1843 / 21 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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dem oftmals vorgescblagenen Bündniß mit Go a Fig drüung des Sklavenhandels ae PE en und zur 2 Ly ( seine edri Se chneten Schriften, die uns über unseren Oezerfiand vorliegen, stüßen sich durchaus auf entgegengesebte politische Ansichten. Der Verfasser der ersten über die Stellung Nord - Amerika’s zum Quintupel -Traktat vom 20. Dezember 1841 hegt eine entschiedene Vorliebe für Alles, was den Vereinigten Staaten eigen is und von ihnen ausgeht, schildert dagegen die Politik Englands als fals, boshaft, aller Welt gefährlich und gehässig. Er geht so weit, zu wünschen, was er nicht undeutlich auf Seite 90 zu erkennen giebt, daß eine Allianz zwischen Nord-Amerika und Frankreich England die angemaßte Oberherrschast zur See dur ein paar entscheidende gemeinschaftlich gefohtene Schlachten entreißen möchte. Solche entschiedene Vorliebe für eine Partei taugt in der Politik nichts, weil sie nimmer zur Wahr heit führt. Jeder Staat verfolgt feine Jnteressen und hat darin Recht; nur die Art und Weise, wie er sie verfolgt, seßt ihn dem Lobe oder Tadel aus. Wehe aber dem Englischen Ministerium, das eine Politik annimmt, die mit der Ehre und der Wohlfahrt des Bri- tischen Volks sich nicht verträgt! Die Handlungen jenes sind der Ausdruck der Gesinnungen dieses, und es dürfte dem Verfasser {wer werden, die Anklage einer falschen und boshaften Politik gegen dies Volk zu rechtfertigen, das als ein gesundes, Recht liebendes und ehren= haftes bekannt is. Soll ihm das zum Tadel gereichen, daß es seine Herrschaft zur See sich sihern will? Doch hat das Buch für den Gegen- stand, den es behandelt, wegen der Masse der darin angehäuften Data über die Handels- und Sklaven-Verhältnisse Nord-Amerika?s einen un= bestreitbaren Wertb, den wir gern anerkennen. Die zweite Schrift über den Afrikanishen Sklavenhandel von einem Beamten des auswär= tigen Amtes enthält sich aller Reflexrionen, die aber aus den geschickt zusammengestellten Thatsachen sich Jedem von selbst aufdrängen. Sie gtebt in ihrem dritten Abschnitte werthvolle, weil authentische, Nach= richten über den Verlauf der diplomatischen Verhandlungen Groß- britaniens mit den fremden Mächten zur Abschließung von Durch= suchungs= Verträgen, und wir lernen daraus auch die Juteressen der Amerikanischen Regierung, welche diese von der Theilnahme an sol- hen Verträgen zurükhält, kennen.

Jn demselben Monat März des Jahres 1807, als in England Lord Grenville's Bill den Britischen Sklavenhandel gänzlich aufhob, erließen au die Vereinigten Staaten ein Gesebß, das die Sklaven= Einfuhr in allen Orten, die unter die Jurisdiction der Union gehör= ten, verbot; ihren auswärtigen Sklavenhandel, d. h. die Sklaven= Ausfuhr aus den Staaten nah jedem anderen Orte oder Lande, hatten sie {on 1794 untersagt. Aber der Handel ward doch noch eine Zeit lang von Amerikanischen Bürgern, die sich mit Spanischen und Portugiesischen Pässen versahen, fortgetrieben und hörte erst auf, als von Seiten Englands diese Auswege erschwert wurden, da die Verschaffung und der Gebrauch solcher Papiere mit nicht geringer Schwierigkeit und Gefahren verbunden war. Er vershwand jedoch nur auf wenige Jahre. Denn als im Jahre 1816, bei Gelegenheit der Publication des Erkenuntuisses gegen cin verurtheiltes, von cinem Englischen Kreuzer weggenommenes Französisches Sklaveuschiff, den „„Le Louis“, Sir W. Scott zuerst die Frage erörterte, ob in Frie- denszeiten das Durchsuchungs-Recht bestehen könne, und sie ohne Be= denken mit Nein entschieden hatte, sahen die Amerikanischen Sklaven- händler, die nicht allein durh die Schwierigkeiten, fremde Pässe zu erag soudern auch durch ein im Jahre 1810 an einem Ameri= kanischen Sklavenschiffe, dem „Amadée“/, von Seiten Englands voll= strecktes Urtheil von ihren Unternehmungen im Sklavenhandel zurük= geschreckt waren, wieder ihren Weg offen und verfolgten mit der größten Frechheit ihre ungeseßlichen Fahrten, da sie von da ab sich mr vor Amerikanischen Kreuzern zu hüten hatten. Es is darum wichtig, was Sir W. Scott über das Durchsuchungs-Recht, das da- mals zuerst öffentlich zur Sprache gebracht wurde, sagte: „Jch kann keine Autorität ausfindig machen“, sprach er, „die das Recht verleiht, die Schifffahrt befreundeter Staaten auf der hohen See zu stören, ausgenommen die, welhe das Kriegsrecht zweien Krieg führenden Mächten gegen Neutrale gestattet. Wenn dies Recht im Frieden angewandt werden soll, so muß es mittelst einer Convention geschehen. Die Politik der” Staaten erheischt es dann, die Ausübung dieses Rechts in aller nur möglichen Milde durch \olhe Conventionen zu reguliren.“ Großbritanien brate deshalb im nächsten und nächstfol- genden Jahre seine ersten Verträge zur gegenseitigen, obwohl noch beschränkten Durchsuchung der Schiffe mit Portugal, Spauien und den Niederlanden zu Stande und trug am 11, November 1819 durch Lord Castlereagh zur Steuerung des Amerikanischen Sklaven- handels dem damaligen Repräsentanten der Vereinigten Staaten in London, Mr. Rush, den Vorschlag zur Abschließung einer gleichen Convention an. 1 | l

Che noch eine bestimmte Antwort auf diesen Vorschlag erfolgte, erließ die Legislatur der Vereinigten Staaten am 15. Mai 1820, weil, wie das Haus der Repräsentauten festgestellt hatte, die zur Zeit bestehenden Vorkehrungen zur Unterdrückung des Sklavenhandels uicht förderlich genug wären, cin Geseb, welches jeden Amerifanischen Bürger oder jede Person an Bord eines Amerikanischen Schiffes, falls sie einen farbigen Menschen, der nicht hon nah dem Geseh der Bereinigten Staaten Sklave sey, aufgriffe oder fortführte, um ihn zum An o H für einen Seeräuber erklärte und nach der Ueberfüh- a L fes E E. Ds ließ sich die Amerikanische Regie- vas s ung des von ihren Unterthanen getriebenen Sklaven= Une uni au A ogen seyn, und das von ihr zuerst erlassene wich- Seeräuber S8 angewandte Gese, das auf den Sklavenhandel bung Englands bia Jebte, ging auf ihren Antrieb in die Gesebge- venhandel vin aa auch in die der meisten gegen den Skla= chließung eines D e ächte über. Aber den Vorschlag zur Ab=

4 : urdsuhungs-Vertrages mit England lehnte sie ent-

schieden ab. Was damals der Präsit d Mr. Adams

maligen Staats-Secretair, i At durh Mr. Adams, den da- hat die Amerikanische Arie V alpdt Gesandten eröffnete, das Vorschläge zu solchen Ve; g bis guf die neueste Zeit gegen alle

Verträgen A 0 ochen gen immer n L Präsident erklärte nämlich, dag emer von neuem erhoben. Der

, , i daß ei ctr S S einer Nation ermähtige, Baba ca pertrag, der die See-Offiziere

; S els\chiffe ei i i mit Beleidigungen gegen die Ore e anderen zu durchsuchen,

daß ein Vertrag, der diese Befugni (ebteren verbundeu sey, wegzunehmen s in e: On “a fueahin ausdehne, die Schisse nale, zur Hälfte aus fremden Richtern bestehend E Pes Ari» eine Machtvollflommenheit über die Personen, das Ei an seyen, Ehre Amerikanischer Bürger ertheile, die den ursprünglich N D litishen Justitutionen des Landes vLerwebten Grundsäßen Wi 1A Ee erläßlihen Sicherheit der persönlihen Rechte durchaus zuwide Put Jndessen erhoben sih doch viele Stimmen in den Amerifanies Kammern für die Abschließung von Durchsuchungs-Verträgen mit ae deren Mächten, und im April 1822 machte ein Comité des Kongres- ses ausdrücklich den Vorschlag zu einem Uebereinkommen mit einer oder mit allen Seemächten Europa's zu einem modifizirten und ge= genseitigen Durhsuchungs - Recht an der In Küste behufs Unterdrückung des Sklavenhandels. Die e iplomaten waren dabei äußerst thätig, und die Regierung gab endlih nah. Sie über= sandte selbst ihrem Gesandten in London den Entwurf zu einer Con= vention, die auch am 13, Mai 1824 von Seiten Amerika’s von Mr,

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30

Rush, von Seiten Englauds von Huskisson und Canning unterzeichnet wurde, Aber eine starke Partei in den Vereinigten Staaten zeigte bald ein eifersüchtiges Mißtrauen gegen den Juhalt dieser Conven- tion, und als sie zur Ratification zurückgelangte, wurde diese vom Senate geradezu verweigert. Es unterblieben darauf eine Zeit lang über diesen Punkt alle Unterhandlungen zwischen Englaud und Amerika.

Erst als Frankreih und England die Conventiouen vou 1831 und 1833 geschlossen hatten, erging an die Vereinigten Stagteu die wiederholte Aufforderung von beiden vereinten Mächten, sih ihrem Bunde zur Unterdrückung des Sklavenhandels anzuschließen. Hierauf wurde endlich am 4, Oktober 1834 vom Amerikanischen Minister des Auswärtigen ein bestimmter und förmlicher Bescheid gegeben, der den Mächten aber jede Hoffnung benahm, Nord-Amerika an ihrem Bünd= nisse Theil nehmen zu sehen. Es heißt in dieser Antwort ausdrück- lich, daß der Beschluß gefaßt wäre, die Vereinigten Staaten an kei= ner Convention hinsichtlich des Sklavenhandels Theil nehmen zu las= sen; daß die Regierung durch gewissenhafte Ausübung ihrer eigenen Maßregeln zur Einziehung und Bestrafung solcher Amerikanischer Bürger, welche die Gesetze verleben sollten, am besten ihren Pflich= ten gegen das Volk der Vereinigten Staaten und die Juteressen der Welt nachkommen könne. Bei diesem Beschlusse is es bis jebt ge- blieben.

Wie gewissenhaft aber auch die Amerikauishe Regierung jene Maßregeln ausübt, so steht es doch faktisch fest, daß ihr die Unter= drücckung des Amerikanischen Sklavenhandels bis jeßt dadurch noch nicht gelungen is. *) Und selbst wenn diese Maßregeln ihrem Zweke entsprehen sollten, so bewirkt doch noch immer diese Jsolirung, daß auswärtige Abenteurer von der unrehtmäßigen Führung der Unionsflagge zu ihrem seeräuberischen Handel nicht zurückstehen. Die Spanischen Sklavenhändler, denen der wirksame Vertrag von 1835 die Flagge Spaniens untersagt, haben zur Flagge der Vereinigten Staaten jeßt ihre Zuflucht genommen, und seitdem auch Portugals Farben dem Handel keinen Schuß mehr gewähren, so entzieht dieser gemißbrauhte Schirm der Unions=Flagge auch Portugiesische Skla= venhändler ihren rechtmäßig verwirkten Strafen.

Lord Palmerston trug im Jahre 1839 den Vereinigten Staaten den Durchsuchungs = Vertrag von neuem an, aber vergeblich. Lord Aberdeen wiederholte im vorigen Jahre diesen Antrag, aber mit gleich ungünstigem Erfolg. Dieser Leßtere trennte in seiner Note das Recht der Durchsuchung (right of search) von dem der Untersuchung (right of visit) und wollte uur das leßtere in Anwendung gebracht wissen. Hiernach sollten Britische Kreuzer nur befugt seyn, die Nationalität der von ihnen angetroffenen Schiffe von zweifelhaftem und verdächti gem Charakter unter Amerikanischer Flagge, sey es aus Papieren oder auf andere Weise, zu ermitteln. Wenn das so untersuchte Fahrzeug wirklich als ein Amcrikanisches erïannt wäre, so würde ihm sofort die Fortseßung seiner Reise gestattet und seine Bestimmung in keiner Weise geändert, sey es für den Sklavenhandel oder zu sonst anderen Zwecken ausgesandt. Aber die Amerikanische Regierung blieb fest bei ihrem Beschlusse, und der lebte große vor kurzem von Lord Afhbur- ton abgeschlossene Vertrag zwischen England und Nord-Amerika ent hält nur eine neue Ausrüstungsklausel für Kreuzer zur Unterdrückung des Sklavenhandels an der Afrikanischen Küste.

Der Grund dieses hartnäckigen Widerstrebens der Amerikanischen Regierung gegen Durchsuchungs = Verträge liegt allerdings in einer großen Eifersucht auf die Einmischung der Britischen Kreuzer in die Angelegenheiten der die Unions=-Flagge führenden Schiffe, die dadurch gleichsam der Britischen Oberherrschaft untergeordnet werden, aber hauptsächlich geht es hervor aus dem Bestehen der Sklaverei in deu südlichen Staaten, wo das Mißtrauen aller Sklaven-Cigenthümer ge- gen die Regierung sogleich zur höchsten Erbitterung si steigert, \o- bald nur im entferntesten die Frage des Sklavenhaudels und der Sklaverei berührt wird. Die Sklaverei besteht hier noch in ihrer ganzen Ausdehnung, eben so ein erlgaubter Haudel mit Sklaven zwi schen den cinzelnen Staaten, und eine Einschmuggelei neuer Sklaven wird deshalb immer von den Sklaven= Besißern gern gesehen. Abschaffung der Sklaverei aber stehen hier große damit verbundene Interessen im Wege, ja das Besteben und die Wohlfahrt aller dieser Staaten. Wir wollen diese Juteressen in dem zweiten Theile un= | serer Darstellung näher hervorheben. Schluß folgt.)

Wissenschaft, Kunst und Literatur.

Darmstadt, 16. Jan. Gestern erschienen die Hugenotten von Mever- beer zum erstenmale auf dem Großherzoglichen Hoftheater. Wenn auch diese Kunst-Anstalt unter den bedeutenderen Deutschen Bühnen dieses kolossale und grandiose Werk eines der ersten musikalischen Talente unserer Zeit nicht gerade mit zuerst gab in dem Stuttgarter und dem Mannheimer Hof- theater erschien es übrigens auch erst im Laufe vorigen Jahres und zu Karlsruhe noch gar nicht }o gehört sie doch gewiß zu denen, welche sie am wüdigsten ausstatteten und am sleißigsten einübten, und so die vielen und großen Schwierigkeiten, welche die Ausführung dieses gigantischen Werkes darbietet, möglichst überwanden. Unser treffliches Orchester, unter Leitung sei- nes würdigen Kapellmeisters, Herrn Mangold, erwarb sich neue Lorbeerenz die Chöre, welche in dieser Oper eine so bedeutende Nolle spielen, von Herrn Chor-Direftor Neukäufler einstudirt, waren von ergreifender Wirkung ; die Ensembles, bei weitem vorherrschend durch das ganze Werk, machten um so größeren Effekt, als selbst unsere ersten Künstler kleinere Partieen über- nommen hatten. Decorationen, von der Meisterhand Schilbach's herrlich ausgeführt, Kostüme, neu und glänzend, so wie Tänze und Gruppirungen, von Herrn Balletmeister Tescher arrangirt, waren von überraschender Wir-

*) Den besten Beweis dafür, daß Sklavenhandel noch von Nord-Ame- rifa aus getrieben wird, und die Art und Weise, wie die Sklavenhändler die Gesche zu umgehen suchen, liefern uns die Untersuchungs - Akten der Amerikanischen Gerichtshöfe gegen des Sklavenhandels schuldige Fahrzeuge. Vor nicht langer Zeit ward ein Schiff, „die Catharine“, verurtheilt, jedoch erst in zweiter Jnstanz. Das Schiff war nach seiner Ausrüstung und vor scincr Abreise durch cinen Kauf-Kontrakt zwischen dem Amerikanischen Eigen- tbümer und ciner anderen Person, einem Fremden, diesem Letzteren verkauft worden, sollte jedoch erst in Afrika demselben abgetreten werden. Zu gleicher Zeit hatte zwischen dem Amerikanischen Frachtherrn und dieser fremden Person noch ein schriftlihes Abkommen stattgefunden, wonach das Schiff bis an die Afrikanishe Küste seinen Amerikanischen Charakter behalten sollte, wahrscheinlich um der Anwendung des Vertrags zwischen Großbritanien und Spanien zu entgehen; dort aber sollte es vor seiner Rückreise Spa- nisch werden, damit nicht nah der Kongreßakte vom 15. Mai 1820 Füh- rer und Mannschaft für Seeräuber erklärt würden, Das Schiff wurde auf seiner Hinreise von Amerikanischen Kreuzern weggenommen, und unter solchen Umständen hatte das erste Gericht, nachdem es den damaligen Charakter des Fahrzeugs nah dem erwähnten Abkommen und cben so den Kauffontrakt in Erwägung gezogen hatte, seine Meinung dahin abgege- ben, daß das Schiff zwar ein Amerikanisches, gebaut und ausgerüstet für den Sklavenhandel , aber einem Fremden verkauft und von diesem benußt ware, daß die Amerikanischen Gesetze auf einen solchen Fall sich nicht erstredten und das Schiff deshalb dem (Amcrikanischen) Anspruchmacher zurückgestellt werden müsse. Der obere Gerichtshof aber, dem die Sache noch i mittirt wurde, erwies, daß das Eigenthumsreht an das Schiff Cic E R, au dem Amerikaner zuzuschreiben sey, da es noch

iht den Drt erreicht hatte, wo der Besigtitel übertragen werden sollte,

kung, Sängier und Séingerinnen gaben die schwierigen und anstrengenden

Kraft und Wärme, daß sie den

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verdienten Becfall fanden, wie denn überhaupt die ganze Darstellung dem -J1 Zu groß auch diese Anerkennung vielfach

von Sciten des überfüllten Hauses in lebhaften Beifallsbezcigungen aus-

Haupt - Parti ren meist mit so viel Eifer, Kunst-Institute zu großer Ehre gereicht, und

gesprochen wurde. (Großherz. Hess. Ztg.)

Berlin - Stettiner Eisenbahn. Section Berlin-Angermünde,

2061 Personen.

Meteorologische Beobachtungen.

Abends

1843.

18, Januar.

Morgens

Nachwittags 6 Uhr.

2 Ubr.

Nach einmaliger

10 Ubr.

Beobachtung.

Luftdruck .... Lustwärme ...| Thaupunkt ... |— Dunstsättigung Wetter

d m le 4c r ta [7 341 84 Mur, 342,48 Par. |3413,42 Par. | Quellwärme 7,0° R. 0,6” B. + 19° s 0.12 R.!| Flusswärme 0.4? R, 20 Bir, R 25° M 9

L, Bodenwärme 4,5 „R. 83 pCt. 73 pCt. 81] pct. AusdünstungO,014 Rh. heiter. heiter, trüb.

Der |

Danach ward die Verurtheilung erkannt,

Niederschlag O. W. W. W., Wüärmewechsel +-2,41° Wolkenzug... E, ——- ——— 08” IL, Tagesmittel: 342,58“ Par... -+0,3° R... —2,4° R... 79 pct. w.

B:.e A 0 Bra Den 19, Januar 1843.

Pr. Cour. | P }

5: Aclien. S | He Cour. Brief. | Geld. | Brief. | Geld. | Brl, Pots. Eisenb. 1257

| | 1047, do. do. Prior. Obl. | |— | 1023 6

Fonds.

St. Schuld-Sch, Pr. Engl. Ob1.30, Präm. Sch. der Seehandlung. Kur- u. Neumärk. Sefuuldverschr. Berl. Stadt-Obl. | Danz. do. in Thb. Weestpr. Pfandbr. |-

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1047, 1035 Mgd. Lpz. Eisenb. |- do. do. Prior. Ob. | Brl. Anb. Eisenb./| do. do. Prior. Obl.| Düss. Elb, Eisenb./| do. do. Prior. Obl. Rhein. Eisenb,

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Geld,

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Brief. |

Amsterdam 250 FI. do. 250 FI. Hamburg 300 Mk. | do. 300 Mk.

E 300 Fr. | 150 FI. S0 Fl | 100 Thir. | Leipzig in Courant im 14 Thl, Fuss. . 100 Thir. | Fraukfurt a. M, W/ 100 FI. | Petersburg « - 1 SRhI.|

Kurz | | 2 Met. | | Kurz | 1512 2 Mit. 150? 3 It. | I LDA 2 Me. 794 2 Me. z 103! 2 Me. P | 102 2 Me L 90A 8 Tage a | 99% 2M C D

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London

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Auswärtige Börsen.

A In S t C rd am, 19, Jan, Niederl, wirkl, Sch, 5217-, 5%; Span. 18:

A ntwerpe T, 14. Jan. Ziosl. —. Neue Anl. 18?

Hamburg, 17. Jan. Bank-Actien 1610. Engl. Russ. 105.

Paris, 14. Jan 5% Rente fin cour. 120. 30. 3% Rente fin cour. 79, 35, Anl. de 1841 —. 5% Neapl. au compt. 107, 200 9% Span. Rente 24 c. Pass. 4.

Petersb UTg, 10. Jan. Lond. 3 Met. 372. Hamb. 33%. Paris 398. Poln. à Paris 300 FI. 785. do. 500 FVI. 80%. do. 200 FI. Aix

Wien, 16 du o o d U 8 7. 1% —. Bank-Actien 1616. Anl. de 1834 145. de 1839 1155.

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Königliche Schauspiele. Freitag, 20. Jan. Jm Opernhause: Die Nachtwandlerin. Oper in 3 Abth. Musik von Bellim. (Olle. Marx: Amine.) Hierauf: Der Geburtstag. Divertissement iu 1 Aufzug, von Hoguet. : Jm Schauspielhause : 1) La marquise de Senneterre, ou: Une lecon de coquetterie, comédie en 3 actes et en prose, du théâtre srançais, par M. Mélesville. 2) La reprise de! Lés pre- mières amours, vaudeville en 1 acte, par Scribe. Sonnabend, 21. Jan. Jm Schauspielhause: Z (Dlle. Löwe, on ie L Breslau : Marie.) Das Tagebuch. Dlle. Lowe: Xucte. d E 22. Jan. Jm Opernhause: Fernand Cortez. Jm Schauspielhause: Die Schule des Lebens,

Zurückseßung. Hierauf:

Königsstädtisches Theater.

Freitag, 20. Jan. Vorstellung der Pantomimisten Herren Ge brüder Lehmann: Der dicke Lord Plumpudding. Komische Panto- mime in 2 Akten. Hierauf: Die drei Tanzmeister. Posse in 1 Akt, von L. Rellstab. Zum Schluß: Der Barbier von Pekin. Englische Pantomime in 1 Akt, arrangirt von W. Seymour. Musik von Hauwel. Hierin: Die Japanishe Messe, ausgeführt durch die Her- ren Whittoyne und Maurice und die sämmtlichen übrigen Mitglieder der Gesellschaft.

Sonnabend, 21. Jan. (Jtalienishe Opern-Vorstellung.) Otello, il Moro di Venezia. (Sgr. Giovanni Baptista Rubini: Otello,

Hast. M Brie der Plähe: Ein Plah in deu Logen und im Balcon des ersten Ranges: 2 Rthlr. 2c. 0 |

Zu dieser Vorstellung werden auch die Parterre- und Gallerie- Billets im Billet - Verkauss- Büreau, Burgstraße Nr. 7, verkauft.

Sonntag, 22. Jan. Pagenstreihe. Posse in 5 Akten, vou Koßebue. (Neu einstudirt.) (Herr Beckmann: den Baron v, Stuhlbein.)

Oeffentliche Aufführungen. Freitag, 20. Januar, Abends halb 7 Uhr, im Hotel de Russie: Fünfte dramatische Vorlesung von C. von Holtei (Viel Lärmen um Nichts, von Shakespeare).

Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen,

Gedruckt in der Decker schen Geheimen Ober - Hofbuchdruerci,

Frequenz in der VVoche vom Sten bis incl. 14, Januar 1843

Preis

2 Rhhlr. für 4 Rthlr. - ahr. 8 Ülhle. = 1 Jahr.

in allen Theilen der Monarchie ohne Preiserhöhung.

Iahr. I

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Preußlsche Staats-Zeitu

Alle Post - Anstalten des In- und Auslandes nehmen Sestel- lung an, für Berlin dic Expedition der Staats - Zeitung: Friedrihchssftrasse Ur. 72.

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Amtliche Nachrichten. f

Frankreich. Paris. Der Handels-Vertrag mit England. Die indi- reften Steuern für 1842, Die Marquesas, Vermischtes, Briefe aus Paris. (Das Journal des Débats gegen das Zuckergeseß. Weitere Gründe dafür; Kartel mit England.)

Großbritauien und Jrland. London. Hofnachrichten. Aus- wanderung freier Neger aus Afrika nah Westindien, Handel mit China.

Deutsche Bundesstaaten. München. Abgeordneten - Kammer. Fortseznng der Debatte über den Antrag der protestantischen Abgeord neten. Dresden, Zweite Kammer, Fernere Berathung über Oef- fentlihfeit und Mündlichkeit im Kriminal-Verfahren. Schreiben aus Frankfurt a. M. (Bundestag.)

Desterreich. Triest. Oesterreichs Ein- und Ausfuhren.

Schweiz. Bern. Ju Tessin die neue von den Radikalen vorgeschla- gene Verfassung verworfen,

Spanien. Madrid. Der Regent; die Moderados; Barcelona und die Emigrirten,

Juland, Berlin. Königliche Verordnung, die Anstellung der Direkto- ren und Lehrer der Gymnasien betreffend, Ministerial-Bekanntmachung in Betreff der verlängerten Dauer der mit Hannover, Oldenburg und Braunschweig abgeschlossenen Verträge. Das Ehegesez. Berichti- gende Kunst-Notiz. Breslau. Professor Hoffmann von Fallersleben.

Der Stlavenhandel und die Sklaven-Emancipations-Frage in Nord-Amerika. (Schluß.)

Wissenschaft, Kunst und Literatur, Berlin. Wissenschastli-

cher Kunst-Verein, Rom, Kunst-Notizen.

Amtliche achrichten.

Kvronif des Tages. De, den d9 Januar Seine Majestät der König sind nah Freienwalde a. d. O. gereist.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Dem Landrathe von Schenck zu Siegen den Rothen Adler- Orden dritter Klasse mit der Schleife, dem katholischen Kurat-Geist lihen Scheffler in Parchwiß und dem Vorsteher der höheren Tüöchterschule in Elberfeld, Lieth, den Rothen Adler-Orden vierter Klasse zu verleihen ;

Dem Regierungs-Rath und ordentlichen Professor in der philo- sophischen Fakultät der hiesigen Universität, Dr. von Raumer, den Charakter als Geheimer Regierungs-Rath beizulegen; und

Den Land- und Stadtgerichts - Direktor von Beughem zu Vlotho zum Direktor des Land- und Stadtgerichts zu Warburg zu ernennen,

Oren um den von der Michael Beerschen Stiftung ausgesebten Prets;

Der zu München am 22, März 1833 verstorbene dramatische Schriftsteller Michael Beer aus Berlin hat durch testamentarische Verfügung "ein bedeutendes Kapital zu einer von des hochseligen Königs Majestät Allergnädigst genehmigten Stiftung ausgeseßt, um unbemittelten Malern und Bildhauern jüdischer Religion den Aufent- halt in Jtalien zur Ausbildung in ihrer Kunst durch Gewährung eines Stipendiums zu erleichtern, welhes dem Sieger einer jährli- hen Preisbewerbung zu Theil wird, mit deren Veranstaltung die Königl, Akademie der Künste nah dem Wunsche des Stifters Aller- höchsten Ortes beauftragt worden ist,

Demgemäß macht die Akademie hierdurch bekannt, daß die dies- jährige Konkurrenz um den Michael Beerschen Preis für Werke der Bildhauerei bestimmt is. Die Wahl des darzustellenden Gegenstan= des überläßt die Akademie dem eigenen Ermessen der Konkurrenten, so wie sie es denselben anheinmstellt, ob sie eine Ausführung in Bas- relief oder in runder Figur vorziehen. Nur müssen Basreliess, um zusa zu seyn, eine Höhe von etwa 27 Fuß zu einer Breite von etwa 4 Fuß haben, und eine runde Figur muß wenigstens 3 Fuß hoch seyn, Die Kosten der Abformung in Gyps, wofern diese uü- thig ist, werden auf Verlangen erstattet. Der Termin für die Ab- lieferung der zu dieser Konkurrenz bestimmten Arbeiten an die Akg= deinie is der 16. September d. J., und muß jede derselben mit fol- genden Attesten versehen seyn:

1) daß der namentlich zu bezeichnende Konkurrent \ich zur südi- schen Religion bekennt, ein Alter von 22 Jahren erreicht hat

und Zögling einer Deutschen Kunst=Akademie it; n

2) daß die eingesendete Arbeit vou ihm selbs erfunden und ohne fremde Beihülfe von ihm ausgeführt worden ist,

Die eingehenden und zur Konkurrenz zugelassenen Arbeiten wer= den auf 8 Tage öffeutlich im Akademie- Gebäude ausgestellt. Die Zuerkennung erfolgt vor Ende Septembers d, J., und besteht der selbe in einem Stipendium von 500 Thalern auf ein Jahr zu einer Studienreise nah Jtalien. | S

Berlin, den 18. Januar 1843.

Direktorium und Senat der Königl. Akademie der Künste.

Dr, G, Schadow, Direktor,

Zeitungs -Uachrichten.

Ausland.

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Frankrei h.

Paris, 15. Jan. Der Spanische Ge häftsträger, Herr Her- nandez, hatte gestern, in Anwesenheit des Muhe det bidictigen Angelegenheiten, eine ziemlich lange Audienz bei dem Könige.

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Berlin, Sonngbend den le Januar

N E R ia _T Bad E R E E Ie:

Der Univers enthält folgenden Artikel über den Handels8-Trak tat mit England, dessen die Englischen Blätter erwähnt, und worüber die hiesigen ministeriellen Journale bis jeßt tiefes Stillschweigen be- obachtet haben: „Man versichert uns, daß der Haudels-Traktat mit England abgeschlossen is, und daß die einzelnen Bestimmungen dessel- ben gleih nah der Adreß = Debatte bekanut werden sollen. Dieser Traktat scheint im Schooße des Kabinets lebhafte Debatten hervorge- rufen zu haben. Wix überlassen uns der Hoffnung, daß alle Klau- seln desselben reihlich erwogen worden sind, und daß der Minister der auëwärtigen Angelegenheiten sich nicht der Gefahr aussebzt, durch eine neue Ratifications- Verweigerung den Frieden der Welt ernst lich zu gefährden. Wenn wir gut unterrichtet sind, so würde durch Den in Rede stehenden Traktat der Quincaillerie - Handel in den Luellen seiner Eristenz beeinträchtigt und einige andere Jndustrieen ernstlih benachtleiligt werden. Wir wollen indessen unser Urtheil zurückhalten, bis wir die Entschädigung keunen, die man uns aubie et, und wir seßen Vertrauen genug in die Regierung, um zu glau-

ben, daß sie nicht leichtsinniger Weise die Juteressen, auf denen sie berußt, | den

gegen sich aufbringen wird.“ Die Presse macht über denselben Ge genstand folgende Bemerkungen : „Man erfährt noch nicht, welche Re ductionen in seinem Tarif England vornehmen will. So viel ist ge- wiß, daß ihm in dieser Hinsicht ungeheuer viel zu thun übrig bleibt. Bon “unsere! * Weinen wo e Zol erboben, Der O auf 3 bie 4U0 V Des Werbes belauft. Dieser Zol feigt auf 4 bis 600 pCt. für unsere Branntweine. Eine Vermin= derung um die Hälfte erscheint im ersten Augenblicfe als ein großes Zugeständniß; wenn man aber bedenkt, daß nach diesem Zugeständ- nisse unsere Weine immer noch mit einem Zoll von 159 bis 200 pCt. belastet sind, so s{hwindet der Enthusiasmus für eine solche Maß- regel. Und wenn nun besonders als Entschädigung von uns verlangt würde, daß auch wir die Artikel unseres Tarifs, welche die Englischen Produkte mit einem vergleichsweise sehr mäßigen Zoll belegen, um die Hälfte vermindern sollen, so hört jede Täuschung auf, und man überzeugt sich, daß wir hinter's Licht geführt werden jollen.“ Das Commerce sagt: „Man versichert uns, daß der Handels = Traktat mit England noch nicht unterzeihnet worden i. Ein Grund mehr für die Kammer, uw 1in ihrer Antwort guf die Thron-Rede die Prin- zipien genau festzustellen, die sie auf die Handels-Verträge angewendet sehen will, deren Vorbereitung die Krone verkündet.“

Der Moniteur publizirt heute die Uebersicht der Einnahme der indirelten Steuern für das Jahr 1842 im Vergleih mit den Einnahmen der Jahre 1840 und 12841. Jm Vergleich zu 1840 er

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Fraufkreihs. Durch eine sehr bündige Argumeatation wird von dem Verfasser des fraglichen Artikels dargethan, daß sih alle die Gründe, welhe gegen den Rübenzucker vorgebracht werden, auch gegen den Französischen Kolonuiaglzucker anwenden lassen, welcher weit theurer ist, als der Brasilianische, der Ostindische-u. #. w. und der sich ohne einen starken Differenz=Zoll zu seinen Gunsten kei= nen Augenblick gegen die fremde Konkurrenz auf dem Französischen Markte würde halten können. Aber das Juteresse der Französischen Marine, für welhe das Privilegium der Schifffahrt nah den Zuder= Kolonieen unentbehrlich is? Das Journal des Débats entgeg= net, daß laut der von den amtlichen Vertheidigern der Kolonial= Juteressen ausgehenden Dokumente die Schiffsverbindung mit den Kolonieen nur §0.)0 Seeleute beschäftigt, kaum den zwölften Theil der Seeleute, welche Frankreich überhaupt hat, und aus denen es seine Kriegsflotte refrutiren fann, Die Französishe Schifffahrt würde | überdies ein viel größeres Feld haben und eine viel weitere Ausdeh= | nung gewinnen, wenn der Französische Markt den Zuer erzeugen- fremden Ländern auf billige Bedingungen geöffnet würde, welche gegen eine solhe Konzession der Erzeugnisse der Französischen Jndustrie ihre Schlagbäume aufthun und denselben einen ganz ande= ren Absaß gewähren würden, als ein paar elende Juseln, die nicht einmal 400,000 Einwohner zählen, von deven überdies nur der aller= fleinste Theil Europäische Waaren verbraucht.

Gegen alle diese und ähulihe Behauptungen und Folgerungen des Journal des Débats läßt sich nichts oder doch nicht viel einwenden. Das dreiste staatswirthschaftliche Raisonnement dieses Blattes, welches Gesichtspunkte andeutet, die bisher bei dieser Sache noch nie zur Sprache gekommen waren, wird gewiß starken Cindruk hervorbringen und ohne Zweifel ein neues merllihes Gewicht gegen das ministerielle Projekt eines definitiven Zuckergeseßes in die Wag= \chale werfen. Kommt die Zuckerfrage überhaupt in der diesjährigen Session zu irgend einer Entscheidung, so wird dies höchst wahrschein-

| licherweise dur die Aufstellung des Grundsaßes der gleichmäßi= | gen" Bosteuerüng geschehen - Es i fo “gut wie anerkannt, | daß eine große Zahl der einheimishen Zucker - Fabriken auf gleiche | Steuerbedingungen hin mit der Kolonial-Jndustrie konkurriren kön= | nen, ja, die Repräsentanten der letzteren fürchten sogar, daß der Rohr= | zucker im Laufe der Zeit unter gleichen Verhältnissen dem Rübenzuk= | fer unterliegen werde.

| Durch ein vorgestern gefälltes Urtheil des Königlichen Gerichts- | hofes als zweiter Jnstanz is cin Ausspruch des Zucht-Polizeigerichts

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| bestätigt worden, kraft dessen das Börsenspiel eine unerlaubte Hand=

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| giebt sih eine Vermehrung von 68,622,000 Fr., und im Vergleih | lung i}, bei welcher sich kein Wechsel-Agent betheiligen kann, obne

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zu 1841 eine Vermehrung von 35,984,000 Fr. Der Total=Betrag jener Einnahme für 1842 beläuft sich auf 751,257,000 Fr. Der Ertrag des Zolles auf Zucker tellt sich für das Jahr 1842 folgen= ermaßen : Für Kolonial-Zucker Runkelrüben=Zuker 8,981,000 nue e ute... O07 000 Am bedeutendsten stellt sich wieder der Ertrag der Tabacks=Regie heraus, die im verflossenen Jahre 100,714,000 Fr. eingebracht hat. Die Einnahme für Brief - Porto, Geld=Sendungen u. \. w. beläuft sich auf 45,223,000 Fr. Die Salzsteuer hat 59,369,000 Fr., und die Getränfsteuer 96,599,000 Fr. eingebracht.

36,236,000 Fr.

Es sind in der vergangenen Woche Depeschen an den Prinzen von Joinville abgegangen, der sich vermuthlich in diesem Augenblicke , 1 A , C: , y ÉH - , - 1 in Niv Janeiro besindet. Die „Belle Poule‘/ soll si, wie es heißt,

Französischen Truppen zu beshüßen. Man sagt, diese Maßregel sey in Folge der leßten aus unseren neuen Besißungen eingegangenen Nachrichten getroffen worden. Es hatte zwar daselbst noch feine förmliche Empörung stattgefunden, aber man fürchtete eine Bewegung. Der Prinz von Joinville foll so lange auf den Marquesas - Juseln bleiben, bis hinreichende Streitkräfte eingetroffen sind, um sich der Herrschaft zu sichern.

Die Adreß-Kommission der Deputirten-Kammer soll gestern Abend | mit einer Majorität von 8 Stimmen gegen 1 beschlossen haben, einea | Paragravhen in die Adresse einzurücfen, welcher die Revision der Verträge von 1831 und 1833 verlangt. Dieser Beschluß soll, troß des Widerspruchs des Herrn Guizot, gefaßt worden seyn. Man glaubt, daß Herr Dumont du Lot zum Berichterstatter ernannt wer= den wird,

Der Staats-Rath hat gestern die Prüfung eines neuen Gesch= Entwurfes über die Theater begonnen,

Der Moniteur parisien widerspricht der von mehreren Jour= nalen gegebenen Nachricht, daß der General Bugeaud bereits in Paris eingetroffen \ey.

Der Marquis von Normanby, Minister des Juneru unter ter Melbourneschen Verwaltung, is gestern in Paris eingetroffen.

Herr Lachzud hat nah Beendigung des Marcellgngeschen Pro- zesses seiner früheren Klientin, der Madame Laffarge, einen Besuch abgestattet. Er hatte dazu die Erlaubniß des Ministers des Junnern erhalten, da er mit den Geschäften dieser Gefangenen beauftragt ist. Die Herren Blanqui und Michel Chevalier, die bei ihrer Durchreise durch Montpellier ebenfalls die Madame Laffarge besuchten, sollen von derselben sehr kalt aufgenommen worden seyn.

In der vergangenen Nacht herrschte hier wieder ein furchtbarer Sturm, der fast in allen Stadtvierteln große Beschädigungen ange- richtet hat. Die rücsständigen Englischen Posten sind nichtsdestowe- niger heute früh in Paris eingetroffen,

| | | fofort nach den Marquesas =-Jnseln begeben, um die dort befindlichen | l

T7 Paris, 15. Jan. Das Journal des Débats, wel- ches sich von Anfang an gegen das von der Regierung vorgelegte Zuckergeseß erklärt hat, widmet der gründlichen Prüfung dieses Ent- wurfes heute einen sehr gut geschriebenen Artikel, in welhem man die Feder des gewandten Oekonomisten Michel Chevalier zu erkennen glaubt, Das Journal des Débats weist nah, daß das Zudcker- Monopol der Franzbsischen Kolonieen, in dessen alleinigem Juteresse der Regierungs-Vorschlag abgefaßt is, weder die ökonomischen noch die politischen Vortheile darbietet, die man demselben zuzuschreiben gewohnt i}, und sein Raisonnement läuft für den, der dasselbe recht versteht, auf nihts weniger hinaus, als guf einen Beweis der Ueber- flüssigkeit, ja sogar des Nachtheils des ganzen Kolonial = Systems

| sich eines Vergehens schuldig zu machen. Der in den fraglichen Pre= | zeß verwickelte Wechsel - Agent war in erster Jnstanz zu 5900 Fr. | Geldstrafe verurtheilt, der Appellationshof hat indessen diese Summe | auf 1000 Fr. ermäßigt. |

| = Paris, 15. Jan. Die Handels - Kammern von Dieppe, | Lorient, Granville und Marseille haben neuerdings Petitionen an das | Ministerium um Unterdrückung des Rübenzuckers gerichtet, wogegen | von der wissenschaftlichen Gesellshaft zu Lille und nun auch von der | Handels-Kammer von Paris selbst solche zu Gunsten der einheimischen Jndustrie eingelaufen sind. Herr Horace Say war von der hiesigen Handels-Kammer mit Erstattung des Berichts über die Frage beauf= tragt worden, und dieser ist nun, wie man hört, mit Einstimmigkeit angenommen worden, was bei den auffallenden Jrrthümern, in welche Herr Horace Say bei seiner Argumentation verfallen ist, doppelt unbegreiflich erscheint. Das Argument neuer Art, worauf die Han= dels - Kammer von Paris die Verwerfung des vom Ministerium vor= gelegten Zucker-Gesebes begründen will, besteht ín folgendem Saße: „Die Handels-Kammer hat sich überzeugt, daß für die 80 Millionen Kilogramme Zucker, die von den Kolonieer nah Frankreich trans=- portirt werden, achtzig Schiffe, jedes mit einem Personale vou zehn bis funfzehn Mann, im Gauzen also von aht- bis zwösfhuzzdert Matrosen, hinreichen.“ Um so geringer Resultate willen, welche den geringen Einfluß des Zuer - Transports auf die Hebung der Haudels- und Kriegs-Marine zeigen, meint dann die Handels-Kammer mit Herrn Horace Say, dürfe man nicht zu einer so strengen Maß= regel schreiten, wie es die Unterdrückung der ganzen Rübenzucker= Industrie wäre.

Dagegen sprechen aber die Thatsachen, welche zur Kenntniß aller Welt offen vorliegen, Es is schwer begreiflih, wie die Handels= Kammer von Paris nicht die Angaben der offiziellen Darstellung des Handels von Frankreich mit seinen Kolonieen und den auswärtigen Mächten für 1841 zu Rathe zu ziehen für gut fand, welche von der Douanen-Verwaltung der Oeffentlichkeit übergeben worden is, Sie würde dort den wirklichen Stand der Schifffahrt zwischen den Kolo= uieen und dem Mutterlaude gefunden haben.

Während des Jahres 1841 kamen in den verschiedenen Franzt= sischen Häfen mit Zucker an: : '

Aus Martinique 122 Schiffe, 28,521 Tonnen, 1523 Mann Equip.

» Guadeloupe 140) »: 4! G COA » 1740» »

» Bourbon... 8) 20,200) » 4329: 7 » Ÿ

3) Guyana. R » 4,3 J » 278 » »

308 Schiffe, 87,787 Tonnen, 4875 Mann Equip.

Hiezu kommen noch 7 Schiffe, die auf Ballast im Laufe des Jahres 1841 gus den Kolonieen zurückgekommen sind, Die Insel Bourbon für sih allein verwendet also schon 80 Schiffe und 1329 Mann zum Transport ihrer Produkte, und man kann nicht einwen- den, daß ein und dasselbe Schiff die Reise mehreremale in einem Jahre mache, ein einfacher Blick auf die Karte zeigt, daß bei der Entfernung der Jnsel Bourbon von Frankreih davon feine Rede seyn kann. Auch die Zahl der Schiffe, welche die Reise nah Mar= tinique und Guadeloupe zweimal im Jahre machen, is nicht groß, schon deshalb, weil die Zuckerlieferungen erst in der zweiten Hälfte des März in voller Thätigkeit beginnen und im Juli enden. Noth- wendige Folge davon is, daß auch die Schifffahrt zwischen die- sen beiden Juseln und dem Mutterlande eigentlich nur sechs Monate offen is. Aber es würden noch immer für diese beiden e

seln 175 Schiffe mit 2114 Mann bleiben, e Vabes fh, ie

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und 1329 Mannz für Cayenne 26 Ganzen 281 Sd und 3721 Mann, st| Drittheil der Schiffe zwischen Martintgue uo