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li sei sie begründet, und eben diese solle wieder hergestellt twer- den. Denn wie shmenzlich dieser faktishe Zustand im Lande empfunden werde, wisse Jeder, Eine weitere Erörterung sei nicht nöthig, weil der Re- gierungs-Commissair nichts widerlegt" habe. Der Senator Nielsen äußerte, in dem Berichte, den er erst gestern Abend erhalten, wären so viele Zahlen, daß er sih nicht darüber sofort äußern könne, und auf die Bemerkung des Präsidenten , daß der Bericht drei Tage ausgelegen habe, erwicderte Jener, daß er so etwas in seiner Stube durchsehen müsse. Nun trat der Abgeordnete P. Lüders auf, der, während der Commissair seine Rede
verlas, auf- und abgewandelt war, Jn kalter, ruhiger Weise zer- legte er die vorgelesene Arbeit, indem er damit begann , daß der Commissair eine staatsrechiliche Exposition geliefert habe, um
sie (die Stände) zu belehren. Wer das unternehme, der hätte sih dec vorher in der Staatspraxis ein wenig umsehen sollen, Zu dieser Forde- rung sei man berechtigt; denn ein geshriebener Aufsaß fei verlesen, da habe der Verfasser doch Zeit gehabt, zu überlegen und zu bedenken, was er sage, und nicht eine Deduction zu liefern, die in ihrer ganzen Zusam- mensezung fals sei und auf fehlerhasten Voraussetzungen beruhe,
Zur Tagesordnung steht am Montag die Vorberathung über die lan- desherrlihen Propositionen in Betreff der Eheverlöbnisse und der Spielkar- ten, so wie über die Verfassungsfrage; dann die Schlußberathung über die beiden heutigen Propositionen.
S chch weiz.
Kauton Basel. (O. P. A. Z.) Die geheime Abstimmung über die Frage: ob auch die Minderjährigen Stimmrecht bei den Wahlen für den neuen Verfassungs-Rath haben sollen? ist am 12. No- vember vorgenommen und dur 1236 gegen 347 Stimmen bejahend entshieden. Das Resultat kam einigermaßen unerwartet, denn es waren allerlei Gründe vorhanden, zu vermuthen, daß gerade diejeni- gen für Verwersung dieses Vorschlags stimmen würden, welchen das ran gelegen war, ihn zu erreichen, weil die Verwerfung dann ein guter Grund gewesen wäre, Alles in Frage zu stellen und zu sagen: „Wir haben Euch die Hand der Versöhnung gegeben und siehe, beim ersten Schritt habt Jhr das verworfen, worauf wir einen Werth
seßen, Jhr meint es also nicht ernsthaft mit der Versöhnung!“ Jn \
den nächsten Tagen werden die Wahlen für den Verfassungs - Rath beginnen, und dieser wird nah seinem Zusammentritt dur eine Kom- mission aus seiner Mitte eine neue Verfassung entwerfen lassen, diese selb} berathen und beschließen; erst dieses Ergebniß wird den Bür- ern vorgelegt, und wenn dann eine Mehrheit sich für Annahme er- lärt, so ist die neue Verfassung angenommenz wird sie verworfen, so bleibt die alte in Kraft. A Die Baseler Zeitung enthält Folgendes: „Laut Nachrichten aus den benachbarten französishen Gemeinden sollen im oberrheini- hen Departement auf nächsten Sonntag (15. November) einige Truppen - Bewegungen stattfinden, deren Zweck verschieden gedeutet wird. Von dem in Befort liegenden 18ten Jnfanterie-Regiment sol- len nämlih vier Compagnieen, nah anderen aht Compagnieen, nach Mühlhausen, zwei nah Altkirch und vier nah Hüningen verlegt wer- den, in welch leßterem Orte die gewöhnliche Kavallerie-Garnison von circa 300 Mann fortwährend verbleibt. Jm Ganzen also werden 800—1000 Mann Jnfanterie in unsere Nähe verlegt werden. Ver- schiedene Beweggründe werden dieser Maßregel untergelegt. Obschon nun die geringe Zahl der in Bewegung zu sehenden Truppen jede Besorgniß ausschließt, so hat doch der Kleine Rath, um übertriebe- nen Gerüchten zugorzukfommen, eine einfache Anzeige von dem Sach- verhalt, so weit er in Erfahrung gebraht worden, an den Vorort zu machen beschlossen.“ :
Kanton Waadt. (S. M) Die Regierung hat den Staats - Rath Blanchenay und den Direktor der Kantonalbank nah Bern abgeordnet. Es is ihnen gelungen, für diese mit einem Kapital von 1,200,000 Fr. ausgestattete Kredit - Anstalt die Summe von 150,000 Fr. aus der bernisden Staats = Kasse zu erheben, was je- doch nicht, wie öffentlihe Blätter meldeten, dur ein Anleihen, son- dern durch Abtreten von Sultiteln bewirkt wurde. Die waadtlän- dische Kantonalbank is nunmehr vollkommen in den Stand gesebt, ihre Aufgabe zum Besten der Landwirthschast und des Gewerbfleißes zu erfüllen, während Bern \sich zur Veräußerung mehrerer wenig einträglihen Staatê-Domainen anshickt, um den Ausfall der Baar- \chaft in der Staats-Kasse zu erseßen. i
Am 8. November fand ein hißiger Wahlkampf in Lausanne statt, Alt=Staatsrath Rüchet, einer der bedeutendsten Männer der fonser- vativen Partei, hatte seine Stelle im Großen Rathe niedergelegt und sich nach Frankrei übergesiedellt. Bei Beseßung dieser Stelle sollte es sich nun zeigen, ob im Wahlkreise der Hauptstadt die radi- fale oder die konservative Partei die Oberhand habe, da die leßten Wahlen den Sieg zweifelhaft gelassen hatten, Beide Parteien boten daher alle ihre Kräfte auf. Kandidat der radikalen Partei war der Ober - Amtmann Maistre, der der konservativen der Stadtammann Dapples, Beide sehr achtbare Männer; Maistre is ein hochgestellter Freimaurer der \{hweizerishen Loge, Dapples ein reicher Momier und
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Bekanntmachungen.
[628] Subhastations-Patent.
Das in der Daramvorstadt an der Crossener Straße sub No. 8 c gelegene, Vol. IV. fol. 337. des Hypo- thekenbuhs verzeichnete, dem Schlossermeister Johann Gottlieb Spacth, jeßt dessen Erben gehörige Wohnhaus, welches zufolge der nebst dem Hypothekenscheine in der R A oten T auf 7890 Thlr. 22 Sgr, % Pf. abgeschäßt worden, soll
y am fünften März 1847 subhastirt werden.
Alle unbekannten Real - Prätendenten werden aufge- boten, sich bei Vermeidung der Präklusion spätestens in diesem Termine zu melden. j
Frankfurt a. O., den 23. Juni 1846.
Königl. Preuß. Land- und Stadtgericht,
[982] resp. sich als Erben zu legitimiren, widrigenfalls die ob- gedachten beiden Abwesenden für todt ertlärt und über deren Vermögen den Rechten gemäß verfügt wird, die. ausbleibenden Erbinteressenten aber mit ihren Ansprü- chen ausgeschlossen werden sollen. Braunschweig, den 28, Oktober 1816. Herzogliches Kreisgericht.
Wann zur Anmeldung etwaniger dínglicher Rechte an das von dem Butsbesiger Jahn auf Langhagen verkaufte, im Amte Stavenhagen belegene Lehngut Lang- hagen, oder sonstiger Forderungen an das Patrimonial- gericht dieses Guts auf Antrag des Verkäufers publica proclamata praeclusiva erfannt, terminus peremtorins zu solcher Änmeldung auf den 19. Januar kom- menden Jahres vor hiesiger Großherzogliher Ju-
Schumann allhier und desscn Ehefrau Marie Marga- rethe, geborenen Peyoldts, geboren den 15. März 1754, und der als Zimmergesell von hier weggegangene Jo- hann August Tanner, ein Sohn des Zimmergesellen Johann Ulcih Tanner von hier und dessen Ehefrau Margarethe, verwittweten Schumann, geboren am 27. Januar 1763, welche beide, wenn sie sich noch am Le- ben befinden sollten, das 70îte Lebensjahr zurückgelegt haben würden, und von deren Aufenthalisorte seit län- ger als 40 Jahren feine Nachrichten eingegangen sind, werden, so wie auf ihren Todesfall deren etwanige Er- ben, auf den Antrag des für die Abwesenden beftellten Kurators, Advokaten Wilhelm Scharrnbeck hierselbst,
hiermit edictaliter citirt, sich zu dem auf Leipzig. den 30. November 1847, Morgens 10 Uhr,
vor unterzeichnetem Gerichte vor der Burg angesezten
Termine einzufinden, um ihre Rechte wahrzunehmen 1875 b]
1360
Nah gro er Aufre ung und mehreren Prügeleien ar fes 1005 für Dapples und Das Ergebniß
Stadtlürger. | zeigte sih folgendes Ergebniß der Wahl: 1127 für Maistre. Leßterer ist also Großrath. wurde durch einen Triumphzug ‘der Sieger gefeiert.
Kanton Wallís, Die konservative Partei is zerfallen. Die Wendung der Dinge in Rom scheint dieses Ereigniß veranlaßt zu haben, Die mäßig gesinnten Konservativen sind der rachesüchtigen Versolgungen, welche die Freisinnigen fortwährend zu erleiden haben, müde. An der Spihe der gemäßigten Konservativen steht Dr. Ga- nioz, der seit einigen Wochen der Gazette du Simplon mit ei- nem eigenen Blatte, l'Observateur, entgegentritt.
Kanton Schwyz. Es erhebt sich hier ein bedeutender Wis derstand gegen die herrschende Partei, und es hat sich eine Actien- Gesellschaft gebildet, um von Neujahr an eine freisinnige Zeitung herauszugeben. Dies wird. das erste sreisinnige Blatt sein, das je im Kanton Schwyz erschien.
Griechenland.
© Müúuchen, 13, Nov. Heute is die griehische Post vom Z. November mit Briesen hier eingetroffen. Der Hof hatte am 26. Oktober den Besuch Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Albrecht vou Preußen erhalten. Der Prinz war von Korfu auf einem engli- {hen Dampfboote bis Lukrati gefahren und hatte dann auf dem Landwege Korinth besucht. Am 30. Oktober bestieg der Prinz ein französishes Dampfboot, um Kap Sunium, Poros und Aegina zu besuchen, von welchem Auoflug er hon am folgenden Tage in Athen wieder eintraf. Am Zten oder Áten gedahte Se. Königl, Hoheit eine Reise nah dem Norden des Königreichs anzutreten. Die Se- natoren hatten endlih angefangen, das aus der Abgeordneten-Kam- mer an sie gelangte Budget zu berathen, und schienen \ih aufs äußerste beeilen zu müssen, da mit dem 3. November der Schluß der diesjährigen Sihung bevorstand.
Eisenbahnen.
Unser legter gestriger Personenzug hat zwischen hier und Bran- denburg, diesseits des Dorfes Jeserig (in großer Entfernung von ‘der bekannten, jenseits des Dorfes belegenen sumpfigen Stelle) eine be- dauernswerthe Störung erlitten, indem die Maschine, der Pack- und der Postwagen aus den Stienen gerathen sind, Die sofort ange- stellte Untersuchung hat bis jeßt zu keinem bestimmten Resultate über die Gründe dieses Unfalls geführt, als- dessen Folge wir den Tod des Zugsührers und die Beschädigung eines Schasfners zu beklagen
aben. L ;
Y Von den übrigen begleitenden Beamten und den in den Wagen befindlihen Personen i Niemand verleßt, und die Bahn hat sofort wieder so weit hergestellt werden können, daß die Züge keine Unter- brehung erlitten haben. / :
Potsdam, den 16, November 1846.
Das Direktorium der Berlim-Potsdam-Magdeburger Eisenbahn-Gesellschaft.-
Handels - und BGöxsen-Üachrichten.
Berlin, 17. Nov. Obschon die Börse sich wieder flau anließ, so wirkte später die Nachricht von einer Declaration des Mai - Geseges 41844 doch sehr günstig, und die meisten Acthién besserten fich im Course,
Marktpreise vom. Getraide. E T x E Au au |
Zu Lande: Weizen 3 Rihlr 4 Sgr. Au r. 25 Sgr. 2 vf "aa 2 Riblr. 21 Sgr. 7. Pf, auch. 2 Rthlr. 16 Sgr. 10 Pf große Gerste 1 Rthlr. 25 Sgr, 2 f., auch Rihlr, 24 Sgr. z kleine Gerste 1 Rihlr. 22 Sgr. 10 Pf.; Hafer 1 Riblr, 13 Sgr. 2 Pf., auch 1 Rthlr, 9 Sgr. 7 Pf. 3; Erbsen 2 Rthlr. 21 Sgt¿?7Pf. Eingegangen sind 62 Wispel
2S l, : S -
i: Vi War ser: Weizen (weißer). 3 Rthlr. 12 Sgr., auch 3 Rthlr, 6 Sgr. und 3 Rihlr, 1 Sgr. 2 Pf.; Roggen 2 Rthlr. 20 Sgr. 5 Pf, auch 2 Rihlr 16 Sgr. 10 Pf.5 großic Gerste 2 Rihlr. ; Hafer 1 Ri 11 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rthlr. 9 Sgr. 3 Pf. Eingegangen sind 381 Wispel
A Sonnabend, den 14. November 1846. Das Shock Stroh 6 Rihlr, 5 Sgr., auh 5 Rthlr, 15 Sgr. Der Centner Heu 1 Rthlr., auh 20 Sgr. Auswärtige Börsen. Amsterdam, 13. Nov. . Niederl. wirkl. Sch. 58%. 5% Span. 22. 3% do. 37%. Pass. —. Ausg. — Zinsl. G. Prouss. Pr. Sch. —. Poln. —. % Russ. Hope 885- i ( as P 12. Nov. Zinsl. —. Neue Aul. 215 6. Frankfurt a. M., 4. Nov. 5% Met. 1075. &. Bank-Actien p. ult. 1858. 56. Bayr. Bank-Actien 654 Br. Hope 877. 87. Stiegl. 865 Br. ot. 58 N és Poln. 300 Fl. 974. 97. do. 500 Fl. 795 G.
Passivo 5ÿ. %-
Cons. 3% 945. x.
London 11. Nor. j 24% Mou. 59k. &. 4% do. 92 (
Ausg. Sch. 174. 17:
t
Belg. —. Neue Anl, N:
lis
Port. 39. 38. Engl. Russ. —. Bras, 86. 84. Chili —. Mex, W Das Abonnement beträgt:
Peru 35. 33. s ir 4 i ‘Wien, 14. Nov. 5% Met. 1084. 4% do. 994. 3% do. 72, J 2 Blbir- sür & Jahr.
Actien 1585. Anl. de 1834 157%. de 1839 1267. Nordb. 166. Gloggn,| 8 Kthlr. - 1 Jahr.
Mail. 105%. Livorn. 9535. Pest. §54. Budw. —.
Berliner Börse. Deu 17. November 1846.
üönigliche Schauspiele. Mittwoch, 18. Nov. Jm Schauspielhause. 4191ste Abonnem Vorstellung. Michel Bremond, Schauspiel in 5 Abth., von H. Börns Donnerstag, 19. Nov. Jm Opernhause. 432ste Abonnem Vórstellung. Air Feier des Allerhöchsten Geburtstages Jhrer jestät der Königin: Rede, gedichtet von Dr. Berger, gesprochen Mad. Crelinger. Hierauf, zum erstenmale: Wilhelm von Ory roße Oper in 3 Abth., von F. Förster. Jn Musik geseßt von dert. Ballets von Hoguet. Anfang 6 Uhr. Zu dieser Vorstellung werden Billets zu den erhöhten Opera Preisen verkauft. ; Jm Schauspielhause. 4192ste Abonnements - Vorstellung, Feier des Allerhöchsten Geburtstages Jhrer Majestät der Kön) Rede, gedichtet von Dr. Berger, gesprochen von Mad, Ve Hierauf, sum erstenmale: Eine Familie , 5 Abth. und- einem Nachspiele, von Ch. Birch-Pfeiffer. Die Geueral-Jutendantur der Königlihen Schauspiele sieh!
veranlaßt, wièkderholt bekannt zu machen , daß alle bei derselbe: gehenden Meldungen um Billets unberücksichtigt bleiben, da die F
nur allein in dem Billet-Verkaufs-Büreau nah erfolgter öffet Bekanntmachung der Vorstellungen zu haben sind.
E Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen,
L allen Theilen der Monarchie
Original - Schauspi#
| ohne Preis - Erhohung. q nsertions-Gebühr sür den
— E 1 i Zeile des Allg. .| Pr. Cour. ; 2 Pr. Cour Vfaum einer Sl Vonde. |N ior, | Gela. Actien. N} iee | aa, Mi Anzeigers 2 Sgr. St. Schuld-Sch. (34) 934 | 924 [Brl. Potsd. Magdb. 4| 8K — M r—————— — — Prämien - Scheine do. Obl, Lit.A.B.|4| 918% L E d.Seeh. àSUT.|—| 90% | — de Lit.c. 4| — | — | E 1 3-2] Kur- u. Neumärk. | Med. Lpz. Biseub.|—| — _— F —= wn Schuldverschr.|3{| 90% — do. do. Prior, Ohl.) 4 E _— | E EREN S M E Ä N Berliner Stadt- Bel. Aub. abgest.'—| 103 108 | E — Obligationen «| 92% 927 dv. do, Prior.Obl.| 4 E — | s Westpr. Pfandbr.|34| 92 — [Düss.Elb. Bisenb.|—| 1065 | — Fh In h Q E Grossk. Pos, do.| 4 | 101% -…— Ho. do. Pror.Obl.| 4 O S E mt'icher Theil. do, do, [84 914 |— Rhein, Bisenk, j 84 — Deutsche Bundesstaaten, Königreich Hannover, Landtag. — Ostpr. Pfandbr, (35| 94% | 93% do. do. Prior.Obl. I E — M roßherzogthum Baden, Provisorishes Gesey in Ehesachen, — Pomm. do. (35| 9347 | 925 [do.v.Staat garant. 35 oar | — \gezogthum Holstein. Verbot der Neuen Hamb. Zeitung auf Kur- u.Neuw. de. 35 947 | 93% [0k.-Sebles.E.L A 1| 1045 | — Ï die Herzogthümer ausgedehnt, — Der Prinz Gustav von Schweden. Scblesische do. 35 — 96 do. Prior. 4 Erankreichh. Paris, Kreirung zweier neuen Lehrstühle in der 'Fakul- do. v.Staatg.LiB./35| — — do. Lt. B.|— E t der Wissenschaften. — Die spanishe Frage und die Stellung zu Le es F England, — Die Bewegungen des Grafen von Montemelin, — Ver- Gold al Be R ï mischtes. E A aus Paris, (Die gegenwärtige Stellung von E E E E V Guizot und Thiers, h e R 20 roßbritanien und Arland. London. Angebliche Coalition des And.Gldm.à 5 Tb.\—| 1155 11%2Bonn-Kölner Esb, M — \FF Ministeriums mit den Anhängern Peel’s, — Der Marquis von Nor- PIReda (s. 1128 5 [Niedersch.Mk.v.o. 4| 87 | — F manby. — Die Times über den Zustand der westindischen Kolonieen. — do ore 4 i is Sdchteiben aus London, (Die spanishe Frage und Lo:d Palmerston's do. Priorität 5 | 1004| 9 F S orderungenz die angebliche Coalition mit den Peeliten.) Nied Sas L 1E gien. Brüssel. Die Adresse des Senats. — Entlassung. do. Priorität45| 90 | — |Winemark. Schleswig, Absendung einer Stafette an den König: Wilb.-B. (C.-0.) 4 19 od hweiz, Kanton Genf. Die SAn erba da Lngalgenden, Berlin-Hamburger M s 9% Salien. Nom, Die Besiznahme der laterani’hen Basilica. — Wieder- Pr. (E aifranfung der Prinzessin Louise von Preußen. — Die Juden ín Rom, Wechsel - Cours. Thlr. zu) — Diplomatisches. Brief, | (ortugal. Schreiben aus Lissabon. (Einverständniß der Regierung S 250 Fi S 41 1 mit S — Detkrete gegen die Jusurgenten. — Truppen - Bewe- ms Allee) . t E un en. / S R) Le) EVSSDO E D e B et 1a Plata - Staaten. London. Herr Hood nah England zurückze- Hamburg ooooooo oco oa ooooo). 300 Mk. Kurz 1517 2 fehrt. B Fehlshlagen seiner Mission. O eeareeenee Ut E z U — \Wisenbahnex, Rom. Eisenbahn-Gesellschaft. Ondon . ec... ooooooooooo 0e. sgí. . S I C e s ai0ie e 6 oes Ozieaa a a0 E Ns 300 Fr. 2 Mt. —_— E S Wies m 20! Né aues o oe e bh ade 150 FI1. 2 Mi. 1013 hmidt's historishe Karte der Rhein-Piovinzen. — Naturhistorishes aus Ag E ap cet o c eie ese 150 Fl 2 Mi. 101% | Texas. — Nom, Erstes Verlagsrecht der deutschen Buchhandlung. Drerlaui eso edie d eteleis Ps TEA 100 Thlr. | 2 Mt. 995 | - L dis . . 14 bl. F 100 Tul 8 Tage 995 i D infen ie Lite Idi tedt iz G s Aer äi B H O E Cz G et E Gi eei Tee H E eipzig in Courant im Thl]. Fuss. x. 2. 992 f S “ Érankfurt a. M. südd. W. ......., 100 Fl. 2 Mi. 56 20 L C 100 SRbl. | 3 Woch.
Amllicher Theil.
Se, Majestät der König haben Allergnädigst geruht :
Dem Königl, sächsishen Kammerherrn und Ober - Hofmeister r, Königl. Hoheit des Prinzen Johann von Sachsen, Freiherrn Byr n, den Rothen Adler-Orden zweiter Klasse zu verleihen ;
Den Land=- und Stadtgerichts-Direktor Mehler zu Schönlanke m Laud - und Stadtgerichts - Direktor bei dem Land- und Stadt- t in Bromberg zu ernennenz und Den Kreië=Physikern, Doktoren Be hu in Bromberg und Ko \ch ny Ostrowo, so wie dem praktishen Arzt Dr. Mehls in Bromberg, n Charafter eines Sanitäts-Rathes beizulegeu.
Der bisherige Land - und Stadtgerichts-Rath Salzmann zu (bing ist zum Justiz-Kommissarius beim Ober-Landesgericht zu Bres u und zum Notarius im Departewent desselben ernannt worden.
Bekanntmachung. Vom 10ten d. M. ab hat die zwishen dem Bahnhofe bei eustadt a, d. D. und Witt stock coursirende Personenpost einen glih zweimaligen Gang und die Personenpost zwishen dem ahnhofe bei Wittenberge und Perleberg einen täglich drei-
Im Selbstverlage der Expedition.
C R edruckt in der Deckershen Geheimen Ober - Hofbuch J chmidt's historische Karte der Nhein-Provinzen.
“Allgemeiner Auzeiger.
Dritte sehr vermehrte Ausgabe.
— Poetishe Werke. Die Johanne Christiane Friederike Schumann von 2 Theile. (Der Werke 14r und 2r Band.) 8, br. bier, eine Tochter des Dachdekermeisters Johann Otto 2 Thlr.
tur. Dritte Ausgabe. und ó6r Band.) 8. br. — Spanisches Theat:r. von E. Böcking. 1 Thir. 10 Sgr.
el, écrites en ,
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trait de lauteur.
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— Vorlesungen über dramatische Kunst und Litera- »
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Zweite Ausgabe, besorgt
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Thlr. 651. 14. — auf Fr. Krüger hier, d am 20, September von } Rauleben in Magde! fällig am 20, Dezember d. (auf C, Hirschberg hie,
600, — — gen am 26. September von F
800, — —|& Co, in Leipzig, s 26. Dezember d. J.; ;
wovon die beiden ersteren berei!s angenommen s
sind die unö higen Vorkehrungen getroffen, um d!
erwähnten Wechsel für jeden unrechimäßigen |
nuylos zu machen, und wir bitten, uns diesell®
Vorkommen einzuhändigen. — Dem Wicderdrit#
Brieses des Herrn Jonas Cahn in Bon!
darin befindlichen Wechseln sagen wir cine Bell
von Funfzig Thaler Preuß. Cour. zu.
Berlin, den 16. November 1846,
2 Theile.
(Der Werke 5r
publiées par
sel befindlih waren:
W., Friese.
stiz - Kanzlei angesezt und die Bekanntmachung sol- cher Ladungen in extenso durh die Schwerinschen An- zeigen heute verfügt worden; so wird solches fernerwei- tig hierdurh gemeinkundig gemacht. Gegeben Güstrow, den 26. Oktober 1846. Großherzogliche Meklenburg - Schwerinsche Justiz-
Kanzlei, (L. S.) G, Brandt.
zember d. J.;
zember d, Je;
Verloren.
Ein von dem Herrn Jonas Cahn in Bonn an uns gerichteter, uns aber nicht zugekommener Brief vom 28, Oktober d. J., worin folgende an uns girirte Wech-
Thlr. 1200. — — auf Ed. Hoffmann & Co, hier, ezogen am 18. September von
ontag & Co. in Magde-
E burg, fällig am 18. Dezbr. d. J. ;
» 867. 22. 6. auf E. Baud ouin & Co. híer,
[876b] Citer arische Anzeigen. gezogen am 27. September von
Jn unserem Verlage sind erschienen und in der Sor- - Bre TASLBINE von Dietrich Reimer, Wil- helmsstr. 73, vorräthig:
Schlegel, Aug. Wilhelm v., sämmtliche Werke,
herausgegebéèn von Eduard Böding. Band, 8. broschirt, Jeder Band à 14 Thlr.
er Meer Kremer & Mae h- ler in Crefeld, fällig am 27, De-
» 418. 6, — auf L, Hermann F Co. hier, sesogen ain 19. Oktober von dem- 41r—10r ben Hause, fällig am 19, De-
Gebrüder Veit & (0
[877b] Donnerstag, den 26. November
werden Fräulein Anna Bochkoltz und P Cossmann aus Paris sich beehren, im Sa Sing - Akademie ein Konzert unter Mitwirku%ß Kgl. Konzertmeisters Hrn. L. Ganz, des K K gers Hrn. Krauss u, des Pianisten Hrn. S chu" zu veranstalten. Billets z. Estrade à 14 Thlr. u? 4 Thlr. sind zu haben ind. VVohnung der Konze s0 wie in den Musikhandlgn. des Hrn. S c hles18 Unter den Linden 34, und der Herren Ster" VVerd. Markt 6. Das ausführliche Programm"
Neue Promenade Nr. 9 und 10.
Maligen Gang erhalten. Die erstere Post wird aus Neustadt
Berlin,
Allgemeine
Donnerstag den [9!e"
9% Uhr früh und 7% Uhr Abends und aus Wittstock 12% Uhr früh und 114 Uhr Vormittags abgefertigt und is 6% Stunden unterweges. Die leßtere Post geht aus Perleberg 45 Uhr früh, 8 Uhr früh und 25 Uhr Nachmittags, und aus Wittenberge 115 Uhr Vor- mittags, 3 Uhr Nachmittags und 9 Uhr Abends ab und wird in 1x Stunden befördert.
Die bisher mit dem Dampfwagenzuge von h¿er nah Wittenu- berge und zurück in Verbindung gestandene Personenpost zwischen Friesack und Rheinsberg über Fehrbellin und Ruppin wird vom 20sten d. M. ab in ihrem Gänge in der Weise geändert, daß solche ihre Verbindung mit dem Dampfwagenzuge von Berlin nah Boibßenburg und zurück erhält. Dieselbe wird dana von dem gedachten Zeitpunkte ab aus Friesack 87 Uhr früh und ans Rheinsberg 8 Uhr früh abgefertigt werden.
Berlin, den 13, November 1846.
General-Post-Amt.
Uichtamtlicher Theil.
Deutsche Bundesstaaten.
_ Könuigreich Haunover. Die zweite Kammer der allgemeinen Stände-Verjammlung beschäftigte sich in ihrer Sißung vom 7. November mit der Civil-Prozeßordnung in zweiter Bera!hung, und es kam zur Ab- stimmung in Betreff der Fragen über Mündlichkeit und Oeffent- lihfeit im Prozeß-Verfahren. Die Hannoversche Zeitung stellt vor Mittheilung ihres Berichtes das Wesentliche der Verhandlungen im Folgen- den zusammen: „Die Königliche Regierung hatte in dem Entwurfe das bisherige System des Verfahrens nah dem ais deutschen Prozesse im Ganzen beibehalten und nur dazu beantragt: 1) daß nach beendigtem Schriftenwechsel den Parteien von dem Richter ein Jnstuctions - Termin angeseßt werde, in welchem der Richter Fragen, welche er zur besseren Auf- klärung des Sachverhältnisses zweckmäßig halte, oder Fragen, deren Be- antwortung eine Partei von der anderen wünsche und der Richter für an- gemessen halte, den Parteien zur mündlichen Beantwortung vorlegen könne; 2) daß bei den Gerichten, mit Ausnahme der Untergerichte, ein Stand der Streitsache (status causae) ausgearbeitet, den Parteien vorgelegt und in einem Termine die Bemerkungen der Parteien zu demselben mündlich ver- nommen und protokollírt weiden sollten. Schriftliche Erinnerungen sollten dabei niemals angenommen, sondern, ohne Mittheilung an den Gegner der betreffenden Partei, zurückgegeben werden. Jn allen Fällen, in welchcn- es dem Nichter thunlich erscheine, solle dieser Termin mit dem vorher erwähn- ten Termine. verbunden werden. Dies war die Mündlichkeit des Pro- zesses, welche: der Entwurf der Regierung beantragtez von einer Oesfent- lihkeit war feine Rede. Die Kommission, welche zur Begutachtung des Entwurfs niedergeseßt war, hatte, mit Billigung eines solchen Justructions- Termins und mit Billigung einer solhen Vorlegung des Standes der Streitsache, im Wesentlichen dazu beantragt, daß, nach Festst.llung der Streitsache, bei den Obergerichten, mit Auss{luß des Ober - Appellations- gerihts, vor Abgabe des Erkenntnisses außerdem auch noch eine mündliche Schluß Verhandlung stattfinden solle, in welcher jede Paitei das Recht habe, zur Unterstüßung und weiteren Ausführung - ihrer in den bisherigen Ver- handlungen enthaltenen Anträge einen mündlichen Vortrag zu halien. Dies war die Mündlichkeit des Prozesses, welche die Kommission beantragte; in Bezug auf Oeffcntlichkeit war auch von der Kommission kein An- trag gestellt. Die zweite Kammer lehnte nun in der oben bezeichneten Sizung, nah ausführlichen Verhandlungen, die Anträge der Kommission ab und nahm die des Entwurfes der Regierung an. — Aus den Verhandlungen selbst ist das Nachstchende entlehnt: Ein Mit- glied der Kommission machte den Versuch einer Vermittelung.
Die Königlich preußischen Länder zwishen der Maas und Wesec auf beiden Seiten des Rheins, in ihrer Begränzung als Theile des burgundischen, niederrheinish - westphälisheu, chur- und oberrheinishen Kreises, so wie der unmittelbaren rheinischen Ritterschaft des heiligen römish=deutshen Reiches, nebst den angränzenden Ländern; nah Büsching dargestellt von J. M. F. Schmidt, Professor und Jusp. des Landkarten- Kabinets der Königlichen Bibliothek. Berlin, Schropp und Comp. (1846. 4 Bl.)
| Der Anblick dieser Karte macht einen eigenthümlichen Eindruck. Es i viel daran, daß das südwestlihe Deatschlaud in seiner Staaten- Ein- R der Gegenwart so imposante Massen darböte, wie es namentlich üsicht der französishen Nachbarschast wünschenswerth wäre. Wie L Gränz-Provinzcn recht eigentli zu dem Zwee gestaltet sein sollen, E mäthtigen Feinde jeder Zeit das Thor offen zu halten, den W.der- E UR voraherein zu paralysiren, das sicht man hiec bei Betrachtung s e der Vergangenheit auf den ersten Blick und in den unverkenn- Ía igen, Auf der einen Seite der Länder Koloß Fraukceih, mit Le Jcilen, die ec dem armen heiligen römisch-deutschen Reiche allmälig ; ommen, mit seizer despotischen, aber großartigen Central!isation , die fran ans machte, gewaltige Hülfsmittel plöglih auf Einem Pankte zu i ens andererseits eine Zersplitterung, wie sie faum je in der Ge- isen Ietommen , wenn man die nicht lange währende italienische Re- le “as ausnimmt , cine wahre Zwergwirthschaft, welhe das jammer- t im ablsein ihrer Ohnmacht zu deutlih an der Sticn trug), um T di mer erneuten Angriff, immer gelingende Beraubung hervorzurufen, s ? dsterreichischen Niederlande boten eine ansehnlihe Ländermasse dar; s er die Bedeutung, welche sie als Vormauer gegen Frankreich hätten Et, darch ihre weite Trennung von den ubrigen Erbstaaten des alit Canahe aufgehoben ward, fo wirkte auch die verschiedene Na- r ockernd und störead auf den zu fünstlihen Zusammenhang ein. thei Mlichen Kurfürstenthümer aber waren theils nicht bedeutend ge- het eils fremdem Jateresse und Gelde zu leicht zugänglich; die unter ps A getheilten Pfälzerlande endlih waren völlig ohnmächtig, ju den nen Angriff g, wovon der Orleanssche Erbfolgekrieg allein “G pershreckenden eweis lieferte, Nimmt man alles dies zusam- tio man sich nicht varüber zu wundern, daß Frankreich, von
y Gre vorrüend, das sud!iche Flandern großen Theils wegnahm, is Tie bis an den Ober - Rhein ausdehnend, das Elsaß ften Basels bis nach Zweibrückrn hinab losriß, Lothrin- hend, e vershlang und so, die Gebirgs - Gränzen zunichte westlichen Drelisde Gränze gewann, die es ihm leiht machte, im eutschland den Herrn und Gebietet zu spielen und in den
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Revolutions - Kriegen im ersten Anlaufe das Hachis von geistlihen und weltlichen Ländern und Ländchen zu verspeisen, welbes auf dem linken Rhein-Ufer sein Kommen nuar abzuwarten schien und sich zum Theil gehö- rig zum freudigen Empfange vorbereitet hatte.
Ziehen wir auf diesem linken Rhein - Ufer von Norden nah Süden, welh? Gewimmel. von Gebieten und Herren zwischen dem Strome und dem burgundischen Kceise, der hier mit Geldern und Limburg in die deut- schen Lande hineinrückt, während der westphälishe Kreis in dem lütticher Bisthum und der Abtei Stablo und Malmedy wälschredende Te:rito-
stenthümer Köln, Trier, Mainz und Pfalz, das He1zogthum Kle v e- Jülich , die Fürstenthümer Meurs, Aremberg, Lautern, Pfalz- Zweibrücken, Veldenz und Simmern, die Biöthümer Worms und Speier, die Abteien Thorn, Kornelimünster, Prüm, die
Grafschasten Schleiden, Blankenheim, Kronenburg, Leiningen, Nassau-Saarbrücck, Lichtenstein, Lüßelstein, Sponheim, Rappoltstein, die Herrschaften Mylendonck, Wickerad, Bekkum, Beilstein, Troneck, Leven, Landstuhl und viele andere, die Reichs- städte Köln, Aachen, Worms, Speier, die Nheingräflichen und Salm schen Besigungen, Hessendarmst ädtische danebeu, und österreichi- sche, nassauische, holländische und andere Enklaven. Und in den meisten Fällen bildeten diese Länder nicht etwa geschlossene Territorien — nein, häufiz ein Stückchen hier, ein Feheu dort, cin Städtchen dem Einen, ein paar Dör- fer dem Anderen. Und auf dem rechten Ufer cine Wiederholung derselben heillosen Verwirrung! Nirgend Massen, nirgend ein Centrum — dabei die auseinanderfallende Reihs-Vezfassung.
Die Arbeit des Professor Schmidt is cine so fleißige wie dankens- werthe. Wir besigen gute Karten, welbe Deatschlands vormalige Verhält- nisse zeigen, darunter namentlich die Sprunerschen in der l]. Lieferung des historischen Atlas, welcher jeyt seiner Vollendung naht. Solchen aber, die sich mit der Spezialgeschichie beschäftigen, wird diese detaillirte Dar- stellung sehr willkommen sein. Wie sehr seinerseits das Juteresse an der rheinischen Spezialgeschichte zunimmt, davoa geben die meist tüchtigen neue- ren Schriften und Sammlungen Zeugniß, deren ih bei einer- anderen Ge- legenheit in diesen Blättern (1844 Nr. 31) erwähnte, und die scitdem dur anches vermehrt worden sind, worunter ih den 11, Band von Lacom- blet’s Urkundenbuche als das Wichtigste anführe und die lange erwar- tete Fortseßung (11, 2.) von Bärsch's Eillia illustrata des Schannat, Char’s und von Velsen's populaire Arbeiten über Kleve, Altgelt's Geschichte der Grafen und Herren von Meurs, Weidenbach's Schrift über die Grafen von Are und deren Zweigfamilien, von Zuccalmaglio?'s Geschichte von Mülheim a. R., dic Fortseßung von Mering's nieder- rheinishen Burgen und Klöstern, Math ieux's Uebersicht der kölner Ge- shihte, Stramberg's leider unterbrochenen rheinischen Antiquarius mit seinem polyhistorishen Jnhalt,Wyttenb a ch 's Mittheilungen aus der trierschen
GVéschichte unter dem Kurfürsten FranzGeorg von Schönborn(1729—1756),end-
E i ede e i L A Gia 2 2 E E E V R LE-
rien hat. Da finden wir, mancher anderen nicht zu gedenken , die Kurfür-
9 4 und Auslandes nehmen Bestellung 4,4 auf dieses Blatt an, sür Berlin die Expedition der Allg. Preuß. Zeitung: + Friedrihsstraß e r. 72.
No vember
Alle No - Anslalfen des In-
Jn der Negel, begaun der Neduer, seien Vermittelungs - Versuche sehr schwierig und erregten nur Mißbilligung auf beiden Seiten. Diese Be- t:ahtung solle ihn jedo nicht hindern, den Versuh zu machen, überzeugt, daß es den beiden Faktoren der Geseßgebung keinesweges zur Ehre gerei- chen würde, wenn die vorliegende so außerordentlih wichtige Prozeß-Reform scheitern sollte, Vor Allem habe man sich zu vergegenwärtigen, wie die Sachen ständen. Der Eniwurf, welchen die Königlihe Regierung vorgelegt habe, beruhe lediglich auf einer genaueren Feststellung der Vorschriften des gemeinen deutschen Prozesses für die hannoverschen Untergerichte. Alle Vor- züge und Mängel dieses Verfahrens fänden sih bei ihm wicder. Es habe die ständische Kommission versucht, jene beizubehalten und diese zu ent- fernen, Nah dem Urtheile des Ober - Appellationêëgerihts sei 1) eine weitere Ausdehnung der Mündlichkeit und Verbindung der Oeffent- lichkeit empfohlen; 2) sei erklärt, daß die Vorschläge der Kommission mit dem Prinzipe des gemeinen Rechtes in einem unauflöslichen Wi- derspruche ständenz 3) sei prophezcit, daß aus einer Annahme der Kommis- sions- Vorschläge cine größere Weitläufigkeit vnd Verwirrung entstehen werdez 4) sei die Beibehaltung des alten Verfahrens für wünschenswerther als die Einführung der Kommissions-Vorschläge gehalten. Die Regierung habe erkfläct, 1) daß sie zu der von der Kommission beantragten mündli- cen Schlußverhandlung vor dem versammelten Gerichte niemals ihre Einwilligung geben würde; 2) daß se nie einem Prozeß-Verfahren ihre Zustimmung geben würde, welches in sih widersprechende Prinzipien in sich aufgenommen habe und s{chädlich eingreife. Endlich habe ein Herr aus dem Justiz - Ministerium ertlärt, daß die Regierung dagegen den alten Prozeß mit zwei Referenten proponire. Wenn man beide legtere Aussprüche obe: slächlih mit einander verbinde, so scheine allerdings eine durchgreisende Verwerfung der Kommissions-Vorschläge darin zu licgen 2c. Jndeß sei das, was die Regierung und das Ober-Appellationsgericht nicht gesagt haben, bedeu- tender, als was beide ausgesprochen. Denn wenn man genauer Sinn und
Worte betrachte, so sage die Königliche Negierung keineêweges, daß sie
überall feine mündlihe Schlußverhandlung wolle, sondern sie sage nur, daß sie die von der Kommission proponirte Schlußverhandlung nicht wollez fic lasse aber im Dunklen, was sie hieran auszuseßen hate. Sie sage ferner, und ohne Zweifel ganz mit Recht, daß ste kein Prozeßgesey mit in sich widersprechenden Prinzipien wolle, Aber die Regierung lasse im Dunklen, worin die widersyrechenden Prinzipien der Kommissions - Anträge lägen. Sie habe sich auch nicht gegen die übrigen Kommissions - Anträge, außer denen zu den §§. 97 und 98, erklärt. Sie habe \sih nicht gegen die Oef- fentlihkeit ertlärt. Der Herr aus dem Justiz-Ministerium habe diese sogar
als die Blüthe der Justizpflege bezeichnet. Das Ober-Appellationsgericht selbst -
habe sih für Oeffentlichkeit und Mündlichteit erklärt. Schon die Ober-Ap- vellationsgeribts-Ordnung gestatte die unmittelbare Vorlassung der Parteien. Daß widersprechende Prinzipien in einem Geseze unmertlih große Nach- theile erzeugen könnten und deshalb auf jeden Fall zu vermeiden seien, solle nicht geleugnet werden. Es sei indeß schon von einer anderen Seite darauf aufmerksam gemacht, daß auch die Kommission das Piinzip des gemeinen Prozesscs, Quod non est in actis, non est in mundo, aus überwiegenden Gründen, im Gegensaß des französisden Piozeßrechts, habe festhalien wel- len und auch im fraglichen Satze wirklich festgehalten zu haben der Mei- nung gewesen; weil die mündliche Verhandlung ihrem Zwecke nach eben nichts Anderes, als eine nähere Ausführung der in den Prozeßakten fak- tish enthaltenen Rechtsgründe sein \ollez und weil, wenn die münd- lihe Verhandlung über diesen Zweck hinausgche, z. B. durch Anfüh- rung neuer, nah Lage der Akten etwa noch zulässiger Fakta, durch Zurücknahme der Klagepunkte, durch Todesfälle und dergleichen , wie angeführt worden, sie das Gebiet faktischer Ereignisse betrete, welche, wenn sie in der Notorictät des Gerichts beruhten, allerdings auh schon nach ge- meinem Rechte in den Akten zu berücksichtigen seien, sobald ein Theil dar- auf antrage, z. B. bei Arrestgesuchen, in der Beweis - Jnstanz 2c. Durch die Kommissions - Vorschläge habe also das Prinzip nit geändert werden sollen. Es sei also auch nichts dabei zu erinnern, daß die Kommissions- Vorschläge in dieser Art näher erläutert , redigirt und, wenn man wolle, modifizirt würden, Zu diesem Ende beantrage er, die Worte am Schlusse des ersten Alineas der Kommissions - Anträge zum §. 98, „den Junhalt — — — aufgenommen“‘, zu streihen und dafür zu seyen: „Das über
lich den 11. Jahrgang des Ler \ch schen Niederrheinishen Jahrbuchs (Bonn, 1844) nicht ungenaunt lassen will, welches leßtere Werk, dessen Fortsegung man vergebeus entgezensieht, eine Reihe lesenswerther Beiträge zur politischen, Literar - und Kunstgeschichte des Landes, von Arndt, Ajchbach, Bod, Meuser, Kaufmann u. A. bringt. Das hübsche Buch von Arndt: Wanderungen aus und um Godesberg (Bonn, 1844), enthält aber neben seinen anzichenden Schilderungen von Natur- und Menschenwerken leben- volle historische Skizzen der früheren Zustände des Niederrheins und seiner Umgebungen, von Trier und Koblenz hinab nah Bonn und Köln und durch die Eif-lstcibe uach Aachen, während G. Kinkel in ähnliher Weise Seliel und Gegenwart der Ahrgegenden beschrieben hat. Doch dies nur nebenbei. fen, daß sie au auf die Gegenwart Rücfsicht nimmt, indem die Gränzen der preußischen Regierungs - Bezüifke angegeben sind: da is es denn ganz unterhaltend und lehrreih zu vergleihen, wie vicle Läwder und Besizthümer #so ein einzelner Bezirk, wie der fobienzer oder trierer, umfaßt. Die Terri- torien, welche wir hier dargestellt finden, erstrecken si, in der Richtung von Norden nah Süden, von der oldenburgi¡hen Gränze bis Karlsruhe, in der Nichtung von West nach Ost von Lüttich zum Rhöngebirge, Von Jrrthü- mern in den Namen, wie vielleicht in Gränzbezeichnungen, ist die Arbeit nicht ganz frei; b.i den großen Schwierigkeiten des Unternehmens aber, die scho beim ersten Blick in die Augen springen, wenn man nur das Farben-Chaos betrachtet, wird man nicht mit dem Verfasser über einzelne kleinere Verstöße rechten wollen. Vermissen w1d man indeß eine kurze Erläuterung der Karte, die auf einem oder zwei Druckbogen hätte gegeben werden können. Büsching's Buch haben die Wenigsten zur Hand, und Lancizolle's trefflihe und übersichtliche Schrift über die Reichzstandschast- und Territorial- Verhältnisse vor den französischen Revolutionsfriegen, die man übrigens mit Nuygen wird brauchen können, verfolgt umfasseudere Zwecke. Jeden- falls wäre dem bezeihneten Mangel leicht abzuhelfen. i Alfr, Reumont,
Naturhistorisches aus Texas.
Einem uns im Auszuge mitgetheilten Berichte des General-Commissairs des Vereinó zum Schuye deutscher Einwanderer in Texas, Frhrn. von Meusebach, entlehnen wir nastehende Skizzen aus dem bisher noch wenig bekannten nordwestlihen Theile von Tcxas :
„Das Land selbst im Grant (zwischen dem Lano und der San-Saba) besteht, so viel ih bisher davon selbst gesehen und von Augenzeugen erfah- ren habe, aus fruchtbaren mehr oder weniger (4 bis 20 Meilen) breiten Gebirgsthälern und Ebenen, welche mit einer reihen mehr sandigen als lehmigen und ungefähr unserer \{chwarzen Gartenerde gleihen mäctigen Humusdecke erfüllt sind, Jn der Baum-Vegetation is vorherrschend Eichen-
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Auf die vorliegende Karte zurück;ukomm:n, muß ih noch bemer- -
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