1835 / 182 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

“E 2 Eide: T. 65 t: D T E D E E u le G E R R E R S S E E Ra e E A2: ra

S L

Ferdinand, als leßte Gastrolle. Hr. Rott: Präsident. Mad. Werner: Lady Milfort.) 1 H B

Freitag, 3. Juli. Jm Opernhause: Die Stumme von Portici, Oper in 5 Abth., mit Ballet. Musik von Auber. (Hr. Bieling, vom städtischen Theater zur Lemberg : Pietro, als Gastrolle.)

Preise der Pläße: Ein: Platz in den Logen des ersten Nan- ges 1 Rthlr. 10 Sgr. 2e.

Königstädtisches Theater.

Donve.erstag, 2. Juli. Julerl, die Pußmacherin, parodirende Posse vit Gesang in 2 Akten, von Meisl. Musik von A. Mül- ler. (Dlle. Muzarelli , vom K. K. priv. Theater an der Wien L Wien : Julerl, als erste Gastrolle.) Vorher: Die Ehrendame,

ustspiel in 1 Akt, nach Dupin, von A. Cosmar.

Freitag, 3. Juli. Zum erstenmale wiederholt: Der Kapell- meister von Venedig, musikalisches Quodlibet in 2 Akten, von Breitenstein. Musik von verschiedenen Meistern. (Hr. Lorbing : Peter.) Vorher: Nach Sonnenuntergang, Lustspiel in 2 Akten, frei nah dem Franz., von G. Lok. (Hr. Lorbing: Baron von Abendstern, als leßte Gastrolle.) f E t f e d

Neueste Nachrichten.

Paris, 25. Juni. Der Englische Botschafter, der Preu- ßishe Gesandte und der Russische Geschäftsträger wurden gestern Abend in Neuilly von dem Könige empfangen.

Die Pairs-Kammer hielt heute eine Sißung unter dem Vorsige des Grafen Portalis, da der Baron Pasquier noch im- mer unpäßlich seyn soll. An der Tagesorduung war die Debatte über die Bewilligung einer Summe von 200,000 Fr. zu der diesjährigen Julifeier. Der Vicomte D ubouchage verlangte, daß man nur die Hälfte dieser Summe zu .dem angegebenen Zwecke verwende, die andere Hälfte aber denjenigen Familien

Bekanntmachungen.

Nachdem der hiesige Kaufmann Ludwig Kuöhl in Verfall seines Vermögens gerathen und dieses seinen Creditoren zu ihrer möglichen Befriedigung abgetre- ten, so werden hiemittelst alle und jede, welche aus irgend. einem Rechtsgrunde Ansprüche und Forderun- gen an selbiges zu haben vermeinen möchten, hie- uan aufgefordert, solche in nachstehenden Termi- nen a E den 23sken d. M., den 7ten und 21sten k. M., Morgens 10 Uhr, vor dem Stadtgericht gehörig an- zumelden, nachzuweisen und die Vorzüglichksit der- selben auszuführen, bei dem Nachtheil , daß sie sonst durch die in termino den 4. August d. J. zu erlas sende Práclusiv-Erkenntniß damit für immer von der jeßigen Masse werden abgewiesen werden.

Auswärtige Gläubiger haben aber sofort bei der Anmeldung threr MIaggen hinlänglih inftruirte Bevollmächtigte ad Acta zu bestellen, widrigen Falls sie in alle von anwesenden Creditoren in dieser Sache zu fassenden Beschlüsse ein für allemal einwilligend angenommen uno erachtet werden sollen.

DVatun Greifswald, den 10. Funi 1835.

(L. S.) Director und Assessores des Stadtgerichts

Dr. Hoefer.

Thlr. Cour. ;

Bekanntmachung.

Da durch Beschluß" des Engeren Ausschusses des Kur- und Neumärkschen Ritterschaftlichen Credit- Instituts vom 20sten v. Mts. die Einlösung eines Theils der in Cours befindlichen Kur- und Neu- märfschen Pfandbriefe gegen Zahlung des verschrie- benen Capitals in baarem Gelde, und zu dem Ende die Kündigung der erforderlichen Summen nach Fn- halt des Nachtrags vom 2. April 1784 zum §. 281. des Reglements vom 14. Funi 1777 angeordnet wor- den: so hat die unterzeichnete Hauptritterschafts-Di- rection, um hierbei gegen die Pfandbrief-Fnhaber die möglichste Unparteilichkeit zu beobachten , eine Aus- loosung der zu kündigenden Pfandhriefe veranstaltet, bei welcher folgende Nummern derselben gezogen worden sind, als auf:

Gerswalde in der Uckermark, Nr. 3731 u. 3732, jeder über 700 Thlr. Cour., Nr. 3734, Nr. 3736 und Nr. 3737, jeder Über 500 Thlr. Cour , Nr. 3740 über 400 Thlr. Cour., Nr. 3743 und 3744, jeder úber 200 Thlr. Cour., Nr. 3746 bis 3753 incl. , jeder über 50 Tblr. Cour. :

' , Thlr. Frd'or. Mellenthin in der Neumark, Nr. 3754 bis 3758

Nr. 3820, Nr. 386 bis 3830 îincl., jeder Über 200 Thlr. Cour. , Nr. 3832 bis 3837 incl. , Nr. 3839, Nr. 3840, Nr 3845, Nr. 3852 bis 3856 incl, jeder Úber 109 Thlr. Cour., Nr. 3858 bis 3863 incl. , Nr. 3865, Ne. 3866, Nr. 3868 bis 3885 incl , Nr 3887 bis 3896 incl, Nr. 3898 bis 3901 incl., ieder über 50 Thlr Couk.:

Baumgarten in der Neumark, Nr. 3902 bis 3904 incl, jeder über 1000 Ehlr. Cour., Nr. 3905 Über

Nr. 3907 vis 3910 incl., jeder Über 500 Thlr Cour., Rr. 3911 Úber 300 Thlr. Cour., Nr. 3912 bis Nr. 3915 incl. , jeder úber 200 Thlr. Cour., Nr. 3916 bis 3918 incl. , jeder Über 109 Thlr. Cour. , Nr. 3919 bis 3924 tncl., jeder über 50 Thlr. Cour. ;

Bocckenbverg in der Uckermark, Nr. 3925 und 3926, jeder Úber 100 Thlr. Cour. ;

Polßen in der Uckermark, Nr. 3955, Nr. 3959 und Nr. 3961, jeder úber 1000 Thlr. Frd'or. ;

Hohenfinow' in der Mittelmark, Nr. 8311 bis §317 incl und Nr. 8319, jeder Über 500 Thlr. Frd'or., Nr 8321 bis 8334 incl. , Nr. 8339 bis 8341 incl, jeder über 200 Thlr. Frd'or., Nr. 8354.

jeder über 100 Thlr. Cour , Nr. 8440, Nr. 8442 bis 8475 incl, Nr 8477 bis 8487 incl, jeder über 50 Thlr. Cour. ;

Braunsfelde în der Neumark, Nv. 8490 bis

8512 úÚber 500 Thlr. Cour. , Nr. 8514 bis 8517 incl., jeder Úúber 100 Thlr. Cour. ;

Cremlin in der Neumark, Nr. 8518 Úber 500 Thir. Cour. , Nr. 8520 und Nr. 8521, jeder Über 300 Thlr. Cour. ; /

Mohsau in der Neumark, Nr.. 8523 bis 8529 incl. , jeder Úber 1000 Thlr. Cour. , Nr: 8530 bis §537 incl., jeder úber 500 Thlr. Cour. , Nr. 8540 bis 8544 îincl., jeder Über 200 Thlx. Cour. , Nr. 8545 Úber 100 Thlr. Cour. ;

Sternhagen in der Uckermark, Nr. 8557 bis 8559 incl. , jeder über 1000 Thlr. Cour;

Petnick in der Uckermark, Nr. 8571 bis 8577 incl., jeder Úber 100 Thlr. F i

Hohenjesar in der Mittelmark, Nr. 8592 über 1000 Thlr. Cour. ;

Cremlin in der Neumark, Nr. 8594 über 200

Verkehrt Grunow in der Uckermark, Nr. 8596 bis 8598 incl.; jeder Über 1000 Thlr. Cour. ; Groß Rieß in der Mittelmarë, Nr. 11,098 bis 11,144 incl., jeder Über 500 Thlx. F Walsleben und Caterbow in der Mittelmark, Nr. 11/148 bis 11/151 incl., Nr. 11,153 bis 11,168 und Waare incl. , jeder über 1000 Thlr. Frd’or., Nr. 11,170 Fahre bis 11/180 îincl., jeder Über 500 Thlr. Fcd'or.; E: Wulkow in der Mittelmark , Nr. 11,454 u. Nr. : i: 11,455, jeder úber 500 Tblr. Fred’or., Nr. 11,472|"Dampfschiffahrts-G esellschaft in Lübeck. bis 11/478 incl., jeder über 200 Thlr. Fed’or., Nr. 11,479 bis 11/485 incl, jeder Über 100 Thlr. Frd'or , Nr. 11/486 bis 11,488 incl. und Nr. 11,490, jeder Über 50 Thlr. Frd'or.; »- ; Hermsdorf in der Mittelmark, Nr. 11,495 über Na Lt 200 Thlr. Frd'or., Ne. 11,496 úver 100 Thlr. Frd'or., Nr. 11,499 über 50 Thlr. Frd’or., Nr 11,501 bis 11,503 incl. , Nr. 11,505 bis 11,526 S e Thlr. a A Úber 100 r. Cour , Nr. 11,528, Über 50 Thlr. Cour. : Qi N Gerswalde in der Uckermark, Nr. 11,529 über even die Lithographien : 1000 Thlr. Cour., Nr. 11,530 Úber 900 Thlr. Cour. : Zeinicke in der Neumark, Nr. 11,531 bis 11,536 incl. jeder úber 1000 Thlr. Cour. , Nr. 11,537 bis 11,542 incl. und Nr. 11/544, jeder über 500 Thlr. Cour., Nr. 11,545, Nr. 11,546, Nr 11/548 und Nr. 11/550, jeder über 300 Thlr. Cour., Nr. 11/551 Uber 200 Thlr. Cour. ; ; j e in der e e Sd S ncl., Nr. 11/562 bis 11,577 incl, Nr. 11,582 bis |; 5 ; 11,585 incl. , Nr. 11,587, Nr. 11,592 bis 11,601 |! Empfang nehmen zu wollen. incl. , Nr 11,604 und Nr. 11/605, jeder Über 500

Demgemäß werden die eben aufgeführten Kur- incl. , Nr. 3760 und 3761, jeder ber 1000 Thlr. [und Neumärkschen Pfandbriefe den Pfandhrief-Fn- Frd'or., Nr. 3769 bis 3772 incl , jeder úber 100/habern hiermit zur Empfangnahme der ihnen darin Thlr Frd'or. , Nr. 3779 bis 3781 incl. , Nr. 3787 verschriebenen Summen nach Ablauf dér durch die bis 3790 éncl. und Nr. 3795 bis 3798 incl. , jeder Vorschriften unseres Credit - Reglements bestimmten Úber 50 Thle. Fed'or. , Nr. 3805 und Nr. 3807| Kündigungsfrist von Sechs Monaten hierdurch förm- bis 3818 incl , jeder über 1000 Thlr. Cour., Nr 3819, lich aufgekündtkgt, mir der Aufforderung: : daß die Fahahber dieser betreffenden Pfandbriefe dieselben nebst den dazu gehörtgen Zins-Coupons in dem närhsten Zinszahlungs- Termin vom 1. bis 14. Fuli d. F. bei der Kasse der auf dem einzelnen Pfandbriefe und resp. dessen Coupon benannten Provinzial-Ritterschafts-Direction oder in dem nächsten Zinszahlungs-Termine vom 1. bis 14. August d F. bei der Kasse der unter- G zeichneten Haupt-Ritterschafts-Direction ad de- 700 Thlr. Cour. , Nr 3906 Über 600 Thlr. Cour., »osìtum zu geben, dafür den vorgeschriebenen Devositenschein zu gewärtigen, und demnächs nach Ablauf der bestimmten sechsmonatlichen Kündigungsfrist, in dem alsdann eintretenden Zinszahlungs-Termine vom 2 Januar 1836 das Pfandbriefs - Capital nebs den bis zu diesem Zinszahlungs - Termine fälligen Zinsen, gegen

740

zukommen lasse, die durch die Lyoner und Pariser Un- ruhen in Noth gerathen sind. Der Minister des Innern machte hierauf bimectas, daß dieser Forderung bereits genügt wörden sey, indem die Deputirten-Kammer im Ausgabe - Budget die gewöhnlich zu allgemeinen Unterstüßkungen bewilligte Summe auf 526,000 Fr. erhöht habe. Der betreffende Geseß - Entwurf wurde ‘darauf mit 91 gegen 7 Stimmen angenommen. Acht andere Geseß-Entwürfe, größtentheils von örtlichem Jnteresse, gingen ohne irgend eine Debatte und ebenfalls mit großer Stim- men- Mehrheit durh. Den Beschluß der Sißung machten ver- schiedene Bittschristen-Berichte.

Der Graf Beugnot ist gestern nah einer langen und {merz- haften Krankheit in scinem Landhause zu Bagneux bei Paris mit Tode abgegangen.

Der Deputirte Herr Laurence, der sich bekanntlich auf den Grund seiner Mission nah Algier einer neuen Wahl unterwer- fen mußte, ist in Mont de Marsan mit 178 gegen 2 Stimmen wiedergewählt worden.

Da der Deputirte des Departements der oberen Marne, Herr von Failly, aus der Kammer ausgeschieden isk, so wird das Ate Wahl-Kollegium jenes Departements mittelst Königlicher Ver- ordnung auf den 15. Juli in Vassy zusammenberufen, um zu einer neuen Deputirten-Wahl zu schreiten,

Eine von dem Moniteur mitgetheilte telegraphische De- pesche aus Bayonne vom 2isten enthält Folgendes: „Am 21sten Abends hielt Bilbao sich noch. Die Generale Latre und Espar- tero waren um 5 Uhr Abends in Portugalette mit 5009 Mann angekommen und sollten mit Tages - Anbruch Munition in die Stadt bringen, Man versichert, daß Jriarte mit 6000 Mann und Valdez mit 18 Bataillonen auf Durango vorrücken.“

Dev JIndicateuvr bordelais vom 22sten macht folgendes Schreiben aus Portugalette vom 17ten um 61 Uhr Abends

V PPUMES L C

Allgemeiner Anzeiger für die Preußischen Staaten.

mehr der offictelle Plan daruber in meinem Comptoir

einzusehen ijt. : Berlin, den 29. Funi 1835.

E: T A TO E A ir ‘t

Arons Wolff, Linden Nr. 44,

bekannt: - „Der- Gouverneur erhält in diesem Augenblicke einen

Bericht des Kommandanten des Forts Barcena. Es wird | darin gemeldet, daß die Garnison von Bilzao auf der Seite

von Albia einen Ausfall gemacht und die Belagerer vor sich

hergetrieben habe, während zugleich das Feuer aus dem Fott

Mallogna den Weg von Deusta säuberte. Die Karlisten zo

gen sich auf allen Punkten zurúck. Die aus St. Sebastia

eingetroffenen Bataillone San Fernando und Jaca stellen} sich auf dem Plate unserer Stadt auf, um Munition nah} Bilbao zu bringen. Nach einem späteren Berichte way

diese Absicht vereitelt worden, indem die Truppen, die schon biz

ganz in die Nähe der Stadt vorgedrungen waren und. mehre

Jusurgenten - Corps verjagt hatten, den Fluß mit Baumstämmte

und großen Steinen so überschüttet fanden, daß ‘die Schiffe,

welche die Munitionen an Bord hatten, nicht weiter komme

konnten. Die Kolonne sah sich also zur Rückkehr nach Portu

galette genöthigt.

Die sämmtlichen hiesigen Blätter versichern heute, daß Z malacarreguy’'s Wunde ganz unbedeutend gewesen sey; ein matte Kugel habe ihm bloß eine starke Contusion verursacht, un schon am folgenden Tage sey er wieder zu Pferde gestiegen. s fiziell weiß man Übrigens hierüber nichts.

In Havre ist vor einigen Tagen ein Nord - Amerikanische Schiff eingelaufen, das New - York am 27. Mai verlassen ha und die Nachricht bringt, wie man an diesem Tage die Annah me des Gesezes, die 25 Mill. betreffend, durch ein ‘Paketboy aus Liverpool erfahren hatte. (S. oben den Art. New-York.)

Heute {loß öproc. Renre 108, 35. S8proc. 78. 60, 5pro Neap. 96. Span. dproc. 411, Z3proc. 27. Cortes 35. Aus Schuld 168, :

4 “Redacteur Cottel. Gedruckt bei A. W. Hayn.

S A S É E E R P E L L-L L R P E ern

„bewundernswerthe Geiwandheit in dexr Spra „auszeichnen““, ; s

auf eine angemessene und des Geistes der deutsch Sprache würdige Weise unsern Lesern wieder gebet wofür dem Publikum Friedrich Seybold wohlklingender Name Bürge seyn dürft Indem wir auf diese Weise cine Ausgabe d

zwischen

rd'or. ; Nicolay 1. Abgangstage

von Lúbedck:

d.

=- 6, 13./ 25. August, =-

- L, 10., 17., 29, Sept., - 2, « 6,/ 15., 22: October, -=-

2 Uhr Mittags von

rd'or. ; Travemünde.

Dampfschiffahrt

St. Petersburg und Lübeck

: im Fahre 183d,

mit den beiden privilegirten schönen Dampfschiffen

und Alexandra

Abgangstage

von St. Petersburg:

2, 9., 21./ 28. Juli, d. 1., 11., 18./ 29. Juli,

5., 15., 22. Auguit,

9., 19., 26. Sept. z

7 u au ah Sia 22 Thlr. zu stehen kommt.

neuen Styls.

Preise dex o ; so wie Frachten für Contanten ind die nämlichen wie im vergangenen

Anmeldungen geschehen im Comptoir der

werthvollsten Schriften Victor Hugo's in t 20 Bändchen veranstalten, beabsichtigen wir blos Leser in keiner Hinsicht zu ermüden , denselben än eben so geistreiche als unterhaltende Lekti zu verschaffen , und durch den äußerst billigen Sul scriptions-=Preis von : /

4 Silbergroschetnt

für ein Bändchen von 128 Seiten, unsere Sam lung auch dem größern Publikum zugänglich machen, wobei wir nur noch bemerken, daß je Werke im französischen Original niht weniger dl 80 Franken kosten, während unsere Ausgabe nur al

Jeden Monat erscheinen 2 Bändchen , mit gas neuen Lettern gedruckt, in würdiger Ausstattunf so daß die Sammlung în weniger als einem Jaht

Bestellung von 10 Exemplaren geben wir das 1 Frei Exemplar, und es is jede Buchhandlung in d Stand geseßt, Sammlern diesen Vortheil zu

statten. : , Das 1sie und 2e Bändchen haben wir bereit

1834)

Berlin, den 28. Funi 1835.

Sch

“ausg

von

erfüllt schen werden. A Den Anfang machen wir mit:

rten Pfandbriefe nach Paris‘,

und 8494, jeder über 200 Thlr. Frd'or. ; TDantow in der Uckermark, Nr. 8495 über 1000 Thlr. Frd?or. , Nr. 8497 úbec 500 Thlr. Frd'or./ Nr. 8498 bis 8501 incl. , Nr. 8503 bis 8508 incl, jeder úber 1000 Thlr. Cour. ; Ne. 8510 über 700 c. in Betre

Benachrichtigung. Mit Bezugnabme auf meine Mittheilung vom 26. b, S der neuen Polnischen Anleihe de 150 Thlr. Cour , Nr. 8511 Über 600 Thlx. Cour., Nr. [Millionen Gulden , bringe zur Kenntniß, daß nun-

Autoritäten :

Literarische Anzeigen.

ch t

an die verehrlichen Mitglieder des Kunfst- Vereins für die Rheinlande u. Wesiphalen.|(Stechbahn Nr. 3), L. Oehmigke, Plahn, |

Für die Mitglieder des Vereins in Berlin und der Stuhrsche Umgegend von den Fahren 1833 und 1834 sind so

1) nach Kretschmar’s Nothkäppchen (für 1833): 2) nach Hildebrandt's betenden Chorknaben (für

hier eingetroffen und wird deren Vertheilung an die Berechtigten sofecn geaen N indeß bei der großen Anzahl der hiesigen Mitglieder | M 28 O y ; nur langsam fortschreiten fann , so ersuche ih dieje-| Berlin in der Stuh r schen Buchhandlung, Sh" nigen, welchen an dem raschen Empfange ihrer Ab-|plab Nr. 2, kann für die Monate F ult bis 2E drúcke gelegen ift , solche gefälligst persönlich bei mir

Gen e Gropius, oßplaß Nr. 1.

Einladung zur Subscription auf eine Ïu-|yolle äußere Ausstattung die Gunst des Publiku ßerst wohlfeile Taschen-Ausgabe von: 4 ß | 9 Publ VICTOR HUGO'S ewählten Schriften, deutsch bearbeitet Friedrich Seybold. y Fn etwa 20 Bändchen zu 8 Bogent oder 128 Seiten, : à Bändchen 3 ggr. oder 4 sgr. E Wir übergeben dem deutschen Publikum hiemit n ur 15 sgr. / wodurch auch unbemittelte Aeltern n! ' eine Auswahl von Victor Hugo’'s Scriften.| Stand geseßt werden, diese nüßliche Zeitschrift F sey weniger desorganisirt, als man es gewöhnlich glaube; ihre Der Maine des Or N e Oa Zu ihre Kinder anzuschaffen. S uns jeder Anpreisung des Werths setner Werke Uber- [selben kostet sauber gebunden 1 Thlr. , und das ziere verlassen könne; | ele heben zu können. Gleichwohl werden wir unter sei- e fie b L laufenden L T u ffiz rlassen kônne; man habe sich genöthigt gesehen, viele von nen Schriften eine sirenge Ausroahl treffen und nur j diejenigen derselben in diese Sammlung aufnehmen, welche einen entschiedenen Werth haben und sich für das deutsche Publikum vorzüglich eignen.

eine freie Bearbeitung im Geiste der deutschen Sprache , und glauben versichern zu dürfen , daß die Rüúckgabe des vorher erhaltenen Depositenscheins, |Leser in dieser Beziehung ihre billigen Erwartungen bei derjenigen Kasse, welche denselben - ertheilt /

hat, in Empfang zu nehmen; widrigenfalls die| Pfändbrief - Fnhaber zu gewärtigen

wegen der nicht abaelielt Vorschrift des Nachtrags vom 2. April 1784 zu s C §. 281 des Reglements vom 14. Funi 1777 ver- über 100 Thlr. Frd'or. , Nr., 8386 bis 8431 încl.,|fahren werden wird.

Berlin , den 16. Funi 1835.

Kur- und Neumärksche Haupt- Ritter- schafts-Direc tion.

8492 incl./ jeder über 500 Thlr. Frd'or., Nr. 8493/Schulenburg. G. v. Schulenburg. C. v. Voß

aben, daß |„Notre-Dame oder die Liecbfrauenkirche zu

einem historischen Romane des Verfassers, der all - H LEH das ausgezeichnetste seiner Werke |kleinen Schrikt nicht nur eine treffende Schilder

anerkannt if und innerhalb ganz kurzer Zeit nicht jener schmerzhaften und hartnäckigen Krankhell weniger als acht Auflagen erlebt hat. Sofort | wie ihrer verschiedenen Formen, sondern ist werden wir von des Verfassers romantischen und dra- |sonders bemüht gewesen durch genauere Dard matischen Schriften das Beste auswählen und dabei|lung der ütiologischen Verhältnisse cinen sich vorzügliche RÜcksiht auf seine neu erscheinenden eg vo

Werke nehmen, um sie unsern Lesern sogleich mitzu- [ner vielseitigen und langen Erfahrung, deren W! theilen. Wir werden uns bestreben, die Schriften des [durch beigekügte Krankheitsgeschichteà und pr Verfassers, die sich nach dem Urtheil der achtbarsten

¡durch eine glühende Phantasie, ein eifriges Stre-\PYeutsche Kritik hat diese Schrift lobend ange ¡ben nach Erforschung des menschlichen Herzens, und gewils wird kein Practiker sie unbelrid ¡eine scharfe Auffassung des Gegensigndes und eine aus der Hand legen, _

alle Buchhandlungen des Fn - und Auslandes vi sandt und bitten , die Bestellungen gefälligst bald machen, da wir obigen dilligen Preis nur kurze Z1 bestehen lassen können. : i

Zahlreiche Aufträge erbitten sich: E. S. Mittl

Buchhandlung in Berlin: F. Rie in Potsdam; Wtesicke in Brandenburg; Ho mann in Franffurt a. d. O: Morin in Stell Oehmigke & Riemschneider in Neu-Rupyhit

Stuttgart, im Funi 1835. : L. F. Ricger & Comp.f

Fn allen Buchhandlungen und Post - Aemtern f

A

cember auf das bekannte i

Ven mnt aa M.0,d.a Lil mit einem Thaler pränumerirt werden.

Die Bemühungen der Herausgeber wie des V

legers, diesem Blatte durch inhaltreichhe Aufsäße l

allen Fächern des menschlichen Wissens, durch il

ressante bildliche Darstellungen und durch geschm

nicht blos zu fichern, sondern die Thetlnahme de ben noch zu erhöhen, haben den besten Erfolg! habt. Die frühern Fahrgänge dieser Zeitschrift [s fortwährend sauber geheftet zu haben. | Auch können neue Abonnenten zum 1. Juli auf Pfennig -Magazin für Kindet eintreten. Der Preis für den halben Fahrgatz

Der erste Jahrgang

F. A. Bro haus. Wir be:

Bei Carl Curths? Sigdrstrasée No. 47, absichtigen keine mechanische Ueberseßzung , sondern ¿oe U O L E

Dr. Joh. Scott, über den Ges1ichtsschmer! und. andere Formen der Neuralgie. Aus dem Engl. übersetzt von Dr. A. Hildebrand.

gr. 8vo. Geheftet, Preis: 10 sgr.

Heilweg vorzuzeichnen. Es sind die Resultate

sche Bemerkungen über die Wirkungsweise el ner Heilmittel besonders erböht wird. Auch

j Küsten des Oceans aufstellen werde.

} oder gewisser Interessen stehen. aus jeinen Beobachtungen geschöpfte Sä6e auf: ken, die Navarresen und die Guipuzcoaner würden niemals ihre Provinzen verlassen, um über den Ebro zu gehen.

kônne die Armee Zumalacarreguy's nicht auf Madrid,

{rift :

Der rühmlichst bekannte Verfasser giebt in dit h

Preußis

| gi

Ct T S S C C T Ct IS

Berlin, Freitag den 3e Fuli

R A E P H C26 T E E D L T C ie E L

Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

Der bisherige Ober Landesgerichts - Referendarius Ernst

Karl Schüße ist zum Justiz-Kommissarius bei dem Land- und !

Stadtgerichte zu Fraustadt ernannt worden.

Der bisherige Ober - Landesgerichts - Referendarius Ern st Heinrich Kübler ist zum Justiz-Kommissarius bei dem Land- und Stadtgerichte zu Gräb ernannt worden.

Setitungs-Nachrichten. iw A D. France o Paris, 25. Juni. Gestern Mittag versammelten sich «die ‘inister in den Tuilerieen unter dcin Vorsige des Königs.

In einem hiesigen Blatte liest man: „Lord Granville hat seit einigen Tagen häufige Konfsxenzen mit den Herren Duperré und Broglie. Es handeîït sich L der Absendung einer Englisch- Französischen Flotte an die Spanischen Küsten, um in dem Oceane und dem Mittelraeer zu kreuzen, Die Französischen Schiffe, die zu diejer Flotte geßören sollen, licgen schon segelfertig im Hafen von Toulon und 10 i | riums, um in See zu stehen, Cs scheint noch nit entschieden P seyn, ob die beiden Flotten zusammen kreuzen sollen, oder ob ih eine an den Küsten des Mittelmeeres und die andere an den ) In diesem le6teren Falle würde die Französische Flotte in Mahon oder in Palma vor An- fer gehen, und die Englische Flotte in Corona. Die beiden Flot- ten würven hauptsächlich aus leichten und schnell segelnden Fahr- zeugen, bestehen, um alle Schiffe besser verfolgen zu können , die dem Don Carlos Leute oder Munition zuführen möchten.“

Im Renovateur heißt es: „Da das ministerielle Búlle- tin die Nachricht von der Verwundung Zumalacarreguy's weder at berichtigen noch bestätigen wollen, so muß man die Wahu- eit in den ‘Privat-Korrespondenzen suchen, Es scheint in der hat, daß der Navarresische Held verwundet worden ist; aber, wie wir schon gestern meldeten, sehr leicht. Alle Berichte geben

p. Subscri ift. BeF - e aar A

in den Händen der resp. Subscribeuten ist. —BFY dem Ereignisse cin anderes Datum als das des 16ten, welches in der offiziellen Depesche fo bestimmt angegeben wurde. einigen Briefen ist der General am löten, nach anderen am ITten verwundet worden. auf, ein Faktum zu erzählen, welches uns von einer glaubwür- digen Person mitgetheilt worden ist, und das den Ursprung der famösen telegraphischen Depesche erklären könnte. ( guy hat einen Brief nach ‘Paris geschrieben, und darin von sei- ner Verwundung gesprochen, zugleich aber hinzugefügt , daß die- selbe unbedeutend sey, zu steigen. Bayonne aufgemacht worden ist, so kann er leicht dem Berichte des Unter-Präfekten als Grundlage gedient haben.“

Nach Wir beschränken uns für heute dar-

Zumaslacarre-

| - und ihn nicht hindern werde, zu Pferde Dieser Brief ist eröffnet angekommen. Wenn er in

Der Constitutionnel enthält Folgendes: „Vorgestern ist

ein Offizier von Rang aus dem Lager des General Valdez hier F eingetrofsen, der es sih hat angelegen seyn lassen, in mehreren Salons einen genauen Begriff von der Lage der Armee der Kd-

nigin zu geben, Diesem Offizier zufolge, sind die Provinzen, welche er durchreist hat, von verschiedenem Geiste beseelt, je nach- dem sie mehr oder weniger unter dem Einflusse gewisser Jdeen Jener Offizier stellt folgende 1) Die Bas-

Deshalb ( Ica) ja nicht einmal auf Burgos marschiren. Dagegen fürchte er, daß Bil-

bao und Pampelona, eng eingeschlossen, sich zuleßt würden ergeben müs-

sen ; besonders Pampelona, dessenEinwohnaerschaft fast aus lauter Kar- listen bestehe; 2) alle Provinzen, welche in der Nähe von Madrid lä- gen, namentlich Alt- und Neu-Castilien, hätten keine entschiedene Mei-

j nung; ihre Bevölkerung sey zu zerstreut; aber es stehe zu besorgen,

daß, von dem Augenblicke an, wo die Königin keine regulaire

Armee mehr habe, die Karlistischen Guerillas in jenen Provinzen freies Spiel haben würden, und sogar einen Handstreich gegen Aranjuez ausführen könnten ; 3) die Armee des General Valdez

chwäche bestehe aber darin, daß man sich nicht auf sämmtliche

ester des laufenden J den vormaligen Garde-Offizieren in die Armee aufzunehmen, und Leipzig, m Funt 1835. diese wären fast alle Karlisten ; 4) in dem Fall, daß Don Carlos Herr eines Theiles der Halbinsel werden follte, würde der Bür- gerkrieg in Spanien ohne Ende seyn; denn die liberale Partei würde ebenfalls ihre Guerillas haben, und niemals würden sich die Karlisten Aragonien, Catalonien und Andalusien unterwer- fen, da diese Provinzen ganz der patriotischen Bewegung der Cortes ergeben sind.“

Ueber die Veranlassung zu der (bereits erwähnten ) Flug- ¡Die Wahrheit über die Verhaftung der Herzogin von erry, von Simon Deuß“, die in wenigen Tagen erscheinen dürfte, vernimmt man folgendes Nähere: Man hatte bekannt- ih dem Deuß verschiedene Motive seines Verraths untergelegt. on der einen Seite wurde behauptet, er habe sich rein von der

Habsucht leiten lassen, von der anderen Seite versicherte man, die Eifersucht habe ihn zu jenem Schritte getrieben. Jener Flug- gust ufolge, wäre nun keine dieser beiden Vorausse6ungen die gehabt, nige Stunden voranging. e Preis für seine Mittheilungen erhalten zu haben, und er beruft ee ere Beziehung auf die Hrn, v. Montalivet und Thiers, so wie

Deus hat mit der Herzogin nur sieben Unterredungen von der die leßte der Verhaftung in Nantes we- Eben so versichert er, keine Summe

Rónig selbs. Zugleich behauptet er, daß er, als er an

den Maßregeln Theil genommen, welche zur Verhaftung der

erwarten ulr och die Befehle des Ministe- |

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Herzogin von Berry geführt, von keinem andern Beweg- grunde geleitet worden sey, als dem Bürgerkriege ein Ende zu machen, und daß er keinen andern Preis für seine Mitwirkung verlangt habe, als eine Begnadigung derjenigen Personen, die der Herzogin bei ihrem Unternehmen hülfreiche Hand geleistet hät- ten. Dies Alles wird von Herrn Deuß auf eine Art und Weise erzählt, die das Gepräge der Wahrheit trägt. Er habe, sagt er, ehe er die Herzogin ausgeliefert, eine Erklärung aufs Ehrenwort verlangt und erhalten, daß sie nur so lange gefangen gehalten werden solite, als nothwendig wäre, um ihr die Lust zur Rüefkehr zu benehmen. Ferner habe er dem Marschall Bourmont und An- deren das Recht vorbehalten, Frankreich in voller Sicherheic ver- lassen zu dürfen. Für sich selbst habe er nur ausbedungen, daß, wenn er in dem Unternehmen unterliege, sein Leichnam auf Ko- sten des Staats nach Paris geschafft, Und neben dem seiner Mut- ter begraben werde. Besonders interessant ist auch das Kapi- tel über die Exyedition des „Carlo Alberto‘“/, und úber die Jntri- guen in Jtalien, welche dieser Expedition vorangingen. Man jagt, Herr Moulin, ein eben so ausgezeichneter als gewissenhaf- ter Advokat, habe Herrn Deub seine Feder bei der Abfassung der Denkschrift geliehen.

Großbritanien und Jrland.

Parlaments-Verhandluugen. Unterhaus. Siz- zung vom 24. Juni. (Nachtrag.) Lord Mahon {loß sei nen Vortrag, worin er die von dem jesigen Ministerium zu Gunsten der Madrider Regierung gethanen Schritte scharfem Tadel unterwarf, mit folgenden Worten :

,¿Lord Melbourne hat erklärt, daß die Britische Regierung ic um die Besoldung der nah Spanien zu sendenden Mannschaften und um die Kosten der Expedition nicht im mindesten zu kümmern habe; aber ih weiß, daß die gemeinen Leute, die si für diesen Dienst aniverven lassen, den Glauben hecen, der König von Eng- land werde, da die Regierung Sr. Maj.ät das Unternehmen io sehr begunfilige, auch für ihre Bezahlung und thren Unterhalt for= gen. Jch kann es nur bedauern, daß der edle Lord (Palmerston) nicht den Ansichten gefolgt ist, die der Herzog von Wellington so oft in seinen Reden ausgesprochen hat, und die sich in den Depe- schen desselben im auswärtigen Amte vorfinden müssen, um so mehr, als der edle Lord früher selbs auf dessen Urtheil in den Spanischen Angelegenheiten so viel zu geben schien, denn als am 13. April 1823 aufeinen Antrag des Heren Macdonald in Betreff Spaniens ein Einwand dagegen erhoben wurde, daß der Herzog von Wellington dazu ausersehen worden sey, der Spanischen Regierung in Bezug augois Modifizirung ih- rer Vérfassung mit seinem Rathe beizustehen, erhob sich der edle Lord und sagte: ,,,„Wenn es einen Mann in Europa giebt, dessen Rath Spanien als einen wohlgemeinten und von allen Nebenabsichten reinen aufzunehmen hätte, in welchem ieder Spanier nichts erkennen töónnte, als den aufrichtigen Wunsch, Spanien zu dienen, so tsi dies der Herzog von Wellington. Man sagt oft, daf nichts so grofe Anhänglichkeit erzeuge, als das Bewußtseyn verübter Wohlthaten. Gab es aber je einen Mann, der eine Nation mit solchen Wohltha- ten Überhdufte, daß jede Stimme aus dem Volke, von den lallenden Tônen des Kindes bis zu den zitternden Segenssprüchen des Grei- ses, thm Dank und Liehe spenden muß so ist dieser Mann der Herzog von Wellington, diese Nation die Spanische. Kann ein Spanier glauben, daß der Rath dieses Mannes nicht eben so auf- richtig seyn sollte, als der des besten Spanischen Patrioten ; daß der Mann, der Spanien von der Unterjochung befreite, und der von seinem besudelten Boden die Fußtapfen eindringender Fremdlinge nit dem Blut des befiegten Feindes wush, den Nath geben fönnte, Spatiten zu entehren?-/(/ Der edle Lord äußerte fich bei derselben Gelegenheit dahin, daß man nach Spanien entweder eine starke Armee oder gar keine absenden müsse; denn eine Macht dorthin zu senden, die von Spaniens Mitwirkung abhängig wäre, hieße, die- selbe unfehlbarer Niederlage und Schande ausseßen. Um wie viel stärker muß dies Argument des edlen Lords in dem gegenwärtigen Falle gelten, wo nicht Königliche Truppen, sondern nur undiszipli- nirte Söldlinge, denen es einerlei ist , ob sie heute Engländer und morgen Spanier oder Portugiesen heißen, der Spanischen Regierung zu Hülfe geschickt werden sollen. Wenn Don Carlos wirklich durch fremde Futervention besiegt werden soll, so würden wenigstens 100,000 Mann nôthig seyn, um det Geist zu bändigen, der sich nun Überall zu seinen Gunsten zeigen wird.‘/

Lord Palmerston, der je6t das Wort nahm, ertheilte dem durch Lord Elliot abgeschlossenen Vertrage die größten obsprüche und bestätigte seine von dem vorigen Redner erwähnten Aeuße- rungen über den Herzog von Wellington. „Jch freue mich“‘, sagte der Minister, „aus den Protokollen des mir anvertrauten auswärtigen Amtes zu ersehen, daß der Herzog in Bezug auf Spanien auf der von mir betretenen Bahn fortgegangen ist, und somit meine Politik gegen Spanien gutgeheißen hat; wundere mich aber, in dem Vortrage des edlen Lords (Mahon), wenn nicht ausdrück- lich, so doch implicite Ansichten ausgesprochen zu sehen, die dem geradezu widersprechen ; denn so sehr es auch nach seinen Aeuße- rungen scheinen möchte, als ob ihm das Gelingen der Expedition am Herzen läge, da er sie nicht für stark genug hält, so glaube ich doch, daß der edle Lord nicht große Trauer anlegen würde, wenn der Erfolg zum Nachtheil der Königin von Spanien aus- schläge. (Gelächter und Beifall.) Jch habe aber in den Archiven nichts gefunden, woraus ich hätte abnehmen können, daß der Herzog von Wellington eine solche Maßregel, wie der jüngste Geheime- Raths - Beschluß, mißbillige.// Hier fiel ihm Lord Mahon mit der Bemerkung ins Wort, er habe die Abneigung des Herzogs von Wellington gegen die Jntervention auswärtiger Mächte ín die inneren Angelegenheiten Spaniens gemeint. Lord Palmer- ston erwiederte darauf, der edle Lord verwechsele offenbar zwei ganz verschiedene Dinge mit einander, nämlich die den Bri- tischen Unterthanen ertheilte Erlaubniß, an dem Kriege in Spa- nien Theil zu nehmen, mit der Hinsendung einer Königlichen Großbritanischen Kriegömacht, über welche die Spanische Regie- rung nicht zu befehlen haben würde, zur Unterdrückung eincr in Spanien kämpfenden Partei. Nachdem der Minister diesen Un- terschied weiter ausgeführt, ging er auf die Widerlegung einzel- ner Aufstellungen des Lord Mahon über, und äußerte sich im Wesentlichen folgendermaßen: -

¿Wenn der edle Lord Ansichten citirt, kie ih zu der Zeit ge- äußert, wo Frankreich eine Armee von fast 200,009 Mann absandte, um die innere Verwaltung Spaniens umzumodeln und einzurichten,

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und wenn er darauf eine Beschuldigung der Fnkonsequenz gezei mich zu gründen scheint , so sollte er bedenken, daß jene Ansichten auf den gegenwärtigen Fall nicht anwendbar sind, da derselbe von jenem früheren ganz und gar verschieden ist. Wo ist auch nur die entfernteste Aehnlichkeit zwischen den beiden Fällen, wenn wir die Sache von dem politischen Gesichtspunkt aus betrachten? Damals marschirte eine Armee von fast 200,000 Mann Franzosen nach Sp nien, um Über die Verfassung ienes Landes zu entscheiden; 1 jeßt stehen höchstens 10 12,090 Fndividuen gegen die bestehen. Regierung unter den Waffen. Und hier muß ich in Erwitederun9 auf eite Frage des edlen Lords, auf welcher Seite wohl die Major: tärder Spanischen Nationseyn möchte, erklären, daß ich keinenAugenb! i" anstehe, zusagen, sie sey auf Seiten der Königin (hört, hört !); der WBewe!: davon findet sich in der Thatsache, daß sich dex Widerstand gezei ihre Autorität seit beinahe anderthalb Fahren auf gewisse Provinz: beschränkt hat, und daß in anderen Theilen des Königreiches kcie Unruhen ausgebrochen sind. Auch muß man bedenken, daß die 2: wohner dieser Provinzen eine an Abstammung, Sitten und Sprach- von der übrigen Spanischen Nation ganz abweichende Bevdlkerung bilden, und es ift also unrecht, wenn man aus dem Widerstande de Einwohner von Biscaya folgern will, daß dice ganze Bevölkerung Spaniens die Gesinnungen derselben theile. (Hört, hört!) Der edle Lord hat auch eine andere im Fahre 1823 von mir geäußerte Ansicht angeführt, nämlich daß es ganz unangemessen scyn würde, wenn wir einmal Truppen absenden wollten, nicht gleich eine stark Armee abzuschiken. Aber waren es denn in jenem Kriege bloß di 180 oder 200,000 Franzosen, mit denen wir es hätten aufnehmen müßen ? Erinnert der edle Lord sich nit, daß die Franzöfische Armee da- mals nur die Avant-Garde Europa's war, daß die anderen Europâi- schen Mächte Frankreich bei jener Gelegenheit unterstüßten, und daß also der Kampf, in den wir uns verwickelt hätten, nicht blo ein Kampf mit Frankreich allein, sondern mit den anderen Mäci;- ten Europa’s gewesen seyn würde? Der edle Lord sagte auch, s lasse sich für das Verfahren der Regterung kein ähnlicher Fall aus früheren Zeiten anführen. Fch will mit dem edlen Lord über dic- sen Punkt nicht fireiten; es kömmt hier nur darauf an, daß das Verfahren, welches die Regierung in diesem Falle zu befolgen gr- denkt, der Zeit und den Umständen angemessen ist. (Hôërt- hört!) Wenn die Regierung unrecht handelte, so würde die Berufung auf zwanzig frühere Fälle ihr Unrecht nicht zum Rechte machen; handelt fz recht, wie ih behaupte, daß sie es thut, so ist es ganz gleichgültig, ob sie sich auf frühere Fälle berufen kann (hdrt, hört), oder ob fie kühn für sich selbsi ein Präcedenz-Beispiel für die Zukunft aufs\tclit- indem sie Überzeugt seyn kann, daß man ihc in ähnlichen Fäüen nachahmen wird, wenn sie recht gethan, daß man dagegen ihr Bei- spiel verwerfen wird, wenn sie unrecht gehandelt hat. Fch glaube, wie gesagt, daß wir recht aw daß wir im wahren Înteresse Eng- lands handeln und daß wir den von uns abgeschlossenen Traktat fireng erfüllen; ja, ih will noch einen Schritt weiter gehen und behaupten, daß, selbs wenn Frantreih Truppen unter Franzdsischen Generalen und England ‘Truppen unter Englischen Generale at- gesandt hätten, solche Operationen zwar die Hinzufügung „'etie““ Artikel zu dem Traktat eiheisht, aber keinesweges den Sinn und Zweck der Quadrupel-Allianz überschritten haben würden. Es bâtie wohl die Frage entstehen können, ob ein solches Verfahren weise und zweckmäßig gewesen näre, aber nicht, ob man damit nicht eite neue politische Bahn hbeträte und sich von dem Geift der vor cinen: Jahre eingegangenen, den Parlamente vorgelegten und von die- [O gemißbilligten Verbindlichkeiten entfernt hätte. Es licgt m Fnterejse Englands, daß die Königin von Spanien siege; daß dic so glücklich geschlossene Allianz zwischen den vier westlichen Staa= ten, England, Frankreich, dem constitutionnellen Portugal und den: constitutionnellen Spanien, erhalten werde. Und sie kann nur erhal ten werden durch den Sieg der Königin und der Constitution in Spanien. (Hört, hört!) ‘Wenn mir Jemand sagen wollte, daf, wenn es auch Don Carlos gelänge, was ih übrigens für unmö; lih halte, sich auf dem Spanischen Thron zu befestigen und ac jene Prinzipien in der inneren und auswärtigen Politik wieder ein- uführen, die diese Thron-Best eigung unvermeidlich begleiten wüÜr- en wenn mir Jemand sagl1 e, daß bei einer solchen Veränderung in Spaniens Verhältnissen dieses Land doch ein-eben sd guter Ver- bündeter Englands im Sinne d(:s Quadrupel- Traktats bleiben würde, als wenn die Sache der Königin siegreich bliebe, so würde ich dic- sem Manne antworten, daß er weder dic Interessen unserer N«- tional - Politik, noch den Geist des besagten Traktats ver- siehe. Seit der Juli - Revolution in Frankreich i| Eurova bekanntlich in zwei, ich will nicht sagen feindliche, aber doch verschledene Parteten gespalten, deren beiderseitige Theilnehmer ihren respektiven Grundsäßen gemäß gehandelt haben, und wenn dieselbe nicht mit den Waffen in der Hand auf cinander stießen, #0 ges{ah dies nur darum nicht, weil alle Regierungen Europa's die Noth wendigkeit fühlten und aussprachen, den Frieden zu erhalten und Alles zu vermeiden, was Europa in cinen Krieg verwickeln könn:-. Meiner Meinung nach aber giebt es keine bessere Garantie für die Aufrechthaltung des Europäischen Friedens, als die Quadrupcl- Allianz, eine Allianz , die nicht auf selbfisÜchtigem Fnteresse beruht, nicht auf der Absicht eigener Vergrößerung oder fremder Beeii- trächtigung, sondern die nur den Zweck hat, den Frieden Europa’s 11nd zugleich die Unabhängigkeit der theilnehmenden Staaten zu erhal- ten. Was dic durch Vermittelung des Lord Elliot abgeslo#ene Convention anbetrifft, so is es klar, daß die Truppen, welche von England nah Spanien abgehen, in die Stipulationen derselben einz begriffen seyn müssen; es kann darüber gar fein Zweifel obwalten, denn die in Folge der ertheilten Erlaubniß hier ausgehobenen Mann schaften sind Truppen derjenigen Macht, in deren Sold se stehen undderen Fahne sie folgen. Die Aeußerungen des edlen Lords in Bezug auf die Offiziere und Soldaten, die sich für Spanien anwerben assen, sind eben so ungerecht als unziemlich ; fch achte und ehre die tavfe- ren Männer, welche nah Spanten hinübergehcu, um für die con fritutionnelle Sache zu fehten, und wünsche ihnen Glück und Er- folg. Als ob es fúr Engländer kein edleres Motiv geben Ednnte, als das {nède Geld, um fúr die gute Sache in cinem anderen Lande zu Tämpfen!// (Großer Beifall.) : Lord Mahon erwiederte, er habe ja ausdrüElich gesgat di Motive jener Jndividuen könnten ehrenvoll seyn, E an H nicht ausreichend. Oberst Evans (dessen Wortwechsel mit Lor5 Mahon wir bereits gestern mitgetheilt haben) bemerkte in dieser S der edle Lord habe vielleicht andeuten wollen daß die Theilnehmer an dieser Expedition bereit seyn dürften, ebei so gern für die eine als für die andere Partei zu kämpfen, dies sey aber keinesweges der Fall, und was den Vorwurf an- betreffe, daß sie Söldlinge jeyen, so möchte es dem edle1r Lord vielleicht besser gestanden haben, ihnen diesen Vor: wurf zu machen, wenn derselbe nicht für die Zeit, dig er im Amte gewesen, die Auszahlung des vollen Vier,