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vorgeschriebenen , außer der noch zutretenden Sprache der Pro- vinz. Besonders wird auf eine den Verstand bildende, Herz und Gemüth erwärmende und erhebende Ertheilung des Religions- Unterrichts hingewirkt. — Der Gesang- Unterricht und in den evangelischen Schulen die Vorbereitung zur Bildung von Sän- gerchören machten erfreuliche Fortschritte. Auch ein zweckmäßiger Peiireaeidnterticht ist jest fast in allen städtischen Schulen ein- geführt. Die Obstbaumzucht wird von allen in den Seminarien der Provinz gebildeten Lehrern und auch von den meisten anderen gelehrt und da, wo es der Boden erlaubt, mit Fleiß und Erfolg betrieben. Eine fördernde Theilnahme am Schulwesen bewiesen vor- züglich die Dekane Franke inSchwerin, Ritter in Czacz, Zienkiewicz in Broy und der Superintendent Gerlach in Fraustadt, ferner die evangelischen Geistlichen Stumpf in Birnbaum, Röder in Neustadt b. P., Elsner in Bomst und vorzüglich der Ober-Pre- diger Altmann in Rawicz, endlich die katholischen Geistlichen Stroinski in Ostrzerzow, Eichler in Klein Kreutsch und Mann in Gotanice. — Aus dem zu Gratificationen für verdiente und bedürftige Geistlihe und Schullehrer für 1830 von der hohen Behörde bewilligten Fonds von 500 Rthlrn., haben nicht nur mehrere Geistliche und Lehrer, welche im vorherigen Jahre an dem methodologischen Kursus in Schwerin Theil genommen, Gratificationen erhalten, sondern es sind auch 65 Lehrer, welche mit vorzüglichem Eifer und Erfolg Sonntags-Schulen gehalten, Gesang-Unterricht ertheilt und sich um die Verbreitung der Obst- baumzucht Mühe gegeben haben, daraus bedacht worden. Zur Einrichtung einer Schullehrer - Wittwen - und Waisen -Unter- stúzungs-Anstalt im hiesigen Regierungs-Bezirke sind die nôthi- gen Einleitungen getroffen, nahdem Se. Majestät der König zu deren Dotation die Summe von 1200 Rthlrn. Allergnädigst zu bewilligen geruht haben. — Die Anstalten und Vereine zur Un- terstüßung und Erziehung armer und verwahrloster Kinder beste- hen nicht nur fort, sondern es sind auch einige neue entstanden. — Jn der Anstalt für verwahrloste Knaben in Posen werden jeßt 20 Knaben erzogen und mit Kleidungsstücken versehen. Die Anstalt für verwahr- loste Mädchen in Posen hat ihre Zöglinge im Jahre 1830 um 10 vermehrt. Es befinden sich in derselben jet 24 Mädchen, welche Kleidung und Unterricht erhalten und ihrer künftigen Bestimmung gemäß erzogen werden. Von der Anstalt zu Birn- haum werden 5 Kinder unterhalten. Die Armenschule in Frau- stadt hat im verflossenen Jahre 70 Kindern Unterricht und theil- weise Bekleidung gewährt. Die Armenschule zu Rawicz hat unter Zutritt des städtischen und mit einer Beihülfe aus einem Fonds des Provinzial-Schul-Kollegiums eine zweite Klasse und noch einen Lehrer erhalten. Jn ihr empfangen 204 Kinder einen vorzüglich guten Unterricht; auch sind 8 Knaben derselben vollständig bekleidet worden. — Neu entstanden sind im Jahre 1830: eine Waisen-Anstalt zu Wollshein, die mit dem evangeli- hen Hospital verbunden und in welche 1 Mädchen aufgenom- men ist; ferner eine Anstalt für verwaiste und verwahrloste Knaben in Rawicz mit 6 Zöglingen; auch ist in Schmiegel bei Gelegenheit der Einweihung der neuen evangelischen Kirche für beide Konfessionen eine Waisen - Anstalt begründet worden, in welche 2 Mädchen aufgenommen sind. Ein Verein in dem Bomster, Meserißber und Birnbaumer Kreise hat 9 Knaben auf- genommen, Jn allen diesen Anstalten, welche seit 5 Jahren entstanden sind, erhalten 67 Kinder Alles, was sie geistig und leiblich bedürfen, und 274 Kinder empfangen Unterricht und theilweise Nahrung und Bekleidung, zusammen aber sind durch sie 341 Kinder einem wahrscheinlichen Verderben entzogen.
Litera rische Nachrichten.
Eclaircissemens historiques sur mes négocia- tions relatives- aux affaires de Portugal. (Biere Aufklärungen über meine Unterhandlungen in
Zezug auf Portugal) von dem Marquis von Rezen de, vormaligen Brasülianischen Gesandten in Wien, Paris und St. Petersburg. — Paris 1832.
Die Portugiesischen Angelegenheiten haben seit mehreren Jahren so vielfach Stoff zu Broschüren, Flugschriften und Zei- tungs - Artikeln hergegeben, der Gegenstand ist nah allen Rich- tungen hin und von allen Parteien — wenn auch größtentheils einseitig und leidenschaftlich — so ausführlich besprochen und er- ôrtert worden, daß man kaum hoffen durfte, es werde demselben noch ein neues bedeutendes Jnteresse abgewonnen werden können. Jeder Einzelne glaubt sich durch das, was er gelesen, erfahren, beobachtet hat, hinlänglich in den Stand gesetzt, ein Urtheil fällen zu fönnen über den Stand, den jeßt zwei Glieder des erlauchten * Hauses von Braganza, zwei Brüder, durch die Gewalt der Waffen zur Entscheidung bringen wollen. — Der Verfasser verspricht Auf- klärungen, und sein Werk lds dieses Versprechen auf eine in vieler Hinsicht überraschende Weise. Er verseßt uns mitten in die diplo- matischen Verhandlungen, die er in dem Zeitraum vom April 1828 bis zum April 1829 als Gesandter Dom Pedro's an den Höfen von Wien und London geleitet hat, und giebt die interes- santesten Aufschlüsse über Personen und Begebenheiten. Zur thätigsten Entfaltung seiner geschäftlichen Stellung gab dem Herrn von Rezende die Anwesenheit Dom Miguel's in Wien zur Zeit des Todes Johanns VI., und die aus leßterem hervor- gegangene Verwickelung der Portugiesischen Verhältnisse Anlaß. Er schildert faßlich und klar den Gang der damaligen Un- terhandlungen, und bringt als historische Aktenstücke die aus- fährlichen Unterredungen bei, die zwischen dem Fürsten Met- rernih und ihm bei jener Gelegenheit stattgefunden ha- ben. Der Herr von Rezende benußt diese Veranlassung, auf das Bestimmteste zu erklären, daß er an den ungerechten und- beleidigenden Artikeln, welche -in einigen Europäischen und Brasilianischen Journalen in Bezug auf die Handlungsweise des Fürsten Metternich die Angelegenheiten ‘Portugal's betreffend, er- schienen wären, auch nicht den entferntesten Antheil gehabt habe, und drút vielmehr die hohe Achtung aus, welche ihm der edle Charak- ter jenes Staatsmannes -stets eingeflößt habe. — Der Marquis von Rezende ist ein erklärter Anhänger Dom Pedro's, und verthei- digt die Ansprüche seines Souverains mit P ne duns und Ei- fer; aber nicht mit jener heftigen Leidenschaftlichkeit, die eine gute Sache nicht besser, eine schlechte nur shlimmer macht; und die dazu gedient hat, fast alle bisher erschienenen Schriften über die Portugiesischen Angelegenheitén mehr oder minder werthlos für den Geschichtsforscher zu machen. Herr von Rezende verliert
seinen Gegenstand nie aus den Augen, und scheint seine Ansich-
ten für kräftig und überzeugend genug zu halten, um auf ‘Perso- nalitäten und Schmähungen Verzicht leisten zu können, und giebt dadurch seiner Schrift, außer ihrer geschichtlichen Bedeutung, noch einen besonderen Reiz, —den Reiz der Sitte und des ri Gade D)
—) Auszuge aus obkger Schrift werden wir in dem Magazin für ausländische Literatur mittheilen:
RGEN A E M E T vit M I 1 S E R T D jl dl, E Wers Ä L dRE a ac 1 B97 O S T0: 4E e E S E E ete ia E E L eis L E E T R E C evo e E
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Neueste Beiträge des General Jomini zur höheren Kriegskunst. (Schluß der vorgestern fortgeseßten Mittheilung aus den Jahr- büchern für wissenschaftliche Kritik. ) „Wenden wir uns jeßt zu dem anderen oder vielinehr ersten Haupt- Abschnitte des Werkes. Ju dem, „Definition der Kriegskunsi//
Úberschriebenen einleitenden Vorworte zum ersten Kapitel spricht sich der Verfasser folgendergestalt aus: „Bien que la polilique de la guerre tienne plus particulièvement i C
ias ce!le du guerrier, depuis qu’on a imaginé d
à la science de lhomine d’élat e ‘séparer la -toge de l’épée, on ne peut disconvenmr toutetois, que, sì-elle cst inutile à un général R A elle est indispensable à lout ¿¿néral com- mandant en chel une arme: elle entre dans toutes les coimnbinai- s0ns qui peuvent déterminer une guerre, et dans celles des opéra- tions qu’on pourrait entreprendre: deslors elle appartient nécessaire- ment à la science que nous traitons,” Diese Ansicht ist sowohl în dem der Deutschen Uebersehung hinzugefügten Anhange, als in cei- ner Recension der Oesterreichisch - militatrischen Zeitschrift, getadelt worden. Wir müsseu idem Verf. beipflichten und sind der Mei- nung, daß er Dank verdiene, dies dfentiich und unumwunden gus- gesprochen zu haben. Mit der Frage, ob man die Kriegspolitif als einen Theil der Kriegskunst oder als cinen Theil der allgemeinen Politik betrachten müsse, verhält es sich gerade wie mit der ähn - lichen, ob die mathematishe Geographie tns Gebiet der Mathema- tik oder der Erdbeschreibung gehdre? Als gemischte Disciplin gehört sie" beiden an. Ob die Kriegserklärung nach dem Votum des Kriegs - Ministers oder des Ministers der auswärtigen Angele- genheiten erfolgt, ob sie abhängig gemacht wird vom Nathe und der Function des Wesirs oder des Jmams, is am Ende von unter- geordneter Wichtigkeit, sofern nur Überhaupt bei der Beschlußnahme die militairischen und die diplomatischen Rücksichten mit gleichem Ernste, die Kricges- wie die Friedens -FJnteressen mít gleicher Um- | sicht und Liebe erwogen worden find. ] (
allen Umständen gewiß, daß die Personen, welche Über diese Frage | sollen entscheiden und Rath ertheilen kdnnen, Bescheid wisscn müs | sen in der einen wie in der anderen Beziehung. Wo es an dieser gemeinsamen Einsicht gebricht, ist das Gesammtwohl des Staates | gefährdet, und es werden Fehlgriffe der einen oder der- anderen Art kaum unterbleiben. Nach dem Grade der Kultur, zu welchem sich in unserer Zeit das bürgerliche Gemeinwesen erhoven hat, sind die sogenannten reinmilitairischen Kriege nicht mehr an der, Tagesord- nung. Die heutigen Kriege haben ohne Ausnahme einen mehr oder minder politischen Charakter, der nicht bloß auf die Periode vor der Kriegserflärung und auf den Fricdens- Abschluß, sondern auf die ganze Dauer der Fehde cinen entschiedenen R äußert und die einzelnen Operations- Entwürfe und Maßregeln der Kriegfüh- rung im Großen in demselben Maße modifizirt, wie anderentheils wiederum der Zustand der Militair- Organisation, das Verhältniß der gegenseitigen Streitkräfte, die Natur des Kriegsschauplaßes und die Resultate der Kricgsthätigkeit rückwirkend die politischen und diplomatischen Relationen und Entschließungen auf eine hôchst man- nigfaltige Weise zu bedingen und umzugestalten geeignet sind. / „Wo es sich um so verwickelte und wichtige Angelegenheiten handelt , die ein Wissen, Kennen und Durchdachthaben fast aller Richtungen des Staatsölebens und geselligen Verkehrs vorausseßzen, ist es naturlich mit ciner bloß geistreichen Radotage eben so wenig abgethan, als mit scheinbar tiefsinnigen, pedantisch unverständlichen Deductionen. Das Bemühen , sublime Materien, — Gegenstände, die in der Praxis nur durch geniale, vielfach erfahrene und amtlich hoch gestellte Personen mit Glück gehandhabt werden können, auf eine populaire Weise vorzutragen (à portée de tous les lecteurs ), ist eine eben so oft versuchte, als selten gelungene Unternehmung. Ste erscheint vollends unausführbar, wenn damit nicht bloß eine oberflächliche Ansicht von dem Umfange, Zweck und Nußen einer solchen Disciplin gegeben werden soll, wie ste vielleicht cinem jeden gebildeten Manne zu wissen angenehm und wohl anständig wäre/ sondern der Kern der Wissenschaft — wüÜürdtg und fruchtbringend, zum Nuß und Frommen, Rath und Befähigung der mit Ausübung und Leitung beauftragten Personen — in formaler und materieller Bollendung durch eine geringe Anzahl kurzer Säße (dans un cadre resserré ) soll ausgesprochen werden. Doppelt thöricht aber würde von unserer Seite das Bestreben erscheinen, hier in wenigen Zeilen berichtigen zu wollen, was dort auf mehreren Bogen verfehlt oder verabsäumt worden seyn mag. Wir müssen uns damit begnügen, im Allgemeinen den Eindruck zu schildern, den die Darstellung des Verfassers in uns hinterlassen hat. :
Nicht zu leugnen is es, daß die Vorgänger auf der vom Verf. betretenen Bahn wenig Nennenswerthes zu Tage gefördert haben ; indessen auch seine eigenen Leistungen sind, zwischen veralteten JFdeen und noch nicht zur Reife gediehener Ansicht schwankend / auf einer ziemlich untergeordneten Stufe stehen geblieben. Die Natur des Gegenstandes bringt es mit sich, daß schon alles Mittelmäßige, was darüber ausgesagt werden mag, als werthlos erscheint. Einzelnes allerdings is geradehin nicht verwerflih, aber das Ganze zeigt sich in der Hauptsache ohne Schärfe, ohne Tiefe, ohne Klarheit und originellen Reiz, daher es denn häufig mehr verwirrend, als belch- rend, mehr langweilend, als anregend oder befriedigend wirkt.
Beim fllichtigen Ueberblick ergiebt sich , daß die Unter - Abthei- lung des ersten Abschnittes von den verschiedenen Kriegsarten, we- der aus ciner genialen Ansasung entsprungen, noch aus logischer Analyse und vollständigem Eindringen in das Sachverhältniß her- vorgegangen, sondern aus oberflächlicher Beachtung historisch vor- liegender Erfahrung entnommen 1st. Man führt freilich Krieg um ideeller oder um materieller Fnteressen willen, irgend eines Nußens, Rechtes, irgend welcher Jdee oder Verpflichtung wegen ; die Kriege sind in Hinsicht auf ihre Praktikabilität, auf die Wahrscheinkichkeit des Erfolges und die Angemessenheit zu den vorhandenen Mitteln zeitgemäß, vernunftgemäß, populair oder verhängnißvoll u. s... Hier käme es indessen weniger darauf an- zu erfahren, mit wie vie- lerlei Namen die in Folge dieses oder jenen Eintheilungsgrundes sich ergebenden Kriegsarten sprachrichtig getauft werden mögen, als auf ein bestimmtes Erkennen , welche der politischen und sonstigen Eigenthümlichkeiten und Beziehungen von vorwaltendem Einflusse sind; auf den Erfolg des Krieges und auf die Art und Weise, wte er dem vorliegenden Staatszwecke gemäß zu führen ist, Wie wentg jedoch in diesem Betracht die vorgetragene Lehre dem praktischen Bedürf- nisse entspricht, wird man fich leiht Überzeugen, wenn man es ver- suchen will, daraus für die Beurtheilung irgend eines intrikaten Ver- hâltnisses der Tagesgeschichte, für die Lösung irgend einer aus dem Leben gegriffenen, nur halbwege verwickelten Aufgabe Rath _ oder Belehrung zu \{dpfen. — Von allen Kriegen, welche ein Staat unternehmen fann, erscheint dem Verf. der Jnterventions- Krieg als der zuträglichste und entschieden vortheilhafteste; Uber den Rechtspunkt mag er mit den Publizisien nicht fireiten, sondern er behauptet nur, daß die Sache sich oft. zugetragen hat. Ein Jahr | später wäre diese politische Kezeret wahrscheinlich weggeblîieven! Von den Natitonal-Kriegen dagegen wird angemerkt: „Das Schauspiel der freiwilligen Erhebung sicht man selten, und wenn auch etwas Großes und Edles sich darin zeigt, welches Bewunde- rung erzwingt , so sind die Folgen davon doch so schrecklich, daß man für das Wohl der Menschheit wünschen muß, es nie zu se- hen. / Es mag wohl seyn, daß die alten Condottieri eben so phi- losophirt haben! A e
Ín dem zweiten Abschnitt über die militairische Politik oder die Philosophie des Krieges, is die Konsequenz der in die Tiefe des Lebens eingreifenden Weltweisheit zwar auch nicht in überschwenglichem Maße zu spúren , doch enthält derselbe manche beherzigenswerthe Andeutungen, #0 wie überhaupt der Verf. durch- gehends in dem Maße sih_ der Musterhaftigkeit nähert, als er von allgemeinen theoretischen Dogmen in das Gebiet der speziellen Er- fahrung und konkreten Belehrung Übergeht. — Die in vornehm-
So viel aber bleibt unter | ;
spôttelnder. Weise gehaltenen Antikritiken des Supplements schcinen weniger eine gründliche Widerlegung zum Zwecke zu hahen, als
den Vorsaß zur öffentlichen Kenntniß bringen zu sollen, daß Verf. nicht gesonnen sey, den gegen ihn ausgesprochenen T ciner Beachtung zu würdigen. Es kann daher hinsichtlich ip auch hier fliglich mit dieser Hindeutung sein Bewenden hjy Rr. 3. Die Deutsche Ueberseßung des Tableau analytique ist y Ausnahme einiger wenigen einzelnen Nachlässigkeiten in der Wi übertragung, worauf es bei einer Production, wie die vorliegen eben nicht ankommt, als befriedigend zu betrachten. Die hint, angefügten Anmerkungen und Zusäße sind niht von dersel, Hand; mehrere darin enthaltene e Bemerkungen werden h Leser, der nicht {hon selbst ein hinl nglich gereiftes Urtheil besi wenigstens zur Veranlassung dienen, nicht ohne vorangegangey Nachdenken fh durch das bloße verführerische Anschen einer n haften Autorität bestehen und zum blinden Glauben und Anshj nen verleiten zu lassen.//
Meteorologische Beobachtung.
1832 | Morgens | Nachmitt. | Abends Nach einmali» 39. Mârz. | 6 Uhr. | 2 Uhr. | 10 Uhr. Beobachtu U A E P E S E “B RAE Luftdruck . |336/6’Par. [336,5 Par. 836,0 Par. Luftwärme . [4-0/1 ° R. |4-9,7° R. [4-3/6 ® R. Thaupunkt . |— 2,1 ° R. |— 2,4° R. [— 1,8° R. Dunsisättgg.| 79 pCt. 37 pCt. | 65 pCt. Bete Wind : D. D Wolkenzug .
Quellwärme. 6,0 Flußwärme 4,0 9 9 Bodenwärme 3,4 9 y Ausdünstung 96[, Nièderschlag 0.
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Rer R050
; Den 31. März 1832. Amit]. Fonds- und Geld-Cours- Zettel. (Preufss. Cou | Zf. Brief] 6d
70 1057 103!
|Zf.|Brief.\Geld.]
4 | 931 — 11015 1092 [1013 871 | 87f 925 | — 922 | — 95 _— 94 | 932 1 — |94 Holl. vollw. Duk. 181 35 Neue dito. 197 é Friedrichsd’or .… |— | 133 Disconto B
Ostpr. Pfandbrf. Pomm. Pfandbrf. Kur- u. Neum. do. 1052 8 Sechlesische do. 105E A Rkst.C. d. K.-u.N. — |- Z. Sch. d. K.- u. N. 561 A
TORD, C A I N Fr I C
St.- Schuld - Sch. Pr. Engl. Anl. 18 Pr. Engl. Anl. 22 Pr. Engl. Obl. 30 Kurm. Obl. in. 1.C. Neum. Int.Sch. do. Berl. Stadt - Obl. Königsbsg. do.
Elbinger do.
Danz. do. in Th. Westpr. Pfandbr.
Gro!/shz. Pos. do.
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Preuss Cu Brief | 6e
N C R E Amsterdam dito Hamburg c T dito London
G M 150 F1. Augsburg 150 FI. Breslau 100 Thl. Leipzig
Frankfart a. M. WZ.
Petersburg BN.
VVarschau
2 Mt. — 45 Kurz 1534 | 2 Nt. 1525 | - Mt. T—{|- Mt. 821 |= Mi, 1045 | = Mit. 1044 | - Lt. 99s) - Taze 1031 | Mt. 1032 |4031 Woch. | — / ö
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F I O LL S O LS
Nicht-Amtliche Cours-Notizen. : Berlin, 31. März. (Ende der Bör Oest. 52 Met. 914. 42 do. 803, B.-Actien 793. Russ. Engl. 10 do. Holl. (1831) —. Poln. Pfbr. —. do. Part. 554. Dän. Engl Nied. wirkl. Sch. 421. do. 62 Anl. 931, Neap. Engl. 633. do. Fale.
j Amsterdam, 26. März. Nied. wirkl. Sch. 4011. Kanz-Bill. 164. 63 Anl. 924. 55 neued 775. Oest. 52 Met. 83. Russ. (v. 1834) 904, do. (v. 1831) 83i.
Hamburg, 29. März. Oest. 52 Mel. 863. 42 do. 764. Bank-Actien 1128. Russ, Eu Anl. 947. Russ. Anl. Hamb. Cert. 864. Poln. 1093. Dän. 645.
Königliche Schauspiele.
Sonntag, 1. April. Jm Opernhause: Fra Diavolo, 9 in 3 Abtheilungen; Musik von Auber.
Im Schauspielhause: Der Bettler, Drama in 1 Aft. (M Rott! Walter.) Hierauf: Die Royalisten, Schauspiel in 44 theilungen. (Hr. Rott: Cromwell.)
Montag, 2. April. Im Schauspielhause: Der Freisdh Oper in 3 Abtheilungen; Musik von C. M. v. Weber. ( E Großherzogl. Hoftheater zu Darmstadt : Mat, ® Zastvrolle.) ,
| In Potsdam: Der Doppelgänger, Lustspiel in 4 Abtheil gen. Hierauf: Solotanz.
Dienstag, 3. April. Jm Schauspielhause: Zum i wiederholt: Kaiser Heinrich II. (Erster Theil), oder: F= und sein Sohn, historische Tragödie in 5 Abtheilungen, N E. Raupach.
Königstädtisches Theater. |
Sonntag, 1. April. Der Barbier von Sevilla, fomild Oper in 2 Akten; Musik von Rossini.
Montag, 2. April. Ein Trauerspiel in Berlin, bürger Drama in 3 Akten, von C. v. Holtei.
Neueste Na Gri 16 m
Paris, 25. März. Jn der gestrigen Sikzung det Def tirten-Kammer wurden zuvörderst verschiedene Bittschrf Berichte abgestatret. Herr Dupin d. A. entwickelte sodanl | von ihm herrührende neue Proposition, deren Zweck day n den Handels-Societäts-Verträgen eine größere Publizität her zu geben und zu diesem Behufe das im Fahre 18144 | der Regentschaft der Kaiserin Marie Luise erlassene Dekret 4 eine neue geseßliche Bestimmung zu erseßen. Die Versam, beschloß fast einmüthig, den Äntrag in Erwägung zu Den Rest der Sigung füllten die Berathungen úber fand seß- Entwurf zur Begünstigung des Wall - und Stokfish i
Frankfurt a. M., 28. März. Oesterr. 5pro(. Meta D 871. 4proc. 767. 7612, 21proc. 444. G. 1proc. 194. Dr. 01 Actien 1370. 1368. Part.-Obl. 1223. 1224. Loose Hol 01 176. Br. Holländ. 5proc. Obl. v. 1832 78#- G. ‘Pom.
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Redacteur Foh n. Mitredacteur Cottel. ———————ECI E E E
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Allgemeine
(aats-Zeitung.
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Amtliche Nachrichten.
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Angekommen: Der General-Major und Commandeur der n Division, von Uttenhoven, von Magdeburg.
Der General-Major und Commandeur der 9ten Kavallerie: igade, von Zastrow, von Glogau. _
Abgereist: Der Königl. Schwedische General-Konsul von ndbla d, nach Greifswald. =
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Zeitungs-Nachrichten.
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St. Petersburg, 24. März. Se. Majestät der Kaiser hen unterm 18. Februar einen Vorschlag des Minister -Comi- ; genchmigt, wonach dem Direktor der Russisch-Amerikanischen (min ein Adjunkt beigegeben und derselbe von der General rectib“, unter den Offizieren der Kaiserl. Marine oder unter deren Beamten gewählt, durch die oberen Behörden bestätigt d mit dem Genuß aller dur die Privilegien der Gesellschaft
Ober- Direktor Se Vorrechte dem Staats - Dienst gezählt werden soll. -
Der Russische Vice - Konsul in Danzig, Herr Borakowski, M Sr. Majestät den St. Stanislgus-Orden Zter Klasse alten.
Die Dampfschifffahrt zwischen St. Petersburg und Lübeck den Schissen „Nikolaus T.// und „Alexandra“ hat den Ac- iitairen für das Jahr 1832 einen Gewinn von 1,118,727 Ru- Bank - Assignationen ergeben.
“Am 11lten d. M. fand auf dem hiesigen Rathhause die Vet- ilung der von Sr. Majestät verschiedenen Mitgliedern der ismann- und Bürgerschaft für ihren während der Dauer der joleva-Epidemie zu St. Petersburg bewiesenen Eifer bewillig- Belohnungen ftatt. ] Der General-Gouverneur von Liefland, Esthland und Kur- y Baron von der Pahlen 1Il., ist nach Riga und der Kriegs- \werneur von Kiew, General-Adjutant Lewasches, nach Kiew nhier abgereist. :
P-o le n.
PLarschau, 28. März. Gestern hielt der Administrations- ih unter der Pröôsidentur des Fürst-Statthalters seine erste iung; als Mitglieder dieser Behörde nahmen folgende Be- len daran Theil : der General-Lieutenant Rautenstrauch, Ober- iretor und Präsident der Kommission für das Innere, den lus und den ôffentlichen Unterricht; der General - Lieutenant efi, Ober - Direktor und Präsident der Justiz - Kommission ; | wirkliche Staatsrath Fuhrmann, Ober - Direktor der Finanz- ) Schab-Kommission ; der Staatsrath Zielinski, General-Kon- ur und Präsident der Ober-Rechnungs-Kammer. Zum stell- tletenden Rath und Staats-Secretair ist der außerordentliche basrath Tymowski berufen worden.
Jn allen Kirchen der hiesigen Hauptstadt wurde vorgestern î unterm 26. Februar erlassene - Manifest Sr. Majestät dem (suimelten Volk vorgelesen. Eine ähnliche Kundmachung des- n soll ‘durch das ganze Königreich erfolgen. :
e General Fürst Schachofsskoi, Commandeur des Grena- E ist aus St. “Petersburg hier angelangt. i, M otassiér-Regiment Prinz Albrecht, welches einige Zeit arnison gestanden hat, wird wieder nah Rußland zu- ck marschiren. O Verordnung vom 23sten d. M. hat die provisorische fon Me ehemaligen Rath der Central - Liquidations - Com- C (lexander Szymanowski, zum Präsidenten des Rech- i omitè s, den Staats-Referendar Karl Wierzbolowicz, den E ageuden Rath in der Rechnungs - Kommission, e eric und den ehemaligen Rath in der Central- zin ton, Felix Leszczynski, zu Räthen und den ) det P ‘ecretair in der Regierungs-Kommission des Innern | olizei, Johann Szanior, zum General -Secretair des 1 Comité's ernannt. en gab der General-Gouverneur Graf Witt den zur h N Q Que den Wojewodschaften hier angelangten Be-
M utsbesißern ein glänzendes Diner. bi (g daupt- Direction des landschaftlichen Kredit - Vereins briefe e daß morgen auf dem Münzplaße sowohl die i auc) i mit den dazu gehörigen übriggebliebenen Coupons, ite Coa, e in diesem Halbjahr eingelöste und außer Umlauf dn R eonG, laut Art. 136 des Reichstags-Geseßbes, verbrannt
d San tre M. * poutirten- Kammer. Si6bung vom 24. März. Ä u Bittschriften, die in dieser Sißung zum Vorcrage V bén zl einer mehr oder minder erheblichen Debatte An- ne) L LcIAnD sich eine cines Einwohners von Mortagne jieffivee M die Einführung einer Luxus - Steuer und einer ft L n y (bgaben-Erhöhung von allen Steuerpflichtigen, die die Ae zahlen, verlangte. Der Berichterstatter trug e geeisung der Eingabe an- die Kommission für das : weis Bu get und auf die Niederlegung derselben auf das i hi s an. Herr Fulchiron unterstüßte den Vor- vat-Equi elt eine Luxus-Steuer, namentlich von Reitpferden, t entge Se Hunden und Jagdgewehren für sehr zulässig. ) deé g geseßten Ansicht war Herr Verollot. Der An- fu Mig dterstatters wurde zuleßt genehmigt. — Ein ‘ge- ibu Modeneser, nahm die Vermittelung der Regie- Vottar s der Freilassung der auf dem Römischen Schiffe on 2 Oesterreichischen Fahrzeugen gefangen genomme-
Berlin, Montag den 2ten Av (il
E P T S E e Le E E E E I E A A L E L S0 P T E C L E T E
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1832,
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nen Jtaliäner, so wie der Aufhebung des auf die Gú- ter der Modenesischen - Auswanderer gelegten Sequesters, in Anspruch.” Der Berichterstatter stimmte für die Tages- ordnung, gegen welchen Vorschlag der General Lamarque pro- testirte ; er schilderte es als eine Verlesung des Völkerrechts, daß die Brigg „„Jsotta‘/ auf ihrer Fahrt nah Frankreich von zwei Oesterreichischen Korvetten auf der Höhe von Ankona auf- gebracht: worden sey ; Oesterreich. habe kein Recht an die Jtaliä- nischen Patrioten gehabt; es sey unwahr, was der Graf Seba- stiani vor einiger Zeit von der Rednerbühne herab erklärt habe daß nämlich alle jene Gefangenen, auf die E der Fran- zösischen Regierung, freigegeben worden wären; „nur eine kleine Anzahl Pôpstlicher und Toskanischer Unterthanen. sey im August v. J. in Marseille gelandet; 67 befänden sih aber noch, in Haft. Da die Französische Regierung in den Jtaliänischen Angelegen- heiten doch einmal habe fräftig auftreten wollen, so hätte sie nicht bloß nach Ankona, / sondern auch nach Massa Car- rara cine Expedition schicken sollen; noch zu keiner Zeit in der Geschichte “habe es für die Freunde der Freiheit eine verderblichere Epoche als die jeßige gegeben; vor allen Dingen aber nehme das Schicksal der Jtaliäner (eine Stimme : „Und der Polen!) die ganze Theilnahme der Kammer in An- spruch, und die Französische Regierung solle daher den Klagen derer, die ehemals ihre Landeskinder gewesen, nicht das Ohr ver- schließen; er verlange die Ueberweisung der Bittschrift an den Präsidenten des Conseils und den Minister der auswärtigen An- gelegenheiten. “Der Berichterstatter bemerkte, die Kommission habe sich auf eine nähere Untersuchung - der Petition gar nicht eingelassen, sondern dieselbe vorweg aus dem Grunde zurúckge- wiesen, daß ein Ausländer nicht befugt sey, ein Faktum, das sich außerhalb Frankreich ereignet hat, vor die Kammer zu bringen. Hr. Salverte bestritt diese Ansicht und berief sich auf frühere Fälle, wo ähnlichen Beschwerden von der Kammer gewillfahrt worden sey. Auch Hr. Laffitte war der Meinung, -daß man über den Gegenstand um so weniger zur Tagesordnung schreiten könne, als in der Thron - Rede bei der diesjährigen Erdffnung der Session das ausdrückliche Versprechen einer allgemeinen Amnestie für die Jtaliänischen Patrioten gegeben worden sey. Hr. Laguette de Mornay fügte hinzu, es handle sich aller- dings bloß von einer. Verleßung des Völkerrechts gegen die Jta- lièner, indessen wären Leßtere mit Französischen Pässen versehen gewesen. Als es zur Abstimmung kam, wurde die Tagesordnung mit schwacher Stimmenmehrheit verworfen und die betreffende Eingabe dem Minister der auswärtigen Angelegenheiten über- wiesen. — Nach Erledigung der Bittschriften: Berichte begannen die Berathungen über den Gesez-Entwurf wegen der Bewilligung von Prämien zur Aufmunterung des Stock- und Wallfischfan- ges. Der Handels - Minister beks r ie Ansich- er Han | ämpfte vorweg die Ansich- ten der Kommission ;.er hielt die Prämien schon jest für übermäßig boch und außer allem Verhältnisse mit den Vortheilen, die sich von diesem Gewerbszweige erwarten ließen. Nachdem sich noch einige andere Redner über den Gegenstand hatten vernehmen lassen, faßte der Berichterstatter Herr Beslay die Berathung zusam- men und beharrte bei den von der Kommission gemachten An- trägen. Hierunter gehörte namentlich auch der, daß man úber den Stock - und über den Wallfischfang einzeln abstimme. Die- ses Leßtere geschah, worauf die 4 ersten Artikel des Geseb - Ent- wurfes, sämmtlich in Bezug auf den Stockfischfang, ohne itgend eine erhebliche Debatte angenommen wurden. Die Prämie beträgt danach für jeden Matrosen, der sich zum Stockfischfange nach der Küste von Neufundland oder den Inseln St. Pierre und Mi- quelon einschiffen läßt, 50 Fr., welche Summe jedoch erst nach beendigtem Fange gezahlt wird. Am nächsten Sonnabend sollte die Berathuug über diesen Gegenstand fortgeseßt werden.
Paris, 25. März. Der Großherzoglih Badenscl / e Ge- sandte, der Herzog Decazes, der Graf Flahault und die Admi- rale Duperré und Villaumez wurden gestern vom Könige em- pfangen. i
Die von einigen Blättern gemeldete Abseßun- ; S n gen Blättern geme! g des General- Lieutenant Hulot bestätigt sich nicht; der General wird nur in
eine A, R Non verseßt werden.
Der heutige Moniteur promulgirt mit dem 21sten d. das neue Rekrutirungs-Geseß: O
Dem Messager des Chambres zufolge, wäre die Regie- rung gesonnen, den Kammern entweder die einfache Annahme eines Budgets für 1833, welches ganz dasselbe seyn würde, wie das diesjährige, oder die künftige Anberaumung des Finanz-Jahres vom 1. Juli jeden Jahres bis zum 1. Juli des folgenden vor- zuschlagen. Dem leßten System gemäß, würden die für die ersten jechs Monate des laufenden Jahres bewilligten . provisorischen Zwölftheile ein abgesondertes Budget bilden und das gegenwärtig von der Deputirten - Kammer diskutirte Budget das Jahr vom 1. Juli dieses bis zum 1. Juli des kommenden Jahres umfassen.
Die. Gräfin v. Dubotderu, Gemahlin des von Karl X. er- nannten, seit der lesten Revolution aber eliminirten Pairs und A des U Marquis A ist am sten d. M. auf ihrem im Departement des Morbi : vethaftét t L p A gelegenen Schlosse
Folgendes ist der Tagesbefehl, den der General - Lieute Baron Delort vor dem Einrücken des Zösten Be A erlassen hat:
¡Die in den Annalen der Freiheit und de ï - mes #0 ehrenvoll A Oen e N ob Schauplaß ernstlicher Ünordnungén gewesen, welche fast sämmtliche Einwohner lebhaft betrübt haben. Eine shändliche Maskerade deren Zweck eben so klar als verbrecherisch war, zog ungestraft in den Straßen und außerhalb der Stadt umher. Der Präfekt, dem Klügheit und Pflicht geboten, die Aufführung einer Theater-Scele welche E die ôffentliche Ruhe kompromittiren konnte, zu un tersagen , is schwer beschimpft worden; Geschrei der Wuth ertönte um seine Wohnung ; zwei zum Zerstreuen der tumultugrischen Zusam- menrottungen von der Civil-Behöôrde requivrirte Eliten-Compagnieen des 35sten Regiments wurden. durch ein zufälliges Ereigniß gend- thigt, gegen einige Ruhestörer, welche sich auf sic gestürzt hatten,
um sie zu mißhandeln und zu entwaffnen, die Bajonette zu kreuzen,
Einige derselben erhielten hei diesem, von iden braven Soldaten des 35sten Regiments nicht hervorgerufenen Kampfe leichte Wunden. Dieser Umstand gab den unverbesserlichen Feinden der Ordnung Anlaß, den Vorfall in einen dem Volke gelegten Hinterhalt und _ in eine furchtbare Mordthat zu verwandeln. Durch diese gehässige Verleumdung wurde die Bevölkerung dieser Stadt auf einen Au- genblicé gegen dicses trefliche Regiment, das mit so vielem Glanze an der Expedition nach Afrika Theil genommen hat, aufgebracht; durch gchässtge Fntriguen hat man dém die Unter - Divisionen der Fsère und der Ober-Alpen kommandirenden General das Versprechen abge- lockt, dasselbe aus derStadt zu entfernen. ZumLohne für scineNachgiebig- keit und seinen Wunsch, alles Blutvergießen zu vermeiden, wurde dieser General verhaftet, zum Gefangenen gemacht und vier Stunden lang al- len Beschimpfungen einiger wÜthenden bewaffneten Menschen preis- gegeben, die sich rühmten, als Frei-Corps organisirt zu eyn. Der Kdnig, von diesen Unordnungen benachrichtigt, geruhte sofort, mir den Oberbefehl über die 7te Division zu Übertragen, mit dem {pe- iellen Befehle, die Ordnung in Grenoble wiederherzustellen und ie O Vollzichung der Gesehe, so wie die Achtung vor den Civil - Verwaltungs = und Gerichts - Behörden, zu sichern. Ich werde die mir auferlegten Pflichten vollständig erfüllen; ich hoffe, das Vertrauen der Einwohner dieser Division zu verdie- nen; ich habe die Erwartung der Bürger, der 8ten und der 3ten Division, wo Personen und Eigenthum fortwährend geachtet und die Autorität des Königs der Franzosen, so wie unsere constitution- nellen Einrichtungen befestigt worden sind, nicht getäuscht. Die unter meinem Befehle stehenden Truppen werden fortfahren, die strengste Mannszucht zu halten und überall den Requisitionen der O A leisten, damit die Gesetze kräftig gehandhabt wer- den. Das 35e Regiment wird morgen den 22. März, auf ausdrück- lichen Befehl des Königs, wieder in Grenoble einrücken, als in ‘die ihm vom Kriegs-Minister angewiesene Garnison, der auch allein ihm eine andere Bestimmung geben kann. Mit Vergnügen bezeuge ich dem Negimente die ganze Zufriedenheit des Königs mit seiner Disciplin und dem Geiste der Ordnung und Mäßigung, die dasselbe itt hohem Grade auszeichnen. Der General-Lieutenant Roftolan wird provisorisch das Kommando des Plazes Grenoble übernehmen. Die größte Wachsamkeit is ihm empfohlen, um die Mannszucht unter den Truppen, die Ordnung und Ruhe unter den Einwohnern auf- recht zu erhalten. Jede die dffentliche Ruhe bedrohende Zusammen- rottung soll sofort, Jedoch mit Beobachtung der geseßlich vorge- schriebenen Formalitäten, zerstreut werden. Der General-Major vou Uzer wird das Commando des JFsère-Departements bis zur Antiunft L MONAN, CERQMtoR Generals behalten. Fm H ‘tier Grenoble am 21. März 183: * General - A Baron Dekort.// DUR 8s R gn Q
ZBestern früh fand in dem Gehölz von Vincennes ein Duell zwischen dem General Jacqueminot und einem der Redacteure der Tribune, Herrn Belmontet, statt; der Erstere war von den Generalen Gourgaud und Tourton, der Legtere von dem Depu-
tiktten, Herrn Bricqueville, und dem Redacteur des i O N e C Nachdem die Dictiat leon ach etnander geschossen, ohne zu treffen, erklärten di j A So aE : N P Dev Herausgeber des Mayeux, Herr Mugney, wurde
4 , Z Nt C O ç : 4 stern wegen Beleidigung der Person des Königs e niunnitat, lichem Gefängniß und einer Geldstrafe von 1000 Fr. verurtheilt. 1 E2e0, U den Brüdern Vasseur in Romans verhaftete und jest in dem Gefängnisse von Grenoble befindliche Herr Bastide war, wie von dorther gemeldet wird, einer der Abgesandten des MelSen E L Volksfreunde.
Briefe aus Toulon vom 19ten d. M. melden von ei
e A Iten d. M. nem neuen vereitelten Versuche , das dortige Arsenal in Brand zu stecken. Des Brandstifters konnte man ‘nicht habhaft werden.
__ Der Stadt- Rath von Figeac, dem Geburtsorte Champol- S zu Zu Nen einen Trauergottesdienst und die vrichtung eines Denkmals auf einem der dorti j Pg Medea, f rtigen dffentlichen
Großbritanien und Jrland.
Parlaments - Verhandlungen. Unter i zung vom 23. März. M der burg Sieung ase D lich die Debatte über die Reform - Bill zu einem definitiven Schlusse gebracht, und- die Bill passirte unter dem lauten Bei- fall der ministeriellen Seite des Hauses, während die Opposition noch einen vergeblichen Versuch machte, einige Abänderungen in ihrem Sinne zu bewirken. Oberst Sibthorp machte ein sol- ches Amendement, konnte jedoch nur das Resultat erwirken daß das heute überaus lustig gestimmte Haus seine Rede durchge: gene mit Lachen, Schreien und Stampfen accompagnirte. Einige Mitglieder gingen in ihrer Lustigkeit so weit, daß ste nicht bloß das bekannte kreischende „Hört, hört! ‘/ des Obersten, sondern sogar auch das Miauen einer Kaße und das Geschrei einer Nacht- eule nachahmten. Der Oberst ließ sich indessen dadurch nid zurückhalten, feierlih die Hoffnung auszusprechen , daß das Oberhaus auch dieses Mal die „„abscheulihe Bill ‘/ verwerfen werde, so wie den herzlichen Wunsch auszudrücken, daß die Her- ren gegenüber, gegen die er übrigens nicht die geringste persdnz liche Feindschaft hege, binnen heute und einem Monate von ih ren Aemtern entfernt seyn möchten. Herr Kearsf ley unterstügte das Amendement des Obersten, das jedoch von 169 egen 57 Stimmen verworfen wurde. Gleiches Schicksal hatten die Am dements der Herren Freshfield und Mackinnon die qv nicht zur Abstimmung gelangten. Einige Wort-Amend a lbs p Q ne rp A dagegen angenommen Der Rateds,
a te Beil passiren möge, Wurde von Qi I Russell gestellt und von einigen Worten vèdleii C Goulburn zu widerlegen suchte. - Die Bill erhielt A dem sie passirt war, den Titel: „Eine Bill zur Verbesse- rung der Repräsentation des Volkes von England und Walees und wurde demnächst den Lords J. Russell und Althor S Ot Def B Sa nach dem Oberhause überbvinaei:
i | er )ottischen Reform-Bill wurd ; Montag den 2ten April festgeseßt. Bev i n Ade
ag ven / geseßt. * die Reform-Angele- genheit erledigt e Ie sich das Haus (wie bereits erwä br
1 t w h | H erwä die An uns Wo a teen escssigt wabel Lord Althorp
1 ] erkennen gab, wie die Regierung di Kolonieen, die sowohl durch den großen Orkan im oigen. De
als dur den Sklaven-Aufstand im gegenwärtigen bedeutend ge-