Liverpeol, 3. März Nachmittags. (N T, B33 (Bohinssbsrizkt.} Unasatr 15,900 B., davon für Spekulation und Expart 3000 Ballen. Volle Preise. Amerikanische
Baumzwsölie.
Verschiffungen gefragt, 1; höher.
Good fair Oom:a Januar-Februar-Verschifffffang durch den Suez-
kanal 54 d.
Middi Orlcans 8}, middling amerikanische 71/,,, fair Dhellerav 4 rai¿Ating fair Dhollerab 47, gosdû zaiddlizg Dhellarah 43, micel D fair Breach 54. new fair Oomra 54, good fair Oomra 513/,6, fair Madras 5, fair Pernam 82, fair Smyrna
ollerah 4}, fair Bengal 43
6j, fair Egyptian 84. Glassows, 3. März, Nachm. (W. T. B} Rohsizen.
Leith, Paterson & Comp.) Gerste 510, 4776 Sack.
3. März. Getreidemarkt.
Bohnen 24, Hafer —,
Weizen und Gerste2 eher fester, andere Artikel matt. Mehl I
ruhig. Paris, 3, März, Nachmittags, (W. T. B.)
Produktesmarkt.(Schlussbericht.) Weizen behauptet, pr. März pr. Mai-Juni 25,00, pr. Mai-Augast 25,50. | 19. E S Pr. Mehl behauptet, pr. März 52,50, G äai - August 54,50, | 20. Rüböl steigend, pr. März 78.00, pr. April 78,50, px. Mai-August 79,25, pr. Septermaber-Dezeraber 80,50. Spiritus behauptet, pr, März 55,00, | 20. ü
N. T BJ C E
Baumwolle in New-York 164, do. in New-
Orleans 153. Petroleum in New-York 154, do. in Philadelphia 154. 1 22. , CzO Un O, A 0
24,50,- pr. April 24,75, Roggen per, Febrzar —,—, pr. August —,—, pr. Mai-Juni —,—. pr. Apr 53,00, pr. Mai - Juni
März-April 93,90, pr. pr. Mai-August 55.75,
New=-WeoerK, 3. März, Abends 6 Uhr. Waarenbericht.
Mixeà numbers warrants 74sh 64.
Die Verschifffangen der letzten Woche betrugen 7800 Tons ge- gen 10,500 Tons in derselben Woche des vorigen Jahres. (Von Fremde Zufahren der Woche: Weizen 1295, Erbsen 606 Tons.
Getreidefracht 7.
Mehl 5 D, 00 C. Rother Frühjabrsweizen 1 D. 18 C. Mais (old mixed) 91 C, Zucket (Fair refining Muscovados) 75, Kaffee (Rio-) 17. Schmalz (Marke Wilcox) 14
23. März S A
C. - Speck (short clear) 105 C.
12. März. Cochrane | 13.
zu Bremen. Hamburg. Mt & Co, Gen.-Vers. zu Cöln. 18. AKtlenblierbranuerei
Mai- Vers. zu Oldenburg;
zu Berlin.
Arz urzen
Osnabrüoker AEtien-Branero!.
37,50 M. pro Aktie bei der Osnabrücker Bank und der Filiale der
Oldenburgischen Spar- und Leihbank zu Osnabrück. 24.
MElrazabs Saucen.
Thüringisohe Eisenbahn. Zweite Einzahlung von 30% = 90 A | 29.
auf die jungen Aktien unter Abzng von 9% Zinsen schon gezahlter
20% bis ultimo April mit netto 83 A bei der Diskonto-Gesellschaft. | 30.
General-Verzammiungen,. Bremor Bankverein Bremerhaven.
Deutsok-BrasilHanische Bank. Ord. Gen. -Vêra zu | S1. » Creditbank von Donimirski, Kalkstoin, LyskowsKl
Ord. Gen.-Vers, zu Thorn. Köinischo Weochsler- nund Commisslonsbazuk. Ord.
Otdenburgiscks Spar- nund Lelbbazk. Ord. Gen.-
RestooKer Vereins-BankE. Ord Gen.-Vers. zu Rostock. Rheinisoh- Nassanuiscbe Bergwerks- und Hütten- AEtion-Gesellschzaft. AKtien- Gesellschaft Stelnhansecr Hütte. Gen.-Vers. zu- Witten.
Berlin-Charlottenburger Bauverein, Ord. Gen.-Vers.
_Bitterfelder Lonlsen-Grabe, Kohleuwerk und Ztegelel, |
5 % Dividende pro 1874 mit | 24.
Ord, Gen.-Vers, | 30. y
AKtlen-Gesellschaft, Ord. Gen -Vers. zu Berlin. AEtlen-Gesellsohaft Lahnhütte in Glessen. Ausser- T L L zu Hamburg,
pPpreinur-, Deoatur- und Färberel-Aktien- - sohaft O. G. Ulirloh. -Ord. Gen -Vers. zu hay en Bergwerks-Geselisohafît Dahlbnsch. Ord. Gen -Vers zu Düsseldorf. y Patentpaplerfabrik zn Penig. Penig. Allgemeine Dentsohs Credit-Anstalt. Ord. Gen. -Vers. zu Leipzig, Leipzig - Dresdner Eisenbahn. Leipzig. Berln- Nenendorfer AKtlen-S ¿ Vers. zu Berlin; s. Ins. in Nr. N Enoras
PBraunkohlenabban-GesellschaftGrnbe Mansfeld, Ord.
Ord, Gen.-Vers. zu
Ord. Gen.-Vers. zu 0rd, Gen.-
j Gen.-Vers. zu Halle a. 8
10. April,
zum Planensohen Lagerkeller, s, Ins, in Nr. 53.
Ord. Gen.-Vers. zu Cöln. Ausserord,
ProussisobeHypotheken-Versioh -
Ord. Gon Ta zu Berlin. P O ERD
Fi indigrungern and Serloosungen, L F OE ASERSI0 0 s und ündigte Nummern und Emmissionen der - Ausserord. Gen -Vers, zu Plauen. Obligationen, EHypotheken-Antheil-Certifkate fr PIONEE Fypotheken-Versicherungs-Aktlen-Gesellschaft y 8, Ins. in Nr, 53,
Ausweise von Banken €ÏEs,
Die Monatsabschlüsse pro Februar Berliner Kassen-Verelnus, Deutschen GrundEredit-Bank zn Gotha, Preussischen Hynotheken - Versicherungs - AEtien - Gesellsohafst, Eïagdeburger Privatbank, Bremor Bank, Oldenburgischen Spar- und Leihbank, Bauk für Süddeutsobland,
Notenbank s. unter Ins. in Nr. 53.
Aktien-Gesellsohaft Socbad Heringsdort. Bilanz- 31. Dorember 1874; s. Ins. in Nr. 53. Ri
gekündigte resp. nur ge-
der Bank des
Württembergiscken
Königliche Schauspiele.
Freitag, den 5. März. Opernhaus. (59. Vor- ftellung) Velmonte und Constanze, oder: Die Entführnng aus dem Serail. Oper in 3 Ab- theilungen, Musik von Mozart. Anfang 7 Ubr.
Schauspielhaus. (62. Vorstellung.) Die Herr- mauusshiacht. Drama in 5 Aften von Heinrich von Kleist. Für die Bühne neu bearbeitet von Rudolph Genée. Anfang halb 7 Uhr.
Sonnabend, den 6. März. Opernhaus. (60. Vor- stellung.) Der Bersweader. Original - Zauber- märche:; in 3 Akten von Ferdinand Raimund. Musik von Conradin Kreutzer. Tanz von P. Taglioni. An- fang 7 Uhr.
Schauspielhaus. (63. Vorstellung.) Drittes Gast- spiel der italienischen Opern-Gesellschaft, unter Mit- wirkung der Königl. Kammersängerin Fr. Désirée- Artiôt, des Hrn. de Padilla, und unter Dircktion des Maestro Árditi, Il Matrimonio segreto. (Die heimliche Ehe.) Komische Oper in 2 Abtheilungen von Cimarosa. Anfang 7 ULr.
Die in den Königlichen Theatern gefundenen Gegenstände können von den Eigenthümern inner- halk 4 Wochen bei den Hauspolizei-Inspektoren Schewe (Opernhars) und Hoffmeister (Schauspiel- haus) in Empfang genomuien werden. Erfolgt die Zurückforderung der betreffenden Sachen in der an- gegebenen Frist nicht, so werden dieselben den Fin- dern ohne Weiteres ausgehändigt.
Wallner-Theater. Freitag: Zum 219. Male: „Die Motteu- burger.“
Sonnabend : Zum 138. Male: „Mein Leopold.“
Victeria-Theater.
Freitag und folgende Tage: Gastspiel der ersten Solotänzerin Demoiselle Angis Letourneur, vom Drurylane - Theater in London: Die sieben Raben. Romantisches Zaubermärhen mit Gesang und Ballets. c statt.) In Vorbereitung: „Die Reise um die Welt in 80 Tagen. *
Friedrich-Wilkelmstädtisches Theater. Freitag: Zum Benefiz- für Frl. Csepcsauyi. Die Fledermaus.
Residenz-Theater.
Freitag: Abschied8vorste llung der K. K. Hofschau j
\spielecin Antonie Janisch aus Wien, Zum letzten Male: Die alten Iuuggesellen. Lustspiel in 5 Akten von Victerien Sardou. (Antoinette: Antonie
Janisch.)
Krolls Theater.
Freitag: Wegen Vorbereitung der Posse Otto Vellmaun bleibt das Theater geschlossen.
Sonnabend. Zum Benefiz für Hrn. Heder: Otto Vellmann. Posse mit Gesang und Tanz in 3 Vildern von D. Kalisch. (Für die Krollihe Bühne neu bearbeitet). Musik von A. Conradi und G. Michaelis.
Woltersdorfi-Theater. Neu ceinftudirt: Klein Geld.
Berliner Siadttkeater. Freitag: Zum 34. Male: Onkel Sam. Sonnabend, den 6. März. Erstes Auftreten des Frl. Kath. Frank vom Stadttheater in Wien.
Freitag:
Anfang Uhr.
National-Theater.
Freitag: Erstes Debüt der Fr. Formes-S chüler: Der Pariser Taugenichts,_ S in 4 Akten von Dr, Carl Töpfer. Zum Schluß: Traumbilder- Fautasie, : ;
Sonnabend : Zweites Gastspiel»der Frau Marie Swoboda und Sechstes Gastspiel des Hrn. Lud- wig Barnay: Graf Waldemar, Schauspiel in 4 Akten von G. Freitag.
Belle-Alliance-Theater.
Freitag (zum 3. Male) und folg. Tage: Der Staatsauwait. Schauspiel in 4 Akten von A. Mels. (Verfasser von „Heinri Heine“). von Sternfeld, Staatsanwalt: Hr.:Benemann. Irene: ör. Helßig-Becker. Hegemann: Hr. Wisbeck.
Böttchers Soiréen für instruktive Ea im Saaltheater des Schauspielhauses. Täglich, Abends 7—9 Uhr: 1) Das romantische Noen in seinen berühmten Architekturen, Landscha E Volksscenen u. st. w,
Feit der Königin von Abessinien, in eizer Aus-
(Es finden nur noch 9 Vorstellungen |
2) Astronomische Exkursion: Planetensysteme, | die Erde, der Mond, 3) Soirée fantastizue, Sarben-Magie. Kauteuil 20, Parquet 15, Loge 10 und 5 Sgr. in Meyers Konditorei, Charlottenstr. 58, und an der- Kasse. Kinder : Wochentags die Hälfte. Täglich Borstelluug.
Circus SalamonsKy, | ; Markthallen — Karlstraße. i Freitag, den 5. März cr.: Brillante Vorstellung. 3. | Auftreten der ivuitdervarenPhänomene der 2 russi- | schen Oundemenshen ans den Urwäldern des Kostro- | maschen Gouvernements in Rußland. Dieselben wer- ! den in einem prachtvollen vergoldeten Galawagen mit 4 wirklichen lebenden Kameelen bespannt, in den Cirkus hineingefahren. Die 8 dressirten Elephanten und die 5 dressirten Löwen, vorgeführt von dem weltberühmten Thierbändiger Mr. John Cooper.
Meorgen : Vorstellung.
A. Salamonsky, Direktor.
Cireus Renz. Friedri{s\traße Nr. 141a. Am- 9. März leßte Vorstellung hierselbst. Freitag, den 5. März 1875. Cin afcifanisches
stattung, welche an P-acht alles von mir bisher in weinem Circus Gezeigte übertrifft. Die Ausfüßrung geschieht durch 80 Personen. Auf die Scchluß-Apo- theose mache ih garz besonders aufmerksam, ‘indem die Königin in cinem Vrachtwagen von lébenden Giraffen gezogen wird.
Auftreten der vorzüglichsten Künstlerinnen und puri Ha Vorführung und Reiten der besten Schul- pferde.
Anfang 7 Uhr. Morgen Vorstellung.
Sonntag 2 Vorstellungen, um 4 und 7 Uhr. E. Renz, Direktor.
Beutscher Persona!-Kalender. - 5. NIürz. Georg Merkator, Geograph *, Hans Ernst Karl Graf von Zieten, Feld- marschall *, August Kablert, Schriftsteller *. Wilhelm Giesebrecht, Geschichtsschreiber *. Wolfgang Müller, gen. von Königswinter*,
Familien-Nachrichten.
Dr. Carl Althaus, Gymnasiallehrer in Spandau, Anna Althaus, geb. Schrader, v. Beauvoye, VBermählte.
Gestern Abend 67 Uhr ents{licf sanft nah nur
eintägigem Krankenlager unser guter Mann, Nater, Schwieger- und Großvater, der Buchhändler und frühere Stadtverordnete, Carl George Winkel- mann, Ritter 2c.
Diese traurige Mittheilung allen Verwandtez und Freunden statt jeder besonderen Meldung.
Berlin, den 3. März 1875.
| Die Hinterbliebenen.
Die Beerdiaung s\indet Freitag Nachmittag 4 Uhr vom Trauerhause, Spittelmarkt Nr. 2, aus stait.
Nah einer Krankheit von wenigen Stunden starb beute früh unser liebliher Sigismund im Alter von 4 Jahren 8 Monaten an der Bräune.
Lucau, den 2. März 1875.
Kreisgerichts-Rath Loeb eell und Frau Marie, geb. Cochius.
Verlobt: Frl. Henriette v. Gröning mit Hrn. Ober - Gerichtsanwalt und Notar Dr. Jaspar Oelrihs (Bremen).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Pfarrer Dr. Schrs- der (Jülich). — Hrn. Prof. Freyer (Kloster Jl- feld). — Eine Tochter: Hrn, Premier-Lieute- nant v. Dobshütz (Neisse). — Hrn. v. Tiescho- wiß (Jaschkowiß bei Pitschen). — Hrn. Hans v. Levetzow (Ernstyaufen bei Oldenburg).
Gestorben: Verw. Frau Gräfin Waldersee, geb. von Alvensleben (Berlin), — Frau Gerichts-Di- rektor Marianne Zweigert, geb. Kundenreiz (Ber- lin). — Hr. Kasernen-Jnspektor a. D. Frit von Weger (Schweidniß). — Verw. Frau Wirkl. Geh. Kriegsrath Auguste Briesen, geb. Reichstein (Münster i. W.).
Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen 2c.
Balibentatey in der Königlichen Oberförsterei Neunkirchen (bei Saarbrücken). Am Mittwoch, den 17, März 1875, Bormittggs von 9 Uhr
ab, werden zu Neunkirchen ia der Restauration des Herrn Eisel die bei den unten bezeichneten Schlägen aufgeführten Hölzer cffentlih zur Versteigerung ge- bracht werden. 1) aus dem Forste Fürth, Ia- geu 182 CDorkert): 127 Eichen Bau- und Nutz- holzstämme = 246 Festmeter, von über 47 Centi- meter mittleren Durchmesser, 130 Eichen Bau- und Nutßholzftämme = 147,29 Festmeter, von 36—47 Centimeter mittleren Durchmesser, 2 Eichen Bau- und Nußstämme = 1,15 Festmeter, von 24—36 Centifneter mittleren Durhmesser, 11 Buchen Nußt- hol¿stämme = 29,33 Festmeter, von über 47 Centi- meter mittleren Durchmesser, 58 Raummeter Eichen Nußfcheit, 2 Meter lang, 916 Raummeter Eichen Breunscheit, 2 Meter lang. 2) Aus dem Forste Fürth, Jagen 173 b». (Bu&zwald): 40 Naum- meter Eichen Nußscheit, 2 Meter lang, 54 Raum- meter Eichen Rolischeit, 2 Mecter- lang, 125 Raummeter Eichen Brennscheit, 2 Meter lang, 3) Au3 dem Forste Hangard, Iagen 132. (Kollgrubenwald): 34 Eichen Bau- und Nuß- holz¿stämme = 103,14 Festmeter, von über 47 Centi- meter mittleren Durchmesser, 1 Eichen Bau- und Nußhol;stamm = 0,40 Festmeter, von 27 Centime- ter mittleren Durhmesser, 2 Eichen Bau- und Nuß- holzstämme = 0,69 Festmeter, von unter 24 Centi- meter mitileren Durhmefsser, 125 Raummeter Eichen Sceitholz, 2 Meter lang, 34 Raummeter Eichen Knüppel 2. Ki, 31 Raummeter Eichen Reiserknäp= pel, 190 Raummeter Buchen Scheitholz, 102 Raum- meter Buchen Knüppel 2. Kl, 137 Raummeter Buchen Reiserknüppel, 50 Raummeter Buchen Reiser 3. Kl. 4) Aus dem Forste Wellesweiler, Iagen 94 CDiríum): 5 Eichen Stämme = 1,16 Festme- ter, unter 24 Centimeter mittleren Durchmesser, 3 Eichen Stämme = 1,66 Festmeter, von 24—36 Cen- timeter miitleren Durchmesser. 5) Aus denrsel- benu Forsie, Jagen 92a. (Lüßelholz): 70 Kie- fern Stämme = 41,63 Festmeter, von unter 31 Cen- timeter mittleren Durchmesser. 6) Aus demsel- ben Forste, Totalität, Iagen 952., 95b., 1007»., 1078. : 70 Eichen Nußholzstämme = 16,56 Festmeter, von unter 24 Centimeter mittleren Durch- messer, 30 Eichen Nußholzstämme = 18,64 Festme- ter, von 24—-36 Centimeter mittleren Durhmesser. 7) Aus demselben Forste, Iagen 97 a. (Pfuhl- wald): 64 Kiefern Stämme = 55,48 Festmeter, meist über 31 Centim. mittl. Durchm., 60 Kiefern Stangen von 13—16 Centimeter mittleren Durchmesser, 14 Eichen desgleichen, 3 Raummeter Eichen Knüppel 2. Kl., 4 Naummeter Buchen Scheitholz, 26 Naum- meter Buchen Knüppel 2. Kl., 355 Raummeter Buchen Reiferknüppel, 28 Naummeter Weichholz Scheitholz, 25 Raummeter Weichholz Knüppel 2. Kl., 18 Raum- meter Weichholz Reiserknüppel, 30 Raummeter Weicoholz Reiser 3. Kl., 8 Raummeter Kiefern Scheitholz, 37 Raummeter Kiefern Knüppel 2. Kl., 32 Raummeter Kiefern Reiserknüppel, 20 Raum- meter Kiefern Reiser 3 Kl. §8) Aus demselben Forste, Iagen 98a. (Pfuhlwald): 2 Kiefern Stämme = 1,02 Festmeter, 9 Birken Stämme = 9,76 Festmeter, 11 Raummeter Eichen Knüppel 2. Kl., 3 Raummeter Eichen Reiserkaüppel, 51 Raummeter Birken Scheitholz, 6 Raummeter Birken Knüppelholz, 25 Raummeter Birken Reiserknüppel, 5 Raummeter Birken Reiser 3. Kl. 9) Aus dem Forste Neun- kirchen I2gen 36 s. (Tiefhäuscheu) : 4 Raummeter Buchen Scheitholz, 79 Raummeter Buchen Knüppel 2. Kl., 164 Naummeter Buchen Reiserknüppel,20 Raum- meter Buchen Reiser 3. Kl. 10) Aus demselben Forste, Totalität, Iagen 47 a. und 58 8. : 13 Eichen Stämme = 4,05 Festmeter, 5 Hainbuchen Stämme = 1,13 Festmeter, 1 Fichten Stamm = 0,14 Festmeter, 300 Hainbuchen Gerten von 5—7 Centimeter Durch- messer, 3 Stück Fichten Stangen, 4 Raummeter Eichen Knüppel 1 Kl, 10 Raummeter Buchen und Hainbuchen Knüppel 2. Kl,, 1 Raummeter Eichen Reijerknüppel , 23 Raummeter Hainbuchen Reiser- knüppel, 25 Raummeter Hainbuchen Reiser 3 Kl. 11) Aus dem Forste BildstoX, Iagen 73 h: 1 Eichen Stamm = 0,91 Festmeter. 12) Derselbe Forst, Iagen 79 CZungenwald): 1 Eichen Stamm = 0,16 Festmeter, 1 Eichen Slange von 13—16 Centimeter Durhmesser, 11 starke Buchen Stämme = 13,97 Festmeter, 1 Eichen Stamm = 0,16 Feftmeter, 2 Raummeter Eiäeun Sceitholz, 11 Raummeter Eichen Knüppel 2 Kl,, 10 Raum- meter Eichen Reiserknüppel, 8 Raummeter Buchen Nubfcheit, 86 Naummeter Buchen Scheit, 44 Raum- meter Buchen Knüppel 2 Kl., 137 Raummeter Buchen Reierknüppel, 73 Naummeter Birken Seit- bolz, 89 Raummeter Birken Knüppel 2 Kl., 106 Raummeter Birken Reiserknüppel , 60 Raummeter Reiser 3. Kl. 13) Aus demselben Forste, Ia- gen 91 (Kalenberg): 33 Eichen Bau- und Nutz- holzstämme = 82,58 Festmeter, von' über 47 Cenii- meter mittleren Durhmesser, 73 Raummeter Eichen Scheitholz- 15 Raummeter Eichen Knüppel 2 Kl, 6 Raummeter Buchen Knüppel 2 KI., 1 Raummeter Birken Scheitholz, 6 Raummeter Birken Knüppel.
E R T a E
E T ESCA LRAS SSEIC A Si 14) Aus dem Forste Elversberg, Iaogen 53a. C(Fuchseubruch): 1 Eichen Stamm e Fest- meter, 8 Raummeter Eichen Sweitholz, 44 Raum- meter Buchen Scheitholz, 70 Raummeter Birken Scheithelz, 2 Raummeter Eichzn Kaüppel 2, Kl, 124 Raummeter Weichholz Knüppel 2. Kl. 15) Nus dem Forste Spiesen, Iagen 223. (Erklen- brunnen): 6 starke Buchen Stämme = 5,97 Fest- meter, 16 Raummeter Eichen Scheitholz, 9 Raum- meter Eichen Knüppel, 14 Raummeter Eichen Reiser- Fnüppel, 1145 Raummeter Buchen Scheitholz, 277 Raummeter Buchen Knüppel, 545 Raummeter Buchen Reiserknüppel, 60 Raummeter Buchen Reiser 3. Kl, 25 Raummeter Weichholz Scheitholz. Bei der Versteigerung wird mit dem Eichen Stammes und Nußbholz der Anfang gemacht werden. Buchen Scheitholz wird theilweise in großen Lcosen aus- geboten werden. Die Hölzer können jederzeit vor dem Termine in Augenschein genommen werden, und find die betheiligten Sörster zu deren Vor- öelgung angewiesen. Dex unterzeihnete Oberförster giebt auf Verlangen nähere Auékunft. Die Steig- gelder können im Termine bezah!t werden. Neunkirchen, den 28. Februar 1875. Der Königliche Otcrförster. von Blum.
[1438] Bekanntmachung.
Königliche Ostbahn.
Zür die Gasansftalt der Königlihen Ostbahn zu Dirschau soll die Lieferung von 11,0900 Centner O1d-Pelton-Main oder Levers0n-Walsend-Gaësfohlen im Wege der öffentlichen Submiffion vergeben werden.
Die Offerten sind versiegelt, franco und mit der Aufschrift versehen :
e Submission nuf Lieferung von Gaskohlen“ bis zum 16. März ce., Bormittags 11 Vhr, an die unterzeichnete L etriebs-Jnspektion einzusenden.
Die Bedingungen sind auf der Börse zu Danzig zur Einficht ausgelegt, können auch auf portofreie Ne gegen Kopialien von hier aus verabfolgt
erden.
Dirschan, den 25. Februar 1875.
Königliche Eisenbahn-Betriebs-Inspeïtion IV. Wolff. (à./Cto. 19/3.)
__ Verloofung, Amortisation, Zinszahlung u. \. w. von öffentlichen Papieren.
[1440]
Die nach 8. 7 des landesherrlichen Privilegiums vom 12. Oktober 1870, betreffend die Auégabe auf den Inhaber lautender Obligationen der Brau er-
Gilde der Königlichen Nesidenzstadt Hannover,
im Betrage von 150,000 Thlr., in diesem Monate behufs der Amortisation vorzunehmende Ausloosung
wird am / Montag, den 15. d, M. i im Brauer-Gildehauje an der Osterstraße, Nachmit- tags 5 Uhr, stattfinden. Hannover, den 3. März 1875. Das Brauer-Gilde-Borsteher-Kollegium. C. A. Klein. C. Lampe. Wilh. Boetticher. W. Ramm. Georg Mercklin. W. Weber. Gust. Roscher. (à Ct. 193/3.)
Verschiedene Bekanntmachungen. [1437]
Die von den Eheleuten Kaufmann Fri: di ich Ott und deren Tocter Amalie Ott in Kirn am 3. Juni 1868 vor dem früheren Königlichen Notar Gerpott in Kirn auf ihren Sohn respektive Bruder Carl Ott, Kaufmann in Torondvo in Canada, ausge stellte GeneralvollmaHt is in Folge Absterbens der Mitvollmghtgeberin Amalie Ott, sowie freunds schaftliher Uebereinkunft zwischen den Unterzeichneten erloichen, (H. 4559)
Kirn, den 1. Januar 1875.
Friedrich Ott. Carl Ott.
E Zch ersuche hiermit Jedermann, der mir über Leben oder Tod des Feldmessers 4
Theodor Görner
Auskunft geben kann, dieselbe mir im In-
teresse einer Vormundschafts-Angelegenheit in Uns-
frankirten Briefen baldigst zugehen zu laffen. Der-
selbe ist in Görliß am 26. August 1836 geboren
und war nach den leßten zugekommenen Nachrichten
in Breslau vor 2—3 Jahren beschäftigt. Roseaberg O/Sch., im März 1875.
[1439] + Potrz, Gasthofsbesizer.
_ Deutscher Reichs-Anzeiger
und
öniglich Preußischer Staats-Anzeiger.
Das Abonuement beträgt 4 A 50 für das Vierteljahr.
Insertiouspreis für den Raum eiuer Drakzeile 30
K
f Alle Post-Anstalten des Iu- und Auslandes nehmen |
| s R z | Bestellung an; für Berlin oußer den Post-Auftalten |
Deutsches Nei.
E Majestät der Kaiser und König haven Allergnädigft g :
__ Dey bisherigen Ober-Berg- und Baurath Kind beim Kö- ee d preußischen Ministerium für Handel, Gewerbe und öffent- lihe Arbeiten zum Kaiserlichen Geheimen Regierungs-Rath und vortragenden Rath im General-Poftamte zu ernennen.
Se. Majestät der Kaiser und König haben im Namen des Deutschen Reiches den Vize-Konsul Eduard Peschau in Wilmington (Nord Carolina) zum Konsul des Deutschen Reiches zu ernennen geruht.
Verordnung, betreffend das Verbot der Ausfuhr von Pferden.
1 Vom 4. März 1875.
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen 2c.,
verordnen im Namen des Deutschen Reichs ,
Zustimmung der Bundesregierungen, was folgt:
F. 1. Die Ausfuhr von Pferden i über sämmtliche Grenzen gegen das Ausland bis auf Weiteres verboten.
S. 2. Das Reichskanzler-Amt ist ermächtigt , Ausnahmen von diesem Verbote zu gestatten und etwa erforderliche Kontrole- maßregeln zu treffen.
8. 3, Gegenwärtige Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündung in Kraft.
Urkundlih unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift und beigedrucktem Kaiserlihen Infiegel.
Gegeben Berlin, den 4. März 1875.
(E: S) Wilhelm. Fürst v. Bismarck.
Verordnung, betreffend das Verbot der Einfuhr von Kàär- toffeln aus Amerika, sowie“ von Abfällen und Verpackungs- matgxial folher Kartoffeln.
Vom 26. Februar 1875, - Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen 2c., verordnen im Namen des Deutschen Reichs, nach erfolgter Zu- stimmung des Bundesraths, was folgt: : : S. 1. Die Einfuhr von Kartoffeln aus Amerika, sowie von Schalen und anderen Abfällen folher Kartoffeln, ferner von Säcken oder sonstigen Gegenständen, welche zur Verpackung oder Verwahrung derartiger Kartoffeln oder Kartoffelabfälle ge- dient haben, ist bis auf Weiteres verboten. Auf Kartoffeln, welche als Schiffsproviant eingehen und von dem Schiffe nicht entfernt werden, findet das Verbot keine Anwendung. i 8. 2. Gegenwärtige Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündung in Kraft. : : Urkundlich unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift und beigedrucktem Kaiserlichen Insiegel, Gegeben Berlin, den 26. Februar 1875. T B) Wilhelm. Fürst von Bis3marck.
nach erfolgter
Dem Geheimem Regierungs-Rath Kind in Berlin wird zum 1. April die Stelle eines bautehnischen Mitgliedes beim General-Postamte übertragen.
Das 11. Stück des Reihs-Geseßblatts, welhes heute aus- gegeben wird, ält unter
Nr. 1061 die Verordnung, betreffend das Verbot der Einfuhr von Kartoffeln aus Amerika, sowie von Abfällen und Ver- packungsmaterial solcher Kartoffeln. Vom 26. Februar 1875; unter
Nr. 1062 die Konvention über die Regulirung von“ Hinter- lassenschaften zwischen dem Deutschen Reih und Rußland. Vom
12. November : ZL, Oktober 1874; und unter
Nr. 1063 den Konsular-Verirag zwishen dem Deutschen
L 8. Dezember Reich und Rußland, Vom SÉ Noveurer 1874.
Berlin, den 5. März 1875. Kaiserlihés Posi-Zeitungs- Amt.
Königreich Preufßen.
Se. Maiestät der König haben Allergnädigft geruht : Dem Domänen - Rentmeister und Forstkassen - Rendanten Knapp zu Iaseniß im Regierungsbezirk Stettin den Charakter als Rehnungs-Rath zu verleihen.
Finanz - Minifterium.
Dea tai na
In Gemäßheit des §8. 8 des Geseßes vom 23. Dezember 1867, betreffend die Abhülfe des in den Regierungsbezirken Königsberg und Gumbinnen herrshenden Nothstandes (G.-S. S. 1929) wird hierdurch bekannt gemacht, daß von den im H. 1 dieses Gesezes bezeihneten Darlehnskassensheinen am 28.
Berlin, Freitag,
Februar d. I. fich noch ein Betrag
den
von 135,390 Thlr. oder 406,170 im Umlauf befunden hat. Berlin, den 2, März 1875. Der Finanz-Minister. Im Auftrage: Meinece,
Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten. Bekanntmachung.
Die Kandidaten der Baukunft, welhe in der ersten dies- jährigen Prüfungsperiode die Prüfung als Bauführer abzulegen eabsihtigen, werden hierdurch aufgefordert, bis zum 27. d. M. fih s\criftlih bei der unterzeihneten Behörde zu melden und dabei die vorgefchriebenen Nachweise und Zeichnungen einzu- reichen. Wegen der Zulassung zur Prüfung wird denselben demnächst das Weitere eröffnet werden. j
Meldungen nach dem angegebenen Termine müssen un- berüdsihtigt bleiben.
Berlin, den 1. März 1875.
Königliche technische Bau-Deputation.
Justiz-Ministerium. Der Gerichts-Affessor P eterson aus Breslau, z. Z. in Tarnowiß, if zum Adookaten im Bezirk des Königlichen Apel- lationsgerihtshofes zu Cöln ernannt worden.
23. Plenarsißung des Hauses der Abgeordne Freitag, den 5. März 1875, Abends 7 Uhr. Tagesordnung: 1) Dritte Berathung des Entwurfs eines Gesetzes, betref- fend die Abtretung der Preußischen Bank an das Reih und die
ten.
Errichtung „von Zweiganstalten z derselben“ in „außerpreußischen
Theilen des Reiches. 2) Förtsezung der zweiten Berathung des Staatshaushaltsetats für 1875, und zwar: Verwaltung für Handel, Gewerbe und Bauwesen - Einmalige und außerordent- lihe Ausgaben Titel 76. Herrenhaus: Dauernde Ausgaben Kap. 42. Haus der Abgeordneten: Dauernde Ausgaben Kap. 43. Eisenbahnverwaltung: Einnahme Kap. 15 bis 27. Dauernde Ausgaben Kap. 22 bis 33. Einmalige und außerordentliche Ausgaben Kap. 11.
Summarische Uebersiht über die Zahl der Studi- renden auf der Königlichen Rheinischen Friedrih- Wil- helms-Universität zu Bonn im Winter-Semester 1874/75.
Im Sommer-Semester 1874 find immatrikulirt gewesen laut Nachweisung vom 27. Mai cr. 827, nah Aufstellung dieser Nach- weisung wurden noch immatrikulirt 10, in Summa 837, davon sind
-abgegangen 445, es sind demnach geblieben 392, dazu sind in diesem
Semester gekommen 332, die Gesammtzahl der immatrikulirten Stu- direnden beträgt daher 724. Die evangelish-theologische Fakultät zählt Preußen 48, Nichtpreußen 8, in Summa 56; die katholish-theologise Zakultät zählt Preußen 95, Nichtpreußen 9, in Summa 104; die juriftishe Fakultät zählt Preußen 177, Nichtpreußen 24, in Summa 201 ; die medizinische Fakultät zählt Preußen 110, Nichtpreußen 9, in Summa 119; die philosophische Fakultät zählt a. Preußen mit dem Zeugniß der Reife 155, b, Preußen mit dem Zeugniß der Nicht- 1eife nah §. 35 des Prüfungs-Reglements vom 4. Juni 1834 —, c. Preußen ‘ohne Zeugniß der Reife nah §8. 36 dess. Reglements 34, in Summa Preußen 189, 4. Nichtpreußen 55, in Summa 244; im Ganzen 724. Unter den Immalrikulirten der philofophishen Fa- kultät befinden sich 18 Preußen und 7 Nichtpreußen, zusammen 25, welche der landwirthschaftlihen Afademie zu Poppelsdorf angehören. Außer diesen immatrikulirten Studirenden besuchen die hiesige Univer- sität als nur zum Hören der Vorlesungen berechtigt, mit spezieller Genehmigung des z. Rektors 32, es nehmen mithin “ an den Vor- lesungen überhaupt Theil 756,
- D S Lis B E S P EEE E "E T A E E L R E R war L R Ee
Nichtamlliches. Deutsches Nei.
Preußen. Berlin, 5. März. Se. Kaiserlihe und Königliche Hoheit der Kronprinz empfing gestern um 111/4 Uhr Vormittags den Prinzen Friedrih Wilheïm Hohen- lohe-Ingelfingen und den Korvetten-Kapitän Ragzeburg.
Von 7 Uhr ab wohnte Se. Kaiserliche Hoheit der Vor- stellung im Opernhause bei. Abends 91/, Uhr begaben Sich die Höchsten Herrschaften zur Soirée bei Ihren Majestäten.
— In der heutigen (4.) Sizung des Herrenhauses, welcher der Vize-Präfident des Staats-Ministeriums, _Staats- und Finanz-Minister Camphausen ,, die Staats - Minister Dr. Leonhardt und Dr. Achenbah, sowie mehrere Regierungs- Kommissarien beiwohnten und welche der Präsident, Erste Vigze- Präfident v. Bernuth um 111/, Uhr eröffnete, wurde zunächst
mitgetheilt, daß als Vertreter der hiesigen Friedrih-Wilhelms-
Univexrfität der Professor Seh. Justiz-Rath Dr. Beseler in das Haus eingetreten sei. Ferner waren neu in das Haus ein- getreten die HH. Graf von Schlieffen und Graf zu Dohna- Lauck. Sämmtliche drei Herren wurden von dem Präsidenten im Namen des Hauses begrüßt. Eine größere Anzahl von
L auh die Expedition: 8W. Wilhelmstr. Nr. 32.
5. März, Abends.
Vorlagen u. \. w., größtentheils {hon von dem Abgeordneten- hause berathen, war eingegangen und wurde den betreffenden Kommissionen überwiesen.
Dann trat das Haus in die Tagesordnung, deren erster Gegenstand der Bericht der Justizkommission über den Geseÿ- entwurf, betreffend den Rechtszustand in den nah dem Vertrage über die Theilung des Kommuniongebietes am Unter- harze mit Preuß en vereinigten Gebieten war. Der Referent der Kommission, General - Staatsanwalt Wever, bean- tragte, dem Gesegentwurfe in folgender Fassung zuzustimmen:
„Einziger Paragraph. Die in der Stadt Goslar geltenden Ge- seße, Verordnungen und Verwaltungsvorschriften treten in den Gebis- ten, welhe nach den Artikeln 1 und 2 des Vertrages über die Thei- lung des Kommuniongebiets am Unterharze vom 9. März 1874 (Ge- seß-Sammlung S. 295) dem Königreich Preußen einverleibt find, am a 1875 in Kraft, insoweit sie nicht \chon bisher dort gegolten aben.“
Nachdem si der Justiz-Minister Dr. Leonhardt mit der von der Kommisfion beschlossenen Aenderung Namens der Staats- regierung einverstanden erklärt hatte, wurde der Antrag ange- nommen.
Den zweiten Gegenstand der Tagesordnung bildete der Be- riht der Justizkomm \sion über den Gesetzentwurf, betreffend die Gebühren der Anwalte und Advokaten. Der Referent
r. Henrici beantragte Namens der Kommission das Alin. 1 des . 1 nach der Fassung der Regierungsvorlage, die folgenden Alinea aber in nahstehender Fassung anzunehmen:
Alinea 2. Die bci der Berechnung der Gebühren in Reichs- mat krechnung sich ergebenden Pfennigbeträge, welche nicht durch zehn theilbar sind, werden auf dzn nächsten durch zehn theilbaren Betrag
erhöht. ü
Alinea 3. Au,” Schreibgebühren, Tagegelder und Reisekosten und auf Gebühren ‘für 2c. (im Uebrigen unverändert).
Ferner 1beantxagie die Kommisfion zu §. 2 das Alinea 1 unverändert, im Alinea 2 die Worte „des Gesezes“ in die Worte „der Verordnung® abzuänderh, \odann folgenden G. 2a. dem Gefeze zuzufügen :
„S. 2a. Den Anwalten und Advokaten ist gestattet, über den Betrag der ihnen zu vergütenden Reisekosten ein anderes Ueberein- kommen zu treffen, Die Vereinbarung höherer Vergütung kann je- doch niemals wider den: Prozeßgegner, auch niht zum Nachtheil Bei- tragender, welche an dem Abkommen nicht theilgenommen haben, geltend gemacht werden. Dagegen hat die erfaßpflichtige Partci nur die verabredete Vergütung zu erstatten, wenn deren Betrag geringer ist als der geseßliche.“
Den §. 3 empfahl die Kommission in der Fassung der Regierungsvorlage anzunehmen und dem §. 4 folgenden Wort- laut zu geben:
„Dieses Geseß findet auf bereits anhängige Prozesse erst nach Beendigung der Instanz Anwendung. Die 88. 2 und 2a. find auf alle nah dem Junkrafttreten des Geseßes vorgenommenen Geschäfte anzuwenden. “
In der Diskussion erklärte sich der Regierungs-Kommissar Geheimer Justiz-Rath Kurlbaum 11. gegen die Annahme des vorgeschlagenen S 2a. Bei der Abstimmung wurde dieser Para- graph von dem Hause abgelehnt, im Uebrigen aber die Vor- {läge der Kommission angenommen.
Als dritter Gegenstand der Tagesordnung folgte der Be- riht der Justiz-Kommission über den Gesezentwurf, betreffend die Gebühren der Advokaten, Notarien, Sfkribenten und Wechselnotarien im Bezirk des Appellationsgerichts zu Franffurt a. M. Die Kommission empfahl, in dem Gesetz- entwurf dem § 1 folgende Fassung zu geben:
8. 1. Die durch das Geseß vom 3. August 1852 bestimmten Gebühren der Advokaten werden in der Weise geändert, daß bei den Gebührensäßen zwei Mark Reichsmünze an die Stelle eines Guldens füddeutsher Währung treten; ;
den §. 2 das Alinea 1 in der ¡unveränderten Fassung der Regierungsvorlage anzunehmen, dem Alinea 2 folgende Fassung zu geben: Die bei der Berechnung der Gebühren in Reichsmarkrehnung fih ergebeuden Pfennigbeträge, welche niht durch fünf theilbar find, werden auf den nächsten dur fünf theilbaren Betrag erhöht;
den §8. 3 aber wieder in der Fassung der Regierungsvorlage an- zunehmen. / j i
Nach kurzer Diskussion wurden die Vorschläge der Kom- misfion angenommen. .
Der vierte Gegenstand der Tagesordnung war der münd- lihe Beritt der Kommission für Handel und Gewerbe über den Gesetzentwurf, betreffend die Leinwandleggen. Der Referent Hr. Sulzer empfahl, dem Gesezen:wurf in der aus den Be- \chlüfsen des Abgeordnetenhauses hervorgegangenen Fassung zu- zustimmen. An der Diskussion betheiligten sih die HH. von Kleist-Rezow und Hasselbach; auch der Minister für Handel 2c. Dr. Achenbach fand fi veranlaßt, in die Diskussion einzugrei- fen, Dann wurde der Antrag der Kommission vom Hause angenommen. e
Fünfter Gegenstand der Tagesordnung war die einmalige S{hlußberathung in Betreff der Uebersicht über die Verwaltung der fiskalishen Bergwerke, Hütten und Salinen im preußi- schen Staate im Jahre 1873. Nach dem Antrage des Referenten Dr, TZellfampf \prach bei Schluß des Blattes das Haus der Königlichen Staatsregierung für die günstigen Resultate der Bergverwaltung volle Anerkennung aus.
— Im ferneren Verlaufe der gestrigen Sißung des Hauses der Abgeordneten wurde zunächst die Debatte über Titel 77 des Extraordinariums des Etats für Handel, Gewerbe