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heißt: „¿Der. Bürgerkrieg dauert mit der früheren Wuth in
den“ Staaten von Nicaragua und Honduras fort und war in “Guáatiñiála ünd ‘Sân-S Generals Dominguez, der von der siegenden Partei prosfribirt worden war, hatte.man ‘nicht. habhaft werden fönnen.: Wie es hieß, hatte ex sich. an dic Spiße der Olanchanos und Opo- tecas gestellt und. die Städte Comayagua und Fegucigalpa be- seßt. An“ leßterem Orte waren ihm eine Menge dem Gene- ral Morasan gehörende. Waffen in die Hände gefallen ; Mo- räsan hatte: sich in das Departement San: Miguel geflüchtet, wo: ex von den Einwohnern nicht gern gesehen i. Domin- guez nennt seine aus 1600, Man bestehende und sich täglich vermehrende - Axmee die Wiederhersteller. Die Be- {chlússe des von Morasan im Jahre 18:6 in Guatimala zu- jammenberufenen Kongresses sind von den Staaten Costa- Rica und San-Salvador förmlih widerrufen worden. Der neue Kongreß, der sih am 19. Jan. versammeln sollte, ist nicht: zu Stande gefommen. Die Deputirten von San-Sal- vador bejianden darauf, der Kongreß solle in Hua-Chapan Und nicht in Guatimala: gehalten. werden. Ein bekannt ge- machter Confôderations - Plan bewilligt den verschiedenen Staaten mehr Unabhängigkeit und wird von den. ersten Be- amten Guatimala?s uuterstüßt.// Die Bank dex Vereinigten Staaten wurde durch cine
Kongreßäkte vom 10. April 1816 gebildet. Jhr Kapital be- |
steht aus 35 Millionen Dollars, in 350,090 Actien von: 100 . Dollars: getheilt. Die Regierung hat 70,000 Actien, uud die übrigen sind in Händen von Privatleuten oder. Gesellschaften. - Dieje unter die unmittelbare Aufsicht des Präsidenten und des Senates der Vereinigten Staaten gestellte Bank begann ihre ersten: Operationen in Philadelphia am 1sten Jan. 1817.
Dem American Aimanac zufolge, wird'am 12. Febr. 1831 eine Sonnenfinsterniß stattfinden, welche si úber einen “ Fehr großen Theil. der Vereinigten Staaten ausbreiten wird.
| Fn Newbezn (Nord: Karolina) sollen sih- die natúrlichen Blattern gezeigt haben und mehr als 12 Personen von selbi- gen: befallen“ seyn; es sind indessen ungesäumt Anstalten ge- troffen worden, um durch Hinjendung von -Schußblattern- Stoff diesem Uebel Einhalt zu thun.
"In einer der leßten Sibungen der gesewgebenden Ver- sammlung von Tennessce. ist bejchlossen worden, wenn tine _ Frau von 3 oder mehreren Kindern auf einmal entbunden
wird einem jeden dieser Kinder für Rechnung des Staates eine gewisse aus den öffentlichen Ländereizu anzuweijende Strecke Landes, die: jedoh nicht. mehr als 200 Acres betragen muß, ‘als. immerwährendes rechtmäßiges Eigenthum zu -be- - willigen.
\ 43 Mexiko. Nordamerifanishe- Blätter enthalten Nachrichten aus Mexiko dis zum 2. März. Der neue Geschäftsträger der Vêéreinigten Staaten bei der Republik Mexiko, Herr Butler, war dem Präsidenten -vorgestellt worden. Die Be- dürfnisse des dffentlichèn Schatzes für das Jahr 1830 sind - auf 15: Millionen Dollars festgeseßt. Die Regierung hat
dem Kongreß die Verbesserung des Miliz-Systems anem-
pfohlen, damit- die- Miliz nöthigenfalls jeden Augenblick. zum
Dienst bereit jey. - Bei Vorlegung ‘diejes Planes ward von - geheimen“ Gésell}chaften gesprochen „ die sich ‘in immerwäh-
render- Vershwdrung | gegen * den: Stäat befänden,- weshalb
auf deren Unterdrüüng ‘angetragen wurde. j : ¿s Columbíáen, : | Englische Blätter melden- nah Briefen ‘aus St.
Thóônias: vom Atifarig Februars, dáß- zwei Emissaire Bolivars
aüs Bogota in “Valencia ángelangt waren, um den General Dae zu einer’ i Thale von ‘Cucuta zu haltenden: Zusammen- éunft mit Erstere einzuladen. Paéz hatte sie- jedoch festneh- men nd ins Gefängniß seßén- lassen und gedachte Unverzüg- lich mit seinén Truppen añ die Gränze aufzubrechen." Unterm
gende Proclamation aus dem Haupt-
29. Jan. erliéß er : folg Saule zu Valencia:
blif Columbien ausmachen, zü trennen, und Euer - Verlangen
erfüllt wörden ist, haben die“ vier Departements „, in welche
das alte Venezucla “eingetheilt war, Maturin, Venezuela, Orínoco und Zulia, denselben Wunsch ausgesprochen und eithelligen- Enthusiasmus blicken lassen." Der Nationalwille hat. sich frei geäußert und das Volk von Venezuela sich gleich- zeitig über ane Vot egen erflärt// [118
: dieie ner! Sh versprach , curen Willen -zu ver- theidigen, und da ich mich an die Spihe des Heeres gestellt
alvabor dem Ausbruch nahè. Des
/ ¡¡Venezuelaner! Nächdem Zhr- im Novbr. den Entschluß Fundgegeben/ Euch vön den audern Theilen, -welche diè Repu-
“findé, betheure ih Euch, daß feine fremde Gewalt in Euer
Gebiet einfallen, daß die dôffentlihe Ruhe nicht gestört wer- den soll, und daß ih die National - Repräsentation bei Voll- fommener Sicherheit erhalten werde, damit sie Euer Fúnfti- ges Geschické bestimmen'köônne und das Werk Eurer; Wohl- fahrt anfañge. Mit dieser Zuversicht zu sprecheu, dazu ver- anlaßt mich die Meinung des Voléfs, die der tapferu-, er- fahrnen Generale, der: Anführer und Offiziere des Heeres, welche die Departements schüßen und entschlossen sind, der National: Sache den Sieg zu verschaffen. Die Erklärung Zulia's ist ein glückliches Creigniß für die Republik, weil sie zur Integrität ihres. Gebiets gereicht „, und indem ih ihre Zustimmung empfing , habe ih die Einwohner Zulia's als würdige in den Schooß ihrer Familie zurückkehrende Bür- ger begrüßt. Die Freiheit ist wie die Gonne hervorgebrochen, und ihre Strahlen haben den Patriotismus des heldenmü- thigsten Volkes der neuen Welt geweckt. Wehe denen „- die ihr Licht würden verfinstern wollen, der. Tod würde ihr Loos seyn.‘ “
Fn nd:
Berlin, 12. Mai. Bei dem hohen und allgemeinen Jnte- .
resse, welches die bevorstehende Expedition Frankreichs gegen Al- gier erregt, wird es den Lesern der Staats-Zeitung gewiß nicht un- willfommen seyn, als eine Zugabe derseiben eine möglichst gute Karte des Landes, welches binuen Kurzem der Kriegsschaus plaß werden wird, und der daran gränzenden Gebiete zu er- halten. Wir haben deshalb die erforderliche Anzahl Abdrücke ciner von dem bei dem Königl. lithogravhischen Jnstitut hier- selbst. angestellten Plan - Zeichner, Herrn. Brügner, nach den neuesten Angaben berichtigten und - herausgegebenen „„Karte der Umgegend von Algier‘/ nebst einer „„Uebersichts - Karte der Küsten-Gegenden des Reichs: Algier“: fertigen und solche, soweit es die hiesigen Leser der Staats-Zeitung betrifft, in der Druckerei (Zimmerstraße Nr. 29) niederlegen lassen, wo- dieselbe von den Juteressentén, von morgen ab in den Vor- miíttagsstunden zwischen 9 und 1- Uhr, gegen - gefällige: Vor- zeigung des -Pränumerations-Scheines. für das laufende Quar- tal, in Empfong genommen werden kann, da deren: Zusen- dung nebst den L GeuiielzSieimn laut bei dem: großen Format, dexr Karte, nicht phne Nachtheil für die gute Conservation der lesteren mögli seyn würde. Unseren auswärtigen Lesern: wird dieselbe noch im Laufe dieser, oder in der. künftigen
Woche mit der Fahrpost: zugesandt werden.
— Nachrichren aus Königsberg zufolge ist der Anfang der diesjährigen Schiffahrt sehr lebhaft gewesen, und es wa- ren bis zum 25. April 97-Schisse in Pillau eingelaufen, von denen 19 Waaren, -die übrigen Ballast geladen hatten. Aus- gegangen sind von da 19 Schisse, von denen 13 Waaren, die übrigen: Ballast führten. — Ju Memel sind bis zu dem bemerkten Zeitpunkt 90 Schiffe eingelaufen, deren 9 Waaren und 81 Ballast geladen hatten. usgegangen sind von da 23 mit Waaren befrachtete Schiffe. r
— Aus- Män ster vom bten d. schreibt, man: Ju. diesen Tagen verließ uns der Professor Wußber, dem ihm geworde- nen Rufe als ordentlichem öffentlichen Professor der Chirur- gie und Direktor des chikurgishen Klinikums- in der. medizi- nischen: Fakultät der K: Universität zu. Halle folgend. Mit dem lebhaftesten Bedauern. -„ sieht die hiesige: Stadt, sicht die Pröôvinz einen Mann aus ihrer Mitte «scheiden, der durch seine große: Geschicklichkeit als Arzt und: Wundarzt so: Vielcn in der Nähe und aus der Ferne Hülfe ‘nnd Rettung schafste,
der dürch so: manches: Gute, das. er: in neunjähriger Anwe-
senheit. stistete, wozu. auch. die- Einrichtung des hiesigen Klini- fums gehört, durch ‘die uneigennüßigste Behändlurig einer zahllosen Menge: Hülfsbedürfriger,: “welche: immer freien: Zu- tritt bei ihm fanden, sowie überhaupt durch seine : ausge- zeicheten Eigenschaften sich. das allgemeine. Vertrauen, Ach- tung und Liebe. in einem so hohen: Grade evworben hat. — Unsere -Wüusche für ‘sein Wohlergehen begleiten ihn nach. sei- nèm: neuen Bestimmungsorte. 19 aats tes | _— Aus’ Minden wird: unterm Hten:d. M. gemeldet: Anfangs: dieses) Monats zogen sich von: allen Seiten, schwere Gewitterwolken zusammen -: welche sich ‘überäll mit: starkem Régen, an verschiedenen-Oxten aber mit völligen Wolkenbrü- chén entleerten: ‘Dies wär an der Seite der Bergkette. der Porta zivischen-Bergkirchen- und, Rothenuffeln der Fall, wo indessen kein bedeutender Schaden! erwuchs: ! Dagegen dräng- cen sich bei dem benachbartén Badeort Eilsen dié gégen ein- ander stehenden Gewitter zusammen , und ein: he iger: Wol- fenbruch se6te in einem Augenblick. das. ganze: Thal: unter Wasser „ so daß dies bis. hoch: ‘in die Sále--der Brunnenge- bâudé stand. Ein Müller und ein Bauer mit seinem: Pferde
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ertranfen, und 5-Brüken,- worunter selbst die steinerne bei Verlen, wurden förtgerissen.
Wissenschafel1che. Nachrichten.
einige Demonstrativstámme und ihren Zusammenhang BEE a lPéäpasltionet und. Conjunctionen tim Sansfrit_ und den mit ihm verwandten Sprachen. Aka- ‘demische Abhandlung von Franz Bopp. Kommission bei Dümmler , 1830, in 4to. Zwei Momente sind es, welche în neuester Zeit das Stu- dium der: höhern Grammatik aufregten,. und — wir durfen es aussprechen — -von Deutschland aus neu begründeten; einmal das rege lebendige’ Jnteresse für unsere Murtersprache, welche Jacob Grimm zuer|t „mir fast unglaublichem Fleiye und nicht geringerem Scharfsinne, nach allen ‘ihren Abstufun- gen und Verzweizungen, als ein organisches Ganze ausfazte und behändelte, in einem Werke, woie sich dessen kein anderes Volk úber seine Sprache rühmen fann; dann aber die Ein- führung der Judischen Sprache und Literatur in Deutjsch- land, ein Verdienst, welches unbedingt Herrn- Bopp gehöre. Kaum möchre es dem erten Anblicke nach möglich scheinen, wie innig jene beiden Juteressen sich durchdringen, ailein um so bemerfenswerther ist es, daß viele Urgeseße des Germani- schen Sprachstammes, welche Herr. Grimm, damals noch ohue Kenntniß des Sanskrits, nur muthmaßlich aussprechen fonn- te, wie z. B. die Lehre von der Unursprünglichkeit des e und o, ihre volle Begründung. nun durch die genannte Sprache finden. - Früher schon war, es den Forschern keinesweges ent- gangen, wie einerseits zwischen dem Griechischen und Rômi- ichen, dann aber zwischen diejen Sprachen und den Germani- chen eine genaue Verwandtschaft statthabe. Auch andere Sprachen, wie z. B. die Slavischen, das Alt-Preußische und Litchauische , schlossen sich an. Das Faftum war nicht zu läugnen, denn das Jguoriren. hielt uicht lange aus, man sah sich in der unangenehmen Verlegenheit, Rechenschaft geben zu müssen, ‘ohne es zu können. Der noch natürlichste Leg, die Annahme einer Verwandtschaft innerhalb Europa’s, fountre
nicht weit führen, dein man fam mit der Historie in Streit,
und viele gewichtige Verschiedenheiten in den Sprachen selbjt trugen, wegen ‘ihrex durchgreifenden Einwirkung auf die ganze Grammatik der’elben, zu sehr den Charakter der Uriprüng- lichkeit an sih, als daß eine. unmittelbare Verwandtschaft er- flärbar. schien. Um kurz zu seyn, dié Verwandtschaft konnte nicht die zwischen Mutter und Tochter seyn, es war zu vie- les fremdartiges, aber doch ursprúgiches Element in- dei schein- baren Töchtern. :
So kam man auf den Gedanken, Misch sprachen an- zunehmen, in welchèn verschiedene zufällig zusaminenfommende “Atome vereint wären, wie z. B. Adelung dies vom Litthaui- schen wähnte. Vom- Römischen ward. es freilich wohl nicht so bireft ausgesprochen, ‘aber was könnte wohl anders dem bei- den - einfachsten Wörttern und Formen - in Wörterbüchern
und Grammatifen/ wiederkehrenden Ausdrucke: „es kommt
aus dem Griechischeu‘// zu Grunde {iegen ? Diese Meinung
aber beruht augenscheinlich theils auf eiuer ganz unwürdi-
gen Sprachansicht, theils widektstreitet sie jeglicher historischen Erfahrung. Deân die. Sprachen ‘nehmen ' aus anderen wohl Wörter, als das gröbere. Haupt - Element, und ‘diese selbst in Masse, in sich auf, das feinere Element jedoch, die gram- matischeä- Fo.rmen, sind nicht so wäandelbarer noch
mischbarer Natur. “Das? Englische hat aus demi Rômi-
schen, das- Nêu -Persisché aus * dem Arabischen / einen ‘großen Wortschabß entlehnt, ohne gramnatische. Formen, wenn -sie
nicht innerhalb des. Wortes, also. bewußtlos, mit übergingen,
zuzulassen. "So wählten denn. diejenigen ; welche die Aeha:- lichfcit oder -Vêrivkidesthaft gewisser prachèn KsS cin
wollten, den freilich bequemeren, aber auch unsiherern Weg, |
eine gewisse Anzahl, Wörter neben einander zu stellen, die ge-
ung dem, bloßen: Klange folgend und die Wörter nach, ihrem Gutdünken biegend und drehend, mit Hintanseßung aller, |
auch der befanntesten Sprachgeseze. Wohl hätten wir hoffen
dürfen, daß. nach Wilhelm von Humboldts gewichtigen Wor- Ten, in ‘den “Abhandlungen ‘der hist: - phil. Klasse der hièsigen LUEEES | : gleichung. in: dem-Sinne hätte ‘hon im Jahre 1816 Herr
Akademie, 1820. S. 254: | : ¡Die Haupt-Elemente der Sprache, die Wörter sind es, die von Nation zu Nation überwandern. * Den grammatischen:
Formen. wird dies shwerer, da sie, vot feinerer, intelleftuele-}
ler Natur, mehr im Verstande ihren Siß haben , als mae teriell und-sich selbst erflárend, an ‘den ‘Lauten. haften.‘
ein solches verkehrtes Treiben wenigsiens aus ‘unserer ¿Nähe verschwunden sey, allein noch kürzlich crfdtentne r Erd,
haben ‘uns eine. solche Erwartung. entrissen. Nicht die Worte also sind‘es, deren Aehnlichkeit in den
Berlin, in
Europäischen Sprachen uns so sehr. úberrascht, sondern die genaue Uebereiujtimmung der Formbildung und der gramma- tijchen. Gejeße. Wortvergieichung, namentlich: abér Wurzel- vergleihung, hat immer _eiuen eigenen Reiz und-großen Werth, man jehe z. B., was: Bop» in der Recension des Nosenschen Wurzelbuchs bemerkt, alleia wird nur sie berúcksichtizt, so fann sie allein nicht ‘hinreichen zum Erweis der Verwandt- schast, noch is es auch zu vermeiòen, daß man sich durch ]cheznbare -oft wißige Zujammeustellung: täuschen läßt und zu Requltaten gelangr, weiche jede ernste Prüfung verwektfen maß. Beyerzigenswerth war uns in dieser Rücksicht die Warnung Jakob Grimms in der Vorrede zum zweiten Theil ‘der Grammatik p. 9, Wahrlih um solche dúrre Re- sultate ist Keiner zu beneciden! — Mit dem Bekanntwerden der Judischen Grammatik scheinen sich endli die gedachten Schwierigkeiten zu heben. Das Verhältniß der Euktopäischen Sprachen ijè ein andres geworden. Nichr mehr Mutcer und Töchter erblicken: wir, sondern Glieder einer Sprachfamilie, welche, von gemeinjcchastlichem Ursprung aus dem fernen Orient ausgehend , threm Schicfjale und ihrer Jndividualität nach, zu eigaer Seibtjtändigkeit heranwuchsen. Aber geblieben sind (hnea nach Jaÿyrtaujenden noch des Stammes Züge“ und Bildung, ‘vermdge deren sie sich andren GSeschlechtern , wie z. D. bem Semitischen und den Hinterasiatischen entgegen- stellen: Die Spuache, ihrer Bildung nach, als ein organi- ¡hes Ganze auszufajen, fie als solch? zu begreifen und ohne anderweitige Zevencäckjsichten nur dieses Juteresse zu verfol- gen, ist der jezige Scandpunft den Grammatié. Aber um aljo die Sprache zu begreijen, ist es nothwendig, sie durch alle ihre Verzweigungen bis zu ihrem Keim, in dem alle ihre Sr¡cheinungen, wena auch noch unentwickelt, verborgen liegen, zu versoigen. So wiro die Grammatik eine vergleichende, - die aber evensowohl die individuellen Unterschiede in ch auf- nimmt und aueriennt, denn eben diése sind es, welche die urjprängiichen Dialeëte eines Sprachstammes zu selbstständigeri Sprachen heraugedäüder. “Der Grammatik einex besondere: Sprache bieibce jomit ihr Werth unbenommen, wie die Ge- schichte und Analyse einer Natur-Species ihr Verdienst hat, aber fie wird sich bequemen müssen, der höheren vergleichenden Srammatik die Enticheidung und das Endresultat zu- Úber- lassen, Wwæd die lestere dann sich der Unterschiede der ver: chiedenen Giieder einer Sprachfamilie unter sich „ und ‘dieser gegen andere, far. bewußt, und wird sie einsehen, wie doch dieser Unter}chied jich-aufheben muz in einer höheren Einheit, dann ha- ben wir die Hoffnung zu einer allgemeinen Grammatik, welche, ihre Gejeße aus der Natur des menschlichen Geistes, dessen VDifenbarung die Sptache ist, hernéhmeud,- eine philosophische werden wiro , und zwar eine minder rationalistijche , als wir sie. seither hin und wieder hervorgehen sahen. Denn in der Sprachiissen]chafc giebt es einen eben so starken Rationalis- mus, als in der Theologie und Geschichte, und was ein geist- voller: Schriftsteller un}rer- Zeit, Herr Gans, in der Vorrede zuin Erbrecht, von der Diechtswisszuschaft bemerfc, gilt in glei- chem- Maaße von der Sprache. — Die Judische Sprache nuti zeigt, gegen alle Europäischen, selbst die reiche: Griechische ge- halten, eine Fülle der Formen, verbunden mit ciner -so genauen und bestimmten Ge}eßinäßigkeit, daß selten in-den Europäischen Sprachen Erscheiäungen auftreten, deren Erklärung sich nicht in ihr fänden. Was in leßteren ganz vereinzelt regeliidrig dasteht, zeigt! dort sich als stehend und gerechtfertigt, wie man dies, um nur. ein Beispiel anzuführen, an. der Gra das tions-Bildung der Adjective am Aeichtesten bemerken wird. Selten sind die Fälle, wo eiy Analogon --ganz fehlte , und « wenn 3. B. das Germanische - eine Menge - ihm allein gehöriger- Eigenthümlichkeiten zeigt, | so- sind- diese gewöhnlich nur 1cheinbar, d. ‘h. Abjturnpfungen,“ oder sis sind eht7 und° dann ‘ijt ‘gerade hier die: nicht minder ‘wichtige - Pilicht des Forjchers vorhanden, das Prinzip, na ‘welchem sich jolche ‘entwicckelt , zu: verfolgen und zu évfassen. - So’ hat
fich das Jndische-zum Coërecciv der Europäischen- Grammati-
ken bilden müssen, und ‘wenn wir“ diese. Sprache auch? nicht als die Mutter: dex- anderen betraten köünen, #0 zeigt: doch ihr: ganzer Bau-, daß siè diejenige sey, in welcher \ich das Alte, :Ursprüngliche am reinsten ‘erhalten hat. — Eine Vers
Bopp in seinem Coujugations - System niedergelegt , in wel-
¿chem er die ‘Conjugations - Theorie der Judogermanischêta Sprachen verfolgte. Der Gegenstand; versprach und gewährte „reiche Resultate; Ex- ward: wieder; aufgenommen und A
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behandelr,. in. den- Annales of oriental litlerature, (über
in: Seebodes. Miscellaneen;) da. aber inzwischen diese: Zeit- schrift einging, nicht beendet. Auch Wilhelm von Humboldt lieferte gewichtige Beiträge zu der-Sprachvérgléihung unsres Stammes in mehreren Abhandlungen, welche in den hiesigen
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