1879 / 274 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 21 Nov 1879 18:00:01 GMT) scan diff

haben

«Arbeiten, de eines Kredits

Vorarbeiten.

E r invanit, Po die Spißen der Militär- und ivilbehörden und zaglreiche ätnbige aller Konfessione s wohnten. Nah dem Gottesdienst j O an nern die Glückwünsche der einzelnen Korporationen entgegen. Kron prinz Rudolf ist gestern Abends von Prag in Gödöllö eingetroffen, um dort den Namenstag JZhrer Majestät der Ae En, ; Zie der „Budapester Corr.“ aus Wien gemeldet Wird, besteht die Absicht, falls der Wehrgeseßentwurf T die bosnishe Vorlage bis Ende November erledigt werden, die Delegationen auf den 30. d. M. einzuberufen. Pest, 20. November. (W. T. B.) Die liberale Partei hat die Vorlage, betreffend die 10jährige Fest - stellung des Kriegsstandes einstimmig acceptirt.

Sch{weiz, Bern, 19. November. (N. Zür. 2tg.) Das Traktandenverzeihniß L die De E Vers ammlung weist 35 Nummern auf, darunter : Geseßent- würfe über Epidemien, Geheimmittel, civilrechtliche' Verhältnisse, Obligationen- und Handelsrecht, persönliche Handlungsfähigkeit, Kosten der Bundesrechtspflege, Markenschuß, Kontrolirung der Edelmetalle, Auswanderungsagenturen, Portofreiheit; ferner: Uebereinkunft mit Frankreich über Militärpflicht, Nieder- lassungsvertrag mit Spanien, Ergänzung des Bundesgerichts, Budget, Anlehensfrage, Rückzölle für Tabak und Sprit, Be- \{lußentwurf, betreffend Phosphorzündhölzchenfabrikation und acht Rekurse.

Srtederlande Haag, 18. November. (Cöln. 2tg.) Die Zweite Kammer der Generalstaaten hat s iee der Regierung auf den Bericht der Centralsekkion über das nähstjährige Budget erhalten. Das Kabinet hält an seinen bei der Adreßdebatte abgegebenen Erklärungen fest und will der Ausführung des neuen Schulgeseßes, wie es von der Ge- feßgebung beschlossen worden ist, keineswegs hinderlih sein. Cine Revision der Staatsverfassung hält es für unnöthig und meint durch besondere Einzelgeseßze eine bessere Wahlordnung und eine zweckmäßigere Landesvertheidigung erzielen zu kön- nen. Es will daher im Laufe dieser Session entsprechende Vorlagen machen. Aus den ostindishen Kolonien wird gemeldet, daß der derzeitige Gouverneur van Landsberahe auf Ersuchen des Ministers noch fernerhin im Amt bleiben werde, obschon eigentlih ein Generalgouverneur niemals län- ger als fünf Jahre die Verwaltung führen darf.

Belgien. Brüssel, 20. November. (W. T. B.) In der heutigen Sibung der Repräsentantenkammer u der Etat des Justiz-Ministeriums berathen. Der Depu- tirte Goblet-Alviella sprah sein Befremden darüber aus, daß die allgemeinen Bestimmungen bezüglih folcher Geistlichen, welhe auf der Kanzel die Geseße angreifen, nicht in Anwendung gebraht worden seien, und beantragte eine Herabsetzung der Bischofsgehalte. Der Ju stiz- Minister erwiderte: er halte eine Herabseßung der Bischofs- gehalte für eine nußlose Maßregel, die dem Klerus nur Ge- legenheit geben würde, si als Märtyrer hinzustellen.

—-

Großbritannien und Zrlaund. Lon - e Ee Corr.) Die „ea don Ga Mr E imi gation in Peking, Mr. Hugh Fraser, zum Sekretär de M S in Wien. N iei Der aatssekretär für Jrland, Mr. Lowther hat sich, versehen mit weitgehenden Jnstruktionen zur Abhülfe S Hungersnoth in Jrland, nah Dublin zurüct- Aus Cabul wird unter dem 16. d. M emelde: Der General Baker mit dem 3. Sikhs-, dem 5. Pud lab-Kavallerié: Regiment und 2 Gebirgs8geshüßen durbsuthte das Dorf Indaki im Chardeh-Thal nah Waffen. Purwez Schah Khan, ein afghanischer Oberst, hat sein Regiment in Turkestan verlassen und 400 bis 500 Flinten mitgebracht. Mehrere [chuldig befundene Gefangene sind ge- hängt worden, ehe die Amnestie bekannt gegeben wurde. Die noch immer tagende Militärkommission hat nahezu 100 Zeugen verhört. Ueber die Mitshuld der Minister ist noch Fein Beschluß gefaßt worden. Die Untersuhung bezügli der Beziehungen Jakubs zu der Meyelei hat begonnen. Der Ber- dacht gegen ihn nimmt tägli zu. Sirdar Yusaf Khan und Sou- badar Major Ab dullah Khan find von Candahar in Cabal angekommen. Sie melden, daß die BVevöikerung an der Straße zwischen Khelat-i-Ghilzai und Cabul si in sehr aufgeregtem Zus stande befinde. Der Gouverneur von Ghuzni ift jezt hier. Ge- neral Macpherso ns Brigade verbleibt in Butkhak, währeud der Krankenzug sid auf dem Wege nach Djagdalak befindet. Die Straße na und jenseits Buikhak wird rasch hergestellt. General N o- A hat Les Iokalen Rang eines General-Lieutenants mit dem je Uver alle zwischen Cabul und Jamrud stehende Truppen Unter dem 18. d. M. wird aus Cabul weiter beri . wi richtet : Gi Der Gouverneur von Ghuzni, Mahomed N Hier mit Faiz Mahomed, der im vorigen Jahre die Weiterreise des Majors Cavagnari in Ali Musjid hinderte, angekommen. Sie be- B daß in Ghuzni ein Glaubenskrieg gepredigt wurde. Die | ô Botstbest dect priubung, der die Meyelei in der britischen ; : BELEL : G E u Umstande ist im Begriff, ihren Bericht nah P S S November. (W. T. B.) uUS Stmia, von gestern, meldet: Jn der Nähe von Kabul E E ebt ire A Meer M Zurkestan : gerommen ; es steht ihre Auflösung und die Nüdke Sol- daten in díe Heimath zu erwarten, O £inen Aufstand der Bevölkerung ges{wunden sind. „Dublin, 20. November. (W. T. B.) Die gestern er- Le Verhaftung von 3 Personen, welche, in zur Be- ämpfung dex bestehenden Pachtverhältnisse abgehaltenen Ver- sammlungen, aufrührerishe Neden gehalten hatten, rief Me der Bevölkerung große Erregung hervor und hat den e von Haftbefehlen gegen weitere 17 Personen zur Folge gehabt. Es heißt, die Regierung werde gegen die Verhafteten

Eine amtlihe Depesche l

nahm der Minister des Jn-

der Höhe Gncalada“,

kreuzen. Schiffen und steuerte 3 Morgens Gncalada*“ fünf Seemeilen welche

auszuweichen suchten, gesteuert rourde. daß wir uns dea Tages deutlih den fang.

da die Aussicten auf | arb

(Rép. fr.) Aus Alzx wird unter dem 19. Novem- ber telegraphirt: Ein Vertre des Sultans von Marokko ist in Sebdou angekommenum den französishen Behörden wegen des Angriffs maranisher Marodeure auf cinen Convoi die geforderte Genugiung zu geben.

Montenegro. Cettie, 13. November. Der „Pol. Corr.“ wird von hier bericht

G8 find hier vor einigen Ta Versicherungen formell ster Art aus Konstantinopel angelangt, woh die Uebergabe des fraglichen Distriktes unter übliher Kooperon Seitens des abtretenden Theiles in kürzester Zeit stattfinden wir Sobald die im diplomatischen Wege zu ergreifenden Maßnahm ihre Erledigung gefunden haben werden, wird hierorts der B6l zum Einmarsche in Plava und Gusinje an die moutenegrinische.rmee ergehen. Bis zur Zeit ift dieser Befehl noch nit ertheilhorden. Die bereits vorgefallenen und gemeldeten Scharmüßel bezien sich auf einige hierorts land- läufige Angriffe, die von Seitewer Arnauten auf uusere Wacht- poften gemacht, jedoh imm blutig zurückgewiesen wurden. Die Etablirung einer ikishen Mission in Gettinje gehört wohl zu den dfkwürdigsten Begebenheiten der Woche. Die türkishe Negiuung hat den Beschluß, eine ordnungêmäßige Vertretung in %ntenegro zu unterhalten, bereits in Aussührung gebracht. Der nernannute außerordentlicbe Gesandte und bevollmächtigte Minister füMontenegro, Chalid Bey, ist mit einem zahlreihen Gefolze in deverflossenen Woche in Cettinje au- gelangt und am zweitnäcsten Te, unter Beobachtung des üblichen Ceremoniels vom Fürsten Nikol(s iu feierlither Audienz empfangen worden, wobei erx seine Kreditiväberreichte, indem er sich dabei mit folgender Ansprache introduzirte: „Hoheit! Jch habe die Ghre, Ew. Hoheit die Briefe zu Üüberrezen, durh welhe Se. Majestät der Sultan, mein erhabene! Herrscher, mich zum außer- ordentlihen Gesandten und bevomächtigten Minister kei Ew. Hoheit zu ernennen geruht hat. Ja CEfüllung der Aufträge, die ih von der hohen Pforte empfangen hab werde ih bestrebt sein, die Be- ziehungen der guten Nachbarschft, die von nun an zwischen dem türkfishen Reiche und dem ürstenthum Montenegro bestehen sollen, zu erhalten und zu konsobiren. Mögg,„Œw. Hoheit mir er- lauben, die Hoffnung auszuszehen, da ch in Grfüllung diefer Aufgabe durch das Wohlwollen WEiwv.“- Hoheit wie aub durch den guten Willn Ihrer Regierung unterftüßt fein werde.“ Se. Hoheit èr Fürst antwortete auf diese Ansprade folgendermaßen: Mit großer und aufrictiger Freude empfange ich den Neprätntanten Sr. Kaiserlibhen Majestät des Sultans, und ich danke Ihrn, Herr Gesandter, für die guten Worte, welche Sie mir bezügli Fhrer Mission gesagt haben. Seien Sie überzeugt, daß die Herstelluy aufrichtig freundlicher Beziehun- gen (des relations franchement avicales) zwisben meinem Laude und dem türkishen Reiche mein bhöhster Wuns sei. Ich freue mi über die Wahl des ersten Nepräfntanten der hohen Pforte, die Se. Kaiserliche Majestät der Sultan ju treffen geruht, und ich bitte Sie, Excellenz, über die besten Dispqitionen unsererseits keinen Zweifel aufkommen zu lassen.“

Nußland und Polen, St. Petersburg, 20. No- vember. (W. T. B.) Jhre Kaiserlichen Hoheiten der Gro ß- fürst-Thronfolger und Gemahlin sind gestern Nach- mittag 4 Uhr von ihrer Reise im Auslande wieder in Zarskoje-Selo eingetroffen.

Südamerika. (Cöln. Ztg) Der amtlihe Bericht des Befehlshabers.der hilenischen Flotte über die Aireë: er] Yenenbén 26 Lion r gade nag der in Buenos- “Senetliaifummard0 dew Flotte.’ Antofagasta, 20: SHkticite 1879. Herr Dberbefehlshaber ! Nah meiner Ankunft in Mejillones de Chile, von welcher ih Ew. Hochwohlgeboren in meinem Berichte über das Craebniß der Gxrpediton nah Arica Meldung matte, licß ih die Schiffe des Geschwaders s{leunigst Kohlen nehmen, um mit ihnen gegen Süden in See zu gehen. Aufeinanderfolgende Depeschen, die ih sowohl von der hohen Regierung als au von dem in Anto- fagasta weilenden Herrn Kriegs-Minister erhielt und dur welche die Thatsache unzweifelhaft festzesteUt wurde, daß die peruanischen Kriegsschiffe unsere Küsten beunruhigten, s{chrieben mir diese Be- wegung vor. Ih kam also mit dem Herrn Kommandanten unserer Schiffe überein, den Hafen während der späten Nachtstunden in zwei Divifionen getheilt zu verlassen. Die erste, aus den Fahrzeugen von geringerer Schnelligkeit gebildete, hatte den Auftrag, die Küste ent- lang zu steuern und überall die Buchten und Sclupfwinkel, in denen der Feind etwa auf der Lauer liegen konnte, abzusuchen, wäh- rend die zweite, aus den s{neilsten Schiffen bestehende, etwa zwanzig bis fünfundzwanzig Seemeilen „von der Küste entfernt folgen sollte. Dieser Plan_ kam indeß niht zur Ausführung, da ein von dem Herrn Kriegs-Minister direkt an den Kommandanten des Panzers „Lord Cochrane“ gerichtetes Telegramm diesem befahl, {i während der Nacht und bis zum Mittag des folgendes Tages in Begleitung der „O Higgins*“ und des Tran8portdampfers „Log“ nach von Mejillones de Chile zu halten. Die eBlanco a“, die „Covadonga“ und der „Matias Cousiïño“ sollten nach Süden, abgehen und unweit des Hafens von Antofagasta Diesem Befehle zufolge ging id mit den leßterwähnten M D: M. etwa um zehn Uhr Morgens in See die Küste entlang gegen Süden. Am 8. gegen bemerkte die Wade an Bord der „Blanco eiwa auf der Höhe Punta Arenas und ungefähr vor uns die Nauhwolken zweier Dampfer, be von der Küste her auf die mir untergebenen Schiffe uzuïommen schienen, aber sofort ihren Kurs änderten und n, als auf meinen Befehl ibnen entgegen» Dieser Umstand brachte mi quf die Vermuthung, feindlichen Schiffen ea befänden, und wirk- man Mle Zeit Et au N des anbrechenden „HQuaëscar“ un ie „Union“, welche vor er „Vlanco Encalada* flohen. Die Jagd nahm nun bea An- Troß des \{lechten Zustandes, in welchem die Kessel er „Blanco“ sich befinden, ließ ic die Maschine mit aller Kraft rbeiten und gerade auf den Feind loshalten, denn wenn i auch

ih unterschied

einsah, daß in Anbetracht der Schnelligkeit i i mein Anftreaguagen E gkeit der peruanishen Schiffe i o um Jo zuversihtliher darauf, daß die andere Division unseres Geschwaders zur richti it erschei i ch Feindes hemmen e chtigen Zeit erscheinen und die Flucht de em erhaltenen Befehl gemäß um diese Zeit ungefähr 20 -t! demn Att d Angamos kreuzen R apt V m chGiulentswen Panzer in der Nichtung n t ilen et wenig nach Westen, zuweilen auch nIL J Uerdels Awsilen éin

erreihen, unnüß sein würden, fo hoffte

weil ich mi erinnerte, daß der „Sochrane“

Der Feind floy vor

etwas gegen Osten nah dem Lande

den Prozeß wegen Aufruhrs einleiten lassen. zu abbiegend, wobei die größere Schnelligkeit seiner Sdiffe vorerst

_ Frankreich. Paris, 19. November. Die „Rép, Fr.“ bringf einen Artikel, worin der Leitung der “auswärtigen di Politik I gtoas volle Anerkennung gezollt wird. ¡—51 #0. November, (W, T.._B) Der. Vrati Grévy und der Conseils - Präsident Wart fa heute der auf der Reise nach Madrid hier ein-

er

vo

die zwischen ihm und uns liegende Entfernu destoweniger war es meine P eee

und ich hoffen durfte,

daß am und einige

1 1 Nichts-

iht, die Verfolgung R A ae war, einen Kampf Lerbeizuführen endlih den Kreuzer von Meejillones zu sehen. Gegen 7 Uhr meldete man mir, nordwestlichen „Horizont Rauchwolken \ichtbar kseien i Augenblicke \fpäter erlangte ih die Gewißheit, daß die n mir so sehnlichst erwarteten Schiffe unseres Geschwaders heran-

es das beste Mittel

{einen

getroffenen Erzherzogin Christine von Oest i ti) L ET Tei eincn Besuch abgestattet. e N Mee für die ti ; ¡ STEYCUNCL, g em Präsidenten i enen Geseßentwurf vorgelegt , betreffend pie Bewilligun2 von 600 600 Frcs. ¿ur Vornahme der für den

Bau einer Eisenbahn durch die Sahara erforderlichen Be

kamen und nun auch ihrerseits !

BNeit Fahrzeuge, Hrerseits au der Jagd theilnahmen. Die perua- ellen umgab, ließen nun ihre Mascbinen mit all ;

um an der Küste entlang laufend in nördlicher Rigaal) arbéiten, en.

welche die Gefahr erkannten, die sie von allen Richtun - ; Ihre Entfernung von unseren Panzern Ar I it 7— 8000 mw, Die fehr s{nelle „Union® gewann sichtlich Vor-

vor dem sie verfolgenden „D'Higgins“ und dem ySDA S,

e P die Panzer dagegen näherten sid dem „Huascar* ein wenig ;

namentlihß gelang

auf dieses abgab.

nitor erboben.

Gebrauch des

zum auch Bedacht

aber

Kampfes kam

könne.

unseres Geschwaders,

trefflichem Zustande

von uns

erhielt zwei Kugeln S ERSEP R L La Rd, d danten 1 Todtét und

die „Blanco Encalada“ Verluste zu beklagen.

Tobenswerth, gestehen,

Sceibenstande.

noch erwähnen, daß

geboren.

es dem „Cowrane“ , dem größten Druck arbeitete, die Entfernung zwischen ihm und den E Monitor wesentlich zu verkleinern. Mit äußerster Anstrengung ver, E suchte der leßtere nun noch einmal, den Ausweg gewinnen, allein vergebens, der chilenische Panzer rückte immer näher und schnitt ihm den Weg ab. it ni fern war, in welcher der Kampf entbrennen mußte. 40 Min. war der „Cochrane“ noch ungefähr 3000 m vom „Huascqr! entfernt und um 9 Uhr feuerte der letztere, immer noch fliehend, seine ersten Schüsse auf die Panzerfregatte ab. Diese erwiderte nicht, \ ondery drang mit bewunderungs8würdiger Ruhe und Entschlossenheit, unhe: fümmert um das Feuer des Feindes, auf diesen ein, desto sicherer und \{hrecklicher zu treffen. spielten die Feuershlünde beider Schiffe gegeneinander. Die „Blaneg Encalada“ näherte \sich unterde einem scharfen Kugelwechsel mit dem „Cochrane“ sich gegen das Ad. miralschifff wandte und einige Schüsse, welche sofort erwidert wurden Einen Augenblick verschwand die ; „Huascar“ von der Gaffel und schon hielten wir den beendet, als fi O Perus von Neuem über dem My. ie Swhiffen hatte sich inzwishen derartig verringert, Sporns darauf Stoße des Monitors auszuweichen. auf nur 25 m Entfernung an der „Blaneo Encalada“ vorüber, seie Kanonen und die im Mastkorb postirten Mitrailleusen auf sie gh: feuernd. Der „Cochrane“ aber drang jeßt abermals auf den Feind ein und manövrirte dabei so geshickt, daß das Widderschiff ¿wischen zwei Feuer gerieth. Untex einem Regen von Geschossen, den unsere beiden Panzerfregatten auf ihn s{chleuderten, sah sih der „Huasqr! genöthigt, die weiße Flagge zu hi auch die heran und feuerte einen Shuß auf den Monitor ab. des peruanischen Schiffes hatte {hon während der leßten Phas des Gefechts große Demoralisirung unter der Mannschaft Y gegriffen, Von Bord des „Blanco Encalada“ aus konnte man h, | merken, wie Leute aus seiner Besaßung sich ins dem die Maschine noch arbeitete. Jy ließ deshalb das Feuer ein stellen, befahl die Bôte der am nächsten befindlihen Schiffe in E Wasser zu lassen, um den Unglüclichen Hülfe zu bringen, und fand, eine Schaluppe von der „Blanco* aus nach dem fiziere des Panzers aufzunehmen. Bald kehrte diese mit der traurizn Nachricht zurück, daß der Kommandant Grau dur ein Geschoß getödt ? worden sei und man seinen in Stüte gerissenenKörper nicht auffindey | Auch die beiden Oberoffiziere, welhe nach Grau das Kom L mando des Monitors gesührt hatten, waren gefallen. : vom Tode des feindlichen Admirals wurde auf den Stif

d

geblieben zu Gefangenen

in den Rumpf,

dessen Maschine mjt

Man sah, daß die

um ibn da Wenige Augenblicke sväta

ebenfalls dem Monitor, der mg

Flagge deg Kampf füy

Tämpfende , daß die Zeit schien, werden

Entfernung zwischen den

gekommen

genommen mußte ,

hissen. Kurz vor Beendigung dez „Covadonga”

An Bord

Offiziere dem Patriotismus und

essen

-

ist, nach Vollzug gemacht.

wurde

nach Norden jy f

Geidhzeitig 4 Einmal saufte der „Huagear!

auf Kanonenschußweit;

Meer stürzten, troy

„Huasear“, um die Df, E

Die Nachrigt |

der glänzenden Tapferkeit dieses tüchtigen Seemanns volle Gere, tigkeit widerfahren lassen, mit großem Bedauern vernommen. Nah E Beendigung des Kampfes beschäftigte ih mi mit der Veberführunz V der Berwundeten und Gefangenen, bemannte den genommmqy Panzer mit einer Abtheilung meiner Leute und sandte ihn sofgt nah Mejillones de Chile. Der von uns in der Nähe dieses Hafen errungene Erfolg hat die Seestreitkräfte Perus außerordentlich g: s{wäcbt, die Chiles dagegen um ein ausgezeihnetes Kriegs\{hif | vermehrt, denn der „Huascar“ kann, da seine Maschine in vor einiger noth | wendigen Ausbesserungen von neuem unter der nationalen Flagge in! die Aktion eintreten. 28 Offiziere und mehr als 100 Mann wurd jen g Die Beschädigungen, welh: unsere Schiffe in dem Kampfe erlitten, sind ebenso wie unsere Ver luste an-Menschenleben verhältnißmäßig fehr gering. Der „Cochrane! |

jedoch nur unbe

verlor nach dem Bericht seines Komman 9 theils s{chwer, theils leiht Verwundetr,

schaften der Schiffe, welche den war während der ganzen Wenn man die Kugeln auf dem feindlichen Schiffe daß diejenigen, welch{e die

blieb ui unvcrleht Und

hatte Feiner

Das Benehmen der Offiziere und Mann

„Huascar* zur Dauer des Gefechts

Verwüstungen f angerichtet haben, \

da sie sahen, bei Anbruh de am 9. um 9 Uhr Morgens n

Gegner zu erreichen , und

gez. Galvarino R ivero.

449 Sterbefälle. (H. C.)

nuar 1872

im

Studenten 5004, 5443, Zufolge der

älteren, innerhalb des

erlassen werden.

Nach

im Jahre 1825 1836 1847 1855 1863 Im Jahre 1874 Anstalten

(welche besucht:

der griehis{ch-orthodoxen

Wilnaer Lehrbezirk 23%, Kiewschen Lehrbezirk 11,4

/ L er in diesem Jahre unruben sank diese Ziffer O

S ten, D (ein{chließ Docschulen, Odessa und Warschau hinzugeko d l (Tobolak in Sibirien) ist in der Bilduty Didrtfae Meca bie Ce fammtziffer der Studirenden während angegebenen Verhältniß ab der zunehmenden Zahl D Nee E beenden können. ammiliwer Skudenten bezieht Stivendi i C 7:

1582 Studenten in Summa 390 000. O öffentlichen Mitteln), 5 R mußten die Kollegiengelder Bon jammilihen 6901 Studente in dem 1 gedachten Iahre nur 570 entlassen, o R Prüfungen bestanden hatten. ift binnen 15 es a “0 auf mehr als 1000 angewachsen.

: einer auf Grund offizielle lateri i veröffentlichten Tabelle betrug h E S

der Gymuasien:

„mit 53 072 Schülern ; früher vollständig fehlten),

{

Statistische Nachrichten. Nach Mittheilung des Berlin sind bei den hiesigen vom 9. November bis inkl, 15.

statistischen Bureaus der Stad! Standesämtern in der Wodhe

Kurzem veröffentlichten Iahresheridt

Im Jahre 1858 betrug die Zahl der Jahre 5555, im Jahre 1860

Seitdem sind zu den

russishen Reichs vorhanden gewesenen

ih Dorpat und

genommen hat, so liegt das zum Theil in

erjenigen, welche aus Mangel an Geld- |

Ungefähr ein Viertheil Rubel an Unterstützungen aus

Die Zahl der Studirenden in Dorpat

In Nußland die Zahl diejenige der Schüler: 7 682 15 475 76 20 372 Cr 17 817 856 20 015

96

68

| zählte man im gesammten Reiche 16 Gymnasien mit 42 676 Schülern, | N LDen Mes

am 1. Januar 1878 206 derartige die Zahl der Realschulen betrug 56; dieselben wurden

am 1. Januar 1877 von 10 880 Schülern

1878 12 663

L "” 61%, sämmtlicher P des eto und Progymnasien gehörte tonfession durch 10,7%/9 vertreten war

an, während das Judenthum

; im Odessaer Lehrbezirk sind 34,79%, im

im Warschauer Lehrbezick 13,5%, im

% aller Schüler höherer Lehraustalten

November cr. zur Anmeldung qu | Tommen : 201 Gheschließungen, 870 Lebendgeborene, 35 A

( Nach dem voc des russischen Unterrihts-Ministeriums pro 1877 betrug am 1, Jo die Zahl sämmtlicher immatrikulirten t russischer Universitäten (201; Ziffer auf 6901 gesunken.

Studenten) am 1. Januar 1878 war diese |

auêgebroŒenen Studenten!

Helsingfors) zwei neue

Uebergabe zwangen, F tin jeder Beziehun |

lebt, welche N E o muß ma l : i Geschütze der cilenischen Fahr zeuge bedienten, dieselbe Ruhe bewahrt babe s A N E ih een Bericht \{ließe, muß ich bin l ähnen A iggins“ und der „Log“ di ion' bis auf die Höhe des Flusses Loa verfolgten, dann aber L daß es unmöglich war, den i Nacht die Jagd einstellten Mejillones de Chile zurüdlk:hrten, Gott erhalte Ew. Hochwohl:

N M F

f.

Wenn die Ge F der leßten Jahre in den

welhe den Kursus beendet und |

Juden. Wegen „Unfähigkeit und Untauglichkeit" wurden während des. Jahres 1877 1195 von Gymnafien und Progymnasien entfernt. Von den Osftseeprovinzen abgesehen, zählte man im Jahre 1877 97 städtilhe Schulen mit 9505 Schülern, in sämmllichen Kreisschulen (niederen Bürgerschulen) 26 670 Schulen und in den 24 853 ländlihen Volksschulen etwa 1 065889 Schüler.

Kunst, TWissenschaft und Literatur.

Das Bibliographische Jnstitut inLeipzig hat anläßlich der Kunstgewerbe-Ausftellung ein elegant au3gestattetes Verlags8- verzeichniß erscheinen lassen. An der Spitze desselben wird ein kurzer Abriß der Geschichte des Instituts gegeben und darin nament- lich der allmählihen Entstehung der Hauptverlagsartikel gedacht, unter denen das weitverbreitete Meyersbe Konversations- Lexikon, Brehms Thierleben und Meyers Reisehandbücker die ersten Stellen einnehmen. Bei der Herstellung und besonders der vorzüglichen illustrativen Ausftatiung dieser Werke werden die neuesten Vervoil- kommnungen der Drucktechnik und der graphischen Künste, namentlich die Papierstereotypie, die Rotationsmaschine und ein sorgsames Sllusftrationsdruckverfahren angewandt, welches des Näheren be- \chrieben und durch Illustrationen erläutert wird. Um eine Borstelung von der Mühe zu geben, welche die Herstellung eines Hol;schnittes des an dieser Stelle mehrfah erwähnten Brehms- schen Thierlebens erfordert, ist die Zurichtung eines solchen in ihren einzelnen Phasen durch 6 Abzüge in stufenmäßiger Entwickelung dar- gestellt. Außer mehreren anderen Holzschnitttafeln aus dem genannten, in zweiter Auflage erscheinenden Brehmschen Werke sind auch noch einige vorzügliche Probe-Illustrationen aus der dritten Auflage des Konversationslexikons (16 Bände in Leinw. 152 4, in Hlbfrz. 160 M) beigegeben, von welcher noch kurz vor der Cröffnung der Ausstellung auch eine exquisit auszestattete Prachtautgabe (16 Bde. Hlbfrz. 240 4.) erschienen ift. Auf ver Leipziger Ausstellung war das ganze in dem úFnstitut angewandte kemplizirte Druckverfahren (Stereotypie, Jllu- ftrationsdruck, Vervielfältigung des Holzschnitts und Stahlstichs durch Galvanoplastik, Lithographie 2c.) in instruktiver Weise veran- \cauliht, und diente das Schriftchen zugleih als Speztalkatalog.

Auf die vorerwrähnte Prachtausgabe des Meyerschen Konversations- Lexikons, welher in jeder Beziehung cine außerordentliche Sorgfalt zugewendet wurde, uad die nach Format, Lusftattung und Einband äußerst splendid ist, sei bei dem Heran- nahen des Weihnachtsfestes noch besonders hingewiesen, mit dem Bes- merken, daß das Bibliographische Institut auf bezüglihes Ersuchen bereit is, denen, die sih für diese neueste und glänzendste Leistung seines Verlags interessiren, obige Broschüre zuzusenden, welche über die Tendenz sowie über die äußere Ausführung des Werks und dessen instruktiven Bildershmuck orientirt.

Von den im Verlage von I. J. Weber in Leipzig erscheinen- den „Meisterwer ken“ der Holzschneidekun t liegt der 1. Jahr- gang vollendet vor. Das Prachtwerk enthält folgende 81 Abbil- dungen aus dem Gebiete der Architektur, Skulptur und Malerei zum Theil nach berühmten Originalen: Die beiden Freundinnen, Gemälde von Hans Makart. Die Ruinen von Athen, Gemälde von Albert Rieger. Christus erweckt Jairi Töchterlein vom Tode, Gemälde von Gabriel Max. Die Löwenbraut, Gemälde von Gabriel Max. Während des Gebetläutens im Klosterbräustüb%hen, Gemälde von Eduard Grüßner. Dame mit \pielendem Käßchen, Gemälde von Karl Wünnenberg. Die Wacht am Rhein, Skizze für ein Kolofsalmonument, von Christian Roth. Ein Eisbäreukampf im Zoologischen Garten zu Cöln, von Ludwig BeckEmann. Mondscheinlandschaft in Holland, Gemälde von Eduard Sc(hleih. Am Strand bei Amalfi, von A. Blaschnik. Plafondbilder für das Spielzimmer im Palais des Prinzen Leopold von Bayern, Gemälde von F. Widumann. Der Chrenschub, Ge- mälde von Mathias Schmid. Schwimmerin, Marmorstatue von O. Tabacchi. Der Liebesbote, nah dem Gemälde von Ch. Ghaplin. Freigesy1ochen, Gemälde von J. Weiser. JIrmgard und der ster- bende ÎIngo, von A. Liezen-Mayer. Das „Hundertguldenblatt“, Na- dirung von Nemkrandt. Königin Elisabeth unterzeichnet das Todes- urtheil der Maria Stuart, Gemälde von A. Liezen-Mayer. Steppen- pferde in Südrußland nach einem Gewitter, von F. Zpverina. BacZus und Ariadne, Quadriga auf dem Dresdener Hoftheater, mo- dellirt von Johannes Schilling. Unsere wiedergewonnenen Schwestern, von Knut Ekwall. Am Starnbergersce, Gemälde von Fr. Volz. Die Einbringung des Seeräubers Klaus Störtebeker in Hamburg, von Karl Gehrts. Leßtes Aufgebot, Gemälde von Franz Defregger. Der Sloßhof von Maßen, von H. Püttner. Der Alte Jungfernstieg am Alsterbassin in Hamburg, von C. Desterley. Nicht zu Hause! von Johann Herterich. Siege8göttin mit dem Gorgonenhaupt, Antike, bearbeitet von Rauch und Simoni. Die Ecmordung Wilhelms von Oranien, Gemälde von Wilh. Lindenschmit. Volière der Großschnäbler und Pfeffersresser im Zoologischen Garten in Berlin, von Paul Meyerheim. Die St. Katharinenkirche in Oppenheim, von G. Theuerkauf. Volks- bank kurz vor dem Krach, Gemälde von L. VBokelmann. Hamlet-

Statue, von A. Weizenberg. Schapers Bismarck-Statue in Cöln, gezeichnet von J. Chrentraut. Begegnung zweier Karawanen in der Wüste, Gemälde von Wilh. Genß. Ein jüdischer Händler auf der Wartburg, von Karl Gehrts. Die verrätherische Studie, Gemälte von Ferd. Brütt. Stcppenpferde im Schneesturm, Gemälde von G. Suhrlaz:dt. Der Leuchtthurm zu Eddyi1one, Gemälde von Jos. M. W. Turner. Im Vorzimmer des Arztes, Gemälde von Friedr. Hiddemann. Mutterliebe, Gemälde von Paul Martin. Die Antica Scala in Venedig, von W. Wörnle, Schmwarzwildjagd im Thier- garten bei Wien, von Albert Richter. Die neue Hocbstraße über den Schwarzen Berg in Montenegro, von C. Haase. Julia Capulet, Gemälde von Bertha Siek. Thomas’ Unglaube, aus den Entwürfen zu den Wandgemälden des Cam):o Santo in Berlin von Peter von Cornelius. Wildkaßze, im Tellereisen gefangen, von L, Beckmann, Odaliske, Gemälde von Gustav Richter. Der Wafserfall von Paulo Affeonso in der Provinz Bahia in Brasilien. Löwenpaar, Gemälde von Paul Meyerheim. Ansicht von Neumühlen an der Elbe, von C. Oesterley. Der Dom zu Trier, von P. Burmeister. Katha- rina, Gräfin von Sc{warburg-Rudolstadt, und Her;og Alba auf dem Schloß zu Rudolstadt, Gemälde von F. Widemann. Tempi passati, Gemälde von Karl Franz. Faun und Satyr, Becken s{chlagend, modellirt von Heinrih Möller. Die Palmaille in Altona, von C. Oesterley. Sauhaß, Gemälde von C. F. Deiker. Gang zur Civil-Trauang, Gemälde von Benjamin Vautiér. Die Verhaftung Nätköczi's Il, Fürsten von Ungarn und Sieben- bürgen, Gemälde von Julius Benczur. Die St. Peterskirhe zu Rom, von G. Tzeuerkauf. Aschermittwoh, Gemälde von A. Lüben. Das Porträt des Geliebten, Gemälde von Ch. Chaplin. Die Kinderkarawane im Zoologischen Garten zu Berlin, von Knut Ekwall. Die Kirche Santa Maria della Salute in Venedig, von G. Theuer- kauf. Waldscenerie aus dem Küstengebirge Venezuelas, von A. Göring. Die Union von Lublin, Gemälde von Jobann Matejko. Ein Kosakenvorposten an der Donau, Skizze von F. Zverina. Fal- staff und Frau Fluth, ans Eduard Grügners Falstaff-Cyklus. Partie aus den Cuzkogebirgen auf der Insel Cuba, von A. Hoeffler. Leiermanrs Gewinn, von Otto Seiß Ein Frühlingstag, Gemälde von Th. Her. Ekkehard trägt Frau Hadwig durch die Klosterpforte, Komposition von A. Liezen-Mayer. Ein mittelalterlihes Schützen- fest, von Karl Jauslin. Verunglüäte Sclittenfahrt, Gemälde von Wilhelm Zimmer. Gloria in excelsis! Gemälde von W. Böhm. Weihnachten der Heimathlosen, Gemälde von Gustav Seyfferth. Elch im Kamps mit Wölfen, von Fr. Specht. Jn der Christnacht, von H. Kruspe. Die Verleumdung, Gemälde von Eduard Kurz- bauer. Eine Kindtaufe unter dem Direktorium, ©emälde von Frederik Hendrik Kämmerer. Auf fröhliches Wiedersehen im Neuen Jahr! von Knut Ekwall. : : : i

Die Wiedergabe ‘dieser Bilder im Holzschnitt beweist die Voll- kommenheit, welche diese Kunst erlangt hat. Zu jedem Bilde ift ein erfklärender Tert gegeben, der ästhetisch belehrt, dabei aber auch unterhaltend ist. Der Preis des wegen seiner vorzüglichen

Die „Meifterwerke der Holzs{neidekunst" erscheinen in monatlihen Lieferungen (je 8 Bilderseiten mit erklärendem Tert) zum Preise von 1 4 Zwölf Lieferungen nebst Titel und Inhalteverzeihniß bilden cinen Band, zu welchem eine künstleri)ch ausgeführte Einbanddecke auf Verlangen zum Preise von 3 H# nachgeliefert wird. Von dem 2. Jahrgange find bereits 3 Lieferungen erscbienen,

Was ist’'s mit der Sozialdemokratie? Von Carl Weitbrecht. Eleg. brofschirt Preis 60 „4. Verlag von Levy und Müller in Stuttgart. Das unter vorstehendem Titel soeben er- schienene, aus fahkundiger Feder stammende Werkchen erörtert in Éräftig realistisher, humordurchwehter, dabei jedo sachzemäßer Schreibweise die Entstehung und das Wesen der auf dem Titel be- zeichneten Frage. In anregender, allgemein verständlicher Form zer- gliedert es die Grundlehren und Säße der Sozialdemokratie bis in ihre äußersten Konsequenzen, und feine Beweisführung ist meist zutreffend. Die kleine Schrift ist wohl dazu geeignet, unverstandene Begriffe zu läutern, verworrene Än|chauungen zu klären, {lummern- des Interesse zu weden und da, wo Zweifel vorhanden, dieselben durch einleuchtende Argumente zu entkräften.

Von dem Werle ¡Dies Grde und. ihr organtsches Leben“, ein geographisches Hausbuh von Dr. Klein und Dr. Thomé (Verlagsbuchhandlung von W. Spemann in Stuttaart) ist die 2. Lieferung erschienen. In derselben wird die Oberfläche der Erde und dann das Wasser, insonderheit das Meer in seineu physikali- hen und chemischen Eigenschaften, geschildert. Die Schilderungen sind wiederum dur treffiihe JUustrationen, von denen wir nur „Aetna-Ausbruch Mai 1879" und die „Luftspiegelung“ hervorheben, erläutert. Das Werk erscheint in Heften à 50 uud wird 50 ganz- seitige Bilder, zahlreiche kleine JUustrationen und viele Karten ent- halten, Es verspriht eine \{chäßenswerthe Bereicherung unserer populären naturwissenschaftlichen Literatur zu werden; sein Werth für die Voltsbildung liegt auf der Hand.

LQand- und Forstwirthschaft.

Schäßung der Seidenernkte im Jahre 1879, (Stat. Corr.) In einem kürzlih vom Verein der Seidenkaufleute in Lyon veröffentlihten Berichte werden über den Ertrag der Seidenernte im Jahre 1879 für die wichtigsten Produktionsgebiete nachstehende Daten veröffentlicht.

Nach den aufgestellten Shäßungen wird angenommen, daß an Kokons gewonnen wurden :

1878 1879

Kilogramm 7 718 200 3 200 000 39 351 703 17 421 090 830 000 500 000

i 1 125 000 900 000 Salonichi. 850 000 850 000 C N —— 2392795; Die Güte des Kokons ist für das Gewicht der aus denselben

in Frankreich .

ESSTOLICHE.

« Spanien E

der Levante im Gebiete von Brussa.

nachdem die Kokons weiß, gelb oder grün sind, 10 bis 16 kg der- selben zur Gewinnung eines Kilogramms Seide gebraucht werden.

In Frankreich gab die Seidenernte im Jahre 1879 nur in den Departements der Niederalpen, Seecalpen und Lozère cinen höheren Ertrag als im Vorjahre, blieb dagegen im Vergleich mit diesem er- heblih zurück in den Departements Gard, Ardèche, Drôme, Vaus- cluse, Rhonemündung, Hérault; Var, der Pyrenäen und in den übrigen Seidenkultur treibenden Departements.

In Jtalien wird der Gesammtertrag der Seidenernte im Jahre 1879, im Vergleich mit dem Vorjahre, um 55%/9 geringer geschäßt, und \{chwanken diese Mindererträge in den einzelnen Provinzen von 10—75%/,. So wird der Ertrag in Piemont in diesem Zahre um 63%, in ter Lombardei um 60%, in Venedig um 669/06, in Tirol, Friaul und Toskana um 50%, in der Emilia um 35%, in Neapel um 75%, in den Abruzzen und Sicilien um 50% und in Kalabrien um 10%, niedriger angenommen als im Vorjahre. Von den 17 421 009 kg Kokons, worauf im Jahre 1879 der Ertrag der Seidenernte in Italien ges{chäßt wird, entfallen 10 636 000 kg oder 619/9 auf grüne und der Mest auf gelbe Kokons.

Der Preis, der hierfür in den einzelnen Produktionsgebieten ge- ¡ahlt wurde, s{hwankt von 4 bis 6F Francs, wie nachstehende Zusammen- stellung ersihtlich macht. Es wurden für das Kilogramm Kokons bezahlt in den Departements:

Pyrenäea . 4,75 Fr., E D%

D E Sai Ven Oje

Vaucluse . 4,90 Nieder- Alpen 5,29

Rhonemündung . 5,10 , Gard j 9,45

Ade O20 GELaUlt L «9/00,

In Italien nebst dem anschließenden Tirol dagegen stellte sich der Preis für das Kilogramm, je nach der Farbe der Kokons, für gelbe Koko1s auf 4,40 Fr., für gcüne Kokons 4—5,75 Fr. :

In Spanien galt das Kilogramm gelber Kokons 6,15 bis 6,50, grüner 5,25 bis 5,75 und in Brufsa 4 bis 4,5 Fr.; nur für weiße Kokons von Bagdad stellte si der Preis auf 6,25 bis 6,30 Fr.

Der erhebliche Ausfall, den nah vorstehenden Daten die Seiden- ernte auf den wichtigsten europäishen und kleinasiatishen Pro- duktion8gebieten im Jahre 1879 zeigt, wird durch den Import von Seide aus dem öfstlidenu Asien, insbesondere aus China und Japan, nicht ersetzt, wie dies eine Zusammenstellung für die wichtig- sten bei der Seidenkultur in Frage kommenden Länder ergiebt, wo- nach 72/9 Mill. kg in Europa an Seide gewonnen, beziehungsweise dorthin im laufenden Jahre exportirt werden. Es wurden gewonnen : 1876 1877 1878 1879

kg kg kg kg 150.000 STZ2 000: --GOS:000 299.000 993 000 1 506 000 2 666 000 1 276 000 85 500 66 000 55 000 40 000 105 000 75 000 85 0009 67 009 57 509 47 000 56 000 69 000 , 117500 140000 165.000 171000 Zusammen. . 1513500 2706 000 3 635 000 1878 000

Nach Europa wurden exportirt: |

1876 1877 1878 1879

kg kg kg kg von Qulldtla (7 0048009 T (00 * 908/000: 240 000 von Shanghai (China) . 3 467 000 2 700000 3 025 000 3 055 000 von Kanton (China). . 1180000 957000 938000 1050000 von Yokohama (Iapan) . 1061 000 1101000 925 000 1 000000 Hauptsumme . . 7786300 8135700 8 881 000 7 223 000

Gewerbe und Kandel.

18, November. (Hopfenmarktbericht von Leopold Held, Hopfenkommissions8geshäft.) Die Lage des Hopfen- handels hat sich im Laufe der 2 Tage nicht verändert. Der Markt ift ruhig und Preise fest. bwohbl für fast alle Qualitäten der Begehr fortdauerte, waren die Umsätze nur von verhältnißmäßig geringem Belang, da Exporteure und Kundschastshändler auf den Pro- dufktionspläßen kauften und überdies größere Abschlüsse an den er- höhten Forderungen der Eigner scheiterten. Im Ganzen sind seit dem leßten Bericht vom 13. d. M. 14€0 Ballen aus dem Markte genommen worden, welhes Quantum meist aus guten Mittelsorten bestand. Die gezahlten Preise waren durhgchends einige Mark höher. Die Zufuhren nehmen merklich ab und sind die Lager niht sehr bedeutend. Nach 78er und alten Hopfen keine Nachfrage. Notirungen lauten: Marktwaare prima 140—145 4, mittel 120—130 M, gering 90—110 4; Gebirgshopfen 155—175 M; Hallertauer Siegelgut (Au, Wolznah) prima 205—225 A, mittel 165—185 M; Hallertauer prima 180—195 M, mittel 145—16ò 4, gering 120—130 46; Spalter Land, leichtere Lagen, 185—252 6; Aischgründer prima 150—16€5 A, mittel und gering 125—145 A;

Gk,

in Frankreich in Italien

in Spanien . Mm Oa in Volo und Salonichi i1 Syrien ;

Nürnberg,

Ausstattung zu Festgeschenken esonders geeigneten Werkes ftellt fich im Prachteinbande auf 16

Württemberger prima 175—185 A, mittel 140—155 M; Badischer mitte 125—145 M, gering 100—115 4; Polnischer prima 165

gewonnenen Seide bestimmend, und ¡war wird angenommen, daß, je |

bis 175 M, mittel 135—148 , gering 120—139 Æ; Altmärker 95—115 MÆ; Elsäfser prima 160—170 M, mittel 130—145 Æ#, ge- ring 115—125 4; Ober-Oesterrciher 115—125 f ; Lothringer 105 125 M; Belgischer 95—115 A .

London, 19. November. (Allg. Corr.) Die London and Northwestern Eiscenbahngesellscha#t hat die Löhne ihrer Schienenleger um 1 Schilling pro Woche gekür,t. Sieben Walzmühlen der Consett Jron Works, die über 400 Per- sonen Beschäftigung gewähren, feiern jeßt in Folge der Weigerung E Theiles der Arbeiter eine Lohnherabsezurg von 7F °/9 anzu- nehmen. Havre, 20. November. (W. T. B.) Wollauktion Ange- boten 2199 B,, verkauft 845 B. Geschäft und Preise unverändert wie geftern. / Bei allen Gattungen von Werthpapieren, die einer Verloosung unterworfen sind (Anleßensloosfe, Prioriräten, Pfand- briefe, Aktien-, Städte-, Kreis- und Staatëobligationen 2c.) sind stets eine große Anzahl bereits längst gezogener Stücke, selbst auch größere Treffcr, rückständig. Die Besißer dieser Werthe sind daher einem doppelten Verlust ausgeseßt, vorerst dem Verlust der Zinsen und oft auch bei einer eventuellen Verjährung, die bei manchen Papieren nach einigen Jahren {hon eintritt, dem noch herberen des ganzen Kapitals. Cin wirksames Mittel, um si vor diesen Verlusten zu s{chüßen, ift das jeweilige genaue Durchsehen aller offiziellen Listen, eine Arbeit aber, der sich nicht Jeder unterziehen roill noch kann. Das Nac{bschlage- und Controlbureau von D. A. Zunz in Frankfurt a. M. besorgt dies nach offiziellen Listen billig und ist mit weit zurückgehendem Nahschlagematerial versehen, gewährt also jedem Besißer von Werthpapieren eine Erleichterung.

Verkehrs-Xnsftalten.

Nach dem neuesten Hefte der „Nachrichten über Industrie, Handel und Verkehr, aus dem statistishen Departement im K. K. Handels-Minifterium®* betrug die Gesammtlänge der Stagts-, Gisenbahn- und Privat- Telegraph enlinien des Gebietes der im österreichischen Reichsrathe vertretenen Länder mit Ende vorigen Jahres 34 605,35 km, jener der Drähte 88 381,13 km. Da- von entfielen auf die Staatsverwaltung 22 711,03 km Linien und 61 487,29 km Drähte, auf die Eisenbahnen 11 476,32 km Linien und 26 135,44 km Drähte, auf die Privattelegrapben-Gesellschaft 416 km Linien und 758,4 km Drähte. Im Jahre 1878 wurden 31 Staats- und 37 Eisenbahn-Telegraphenstationen für den Verkehr neu eröffnet und 2 Staatsf\tationen aufgela\fsen; es waren daher 1088 Staats-, 1301 Eisenbahn- und 95 Privat-, also im Ganzen 2484 Tele- graphenstationen im Betriebe. Gegen 1877 betrug die Zunahme 66 Stationen oder 2,7%. Bei den Staats-Telegraphen- stationen waren 1772 Morse-, 52 Hughes-, 5 Multiplex-Apparate von Meyer und 1 d’Arlincourtscher Tranélator im Betriebe, mithia zeigte sich gegen 1877 eine Vermehrung von 48 Morse-, 2 Lughes- Apparaten und 1 Multiplex-Apparat. Mit dem 1. Juli 1878 wur- den telegraphische Witterungsberichte für Landwirthe eingeführt und die Gebühr für eine einfahe Depesche bis zu 20 Worten mit 25 Kr. festgestellt. In der Zeit vom 1. Juli bis Ende September entfal- len davon auf Wien 4359, Prerau 1071, Linz 690, Jalau 142, Czernowiß 103, Reichenberg 76 und auf Troppau 45 Stück. Mit den internationalen Transitdepeschen, deren Zahl sich auf 233 053 Stück beläuft, beträgt die Gesammtsumme der gebührenpflictigen Depeschen 5 087 568 Stück, hiervon zählt der inländishe Verkehr 3563 294 und der Verkehr mit dem Auslande 1 524 274 Depeschen und Telegraphenavisi. Der Vergleih der aufgegebenen und ange- kommenen Depeschen und Avisi gegen das Vorjahr (4 739 860 Stück) zeigt eine Depeschenzunahme von 114655 Stück ‘oder von 2,49%. Die aufgegebenen Depeschen haben um 116286 Stück zugenommen, die angekommenen Depeschen um 1631 abgenommen; der inter- nationale Transityerkehr hat um 31137 Depeshen zugenommen. Die Gesammteinnahme-des S#aatstelegraphen beläuft |ch im ver- flossenen Jahre auf 3064322 Fl. und hat daher gegen 1877 um 101 955 Fl. oder um 3,2% abgenommen. Die Betriebseinnahme (Gebührenantheile) der Eisenbahntelegraphen betrug im verflossenen Jahre 100 780 Fl. und hat gegen 1877 um 957 Fl. zugenommen. Die Gesammtausgaben ‘des Staatstelegraphen betrugen im Jahre 1878: ordentliche 3 431 964 Fl., außerordentliche 81 042 Fl.

Triest, 20. November. (W. T. B.) Der Lloyddampfer e„Urano“ it heute Abend aus Konstantinopel hier angekommen.

New-York, 20. November. (W. T. B.) Der Hamburger Postdampfer „Gellert“ ift hier eingetroffen.

Berlin, den 21, November 1879.

Cöln, 21. November, 7 Uhr früh. (Telegramm.) Die Englische Post vom 20. früh, planmäßig in Verviers um 821 Uhr Abends, ist ausgeblieben, Grund: Ungünstiges Wetter im Kanal.

Nach den Bestimmungen für die Lotterie der Berliner Gewerbeaus stellung verfallen die GVewinne, welche nicht inner- halb 60 Tagen nah Schluß der Ausstellung abgenommen twerden, zu Gunsten der Ausftellung. Dieser Verfalltermin tritt am 1. De- zember d. J. ein.

Hamburg, 21. November. (W. T. B.) Bei einem gestern Nachmittag in dem Hause Werstraße 21 in Folge einer Gas- explosion entstandenen bedeutenden Feuer find mehrere Menschen verunglückt. Vermißt werden im Ganzen 10 Perfonen ; mehrere ver- kohlie Leichen. sind bereits aufgefunden.

Im Königlichen Opernhause haben die Proben zu der Oper. „Die Königin vou Saba“, von Goldmark, begonnen.

Die Herren Scarwenka, Hollaender und Grünfeld aaben gestern im Saale der Sing-Akademie ihr erstes dies{ähriges Abonnements-Conce rt. Dasselbe wurde dur ein Trio in FH-dar von Friedr. Gernétheim, eine gcfällige, rythmisch frische und melo- dische Arbeit eingeleitet und von den drei Concertgebern mit Ge- \{chmadck und Ausdruck vorgetragen. Vornehmlich sprachen der zweite und dritte Saß an, das neckisch bewegte Vivace und das flangvolle Lento, welche lebhaften Beifall fanden. Demnächst trug Fr. Adelheid Holländer drei Lieder: „Er is gekommen" von Ph. Rufer; Früh- ling8lied von A. Rubinstein und „Am Ufer des Manzanares" von A. Jensen, vor, von denen besonders das Rubinstein'sche Lied gefiel. Die junge Lame verfügt über eine gut geschulte Stimme von angenehmem Timbre, welche zum Liedervortrage wohl geeignet ist, und erwarb fich allseitige Anerkennung. Mit gleich günstigem Erfolge fang Fr. Holländer später noch drei Lieder: „Wie froh und frisch* von Brahms; „Des Herzens Wiegenlied®“ von R. Mebdorf und „Wohin mit der Freud“ von N. Wüerst. Die Begleitung der Gesänge am Klavier hatte Hr. Ludwig Hirschberg übernommen und führte dieselbe gewandt und diskret aus. An Solovorträgen bot das Programm weiter eine ansprehende Romanze von Hrn. Holländer und eine „Canzonetta* von B. Godard, welche Hr. Holländer in trefflicher Weise zu Gehör brachte. Hr. Scarwenka spielte ein Stück eigener Dees „Thema und Variationen", dur welches er sih ebenso vortheilhaft als ges{mackvoller, kunstgebildeter Komponist, wie als tüchtiger Klavierspieler bewährte und Hr. Grünfeld erfreute das Auditorium dur den gelungenen Vortrag zweier Stücke für Violoncello von Ph. Rüfer. Den Schluß des Concertes bildete eine Schumannscbe Komposition, zwei reizende Märchenaerzählungen für Pianoforte, Viola und Klariaette. welche die Herren S&arwenka, Holländer und Huth zu voller Wirkung brachten. Das zahlreiche Auditorium, welches den Saal bis auf den leßten Play gefüllt hatte, erwies sich für die gebotenen Genüsse durch wiederholte Beifallszeichen

dankbar.