durchzuführen. Jh kenne keine \chwächere Politik als die, etwas zu | Zwecks Aufstellung von 55 Ersaß-Batterien im Kriege ai ewinns was ohne Krieg nit erreicht werden kann, und | Friedenszeiten 3 Ersaß-Brigaden und 5 detachierte ea Zion E S J L Ln E w E Eu ver E Fit zu ns preis für den Ersaß der reitenden Artillerie in y ury ein Anreht auf Bewunderung und | Rede beton e, war, r j Dp ionB- ; : N ; “Dantbarkeit N E RaL dem Parlaments-Unter-Sekretär des Aus- | Politik den Rock na rin: Zeuge schneiden sollten. Es besteht | riegs- Und Friedenszeiten 1 reitende Ersaß-Batterie. "wärtigen Curzon eas bats Æ rer were e Albany Wr D Me I G a ¡E é Gang E Deaieter E Spanieu. das Kabinet aus zwei Theilen e, von denen der eine für den Krieg, auses, die sagten, meine Rede habe das Land in eine demüthigende “ b L der n r den rieden sei. Gr unterstüßze den Antrag Dilke auf tellung gebraht. Ich glaube, wir sind die mächhtigste Nation in der dêt SaiGeiae t O en Mena E die t Einlösung Streichung der 100 Pfund von: auswärtigen: Etat, d@ die Birminghamer | Welt, aber nihtsdestoweniger find wir nicht allmächtia. (3 giebt ; -Mini Flärte, b in Pese as. Der Rede Chamberlain's keine Zurückweisung erfahren habe. Jn der weiteren | Dinge, die wir thun, und andere, die wir nicht thun können. J habe B ceat inister erklär e, dem „W. T. B.“ zufolge, im “Debatte erkannte Maclkean an, daß Lord Salisbury bemerkenëswerthe | dahin gestrebt, dies. hervorzuheben. Jch habe die Rede gehalten, und | Zntkeresse des Kredits der Nation sei die Zahlung in der ver- Geduld und Geschicklichkeit in der Politik gegenüber China bewiesen | niht etn Wort ‘von ihr gedenke ih zurüczuziehen. “Jh sprach weder | einbarten Art nothwendig; die Staatsschuld wäre auch ‘von Habe, und betonte, daß er es weder für die Pflicht Englands, noch | für, noch gegen Bündnisse, abgesehen von einem Fall; ih bin dafür | Schwankungen des Wechselkurses abhängig. für in seinem Interesse gelegen erachte, auswärtige Allianzen zu suhen. | eingetreten, daß wir, wenn unsere alte Politik der Jsolierung fort- Jn der gestrigen Sißung der Deputirtenkammer theilte Nobsen, VYerburgh und Andere erklärten sh gegen die eführt werden soll, keine unsinnigen Forderungen an “ die auf eine Anfrage der Marine-Minister mit: die Regier von der Regierung “ befolgte auswärtige Politik. Har- Realetuns ftellen dürfen; ohne willens zu sein, die Folgen habe dem Gouverneur der Philippinen kei 4 r ung court wünshte eine Mittheilung über die allgemeinen | auf uns zu nehmen.“ Chamberlain stellte sodann entschieden V dl i Ac inald un Ad eine Jnstru lion für Grundsäße zu erhalten, auf denen die Politik der Re- | in Abrede, daß ein Ausschauen nah Bündnissen oder etwas wie erhandlungen mit Aguinaldo oder Admiral Dewey über die teruvg rue, da es unmöglich sei, dieselben den verschiedenen | eine flehentlihe Bitte ftattgefunden habe, und fuhr fort: „Ih wieder- Uebergabe von Manila ertheilt. Ein Deputirter fragte, wie es inisterreden zu entnehmen. Lord Salisbury habe etwas lin- | hole, wir würden allein stehen können; aber in diesem Falle können | möglich sei, daß Primo de Rivera eine Pension genieße, weil bernden Syrup verabreicht, aber Chamberlain habe in Birmingham | wir nicht einen kortrolierenden Einfluß ausüben, den wir bisher in | er den Oen unterzeichnet habe, und ob die in Manila zu die große Btutingloie geläutet. Setne Rede habe Guropa theils | China ausgeübt haben, und nit auf offenen Häfen bestehen. | seinen Gunsten eröffnete Subscription der Nationalsubscription ¿um Amusement, theils ‘zum Aergerniß gedient. Er, Harcourt, | Lassen Sie uns unsere Lage erkennen und unsere Politik zu gute kommen soll. Der Minister der Kolonien er- ebe der Courtoisie, der Würde ‘und dem guten Takt der alten | auf eine solide Grundlage stelle. So lange China widerte, er könne hierauf nit antworten. „W ; N Diplomatie den Vorzug. Er frage, wer die Parteien seien, die einen | in sener gegenwärtigen Lage und England ohne Ver- dition F hler b t aan 0 enn jemand emeinsamen Angriff auf Englands Handel machen würden? Ruß- | bündete ist, wird es in Zukunft unmöglich sein, die Unabhängigkeit eyer vegangen ha ,_ so verlangen Sie die Ver- nd könne es nicht sein; denn: England habe Rußland bei der Er- | Chinas gegen die Einfälle einer großen militärishen Macht zu E von ihm. Der Kriegs - Minister hbe- merkte, der Friedensshluß auf den Philippinen sei von der Regierung niht angeordnet worden. Tai de Nivera habe der Regierung Vorschläge gemacht und gesagt: „Schließen Sié Frieden, aber Sie müssen die Verantwortlichkeit auf fi nehmen“, Damit war der Zwischenfall erledigt.
und iu bas Vort eile ten in China erreiht worden ohne Krieg, L R die Baan} d thepia B ietunzen zu anderen Mächten aufs Spiel zu A Ee die Ehre der ‘Nationzu opfern. Dieser bemerkens-
Erste Beilage zum Deuischen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
M 136. Berlin, Sonnabend, den 11. Juni 1898,
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Saatenstand in Rumänien. Aus Jassy liegt folgende Nachricht vor: Infolge des oaeuten und theilweise regnerischen Wetters hat fih im vergangenen Monat der verbliebene Winterweizen bedeutend ges bessert, sodaß derselbe jeßt im allgemeinen gut fteht. Der Frühjahrsanbau von Gerste und Hafer wurde bei günstigem Wetter vollendet. Beide Getreidearten stehen gut. Der Maisanbau ist noch nicht beendigt. Der Mais, der bereits aufgegangen ist, \teht sehr gut.
Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln.
New York, 10. Juni. (W. T. B.) Das gelbe Fieber
brach in Mac Henry am Mississippi, nahe dem Golf von Mexiko, aus. Man befürchtet, daß es sich nach Süden hin ausbreiten werde.
Theorte der elliptischen Modulfunktion“. In dieser Arbeit werden aus den im Nachlaß von Gauß enthaltenen Untersuhungen über das arithmetisch-geometrishe Mittel die vollständigen Grundlagen der Theorie der Modulfunktionen entwickelt..
Von dem im Allerhöchsten Auftrage Seiner Majestät des Kaisers und Königs von William Pape ausgeführten großen Gemälde, welches den am 18. Januar 1896 zum 25jährigen Jubiläum des Deutschen Reichs im Weißen Saale des Königlichen Schlosses zu Berlin abgehaltenen Festakt verewigt, hat der Kunstverlag von Richard Bong hierselbst eine sorgfältig ausgeführte und vorzüglich ge- lungene Heliogravüre hergestellt. Dieselbe führt, wie das Original, als Titel die bei der Feier von Seiner Majestät gesprochenen denk- würdigen Worte „Ein Reich, ein Volk, ein Gott!" und_wird zum bevorstehenden Gedenktage der zehnjährigen Regierung Seiner Majestät, dem 15. Juni, Vielen willkommen fein. Das Kunst- blatt kostet bei 150 X 115 cm Papiergröße und 93 K 63 cm Bildgröße in Kupferdruck auf chinesishem Papier 50 46, auf japanischem Papier 150 A Für Liebhaber sind vor der Schrift 20 Drucke auf
Nichkamltliches.
Amerika.
Der Senat nahm gestern die Beschlüsse des gemeinsamen Ausschusses beider Häuser des Kongresses zu der Kriegskosten- Bill an.
Nach einem Washingtoner Telegramm aus guter Quelle befinden sih, wie „W. T. B.“ meldet, die Transport- \chiffe mit den für Cuba bestimmten Truppen noch in Tampa. Eine starke Flotte von 16 Schiffen ist indessen in den Gewässern von Florida versammelt, um die Truppen- transporte ungesäumt nah Cuba zu geleiten.
Es herrscht, wie dasselbe Bureau weiter berichtet, an der Südostküste der Vereinigten Staaten große Erregung infolge einer gestern Abend von der Signalstation am Kap Henry in Newport News (Virginia) eingelaufenen Depesche, nah
fangung eines eisfreien Hafens willkommen geheißen. Auch Deutsch- |} shüßen. Viel is gegen Bündnisse gefagt worden. Wenn es bekannt land könne feiner der Vershwörer sein; denn England habe Deutsch- | würde, daß wir gewillt sind, Bündnisse zum Schuße der gegenwärtigen [land bei der Erlangung Kiautschous Willlommen geboten und sich ! Interessen mit wechselseitigen Vortheilen in Erwägung zu ziehen, fo über dessen Einfluß in Schantung erfreut gezeigt. Es sei ein be- | ist es niht unwahrsceinlih, daß ein Entgegenkommen in dieser Nichtung merkenswerther Zug, daß England sich um ein Bündniß mit dem | si zeigen wird. Das Ergebniß des Dreibundes war die Erhaltung einen dieser beiden Verschwörer bemühen solle, um den anderen zu | des europäischen Friedens. Und wenn Bündnisse im Plane wären, vernihten. Er glaube nit, daß die Rede Chamberlain’s England | welhen England mit demselben Ziele beitreten önrnte, würde es eine
Handel und Gewerbe.
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Dce oder Verbündete verschaffen werde, wohl aber, daß das shleckchteste iitel zur Erlangung von Bündnissen das erbarwzenswerthe Eingeständ- niß dereigenen Ohnmacht sei. Ständige Bünduisse seien gut, solange sie die Interessen der Verbündeten wahrten. Er sei vollkommen einver- Fanden mit Chamberlain’s entschiedener Befürwortung eines engeren, dauernden Bündnisses mit den Vereinigten Staaten. In dieser Hin- cht seien die beiden politischen Parteien einig. Aber was habe es
r einen Zweck, zu erklären, daß ohne Bündnisse England ohnmählig sei, wenn man nicht wisse, ob auf solche Bündnisse hin- gielende Vorschläge Annahme finden würden oder niht ? Das Inland und die auswärtigen Mächte wollten wissen, ob die Aeußerung Chamber- [ain’s die Erklärung einer verantwortlihen Regierung oder ledigli die Meinung eines Einzelnen gewesen sei. Der Staatssekretär für die Kolonien Chamberlain erwiderte auf die Ausführungen der Oppositionsredner: Er glaube, daß die Regierung nicht den Verlauf der Debatte, wohl aber das zu bedauern habe, daß deren Schluß nothwendigerweise kein bündiges Ergebniß mit ih bringe. Die Debatte habe bewiesen, | daß beide Oppositionsredner nicht im ftande seien, eine tdentishe, entsheidende Politik vorzu- {{chlagen. Dilke habe die Politik der Regierung von China bis Peru verurtheilt; Harcourt und Andere hätten Lord Salisbury überhaupt nit geadett, fondern sich darauf beschränkt, geaen ihn, Chamberlain, ihren Tadel zu richten. „Jh bin vollkommen bereit, zu sagen“, fuhr der Minister fort, „daß tch Ln Beztehungen zu Deutschland wünshe. Jch glaube, daß unsere Interessen in China denen Deutschlands viel näher ver- wandt sind als den Interessen Rußlands. Welches waren die Punkte in meiner Nede, welche die Behauptung rechtfertigen, daß Meinungs- verschiedenheiten im Kabinet beständen? Hat man erwartet, daß, wenn ein Minister vor seinen Wählern spricht, er die Rede zuvor dem Kabinet vorlegen sollte?" Redner appellierte an das gesunde Ur- theil der früheren Minister im Hause darüber, ob es niht unsinnig set, einen Präzedenzfall dafür zu \chafen, daß jedes Kabinetsmitglied für jedes Wort jedes anderen Kabtneismitgliedes verantwortlich sein müsse. „Jh war verantwortlih“, seßte Chamberlain hinzu, „für jede grundsäßlihe Erklärung über unsere Politik oder für jede Mit- theilung wichtiger Thatsawen, und wenn ih das Unglück hätte, in folchen Punkten anderer Meinung als der Premier-Minister zu fein, würde es meine Pflicht fein, zurückzutreten. Die Antwort auf alle diese Beschuldigungen war, daß ih nit zurückgetreten bin. Jch wurde von dem Premier-Minister niht zurückgewiesen; es bestand
also die Solidarität, von welher Harcourt gesprocen hat. Ich habe |
meine Rede zu vertreten, niht die Auêlegung, welche Harcourt ihr ge- geben hat. Die Mehrheit derjenigen, die an der Rede Kritik übten, at sie nicht gelesen, sondern ihre Kenntniß derselben aus den Er- Drterungen geschöpft, die sch in der auswärtigen Presse daran Tnüpften. Der Zweck der Rede war nicht der, eine Politik auf- zustellen, sondern vor dem Lande meine Auffassung über den Stand der großen Prokleme, vor die wir gestellt sind, darzulegen. Man hat kie Mirister „Jingoes" genannt ; sie ließen aber ihre unwirksamen euer erblaffen vor dem Jingothum Dilke's und anderer Redner der
pposition. Das Land darf das Spiel überlegener Täuschung nicht unternehmen, wenn es nit darauf vorbereitet ist, es bis zum Ende
Wetterbericht vom 11. Juni, 8 Uhr Morgens.
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Iingo-That sein, ein folches Bündniß einzugehen? Wir sind im stande, unseren Besiß zu vertheidigen; wenn wir jedoch die Ausdehnung unserer Interessen im Auge haben, müssen wir, wenn wir sicher zu sein wünschen, einigung gleichkomnft. mögli zu sagen, daß wir nicht eine Vereinigung von drei Mächten gegen mit ciner der Großmächte würde in diesem Fall eine fehr große Vermehrung der Flotte entbehrlich machen. Wir, fo {loß der Kolonial-Minifter, möchten zu Allianzen ebensowenig den Rath geben, als wir sie zurücklweisen möchten; ih Ge jedoch schr ernstlich herzliche, innige Beziébungen zu den Vere
aber die Amerikaner einen “ witklichen Grund“ zur Ei würden die Angelsahsen in Amerika wissen, was sie zu thun habae + Inzwischen wiedethole ih, eines Bündnisses zu drängen, - mit dem die Mehrheit in beiden Staaten nicht durchaus einverstanden ist, daß, je enger, bestimmter und klarer ein Bündniß zwischen Amerika und“ England ist, um fo
der 100 Pfund vom Etat des Auswärtigen Amts mit 254 gegen 128 Stimmen ab.
ist, nah einer Meldung des „W. T. B.“ aus London, zum Botschafter in St. Petersburg exnannt worden.
Frankreich. p arate Maßregeln gegen Pest. — Sanitätswesen 2c. des Reg.-Bez. Mesureur zum Vierten Vize-Präsidenten.
worden, welche die Neuor anisierung der Reserve- und Ersa §-Artillerie betrifft. Nach dieser sollen, wie dem
cines gestellt werden ,
eine Macht zur Sette ‘haben, welche jeder Ver-
So lange wir alleinstehen, if es un-
uns haben könnten, und eine gegenseitige Verständigung
ie i j i: ereinigten Staaten. Sicher st die irishe Stimme in der inneren Politik Amerikas mächtig ; wenn
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ohne die beiden ‘Nationen zum Abs{luß
esser es für betde Nationen und für die Zivilisation sein würde.“ Das Haus lehnte hierauf den Antrag Dilke auf Streichung
Der englische Gesandte in Kopenhagen, Sir S. C. Scott,
Die Deputirtenkammer wählte gestern den Deputirten
NußlanD. Heute ist eine Kaiserliche Verordnung veröffentlicht
W. T. B.“ aus St. Petersburg berichtet wird, im Falle Krieges soviel als das
Kaukasus Resecve-Jufanterie-Divistonen haben. Die Divisionen der ersten Reihe j Me Brigade zu 4 Batterien, die Divisionen der zweiten
eihe 4 Batterien, ferner 4 Gebirgs-Batterien, die für zwei kaukasische Divisionen der zweiten Reihe hestimmt sind. Weiter roird an- geordnet, im Kriegsfalle 3 Ersaz-Fuß-Artillerie-Brigaden zu 12 leihten Batterien und 1 Mörser-Abtheilung sowie 19 deta- chierte Batterien zu bilden. 164 Reserve-Batterien für den Krieg sind in Friedenszeiten 40 Feld- und 1 Gebirgs - Reserve - Batterie zu unterhalten.
E L A S R A C T E N
und regneris. Regenfälle haben stattgefunden fast nur in den füdlichen Gebietstheilen, ftelenweise in Begleitung von Gewitterersheinungen.
europäische Rußland und der erhalten 17 Brigaden zu 6 Batterien
1 Brigade zu 6 Batterien und 12 Brigaden zu
Für die erwähnte Formation von
Gesundheit3amts*“ vom 8. Juni hat folgenden Inhalt:
Thierseuhen. — (Norwegen.)
Die „Agencia Fabra“ meldet: Für den Fall, daß die Vereinigten Staaten fortführen, für Spanien bellimite Briefe aufzufangen, drohe man in Madrid damit, an amerikg- nischem Eigenthum auf spanishem Boden Repressalien zu üben. Der Minister-Präsident Sagasta stelle in Abrede, daß der Lieutenant Carranza und der frühere spanische Gesandtschafts-Sekretär in Washington du Bosc in Canada verhaftet worden seien. Auch die Nachricht, daß die Kabel- verbindung mit Santiago de Cuba dur Zerschneiden des Kabels unterbrochen worden, sei unbegründet.
Or 24 des „Centralblatts für das Deutsche Reich“, herausgegeben im Reichsamt des Innern, vom 10. Juni, hat folgenden Inhalt: 1) Konsulat-Wesen : Ernennung; Ermächtigung zur Vor- nahme von Zivilstandsakten. — 2) Bankwesen: Status der deutschen Notenbanken Ende Mai 1898. — 3) Finanzwesen: Nachweisung der Einnahmen des Reichs für das Etatsjahr 1897/98, 4) Zoll. und Steuertvesen : Zolfreier Ginlaß der von der Pariser Weltausstellung zurüdgelangenden deutshen Güter; Stundung der Uebergangsabgabe
von Bier. — 5) Polizeiwesen: Ausweisurg von Ausländern aus dem Neichsgebiet.
Nr. 23 der „Veröffentlihungen des Kaiferlichen Gesund-
heitsftand und Gang der Volkskrankheiten. — Sterbefälle im April. annover, 1892/94. — Geseßgebung u. |. w. (Württemberg.) Vieh-
einfuhr. — (Hamburg.) Trichinenshau. — (Schweiz. Kanton Basel-
stadt.) Armerwesen. — Heilstätte in Davos. — Vieheinfuhr. seuGßen im Deutshen Reiche, Mai. — 1. Vierteljahr. — Desgl. in Bulgarien, Ninderpest in Britisch - Ostindien. gegen Thierseuchen.
(Niederlande.) — Gang der Thier- Desgl. in Ftalien, g E | ige Prag — — Zeitweilige ¿aßregeln (Preuß. Neg. - Bezirke Gumbinnen, Stade,
f , , , S se , S Î , L b 7 i . En I e s Reserve - Artillerie - Brigaden auf- gebenden Kö cridatten 8 Annen.) erhandlungen von geseß
Vereinen, Kongressen u. \. w. (Deutsches
eich.) 26. Aerztetag. — (Preußen.) Thierärztliche Untersuchungen,
Viebseuchen 2c. (Schluß). — Vermischtes. Statistik und Gesellschafts- lehre. — Geshenkliste. — t deutsden Orten mit 15 000 und mehr Einwohnern, April. — Desgl. in größeren Städten des Autlandes. — Wochentabelle über die Sterbe- fälle in deutshen Orten mit 40 000 und mehr Einwohnern. — Desgl. in größeren Städten des Auslandes. — Erkrankungen in Kranken- häusern deutscher Großstädte. — Desgl. in deutschen Stadt- und Land- bezirken. — Witterung.
Monatstabelle über die Sterbefälle in
(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)
Deutsche Seewarte.
Stationen. Wind. Wetter.
red. in Millim
Bar. auf 0 Gr u. d. Meeres
Belmullet . . Aberdeen S olunb Ñ penhagen . 5 Stockholm . aranda . WNW oskau... | 764 |SO Cork, Queens- town ... 767 Cherbourg . | 765 E el 764 L 766 mburg . . | 765 winemünde | 766 Neufahrwafser| 765 Memel ... | 764
Paris T ünster W\tf.] 762 Karlsruhe . . | 761 Dage: | 10 nchen .. Chemniy , . | 763 Berlin ... | 764 M... 1 762 / Breslau . . . | 765 [O wolkenlos
File d'Aix T a4 NO n bededt
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Triest E E 1D 4lbede Uebersiht der Witterung.
In der Luftdruckvertheilung hat {ih seit gestern wenig geändert, am höchsten ift der uflbrud 4
Nordwest-Euroya, am niedrigsten jenseits der Alpen.
Veber Mittel-Guropa if das rometer wieder
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warm, im Norden heiter, im Süden trübe
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3 Akten von
nfang 74 Uhr.
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Schauspielhaus. Abonnement A 24. Vorstellung. Lustspiel in 3 Aufzügen von Victorien Sardou. eiter Deutsch von August Förster. — ebel Be in 1 Aufzug von Karl Strecker.
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MBERE H S A L E HSE R A B L E E E R E P U R D S R ES E E E E Theater.
Königliche Schauspiele. haus. 151. Vorstellung. von G. Verdi. Text von Antonio Ghislanzont, für die deutshe Bühne bearbeitet von Julius Schanz. 4 Ballet von Paul’ Taglioni. Se Schauspielhaus. bededt Lustspiel in 3 Aufzügen von Victorien Sardou. ede Deutsh von August - Förster. — Lustsptel in 1 Aufzug von Karl Strecker.
156. Vorstellung.
Neues Opern-Theater. risches Schauspiel in 5 Aufzügen und einem Nach- spiel von Iosef Lauff. Anfang 7&4 Uhr.
Montag: Neues Opern- Theater. Dper in 3 Akten von Ambroise Thomas. 1 Text mit Benußung des Wolfgang von Goethe'shen eiter Romans „Wilhelm Meifter's Lehrjahre" von Carrs und Jules Barbier, deuts “Gumbert. Ballet von Paul Taglioni.
Dienstag: Opernhaus. 152, Vorstellung. Die Meisterfinger von Nürnberg, Große Richard Wagner. T touing: Herr Ernst Kraus, als
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Schauspielhaus. 158. Vorftellung. 1812. Schau- über | spiel in 5 Aufzügen van fo i ee
Berliner Theater. Anfang 74 Uhr.
Prevosfii. La Traviata. (Violet 4 Akten von G. Verdi. Sonntag: Opern-
Oper in 4 Akten | , Dienstag: Gastspiel Prevosti.
Lammermoor. Mitiwoch: Die lustigen Weiber v
Schiller - Theater.
Aida.
Anfang 74 Uhr. lattersucht.
Tanzftunde. Anfang
Der Burggraf. Histo- Montag: Thielemanus. H
Dienstag: Galeotto. Anfang 8
2. Vorstellung.
Rößl. Anfang 74 Uhr. Dienstag: Via weisien Rößl, Mittwoch: Jm weißen Rößl.
Ueues Theater.
von Ferdinand Anfang
167. rats ati attersucht.
Tanzstunde.
Deutsch von Benno Jacobson. In Anfang
von Josef Jarno. Anfang 7} Uhr. Montag und folgende Tage: Villa
per in Walther von
ast.) Anfang Sonntag und - folgende Tage:
Gesang. — Jm' prachtvollen S Grofes Konzert und Spezialitäte tto von der Pfordten.
: Residenz-Theater. Sonntag:
Sountag :
Gebildete | Bolks-Theater
in Wien. Anfang 8 Uhr. M
Montag: Leßte Vorstellung. (40. Vorstellung.) Gebildete Menschen.
Theater des Westens. (Opern - Direktion: Heinr. Morwitz.) Sonntag: Gastspiel von Franceschina
Montag: Der Trompeter von Säkkingen.
En R (Wallner - Theater.) oonntag, Nachmittags 3 Uhr (6. Vorstellung im Anzengruber-Cyclus): Doppelselbstmord. — Abends 8 Uhr: Der Widerspenfstigen Zähmung.
Lessing-Theater. Soantag: Jm weißen
Schiffbauerdamm 4a. / b.
Direktion: Sigmund Lautenburg. Sonntag: Villa Gabrièle. Lustsptel in 3 Akten von Léon
Belle -Alligance-Theater. Belle-Allianceftr.7/8. Wein,
des Fräulein Lili Petri vom Raimund-Theater in Wien und des Herrn Leopold Deutsch vom Deutschen Momeutaufuahmen,
Montag: Vorleßtes Gastspiel von Fräulein Lili Petri. Momentaufuahmen.
Thalia-Theater. Sonntag: Gastspiel des aner dat at unter di tes Deter ta.) Oper in / A. Peifer. rtistisher Leiter: F. J. Graselli.
* Dp Dan Niese. Jm Fegefeuer. Schwank in 3 Akten von Ernst Gettke und Alexander Engel. Anfang 8 Uhr.
Montag: Dieselbe Vorstellung.
Central - Theater. Alte
Sonntag: Gastspiel Carl Pander. — Seinricch Heine.
8 Uhr, Familien-Nachrichten.
hr. Verlobt: Frl. fentts von Tiedemann mit Hrn, Regierungs-Assefsor Gustav Adolf von Halem (Bromberg—Öttweiler). — Frl. Erna von Schor- lemmer mit Hra. Hauptmann Paul von Loebell (Gberswalde—Dessau). — Frl. Clara Dannehl mit Hrn. Oberförster Hoffmann (Pfeilswalde). eboren: Ein Sohn: Hrn. Rittmeister von Wrisberg (Devant les Ponts). — Hrn. Ober- lehrer Dr. Paul Knötel (Tarnowiß). — Eine en: F Kreis - Schulinspektor Krany nsterburg). dillot Gestorben: Hr. Oekonomie-Rath Gustav Kreich S an Áe Liebenow b. For. — Hrn. Hartwig von cene geseß Pas Tochter Anneliese (Bobrek O.-S.). — Gabrièl r, Maria Theresia von Abercron, geb. Hinsch avrietc, Kiel). — Verw. Fr. Stadtrath Rohrshneider (Potsdam).
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Das Signal.
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3." Gastspiel
welcher vier spanische Kriegsschiffe, die südlichen Kurs hielten, durh Scheinwerfer entdeckt worden sein. Der Admiral Sampson beauftragte, einer Mittheilung des Marine-Departements in Washington zufolge, am 7. d. M. die „Marblehead“ und die „Yankee“, Besiß von der äußeren Bucht Guantanamos zu nehmen. Die Schiffe fuhren als- dann am 7. Juni in den Hafen ein, zwangen ein spanisches Kanonenboot zur Flucht nah dem inneren Hafen und nahmen die äußere Bucht, welhe die „Marblehead“ gegenwärtig besezt hält. : j
Vorgestern bombardierten die Amerikaner nach einem Telegramm aus Havanna Punta Batiquiri (óôstlih von Santiago). : /
Die Meldung, der spanische Torpedobootszerstörer „Terror“ sei untergegangen, wird in einer aus Puerto Rico in Madrid eingetroffenen Depesche als unrichtig bezeichnet ; derjelbe besinde sich in Puerto Rico.
Statiftik und Volkswirthschaft.
Zur Arbeiterbewegung. . i j
Ays Naumburg wird der „Magdb. Ztg.“ grgrn: Die Mit- lieder des Ausftandsausshusses der Maurer haben beschlossen, den seit einigen Monaten währenden Ausftand zu vertagen. Die aus- wärts arbeitenden Maurer, 120 au der Zahl, unter ihnen viele vers heirathete, sollen nicht nah Naumburg zurückkehren. Sie können es au h niht und müssen sih dem Unvermeidlichen fügen, da sie einsehen, daß sämmtlihe Bauten von fremden Vaurern fertiggestellt werden.
Fn Wriezen a. O. befinden sich einer Mittheilung des „Vor- wärts* zufolge die Maurer seit dem 1. Juni wegen Lohnstreits im Ausstand, da die Meister ee A abgelehnt haben. Die abl der Ausständigen wird au angegeben Ls In Ber äd ori haben nach demselben Blatt die Tischler wegen der Arbeitsverhältnisse die Arbeit eingestellt.
Kunst und Wissenschaft.
Fn der Sitzung der philosophish-historishen Klasse der Crb tale A iens@aften vom 26. Mai (vorsitzender Sekretar: Herr Vahlen) legte Herr Tobler von einer größeren “ rbeit „über die Legende des heiligen Julian“ im Anschluß an früher Borgetragenes (|. Sizungsberihte 1897, S. 779) einen anderen Theil vor. Von der bisher ungedruckten, durch den Vor- tragenden herauszugebenden Fassung der frommen Sage in alt- französishen Versen des dreizehnten Jahrhunderts wurde - der Sauhalt angegeben und darauf festzustellen versucht. was von dem Nerfasser und der Veranlassung seiner Arbeit, von jeinem dichterishen Vermögen, seiner Bildung, seinem Stande und dem Maße seiner Abhängigkeit von einer noh unentdeckten Quellenschrift zu denken sei. Die Vergleidung zweier Stellen des Gebichtes mit den ent- sprechenden der gleichfalls ungedruckten altfranzösischen Prosaversion der- nämlichen Legende legte das Urtheil nahe, daß l-ytere niht, wie angenommen worden ist, durch einfache Umsezung aus jenem hervor- gegangen sei, sondern entweder dur einen gemeinsamen Ursprung zu ihm in Beziehung stehe oder doh keinesfalls aus ihm allein ivren Inhalt \{öpfe. Ju sicheren Grgebnissen bezügli dieses Verhältnisses wird erst dann zu gelangen sein, wenn die in zahlreichen Handschriften erhaltene Prosafassung besser als aus ganz kurzen Bruchstücken bekannt fein wird. Die der gereimten Erzählung gegenüber den fonst vor- liegenden Darstellungen eigenthümlichen Züge wurden hervorgehoben und nah ihrer Bedeutung gewürdigt. — Vorgelegt wurde die
ckrosopographia Imperii Romani“ Pars III, herauß8gegeben von H. von Rohden und H. Dessau (Borolini 1898). i
Jn der Sihung der physikalisch-mathematischen Klasse der Akademie von demselben Tage (vorsizender Sekretar: Herr Waldeyer) las Herr Klein über „Die Anwendung der Methode der Totalreflexion in der Petrographie". “ Der Vortragende legte dar, daß turch Uebertragung der Fortschritte, welche theoretisch und praktish in der Methode der Total- refl xion gemaht worden find, auf die p:trographishen Unter-
uchungsmethoden es gelingt, die sämmtlicen wichtigeren gesteins- ildenden Mineralien auch dann zu bestimmen, wenn sie in Schnitten von allgemeiner Lage in Dünnschliffen sich darbieten und die seither üblichen Methoden versagen. Es wird dies dadurch erreicht, daß man znjt Hilfe besonderer So éeiGtunges und Instrumente die für die befteffexden Mineralpartien charakteristishen Brechungsexponenten Hestimmt, oder in Fällen der Unterscheidung zwischen zwet Mineralien darthut, ob der betreffende Krystallshnitt, einer Substanz von bestimmtem Brechungsverhältniß gegenüber, Totalreflexion ein- leiten läßt oder niht. — Herr Schwendener legte eine Mittheilung des Herrn Dr. Friedrich Jobow in Santiago (Chile) vor: „Ueber Ornithophilie in der chilenischen Flora“. Der Verfasser geht von der bekannten Thatsache aus, daß die in allen amerikanischen Ländern ver- breiteten Kolibris oder Schwirrrögel die Blüthen ¿ahlreiher Pflanzen besuhen, um Nahrung daraus zu entnehmen, betont aber zusleih, daß die Kolibris destalb noch nicht als Bestäubungsvermitiler der betreffenden Pflanzen zu betraten sind. Er zeigt vielmehr, daß diese Annahme unzutreffend is. Dagegen hatte er Gelegenheit zu be- obalhten, daß die Blüthzn von Puya chilensis von dem an den Orten, wo die Pflanze vorkommt, häufigen „Tordo“, dem chilenishen Staar, bestäubt werden. Die Art, wie dies geschieht, wird auf Grund eigener Beobachtungen näher beschrieben. — Herr Fuchs legte eine Mittheilung des Herra Professors Dr. S. Gundelfinger in Darmiîtadt vor: „Ueber die CEntdeckuug der doppelien Periodicität und Jacobi's Antheil daran. Dieje Notiz enthält einen Auszug aus etner demnächst zu veröffent- Tichenden historisch-kritischen Ünteesudung des Verfassers über den Antheil Sacobi’s an der Gntdeckung der Theorie der elliptishen Funktionen.
hinesisdem Papier für 100 Æ pro Blatt und 10 Drucke auf japanishem Papter für 250 (A pro Blatt angefertigt worden. Jedem Exemplar wird eine Erkläcungstafel mit dem Namenverzeichniß der auf dem Bilde dargestellten Personen beigefügt.
Der „NRenaissance-Aus stellung“ im Akademiegebäude ift heute noch eine werthvolle Bereicherung zu theil geworden: neben dem Majolika-Schrank hat eine mit reihen Kunstshäßen ausgestattete aroße Vitrine Aufstellung gefunden, welche hervorragende Silbersachen, Limoges-Arbeiten, Fayencen, Majoliken und auserlesene Exemplare der sogenannten Hirshvogelkrüge zum größtes Theil aus der Samm- lung des Herrn Konsul Gutmann in Berlin enthält. Es sind Stüdle ersten Ranges, die der kunstsinnige Besitzer dem Comitó nachträglich für die Zwecke der Ausstellung zur Verfügung gestellt hat. L
Der Geschihtsforsher und Professor an der Technischen Hoch- shule ¡u München Felix Stieve ist, wie „W. T. B." heute meldet, gestorben. Er war am 9. März 1845 zu Münster i. Westf. als Sohn des damaligen Gymnasial - Direktors, späteren vor- tragenden Raths im Königlih preußishen Ministerium der eistlichen 2c. Angelegenheiten Friedrich Stieve (gest. 1878) geboren, Éudierte in Breslau, Innsbruck, Berlin und München Geschichte und erlangte mit seiner Dissertation: „De Francisco Lamberto Ave- nionensi“ im Sahre 1867 zu Breslau die philofophische Doktorwürde. Hierauf trat er im Herbst desselben Jahres bei der Historischen Kom- mission in München als Mitarbeiter an den ,Wittelsbacher Korrespon- denzen zur Geschichte des Dreißigjährigen Krieges“ ein, habilitierte sich im Jahre1874 als Privatdozent der Geschichie an der Münchener Universität, wurde im Jahre 1878 Mitglied der Königlich bayerischen Akademie der Wissenschaften und im Jahre 1886 Professor der Geschichte am Polytehnikum zu München. Ec veröffentlichte: „Die Reichs- stadt Kaufbeuren und die bayerische Restaurationspolitik (München 1870); „Der Ursprung des dreißigjährigen Krieges 1607—1619“ (Bd. 1: „Der Kampf um Donauwörth“, das. 1875); „Das fkirchlihe Polizeiregiment in Bayern unter Maximilian 1.“ (das. 1876); „Zur Geschichte der Herzogin Jakobe von JIülih" (Bonn 1878); „Die Politik Bayerns 1591—1607 (München 1878—82) als Band 4 und 9 der „Briefe und Akten zur Geschichte des dreißigjährigen Krieges“, von denen er au den 6. Band („Vom Reichstag 1608 bis zur Gründung der Liga“, 1895) herausgab; „Die Verhandlungen über die Nachfolge Kaiser Rudol}'s II. in den Jahren 1581—1602“" of 1879); „Der Kalender- reit des 16. Jahrhunderts in Deutschland" (tas. 1880); „Ueber die ältesten halbjährigen Zeitungen oder Meßrelationen und insbesondere über deren Begründer, Freiherrn von Aiting“ (das. 1881); „Wittels-
„Der oberösterreihishe Bauernaufstand des Jahres 1526° (daf. 1891, 2 Bde.). s
Die Firma G g. Leykauf, Königl. bayerisher Hof-Stahlwaaren- Fabrikant in Nürn berg, erläßt ein Preisausschreiben zur Erlangung von Entwürfen für eigenartige und künstlerisch aus- geführte Gegenstänte, die als Andenken an Nürnberg zu dienen geeignet sind. Die Aufforderung zu dem Wettbewerb ergeht an Künstler und Kunsthandwerker im Deutschen Reich und Dester- rei. Der Entwurf kann entweder aïs Modell (resp. als fertiger Gegenftand) oder als Zeihnung eingesandt werden, muß aber den Gegenstand in Naturgröße zeigen und so gearbeitet sein, daß aus ihm die Art der Ausführung klar zu ersehen is. Für diese ist Metall irgend welher Art, Holz, Stein, Glas, Thon, Leder,
apier 2c. oder eine Verbindung vershiedener Materialien anzunehmen. Di Beziehung zu Nürnberg muß an dem Gegenstande, auf dessen fünstlerishe Durchführung der Hauptwerth gelegt wird, unmittelbar hervortreten. Die Wahl des Motivs und des künstlerischen Stils ist freigestellt. Der Verkaufspreis des fertigen Gegenstandes darf nit niedriger als 10 4 sein und 25 nicht überschreiten. Als Preise sind ausgeseßt: ein erster Preis im Betrage vroa 500 #, ein ¡weiter von 300 und ein dritter von 200 A Außerdem behält sich die Firma den Ankauf weiterer hervorragender Entwürfe vor. Die Preisträger erhalten, falls le sh mit der Herstellung des betreffenden Gegen- standes befassen, sofort den Auftrag, 100 Exemplare desselben zu litfern. Das Preisrichteramt haben übernommen die Herren Hugo Armbrüster, offunstshmied Seiner Majestät des Kaisers und Königs, Frankfurt a. M.; Hans Bösch, Direktor des Germanischen National-Mufeums, Nürn- erg ; Profesor Brochier, Direktor der Königlichen Kunstgewerbschule, Nürnberg; Archiv-Rath Mummenhoff, Nürnberg; Dr. Rée, Biblio- thekar am Bayerischen Gewerbe-Museum, Nürnberg. Die prämiierten und die angekauften Entwürfe gehen in den Besiß der Firma über, die fih alle weiteren Rehte darauf vorbebält. ie Entwürfe sind, mit einem Motto versehen, anonym einzusenden. Der Sendung ist ein mit d:m gleichen Motto versehener Umschlag beizulegen, der den Namen und die genaue Adresse des Bewerbers enthält. Der äußerste Termin für die Einsendung, die an die Adresse der Firma zu geschehen hat, ist der 20. September 1898.
Land- und Forstwirthschaft.
Saatenstand in Nord-IJtalien. u ailand liegt folgende Nachricht vor:
Die E Re G an Nebel, sowie die damit verbundene Kälte, bedrohen die bisher günstigen Aussichten für die Weizen- ernte in der Lombardei, Piemont und Benetien, während die Sagat- entwidelung in der Emilia fortlaufend, zufriedenftellend war. In M
Lombardei hat der Wetzen si zum großen Theile gelegt und is m wenig entwickelten Aehren gelb geworden. Wenn die jeßt eingetretene wärmere Witterung Bestand hat und die für die Gntroickelung des Weizens so nöthigen P O A g bringt, so darf immer- i uf eine gute Ernte gehofft werden. v j Stand 4 Mais is Piemont, Venetien und in der Emilia ist gut und verspricht eine gute Ernte, vorausgeseßt, daß jeßt agene Wetter eintritt. Jn der Lombardei, wo der Pêais vor dem Negen gesäct wurde, sicht derselbe schlecht aus und bedarf der Bearbeitung.
bacher Briefe aus den Jahren 1590—1610“ (das. 18865—1893, 7 Thle.); lpud S
Tägliche Wa gengestellung für Kohlen und Koks an der Nuhr und in Oberschlesien.
An da Nuh E am 10. d. M. gestellt 13 879, nicht recht- eiti estellt feine Wagen.
; “an Obers @le ien sind am 10, d. M. geftellt 5243, niht reht- zeitig gestellt eine Wagen. : Berlin, 10. Juni. Marktpreise nah Ermittelungen des Königlichen Polizei-Präsiditums. (Höchste und niedrigste Preise.) Per Doppel-Ztr. für : *Weizen 21,25 M4; 19,35 A — * Roggen 14,90 4; 12,70 A — * Futtergerste 14,90 M4; 12,10 M *® Hafer, gute Sorte 18,50 A; 17,80 A — Mittel-Sorte 17,70 #6; 16,90 A — geringe Sorte 16,80 (A; 16,00 A — Richtstroh 4,50 4; 4,00 MÆ. — Heu 6,80 M4; 3,90 A —*** Erbsen, „gehe o
*** Linsen 80,00 46; 25,00 A. — Kartoffeln 8,00 4; 6,00 M. — Nindfleish von der Keule 1 kg 1,60 A; 1,10 A — dito Bauchfleish 1 kg 1,30 A; 0,90 A. — Sdweinefleish 1 kg 1,60 4; 1,20 4 — Kalbfleisch 1 kg 1,60; 1,00 Hammelfleisch 1 kg L 1,00 M4. — Butter 1 kg 2,40 A4; 1,80 4. — Eier 60 Stu 3,60 4A; 2,20 M. — Karpfen 1 kg 2,00 A; — # — Aale 1 kg 2,50 M; 1,20 A. — Sander 1 kg 2,40 M; 1,00 Æ. — Hechte 1 k 2,40 M4; 1,20 A. — Barsche 1 kg 1,60 4; 0,806. — Shleie l kg 240 1,290 A — Bleie 1 kg 1,40 A; 0,60 4 — Krebse 60 Stück 14,00 A; 2,50 M
* (Frmittelt von der Zentralstelle der preußischen Landwirthschafts- kammer — Nottierungsftelle.
** Preise im freien Berliner Verkehr.
*** Lleinhaudelspreise.
—— Vom rheints\ch - westfälischen Eisenmarkt berichtet die „Rhein.-Westf. Ztg.“ für Mitte Juni: Im Anschluß an den legten Bericht ist die Thatsache zu melden, daß die Aufwärtsbewegung im Geschäftsgang der rheinish-westfälishen Eisenindustrie fortgeseßt anhält und zur Zeit auf einer Höhe angelangt ist, welhe faft sämmtliche Fabrikationszweige zu befriedigen geeignet ist. Allenthalben liegt reihlihe Arbeit vor und selbst für einzelne Artikel, welche hinsihtlih der Nachfrage vor einiger Zeit noch vernachlässigt waren, hat sich cin lebhafter, befriedigender Umsay herausgebildet. Von wesentlihen Preisveränderungen is nichts zu melden, betont sei jedo, daß sogar für Stabeisen und Feinblehe, die beiden Artikel, welhe wohl am längsten unter der Ungunst der Verhältnisse zu leiden hatten, bessere Tage hinsihtlich der erzielten Verkaufspreise gekommen sind. Alles in allem kann die Lage und Stimmung in unserer Eisen- Ztahlindustrie nur als j1ehr günstig und zuversichtlich bezeichnet werden, und es liegen keinerlei Bedenken vor gegen die Annahme, daß das Sommer- und Herbstgeshäft ih in gleiher Weise abwickelu wird. — Auf dem Gebiete des Verbandswesens find die Be- mühungen bemerkenswerth, die im Interesse der Verlängerung des Drahtsyndikats auf weitere 3 Jahre im Gange sind; ein Abschluß, welcher dieses Syndikat sichert, ist umsomehr zu wünschen, als der Fortbestand tes Drahtsyndikats für das Inslebentreten tes Draht- tiste-Verbandes, der im übrigen fertig ist, zur Bedingung gemacht worden ist. Ferner find Schritte unternommen worden, auch die Fabrikation gezogener Drähte zu syndizieren. Die Fein- blech-Walzwerke haben von der beabsichtigten Festseßung cines Mindest - BVerkaufépreises - Abstand genen da die Verkaufépreise inzwishen eine Erhöhung erfahren haben, wenn dieselbe auch noch nicht ausreichend ist. — Das Geschäft in Sieger- länder Spateisenstein nahm in den leßten Wochen einen normalen Verlauf. Die abgeschlossenen Quantitäten finden guten Abruf. Es haben inzwischen weitere Zusaykäufe stattgefunden, und die bis zum 1. Oktober d. I. in einzelnen Werken noch verfügbaren Mengen dürften in kürzester Frist vergriffen sein. Gleich lebhaft ift der Versand an fonstigen Erzsorten, unter denen lothringish- luxemburger Minetten bevorzugt sind und in großen Mengen Absapb nach Rheinland - Westfalen finden. Der Eingang an spanishen und \{chwedis{hen Eisenerzen hat in der leyten Zeit ebenfalls eine nennenswerthe Steigerung erfahren. Beränderungen în den Preisen sind nicht zu verzeihnen. — In der Abnahme von Roheijen if eine weitere Besserung zu verzeichnen, au Aufträgen liegen jeßt so reihlihe Mengen für die nähsten Monate vor, daß ein schr flotter Betrieb möglih und gesichert erscheint, die Lagervorräthe nehmen weiter fihtlih ab, die Preise der oige A syndikate siad ohne Aenderung geblieben. — Die lebhafte Be- schäftigung in allen Walzwerksbetrieben hat naturgemäß zu- nächst die Nachfrage nah Halbfabrikaten außerordent ih ge- steigert und entsprechend die Kauflust angeregt, sodaß für das dritte Quartal d. I. die Produktion gänzli verschlossen if und auch Käufe für das vierte Quartal ftattgefunden haben. Als zu Anfang des Jahres die Walzwerke mit ihren Einkäufen zurückhielten und fic ganz ver- brauchten, weil man ein Nachgeben der Preise erwartete, sind von den Stahlwerken größere Posten ins Ausland geliefert, bezw. zu späterer Lieferung do1thin übernommen worden, und jeyt, wo von allen Seiten gekauft wird, kann dem Jnlandéanspruh nicht genügt werden. — In Alt- material haben die Werke rei ge Vorräthe A das Ver- faufsgeschäft vollzieht sich daher verhältnißmäßig till zu dea seitherigen, von der Schrotteinkau}sftelle in normalen Grenzen E Preisen. — Fn Trâägereisen is die Beschäftigung nah wie vor überaus reihlih, da die rege Bauthätigkeit innerhalb des Indusftriebezirks und aud außerhalb desselben große Mengen verbraucht; lange Liefer- fristen e an der Tagesordnung, namentli Aue E auf vorgeschriebene Dimensionen und Längen find [{chwer und nur mit längeren Fristen erhältlich. — Das tabeisengeschäft hat in der leßten Zeit eine wesentlihe Belebung erfahren, Die Nachfrage vom Inland wie au vom Ausland ift gut und Le für regelrehten Betrieb liegen in überreihem Maße für längere Z vor; an Lagervorräthen ist wenig oder garnichts auf den Werken vorhanden. Die Preise haben sich gebessert und sind fest. — Für Feinblehe konnten die Verkaufépreise ebenfalls höher gelept werden, entsprehen aber noch immer kaum deñ Selbstko Feet wodur die Lage der reinen Walzwerke bisher wenig gebe
— Derselbe überreichte ferner eine Mittheilung des Herrn * rofessors Dr, Ludwig Schlesinger in Klausenburg: „Ueber die auß sche Theorie des arithmetisch - geometcishen Mittels und ihre Beziehungen zur
Der Neis ist unter günstigen Verhältnissen ausgesäet worden und ift gut aufgegangen.
i. Die Walzwerke sind mit Feinblech durchgängig ausreichend
40,00 6; 25,00 A —** Speisebnahnen, weiße 50,00 4A; 29,00 —