1832 / 308 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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P x S D R. Ba e Ta ai R E A deb t De a6

Heute bemerkt bas obige Blatt: „Vorgestern is ein Cdu- Sesandten, und mit einer förmlichen Aufforderung an den König von Holland, die Citadelle von Antwerpen unverzüglich zu überliefern, und genü- gende Bürgschaften für die Ausführung der anderen Bedingun- gen des Traktates mit Belgien zu geben, abgegangen. Man vermuthet, daß diese Aufforderung dem Könige gestern oder heute

rier nach dem Haag mit Depeschen an unsern

Morgen zugekommen seyn, und daß seine Antwort spätestens am Sonntag (den 4. Nov.) hier eintreffen wird. Das ge- err in der City verbreitet gewesene Gerücht, als habe der König bereits in die Auslieferung der Citadelle gewilligt , erweist ch als durchaus ungegründet.‘ i

Die Timés enthält Folgendes: „Man meldet uns aus Rotterdam, „daß die“ Holländische Regierung am vergangenen Freitag alle Schiffsmäkler in Amsterdam und Rotterdam aufge- fordert hat, der Regierung noch an demselben Tage ein Ver- zeichniß aller Britischen Schiffe in Holländishen Häfen, mit denen die Mékler in-. Verbindund stehen, einzureichen. Jn dem Verzeichniß mußte der Name- des Schisses, des Eigenthümers und des Capitains, die, Größe, die Ladung und sonstige Details angegeben® werden. Diese Listen wurden -angefertigt , eingereicht und noch an demsolben Abend hach" dem Haag befördert. Ob dies oine vorbereitende Maßregel zu einem Embargo is, wissen wix nicht; sollte ‘dies aber der Fall seyn, so sind die dabei be- theiligten Kaufleute und Schiffs-Eigenthümer „der Holländischen Regierung für die Warnung Dank s{huldig. Was das Recht der Holländischen Regierung betrifft, Britisches Ei- genthum mit Beschlag zu, belegen, so scheint es unnúk, diese Fragg weiter zu erörtern. Sollte Großbritanien in Verfolg der von der Konferenz beschlossenen Zwangs - Maßtegeln zu Feindseligkeiten schreiten, so hat der König von Holland, in Gemäßheit der von ihm angenommenen Politik des Widerstan- des, unbezweifelt- das Recht, sich aller ihm zu Gebote stehenden Vertheidigungs«Mitel gegen die Ausübung von Zwangs - Maß- regeln zu bedienen, deren Gexechxigkeit er bestreitet. ‘/

Der Sun“ meldet if seinem City - Artikel: „Die Ankunft der Avant-Garde der Französischen Flotte an unse- ren Küstea&a, bestehend aus einem Linienschiff und vier Fregatten, hat einigen Eindruck auf- die Course gemacht. Wir vernehmen, daß unskre Flotte nicht wor dem 8. November segelfertig seyn wird. : Der Französische Admiral steigt ‘heute. an's Land; der Rest det Französisches Flotte wird erst morgen erwartet. Das Publikum und die Spekulanten sehen der Antwort des Königs von Holland "mit eder größten Spannung entgegen. “/

-…_ Im Galobe liest man: „Am -26. Okt. sollte der große An- griff auf Porto stattfinÆn, den Dom Miguel iy Person leiten wollte. Die Constitutionnellen hofften, daß Dom Pedro unter- dessen in 14 Träfsporten von England so viel Verstärkungen er- halten «haben würde, daß er einen kräftigen und erfolgreichen Widerstand werde loister" und die Belagerer zurückschlagen kön- nen. Am 15. Sept. nämlich segelte der „Eddystone‘/ mit 100

Mann von hier ab; am 21sten die „Phpylekia// nfit 58 -Mann;z am 2ásten der /Jrwik// mit 90 Mann; am 25sten® der „Därt“/ mit 31° Mann ; *am 1. Okt. der „Ebenezer/‘/ mit 33 Mann; am

i7ten der „Pere de Famille‘/ mit 230. Mann; am 20sten der

¡„Soho‘/ mit 280 Marin °und der „Royal George‘/ mit 350

Mann; am Z2sten dié 7,Royal Adelaide‘/ mit 40 Mann und 40

Pferden; am 1Yten der „Lord Wellington/‘/ mit 56 Mann und 90 Pferden und der 7;Emulous‘/ mit 20 Mann und 90 Pfer-

den; von Frankreich aus gingen 300, Mann nah Porto ab; zu- sammen also 1654 Mann nebst 240 Pferden. Außer diesen

Streitkräften sind 2000 Polnische Veteranen so eben im Begriff, in Dampfboote aus Frankreich abzugehen./ :

Im Hampshire Telegraph liest man: „An vielen Or- ¿en macht man fortwährênd die“ größten Anstrenzungen, um Dom Pedro zu verstärken. Wir hdren von Truppen - Einschif- fungen, füt ißn von Antwerpen, von- Cherbourg und anderen Französischen Häfen, uünd besonders von diesem Lande. Obgleich dabei nichts verschwendet wird, so- scheint man doch auch keine Kosten zu scheuen, und Alles- wird baar bezahlt. / ®°

‘Aus Porto wir? gemeldet, daß“ man dort-glaube, Dom «Pedro werde bei der Veränderung dêr Politik des Spanifchen Kabinettes unvexgüglicß einsn Gesandten nah Madrid senden. Einige. vermutheten, daß der Graf, Villa Real, der sich gegen- wärtig in London befindet, mit dieser Sendung beauftragt wax- den wärde. :

Graf Grey soll sich jeßt einer bessern Gesundheit erfreuen, als seit langer Zeit. Er wohnt mit seiner Familie in East-Sheen, von wo er täglich zur Stadt kêmmt, um im Schaß-Amte zu ar- beiten, zum Essen aber nach seinem Landsize zurückkehrt. Auch dem Lord-Kanzler soll die kurze“ Erholung von den Ge- schäften fehr zuträglih gewesen seyn.

Im Standard® liest man: „„Wir erfahren aus guter Quelle, daß ernstlihé Zwistigkeiten im Kabinette ausgebrochen sind, und daß die Existenz der Verwaltung des Lord Grey auf das Aeußerste bedroht ist. Nichts Geringeres als die persôn- liche Vermittelung ihres Königlichen Herrn soll, wie wir ver- nehmen, die Veröffentlichung der bestehenden Spaltungen" ver- hindert haben‘?

Dasselbe Blatt sagt: „Graf Grey soll mit den unge- heuren Kosten, welche Lord Durham's Gesandtschaftsreise ver- ursacht hat, sehr unzufrieden seyn. Se. Herrlichkeit reiste mit (6 Wagen, zu deren Fortbringung 22 Postpferde nöthig waren. “/

Der Morning Herald sagt: „Es geht das Gerücht, daß der Lord-Kanzler bereits damit beschäftigt sey, seine Maßregel in Bezug auf die Abschaffung der in der Person des Großsiegelbe- wahrers gegenwärtig stattfindenden Combination von richterlichen und politischen Functionen in eine zweckmäßige Form zu gestal- ten, indem er damit beabsichtigt, daf dieser hohe Staats-Beamte in der wichtigen und verantwortlihen Stellung, welche er ein- nimmt, nicht mehr von den Ministerial-Veränderungen abhängig seyn soll. Man wird sich erinnern, daß der edle und gelehrte Baron in seiner leßten Rede im Oberhause auch darauf hindeu- tete, daß das Amt des ersten Gerechtigkeitsflegers von démjeni- gen, welches der Lordkanzler als politischer Rathgeber der Krone verwalte, getrennt werden müsse. Das Gehalt des Lord-Kanzlers

ijt. auf 14,000 Pfund gährlich festgesekt worden, und .Se. Herr? 7

lichkeit macht den Vorschlag, daß das Amit, für das dieses Ge- halt bewilligt ist, von zwei Personen.bekleidet, das Gehalt jedoch, ohne die geringste -«Erhôhumz, unter beide getheilt werde.“

Der Herzog von Wellington ist „von -seinem Besuch bei dem Marquis® von Salisbury zurückgekehrt ; er wird nür einige Tage

in der Stadt bleiben und dant noch auf kurze Zeit nah Strath-

fiéldsay gehen, wo eine große Fasanen®? Jagd stattfinden wird.

Fürst Talleyrand stattete am Sonnabend Nachmittag, in Be- aleitung der Herzogin von Dino, dem Grafen und der Gräfin Cowper in Passanger einen Besuch ab.

Sir Stratford Canning wird in einigen Tagen als Groß- britanischer Botschafter nah St. Petersburg abgehen.

Herr Henry Valentin Jerningham, ältester Sohn des Lord

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C R Rd ende D ias iche Ek vGwED A eat O de des A U

1232

Stafford, i zum einskweiligen Geschäftsträger am Haager Hofe, an die Stelle des Herrn Bligh ernannt worden. Lebterer hat, wie die hiesigen Blätter mélden, so eilig den Auftrag erhal- ten, nah St. Petersburg abzugehen, daß ihm kaum Zeit" übrig blieb, seinen Reise-Wagen und seine Dienerschaft von London kommen zu lassen. * s

Lady W. Russell schifste ch am vergangenen Freitag mit ihrer Familie in Plymouth ein, um sih nah Lissabon zu ihrem Gemahl zu begeben. j

Der bisherige Sprecher des Unterhauses, „Herr Manners Sutton, ist am Sonnabend Morgen in Begleitung seiner Fa- milie von jeiner Reise nah deus Norden wieder in London ein- getroffen. Der Lord-Mayor hat ihn zu dem Gastmahl einge- laden, welches er vor Niederlegung seiner Würde geben °*twird. Herr Manners Sutton hat diese Einladung angenommen, und wird sich deshalb erst später nach: seinem Landsiße in Mistley Thorn begeben, wo er in der Folge, da er bekanntli sein parlamen- tarisches Amt niedergelegt hat, zu lebêy gedenkt. y

Am 9. k. M: wird der Lord-Mayors-Zug in seinem gan- zen frühern Glanz stattfinden. „Das Sattler-Gewerk klyat bedeu- tende Ausgaben gemacht, um dem Zug alle Pracht. zu verleihen,

da der neuerwählte Lord - Mayor, Sir Peter Laurie, der erste ihrer Corporation ist, der zu dieser hôchsten bürgerlichen Ehren- stelle gewählt wurde. Namentlich wird der Zug auf dem Was- ser äußerst glänzend seyn. :

Auf dem Werfte in Devonport wird jeßt ein neues Linien- hi} der „St. George“ von 120 Kanonen“ erbaut, welches wahrscheinlich schon im Juni k. J. wird von Stapel? laufen können. Ein anderes, „der Nil‘, von. 92 Kanonen, welches nach der „Brittania// aebaut wird, soll schon im April fertig werden. Außerdem wird in Devonport nôöch- “eine neue Buigg e Ring- dove‘/ gebaut.

Miß Kemble hat ihren hiesigen Freunden, geschrieben, und“ ihren und ihres Vaters großen Erfolg in Amerika vollkommen bestätigt. Herr Kemble hat sich demgemäß auch entschlossen,

nördlichen, das zweite in den südlichen Staaten zu bringen.

Die Vereinigten Staaten von Mord - Amerika sollen von der Neapolitanischen Regierung die Zusicherung erhalten haben, daß die von Amerikanischen Unterthanen noch zu fordernde Ent- schädigung von 2,115,000 Piaster ausgezalg4t werden solle.

Der Louisianna Courrier meldet, daß das Schiff „die zwei Brüder/‘/ von Tampico die Nachricht gebracht habe, daß Santana nit seiner ungefähr 4000 Mann starken Atmee noch immer in Orizaba, 27 Stunden von Mexiko, steht. Facio steht wischen ihm und Mexiko mit ungefähr 2000 Mann, Jeder die

ewegungen des Andern“ beobachtend. Bustamente hat Mexiko verlassen, und steht 150 (Engl.) Meilen von San Luis de Petosi mit 7000 Mann; seine Absicht ist, diese Stadt zu nehmen und General Montezuma anzuareifen, dessen Streitkräfte sich auf ungefähr 4000 Mann belaufen.

Niederlande.

Aus dem Haag, 30. Oft. Jn der-Nacht vom Sonn- abend kam hier ein Courier mit Depeschen an den Kaiserlichen Desterreichishen Gesandten, Freiherrn von Binder, an, die ihm seine Abberufung brachten; man versichert, daß er schon heute abreiset, und daß diese Maßregel durchaus keine politishe Be- deutung habe, da ex den Grafen von Allegri als Gesandtschafts? Secretair zurükläßt. .

Man fängt nur wieder an zu zweifeln,- daß unser Haupt- quartier so’ bald werde nah Herzogenbusch verlegt werdên.

Das=heutige Handelsblatt enthält einen Artikel, über- schrieben: „Jst eine schleunige Ausgleichung unseres Streites mit Belgien jeßt niht wahrscheinlich?// Jn diesem wird die Schuld einer etwa zu befürchtenden Verzögerung solcher Ausgleichung lediglich „auf Eùgland geschoben. -Es heißt darin unter Anderem affffl: „Hätte Riederland mit Belgien allein zu thun, so wären alle Hindernisse höchst wahrscheinlich schow längst aus dem Wege geräunit. Aber es giebt Andere, welche“ im Trúben zu- fischen wünschen, und deshalb zu Verwickelungen Anlaß gegeben, und Streitpunkte hervorgerufen haben, die Bel- gien selbst entweder gar nicht angeregt hat, oder auf die es nicht mit solcher unbesonnenen Hartnäckigkeit bestanden seyn wÜrde. Bel-, gien für sich wünscht von Niederland geschieden zu-seyn?® Nkederland verlangt nichts mehr als solche R immer bewirkt zu seYen ; hierin*sind also beide Länder einig. er König der Niederlande hat sich bereit erklärt, Belgien als unabhängigen Staat anzuer- kennen, mithin findet duch in dieser Hinsicht keine Beschwerde mehr Statt. Von dek Europäischen Seite betrachtet» . ist dek Streit also geschlichtet; was sonst noch vorliegt, geht nur Bel- gien und Niederland unter einander an. —“ Aber es läßt sich aus mehr als Einem Umstande nachweisen , daß England in den Verträgen zwischen Niederland und Belgien für sich das Mittel sucht, seinen Handel auf dem festen Lande mehr und mehr auszubreiten. N cht zufrieden mit der Gelegenheit, die es auf der einen Seite in Nord -Deutschland f{ow besißt, und auf der andern durch den Vertrag mit Frankfurt sich bereitet hat, will es sich jeßt auch, durch Belgien, eines Weges nach dem Nieder Rhein versichern. Die abseiten unserer °Re- gierung gethanen oder noch zu thuenden Vorschläge: sol- len deshalb auch dieses Verlangen der Engländer berühren, und von der Aufnahme derselben soll eine Ausgleihung unseres Streites mit Belgien zum großen Theile abhängen. Frank- reich ist, unserer Ansicht nah, bei den noch übrigen Streitpunk-

zwei Jahre in Amerika zu bleiben; “das este wird- er in den °

ten, nicht wesentlich betheiligt. . Ja, die übertriebenen -Forderun- gen der Belgier in Bezug auf die Scheldefahrt/, die Fahrt auf unseren Binnengewässern, und die Durchfuhr durch Limburg, widerstreiten vielfah dem Franzdösischèn Handels-Interesse, und, wie es heißt, sind selbs von Kaufleuten in verschiedenen Franzd- sischen Häfen desfgllsige Gegenvorstellungen an König Ludwig Philipp ergangen.“ Frankreich hat, täuschen wir uns, nicht, ein anderes Interesse, eine andere Aufgabe, die feste Herstellung Belgiens nämlich als unabhängigen Staat, und wennees eine drohende Stel- lung annimmt, so geschieht das, wie es uns scheint, nicht um die freie Scheldefahrt zu erzwingen, denn diese ist in den 24 Artikeln nicht ausbedymgen, *— sondern um einen der Hauptzwecke dieser Ar- ' tikel zu verwirklichen. Geht man hiervon aus, so. liegt das beste Mittel, Frankreich zu“ befriedigen und ihm jeden Vorwand zu einer bewaffneten Dazwischenkunft zu benehmen, offenbar in einer schleunigen Beseitigung unserer Streitigkeiten mit Belgien. Es hängt mithin Alles davon ab, ob England in der That ge- sonnen is, zu einer solch-n schnelleren Beseitigung beizutragen. Finden die neueren Niederländ\chen Vorstellungen Gehör bei dem Englischen Miniskerium, so wird das eine gute Vorbedeutung seyn. Werden aber diese Vorstellungen von der Londoner Kon- ferenz, oder vielmehr von den Belgischen Bevollmächtigten unter Englischem Einfluß wiederum für nicht genügend erklärt, und will man es aufs neue darauf anlegen, die Unterhandlungen in

eine unbestimmte Zeit zu verschleppen, so ist es nicht schwer vor-

d E O S E L F D B (540 C E Ser E Tes ia

auszusehen, welch& Wendung dite Sachen alsdann, in be

höchst wichtigen* Beziehung auf Frankreich,

tain A. ‘M. Hughes, vom Schooner „„Alida‘/ von Rotter jest und künftig führen wird, ‘die Seebriefe und son Schiffspapiere zu verweigern, weil er in Havana, als dor Belgische Flagge anerkgnnt worden, die Antwerpener Kolle Flagge aufgezogen hatte. ; Holländischen Capitain treffen, der in Smyrng eine Ladung Antwerpen angenomméeh hat. * °

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° Vet eh, i: Brüssel, 30. Okt. . Lord Föederick Fi - Clarence und

General Delaborde haben s«h gestern nach* Antwerpen bege

um die dortigen Festungs-Werke in Augenschein zu nehmen, Ï Der Baron von Stassart hat dem Ansuchen seiner Fre

nachgegeben, und seine Entlassung als Mitglied der Senat ck Kaminer zusückgenonimen. s é :

Die Belgischen Kammern haben mit den Französischey Abkommen getroffen, demzufolge die von ibnen gedruckten A stücke gegenseitig ausgetauscht werden sollen. Man wird Englischen Parkamente denselben Vorschlag machen.

Nachstehendes is, dem hiesigen Courrier zufolge, Uebersicht der Stärke des Corps, welche die Holländischèn H Und die Citadelle von Antwerpen vertheidigen. Schelde; vision. General en Chef, Chassé. Zweiter Kommandant Citadelle, General-Major Favauge. Chef des Generalstj DMberst - Lieutenant von Boer. Pla&6 - Kommandant in derg delle, Obersk Vanderstraätem Kommandant des Foktt Majôr- Retschia. Kommandant des Fort Liefkenshoef, «M Henny. Infanterie. Die 1sten-,, 2ten und Zten Batail des Linken - Regimentes Nr. 10, Oberst van Quadt. Dag Bataiilon des Linien-Regimentes Nr. 13, Oberst-Lieutenant Äy .tus. Das 1ste Bataillon des Linien-Regimentes Nr. 7, Oberst-\ tenant Oudendyk. Abtheilungen der Regimenter Nr. 18, 1 2 und 9. “Artillerie. as 3te und 6te Bataillon der Yj Artillerie. Ingenieure. Kommandeur, Oberst Vanttw Oberst-Lieutenant Akermans. Die Majore Bos und V wyk. Eine Compagnie Sappeure. Marine. Komma vor Antwerpen, Capitain Koopman; Kommandank vor Marie , Capitain Boelens; Kommandant vor Bath, der L von Ryk. —Vliessingen. General en Chef, der Vice-Ad Gobius. * Das Zte Bataillon des 1sten. Aufgebotes der Komm Garde von Seeland; das 2te Bataillon der Kommußal: Garde platten Landes von Seeland; cin Bataillon der Kolonial-J

‘terie, Oberst-Lieutenant Volkhemet; das Zte Bataillon der Schutterei-Abtheilung von Brabant, Májor Beckman ; ein taillon militaikisd organisirter Marine - Arbeiter. Helvy lu és. Kommandant, Oberst-Lieutenant Brade; 1stes Depot; taillon des Regimentes Nr. 12, Major Hubart. La Bri 3tes Bataillon der 2ten Abthoilung der Kommunal-Garde, Bataillon der Brabanter Schutterei; die “2e Compagnie freiwilligen Artillerie. Der Helder." Kommandant, der Co Admiral Ziervogel; Plaß - Kommandgnt, Major Steiger; Bataillon der 2ten Brabanter Schutterei-Division, Major F sen; Ztes Batajllon der 1sten- Schutterei-Divisign, Oberst Ho

Aus Tournay schreibt man voin 27sen d.: „Die so

eingegangenen Privat-Berichte aus Lille, Douai und Val nes sprechen von keiner Bewegung der Französischen Truj und man glaubt auch noch immer, daß dex Befehl zum rücken nicht ertheilt werden wird. ‘/

Schweden und Norwegenm

Stockholm, 24. ‘Okt. Alle Anstalten zum Transpott Monumenks, welches zu Upsala zum Andenkên des Köhigs stav Adolph des Großea errichtet werden soll, sind berei troffer. Der Retchsmarschall, Se. Excellenz Graf Brahe, dièscæ Absicht gestern nach Upsala gereist. Der Hof LArd Nystrôm ist mit der Erxichtung beauftragt. Das Monu bestehb aus einem Obelisk von' 60 Fuß Höhe und das Pi wird die Fnschrift trægen :

¡Dem Könige Gusav Adolf dem Großen- im Ny dés Schwedischèn Volkes von Karl X1V. Johann. 6.eNov. 1832.‘

o ' Deut \ch lan d.

München, 29. Okt, Auf Sr. Königl. . Majestät Payern Befthl ist, in Betkteff der Werbung eines Tr Corps für das Königreich Griechenland, unterm 24. Okto) J. folgonde Allerhdchste, Vêvokdnung an die Divisions - un giments - Kommandd's der Armee etgangen: „Wir haben fällig wahrgenommen, daß Militair - Individuen, welche f Folge der ergangenen Aufforderung zun Uebertritt in d werbende Truppen - Corps für das Königreich Griechenlan!ff den, von Seiten einiger vorgeseßten Militair-Behörden Hi nisse entgegengestellt, und die Realisirung ihres Vorhabet shwert, überhaupt aber statt die Wérbung, wie unserer Absicht liegt, auf jede mit den Staats - G vereinbarlihe Weise zu fördern, derselben in Wort That entgegengewirkt werde. Da“ es zur Ehrensacht Bayerischen Nation geworden® ist, die Bedingungen Staats - Vertrages vom 7. Mai d. J. ihrem ganzen Um nach zu erfüllen, so ist es Unser ernster Wille, daß dieset Sache schädlichen Einwirkungen mit Nachdru begegnet, der Werbung des zur Befestigung des Griechischen Tr Corps, mit Beachtung der zur Richtschnur gegebenen B mungen, jeder Vorschub geleistet werde. Unser Kriegs - M rium wird hiermit beauftragt, hiernah unverzüglich das 0 nete zu verfügen.‘/ E

In der hiesigen politischen Zeitung liest man: „Da einigen hiesigen Tageblättern mitgetheilte und bereits in die l burger Allgemeine Zeitung vom 25sten d. M. übergegangen! rücht von vorläufiger Absendung einer Bayerischen Brigade Griechenland, bis die Griechischen Truppen formirt und | seyn werden, scheint sich vollkommen gu, bestätigen, und d würdigen Vernehmen züfolge, sollen bereits die Befehle,

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marschfertig zu halten, an die betreffenden Kommando-S! btù

ergangen seyw,-doch will man aus zuverlässiger Quelle daß die wirkliche Absendung Bayerischer Truppen nach Gri land noch durch die Erledigung diplomatischer Verhandld zwischen unserer Regierung und der Griechischen Regen hedingt sey. ‘‘ j Dasselbe Blatt enthält einen längern Artikel, worF nachzuweisen sucht, „daß weder von einem Zweifel, ob de! nig von Bayern einen Allianz - Traktat mit Griechenland | schließen berechtigt sey, die Rede seyn könne, noch Bl! Verhältniß zum Deutschen Bunde oder dessen innere S! verfassung einem solchen Bündnisse das mindeste Hinder!

den Weg lege.‘ Eben so wenig, wird hinzugefügt, möcht

nehmen müssen. Es is Befehk gegeben worden, allen Schiffen, ‘welche (

Das Zzleiche Schicksal dúrfte

M Zürich, 27.- Okt.

Fen bie Erleichterung einer Werbung für ben Griechischen nst ein rechtlihes Bedenken erhobew werden können. Es heißt, der Hofbuchdrucker und Verleger Jaquet dahier de in Napoli di Romania eine Filial¿Buchhandlung errichten. Îne Zweifel wird der thätige Unternehmex seine Rechnung da- tf finden. Ein junger Mann aus Apsbach, der eine Brauerèi felbst besißt, hat diese verpachtet, und sich als gemeiner Uhlane y Griecheßland anwerben lassen, um daselbst eine Brauerei Ferrichten. Früher war dieser junger Mann schon in Nord- erifa. Für die vielen Jndividuen-, welche zum Cévildienst gemeldet haben, werden: die Berufungen und Anstellungèn von Griechenland aus erfolgen, indem man an Ort und, Stelle richtig zu beurtheilen vermag, welcher-Jndividuen man vor- (ih bedarf. ° E Jn Würzburg sieht man der wirklichens Realisirwng der schungen im Universitäts - Personale entgegen. Eben sowie Bofessor Brendel zum Appellätions.- Gerichts - Assessor ernannt iden ist, haben die Professoren der Rech?swisserschaft, Seusffert dCucumus, dieselbe Vkrse6ung zu erwarten, Der- erstere war ntlih in der Stände -Versamanlutig von 1834 zweiter ‘Prä- nt. Dev Leb&re hat von jeher das Staatsrecht und Kriminal- t behandelt. "Jus der medizinischen Fakultät soll Friedrich, ofessor der Physiologie, quiescirt, Professor Hergenröther zum dgerichts - Arzte ernannt werden. Einen großen Verluft würde ‘Entfernung des Professors der Klinik, Schönlein, dèr Uni: sität zufügen. Die "medizinische Fakultät würde an Frequenz, igstens der vielen Ausländer , chr abnehmen. An der Uni- sität Würzburg waren die Professoren schon seit langem in i Parteien getheiit, von denen sih die eine entschieden zu den undsäßen des Liberalismus bekannte. Es sind kürzlich auch Direktoren des Wärzburger Schullehrer- Seminars, Weickert d Hergenröther, von thren Stellen entfernt worden.

Oesterrei.

Wien, 30. Okt. Unterm 24sten d. M. iff von Sr. Kai- (*Königl. Apostolischen Maj. -nachstehendes (von unseren Zei- ngen sowohl in Lateinischer als in Deutscher Sprache mitge- ilte) Königl. Schreiben (Regales Liiterae), fraft dessen ein ihstag für das Königreich Ungarn auf den 16. Dez. laufen-

Jahres nach der Königl. Freistadt Preßburg ausgeschrieben d, an sämmtliche Komitate 2c. erlassen woxden : z

¡Franz dex Ersie, von Gottes Gnaden, Kaiser von Oester- h, apostolischer König von Ungarn, Böhmen, Gallizien und Lo- netién, ErzherFog von Oesterreich 2c. 2c. Jn Unserem gnädigsten nherufungs-Schreiben zu dem Reichstage vom Jahre 1830 “haben iwUnsere Absicht kundgegeben , schon im Fahre 1831, und somit ge vor Ablauf der geseßlichen Frist von drei Fahren, einen ichstag zu dem Ende halten zu lassen, damit die°Tin Folge des en Geseß-Artikels vom Jahre 179? und des 8ten vom Fahre 1827 gearbeiteten systematischen Operate in reichstägliche Berathung ommen werden, und Unser unausgeseßter landesväterlicher Wunsch, ÿ, mit Beihülfe jener Ausarbeitungen , ohne die alte Verfassung erschüttern, heilsame Gesebe geschaffen werden,„in Erfüllung komme. ir Selbst haben es daher am meisten bedauert, daß der hierzu bestimwte ihstag damals wegen der eben zu jener Zeit ausgebrochenen, allgemet-

und gefahrvollen Landplage, neuer *bis dœhin unbekannfer Art, ht gehalten werden kfounte. Wir haben jedoch Unsern festen illen, diesen Reichstag sobald als thunlich auszuschreiben, durch ser Königliches Reskript vom 16. September 1834 unumwunden lärt. Wir lösen demnach jeßt um so- freudiger Unser Kdnigli- § Wort, je mehr Wir es wünschen, daß durch die (Gesehe, ivelche

Folge der veichstäglichen Verhandlung jener Operate zu Stande

men werden , die. dfentliche Wohlfahrt noch fester begründet,

„alle Zeiten “gesichert und blühend erhalten werde." Zu diesem de haben Wir beschlossen, den grsammtew getreuen Ständen

es Königreichs oan und der damát verbundenen Länder cine

[gemeine Versammlung oder Reichstag, welchem Mir dites Beistand in Eigener Person vorzusteben Me N n dritten Advent - Sonntag dieses Fahves, der auf defi 16. Dez. lt, nah Unserer Königl. Freistadt Preßburg auszuschreiben und nd zu machen, Wir tragen euch daher gtädig auf und beféhlen ch, daß ihr für den fesigeseßten Tag und Ort, wie es herkömm- h ist, zwet aus eurer Mitte. gewählte und abgeordnete Deputirte, d zwar fähige, e dfeutige und das allgemeine Wohl liebende äfiner7 ohne alle Entfchuldigupg absendet, welche Der vorbesagten gemeinen Reichs-Versammlung mit den übrigew Herren Prälaten, aronen, Edelleuten und Ständen Unseres Königreichs Ungarn und ft damit verbundenen Lähder beizuwohnen haben. Jhr werdet sorg- darauf achten, daß euere vorerwähntèn Deputsrtén zur vorge- riebenen Frist sicher und unfehlba®s dafelhs erscheinen, hei Ver- idung der ift dem- allgemeinen. Reichs - Yekrete, im Unterlas- ngsfalle ausgesprochenen Strafe. Uebrigens bleiben Wir euch t Unserer Kaiserlicher Kdniglichen Gnade wohlgewogen. then in Unserer Kaiserstgdt Wien in BMsterxeich, am viewnd- atzigsten Tage des Mbnats Oktober im Jahre des Herrn acht- nhundert und zweiunddreißig. ats h. p Graf Adam Reviczky. Georg von Bartal-

Swe.

IÍn hiesigen Blättern lie : [Die Baseler Zeitung meldet selbs, daß die Milizen Us ndschaft Basel nach vollendeter Musterung wieder entlassen rden; somit ist gegen diese Musterung, welche, nah dem tillschweigen der Baseler Zeitung zu urtheilen , ohne die tain- sten Excesse abgelaufen ist , nicht nur nichts einzuwenden , son- n dieselbe verdient sogar, in Beziehung auf cidgenössische behranstalten, sehr belobt zu werden. l igen Bezug auf die Verhältnisse zur Stadt Basel gehabt ha- n, so muß man wohl anerkennen, daß die Verhandlungen des oßen Raths in Basel am 19. und 90. Oft. und die wegen Er- tung einer Diktatur geflossenen Aeußerungen sehr geeignet waren, if der Landschaft Besorgnisse zu erregen. Jndeß versichert die aseler- Zeitung, daß die Gerüchte von außerordentlicher Ver- irkung der Garnison uad Kriegsrüstungen in der Stadt Basel wahr (vermuthlich übertrieben) seven. Wir glauben daber gen besorgten Ausbruchs neuer Thätlichkeiten in Basel einst tilen sicher zu seyn, und feeuen uns daher, daß der Regierungs- ath von. Zürich (nah Angabe des Republikaners) das Begeh- Än der Landschaft Basel, um Ueberlassung von Kanonen abge- t hat. Uns scheinen die Gründe ‘der Verweigerung sehr cin- end. Als bloß fäufliche Ueberlassung betrachtet, witrde sie e egierung gekechte Vorwürfe zuziehen; denn da wir keine L 4teßerei besigen, auch nicht mit angekauften Kanonen Handel dae und in diesem Zeitpunktè wohl unser Material nicht ver- uit dúrfen, _so ließe sich ein solcher Verkauf nicht U n. Als militairische Unterftüßung betrachtet, wäre E u! che Ueberlassung _ordnungswidrig, wenn fie ohne E ‘erfügung der Bundes-Behörde stattfände. Auch könnten

nicht einmal zweckmäßig finden, eine besondere Ausrüstung

edenken, auf

er Landschaft Basel (deren Führer nicht i ; A E nit , » .

desonnenheit und duh cht immer die gehörige uf alle Fälle, wenn sie

Mäßigung gezeigt haben) zu begünstigen, da L ! ? angegriffen werden sollte, was nie vorhergehende Anzeichen begegnen wird, von Bern, Aargau

Zürich sehr bald Hülfe geleistet werdeu könnte. Wir glau-

Sollte aber auch dieselbe !

e a D B

ben, daß bie Regterung von Liestal, 0b durch eigene Erfindung oder -auf Anrathung, das geeignetste“ Mittel. gefunden hat, um die Gegnerschaft ohne Gewaltthätigkeit zu Anerkennung der Zntervention und biligen Unterhandlungen zu bringen. Da bei Vollziehung der «selbt angeordneten rennung die Regierung vort Bafel mit den Archiven die Notariats - Protokolle aus den Bezirken nah Basel bringen ließ, so fordert die Land- schaft Basel die Eingabe der Original-Schuld - Titel, Behufs der Anfertigung neuer Protokolle. Nun fürchten die Kreditoren in Basel (uud nichk ohne Grund) diese Titel éöunten, wenn sle einmal inden Händen der Landschaft vork Basel seyen, als Ge; pährleistung für die Vollziehung der Tagsaßzungs-Beschlüsse mit Sequester belègt werden. Diese Besorgniß veranlaßte einen Be- \chluß des großen Raths von Basel vom 2ósten, welcher .den Kreditoren (nah ihrem *Wunsche) verbietet, dem Edikt von Lie- stal Folge zu leisten, darait nicht indirekt die dortige Behörde anerkannt werde. Wir meinen, diese les'ere dúrfe nun ganz ginfach bei ay Edikt bleiben, nah Verfleß des Termins die nicht eingegebenen “Titel annulliren (‘wenigstens als privilegirte Forderungen ), den Debetoren (nach ihrem sehr wahrscheinlichen Wunsche) einstweilen. Zahlungen von Zins oder Kapital untersa- gen und auf den Betrag Sequester legen. Auf diesem Wege wird mehr ausgerichtet werden, als durch militairische Zwangs- mittel. Búrgerkrieg in der Schweiz und fremde Dazwischen-

| kunft ist hiervon auch nicht zu besorgen.“

Jtalten.

Parma, 18. Oktober. Am 14ten d. M. kam der Belgische Gesandte beim Päpstlihen Stuhle, Graf Vilain X11, hier an, und überreichte geftern Jhrer Majestät der Herzogin ein Schrei» ben seines Souverains mit der Anzeige von seiner Thronbestei- gung. Der genannte Diplomat is heute nach Florenz abgereist.

Neapel, 18. Oktober. Das amtliche Giornale del Regno delle due Sicilie fúndigt auf Anlaß der falschen Berichte “Frän- zösischer Blätter über die Vorfälle in Nola an, daß es in -efner seiner nächsten Nummern eine wahrhafte Darstellung derselben geben werde.

P ortugal.

Die Chronica Con mehr folgenden offiziellen ' die

stitucional von Porto enthält nun- Bericht des Admirals Sartorius úber

Seeschlacht vvm M Oktober: ¡An Bord er zu dem Geschwader Majiéstät gehdrigen Fregatte „Donna-Maria//, 11. Okt.,

40 Meilen avestlich von, den Bayona-Jnseln./ -,Durchlauchti@Fster Senhor! Gestern früh um 6 Uhr bemerkte man, daß das feindliche Geschwader, welches, wie ich in meiner leß- ten Depesche meldete, ‘aug einem Linienschiff, einer Gregatte, 2 Kor- veften und zwei Briggs bestand, stch-aus der Bucht vonzVigo ent- fern hatte. Jch lichtete sogleich meine Anker zwischen den Bayona- Inseln und verfolgte dasselbe, mit dem Entschluß, es ungeachtet seiner sehr überlegenen Streitkräfte zu einer allgemeinen Schlacht zu nöthigen , in der zuversichtlichen Hoffuung, daß ich seine großen Schiffe wenigstens in einen solchen Zustand bringen würde, der es thnen einige Monat unmöglich machen müfte, wieder an dem Dien Theil zu nehmen. Demgeniäß entwakf ich mit Rucksicht auf meinte kleinen Schiffe den Plan, mir mét den beiden Fregatten zu einem Angriff auf das feindliche Linienschiff Raum zu gewähren, als rend meine Korvetten die Aufmerksamfeit der feindlichen Fregatten beschäftigen sollten; aber bald nach' 1 Uhr hente Morgen, als ich im Begriff rvar, mtch dem Feinde zu nähern uud das Gefecht zu beginnen, ließ der Wind nach, und es wehte kaum noch ein Luft- hauch, so daf wenige von den kleinen Schiffe die Stellungen, De En On v Smes, noch mir den Beiftand en, den fte mir, wie ih überzeugt, gewiß sehr gern ge- wähkt hätten. Die Folge davon vat Ff

JFhrer Allergetreusten

sich nur aufs die Fregatten und

' §33 je ( 43 M zigste Juli‘) richtete» vet Allem aus die. Brigg „der dreiundzwan

aber auf mein Flaagenschif, und endlich auch auf die Korvette „Portuensè/. Das fcudliche Feller wurde von alley Offiskeren- und Mannschaften unserer Schisse während des ganzen Trefens, welche® 41, Stunden dauerte , mit dem unbesiegbarsten Muth aufgenommen und erwie- dert. Da ich nah Verlauf dieser Zeit f ]

y (c) Nach Ser | fand, daß das Bacébord-Ta- kelwerk meines Schiffes schr gelitten hatte, und daf cinige Kang-

[ nen auf derselben Seite sür den Augenblick Fum Dienst untauglich

gemacht waren, so beschloß i, umzulêgen, um das Gefecht von der Steuerbordscite frtzuseßen. Fch begleikete dieses Mändver mit einein gutgerichteten Feuer auf die feindliche Fregatte. Kaum 4uar es Jedoch auSgeführt, ‘als ih bemerkte, daß der Feind nach Süden segelte. Dîes gab mir Zeit und Gelegenheit, den meinem Takecle wert zugefügten Schaden auszubessern, womit ich icht beschäftigt

j bin, indem ich hofe, daß ich heute Nachmittag, um 4 Uhr im Stande

seyn werde, dem Feinde dicht auf den Sersen zu folgen“ und «hn zu einer Wriedereröffnung des Gefechts zu zwingen. Es iff mie unmöglich, Worte zu finden, um die Kaltblütigkcit, Tapferkeit und Unerschroclenheit aller Offiziere, Matrosen und Marine - Soldaten, dle an dfesem ungleichen Kampf Theil nahmen, hinreichend zu be- zuchnen, namentlich die Dienste, welche mir dex Befehlshaber met- ner Fregatte, mein Flaggen - Capitain Mins, leistete, sowohl durch seine Skfahrung und seien Muth während der Schlacht, ais durch seine Geschicklichfeit und Thätigkeit bei dem Geschäft det Ausbe}e- rung, desen er sh nachher annahm. Fch nehme mir die Freiheit, ihn der wohlverdienten hohen Berücksichtigung Sr. Kaiserl. Maj. zit empfehlen, so wie auch.die Cavitaine Crosby und Morgell, ferner den Chef meines Stabes, Cavitain Boyd, und den Oberst-Lieutenant Willtams, der die Marine-Soldaten | hemerklich machen, wie viel ih wäh nd des ganzer Treffens ihrem Eifer, ihrer Wachsamkeit und Thätigkeit verdankte. Beiliegend Ubersende ih Ew. Excellenz ein Verzeichniß der in dem Treffen Getkddteten und Verivundeten, indem ih mit Bedauern anzeigen muß, daß sich unter den Leßteren ciner meiner tapfersten und thä- figslen Offiziere befindet, dessen Dienste mir nun natürlich für cine lange Zeit entzogen sind. Jh habe die Ehre zu sevn, Ew. Ercel- lenz gehorsamster Diener : N. G.

j i R. G. Sartorius, Vice-Admiral und Ober

i di Befehlshaber des Geschwaders „„prer Allergetreuesten Maicstät. An Se. Excellenz den Mkine Minister, S d __ Silva Mouzinho d’'Albuquerque. ‘/ ¡Liste der Gètödteten und Verwundeten an Bvyrd dés ( Jhrer Allergetrenesten Majestät. //

¿-An Bord der „Donna Maria 11. Getôdtet: 6 Englische Matrosen. Schwer verwundet“und später gestorben: William Daw- son, Quartiermeister; ein Englischer Matrose und ein Englischer Marine-Soldat. Schwer verwundet: 14 Englische Matrosen. Leicht verwundet: Vice-Admiral Sartorius, Lieutenant Roß und 11 Eng- lische Matrosen.//

_/¿An Bord der „„Rainha da Portugal//. Getddtet: William Gibson, Lieutenant; Henry Fißhenry, Capitain d’Armes, und cin Getddtet: Ein Englischer Ma-

Englischer Matrose.// ¿An Bord der „„Portuense//. trose. Schwer verwundet: Thomas Sharp, Lieutenant, und ein S N Leicht verwundet: Ein Englischer Matrose.// ¿An Bord des „„Dreiundzwanzigsten Juli//. Schwer verwundet: Foord Margoll, Commandeur, und 4 Portugiesische Matrosen. Tödt-

Zeschwaders

lich verwundet und später gestorben: Joao Manoel Goncçalves.//

- jenseits des Paschaliks Erzérum

TArlel,

Konstantinopel, 29? Sept. ‘Am 24sten d. ist der Große Wesir in hiesiger Hauptstadt angelangt.

Der Statthalter von Trapezunt, Osman “Pascha, hat be- trächtliche Truppen - Auéhebungen unter den Lasistanern, in der Statthaltérschaft Sivas und in den Sandschaks Tschorum, Ama- sien, Totat, ‘Diwrik und Gumusch - Chaneh vorgenommen. Die gelegenen Provinzen haben eben- falls ihre Kontingente gejrellt, und auch Achmet Pascha, Beyler- Bey ‘von -Tschildir, hat zahlreiche Detaschements abgesandt, Fie sich utiter Osman Pascha®s Befehle stellen sollen. Le6sterer mel- det in seinem leßten Bericht, daß er, nahdem ec die nöthigen Anstalten zur Vgrproviantirung. der von ihm zusammengebrach- ten ansehnlichen Streitktäfte getroffen, ani bten d: M. oon Tre- bisonde abgegangen sey und sich nach Suivas gewendet habe, wo er ‘in kurzem einzutrefsen agdenke. s /

Der Mirimiran-Zbrahim Pascha, der, sich n Aibanien und Bosnien unter 1 Oberbefehl dos Groß - Wesirs ausgezeichnel hat, isl, vom Lebterem naeh -Konstantinope! gesandr und dem Sul- tan als würdig empfohlen worden, ein Koknmändo in der Nato- lishen Armee zu übernehmen. Dér“Suttckn gewährte ihm bald nach seiner Ankunft hierselbst eine Audienz un8 übertrug ihm das Militgir- Kommando der Statthalterschaft Adana und, der Sandschaks Asir und ®*Bepykan. „Auch ward eine bedeutende Summe zur Besoldung der von ihm zu befebligenden irregulai- ren Truppen zu seiner Verfügung ARU Sein Bruder, Be- kir Bey, ist zum Wojewoden von Eskbeschan ernannt ‘worden. ‘Ihrahim Pascha begab fih vor einigen Tagen von hier ‘nach dem Lager in Natolien. : e

Vom Kriegsschauplaße enthält der - neueste Moniteur Ottoman gar keine Nachrichten. i Is j

den

Vereinigte Staaten vowNê&rd-Amerika. **° New-York, 19. Sept: Der «American Mercury ent- hält folgende Betrachtungen über den jeßigen Zustand der Union - „Es kann auch der oberflächlichsten Beobachtung nicht entichen, daß die Angelegenheiten der “‘Nord- Amæikanischen Nation zu einem Wendepunkt gelangt. sind. Nicht bloß ein-Kampf zwischen Einzeinen ist es um Rang und Gewalt, sondern es handelt sich um Grundsäße, von deren Erfolg für lange Zeit, wo nicht für immer, das Schicksal dieses Landes abhängt Die. Nullifizirung mit all ihren gehässigen Folgen ist nichts in Vergleich mit derm rüsichtslosen Geist der Jntrigue und Verderbniß, der die Le- benstheile der Republik zernagt. Die Losung ist nicht, wie Staatsmänner ihrem Lande am besten zu dienen vermögen, son- dern wie sie ihren eigenen Interessen auf dée wirksamste Weise frôhnen und ihre Partei hegen und pfiegen .können. Als die Patrioten der, Revolution ihr Eigenthum, alles Thure der Hei- math, alles häusliche Glüek. uud ihr ‘Leben. selbst für die Frei- U die süße Freiheit aufs Spiel sesten, ahnten sie nit, daß estehung, gegen die“ sie so männlich ankämpftên, hre Nath- kommen fo bald bestármen werde: Und doch.ist kaum ein hal- bes Jahrhundert verflossen - und die nete Welt, obgleich hoc in ihrer Jugend, wetteifert schon mit der alten in all jenen - verderblichen Gewohnheiten, gegen die “unsere Väter ihve Schilde und Speere erhoben. Patronatscheft der Regíerung ist der große Krebs, derx die, Lebens - Adern des -Systenzs erfrißt. Sie klckdet sich ih jegliche Foum unt, Gestalt, welche Macht, Rang und Geld davbieten. Durch Zeitungen und Bro- schüren scleiht sie sich in joden Winkel, in jede Spalte, dringt in jedes Hausz und beherrscht die Gesinnungen,und VDewegqrünêe jeder Familie. Unsere Vorfahren s{chöpften aus der Tiefe deë

oummandirt; ih kann nicht genug |

geschichtlichen Quellen; sie fanden ,. daß die "Republiten von

daß“ das ganze Feuêr des | Griechenland und Rom einen Augenblitk des Glanzes . hatten

Feindes, der sh ns bls auf Kartätschen-Schußweite genähert hatte, |

und dann auf ewig in das Nichts sanken. der Ursache und sahen, daß die Regierung das Geld der Na- tion gebraucht hatte, um die Nation felbst* zu verderbe. Sie sahen ihr Mutterland denselben Gang nehmeh, und dies“ war dev Grurd zu -ihrex Etnpdruing. Wäre es ihnen aber vergönnt, durch eine einzige Gencration hindurch auf uns Herabz#schauen, so würden sie ihre Nachkommen stärkeren Schritts* dem Verder- ben entgegen eilen sehen, als irgeßd eine Nafion des Erdbodens Wenn diè Stimme eines Staates. füx nôthig erachtet wird, um die ‘Popularität det Verwaltung zu fichern, so erfauft man seitic Stimmführer in den Fleischbänken. Der Etne wird zun Rich- ter gemacht; der Andere geht zu einer auswärtigen Gesandtschaft ab : ein Dritter placirt Jndianer; ein Vierter vertheilt ihre Ländereien, uñfd ein Fünfter läßt sle aufhängen. Je {chwanktender der Staat, um desto größer die Bestechung, bis Alles, was man des Preises werth hält, erfauft ist. Wenn Staats-Aemter mit den tüchtigsten Män nern auszufüllen sind, mit Männern, die ihrem Amt eben so viel Chre geben, als entnehmen, warum sucht man sie nicht über all, wo sie sih finden? Anstatt dessen läßt man Talente und Rechtlichkeit und Geschick und Fähigkeit zu einem Amt bei Seits liegen, und giebt die „„Beute“‘/ denen preis, welche die meisten Schädel geerntet haben. Was sonst noch im Bereich der Re gierungs-Begúnstigung seht, darüber wird in gleicher Meise ve fügt. Jener große moralische Hebel, die Presse, wird v. h Mis bis Georgien durch Futter aus dem Schaßz-Aint bearbeitet und ächzt Unter dieser lástigen Bürde, gehätschelt und gepflegt von dem Lächeln der vollzichenden Gewait. Ein solcher Zustar:d fann nicht lange mehr dauern; er muß sehr bald mit Änarchie und Verwirrung enden, wenn die Nation sich die Sache nic selbst angelegen seyn läßt und durch eine verständige Operati: s den Polypen ausschneidet. Schon blicken aller Augen mit ae- spanntern Interesse auf den Ausgang des Jahres 1832, Uebc all sammeln sich Herrn Clay's Freunde, um ihre Pitt zu thun. - Noch viel bleibt ihnen zu thun übrig; aber mögen Le nur treu und gewissenhaft handeln, und die Sonne des Jackio nismus wivd für immer untergehen./ N Herr Van Buren hat dem Konvent von Baltimore, ter ihn zum Kandidaten für die Vice- Präsidentur ernannt hac, f (: gendes Schreiben Meran: A /Kinderhook, 3. Aug. Meine Herren! Lch habe die (sens _, habt, Fhre Mittheilung zu drbaltett, worin Smit d at bes i richtigen, daß die Versammlang, welche kürzlich zut Baltimavs halten ward, mich zum Kandidaten für das Amt des Vice Prâside telt der. Vereinigten Staaten ernannt hat. Vor meiner Aüreife q. meinem Vaterlande wurde mein Name oft in Verbindung nut “ia sem Amte genannt. Doch geschah dies nicht mit meiner Billigung m Gegentheil, als man mich Über diese Sache befragte, erklär ich Úbercinstimmend , daß ih durchaus abgeneigt sey , z[s Kandidat für jene Stelle betrachtet zu werden. Meinen Freunden ebte bah so oft die Gelegenheit sich darbot, i nee N

Siè forschten nach

i die Gründe dieser meiner Ab: gung vollständig auseinander; und ‘ie 1 ut

( ( dig Und ich verließ sie, wie ih lan

allgemein befriedigt durch mein diesfälliges Benehmen uns eiaudk:- sen, ein anderes Fndividuum zu empfehlen und cinstimmig zu unter stüßen. Seitdem at sich meine Stellung wesentlich geändert, in Fola 4 der Umstände, die Jhnen bekannt sind, und denen ich mebr, als r

gend einer besonderen Tüchtigkeit von meiner Seite den Beschlus « B

der Versammlung, so wie die Wärme und Einstimmigtreit der Ge«