1922 / 42 p. 14 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 18 Feb 1922 18:00:01 GMT) scan diff

Abg. Silber\chmidt (Soz): Die O des tungswesens muß von einem anderen Gesichtspunkte aus etrachtet werden als es der Vorredner getan hat. Wir halten das Bohnungsproblem für eines der wichtigsten volfswirtschaftlichen je übexhaupt. Dieses Geseg ist Leider spät gekommen, : rishe Apparat hat nicht schnell genug gearbeitet, Belastung, die die zur Behebung des Wohnungselends be- en Geseve der Bevölkerung bringen, sind leider niht zu Vermeiden, weil andernfalls die spätere Belastung notwendigerweise ÿ größer iein wüxde. Ju Zukunft wird man .abex bei der Auf- gung der Mittel für den hnungébau auf Anleihen verzihten müssen. Da es sih jeßt aus\s{chließlich um öffentlihe Mittel handelt, Dise Regierung und Parlament dafür sorgen, daß rationell und horiam gebaut wird. Die große Zahl der privaten Bausirmen edingt naturgemäß ein unlutxratives Bauen. Der Handel im Baugewerbe, der sich verteuernd zwishen Produzenten und Ver- brauchex dxängt, ist überflüssig und muß ausgeschaltet werden. Die ganze Baustoffproduktion is heute syndiziert und auf höchsten Unternehmergewinn zuungunsten der Verbraucher zugeschnitten. Landesverwaltungen und Private treiben Wuchex mit Bauholz, Unser ganzes soziales und wirtsc;aftlihes Leben hängt von der Erhaltung der Vautätigkeit ab. Der Achtstundentag hat im Bau- gewerbe Teine Verminderung der Produktion herbeigeführt. Unter den obivaltenden Umständen sind wir gezwungen, dem porliegenden Geses zugustimmen. (Beifall bei den Soz.),

* Abg, Tremmel (Zentx.): Die Aufhebung der Hwangs- wirihhaft. würde auch Tein Ende der Wohnungsnot bedeuten, Kein Geldgeber fteckt sein Geld în unsihere Ünternehmungen. Auch in valutastaæken Ländern hexrsht Wohnungsnoi, Was wir für Wohwungsneubauien brauchen, müssen wir cus der Wohnungs- wirtschaft Jelbst herausholen. Die Hauptsache ist, daß erst wieder ein Ausglewh zwischen Angebot und Nachfrage geschaffen werden muß. So lange das nit der Fall ist, muß die Zwangswirtschaft beibehalten wcrden. Meine Fraktion wird dem Regierungs- vorshsag zuxstimmewm, Es darf nit wiedex so kommen, daß viel geredet wird, aber wihis geshicht. Das eses muß ret rasch perabschiedet wexden. Sonst kommt es wieder dahin, daß, wie in diesem Zahr, noc» micht die Hälfte allex Neubauten fertig ist, Es müssen Wohnungen gebaut werden, die die Menschen wieder “mehx mit Gattes freigr Natur in Verbindung bringen. Das Mies. sfasernensystein darf nicht weiter ausgebaut werden. Wenu die Allgemeinheit die Mittel zum Bauen aufbringt, muß ste auch darüber wachen, daß gesuude Wohnungen hergestellt werden. Für uns kommt es in der Hauvtsache darauf an, daß recht bald etwas geschieht. Dev deutshe Bauarbeiter ist ohne Zweifel etner derx qualifiziertesten der Welt. Seine Leistungen sind durch den Acht- stundentag niht gesunken. Das werden alle einsihtigen Arbeit- geber bestätigen. Fh bin auch überzeugt, die deutscher Bau- arbeiter werden, wie die Bergleute, mit sich reden lassen, wenu es nötig sein jollte, länger gls aht Stunden zu arbeiten. Wir nehmen das Gejes an, es legt den Vtictern Bee Lasten auf, aber diese sind nolwendig im GVesamtinteressoe, (Beifall im Zentrum.)

Ministerialdirekllor Dr. Ritter : Kinderreiche Familien sallen bai Bezießan der aus öffentlichen Geldern hergestellten Wohnungen in erster Linie bexüdsihtigt werden, Auch zum Bau von Ledigen- heimen sollen Zuschüsse gegeben werden. ?

Abg, Kuhnt (Unabh, Soz,): Die kapitalistische Wirtschaft ist die tiesste Ursache der Wohnungsxot. Nur auf der Basis der Gemein- wixtshaft werden wir aus diejer Wohnungsnot herauskommen. Der Wuchor auf dem Baustofsmarkt muß mit größter Energie bekämpft werden. Die jept auf so viele kleine Betriebe verteilten Arbeitskräfte müssen konzentriert werden, die Arbeitsmethode muß modernisiert werden, An dem AHtstundentag lassen wix unter feinen Umständen rütteln. Wir lehnen das Gejes ab, weil es unsozial ist, eventuell beantragen tir, wenigsiens die Einfommen bis zu 25 000 Mark von der Abgabe frei zu lassen, Luch in der Wohnungsfrage werden wir an das Proletariat appellieren und in der nächsten Zeit über Me Frage noch energi[cher reden.

Ministerialdixektoc Dr. Ritter stellt gegènübex einer fritisierenden Bemerkung des Vocredne!s fest, daß das Reichs- arbeitäministexium durchaus mib: dex V-antwortung der Ent- i ung auf Vorlegung cines Booeuszer-= 1,nd Hypothekengeseues

entziehe, vielmehr bereits gestern zur Beantwortung bereit

etvejen sei. Von unabhängiger Sel|t2 je aber einz cutsprehende Infrage niht mehr pelellt Morden, 5 schweben Erwägungen, ob eine reich8geseßlihe Negelung möglich sei.

Ae Hoy damann (Komm.): Wix lehnen das Gesck ah, das wiederum gerade die breiten Masson belaitet. Fn zahlreichen großen Städten haben die Mieterorganisertonen bereits bestlossen, die Zahlung der Abgabe zu verweigern, Trou des aroßen Wohnungsektends treiben die Besißenden großen Wohnungskluxus. Auch bet fiskalischen Bauten wird nicht rationell genug gewirt- haftet, Nux die Ueberführung des Grund und Bodens în den

esth der Allgemeinheit kann die Wohnungsnot bwheben. Wird niht bald ausreihende Abhilfe geschaffen, dann werden die Wohnungslosen shließlih gezwungen sein, ih zu nehwen, was man E jeßt g ug ges B09, Var (Vem.): Seit mehr als FNahresfri ôr i die Wohnungsnot und Mittel jur Abl Ves ‘Diese Mie hoben sich mit erfreuliher Sachlihkeit bisher abgespielt, und ih will es vermeiden, auf den Ton einzugehen, der heute hier an- (e/Wlagen wurde, Von 1914 bis 1921 sind 3% Millionen neuer hen geschlossen, Jdhrlidh aber höstens 300 000 Wohnungen ges baut. ine Mi ion Familien sind heute wohnungslos, und asfen wir keine Abhilfe, so wird das Elend noch entseblicher. us dieser Zwängslage heraus sind wix für das Geses, Jm Gegensaß zur Sozialdemokratie betonen wir, daß das Klein- gewerbe teineswegs überflüssig und fein Parasit ist. Es ist piel- mehx volkswintshaftlih unentbehrlich. Eigentlih hatte ih keinen weifel an der Annahme des Geseves, heute aber erklären si die nabhängigen dagegen. Wir müssen aber erreichen, daß das Gesetz xasch zustande kommt, damit nicht wieder die beste Zeit zum Bauen Dage ohne ausgenußzt werden zu können, (Beifall bei den

ofragten.

Abg. Ja uy d (Bayer. Bolksp.): Die Vorwürfe von der linken eite égen die kleinen Bauunternehmer sind A N er Keine Bauunternehmer arbeitet selbst fleißig mit. Die ozialisierung des Baubetriebes lehnen wix ab. (Die wenigen im aal Fnwglenden Abgeordneten unterhalten sih laut, Vizepräst= dent Dr. Rießer bittet, diese Unterhaltung zu unterlassen, damit nicht dex Anschein eines vollbeseßten Hauses erwedt werde. Pri Daß in Deutschland heute 6 Millionen Menschen ohne eim sind, ift eine Uebertreibung. Die Wohnungsnot ist aller- dings groß genug. Das vorliegende Geseß ist unsozial, weil es alle Einkommen Men behandelt. Meine Fraktion wird ih ernst hal Cg müsjen, dem Geseß zuzustimmen, Es kommt darauf

en mil

Unträgé angenommen werden oder nicht, die die Ein. fommensgrenze auf eine bestimrite Höhe hinaufseßen wollen, B. der Antrag auf Freilassung der Einkommen bis 25 000 Mark

Abg, Tauber (Komm. Saa fordert die gründlihe

Ausnugzang aller vorhandenen Baulichkeiten, insbeson re au dex Scblösten usw, füx Wohnzwecle. Die bad "Beau nahme der Luxuswohnungen würde ohne Zweisel eine fühlbare ABtuung der Wohnungsnot bringen. Bei dex notwendigen Exsa vihtung bon Neubauten muß jede unnötige Verteuerung aus geshaltet werden, Unter den gegenwärügan Verhältnissen werden die au meen Milliarden nur in die Taschen der Unternehmer bere B cine Met N Od 0 vird is e i dele T unaush cid E

arauf wird die Weiterberatung auf Sonnabend, 12 U vertagt. (Außerdem Gesezentwurf über vonsiborgehunke j bee Bag d nahmen für das Saargebiet, Jnterpellation

über Tleichteru 4 Deittfch- 8 kleinere See "gen n Verkehr, unk Deutsch Oesterreich,

__ Der Montag bleibt sibungsfvei. S9luß 64 Uhpv.

Preußischer Landtag, “100. Sizung vom 17. Februar (Bericht des Nachrichtenbüros des Vereins deutscher Zeitungsverleaer*®),)-

Am Ministertish: Minister des Jnnecn Severing.

Präsident Leinert eröffnet die Sißung um 12 Uhr 15 Minuten,

Jn erneuter- Abstimmung über die Abänderung der An- ordnung, betreffend die Beschaftigung weiblicher Angestellten ten, werden die restlichen Aus- darunter das. Ersuchen an die iht über die Gastwirtschaften mit ichen Gewerbeaufsihtsbeamten im Benehmen mit den Organisationen der Gastwirtsgehilfen und -gehilfinnen zu übertragen. Dex demokratische Abänderungs- antrag, wonach Zimmeomädchen in Logierhäusern usw. nicht s t, wird abgelehnt, Ange- ozialdemokratische Autpag, wonach bei Tarifvereinbarungen uur solche Abmachungen gelten sollen, bei denen auf Arbeitnehmerseite eine gewertschastlihe Organi- sation beteiligt ist.

Es folgt die Leid-Rabold(

, Mittags 12 Uhr.

in Gast- und Schankwirt shußanträge angenomme Staatsregieru weibliher Bedienung we

unter die Anordnung fallen solle

nommen icd der

meinsame Beratung des Antrages uf Außerkrastsezung der anläßlich des Streiks erlassenen Verfügung des Berliner Polizeipräsi- Cinleitung eines Verfahrens wegen Ueberschreitung seiner Umtsbesugnisse sowie des kommunistishen Antrags Dr. Meyer - Ostpreußen, das Staatsministerium zu exsuchen, auf die Reichsregierung und die städtishen Behörden Groß Bexlins einzuwirken, shon vollzogene Maßregelungen rückgängig zu machen und weitere beabsichtigte Viaßregelungen zu unter- lassen. Des weiteren wird das Staatsministerium ersucht, der Streikbrecherorgauisation „Technische Nothilfe“ jede Unter- stüßung zu entziehen.

Abg. Meier - Berlin (U. Soz.); Beamten in den Streik traten, Spießbürgers einfach hinaus, regierung über den Beamtenstreik gestürzt. keine freigewerkschaftliche Organisation, keine politische Partei, leine sogenannten dunkelpolitishen Machenschaften, dem Stveik standen. Die Reihsgewerkschaft deutscher Eisenbahner ist eine vollkonunen neutrale Gewerkschaft. Es ist ein unfrucht- bares Beginnen, diese Bewegung den Linksparteien an die Ro- [höße zu hängen. Wenn jemals eine Bewegung aus der Not der Zeit heraus geboren wurde, so ist es die der Eisenbahner ge- ivesen. (Zustimmung links.) Fch sehe die Zeit voraus, wo wir schweren Erschütterungen entgegengehen werden. Es ist eine ewegung eine Dummheit gemacht das Ziel hinaustreibht. Der Ukas Friß Eberts kündigte die s{härfsten Maßnahmen gegen die Be- Untrag verlangt auch Au;¡hebung Ausnahmeverordnung des 22.) Der Streik der Eisen-

denten vom 1. Februar un gegen den Polizeipräsidenten

Soz): Die Tatsahe, daß die ging über den Begri f des ruhigen Um ein Haax wáârxe die Reichs- Diesmal war es

alte Erfahrung, daß in jeder B wird, die sie dann weit über

amten an. (Der unabhängige außer Kraft Reotichspräsidenten vom 1. Februar 19 bahner wax wirtschaftlicher Natur und richtete \i die Angriffe auf den. Achtstundentag. Der Erl âf i l verfassungswidrig.

dasür mehrere Artikel dex Reichsverfassung. Alle Ma ivelche die Bereinigungs- und Koalitionéfreiheit ein Die Wirkung, welche durch die Verordnung ging weit über die Bewegung dex Eisenbahner es fönnte eine Rechtsregierung gegen jeden rgendeiner Arbeitergruppe mit einex ahnlichen ¿hen und sich auf den Erlaß des Reichsprasi- ie Ausnahmeverordnung ist nicht nux cin An- t der Beamten, sondern ein Angriff

der bereits

R gegen des Retchs3- prâsideuten e

sind rechtswidrig. echaf,en wurde, inaus. Eine beliebigen Streik i Motipierung vo1 denten berufen. griff auf das Koalitionsre auf die Grundrechte der gesamten Arbeiterschaft. [ Ausnahmeverordnung fluß der Militärkamarilla um den Reichsperkehrsminister Gröner. Wenn irgend etwas geeignet ist, die maßlose Empörung bei den unteren und mittleren Beamten zu steigern, so ist es die \hamlose Art und Weise, mit derx die Disziplinierung und Massen vorgenommen werden.

(Zustimmung unheilvolle

Maßregelung. in ‘asser Hter wird eine Saat ge\ät, die viel- leicht in ganz kurzer Zeit ihre Früchte tragen wird. Redner kommt auf die Frage des Beamtenstreikrechts zu sprechen und , der sich gegen die Allgemein Seit wann ist dex Staat aber identisch mit der Allgen Bis jeyt sind wix immer noch der Meinung, heit nur verkörpert werden kann durch die den ftlassenlosen Staat zur Vyraussezung hin, daß der Brandenbur Organisation, bis in alle Ein die Sondervorrech bestehen, Das S Beamten herausnehmen, gibt j Recht, einen sorgenf ret ist auch füx die Eis Wasfe im wirtshaftlih Minister Budde ausdrüdcklich hat das Streikrecht eben

alitionsreWts hinges! Regierung geändert; der Mini der Nückwärtsrevidiexung an und jeut demokrat, der Reichspräsident Ebert, nungen, die niht nux das Streikrecht, recht den Eisenbahnbeamten zu eskam nahmeverordnun demofkratis

wix verwerfen jeden Streif heit rihtet, Seit wann if daß die Allgemein- soziale Demokratie, die _ hat. Fch weise darauf gishe Landbund, eine übel berüchtigte n etnes Landwirtichaftsstreiks ausgehedckt ¿elheiten vorbereitet hatte, Auf die Dauer können te der Beamten in einem modernen Staat nicht ystem der wohlerworbenen Rechte, das sih die edem Arbeiter zu der Forderung das d zu genteßen. Das enbahnbeamten die leßte und entscheidende pie, Das Koalitionsrecht hatte ihnen t : die Sozialdemokratie jo nahdrüdlih als cinen Bestandteil des it 1920 hat sih ja die Auffassung der berts sing für die Post mit fommt ein früherer Sozial- mit Erlassen und Verord- ondern au das Koalitions= otiexen bezwecken. Die Aus=« in ciner wirklichen t vor den Staatsgerichts- Berliner Polizeipräsidenten itenden, Die Technische Nots- reifbvecherorganisation, ist eine Wenn nit alles täuscht, stehen ielleiht viel schwierigerem Aus= enmaßregelungen, die eine kaum in der gesamten Beamtenschaft er-

Seit dem 24. Dezember chulter an Schulter nit standen, und so hat diese nbahnerstreik und ngestellten, die zux Wa n unverantz der Reichäverkehr8- regelungen ver- r Streik übrig blieb, egterung, abex der e der Schußpol r Sympathie und hat alles, vom tizulegen, denn sie hat für die Stinnes-Partei e zahlt îin

reien Lebensaben

zugestanden;

ist ungeseplih und ungültig; _MWepublif gehörte es lüngs Ebenso sind die Verfügungen des gen das Recht der Stpe ubyentionierte St Gefahr für das öffentliche Leben. wix vor einem neuen Streik mit v gang; dafür sorgen [hon die Mass . noch zu Überbietende Erbitterung zeugt haben. y Abg, K noth - Frankfuxt (Komm.): 1918 haben die bürgerlihen den Rechts\ozialisten gegen die Koalition auch geschlo die Bexltner städti ihrer Rechte in den Streik traten, Fr liher Weise hat die Reich3re ierung, besonders und der Reichsfinanzmini \{chleppt, so daß den Etsenba i eamten sind freilich ein Teil derx R Ausbeutung bestimmte Teil. und dex Fustizbeamten fanden die 1g, Die Mehrheitssozia A, T an, aufgeboten de ja auf dem Görlißer Parteita alles zu tun. (Gelächter.) E einem Fahre mehr St ] ahre überhaupt verdient; müssen sol n nicht ein unglaublihes Maß motivführern usw. aus für die Eisenbahner statt eit von 12, unter Umständen von 1 Verhegung au viel sein

*) Mit Ausnahme der d vir Gie WiGikee Le fa Ble

en gegen den Eise en Arbeiter und A

nbeamten nur der Bis in die

Cat E n Streik lahmzu g beschlosson, L die in Beamter d n, als eîn Beamter der 4, he s{hreienden U Verbitterung hei n der Avrbeitszeitverordnu dentages eine tägliche tunden vorgeshrieben. Die isenbahnbeamten, deren an« he, die dex „Vorwärts“

ngerehtig-

rud hervorgehoben i leute ne E E

mitgemacht hat, diese Heye hat die At Gan auf den

e ai vollem Aci hat sie sich zur Wehr ge E Tr iche Verfügung Groeners vom 26. Januar, die famose J wg ch Eberts vom 1. Februar suchen das Streikrecht, Ati, ie Ve- i ‘exfû n und das sie sih niht nehmen lassen werden, einfach a . Das Koalitionsrecht, und zwar das un- besgräntte: haben die Reihs- und die preußische ierung den Beamten wiederholt in aller Form gewährleistet. Danach hat keine Regierung das Recht, einen Beamten auf Grund ner tellung- nahme zum Streik in seinen Rechten ingen ore gu vecinträhtigen, Soehne unser Antrag. Die Tethnishe Nothilfe kann ja gar nicht anders als Sabotage üben, die man nachher den Streikenden an- hängt; darum hat sih die Reichsgewerkshaft gegen die Technische Nothilfe erklärt. Die Hinweise auf die Barbarei, die der Streik über die Kranken verhängt habe, sind eitel Heuchelei. (Stürmischer Widerspxucht ren Die Technische Nothilfe fi sih aber nit auf diese Sibotage eshränkt; es sind u. a. auf fünf Berliner Bahna öfen Diebstähle vorgekommen, die nur von ihr verübt sein können, Weber einem Streifführer noch irgendeinem Beamten an ein Haar gekrümmt werden. Fm Bezirk Berlin allein sind 1500 Maß- regelungen erfolgt. Jm Bezirk Köln sollen 2200 Beamte entlassen werden obwohl dort in einem Monat 167 000 Ueberstunden sie: macht worden sind. Die Regierun Jo: die ganze Zeit tatenlos dagestanden; Groener hat für die Ber ehréfragen feine Spur von Vexrstandnis, ihm fehlt auch jedes soziale Versländnis; eine wirk- liche demokratische Partei hätte einen solhen Seen, der nur ea pen alles tut, was Stinnes verlangt, längst zum Teufel ge jagt. Den Einnahmeausfall von 14 Milliarden mag e Reichs- regierung bei Hermes und Groener einzutreiben suhen. Aus dieser Schieberrepublif ist für die Arbeitex und Beamten uichts heraus- zuholen. S L

s Abg. Krüger - Potsdam (Soz.) (mit großer Unruhe auf der linken Seite und mit Rufen empfangen: Groener Nr. 2, Streik- brecherorganisator!): Man muß den Ursachen des E, streiks nachgehen und, soweit berechtigte Mißstände vorliegen, auf deren Beseitigung dringen. Das- darf aber keinen dazu veranlassen, dummes i: wig * zu verzapfen und Agitation zu treiben. (Sehr rihtig!) ie Ursahen der Streikbewegung liegen in der Steigerung aller Preise und in der Vershlehterung aller Lebens3- bedingungen. Zweifellos mußte die Regierung mit der Erhöhung der Spannung zwischen den niederen und höheren Beamtengruppen bei der levetn Regelung der Beamtenbesoldung berehtigte Unzufrieden- heit hervorrufen. ir bedauern, daß die Regierung nit reht- zeitig Klarheit geschaffen hat, daß mit der eintretenden Brotpreis- erhöhung eine Erhöhung der Gehälter und Löhne automatish verbunden ist. Daß es möglih ist, Forderungen in teder Höhe aufzustellen, dazu gehört garnichts. (Lebhaftes Sehr richtig!) Auf einen Zuruf von links antwortet Redner: Es war die „Rote Fahne“, die, als die Frage der Erfassung der Sahwerte auftauchte, sagte die Arbeiter sollten sich durch diesen Schwindel nicht ein- \hüchtern lassen. (Stürmische Zurufe links.) Redner kommt auf die sogenannte Stinnesierung der Eisenbahn zu sprehen und sagt, daß dies eine Verfassungsänderung bedeuten würde. Es genügt schon wenn wir niht befürhten müssen, daß die Kommunisten wie immer mit den Deutschnationalen zusammengehen (Lärm links) die Stimmen der drei Linksparteien würden eine Stinnesierung der Eisenbahnen {hon verhindern können. Der Eisenbahnerstreik ist nur zu erklären aus der gewerfs\chaftlichea Unerfahrenheit und Ungeshultheit der Eisenbahnbeamten, wie der Beamten überhaupt, Es beweist die ganze Urteilslosigkeit der fommunistishen Partei, wenn sie ausgerechnet diesen Beamten- \treif als den Beweis eines Erwachens des proletarishen Klassen- bewußtseins der Beamten ansieht. Diese Auffassung ist nur so j erflären, daß die Kommunisten und ihre Führer genau so politis und Geiverkshaftlid unge! ult sind, wie die Eisenbahnbeamten. (Lebhafte Zustimmung bei der Mehrheit.) Es ist keine Art, gewerkshaftlihe Kämpfe zu führen, wenn in einem Stadium, wo noch nit alle Verhandlungsmöglichkeiten ershöpft sind, eine S eian aus der Gruppengemeinschaft der verhandelnden Organisationen heraustritt und für ihre YELAUges der Regie- rung ein Ultimatum von wenigen Tagen stellt. Ein sol ultimatives Verfahren untex diesen Verhältnissen kann und darf sih keine Regierung Ea lassen. (Lebhastes Sehr rictig!, Unruhe links.) So sehr Sie (nah links) als Hyänen des Schlat- feldes bei diesem Streik Stimmen fangen wollen, so sehr Sie heute diese Politik bekämpfen, ues so wurden Sie es treiben, wenn Sie an der Macht sind. (Lebhafte Zustimmung bei der Mehrheit.) Daß man einen solhen Streik, der unser ganzes Wirtschaftsleben in wenigen Tagen aats mußte, auf Äbiend eines Vorstands- beshlusses von 20 gegen 15 Stimmen proklamierte, ist ein Beweis von Verantwortunyslosigkeit, die wir auch hier in der Oeffentlichkeit den Eisenbahnbeamten klipp und klar sagen wollen, damit sie es in Zukunft anders machen. (Zustimmung.) Die Beurteilung des Eisenbahnerstreiks durch den BaltEheguliragten Barth steht im Widerspruch zu den Ausführungen des Kollegen Meier. Es if festzustellen, daß über diese Frage bei den Unabhängigen stark aus- einandergehende Meinungsverschiedenheiten bestehen. Es gibt namhafte Führer der Unabhängigen, die in der Oeffentlichkeit das Gegenteil von dem vertreten, was der Herr Kollege Meier vor- gebracht hat und die dem Standpunkt durchaus zustimmen, den wir vertreten. (Unruhe bei den Unabhängigen Sozialdemokraten.) Die Verordnung des Reih8präsidenten wäre zu mißbilligen, wenn sie eine allgemeine grundsäßliche Stellungnahme gegen das Streikreht der Beamten wäre. Es handelt sich aber nur um eine Verordnung zu diesem Streik. (Lachen links.) Wenn von seiten der Deutschnationalen dieser Streik zum Anlaß genommen wurde, vom Sinken der Autorität der Regierung zu reden, so muß gesagt werden, daß doch im wesentlihen Jhre (nah rechts) Leute bei den Béamten sigen. Als Sie (nah rechts) in der Regierung sagen, da gaben Sie dew Beamten weder das Streik- noch das Koalitions8reht. Fhre Anhänger sind zum großen Teil bestimmend für die Politik und Taktik der Beamtenorganisa- tionen. Jst nicht îin F rer Presse und Fhren Versammlungen systematisch gegen die Regierung geheßt worden, und haben Sie nit alles getan, um die Autorität der Regierung zu untergraben? Für Polizeibeamte darf es unter gar keinen Umständen ein Streik- recht geben. Jh glaube, daß die Anerkennung des E Beamtenrechtes grundsäßlich nach der Revolution niht bloß eine Verlegenheitsmaßnahme war, sondern daß auch wichtige sachliche Gründe dafür sprechen, unter den Zeugen Verhältnissen Staats beamtenschaft mit lebenslängliher Anstellung usw. zu verbinden. Durch die Privilegien darf aber den Beamten das Koalitionsrecht und damit das Streikreht gewissermaßen niht ab kauft werden. Jn der Ausübung des Streikrehts dürfen aber die Beamten selbst- verständlih niht die Bewegungsfreiheit haben, die der freie Arbeiter hat. Erst wenn alle ihtungsmöglihkeiten ershöpft sind, wird erx um leyten Mittel greifen dürfen. Eine Unter- scheidung zwischen leben8wichtigen und anderen Verwaltungen können wir dabei niht machen. Redner gibt darauf eine ausführ- [i He des Zustandekommens des Berliner Streiks. Selten sei eine Bewegung durchgeführt worden von einer so völl über den Zweck des Streiks uninformierten Arbeiterschaft. Selbst die Streikleitung hat nit gau t, worum es sis handae, Begug, lih der Wasserwerke hat si die Streikleitung auf dew Standpunkt gestellt, daß es keine lebenäwichtigen Betriebe sind. Wir befinden uns mit unabhängigen gistrat mitgliedern völlig iw Ueberein- stimmung, daß in diesem e der Einsay der Technischen Nothilje erforderli war. Dis Unabhängigen sollten auch einmal den Mut aufbringen, niht immer în solch entscheidenden Momenten aus agitatorishen Gründen ihre Leute ch zu lassen. Wir wünschen, daß es den Gewerkschaften gelingen möge, si vom kon munist zinfluß so frei zu machen, daß sie endlih wieder den Einfluß auf die Arbeiterschaft gewinnen, g r n zu [ha ch die eine ovganisierte ftaatli Tehnische hilfe U i machen. Die Kommunisten haben au nah dem mitteldeut Aufstand den Mund sehr voll genommen, aber \chließtich doch nur erreiht, daß die Arbeitershaft aufgewacht i und daß der angeb- liche Jungbrunnen dieses Aufstandes die Quelle des Niedergangs der kommunistishen Partei geworden ist, (Lachen bei dew Kou

nunisten.) Welcher von ben 27 kommunistishen Parkeien gehört ‘jeun jeder einzelne pan Juen an? Wir kennen diese 27 Pro nit, wir wissen bloß, daß alle Ihre verschiedenen politi-

sin Ansihtew niht vernünftig sind. Die Arbeiterschaft wird auch mei in der Sozialdemokratie und ihrem ehrlihen Eintréten für die Be itigung von Mißständen das Vertrauen auch gegenüber hrett agitatorishen Maähchen bewahren. (Gelächter und stürmi-

p T bei den Kommunistew; Ruf: Komme du zu den

senbahnern. °

Pra. Blank (Zenir.) bezeihnet den Eisenbahnerstreik als

ol vom Zaune gebrohen und den Berliner Streik als ver- f rischen Wahnsinn. ur Frage des Beanmtenstreikrechts zrflôrt er, daß das Zentrum bereits 1919 den Beantzn das Streik- weht abgesprohen hat. Jn Weimar sei bei der Beratung von \rtifel 169 der Reichsverfassung ausdrücklich die Ers2zung des Ports: „Vereinigungsfreiheit“ durch „Koalitionsfreiheit“ abgelehnt

rden. Die Parallele mit vem Kapp-Putsh sei ganz a wegiîg. Fie Notlage der mittleren und unteren Beamten, sogar eines Teiles der höheren Beamten, sei unzweifelhaft vorhanden. Die unteren Géuppen ständen zum großen Teil unter dem Existenz: minimum. Tatsächlich sei die in den oberen Gruppen durch die Umgestaltung der Einkommensteuer noch bedeutend verschärfte Spannung im Verhältnis zu den Spannungen zwischen den unteren und mittleren Gruppen zu groß. Leider hätten Anfang November die pte A ano zu voreilig, wenn auch unter Protzst, dem Regierungsentwurf zugestimmt und so einen großen Teil der Verärgerung der Beamtenschaft über die Desoldungsordnung mit verschuldet. Weiter erkennt Redner an, daß die Regierung in- zwischen, und auch vor Ausbruch des Streiks, bemüht gewesen is, den Anregungen auf baldige Umgestaltung und Verbessering der Besoldungen Folge zu geben. Warme Worte des Dankes findet Redner dann noch für die Technische Nothilfe. Bezüglich der Disziplinierungen siche das Zentrum durhaus auf dem Boden des Keihskabinetts und sei mit der Haltung des Reichskanzlers absolut einverstanden. Redner schließt mit der Hoffnung, daß recht bald die irregeleitete Beamtenschast zu ihrem alten Pflihtbewußtsein urüdfehren und si h ein besseres Verhältnis zwischen ihr und der Regierung herausstellen möge.

Abg. ck e r - Berlin (D. Nat.): Von den Vorrednern ist auch der Aerztestreik und sind gewisse Äußerungen landwirtshaftlicher Organisationen erwähnt worden. Es ist doch sehr eigentümlich, wenn die Parteien, die ganz genau wissen, daß der Eisenbahner- streik ein Angriffsstreik ist, es anderen verübeln, wenn sie in der lezten Notwehr und Abwehr ihrerseits in den Streik eintreten. (Viderspruch links.) Wenn das Beispiel diesex lebten beiden Streiks, des Eisenbahnerstreiks und des Berliner Streiks, Schule macht, dann können sie sich darauf gefaßt machen, daß das, was hier heute als „Spießer“ bezeihnet wurde, eines Tages vielleiht do den Villen aufbringt, sih auf die Dauer folGen Epentualitäten nicht mehr auszuseßen. Man hat es für angebracht gehalten, hier zu behaupten, daß der Eisenbahnerstreik von rechtsstehenden Elementen begünstigt oder gar angezettelt wurde. Jn dem Vorstand der Reih8gewertshaft der Deutschen Eisenbahner {ißt kein einziger Deutshnationaler und nur ein einziger în dem erweiterten, 80 Personen umfassenden Vorstand; dieser eine ist während des Etreiks ausgetreten. (Zuruf links: Wer war das?) Jn dem Moment, wo der Streik ausbrach, hat die deutsGnationale Beamten- last einen Aufruf erlassen, der auf das eindringlihste vor dem reif warnte, an dem gleihen Tage hat sih der deutsch- nmtionale Reichstag8abgeordnete Schmidt nah Pommern auf- ate dort gesprochen und erreiht, daß während des Streiks ost alle Lokalzüge fahren konnten. Das * ist das Ver- hâlinis unserer Partei gegenüber dem Eifenbahnerstreik. qu der Reichsgewerkschaft haben die politisch mehr links stehenden Cemente durchaus die Oberhand; so wenig angenehm das ift, miß ih Sie doc bitten, die Ausbreîtung unserer Bewegung nit elzusehr zu übershäßen. Zu der Meinung, daß wir den Streik nerstüten, konnten nur diejenigen aelangen, die ihre Auffassung er unsere Partei âllein aus der Linkspresse {öpfen. Jh er- freise mit eîner gewissen Genugtuung die Gelegenheit, zu er- lîren: für uns ist eine bestimmte Ministerbank nicht der Staat, hir stehen unbedingt zum Staat. (Lebhafter Beifall rechts.) Wir 14 vor dem Staat, ihn zu s{hüßen, aber wir stehen in Geaner- oft zu dem Heutigen System und zu den heutigen Minister- linken, weil wir dieses System und diese Minister nicht für die- sigen halten, die die Lebèn8interessen des Staates zu wahren wissen. (Großer Lärm links. - Rufe: Kapp-Vutsh!) Man hat heute hier gesagt, mit dem Eisenbahnerstreik dürfe man den tapp-Putsch niht în Parallele stellen. Das is doch nit ganz meine Ansicht. Auch die Beamtenschaft ist niht da für ein be- limmtes System der Regierung, sie is vielmehr da für den êtaat und für die Volksgemeinschaft. Darum hätte auG damals lie Beamtenschaft niht zum Streik greifen follen (große Unruhe links), um nicht für die damaligen Ausschreitungen mits{chuldig zu berden. Tatsächlih Hat die damalige Regierung den Ober- räsidenten Winnig gemaßregelt, weil ex nit mit in den Streik enirat. . . , Es is eîgenartig, daß die Regierung exst einen Tag dor dem Eisenbahnerstreik aus der Presse etwas davon erfuhr. fine Regierung, die mit der Reich8gewerkschaft sozusagen unter tinem Dach gewohnt hat, hätte solche Dinae eher sehen müssen. (ustimmung rech!s.) Jm Grunde ist der Streik um nihts und ieder nihts gegancen. Man hätte sich vorher genau so einigen lônnen, wie es naGherx geshah. Die Regierung hat in hohem Noße deshalb au huld, weil fie nit Klarheit über das Streik- teht der Beamten aeschaffen hat. Ein preußisher Regierungs- bertreter hat doch 1920 erflärt, daß die preußische Staatsreaierung (uf dem Boden stehe, daß der Beamte nicht streiken darf. Die Auf- issung der preußishen Staatsregierung decke ih auch mit der

r Reichsregierung. Die Worte des Abg. Krüger-Potsdam und des Abg. Wels im Reichstag stehen do im Widerspru zu dem, vas damals die Regierung Hîr\ch hier în Uebereinstimmung mit der Regieruna Bauer hat exklären lassen. Wir werden alles lun, den berechtigten Forderungen der Beamten zur Erfüllung ju verhelfen, (Lachen links; Ruf: Arbeitszeitgesez!)) Auch vir wollen feine Politik der Rache __und Vergeltung. Die Staatsautorität verlangt aber, daß die Rädelsführer und die, die Sabotage und Terrox geübt haben, nicht straflos ausgehen. Redner zitiert den Reihsverkehrsminister Groener über Terror=- Ulle, wonach mit Handgranaten geworfen und geschossen vorden sei. (Als der Abg. Kay (Komm.) ruft: Das hat der dundsfott aeloqen! erhält er vom Präsidenten einen Ordnungs- uf) Jch finde es merkwürdig, daß vom Minister Groener nicht Us den § 350 des Strafgeseßbuches hingewiesen wurde. Wir verlangen, daß nicht gegen die Masse, sondern gegen die borgéganaen wird, die über die Verhandlunnen mit der Regie- Uta Bescheid wußten. (Abg. Heilmann: Disziplinierung des deutshnationalen Reichstagsabageordneten Vogel!) Herr Vogel hat bon dem Zwecke des Streikfonds, zu dem er auch seine Unter- úrift aab, nichts gewußt. (Große Heiterkeit und Gelächter.) Xnn Vogel aïs Angeklagter qilt, dann muß Jhr Parteigenosse; der ihn gededt hat, als falscher Zeuge gelten. Cine wirkliche utorität kann durch irgend eine Kritik nicht Hinweggeblasen erden. Die Technische Nothilfe hat bei der Schußpolizei nit die genügende Unterstüßung gefunden. Eine Reihe von Fällen \heint darauf hinzudeuten, daß die Diszivkin gewisser Kreise der

Yubpolizei in einer merkwürdigen Verfassung ist. Dex Minister

Î Innern hat die Schubpolizei- angewiesen, nur gegen Streik- ‘osten vorzugehen, wenn sie nachweislih zum Streik aufaefordert (en Damit hat ex die Verordnung des Reichspräsidenten S rlert, (Zustimmung rets. edner fommt auf den Vorl Streik zu auto und A es dahin bringt, ohne Gewissen8- wt. daß Kinder, Kranke und Greise in ihrer Gesundheit ge-

Hêdigt werden (Rufe links: Sie Kriegsverbreher! Minuten- Lärm). der is ein Feind des Staates und des Menschen- Flilechts. Der Technischen Nothilfe sagen wir ein warmes Wort

Dankes, vor allem den drei Studenten, dîe thr junges Leben Uf dem Feld der Ehre ließen. (Lebhafter Beifall.) Der Streik T ünsere ganze Lage ist nur die Wirkung der Erfüllung8politil. henau hat ja gesagt: Oh wir exfüllen können, das hängt nur

E E T bo D En s wurde pes Nei anzlerzimmer des Reichstags empfangen der erweiterte Vorstand der ewerkscaft er beruhigend auf die Mitglieds{aft Der erweiterte Vorstand betrachtet die Aktion jedoch erst dann als abges{lessen, wenn die Frage der Maßrege endgültig befriedigend : a führenden Sensationsmeldungeu wird festgestellt, daß säm s{chlüsse des erweiterten Vorstands faft einstimmig gefaßt worden sind.“ Die Berliner Ge\schäftshauspförtner sind hiesigen Zeitungen zufolge am Donnerstag wieder in den A usff treten. Er erstreckt sich auf alle Geshäfts- und Judustriebhäuser, und Fahrstuhlführer, Hausreiniger der gro anges{lossen. die Nichtbedienung der zu erheblichen Unzuträglichkeiten

Volk în Not bringen kann. Seïne Gsfkanzker im viele Jahre lang unter Ent- biel

sse, um seine Schulden abzutra r f Frage des Streikrechts der Beamten mu eklärt, die Technische Nothilfe besser ausgebaut werden. önnen uns den Luxus eines und müssen uns fühlen als d gemeinschaft führt. (Erneuter wir uns Leute vom Leib halten, d recht haben. Wir fragen, ob das Staatsfommi Ordnung etwas getan hat, \chewistisher Elemente eini aus den Erfahru eitern der christli werden. (Läom lin werden mit dem Gei munisiert, wodurch \sich R Holung verständlih machen kann), mit dem esinrnung, dex Pflichterfüllung und der Vevan die Notgemeinschaft zu einem wirklich neuen Deutschland kommen werden, das, auf dem Gedanken der nationalen Pflicht aufgebaut, all dem ein Ende machen wird, was heute Unglück unseres Volkes dient.

davon ab, wie tief man n

_Lieblingsidee ist, daß Deutsch Art leiden sicherungen, di t chend erachtete, um weiter

Klassenkampfes nicht mehr leisten ie Notgemeinschaft, die zur Volk3- Tints.) Dazu ist auch nötig, daß ie niht in Deutshland Heimat- ariat für öffentliche um dem hemmungslosen Eindringen holz germaßen entaegenzuwirken. Wir Hoffen, en des [leyten Streiks große Scharen von «nationalen Arbeiterbewegung zuströmen 1s.) Die deutshe Beamtenscha stt (minutenlanges Hurra! bei den Koms- edner nur durch me

m Gegensatz

chinisten und châfte haben 6% ihm auc diesmal Am peinlichiten fühlbar macht der Ausftand \ih durch izungsanlagen, was in einzelnen Betrieben geiührt hat, da das Personal fich ch weigerte, in den. ungeheizten Räumen weiter zu arbeiten. Einige große Büroßäuser sollen, da mit Sabotageakten gedrobt wird, polizeilichen Schuz erbalten, um Störungen des Geschäftébetriebs durch Streikende zu verhindern,

Zum Ausftand der Berliner MüllkutsGer teilt Anfang nächster Woche im Politizeipräsidium eine Aussprache über den seit mehr als neun Wochen andauernden Ausstand stattfinden wird, in der neben den zuständigen Behörden die Arbeitgeber, die Streikenden, wie auch die Technische Nothilfe vertreten sein werden und in der man fi mit den ch die lange Streikfdauer hervorgerufenen unerfreuihen Suständen eingehend befassen wird.

Aus Frankfurta. M, wird dem „W. T. B.“ gemeldet, daß der Schiedsspruch für die Metallindustrie und die handwerkêmäßigen Betriebe sowohl von den Arbeitnehmern wie au von den Arbeitgebern abgelebnt worden ist. Frankfurt wurden nochmals Verkandkungen eingeleitet, dagegen ha ih die Verhältnisse in Mainz, d beim fo zugespizt, daß dort mit dem Ausbruch einesAus8s- stands gerechnet werden muß.

In Hanau haben, wie die „Köln. Ztg." erfährt, die în der Edelmetallindustrie bes{chä|tigten einigen Lagen 1 \{lossen, den am 14. d. M. vom Schlichtungëau angelegenheit gefällten Shiedsspruch nicht anzuerkennen und die Arbeit fofort in allen Betrieben nieder-

in Helbra beschlossen, T, B.“ aus Eisleben telegraphiert wird, angesichts der Ab- hrer Forderungen durch die Mansteldsche Syndikat: Aktien- gesellschaft (ehemalige Kupterschieferbauende Gewerkscha{t), heute, Sonnabend, in den Ausstand zu treten.

Verkehr&wesen.

Jr .Versenderkreisen Besteht „Bücherzettel“ în Kartenform, wie sie zur Bestellung von uchändlerishen Werken, Büchern usw. verwaudt werden, als „Drucksachenkarten“ zur ermäßigten Gebühr von 40 Pf. versandt werden können. Das ist ein Frrtum. Die „Drucksachen- karten“ bilden eine Versendung3art für si; in ihrem Wortlaut dürfen keinerlei Zusäße oder Abänderungen handschriftlih oder auf mechanischem Wege gemacht werden. „Bücherzettel“ die als offene Karten oder unter Umschlag oder Band eingeliefert werden können, müssen auf der Vorderseite die Angabe „Bücherzettel“ tragen. Es ist gestattet, auf ihnen die bestellten oder angebotenen Werke hand- schriftlich oder mechanisch zu bezeichnen und die gedruckten Mit- teilungen ganz oder teilweise zu streihen oder zu unterstreichem; sie sind nur gegen die gewöhnlihe Drucksachengebühr von 50 Pf zur Beförderung zugelassen.

muß wieder

rmalige Wieder- ist der Staats= z twortlichkeit. offen, daß wir dur

i (Während der leßten Worte wird der Redner von wiederholien Hurra-Rufen und Lärm der Kommu- fommt lebhafter Beifall von

«Berl. Börsen-Ztg.“

nisten unterbrochen. Zum Schlu

der Rechten und Zischen von der

Hierauf nimmt der Minister des Jnnern Severing das ' Wort, dessen Ausführungen nach Eingang des Stenogramms im Wortlaut wiedergegeben werden.

persönlihen Bemerkungen der Abgg. K o ch - Berlin (D. Nat.) und cke r (D. Nat.) und nah Antrages Ka § (Komm.), auf die Tagesordn Sigung den kommunistishen Antvag über vertagt sih das Haus kurz nah 18. Februar, vorntittags 11 Uhr

Ublehnung eines ung der nächsten Annmestie zu seßen, 6 Uhr auf Sonnabend, den

. (Weiterberatung.) Wiesbaden und Geisen-

Arbeiter,

Statistik und Volkswirtschaft. : in der Lobn-

Ueber dic WirtsGaftslage in Deutshland umMitte Januar 1922

beridtet das „Neidsarbeitsblatf" auf Grund von Angaben der wirt- schaftlihen Verbände und 1677 Einzelmeldungen typischer Betriebe, meist größerer Unternehmungen, die über die Lage in den vier Wochen vor dem 20. Januar und übr die Aussichten für die Beschäftigung in den folgenden zwei Wochen auf Grund des Auttrags- und Materialbestands befragt worden sind, unter Berücksichtigung der umfangreichen Fachpresse:

Das Stocken des Bestellungêeinganges, das - im Dezember einz ( Januar im ganzen nicht angehalten. Die allgemeine wirtshaftliche und politishe Entwiklung des Berichtsmonats ver- nichtete- die wieder erwohten Erwartungen auf Rückgänge in den Preisen wie die Hoffnung auf eine endgültige Wendung in dem nur zeitweise unterbrochenen Sinken der Mark. stiegen nach den Berechnungen des Statistischen Reichsamts vom Dezember zum Januar um d,s vH (der Ernährungsbedarf allein um enüber Januar 1921 um fast 74 Monat des vergangenen Jahres, um etwas über 86 vH. Die weitere Verteuerung, die nach Wegfall der Neichszuschüsse zux Broiverforgung eintreten muß, das Inkrafttreten von neuen Porto- und Frachterhöhungen, die beschleunigte Ginziehung der Steuern, die starken Lobn- und Gehaltsbewegungen, das neue Sinken der Mark nach dem Abbruch der Verhandlungen in Cannes führten besonders im Spinnstoff+ wie im Bekleidungsgewerbe und in der Metallindustrie In verschiedenen Geschästszweigen dauerte aber das Zurückhalten der Auftragserteilung an, ein bedenk- liches Zeichen, weil es aus der Befürchtung erwuchs, daß die Kauf: reifen nicht werde folgen können, einer Be- fürhtung, die si auf die Grfahrungen des Ginzelhandels aus den jüngsten Inyenturausverkäufen ( der wirtschaftlichen Lage, die Unsicherheit und die Verworrenheit der Bedingungen läßt eine kaufmännische Kalkulation nur für kurze Zeits- spannen zu. Die Nötigung zur Eindeckung, sei es mit Rohstoffen oder deswegen in verbältnismäßig kurzen Fristen geltend. Das spekulative Moment der Erfassung des ribtigen Augen- blicks gewinnt dadur auch für den ir den Händler an Bedeutung. ; ugenblicks wird aber behindert oder unterbunden durch die dauernde - Verkebrsnot und den Kohlenmangel; beide erhalten damit eine für das Wirtschaftsleben weit ernstere Bedeutung, als es aus den zahlen- mäßigen Feststellungen jeweils a Abständen sh wiederholende, an

Lohnbewegung

zulegen. Die Bergarbeiter

seßte, hat im vielfach die

Die Lebenshaltungskosten

6,8 vH), ge vH, gegen Mai, den

Deckungseinkäufen.

kraft der Verbraucher den Handel ynd Gewerbe,

Telegraphische Auszahlung. 17, Februar

Das Grundkennzeichen

mit Waren, macht \ich : 18, Februar Amsterdam - Rotterdam Buenos Aires (Papier- B A

Brüssel und Anúiwe Christiania .

Kopenhagen ¿ ckholm und Goth

roduzenten ähnlich wie früher ie Ausnüßzung des günstigsten

eleten werden fann. ch im einzelnen klein ersGeinende Schädigungen, die feder in der Folgezeit wieder auszugleichen bofft, Tauer mit weit verhängnispollerem Druck als

wirken auf die t unmittelbaren Ursache

einzelne große, Schädigungen.

nachzuweisende von typischen Industriec- | New York „MReichsarbeitsblatt“ wird eine leite Zunahme ung8grades ersihtlich. Von den 1,41 Mill. Arbeitern ten am 15. Januar, über die von 1677 tyvischen Betrieben verschiedener Industrien berihtet worden ist, gehörten 768 945 oder 54,58 bH Betrieben mit gutem Geschäftsgang an gegen etwas über 739 800 oder 52,6 friedigende Beschäftigung wurde am 15, Januar für fast 423 000 Angestellte und Arbeiter oder 30 vH am 15, Dezember îin derselben Als \chGlUecht besGäfti 197 000 Arbeitern oder 14 vH angege oder 14,6 vH am 45, Dezember 1921.

inzelberi{ten betrieben an des Beschäfti

und Angeste Wien (altes)

Wien (Dtsch. - Oesterr), am 15. Dezember.

egen rund Zahl von Be- t wurden Betriebe mit rund en gégen etwas über 204 000

n m os S 9e

443 000 oder 31 vH

tantinopel .

Ausländische Banknoten vou Amerikanische Banknoten 1000—5 Don.

18. Februar.

Arbetitslose inder Shweiz.

Nah einer Meldung von „W. T. 31. Januar 1922 in der Schweiz insg arbeitslofe Personen gezählt worden ; davon wurden 19 662 bei während die übrigen tatsächlich ohne i l der teilweise Beshäftigten belief sih auf 49 181, die Gesamtziahl der Betroffenen mit Ein- {luß der Notstandsarbeiter auf 145 761, Die Arbeitslosen ist in ter Schweiz în der leßten Monatsfrist um 7613 Ausländer waren unter den gänzli Arbeitslosen vou denen 4388 Unter- stehen die Italiener unterstüßte); dann folgen die Deutschen mit 2202 Arbeitslosen (1474 Unterstüßte), die Franzosen mit 885 (421), die Oesterreicher mit 199 (56). handlung der Arbeitslofen ist vereinbart mit Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg und der Tschehoslowakei, gestükt auf ein besonderes Ab- kommen mit Jtalien. *

«aus Bern sind am esamt 96 580

e (100-——600

Notstandsarbeiten beschäfti L Beschäftigung waren. Die irl. y. darunter 7A e gu Zahl der gänzli Französische

angewachsen. 4 SEwes am U F tüßzung bezogen. Gre Arbeitélosen (2331

Norwegische

erster Stelle MOLERRIe

neue (10 u. 100 900 u. 1000 Lei. unter 500 Lei ür 100 Fr.

00 Kr. u. darü 00 r. .

Numäniscße Shwedi Sue sche

Gegenseitigkeit in der Be-

V L LAAUVLNVVVck AQNUC

Arbeitsstreitigkeiten. Tscheho-\low, Staatsnaot.,

Vorstand der Nei Eîisenbahnbeamten un „W. T. B.“ folgende Mitteilung: Reichêgewerkshaft Deutscher Eisenba in zweitägiger Sitzun ergebenden Sachtage der Diszivlinierun bezirken lagen Berich regung infolge der Massenma einmütig der Meinung, daß a e La O im Widerspruch {teben E anzler aeben hat und die mit zu dem sofortigen Ab- igetragen haben. Eine zur Klärung der Sach-

werkschGaft DeutscGer nwärter versendet Der erweiterte

Borstand der mten und -Anwärter bat der Streikbewegung si ng genommen, insbesondere zur Frage Ländern und Direktions: ber eine wasende, tiefgehende Er: Alle Delegierten waren

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