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820 .
In Geinäßheit eines Berichts des Ministers des Jnnern hat der König die Reorganisirung der National-Garde von Lyon angeordnet. . : : -
Jm nichtamtlichen . Theile des- heutigen Moniteur liest man Folgendes: „„Die Journale fahren fort, sid, mit ‘mehr oder weniger Eifer und ‘Einsicht, mit dem Protokolle über die 22ste Sibung des Deutschen“ Bundestäges zu beschäftigen. Zugleich wundern sie sich,. daß das offtzielle Organ der Regierung, der Moniteur, sich. über diese Angelegenheit *nicht ausspreche. Die doppeltes Widerlegung zweier auf die Deutschen. Angelegenheiten bezüglichen Behauptungen, zu wel- chen der Moniteur sich gestern veranlaßt sah, scheint hinreichend. zu seyw, um die Lage der Französischen Regierung bei dieser Sache zu bezeichnen. Was die Erörterungen über Prinzipien betrifst, so wird man noch nicht vergessen haben, daß das Mini- sterium ôfter denn- ein Mal in dem Falle war, während der j Session vor den Kammern selbst das verfassungsmäßige Recht in Anspruch zu nehmen, über diplomatische noch niht zum Ab- schlusse odicddue Angelegenheiten Stillschweigen zu beobachten. „Man wird einsehen, daß die Regierung sich mit noch viel mehr
— A
litairs nehmen seit einiger Zeit überhand. Von dem 38st} gimente ist unlängst 1 Gemeiner im Zweikampfe geblich!
S f . Allgemeine andere so wie 3 Karabiniers sind mehr oder weniger \ch{wy j ;
Es reußische Staats-
__ Die Polizei hat, sagt man, die geheime Druckerei 6 kundschaftet, in der kürzlich noch die am St. Heinrichstag
Berlin, Do 1832. R O T R Rei pi E B o M R T) R E 1D P a R o P R S ET E E ETIE Fr PEZENES E N A E e KE E an T 7 T S Z e zu R E M i S | i
breiteten Karlistischen Proclamationen gedruckt worden wq
Auswärtige Börsem. Amsterdam, 19. Juli. ; i Nied. wirkl. Schuld 42,5. 58 neue do. 80. Kanz-Bill. 154 68.
Anl. 947. Oest. 52 Met. 834. Russ. (v. 1825) 955. Neap. Falc. 735.
Königliche Schauspiele. Mittwoch, 25. Juli. Fm Schauspielhause. Zum ersten-. male: Vater Dominique, oder: Sauer ist sûß, Dräma in 1 Auf- zug, nah Mercier's „Essighändler‘/, und Brazier's Verkürzung Und Ueberarbeitung, von C. Lebrün. Hierauf zum erstenmale: Der Müúsikus von Augsburg, romantisches Lustspiel it F Abthei- lungen, von Bauernfeld.
Königstädtisches Theate.r. :
Mittwoch, 25. Juli. Zum ersténmale : Die Blumenkönigin,
große komische Zauber - Pantomime mit Tänzen und Gruppirun-
gen, in 2 Aufzúgen, vom Pantomimenmeister Herrn Occioni,
ausgeführt von der Wiener Ballet-Tänzer- Gesellschaft. Vor-
her, zum erstenmale wiederholt: Das diamantene Kreuz, Origi- nal- Luftspiel in 2 Akten, von Deinhardstein.
von Vincennes zwischen dem hiesigen Gesandten der K),
Donna, Maria, Grafen von Almeida, der in einem Sj
des genannten Generals eine persönliche Beleidigung ge, |
hafte, und dem Leßteren ein Zweikampf statt, der, U er
ersten beiden Schüsse gewechselt worden, "von den Zeug
deendigt erklärt wurde. E Von der ersten Nummer des neuen Blattes „le bon
sind seit vorgestern 15,000 Exemplare verkauft worden. Von vorgestern auf gestern starben hier 170 Person
der Cholera, wovon 125 in den Privatwohnungen. f
Jn Folge eines in den Blättern erschienenen Briefwg zwischen dem General Saldanha und dem Grafen von ly über die Portugiesischen Angelegenheiten fand gestern im ( E E ntS
von heftigen Gewittern heimgesuht worden, welche in einigen
Gemeinden große Verwüfktungen anrichteten. : Einer Anzeige des diesseitigen Konsuls in ¡Nizza zufolge,
nimmt dié Seeräuberei im, Archipel“ wieder auf ‘eine beunruhi-
Regierung rüstet man sich, sondern gegen die- Angriffe, die auf dieselbe schon gemächt worden sind und noch gemacht werden könnten, und bei ¿ diestm Feldzuge steht das Ausland mit allen gutgesinnten Franzosen im Bunde, — mit allen Männern,
Amtltche. Nachrichten; Me on des Tages.
Grund hinter dieses Recht verschanzen muß, wenn es sih um
— Heute sch{loß 5proc. Rente pr. compt. 97..70. lind
Neueste Nachrichten.
Paris, 18. Juli. Durch eine telegraphische Depesche des diesseitigen Botschafters in Madrid, Grafen von Rayneval, hat die Regierung die Nachricht von der in der Nacht vom 8ten F M.- erfolgten Landung Dom Pedro’'s bei Porto erhalten. Dieselbe war durch einen am 11. Juli von Lissabon abgegange- nen Courier in Madrid angekommen, bei dessen Abreise in Lis- Der Marine-Minister theilte noch gestern Abend diese Depesche der Königin Donna
sabon noch vollkommene Ruhe herrschte.
Maria mit.
Bekanntmachungen:
Gerichtlihe Vorladung.
Mittelst Beziehung auf das hierselb|# in tabula af- figirte, in die Stralsunder Béitungen iu extensa ab- gedruckte Proclama sind von dem Köftial. Hofaerichte auf Ansuchen“ der verwittweten von Lilienanka auf Dasfow, als Erbin ihrer Mutter, alle diejenigen, welche an die, von ihr unrer Vorbehale der geseßlichea Zugx- siiudnisse angetretene Verlassenschaft der verwittweten Nittmeisrinu von Dahlstjerna, gebornen Helena Chri-
Allgemein
ftina Ulrica vou Stumpfeldr, Ansprüchê und’ Forderun-
Sal Citation. _
Von Seiten des Kaiserl. Kbuial: Civil - Tribunals erster Instanz zu Venedig wird durch gegenwärtiges Ediet dem Joseph Cajetan Maria Luisello, Sohn des versorbenen Peter Luisello, über dessen Exifienz und Aufenthalt nichts bekannt if, angezeigt, daß von sei- ner Mutter, der verwittweten Antonie Maria Bedena Luisello am .25. November v. I. bei diesem Tribunal unter der Nummer 42,861 darauf angetragen worden ist, daß der abwesende Joseph Cajetan Maria Luisello gerichilih für todt erflärt werden möge.
Demgemäß wird dem Abwesenden bekannt gemacht, daß zu dem oben angegebenen Zwecke und zur Ver- theidigung seiner Rechte, dzs genannte Tribunal den Advokater Peter Ghedini zu sein&ckn Curator bestellt hat, damit in seiner Gegenwarc und auf Gefahr und Kosten des Abwesenden die- vorschriftsnkäßigen Akce stattfinden und das fragliche Erkenntniß gefällt wer- den fönne. N A :
Dieß wird mit Gegenwaärtigem, dem Joseph Gajetan Maria Luisello bekannt gemacht, damit er auf alle Fälle entweder M r erscheine, oder in anderer Weise bin- nen Jahresfrist diesem Tribunale von seinem Leben Kenntniß gebe, unter Androhung, daß ,?wenn derselbe in der aenannten Frist nichr erscheint und auch keine geseßliche Nazhriche von seinem Leben giebt, das Lrí- bunal zu seiner ‘Todeserklärung schreiten wird. °
Der Hofrach, Präsident Salvioli. Armani, Nath. ; * Brazzà, Referendar. Kaiserl. Konigl. Civil - Tribunal erster Instanz. ° Venedig, den 10. Dezember 1831. y Ï Bgzoli,
gehen.“
Beamten abgeseßt tvorden.
endigt seyn.
zen, aus welhem Rechtsgrunde es auch sein mag, ha- ben Ffonuten, «vorgeladen, solche am 18.Juni, §6.
fJuli oder 24 August d. À. Moraeaió 10 Uhr,
hierselbst anzugeben und zu beglaubigen, im widrige aber zu gewärtigen, daß sie damit nicht weiter werden gehört, sondern durch fen am 17. September d. J ¡u erlassenden Präklusio - Abschied für immer * dantit werden abgewiesen werden. ®
Datum Greiféwald, den 7. Mnn 1832.
Königl. Preuß. HEfaericht von Pommern
o * Und Rügen o Odebrecht" Hofgerichts - Rath
E dátto. L
Per, parte dell’ Tmp. Reg Tribunale Civile di prima Istanza in Venezia, sì noifica col presente Editto a Giugeppe Gaetano Maria Luisello del sn Pietro, la di caui esistenza, e il di cui luogo di-domicilio sonoë«iguot,i, che da eÂAntonia Maria Bedena vedova Luisello di lui madre vente prodotta a questo Tribunale una Îstanza nel giorno 25 novembre Pprossìmo passato sotto il N 42864: on'le sìa giudizialmente dichiarata la morte di ess50 asscnte Giuseppe Gaetano Maria Luisello del fu Pietro. *
Si notifica pertanto ad ess0 assente, che per l’effetto sopraindicato, et ad difesa dei di lui diritti, 11 suddette Tribunale Civile nominò in di lui Curatpre Ll’À vvocato Pietro Ghedini, affinchè in sno confronto, e a tntp pericalo e spese di ess0 assente abbiano luogo gli atti di regolà, e p®ssa emanarsìí il relatiivo Giuudizio,
e Locchè viene col presente notificato ad esso0 Ginseppe Gaetano Maria Luisello del fn Pietro, all’ effeito che in ogni cas0 0’ coinparisca, o in altrà maniera dia nou- zia a questo Tribunate dellaSsnua esistenza entro il perpdo di un’anno, svtto comminatoria che non come parendo nel termino snespress0o, o non dando nel ter- nine stess0 notizia legale di sna esistenza, il Tubn- nale procederá alla sua dichiarazioneedi morte. Il Consïg. Anulico Presìd. Salviolig Arma, Consìg. Brazzà, Refer. Dall’ Imperiale Regio Tribunale Civile di Prima Instanza, Venezia li 10. dicembre 1831.
Bozoli, Dir. di Sp,
Edictal -Ladung.
Auf den Antrag der Geschwister und Curatoren deé abwesenden Johann Mathias Suhr von Lübow, welcher am 29. Mai 1780 geboren und nach dem Zeugniß seines verftorbenen Vaters, des Altentheilew Suhr pu Lübow, als Schneidergeselle hon vor 30 Jahren in die Fremde gegangen und seit dieser Zeiw feine Nachricht von, sich gegeben hat, wird der gedachte Johann Mathias Suhr hierdurch unter dem ein für gllemal angetreten Nach- theile edictaliter geladen: daß, wein derselbe sich bin- nen 2 Jahren a dato edictaliun® bei dem unterzgichne- ten Gerichte nicht melden oder den Ort seines Aufent- halts nicht bekannt machen wird, das demselben zuste- hende sub cura befindliche Vermögen nah Vorschrift der Gesege, seinen nähstey Veriögndten für heim gefallen erklärt werden soll. T
Amt Meklenburg - Redentin zu Wiémav, den 11 Julí 1832. ! i / E Großherzogliches Amtsgericht.
® Awfforderuna. Mi
Am 12. September 1831 is der hiestge BülFer Mit Schneidermeister Friedrich Sellin, zu Anklam- in Pom- mern geboren, ohne Leibes-Erben, mit Hinterlassung eines 'Teftaments, worin er seine Wittwe zur Univer- sal- Erbin eingeseßt hat, verstorben. , i
Da es nicht gelungen i, “seine sämmtlichen Seitén- verißandten auszumitteln, von der, Testament - Erbin aber auf Ausantwortung der Erbschaft angefkagen wor- den if, so werden zuvor alle diejenigen, welche Erb- und sonstige Ansprüche an seinen Nachlaß, zu machen haben , oder Einwendungen wider die Gültigkeit deé erwähnten Testaments vorzubringen gesonnen sind hierdurch aufgefordert, ihre etwaigen Forderungen un Einwendungen bis zum :
Donnerstag den 23. August-Vormitta#s, um so gewisser bei dem dabiefigen Landgericht geltend ¡zu mathen; als sonsten nah Ablauf dieses Terminé dem Gesuch der Testament - Erbin stattgegeben , und die Erbschaft derselben ausgeliefert werden wird.
Nödelheim, den 18. Juni 1832. A Großherzoglich Hessishes Gräflih Solmé
; Landgericht. Bft aff.
Dem Ernft Klär, von Waltershausen im Grabfelde gebürtig, ist von der, ohnlängf verlebten Kihin Su- sanne Catharina Schmidt, weil. allhier, e:n Legat von ¡woihundert Gukden fränk. vermacht und diese Summe auch von dem Testaments - Erben an die, zur Reguli- rung dieser Erbschafrssache beauftragte, unrerfertiaté Stelle eingezahlet worden. Da nun aber von dem Leben und Aufenthalte des gedachten Legatars einige Nachricht nicht zu erlangen aewesen; so wird derselbe und dessen etwaige Nachkommenschaft hierdurch auf gefordert, sch binnen einer dreifachen sächsischen Frifi und längstens
am 18. Oktober d. J., bei der unterfertigceen Behörde zur Empfangnahme dieser Legatgelder anzumelden und gehörig zu legiti- miren, widrigenfalls jene Gelder, der Bestimmung deé Scbmidtschen Testaments gemäß, den Stämmen der Brüder des‘ Ern Klär, ohne Caution, werden ausge- antwortet werden.
Signat. Rodach, d 26. Mai 1832.
Herzogl. SpCob. Gotha. JustiZ-Amt dasélb#. e Gruner.
Nordsee-Bad zu Helgoland.
Wir erlauben uns, um mehren Antragen zu ent- gegnem, die ergebene Anzeige zu machen, daß von Bre - men aus wöchentlih zw.ei bequeme Packetböre, von Hamburg vier und von Cuxhaven“eins, xegel- máßig auf hier fabren.
Helgoland, im Juli 1832. : j
Die Direction.
ERP E D Paas
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Literarische. Anzeigen. So eben is erschienen und versandt :
Die Alh-amb ra. Aus dem Englischen des Washington Jrving von Johann Sporchil. 2 Theile. 8vo. fein Velinpap. Preis 2 Thlr. 15 sgr Das Publikum darf auf diese gelungene Uebersezung
Fragen handelt, die von keinen parlamentarischen Geidalten aus- Im Ressort des Finanz-Departements sind -einè Menge von
Der Bau des neuen Sibungssaales der Deputirten - Kam- mer wird bis zum Schlusse des künftigen Monats gänzlich be-
Es heißt, daß, außer dem 25sen Regimente, das kürzlich nah Versailles verlegt worden ist, noch einige andere Regimen- eter von der Pariser Garnison, z. B. das 38ste, eine andere Be- stimmung erhalten würden. Die Duelle unter den hiesigen Mi-
er An zei ger für
Anl 752,
865.
a f ¡a e a 4 J ù 4A die Preußischen des neuesten, höchst intèressauten Werkes des geistreichen Verfassers ganz besonders aufme:fsam gemacht werden. Braunschweig, den 19. Juli 1832 : i Friedrih Vieweg
Einladung zur Subscription auf einen
| Pneumatisch - portativen Erd - Globus
von 12 Fuß.im Umfange, gezeichnet vos F. L. Grimm, gest? von W. Scharrer. Dieser vom unterzeichneten Verbagé-Comtoir herauszugebeude Erd-Globus is eine zusammen- legbare hohle Kugel, entweder aus einêin, besonders ur diesen Zweck vcrfertigten sehr haltbareni engli- scheu Seidenpapier, odex aus einem lufæ@dichrten Sei denzeuae.. Diese Kugel wird durch eine an der Stell des Südpols angebrachte Oeffnuyg mit Lufe gefülit, zu welchem Zwecke in dem Kästen, welehes dem zu- fammengelegtei Globus al Etui, dem aufgeblasenen aber als Fußgeftell dient, ein Cylinder - Gebläse auge- bracht is, durch welches diese Füllung bequem und in venigen Augenblicken bewerfstellige werden kann. Nach- dem der Globus so zu einer vollständigen Kugel auf- geblafen worden ist, fann er nach Belicben von feinem Fußgeslell? abgenommen und frei aufgehangey werden Eben so fan er — und in vielen Fällen wird man sich seiner so am vorthêilhafce\téên bediênen — unaufgebla- sen auf dem Tische ausgebreitet, als Atlas vder Glo- hulaærfarte gebraucht werden, Va er auf ‘eine solche Weise in Fadtell gelggt- ist, daß er sich wie ein“Buch umblättern läßt, so daß man auf diese Weise inen Atlas hat, bei „wclchem alle Unbequemlichfeiten der Projection chHinwegfailen. — Dieser Globus erscheint er- scheint spätesig ns zu Michaelis d. Jo — Vou den 12 Segmenten, aus dênen er zusammengesegt ift, sind bereitó 10 vollèndet- der hiesigen geoaraphichen Ge-
d
sellschafr vorgelegt, die 2 legten aber der Vollendune nahe, was wir hier erwähnen, indem wir bofen, uns dadurch daë Vertrauen des Publikums inDieCrfüllung unsers Versprechens Ju gewinnen.
Um nun im Stande zu sein, den Preis dieses Glo- bus so yiodrig zu stellen, wie es bei der Allgemeinhei! des Anteresses, auf das derfelbe Ansprüche macht, zu wünschen iff, eröffnen wir hiernfit de Weg def Sub- scription, welcher jede mit dem Erscheinen des Glo- ots geschlossen wird. Bis dahin foster daher den Subscribenten ein Exemp[Æ@
auf Papier 12 Thlr. Pr. Ert. oder 21 Fl. Rhl, auf ordinairem Seidenzeug 16 Thlr. Pr. Crt oder 28 FI. RKhl. auf Atlas 32 Thir. Pr. Crt. oder 56 Fl. Rhl. Der nachherige Ladenpreis dagegen beträgt für ein Exemplar - auf Papier 15 Thir. Pr. Crt. oder 26 Fl. 15 Kr. Nh1l. auf ordinairen Seidenzeug 20 Thlr. pr. Crt. oder 35 Fl. Rhl. auf Atlas 40 Tÿlr. Pr Crt. oder 70 Fl. Rh1. Die Zahlung geschieht soaleich bei Empfang des Glo-
sbué. Saum{er, wenn fie s frauco unmittelbar au die
unterzeidnete Verlagshandlung wenden, erhalten auf fünf Exemplare das 1e ch st e gratis.
ÎÏn Bezug auf die wissenschaftliche Ausführung -die- ses Unternehmens dörsen wir hoffen, dem Publikum eine genüaende Garantie zu geben, wenn wir sagen daß der Herr Professor C. Ritter dem Unternehmen fortwährend sein lebhafres Interesse schenkc und daß da: hohe Miaisterium, nach vorher aenommener Einsicht dutch Subscription auf 40 Exemplare, seine Theilnahme für dasselbe an den Tag geleat hat. '
Was die artistishe Ausführung betrifft, v ver- weisen wir auf den, in allen soliden Buch - Funf. und Landkartenhandlungen, woselbst die Subscriptionélistên ¡ur Unterzeichnung ofen liegen, (in Bertin im Ke0- graphischen Verlags-Comtoir, Kurftraße Nt, 49 a,) einzusehenden fd gratis zu erhalienden aus- fichrlichen Prospectus, dem eine“ Ansicht dicses Glo: bus und eine Probe seiner Ausführung beiged:uckt is,
Zugleich erlauben: wir uns noch zu bemerfen, daß die: ganze Arbeit, so weit sie bis jeßt gediehen, täglich oon 11 bis 1-Uhr der Einsicht- eines Jeden offeu ge- legt ist, wozu wir hiedurch ergeben einladen.
Berlin, den 1. Auli 1832. / Das geographische Verlags - Comtoir. i J. L. Grimm. W. Scharrer. Einladung zur Subscription auf einen Atlas. von Asien, zu Ritters Allgémeiner Erdkunde, 11. Abtheilung Entworfen und bearbeitet von J. L. Grimm Her- ausgegeben von C. Nitter und F. A. O'Egzell. Dieser, aus 20 Blättern mittlern Kartenformatt
Actien 1370. 1368. : 1774. Holl. 5proc. Obl. v. 1832 804. Br. Poln. Loose 542.
S
97. 75. 3proc. pr. compt. 67. 30. fin cour. 67. 35. 5proc. ÿ | fin cour. 79. 60. 5proc. Span. Rente perp: 542.
5Proc.
Frankfurt a. M., 21. Juli. Oesterr. 5proc. Metall, áproc. 764. 76. 2zproc. 441.
1proc. 192. Br.
Part.-Obl. 1225. 1222. Loose Zu 1(
Redacteur Fohn. Mitredacteur Cottel. Ra —— Gedruckt bei A. W. of
D I » aaten, bestehende Atlas erscheint im Verlage des unt neten Comtoirs in 4 Lieferungen, jede zu 5 wovon die erste zu Michaelis d. J, die übrigy jedesmal gleichzeitig mit: den folgenden Bänd Aligemeinen Erdkunde erscheinen.
Die Namen der Herren Herausgeber mache Empfehlung dieses Werks in wissenschaftlicher hang überflüssig; was die fünftlerische-Ausführ trifft, so- giebt davon das, dem Prospectus (wel
zur Ansicht und Gratis« Vertheilung vorlieg1) druckte Kartchen des Himátasa eine Probe.
Man subscribirt nur. auf den ganzen Atlas Thlr. Pr. Crt. oder 10 Fl. 30 Kr. Rhl.
Beim Erscheinen der ersten Lieferung tweird di scription.ges{lossen, ‘und es tritt der erhöhte | preis ein. Dieser berräâgt-
für den ganze Atlas 7 gder 12 S150 Kn, Rh.
für einzelne Lieferungen 2@hlr 2 sgr. hi öder 3 Fl. 39 Kr., Rhi.
für einzelne Blätkèr 15 sgr. Pr. Crt. et Kr. Rhl.
Berlin, den 1 Juli 1832.
Das geographische Verlags - Cy J. L. Grimm. W. Schr
Im Verlage von Duncker und Huurbloc jösischestrafßie Nr. 29 a, is vor Kurzem erschien in allen Buchhandlungen u haben:
Lehrbuch der französishen Sprachel Schul - und Privatunterricht. Enthaltend: | framzdsisch - deutsche Grammatik der fräni Sprache, mit Uebunaen zum Ueberseßen inl sche und ins Französische. 2) Ein fran Lesebuch mit Hinweisungen auf die Gru und Wörter verzeichnissen. Herautgegebeu 1 perrma un. gr. 8vo. 23 Bogen Mediai 20 jgr.
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können in der Verlagshandlung ein Exemplar ¡1 sicht erhalten.
Päâdagogische Zeitschrift
Von den Nheinischen Blättern für hung und Unterricht, herausgegelu Dr. F. A. W. Diesterweg, is so eben du Heft des 6. Bandes der neuen Folae ersi
Inhalt : 1) Darstellung der Fellenbergschen Ÿ in Hofwyl, von Kieckhaus. 2) Beschreibung dez schulwesens c, von Schürmann. 3) Ueber Nat Eulturgemäßheit ‘in dem Unterricht, vom Here 4) Neue Unterrichtsweise im Lesen, von Nt 5) Ueber die Pagenstechersche Unterrichcsmeih dem Sprachunterrichte, vom Herausgeber. 6) plan für den Zeichenunterricht. 7) Anzeigen ur? ‘heilungen neuer Schriften von Schlüter, Co Kaiser, Geppert, Offinger, Bagge, Hesse, Mülla nal‘ich, Harr, vom Herausgeber.
Das vorhergehende Heft enthielt: 1) Aus d! sotaaebuche des Seminardireftors Harnisch, a Reise in Norddeutschland im August 1831 6 2) Mannigfaltiges 2c, vom Herausgeber, 3) V und Beur heilunaen neuer Schrifien von Vuil Glanzow, und Mittheilungen über den Schl von Haadel und Scholz, vom Herausgeber.
Von den Rheinischen Blättern- er cheint all? nate regelmäßig eîn Heft von 7—§8 Bogen, | einen Band ausmachen. Der Band fostetz | im Buchladen als per. Poft 1 Thlr. 10 sgt.
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G. Finke in Bérlin verkauf: Aglaja. Die sämmtlichen von Kupfer zu diesem Blatt 90 Thlr. Golii Lexicon arabicum. Fol. Elzevir, 9 Dasselbe Werk etwas fleckig , ‘35 Thlr. 6 lexicon heptaglotton. 2.Vol, sol, Lond Thlr. Descriptionde lEgypte, 2 edit. 390 Thlr. - Kunike, Donau-Ansichten. 260 Blatt 60 Vorräthig sind ausgezeichnete Manuscripte al gament mit trefflichen Miniaturen und andert
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Thlr. 10 sgr. Y j
Seine Majestät der Vönig haben dem Propst Kozlowski
r katholischen Kollegiat- und Pfarx - Kirche zu Samter den n Adler-Orden vierter Klasse zu verleihen geruht. « Im DBezilfk der Königlichen Regierung
uDanzig isf der bisherige Archididkonus an der dasigen ßatharinen- Kirche, Friedrich Bôck, zum Pfarrer at der (lis - reformirten Pfartkirche daselbst erwählt und landes- ch bestätigt worden; |
u Dússeldorf is der bisherige Pfarrer zu Langenberg,
P. Lange, zum zweiten Pfarrer der größeren evangelischen
inde zu Duisburg erwählt und bestätigt worden;
u Erfurt isk die erledigte. evangelische Pfarrstelle zu Op- usen, im Kretse Langensalza, dem Kandidaten des Predigt- , Karl Christian Gottlob Nottrott, aus Gangloff-
fern, verliehen ; die erledigte evangelische Pfärrstelle zu Kehm-
nit dem Filial Oberdorf, Diöces Bleicherode, dem bisheri- Diakonus und Rektor Emmelmann zu Bleicherode ver- ; die evangelische Pfarrstelle zu Limlingerode, in der ¿s Kleinwerczer (Klettenberg), dem bisherigen Pfarrer zu Wichtshausen verliehen und die erledigte katholische selle ad St. VWVigbertum.zu Erfurt dem bisherigen -Kurat- hen, Kaplan Anton Roche, übertragen worden;
Koblenz ist der bisherige evangelische Pfarrer S chne i- Laufersweiler zum Pfarrer in Ellern, Kreises Simmern, t ivorden.
bhgereist: Der Kaiserl. Oesterreichische General - Major immerer, Graf Clam-Martinikß, nah Dresden.
Zeitungs-Nachrichten. 4 9: a0 Lane O aris, 18. «Zuli: “Vorgestern Abend hatte der Königl. ische Gesändte in Saint-Cloud eine Privat-Audienz beim eo Sestern arbeiteten Se. Majestät tit dem Präsidenten sinister-Rathes. Ä due König hat- demn, Dept. des Calvados für die armen dor- Choleratranken eine Unterstüßung von 6000 Fr. und au- demm Bezirïe von Lisieux auf das Ansuchen des Herrn t, Deputirten- dieses Bezirês, oine Summe von 660& Fr. igt. S el s Bestern wukde vor dem hiesigen Assisehhofe in dem Prozesse des KompleÆtis der Prouvaires - Straße* das Zeugenverhöt igt, worauf der General-Advokat sein Requisitocium begann, s heute fortgesest werden foll.
n der gestrigen Nachs wurde in mehrern Stadtvierteln“
agptstadt eine Karlistische Proclamation angeschlagen, worin N gern der vorigen Dynastie angezeigt ward, die Her- von Berry habe die Vendée verlassen, bejinde sith aber in áhe und werde wieder kommen, sobald die fremden Mächte infreich einrücken würden. @ 2 Der Messager des Chawbres will wissen, die Besorg? or neuen Unruhen in den lebten Tagen dieses Monats sey ß, daß mehrere hohe Beamte, und namentlich solche, die (e Deposita in Verwahrsam haben, sich an die kompetenten den gewands hätten, um Waffen und Patronen zu erhal- die man ihnen auch nicht verweigert häâbe. in dem kleinen Städtchen Moulins - Engilbert (Dep. der e) haben am 5ten d. M. wegen Erhdhung des Brodtprei- nruhen -stattgefunden, bei denen die Behörden nicht be- und mehrere Gendarmen gemißhandelt wurden. Die Ynal:Garde, welche zur Dämpfung der Unruhen nichts bei en hat, ist von dem Präfekten einstweilen suspendirt worden. us Nantes wird unterm 15ten d. M. gemeldet, daß nach ren Ddrfern, deren Einwohner wenig oder gar keine Waf- geliefert haben, Truppen - Detaschements abgesandt worden um die Auslieferung der Gewehre durch Execution zu be- Von den Anhängern der vorigen Dynastie waren in s wiederholt Versuche gemacht worden, Soldaten des Z2sten sten Regiments zur Desertion zu verleiten. er verantwortliche Geschäftsführer des Echo francais is tines Artikels vom 6. Juni, worin er zum Umsturze der nden Regierung aufgereizt haben soll, verhaftet worden. on mehreren Blättern gegebene Nachricht, daß auch gegen ledacteur des Ièctional , Herrn A. Carrel, ein neuer Ver- ehl erlassen worden sey, wird von diesem Journale selbst gegründet erkiärt. die Regierung Hat befohlen, die auf dem öffentlichen Plaße leckéns du - Pin - en - Manges (Dep. *der Maine und Loire) ihe Statue des Generals Cathelineau mach der dortigen zu bringen. L Herzog Karl von Braunschweig ist von Nizza hier "minen. er Abbé de Pradt, der sich gegenwärtig iù Clermont auf- hat seitie politischen Ansichten über die gegenwärtige Lage ropa in cinem Aufsatze niedergelegt, der vor einigen Tagen un de la Charte‘/ (Journal des Departements des. Puy- ne) erschienen ist. „Die Befestigung der gegenwärtigen ng der Dinge in Frankreich heißt es darin, „ist jeßt der ‘Gedanke der Europàischen Kabinette, nicht weil sie diese 19 lieben, sondern weil sie die. unberechenbaren Folgen ei- msturzes derselben fürchten. ‘Mit dieser Ordnung der weiß man, was man hat; außerhalb derselben bietet f Auge nichts als ein mit unabsehbaren Wetterwolken r Horizont dar. Also nicht gegen Franfreih und seine
die das Jnteré}se ihres Landes richtig verstehen und dasselb& nicht thörichten Hirngespinsten, oder eigennüßigen Leidènschaften auf- opfern wollen. Die Frage über Krieg oder Frieden läßt sich „da- her în die Worte übersezen: Befestigung oder Vernichtung des Bestehenden. Man spricht so viel von einer allgemeinen Entwasff- nung; ohne Zweifel lastet die bewaffnete Macht {wer auf allen Ländern und giebt ihnen ein kriegerisches Ansehn. Was’ ist aber Schuld daran, daß die Entwassnung .noch- nicht stattgefunden hat? Fragt den Temps, er wird es Euch sagen: „nichts Ande- res, als die revolutionnaire Lage Fraftkreichs die das Ministerium nicht zu ändern vermag. Wie könnte man die Armee entwaffnen, be- vor nicht die Leidenschaften entwaffnet sind ? Zhr verlangt die allge- weine Entwaffnung im Jnnern, und der Westen und Süden stehen in Brand, und Paris wird zu einem Schlachtfelde, und unvermeid- licheUnruhestéfter thürmen der Regierung Hindernisse aller Art ent- gegen. Ihr verlangt die Entwaffnurig im Auslande ; ih frage aber: wenn nun die Regierung an den Tagen des5. und 6. Juni den Auf- rührern nachgegeben hätte, wie würde es jeßt um Frankreich stehen ? und wie sollte die bloße Möglichkeit einer solchen Ueberrumpelung den auswärtigen Mächten, nicht Vorsicht gebieten 2 Man ist in Belgien und Polen überrumpelt worden; man hätte am 5. Juni über- rumpelt werden föônnén. Was würde man wohl von einem Staate denken, der nach solchen Lehren nicht auf seiner Huth wäre? Frankreich befindet sich daher in der einfachsten Lage von der Welt; sein Schicksal liegt in seiner Hand. Was begehrt man von ihm? nicht eánen Zoll breit Landes, nur die Befestigung der innern Ruhe, als Búrgschaft des -allgeméinef Friedens. Die Bedingung ist getviß nicht hart; jeder gesiktete, ehrenwerthe, einsicftsvolle Franzose wird ‘sie zu- erfüllen sich. béstreben. Die Stimme des Landes muß diejeaize der Empörung zum Schweigen btingen, die, wenn sie Gehör fände,” bald wieder Auftritte, wte diejenigen des Jahres 1793 herbeiführen, ja sie vielleicht noch übertreffenwÜürde. Schon hat man sih die Múhe gegeben, uns in Versen und in Prosa zu prophezeihen, was unserer walten würde, wenn es den Männera, die seit 18 Monaten den Aufruhr predigen, gelänge, sich den Sieg zu verschgfen. — Js nun aber die Lage Frankreichs, dem Aus: lande gegenüber, klar und deutlich, so ist es nicht minder dieje- nige des Auslandes in Bezug auf Frankreich. Das Ausland beschränkt sich in seinen Forderungen auf Folgendes : Keäne Pro- paganda „, freundnachbarliche hende Sprache, keine Beleidigung der Dynastieen oder Institu- tioñen fremder Staaten, mit einem Worte: eine Rückkehrzu der natürlichen Stellung der Länder unter sich. Mir scheint, daß die dffentlihen Angelegenheiten niht minder gut besprochen wer- den würden, wenæ man dabei auf alle Schmöhreden verzichtete. Man wird an das Ende der Revolytiónen erst glauben ,- wenn die revolutionnaire Sprache einer gemessenen und schicklicßen Plaß gemacht hat? wie solche zu allen Zeiten unter civilisirten Völkern üblich war und erst mit- dem Erscheinen des Revo- [utions-Systems verschwUnden ist.//
Herr Thurot, Mitglied der Akadomie der Jnschriften und Professor der Griechischen Sprache am Collège de France, be- kannt als Ueberseßer einiger Werke des Aristoteles und der histo- rischen Schriften von Heeren und Roscoe, ist gestern Nacht .in cinem Alter von 62 Jahren an einem Cholera - Anfalle, den er sich durch den Genuß von Melonen und anderm Obst zugezogen hatte, n ‘wenigen Stunden gestorben; er is das sechste Mitglied," wel- ches die Akademie der Fnschriften in diesem Jahre verliert ; die fünf sind nämlich: Champollion der Jüngere, Remuzat, Saint- Martin, Cuvier und Montesquiou. Paul Louis Courrier hat Thurots in seinen Schriften als eines ausgezeichneten Hellenisten erwähnt. Auch Herr Romère, Abtheilungs - Chef im Justiz- Ministerium, der Geograph Hubert Brué und eines der Häup- ter der Sekte der St. Simonianer, Herr Talabot, find gestern Opfer- der Cholera geworden. Der Lektere wird heute von den Mitgliedern seiner Sekte guf dem Kirchhofe des Pater Lachaise bestattet.
Der Commandeur des von hier nach Versailles verlegten 25sten Regiments, Oberst Rossi, ist auf Reform - Gehalt gesezt und das Kommando dem ältesten Staabs- Offizier desselben Re- giments übergeben worden.
Das erste hiesige Kriegs-Gericht verurtheilte vor furzem den Lieutenant v. Chaumont vom ersten Linien-Regiment zu vierjäh- riger Haft und einer Geldstrafe von 300 Fr., weil er Úberführt war, mehrere Exemplare einer Broschüre zu Gunsten des Her- zogs von Bordeaux vertheilt zu haben ; dieses Urtheil wurde wegen eines geringfügigen Versehens in der Form kassirt, und das zweite hiesige Kriegs-Gericht, welchem die Sache übergeben worden war, hat nunmehr den Angeklagten freigesprochen.
Von den Briefen des Vicomte v, E ia: über die Charte, die Pairie und die Civilliste nebst den Erwiederungen des Hrn. Casimir Périer und des Baron Schonen ist so eben die sechste Auflage erschienen. i
Die Regierung hat der Wittwe des vor kurzem gestorbenen Akademikers Herrn Saint- Martin eine jährliche Pension von {500 Fr. ausgesezt. Einige Blätter machen hierbei die Bemer- kung, daß der gleichfalls unbemittelten Wittwe Champollions noch keine Pension zu Theil geworden sey.
Die mee Fakultät der hiesigen Universität hat die nachgelassenen Manuskripte des Anatomen Bichat, die bisher von dessen Bruder verwahrt wurden, für 2609 Fr. angekauft.
Gestern Nachmittag um 5 Uhr zeigte hier das Thermometer 28 Grad über Null und noch um 8! Ühr 262 Grad.
In Bordeaux ist am 13ten d. die Hike bis auf 291 Grad gestiegen; Abends zuvor war ein heftiges Gewitter über der Stadt ausgebrochen; der Bliß schlug bei einem in der Nähe lie- genden Dorfe in die Haide ein und entzündete das dürre Haide- kraut; der Brand hatte in der Nacht so um si gegriffen, daß man, um den benachbarten Wald zu hüben, das noch stehende Kraut abmähen mußte. Auch mehrere andere Departements sind
Gesebe, keine anmaßende und dro-
| tion Dom Pedro's: —
gend® Weise überhand; sacht Schiffe sind seit ciniger Zeit ver- \{wunden und eine Amerikanische Brigg wurde, von aller Mann- schaft entblößt, auf d hohm_See gefunden. i
Den neuesten Nachrichten aus Mgrea zufolge, haben die Befehlshaber® mehrerer Griechischen Besaküngen den Französi- schen Truppen dew Eintritt in die Festung Patras Und einige andere feste Pläse Morea’s. verwehrt. i;
Briefen aus Ankona zufolge, hat d General Cubièxes ein auf Anlaß der EñKommunicatióhs/ Bulle erschienenes Patrñ- phlet gegen den Römischen Hof in Beschlag nehmen und die Formen in der Druckerei vernichten lassen. :
Dem- Messager des Chambres zufolge, wäre die ersie Anloihe der Pâpstlihen Regierung bereits erschöpft und Hätte diese mehreren hiesigen Handlungshäusern Anträge wegen Kon- trahirung eines neuên Anlehens gematht. 0
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Großbrit«@nien und Jrland.
Parlaments-Verhandluggen. Oberhaus. SiKFung vom 17. Juli.» Der Schottischen Reformbill ‘und mehreren anderen Vills wurde die Königl. Genehmigung ektheilt. “
— Unterhaus. Sißung vom 17. Juli. Herr Hunt überreichte eine Bittschrift mehrerer Personen aus Lancashirê, die darum baten, daß eine Untersuchung des „Gemezels von Peterloo angeordnet werden môge. Herr O’ Connell übergab mehreve Jrländische Bittschriften gegen das Zehnten-System und kündigte bei dieser Gelegenheit bereits einen Antrag auf die nächste Session an, für den Fall nämlich,“ daß er alsdann nah Mitglied des- Parlamentes‘ seyn sollte. Her? Gordon ver- langte zu wissen, ob es wahr sey, daß bei der großen 200,000 Menschen starken Versammlung iy Ballyhale ( Jrland ), wo man Beschlüsse gegen die Zehnten - Zahlung» gefaßt, der Vice- Statthalter der Gkaäfschaft Kilkenny präsidist habe. - Hexr Stanley erwiederte, es soy allerdings wahr,®?daß dex erwähnte Beamte, Oberst Butler, bei jener großen ungesebßlichen Ver- sammlung den Vorsiß gef&hit; dèrselbe sey jedoch bereits wegen dièses illesilen Verfahvens von dem Lord - Kanzlor von Jrland zur Rechenschaft gezogen w&den. Herr O’Connell meinte, er kônne richts Ungesebßliches in einer Versammlung erkennen, die den Zweck gehabt, eine Bittschrist, an das Unterhauë zu entwer- fen, und er begreife auch nicht, "wie man dieserhalb den Vor- siger derselben zur Rechenschaft ziehen könne. Lotd Ingestrie legte dem Lord eêllthorp (in Abwesenheit des Herrn J. Graham, ersten Lords der Admiralität) die Frage vor,“ ob es wahr sey, daß die Britische Fregatte „Stag‘/ die Expedition Dom Pe- dro's bei deren Landung in Portugal salutirt habe, und ob Sir Thomas Trowbridge, der Befehlshaber jener Fregatte, durh seine Instructionen l einem solchen Verfahren er- mächtigt gewesen sey? - Lord Altfforp* erwiederte, Sir Thomas Trowbridgè sey im Hafen„,von Porko zum Schuße Bkitischer Unterthanen stationirt. Jn den Instruction diejes Offiziers befinde. sich nichts in Bezug auf den fraglihen Punkt, und er (Lord Althorp) glaube auch nicht, daß eine Salutation, wie die erwähnte, von Seiten des Britischen Befehlshabers stattgefunden habe. Ynzwischen könne er aber auch das Gegent|sil nicht be- stimmt versichern, wiewohl die Jnstructionen positiv dahin laute- ten, daß sih der Britische Befehlshaber nirgends einmischen und die strengste Neutralität beobachten sollte (Hört, hört). — Hr. W. Harvey machte nun den vorlängst von ihm angekündigten Antrag zu einer Adresse an den König, in der Se. Majestät er- sucht werden sollten, eine Kommission zu ernennen, welche die vier juristischen Kollegia Lincolns - Jnn, Inner - Temple, Middle - Temple und Gray's - Inn, so wie deren Befugnisse zur Aufnahme und Zurückweisung von Studirenden und Rechts- ‘Praktikanten, untersuche. Herr Harvey freute si, hinzufügen zu können, daß ihm von Seiten des Lord Althorp die Versiche- rung ertheilt worden sey, die Regierung wolle sich dem Antrage ferner nit widerseßen. Sir Ch. Wetherell erklärte, df er die Nothwendigkeit einer Aenderung des gegenwärtigen Systems nicht cinsehe; vielmehr sey es ganz zweckmäßig, wenn besagte juristische Kollegien nah wie vor eine gewisse discretionaire Macht in Bezug auf Zulassung oder Ausschließung von Rechts- Kandidaten übten. Der General- Anwalt und Lord Alt- horp traten zwar dieser Meinung nicht bei, doch ergab die dar- auf folgende Abstimmung noch nichts Entscheidendes, indem nicht die erforderliche Zahl von 40 Mitgliedern daran Theil nahmen ; 26 Mitglieder stimmten inzwischen dafür und nur 2 dagegen. Die Frage wivd demzufolge erst am nächsten Tage zur Entschei- dung kommen.
London, 18. Juli. Die Hof-Zeitung meldet die Er- nennung des bisherigen Attaché bei der Gesandtschaft in Brüs- sel, Herrn Henry Fox, zum Legations-Secretair in Turin und die Ertheilung der Ritterwürde an den Obersten David Ximcnes.
Die Times giebt in ihrem heutigen Blatte aus Ports- mouth vom 17ten d. folgende Nachrichten über die Expedi- ¡Das Kriegs\chiff} „„Pantaloon“/ ist heute Morgen in funf Tagen von Porto hier eingetroffen; es bringt Depeschen von Sir Thomas Cochrane, dem Commandeur unseres Geschwaders vor jenem Hafen, und von unserem Kon- sul und Admiral in und vor Lissabon mit. — Uebrigens erfal- ren.wir durch den „Pantaloon“/ fast keine andere neuere Details, als die wir bereits durch den „„Firebrand“/ erhalten hatten. Es heißt, daß die ersten 3000 Mann Dom Pedro's, welche über den Duro gegangen waren, bis auf 5000 Mann verstärkt worden sind; dies geschah am l2ten und war bis jeßt die einzige thätige Demonstration. Wir hören von keinem Marsch auf Coimbra, welches doch der erste Schritt seyn sollte. Geschäftigkeit und Energie müssen alle Bewegungen Dom Pedro's bezeichnen, oder er is ein verlorener Mann. Wir hören nicht, daß Truppen zu Dom Pedro übèr- gegangen sind, au scheint sich die Geschichte mit dem Regiment,