1910 / 126 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 01 Jun 1910 18:00:01 GMT) scan diff

E

pen OOB I S gge Gui

M

f. die 6- bis 7000 no)

Amerika. i Die amerikanishe Regierung lehnt es nach eimer

Meldung des „W. T. B.“ ab, die Anhänger des Präjidenten Madriz und des Generals Estrada für etwas anderes anzu- schen als einfa für Parteten, deren jede sich im Besiße der tatsächlichen Herrschaft über bestimmte Teile von Nicaragua befindet. Die Einnahme von Bluefields durch Madriz berühre das Recht Estradas, die Zolleinnahmen von Bluefields zu ver- walten, in keiner Weise.

Afrika.

MWegen der Trauer um den dahingeschiedenen König Eduard verlief, wie das „W. T. B.” meldet, der allgemeine Feiertag, der aus Anlaß der formellen Proklamierung der Union von Südafrika für gestern angeordnet war, in aller Stille. Der Generalgouverneur Lord Gladstone und die Mitglieder des Kabinetts der neuen Union wurden gestern in Pretoria vereidigt. Die Verfügung, die die Ernennung des General-

ouverneurs ausspricht, wurde in englischer und holländischer

Sprache verlesen.

Koloniales.

Wassererschließung in der Kalahari.

Nachdem \chon Ende vorigen Jahres im Kalahari-Gebiet, und zwar am Auob, in der Mitte zwishen Geiahab und Kowes, bei einer Bohrung in 30 m Tiefe reihlich Wasser ershlossen worden war, ist neuerdings in derselben Gegend, bei Gochas, eine artesische Quelle erbohrt worden, die in der Stunde über 25 chm kristall- klares Wasser ergibt. Das Wasser kommt in freicm Strabl aus dem 56 m tiefen, zweizölligen Bohrloch 2 m hoh zutage. Nach dem Urteil Sachverstän e soll die Möglichkeit ähnlicher Wasser- erschließungen für das ganze Kalahari-Gebiet bestehen.

(Deutsches Kolonialblatt.)

Parlamentarische Nachrichten.

Der E über die gestrige Sizung des Heerenyanan und der Schlußbericht über die gestrige Sitzung des dae es der Abgeordneten befinden si in der Ersten und Zweiten Beilage.

Statistik und Volkswirtschaft.

Zur Arbeiterbewegung.

f Die Einigun per ann gen im SRAFFWLTRE wonrden gestern in ciner ung im Reichstag zu Ende ge . Ein positives Ergebnis ist, wie „W. T. B." berichtet, nicht

es ein Hauptvertrag aufgeseßt worden, L R Vie Partelen bis zum e Juni beim Reichsamt tes Innérn

zu ju äußern haben. Im Falle der Annahme haben sofort die örtlichen erhandlungen zu beginnen, die bis zum 13. Juni abzuschließen sind. Soweit örtlih keine Einigung zustande kommt, sollen die Verträge durch ein Schiedsgericht, das ebenfalls am 13. Juni, und zwar iïn Dresden zusammentreten würde, endgültig erledigt werden unter Aus\s{luß der Berufung. Die Aussperrung ist spätestens am 15. Juni aufzuheben. Die gestern getroffenen Schiedssprüche bewegen {h auf mittlerer Linie, und es is zu erwarten, daß beide Parteien den Vertragsentwurf annehmen.

Die an den Schraubenautomaten und Einzelbänken helgästigien Einrichter Berlins sind, twie der „Berl. Lok.-Anz.* me in eine Lohn etreten. Jn einer Sonntag ab- tenen ammlung ierten sie Logune t bereits tet worden :¿ De / foll für rihter fortan 70 «4 die Stunde betragen; bei Akkord arbeit muß der Mindestlohn garantiert werden. Diejenigen Arbeiter, die bereits 70 44 erhalten, bekommen einen Zuschlag von 5 +4 die Stunde. Ueberstunden sind nur in den dringendsten Fällen zulässig und müssen mit 25 9/4 vergütet werden. Die Antwort der Arbeitgeber wird bereits in den nächsten Tagen erwartet.

Ans Dortmund wird der „Köln. Ztg." gemeldet: Der Aus- Zig: des Gewerkschaftskartells macht bekannt, daß der Inhaber der

igarettenfabrik Hannemann in Verhandlungen ih bereit êr- ärt habe, die früher gezahlten Lohnsäte wiedet zu zahlen und alle Arbeiter und Arbeiterinnen, die bei ihm beshäsligt gewesen seien, wieder einzustellen. Der Boykott über die Firma sci somit aufgehoben (val. Nr. 124 d. Bl». i Die organisierten Parkettarbeiter in Rheinland und Westfalen sind, wie der „Rh.-Westf. Ztg." aus Düsseldorf tele- raphiert wird, in den Ausstand getreten, da die Verhandlungen mit Fen Arbeitgebern über einen neuen Lohntarif scheiterten. j In Noneß (Linlithgowshire) kam es, „W. T. B." zufolge, gestern früh auf einem Holwplae zu cinem {weren Zusammenstoß risGen streikenden Holzarbeitern einerscits und Arbeits- willigen sowie Polizeibeamten andererseits. Die Ausständigen griffen, mit Stôcken und Schürstangen bewaffnet, die Arbeitenden an; die Polizei trat ibnen entgegen und wurde nah beftigem Kampfe siberwältigt. Dann trieben die Ausständigen die Arbeitenden nach allen Richtungen auseinander und s{lugen sie nieder. Fünfzig der Beteiligten sind schwer verlegt worden. : Der Ausfland der franzöfishen Südbahnbediensteten (vgl Nr. 125 d. Bl) dauert an. Auf den von Truppen überwachten Linien berkchren, wie „W. T. B.“ meldet, nur seht; wenige Züge. Sn einer zu Toulon abgehaltenen S üben die Be- diensteten der Sva Miltelmeer - zahn sowie die Straßenbahner beschlossen, in den Ausstand zu treten, falls die Bebörden ten Dienst auf den Südbahnlinien dur Geniesoldaten versehen lassen sollten. Der Para tand ou des nationalen Eisfenbahnersyndikats zu Paris hat an den Minister Millérand einen entschiedenen Protest gegen die Verwendung von Truppen als Ersau für die streikenden Südbahnbediensteten gerichtet. _ Hoch den gestern morgen aus allen Gemeinden des Kohlen - edens von Mons vorliegenden Nachrichten der „Köln. Ztg. aue Orga eas iénabme der Beschlusse des Nationalkongresses gestern übera Arbeit wieder aufgenommen. Der Ausstand, der sechs Wochen

ssdauert bat, ift somit beendigt, und war ohne jede Lohnerhöhung die Arbeiterschaft. (Vgl. Nr. 125 d. Bl.)

Kunst und Wissenschaft.

Die jx Erdkunde zu Betlin hält eine allgemeine eti ida p De Abends 7 Ubr, im großen Saal des

Architektenbauses, ilbelmstraße 92, in der der Privatdozent Dr.

Rudolf Pôch aus Wien (als Gast) über die geographischen Ergeb- nisse seiner bei

Kalaharireisen 1908 und 1909 (mit Lichtbildern) sprechen wird.

_ Vogelzug und a É aue dms die Wanderungen, die im Herbst und Frühjahr die ZU mit unfehlbarer Regelmäßigkeit und Sicherheit über weite Länder und eere führen, l wri E dos der au fälligften nad igteresanieten leme des Natarge! [det, obne ima Z ende Lösung âtte finden können. Inzroischen ist es in neuester

it durch systematishe Beobachtung einer Lösung erheblich näher Lari worden, die von größtem Interesse, aber in weiterén Kreisen noch so gut wie gänzlih unbekannt ist. in vor kurzem in der be- fannten Sammlung „Aus Natur und Geisteswelt“ ershienenes Bändchen „Vogelzug und Vogelschußz“ von Dr. Wilh. N E ckardt (Verlag von B. G. Teubner in Letpzig (1,25 #6) stellt sich in seinem ersten Teile die Aufgabe, das Problem des Vogelzuges unter Berücksichtigung der bauptfäcblichiten über den Ana aufgestellten Theorien und Beobachtungötatiachen allgemeinverständlih darzustellen und da, wo es die Sache erheischt, rritish zu beleuchten. Besonders ausfübrlih sind behandelt die Gründe der Tafconns des Vogelzuges, die Zugstraßen der Vögel, die Frage, ob der Vogelzua von beute in jeder Beziehung eine bloße Instinkthandlung is, und die Mitterungsverbältnisse in ihrem Einfluß auf das Zugphänomen. Mit dem Bogelzug_, namentlich soweit die Erscheinung unter den heutigen Verhältnissen in Betraht kommt, ist in gewissem Sinne die Frage des Vogelshuyzes eng verknüpft. Der Verfasser hält den Vogelshuß vom Standpunkt wissenschaftliher Kritik sowie avs Rücksihten auf den praktishen Nuyen der Vögel für ebenso notwendig, wie aus Gründen der Aesthetik und der Moral. Die hauptsählichsten bisher mit Erfolg betriebenen Vogelschutzbestrebungen werden kurz erwähnt und ferner verschiedene neue, für Gemeinden und Staaten, sowie auch für den einzelnen leiht und ohne großen Kostenaufwand durchführbare Ratschläge für Tp erteilt; Er- fahrungen, die der Verfasser zu einem guten Teil auf Grund eigener eingehender Beobachtungen in der ‘ae Natur gesammelt hat. Von den Ansichten des Verfassers über das Wesen des Vogel- zuges sei in folgendem das Hauptsächlichste kurz mitgeteilt: Daß die el den vielfa schr gewundenen Weg ihrer Paggraben mit so unfehlbarer Sicherheit finden, könnte auf den erften Blick ans Wunder- bare grenzen. Aber au hier ist für den Naturforscher, der in bio- logischen Dingen kausal denken und außerdem das Leben und Treiben der Tiere auch genau beobachten gelernt hat, eine natürliche T vorhanden. s ist einfah die Uebung, welche die Zugvöge dazu befähigt, freilich nicht \o schr die Uebung des ein- lnen Individuums als vielmehr, die der ganzen Gattung. iht plöglich is diese große Lian im Finden des Weges entstanden, sondern nur allmählich im Laufe ungezählter Generationen. In Verbindung mit dieser jahrtausendelangen Uebung und dur sie fortwährend gesteigert, steht ein feines Be- obahtungsvermögen, zumal ein schr \{charfes Auge, das es thnen möglih mat, alles aufzufassen, was für die Auffindung des Weges von Wichtigkeit ist, und sodann ein ganz ausgezeichnetes Orts- gea, das sie befähigt, sih alle Cinzelheiten bezw. die mar- anten Crscheinungen ihrer Zugstraße genau einzuprägen. Das Ortsgedähtnis wird überhaupt bei so rasch sich bewegenden Tieren stärker geübt ; ältere, erfahrene Vögel zeigen den Jfngeren die Fuastraße, und die erworbenen Kenntnisse erben sh eben von Beneration zu Generation fort, wie man dies am deutlichsten bei den Brieftauben seht, die ihren Ortssinn, jowe die Jagdhunde ihren Spürsirn, nur durch Züchtung erhalten haben. Eine auf Hunderte von Kilometern vershleppte Brieftaube findet ih oft na verhältnis- mäßig kurzer Zeit wieder in ihrem heimatlihen Schlage ein. Aber die Sache hat ihre Grenzen, wie man gerade bei Brieflauben häufig genug beobachtet hat. Auf dem Meere, in einer Entfernung, die fie auf dem Lande nicht einshüchtern würde, von der Küste losgelässene fehrten immer wieder zum Schiffe zurück. Aber die Tiere müssen diese Veranlagung erst gebrauchen lernen, und zu diesem Zwecke muß cine Steigerung der Sinnetshärfe notwendig mit der fort- esegten Uebung Hand in Hand gehen, und ein edes Organ, das fortwährend und in immer höherem Maße geübt wird, verbessert ih dadur. Es kommt hinzu, daß, wie gesagt, der junge Vogel von den Eltern über die Zugstraße unterrichtet wird. Denn fast ausnahmélos fliegen die alten, erfahrenen Bôgel, also diejenigen, die den Weg \{hon mindestens einmal zurückgelegt haben, an der Spiye des Zuges und zeigen der jüngeren Generation den Weg. Bei dann der junge Vogel die Zugstraße erst ein oder gar p r ale mit den älteren zusammen durhflogen, so kennt er sie. n

einen schr boben Grad von Orientierungsfinn bringt er \chon mit au die Welt. Es kommt hinzu, daß der Vogel troy feiner Wenn der eis aus außere

da [ Reiseweg des V

tend vielen Erinnerungsbildern grsantmenseyen nuß, so glaubt der ermer doh keineswegs mit anderen ‘armes nnern annehmen zu müssen, daß die Zahl derartiger Crinnerungs- bilder für cine Reise nah Afrika viel zu groß sei, um fh dem Gedächtnis eines Lebewesens einmaliger Ausführung der Reise, ja, selbst au bei wiederholter Ausführung C en zu fönnen. Er ist im Gegenteil der Meinung, daß gerade die Vogel- perspektive für die ihr in erster Hinsicht angepaßten Wesen die rößten Vorteile gewährt. Man Ee ja nur eins feftzubalten: der Örisfinn vieler Tiere, und gerade der der Zugvögel ift sehr groß, und es war für se überaus wichtig, daß sie ihn erwarben. Der Natur- mensch hat ihn auch in einem unvergleichli viel höheren Grade als der Kulturmensch, denn er braucht ihn und erwirbt ihn, dem Kultur- menschen genügt er in weit bescheidenerer Weise, und er erwarb ihn nur in entf ndem Umfang oder, vielleicht rilhtiger esagt, er ver- minderte sh bei ihm auf ein weit kleineres, aber völlig genügendes Maß. Man hätte aber z. B. nah Dahl Grund anzunehmen, daß das Organ dicses Sinnes (des Gleichgewichts- und Nichtungssinnes die Ambullen der halbkreisförmigen Kanäle im Ohr seien, daß jed dieser Sinn beim kaltivierten Menschen rückgebildet ist, da er si meist auf gebahnten Wegen Lees Aber auch aus diesem Sinne wird der Vogel nicht den für scine Erhaltung nötigen lezten Vorteil ieben können, wenn er niht angelernt wurde, wie er ihn zu gebrauchen hat. Jede gegenteilige Ansicht zeugt nah Anficht des Perrasers von etwas Transszendentalem und füge sih nur \{lecht in den Rahmen der Kausalität des Naturgeschehens, wie sie von der Entwicklungs- lehre und der Selektionstheorie gebieterish vertan wird. Genan so wie das Großwild auf den ihm bekannten Wechselpfaden E i urechtfindet, die auf Abwege geratenen Tiere aber ängstlih und unbeholfen umherircen, so vermag auch der Zugvogel in der Regel nur auf den ibm bekannten Zugstraßen zu seinem Ziele zu ge- langen: nur hier findet er si zureckcht, sei es, daß er als Erfahrener an der Spitze selbst die Führung unternimmt oder als unerfahtener Junger geführt wird. Der verschlagene Fron unter den Vögeln aber gleiht in jeder Hinficht dem vom Pfade abgekommenen Stück Mild und muß harren, bis gelegentlich Gle Scharen ihm den Weg weiter zeigen. So dürfte denn zweifellos auch der Loge, zug wie überhaupt das Wandern und Orienticrungsvermögen der Täere auf natürlien gee raphis - physiologischen Ursachen, nit aber auf geheimnisvollen Sastinkten, Wander- und Heimatstrieben beruhen, die man zur Erklärung so oft herangezogen hat.

Her Verfasser wendet sih dann gegen Dunker, der über diese Frage mit den Worten hinweggehe: „Wenn wir nun wirkli an- nehmen, die Jungen uniternahmen den weiten Weg allein, wie häufig Beobachtungen kund tun E es nun, daß sie vor den Alten oder na den Alten fliegen, fo eqegnet uns gar keine Schwierigkeit, diese Erscheinung zu erklären. ie dem Vogel die Ln keit des

liegens, des Nestbauens s. vererbt ist, so auch die Eigen-

E, E und fe N ware Fuosir z U angeme ie diese Vererbung zustande kommt, nn wie ne Frage E i, deren Lösung aber nit nur für unser spezielles Problem e lutang hat, sondern auch für die ge Sererbn gere mengen, mögen sie sh nun auf das körperliche oder geistige Gebiet » Für die Frage nah der Erklärung des Wanterzuges ist aber jedenfalls die Entscheitung darüber, ob die alten Vögel voranziehen oder die ungen, von ganz nebensähliher Bedeutung. Wir müssen nur daran letbalten: die jungen finden anch allein ihren Weg. |

Der Verfasser ist der Ansicht, daß dies nit der Fall sei; das che son aus folgendem hervor: Infolge der abunorm s{leckchten

itterung im August und September 1 in verschiedenen Teilen

E verspätete sich vielerorts die zweite Schwalbenbrut. Als - das Gros der Shwalben fih zur Abreise rüstete, war jene noch nit flugkräftig genug, um die lange Wanderstrecke zurücklegen zu können. Die Eltern und älteren Geschwister flogen nah dem warmen Süden davon, ibrem Wandertrieb folgend, und ließen die jüngeren Ges urüd. So wurden diese threr Führer über die Alpen beraubt und lieben, uns{lüssig hin und her fliegend, namentlich in ber flimatish be- günstigten Rheinebene in großer Zahl zurück, wo fie noch in der ersten Hälfte des November beobachtet wurden. Auch rüsteten sie fh niht zur Abreise, als wieder bessere Witterung eintrat. Aus vieser Tatsache geht deutli hervor, daß der junge Zugvogel seinen Weg nach Süden von selbft nicht findet. Er muß ihn aus Erfahrung ihn bereits mit durhflogen haben, wenn er zu seinem Ziel gelangen will. Nur dann findet er sich zurecht, wenn er von seinen älteren Feidenossen, die den Weg bereits früher zurücklegten, geführt wird. war befißt auch der junge Vogel, der noch niht gezo ift, den andertrieb an fich, aber selbständig kann er aus ibm nicht ben leyten Nuzen ee s können wir aus sonst noch a an den agen Se en der erften Brut beobachten, die bald nach Verlassen Nestes ihre „Uébungsflüge" abhalten, aber deswegen nicht abziehen, weil die Eltern noch zu einer zweiten Brut \Greiten. Erst wenn diese ausgeflogen und flugkräftig ist, rüstet fih das ganze Gros, oder cine gróbere Abteilung wenigstens, welche von alten Schwalben eführt wird, endgültig zur Abreise. Dasselbe gilt aber au vom

-

Storch. Wenn hier anch Scharen junger Vögel früher wandern urid alte Paare noch zurückbleiben , L ibt es doch unter den Störhen ungepaarte Einsiedler , weiße bann die Füh- rung übernehmen, aber leyteres auch nur in Ei

denn meistens find die ziehenden Scharen gemischt.

den Kuckuck hat man in dieser Hinsicht fällchlich hingewiesen Wenn auch bei ihm die Alten und Jungen des betreffenden

etrennt reisen, jene monatelang vor diesen, so muß do eben darauf jingewiesen werden, daß der junge Kuckuck als ein Findelkind seine eigenen Eltern gar nicht fennt, wohl aber seine Pflegeeltern. Mit diesen, die im Herbst später als jene abzurücken pflegen, wandert er dann das erste Mal, und von ibnen lernt er die Straße für die Zukunft kennen. Bei ans des Weges aber sind die. verschiédenartigsten einander behilflih, und es ist gar nit ausgeschlossen, da irgend einer Art, die von anderen geführt wird, sh aus[{li junge Exemplare befinden.

_ eVebung und Gewohnheit find also nah der Ansicht des Verfassers die Zaubermittel, die im Laufe langer Zeiträume die körperlichen und geistigen Leistungen einer Vogelart derartig zu steigern vermögen, daß man fast geneigt ist, ganz neue, unbekannte Kräfte bei ihr voraus- zuseßen, und nur nah langem Studium zu der Ueberzeugung gelangt, daß diese niht vorhanden Find.“

Literatur.

Mrs. Little: Die Dame mit dem Orden. Verlag von t. Wilh. Grunow in Leipzig. Preis 2 4. —- Ein anmutig ge- hricbenes kleines Buch, das in Briefform die Geschichte einer inneren Gesundung durch Arbeit s{ildert. Eine junge Witwe, die in ihrer Ehe enttäusht wurde, geht, frank an ibren Erfahrungen, als Missionslehrerin nah Japan. zen trägt sie bie Liebe zu dem Jugendfreunde, der fie nicht zugeben vermag, bevor sie nit der Kapitän ihres Lebenss{hiffes" geworden ist, Die Briefe find an eine ihr innig befreundete Cousine gift und \{ildern ihr Kämpfen und Ueberwinden, ihre Arbeit unter den japanischen bald im launigen Plauderton, bald in ernsten Wecten Das B ewinnt erheblih im lezten Teil, wo die Verfasserin Bilder aus dex * Beit des russish-japanischen Krieges gibt, und wo {ließlich ihre vollendete Lebesarbeit dur. die endliche Vereinigung mit dem liebten oe E Q H = Palle Rosenkrany: Der rote Hahn. Verlag vonx t. Wilh. Grunow in Leipi 1910. Am Schluß des ‘Buches agt der Verfasser selbst von seiner Erzählung: „Sie handelt intmer- in von so gefährlichen D wie Flammen, Liebe und Fersign Uer sauer lien Stadt. Du lieb

Buch von

See IU ee Diesem Ei Le bas Anfang bis zu

treu. die in

éntereffiert es wohl de E A A E rionen, aber es glúdt nit o recht: E erdinand Stieber: Das Gie ee Die Gelbverlelker

stillen Menschen. Verlag von

ena alle. R: L ia Leiden, die im Alderbause

ommen von außen und finden den tiefsten Eingang in des

Karl Seele. Schwer leidet er unter der Ver - die fang Erwerb seines Vaters zollt. Versteht auch der Vater sel

achtung mit Verachtung zu beantworten, vermag auch er fi

jeden Achtungsbeweis noch kindlih zu freuen und in der Liebe seiner Kinder Genüge zu finden, so ist das anders bei dem feiner

Sohne. Seine Jugend wird vergiftet dur die Pfeile, die ihn treffen um seines Vaters willen, den er liebt. Ein Licht aber ilt es, i ihm leuchtet, das ihm zur Hoffnung und zum Ziel wird, das ist Lotte H Diese Liebe des ftillen, {werblütigen Knaben und werdenden Mannes ist sehr anziehend geschildert, wie ein bluntiger Kranz umwindet sie seine harte Jugend. Eines Tages schmückt dieser Kranz nur noch ein Grab von Hoffnungen, Lotte Horn gehört dem ändern, tem, ber als Erstér Bitterkeiten in Karls Seele streute. Marie dagegen, Karls sonnige wester, findet ihr Glück bei dem einstigen IJugend- gefährten. Karl Elder leidet, überwindet und erstarkt, aber er wid noch stiller und unzugängliher. Da bringt ibm das Schiffa] s einmal die Jugendgelichte nahe als eine verlassene Fran, und in des stillen Menschen vereinsamter Seele geht das Licht wieder auf. Bei áller pr agten Vertiefung leidet niht die Frische der Handlung, und das Buch bringt neues und spannerdes bis zulegt.

Kurze Anñzeigen

neu ershienener Schriften, deren Bespre E HAEERE find nur an die Redaltion Wit a : zu richten. Rückfendung findet in keinem Falle statt.

C Ee wr B Left art Fs 7 Arts Se Gen mlung d tiber R 4 dge : Le M: Das E Bug ge bietoge seh clit ves Jofa nus e Eilferie: Zibel Ga g E C Le pee Fosev h Corregio. 112 S.

Wert der dop elhTadides Nnobii bers für Schule und Staat mit Berückfichtigung i der Vorteile der Steils

rift von Dr. med. Manfred Fr Mit 33 Abbild im Te 3 A M; gebèn. §5 M. Berlin SW. a ta Richar

“Hüttenvogel, Die Hüktenjiagd mit dem Übhu. gr vou Pfannenberg. 83. Uri, 250 d. L . Neumann.

Das Nut -Automobil. Von Alfred H. Simon. Mit 141 Abbildungen im Text. Gebdn. in Leinen 2,80 46. in W. Keithstr. 6, Richard Garl Schmidt u. (o, E es S

äßlihe Nasen und ihre Verb u i Methoden und ge der Madame fe Li te Ta Naturs See Beewort von Probsior Gestas Eber L E

r rofessor f iz 0,50 Æ. Berlin W. 50. Verlag 3 E. Er s