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Tübingen, 26. Dez. Die Zahl. der Studirenden an der Hiesigen Universität beläuft sich gegenwärtig auf 844. Jn dem laufenden Winter-Semester 1822 sind 219 Studirende neu an- gekommen, worunter 49 Ausländer.
Hamburg, 1. Jan. Wir vernehmen so eben, daß die Elbe durch vieles Treibeis, welches von der oberen Elbe herun- terkômmt, zum Theil schon unfahrbar seyn soll. Die Englische Post vom 29sten v. M., die gestern Abend. hätte ankommen- sol- len, ist bis jeßt noch nicht eingetroffen.
Oesterreich.
Wien, 29. Dez. Der gestern über das Befinden Sr. Majestät des jungen Königs von Ungarn ausgegebene ärztlichs Bericht lautet folgendermaßen: „Die gefahrvollen Verhältnisse in der Krankheit Sr. Majestät des jüngeren Königs von Un- garn und Kronprinzen der übrigen Kaiserl. Königl. Staaten blieben am 27s\ten d. M. bis Neitternacht dieselben. Nach Mit- ternaecht trat allmählig eine bedeutende Verbesserung ein, welche nicht nur den ganzen heutigen Tag hindurch anhielt, sondern bis Abend auch noch einige Fortschritte machte.
Wien, den 28. Dezember 1832. Andr. Jos. Freiherr von Stifft, erster K. K. Leibarzt. Foh. Nep. Edler von Raimann, K, K. Leibarzt.“
Jta l (en.
Triest, 22. Dez. (Allgemeine Zeitung.) Von den nach Griechen(and bestimmten Königlich Bayerischen Truppen sind bereits drei Kolonnen in Triest angekommen; sie wurden, wie durch ganz Oesterreich, von der K. K. Generalität empfangen Und von der zuströmenden Bevölkerung sehr theilnehmend be- willfommnet. Die Mannschast wurde in einer der hiesigen Ka- sernèen untergebracht, und nach gehaltenem Rasttage mit der Ein- ichiffang der ersten Kolonne auf Kaiserl. Oesterreichischen Kauf- fahrteischiffen angefangen. Jedes Bataillon wird auf drei Schiffe vertheilt; im Ganzen werden zur Ueberfahrt der Trup- pen, der Artillerie und des Trains 29 Schiffe erfordert. Drei Fregatten liegen zum Dienste der Expedition auf der äußeren Rhede. Die Französische wird die Griechische Deputation und ihr Gefolge, die Russische den kommandirenden General und das Personal des Justiz-, Sanitäts- und Rechnungswesens des
Corps an Bord nehmen ; die Englische Fregatte wird die Trans- *
portschisfe bis Korfu begleiten, nund sodann Se. Majestät den König Otto und die Regentschaft von Griechenland in Brindisi abholen. Sobald eine Abtheilung der Bayerschen Truppen eingeschifft ist, welches sehr einfah und bequem bewerkstel- ligt wird, da alle Schiffe dicht am Hafendamme vor Anker lie- acn, segelt e augenblicklich nah dem fünf Stunden von hier entfernten Hafen von Pirano, welcher zum Sammelplage aller
Tranésportschiffe bestimmt is, nah deren Vereinigung die Flotte
unter Segel und bei Korfu vor Anker gehen wird, um den Kd- nig zu erwarten, und einige Erfrischungen für die Truppen ein- unehmen. Die vereinigte Flotte wird hierauf die Fahrt nah Napoli di Romania fortsezen. — Die wackern Bayerischen Krie- ger haben rúhmlich die shwierige Aufgabe geld, in der rau- esten Jahrszeit einen Weg zurück zu legen, der bei manchen Abtheilungen Über 260 Stunden betrug. Sie trafen sämmtlich in Triest oder in dessen Nähe ein, ohne daß ein Mann seine Fahne verlassen hätte, und man wird mit Verwunderung ver- nehinen, daß die Zahl der Kranken bei dem ganzen Corps un- gefähr 50 Mann beträgt. Das gesunde muntere Aussehen der Mannschaft wurde auch von Jedermann bewundert; welcher Geist sie bescelt, zeigte sie unter Anderem bei der Einschiffung, die in bestimmten Zwischenräumen unter dem Zulaufe einer großen Voitsmenge stattfindet. Singend und unter begeisterten Lebe- hochs sür das Wohl ihres geliebten Königs- Ludwig und des Königs Otto, eilten sie an Bord der Transport\chiffe, und schon hat man Nachricht, daß die zu Pirano Angçetommenen sih des besten Wohljeyns erfreuen. Dazu trägt unstrei:ig die vortreff- léche Verpslegung wesentlich bei, welche ibnen für die Dauer der Seereise mit größter Freigebigkcit verabreicht wird. Diese wak- teren Männer ernteten Übrigers während des Marsches den L958 der freudigen Bereitivilligkcit, mit welcher sie ihrer Bestim- mung folgten; sie wurden allenthaiben mit Auszeichnung empfan- gen, und ließen überall den Ruf gesitteter, gut sisziplinirter Trup- pen zurück. Die wenigen Exzesse Einzelner, meist die Folgen schlechter Quartiere, wird kein Gutdenkender dem Ganzen zur Last legen. Die in Triest ansässigen und fremden Griechen, und m-:hrere Bürger dieser {nen Stadt, boten und bieten noch Alles auf, den Bayerischen Truppen Beweise ihrer aufrichtigen Anhänglichkeit zu geben. Es drängt sich Fest an Fest ; die Offiziere, welche in den Griechischen Cirkeln erscheinen, werden mit Achtungsbe- zeugungen überhäuft, und alle Griechen sind der zuversichtlichen Ueberzeugung, daß ganz Griechenland ihre Begeisterung für den erhabenen Sprößling des Buyerischen Königshauses theilen wird, welchen die Vorsehung berief, um dieses shdne Land zu beherrschen. Daß diese gute Stimmung nicht bloß unter den gebildeeren Griechen herrscht, beweist das Benehmen der sehr zahlreich hier anwesenden Griechischen Matrosen. Sie waren die Ersten, welche den Truppen bei ihrer Ankunft entgegen eil- ten, sie suchen jede Gelegenheit auf, ihnen mit sceemännischer Herzlichkeit ihre Anhänglichkeit zu beweisen, sie nennen sie un- ter sih nie anders als „unsre Leute! // und Schreiber L sah vor ein paar Tagen ein Weinhaus mit Bayern und Griechen angefállt, Erstere die rothen Kappen der Griechen auf dem Kopfe, Legtere mit den Helmen der Bayern bedeckt, Alle hdchst ver- gnügt, und in die eifrigste Unterhalzung vertieft, obwohl Keiner des Andern Sprache verstand. Möge diese hène Eintracht auch auf Griechischem Boden fortdauern !
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Berlin, 3. Jan. Die Erbauung der Peterskirche zu E i §- leben, in welcher Martin Luther am 11. November 1483 ge- tauft if, wurde am Anfang des ‘16ten Jahrhunderts, zum Theil von Beiträgen, welche der damalige Prediger an derselben, Frie- drich Reuber, in ganz Deutschland gesammelt hatte, vollendet. Darauf begab sih der unermúdete Mann im Frühling des ewig denkwürdigen Jahres 1517 selbst nah Rom, um die Päpstliche
Bestätigung einzuholen, und wurde dort von dem Papft Leo X., |
der sicherlih nicht ahnete, welher Gegner ihm in dieser Kirche getauft war, sehr gnädig aufgenommen, sogar zum comes pala- tinus nannt. Jn einer langen Reihe von Say erlítt die Kirche zwar mancherlei Beschädigung, aber bei der großen Ver- ehrung, die Luthers Gedächtniß genoß, fehlte es ihr nie, selbs in den bedrängtesten Zeiten des dreißigjährigen Krieges, an Unter- stúßungen, welche oft weit her aus fernen Landen geschickt wur- den. Nur in den lesten Jahren, vorzüglich unter der Westphä- lischen Regierung, gebrach es gänzlih an Mitteln, die immer grôßger weydenden Baukosten, welche weit über die Kräfte der
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Gemeinde und des unbedeutenden Kirchen-Vermdgens gingen, zu bestreiten. Kaum war jedoch der ganzen Grafschaft Mannsfeld das Glück zu Theil geworden, wieder einem evangelischen Füär- sten anzugehdren, als des Königs Majestät eine bedeutende Summe schenkten, um die nothwendigsten Bauten auszuführen. Jet sind abermals Reparaturen an diesem ehrwürdigen, groß- artigen Gebäude nöthig geworden, zu denen Se. Majestät aufs neue ein Gnaden-Geschenk von 500 Thalern angewiesen und zu- gleich eine Kirchen- und Haus - Kollekte in allen evangelischen Kirchen und Gemeinden des Staats bewilligt haben. Hierdurch wird einem Jeden, der mit Dankbarkeit die Früchte von Luthers müúhevollen Arbeiten genießt, Gelegenheit gegeben, zur Erhaltung | einer Kirche beizutragen , die weniger ein Eigenthum der Stadt Eisleben, als ein Gemeingut der ganzen evangelischen Christen- eit ist. / Y Die Schlesische Zeitung enthält in ihrer neuesten Nummer die nachstehende biographische Notiz über den am 27jten v. M. zu Breslau verstorbenen Fürstbischof von Schimoneti: „Herr Christoph Emanuel Vinzenz von Schimonski- Schimoni wurde in Ober-Schlesien zu Brzeznis Ratiborer Kreises, woselbst sein Vater Königl. ‘Preuß. Landrath und Land- shafts-Direktor war, am 23. Juli 1752 geboren. Nachdem er auf dem fatholischen Gymnasium zu Breslau seine erste wissen- schaftlihe Bildung empfangen und sodann den philosophischen Lehr-Kursus auf der hiesigen Universität im Jahre 1771 vollen- det hatte, empfing er in demselben Jahre die ersten Weihungen. Hierauf begab er ih nach Rom, studirte die Theologie im dor- tigen Kollegium Germanicum Hungaricum als Alumn.s, vom 10. Nov. 1771 bis zum 19. April 1775, und empfing daselb|k den 30. Nov. 1773 vom Kardinal Zelada die Weihe des Sub- diakonats, wurde auch in demselben Jahre zum Kanonikus bei dem hohen Domstift in Breslau ernannt; sodaun erhielt er den 98. Mai 1774 die Weihe des Diakonats voin Bijchof Marcuci, Stellvertreter des Kardinals Vikarius Gene! alis, und von demselben in der Lateran- Kirche den 1. April 1775 die Priesterweihe. Nun wurde die Rückkehr in das Vaterland angetreien. Bald nach seiner Rückkunft erhielt er die Pfarrei Lohnau in Ober -Schle- sten, und ward nicht lange nachher Erzpriester Und Fürstbischdöf- licher Kotnmissarius des Rativorer Kreises. Im Jahre 1793 gelangte er zur Kapitusar - Refidenz bei dem hiesigen Domstifste, im Jahre 1795 ward er Fürstbischöflicher Generat- Vikar, spater aber, vermdge der Bulle Pius VI. vom 15. Januar 1797, als Bischof zu Leros in partibus infidelium und Weihbischof zu Breslau präconisirt und am 11. Februar 1798 von dem dama- ligen Bischof zu Paphos und Vicarins Apostolicus, Herrn v. Rothkirch, konsekrirt. Nach dem Ableben des Lektgenannten im | Jahre 1805 erhielt er die Dekanats-Prälatur. Jm Jahre 1809 | begab et sih als Vicarius Generalis und Weihbischof zu Sr. Majestät dem Könige nah Königsberg, um dem verehrten Mo- narchen die Versicherungen der Ehrfurcht, Anhänglichkeit und Treue im Namen des Schlesischen Klerus zu Füßen zu legen, tvorauf er im nächstfolgenden Jahre von Sr. Majestät den Rothen Adler-Orden erster Klasse erhielt. Nach dem im Ja- nuar 1817 erfolgten Tode des damaligen Fúürst-Bischoss, ward er zum Vikarius des Domkapitels und Bisthums- Administrator erwählt, bis ihn am 16ten Oktober 1823 die feierliche Wahl des Domkapitels zum bischdflichen Stuhl der Breslauer Did- cese berief, welche Wahl am 8ten November desselben Jahres die landesherrliche Besiätigung erhiele. Der. neue Fürst-Bijchof ward vom Papst Leo XU als solcher am 5. Mai 1824 präco- | nisirt, worauf die feierliche Einführung in den Besi des Dis- thums am 26. August desselben Jahres erfolgte. Am Ojter- Sonntage (3. April) des Jahres 1825 beging der Verewigte sein funfzigzähriges Priester - Jubiläum. Um das Andenken an diese Feier zu bewahren, gab der Domherr Herr Þr. Krüger | eine kurze Denkschrift heraus, mit weler zugleih das wohl- | getroffene, von dem hiesigen Maler Herrn Bräuer gezeichnete, | und ven Franz Stöber in Wien sauber gestohene Bildniß des | ehrwürdigen Jubelgreises erschien. Cine Darstellung der Ver- | dienste, welche sich der hohe Hingeschiedene während seiner lan- | gen und segensreichen Amtsführung um Staat und Kirche er- worben, gehört nicht für den beschränkten Raum dieser Blätter, | wohl aber darf hier an die seltene Milde und Wohlthätigkeit er- | innert werden, womit er zahllosen Bedrängten und Verlassenen Trest , Hülfe und Unterstüßung angedeihen ließ. Er starb, wie | bereits gemeldet worden, am 27. Dezember d. J. Abends um 9 Uhr, nach kurzer Krankheit, in seinem §isten Lebensjahre. Seine irdischen Ueberreste wurden am Z0sten Nachmiitags urm 4 Uhr mit den üblichen Feierlichkeiten in der Domkirche links vor dem Chor bestattet.‘/
— Der General der Jnfanterie und kommandirende Gene- | ral des sicbenten Armee - Corps, Baron von Múffting, ist am 28sten v. M. Abends in Achen, und der General-Lieutenant, Gouverneur des Fürstenthums Neuchatel, Commandeur der 15ten Diviñon und interimistische erste Kommandant -von Köln, Herr von Pfuel, an demselben Tage aus Neuchatel in Köln eingetroffen.
— Das Breslauer Theater-Gebäude beging am zweiten Weihnachts - Feiertage sein funfzigjähriges Jubiläum. Dasselbe wurde nämlih am 26sten Dez. 1782 von der damaligen Wäser- schen Schauspieler - Gesellschaft mit einem fünfaktizen Trauer-
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spiele: „Oda, oder die Frau von zwei Männern“, das eben nicht besonders gefiel, erdffnet.
Meteorologische Beobachtung.
1833 | Morgens | Ae Abends | Nach einmaliger 2. Januar. | 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
Luftdru. |342, 5 4 Par.|341,7 o ’Par.|341. 6 3 ‘Par ÎQuelwärme 8,9 M.
Luftwärme | — 7,00 R.| — 5/60 R.| — 8/2 ® Rx uewärme 0,7 ® R.
Thaupunkt | — 7,3 ® R.| — 8,5°® R.| — 9,4 ® R. Dunfisättg.| 92 pCt. 73 pCt. 90 pCt. sBodenwärme 1,7 ®R. Wind. 2% N N heiter. Jausdüni, 0, 0 4 1“ Rh Wolkenzug _—_ — _— Niederschlag 0.
Kontgliche Schauspiele. Freitag, 4. Jan. Jm Opernhause: Der Barbier von Se- villa, fkomishe Oper in 2 Abtheilungen; Musik von Rossini. (Dlle. Maschinka Schneider: Rosine, als Gastrolle.) Sonnabend, 5. Jan. Im Schauspielhause: Zum ersten- male wiederholt: Der Regenschirm, Lustspiel in 1 Akt, von F. v. Holbein. Hierauf: Die vier Temperamente, Original-Lustspiel in 3 Abtheilungen, nebst dem Nachspiele: Vierzehn Tage nach dem Schusse, in 1 Akt, von Ziegler.
Molt anadtiiGes Qhetaâter,
Freitag, 4. Jan. Tankred, heroische Oper in 2 Akten; Musik von Rossini. (Dlle, Minna Meitl, von Ständischen Theater zu Prag: Amenaide, als zweite Gastrolle.) Vorher : @in Mann hilft dem andern, Lustspiel in 1 Akt.
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Sonnabend, 5. Jan. Zum erstenmale: Der Debütant, (4
legenheitsscherz in 1 Akt. Dann folg: 0 Faust. Zum Beschluß, zum erstenmale: Hans Júrge, S spiel in 1 Aufzug, von Karl v. Holtei. (Hr. v. Holtei : Debütanten, den Faust und den Hans Júrge, als erste Gastr
Berliner Bors e Den 3. Januar 1833.
Amtl. Fonds- und Geld- Cours - Zettel. (Preuss. Co df \brief G
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Scenen aus Goeth,"
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| St. -Schuld-Seh. {4 | 932 931 {Grolshz. Pos. do.| 4 | 994 j
| Pe. Eng! Anl. 18. 5 | — 103 JOstpe. Ptandbr. | 4 | 981 Pr Engl. Anl. 22 5 | — 4103 omm. Pfandbr. | 4 1044 Pr. Engl. Obl 30. 4 | 871 Kur- u. Neum, do.| 4 1055 | Peäm Sch d.Seeh.|— | 512 | 514 FSelilesische do.) 4 — | Kurm. Obl.m.1.C 4 | 912 | 912 IRket.C, d. K-u Nl — | Neum.Int. Sch do.| 4 | 9114| — f#Z.-Sch.d.K-u.N—| — Berl. Stadi -Obliz.| a 945 | 94 i —— | | Kong a0 4 | 912 Holl. vollw. Duk.|—| 183 | Elbinger do. | 45 — S eue do |—| 19 | Danz. do. in C r 337 | —— 4 Friedrichsd’or. . |—| 137 Weestpr. Pfandbr. 4 | 97 | S -— 34
P 9.
Allgemeine
e Staats-Zeitung.
Derlin, Sonnaben den 20 aal ar
1833.
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9 u m tj - Cb 0A u » K E “r e) Ti F d 10 E E —————— — A — E Se S 1088 M Of m {t l1 che N a richte N. ¡Marion Delorme‘/ verbot, efahl Karl X., um mich hierfür | Hunt aus demselben geschieden. Sir Charles Wetherell und q | A! L / i h. ) zu entschädigen, meine Pension von 2000 Fr. auf 6000 Fr. zu | Sir Edward Sugden sind ohne Siß, und Sadler ist in Leeds Gon De E S erhöhen. Jch wies aber diese Erhöhung von der Hand, weil es | durchgefallen, ohne seine Erwählung anderwärts gesichert zu ha- : 4 D i mir schien, als ob sie in der Absicht verfügt worden sey, meinem | ben. Neue Gesichter werden uns im Unterhause begegnen, uud j Jm Bezirk der Kdnigl. Règierung | Gewissen Zwang anzuthun. Jch hatte bisher meine Pension | viele alte vermißt werden. Die folgende Session wird von täg-
1 ux Stettin ist der Kandidat des Predigt-Amts, Tismer, y Pastor in Klôtkow, Synode Treptow a. d. Rega, der Früh-
iger und Rektor zu Treptow a. d. T., Klein, zum Pastor in
Preu/s. C l j - WV echsel- Cours. —— Synode Treptoid a. d. T:, und der Prediger in Klein- Brief. | Co v, Müller, zum Pastor in Jsinger, Synode Pyrig, er- AIDSIEAAa 200 l (NUoZ — t worden. M 200 (2 — 1008 —— e 200 N NUPZ 1525 E em Papier-Fabrikanten C. O. Keferstein is unter dem S 300 Mk 2 191%, Dezember 1832 ein Zehn hinter einander folgende Jahre I Eos E A j M, 0E 4d fúr den ganzen Umfang des Staats gültiges Patent: C E (50 Fl. (2 3G [1034 | M auf ein dur Beschreibung erläutertes neues und eigen; A, 150 Fl. 2 ME 1037 thümliches Verfahren zur Darstellung eines dem Chi- Brealan 109 Fil. [2 Mt 99 nesischen glcichkommenden Papiers, für den Kupfer -, A O0 E, [8 E 1024 Sfein- und Holz - Dru, rankfurt a. M. WZ. O0 2e, 103 ; Morde O N 100 Rbl. [3 Woch. e lichen MANTEN L 600 FI, Kurz — | R R
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AuwSWürtroae Börsen Amsterdam, 29, Dezember Niederl. wirkl. Schuld 41%. 52 neue do. 76È.
Kanz-Bil
62 972. Russ. (v. 1528) 945. (v. 1831) 845. Oest. 8315. 86 a 54 544 Hamburg, 1. Januar. Oest. 52 Met. 867. 45 do, 157 Bank- Actlen 14129, Russ.
972, Preuss. Präm. Schi. 1017. Pon, 115 DID G5. St. Petersburg. 26. Dezember.
Hamburg S Uon. 97. Silber- Rubel 365. Kop. 58 Inscript
1831) 872. Dezember Part.-Obl. 348. 354. Russ. Assign. 18215.
Warschau. 39 Pfandor. 87. 874.
N eutse NaGriG ten, Dato) 281 Bes
tag, in Begleitung der Königin und der Prinzessin Adela itet: Niemay
die im Louvre veranstaltete Ausstellung der Fabrikate der zellan: Manufaktur zn Sèvres.
Die Reise des Königs nach Lille scheint jckzt definitiv
den 4. Januar festgeseßt zu seyn.
Herr Guizot is seit seiner Krankheit gestern zum ersken wieder in den Tuilerieen gewesen, um mit Sr. Majestät
arbeiten.
Der Graf Pozzo di Borgo wird sih heute oder mot
von hier nach London begeben.
Der Sardinische Geschäf:sträger Minister der Schreiben seines Souverains wegen der Vermählung der zessin Marie Christine von Savoyen mit dem Könige Sicilien.
In der Pairs-Kammer findet heute wieder eine dfe Sig6ung statt.
Der Marschall Gérard giebt in seinem neuesten B
| an den Kriegs - Minister, datirt aus Berchem vom 25. die Stärke der Garnison von Antwerpen bei dert Uebergabe?
Platzes auf 129 Offiziere (mit Einschluß des Generals de fanterie Chassé und des General-Majors Fauvage) und
Unteroffiziere und Gemeine an, wozu noch 300 Verwu! Nach einer kurzen Mel über die statigehabte Versenkung oder Verbrennung der 11 nonierbôte szt der Marschall hinzu: „„Die gesammte Ms schaft dieser Kanonierböte hat sich nach der Tête de FlanW9- begeben, wo sie jeßt mit den úbrigen dort befindlichen Ho!
(worunter 10 Offiziere) kommen.
dischen Truppen zu Gefangenen gemacht worden ist.‘/
Der Graf von Brissac, der den Grafen von Mesnart? de? Herzogin von Berry erseßen soll, ist am 22stten d. MN Blaye angekommen, wo er, bis zu seiner Zulassung bei J. K;
bei dem Kommandanten wohnt. Fn mehreren hiesigen Blättern liest man ein Schreib
Herrn Victor Hugo an den Handels - Minister, worin der Jahre 1823 von Ludwig XVII. ausge
auf die ihm im Pension von 2000 Fr. verzichtet.
Die angekündigte Broschüre des Vicomte von Chateaub: ist jet im Buchhandel erschienen; sie führt den Titel: „L schrifr úber die Gefangenschaft der Frau Herzogin von Be In Betreff der Griechischen Anleihe äußert der Messe ¡Unserer früheren Meldung, daß
des Chambres: Aguado die Anleihe kontrahirt habe, müssen wir heute
fügen, daß er dieses Geschäft nur im Namen und für : nung der vornehmsten Pariser Häuser übernommen hat daß, nach einer neuen Uebereinkunft mit dieseu Häusern,
Gebrüder Rothschild mit der Leitung der ganzen Operat auftragt sind.‘
Briefe aus Madrid melden, daß der Zustand des K! von Spanien sich seit einiger Zeit wieder etwas verschlim
habe. — Heute {loß Z5proc.
Der König besuchte vorgestern Nach
úberreihte gestern auswärtigen Angelegenheiten das Notcificati}s|6
ente pr. compt. 99. 60. fio
Zeitungs-Nachrichten. Ausla n-d.
70 Frankrei. Paris, 28. Dez. Herr Stratford Canning ist von hier Wi Madrid abgereist, wo er in der nächsten Woche ankommen
d; er hatte während. seines hiesigen Aufenthalts viele Konfe- n mit den Ministern und dem diplomatischen Corps. Der aps meint, das Französische Kabinet scheine nicht in die An- enheiten der Pyrenäischen Halbinsel auf eine entschiedene
1F thátige Weise eingreifen, sondern dieje Sache ganz der
lischen Regicrung überlassen zu wollen.
M Das Jour1ai z Dóbats knüpft an die nunmehr been- é Expedition \ e Citadelle von Antwerpen folgende Be- tungen an. ( um eim 2 Monat her, als unsere Armee
die Gränze g 01 wel! ‘ophezeiungen ward sie nicht (elte an ¡pferkeit und ihrem Ruhm, qWsie werde, ¿ man, d neinen Krieg entzünden, und
ese Shu as unserer atterieen werde in ganz Europa haüen. Wer Schuß ijr gefallen, aber Europa ist ruhig ge- n; es hat der Beíagerung der Citadelle zugesehen, und die- chauspiel wird auf die künftigen Berathungen nicht ohne ung bleiben. Zwei Dinge müssen besonders die Aufmerk- Benehmen in diesem cinmonatlichen Kriege. Dera Kriege ten worden; der Krieg sollte die Räumung der bisher be- ebliebenen Gebietstheile bewirken; fie sind geräumt, und Prt hört der Krieg auf. Noch nie ist y irh ¿e Angelegenheit, wie der Krieg, mit dieser Genauigkeit
acht worden. Der Politik und der Meynschlichkeit ist G rieg begann und endigte zur bestimmten Zeit ; die Stadt crberpen wurde von dem Bezirke der Feindseligkeiten ausge- Asen; um friedliche Einwohner zu schonen, wurde auf den "tif von der vortheilhaften Seite verzichtet; auch der Feind
te diese Regel und schoß nicht auf die Stadt, obgleich sich ugelregen über ihn ergoß. Dies sind Neuerungen im shrauch, es ist ein Sieg der Civilisation. Ein Krieg, der ieser Großmuth und Mäßigung geführt worden ist, wird Geschichte eine der shönsten Seiten unserer militairischen llen seyn. So is} der Krieg der civilisirten Völker, ein in dem man dem Geiste der Zersidrung nur das be- (ligt, was man ihm nicht verweigern i :
Der Constitutionnel schließt einen Artikel über die Stel- des jebigen Ministeriums in der Kammer in folgender : „Das Ministerium hegt vorzüglih Besozgniß vor einer ischen Bittschrift, die, wie man versichert, in einer der Sonn- eSißungen zu Gunsten der Herzogin von Berry eingebracht Eden wicd. Die Aufnahme, welche diese Petition finden wird, uns keinen Augenblick zweifelhaft, wir glauben aber, daß Æ Petition, indem sie die ungeseßzlihe Verordnung vom 8. ovember, wodurch die Entscheidung über das Loos der Her- } den Kammern anheimgestellt wird, aus der Vergessenheit drruft, leiht Debatten veranlassen kann, die geeignet das acbrechliche ministerielle Fahrzeug, das zwischen so Felscn laviren muß, zu zerschellen. Sie wird an das e Versprechen des Moniteur vom 11. Nov. erinnern, roelcher „Das Schicksal der Herzogin von Berry muß Gegenstand politischen Maßregel werden; die Herzogin ist ein Feind, an verhindern muß, zu schaden, man wird die Sache den
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hung diescs Zweckes vorschlagen.‘ Wir warten noch im Tauf die Verwirklichung dieses so klaren und bestimmten das von dem Ministerium ganz vergessen worden
io!
n scheint. 1 J Îdaß das Ministerium sein Gedächtniß wieder erlangt.‘
99. 65. 3proc. pr. compt. 69. 35. sin cour. 69. 40. M l ls m Anlie ne Mas: ani 82 20 i Gas 82 ‘os u É ê ie Herzogin von Berry vorzulegen. Dem Anliegen eines Dn P Ee S E A O en Botschafters gemäß, wird die Sache beim Alten bleiben,
592, Jproc. 334. oproc. Belg. änl. 774.
1852 99. 90.
Frankfurt a. M., 31. Dez. Oesterr. 5proc. Metall. 4proc. 764,764, 21proc. 4521. 1proc. 191. Bk.
877.
Actien 1386. 1384. Part.-Öbl. 129. 1284. Loose zu 100 Fl. 1
1904. Holl. 5proc. Obl. v. 1832 774. ‘Poln. Loose 573. G. Redacteur Cottel.
Gedrudt bei A. W. Hayn. Minister erlassen hat,
Neues Anlehn
eiheit geselzt und entweder nah Neapel oder nach Wien ft werden.“ — Unter den Bittschriften, mit denen die Mtirten-Kammer sich in ihrer morgenden Sibung beschäftigen d, befinden sih einige auf die Verhaftung und Gefangenhal- i der Herzogin von Berry bezügliche. on dem Schreiben, das Herr Victor Hugo an den Han- N sagt derselbe unter Anderem: „„Jm Ministeriums
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Îre 1829, als die Censur des Polignacschen
it Europa’s gefesselt haben, der Muth unserer Armee und |
1 im voraus gewisse Gränzen gestellt, sie sind nicht über- | cine so furchr- |
Alles bewilligt worden, was ihnen bewilligt werden konnte ; |
ern überlassen und ihnen die angemessenen Mittel zur }
Vielleicht werden wir es dieser Petition verdan- |
Om Temps licst man: „Die Regierunz scheint es ausge- | zu haben, den Kammern etnen Gese: Entwurf in Dezug |
die Herzogin unmittelbar nah dem Schlusse der Session |
immer als einen, freilich etwas übertriebenen, Lohn für einige sehr bestrittene literarische Verdienste betrachtet. Jet aber, wo die Regierung der Meinung zu seyn sheint, daß die Schriftsteller ihre Pensionen ihr und nicht dem Lande ver- danften und daß sie dafür dem Ministerium mit ihrer Feder verpflichtet wären; jeßt, wo diese seltsame Anforde- rung der Politik gewisser Journale zur Basis dient, von denen man, vielleicht mit Unrecht, glaubt, daß sie von Jhnen, m. H. , abhängig sind, jeßt muß es mir darauf anfommen, mir in meinem Streite mit der Regierung völlig freie Hand zu ver- \chasfen, und ih erkläre Jhnen daher, daß ih auf meine Pen- sion ganz und gar verzichte. Besorgen Sie übrigens von dieser Maßregel nihts Schlimmes; sie soll vielmehr nur dazu beitra- gen, daß meine Reclamation gegen den Akt der Willkür, wo- durch mein Stü „le roi s’amuse“ verboten worden is, mehr als je ihren bisherigen Charakter der Würde, Zurückhaltung und Máßigung bewahre. “/
Die hiesigen Zeitungen meldeten unlängst, daß ein Franzö sisches Kauffahrtei - Schiff, die Brigg ¿„„Hermes‘/, am 15. , Nov. im Angesichte des Portugiesischen Hafens Figueira fast mit seiner ganzen Mannschaft untergegangen sey, indem der Gouverneur dieses Plaßes dem Schiffe, das die Nothflagge aufgezogen , die Einfaßzrt in den Hafen verweigert habe. Der Moniteur be- stätigt jekt dieses Faktum und fügt zugleich hinzu, daß der Fran- zösische Konsul in Lissabon ,- Herr Lesseps, bei der Regierung Dom Miguels bereits dringende Beschwerde über ein Verfahren geführt habe, das um so barbarischer sey, als der Kommandant von Figueira nicht die Strenge seiner Jnstructionen zur Ent- schuïdigung anführen könne, da diese ihm im Gegentheil gestatteten, fremden Schiffen, die sih in Gefahr befänden, eine Zuflucht im Hafen zu gewähren. Das Portugiesische Ministerium habe sich auf die Nachricht von diesem Vorfalle beeilt, eine Untersuchung über das Benehmen des Gouverneurs anzuordnen, und der Vi- comte v. Santarem habe Herrn Lesseps die Versicherung gege- ben, daß jener Offizier streng bestraft werden solle, wenn er sich dieser barbarischen Handlung wirklich schuldig gemacht habe.
Der hiesige Verein der Volksfreunde hat gegen das Ur- theil des Kassationshofes, wodurch der Verein zwar aufgelöst, aber die Mitglieder desselben freigesprochen worden sind, gar nicht appellirt, weil er sein Bestehen durch die Anerkennung des oie aae von Seiten der Jury für hinlänglich gerecht- fertigt hált.
Der National beschwert sich darüber, daß die Gerichts- | Behörde wegen eines inkriminirten Artikels seines Blattes nicht | nur den verantwortlihen Geschäftsführer, Herrn Paulin, und | den Drucker Hingray, sondern auch Herrn Carrel, als muth- | maßlihen Verfasser des Artikels vorgeladen habe.
rung die Errichtung eines Spielhauses erlaubt habe.
Großbritanien und Jrlgn d:
London, 28. Dez. Se. Majestät der König ertheilten ge- ]stern dem Vice-Admiral Sir Robert Otway eine Audienz. Der außerordentliche Botschafter der Ottomanischen Pforte, Namik Pascha, und der Türkische Gesandte, Herr Maurojani, werden morgen in Brighton erwartet, um Jhren Majestäten einen Be- such abzustatten.
Färst Talleyrand und die anderen Gesandten der Konferenz hatten am Dienstaa Abend Unterredungen mit Lord Palmerston im auswärtigen Amte. Die Gesandten hatten im Laufe des Tages durch Couriere Depeschen aus den Niederlanden erhal- ten. — Vorgestern besuchte der Baron Wessenberg den Fürsten Tallenrand.
Der Fürst Talleyrand fertigte gestern Depeschen an seine Regierung ab, nachdem er vorher eine Unterredung mit Lord Palmerston gehabt hatte.
Der für die Jrländische Grafschaft Kerry gewählte Herr Charles O’Connell ist der Schwiegersohn des bekannten Herrn O'’Connell und der sechste von den Verwandten und dem Na- meñ dieses Lebtern, die im neuen Parlament Siß und Stimme erhalten werden.
Der Atlas stellt folgende Betrachtungen über die Wahlen an: „Der allgemeine Charakter der Wahlen kann mit wenig Worten geschildert werden. Die neue Repräsentation wird hauptsächlich aus einer Mittelklasse von Denkern bestehen; Männer, welche furchtsam auf beiden Seiten sind, und feiner Seite sehr wirksame Hülfe leisten können. Die Konservativen sind durchgefallen, und die Whigs haben gesiegt. Die Radikal- Reformers oder Zerstdrer versuchten die Schlacht, aber die privi- legirte Wählerschaft hat sich geweigert, dem Geschrei der Menge nachzugeben. Die Erwählung von Männern, welche eben nicht sehr eifrig fúr die Volkssache find, liefert den schlagenden Beweis dafúr, daß das Volk sich bei dieser Gelegenheit nicht von dem En- thusiasmus hat fortreißen lassen, und daß die Reform nicht die gefährlichen Folgen gehabt hat, welche ihre Gegner zu besürchten schienen. gelegt werden. Die Wurh für die Auflôdsung der Union greift táglih weiter um sich. Der Einfluß O’Connell's und seiner grundsablosen Partei- nimmt immer mehr zu, und wir können uns auf eine Session von Geschrei über die ewigen Beschwerden jenes nie ruhenden Landes gefaßt machen. Aber diese. wilden Leidenschaften werdén bald durch die höheren Forderungen drin- gender Geschäfte neutralisirt werden. Es is in England so
| viel zu thun, daß der Jrländische Ungestüm eine gelegenere
Tren-
Zeit abwarten muß; - und wenn die Frage wegen der
| nung einmal debattirt werden sollte, so wird sie auf eine Weise
entschieden werden, die ihren Unterstüßern die Thorheit, Schänd- lichkeit und Hoffnungslosigkeit ihres utopischen Planes darthun
wird. — Cobbett ist endlich in’s Parlament gekommen, und
Das Journal du Commerce rügt es, daß die Regie: |
Fúr Jrland muß ein ganz verschiedener Maßstab an: (
lihem FJnteresse seyn, nicht allein wegen der Neugierde, welche das Publikum natürlih empfinden wird, die Mei- nungen der neuen Mitglieder zu erfahren, sondern auch wegen der allgemeinen Wichtigkeit der Maßregeln, die noth- wendig soglceih eingebracht werden müssen. Der große Unter- schied, welcher bei den Wahlen berücksichtigt worden zu seyn scheint, liegt zwischen den Anhängern der Minister und denjeni- gen Kandidaten, welche sh unumwunden zu den Ultra - Forde- rungen des Volkes verpflichteten. Da aber die ministeriellen Kandidaten ziemlih allgemein siegreich waren, und da die Ver- waltung díe Fragen wegen der Kugelwahlen und der Sieben- jährigkeit für von den Umständen A6bähat hält, so ist es shwie- rig - Über das wahrscheinliche Schicksal jener Fragen eine Ver- muthung aufstellen zu können.“
Welche Verpflichtungen die ultraliberalen Wahl-Kandidaten von Jrland übernehmen müssen, ergiebt sch aus folgendem cha- rakteristischen Protokoll-Auszuge Úber die Wahl in Cork: „„Se- cretair: Wollen Sie, Herr Dre. Baldwin, für einen Widerruf der Union zwischen Großbritanien und Jrland stimmen? — Dr. Baldwin: Jh will. (Großer Beifall.) — Secretair : Wol- len auch Sie es, Hr. Callaghan? —— Callaghan: Jch will. — Secretair: Wollen Sie, Dr. Baldwén, für die Abschaffung der Zehnten und aller Kirchen-Abgaben ftémmen ? — Dr. Baldwin: Jch will. — Secretair: Hr. Callaghan, wollen Sie dasselbe thun? — Callaghan: Jch will. — Secretair : Dr. Baldwin, wollen Sie für dreijährige Parlamente, für eine weitere Aus- dehnung des Wahlrechtes zum mindesten bis auf die 5 Pfund- Miethsleute, und fúr Ballotage stimmen? — Dr. Baldwin; Jch will. (Großer Beifall.) — Secretair: Wollen auch Sie es, S Callaghan? — Callaghan: Jh will. — Secretair: Wollen
ie, Dr. Baldwin, für die Einführung von Jury - Bills für Jrland gleich denen in England stimmen, so wie dafür, daß die großen Juries, die Munizipal-Beamten und alle richterlichen Per- fonen von den Abttaben/üahieen gewählt werden? — Dr. Bald- win: Jch will. — Callaghan: Gewiß. — Secretair: Dr. Bald- win, wollen Sie für gänzliche Abschaffung der Neger-Sklaveret stimmen ? — Dr. Baldwin: Ohne Zweifel. — Secretair: Auch Sie, Hr. Callaghan? — Callaghan: Jch that dies schon vorher, und werde es mit Vergnügen wieder thun. — Secretair : Wol- len Sie, Dr. Baldwin, für eine Verminderung aller Taxen, welche die Verbreitung der Kenntnisse *) berühren, ftimmen ? Dr. Baldwin: Jch will. — Secretair: Herr Callaghan ? — Callaghan: Jch will. — Secretair: Wollen Sie, meine Herren, sih verpflichten, daß Sie als Kandidaten bei der nächsten Wahl weder direkt noch indirekt einen der Wähler weder selbst bestechen, noch durch Andere bestechen lassen wollen? — Dr. Baldwin: Jch | verspreche es aufs feierlihste. — Callaghan: Es freut mich, sa- gen zu können, ih will niht. — Herr Dowden: Sie haben | thren Katechismus gesagt, jeßt mögen sie gewählt werden. (Bei- fall und Gelächter.) Nun zogen sich die Kandidaten unter dem Beifallrufe der Menge auf ihre Siße zurück. j
Aus Deal schreibt man vom 2bsten d.: „Die Kriegs- Sloops „„Rover‘/ und „Larne‘/ sind nah Sheerneß, die Fran- zösische Fregatte „Medée‘/ und die Korvette „Bayonnaise‘/ nach Cherburg von hier abgegangen. Es befinden si{ch jeßt noch in den Dünen: die Englischen Schiffe „Donegal‘/ mit Sir Puslte- ney Malcolm am Bord, „Revenge‘‘, „Spartiate‘/, „„Talavera‘‘, ¡„Souchhampton“‘/, „Castor‘/ und „Stag‘/, und die Französischen Schiffe „„Spyrene‘/, mit dem Admiral Villeneuve am Bord, ¡„Suffren‘/, „Melpomene“‘‘, „Ariane‘/ und „Creble.//
Der Courier bemerkt, daß es, der Convention vom 22. Okt. gemäß, allerdings klar sey, daß die Französishe Armee Bel- gien verlassen müsse, sobald die Citadelle von Antwerpen und ihre Dependenzien übergeben worden seyen; aber die Frage, was zu den Dependenzien gehôre und was nicht, sey noch immer of: fen, und wenn die Erledigung derselben durch Unterhandlungen herbeigeführt werden solle, so könne dies noch zu einer beträcht- lihen Nach-Ernte von Protokollen Anlaß geben.
Das Plymouth Journal theilt folgenden Auszug aus einem Briefe mit, der am Bord des Englischen Schiffes „St. Vincent‘/ vor Lissabon den 11. Dez. geschrieben ist: „Dieses Schiff ist nach Lissabon beordert worden, um das Geschwader im Tajo zu verstärken, so daß Sir geen Hotham in diesem Au- genblick kein Flaggenschiff hat. ah einem langweiligen, fast eilfmonatlichen Aufenthalt zu Napoli di Romania, wo es si um die Ausgleichung der Griechischen Angelegenheiten handelte, die, wie ih fürchte, niemals werden ausgeglichen werden, kehr- ten wir am 24. Okt. nah Malta zurle. Am 30sten erhielten wir den Befehl, so nell als m glich nach Lissabon aufzubre- chen, und da das Schiff einige Ausbesserungen nöthig hatte, so wurden die Arbeiter des Schiffswerfts, obgleich wir noch Quarantaine hielten, unverzüglich an Bord beschieden. Am 9. Nov. wurde | das Schiff zu freier ‘Prafktifa zugelassen, und am 18ten segelte | es nach dem Tajo und übergab bei dem Auslaufen aus dem | Hafen die Flagge an das Königliche Schiff „Ralcigh//, das ein- zige Kriegs\chif, außer dem Dampfboot „Meteor“, welches da- | mals im dortigew Hafen vor Anker lag. Wir hatten eine schnelle Fahrt und befanden uns binnen 8 Tagen am Cap de Gat; aber nach dieser Zeit überraschte uns dicht an der Spanischen Küste eine Windstille, so daß wir erst am 5. Dez. bei Gibraltar anlangten, und zwar in Gesellschaft der „Philomele‘/, die wir hinter dem Felsen ange- troffen hatten, wo dieses Schiff umherkreuzte und Holländische Kauffahrer auffing, von denen es schon 6 oder 7 festgenommen und nah Gibraltar geschickt hatte. Am folgenden Tage segelten
wir Nachmittags von Gibraltar weiter, da sich der Wind nach
Osten gewandt hatte, und gestern früh kamen wir vor der Mún-
©) Unter taxes affecling the difffusion of knowledge versieht man
in Jrland hauptsächlich die auf den Journalen lastenden Abgaben.