.

Privatpublikum si

namentlich der flüssige Geldstand und Marktes. Jun der Kulisse wandte sih das öInteress Maße den Staatsbahn-, Südbahn-, Skoda- und

während im Schranken eine neuerliche \prungbafte Aufwärtsbewegung Karpathen- _Galizia- frage nah

petroleum gewannen 200 Kronen, aktien L _Die Börse {loß bei lebhafter Nach Südbahnaktüien und Prioritäten sehr fest. Von Anlagewerten waren

Berichte von auswärtigen Wertpapiermärkten.

la

A8 „Juli. (W. T. B.) Die Börse war zu Beginn der neuen Woche re&t freundlich gestimmt, da die berufliche Spekulation lebhaft am Geschäft beteiligren. 2 ufen ( L der Konter- die namhaste Steigerungen fast aller in den Verkehr ge- Effekten bewirkten. Bestimmend für die

erfolgten

auch

Deckungen der Lösung der

wesenilichste Creignis bildete. Fantoaktien 500 Kronen

9 Kriegsanleihen und ungarishe Nenten gefragt.

Malmö

Rima Muranyer

bis Dezember

Wién, d. Juli

Marknoten 441,50 G.

Präg, 5 Iun zentrale: Berlin 116,75

Norweger:

Seeplaß, | 40,45, Gebinde | do. auf 20 M für New York, Cable Transf. 3,95,65,

6. Erwerbs- und Wirts

Wien, 3. Juli. (W. T. B.) vohn ide Rue SENES ngarische Kredit 1750,00, Anglobank 782,00, Union j S Bankverein 803,00*), Ciuberbent 1030,00, cte M wte P Bank 4390,00, Alpine Montan 3200,00, 9 _2999,00, Skodawerke 9790,00, Brüxer Kohlen 7500,00, Galizia 25 000,00, Lloyd-Aktien —,—, Pold reichische Goldrente —,—,

j Q. D B zentrale: Berlin 445,90 G., Amsterdam 5650 Kopenhagen 2425,00 G., Stokholm 3200,00

R T. B) S, TRopenhagen: d Sul (B Stockholm 133,25, do. auf Christiania 102,75, 16,00, do. auf London 23,80, do. auf Paris 52,75, do. auf 99,00, do. auf schweiz. Pläße 109,50, do. auf do. auf Helsingfors 26,00, do. auf New York 604,00. Stockholm, 5. Juli. 17,87, do. auf Berlin 12,00, do. auf Paris 38,75, do. auf s{chweiz. Plätze —,—, _auf Kopenhagen 75, Washington 452,00, do. auf Helsingfors 19,25. 3. Juli.

2. ‘do.

n 570,00,

2370,00,

er e Merkur 1619,00%). *) ex

T. B) (W. T. B.)

(D. T D) Wechsel auf London (6

es 89%.

L Br E E I D

enossenschaften.

: dafts 7. Niederlaffung 2c. von eCtdirwA tien, 83. Unfall- und Invaliditäts- 2c. Versicherung.

Mainz, vertreten durch Rechtsanwälte Geh. Justizrat Dr. Friedrih Carlebach und Franz Carlebach in Mainz, hat das Aufgebot zur Kraftloserklärung des nach- bezeichneten, angebli verloren gegangenen Orderkonnossements bezw. Ladescheins be- antragt. Das Konnossement bezw. der Ladeschein ist am 26. November 1919 in franzö}ischer Sprache in zwei Exemplaren ausgestellt und lautet an Order; auf ihm bescheinigt für den Schiffer die Firma Plouvier & Co. in Antwerpen, daß von der Firma H. Vulhop mit dem Schiff „Willy“, Schiffer Vanhuth, mit dem Bestimmungs- ort Mainz 3149 Kisten Kerzen im Gewicht von zusammen 74 548 kg verladen worden seien; das Konnossement beziehungsweise der Ladeschein ist mit keinem Indosjament versehen. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf Saums- tag, den 22. Januar 1921, Vor- mittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Saal Nr. 524, anberaumten Auf- gebotstermin feine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung derUrkunde erfolgen wird. Fn. Zahßlung®8sperre.

Auf Antrag wird 1. der Aus\tellerin des im obigen Aufgebote näher bezeichneten Konnossementslade]cheins der Firma Plou- vier & Co. in Antwerpen, 2. der Firma P: Vulhopp in Antwerpen, 3. der Ftrma S. L. Kayser, Speditionsgeschäft in Mainz, verboten, an den Jnhaber des Papiers eine Leistung zu bewirken bezw. die darin angegebenen 3149 Kisten Kerzen im Ge- jamtgewicht von 74 548 kg, zurzeit lagernd bei der Firma G. L. Kayser in Mainz, herauszugeben.

Mainz, den 23. Juni 1920.

Hessisches Amtsgeriht Mainz.

[39178] Zahlungssperre.

_ Auf Antrag des Bâckers Frauz Steinmigz in Karlstadt a. M., vertreten durch den Rechtsanwalt Ju lizrat Dr. Stern in Würzburg, und des Heeresabwicklungsamts Bayern in München wird der Reichs- {{uldenverwaltung in Berlin betreffs der angeblich abhanden gekommenen Schuld- verschreibungen der d prozentigen Anleihe des DeutschenNeichs von 1919 Nr.10314 432 über 500 4 und Nr. 14581 635 über 1000 .4 verboten, an einen anderen Jn- haber als die oben genannten Antragsteller eine Leistung zu bewirken, insbesondere neue Zinsfcheine oder einen Grneuerungs- schein auszugeben.

Berlin, den 29. Juni 1920. Amtsgericht Berlin-Mitte. Abteilung 154.

[39179] Zahlungssperre.

Auf Antrag des Bäckers Michael Schneider in Bamberg, Nürnberger - fwaze 117, wird der Reichsschuldenver- u@Wi.ng in Berkin betreffs der angeblich aozandens gekommenen Schuldverschreibung

Reic)s von 1916 Lit. D Nr. 5177714 über 500 4, 1917 Lit. E Nr. 6 633 286 über 200 .4, 1918 Lit. G Nr. 16975 447

folgendes Verbot erlassen :

Handelsgesellschaft, Speditionsge[chäft in

über 100 .4 verboten, an einen anderen

der 9 prozentigen Anleihe des Deutschen | 1/

9. Bankausweise. 10. Verschiedene Bekanntmachungen. 11. Privatanzeigen.

t rena A retLIE

Inhaber als den oben genannten Antrag- steller eine Leistung zu bewirken, insbesondere neue Zinsscheine oder einen Erneuerungs« schein auszugeben.

Berlin, den 30. Juni 1920. Amtsgericht Berlin-Mitte. Abteilung 154,

[39031] ;

Naab-Grazer Los Nr. 111 463, Fr- haber Anton MRiedle, Dstrach, hat fich Morgesunden, Verhängte Sperre i} aufs gehoben.

Die Ortspolizeibehörde Oftrach.

[39016] Aufgebot.

Das Aufgebot der folgenden abhanden gekommener, Wertpaptere und Urkunden ist beantragt:

A. Aktien der Mitteldeutschen Priyat- Bank, Aktiengesellschaft in Magdeburg:

1. Nr. 39 146 über 1000 4, von dem Fräulein Auguste Henke in Wustrow;

2. Ne. 30410 über 1000 4, von dem Baurat K. A. Urban in Weimar;

B. Lebensversfiherungspolicen der Wilhelma in Magdeburg Allgemeinen Versicherungs Actien-Geselkschaft in Magdeburg :

3. Nr. 41498 über 2000 #4, auf das Leben des Landwirts und Bälermeisters Sebastian Maier in Hüttlingen, von der Witwe ine Maier, geb. Faul, daselbst;

4. Nr. 35 660 über 2000 & auf das Leben des Bäckermeisters Ludwig Scheurer in Hauingen Gade), von diesem ;

9, des Haftgeldempfan ens der Negierungshauptlasie in D eburg vom 11. Dktober 1917 über das hinterle Sparkassenbuch Nr. 5089 der Sparka zu Ziesar über 2566,92 .# ODepos. Manual Nr. R. 1097 —, von dem Zimmermeister W. Eunicke in Ziesar.

Die Juhaber der Urkunden werden auf« geiders er in

5. März 1, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, hier- selbst, Halberstädterstr. 131, Zimmer 111, anberaumten Aufgebotstermine ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen wird.

Magdebnrg, den 30. 1920, _

teilung 8,

Das Amtsgericht A. [39180] Bekanntmachung. Abhanden gekommen : 4 10 000 ch Kupfer Aktienmäntel Nr, 26 367/71 15 193/97 = 10/1000. Berlin, den 9. Juli 1920, Der Polizeipräsident. Abteilung IV. Srkennungsdienst. Wertpapiersperrstelle, Wp. 175/20,

O bba H R

anden ommen :

eichsanleihe a e r. 5 364 bag e D

Berlin, den 5. Juli 1920, Der Polizeipräsident, Abteilung IV, (Erkennungsdienst.

I

Wertpapiersperrstelle, Wp. 167/20,

: günstige Auf- r innerpolitischen Krise die Festigkeit des Berliner e in erhöhtem ontanafttien zu,

Türkische Lose 1500,00, Staats- Desterreichishe Kredit 1030,00,

Yefterreihis{h-Ungarisehe Prager Eisen 6195,00, Salgokohlen 200,00, ; ) Waffen-3220,00, E 2499,00, Daimler 1235,00, Oefter- he G : ODesterreidzische Kronenrente 88,25, Februar- rente 92,29, Mairente 91,75, gane Goldrente 243,00, Ungarische

Ausive Notierungen der Devisen- 00 G., Zürich 2700,00 G., G., Christiania 2550,00G,,

Notierungen der Deyvisen- Marknoten 115,75 G, Wien 365%, G. Sichtwechsel auf do. auf Hamburg Antwerpen Amsterdam 214,00,

Sichtwechsel auf London o. auf Brüssel , do. auf Amsterdam 160,00 auf Christiania 77,25, do. auf

Wechsel a London age)

Wechsel auf Paris (Sicht) 8,45, Wesel auf Berli e aEL Silber, inländisches 993, do. ausländi n (Sicht) 2,64,

dem auf den

S R S R E E T

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