1835 / 222 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

zu Clserbrunt Tagléoni.

Königstädti

Diensèag, 11. August. Zum erstenmale:

von Padua, Drama in 3 Tages- Abtheilungen und 4 Akten, aus Í ell. Erster Tag (in el. Zweiter Tag (in 1 Akt): Das Kruzisix. icter Tag (in 2 Akten): Das Schwarze für das Weiße. Die zweiten Abtheilung ist von dem Theater-

dein Franz. des Victor Hugo, von Th. H i Ak): Der Schlüssel. C!

“neue Decoration der Maler Herrn Deny.

Mittwoch, 12. August. Die Goldgrotte des Geisterbanners, komisches Original- Zauber- von J. E. Gulden.

Die Familien Capuleti und Mon- cecchi, Opev in 4 Akten. Musik von Bellini. (Dlle. Vial: Îo- / Giulietta.)

Logen und im Balkon

oder: Noch eiñmal jung! romantisch -

sptel mit Gesang in 2 Akten,

Jranz Edlen von Marinelli. Donnerstag, 13. August.

neo, als Gastrolle. Dlle. Gerhardt: Preise der Plábe: Ein PDias én den d2ê erten Ranges 1 Rehlr. 2c.

Ter a: ALAIA

Neueste

D

rend der ganzen Ceremonie, gens den Palast der Tuilerieen verlasscn hat, O Kanonenschüsse abgefeuert werden. Dié nach der gestrigen Bestimmung, den; zum großen Mißvergnügen des in der der Moniteur solches auc heute die Thüren erst um 4 Uhr geöffnet; öffentlichea Tribünen bese6t. Derr Dupin den Präsidenten- Cs waren etwa 200 Deputirte zugegen.

und Thiers. der verschiedene Anordnungen Tages gegeben hatte, bestieg der “M Angelegenheiten die Rednerbühne und Worten an: „Ein furchtbares besien bsr Könige entrissen, und wir

hat. Um das Andenken der

41

n reitó 47; Uhr war und die Briefe bis gegeben werden müssen.) Einem

zu verlangen: 1, Eine

Vergehen genauer spezifizirt, verstärêt werden würden. 2. Eine Schuldig bereits mit 7 gegen 5, Le Tönnte.

zur Deportation Verurtheilten ihre che Haft itn Lande selbst verwandelt worden.

Das Journal de Par © Details über die Fortschritte mit, welche dis

Ces; [2% ; É den Urheber des Attentats

Qi

gieschi. Scin Geburtsland ist Korsika. ren Jahre trat er in das Neapolitanische HMige Joachim erhielt er das Kreuz. machte er die legte Expedition dieses in Kalabrien mit. reich zurick. Hicr wurde er scwerenden Umständen zu einer urtheilt und für * die ganze Dauer Aufsicht der hohen Polizei gestellt.

oruntt, Lustspiel in 3 Abth. , von C. Blum. Zum erstenmale: Dex arme Fischer, Divertissement

\ches Theater.

Nachrichten.

aris, 4. August. Die ministeriellen Blätter das Programm fâr das morgen stattfindende Begräbniz der Öpfer des Attentats vom 28. Juli. Den Verwandten der »ebliebenen ift un- mittelbar hinder den Särgen derselben ihre Stelle angewiesen. Wäh- sobald der König um 9 Uhr Mor- sollen von 5 zu 5

heutige Sibung der Deputirten -Kam bereits um 2 Uhr Nähe des Palastes Bourbon zahlreich versaminelten Publikums wurden jedoch, wie Morgen angekündigt hatte, im Nu waren darauf die Wenige Minuten später Stuhl und eröffnete die Si6una. | Auf der Ministeróank befanden sich die Herren von Broglie, Guizot, Humann, Persil Nachdem der Vräfident den Deputirten Auskunft zu der Trauerfeler des folgenden intster der auswärtigen hob mit folgenden Verbrechen hätte uns beinahe den i sind der Vorsehung Dank sHUuldig für den Schm?rz und die Trauer, die sie uns Unglücklichen zu ehren, Wpfer des Atrentats gefallcn sind, soll eine Traucrfeier (Hier mußte dec Berichterstatter abbrechen, da es be- spätestens 5 4 s Gerücht zufolge, rung fich darauf beschränken, von den Kamunern folgende Modifizirung des Art. 1 des Gese6es vom 29, Nov.“ 1830, ‘wodur die in diesem Artikel bezeichneten Preÿg- und die darauf geseßten Strafen / Modifizirung des Gesetzes über die Jury, wonach die Abstimmung geheim seyn würde, und das o statt mit 8 ausgesprochen wer- 3. Ein Geseß-Entwurf in Bezug auf die Karrika- turen und Lithographiecen; endlich 4, ein Gese - Entwurf, wo- durch ein Ort außerhalb Landes bestimmt werden würds, wo die Strafe erleiden sollen. Be- cauntlich ist die Strafe der Deportation türzlich in lebenslängli-

is theilt heute folgende

seit zwei Tagen e, Der wahre Name des Mörders ist nun bekannt, er heißt In seinem vierzehn- Heer ein.

Im Jahre 18i5 unglücklichen Fürsten Jm Jahre 1816 kehrte er nach Frank- wegen Diebstahls mit er- 10jährigen Einsperrung ver- e Lebens unter die Er erduldete seine volle

Hierauf :

von Paul

Angelo, Tyrann

usi? von

enthalten Heute

mer sollte, eröffnet wer-

bestieg

erspart die als die stattfin-

Uhr zur Post wird die Negie- Maßregeln

authenti- nstruction ge- gemacht hat:

Unter dem |

zei- Präfeêëtur alle seine Certifikate für dem Prokurator des Königs. Kenntniß gesebt, verschwand alsbald, und von da scheint ex sei: nen Namen wieder geändert Jaßre, die er eine innige Verbindung mit der Frau Petit angeknüpft, die wegen betrügerischen Bankerotts zu fünfjähriger Zwangs - Arbeit verurtheilt Z

ten ange!nüpft worden. die Frau Petit die / Zrau, die, wie es heißt, in Verhältnissen der nämlichen Art zu dieëchi stand, V deser beiden Weiver um so mehr gelegen ,

Grund zu glauben hatte, daß sich bei ciner sten befände, von dem die Zeitungen schon gesprochen haben, und den Fieschi kurz vor der Wohnung hatte wegbringen lassen. Diese beiden Frauen wurden in vergangener Nacht verhaftet und bei der Tochter in der That der Kasten gefunden. Entdeckung geglickt; ser Kasten hinter einander in verborgen gewesen ist. Moret verborgen gewesen, auf welchem, Beschuldigungen lasten, und der sich Justiz befindet. man weiter keine Papiere in seiner Wohnung gefunden , als ei- nige Pfandscheine über weibliche Kleidungsstücke, die bei dem Mont-de-Piété verseßt sind, und Quittungen úber das Ahonne- ment auf den „Réformateur“’.

Attentats 59 Flintenläufe gekauft hat vevrschafst, Und er selbst hat sie bei dem Was nun die Hüte betrifft, zwei auf der Treppe und drei an anderen funden.

befannt.‘/

Die Aerzte glaubten nicht, daß er bestehen können. Jedenfalls ist sein Zustand beunruhigend ; man glaubt, daß er feine vierzehn | gert sich hartnätig, irgend cinen Mitschuldigen oder das Motiv anzugeben, das ihn zur That veranlaßte.

der Opfer des Attentars Zudrang des Volkes war außerordentlich.

heit gese6t worden sind, ist ansehnlich. wieder viele neue Verhaftungen vorgenommen worden, unter Anderen wurde Placide Justin

904

Strafe in den Gefängnissen von Embrun. Als erx dieselben ver- ließ, wurde ihm Lyon als Aufenthaltëéort angewiesen. Einige Zeit nachher brach er seinen Dann, nabm den Namen Gérard an und arbeitete unter diesem falsczen Namen in Lodève. Im Jahre 1839. kam Fieschi wieder nah Paris. Er stellte sich vor der Kommission der nationalen Belohnungen, mit Certifikaten ver- sehen, die es bezeugten, daß er unter der Restauration wegen eines polítischen Vergehens verurtheilt worden wäre. Mehrere Mitglieder dieser Kommission interessirten sich Ministerium des Innern, von dem er von Zeit zu Zeit meh- rere Unterstüßungen erhielt. So war er mit mehreren achtbaren Bürgern bekannt geworden, die ihn je6t wieder erkannt haben, namentlich mit dem Oberst-Lieutenant Ladvocat, damals Mitglie» der Kommission der nationalen Belohnungen , mit dem Herrn Didier, General-Secretair des Ministeriums des Jnnern, Herrn Olivier Dufrêne und Herrn Caune, Chausseen. Um diese Zeit, während Fieëchi um Unterstüßungen bei der Regierung nachsuchte, war er bei dem Journal „die Re- volution von 1830, welches Herr Lennox leitete, beschäftigt. Die Protection meßrerer dieser achtbaren Personen verschasfre ihm eine Stelle in einer Compagnie seßhafter Unteroffiziere ; später wurde er zu einem der Wächter der Bièvre ernannt; di:se Functionen brach- ten ihn lange Zeit in Berührung mit vielen Einwohnern des Stadtviertels Mouffetard. Im Jahre 1833 erkannte die Políi- falsch und denunzirte ihn Fieschi, noch bei Zeiten davon în zu haben. Während der zehn er in den Gefängnissen von Embrun zugebracht, hatte

war. Dieses Verhältniß hatte bis zur leb; fortzedauert, oder war um diese Zeit wieder Nach der Ausführung des Attentats hatte Flucht ergriffen. Eine Tochter dieser

Zeit

hatte ebenfalls einen andern Namen angenommen Der Justiz war an der Verhaftung als außer den Mit- kfônnte, man allen von ihnen ein Ka-

ind war verschœundzen.

veilungen, die man von ihnen erhalten

¿ussúhrung des Attentats aus seiner

für ihn und empfahlen ihn dem |

Ingenieur der Brücken und |

verhaftet. Jn Passy ist bei Heren Louis Desnoyers, Neda

worden.

Herr Horace Vernet wird die Scene des Attentats

ausgestellt werden.

Im Mémorial de la Dordogne vom 30. man: „Wir können versichern, daß am Dienstag frúh, ein Handels-Reisender, der von Bordeaux fam, aus der hiesigen Stadt (Perigueux) sagte: an das, was ich Jhnen sage; heute wird es in ben; der König wird vielleicht getödtet werden !‘/“/

Nach demselben Blatt ist am 27sten v. M. eine g Kolonne von Leuten, die für die Fremden - Legion angety worden sind, auf ihrem Marsche nah Bayonne durch Peri gekommen. Aus Orleans wird vom 2ten d. geschrieben: j einigen Tagen kommen durch unsere Stadt viele leine Dei ments Pariser Freiwilliger, die nah Spanien gehen /

An der Börse war es heute schr still. Dbschon ein gung zum Steigen besteht, geben si{ch die Spekulanten noch nit neuen Operationen hin. Die Spanischen Fond skagnant. Man wußte nichts Neues in Betreff der Uni die in Madrid stattgehabt haben sollen. Morgen wird die geschlossen seyn.

Die neuesten Nachrichten aus Algier sind vom 26, Herr Delarue, Adjutant des Kriegs-Ministers, und der @ sche Kommissar, del Valle, hatten am 24sten Abends die tantaine verlassen. Der Oberst der Fremden-Legion, Heri! nelle, machte seine Soldaten mit der Absicht der Regieru tannt, sie yach Spanien einzuschiffen. Einige Offiziere etl sich laut dagegen; General d’Erlon seßte sie im Augenb(Î Disponibilität mit halbem Solde und ließ sle auf dem „Y einschiffen, um nach Frankreich zurükzukehren. Die Y der Fremden - Legion in Algier warteten die Ankunst der | lone von Oran und Bona ab, um die Kolonie zu verlas,

Juli

Der Englische Konsul aus Bayonne ist am 23sten in! pelona angekommen. Oberst Wylde war abwesend. Eg; ihm ein Eilbote zugeschickt, damit er sich der Mission ans die den Konsul nach der Hauptstadt Navarras geführt hat, Zsten hat Jturalde dem General Cordova eine Art Het derung zugeschickt, worin er sagt, die nämlichen Männer, dh iöten gefochten, erwarten ihn auf den ;

Nicht ohne Mühe war der Polizei diese denn es ist erwiesen, daß seit dem Attentate die- neun verschiedenen Wohnungen war namentlich bei einem Herrn wie es heißt, schr s{chwere ebenfalls in den Händen der Bei der Verhaftung dieses Individuums hat

Er

Der National sagt: „Es ist fals, daß der Urheber des ; er hat sih deren nur 25 Wassenhändler mitgenommen. so hat man deren zwei im Zimmer, Orten im Hause ge-

Die Eigenthümer von ses dieser Hüte sind noch un- Fieschi ist diesen Morgen sehr niedergeschlagen gewesen. heute ein neues Verhör werde

q A

Tage mehr leben wird. Er wei-

Gestern frúh bielt Herr von Quelen, Erzbischof von Paris, ne Todten-BNesse in St, Paul, in der Kapelle, wo die Särge vom 28, Juli aufgestellt sind. Der

Die Zahl der Personen, die seit vorgestern wieder in Frei-

Dagegen sind aber auch

Herr Carion Nisas, der bei der von Herrn geleiteten Korrespondenz - Anstalt beschäftigt ist, |

Bekanntmachungen.

Bekanntmachung.

Das zur Kaufmann Johann Carl Gnuschkeschen erb- schaftlichen Liquidations - Masse gehbrige Gut Leg» ries Ne. 1 von 2 Hufen 9 Morgen 104 R. cull- misch Land nebst sämmtlichen Wirthschafts-Gebäuden, Gartenhaus und Kunstgarten, auf 1374 Thlr. 29 sgr. 11 pf. gerichtlich veranschlagt, soll in nothwendiger Suzgastatioir verkauft werden.

Hierzu ist cin Termin auf

den 8 October c., vor dem Herrn Kreis -Fufltiz- Rath Martins an der Gerichtsstelle angeseßt worden. ;

Die Taxe, der neueste Hypotheken-Schein und die besonderen Kauf-Bedingungen können in unserer Re- gistratur eingesehen werden.

Die Kaufgelder müssen baar eingezahlt werden.

Datizig, ‘ven 20. März 1835.

Königl. Preuß. Land- und Stadtgericht.

Nothwendiger Verkauf.

ber Marianna von Czyszewska gehörige Erb- pachts-Borwerf Gwisdzyn, Kreis Loebau, ab eschäßt auf 5719 Thlr. 46 sgr. 4 pf. ; zufolge der nebst Hypo- theken» Schein und Bedingungen in der Registratur einzusehenden Tate, soll am

y December e, Vormittags 11 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden.

Ale unbekannten Neal - Prätendenten werden auf- geboten , fich bei Vermeidung der Präclusion spâte- jens in diesem Termine zu melden.

Loebau in Westpr. , den 15. Mat 1835.

Köntgl. Preuß. Land- und Stadtgericht.

Das

Allgemeiner

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A

chen 5- und 3p

Renten

ende dprocentige

annt der Umtausch

uns bewirkt werdeu. Berlin, den 6. A

A.

chen

Obligationen, als:

Guebhard,

Litergqri

R M 1078, A

i An zee d Ey i Betreff der ÜUnmshreivung der Spanf-

Nach einer jeßt er nischen Regierung wird der öprocentigen Anleihe bef Guebhardò ¡Zprocentigen der 3procentigen Renten perpetuelle in zinstra-

der vorerwähnten Effecten durch

/ M in Betreff der Umschreibung

Die Umschreibung der nachstehenden Spanischen der Sprocentigen Anleihen bei Aguado, Willink &

der 3procentigen Anleihe, soll laut Bekanntmachung der Spanischen Negterung jeßt in neue öprocentige zinstragende Obligationen geshehen. Die resp. An A T a mich aufs schnellste und billigte ausge : Berlin, den 6. August 1835. L LOON

Julius Friede

Bei E. S. Mittler in Berlin (St : is so eben erschienen: ( i echbahn Nr. 3),

nzeiger für

vocentigen Obligationen. [{hienenen Verordnung der Spg: nunmedr die Umschreibung / #0 wie der Willink, und

V

für das Fahr Nebst einem Nachtrage, bei Aguado und gestandenen Herren Offiziere

Obligationen stattfinden, und

uguft 1835. In der D. R. Marx’shen Buch-

H. Heymann & Comp., unter den Linden Nr. 23.

and 23

Practisches

von VW. Has P et d e, der Spani-

ationen. Anweis

Oblig

Subscriptions-Preis 6 Fl; Laden-Preis 10 VI, A8 Kr.

Bestver jener Effekten kdnnen Umtausch derselben durch

; SUnftes He Dieses Heft ist so Buchhandlungen versendet worden : Fnhalt: ¡derlanden. Erfter Abschnitt. [Plane der Belagerung von Mons. von Waterloo. krieg in Syattien

mannm,

Unter den Linden Nr. 19.

“T T C:

S, L § C f «s

die Preußischen

Rang- und Quartier-Liste der Königlich Preußischen Armee

1835.

(Mit Genehmigung Se. Majestät des Königs.)

die frühe:

SaIO i RSCINE R EoSE) Pu B G E V E E A I E Le C A POT T2, PENÖR O22 E T A B Si 1265 2IBTE O ECAITE. V7

1 ?c. betreffend, und einem alphabetischen Namen-Regiser. 8vo. brosh. Preis: 27 sgr.

lung in Carlsruhe und Baden ist neu erschienen: vuch der Buchdrucker e r. Ein Band in Roy.-Octav auf Velinpapier mit vielen Holzschnitten, ung zum Congrevedruck, Bereitung bunter Farben, Sioreatypengiesserei und AbLlatschen. s5 Thlr. ; 62 Thile. Zu Bestellungen empfiehlt sich die Stuhrsche Buchhandlung zu Berlin, Schloßplaß Nr.

Oesterreichisch-militairische Zeitschrift 1835. e t. chen bid und an alle

I. Der Feldzug von 1746 in den Nie- (Schluß. ) Mit dem 1. Der Feldzug (Fortsezung. ) 111. Der Ecbfolge- l 1701—1713. 2) Die Vernichtung der Französisch - Spanischen Flotée hei Vigo 1702.

beseßt hielten. Cordova antwortete, er erwarte ihn auf den dern von Lerin; dort könne er seine Tapferkeit an ben Ty gen. Am 27sten hielten die Karlisten Estella, Arbayza Loga Sorlada und Piedramillera besest. : Von der Spanischen Gränze wird gemeldet: Um 2, fam der unter dem Namen Pfarrer Merino bekannte Brig in Santa Cruz de Campezu (Alava) mit einer Division 1509 Mann und 300 Pferden an, um in Navarra na Befehlen, die er von Don Carlos erhalten hat, zu operiren, 1 2ästen wandten sich die Truppen der Königin nach Lerin, h davia und Sesma, wo fie eine Position einnahmen, um diy wegungen der Jusurgenten zu beobachten. Man versichert, daj demselben Tage der General Moreno mit einer Division vi aht Bataillonen- und mit zehn ArtilleriestüÆen vor Puente la Reyna erschienen sey; das 2. und das 4. Bataillon halten Straße nah Undiano, zwischen Puente und Pampeluna best ¿m 29. Juli hat die Cholera in Marseille unerwareet der heftiger zu wüthen angefangen. Das Bülletin zähle Todesfälle auf, unter diesen 124 an der Cholera.

Heute {loß 5proc. Rente pr. compt. 109. 15. Conr, 109. 35. 3prod. pr. compt, 79, 10, fin cour, 79, Sproc. Neap. pr. compt. 97, 20. fn cour. 97, 35. 5j Span. 395, Z3proc. do. 252, Cortes L | a. t, 7. August. Oesterr. öpr 10217. 1022, Aproc. 982, 9811, Byroc, ck73. Br. 1p Br. Bank-Actien 1598. 1596. Part.-Obl, 1401 1401 zu 500 G. 1152. 1152, Loose zu 190 G. 2131, G. Dram.-SchH, 597 595 do. proc Anl, 981 Br.

691, 69, oe. Span. Rente 38. 374. Gproc. do, 221

Sn N. ,

er: e pater e N Lantrurt

Redacteur Cottel Ü A L) dia E ne a-.

———————— 4ER SMRA É E

Gedruct bei A, W. Hay

1) Vom Kriege. Hinterlassee v. Clausewiß. Erster Band. B# 1832, (Fortseßung.) 2) Die Feldzúge voi 178 Jtalien und dec Schweiz. Hinterlassenes Vel Gen Karl v. Clausewiß. 2 Thle. Berlin, V. Neueste Militair - Veränderungen. Viettt E lage Notizen aus dem Gebiete der militaltil Wissenschaften. Der Preis dieses

IV. Literatur: des Gen. Karl

in der Armee

} Jahrgangs ist wie bishe?

Thlr. Sächs. , um welchen auch die frühern Y

gänge von 1818 angefangen , noch zu bezieht

Wer die ganze Reihe von 1818 bis 1834 auf 6!

aouimmt, erhält dieselben um 2 wohlfeiler. Wien, den 39. Funi 1835.

._ G. Heubte! Buchhändler.

E T I B I A R P A

In Ferd. Dümmlers Buchhandlung, 0 Nr. 19, haben ehen die Presse verlassen: ¡asper (Geh, Mediec.-Raih), die wahrscht, Lebensdauer des Menschén in den ver nen bürger!ichen und geselligen Verl i nach ihren Bedingungen und Hemm tersucht, Mit 17 Tafeln u. 3 graphischl stellungen.

Hat auch den Titel: ; 4

Beiträge zur medicinischen StatisV

Staalsarzneikunde. 2e Bd. 1 Thlr, ad Krause, A., Geschichte der römischen eid 1r Abschnitt, enthaltend d. Antrag der Poesie. 15 sgr. ial Hartmann (Geh. Rath), das Provinzial | des Fürstenthums Eichsfeld. Jm Auf "l K. Just - Ministeriums f. d Geseprev fon 4 der Ordnung des allgem. Landrechts, 2 Thlr.

D I E Ew Ew E E R Q T" E

und Kunfhand-!

-Kunst

D wis

28. Juli zum Gegenstande eines Gemäldes machen, das für Museum von Versailles bestimmt ist. Zuvor wird es im

den j zu einer P, / («Erinnern Sj, Paris etivai

Punéfêten, welche s, M

è 8 3 I ; &) y : 2 e : -_ 385. “usg. Schuld on Neuem wieder die gegenwäctige Ordnung der Dinge in Frage

| stelien , so. d l Weseße sich nicht begründen, die

des „Charivari“” und der „Caricature‘/ Haussuchung geht

2s S F

Allgemeine

l'eußlsche Slaats-Zeil

d a att fter ter C L F t d H P gde 0H E A Ea D- A

222.

I A N T I P Ss Uz arm: L As E O E S G ae i

Cr O O a.

Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

Se. Majestät der König haben dem bei der hiesigen Kai- ih Russischen Gesandtschaft fungirenden Wirklichen Etatsrath iherrn von Maltiß den Rothen Adler. Orden zweiter Klasse, d dem chemaligen Tribunals-Rath Vincent von Prad- sfi zu Groß : Leznis im Königreiche Polen den Rothen Ad- ; Orden dritter Klasse zu verleihen gerußt.

} Se. Majeskät der König haben dem Domainen-Rentmeister attrih zu Labiau das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen

ht,

Der. Justiz - Kommissarius und Notarius von Kryger zu \toszyn ist in gleicher Eigenschaft bei dem Königlichen Ober- desgerichte zu Posen dorthin versezt wordén.

Angekom men: Se. Excellenz der General-Posimeister und D gesammten Postwesens, von Nagler, von Frank- e /

a. e.

Zeitungs-Nachrichten. Ausla n d.

Frankreich.

Deputirten-Kammer. Sihung vom 4, August, er Herzog von Broglie ließ sich in dieser Sibung zunächst folgender Weise vernehmen: : j

M. H. , cin großes Verbrechen hat Frankreich in Bestürzung tsezt u ein trauriges Licht über den Zustand der bürgerlichen esellschaft verbreitet, Allen wohlgesinnten und einsichtsvolien tännern ist es klar geworden daß die Regierung gebieterische lichten zu ersüllen habe. Wie sind der Vorschung Dank schul- 9, daß sie mit dem Könige zugleich das Land gerettet hat; - wir isen auch unserm hochherzigen Monarchen, dem wahren Vater s Vaterlandes, den Tribut unserer Bewunderung und Liebe zol- 1; wir haben gleichmäßig dem Andenken derer, die in seiner Nähe (fallen, ein frommes Opfer zu bringen; aber wir müssen auch an ( Zukunft unseres Landes denken. Frankreich, das um seinen Kd- g und scine Jnüitutionen besorgt ist, erhebt seine Stimme, um 1 de Regierung den Schuß zu verlangen, den es von ihr zu er- ltch berechtigt 1. Fm Namen Frankreichs haben wir Sie beru- / m. H.; fn dem Juteresse des allgemeinen Besten kommen wir, Fhnen di: jenigen Maßregeln vorzuschlagen, die uns allein geeig- t scheinen, die Person des Königs und die Staats-Verfassung vor neren Gefahren zu bewahren. Das Uebel if nicht neu; schon scit hreren Fahren ift der Parteigeisi bemüht, uns die Früchte der ten Revolution zu verëümmern, und zu gewissen Zeiten immer

die Monarchie sich nicht befestigen, da3 Reich der Wohifahrt des Landes sich nicht wiceln kann. Seit 5 Fahren, daß Frankreich auf der Bahn der hat es mit Gefahren aller Art zu ipfen. Kaum ist die Gefahr in einer Gefialt verschwunden, erscheint se unter einer andern; die Geselischaft lebt in fieter esorgniß und statt ihre Kräfte zur Auzbreitung ihres Reichthums id ihrer Grôße benugzen zu fönnen, muß sie solche unaufhöriich ! die eigene Sicherheit verwenden. Nur mit Mühe besieht die inilihe Macht den Kampf mit den Factionen. Wieviel Ziit und Ihnen selbst, m. H., die Vertheidigung der Ruhe Und doch sind Ruhe und Ordnung noch inciweges gesichert. Was uns betrifft, so glauben wir fest den endlichen Sieg unserer Sache; die „Gefahren entmu- bigen uns nicht: sie zeigen“ uns nur die Nothwendigkeit, handeln. Fünf Probejahre haben unsere Herzen und unsere Uebcr- ugung geslählt, und Frankreich weiß jeßt, wie ein großes Bolk ) nach einer von ihm gemachten Nevolution beherrschen kann. Die Unverschämt auch die Parteien seyn mögen, sie sind besiegt wor- n, und werden auch ferner besiegt werden. Indessen hat dieser sändige Kampf tiefe Spuren zurückgelassen; es hat sich in die Ge- üÜther ein Gift eingeschlichen , das fort and fort wirkt, und wenn 1 diesem Augenblicke auch der materielle Widerstand aufgcehdrt hat, 0 besteht noch eine moralische Empôòrung, eine verderbliche Auf- (gung, ein tôdtlicher Haß gegen die gesellschaftliche Ordnung, ein jeiser Wunsch, das Bestehende umzustärzen, und ein Durst Nah Rache, gegen die wir uns. zu bewahren hahen. Dieser sand würde noch lätiger dauern, ja sch vielleicht noch vers{chlim- lern, wenn wix nicht ein schleuniges und wirfsames Mittel dagés en anwendeten. Sobald wir es noch länger dulden, daß die Fac- ionen täglich alle Staats-Gewalten angreifen, daß sie fich ofen ge- en das Yrinzip der Regierung erklären, daß sie eben so offen einer Regierung Treue schwören, von der Frankreich nichts mehr wissen dl fónnen wir auch darauf rechnen, daf das Leben der Gesell- haft nichts als cine lange revolutionaire Krise seyn wird. Nach- im die Ordnung je mehr und mehr untergraben worden, wird man Ad zweifeln, daß es Überhaupt noch eine Regierung gebe, und end- h wird die Achtung vor dem Geseße ganz und gar verschwinden, ! daß zuleßt dem Lande, das sich von der Regierung verlassen sieht, ichts weiter Übrig bleiben wird, als selbs zu der materiellen Ge- N seine Zuflucht zu nehmen. Dies, meine Herren, sind die Uebel, Lee uns bevorstehen, wenn wir fie nicht im Keime erstickcn : oder Ussen wir nicht vielmehr sagen, daß sie sich schon zum Theil ver- NrElidt baben ? If wohl eine Regierutig jemals in ihrem Prin- se, in ihrer Form, in ihrem Dbecrhaupte mit größerer Kühnheit, hie rôferer Wuth, mit grdgerer Ungestraftheit angegriffen worden, als bot egierung der Charte von 1830? Erdreistet sich nicht die Partei der „gen Dynastie, Frankreich auf eine unverschämte Weise wie eine psualne zurückzufordern? reizt sie nicht, statt ihren früheren Ab- L utiómus durch Achtung vor der Ordnang vergessen zu malen, die Anarchie zur Contre - Revolution auf und erklärt sich ge- Gewalt, die von der Nation ausgeht und die Frankreich E ch beherrscht? Behauptet sich nicht die republikanische fas M noch geshwärzt von dem Pulverdampfe der Schlacht, mit d Iu in der Hand der Regierung gegenüber, die se verleugnet Fahne ultirt und wirbt sie niht ganz dreist die Bürger für die erfünderp evolutionairen Gewalt, deren Herrschaft sie im Voraus „em Pflaster ünserer Straß i de N en geschrièben sicht, daß unter dem Feuer * feindlichen Presse, unter dem Einfluß dieser fortwährenden Aus«

rvollktommnung fortschreitet,

negie hat nicht d Drdnung gekostet !

st es endlich nicht eine Thatsache, die mit Blut auf

erlin, Mittwoch den 12e Aug

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brüche bardharischer Theorieen und abscheulicher Verleumduttgen, sh inmitten der „Gesellschaft, da, wo die grdbsten Leidenschaften und die heftigsten Meinungen sich begegnen, die weder die Ordnung ken- nen, noch sie unterstäßen, noch fe begreifen, daß da, sage ih, sch eine geheime Miliz aus Menschen gebildet bat, die zu Allem fähig sind, bei der alle Parteicn Rekruten für den Aufruhr werben, und wo der politische Mord stets bereitwillige Arme finden fann? Diese Schilderung is völlig wahr, meine Herren, und wir können sie nicht ohne Schmerz betrachten. Es fofict uns Ueberwindung, alles dies zu sagen, abcr wir sprechen vor ciner muthvollen Nation, dle seit fünf Fahren mit immer wachsender Energie den Angriffen und Nach= siellungen der Parteien die Macht threr Vernunst und ihres Wil- lens entgegengeseßt hat. Fe unvershämter jene gewesen sind, um \0 mächtiger ist sîe geworden, und wir kennen keine Epoche, wo Frankreich stolzer hâtte auf sich seyn fönnen, als die jetzige. „Der dentlichen Meinung versichert und Fhrer Einsicht vertrauend, fürch- ten wir nichts. Wir erkennen das Uebel und glauben, das Mittel dagegen gefunden zu haben. Es liegt in dem Prinzip und der Stärke der constitutionnellen Regierung. Sie werden sich des rogramms des politischen Systems erinnern, das wir uns zu unterstüyen rüh- men: 7,,,Die Charte und. der Friede.//// Es ist Zeit, es ohne Rük- halt zu erfüllen. Während die Regierung ängstlih bemüht ist, ch innerhalb des constitutionnellen Kreises zu halten, haben ibn die Parteien nle betreten. Fndem ‘sie die Charte egen die Gewalt an- rufen, haben sie dieselbe niemals anerfannt. Die Charte sollte al- len Parteien als gemeinsames Geseß dienen und selb| unter der Restauration schien dem so zu seyn. Heute ist die Charte der Zügel der Gewalt und das Spielwerk der Parteien. Die Verachtung und Ver- werfung der Charte ift ihr gewöhnliches Losungswort. Lassen Sie uns, m. H, dieselbe vertheidigen, ihr die ihr gebührenden Rechte zurüge- ben und ihre Unverleblichkeit witederherstellen. “Fndem wir alle Parteten zur Ehrfurht vor der Charte ermahnen,” kehren wtr zu den Prinzip unserer Revolution zurü. : Der- Zweck der Geseße, welche Jhnen allmälig vorgelegt werden sollen, ist, alle Parteien, wenn niht_ durch Ueberzeugung, doch durch Klugheit oder durch Furcht zur Charte zurückzuführen. Die Charte gewährt politische Freiheit, aber unter welher Form? unter der Form der constitutionnellen Monarchie. Alle Parteien sind in dem Umfange der constitution- nellen Monarchie frei. Sobald sie darúber hinaus Gehen, haben sie keine Ansprüche mehr an- die Freiheit; ste stellen sh selbst außer dem Gesche; für se it nur das Strafgeseß und die Gewalt, welche dasselbe zu seiner Vertheidigung bewaffnet. Die Fretheit der Presse steht nicht Über den anderen Fustitutionen. Sie if durch die Con- stitution, von der fe selvst eine Theil ausmacht, be chränitt. Es ist ein Fundamental - Prinzip der Charte, d. h. der constitutionnellen Moz narchie, daß ihre elgene Unverleblichkeit, daß der Monarch über allen Angriffen und über aller Diskussion erhaben sind. Die Monar- chie, der Kdnig, seine Dynastie sind in der Charte begründet und, wie sie, unverleßlih. Sie angreifen, se dfffentlich verleugnen , ifi eine revolutionaire Handlung; und mitten unter den uns umgeben- den Leidenschaften , nach den Verbrechen des Juni und April, des November 1832 und des Juli 1835, if dies ein ofenbarer Angriff auf die Sicherheit des Staats. Dies, m. H., sind die Ansichten ge- wesen, die uns béi den Maßregeln, die wir Jhnen heute vorlegen, geleitet haben. Fürchten Sie nicht, dafi wir, um die Parteien zu unterdrük- feu, denselben nachgeahmt, und daß wir, um die geheiligte Autorität der Charte wiederherzustellen, ste selbst nicht geachtet hätten. Wir verlaugen nicht, daß Sie irgend cine Bürgschaft schwächen, -oder irgend cine Freiheit suspendiren sollen. Wir verlangen feine Ausnahme-Gesehze, keine temporairen Maßregeln. Die Umstände lehren uns unbezwei- felt, was wir zu thun haben, und machen die Erfüllung um so drin- gender und leichter. Aber die von uns vorgeschlagenen Gesehe sind nicht für die gegenwärtigen Umstände allein entworfen. Fhre Ge- rechtigkeit, Nüßlichkeit und Zweckmäßigkeit wird anerkannt wer- den, so lange die constitutionnelle Monarchie besteht. Die feindlichen Parteien kdnnen, wie ih glaube, sich nur - auf drei Haupt - Garantieen berufen: auf die persönliche Fretheit, auf die Freiheit der Presse und auf die verfassungsmäßige Ordnung der Gerichtsbarkeiten. Wir achten diese drei Garantieen. Die persönliche Freiheit bleibt, wie sie bisher war. Was die Ord- nuttg der Gerichtsbarkeiten betrifft, so lesen wir in der Charte, daß politische Verbrechen und Vergehen durch die Fury und in gewissen Sállen -durch den Pairshof gertchtet werden sollen. - Hierauf sind unsere Geseße basirt und wir verlangen keinen außerordentlichen Gerichtshof. Wir wollen endlich, daß die Freiheit der Presse voll- kommen, aber constitutionnel sey. Wir haben keinen Begriff von Be- schränkungen in der Diskussion über Handlungen der Regierung, aber wir erfentien sie an bei öffentlichen Personen, Depofitarien und Agenten der Behbrde. Wir gestatten keine Bemerkungen über den Kbnig, Über seine Dynastie und über die verfassungsmäßige Regierung; die Presse, meine Herren, würde dann mehr Rechte haben, als diese Tribüne. Der Kbnig,- die Dynastie, die constitutionnelle Monarchie stehen in diesem Raume unter dem Schuße Jhrer-Achtung und Fh- rer wahsamen Strenge; außerhalb dieses Raumes müssen sie unter den Schuß ftrenger Strafen gestellt werden; wenn diejenigen, die das Strafgeseßbuch- vorschreibt, nicht hinreichen, so müssen andere an deren Srelle treten, die der Menschlichkeit entsprechen , aber zu=- gleich auch dem Verbrecher eine der Größe des Verbrechens ange- messene Furcht einflößen. Man muß die gewöhnlichen Gerichts- hbfe, denen die Ausführung jener Geseße verbleiben soll, mit den regelmäßigen, aber schuellen und wirksamen Mitteln zur Errei- chung ihrer Zwecke versehen. Man muß. den Justiz - Beamten und den Bürgern, die das Recht sprechen, Sicherheit gewähren ; ‘nachdem die Empdòrung von den dentlichen Pläßen verbannt wor- den, darf sie nicht tvebr in dem Heiligthum dee Geseße statt der Bestrafung einen Zufluchteort finden. Sie sehen, daß die Maßre- geln, welche wir Jhnen vorlegen, der Politik entsprechen, die seit dem Jahre 1830 bejolgt wird und von Jhnen und Jhren Vorgân- gern so oft für die einzig nationale erklärt worden ist. Die Ereig- nisse bestätigen uns nur noch mehr in der Ueberzeugung, diese Politik das Heil Frankreichs if; sie aufgeben wollen, hieße Alles verlic- ren; sie schwächen wollen, hieße, sich absichtlich in Gefahren stürzen. So auge das Vertrauen des Königs uns auf unserem Posten ne so lange das Jhrige uns die Ausúbung unserer Befugnisse mdglich macht, werden wir unerschütterlich treu bei den #0 oft erprobten Prinzipien beharren, und wir werden in der Erfüllung unserer Pflicht diejenige Festigkeit und Strenge zeigen, welche die Umstände erfor- dern. Fn der That, mne Herren, mitten unter dieser großen Ver- wirrung der Begrife , gegen die Kühnheit und den Cynismus der Partesen bedarf es nicht furchtbarer, sondern starker Gesetze, die voll- ständig zur Ausführung gebracht werden. Schlaffbeit und Nachsicht sind vielleiht der absoluten Gewalt erlaubt: diese kann ih- nen immer durch Willkür das Gleichgewicht halten. Aber die constitutionnelle Gewalt muß der Unerbittlichkeit. des Gesehes nachahmen. Fe größer die Fretheit ist, um so unbeugsamer muß die Behbrde seyn. Die Regierung is entschlossen, die ganze Ge- walt in Anwendung zu bringen, welche die Verfassung ihr verleiht.

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Man darf die schlechten Bürger nicht durch Schoitung ermuthigen. Die Zeit gekommen, sie daran zu erinnern, daß sie eine Übelwol= lende und schwache Minorität sind, welche die Großmuth unserer Jastitutionen beshüßt, unter der Bedingung, daß sie sich an ihnen nicht vergreifen. Auf diese Weise, meine Herren, glauben wir, den Wünschen des Landes zu genügen. Ueberall spricht sich das National - Gefühl aus; und ix dieser Kammer, wo wir es gern befragen und vernehmen, haben wix erkannt, daß es im Einklang is mit unseren Absichten, und daß es uns zu- gleich als Führer und als Beistand dient. Es war unsere Pflicht- die Jnitiative zu ergreifen und ihre Berathungen wieder zu erófff= nen. Entscheiden Sie jeßt, meine Herren: auch Sie bilden einen verantwortlichen Theil der Regierung des Landes. Der i dttliche Schuß hat über dem Thron gewacht , den Muth und Weisheit zie- ren. Jhre Welsheit und Fhr Muth werden, indem Sie die Par- teien entwaffnen, zugleich dasjenige vollenden, was das gute Gl

Frankreichs begonnen hat.// L / A Nach dem Conseils-Präsidenten, dessen Vortrag sich des fast

einmüthigen Beifalls der Versammlung zu erfreuen hatte (die wenigen anwesenden Oppositions - Mitglieder beobachteten das tiefste Schweigen), ergriff der Großsiegelbewahrer das Wort, um der Kammer 3 neue Gese6-Entwürfe vorzulegen. Der erste derselben bezweckt - eine wesentliche Veränderung in der gegen- wärtigen O über die Presse. Das Geseg zerfällt in 5 Titel und 21 Artikel. Der erste Titel handelt von den Ver- brechen, Vergehen und Contraventionen in Preßsachen. Jede Beleidigung gegen die Person des Königs soll danach (offenbar um die betressenden Prozesse vor die Pairs-Kammer bringen zu können) als ein Attentat gegen die Sicherheit des Staats be- trachtet, und mit Zuchthausstrafe und einer Geldbuße vou 10,000 bis 50,000 Fr. bestraft werden, Wer die Person oder das Ansehen des Königs auf dem Wege der Presse lächerlich zu machen sucht, soll eine 6 monatliche bis 5 jährige Gefängnißstrafe und eine Geld- buße von 500 bis 10,000 Fr. elleiden. Wer bei einer Erörte- rung der Handlungen der Regierung den Namen des Königs auf direfte oder indirekte Weise mit ins Spiel zieht, verfällt in eine Gefängnißstrafe von einem Monate bis zu einem Jahre, und in eine Geldbuße von 500-5000 Fr. Jeder Angriff gegen das Prinzip oder die Form der Regierung, wie sie durch die Charte von 1830 festgestellt worden, so wie jede direkte oder in- direkte Aufforderung zu einer Aenderung derselben , soll gleichfalls als ein Vceeeiieat gegen die Sicherheit - des Staa- tes betrachtet, und durch Zuchthausstrafe, so wie durch eine Geldbuße von 10,000 50,000 Fr. geahndet werden. Wer df- fentlich einer andern Regierungsform als der bestehenden beitritt, sey es nun, daß er sich Republikaner nennt, oder daß er den Wunsch, die Hoffnung oder die Drohung einer Vernichtung der monarchisch-constitutionnellen Ordnung ausspricht, verfällt in 6 monatliche bis 5 jährige Haft und in ‘eine Geldbuße von 500 bis 10,000 Fr. Wer dffentlich, sey es einem Mitgliede der für ewige Zeiten aus Frankreich verbannten Königs-Familie , oder je- dem Andern als dem jesigen Könige und seiner Nachkommenschaft, Rechte an den Fran fischen Thron zuerkennt; ingleichen wer den Wunsch, die Hoffnung oder die rohung einèr Wiederher- stellung der vorigen Regierung ausspricht, soll mit 6 monatli- cher bis 5jähriger Haft und einer Geldbuße von 500 bis 10,000 Fr. belegt werden. Die übrigen gegenwärtig bestehenden geseßlichen Bestimmungen bei Preß - Vergehen sollen in Kraft verbleiben. Wird indessen eine: und dieselbe Person oder ein und dasselbe Journal im Laufe eines Jahres i Ra E oder noch öfters verurtheilt, so kann bei jedem Rückfalle das Maximum der Strafe verdoppelt werden, bei Tages-Blättern sogar bis zum vierfachen Betrage. Die successive verhängten Strafen werden nicht mit einander vermengt, sondern müssen eine nah der an- dern überstanden werden. Es ist verboten, Subscriptionen zue dem Zwecke zu veranstalten, die gerichtlichen Verurtheilungen un: wirksam zumachen. Wer diesem Verbot zuwiderhandelt, hat einmonat- liche bis einjährige Gefängnißstrafe und eine Geldbuße von 500—5000 Fr. zu gewärtigen. Gleiche Strafe trifft denjenigen, der vor oder nach einem Erkenntnisse in Preßsachen die Namen der Ge- s{chwornen bekannt nacht oder über die Berathungen der Jury berichtet, Dies is der Jnhalt des ersten Titels. Der zweite Titel betrifft die Herausgeber der Zeitungen und periodischen Schriften. Die Herausgeber sollen hinführo jede einzelne Num- mer ihres Blattes im Manuskripte unterzeichnen. Wer in Blanco zeichnet, verfällt in einmonatliche bis einjährige Haft und in eine Geldbuße von 5900— 3000 Fr. Die H erausgeber sind verpflich- tet, gegen die üblichen Jnsertions-Gebü ren, jede Berichtigung in ihr Blatt aufzunehmen, die e in Bezug auf eine von ihnen gemeldete Thatsache von der Regierung zugeht. Wer sih dessen weigert , hat dieselbe - obige Strafe zu gewärtigen. Bei Prozessen is der erausgeber verbunden, den Verfasser des inkriminirten Artikels zu nennen. Weigert er sich dessen, oder macht er eine falsche Angabe, so tri ihn einmonat- liche bis einjährige Haft und eine Geldbuße von 1000 5000 Fr. Ik der Herausgeber eines Blattes kondemnirt worden, so darf dieses Blatt nur erscheinen, wenn für die Dauer der Straf- eit ein anderer Herausgeber unter den geseslichen Bedingungen

estellt wird. Der dritte Titel handelt von den Zeichnungen, Kupferstichen, Lithographieen und sonstigen Bildern, die hinführo nur angefertigt und zum Verkauf ausgeboten werden dürfen, wenn in Paris der Minister des Jnnern und in den Departements der Präfekt die Erlaubniß dazu ertheilt hat. Jm Contraventions- Falle erfolgt die Confiscation der ausgestellten Bilder, und der Verfertiger oder Verkäufer wird zu einmonatlicher bis einjähriger Haft und einer Geldbuße von 100—1000 Fr. kondemnirt. Der vierte Titel betrifft die Theater und Theaterstücke. Es darf hinführo weder in Paris noch in den Departements ein Theater errichtet werden, wenn nicht dort der Minister des Jn- nern, hier der Präfekt seine Genehmigung dazu ertheilt hat. Dasselbe gilt von den aufzuführenden Stücken. Uebertretungen werden mit einmonatlicher bis einjähriger Haft und einer Geld- buße von 1000 5000 Fr. geahndet. Bei tumultuarischen Auf- tritten und Uebertretungen der Gesetze und polizeilichen Regle- ments kann die Erlaubniß zur Errichtung eines Theaters oder

zur Aufführung eines Stücks wieder zurückgenommen werden.