c dem leßten Markte, Mittwoch den 28. Juni, der Preis — ge _ um 13 Sgr. gestiegen war und die Mittwochmärkte nie
ifirung angenommen wer E de ebpreise eine Erhöhung. Nach jenem Markte vom 98. Juni äußerte sich in unserer Stadt ein fühlbarer Brodmangel.
áämlich in der ganzen Umgegend, wo nah fkeiner solchen a E des Brodes festgestellt wird, dasselbe theurer
war, als hier und in dem benahbarten Nassau {hon Brodmangel herrschte, so strömten eine Menge Landleute {on Morgens früh
dur die Stadt und kaufte alles fertige Brod auf. Auch hörten die Zufuhren in Mehl etwas auf, was in dieser Zeit nichts Ungewöhn- liches is. So war die Nadhfrage größer als der Brodvorrath, ein Uebelstand, dem jeßt dadurch abgeholfen ist, daß die Stadt das Mehl, welches sie von dem Gouvernement erhalten hat, bei einigen Bäckern verbacken läßt; das daraus gewonnene Brod wird an hiesige Einwohner gegen einen auf der Bürgermeisterei ausgefertigten Schein zu billigem Preise verabfolgt. Außerdem läßt Herr Banquier Beth-= mann. in Frankfurt, der Eigenthümer der hiesigen Dampfmühle, seit einigen Tagen hier Brod backen und weit billiger verkaufen, als die Preise des Mehles berechnet sind. So i} die Stadt vor allem Mangel geshüßt und auch die Nachbargegend kann Brod in Menge erhaiten. Um so mehr is zu erwarten, daß, zumal die Aerndte so nahe is, die noch lagernden Vorräthe von selbst im Preise fallen, wollen anders nicht die Besißer sih größerem Verlust ausseben.
Ausland.
Deutsche Bundesstaaten.
Bayern. München, 6. Juli. (A. Z.) Jn der heutigen Sibßung der Kammer der Abgeordneten kam zunächst eine Note des Königlichen Ministeriums des Junnern an das Präsidium zur Verlesung, mittelst welcher die Kammcr die Einladung erhält, der übermorgen stattfin- denden firhlihen Feier des Geburtsfestes Jhrer Majestät der Königin beizuwohnen, Hierauf gab Freiherr von Rotenhan eine Uebersicht seines im Il, Ausschuß erstatteten, 394 Druckseiten umfassenden Vor- trags über das Einnahme = Budget für die V. Finanzperiode, und dann wurde die Berathung über das Eisenbahn =Gesebß fortgeseßt. Zuerst erstattete der Abgeordnete Bestelmeyer als Referent cin Ré= sumé der ganzen Debatte ( gelegentlich desselben machte der Reduer der Kammer auch die beruhigende Mittheilung, daß neuesten Nach- richten gemäß der Froschmäusekrieg auf dem Bodensee bereits bei= gelegt sei)z nachdem sih dann von Seiten des Ministertisches Mini= sterial-Rath von Vol und der Königl, Minister des Junern, Herr von Abel, über den Berathungsgegenstand verbreitet hatten, wurde die spezielle Debatte eröffnet. Dieselbe währte bis kurz vor zwei Uhr, und es wurden bis dahin der 1. und 11. Artikel des Entwurfes in der vom Ausschusse vorgeschlagenen Fassung einstimmig angenom- men, nur ersterer unter sofortiger Anreihung des mit ihm in innigem Zusammenhange stehenden VU, Artikels, und leßterer mit Weg- lassung der bestimmten Summen von 30 Millionen Gulden für die Sireckte von Hof bis Augsburg, und vou 18% Millionen Gulden für jene vou Augsburg bis Lindau, Die Fortseßung der Berathung
findet morgen statt.
München, 6. Juli. (A. Z) Ju der heutigen bedeutunge=-
vollen Rede des Königl. Ministers des Junern, Herrn von Abel ward erflärt daß, wenn nicht außerordentliche Ereignisse eintreten, im Jahre 1847 die Eisenbahn von Angsburg bis an die sächsische Gränze vollendet sein werde. Frage man in welchen Richtungen die Staats= Eisenbahnen gebaut werden sollen, so gelte im Allgemeinen die Aut- wort, daß sie nothwendig den Hauptrichtungen des Handels folgen müssen. Die Regierung habe dabei nicht unbedingt freie Handz Eisenbahnen müssen nothwendig jenseits der Gränzen des eigenen Landes ihre Fortseßung finden, und die Regierung sei an eine vor= ausgegangene Verständigung mit den Nachbarstaaten gebunden. Bei der zunächst in Angriff genommenen Bahn habe man beachtet, was noch jeßt die Hauptrichtung des bayerischen Handelsverkehrs sei, was einst seine Städie zur Blüthe gehoben habe, und was bedeutsam herüberwinke auf den Zug des ostindischen Handels, Für die Fort- seßung der Bahnen jenseits des Bodenseces geben sich bereits nicht unbedeutende Bemühungen und Bestrebungen kund in Graubünden und St. Gallen. Die Wichtigkeit des Handelsplabes von Lindau scheine niht genug beachtet worden zu sein. Der politishe Stand- punkt der Regierung in dieser Frage sei ein bayerischer, und ein deut- scher. Die Erfahrung früherer Zeiten habe gelehrt, welch unheil= volle Folgen Zwietracht und kleinliche Eifersucht mit sich führen, Bon diesem Grundsaß, der die Regierung beim Zollverein geleitet, werde sie, unter Mitwirkung der Stände, auch bei der Eisenbahn- Angelegenheit immer ausgehen. — Zuleßt die in der gestrigen Sißung angeregte Erübrigungsfrage berührend, {loß Herr von Abel unter großer Aufmerksamkeit der Versammlung mit folgenden Worten, welche in Verbindung mit dem, was man schon früher erfahren, sicht bar einen freudigen Eindruck hervorriefen, da sie den Weg der Ausgleichung in dieser shwierigen Frage zeigen.
„Und nun, meine Herren, kann ich eine Aeußerung nicht unerwähnt lassen, die in der gestrigen Sizung von einem von mir sehr geehrten Red- ner (Grafen von Butler) über das sogenannte Ultimatum der Regierung gemacht wurde, um den Standpunkt zu berichtigen, aus welchem der sehr gechrte Redner dieses Ultimatum ansehen und beurtheilen zu sollen glaubte, Diese Frage is von Wichtigkeit; ih glaube daher auch heute schon, sie freudig und offen besprehen zu müssen. Wenn der schr geehrte Redner, wenn Jemand in Jhrer Mitte dem Glauben si bingeben wollte, die Ne- gierung wolle die anerkannten Landesbedürfnisse nicht befriedigen, so würde er sürwahr gegen die Regierung ein großes Unrecht begehen. Aber, meine Herren, es bestehen zwischen der Negierung und vielen aus Jhnen in zwei Beziehungen Verschiedenheit der Ansichten. Verschiedenheit der Ansichten 1) über das Maß der Bedürfnisse, 2) Verschiedenheit über den Weg, auf welchem die allseitig anerkannten Bedürfnisse gedeckt werden sollenz ob solche Bedürfnisse nah den bestchenden Geseßen den Lasten des Central- Fonds oder ob sie den Lasten der Gemeinden, den Kreislasten zur Bestrei- tung zugewiesen werden sollen, Wenn di? Regierung eine andere Ueber- zeugung gewinnt, und zwar, wie es ihrer Würde und Stellung angemessen ist, eine Ueberzeugung auf dem Wege, der ihrem freien Entschlusse einen Spielraum läßt, dann dürfen Sie versichert sein, daß kein Bedürf- niß unbeachtet, keines unberücssichtigt bleiben wird. Wer aber mit dem Gedanken umgehen wollte, die Regierung zu zwingen daß sie ihre Ueberzeugung und Ansicht von vornherein unterordne anderen ihr Gegen- überstchenden, der würde ihre Stellung mißkennen, er würde zuleßt sicl überzeugen müssen, daß es dann für die Regierung cine Ntáge vi ernsterer Natur werden würde, cine Frage, ob sie id ( j g
j nicht eine solche Zunmu- thung, entgegenstehende Ansichten auf diesem Wege geltend zu machen, um ihrer Stellung und Würde willen unbedingt zurückweisen müßte. Die Ne- gierung — ih habe schon früher dieses in einer Sizung ausgesprochen E will eine freundliche Einigung, sie bictet die Hand dazu. Wir stehen an einem großen Momentz nur auf dem Wege dieser freundlichen Einigung fönnen wir unser gemeinschaftliches Ziel erreihen, des Vaterlandes Wohl und Glück; und segensreih wird dieser Landtag sein, reich an übeishwäng- lichem Segen, wenn dies gemeinsame Ziel erreicht und die Stellung verän- dert wird, in der wir einander gegenüberstehen; denn wahr is, was richtig benteift wurde: nimmermehr fann Heil daraus entspringen, wenn beide Theile äuf der äußersten Gränze ihres Rechts stehen, und das dazwischen liegende Gebiet nicht betreten wird, auf dem allein das Wohl des Vater- landes feimen, wachsen und gedeihen kann, Auch die Eisenbahnen sind eine
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große Zeitfrage, sie bilden cine große Aufgabe, die nur gelö unter dem Régime der Eintracht. — Lassen Sie hier, wie überall, unseren
en, so erlitten heute, troß des Ab= |! Wahlspruch sein und werden; Concordia res parvae crescunt, discordia
maximae dilabuntur.”
Sachsen. Dresden, 8. Juli, (L. Z.) Am 5, Juli beendigte die zweite Kammer ihre Berathungen über die bereits erwähnten Petitionen der Geistlichen und Schullehrer. Demnächst kam ein Bericht der dritten Deputation über die österreichischen Gränz-Regie-Maßregeln hinsichtlich sächsischer Enklaven zur Berathung. Den Stand der hierbei vor- waltenden Differenzen dürfte man aus den Aeußerungen erkennen, welche gleih im Anfang der Berathung der Herr Staats = Minister von Zeschau that und die wir im Folgenden richtig gefaßt zu haben glauben:
Der Redner deutete zuvörderst darauf hin, „daß von allen Seiten dic nöthigen Nücfsichten bei der Diskussion zu beobachten sein würden, welche man einer benachbarten Negierung schuldig sei, wenn schon die vorliegende Angelegenheit in der That zu den ret s{merzlichen Erfahrungen gehöre, welche die Regierung bisher zu machen gehabt habe. — Durch die zu neh- menden Rücksichten werde sich aber das Ministerium nicht gehindert fühlen, gegen die geehrte Kammer, wie immer, offen seine Meinung und Ansicht über die vorliegende Angelegenheit auszusprechen. — Unzweifelhaft gehörten Gränz -Regulirungen mit anderen Staaten zu den schwierigsten und lang- dauerndsten Geschäften, Man habe vielfache Beispiele in der Geschichte aufzuweisen, daß die uncrheblichsten Gränz - Regulirungen sich über Men- schenalter hinausgezogen hätten. — Hier liege ein ähnlicher Fall vor. — Im Jahre 1809 seien im wicner Fricden die zu Böhmen gehörigen, in Sachsen enklavirten Gebictstheile abgetreten worden. — Vielleicht hätten damals die Verhältnisse der sächsischen Regierung dem österreichischen Kai- serhause gegenüber es nicht wünschenswerth gemacht, von dem Zugeständniß in diesem Frieden Gebrauch zu machen. Es seien jedoch diesfalls Verhand- lungen eröffnet, ein Resultat aber nicht erzielt worden, bis die Ereignisse von 1813 — 1815 eingetreten wären. Da habe man ohne Weiteres bestimmt, wie es in Bezug äuf derartige Enklaven gehalten werden solle, welche in Folge der Abtretung des Herzogthums Sachsen an Preußen mit über- gegangen wären, Es seien selbige ohne Bedenken an Preußen uberlassen und die Bestimmungen des wiener Friedens ausgeführt worden. Um so mehr hätte die Königl, sächsische Regierung gehofft , daß dieser Ge- genstand, da sie bei den damaligen Ereignissen und den Beschlüssen der Großmächte so bedeutende Opfer zu bringen gehabt, ebenfalls schnell und ohne Schwierigkeiten zu erregen, zur Erledigung gebracht werden würde. Sie sei aber in dieser Hoffnung getäuscht, und dadurch, daß späterhin auch die Gränz-Regulirung auf den übrigen zweifelhaften Gränzpunkten unseres Vaterlandes in diese Sache mit hincingezogen worden wäre, in vicle Diffe- renzen und Zweifel verwickelt worden , welche hauptsächlih die Schuld trü- gen, daß diese Angelegenheit noch nicht definitiv erledigt worden sei, Jn- zwischen sei man fortwährend mit Verhandlungen und versuchten Vereini- gungen in dieser Angelegenheit beschäftigt gewesen und es sei nur wahrhaft zu bedauern, daß es bis jczt im Jahr 1843 noch nicht möglich gewesen, diesen Gegenstand zum Schluß zu bringen, welcher zumal für die Kaiserl. österreichische Negierung in der That nicht von Erheblichkeit sei. Es stehe allerdings bei der hiesigen Regierung der Entschluß fest, daß, wenn die wice- derholt und zuleßt bereits im Januar dieses Jahres beantragten kommissa- rischen Verhandlungen zu cinem gütlichen Versuche nicht recht bald zu einem definitiven Resultate führten, jedenfalls der einzige in der Sache übrig blei- bende Weg eingeschlagen werden müsse, um die Sache zur rechtlichen Ent scheidung zu bringen. Mit dieser Gränz-Negulirungs- Angelegenheit ständen die Zoll - Verhältnisse in genauer Verbindung. Stehe die Gränze nicht fest, wären darüber Zweifel, dauere das gemischte Verhältniß, wie jebt, an der Landesgränze fort, so müßten bei der Zollregie auch Zollver- wickelungen entstehen, Nachdem man diesseits leider die Ansicht hätte gewin- nen müssen, daß die Gränzregulixrungs-Angelegenheit nicht so bald zur Er- ledigung zu bringen sein würde; nachdem die österreichische Regierung eine Maßregel ergrissen habe, nämlich vie Ausstellung eines Zollamtes bei Weigs- dorf, welche der Nedner zwar nicht als widerrechtlich bezeichnen wolle, die aber den dortigen Bewohnern zu einer der größten Belästigungen gereiche z so hätte die hiesige Negierung bei der kaiserl. österreichischen eine Vereini gung beantragen zu müssen geglaubt, welche diese Belästigung für den Au- genblick milderte, und zwar mit Hinblick auf die zu hofsfende definitive Ver- stäudigung über alle Streitpunkte. — Sie habe desbalb die geeignetsten Anträge an die K. K. Negierung gerichtet und dadurch, daß diese Negierung auf Bestellung von Kommissarien zu einer Einigung e:ngegangen, die Hoff- nung geschöpft, daß man zum Ziele gelangen würde, und zwar später noch mehr, als die beiderscitigen Kommissarien über die Punkte zu einem zu treffenden Abkommen einig geworden.“ Ganz unerwartet habe daher der hiesigen Negierung dic Verweigerung der Natification dieses Provisoriums scin müssen, da es wenigstens bis jeßt im Negierungs- und diplomatischen Ver kehr zu den sehr seltenen Fällen gehört habe, wo den Verhandlungen von
Kommissarien, die vorausseßlih nah Justruction ihrer vorgeseßten Negierung gehandelt hätten, die Natification verweigert worden sei. Die Lage der Einwohner in den betheiligtsten Ortschaften
werde immer drücender. Es hätten bereits grobe Exzesse stattgefunden, und da vorauszusehen, daß, wenn die Negierung sich nicht ins Mittel lege, größere Crzesse erfolgen würden; so habe das Ministerium die Verantwort- lichkeit solcher folgereichen Excesse nicht auf sich nehmen wollen. Es habe daher eine Maßregel dahin getroffen , daß der Zoll von gewissen Gegen- ständen aus den diesscitigen Kassen restituirt werde. Dies allein sci der hauptsächlichste Grund zu dem Opfer gewesen, welches die Regierung ge- bracht habe. — Wer wolle nicht dann, wenn mit Gewißheit vorauszusehen sci, daß Exzesse entstchen werden, die Menschenleben kosteten, jedes Mittel versuchen, solchen Folgen zu begegnen? Die Regierung habe aber seitdem nicht aufgehört, den Vorschlag, die Zölle einstweilen und bis nah Austrag der Sache zu notiren, bei der Kaiserl. Regierung dringend, aber leider ohne Erfolg zu wiederholen, Es sei in diesem Augenblicke, wenn auch feine bestimmte Aussicht, doch ein neuer Schein von Hoffnung vorhanden, daß man die Notirung der Zölle bewilligen werde. Die von der Deputa- tion gestellten Anträge, mit denen das Ministerium einverstanden, gingen in der Hauptsache dahin: (unter a. b. und e.) daß die Regierung die endliche Regulirung dieser Angelegenheit betreibe und, falls dennoch Verzug eintreten sollte, geeignete Maßregeln treffe. Daß das Ministerium dies zu thun beabsichtigte, habe er (der Sprecher) bereits angedeutet. Der Antrag unter d, gehe dahin, die jeßigen milden Verfügungen wegen Nestitution des Zolls fortdauern zu lassen. Auch darüber habe er sich bereits erklärt, Ein fer- nerer Antrag gehe darauf, in Erwägung zu ziehen, ob und welche Erleich- terungen den Bewohnern sonst noch zu Theil werden können. Auf diesen Punkt vermöge das Ministerium sich jeßt nicht zu äußern, werde ihn aber einer näheren Erörterung unterwerfen. Der leyte Antrag wolle, daß bei fünftiger definitiver Erledigung auf die Wiedererstatiung der Auslagen des böhmischen Zolles Bedacht genommen werde, Das hänge allerdings davon ab, wie sich die definitiven Verhandlungen über den Gegenstand gestalten würden. Jmmer hoffe die Regierung, daß endlich die Kaiserlich österreichische Regierung sich entschließen werde, diesen Gegenstand alles Ernstes anzugrei- fen, und ihn balb zu einer für beide Theile so wünschenswerthen Erledigung zu bringen. Für die Negierung selbst seien solche Differenzen allerdings ohne erheblichen Einfluß, aber für die unglücklichen Bewohner solcher Ge- genden seien sie überaus empfindlich. Sie leiden dadurch allein, wenn solche Differenzen ih in die Länge ziehen, und von beiden Theilen am Ende zu Repressalien verschritten werde. Die Regierung habe bis jezt nicht dazu verschreiten wollen, was bei der Enklave Leutersdorf habe geschehen können. Aber es sei nicht zu leugnen, daß dies der einfachste und folgerechteste Weg, und derjenige sei, zu welchem viele Regierungen verschreiten, man habe aber geglaubt, daß die Ergreifung von Nepressalien bei Leutersdorf den Zustand der Enklavenbewohner von Weigsdorf nur noch schwieriger machen und auch den bei Leutersdorf (jegt allerdings Ausländer) verschlimmern würde.“
Es traten nun die Abgeordneten Scholze, Zische und v. Thielau auf, welche ebenfalls die großen Bedrücfungen bestätigten, denen die diesseitigen Un- terthanen in jenen Enklaven ausgesezt scien, und namentlich wies der der Regierung für ihr Verfahren dankende Abgeordnete v. Thielau, der es sehr bedauerte, wenn etwa Privat-Juteressen Einzelner die Juteressen der Unter- thanen zweier Staaten zu gefährden vermöchten, darauf hin, daß der deut- \{he Bund um Entscheidung dieser langjährigen Differenz angegangen, und auf eine Austrägal-Jnustanz angetragen werden möge,
Darauf erwiederte der Herr Staats - Minister von Zeschau, „daß die
gelöst werden kann |
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hohe Bundes - Versammlung jeßt noch nicht in der Lage hätte scin können, etwas in dieser Angelegenheit zu thun. Die sächsische Regierung habe die Hoffnung nicht aufgeben wollen, daß noch cine freundliche Verständigung mit der Kaiserl. Königl, österreichischen Regierung stattfinden könne; daß jene aber, wie er bereits früher angedeutet, allerdings fest entschlossen sei, wenn nicht binnen kurzer Zeit diese Angelegenheit durch Vereinigung zum Ziele komme, den von dem Herrn Abgeordneten von Thielau bezeichneten Weg einzuschlagen. Die Regierung vermöge aber um so weniger die Hoff- nung aufzugeben , daß diescr Gegenstand sich doch noch dur gütliche Ver- ständigung erledigen werde, da fe glaube, es sei endlich dahin gekommen, daß die an der Spiße der Verwaltung in der Kaiserlich österreichischen Mo- narchie stehenden Männer von diesem Gegenstande Kenntniß genommen hätten, denen cs bei gutem Willen mit Leichtigkeit gelingen dürfte, die Bedenken, welche jeßt der Gränz-Regulirung entgegen ständen, zu beseitigen. Die Regierung hoffe dies um so mehr, als sie gerade in der leßten Zeit bei zwei wichtigen Angele- genheiten, über welche sie mit der Kaiserlich österreichischen Regierung zu verhandeln gehabt hätte, die Erfahrung gemacht habe, daß sehr schnell zu einem für beide Staaten befriedigenden Resultate gelangt werden könne. Er meinc nämlich die Verständigung über Anlegung einer Eisenbahn und den Abschluß einer Post-Convention.““
Der Präsident Dr. Haase schritt nun zur Fragstellung, und es gench- migte zuvörderst die Kammer einstimmig die für die hier in Frage stehenden Enklaven-Bewohner bewirkte Zoll-Auslage. — Dann nahm die zweite Kam- mer einstimmig folgende Anträge der Deputation an: „Jm Verein mit der ersten Kammer die hohe Staats-Negierung zu ersuchen: a) daß sie bei der Kaiserlich österreichischen Regierung für schleunigste Abhülfe des gegenwär- tigen Zustandes der böhmisch - sächsischen Enklaven - Bewohner und þ) für endliche Regulirung der böhmisch - sächsishen Gränze sich andertveit ver- wende, c) im Fall eines unerwarteten weiteren Verzugs in beiderlei Bezie- hung die geeignetsten Maßregeln ergreife, d) inzwischen die „angewendeten milden Verfügungen für die Enklaven-Bewohner, namentlich für die Weber, fortdauern lasse, auch e) in Erwägung ziche, ob und auf welche Weise allen oder einzelnen Enklaven - Bewohnern noch weitere, als die bisherige Erleichterung ihrer Lage zu Theil werden könne, und f) bei der Sacherle- digung -auf die Wiedererstattung der bewirkten Auslagen des böhmischen Zolles Bedacht nehmen möge,“
Leipzig, 7. Juli, (Leipz. Ztg.) Aus guter Quelle geht uns die Nachricht zu, daß zu L..., einer ansehnlichen Stadt eines katholischen Staates in unserem deutschen Vaterlande, die da sigen und in der Umgegend wohnenden evangelischen Christen, welche die von der Regierung erhaltene Erlaubniß, eine bis dahin als Ma= gazin gebrauchte katholische Kirche für ihren Gebrauch herzustellen, durch die andere Kirchenpartei vereitelt gesehen haben, noch nicht die Genehmigung zu einem Bau einer neuen Kirche zu erlangen im Stande gewesen sind. Wie dringend aber das Bedürfniß von den Betheiligten gefühlt werde, kann man aus den Opfern wahrnehmen, welche einige derselben dargebracht haben, um die Besorgniß des an deren Theiles wegen Geldbeiträgen zum Bau sogleich niederzuschla gen. Ein reicher Bäcker widmete zu dem Bau ein Geschenk von 12,000 Gulden, ein Konditor, Besißer von 3 Häusern, eines dersel ben an Werth von 16,000 Gulden, und ein Besißer von 5 großen Landgütern ebenfalls den Betrag des einen zu 20,( (0 Gulden. Wel cher Christ irgend einer Partei könnte bei solcher Hingebung für den Glauben zweifeln, daß, wer den irdischen Mammon so dahinzugeben fähig ist, auch werth sei, das Reich Gottes dafür zu erben? Eben daher hoffen wir, bald berichten zu können, daß es der erleuchteten Regierung gelungen sein werde, ihrer Toleranz Geltung zu ver- schaffen.
Württemberg. Stuttgart, 3. Juli. J) Fn der sigen Stiftskirche erregten die hiesigen Tausgesinnten, wie sie sich selbst nennen (im Publikum heißen sie Wiedertäufer) *) durch öffentliche Pro- testation gegen eine kirchliche Handlung, welcher sie selbst sich unter= zogen hatten, kein geringes Aergerniß. Ein Anhänger der Gemeinde, ein hiesiger Handwerker, war mit einem gleichfalls zur Gemeinde der Taufgesinnten sih haltenden Mädchen verlobt. Jhre Absicht war, sich durch ihren eigenen kirhlihen Vorsteher trauen zu lassen; dies fand aber Anstand, da eine solche Befugniß der Gemeinde, die nur gedul= det, aber niht förmlich anerkaunt is, nicht zugestanden war. Sie suchten nun um eine Civiltrauung durch deu Stadt-Direktor an; da aber dieses Justitut bei uns nicht besteht, so wurde ihnen au diese Trauungsform abgeschlagen. Sie verstanden \ih endlich dazu, \sih in der evangelischen Kirche trauen zu lassen. Die Handlung sollte gestern Abend in der Stiftskirhe durch den Oberhelfer an derselben vorge nommen werden. Sie nahm ihren Anfang. Schon war das Ja von Braut und Bräutigam gusgesprochen. Als gber der Geistliche zu der Einsegnung schreiten wollte, protestirte dagegen der Bräutigam, die Arme ausbreitendz er erklärte, der heilige Geist verbiete ihm, den Segen anzunehmen. Die Aufregung war nicht gering. Der Geistliche (Alb. Knapp, als Dichter bekannt) gebot nun dem Widerspenstigen, vom Altare zu= rüczutreten und erklärte, au seine Vorgeseßten berichten zu wollen. Das Mädchen kehrte zu ihrer Mutter, ciner nicht zu den Taufgesinnten gehörenden frommen Frau, zurück, und diese untersagte dem Bräutigam fernere Annäherung. Wie es scheint, bezweckten die Taufgesinnten durch das mit diesem Schritte verbundene öffentliche Aufsehen, ihrer Gemeinde, deren Verbreitung in Folge der von den Behörden ihr bewilligten Duldung ins Stocken gerathen is, neue Jünger zuzuführen. Vom Gesichtspunkte der Politik wäre wohl das Räthlichste, die Gemeinde förmlih anzuerkennen, um ähnliche Auftritte für die Zukunft zu ver= meidenz hat man ihr ja doch schon die Verwaltung der Sakramente unter sih bewilligt, um so weniger dürste die Bewilligung, die Ehe, welche fein Sakrament is, einzuscgneu, einem Anstand unterliegen. Die hiesige Gemeinde der Taufgesinnten wurde vor einigen Jahren durch den Baptisten-Missionar Pukeu gestiftet.
D. A. Z.) Ju der hic=
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Stuttgart, 6. Juli. Der leßte Fruchtmarkt am 4ten d. hat wieder einen Aufschlag der Brodfrüchte und des Hafers gebracht. Jn dessen Folge sah sich die Behörde genöthigt, die Taxe für sechs Pfund Brod’ von 23 auf 25 Kreuzer zu erhöhen. Hoffentlich wird dieser Aufschlag der lebte sein und nicht lange andauernz denn seit Anfang dieses Monats haben wir das günstigste Wetter. Um die ärmeren Klassen der Einwohner über die drückendste Zeit nah Kräf= ten zu unterstüßen, haben die städtischen Behörden eine bedeutende Summe verwilligt, mittelst welcher in den verschiedenen Wohlthätig= Feits-Anstalten der Stadt nahrhaste Speise gekocht und zu sehr mäßi= gen Preisen ausgetheilt werden soll.
Vom Neckar, 5. Juli. (D. A. Z.) In der evangelischen Kirhe Württembergs scheint ein frischeres, kräftigeres Leben wie- derum sich zu entfalten. Auch innerhalb ihres Umkreises hob der Geist der Verneinung sein Haupt mit großem Selbstgefühl empor; er wurde bekämpft und immer siegreicher wird er bekämpft. Der Geist der Bejahung, im Feuer dieser Kämpfe geläutert, erhält wieder das Wort und fängt an zu bauen. Er ergriff zugleich die höheren und niederen Organe. Die Oberkirchenbehörde s{henkte den Gemeinden ein neues Kirchenbuh und ein neues Gesangbuh. Beide Werke ge= hören dem Leben an und nicht der Schule, beide sind wahrhaft volksthümlich. Deshalb werden sie auch überall mit Freude aufge- nommen und verbreiten sih eiligst. Während die Leiter der Kirche in dieser Weise dem Geiste der Bejahung dienen, bleibt die niedere Geistlichkeit mcht zurück. Dies spricht sich in vielen Erscheinungen
*) Nach dein holländischen Doopsgezinden,
aus, namentlich in folgenden, welche gewiß au verdienen, in weiteren Kreisen bekannt zu werden. Auf der Alp bildete sich ein Verein, der zu seinen Mitgliedern eine bedeutende Anzahl Geistlicher aus mehreren Diözesen hat, vier Mal des Jahres si versammelt und vorzüglich darauf hinarbeitet, tiefere Einheit der Gesinnung zu schaffen, und mit Hülfe dieser geistigen Einheit das kirchlich - religiöse Leben in den Gemeinden zu stärken. Jm fränkishen Theile Württembergs entstand gleichfalls ein Verein, welcher einige Diözesen in si befaßt, mit der Aufgabe, die Sache der Mission zu fördern, und mit dem Bedanken, daß die Arbeit für die Erlösung der Ferne fkräftigend und segnend auf die Nähe zurückwirke, Jn Schwäbisch-=Hall endlich sol- len jährliche Zusammenkünfte gehalten werden, auf denen kein mi der Kirche näher zusammenhängender Gegenstand ausgeschlossen werden wird. Nicht umgränzt durch einen besonderen Zweck, wollen sie unter den Theilnehmern Verständigung über Fragen der Theologie und des kirchlichen Lebens vermitteln, und wenn sie nicht erreicht wird, doch den Einzelnen belehren, welche Ansichten überwiegen und mit welchen Wünschen die Mehrzahl sich trage. Die erste dieser Zusammenkünfte fand am 12. Juni statt. Gegen sechzig Geistliche waren zugegen. Das Wohlwollen, welches herrschte, und dem Ge-= gensaße der Meinung Alles, was verleßen könnte, benahm, wider= legte hinlänglich die da und dort laut werdende Besorgniß, daß folhe größere Zusammenkünfte eher die Zwietracht als die Eintracht nähren. Man darf hoffen, daß die nächste Versammlung noch zahl= reicher besucht werden wird, Bemerkenswerth is, daß bei dem Aly-= vereine, dem fränkischen Verein und den hällischen Zusammenkünften jede fastenmäßige Abschließung ausgeschlossen und die Mitwirkung der anderen gebildeten Stände gewünscht wird. Unleugbar sind die Keime, denen manche gute Frucht eutsprießen wird.
Aus Württemberg, 27. Juni. (O. P. A. Z) Nach amtliheu Angaben gehört ungefähr der 22ste Theil der württem- bergischen Bevölkerung in die Klasse der hülfsbedürftigen Armen. Wie natürlich, is bei den einzelnen Orten das Verhältniß nicht gleich. Es giebt Gemeinden, in welchen nicht Ein Mitglied milder Ünter-= stüßung bedarf. Es giebt viele Gemeinden, in welchen äußerst we- nige Arme sich befinden. Man trifft aber auch einzelne Orte, wo nicht der vierte, nit der dritte Theil, sogar die Hälfte nicht sich selbst erhalten fann. Hundert Gemeinden mögen es sein, welche, wenn ein Mißgeschick eintritt, ihren Bedürftigen nicht die Nothdurft zu reichen vermögen, Dreißig Gemeinden sind es, in welchen arbeits- unfähigen Armen in gewöhnlichen Zeiten zwar einige, aber nicht zu= reichende Unterstüßung gewährt wird. Zwanzig Ortschaften endlich sind so mittellos, daß der größte Theil ihrer Einwohner auf dem Wege des Bettelns, manchmal auch noch auf \{limmerem, seiner Nahrung nachgeht. Die Armuth der Leßteren hat in verschiedenen Verhältnissen ihren Grund, Vergleicht man indessen die württem- bergische Armenzahl mit denen anderer Länder, so hat sie nichts Beun- ruhigendes, und dies um so weniger, da cher eine Abnahme als eine Zunahme sich zu ergeben scheint. Ju unseren Gauen hat sich die große Kluft zwischen Armuth und Reichthum noch nicht geöffnet. Die zur Erhaltung des ganzen gesellschaftlichen Körpers vorhandenen Mit tel sind noch nicht in solchem Maß auf eine Seite hingeströmt, daß die andere ganz entblößt wäre. Wer weiß aber, was die Entwicke lungen der Zukunft bringen werden? Um \o mehr is es anzuerken- nen, daß in Württemberg eine Armenfürsorge sich gestaltete, welche nicht etwa bloß auf einen Bezirk, oder auf einen Kreis sich erstreckt, welche vielmehr auf das ganze Land ihr Auge richtet. Der Ruhm dieser Schöpfung gebührt der Königin Katharing. Am 19. Dezem ber 1816 legte sie den Grund zu dem s{chönen Werke, {uf sie den Wohlthätigkeits = Vercin. Er gliedert ih in folgender Weise: die unterste Stufe bilden die Ortsleitungen, die mittlere die Bezirks- leitungen, die oberste die Central = Leitung und die Königl. Armen- Kommission. Die Ortsleitungen werden durch den ersten geistlichen und weltlichen Vorsteher jeden Orts und die gewöhnlichen Mitglie der des Kirchen-Konvents gebildet. Die Ortsleitung fann und soll aber weitere Mitglieder für die Leitung aus den Mitgliedern des Orts-Vereins beiderlei Geschlechts und von allen Ständen wählen. Die Bezirksleitungen werden durch den Oberamtmann, den ersten Stadtgeistlichen, den Ober-Amtsarzt, Stiftungs - Verwalter, Amts schreiber und Amtspfleger gebildet. Auch die so beseßte Oberamts leitung kann und soll weitere Mitglieder aus dem Stadt-Vereine beiderlei Geschlechts und von allen Ständen sich beigesellen. Die Central Leitung, welche in der Hauptstadt Stuttgart ihren Sib hat, besteht aus ebenfalls unentgeltlich dienenden Mitgliedern beiderlei Geschlechts, die ursprünglich von der hohen Stifterin ernaunt wurden, gegenwär tig aber von dem Könige berufen werden. Die Central-Leitung be findet sich unter den unmittelbaren Befehlen und dem Schuße des Königs. Jun der innigsten Verbindung mit der Central-Leitung, die in der Sphäre der Freiwilligkeit wirkt, steht die Königliche Armen- Kommission, welche eine mit den Kreis-Regierungen auf gleicher Linie stehende Central-Staats-Behörde bildet und als solche dem Ministe rium des Innern untergeordnet ist. Von Zeit zu Zeit follen von der obersten Leitung Abgeordnete ausgesendet werden, um die Leistungen der untergeordneten Leitungen zu untersuchen. Es is klar, daß die Stufenreihe in den Leitungen sehr zweckmäßig is. Eben so klar if es, daß die Elemente, aus denen die Leitungen gebildet werden, passend gewählt sind. Da wirken gebundene und freie Kräfte. Alle Stände sind berufen, einander die Hände zu bieten bei der Arbeit, das Leid des Lebens zu lindern. Die Wirksamkeit des ganzen Or= ganièmus is dem Hauptkanon unterworfenz jede Unterstüßung, wenn immer nur möglich, soll, indem sie die nöthigen Lebensbedürfnisse sichert, zugleich sittlich wirken, auf Hebung der geistigen Kraft be rechnet sein.
Hannover. Hannover, 8. Juli. (H. Z.) Wir sind durch erhal- tene Mittheilungen in den Stand gesebt, unseren Lesern folgende vor- läufige Nachrichten über die beabsichtigte Konzentrirung des zehnten Bundes-Armee-Corps zu geben. /
Die höchsten und hohen Regicrungen, deren Kontingente das obige Armee-Corps bilden, haben sich dahin vereinbart, ihre Truppen im bevor- stehenden Herbste zu gemeinschaftlichen größeren Uebungen bei Lüneburg zu- sammenstoßen zu lassen. ; ; 3
Der Königlich hannoversche Gencral-Lieutenant Halkett wird als Corps- Kommandant im Austrage und Namen der höchsten und hohen Kricgsherren, deren Kontingente das Armee-Corps bilden, den Befehl über dasselbe führen.
Das Armee-Corps wird sih am 24, September bei Lüneburg vereini- gen und bis einschließlich zum 8, Oktober versammelt bleiben. Die Ju- fanterie wird ein Lager bei Deutsch-Evern unweit Lüneburg beziehenz die Kavallerie und Artillerie werden in der Stadt und Umgegend fantonniren.
Die Manöver beginnen am 26. September und endigen am 6. Okto-
be, Ps 8, Oktober wird die Konzentrirung mit einer großen Parade schließen. 9 Das Terrain für die Manöver isi so auserschen worden, daß die höch- sten und hohen Souveraine , welche die Uebungen mit ihrer Gegenwart bechren dürften, während der ganzen Dauer der Konzentrirung ihr Hoflager in Lüneburg nehmen können. Ebendaselbst wird, insoweit der Raum es gestattet, für das Unterkommen der auswärtigen Offiziere gesorgt werden welche als Zuschauer bei den Uebungen zu erscheinen wünschen. Eine für das gesammte Armee-Corps aus Offizieren der betreffenden Staaten gebil- dete Fremden - Comité wird die desfallsigen Einrichtungen treffen, insofern die Anmeldungen vor dem 15, August bei der Königlichen General - Adju- tantur zu Hannover eingegangen sein werden,
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Der Bestand des Armee-Corps wird folgender sein: Erste Corps - Divi-
sion. Königlich hannoversche Truppen: 8 Kavallerie-Regimenter zu 24 Shwa- |
dronen ; 16 Bataillone Jnfanterie, nämlich die erste, zweite, dritte und die leichte Jnfanterie - Brigade; 2 Batterieen reitender und 3 Batterieen Fuß- Artillerie, cine jede zu 6 Geschüßen: 1 Pionier- und Pontonnier-Compagnie. Herzoglich Braunschweigsche Truppen : 1 Husaren-Regiment zu 3 Schwa- dronenz 3 Bataillone Jnfanteriez 4 Fuß-Batterie von 4 Geschützen; 1 Pio- nier-Detaschement. 36e Ps
Ziveite Corps-Division: Königl. dänische Herzogl. holstein-lauenbur- gishe Truppen: 1 Dragoner-Regiment zu 4 Schwadronen z 3 Jufanterice- Bataillone; 1 Jäger-Corpsz 1 fahrende Batterie von 8 Geschüßenz 1 Pon- tonnier-Compaguie. Großherzogl. mecklenburg-s{hwerinshe Truppen: 1 Dra- goner - Regiment von 4 Schwadronen ; 4 Bataillone Infanterie; 1 Fuß- Batterie von 6 Geschüßen. Großherzogl. meccklenburg-strelizisches Kontingent : 1 Jnfanterie-Bataillon. Großherzogl. oldenburgische Truppen : 4 Bataillone Infanterie; 1 Fuß - Batterie von 8 Geschüßen. _ Kontingente der freien Hanscstädte Lübeck, Bremen und Hamburg: 2 Schwadronen Kavallerie, 2 Bataillone Jufanterie. f e E
Ueber die Eintheilung und das Kommando dieser Truppen, so wie über die Art der Manöver, werden wir wahrscheinlich späterhin nähere Mitthei- lungen machen können,
Kurhessen. Fulda, 7. Juli. (O. P. A. Z) Mit der Theilung des ehemaligen Fürstenthums Fulda, wodurch die Haupt stadt mit einigen Aemtern an Kurhessen, der ergiebigste Holz = und Weinbezirk nebst einem berühmten Bade an Bayern und die frucht- barste Getraidegegend an Weimar gekommen is, nachdem schon frü-
her der edle Johannisberg in österreichiscem und das fuldaishe Amt
| Herbstein in darmstädtischem Besitz verblieben war, war der Grund
zu unsäglichen, theils vorübergehenden theils bleibenden Nachtheilen für die Bewohner desselben gelegt. Zu ersteren gehört namentlich der Rechtsstreit Kurhessens gegen Bayern und Weimar wegen der Ansprüche, welhe leßtere Staaten nach Verhältniß des erlangten Gebiets an die Central - Stiftungen des vormaligen Fürstenthums erhoben, nachdem sie die in ihren Landestheilen ausstehenden bedeu- tenden Kapitalien bereits seit 1817 mit Beschlag belegt hatten und selbst die Zinsen nur unter lästigen Bedingungen und nur zum Theil verabfolgen ließen. Ein in diesen Tagen vom Ober-Appellationsge richt zu Celle, als dem bestimmten Austrägalgericht publizirter höchst wichtiger Spruch lautet dahin, daß der Besißstand des sämmtlichen Stiftungs = Vermögens zu Gunsten Kurhessens ausgesprochen und die Beschlagnahme der Kapitalien von Seiten Bayerns und Weimars demnach aufgehoben wird. i
Großherzogthum Hessen, Darmstadt, 7. Juli. (D. A. Z.) Bet der Noth des hohen Preises der Brodfrüchte und o des Brodes (vor einigen Tagen kosteten hier 5 Pfund Brot 28 Kr.) sand das edle Benehmen eines unserer Standesherren allgemeine An- erkennung. Vor einigen Tagen ließ der Graf von Erbach-Schönberg im Odenwalde die auf seinen Speichern lagernden Brodfrüchte öffent- lich versteigern und zwar in seiner Gegenwart. Da er wahrnahm, daß vorzugsweise Spekulanten, welche 18 bis 20 Fl. für das Mal- ter boten, fonkurrirten, so machte er von dem Vorbehalte der Geneh- migung Gebrauch, und zwar darum, weil er in den Mienen der an- wesenden Landleute deren Begierde gelesen habe, Früchte zu kaufen und so ihrer Noth abzuhelfen, aber auch bemerkt habe, daß sie von den hohen Preisen abgeschreckt worden seien; er versagte die Geneh- migung, ließ die Früchte unter Ausschließung jener Getraidehändler nochmals versteigern und genehmigte diesen Verkauf, obgleich, oder vielmehr, weil nun kaum die Hälfte (8 bis 10 Fl.) erlöst wurde. Als Ersaß galten ihm die in den Augen der Landleute glänzenden Freu- denthränen. Dieser Standesherr erfreut sich vorzugsweise der Liebe
seiner Hintersassen. Eben läßt er ein längst verschüttetes Bergwerk
und ihn lange mit Eifer vertheidigt hat, widerruft heute und erklärt sih gegen die Trennung, doh wohl nur, weil es die weitere unaus- bleibliche Folge fürchtet — die wirklihe Annäherung Limburgs an den deutschen Handelsbund. Ju der That, konnte Lübelburg für sich zwischen der Zollschranke der umgebenden Mächte niht auf die Dauer bestehen, so vermag es noch weit weniger der shmale deutsche Lim- burger Strich Landes; nur durch den Eintritt in den Zoll - Verein fann die Trennung von Holland vortheilhaft für es werden. Seiner- seits wird der Verein kein Bedenken tragen, Deutsch - Limburg unter denselben Bedingungen wie Lütelburg in sich aufzunehmen (also ohne dem König von Holland eine Stimme in seinem Rathe zuzugestehen), um die für ihn wichtige Handels - Gränze der Maas zu gewinnen. Die Hauptschwierigkeit liegt in dem traurigen Umstande, daß unser Herzogthum Limburg niht das ganze Land dieses- Namens umfaßt, vielmehr seine beiden großen Städte, Mastricht und Venloo, Holland gehören und mit dem deutschen Bunde gar nichts gemein haben. Frankreich.
__ Paris, 5. Juli. Während das Journal des Débats die Sache Espartero's fast verloren gicbt und in dem ganzen Ton seiner Bericht- Erstattung über die spanischen Ereignisse eher eine Billigung andeutet und eine geheime Freude über die Unfälle, die dem Regenten begegnen,
durchblicken läßt, als das Gegentheil, wenngleich es das Prinzip der Insurrection gegen Espartero nicht geradezu gutheißt, spricht ein ande- res ministeriellés Blatt, der Globe, sih entschieden gegen den Auf= stand aus und sucht von der französischen Regierung den Vorwurf abzuwenden, als habe man es nicht aufrihtig gemeint mit dem Re= genten und in seinem Mißgeschick eine Art von Befriedigung gefun= den, indem es sagt: -
„Alle Phasen der Jnsurrection in Spanien werden in Frankreich mit sachen, als bloße Neugierde, erklären die ängstliche Besorgniß, welche allge- mein gefühlt wird. Jedermann weiß, daß die Halbinsel in den Bereich unseres politischen Einflusses gehört, wie in den geographischen Radius unserer Handels - und Jndustrie- Verhältnisse. Daß die Interessen und die Geschicke Frankreichs und Spaniens solidarisch seien, war stets unser poli- tischer Glauben. Wares je zulässig, zu sagen: „,„„Es giebt keine Pyrenäen mehr““ ““, so gewiß in diesem Augenblick, Die gegenwärtige insurrectionelle Bewegung in Spanien trägt einen ganz eigenthümlichen Charakter z; sie hat ihren Jmpuls vom Umkreis genommen und läuft zusammen nah dem Mittelpunkt, während umgekehrt alle regelrechte Revolutionen vom Centrum ausgehen und sich nach der Periferie hin verbreiten, Darum is sie uns von Anfang an nur als eine Munizipal-Erschütterung erschienen ; mit anderen Worten, der Auf- stand zu Barcelona, dem der zu Valencia folgte und sich später viele an- dere bedeutende Städte anschlossen, hat sich uns unter Bedingungen gezeigt,
die unsere monarchischen Ueberzeugungen empören. Aufruhr und Königthum sind zwei Worte, die sich nicht zusammen vertragen, Was aber als das Besorglichste und zugleich Bezeichnendste und Unheislvollste gelten mag, is, daß in Mitte dieser Bewegungen ohne Fahne,
dieser Pronunciamientos, die sich durchlreuzen, in diesem Chaos, das Gott weiß welche Geburt ans Licht bringen wird, cine Königin von dreizehn Jahren erscheint, deren Namen nur so obenhin und nebenbei genannt wird z man möchte sagen, es sollte damit nur dem Königthum eine kindische Be- friedigung gegeben werden; das erstrebte Ziel s{hneller zu erreichen, sei jeder Vorwand gut, Die Königin? vielleicht! aber die Revolution? gewiß! So lautet, richtig aufgefaßt, das legte Wort der Junten, so läßt sh der Grund-Gedanke der Pronunciamientos auslegen. Finden wir hier nicht die Geschichte aller antimonarchishen Kundgebungen? Als England seiner großen Revolution präludirte, trat das lange Parlament anfangs auch in monarchischer Haltung auf, um seine demokratische Richtung dahinter zu verbergen; man kennt das Ergebniß dieser finsteren Episode, die mit Karl 1, dem Souverain, anfängt und mit Cromwell, dem Protektor, schließt. Jn Frankreich gleicher Ausgangspunkt, dieselbe Entwickelung, dasselbe Resultat: die Revolution pslanzt die Fahne des capetingischen Königthums auf, und
wieder öffnen, vorzugsweise in der Absicht, um durch den Arbeitslohn Wohlthätigkeit zu üben. Múüge er ein Muster seiner Standesgenos- sen sein! (S. Allg. Preuß. ZEg. Ne: 7 vom 7. Jull)
Mit großer Befriedigung wurde der Beschluß der drei Regic- rungen der Staaten des 8ten deutschen Armee-Corps (Württemberg, Baden und Hessen bei Rhein), sich zur Erlassung eines Militair Strafgeseßbuchs zu vereinigen, vernommen. Die zur Berathung des Entwurfs desselben niedergeseßte Kommission — der württembergische Ober=Kriegsgerichts-Direktor von Göriß, der badische General-Audi teur Cisenlohe und der hessische Ministerial - Rath Zimmermanu — hält eben in Heidelberg Berathungen. Dem Vernehmen nach soll das Großherzogl. hessische Militair-Strafgesebbuh vom Jahre 1822, welches von dem Lebtgenannten entworfen ward, auh den Straf- Prozeß umfaßt und viele Vorzüge hat, mit den Verbesserungen, welche es während der 21 Jahre seiner Herrschaft gewann, dem Entwurfe zum Grunde gelegt werden. Sollte diese gemeinschaftliche Gesebge- bung zu Stande fommen, so wäre wohl eine Aussicht mehr dazu vorhanden, daß sich die drei Staaten überhaupt zu einer Strafgesetz gebung vereinigten und so der Anstoß zu einer Deutschland umfas- senden Kriminal-Legislation gegeben.
Baden. Koustanz, 4. Juli. Ueber die Dampfschifffahrt auf dem Bodensee erklärt heute ein Artikel der hier erscheinenden Seeblätter a. A., „daß eine Regelung der Schissfahrts=Verlält nisse an allen Häfen des Bodensees nöthig und daß eine Aufhebung der Stapelrechte auch in den badischen Häfen, sei es selbst mit neuen Opfern des Staates, wünschenswerth wäre, vorausgesebt, daß alle Regierungen der Uferstaaten das Gleiche thun und die kleinlichen und fünstlichen Mittel zur Benachtheiligung der Mitbewerbungspläbe in den Abschied
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fallen würden; aber wie die Sachen jeßt stehen, darf man nicht über
sehen, daß die Konstanzer Gesellschaft nur die Verhältnisse, wie sie seit unvordenklicher Zeit bestanden und zu Recht erwachsen sind, an- erkannt wissen und benußen wollte, während Lindau hingegen zu Mitteln griff, die weder ein Herkommen, noch allgemeine Rechts- Begriffe für sich haben, was denn auch die mehrbesprochenen Repres= salien von Seiten der badischen Scee=Kreis-Regierung zur Folge hatte. Wenn Lindau meint, daß seine Maßregeln zu einem auf vernünftige Grundlagen gebauten Uebereinkommen der Dampfschifffahrts - Gescil-
schaften führen werden, so müßten wir dies — obgleich wir es im V , p , ¿A „1° j Zuteresse des Publikums wünschen — in Zweifel ziehen, denn das
wäre in der That ein sonderbarer Anfang eines Freundschafts-Bünd= nisses, daß man einander den Athem zuhält,“
Limburg. Von der Maas, 1. Juli. (A. Z.) Die Provinzial- Staaten von Deutsch Limburg werden sih im Laufe dieses Monats versammeln. Man sieht in Betracht der eingeengten unhaltbaren Lage des Herzogthums wichtigen Erörterungen entgegen. Mehrere Mitglieder werden — so geht allgemein die Rede — den förmlichen Antrag stellen, den König Namens der Provinzial=Staaten in einer Adresse um die administrative Trennung Limburgs von dem Königreich der Niederlande zu bitten. Daß die Mehrheit der Limburgischen Staaten diesem Vorschlage beitrete, ist indeß zu bezweifeln. Die bloße Trenuung ist eine halbe Maßregel und kann dem Lande keinen Vor- theil bringen. Man wünscht, der König der Niederlande möge Lim= burg als besonderes Herzogthum verwalten in der Art, wie Luxem- burg als Großherzogthumz aber man geht noch nit soweit, auch den Anschluß Limburgs an den Zoll-Verein, was allein Rettung brin- gen kann, zu verlangen. Das (französisch geschriebene) Limburger
diese Fahne, vom Volksorkan ergriffen, wird zum Leichentuch für Ludwig XVI. So isst der Gang des desorganisirenden Geistes, der überall und immer aus dem Königthum die erste Heuchelei seiner Politik macht: er drückt mit beiden Händen die Maske aufs Gesicht, bis zu dem Tage, wo ihm die Arme ermüden und er seine Streiche mit offener Stirn sührt. Dann fällt die Masfe, die Revolution bleibt, und der Thron vershwindet. Man höre also auf, in der spanischen Jnsurrection nur rein persönliche Abstoßungen zu schen z aber auch selbst, wenn kein anderes Motiv im Hintergrund lauerte, wären wir doch befugt, Rechenschaft zu fordern von dicser Insurrection für alles llebel, das sie erzeugt, für alle Verwirrung, die in ihrem Gefolge is, für alles Blut, das sie zu vergießen in den Fall kommen mag; und das Alles, um die Zeit der Regentschaft um cin Jahr, um eín cinziges Jahr, abzukürzen, So handeln, heißt nicht nur eine
Thorheit begehen, sondern auch einen barbarischen Ak, eine so-
ziale Gottlosigfeit, deren Urheber Gott und ihrem Lande dafür verant-
wortlich bleiben. Nur der National und die Radikalen von seiner
Stärke mögen die Bewegung in Catalonien dem Einfluß erlauchter Personen
zuschreiben, Wir lassen uns nicht täuschen von Jnsinuationen, welche der
Geist monarchischer Solidarität zurückwcist. Alle Fürstenhäuser und nicht
weniger Alle, die es redlih und aufrichtig meinen, wissen heutzutage, daß
eine J nsurrection, unter welhem Vorwand sie auch ausbreche, stets Unheil
bringt, und daß, wenn man das erste Wort der Revolutionen fennt, ihr
leßtes Wort immer hinter einem blutigen Schleier verborgen ist.“
Der Vice - Admiral Mackau ist am 30. Juni zu Toulon ange- kfommenz er wird seine Flagge an Bord des Liienschiffs „Ocean“ aufpflanzen.
Der General Aygerbe, General= Kapitäin von Navarra, is von Pampelona durch die Aldudes in Frankreich angekommen. Die Mar= quisin von Santa= Cruz, der Herzog von Ofsuna und der General= Lieutenant von Alava sind durch Bayonne passirt.
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Luzern, 3. Juli, (Bas. Z.) Der in der ersten Sibßung der Tagsaßung verlesene vorörtliche Geschästs - Bericht ließ \sih besonders umständlich und gründlich über die Handelsverhältnisse aus, und zroar gänzlich im Sinne des Festhaltens am System vollkommener Handels= freiheit und Fernhaltung aller Schuß-Zölle. Es wird dabei gezeigt, wie dieselben Klagen über Daniederliegen der Industrie, die man von s{chweizerishen Judustriellen höre, auh in Ländern vernommen werden, wo Schuß=Zölle bestehen, z. B. Sachsen, England und Frankreich, wo sowohl Baumwollen- als Seidenmanufaktur ebenfalls momentan danieder= liegen. Auch der Aufforderung zur Aufstellung nur ganz mäßiger Schußtz= Zölle sei zu widerstehen, weil, sei einmal die Bahn gebrochen, die Vergrößerung der anfänglichen Ansäße {wer zu verhindern sein würde. Der Nuben, den man von solchen Schubzöllen erwarte, sei ganz illusorisch, die Nachtheile derselben aber siher und drüdckendz; namentlih solle man ja nicht glauben,“ durch solche Schutzzölle ein Mittel zu gewinnen, eher Handels-Verträge mit anderen Staaten ab= schließen zu können. Die Erfahrung zeige das Gegentheil, da gerade dann das Interesse der inländischen Fabrikanten ein Hinderniß sei, den auswärtigen Staaten Konzessionen zu machen, während denselben jeßt alle möglichen Zugeständnisse gemacht werden könnten, ohne den Privat=Juteressen der inländischen Fabrikanten zu nahe zu treten.
Luzern, 4. Juli. Heute fand die (bereits erwähnte) Eröff= nung der Tagsabung in herkömmlicher Form statt. Seit langer“ Zeit hat zum erstenmal wieder der apostolische Nuntius daran Theil J nommen; mit Ausnahme des österreichischen Botschafters, wel krank liegt, waren at nicht beurlaubte Glieder des dip tischen Corps anwesend. Nach erfolgter Eröffnung und V in der ehemaligen Jesuitenkirhe begannen die Verh
Journal, obschon es zuerst den Gedanken dieser Trennung angeregt
neuen Tagsaßungssaal mit Genehmigung der Kred Kantonal- efandishaften; von der durch Krankheit gi
gespannter Aufmerksamkeit und höchstem Interesse verfolgt. Wichtigere Ur- 2
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