xal - Lieutenants von Tippelskirch Excellenzen verherrlicht wurde. Der Jubilar wurde ju selbigem durch den General - Lieu- tenant von Tippelskirh Excellenz und den General - Stabs - Arzt Dr. von Wiebel aus seiner Wohnung abgeholt und feierlih ein- geführt. Während des Mahles selb wurde, nachdem die auf des Königs Majestät und auf das ganze Königliche Haus aus- gebrachten Toaste die freudige Stimmung der ersammlung bis Ur lebhaftesten Begeisterung gesteigert hatten, dem Jubilar, als eschenke der Preußischen Militair - Aerzte, von dem General- Stabs-Arzt Dr. von Wiebel, unter Assistenz der General - Aerzte Dr. Starcke und Dr. Lohmeyer, ein in Gold AU Ter I tes Exem- plar der von dem hiesigen Medailleur Professor Brandt angefer- tigten, die Feier des Tages jenen Denkmünze, welche auf der vordern Seite das Brustbild des Jubilars mit der Umschrift : J, Ar. Jos. Buettner Eg. inter suprèêmos med. milit. prae- fectos secundus —. Medici caslrenscs Boruss. s auf der Kehrseite eine Allegorie, den Aeskulap mit den Emblemen des Krieges vorstellend, wie er auf die Alles ernährende und erhal- tende Natur — in dem E E von Ephesus ei f ellt — hinweist, mit der Umschrift: „in memoriam solemn. L lustr. E, A d. XV. Octob. MDCCCXXXV.- zeigt, demnächst von dem General:Stabs-Arzt Dr. v. Graefe, in Be- gleitung der General-Aerzte Dr. Schulz und Dr. Kothe, ein von dem Goldschmidt Sr. Maj. Herrn Hossauerx angefertigter, höchst geschmackvoll gearbeiteter und reich mit Edelsteinen verzierter silberner Becher mit der Umschrift: „Dem hochverdienten 2ten Gen eral-Stabs- Arzte der Armee, Dr. Büttner, zu seiner 50jährigen Dienst: Jubelfeier ‘am 15. Oktober 1835 — Preußens Militair: Aerzte“‘ überreicht. Dem zu Ehren des Jubilars ausgebrachten Toaste schloß sich auch der auf das Wohl des Chefs des Militair-Medizinalwesens, Genéeral-Stabs-Arzt Dr. von Wiebel, an, dessen gleichzeitige Ge- burtstags-Feier diesen Tag zum \{chönsten Doppelfeste machte.
— Am 19ten d. M. erfolgte zu Breslau die feierliche Uebergabe des Rektorats der dortigen Universität für das nâchst- folgende Jahr in der Aula Leopoldina. Der zeitige Rektor, Professor De. Unterholzner ,. theilte die Haupt- Ereignisse der Universität mit, welche sich in dem verflossenen Jahre, nament- líh in Bezug auf die Personen , zugetragen haben, proklamirte darauf seinen Nachfolger, den Domherrn- und Professor Dr. Ritter, nebst den neuen Deklanen und Senats - Mitgliedern, und Überreichte dem Ersteren die Scepter, die Statuten, die Stif: tungs-Urkunde, das Album der Universität und die Decoration des Rektors. Hierauf segte der antretende Rektor in einer La- teinischen Rede die Vortheile der Simultan - Universitäten aus- einander, und ermahnte zum Schluß die Studirenden zum Fleiß “und zur pünktlichen Beobachtung der Gesege. Das Defkanat “führen in diesem Jahre: in der evangelisch- theologischen Fakul- tât der Konsistorial- Rath und- Professor Dr. Hahn; in der ka- tholisch - theologischen der Professor De. Balter ; in der juristi- schen der Professor Dr. Regenbrecht , in der medizinischen der Drefessor r. Hènschel und in der philosophischen der Professor
r. Bernstein. '
1216
— Die Kölnische Zeitung berichtet aus Koblenz vom I9ten: „Nach der gestern stattgehabten Besichtigung unserer Weinberge, um über die Reise- der Trauben zu einem Resultate U gelangen, wurden von der städtischen Kommission die Trauben für zeitig zur Lese befunden, und diese auf den 20sen und die folgenden Tage festgesest. - Jn vielen Weinbergen ist schon vor dec Zeitigung die Fäuinig eingetreten, was auf die Güte des Weines nicht ohne nachthéiligen Einfluß bleiben wird. Die naß- kalte Witterung ist ihnen äußerst s{ädlich, und da, eben wegen der erwähnten Fäulniß, der Wein beim leisesten Drucke schon reeong N so ist, um nicht großen Verlust zu erleiden, jedem einberg-Besiker die shleunigste Lese zu emp ehlen. Man kann im Durchschnitte ein Drittel des Ertrages weniger annehmen, als im vergangenen Jahre; auch vermißt man in diesem Jahre den vorjährigen klebrigen Zuckersto}, dennoch wird es wie man glaubt, einen guten, dem 18Wr gleichkommenden Véein geben. Da die Speculatéon sh wieder den früheren Jahrgängen zuge- wendet hat, so hôrt man nicht von Traubenkäufen am Stocke.“/
— Im vorigen Monate kamen in Koblenz auf dem Rheine atn 245 beladene Fahrzeuge, und es gingen deren 323 aus. An Produkten und Fabrikaten wurden eingeführt: für Holland Und die Freihäfen 7688 Ctr. , im Lande blieben 83,339 Ctr., in Summa 91,027 Cétr.; ausgeführt: aus Holland ‘und den Freihäfen 42,743 Ctr., aus dem- Jnlande 100,503 Ctr., zusam- men 143,246 Ctr. Sowohl die Anzahl der Schiffe als das Ge- wicht der Ladungen zeigen "daß der Aftivhandel die Einfuhr be- deutend überstieg. n Nus- und Bauholz gingen als Transit nach Holland 12,240 Kubik-Metres Eichenholz und 13,427 Kubik- Metres Tannenholz. Für das Jnland wurden eingeführt 6 Kubik- Metres Eichenholz und 4172 Kubik - Metres Tannenholz.
Meteorologishe Beobachtung.
1835. Morgens | Nachmittags Abends [ Nach einmaliger 24... Oktober. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Veobachtung.
Luftdruck ,…. [335,94 Par. | 336/38‘ Par. [336,95-- Par, f Quellwärme 7,69 R, Luftwärme 5,09 R. 8,19 R. 6,00 R. F Flußwärme 6,5 9 R, Thaupunkt .. A,1 0 R. 4,29 R. 3,8 0 R. Bodenwärme 6,2 0 R, Dunsisättigung | * 93 pCt. 74 pCt. 83 pCt. Ausdünstung 0,063‘ Rh,
be: iter. trübe: trübe Md S&W. F Niederschlag 0,121‘/ Rh.
Wolkenzug „… — W. — Nachtkälte 5,29 R, Tagesmittel: 336,49‘/ Par. 649 R... 449 R... 77 pCt.
Auswärtige Börsen.
Ó Amsterdam, 20. Oktober. Niederl. wickl. Schuld 55/4. 5% do, 1021/,. 1/42. Kauz-Bill. 255%. 414% Amort. 96. 3 /22% 7977/4. Ruas.
Preuss. Präm.-Scheine 105! 6: do. 3% 1834. ntwerpen, 19, Oktober.
. Cortes 301. rankfurt-a, M., 22. Oktober 718: 1011/6. 4% 986
Bank-Act. 1610. 1698. ( Loose zu 100 Fl: 213. M do. 4% Anl. 9834. Br. Rente 2814, 28. 3% 165. 1 London, 20. Oktober.
Belg. 103.
9734. Oeaterr. 983/ 50/ Span, 30!
5% Span. 3034.
OVesterr. 5% 577/32. G. 1% 2415/6. Br. Br. Loose zu 500 Preuss. Pr.-Sch. 59. 5834. 5% Span.
4° do, A
Neue; Anl. 43,
Fi. 1151/4. 115. 683-4, Br.
Cons. 3% 9114, 1834 43/4. Zinsl. 1134. Ausg. 1003/,. 5/4 Port. 88 4: Columb, 3234.
Span. Ceres Wb Ra /5 o oll. 5 /g° L » Z 1/,. do. 3%, 573/,. Engl. Russ. 108. Eis j Mex. 39.- Peru 26. R f t M 298.
Paris, 19. Oktober. 5% Rente pr. compt. 108. 835.
fin cour.- 109. 10. 30/4 fin cour. §2. 5. 44
5% Neap. 99. 59.
compt. 81. 95, s 3% do. 214. / Ausg. Sch. 145.
Rente 3474. 3% Port. 587-4.
5% Met. 102274, Anl. 58374 6.
Wien, 20. Oktober. E 4% 9915/4. Bank-Actien 13763/. Ny
Königlihe Schauspiele. Im Schauspielhause : ter-Schauspiel in 5 Abth., nebst ei genannt: „Das heimliche Gericht“, von
Montag, Das Käths von Heilbronn, großes Rit Vorspiele in 1 Attc, von Kleist.
In Potsdam : Th. Körner. Hiera in 1 Akt, vom De. spiel in 4 Abth.,
Mittwoch, tischer Scherz in 2 Abth. „Aufruhr im Serail, Ballet in (Dlles. Therese und Fanny Oper zu Paris,
Der grúne Domino, Lustspiel ‘in 1 uf : Zum erstenmale: C. Tôpfer. von F teaotgn. D m Opernhause: Der Degen , von E. R ri 3 Abth,
Laßt mich lesen Und: Der Kammerdiener h
f von Ph. Tig! erste Tänzerinnen der (t werden im ersten Akt ein. Pas « Im Schauspielhause : Französische
Königstädtisches Theater. ZUm erstenmale : ch dem Franz.
Vorstellung.
Montag, bourg, Schauspiel in 1 Peucer. Hierauf: Zum erstenmale: Der (u in 2 Akten, nah dem Franz. .von Th,
Dienstag, 27. Okt. “Der Glöckner tishes Drama in 6 Tableaux,
Die Familie F N des Scribe, ige Rath, Lu
otre:Damie, roma
Birch-Pfeiffer
von Charlotte
Redacteur Cottel. T E E t renten mean
Ausg. Schuld Gedruckt bei A. W. Hapn.
darbieten wren R Ey
Leere Dm ere A E
Allgemeiner Anzeiger für d
errliche und bduerliche Verhältnisse ergangenen und E Sin bestehenden, und anderer den Landbe- Vaterlande dar.
wohner und. Grundbesißer zunächst angehenden Ge- Nürnberg, im Octbr 1835.
e s a L r on A. rader. gr. 8vo. 2r Theil. 12 Dhlr:
Zu einer Zeit, wo überall Behdrden und Unter- Schdnwissenschaftliché Literatur. thanen mit Ausführung dieser Gesetze eifrig beschäf- lage von F. Riegel in Potsdam is er- in Leivita. Ra Ln S Bucibandlungen (in Berlin Bom e 16 e Et
; P . Nr. 23)/ zu haven: ck erwünscht erscheinen; Beamten und Geschäftsleuten |!? Ae Gean L elte ifi f É S Hten Leipzig, im September 1835.
igt sind, wird unbezweifelt diese eben so vollständige, als e niki dugepictete Zusaminenstellung sehr s
wird durch dieselbe die Anwendung der Gesebe er-
j d Landbewohnern selbst von Paul de Ko. : E tine enten ibrer Y Nach dem Französischen bearbeitet von F Riedel hâltnisse gegeben. Theils ift 12 Thl und e E E A e 9 f die V dd d Der. n Theils 1 L 6 Bände auf feinem Velin- E O T b Druckbogen stack. 6 Thlr.
aber eine genaue Kenntniß ihrer Rechte und Ver-
ben ist bei Joh. Fr. Hartknoch in Leipzig| 1x und 2c Bd. Betrogene Liebe lian E due alle Buchhandlungen zu er-| Zx und zr Bd. Bruder Facob., halten : 3r und 6r Bd.
von F G. Seume's ebildetePublifum voraussehen j Werke Lf Paul de Kock in jeder. guten
Lese- Anstalt zu finden.
sämmtlichen Werke in Einem Dei rausgegeben und mit einem Vorworte begleitet Me on Dr. Adolph Wagner.
der Stuhrschen, zu haben:
auszurotten.
Mit dem Bildniß des Verfassers und einem Facsimile. Semilasso's Weltgang. NE Golien n belteti 00! M
Hiermit sind nun die Werke dieses deutschen Bar-
ichen n der Nicolaischen- Buchhandlung in Berlin, O E e anden, seiner leeeeen Verde Nr is, 008 sogleich zu bekommen :
Ausgaben der Schriften desselben sich schon eines Vorlebter Weltgang von Semilasso. Par iGter, Eisen - und Stahlarbeiter, Zinugießer, ungetheilten Beifalls zu erfreuen, so dürfte solcher Traum und Wachen.
Verehrer. Hatten die früheren, oft w
durch gegrnwanas Gesammtausgabe in
nem Bande Aus den Pap'eren des Verstorbenen. nur noch gesteigert werden, da sowohl der kurz nach Erster Theil. Fu Europa.
Bollendung dieser Bogen leider zu früh verstorbene 1ste und 2te Abtheilung. geheftet. 4X Thlr. Von der /
Herr Hausgeber , durch zweckmäßige Anordnung, so ie bee Verleger durch ceitgenidde - geschmackvolle
Ausstattung des Ganzen aufs eifrige bemüht waren, Die Schwei j E Sänger N OREDINIE SEEONE von W. Beattixe, mit Stahlstichen, nah Oeiginäl- [gezeichnet und lithographirt vou den berühmtesten zu sehen. eihnungen von den vorzüglichsten Künstlern Eng» Dresdener und Pariser Künslern, lands ausgeführt, in Heften zu 4 Stahlstichen n
dem unvergeßlichen Mehrfach an mi ergangenen Aufforderungen zu von 4 Thlrn. noch bis Ende dieses Jahres bestehen .deapreis von 55 Thlr. unwiderruflich ein. Fu unserm Verlage ist so eben erschienen und in «din B Ua Ma zu. Berlin in der Stuhr-
chen, Schloßplaß Nr. 2, zu haben : : Die O H in j
iner Vollendung nahe, 16 Hefte sind erschienen,
wagen, sich diesem an die Seite zu siellen, so wen | hinsichts der Treue der Ansichten, als der meister-| und regelmässig erscheinen. Der haften Ausführung desselben. Berlin. A. Ashèr. s
Linden Nr. 20.
kommenheit! oder: Desprelbung und Adbil- \ if neu erschienen und bci E. S. Mittler in Ber- cótbult, folgen in der
dung einer neu erfundenen hôchst e
von Friede. Matthies, Techniker in Nürn-
Vei en Les e: zu (Spahn Di 3), so wie in allen soliden Butch- ine, wodurch der unum e, sonnenklare [handlungen zu haben: ; ] | ( Gu geliefert wird, daß die Luftschiffahrt| Der Utterrihtswegweiser für das Ge-! 1 Madonna, von Hans Holbein. i "4 in jeder beliebigen Richtung nicht nur sammtgebiet der Lehrgegenstände in| 2) Die Clavierspielerin, von Caspar Netscher. “ auszuführen if, sondern auch binnen einem hal- Volks\ch ulen, für Le i b ben Jahre wirklich ausgeführt werden wird. J. B. Spieß. Erster Theil und" erster Lehr-| 4 Landschast, voo Claude Lorrain. Erfunden und für Jedermann faßlich dargestelt| gang in den Denkübungen. gr. 8yo. cartonnirt| 5) Der heil, Franziskns, von Correggio. | 6) Venus, von Palma Vecchio.
20 sgr. | | ¿ bi berg. Mit 2 Steindrucktafeln, sro, geh, 173 sgr. Nachdem sich viele achthare_Stimmen/ ‘namentsich| 7) Landschalt (das Kloster), yon Raiodael;
en Staaten.
8) Malerwerkstatt, von Ostade, 9) Die vier Kirchenväter, 10) Reitergefecht, vou V 11) Alter Îann, de
briel Mets ü. 12) Landschaftt Das Unternelu keit, wie e den Beifall
j î ei : och Alle, auch die neuesten, mit vielem psauch- eine ausführliche Recension in Nr. 114 der Literarische Anzeigen. difatae ti Versuche oder aufgestellten Eon Allgemeinen Schulzeitung 1835 über den Plan und Bei H inrich shofen in Magdeburg iß erschienen |rien in der horizontalen Luftschiffarth haben. sich eñt-e| Werth dieses Werks s ausgesprochen haben, und in allen Buchhandlungen (Berlin bei Ferd. |weder als gänzlich unzureichend oder grundlos “&=|\äume ich nicht es hie Dümmler), zu haben: wiesen Herrn Matthies gebührt die Ehre, der Er-
/ j ( | nder einer solchen Maschine zu seyn, welche allen _Agraria der Preußischen Monarchie, a R nichts mehr zu wünsche
das ift: Zusammenstellung aller für sämnitliche Kd- Fo1 ‘läßt! Diese wichtigüe aller Erfindungen, kén May Preapisiben Lande dhee Land - Cuitur - guts-| Q M espinii, Leine Déuesiidse tin Se Ee 0 bieten wir nun im obigen Schriftchen dem deutschen
von Daoass0o D oasì! l un Wermann- A
rmit bekannt zu machen , daß r Federvieh veckanft. vo d |
es fortgeseßt und mit Ende dieses Jahres der Zweite G
Théil in gleicher Stärke erscheinen wird (der Kirchhos), von Ruisdae
nen wird in derselben Gros und vroduréh es id e erworben lat, i ¿s ausserordenllich gro ehalten, weil viele u sich in ein
s begonnen ist, aller Kunstsreund gesetzt: namentlich wird Format auch fernerhin be «rade die vorzüglichsten ‘Gemälde leineren Formáte-därftüig und kleinlich ausnehnd enden Lielerungen der erd ‘s8ondern sie vielleicht s80gar Üb dafür bürgen die tüchti Jahre langes Studium in den Geist de werke der Dresdener Künstler, denen iu Di sind, 80 wie die anerk ler in Paris, welehe d Durch den Verein s möglich, ein Werk zu der Deatschland,- noch der Lithographie auszu« aulserocdentliche Wohlfeilheit des - Preis Lieferung zu 4 Blait vor der der Schrift 6 Thlr.) wied cs 4 Kunstfreunden möglich gemacht volle Sammlung anzuscl In allen gaten Buch- \ übrigens ausführlichere D wird fortwährend Subscri len Preise bis zum Ersch wo der erste Subscri men, 80 wie auch di ben zu beziehen ist; Leipzig, September 1835.
Bei Unter ächnetein ist erschienen und durch alle Bücbbanblungen, zu Berlin, Schloßplaß Nr. 2, in
5 Der Kampf zwischen ; Friedr. Korn-sche Buchbandlg. | Konservativen und Destruktiven
und das Europdische Ober - Studien - Direktorium. Auch ein Versuch , das politische Bdse unserer Zeit
Dass die tolg nicht nachstehen, trefsen werdcu,
Gallerie lief ciug esden die Copien anverlid anme Meislerschalt dér Künd ie Sleinzeichnungenu bevor o treMlicher Kräfte wind® liefern, wie- «s bis jetzt Fraukreich uud Engli veisen haben.
Ch. E Kollmann.
Fn Berlin bet Ludwig Ochmigke, Burgstraße Nr. 8, und in Neu-Ruppin is zu haben: Dr. Aug. Schulze's Anweisung
Enthaltend: zur Lacckirkunfst und zum ODelfarben - Ansirich. Oder gründliche und ausführliche Anwetsungen , alle Acten Oel-, Wein- Johann. ¿ g geist -, Lack'-, Copal -, Bernstein und andere Firnisse Die zweite Lieferung - Die Verlagshandlung Ee daß das auf das Beste, nach den vorzüglichsten, neuesten Re- ehen darf, diese, epten zu bereiten; solche auf die verschiedenen Ge- genstände, als Holz, Metalle, Leder, Horn, Papier, Pappe, Zeuge, Gemälde, Kupferstiche, Glas c ge: hdrig aufzutragen, zu tronen, zu schleifen, zu poli- ren und nei shônen Glanz zu verleihen ; mancher- Für Maler, Lacki- rer, Lederarbeiter , Fnstrumentenmacher , - Tischler, Drechsler, Horn- und Knochenarbeiter, Buchbinder,
Schrift 8 Thl! uch unbemittelld » sich diese well
und Kunsthandlungen d rosPpecle cinzusehen pliou zu obigem W einen ‘der 4ten Lielerd ptionspreis aufhört, anzei e-Iste Lieferung darch di q
Julius W under ]
i Leopold Voss in Leipuig G
«6» Handbuzh der metallurgisch-a0t iemie, Oder über die Eigenschd isanunensetzungen . und Probirmethoden W zen und Brennmaterni genen Erfahrungen und sälzen vermehrt von Carl Kersten. Er / Thei!, mit 5 Kupfertafeln. gr. 8/0. 3 Thle, 108 Der zweite und letzte Theil isl ¿enfalls lích vollendet und wird In Berlin bei zósiísche Stralse Na. 20h, Wilhelin Grüff.
lempner’, Maurer, Steinhauer, Sättler, Wagen-
macher u. a. Zweite Auflage 8vo. Preis 20 sgr. So cben ist be
Berthier, P tischen Cl
Sammlung von Lithographien
nach den vorzüglichsten Gemülden der Königlichen Gallerie zua Dresden,
metallischen ‘ Sabstan Ueberselzt mit ei
i ‘billi ist die Iste Lieterang bereits erschienen, und es ‘Folge werde ich den sehr billigen Sudbscciptionspreis r. 4to enthaltend à 21 sgr. Dieses {dne Werk ist|können nun sümmtliche Subscribenten ihre Exem- se lare durch die respectiven Kunst - und Buchhand.
lassen, mit Januar 1836 tritt dann der erhdhte La-| nit 20 i es complett, und kein anderes darf es wohl ungen beziehen lassen. — In Folge des günstigen l g |Resullates der Subscription wird diescs Werk rasch
baldigst erschuiuen, E, Duncker und WHumblo, F
in St. Petersb
D E A
S0 eben is bei EduacLd Bühler in M t allen Buchhandlungen z r Enslinschen (Ferd. Múll 23, und in St. Pétersburg 1?
1sten Lieferung, welche
1) [La Madonna di S. Sisto, nach z H Landschaft, A e ads E, hem,
: i »¿psuchung Josephs, nac ignani
jrer bbchsien Voll-, Jm Verlage von E. F. Heyer, Vater in Giesen 2) Pio Verauchuns Josephs, nack Cignani,
Rapha el, erschienen. und t
in Berlin in de Breitestraße Ne Höwert schen
ellrung,
Buchhandlung :
C. L. (Houpimañn), die Preuss. | wehr-Compagnie. Ein Taschenbuch sür E wehr-Offiziere, einjährige Freiwillige und Ÿ offiziere, im Felde ‘und bei Zusammenziehtt auf längere Zeit, nach den Graundsätzen, 3te, vielfach verm
2, 3.,, 4. Lieferung:
hrer an denselben :c. von! 3) Pie Schweinsjagd, von P. P. R i Compagdien. Mit dem Bild j ; „K0nigs, 12mo,. geb. .20 8gr. Geg
Allgemeine
Pr euß id e Sla ats: Z ' if 419.
__ Amtliche Nachrichten. _ Kronif des Tages.
"Se. Majestät der S haben dem Geheimen Ober: Re-
ungs: Rath und A Dr sidenten, Freiherrn von Kottwiß 1 Breslau, den Rothen Adler-Orden zweiter Klasse mit Eichen- lud; dem Kammerherrn und Erblandhofmeister, Grafen Leo- jold Schaff got sh zu Warmbrunn , den Rothen Adler-Orden ¡weiter Klasse; dem General- Administrator des Bisthums Bres- u, Grafen Leopold Sedlnizky, dem Geheimen Ober-
ierungs-Rath und Polizei-Präsidenten Heinke zu Breslau, Es Landrath Hirschberger Kreises, Hauptmann a. D. Matuschka, dem Landrath Liegniber Kreises von Berge und
, Grafen
„Mem Obèr-Bürgermeister Menzel in Breslau, die Schleife zum Rothen Adler-Orden dritter Klasse; dem Kammerherrn und Ge-
timen Justizrath, Grafen Hovecden {u Tauer, dén Rothen sdler:-Orden dritter Klásse mitder Schleife; dem Dom-Dechan-
i von Montmarin zu Breslau den Rothen Adler- Orden
er Klasse; dem Superintendenten Helfer zu Domanze, dem
_WMller-Prásidial-Rath, Regierungs-Rath Storch, und dem Ge- “Fhimen Regierungs- Rath von Woyr\ch zu Breslau, so wie FMhem Direktor der Jauerschen Fürstenthums- Landschaft , Major Freiherr von Zedliß, dem Landrath Namslauer Kreises von hlen, dem Ober- Regierungs-Rath Sohr, dem Konsistorial - ind Schulrath Menzel und dem Geheimen Kommerzien-Rath L) zu Breslau, so wie dem Bürgermeister Jochymann in Li
egniß, den Rothen Adler - Orden vierter Klasse; dem Saiten-
[Fabrikanten Wießner in Breslau, dem Scholzen Wittke zu Wischwib, dem Scholzen Merker zu Barkau und dem Scholzen
Melzer zu Güntersdorf, das Allgemeine Ehrenzeichen; dem
Kammerherrn" Freißercn Ludwig von Rothkirch-Trach zu Panthenau und dem Regierungs - und Landes - Oekonomie: Rath Brafen Pückler zu Breslau den Sct. Johanniter - Orden zu "Ferleihen geruht. ;
e. Majestät der König haben dem katholischen Pfarrer
WDeffte zu Dorsten, im Regierungs-Bezirk Münster, den Ro- Wihen Adler-Orden vierter Klasse zu verleihen geruht.
Se. Majestät der König haben dem Stadtgerichts - Diener Kauffmann zu Stettin das Allgemeine Ehrenzeichen zu ver: geruht. : e “A König haben. den- Kalkulatur- Vorsteher lei dên hiesigen Stadtgerichte, Rüppel, zum Rechnungs-Rath ernennen geruht.
{
“Zeitungs-Nachrichten. fh Ausland. Frankrei.
/ Paris, 20, Okt. Gestern Mittag hatte der neue Russische
Ytschafter die Chre, dem Könige in einer dffentlichen Audienz 4 Schreiben seines Souverains zu überreichen, das ihn in der 4dhten Eigenschaft bei Sr. Majestät dem Könige der Franzo- sn beglaubigt, Der Graf von Pohlen, von dem gesammten Gesandtschafts - Personale begleitet, wurde zu dieser Audienz mit im üblichen Ceremoniel in Königlichen Equipagen abgeholt, und lihte demnächst der Königin, und den Prinzen. und Prinzessinnen she Aufwartung. :
Der Doktor Barras, einer der Aerzte, die den Morey, muth- Wjlichen Mitschuldigen Fieschi's, im Gefängnisse behandeln, er:
t-heute in den hiesigen Blättern, daß, wenn sein Patient keine MMhrung zu sich nehme, solches bloß aus dem Grunde geschehe, wil sein Magen in Folge einer vor 15 Jahren durch ein in ei-
lin kupfernen Geschirr bereitetes Gericht erlittenen Vergiftung
l hohem Grade angegriffen sey, und nur die leichtesten Spei-
i vertrage ; keinesweges aber, weil er entschlossen sey, Hungers !
i sterben.
Das Journal des Débats stellt úber den gegenwärtigen ;
and Englands nachfolgende Betrachtungen an: „Jedermann tlumt ein, daß England sich in diesem Augenblicke in einer Art \in Krise befindet. Aber. die Einen behaupten, daß es eine je- it vorübergehenden Krisen sey, die von Zeit zu Zeit die Staa- ky aufregen, ohne sie u zerstören. Die Englische Versassung, 0 sagt man, hat das Verdienstliche, daß die Aufregungen , die
indere Nationen ins Verderben stürzen, für sie ohne Gefahr | sud, ‘Dem äußern Anschein nah, ist Alles Unruhe, und doch
je diese Unruhe vorüber, und vershwindet bald ganz wie- l Jn welchem andern Lande hat man eine ähnliche Zügello- eit in Worten, Schriften und Karrikaturen wahrgenommen ? V welchem andern Lande hat man ungeheure Versammlungen Ten, die berathschlagende und drohende Beschlüsse fassen, ohne daraus au nur eine Emeute hervorgeht? England fürchtet
M e demokratischen Sitten. und Gewohnheiten nicht; es erträgt | een leicht; und das is sein Ruhm. Man lasse daßer die genden Anreden O'’Connells vorübergehen; sie werden so !
iz bewirken, wie so viele andere Aufregungen, die, den Publi: Men des Kontinents zufolge, England hätten ins Verderben oen müssen, und die es ruhmvoil und mächtig überstanden (e Ja, wir sagen es mit Vergnügen, die Englische. Verfassung M bisher mehr Aufregungen und Volks - Béêwegungen bestan-
/ als irgend eine andere neuere Verfassung; England “M mehr Krisen erfahren , als irgend ein anderer Staat, Les hat jenen Krisen widerstanden. Is aber die gegen-
e F Krise crnsthafter und shwteriger , als alle fcúheten ? fle mehr Bedeutung? . Wird sie wie die anderen voräber- ap Ohne eine Wirkung hervorzubringen ,. und ohne Spuren Mee oulassen? Das sind die Fragen, die man sich stellen muß.
L ‘lag die Stärke der Englischen Verfassung ? Was machte
chütterlih ? Es war ihr Gleichgewicht. Sie ließ viele
“ Pteißeiten y y J r daneben, ae demokratische Sitten und Gewohnheiten zu;
und gleichsam als Entschädigung, war das Grund;
Berlin, Dienstag'|
rfassung die Aristokratie. Von den bten und- eifrigsten Ver- ist dem- Englischen Rei- he Stempel ihres Gei- stokratischer Staat, wo atie die Gewalt in die großes Talent oder ei- her oder später in. enug war, sich beständig durch und nie. dulden oder irgend ein sogleich in ihrem Schoße Aristokratie war ein un- tit jolchem Ballast hatte das Schiff chts zu fürchten. Die Presse ris; was lag daran? t gelingèn, eine Gesell- 1 gêschlagen hatte. Es war auch den Grund des Die Presse und die Volbs - Versamm- en einé Sesellschafc, wo Alles noch neu and reich oder angesehen genug neu, wo es feine im Stáate gestalten. kt und hin und her treibt, mrnlungen mächtig, dort köôn- eil sie nirgends t einer Aristokratie, die Macht, und durch das he Gewalt inne hatte, Volks - Versammlungen ? bewegen, während der Grund Aristokratie nicht in den Streic „ die England beunruhigt el seyn. Js dies aber gegenwärtig es sich bei der jeßigen Krise? he Macht, d. h. Was die Kraft was sie in so bewun- das will man zer- daß alle ihre erniôöchten, so
rinzip der Englischen Ve ormannen gegründet, d, breitern der feudalistishen Jn che von seinen Gründe s aufgedrückt worden. lles darauf berechnet war, Hände zu geben.
h. von den (e stitutionen rn der’ unaus[ösch[i
der Aristokr | Hatte ein Piebejer ein gezeichneten Charakter, Englischen Arist - um mächtig ng plebejischer daß in der Gesellschaft i ß vorhanden wäre, aufnehmen könne.
geheures Gegengewi von den heftigsten Schwank leidenschaftlih, aufrühre Anstrengungen k
#9 trat er fr okratie ein ,
bleiben, sie alente verjüngen, rgend eine Kraft,
einzusehen, daß die Einverleibu
die sie nicht Eine so organisirte
war heftig, len ihren schaft aufzuregen, b Klubs und Volls - daran gelegen? Das Gebäudes erschüttern. lungen haben Kraft geg und leicht erbaut ist, w ist, um als Mittel die sich zu einem b
onnte es nich die jo tiefe Versamnmilu Allés konnte
punkt zu díe esonderen Körper sellschaften, wo Alles schwan Presse und die Volks: nen sie Stürme erheben, Widerstand finden. Aber durch den Nei Oberhaus und was vermochten da die Höchstens konnten sie die Unbewegt blieb.
verflohten wurde, vorübergehend und eit Fall? Um was ha Aristokratie selbst und u Grundsa6 der E Und die Dauer der Gesell „dernswürdigem Gleichgew Die Radikalen Stärme und Ungewitter e es den Ballast füh en Ballast will man über blicke an verändert sich au, land, und man
Klassen giebt,
die Alles umsturzen, w in England, mi chthum die gesellschaft!iche die Burgflecken die Presse und die Oberfläche So .lange die
mußten dié Krisen
iti ihre politi nglischen Constitution schaft ausmachte, iht-Zehelt, gerade haben endlich eingese nichts gegen das Schiff v der es ‘im Gleichgewichte erhielt ; Bord: werfen. Von diesem Augen- rahtens, Alles in Eng- hrung der Vergangenheit U beruhigen; denn eben r Vergangenheit ausmachte, greift man Es war mit der alten Englischen mit jenen Helden des Alterthums, der sie unverwundbar machte. So- , war ihre unbesiegbarc Kraft | schwache Menschen, die. all' | früher lachten. ar die Aristokratie, wenn ! die Gefahren, welche sie gleich- unelt hatte, auf sie zurückfallen d um so gefährlicher, als kein Die Frage, welche O’Connell cht hat, ist die Reform g der Englischen Verfas: die jeßige Krise mit keiner Wir glauben allerdings nicht, daß die sobald stattfinden werde, wie Nein: Der Ausgang der Ktise mag aber die Reform der Englischen Pai und wenn sie auch noch einige , _so wird die Gefahr deshalb nicht aß es sch nur noch darum handest,
unseres E kann nicht mehr die Erfa über die Gegenwart z das, was die Sich an und: will man u Verfassung derselbe Fall, wie die einen Taliëmann trugen, bald sie ihren Talisman verl verschwunden; sie wurden wieder fahren ausgeseßt waren, über glischen Verfassung w verliert, so werden alle sam herausfordernd um sich gesan und zwar um so drückender un Gegengewicht me in England an d des Oberhauses,
alisóman der En sle dieselbe
hr vorhanden ist ie Tagesordnung g ses, d. h. die Veränderun . Deshalb ist, unsers Erachtens, eren zu vergleichen. Reform des Oberhauses O’Tonnell es wünscht, noch in weitem Felde sey! rie is fortan in Frage gestel Zeit lang aufgeschoben bleibt Wir fürchten, d sie in die Länge zu ziehen,“ Die Nouvelle Minerv auf den bekanuten (in der Nr. 2 Artikel des „Jourual des Débats‘! im nördlichen Spani jenes Blatt behauptet Latapie im Einverständnis faßt und dem „Journal worden sey. nal des Débats‘’ selbi Erfindung erklärt. Nich
eine Denkschrift úb des „Journal des D Denkschrift hat der Verfasser au entworfen und sie ihm dem Erscheinen des Ar Wir zweifeln, daß das Min Thatsache zu bestreiten.‘ — Paris: „„Die „„Nouvelle stemal unterrichtet ; und wir sind ermäch Der Herr Mini erwähnten Offi m niemals eine Weder der der Vorlesung Der Artikel des „Jour
aufhdren.
e findet sich veranlaßt, noch einmal St. Ztg. mitgetheilten ) über die Lage der Dinge Schon einmal hatte ß der erwähnte Artikel von dcm Obersten zoge von Broglie abge- zur Aufnahme „Journal de Paris“ hatten diese Behauptung ger sagte gestern die Nou- daß der erwähnte Offizier hat, wovon der Artikel ein wörtlicher Auszug ist. Diese f den Wunsch des Hetzogs v. Broglie Guizot 10 Tage vor „Journal des Débats‘ vorgelesen. isterium es wagen werde, diese f erwiedert heute das Jour- Minerve ‘‘ ist diesmal nicht Behauptungen sind tigt, sie auf das be: ster der auswärtigen An- ler niemafs gesehen, ihn enkschrift abgéfordext oder ie. noch Herr enkschrift bei- nal des Débats ‘/ und die geshdöpft worden, sind den beiden Mini-
en zurückzukommen.
se mit dem Her des Débats‘
zugefertigt Sowohl das
als das „Jour-
fúr- eine reine tsdestoweni ¡Die Wahrheit er Spanien abgefaßt
nivart des Herrn
besser als das er durchaus ungegrü stimmteste zu leugnen. gelégenheiten hat den niemals gesprochen, ih abfordern lassen.
Herzog von Brogl Guizot haben jemals
einer solchen
‘aus deneù er stern völlig fremd.“ Man schreibt
Nachri deste nteresse dat
aus Bayonne unterm 15ten d, M.: vom Kriegs-Schaupla dar; beide friegführende
e bieten nicht das min- heile stehen in der Um-
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a dar ver k a ARE N E A U Ü E T
en 27a HDftober : s 1835.
E P E E R —
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gegend von Estella einander gegenüber, Auch an den Ufern der Bidassoa herrscht seit zwei Tagen die größte Ruhe, und es scheint niht, daß dieselbe von neuem werde gestört werden, da
die Karlisten nah den ihnen von unserer Regierung gemachten
Vorstellungen auf alle ferneren Angriffe, wodur unser Gebiet hätte verleßt werden können, verzichtet haben. . Die beiden Ka- nonen, die sie hart an der Gränze aufgepflanzt hatten, sind na Jrun gebracht worden , und der Französische Ober - Befehlshaber hat das seinerseits aufgestellte Geschüß ebenfalls wieder fortschaf- fen lassen. Einhundertundfunfzig Stücke Tuch, bestimmt für die Karlisten, sind in diesen Tagen hier durchgekommen, auch eine Anzahl Pferde und mehrere Ballen mit Salperer haben über Oleron den Weg nach der Gränze genommen. Man versichert, Don Carlos habe ein Dekret erlassen, wodur er alle ausge- wanderte Familien, gleichviel ob sie den Karlisten oder den Chri- stinos angehören, auffordert, bei Strafe der Confiscation ihrer Güter, euge nach Spanien zurückzukehren. Der Franzö si- sche Kavallerie-Öberst Lespinasse, der 4 Monate in Frankreich zu- gebracht hatte, um \sich von seinen Wunden heilen zu lassen , ist kürzlich nah Spanien zurückgekehrt, wo er sein früheres Kom- mando in den Reihen der Karlisten wieder überuchmen will.“ Im Phare von Bayonne vom 17. Oft. liest man: „Aus Aragonien wird geschrieben, daß die Truppen unter de Las Na- vas eine bedeutende Niederlage erlitten hätten. Die Trüppen der Königin sollen sie angegriffen und nach einem kurzen Ge- fechte vollständig in die Flucht geschlagen haben. Der Géneral Ramorino is in Folge telegraphischer Befehlè in Jaca verhaftet worden. Er hat verlangt, daselbst die Antwort der Behörden von Saragossa auf Depeschen, die er an sie abgesandt, erwarten zu dürfen. — Aus Burguette schreibt man vom l2ten d., daß die Wittwe des Generals Eraso sich durch einen Dolchstoß ums Leben gebracht, und daß man sie am Mor en, mit dem Dolche in der Hand, todt im Bette gefunden habe. — Die ‘Karlisti- hen Truppen, die nah einem schnellen und schwierigen Mar- sche von mehr als zwanzig Stunden Uunvermuthet an der äußer- sten Gränze von Catalonien erschienen waren, haben jet eine Bewegung gemacht, um sih mehr zu konzentriren. Die Ein- wohner, die sich in Massen auf den Französischen Boden ges flúchtet hatten, sind darauf in ihre Heimath zurückgekehrt.“ Ueber die neuesten Ereignisse in Catalonien enthalten einige Oppositions-Bläâtter folgenden Bericht, der einem Schrei-
—hen--aus. Cevet voni 13. Oîtober entuommeu ist: „Seit: denz
unter dem Fort Bellegarde gelieferten Treffen waren die Karlisten im Besiß verschiedener kleiner Dörfer. an der Spanischen Gränze geblieben. Die Urbanos, theils schlecht, theils gax nicht geleitet, waren nicht im Stande, die Offensive gegen Truppen zu ergrei- fen, die an Strapagen und Schlachten gewöhnt sind, und denen die Noth eine gewisse Energie giebt. Die Urbanos warteten daher auf ihre Befreier , oder doch wenigstens auf Hülfstruppen, mit denen sie gemeinschaftlich handeln könnten. Ihre Hoffnungen sind in Erfüllung gegangen. Der Kommandant von Vich bat, an der Spibe einer starken Kolonne, nach und nach Besalu und Olot deblofirt, die von den Karlisten unter den Befehlen Guergué's eingeschlossen waren. Dieser wollte seine Kräfte versuchen wand 30g alle einzelne Haufen an sich, die in den von den Einwohnern ver(assenen Dörfern kantonirten. Am 10. Oktober wurde Guergué, an der Spiße von 40009 Karlisten, durch den Kommandanten von Vich
¡ ta der Ebene von Embas angegrissen. Das Gefecht war hißbig | und fiel zum Nachtheil der Karlisten gus, deren Verlust man
auf 450 Todte schäßt, da die Christinos keinen Pardon gaben. In der Hike des Gefechts is der Oberst O Donnell, Sohn oder Bruder des Generals dieses Namens, zum Gefangenen gemacht, und in die Citadelle von Figueras eingesperrt worden, (Die heutige Gazette bezeichnet diese Nachricht als ein leeres Ge- rücht.) Die Karlisten haben si in Unordnung nach der äußer- sten Gränze zurückgezogen. Untec-Catalonien ist jeßt vollständig von den Karlisten befreit, und man kann sagen, daß, náh dem’ Treffen vom 10. Oktober, die Navarresische Kolonne so’ gut wie gar nicht mehr existirt. Die Ausgewanderten fehren zurück, und die Ankunft Mina's, den man morgen in Perthus erwartet, wird ohne Zweifel das Vertrauen der Catalonier ganz wieder- herstellen.“
Der General Pastors soll den Ober-Befehl über die Chri- stinos in Catalonien an den Kommandanten von Vich abgetreten und sich zur Wiederherstellung seiner geschwächten Gesundheit nach Tortella begeben haben. i E
Der Messager enthält Folgendes: „Wir haden durch außerordentliche Gelegenheit Nachrichten aus Madrid vom 12ten d. erhalten. Alle Städte, die si gegen das Ministerium To- reno erklärt hatten, treten nach und nach dem Programm des Herrn Mendizabal bei, und bieten der Regierung ihren Beistand an. Diese Vereinigung und Versdhnung war der erste Zweck des Herrn Mendizabal, und is auch sein shönster Triumph. Jet wird er sich ausschließlich mit der Bekämpfung der Karli- sten beschäftigen, und man hofft viel von seiner Energie und sei- ner bewundernswürdigen Thätigkeit. — Ein Schreiben aus Madrid ebenfalls vom l2ten d. im Mémoréal Bordelais lautet etwas anders. Es heißt darin: „Der anarchische Zustand verlängert sich, ohne daß sih das Ende desselben absehen läßt ; denn wir besißen verschiedene Regierungen, neben der Königlichen Gewalt, welche lektere fast nur noch in Madrid Gehorsam fin- det. Das Ministerium Mendizabal mag sich noch so sehr mit Hoffnungen schmeicheln; es mag noch so viel versprechen und der exaltirten Partei noh so große Zugeständnisse machen, -diese scheint immer noch einen heimlihen Plan zu haben; nämlich die “Absez- gung der Königin Christine, die Aufldsung des von Ferdinand ‘I. ernannten Regentschafts-Rathes , und die unverzügliche Abs- schaffung der Proceres-Kammer. Sd lange diese Wünsche nicht erfüllt werden, ist an’ eine Unterwerfung nicht zu denken.“
Großbritanien und Jrlan d.
London, 20, Oktober. Dev König begab sich gestern von Windsor nach Kew, speiste- dort bei dem Grafen da Erol und kehrte Abends wieder nah dem Schloß zurü,
M E E O C D I bf tis