1839 / 250 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Die Morning Post sagt: „Drei Rekruten, Herr Baring,

Herr Labouchère und Sir G. Grey, sollen die dur den Aae . der Herrea Spring Rice und P. Thompson entstandenen rf cal. fen ausfüllen.Das istein gar sehr gescheidter utid komforta S Fa: Die drei Herren werden im Kabinet einen häbschen E áu milienzirfel bilden, und können, wenn sie es ges! hre Ee ein gutes Theil von der Verwaltung des ang Ag Swléer bekommen. Herr Baring und Sir G. Grey hre politi: Herr Baring und Herr Labouchère sind Vektern. eh ins Ka- ichen Grüridsäße snd vollkoitittfen identisch; sie gelang N binet durch den Einfluß Lord Melbourne's, mit En Z a ten sie auf das einhelligste übereinstimmen- Da risch “Pp É mier-Ministers den Múühseligkeiten der staatsmännijhen Praxi

so láßt fich vernünftigerweise er-

2 2 : 5 L nieht sonderlich zug hen Verwandten in allen praktischen ,

= rschen werden.“/ Die Morning Chro- Dingen unumschr E rédg Glossen des „Standard// über die

auf obi nécle entgegnet P. Thomson zum General: Gouverneur

s Herrn P- ' l E Le ere Antwort kann sich auf wenige Worte

6 ¿ ir John Colborne ist nicht abgese§t worden. egr ret derselbe aufs ernstlichste darum ersuchte, daß man ihn von seinem Gouverneur - Posten entbinden wöchte, wurde daran gedacht, einen Nachfolger für ihn zu finden. Dem Ver- | uehmen nach, is Sir John, nachdem er die Insurrection un- | terdrückt, sehr abgeneigt, sih einer neuen Aufgabe zu unterzie- | hen, die ihm mit dea Gewohnheiten seines Berufs in keiner Beziehung zu stehen scheint. Doch wie dem auch seyn möge, so viel ist gewiß, daß man den tapferen General nur auf sein eigenes dringendes Ansuchen von dem Gouverneur: Posten ent- bunden hat.‘ is

Lord Brougham stellte in der Rede, welche er am Freitag bei dem Diner hielt, welches dem Herzoge von Wellington zu Dover gegeben wurde, diesen Feldherrn noch über Julius Câ- sar, „höchstens etwa“‘/, wie er hinzufügte, „mit Ausnahme des úübrigers. wenig werthen Vorzuges gewandter Beredtsamkeit.““ Dies hätten. die ministeriellen Blätter dem Ex-Kanzler noch hin- gehen lassen, aber daß er auch die Königin glücklich pries, weil sie einen solchen Staatsmann immer zur Hand habe, um ihn zu Rathe zu ziehen, darüber machen sie sih sedr lustig, um so mehr, als auch die Times, der zwar das dem Herzoge von Lord Brougham gespendete Lob ganz genehm ist, doch nicht umhin kann, dem Lebteren bei dieser Gelegenheit einige Lehren zu erthcilen und ihn besonders vom „spekulativen Optimismus“ abzurathen.

Der Courier sowohl wie die Morning Chronicle, | die den Portefeuille-Tausch zwischen den Lords J. Russell und | Normanby gegen die Toryblätter vertheidigen, indem sie es für | angemessen erklären, daß der Erstere, der die Kanadische Frage hauptsächlich bearbeitet und dem Parlamente vorgelegt habe, und der noch fernere Maßregeln in dieser Sache vorzulegen | und zu vertheidigen haben werde, auch an der Spiße des Ko- | lonial; Departements stehe, zu welchem diese Angelegenheit ge: | hôre, diese beiden halbministerillen Zeitungen sprechen ; es zugleich ziemlih unumwunden aus, daß Lord Ho- | wick, dessen Stelle noch nicht wieder beseßt ist, des- | halb aus dem Kabinet geschieden sey, weil er sih zum Ein- | \chiagen einer liberaleren Politik nicht habe verstehen wollen. | Sie lassen seiner Gesinnung, die ihnen irnmer noch liberal ge- | nug erscheint, um sie zu rühmen, dabei alle Gerechtigkeit wider- fahren, freuen sich aber der Hoffnung, ihn duch einen ent\chie- | deneren Reformer erseßt zu sehen; sie erwarten Beide, daß das Ministerium noch einige liberalere Elemente in sh aufnehmen werde; namentlich rechnen sie auf den Eintritt des Herrn Ma- | caulay und des Lord Clarendon, ehemaligen Herrn Villiers. |

Auf dem Forth- und Clyde-Kanal in Schottland hat inan den Versuch gemacht, Fahrzeuge vermittelst Dampfwagen vor- wärts zu bringen, zu welchem Zwecke man eine einfache Cisen- baßn lángs dem Kanal an elegt hat, auf welcher sih die Dampf- Maschine-bewegt. Der Versuch soll vollklommen geglückt seyn, und ungeachtet das Zugseil ein paar Mal riß, überzeugte man si, daß man auf diese Weise mit einem guten Steuermann an Bord die gewdhnlihe Schnelligkeit der Eisenbahnen erreichen Fönne.

Die Geldnoth dauert hier fort, die Prolongation aus Fonds ¿s noch immer 6'/., bis 7 pCt., und die Bank hat den Dis- fonio auf 7 pCt. für Schabkammerscheine und auf § pCt. für MWechselbriefe erhöht. Die Direktoren der Englischen Bank haben denjenigen, welche gewohnt sind, flch wegen Diskontirung an sie zu wenden, angezeigt, daß sie sich von nun an in dieser Hinsicht innerhalb der genauesten Gränzen halten werden, und zwar nicht so sehr in Betreff der Beschaffenheit des ‘Papiers, weshalb sie nicht schwieriger seyn werden als bisher, sondern | rúcksichtlih des Betrages. Die Folge dieser Vorsichts- Maßregel ijt, daß auch die Privat-Diskontirungs-Häuser ihr Geld zurück: halten und man selbst das beste Papier nichr unter 6!/, bis 7/4 pCt. diskontiren kann. Auch an der Fondsbörse ist das Geld sehr selten; für einen großen, nur auf kurze Zeit gemach- ten Vorschuß hat man in voriger Woche 12 pCt, zugestanden.

Gestern ging cine ziemlich bedeutende Zufuhr von Engli- \hem Weizen hier ein, vorzüglich aus Essex und Kent, meistens neuer, beinahe von derselben Qualität wie der in der vorigen | Woche. Es war Begede für den Verbrauch, und {dne trockene Partieen wurden um 2 Sh. hdher als gestern vor aht Tagen bezahlt. Das Wetter war seit Freitag sehr ungünstig für die Aerndte, und es zeigte sich daher auch mehr Kauflust für frem- den, vornehmlich fir unverzollten Weizen 8 1 bis 2 Sh. hdhe- ren Preisen, als in voriger Woche. n Hafer sind vorige Woche, ehe der Zoll auf 7 Sh. 9 Pce. gegangen war, nahe an 290,000 Quarter einklarirt worden. Frische Partieen frem- den Hafers waren ziemlih gesucht zu einer Preiserhöhung von 1 Sh. gegen vorige Woche, andere Sorten wurden ebenfalls höher gehalten, der nes war aber beschränkt.

Das vielbesprochene Tournier zu Eglintown hat am Don-

nerstag und Freitag gr r aber durch anhaltende Regen-

schauer sehr an seinem Glanz eingebüßt. Wie es heißt, will der Marquis von Waterford, der sich nächst dem Tourniergeber Lord Eglintown selbst am meisten durch glänzendes Kostüm und Geschicklichkeit auszeichnete, im nächsten Jahre ein ähnliches Schauspiel auf seinem Schloß Ford-Castle aufführen. i O'Connell hat den Vorläufer-Verein am Montag zu Dublin wirklich aufgelöst, um denselben durch einen Reform - Registri- rungs - Verein zu erseßen. 0 Berichte aus Lissabon vom 26. August melden, daß dort fortwährend große Aufregung in Folge der neuen Englischen Sflavenhandel-Bill herrsche und durch die dortigen Blätter noch vermehrt werde. Diese legten dem Lord Brougham unter An- derem die Worte in den Mund; „England muß über Portu-

| Aussicht zu bauen.

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gen diese Bill ergehen zu lassen, fvelhes an die Müthte gerich- tet ist, die den Wiener Traktat unterzeichnet haben, und es war seibst das übertriebene Gerücht im Umlauf, daß der Portugie- sische Gesandte in London Befehl erhalten habe, seine Pässe zu verlangen, wenn die Bill durhginge. Es war auch wieder von einer Ministerial - Veränderung die Rede, da die jebigen Minister sich bei ihrem Widerstande gegen die Britische Regierung zu tief eingelassen hätten, um wit einigem Anschein von Würde noch nachgeben zu können. Aus dem fcei- willigen Bekenntnisse einiger Portugiesischen Unterthanen, welche auf Sklavenschiffen vorgefunden und von dem Englischen Schiffe „„Hastings““ bei Lissabon ans Land gesetzt worden sind, soll her- vorgehen, daß der Sklavenhandel besonders durch den vorma-

ligen Portugiesischen General - Konjul zu Rio- Janeiro uad den | kürzlich in Lissabon verstorbenen Gouverneur von Mozambique | begünstigt und genährt worden is. Der Erstere fertigte für den |

Preis von 100 Milreis faische Pässe für Schisse aus, und derx Lebtere ließ sich für jeden an Bord gebrachten Sklaven 24 Mikl-

reis zahlen, § Milreis für sich felbst und 16 Milreis sür die | Die Portugiesische Regierung will unverzüglich | einen außerordentlichen Gesandten nah Brasilien schicken, um | Graf |

Regierung.

mit diésem Lande einen Handels - Traktat zu negoziiren. Villareal war dazu bestimmt, hat es aber abgelehnt.

Der Courrier bemerkt über die Spanischen Angelegen- | „Alles scheint die schnelle Wiederherstellung der Ords | nung im Norden Spaniens zu versprechen, aliein die häufigen | Wechsel, die in diesem beklagenswerthen Bürgerkriege vorge- |

heiten : kommen sind, lehren uns, nicht zu sicher auf diese erfreuliche derblich wurde. dere Aussicht zu ihren Gunsten.

uns gar nicht überraschen, ihn wieder in jene Schläfrigkeit und

Apathie versinken zu sehen, welche die Karlisten früher in den | Stand seßten, sih wieder zu erholen, wenn ihre Angelegenhei- |

ten fast eben so schlecht standen, wie jelzt.“

Ueber die Stellungen und Bewegungen der Flotten im | iesigen Courier Folgen- | enedos bis zum 9. Au- |

Mittelländischen Meere liest man im des: „Wir haben Nachrichten aus gust, zu welcher Zeit die Fiotte des Admiral Stopford nech

dort vor Anker lag; sle bestand aus folgenden Linienschiffen: !

¿Prinzeß Charlotte“, „Rodney““, „Asia“‘, „Minden“, ¡Del lerophon‘‘, „Pembroke“, „Vanguard“/, „Pawerful‘/ und Gan-

| ges‘’, aus einer Fregatte, 2 Sloops und 2 Dampfschiffen. Nach |

am-D. | August, begab sich Admiral Lalande, in Begleitung aller Fran- | | zósishen Capitaine, an Bord der „Prinzeß Charlotte‘, um |

der Ankunft des Britischen Geschwaders zu Tenedos,

Sir Robert Sropford zu begrüßen. Dieser erwiderte den Be-

such am folgenden Tage, indem er sich, von seinen Offizieren

begleitet, an Bord des „„Jena‘“ begab. An allen folgenden Tagen scheinen sich die Offiziere der beiden Geschwader gegenseitig bewirthet zu haben. Das Oesterreichische Geschwa-

der, unter dem Kommando des Commodore Bandeira, wurde | Es soil aus einer Fregatte, | einer Sloop, einer Brigy, einer Goelette und einem Dampf- | \chi} bestehen. Unsere Briefe aus Malta, die bis zum 13. Aug. | reichen, erwähnen der Ankunft eines Englischen ‘Paketboots von | Ibrahim |

Pascha noch zu Marasch und Hafiz Pascha mit dem Rest seiner |

täglih von Smyrna erwartet. Beirut und Alexandrien. Am 28. Juli befand si

Armee, etwa 12,000 Mann; zu Malatia. Zu Alexandrien war

die ganze Türkische „Flotte in den Hafen eingelaufen.

Auszeichnungen, um sie, wie man glaubte, zu bewegen, bei ihn zu

bleiben, falls er genöthigt seyn sollte, die Flotte zurückzugeben. | Zu Malta hieß es, der Admiral Stopford habe sich auf dem |

Dampfboot „„Rhadamanthus‘“ von Tenedos nah Konstan- cinopel begeben, um eine Unterredung mit Lord Ponsonby zu haben. Der „„Talaveca‘” von 74 Kanonen jollre nach England zurückehren und durch den „Jmplacable‘““ auf der Station erseßt werden. Geschwaders in der Levante, noch die Linienschiffe „Queen““, ¡„„Hastings““, „Benbow‘“ und „Revenge““. (C Gerücht, Admiral Stopford, dessen Dienstzeit abgelaufen ijt, werde nah Hause zurückkehren und durch den Admiral Elphinstone Fleeming erseßt werden.“

Nachdem die Nachricht von der Antwort, welche Mehmed

Ali auf die ihm durch den Capitain Anselme im Namen der | fünf Mächte überbrachte Note ertheile haben soli, hier einge- | | Fackelzug ; die Vorbereitungen dazu hatten in weiter nichts bestan-

gangen ist, bemerkt die Morning Chronicle: „Obgleich die

Orientalische Frage durch die Juntervention der fünf Mächte | sehr verändert worden ist, so ist es doch deshalb nicht weniger | dringend für Frankreih und England, über die Hauptpunkte, | die ihre Politik im Orient leiten sollen, einig zu seyn, denn | | wenn sie dort die Angelegenheiten sich selbst überlassen, so wer- | j Westen von | Europa und seinen Juteressen wenig günstig seyn dürfte. Was | zuerst vor Allem Norh thut, ist Entschlossenheit, zweitens Deuts- |

den dieselben eine Wendung nehmen, die dem

lichkeit, Festigkeit und Offenheit der Sprache. Wird Frankreich Mehmed Ali bei allen \einen Forderungen unterstüßen wollen? Gewiß nicht; denn sonst würde es, statt sich der Konferenz der fünf Mächte anzuschließen, sich abgesondert und darauf bestan- den haben, daß die Pforte alle jene Forderungen bewillige. Da aber alle Forderungen Mehmed Ali's nicht zugestanden werden sollen, so fragt es sich, welche kann man verweigern, und wie soll man diese Verweigerung in Kraft seßen? Dies sind Fra- gen, deren Lösung von der dringendsten Wichtigkeit ist."

Nach einem dem Courier zugegangenen Privatbriefe aus Tunis vom 29sten v. M. soll die Franzöfise Regierung sich zur Zurücknahme ihrer Forderung von 18 Millionen ‘Piaster Entschädigungsgelder bereit erklärt haben, wenn der Dey die Gränzfestung Keff und den Seehafen Bizerta an Frankreich abtreten wolle; weigere er sih aber, hierauf einzugehen, so werde Frankreich mittelst einer See-Expedition sich in den Besiß der Parade Tunis selbst sehen.

as Paketboot „Toronto‘/ hat Nachrichten von New- York bis zum 10. August überbraht. Jn Florida war der Krieg mit den Indianern wieder gusgebrochen, und zwar in Folge der Ueberrumpelung und Niedermetelung eines Detasche- ments von i8 Amerikanischen Soldaten, wovon nur 5 Mann mit ihrem Obersten Harrey entkamen. Es scheint, daß die Ame- rikaner, allzusehr auf den zu Fort King zwischen den Judianern und dem General Macomb abgeschlossenen Vertrag bauend, alle

al so herrschen wie über Jamaika, die Wässer des Tajo dür- Fn nieht ohne Englands Erlaubniß fließen.’ Die Regierung hat sich bewogen gefunden, einen Protest oder ein Manifest ge:

Vorsichts-Maßregeln vernachlässigt und dadurch die Mord- und Beutelust der Indianer gereizt haiten. Das Detaschement war

| im Staate New-York am

Cabrera sieht noch an der Spi6e einer | starken Macht, und der Abfall Maroto’s wird wahrscheinlich | die Folge haben, aus den Karliftischen Raths-Versammlungen | die Uneinigkeit zu verbannen, die ihnen in der leßten Zeit ver- | Außerdem haben die Karlisten noch eine an- | Espartero hat niemals große | Thätigkeit gezeigt in der Verfolgung der vielen wichtigen Vor- | theile, die er zu verschiedenen Zeiten errungen, und es sollte |

Der | Mannschaft war. ihr Sold ausgezahlt worden; der Pascha hatie, | um dienôthigen Fonds aufzubringen, einen Theil setner Baumwolle | verkaufe. Mehmed Ali bewies den Türkischen Offizieren die größten |

Man erwartete, als Verstä: kung des Britischen |

| Besuch des Theaters, das heute ausnahmsweise um

Es ging auch das

} schen, die sich in freudiger Bewegung am Abend auf dem großen freien Plabe vor dem Hotel, der durch eine Gas-Pyra-

beim Flusse Coleosahatchie vershanzt gewesen, hatte aber ver: sáumt, Schildwachen auszustellen. Der dort kommandirende General hatte nah diesem Vorfall, der sich am 23. Juli er- eignete, unverzüglih Befehl ertheilt, Alles wieder in den streug- sten Vertheidigungsstand zu sehen. „Wir müssen also“, sagt cin Amerikanisches Blatt, „den gräu!ichen Vernichtungskric4 wieder beginnen, oder uns besiegt erklären voin einer Handveil râuberisher Wilden, die noch dazu das Recht auf ihrer Seite haben. Wic entscheiden uns unzweifelhaft für das Trjie.““ Es hatten auch wieder Gefechte zwischen den Bewohnern von Texas und den Tschirokihs siatrgefunden. Der Präsident der Verei- nigten Staaten seste seine Rundreise fort. Er wurde in Troja

lüten erwartet und gedachte von Saratoaa aus gemeinschaftlich mit dem Kriegs: Secretair über die Seen Ontario und Eríe bis Detroit und vielleicht seibst bis Saule Ste. Marie zu hien. Der. Gouverneur von Ober- Kanada halte t einer Proclamation eine Belohnunz von

* 2,00 Dollars auf die Sefangennehmung von Leit, dem augeb-

lichen Mörder des Capitain Usher, ausge}ebt. Die leßten Nachrichten vom Vorgebirge der guten

Hoffnung widersprechen dem neulich verbreiter gewesenen Ge-

cúchte, daß mehrere Schisse in der Tafelbai verunglückt wären.

Nach Berichten aus Rio - Janeiro vom 6. Juli glaubte man dort, die Regierung werde eine neue Kredit - Bewilligung von 1000 Contos vetlangen. Die Bank von Rio-Janeiro hatte den Disfonto für Schabkammerscheine auf T und für Wechsel auf § pCt. erhöht.

NiLdertan be.

Aus dem Haag, 3. Sept. Prinz Heinrih wird am Sten d. M. auf der vom Capitain Arriens befehligten Fregatte, der „Rhein“, als erster Offizier derselben, eine Reise nah dem Mircelländischen Meere antreten.

Belge

Brüssel, 3. Sept. Der Finanz-Minister hat eine Koin- mission ernannt, welche sich mit einer Reorganisation des Ober- Rechnungshofes beschäftigen soll. / /

Die Belgischen Kammern sollen, wie es heißt, im Laufe des bevorstehenden Monats zusammenberufen werden.

Der Commandeur Koopman, welcher während det lebteu Jahre den Befehl über die auf der Schelde liegende Hollän- dische Flottille fährte, ist gegenwärtig in Brüssel.

Der Ritter von Koopmans, Geschäftsträger von Däne- inark bei der Belgischen Regierung, ist von Dresden hier ein- getroffen.

De C D.

München, 3. Sept. (Allg. Ztg) Unser edler Monarch hat den Tag seines Geburis- und Namensfestes init einem Akt Königl. Gnade bezeichnet. Es wurden nämlich auf Allerhöchste Entschließung vom 25. August 3 Studirende (Peck, Stirnec und KReinharc), die wegen Verbrechens des Hochverraths pro zessirt und zur Festungsstrafe dritten Grades auf unbestimmte Zeit verurtheilt waren, gänzlih begnadigt, und sogleich (in 2Wülzburg und Rosenberg) in Freiheit ge|\ecbßt.

Leipzig, 6. Sept. (L. A. Z.) Gestern Abend gegen 6'/» Uhr trafen (wie bereits erwähnt) unser König und der Prinz Johann nebst Gemahlinnen auf der Eisenbahn unter dem Se- làute aller Glocken hier ein, um mit der verwittweten Königin von Bayern und dem Kronprinzen von Preußen und dessen Ge- mahlin, die gegen 8!/, Uhr von Berlin aus anlangten, zusain- menzutressfen. Tausende hatten sich {hon lange vorher auf dew Bahnhof und in der Nôhe desselben versammelt, um mit ihrem Jubelrufe die Ankommenden zu begcüßen, in welchzen die längs des Weges nach dem großen Blumenberg in gedrängten Massen versammelte Menge freudig einstimmte. Gleich nach der An kunft erfolgte die Vorstellung der Königlichen und städtischen Behörden, der Universität und der Geistlichkeit, des Gar- nisons - Kommandanten, des Ausschusses und des Stabes der Kommunal - Garde. Die am Hotel von Seiten des Mili lairs und der Kommunal-Garde aufgestellten Ehrenwachen wurden, nit Ausnahme zweier Militairposten am äußern Eingange ent- lassen, unter dem ausdrúücklicten Hinzufügen, daß Se. Maje- stät nicht wünsche, daß ein Bürger seinetwegen wache. Cine leichte Erkältung des Königs und der Königin verhinderte 0 E

seinen Anfang nahm. Die unüberschbare Menge von Men-

mide von 101 Flammen erleuchtet war, versammelte, mehrte

| sich, als gegen 9 Uhr von Seiten der Kommunal-Garde durch

deren zahlreih beseßtes Musik - Corps ein großer Zapfenstreich ausgeführt wurde. Inzwischen ordnete sich in aller Stille ein

den, als daß auf Anregung einiger Wenigen das Musik- Corps der Kommunal ¿Garde bestellt worden war und daß man Fak- keln hatte herbeischaffen lassen. Nur ehrenwerthe Bürger durf- ten daran Theil nehmen, und ein Jeder mußte seine Fackel be- zahlen und sie selbst tragen. Nicht die leicht beivegliche große Menge sollte einen Fackelzug halten, wie dies jo oft geschieht ; hier galt es, dem erhabenen Fürstenhaus eine Huldigung dar: zubringen von Seiten des ruhigen, besontienen Staatsbúürgers, oder, wenn man so sagen wollte, der Aristokratie der Gebilde- ten. Der Erfolg úbertraf alle Erwartungen, wenn man erwägt, daß durchaus keine besondere Einladung stattgefunden hatte. Wahrhaft erhebend war es, die ersten Bürger Leipzigs, den Rek- tor der Universität, Dr. Weber, wie den Vice-Kommandanten der Kommunal-Garde, Kaufmann Coith, und so viele Andere in den Reihen des Zuges mit dec Fackel in der Hand zu erblicken. Mit dem zahlreichen Musik-Corps an der Spikze verfügte sich der wohl- geordnete Zug auf dem kürzesten Wege nach dem Hotel, wo zu- nächst der erste Vers des Mahlmannschen Sachsenliedes gesun- gen wurde, in welches die ganze Menschenmasse freudig ein- stimmte. Nach Beendigung desselben brachte der Dr. mel, Schmidt ein Hoch aus, in welches alle Versammelten jubelnd, so wie in die leßten Verse des vorerwähnten Liedes einstimmten. In der größten Ordnung ging sodann der Zug nach dem Markte, wo man die Fackeln verbrannte und das Lied: „Den König segne Gott“/ gesungen wurde. Heute Morgen werden die hohen Gäste Jahnishausen, das Gut des Prinzen Johann, in der Nähe von Riesa, besuchen und gegen Abend hierher zu- rücffkehren.

Karlsruhe, 3. Sept. Se. Hoheit der Prinz Karl von Hessen ist gestern am hiesigen Großherzoglichen Hose zum Be- such eingetroffen und im Großherzoglichen Residenzschlosse ab- gestiegen.

Neu-Strelit, 30. Aug. Die hiesige Regierung hat un- ter dem 14, August eine Synodal- Ordnung publizirt, um in

®.

Folge der Verordnung vom 26. Februar d. J., betreffend die Wiederherstellung der kirchlichen Synodal-Einrichtung, bei sämmt- lichen Synoden gleich vom Anfang an eine angemessene gesebliche Thätigkeit eintreten zu lassen. Die Geistlichen jeder Synode sollen sich darnach zwei Mal in jedem Jahre versammeln. Es soll an dem Synodaltage stattfinden: a) gegenseitige Mitthei- lung wichtiger und lehrreicher Amts:Erfahrungen, besonders aus dem Gebieie dec speziellen Seelsorge; b) Berathung über die- jenigen Gegenstände, welche zu diesem Behuf von dem Super- intendenten vorgelegt sind; c) Berathung über Gegenstände des Kirchen- und Schulwesens, welhe von den Synoden selbst aus eigenem Antriebe den Behörden durch den Super- intendenten zur Kenntnißnahme gebracht werden möchten ; d) Fehler und Vergehungen eines Geistlichen, welche in der Amtsführung einen Cinfluß haben und die Ach- cung und Wirksamkeit des Predigtamtes \{chmälern, hat jeder -Consynodale die Verpflichtung und das Recht, dem Betheiligten freundlich und liebevoil zu rügen, in dem Fall aber, daß seiner Erinnerung kein Gehör gegeben wird, die Sache an den Proposicus zu bringen, dessen gewissenhafter Beur- theilung €s überlassen blecbt, jedoch unter eigener Verantwort- lichkeit im Unterlassungsfalle die Angelegenheit zur Synodalsache zu machen und nöthigenfalls zur Kunde des Superintendenten zu bringen. Uebrigens wird, hinsichtlich des Vorstehenden, auf die Kirchen- Ordnung verwiesen, namentlich auf Fol. 147, 2, wor- in es heißt, „es soll ein jeder Pastor und Kirchendiener bei sei- nem chrisilihen Glauben und Gewissen verpflichtet seyn, dem Superintendenten oder der Synode von seinen Nachbarn, was ärgerlih, kundbar und beweiélih, und ihm davon bewußt ist, zu offenbaren und nicht zu verschweigen, oder da seine Wissenschaft (Mitwissen) hernach offenbar würde, soll er gleich strafbar geachtet werden.“ Die Präpositi sind verpflichtet : 1) über die Aufrechthal- tung und Nachachtung der Synodal-Ordnung in ihrem ganzen Um- fange zu wachen, im Fall aber, daß ihre Bemühungen fruchtios blei- hen sollten, dem Superintendenten Anzeige zu machen ; 2) ex oflicio in der Synode Alles zur Sprache zu bringen, was als Ordnungs- widriges in Kirchen- und Schulsachen ihres Sprengels zu ihrer Kunde gekommen ist; 3) fär die Verhandlungen an den Syno- dal-Tagen eine zweckmäßige Ordnung zu tressen; alle Stdrun- gen, die etwa durch unzeitigen Eifer oder durch Abschweifung zu nicht zur Sache Gehdrigem veranlaßt werden möchten, durch zeitige Hinweisung auf den Gegenstand der Erörterung zu ver- hindern und überhaupt durch Beispiel und Ernst dafür zu sor- gen, dap alle Diskussionen in angemessener, würdiger Weise ge- führt werden, und daß Alles, was irgend die Eintracht stören könnte, zurückgewiesen werde.

Se O

Wien, 3. Sept. Se. Majestät der Kaiser haben dem Herrn Daguerre in Paris in hu!dceicher Añerkennung seiner Verdienste um die Kunst, die aoldene Medaille mic dem Bild- nisse Se. Majestäe auf der Vorderseite und der Umschrift: De arte merito auf der Rückseite, nebst einer goldenen Tabatiere mit der Allerhöchsten Namens - Chissre durch die Botschaft zu Paris zustellen lassen

Prag, 3. Sept. Am lsten d. M. Abends starb hier an den Folgen der Brustwassersucht der vormalige General der Artillerie, Feldmarschall-Lieutenant Vincenz Grinmmer von Adels- bach); derjeibe ivard wie den seinem Range gebührenden Ehrenbezeigungen zur Ruhe bestattet.

Beute

- L Li Sept. Der Regierungsrath des Kantons Zü- Mitbürger folgende Kundmachung erlassen :

Sre, 1. rih hat an jeine

Mitbürger! Uis dat Kirhengemeinden eue Bewegungen m Kanton zu veranlafsz:n sich berufen giaubie, eriicßei unterm 23, August etnen Beschluß, wcl her den Befehl enthicit, bet Verantwortlichkeit smmluugen Folge etwaiger vou jeuem sogenannten Ceutral - oder auderen ähnlichen Comiies Diefem Beschluß wurde, scy es mit oder ohue Absicht, von mehreren Seiten eiue folche Deutung uaterlegt, welche den Bürger in einer Zeit unteugbarer Aufregung init Beforguissen für die Erhaltung sci-

Bil

er theuerjieui Rechte erfüllen und zu Einfrageu Veraulassung geben i

mußie. Wir haite es daher liuserer Stelluiug augemessen, durch gegenwärtige Kundmachung deu ohnedies unzweideutigeu Sinn Unsc- rer Verfüguug nochmals beslimmt zu erflären, den unbefangenen Bürger zu beruhigen, den irregcleiteten zu belehren. Die Verfassung sichert jedem einzelnen Einwohner, so wle den in den Gemeinden regelmäßig versammelten Bürgern das Recht zu, ihre Wünsche und An- liegen dem großen Rathe vorzuiegen; foll diese Bestimmung ihren shduen Zweck erreichen, so müssen die Pettiionen ‘die Aeußerungen des eigeieu, aus freier Berathuug hervorgegangenen Willens scyn. Eben diese Freiheit des Bürgers zu schirmen uud dem Mißbrauch des Pe- titionsrechtes zu begeguen, war dic Absicht und der klare Zweck Un: seres Verbotes, Gemeinde - Versammlungen aus Auftrag von irgend welchcu Vereineu und Comíté's zu halten und vorgeschriebene Wünsche zum Gegenstaud der Berathuugen zu machen. Nur cin getrübter Sinn fkounte hierin die Absicht vermuthen, die Befugnisse der Gemein- den und das Peíiitionsrecyt der Bürger beeinträchtigen oder untiergra- ben zu wollen. Wir werden die Rechte der Gemeinden , gesezmäßige Versammiung:{u zu balten, in denselben Fragen jeder Urt zu erörtern, und darauf hi, inuerhalb der Schranken der Verfassung und Gesetze, Beschlüsse zu fassen, jederzeit eben so gewissenhaft achten, als wir entschlossen sind, diescs den Bürger ehreude Fecht seiner freien Wil- lens: Bestimmung vor jedem äußeren Zwang rein zu bewahren. Der fesle Vorsat und fie Uns als gegeriwärtigem Vorort in noch erhöhtem Maße obliegende Pflicht, das Ansehen der Gesetze und jene Ordnung im Staate aufrecht zu halren, ohne welche dersclbe nur der Willfür und der Gewaltthat auheimfiele, haben Uns bewogen, eine Anzahl Truppcn, theils aufs Piquet zu stellen, theils wirklich nach Zürich in Dienst zu berufen. Sie sind bestimmt, wenn cs uöthig seyn sollte, der Er¡eichung jeuer Zwecke Nachdruck zu geben, keinesweges aber ruhige Versammlungen zu stören, die persöuliche Sicherhcit zu gefährden, oder die Ausübung verfassungómäßiger Befugnisse zu hemmen; deun Wir auerkeunen die doppelte Oblicgenheit einer aus der Wahl des Volkes hervorgegavgenen Regierung, gleich wie alle constitutionnellen Rechte uud Freiheiten des Bürgers uud der Gemeinden zu hüten, so auch hinwieder den Mißbrauch dieser edeln Güter mit den Uns zu Gebote stehenden Mittelu zu bekämpfen. Wir hoffen, der nächsten zusammentretenden obersten Landesbehörde deu Bericht einer beruhi- genden Gegenwart vorlegen und die Aussicht ciner auf den Grundla- gen des Rechtes und der Orduuung ruhenden frohen Zukunft eröffnen zu können. Gegeuwärtige Kundmachung soll in das Amtsblatt ein- gerückt, öffentlich angeschlagen und durch Austheilung an die Haus- haltungen befanut gemacht werde. Gegeben in Unserer Rathssißung Zürich, den 31. August 1839, Jur Namen des Regierungsrathes: Der Amts-Bürgermeister, Joh. Jaf. Heß. Der erste Staatsschreiber, Hottinger.“

, „Es soll sowohl am See, als im öôstl. Theile des Kantons in Folge der Regierungsmaßregeln wieder sehr aufgeregt seyn. Morgen ist Versammlung des Bezirks-Comité in Kloten (2 St. von Zürich) ; allein bereits ist Nachrichk hier, daß aus den mei- Dis Gemeinden nicht allein die Mitglieder des Comités, son- ern das Volk in Masse mit erscheinen werden. Die Anträge,

ogenannte Central - Comile petittonirender

wusgegangenen Aufträge zu veranstalten. j é ted [ _ 11 | Nastücher verschiedener Art 792,054. Seit 1831 war im Ganzen

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welche das Central-Comité stellen wird, sind nicht bekannt: man spricht von einer Einladung an gewisse Großräthe, ihre Stellen abzugeben; allein es scheint dies niht wahrscheinlih, wenigstens nicht als Hauptzweck der Versammlung.

Die în der Proclamation angekündigten Truppen rücken so eben beim stärksten Regen truppweise ein. Das Ober-Kom- mando ist dem Oberst Hirzel übertragen, der es mit der Er- klärung übernommen hat, daß er es keineswegs zur Durchfüh- rung von Parteizwecken , sondern lediglich zur Verhütung von Unruhen gebrauchen werde.

Sitten, 29. Aug. Jn diesem Augenblick wird unter

dem Krachen der Kanonen und lustig drein {hallender Musik die |

so eben von dem Verfassungsrathe unter Vorsis der Repräsen- tanten ausgesprochene Annahme der Verfassung gefeiert. Atti i;

Neapel, 23. Aug. (A. Z.) Ueber den Stand der Be- völkerung unserer Hauptstadt sind genaue Nocrizen erschtenen.

Im Jahr 1838 wurden geboren 13,228 Kinder, und zwar 6850 | | thume ungemein geschadet hat; auch gewahre ih, daß Per-

Knaben und 6578 Mädchen, darunter 2022 Bastarde, 973 Knaben, 1029 Mädchen. männlichen, 6031 weiblichen Geschlechts. schlossen 3543; 564 Wittwer und zum zweiten Mal. Die Bevdlkerung Januar 1838 336,302, am 1. Januar 1839 336,537, näâmlich 156,695 männlichen, 179,842 weiblihen Ge- schlechts, hat sich also nur um 235 Jndividuen vermehrt, hin- gegen wurden 490, also über ein Sechütel mehr Ehen in diesem, als im vorhergehenden Jahre geschlossen. Die Gebornen ver- hielten sich zur Bevölkerung wie | ; 25, 1 : 25. 88, die Ehen wie 1; 94. 91, Zwillinge wurden geboren 68 mal, und zwar 27 mal zwei männliche, 24 mal zwei weih- liche und 17 mal verschiedenen Geichlehts. Bei der gegebenen Anzahl sind 279 männliche und 243 weibliche, im Ganzen 522, Todtgeborne nicht mitgerechnet. 9073 Personen starben in den eigenen Wohnungen, 4155 in Spitälern und anderen öffentlichen Anstalten. Acht Weiber und nur ein Mann erreichten ein Al-

Ehen wurden ge-

betrug am l.

ter von mehec als 100 Jahren; 287 Judividuen verstarben eines | Man | | 4m Norden verseßt sehen, nicht eher Zugeständnisse zu machen, | als bis sie freiwillig oder gezwungen die Waffen niedergelegt haben

plôblichen Todes, darunter 97 mehr als 90 Jahr alt. rechnet auf jeden Monat 1102, auf jeden Tag 36 Geborne, 1082 und 35 Gestorbene. Unter den Geborbenen zählt man

5495 Kinder bis zu einem Alter von sieben Jahren. Jm Laufe ! Seibstmorde, 10 von Einheimi- |

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des Jahres ereigneten sich 22 schen, 12 von Fremden; 7 Personen fanden ihren Tod in den Wellen.

Minimum im Jahre 1829 14. Jm Jahre 1838 brachen in der Hauptstadt 16 Feuersbrünste aus; das Maximum des De-

cenniums betrug in den Jahren 1833 und 1836 20, das Mi- nimum im Jahre 1834 6.

73 Priester, 90 Diga- conen und 84 Sub - Diaconen erhielten die kirchlichen Wei- hen. Zum Gebrauch der Bevölkerung wurden eingeführt: 348,737 Centner Getraide, 110,466 Centner Mehl, 23,621 Centner Türkisch Korn, 174,666 Centner Pasten (Moacag- roni u. \. w.), 87 Centner Reis und Roggen, 12,068 Cent-

| ner Gemüse, 4134 Centner gesalzenes Fleizh, 2164 Centner

Salami, 16,889 Centner Käse und dergleichen, 12,475 Cent- ner Stockfische, 58,767 Centner Karruben, 50,072 Centner Ha- fer und Gerste, 179,173 Fässer Wein, 56,004 Centner Oel, 26,495 Stück Hornvieh, 250,753 StückWollvieh, 51, 215Schweine, 263 Centner Kaffee, 671 Pfund Zimmet, 10 Centner Pfeffer, 2365 Centner Zucker und 52,949 Flaschen Bier. Ferner fol- gende Bequemlichkeits- und Luxusgegenstände: 13,241 Kannen (Stab) Tuch, 7612 Kannen Kasimir, 4021 Livre (Libbce) Mo-

feine Gemeinde-Vér- | dewaaren, 437,834 Kannen Circasse, 755,289 Kanuen Musseline,

131,349 Gewebe Leinwand, 33,450 Libbre Seidenzeuge, 1,255,130 Kannen verschiedene Stossfe, Baumwollengarn 14,888 Kannen, die Einfuhr von Mundbedürfnissen so ziemlich die nämliche, nur im J. 193% war die Einfuhr von Pasten, Wein und Bier größer,

die von Stockfisch, Salami, Zucker und Pfeffer dagegen bedeutend i

geringer. Neapel zählt 94 Maisxons meublées, 356 Lokanden, 90 Trattorien, 89 Trattorien di Campagna, 432 Cafés, 14 Kaffee- und Eisläden, 19 Sorbetterieen, 708 Miethwagen, 397 ncht numerirte noblere Miethwagen, 38 Kaleschen, 10 Diligençen, 37 Sänften, 386 Karren und 740 Fischerbarken. Jm Laufe des Jahres sind aus dem Hafen gelaufen 976 Neapolitanische Schiffe, §1 Französische, 92 Englische, 2 Russische, 19 Sardi- nische, 34 Toskanische, | Römisches, 5 Amerikanische, 1 Schwe- disches, 1 Holländisches, | Norwegisches, | Lucchesisches, 1 Bel- gishes, 1 Spanisches und ein Túrkisches Schiff; eingelaufen 998 Neapolitanische, 874 Französische, 86 Englische, 28 Sardi- nische, 33 Toskanische, 3 Amerikanische, 2 Russische, | Schwe- disches, 1 Norwegisches, 1 Lucchesisches, !| Römisches, 1 Bel- gisches, ! Spanisches und 1 Türkisches Schiff. Jn den Jah- ren 1831 und 1832 liefen 3493 und 3455, in den Jahren 1833 und 1838 nur 460 und 976 Schiffe aus; in den Jahren 1834, 1835, 1836 und 1837 immer mehr als 1000. Im Jahre 1838 besuchten 9408 Fremden die Stadt Neapel, von denen 949 am 1. Januar 1839 noch nicht abgereist waren. Im Laufe des Jahres wurden acht Bankerotte publi- zirt, tin leßten Quinquennium im Ganzen 37, nämlich 1834 acht, 1835 vier, 1836 zehn und 1837 sieben.

_ Vorgestern Abend wurde der Polizei - Minister Delcaretto beim Nachhausegehen von vier maskirten Individuen angehalten und mit Fäusten mißhandelt, so daß er den folgenden Tag das Bett hüten mußte. Der Minister selbst hat durchaus keine Ahnung, wer die Vermummten gewesen seyn möchten.

Spani clk

Madrid, 24. Aug. (A. Z) Alle Briefe, die aus San Sebajkian, Bilbao, Vitoria und úberhaupt aus den Nord-Pro- vinzen hierher gelangen, drücken mit der größten Zuversicht die Erwartung aus, daß binnen kurzer Zeit dem Kriege vermittelst einer Transaction werde ein Ende gemacht werden. WMan geht sogar ín jenen Berichten so weit, die Punkte anzugeben, auf deren Grundlage diese Uebereinkunft abgeschlossen werden soll. Diesen zufolge würden den Provinzen ihre bisherigen Freiheiten auf 25 abre, und den Generalen und Offizieren der Karlisten {hre Grade und Besoldungen zugesichert, wogegen diese sich dem Scepter der Königin von Spanien zu unterwer- fen hätten. DieseBedingungen wären, so versichert man, durchMaroto vorgeschlagen, und durch Lord John Hay an die Engl. Regierung be- fördert worden, um diese aufzufordern, denKarlisten für dieErfüllung derselben ihre Gewährleistung zu geben. Man wurde hier um so mehr geneigt, diesen Ger man erfuhr, daß der Karlistische Oberst Martinez, der früherhin

-

| hon vor zwei Jahren Espartero selbst feierlichst an,

Es starben 12,993 Personen, 69%?2 | n. D | | zu jener Zeit ais den einzigen von der Vorsehung auserkor- 130 Wittwen heiratheten |

42, die Gestorbenen wie ; | bedingen, und dagegen den Prätendenten aufzugeben, würde

Während eines Decenniums von 1829 bis 1839 war das Maximum der Selbstmorde im Jahre 1832 33, das |

i Das vaccinische Justitut besorgte | 9627 Einiripfungen, viele Kinder werden außerdem in den | j Familien durh Privat - Aerzte geimpft. | genspiße geltend machen zu wollen. { daß der Graf von Belascoain Allo am

in dem Garde-Lancier-Regiment der Königin

als Parlamentair in Espartero’s Hauptquartier ec eine lange Besprehung mit ihm hatte, worauf dieser einen Courier hierher abfertigte, der am 21sten hier eintraf, und bei dem Kriegs-Minister abstieg. Dieser begab sich sogleich mit den

| empfangenen Depeschen zu der Königin, und nach Abhaltun | eines Miínisterraths wurde noch am selben Tage der Gene p

Espartero zurückbefördert, und ein anderer nach Paris geschickt. Ueber den Inhalt der eingegangenen Depeschen hat nichts ver: lautet, man vermuthet aber, daß sle theils auf die eben er-

| wähnte Zusammenkunft mit dem Obersten Martinez, theils | auf den

der Karlistischen Truppen

Aufstand Bezug hatten. aben sollen, Aufrechthaltung rade und Gehalte, bot ihnen und mit Verachtung wurde dieser Antrag damals zurückgewiesen. Jch bin zwar immer der Meinung gewesen, daß Maroto durch die

unter einem Theil gegen Maroto ausgebrochenen Was jeßt die Karlisten verlangt der Fueros und Zusicherung der

| Rolle, welche er den Prätendenten na den in Estella vorge-

nommenen Hinrichtungen spielen ließ, dem Karlistischen König- sonen, welche Maroto persónlih nahe standen, und ihn noch nen Retter des legimitimen Throns vergötterten, ihn jet einen

Teufel nennen, und wenn ein so s{chwankendes Urtheil gewiß nicht geeignet ist, eine zu übertriebene Ansicht von dem

| Werthe jenes Mannes fassen zu lassen, so will ich ihm do

noch nicht zutrauen, daß er den Fürsten, dessen Rechte er bis zu seinem leßten Blutstropfen zu vertheidigen dffentlih an- gelobr hat, für schmähliches Geld zu verkaufen bereit seyn sollte. Denn fúr sich selbst Beibehaltung des Grades und Soldes zu

doch nihts weiter als ein solcher Verkauf seyn. Hat daher Maroto in seiner Unterredung mit Lord Hay vielleicht einige Andeutungen gemacht über die Bedingungen, welhe zur Be- endigung des Kampfes führen könnten, so möchten diese leicht

! höher gestellt seyn, als daß die Regierung der Königin darauf | eingehen könnte

_Diese scheint vielmehr dem Grundsa6 zu hul- digen, den Karlisten, zumal in der bedrängten Lage, in welche sie sich durch innere Zwiste und die Uebermacht ihrer Feinde

werden. Wären die Transactionen wirklich so weit vorgerückc wie man sagt, wozu dann die Verheerung der Kornfelder und die Fortsebung des täglichen Blutvergießens? Gerade indem ich dieses schreibe, geht von Vitoria aus die amtliche Nachricht ein, daß die Truppen Espartero’s über Ochandiano auf dem Wege nach Durango vorrückten, und. am 20sten Nachmittags das Fort von Urquiola, eine der festesten Gebirgs - Steliun-

| gen, nach einer schwachen Gegenwehr der Karlisten beseßten.

Lebtere ließen 40,000 Patronen und eine Menge Lebens- mittel zurúck, und wurden bis in die Gegend von Mañiaria verfolgt. Espartero scheint also als Ultimatum seine De- Zugleich erfahren wir, I8ten, Dicastillo und mehrere Verschanzungen einnahm, und in Elloy bei Estella übernachtete. Der General O’Donnell war noch am 20sten in Valencia, die Division Aspiroz in Nules, Hoyos in Segorbe. Cabrera ging am 20sten mit der Artillerie nah Chel- va, und man glaubte, er würde einen Versuch gegen Cuenca machen. Von Cañete aus dringen die Karlisten in die Alcar- ria ein, befestigen Zafrilla (14 Leguas von hier), und machen sich dadurch zu Herren des Tajo-Thales von seinem Ursprunge bis Triíllo.

Hier nehmen die ministeriellen Jntriguen ihren Fortgang. Der Finanz-Minister Ximenez, der in heimlihem Einverständ- niß mit den Eraitirten war, hat seine Entlassung erhalten, und da, bei dem vorauszusehenden Sturz des Kabinets, Niemand zu einem Portefeuille Lust hat, so hat man einstweilen das der Finanzen dem Marine-Minister übertragen. Es heißt, Espar- tero habe den General D. Antonio van Halen zum Chef seines Generalstabs verlangt, Alaix aber widersebte sich dieser Ernen- | nung, weil van Halen wegen seines Rückzugs von Segura vor Gericht stehe. Hierüber soll einige Spannung zwischen Espar- tero und Alaix entstanden seyn. Meadizabal hat in dem Pa- | laste des Grafen von Tepa ein prachtvolles Lokal gemiethet, das zum Versammlungsort der Deputirten und Notabilitäten der exaltirten Partei dienen soll. Man nennt es hier den Jakobi- | ner-Klub. Der General-Capitain der Jnsel Cuba, D. Joa-

quin Ezpeleta, verlangt seine Entlassung.

Spanische Gränze. Jn einem von der Morning

| j N | Chronicle mitgetheilten Schreiben aus San Sebastian

vom 25. August heißt es unter Anderem: „Mit dem Karlismus ist es nun wohl zu Ende; man kann sagen, daß er in diejer Provinz, so wie in Biscaya, kaum noch existirt, und wenn die Generale der Königin die Neigung des Baskischen Volkes dadurch zu gewinnen suchten, daß sie ihm seine Fueros unter der Garantie Englands zusicherten, so könnten alle jebt in den Provinzen befindlichen Truppen der Königin in weniger als einem Monat von dort entfernt werden. Es kann Niemandett unbekannt seyn, daß die Basken in der Karlistische Armee sich sehr nah dem Frieden sehnen und nur einen ehrenwerthen Vorwand suchen, um die Waffen niederlegen zu können. Die Verleßung ihrer Fueros, wenn sie auch niht den Krieg veranlaßte, wurde doch von den Karlisten als Vorwand gebraucht, um die Basken gegen die Constitutionnellen zu er- bittern. Sicherte man ihnen jeßt einen Theil diejer Fueros, so würde die Mehrzahl der Karlisten zu ihrer Unterthanentreue zurückkehren, und dies würde mehr dazu beitragen, die Sicher- heit und den Frieden in den Provinzen dauernd zu begründen, als alle Siege der Generale der Königin. Es ist Jhnen be- reits bekannt, daß die Basken durch Maroto's Vermittelung, von dessen Unterhandlungen mit Lord John Hay lange gespro- chen worden ist, den Frieden zu echalten hoffen. Es ist wohl kaum zu bezweifeln, daß Maroto, indem er die Abhängigkeit der Armee von Don Carlos auf sich übertrug, nur seinen eigenen Vortheil dabei im Auge hatte; aber welhes auch seine Motive gewesen seyn möô- gen, er hat der constitutionnellen Sache wesentliche Déenste geleistet, und die Karlistische Armee erwartet durch ihn einen ehrenhaften Vorwand zu erlangen, um sich von dem Kampfe zurückziehen zu können. England und Frankreich scheinen jebt

beide den aufrichtigen Wunsch zu hegen, diesem abscheulichen Kriege ein Ende zu machen. Die lebte Post brachte uns die Nachricht, daß drei große und volkreiche Städte in der Nähe von Estella am 19. August auf Befehl des Don Diego Leon geplundert und bis auf den Grund niedergebrannt worden sind. Jch sehe bei der gegenwärtigen Krisis die Nothwendigkeit einer

chten Glauben zu schenken, als |

solchen Vernichtung des Eigenthums nicht ein und halte diese