1833 / 116 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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115 Bittschr. fär die Abschaffung der Skla- 9 vei... E I mit 33,254 Unterschr.

fdr die Aufldsung der Union

mit 3,036 fúár die Fabriken: Bill . . mit 31,329 fúr die Abschaffung der Sine- ien... mit 1,841 für die Abschaffung der Todes- a mit fúr die Abschaffung der Àssessed S mit für Abstimmung mittelst Ku- dn... mit gegen die - Malz - Steuer mit gegen die Korn - Geseße mit gegen die Haus- und Fenster- SUéUck 0 4 85, f init 4/347

Ueber die von Lord Althorp vorgesehlagene Zehnten-Vertau- hung äußert der Sun: „Der fehlerhafteste Theil des Plans ist der in Betreff der Ernennung und der Befugnisse der Zehn- ten-Taxatoren, nach deren Ausspruch die gezwungene Vertauschung vor si gehen soll. Die Ernennung der Taxatoren würde, wie der Vorschlag jest steht, fast aus\chließlich der Geistlichkeit an- hcimfallen, was so unangemessen wäre, daß wir überzeugt sind, dieser Theil der Bill muß geändert werden. Ferner ist es klar, daß, wenn die Bill einen Strohhalm werth seyn soll, die Taxa- toren das Recht haben müssen, die künftigen Zahlungen um mehr ass 5 pCt. von dem Durchschnitts-Werth der Zahlungen in den leâten 7 Jahren zu vermindern. Sonst würde die Bill nur auf Fälle anwendbar seyn, wo keine Beschwerden vorhanden sind, auf Fälle, wo der Grund-Eigenthümer- und der Zehnten - Eigen- thümer sich bereits freundschaftlich verständigt haben, oder wo die Geistlichkeit weniger eingetrieben hat, als sie es, genau ge- nommen, hätte thun fönnen.““

Die Bill wegen Errichtung einer Eisenbahn zwischen Manche- ster und Birmingham, welche schon in der vorigen Session von dem Unterhause angenommen, von dem Oberhause aber verworfen wurde, hat vorgestern wiederum das Unterhaus passirt. Der Sun spricht die Hoffnung aus, daß das Oberhaus dieselbe, so wie die Bill wegen Einrichtung einer Cisenbahn von Birming- ham nach London, diesmal nicht wieder verwerfen werde, nament- sich da diese Maßregel so unermeßliche Vortheile gewähre und einer großen Menge Volks augenblickliche und einträgliche Be- schäftigung verspreche.

Der Bericht über den Betrag, den der Schakmeister jeder Grafschaft den Secretairen der Friedensrihter und den Wahl- Beamten fúur ihre Ausgaben bei Anfertigung der Wähler - Listen und für eine jede Abschrift dieser Listen aus den öffentlichen Geldern entrichtet hat, ist jeßt, auf den Antrag des Herrn Hume, zum Druck befördert. Es geht daraus hervor, daß diese Kosten in den einzelnen Grafschaften sehr verschieden waren; in man- chen wurden nur 5 Shillinge, und in einer, der Grafschaft Hants, 3 Pfund fär jedes Exemplar der Wähler-Liste bezahlt.

In der Guildhall fand am 17ten eine Vetsammlung der Wählerschaft von London statt, in welcher beschlossen wurde, dem Parlament eine Bittschrift um Einführung von Armen-Geseßzen in Jrland zu überreichen. Der Lord: Mayor erschien in Beglei- tung der Aldermen Wood und Sir John Key, und eröffnete die Si6ung mit folgenden Worten: „Es macht mich stets glücklich, wenn es in meiner Macht steht, die Wähler von London zu ver- sammeln; bei einer Gelegenheit aber, wie die je6ige, wo meine Nei- gung mit meiner Pflicht übereinstimmt, ge es mir zu doppeltem Vergnügen. Jch bin volllommen mit der nsicht der Bittsteller einver: standen und überzeugt, daß ich keine Unterbrechung der Geschäfte von einer Versammlung zu befürchten habe, die si eingefunden hat, um die Mittel zu erwägen, wie man dem armen verhungernden Landvolf von Jrland eine Wohlthat erweisen könnte, welches, meiner Ansicht nach, erreicht werden würde, wenn man diesem Lande ein zweckfmäßiges System von Armen-Geseßen gäbe. Jn das Englishe System haben sich freilich Mißbräuche eingeschli- cen, aber ich werde doch immer behaupten, daß das Land da- durch erhalten worden ist, und daß es eines sciner tüchtigsten Bollwerke bildet. Denjenigen halte ich für den größten Patrio- ten , der auf eigene Kosten das Meiste für sein Vaterland thut, und ich srage dann nicht viel danach, ob er sich Whig, Tory oder Radikaler nennt. Jch hoffe, daß die Versammlung in die- ser Sache einmüthig seyn und daß ihr Beispiel durch das ganze Land befolgt werden wird.“

Der kärzlih im Druck erschienene Bericht über die im ver- gangenen Jahre erhobene Armen - Steuer ergiebt folgende Re- sultate. Es wurden in England und Wales im Ganzen

8,622,920 Pfd.

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erhoben, Ausgegeben wurden aber : Für die Armen …….….........-- 7,036,968 Pfd. und zu anderen Zwecken... - 1,646,492 Pfo.

ifi Ballen a, 3,683,460 Pfd.

So daßalso die Ausgabe die Einnahme um 60,540 Pfd. übersteigt. Im Vergleich zu dem vorangegangenen Jahre, hat sich die zur Uneerstüßung der Armen erforderlihe Summe um 347,006 ‘Pfd. vermehrt.

Aus amtlichen Verzeichnissen ergiebt sh, daß die Gesammt- Zahl der im Jahre 1832 in England und Wales vor Gericht gestellten Personen sih auf 20,829 Personen belaufen hat, dar- unter 17,485 männlichen und 3344 weiblichen Geschlechts. Von diesen wurden 14,947 verurtheilt, 3716 freigesprohen und bei 9166 stellten sich die Kläger nicht ein. Zur Todesstrafe wurden 1449 verurtheilt und davon 54 hingerichtet; zu lebenslänglicher Transyortation 546, zu Wijähriger Transportation 1, zu 14jäh- eiger 764, zu 10jähriger 1, zu 7jähriger 2603; H Zjähriger Gefängnißstrafe 3, zwischen 1- und 2jähriger Ge ángnißstrafe 930, zwischen 6- und 12monatlicher 1304, unter 6monatlicher 764á, und zu Peitschen- und Geldstrafen 402.

Die Masse der in dem Hafen von London eingeführten Kohlen belief sch im Jahre 1830 auf 2,079,275 Tonnen, im Fahre 183! auf 2,045/292 Tonnen, und im Jahre 1832 auf 2,139,078 Tonnen.

Ni6derian de.

Amsterdam, 21. April. Des Königs Majestät wohnten heute dem Gotteëdienste in der Neuen Kirche bei. Heute Mit- tag ist großes Diner bei Hofe. Unn

Se. Königl. Hoheit der Prinz Friedrich wird morgen die hiesige Hauptsiadt verlassen.

Belgien.

Brüssel, 21. April. Der Independant interpretirt die Prorogation der Kammer auf folgende Weise: „Wir zeigten vor acht Tagen an, daß der König den Herrn de Theux beaustragt habe, cin Ministerium zu bilden, Man versichert uns, daß das

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ehrenwerthe Mitglied sich an mehrere seiner politischen Freunde, und namentlich an die Herren Dubus, Brabant und von Meu- lenaere gewandt und gestern Sr. Maj. angezeigt habe, daß er sich in der Unmöglichkeit befinde, ein Kabinet zu bilden. Man fügt hinzu, daß der König nach dieser Erklärung des Herrn de Theux, und nachdem die bisherigen Minister sich wiederholt ge- weigert hätten, im Amte zu bleiben, die Prorogation der Kam- mern bis zum 6. Mai beschlossen habe.‘

Dasselbe Blatt theilt seinen Lesern in einer Nachschrift folgende außerordentliche Nachricht mit: „„Ein- Englischer Cou- rier, der diese Nacht durch Brüssel geeilt i|, überbringt die wichtige Nachricht von der Beilegung der Orientalischen An- gelegenheiten (?), Alles hat sich zum Vortheil Jbrahim Pascha's gestaltet; die Pforte hat die ersten Bedingungen des Pascha's von Aegypten angenommen. ‘/ Auf díese in einem so zuver- sichtlihen Tone von einem ministeriellen Blatte veikündete Nachricht sind die Fonds an hiesiger Börse heut ziemlich bedeu- tend gestiegen.

YDolen.

Warschau, 21. April. Vermittelst Reskripts Sr. Durch- laucht des Fürsten - Statthalters vom 16. Januar d. J., weiches die Regierungs-Kommission des Junern, der geistlichen und Un- terrichté:Angelegenheiten unterm 23. Januar d. J. zur allgemei nen Kenntniß gebracht hat, wurde ein jeder Fabrikant, Hand- werker und Kolonist von den Allerhöchst bestätigten Vorschriften unterrichtet, laut welchen die aus Polen Auswandernden im Kaiserthum aufgenommen werden sollen. Der Fürst-Statthalter hatte, um die Auswandernden nicht in Ungewißheit zu lassen, in oben erwähntem Reskript erklärt, daß von dem General der Infanterie, Jnzosf, darüber Aufschluß verlangt worden sey, wie hoch sich die Summe der auf den Wirthschaften der abgegangenen Kolonisten haftenden Schulden ungefähr belaufe. Hierüber hat nun- mehr die Regierungs-Kommission des Jnnern durch Se. Excell. den General der Kavallerie, General-Gouverneur Grafen Witt, Nach- richt erhalten. Der General Jnzoff meldete nämlich Sr. Durch- laucht dem Fürsten Paskewitsch von Warschau, daß es in den Kolonieen des Bezirks von Odessa gar keine leere Wirthschaften gebe; dagegen sind in den Deutschen Kolonieen in Bessarabien dergleichen leere Wirthschaften vorhanden, nämlich in der Kla- stischen Kolonie drei, in der Leipziger eine, in der Beresinski- schen eine, in der Alt-Arsiskischen eine, in der Brienskischen vier, zusammen 10 Wirthschaften, worauf Schulden an die Krone haften, welche laut der von dem Vormundschaftlichen Comité der súdlihen Kolonisten im Jahre 1829 an den Mini- ster des Jnnern eingereichten Berechnung in nachstehenden Terminen abzuzahlen sind: in den ersten sieben Jahren, nah Ablauf der Freijahre, und zwar vom Jahre 1830 bis 1837 werden von jeder Familie jäßrlih 10 Rubel Assignationen, zu- sammen 70 Rubel, erhoben; vom Jahre 1837 bis 1847 von je- der Familie jährlih 15, zusammen 150; von 1847 bis 1857 je 20, zusammen 200; von 1857 bis 1867 je 25, zusammen 250; von 1867 bis 1872 je 30, zusammen 150; von 1872 bis 1880 je 35, zusammen 280; im Ganzen also beträgt die auf jede Fa- milie fallende Schuld 1100 Rubel Assignationen. Was den Grund und Boden betrifft, welcher in den Bessarabischen Deut- chen Kolonieen vorhanden und noch nicht bewirthschaftet ist, so kann auf einem Strich Landes, innerhalb dessen sich 3600 sogenannter Zehntheile Aerland befinden, bequem eine Kolonie angelegt werden, indem es dort gutes und nicht tief unter der Erde liegendes Wasser giebt und der Erdboden zum Anbau von Getreide und zur Anlegung von Wiesen trefflich geeignet ist. Die Regierungs- Kommission des Jnnern macht diese Verhältnisse im weiteren Verfolg ihres Erlasses vom 23. Januar d. J. in der Absicht bekannt, damit diejenigen Fabrikanten und Aker-Bewirthschafter, welche nah jenem Theile von Rußland einwandern wollen , ge- nau wissen, was für Vortheile und Obliegenheiten ihrer dort warten.

DeutiGlan d.

Leipzig, 24. April. Am 2Wsten d. M. Abends trafen Jhre Königl. Hoheiten der Kronprinz von Preußen und der Prinz Johann von Sachsen zusammen in Freiberg ein, wo sie bei dem ObewBerghauptmann Freiherrn von Herder abstiegen. Am 21sten wurde in Freiberg Jhre Königl. Hoheit die Prinzessin Marie von Bayern auf ihrer Reise von München nah Dreéden er- wartet.

Se. Kdnigl. Hoheit der Prinz Mitregent is seiner Durch- lauchtigen Braut bis Zwickau entgegengeeilt, wo Höchstdieselbe am 21sten d. M. um 3 Uhr Nachmittags eintraf und von Sr. Königl. Hoheit empfangen wurde.

München, 21. April. Den leßten Berichten über das Befinden Jhrer Majestät der regierenden Königin zufolge, sind die Nächte zwar immer noch mit einiger Unruße verbunden, doch geht es im Ganzen besser.

Die Münchener politische Zeitung enthält nachste- henden Artitel mit der Ueberschrift: Vom Main: „„Hätre noch irgend ein Zweifel darüber obwolten können, daß die Anhänger der revolutionnairen Partei in Süd - Deutschland, oder, wie sie sich lieber nennen, die Deutschen Liberalen, von jener Propa- ganda ge!eitet und als Weikzeug mißbraucht werden , welche in Frankreich ihr unseliges Wesen treibt, so müßte der leßte Vor- fall in Frankfurt Jedem die Augen darüber gedffnct haben. Diese Propaganda, welche in Belgien durch Welschen Aus- wurf eine gänzlich unmotivirte Revoluticn ins Werk zu sez- zen, die Polen zu einem unsinnigen Unternehmen zu verleiten, den Zünd - Sto} nah Jtalien zu werfen und Portugal in einen Kämpf gegen heimathloses Gesindel zu verwickeln ge- wußt hat, fann troß vielfältiger niederschlagender Erfah- rungen ihr unseliges Spiel noh immer nicht aufgeben. Jn Frankreich selbst, wo man endlich der ewigen Unruhe und Unsi- cherheit müde zu werden beginnt, füßlte sie sich niht hinlänglich stark, um eine neue gewaltsame Umwälzung mit Hoffnung auf Erfolg unternehmen zu können, und so hat sie denn noch einmal ihr Auge auf das benachbarte Ausland gerichte. Statt daß früher Paris immer mit solchen Versuchen vorausging, und die dort errungenen Vortheile den ausländischen Verbündeten, Aehn- liches zu wagen, den Muth einfldßen mußten, hat die Feanzösi- sche Propaganda diesmal das Blatt zu wenden versucht, und den Unternehmungsgeist ißrer an Zahl und Kraft sehr vermin- derten Anhänger durch den Ausbruch eines Aufruhrs im südli- hen Deutschland aufzuspornen getrachtet. Wahrscheitilich sollte im Falle des Gelingens der gegen das Journal „die Tribune‘ eingeleitete Prozeß die erwünschte Veranlassung zu neuen Barri- faden-Scenen au in Paris geben, und die Meuterer sih dann von beiden Seiten des Rheins úber den blutgefärbten Strom die ruhlosen Hände bieten, Die Partei in Frankreich, zu un- geduldig, um von ihrer sogenannten legalen Opposition die lang- same Zerstôrung der Juli-Regierung zu erwarten, möchte die s{ch

in diesen Tagen darbietenden Anlässe benußen, um in Parjz Ae, und den Lehrstühlen ausgegangen ist, nicht als:das Versuch neuer Juli-Tage zu machen. Die Regierung A l hwerste Verbrechen behandeln ind aa, 6 as das Gefährliche ihrer Lage wohl erkennt und durchaus nicht (F feine gründliche Besserung des dermaligen Zustandes ge- los in ihrer Vertheidigung ist, hat den Republikanern fast | werden. Diejenigen, welhe der Ausstreuung eines überwindlihe Schwierigkeiten in den Weg gelegt. Gleich, Fn Giftes noch ferner unthätig zusehen sollten, werden haben alle Franzosen, die noch etwas zu verlieren und als; Mintermaßen selbst das erste Opfer desselben seyn. positives Interesse bei Aufrechthaltung der Ruhe haben, zie trostlose Aussicht in die Zukunst sich nun eröff- unzweideutig ihre Abneigung gegen Emeuten beurkundet. 14, Fmáßte, wenn hier nicht mit aller Kraft und Umsicht einge- der Partei in Frankreich, die das Gewicht ihrer Gezner woh (Feen würde, kann sih jeßt wohl Niemand mehr verbergen. und deswegen {wer zum Handeln zu bringen ist, Muth j F die Sicherheit und der Schuß, welchen die unendliche hen, hat man es versucht, auswärts einen Stur herauf j zahl ruhigec und pflichtzetreuer Bürger für Personen und s{hwdren, welcher die Anhänger der Revolution mir sich fy thum zu verlangen vollkommen berechtigt ist, erheischt ßen, ihren Muth beleben, die Kräfte des Widerstandes „F daß die hinlänglichen Maßregeln ergrissen werden, um end- solche Bewegung theilen und lähmen, die Leiter der öffnen Verzweigungen dieses ruhlosen Unwesens vollständig Angelegenheiten aus der Fassung bringen sollte. Sichtli(Mhie Spur zu kommen, und die Fäden, durch welche es mit der Plan zu dem eben so nihtswürdigen als unsinnigen h uslande zusammenhänat, endlich einmal fest und sicher zu nehmen in Frankfurt nicht in einem Deutschen Gehirne (Mistneiden. Jn dieser Hinsicht gewährt uns die, von der heckt worden. Nur Welsche Unwissenheit , die. auf erha(b ;Fhuter Behörde einseitig eingeleitete Untersuchung die hin- reich durchaus nichts kennt und welcher Deutschland, tro; Mde Beruhigung nicht, und wir geben die Hossnung nicht habsüchtigen Gier, deren Gegenstand es ist, doc) so und, Mh die Nothwendigkeit vereinigten Zusammenwirkens jämmt- bleibt, als irgend ein neu entdeckter úberseeischer Welttheil, „M Bundes-Regierungen für diesen Zweck sich ohnedies im auf den tollen Gedanken gerathen, daß in Frankfurt un M der Untersuchung unabweisbar herausstellen werde.“ mentlich zur Zeit der Messe der Schauplaß einer Umwily : deren Folgen sich auf einen großen Theil Deutschlands „Darmstadt, 21. April. Se. Hoheit der Erb-Großherzog ken sollten, gefunden werden könne. Nur völlige Unten Hessen (Höch stwelchem Se. Majestät der König von Bayern der Verhältnisse könnte den Wahn erzeugen , daß der ul Groß-Kreuz des Bayerischen Hubertus-Ordens verliehen ha- die Bundes - Versammlung ihre Sißungen hält, desha F if gestern von München wieder in hiesiger Residenz einge- Centralpunkt scyn müsse, von welchem aus über Deutsin. Das hiesige Offi:ter Corps brachte Sr. Hoheit um 10 wie von Paris über Frankreich, eine diktatorische Gewa!t F Abends eine feierliche Nacht-Musik, bei welcher die Musik- bt werden könne, wenn man sih dieses Punkics bem, Ms der hier garnisonirenden Regimenter abwechselnd spiel- habe. Auch eine Menge von andern Umständen spricht M} Der große Louisen : Plaß vor dem Großherzogl. Palais daß der Frankfurter Auftritt von Paris aus angezettelt t von einer fröhlichen Menschen-Masse, die, in lautem Ju- den. Schon seit längerer Zeit und bei vielen Gelegen, Fin das Lebehoh der Offiziere einstimmend, ihre herzliche „Winahme an dem freudigen Ereignisse der Verlobung des

haben wir darauf hingewiesen, wie die Liberalen in Deuts i s / Sbeig! i von wenigen Menschen in Frankreich am Gängebande zen mit der Kdöniglichen Prinzessin Mathilde von Bayern

werden, und zum größten Theile die getäuschten Wer!zeuqe igte- ländischer Ruchlosigkeit sind. Die Aeußerungen Fran;\MFrankfurt a. M., 21. April. Jn Anerkennung des mu- Journale schon im vorigen Jahre, daß die Preß - Fre Min Benehmens des hiesigen Linien - Militairs bei den Vor- Deutschland eine politishe Angelegenheit Frankreichs, weil st My am Zten d. M., hat die Hohe Deutsche Bundes - Ver- S S A e Blie in Deut lung für die G und Hinterlassenen der Geblie- ey; der Lärm, den die Französischen Dläâtter aller fn 500 Fl. zur Un esti i bei dem Erscheinen des Bundes-Beschlusses vom 28. Juni ieder O aufgeschlagen; die Napoleonischen Künste, die ein in derd MWFolgendes sind (der Allgemeinen Zeitung zufolge) die des Kaiser-Reichs ergrauter Diplomat im Augut vorigen Jen der Individuen, die, als der Theilnahme an den blutigen angewendet hat, um bei Gelegenheit jenes Bundes - Bes)\Mritten vom Zten d. beschuldigt, bis zum 15ten d. M. hier den kleinern Deutschen Fürsten Vorlesungen übr das in Mbraht wurden: Bernhard Julius Dahner, aus Rugen- Bundes - Akte ihnen eingeräumte Recht, Bündnisse zu ch1; Bernhard Lißkius, aus Aschaffenburg; Herrmann Joseph mit Hinweisung auf Frankreichs Geneigtheit zu nocnWnd, von hier; Herrmann Friedrich Handschuch, aus Rieder- Uebernahme der Rolle des Protektors zu halten; endli Mh; Jgnaz Sartori, aus Würzburg; Jean Treusch, aus Wull- neuester Zeit die widersinnigen Declamationea Französische [M Karl Pfreschler, aus Crônah; Eduard Fries, aus Grün- listen über die Auflöôsungen der Stände-Versanmmlungn M; Ernst Mathiä, von hier; Herrmann Friedrich Mooret, Stuttgart und Kassel, zeigen hinlänglih, in weichem GaM Grünstadt; Georg Nahm, aus Griesfeld; Friedrih Koch, den Revolutionnairen in Frankreich daran gelegen und leide Kassel; Wilhelmi Reutlinger, von hier; Peter Krab, aus Theil auch E sey, sich in ununterbre cene bah; Joseph Sänger, aus Augsburg; Wühelm Zeller, aus Verbindung mit ihren Jüngern in Deutschland zu erhalinFiünberg; Julius Rübner, aus Wunsiedel; Ludwig Silberroth, Sehr bezeichnend ist, wie der alte Mann, welcher, erst sj Durlach; Karl von Reigenstein, aus Celle; Theodor und der Revolution, dann von ihr ausgespieen und geächtet, i i Obermüller, aus Karlsruhe; Michael Grob, aus Krumbach; den Wahnsinn zweier Welten personificirt, bereits am 30. (ph Hengst, aus Durlach; Georg Müller, aus Dreieichen- in der Französischen Deputirten - Kammer im propheti'chen (j; Joseph Stahl, aus Altendorf; Alban genannt Baumbach, verkündete: bald würden auch Deutsche, wegen politische «MAtt{burg; G. Ludwig Ruppel, aus Niederursel, und fünf hen Vertriebene die Hospitalität Frankreichs in Anspruch nehwWern aus Bonames : In Straßburg zirkulirten schon in der Mitte des vorigen Î

Dent erreid.

nats Gerüchte von Aufständen, die in der Gegend von fy Triest, 16. April. (Nürnberger Korrespondent.)

R und im Hessischen beme ausbrechen wrden, un)

Brüssel spricht man, neueren Nachrichten zufolge, von rep/M Schiffer - Nachrichten hat sich die J , j

) ) ; / vo l Insel Cypern für die

nischen Bewegungen, die mit einem ähnlichen in Paris au et d 5 i Ç

T ake De Abt, eat Tele Mod U 2 Se Tire A E d L O (O7 Winvena

lich von dort aus Alles aufgeboten, um die Wiederholunz [F Abgeordnete der Pforte heißt es ferner unverbürgt i

liher Auftritte, wie in Frankfurt, in den Nachbar-Staaten [Fon dem Vice-König von Aegypten auf einem kleinen Fahr- e nah Konstantinopel zurückgeschickt, und die Fregatte, auf

beizuführen. Längs des Maines und im Hessischen hatt unmittelbar nah jenen Aufcritten das Gerücht von einer in her Ersterer angekommen war, zurückbehalten worden. Schweiz.

rió ausgebrochenen und gelungenen Revolution ausgesprenz1

dadurch den Muth der Umwälzungs-Partei in Deutsc)lanu Neuchatel, 17. April. Hier eingegangenen Nachrichten lge, i ein Trupp von angeblih 2— 300 Polen bei dem

recht zu erhalten, und sie zu neuen Unternehmungen anzuspmn Jn Gießen erwartete man ängstlih Ruhestörungen, die stl deß auf meuchlerische Excesse gegen untergeordnete Poliz-i- Zl Dessoubre von einer Abtheilung der Besançoner Garnison holt und in scinem Marich aufgehalten worden. Jm hiesigen Constitutionnel liest man: „Die Maß-

beschränkten. Das Entweichen der Polnischen Flüchtlinge l

ihren Französischen Depots, ihr bewaffneter Einmarsch in Schweiz, hat sogar den Franzdfischen liberalen Journalen An, welche durch die Ankunft einer Masse von Polen an un- zu Bemerkungen gegeben, worin vorzüglich die Art und An Gränzen veranlaßt wurden, haben von Neuem bewiesen, wie ein Französischer Deputirter sich in den Plan dieser h chr die große Mehrheit der Gebirgs-Bevd{kerung der Sache cen Entweichung eingeweiht bekannte, hervorgehoben wi MNation, der Ehre und der Pflicht ergeben ist. Von allen Diejenigen in Deutschland, welche vor Jahren son dara! Men eilten die Soldaten freiwillig zu den von Sr. Excellenz gewiesen haben, daß der grdÿte Theil der mit Deutsch:h1M Herrn Gouverneur angeordneten militairisc en Musterungen und Liberaliómus prahlenden Partei, bewußt oder unbew\Mbei, und ungeachtet des furchtbaren Wetters fanden sle sich JFateresse und unter der Leitung der Franzdfischen Revolution | phlreicher und mit größerer Hingebung ein, als im Mo- handle, daß er Deutschland auss Neue den Franzoscn z! "F Dezember 1831. Les Ponts, la Sagne, le Locle, la Chaux- then und auszuliefern trachte, haben also nur zu rich! Fonds und deren Umgegend wetteiferten in Bereitwilligkeit be Begeisterung, und würden schon allein eine kleine treue Ar- liefern kônnen, die ihren Führern vertraute und bereit wäre,

wahr geschen. Selb| die Deciamationen Deutscher Liber! Deutschen Stände-Verjammlungen gegen denBuntes-Beschui

Sache, für welche sie unter die Waffen getreten, bis aufs perste zu vertheidigen.“

28, Juni vor. Jahres, welche mit Vernachlässigung aller 10 Alten;

und nahe liegenden Jnteressen auf's Tapet gebracht wurden, ums

Mißtrauen und alle s{chmugigen Leidenschaften aufzuregen, |l

und fönnen feinen anderen Zweck haben, als den, den gi

Theil der früher im Rhein-Bunde begriffenen Staaten d Mi Turin, 13. April. Durch Kdnigl. Beschluß ist das Staats- ketariat für die inneren Angelegenheiten der Jnsel Sardinien,

Ausnahme der geistlichen Angelegenheiten und der Justiz,

init dem Ressort des Großsiegelbewahrers vereinigt bleiben,

zosen wieder ia die Hände zu spielen, Aufregung, 90 Mißtrauen gegen -die Verbindung mit den Deutschen M

der hergestellt und der General- Lieutenant Pes di Villama- zum Staats-Secretair von Sardinien ernannt worden.

im Volke anzufachen und rege zu erhalten, und auf diele souveraine Mitglieder des Deutschen Bundes wiederum zu!

Pologna, 11. April. Der Ritter Vincenzo Torrielli ist

olizei-Direktor unserer Stadt und Provinz ernannt wor-

zösischen Vasallen zu machen, wie sie es {hon einma! unt Schwerte eines despotischen Eroberers waren. Wer Deu® „Nach Mona n Aufenthalte ging gestern ein ‘s Bataillon Kaiserl. Oesterreichischer Truppen (von dem

und die Deutschen Verhältnisse kennt, dem wird vor

folge dieser Bemühungen jest nicht bangen; aber cin u

distetes: und schmerzliges Gefühl muß sich seiner bent

wenn er sieht, daß ein heranwachsendes Geschlecht, wt" Mi 3 :

Hoffnung, die Freude B die L: des Vaterlandes M Ft Prinz Leopold beider Sicilien) mit einer halben Bat-

sollte, von Verführern in Gküund und Boden verdor M die dier nah dem Lombardisch - Venetianischen Königreiche

Nichtswürdigkeit und der gemeinsten Verbrechen fähig, V9 bie n ere Hälfte des Bataillons wird mit dem Rest der vin Au ebenfalls dahin abmarschiren. Vorgestern fand Au p Gottesdienst auf dem Waffenplaze statt, zu iste tit der Graf von Salis, General der in Päpstlichem , ehenden fremden Truppen, von Ferrara eingefunden

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reift, wie dies sich bei Gelegenheit des lezten Vorfalls in a leider nur zu sehr geoffenbart hat. Dahin hat eine schm sicht gegen diejenigen ehr- und pflichtvergessenet Mens! 1 führt, welche Schrift und Rede und den erkabenen Beruf N Amtes mißbraucht haben, um unter einer leichtsinnige0 = 4 Mißachtung jedes Rechtes und eine Exaltation hervon h welche Vaterlands-Verrath und Meuchelmord nicht me)? d s{hwersten und shimpflichsten Verbrechen, sondern als aud nete Handlungen erscheinen läßt. Nicht die Revolution

Nach einem in der Al( i ;

h cllgemeinen Zeitung befindlichen Aa nd Ram vom 9. April, verstarb dort am Oster- ter us TUOeige Sohn des Fürsten Baciochi, Friedrich läßt. M E Vevta N en Folgen eines Sturzes vom Pferde. Es ist sondern die, welche Revolutionnaire machen, sind/ von its der dritte erwachs:ne Enkel, den Madame Láätitia gezeichneter Schriftsteller sagt, der schwersten Anu hn e seit zwei Jahren verloren hat. Einzige Erbin des und so lange man die moralische Vergiftung, wei 5 aciochi is jet seine Tochter, die aus dem Werke des

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Herrn von Montbel über den vecstorbenen stadt bekannte Gräfin C enen Herzog von Reich-

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Belgrad, 6. April. Allgemeine Zeitu n Konstantinopel herrscht große e die a De ge d scha's sind sehr thätig, sie bearbeiten das Volk, das ihnen auch Gehör giebt; die hdher Angestellten sind ohnedies größtentheils in Mehmed Alt's Sold; die Ruhe der Hauptstadt ist mithin auf das Spiel gesest, und das Leben des Sultans in Gefahr. Man färchtet sich, Russische Truppen in die Stadt zu ziehen, weil ihr Anblick die Gemüther mehr aufregen und eine Explo- sion desto schneller herbeiführen könnte; man sieht aber auch nit ein, wie ohne eine imposante Militair - Machr die Ordnung bei dem immer näher rücenden Feinde und dem Erscheinen der Ara- ber in Skutaria gehandhabt werden könnte. Jbrahim Pascha geht sehr systematisch und vorsichtig zu Werke, er hat ausgezeich- nete Französische Offiziere um sich, und überhaupt sollen viele Franzosen unter allerlei Gestalten im Türkischen Reiche umher- reisen, die ihm genaue Notizen verschaffen und den Geist des Volkes zu seinem Vortheile bearbeiten. Man sollte bei- nahe muthmaßen, die ganze Expedition Jbrahims gehöre einem weit ausgedehnten Plane an, der seinen Ursprung niht in Alexandrien oder Kairo, sondern in Frankreich habe. Wir sind bei dem Ausgange, der Ereignisse in Asien ausnehmend betheiligt und haben die Rückwirkung davon zu be- fürchten. Der Sultan wird schwerlich die von Mehmed Ali gemachten Friedens-Bedingungen unterschreiben. Karamanien ab- zutreten, soll er sich durchaus weigern, und wenn er die Vereini- gung Syriens mit Aegypten zugiebt, so soll dies doch nur un- ter Vorbehalt der, der Pforte bleibenden Ober-Hetrschaft und eines jährlichen Tributs geschehen. In diesem Sinne sollen die Znstructionen des Türkischen, mit dem Französischen Botschafté- Secretair, Herrn von Varennes, in Jbrahims Hauptquartier zu Unterhandlung des Friedens geschickten, Commissairs abgefaßt seyn, Auch verlangt Mehmed Ali das Erbfolzge-Recht in den ihm zuerkannten Provinzen für seine Familie. Werden nun diese Bedingungen nicht angenommen , und sekt Jbrahim Pascha die Feindseligkeiten bis zu ihrer Bewilligung fort, so ist nicht abzuschen, wohin es kommen kann. Daß die Aegyptische Armee nit leiht auf den Küsten von Europa landen kann, so lange die Russische und Türkische Seemacht gemeinschaftlich gegen sie agiren, läßt sich nicht leugnen. Allcin bei dem Aus- bruch einer Revolution in der Hauptstadt könnten die Sachen dadurch nur schlimmer gemacht werden. Bleibt indessen auch die Hauptstadt ruhig und der Europäische Theil des Reiches dem Großherrn treu, so kann Leere zwar mit Hülfe der Russen wohl zu einer regelmäßigen Vertheidigung und Behauptung sei- ner Macht diesseits des Hellesponts gelangen, allein es dürfte hei der Stimmung der Bevölkerung in, den Asiatischen Provinzen immer sehr schwer bleiben, das Anschen der Pforte in leßteren wieder V Meier Man erfährt hier, daß 10,6000 Mann Russische Jnfanterie die Donau pasirt und auf dem Wege nach Konstantinopel begriffen sind. General Kisseleff, zeitheriger Gou- verneur der Fürstenthümer, wird die Land-Armee befehligen, die dem Sultan zu Hülfe eilc.

In einem s!torn Schreiben aus Konstantinopel (vom 27. März) berichtet die Allgemeine Zeitung: „Die Tage, welche seit der Meder der Französishen Brigg Mésange von Alexandrien verflossen sind, gehdren zu den peintichsten, welche wir hier in unserer bedrängten Lage verlebt haben. Ueber das, was in diesen Tagen stattgefunden, hat Folgendes verlautet. Auf der Mésange traf zugleih der Ameddschi-Efendi ein. Er verfügte sich alsbald zum Sultan, und am folgeiden Morgen wurde gro- ßer Divan gehalten. Nach dessen Beendigung wurde der Fran- zösische Botschafter zum Reis - Efendi beschieden, der an ihn die Frage stellte, welhe Folge er, nah der obschlägigen Antwort Mehmed Alï's, der im Vertrage voin 21. Februar von ihm der Pforte zugesicherten Garantie nun zu geben gedenke ? Der Bot- schafcer soll seine Unvermdaenheit, das gegebene Versprechen unter gänzlih veränderten Umfänden erfüllen zu können, er- klârt haben; seine Hoffnung habe auf größerer Nachgiebigkeit Mehmcd Ali's berußt; Mittel zu schneller Hülfe seyen nicht vorhanden u. s. w. Das Nesuliat der Konferenz bestand in dem Rathe, daß die Pforte, um ihre Existenz nicht gänzlich aufs Spiel zu seßen, wohl am klügsten handeln dürfte, wenn ste den, obgleich sehr harten Bedingungen Mehmed Ali's nach- gábe. Nach dieser trostlosen Erklärung des Admirals Roussin faßte der Divan den Entschluß, die Gesandten von Rußland, Oesterreich und England rufen zu lassen, um auch deren Ansicht zu vernehmen. An den Ersteren stellte der Reis - Efendi das Gesuch der Herbeirufung der s{nellsten Hülfe. Hr. v. Butenieff soll hierauf bewiesen haben, daß die Hülfe, so freundschaftlich auch der Kaiser sein Herr für den G-opßherrn gesinnt sey, dennoch matericllen Bedingungen unterworfen sey, welche zu beseitigen in feiner menschlichen Macht liege; als die erste derselben bezeich- nete er die große Entfernung hinlänzliher Sireitkräfte, weiche, obwohl früher von der Pforte verlangt, von selbiger jedoch spá- ter wieder abgelehnt worden wären, Die Aeußerungen der an- dern Gesandten sollen in demse‘ben Sinne gelautet haben. Jn dieser peinlichen Lage werden täglich Raths - Versammiungen ge- halten, deren Resultat leicht die Einwilligung des Sultans in die Bedingungen Mehmed Alis seyn könnte. Der Ameddschi- Efendi hat die Erklärung bies:s Letzteren úberbracht, daf er keine Vorstellung irgend einer Art mehr anhdôren werde, und daß der definitive Entschluß der Pforte nur seinem Sohne Förahim anzuzeigen sey, welcher in Folge der ihm ertheilten Instructionen und Vollmachten entweder den Frieden unter- zeichnen, oder seine Kriegs-Operationen ungesäumt fortseßen werde. Wenige Tage dürfcen also genügen, um über unser Schicksal zu entscheiden.“

Griechenland.

Nach Erzählung eines aus Lakonien in Triest eingelaufenen Schiffers soll Kdnig Otto vier Generale ernannc haben, wovon Kolokotroni im Peloponnese, Bozzari und Zavellas auf dem festen Lande, und Koliopulo in Nauplîa das Kommando erhal- ten würden.

Ae gp otel

Die Allgemeine Zeitung berichtet aus Triest vom 9. April: „Wir haben Nachrichten aus Alexandrien bis zum 14. Márz, wo die Aegpptische Flotte zur Abfahrt bereit war, aber noch im Hafen vor Anker lag; es hieß fortwährend, Mehmed Ali wolle selbst an Bord der Flotte abgehen. Der Engiische und Oesterreichische Commissair, die Herren Campbell und Pro; kesh, waren noch nicht in Alexandrien angekommen, wurden aber täglich erwartet. Die Französischen Kaufleute waren wegen des ungewissen Ausgangs eines möglichen Krieges, und der Verwicke- lungen, in die ihre Regierung mit dem Vice - Könize gerathen

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Auch herrschte grofe Stockung in den

könnte, sehr besorgt. Geschäften. ‘‘ s

Der Osservatore Triestino äußert: „„ Nachrichten aus Alexandrien bis zum 20. Márz bestätigen immer mehr die früheren. Die Ausrüstung der Aegyptischen Flotte und die Versammlung von Landungs- Truppen dauerten fort; dennoch waren die Friedens-Hoffnungen noch nicht ganz aufgegeben. Ei- nige halten den Besuch einer vereinigten Englisch - Französischen Flotte in Alexandrien für möglih, um den VBicz-König von der Uebereinstimmung der Mächte in Bezug auf die Erhaltung der Pforte zu überzeugen und ihn zur Annahme der Friedens-Vor- schläge zu bewegen. Uebrigens leuchtet ein, daß nah der Ab- sendung der Antwort Mehmed Ali's die Entscheidung großen- theils von dem Gange der Angelegenheiten in Konstantinopel abhängt.‘

G D S T E E E E CERS E E R TORLE V E L EEER E L E L E E D D E E EETE E E 2 Er E T

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Meteorologische Beobachtung.

Morgens | Nachmitt. | Abends

i ! Nach einmaliger G U 2 E 10 Ubr. | c

Beobachtung.

18'335: 25. April.

LuftdruckÆ.. 337, 6 s "Par (337,4 6 ‘’Par.{337, s 7 “Par sQueltwärme 6,0 ® R.

7,5 ® R.|-+ 4,9 ® R fFlußwärme 7,0 ® R.

iwärme 5,09 N.

Luftwärme |4- 2,6 ° R.|4- ; Thaupunkt i+ 1,1 0 N + De 0 R. —+ 1,8 0 N.4B vor

Dunsisâttg.| 89 pCt. 65 yCt. 78 yCt. sAusdünñ. 0,053" Rh. Wetter. . [Reif und Nebel.| halbheiter. | heiter. {Nieders lag (3,0 4 9 Rh. Wind... | NMW. | W. | W \Nachmiticgs Z2 Uhr Re- Wolkenzug | N. l NW. ÿ gen mit Hagel.

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Den 26. Apri! 1833. Amtl. Fonds- und Geld- Cours -Zeitel. (Preufs. Cour.) = sit : 7A brief. Cet

|Zf. Brief. Geld]

O Ga L E I A E P Lee La 0D: T U St.- Schuld -Sch.| 4 | 96 | 955 fGrosshz. Pos. do.| 4 [109 Pr. Engl. Anl. 18.| 5 [1044 | JOstpr. Pfandbr. |4 | 991 Pr. Engl. Anl. 22.| 5 [4045 | Pomm. do. | 4 14042 | Pr. Engl. Obl. 30.| 4 | 944 | 904 JKur.-u. Neum. do.| 4 106 | Prám.Sch.d.Seeh.|— | 532 | 534 ESchlesische do.| 4 [1064 | Kurm.Obl.m.1.C.| 4 | 947 | IRkst.C.d.K.-u.N|—| 62 | Neun. Int.Sch. do.| 4 | 941 | 1Z.-Sch. d.K.- u. N. —| 68 | - Berl. Stadt -Obl.| 4 | 965 | mar l | Königsb. do. 4 | 952 | Holl. vollw. Duk.|— | 183 | Elbing. do. 4a | Neue 40 |— 19 | Danz. do. in Th.|— | 36 VEoiedriched'or..|— [ 1385| 137 Westpr. Pfandbr.!| 4 977 Discouto 37 | 45 Auswärtige Börsen. Amsterdam, 21 April. Niederl. wirkl, Schuld 45%. 58 do. 54. Kanz-Bill, 194.- 35

Span. 435. 55 657. Hamburg, 24. April, Oesterr. 58 Met. 922. 42 do. 832. Bank-Actien 1201 Russ. Znsz 997. Russ. Holl. (v, 1831) 90. Met. in Hamb. Cert. —. Prent Prämien-Scheine 1068. 482 Preuss. Engl. —. Poln. 114. än. Ti

Kontalithe SPagu|spliele,

Sonnabend, 27. April. Jm Schauspielhause, zum ersten- male wiederholt: Schwerdt und Spindel, oder: Ehret die Freuen, Lustspiel in 3 Abtheilungen, von K. Schall. Hierauf: Der Spie- gel des Tausendschón, Burleéke in 1 Akt, mit Gesang, von C. Blum. i

Sonntag, 28. April. Jm Opernhause: Der Oper in 3 Abtheilungen, von C. M. v. Weber.

Im Schauspielhause: Emilia Galotti, Trauerspiel in 5 Ab- theilungen, von G. E. Lessing.

Montag, 29. April. Im Schauspielhause: Das Käthchen von Heilbronn , großes Ritterschauspiel in 5 Abtheilungen, mit einem Vorspiele in 1 Akt, von H. v. Klei. i i

Mittwoch, 1. Mai. Jm Opernhause: Die vier Jahres- zeiten, Oratorium von J. Haydn. Ausgeführt von den Kd- nigl. Sängern Bader, Hoffmann, Mantius, Devrient, Hammer- meister, Zschiesche, den Königl. Sängerinnen Bsd:ticher, Grün- baum, t Stephan, so wie von den sämmtlichen Mitaliedern der Königl. Kapelle, der Königl. Mußk - Schule und dem ge- sammten Chor- Personale des Kdnigl. Theaters, untcr Direction des General-Musik-Direktors, Ritters Spontini.

Die Einnahwe if zum Besten einer Untersttungs- Kasse R E fúr hülfsbedürftige Theater - Mitglieder be-

immt.

Freishüß,

Montan Me Theater

Sonnabend, 27. April. Die Familien Capuleti und Mon- techi, Oper in 4 Akten, aus dem Italiänischen; Musik von Bellini. (Mad. Schodel, Kaiserl. Königl, Hof-Overnsángerin zu Wien: Giukietta, als achte Gastrolle.) î

Sonntag, 28. April. Das Mädchen aus der Feenwelt, oder: Der Bauer als Misllionair, Zauber-Mährchen in 3 Akten, von F. Raimund. (Dlle. Hoch, vom stäidischen Theater zu Preßburg, neu engagirtes Mitglied dieser Bühne: Die Jugend.)

Markt-Preise vom Getreide. Berlin, den 25. April 1833.

Zu Lande: Weizen (weißer) 1 Kthlr. 22 Sgr 6 Pf, auch i Rthlr. 20 Sgr. ulid J Rthlr. 7 Sgr: v P! . MNogget i Nthlr. 4 Sar., auch 1 Rthlr. 3 Sgr.; große Gcrsie 25 Sgr. L Pf., auch

23 Sgr. 9 Pf. ; kleine Gerste 26 Sgr. 3 Pf.; Hafer 23 Sar. 9 Pfe. auch 2% Sd. 8 Pf. Eingegangen find ai Wispel 3 Se Zu Wasser: Weizen (weißer) 1 Rthlr. 25 Sgr, auch 1 Reblr. 20 Sgr. und 1 Rtólr. 13 Sgr. 9 Pr: Roggen 1 Rthle. 7 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rthlr. 3 Sgr. 9 Pr. ; Hafer 22 Sgr. 6 Pf., auch 21 11 Pf.; Erbsen 1 Rthlr. 5 Sgr., (schlechte Sorte) 1 Nthlr. gegangen sind 1182 Wispel 11 Scheffel. : Mittrooch, den 24. April 1833. Das Schock Stroh 7 Rthlr., auz 6 Rtl[le ; 1 Rthlr. 5 Sgr., auh 20 Sgr. Branntwein-Preise vom 17, C 28. April 1833 Das Faß von 2090 Quart nach Tcalles 54 pCt. oder 40 pCt. Richter: Korn - Branntwein 19 Rthlr. 15 Sgr.; Kartoffel. Brannt= wein 15 Rthlr. 15 Sgr., auch 14 Rtblr. 22 Sgn. 6 Pf Kartoffcl-Preise vom ' 48. bis 24. April 1833. Der Scheffel 13 Sgr. 6 Pf. au 19 Sgr.

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Sgr Ein-

der Centner Hey

Berichtigung. Jmm gestrigen Blatte der Staats-Zeitung S. 478, Sp. 3, Z. 35 statt: „die Ausgaben für die Ed Uns Seemacht‘/ lies: „sämmtliche Ausgaben mit Einschluß der für die Land- und Seemacht“/.