1905 / 40 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 15 Feb 1905 18:00:01 GMT) scan diff

A

der Bahnordnung für die Nebeneisenbahnen Deutschlands für statthaft erklärt ist (vergl. Artikel X11 am Schlusse), so ist der Unter- nehmer verpflihtet, auf Erfordern des bezeichneten Ministers die bau- lichen Einrichtungen und den Betrieb der Bahn nach Maßgabe der 5 Haupteisenbahnen bestehenden Bestimmungen den Anordnungen des

tinisters entsprechend umzuändern. Kommt der Unternehmer dieser Verpflichtung innerhalb der ihm hierfür geseßten Frist niht na, fo hat er auf Verlangen der Staatsregierung das Eigentum der Bahn nebst allem Zubehör gegen Gewährung der in Nr. 4 unter a, b und c des § 42 des Eisenbahngeseßzes vom 3. November 1838 bezeihneten Entschädigung, mindestens aber gegen Zahlung des auf den Bau der Bahn verwendeten Anlagekapitals, an den Staat oder einen von der Staatsregierung zu bezeichnenden Dritten abzutreten.

XIX.

Die Aushändigung einer Ausfertigung dieser Konzessionsurkunde fowie ihre Veröffentlihung in Gemäßheit des Gesetzes vom 10. April 1872 (Geseßsamml. S. 357) erfolgt erst, nachdem die Zeichnung der Aktien im Betrage von 1400 000 (Artikel 11) durch Vorlegung beglaubigter Zeichnungssheine dem Minister der öoffentlihen Arbeiten nawgewiesen und zugleich die Kreditfähigkeit der Zeichner von ihm als genügend bescheinigt befunden ist, nahdem der Staatsregierung der mit den Konzessions- bedingungen in volle Uebereinstimmung zu lende Gesellschaftsvertrag vorgelegt und diese Uebereinstimmung nahgewiesen ist, nachdem ferner die unter Artikel VIIL 5 geforderte Sicherheit geleistet und nachdem endli die Gesellschaft rechtzeitig und rechtsgültig errichtet ist.

In leßterer Beziehung wird bestimmt, daß binnen einer von heute ab zu berechnenden fechéêmonatigen Aus\chlußfrist die Eintragung der Gesellshaft auf Grund des von der Staatsregierung als mit der Konzession übereinstimmend befundenen Gesellschaftsvertrags in das Pandeldcegister bewirkt werden muß, zu welhem Zwecke dem Gericht

ei der Anmeldung zur Eintragung eine beglaubigte Abschrift der Konzessionsurkunde und die Erklärung der Staatsregierung betreffs jener Uebereinstimmung vorzulegen sind.

Wird diese Eintragung binnen der vorbezeichneten Frist nicht herbeigeführt, so ist die gegenwärtig erteilte Konzession ohne weiteres erloschen, in welhem Falle jedo die hinterlegten Barbeträge oder Wertpapiere zurückgegeben werden sollen.

Urkundlich unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift und beigedrucktem Königlichen Insiegel. Gegeben Jagdhaus Rominten, den 1. Oktober 1904.

(L. S.) Wilhelm R. Schönstedt. von Tirpiß. Studt. Freiherr von Rheinbaben. von Podbielski. Freiherr Ls Hammerstein. von Budde.

von Einem.

Königliche e Akademie Bonn- Poppelsdorf in Verbindung mit der Rheinischen Friedrich Wilhelms-Universität Bonn.

An der Landwirtschaftlichßen Akademie zu Bonn-Poppelsdorf werden im Sommerhalbjahr 1905 folgende Vorträge und Uebungen gehalten :

Geheimer Regierungsrat, Direktor, Professor Dr. Freiherr von der Golßt: e liche Betriebslehre, 2stündig. All- emeine Kulturtehnik (1. Teil 2stündig. Landwirtschaftliches [Etigrar, „1stündig.

Geheimer R ah pee Dr. Wohltmann: Taxa- tonslehre, 2stündig. [gemeiner Pflanzenbau (11. Teil: Dünger-

Professor Dr. Hansen: Futter- und Gräserbau, E All- gemeine Tierzuht (1. Teil: Züchtungslehre), 2 stündig. olkerei- wesen, 2stündig. Shweinezucht, 1stündig. Landwirshailiche Demon- \trationen in der akademischen Gutswirtshaft Dikopshof.

Geheimer Regierungsrat, Professor Dr. Gieseler: mentalphysik ([. Teil: Licht- und Wärmelehre), 2 stündig. falishes und maschinelles Praktikum, 4 stündig.

Maschinenkunde (1. Teil), 1 stündig. Erdbau und Wasserführungen, für I. Jahrgang, 2 stündig.

Geheimer tegierungsrat, Professor Dr. Kreusler: Organische Erperimentalchemie in Beziehung auf die Landwirtschaft, 4 stündig.

S yIT- Landwirtschaftliche

2 stündig.

Professor Dr. Noll: Landwirtschaftliche Botanik, 2stündig. flanzenkrankheiten, 2 stündig. Pflanzenphysiologishe und mikro- kopische Uebungen (gemeinsam mit Privatdozent Dr. Körnide), 4stündig. Botanische Exkursionen und Uebungen im Bestimmen von Pflanzen (gemeinsam mit Privatdozent Dr. Körnicke). Professor Dr. Hagemann: Physiologie der Haustiere, 4stündig. Tierphysiologisches Praktikum, 2stündig. : Professor Hupperß: Baumaterialienkunde, Baukonstruktions- lehre und Grundbau, für 1. Jahrgang, 2 stündig. S für 11. Jahrgang, 2 stündig. Darstellende Geometrie und Baukonstruk- tionen, für 1. Jahrgang, 1 stündig. Darstellende Geometrie und Bau- konstruktionen (Uebungen), für I. Jahrgang, 4 stündig. 1E rofessor Müller: Tracieren, für 11. Jahrgang, 2 stündig. Nivellieren, für 1. Jahrgang, 1 stündig. Ausgleihungsrehnung, für I]. Jahrgang, 2 stündig. Geodätishes Seminar, für IT. Jahrgang, 2 stündig. Geodätishes Rechnen, für 1. Jahrgang, 2 stündig. Geo- dâtishe Uebungen (2 Tage). Professor Hillmer: Landmeß- und Instrumentenlehre (I. Jahr- ang) P aIROR Geodätishes Seminar, für 11. Jahrgang, 2 stündig. Geobätische Vebungen (2 Tage). Praktische Geometrie und Uebungen im Feldmessen und Nivellieren (für Landwirte), 1 stündig. Professor Dr. Furtwängler: Algebra, für 1. Jahrgang, 2 stündig. Darstellende Geometrie und Stereometrie, für T. Jahrgang, 3\tündig. Analytishe Geometrie, für T. Jahrgang, 2stündig. Mathe- matische Uebungen, für T. und II. Fa rgang, 4stündig. Garteninspektor Beißner: Gemüsebau, 2stündig. Weinbau, 1stündig. Demonstrationen im botanisch Kreistierarzt Bongarß : 2 stündig.

Obst- und en Garten. d Beer S der Haustiere, esundheitspflege und Hufbeschlag, 1 stündig. PiSressor se á y ender: Geschichte, Theorie und Anwendungs- formen des Genossenschaftswesens in der Landwirtschaft, 2 stündig. Forstmeister Hoffmann: Waldbau, 2 stündig. Forstshuß- und Polizeilehre, 1 stündig. Forstwissensthaftliche Exkursionen. Geheimer Negierungsrat, Profcjor Dr. Körnicke: schen Garten.

Demon- \trationen im öfonomisch-botani

Regierungs- und Baurat Künzel: Spezielle Kulturtechnik, für I. Bahrgang, 1 stündig. Kulturtehnishe Uebungen, für 11. Jahr-

gang, 4 stündig.

Geheimer Bergrat, Professor Dr. Laspeyres: Geognosie, o ftir Mineralogische Üebungen (oder aeognostische Exkursionen), 1 stündig.

Geheimer Regierungsrat , Professor Dr. Ludwig: Landwirt- shaftlithe Po ie (11. Theil), 3 stündig.

rofessor Dr. Petersen: Erste Hilfeleistung bei plößlichen Unglücksfällen, 1 stündig.

Amtsgerichtsrat, Professor Dr. Shumacher: Verwaltungsrecht, 2stündig. Landeskulturge\seßgebung, 1 stündig.

Geheimer Medizinalrat, Professor Dr. Freiherr von la Va- [ette St. George: Fischzucht, ric, 7

Chemisches Praktikum für Anfänger, 4stündig. Grundzüge der Chemie, -

Privatvorlesungen: i D î rivatdozent Dr. Fischer: Landwirtschaftlihe Bakterienkunde- 2 stündig. 5

Privatdozent Dr. Quante: Bodenphysik und Bodenbearbeitung- 2\tündig. Uebungen in landwirtschaftlißen Berehnungen, 1stündig.

Die Aufnahmen neu eintretender Studierender is ginnen am Montag, den 17. April, und finden bis einschließ he Montag, den 8. Mai 1905, statt. Später eintreffende Ss haben die Genehmigung zur nachträglichen Immatrikulation bei der Universität, unter Angabe der Gründe ihrer verspäteten Meldung, riftli bei dem Kurator der Universität nachzusuchen. 0

Die Vorlesungen für Landwirte und Kulturtechnike beginnen am Montag, den 1. Mai, für Geodäten am Donnerstaß- den 27. April 1905. ; /

An der Akademie werden sowohl Landwirte wie Kus techniker und Geodäten (Landmesser) ausgebildet. Die Land- wirte können nah zweijährigem Studium eine Abgangsprüfung ablegen, welche sie zu Lehrer- bezw. Direktorstellen an landwirtsc aft- lien Winterschulen und Ackerbauschulen befähigt; die mit Maturi äts» zeugnis versehenen Landwirte werden nach dreijährigem Studium zur Staatsprüfung für Lehrer der Landwirtschaft an N R U es Außerdem kann die „wissen- schaftliche Prüfung für Tierzuchtinspektoren" abgelegt werden. s Für Landmesser besteht an der Akademie eine E, Land- messeryrüfungskommission. Die Prüfung für Landme]]er ie für alle, die si diesem Berufe widmen wollen, obligatori\ch un kann nach zweijährigem Studium abgelegt werden. Mit der Prüfung für Landmesser ist diejenige für Kulturtech niker verbunden; leßtere kann aber auch getrennt von der ersteren stattfinden. ;

Die an der Akademie aufgenommenen Studierenden werden bet der Universität Bonn immatrikuliert und genießen alle Rechte vol Universitäts\tudenten.

Neu eintretende Studierende haben bei der Meldung zur Auf- nahme außer den Nachweisen über Schul- und Berufsvorbildnd ein Sittenzeugnis von der Polizeibehörde ihres leßten Aufenthall® ortes - beizubringen, Minderjährige außerdem eine Einwilligung

erklärung des Vaters oder des Vormundes. Kommen die b dierenden unmittelbar von einer anderen Hochschule, so ist das M R g dieser vorzulegen und ein e Sittenzeug"!

nicht erforderlich.

Ein Internat ist mit der Akademie niht verbunden. Die e demiker wohnen in f Gn ern in Bonn oder PoppeldW Wohnungen mit und ohne Beks tigung, den verschiedensten ünsh@ und Anforderungen entsprechend, sind in ausreichender Zahl vorhand/

Die Miete für ein Zimmer beträgt monatli etwa 20 fet Beköstigung 60 H und darüber. Mittagstisch im Restaurant k? 5 60 «A und mehr. Die Kosten für den gesamten Unterhalt is Studierenden stellen sih bei mittleren Ansprüchen etwa auf 100 nd 120 e monatli, also im Jahr (für 8 Studienmonate) auf 1! 800 bis 1000 M. (ohne Studienhonorar). nd

Das Studienhonorar beträgt 120 4 für jedes Halbjahr u muß im Anfange des Semesters entrichtet werden, Bei nagewiee, Bedürftigkeit und Würdigkeit kann das dr ‘innerha iattet

dUI D Honor

zulässigen hl von Freistellen ganz oder teilweise zurücke [ten

werden. Au werden an einzelne, dur Fleiß und Wohlyerha (in

sich auszeichnende bedürftige Studierende seitens des Ministeriums

der Regel init Honorarfreiheit verbundene) Stipendien gewährt. Auf. Anfragen wegen Eintritts in die Akademie ist der

zeichnete gern bereit, jedwede gewünschte nähere Auskunft zu e S und Stunden läne versendet das Sekretaria kademie auf Ansuchen kostenfrei.

Unter- rteilen- t der

Bonn-Poppelsdorf, im Januar 1905. rivatdozent Dr. Weber: Volkswirtschaftslehre, 3 stündig. f Der Direktor der Königlichen Landwirtschaftlihen Akademic- lehre), 2stündig. Spezieller Pflanzenbau (1. Teil: Getreidebau), chrer Weißweiler: Theoretish-praktischer Kursus für Bienen Dr. Freiherr von der Golß, 2stündig. Uebungen und Demonstrationen im Felde, 1stündig. zucht, 2s\tündig. Geheimer Regierungsrat und o. s. Professor an ber Universität Bonl- Verichte von deutschen Fruchtmärkten. Qualität Außerdem wurden Am vorigen ußerdem ts- age 1905 gering mittel | gut Verkaufte Verkaufs- A Markttage “Spalte Februar Marktort Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner Feenige vert 1 Dar vel bus, Shähung verkauft i t ags niedrigster | höchster | niedrigster | höchster | niedrigster | höchster |Doppelzentner jenfner _| Preis N N M. Mk. M. M. M. M. d. M L E { Weizen. I lee 1800 15,00 15,75 15,75 16,50 16,50 ; i: : Ed 1069! L Boe A 15,80 15,90 16,00 16,20 27 431 15,97 16:84 | 10.2. E 16,70 16 70 16,90 16,90 17,00 17,00 100 1687 16,87 / : e 4 Dsitowo t P 16,40 16,50 16,60 16,70 16,80 16,90 Ï : ; 16,50 | 10.2. s Sÿneidemühl . E 4 16,30 16,30 | 16,50 16,50 16,80 16,80 40 660 16,50 / ; ù D 17,20 17,40 17,40 17,60 17,60 17,80 j h . j « Trebniß i. Sl. 15,20 15,40 15.40 16,60 16,60 17,20 s v N Ble 15,30 16,20 16,30 16,70 16,80 17,30 : ; - E R e R « E j | / / 17, j i : : 17,40 | 10.2. D 17,20 | 1720 17,30 17,30 17;40 17,40 10 173 17,30 S 1630 | 1640 | 1660 | 1670 | 1690 | 1700 30 501 O} 2070 } 72, L EEA S | ee | ua R R Bl P P 7 S : i : 417 / : i 17,75 17,76 7.2. : ea s « | Söwabmänten . . 7 ; 1960 | 19,60 | 1970 | 1970 | 1980 | 1980 90 394 1878 | 1880 | 22. : ; Gw M E E S S 39 r / : s : « | Mülhausen i. E... 18,00 | 18,00 he 19.00 E S i 111 18,50 1860| 8.2. i e. loten is E 19,00 | 19,00 | 1930 | 1940 1900 36 630 E A G enthülster Spelz, Diuakïel, Fesen). : 14. | Günzburg s 18,60 18.60 ns : A 1000 d / 37 691 18 76 18,78 7.2. 5 Memmingen «i 19/00 19,00 19.20 19,20 19.40 19,40 299 5731 19,20 19,00 T2 “A e R 1870 | 1870 | 1880 | 1880 18,90 18,90 22 414 R O2, S 1 R E Ara ; 0 E IENS 8, , t ' «d 7 l Ptullendorf o N A | 19,09 v 2 2 9 54 B A Aasvs S2 i - Roggen. 14. Allenstein. S 11,60 9.50 5 p ; ¿ [Thorn - -, E L a8 59 778 1319 | 1329 | 10.9. ; E E R R R s S i‘ 2,90 12 60 12,70 j ; L i: 4 s S Es E O0 l 1390|: 1520-11540 | 1840 80 1056 1320 | 13,20 | 10.2. ; Í rebnig i. S@. ; I 13,20 13.20 13,40 13.40 13,60 / : : / : ; Bresl, S 2,20 12,60 12,90 13,00 13,09 13,30 7 j f R Le 1230 | 1280 | 1295 13,30 13,40 13/60 ; : R S E 2 1990 | 1310 | 1320 | 13,60 : i : z Gla S 1390 13,30 13,30 13 80 13,80 14,20 E i : ; E 1330| 13,30 13,40 13,40 9 1264 13,31 1340 | 10.2. : Hannober E E 13,20 13,30 | 13,40 13 59 13,60 30 402 13.40 1898 115 ; L Enden E fi 14,20 14,30 14 40 14 50 14,60 90 999 ; 4 : ¿ Hagen i. W. 14,50 15.09 E e 14,95 14,99 S 14,95 15,20 | 10.2, - O : : 1452 | Juoo | 1500 | 15,50 15 50 16.00 / : / i 2 Neuß. : E 14,68 1468 | . 1484 14,84 400 2 930 14,65 14 65 7.2, 4 Schwabmünhn E E 8 1440 14,60 1460 | n N 1411 1419| 18/2 9 5 ge n A E 1420 1440 T 11 157 Ae 1000 E : s werin L Ml M A 0 E 13/70 13 80 14,00 x : : 4 E Ï ° Saargemünd E 14,20 14,20 14,50 14,50 1000 14440 14,44 1436 7.9. .