1902 / 129 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 04 Jun 1902 18:00:01 GMT) scan diff

Die Petroleumfelder Mexik os.

Nachdem \ich das merikanishe Petroleum als ein Erdöl von guter Qualität erwiesen hat, ist die Nachfrage nah demselben ge- \tiegen. Es wird, da es sich besonders zu Beleuhtungszwecken eignet, fast aus\{ließlich raffiniert. Nach der Analyse enthält es 13—162 0/ Leuchtpetroleum, ungefähr 13 %/ Schimteröl und an 5099/6 Aspbalt. Der Preis für Nohpetroleum \{chwankt zwischen. 1—1,20 Doll. pro Barrel, das raffinierte Produkt wird zu ungefähr 4,50 Doll. pro Barrel gehandelt. ;

In den Petrol!umfeldern sowie in den Gegenden, wo Petroleum vermuthet wird, besonders im Staate Tamaulipas und an der meri- fanishen Golffüste herrscht zur Zeit rege Thätigkeit. Die Merxican E Company hat eine Naffinerie errichtet, die 100 Barrels

tobpetroleum täglih verarbeitct. Die Oelnachfrage hat zugenommen : der tägliche Umsay stellt sich auf étwa 50 Barrels raffinierten Petroleums.

Ein kürzlih zusammengetretenes englishes Syndikat sowie ver- schiedene andere Gesellschaften stellen zur Zeit Bohrversuche in der Nähe von Vera Cruz an.

Da die Verwendung von Petroleum zu Heizzwecken zunimmt, sodaß zur Deckung des Bedarfs bedeutende Mengen Petroleum nah Meriko importiert werden müssen, steht eine rashe Entwickelung der merxifanischden Oelproduktion zu erwarten. (Nah The Petroleum Industrial and Technical Review.)

Acetylengas-Beleuchtungsanlagen in Argentinien.

_Nach einem britischen Konsulatsbericht bietet sih in Buenos Aires günstige Gelegenheit für den Absaß und die Einrichtung von Acetylen- par eig anlagen, Für die von den besser situierten Bewohnern

evorzugten Vorstadtvillen würden solche Einrichtungen bei einfacher und zuverlässiger Konstruktion und wirkungsvollem Beleuchtungseffekt sehr in Aufnahme kommen.

Calciumcarbid wird in Argentinien {on eingeführt und auch hergestellt: die Einfuhr desselben belief \sich 1900 auf 590 Tonnen und 1901 auf 400 Tonnen; eine Fabrik in Cordoba stellt mittels Elektrizität jährlih etwa 400 Tonnen dieses Stoffes her und findet für ihr Produkt im Lande selbst Absay. (Nach Foroign Oflice, Annual Series 2767.)

Einfuhr von Baumwollwaaren und Baumwollgarn nach China im Jahre 1901.

Nach dem Jahresbericht der chinesishen Seezollverwaltung hat die Einfuhr von Baumwollwaaren nah China im Jahre 1901 um 29 9/9 zugenommen. Die Einfuhr von Drell aus Amerika ist um 100 9%/% gestiegen. Der Bezug von Schirtings aus Japan hat eben- falls eine bedeutende Zunahme erfahren: er erreichte die Höhe von 14029 Stücken, während im Jahre 1900 nur 1256 Stücke zur Ein- fuhr gelangt waren; der Import von T-Tuh aus Japan hat si beinahe verdreifaht. Der Eingang von englishen Scbirtings war um ein Drittel geringer als im Vorjahre: er betrug 397 443 Stüe: dem Vernehmen nach kann das englishe Fabrikat im Preise nicht mit dem amerikfanishen Erzeugnisse konkurrieren. An Sheetings wurden aus Indien und Japan nur 2620 und 13006 Stücke ein- geführt gegen 43223 und 26774 Stüd im vorhergehenden Jahre. Baumwollflanell kommt meistens aus Amerika und Japan, ins- besondere trifft dies für die billigeren Qualitäten zu.

Die Einfuhr von Garn hat I eine Steigerung aufzuweisen und vertheilt sich auf die haupt)äthlichsten Herkunftsländer mit folgenden Mengen: Großbritannien 52 556 Pikul (gegen 30 916 Pikul im Jahre 1900), Japan 498 116 Pifkul (471531) und Indien 1716 993 Piful (985 989). (Nach Cotton.)

Der Spizenhandel in China und Hongkong.

_ Nach der zollamtlihen Statistik stellte sich die Einfuhr von Spiyen nach den chinesischen Vertragshäfen während der beiden Jahre 1899 und 1900, wie folgt :

Einfubr | Wiederausfubr | e,

vom nah | nah dem |!ammt- vom chinesishen| dem [chinesischen Netto- Ausland Inland |Ausland! Inland einfuhr

Werth in Haifkwan Taels

1900 } 50 864 162

1899 f 45 691 j 1900 1 162 ; 1 1899 - 2 599 - 9 599 j 1900 4 578 207 4 371 * 1 1899 9488 150} 9338

| 1900 14 233 3930| 10 303 * 1899 10 786 : 1884] 8902 j 1900 626 8 029 546 S 109 | 1899 21 6 9983 493 6 526

Hieraus geht hervor, daß im Jahre 1900 nur zwei Häfen, und zwar Schanghai für 50864 und Amov für 626 Haikwan Taels Spitzen vom Auélande importiert haben. Die nach den andern Häfen eingeführten Spiyen waren inländischen Ursprungs Der Gesammt werth der Einfuhr für auéländishe Spißen im Jahre 1900 bezifferte sich demnach auf 51 490, der für die im chinesishen Inlande fabrizierten Spitzen avf 28 164 Hailwan Taels.

Besonders in Schanghai übertrifft der Import ausländischer Spiyen den des inländischen Fabrika!s ganz beteutend : denn der Wertb der ersteren beläuft sid im Jahre 1900 auf 50 864, der der letzteren dagegen nur auf 162 Hailklwan Taels.

Der größte Tbeil der dorthin cingefübrten Spiyen findet bei den Auétläntern Absatz, die ihren Bedarf fast autscblieklich aus Europa bezieden. Der Chinese dagegen zciat im allgemeine ig Vorliebe und Verständniß für Spiuen, und der cir Artikel dieser Art, den die Einheimischen kaufen, ist eine billige, baumwollene Spiye die speziell in der Schweiz und Deutschland bergestellt wirt

Aus diesem Grunte kann man annehmen, daß echte Spitzen auf dem chinefishen Markt cia geeignetes Absaufeld wobl kaum finden werden. Auch ist es \{wierig, mit den chinesiscben Kaufleuten direkt in Geschäftsverbindung wu treten. Man muß inen dortigen europäisten Agcnten wenden, der die Aufträge nah Proben ver- mittelt

Was den Zablungêömodus anlangt, so begleibt der Cbines Rechnung rah Eingang der Waare, d. bh. er acceptieit 1 bändigung der Seezollpaviere, tie ibn wur Empfangnabme der V ermäclhtiaen, einen auf ihn gestelllen Wesel, oder er ablt baar eines Theils oder ter gonzen Sentuna

Die Spiyéenfabrikation ist in Schanghai selbt unbeteuterd

vitter

31 691} 14 22: 36 883 8 395 1

Schanghai. . Niutshwang Tschifu Hankau

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1 werden doit nur in ten chrisilichen Waiserbärsern angefertigt |

% , Y 194 Tis T Ï aden dei den Mitalietern Î

ind siand für kirchliche Zwecke bestimmt oter | er Kolonie ibre Abachmer

Die bedeutendste Fitina für den Spiyzenbantel in das englische Haus Harvin u Mülne

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tund 6000 Stück don 24—26 f un

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warli uwishen 5 Centé unkd 1 Ungefähr 100 vershicdene Arten pizen werden auf dem dertige lisdea Fabuifate aus Not aoma@den, die erste Stelle einnehmen ie Nachfrage nach ten cu elnen Sorten, die hauplsäSlih bei è éfsizen Eorcräecrn Abi3t

des, it eine ziemlih zleihmäßige. Allerdings wud tem

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gachantell, worunter di

1 des Eecsammtvmsayzes

| enthalten soll

¿h Auslieferung ter genannten Papicre oder nah Empfang |

Iu Vo agkong deläuft sich der jährliche Verbrauch von Spiten | Vet Preis pro Bart

englisdcn è franzêsiden | Ea

päischen Import nach Hongkong dur die einheimishe Produktion einige Konkurrenz bereitet. Z S

„Für Exporteure von Spiyen empfieblt es \sich, mit einem größeren Handelëhause am Orte in Verbindung zu treten und dem- selben cine vollständige Musterkollektion zugehen zu lassen. Nur an der Hand von Proben ist es mögli, die dortigen Interessentenkreise für sih zu gewinnen.

__ Zahlungsusance is drei Monate Ziel, und zwar mit Wechsel; die Provision für den Agenten beträgt 5/9 und 29/9 mehr, falls er das Verkaufsrisiko dem Fabrikanten gegenüber auf fih nimmt.

: (Ein Zoll bei der Einfuhr von Spiyen nah Hongkong wird nicht

erhoben. __ Bedeutendere Hongkonger Firmen, die sich mit dem Spiten- importgeshäst befassen, sind: W. Powell u. Cie. ; Lane, Crawforo u. Cie.; Blunck. (Nach Berichten des belgischen General-Konsuls in Schanghai und des belgischen Vize-Konsuls in Hongkong.)

Einschränkung der Baumwollproduktion Asien.

In Zentral-Asien soll in vielen Gegenden die Furht vor den Heuschrecken die Eingeborenen veranlaßt haben, die Aussaat der Baumwolle einzuschränken. Zum theil ist nur die Hälfte der vor- jährigen Fläche bestellt worden. In diesem Jahre geht außerdem die 2h L von Regenmangel rur langsam auf. (St. Petersburger

eitung.

in Zentral-

Erhöhung der Personentarife auf den japanischen Staatsbahnen.

Nach einer vom japanischen Parlament genehmigten Regierungs- vorlage sollte von Mitte April 1902 ab eine Erhöhung der e tarife auf den japanischen Staatsbahnen um etwa 89/0 der »isherigen Fahrpreise für Strecken unter 100 englishen Meilen *) in Kraft treten. Die Regierung hofft dadurh einen jährlihen Mehrüberschuß von 1 006 325 Yen**) zu ‘erzielen und beabsichtigt, denselben hauptsächlich zur Subvention der Hokkaidobahn sowie zum Ankauf und Ausbau: der Bahn Sonobe—Fukuchiyama—Maizuru zu verwenden. :

Die Hokkaidobahn liegt auf der Insel Jesso und soll eine Ver- bindung zwischen den beiden wichtigen Hafenstädten Hakodate und Otaru herstellen; sie ist etwa 155 englishe Meilen lang und soll eine jährliche Subvention von 8000 Yen für jede in Betrieb genommene englishe Meile erhalten. Die Höhe der für das Etatsjahr 1902/03 vorgesehenen Subvention beträgt 147 400 Yen, da erst 18,425 eng- lishe Meilen der Bahnstrecke fertiggestellt sind. ; tit

Die an zweiter Stelle genannte Bahn verbindet die Städte Sonobe und Fukuchiyama in Mitteljapan und entsendet eine Zweig- linie nah der am japanischen Meer gelegenen, vor einiger Zeit er- richteten Marinestation Maizuru. Diese Bahn war von einer Privat- gefellshaft in Angriff genommen, konnte jedoch wegen Mangels an Kopital nicht weitergeführt werden. Da die Regierung die Vollendung und Verstaatlichung der Linie aus \trategishen Gründen für erforder- lih hält, wird fe dieselbe ankaufen nnd in vier Jahren zu Ende führen. Die hierfür nöthigen Mittel belaufen sih auf 4 340 821 Yen, wovon 858 900 Yen im Etatsjahr 1902/03 verausgabt werden sollen. (Nach einem Bericht des Kaiserlichen General-Konsulats in Yokohama.)

*) 1 englishe Meile = 1,609 km.

**) 1 Yen =* 2,10

Einfuhr nah Transvaal in den ersten zwei Monaten 1902.

Der Gesammtwerth der Einfuhr nah Transvaal belicf \ich in den Monaten Januar und Februar 1902 auf 1 224 000 Pfd. Sterl., während er in dem gleihen Zeitraum des Vorjahres nur 244 000 Pfd. Sterl., also beinahe 1 Million Pfd. Sterl. weniger, betragen hatte. In der Summe is} die niht unbedeutende Einfuhr von Be- dürfnissen des Kriegsheeres und des in den sogenannten Flüchtlings- lagern untergebradten Theiles der Bevölkerung, die Einfuhr für die Regierung und für die Eisenbahnen nicht einbegriffen.

Unter den eingeführten Verbrauchéartikeln standen an erster Stelle Metalle und Waaren daraus (u. a. landwirtbschaftlide Geräthe, Messerwaaren, Eisenkurzwaaren, Zweiräder, Maschinen) mit einem Einfuhrwerthe von 380 000 Pfd. Sterl. (im Jahre 1901 nur 6000 Pfd. Sterl.). Es folgten dem Werthe nah Kleider und Put- waaren 171 000 Pfd. Sterl. (49 000), Provisionen, mit - Auésluß von Getreide und Molkereiprodukten 151 000 Pfd. Sterl. (54 000), Getreide (auch Reis) und Fabrikate daraus 63000 Pfd. Sterl. (35 000), Drogen und Chemikalien 54000 Pfd. Sterl. (5000), Leder und Lederwaaren 53 000 Pfd. Sterl. (17 000), Molkereiprodukte 42000Pfd. Sterl. (18000). Holz und Waaren dardus (eins{lie® lid Möbel) 36 000 Pfd. Sterl. (1000), Spezerei- und Materialwaaren (u. a. Oele und Farben) 30000 Pfd. Sterl. (15 000), Baumwollwaaren 28 000 Pfd. Sterl. (3000), Seife und Lichte 20000 Pfd. Sterl. (10 C00), Robtaback und Tabakfabrikate 19 000 (4000), Sc{mudck- waaren, plattierte Waaren mit Einschluß von Wand- und Taschen- ubren 18000 Pfd. Sterl. (2000), Papierwaaren und Bücher 15 000 Pfd. Sterl. (1000), Wollwaaren 12 000 Pfd. Sterl. (3000).

Hiernach batte dic Einfuhr aller vorstebend genannten Waaren eine zum theil ret bedeutende Steigerung aufzuwcisen : die Zunahme in dem Import von Metallen und Metallwaaren ift besonders be- merkcenêwerth. (Nah The Board of Trade Journal.)

Gold. D

In Mogçambigque soll das Monopol der Goldacwinnung in den Flüssen dur Baggern für die noch ncht durch Charter vergebenen Gebiete ter Kolonie, also besonders in ten Flüssen Limpovo und Sambesi, der dorthin entsandte Vertreter des Uanco UClitramarino in Lissabon Dr. Cabral erworben baben D i Gasa hat man tem Vernehmen nah an uwei on Keoblenfeltern, Gold in Quarzen und Kon- cin Minéral, das nah ten Proben angebli annesburger Goldgesteinen nabekommt. Die beiden Fundorte liegea niht weit von ter Grenz», ungefähr den Selatigolt 4 K f

winnung in Mocambique

Lf .

betten . Þ Ÿ seitern in Aranera

al gegenüber, und war ter eine am Uaneti, è mati zuflicßt und ebenfalls viel Shwemmagc

T von Norden dem I [d

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impvevo zuftrôön:t te Fundstelle anbetrifft, welche ein Engländer cie Dupont entteckt haben

ber genannte Dr. Cabral und tie rortugieid- x u. Wirth angehö&en m Elcphantenfirom hat ein Amerikaner Corrie

r ift furulih ein Svndikat gegründet worten. um |

mit ten nöthigen Geltmitteln auszurusten, Negenzeit, pöteitens im Mai, nach ter Fund-

K 4 Les a Ci

bit regelreht i{ürfen soll

aewinnung auf Matagaéëkar

det sib theils loïe auf ter Ertoberiliche. ittaliizen AnsckEwemmurgen eine erbeblicte Anzabl

¿allerdings sebr verichictener Etelsteine, darunter des Korund, fjetner Chryfoberrll. Tovas, Granate bleeide Arten des Tutmal ns. Außer diesea Etel- ri Q eter Berakryitall in großen und regel

rennen und seit länger als zwei Jabthunterten

¿D L'Echo de mines etl de la wêétallurgie )

è der andere weiter nörtlih am Elepbantenflok, der |

so bat ih bereits | das das Weitere veranlassen will und dem |

| Limited, fübrte

| avszuwcisen, wenn man es nit für

| mücktaltend zu iein Die | ficd jeyt schr vortbeilbaft geltenz. Der Marktwertb ter Shar!

| Generalversammlung wurten die voracihlas i genchmigi

Australisher Bund.

Zölle auf Zucker und andere Verzebrung8gegenft änd Von der Tarifkommission des Repräfentantenhauses sind nab „7; British Australasian“ in der Sißung vom 31. März 1902 u. a. f folgende Waaren die in der Regierungsvorlage enthaltenen Zz;

eändert worden :

E Bisher nach der - Vorlage erhoben Geändert iy

Sh. Pee. Sh Pee

für 1 Ztr. 6 —— frei

"

Melasse Syrup « -+ i Reis, ges{hält . . E deêgl., ungeschält eingegangen und in einem Lagerhaus für unver- zollte Waaren Fs für 1 Ztr.

so geshälten Res . . . . 3 c

Durch einen weiteren Beschluß des Nepräsentantenhauscs ist dd Zoll auf Thee, welcher nah der Vorlage nebst 209%/9 vom Wer

2 Pence oder bei Thee in Packeten 3 Pence für das Pfund betru

alebald aber unter Beseitigung des Werthzolls auf 3 und 4 Pen herabgescßt wurde, gänzlih aufgehoben worden.

Aufgehobene Zwangsversteigerung.

Beim Königlichen Amtsgericht IT Berlin wurde das Ve fahren in Sachen Alfred Steinberg zu Reinickendorf, Nor bahnfstraße, aufgehoben.

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Nuhr und in Oberschlesien.

An der Ruhr sind am 3. d. M. gestellt 15 602, nicht red ¡eitig gestellt keine Wagen.

In Oberschlesien sind am 3. d. M. gestellt 5456, nicht redi zeitig gestellt feine Wagen.

Der Jahresbericht der Handelskammer zu Bonn thei über die Lage der einzelnen im Bezirk vertretenen Geschäftszwei u. a. mit: Für die Kunst- und Handelsgärtnerei stand das Berich jahr in Nachfrage und Aufträgen hinter den beiden vorangegangenz Jahren nicht zurück; auch konnten die neuen Abschlüsse zu den bj herigen Preisen gethätigt werden. Im Getreidehandel war das ( schäft zu Beginn des Jahres 1901 verhältnißmäßig till, und die Prei bekundeten zunächst weichende Tendenz. Bald zeigte sich jedoch lebhafta Nachfrage und Hand in Hand damit eine Steigerung der Prei In der Industrie der Steine und Erden erzielten die Steinbru betriebe zwar denselben Umsay wie vordem, allerdings bei rückgängige Preisen. Die Zementindustrie litt stärker denn je unter einer Uebey produktion, die den Bedarf weit über das Doppelte überstieg. In di Zementwaaren - Fabrifation waren die Preise für gewisse Artik jo namentlich für Pementrohte außerordentlich niedrig, d war man schon während der Wintermonate, zum theil info! der milden Witterung, wieder besser mit Aufträgen verseha In der Industrie feuerfester Produkte gingen die Preise um weit 10 9/% zurück, sodaß mebrfach unter den Selbstkoslen verkauft wurd Bei den Ziegeleien \tockte der Absay theilweise vollständig, und n sich Nachfrage zeigte, stellten sich die zu erziekenden Preise so niedrig, da nichts mehr zu verdienen war. Nur in Spezialitäten gelang es bi und da, ein Geschäft zu maben. Jn der Tbonwaaren-Indust bat der {on im Jahre 1900 beobachtete Nückschlag \ich i Berichtsjahr noch empfindliher fühlbar gemaht. Jn thi Montan - Industrie hat \sich die Eisenerzproduktion infolge de Darniederliegens dec Eisenindustrie wesentlich verringert. A die Betriebsergebnisse des Blei- und Silbererz - Bergbau hat der Nückgang der Blei- und Silberpreise sehr ungünstig gewirkt. Im Braunkoblenbergbau hat tie Förderung zugenomm: aber niht in dem Maßstabe, wie in den Jahren zuvor. Für

ochöfen-, Puddel- und Walzwerksbetriebe zeigte sich eine Geschäft tockung, wie sie noch kaum jemals in die Erschcinung getreten

ie Eisen- und Metallgießereien teien infolge der wesentli ringeren Nachfrage mehrkoch ihre einzelnen Zweige des Maschinenbaues und der Instrumentenfabrikatir baben zum größeren Theil auch einen Rückschlag zu verzeichnen geb In der chemishen Industrie empfand die Fabrikation hemisch-! nisher und pharmazeutischer Präparate den Rückgang allerdings gegen den Sluß des Jahres, und, soweit es sih um gewi Spezialitäten handelte, fanden die Erzeugnisse theilweife sogar vermehrte Aufnahme. Nur stellten sih infolge der gesteigerten K kurrenz im In- und Auélaude, namentlich von den WVercinigt Staaten, die Preise wesentlih niedriger als früber. Für den Han mit Chemikalien hat die gcs{äftlihe Flaue im Laufe des Jahr eine Höbe erreicht, wie sie wobl seit Jahrzehnten nicht dagewesen Die Wollindustrie batte theilweise noch unter dem Sturze ter We preise im Jahre 1900 zu leiden, die Besserung dieser Preise im L rihtéjabre übte nit ten belebenden Einfluß aus, ten man erwartet bat: Die Tuchindustrie war im allgemeinen zufriedenstellend beschäfti: au erzielte sie theilweise angemessene Preise für ibre Erzengni Die verschiedenen Zweige der Papier- und Schreibwaarenfabrikatiu baben theils ungünstig, theils mit leidlihem Erfolg gearbeitet. besonderen war es der Papierfabrikation nur \{wcr möglich, | ibre Erzeugnisse genügenden Absayß zu finden, und da Preise für Cellulose und Holzs{lif bcch gehalten wurd so war der Nuyen an ten fertigen Erzeugnissen nur sebr gerin Für die Zuckerindustrie hat das Betriebsjahr 1901 mit ciner Krs geendet, wie fie unbeilvoller kaum je dagewesen ist; namentli wurden die rheinischen Zuckerfabriken davon betroffen, ta dieselben neb den tief gesunkenen Zuckerpreisen noch mit eincm geringen Zucergeb: und mit einer sehr ungünstigen Beschaffenheit des angeüeferten Rüte materials zu*rcchyen batten. Jm Weinbau und Weintantel \ind Voffnungen auf cin gutes Herbitergebniß zum größten Theil vernidt worden, und ter Weinhandel vermockte bei der im allgemeinen günstigen Lage s{wer Abiay, namentlich für bessere Weine, zu fir

== Das „Reuter’she Bureau* meldet, es sci Grund zw |

Annabme vorhanden, taß ein dieser Tage ergangenes Rundschreit der Direktoren der Cunard-Linie, in welhem von ber stedenden Veränderungen bei dieser Gesellschaft die Rete ist, sich a jeyt der Erwägung des Direktoriums unterliegende Pläne bezie! welde die Gründung einer großartigen, auss{liekßli

| britishen Schiffabrts-Vereiniguna zum Ziel baben

sich der Gunit der englishen Regieruna erfreuen türften In der am 30. Mai in Johannesburg abgchalte= 3. ordentliden Generalveisamwilung von A. Goer1: & (Ct laut Melturg des „W. T. B.*, der Vorsit& A. Brakhan aus, daß die finavuelle Lace der Gesell dat cine auft ordentlich günstige sei, ter Ueberschuß der flüssigen Mittel über ? Verbindiiteiten betrage ¿ Million Pfund Sterling. s wi ein Leichtes gewesen sein, pro 1901 cinen béheren Reinger ridtiger gehalten hn

im verflessencna Ja? Befolaung diescr Politik ms

in der Realifierong der Skharetbestände

ftänte übersteige ibren Buchwertb ganz beirächtlich. die Gescll habe bedeutende Erwerbungen an Claiws vnd anderem am Kas gelezenen Grubenbesiy vorgenommen. Die Aussichten seien t günstige und für tas laufende Jahr kênve man große Gerrinec warten Ja der unmittelbar darauf folgezden autererdentlid

D # t. Ld e f Zialufenäntera2F

abrikation eins{ränken. L

Laut Meldung des „W. T. B.“ betrugen die Betriebsein- nahmen ter Ostpreußischen Südbahn im Mai 1902 nah pro- visorischer Feststellung zusammen 333 296 , im Mai 1901 vro- viforisch 470 438 Æ (mithin weniger 137 142 1 als i. V.). Vom 1. Januar bis 31. Mai 1902: 1 940 309 6 provisorische Einnahme aus rusfis&em Verkehr nah russishem Stil gegen provisorish 2019221 Æ im _ Vorjahr (mithin weniger 78912 Æ als i. V.), gegen definitive Einnahme vom Mai 1901 weniger 225 747 M. Laut Meldung des „W. T. B.“ betrugen“ die Einnahmen dexr Italienischen Mittelmeerbahn in ter 3. Mai-Dekade im Hauptneß mehr 249 255 Lire, im Ergänzungsneß mehr 17 536, zu- sammen mehr 266791 Lire. Die Einnahmen der Canada’ Pacific-Eisenbahn in der vergangenen Woche betrugen 988 000 Doll (104 000 Doll. mehr als i. V.).

Hamburg, 2. Juni. (W. T. B.) Gezogene Cöln-Mindener Serien: 1752 2281 2392 39519.

Wien, 3. Juni. (W. T. B.) Ausweis der Oesterr. - Ungar. Bank vom 31. Mai (in Kronen), Ab- und Zunahme

egen den Stand vom 23. Mai: Notenumlauf 1 416 425 000 & un. 36 129 000), Silberkurant 303 292000 (Zun 812 000), oldbarren 1 063 571 000 (Zun. 1 499000), in Gold zahlb. Wechsel 59 643 000 (Zun. 68 000), Portefeuille 210 193 000 (Abn. 616 000), Lombard 43 430 000 (Zun. 472 000), Hypotheken-Darlehne

, 299 947 000 (Abn. 3000), Pfandbriefe im Umlauf 297 457 000 (Zun.

401 000), steuerfreie Notenreserve 400 842 000 (Zun. 33 300 000).

New York, 3. Juni. (W. T. B.) Der Werth der in der vergangenen Woche ausgeführten Waaren betrug 8 202 166 Doll. gegen 9 344 823 Doll. in der Vorwoche.

Kursberichte von den Fondsmärkten.

Hamburg, 3. Juni. (W. T: B.) Gold in Barren pr. Kilogr. 2 es 2784 Gd. Silber in Barren pr. Kilogr. 71,25 Br., U, d 5

Wien, 4. Juni, 10 Uhr 50 Min. Vorm. (W. T. B.) Ungar. Kredit-Aktien 710,00, Oesterr. Kredit-Aktien 689,00, Franzosen 694,00, Lombarden 67,50, Clbethalbahn 454 00, Oesterr. Papierrente 101,70, 4% ungar. Goldrente —,—, Oesterr. Kronen - Anleihe —,—, Ungar. Kronen-Anleihe 97,85, Marknoten 117,32, Bankverein 454 50, Länderbank 424,00, Buschtierader Litt. B. Aktien 1007, Türkische Loose 107,50, Brüxer 741 00, Straßenbahn Litt. A. —,—, do. Litt. B. —,—, Alpine Montan 412,00.

London, 3. Juni. (S{hluß.) (W. T. B.) 23 9/6 Eg. Kons. Db MESLIRONS 23/6, Silber 24. Bankeingang 203 000 Psd. erl.

Paris, 3. Juni. (Schluß.) (W. T. B.) 3% Franz. R. 101,75 Suezkanal-Aktien 4049. j

Madrid, 3. Juni. (W. T. B.) Wesel auf Paris 37,55

Lissabon, 3. Juni. (W. T. B.) Goldagio 264 /

New York, 3 Juni. (Schluß.) (W. T. B.) Das Geschäft fam heute fast gänzlich zum Stillstand; gleihwohl war die Grund- stimmung fest, da es den E U en Seer gelungen ift, in ihren Werken die Pumpen im Betriebe zu halten und da aus den großen Zufuhren von Mais auf gute Aussichten für die diesjährige Ernte ge- {lossen wird. Der Umsay der Aktien betrug 180 000 Stück. Geld auf 24 Stund. Durchschn.-Zinsrate 34 0/6, do. Zinsrate für letztes Dar- Tehn d. Tages 3 9/6, Wesel auf London (80 Tage) 4,845, Cable Transfers 4,87/,, Silber Commercial Bars 52. Tendenz für

Geld: Leicht. (W. T. B.) Wesel auf

Rio de Janeiro, 3. Juni. (W. T. B.) Goldagio 132 30.

London 125/54. Buenos Aires, 3. Juni.

Kursberichte von den Waarenmärkten.

Berlin, 3. Juni. Marktpreise nach Ermittelungen des Königlichen Polizei- Präsidiums. (Höchste und niedrigste Preise.) Per Doppel-Ztr. für: Weizen, gute Sorte —,— K; —,— M

. Untersuhungs-Sachen.

Verloosung 2c. von Werthpapieren.

Weizen, Mittel-Sorte —,— H; —,— M Weizen, geringe Sorte —,— M; —,— Æ Roggen, gute Sortet) 15,10 4; 15,09 M Roggen, Mittel-Sorte 15,08 AMÆ.; 15,07 M Roggen, geringe Sorte 15,06 M; 15,05 Æ Futtergerste, gute Sorte*) 14,60 M; 14,20 ( Futtergerste, Mittel-Sorte 14,10 4%: 1370 #( Futtergerste, geringe Sorte 13,60 M; 13,30 ## Hafer, gute Sorte*) 18,40 #4; 17,70 Æ Hafer, Mittel-Sorte 17,60 4%; 17,00 M Hafer, geringe Sorte 16,90 4; 16,30 Richtstroh 7,90 M; 7,16 Æ Heu 10,10 M; 7,60 M Erbsen, gelbe, zum Kochen 40,00 M; 2500 Speisebohnen, weiße 50,00 Æ: 25,00 e Linsen 60,00 M; 20,00 A Kartoffeln 7,00 (: 5,00 A Rindfleisch von der Keule 1 kg 1,60 (; 120 ( dito Bau(bfleisch 1 ke 1,40 M; 1,00 Æ Sweinefleish 1 k 1,60 M; 1,30 M Ralbfleish 1 kg 1,80 4; 1,10 Hammel- fleish 1 kg 1,60 M; 1,10 M. Butter 1 kg 2,60 M; 2,00 M. Eier 60 Stück 3,60 M; 2,40 M. Karpfen 1 kg 2,00 (; 1,20 M. Aale 1 kg 2,80 MÆ; 1,40 M Zander 1 kg 2,80 Æ; 1,20 M. Hedbte 1 kg 2,40 MÆ.; 1,00 M. Barsche 1 kg 1,80 MÆ.; 0,80 M Schleie 1 kg 3,20 M; 1,20 J Bleie 1 kg 1,40 M; 0,70 M Krebse 60 Stück 16,00 M; 2,90 M. +) Ab Bahn. *) Frei Wagen und ab Bahn.

Magdeburg, 4. Juni. (W. T. B.) Zuckerberi®t. Korn. ¡ucker 889/69 o. S. 7,15—7,40. Nachprodukte 75% ohne Sack 5,20 bis 5,40. Stimmung: Still. Krystallzucker 1. m. S. 27,70. Brotraffinade I. o. Faß 27,95. Gemahlene Raffinade m. Sack 27,70. Gemahlene Melis mit Sack 27,20. Stimmung: —. Rohzucker [. Produkt Transito f. a. B. Hamburg pr. Juni 6,10 Gd., 6,122 Br., pr. Juli 6,25 Gd., 6,30 Br., pr. August 6,35 Gd., 6,40 Br., pr. Oftober - Dezember 6,80 Gd., 6,825 Br., pr. Januar - März 7,024 Gd., 7,65 Br. Schwach.

Cöln, 3. Juni. (W. T. B.) Rüböl loko 58,50, pr. Oktober 56,00. _ Bremen, 3. Juni. (W. T. B.) (Schlußbericht.) Schmalz fest. Tubs und Firkins 52 H, Doppel - Eimer 52; A.

Speck fest, Short loko 49 K, Short clear —, Juni-Abladung —, extra lana —.

¿ Kaffee behauptet. Baumwolle ruhig. Uppland middl. loko 483 g.

Hamburg, 3. Juni. (W. T. B.) Kaffee. (Nachmittags. beri) Good average Santos pr. Juni 294 Gd., pr. Sept. 30 Gd., pr. Dezbr. 30} Gd., pr. März 313 Gd. Schleppend. Zucker- markt. (Schhlußbericht.) Rüben-Rohzucker 1. Produkt Basis 88 9/9 Rendement neue Usance frei an Bord Hamburg pr. Juni 6,124, pr. August 6,374, pr. Oktober 6,724, pr. Dezember 6,874, pr. März 7,10, pr. Mai 7,224. Behauptet.

Hamburg, 3. Juni. (W. T. B.) Petroleum ruhig, Standard white loko 6,70.

Budapest, 3. Juni. (W. T. B.) Kohlraps pr. August 11,€5 Gd., 11,75 Br.

London, 3. Juni. (W. T. B.) 96% Javazucker loko 7} nominell, Rüben -Rohzucker loko 6!'; h. Nuhig.

London, 3. Juni. (W. T. B.) (S{hluß.) Chile- Kupfer 54/5, pr. 3 Monat 543/56.

Liverpool, 3. Juni. (W. T. B.) Baumwolle. Umsatz: 3000 B., davon für Spekulation und Export 2500 B. Tendenz: Williger. Brasilianer "/16 niedriger. Amerikan. good ordinary Liefe- rungen: Nuhig. Juni 458/;, Verkäuferpreis, Juni-Juli 4/;, do., Juli-August 42/6, do., August-September 44/5,—4*/4, do.,, Sep- tember- Oktober 4?°/,, Käuferpreis, Ofktober- November 42°, Ver- fäuferpreis, November-Dezember 418/,,—4'"°/;, do.,, Dezember-Januar 47/5 —4!8/4, do., Januar-Februar 4/6, d. do.

Manchester, 3. Juni. (W. T. B.) 12r Water Taylor 6, 20r Water cburante Qualität 6?/z, 30r Water courante Qualität 74, 30c Walter bessere Qualität 84, 32r Mock courante Qualität 77/4, 40r Mule Mayal 84, 40r Medio Wilkinson 9, 32r Warpcops Lees 77/5, 36r Warpcops Rowland 84, 36r Warpcops Wellington 85/9, 40r Double Weston 8’/s, 60r Double courante Qualität 12, 32r 116 yards 6 K 16 grey printers aus 32r/46r 193. Rubig.

. Aufgebote, Verlust- und Fundsachen, br u. dergl. E Erwerbs- uzxd Wirthschafts-Genossenschaften. 3. Unfall- und Invaliditäts- 2c. Versicherung. ér ér 8. Niederlassung 2c. von Rechtsanwälten. . Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. 4+ 9

. Gla8gow, 3. Juni. (S{luß.) (W. T. B.) Noheifen. Mired numbers warrants 54 sh. 4 d. Middelb. 49 h. 32 d

Paris, 3. Juni. (Sc{luß.) (W. T. B.) Rohzucker rubig,

88 9/6 neue Kondit. 164 à 163. Weißer Zucker behauptet, Nr. 3. für

109 kg pr. Juni 21/3, pr. Juli 214, pr. Oktober-Januar 22!/s,

pr. Januar-April 222. (W. T. B.) Bancazinn 803.

Amsterdam, 3. Juni. Java-Kaffee good ordinary 32.

Antwerpen, 3. Juni. (W.T. B.) Petroleum. (S{luß- bericht.) Raffiniertes Type weiß loko 18 bez. Br., do. pr. Juni 18 Br., do. pr. Juli 184 Br., do. pr. August. Sevtember 185 Br. Fest. Schmalz pr. Juni 128,00.

New York, 3. Juni. (S{luß.) (W. T. B.) Bauw- wolle-Preis in New York 9/6, do. für Lieferung pr. August 8,39, do. für Lieferung pr. Oft. 7,78, Baumwollen-Preis in New Orleans 94, Petroleum Stand. white in New York 7,40, do. do. in Phila- delphia 7,35, do. Refined (in Cajes) 8,50, do. Credit Balances at Oil City 1,20, Schmalz Western steam 10,65, do. Robe u. Brothers 10,85, Getreidefraht na Liverpool 14, Kaffee fair Rio Nr. 7 54, do. Rio Nr. 7 pr. Juli 5,00, do. do. pr. September 5,15, Zucker 2?/s, Zinn 29,6214, Kupfer 12,295—12,524.

Verkehrs-Anstalten.

Hamburger Flußschiffahrt auf der Niederelbe.

_Die Bedeutung der Niederelbe als Verkehrsstraße für Hamburg ist ständig im Wachsen. Im Jahre 1901 gingen, den „Hamb. Bei- trägen“ zufolge, von Hamburg nah Pläßen der Niederelbe und na den deutschen Nordseeinseln auf 19 709 Sciffsreisen 711 583 Per- sonen, 90 000 mehr als 1900 und auch 10000 mehr als im Jahre 1899, das bisher weitaus den stärksten Verkehr hatte. Die größten Zahlen stellte Harburg mit 228 151, dann Teufelébrücke und Blankenese mit 149188. Lühe, Finkenwärder und Burtehude sind leichfalls stark betheiligt. Nah Cuxhaven gingen 13 934, nah Helgo- and 13 462 und nach Féhr, Sylt 2c. 10566 Reisende.

Diese Flußschiffahrt ist jedoch nicht nur für Personenverkehr wichtig. Im leßten Jahre erhielt Hamburg dur sie 19 783 Stück Schlachtvieh und 720 Pferde und gab 6632 Stück Schlachtvieh und 772 Pferde db. Es versandte 69 276 und erhielt 60 154 Kolli. Der Kolliverkehr ist fortdauernd stark gewachsen. Die Vichtransporte waren vor einigen Jahren hon um einige tausend Stück höher. Im Kolliverkehr stehen Buxtehude, Neuenfelde und Cranz weit voran, außerdem Finkenwärder als Empfänger von Packeten. Schlachtvieh erhielt auf diesem Wege besonders Harburg.

Der Perfonenverkehr Hamburgs is auch auf der Oberelbe fehr beträhtlih. Er betrug einkommend und auégebend zusammen im leßten Jahre 222 859 Personen (2457 Dampfer). Der Höhepunkt dieses Verkehrs war im Jahre 1898 mit 255 302 Passagieren.

Bremen, 4. Juni. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Dampfer „Brandenburg“, v. Baltimore kommend, 2. Juni Dover passiert. „Sachsen“ 2. Juni Reise v. Port Said n. Suez fortge. „Hamburg“ 2. Juni Reise v. Schanghai n. Nagasaki fortges- „Bremen“, nah New York best., 2. Juni Scilly passiert. „Aller“ 2. Juni Reise p. Gibraltar über Neapel n. Genua fortgeseßt.

Hamburg, 3 Juni. (W. T. B.) Hamburg - Amerika- Linie. Dampfer „Nauplia“ 2. Juni in New York angek. „Phönicia“ 2. Juni v. Genua n. New York abgeg. „Patricia“, v. Hamburg n. New York, 2. Juni v. Plymouth abgeg. „Constantia“, v. St. Thomas n. Hamburg, 2. Junk-in Antwerpen angek. „Armenia“, v. Hamburg n. Philadelphia, 2. Juni v. Boulogne abgeg. „Karthago“ 2. Juni Dover passiert. „Nubia“, v. Hamburg n. d. La Plata, 31. Mai v. Barry abgeg. „Sibiria“, v. Hamburg n. Mittelbrasilien, 2. Juni v. Funchal abaeg. „Saroxia“ 2. Juni v. Penang abgeg. „Silvia“ 2. Juni v. Port Said n. Wilhelmshaven abgeg. „Segovia“ 2. Juni in Suez angek. „Suevia“ 3. Juni v. Kobe abgeg. „Silesia“, v. Hamburg n. Ost-Asien, 2. Juni in Singapore angek. ‘Moltke s. Juni in New Vork angekommen.

6 Kommandit-Gesellschaften auf Aktien u. Aktien-Gesellsch{.

. Bank-Ausweise.

10. Verschiedene Bekanntmachungen.

) Untersuhungs-Sachen.

{215101 Fahnensluchtserklärung. In der

JIofef Singer der 2. Kompagnie Badischen Train-

Grund der §§ 69 ff. des Militärstrafgeseßbuchs | sowie der §S§ 356, 360 der Militär-Strafgerichts- | ordnung der Beschuldigte bicrdurh für fahnenflüchtig | (21411) erflärt. |

Karlsruhe, den 30. Mai 1902. | Berlin,

Gericht der 28. Division Der Gerichtsberr : Dr. Weng,

von Hindenburg Kriegsgerichtsrath.

[21508] K. Staatsanwaltschaft Stuttgart. Vermögens-Beschlagnahme.

Durch Beschluß der Strafkammer 111 des K. Land- gerichts Stuttgart vom 17. Mai 1902 ift das im Deutschen Reiche befindliche Vermögen felgenter ab- wesender Wehrpflichtigen:

1) Ernft Gottlob Frig, geboren 8. Juni 1879 in Steinenbronn, Amtêsoberamt Stuttgart, Gärtner,

, 2) Vermann Geilsodörfer, geboren 12. März 1880 in Stuttgart, Schiffsbeizer,

})) Eugen Merkle, geboren 17. Februar 1879 in Ludwiatburg, Matrofe,

4) Karl Albert Seybold, geboren 4. April 1879 1 Feuerbach, Amtsoberamt Stuttgart Wagner,

5) Julius Ungerer, geboren 3. Dezember 1879 in Egenbausen, Oberamt Nagold, Kaufmann,

gegen welche tas Hauptverfahren wegen Verletzung der Webrvilicht eröffnet ift, gemäß § 140 Ads. 3 Str.-G.-B. und §8 326 und 4580 Str.-ÞP -O. je bis zum Betrage von §00 „4A mit Beschlag belegt worden.

Den 26. Mai 1902

Staatsanwalt C leß WELAE» T G PERDUE A C E A d 7 C A

2) Aufgebote, Verlust: u. Fund- sachen, Zustellungen u. dergl.

[21410] Zwangsverstei ng- Der

Im Wege der Zwangevolistreckuna soll tas in Berlin, nah dem Kataster Höchstestraße Nr. 29 ta- felbst belegene, im Grundbuche von der Königstatt Band 20 Nr. 2995, zur Zeit der Eintragung tes Versteigerungsdermerks aut den Namen der Wittrre Wil zu Berlin einge

Grundstück ist | Artikel 12228

rechts.

[21405]

straße 6,

reduziert dur

Inbaber

Wilbelmine Peters, geb. Matten tragene Grundstück, beslebend aus a. Vorderwohnhans mit abgesendtertem Klosct ond usterfellertem Hof, T h. Fabrifgebände, quer, mit recbtem Seiterlügel Is et

1514]

¿ad [infen Anbau übe

am 29, Juli 1902, Vormittags 10 Uher, | Ac durch das unterzeichnete Gericht, Ildenstr 60, | kchr freigegckhen Fedgeshof, Zimmer Nr. 5, versteigert werden. Das Grunditück ift in der Grurdftenermutterteolle nicht

nachgewiesen und zur Grundsteuer nicht va, [21438] dagegen unter Nr. 21 261 der Gebäudesteuerrolle bei 1 i einem jährlichen Nußzungêwerth von 13 160 A mit | Tageblattes, Nr. 46 der Leipziger Zeitung,

Z E s einem Jahresbetrage von 372 M ntersuhungésahe gegen den Gemeinen f x veranlagt. Der E Eer? ist am Bataillons N g ; a | 11. Apri 2 in das Grundbuch eingetragen. Bataillons Nr. 14, wegen Fabnenflucht, wird auf | Berlin, ‘den 19. Mai 1902.

Königliches Amtsgericht 1. Abtheilung 85. Zwaugsversteigerung. Im Wege der Zwangtvollstreckung

steuer veranlagt.

A [N . ö

in der Grundsteuermutterrolle unter nahgewieseo, in Berlin auf Kartenblatt 48 als Parzelle 616/96 und

| 84 verzeihnet und hat eine Größe von 9 a 93 qm In der Gebäudesteuerrolle hat es die Nr. 32 249. it mit einem jährlichen Nuyßungswerth von 15 400 „« zu 612 M Gebäudesteuer veranlagt. Es bestebt aus | Vordereckwobngebäude mit rechtem Seitenflügel, Hof und abgesondertem Abtritt, sowie Sei'enwobngebäutc

_ Der Verfteigerungtvermerk ist am 10. Mai | 1060 Thaler 1902 in das Gruntbuch eingetragen VBerlin, den 26. Mai 1902 Königliches Amtsgericht 1.

Der Kaufmann Willy Schieß zuu Barmen, Heking bauserstraße 63, hat das Aufgebot der auf den Namen des verstorbenen Wilhelm Schieß ¿4 Barmen ein getragenen Aktien der Vaterländischen Tranévort Vet sicherungs- Aktien-Gesellschaft zu Elberfeld, Heller namlich z) Nr. 635, 4) Ne. 636 und 5) Ne 637, sämmtli auêgestellt am 1. August 1871 über je 1000 Thaler BesHlufß vom 18. Februar 1892 auf

svätestens in dem auf den 20, Dezember 1902, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anderaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzu- melden und die U:fundea rorzulegen, widrigenfalls die Krafiloserflärunz der Urkunden erfolgen wird Barmen, den 14. Mai 1902 Köaigliches Amtégericht Erledigung. ie in Ne. 87 8 d 2738 1IV 1000 M der en-Sesellschaft ift ermittelt und wird dem Ver

Berlin, Ten 4 Juri 1502 Ï und Der Volizei-Vräfident. 1V. E. H) ), März 1549

zur Gebäude-

soll das in

Beidenweg Nt. 55 und Hübenerstraße 15, | belegene, im Grundbuche von Lichtenberg Band 32 | Blatt Nr. 1031, zur

| steigerungêvermerks auf den Namen des Kaufmanns |

| Carl Geride in Berlin eingetragene Grundstück am | 28, Juli 1902, Vormi

das unterzeichnete Gericht, Jüdenstraße 60, Ecd- acschoß, Limmer

Zeit der Eintragung des Ver- |

ungültig erflärt : verstcigert werden. Das Nt ögis, am 2. Juni 1902 der Gemarkung

[20594] Aufgebot.

die auf den Grundstücken

bene Post von 600 Thalern und Ausstattuna 10 Thalern) beantraat. Der

Abtheilung 87 b

Aufgebot. vor dem unterzeichneten Gerichte

Nakel, den 26. Mai 1902 L Königliches T) V Ÿ M M Ÿ

1) Lt G41 9) Nr 634. 21406] Aufgebot.

folgende, angeblih verloren

ter Generalversammlung | urfunden aufzeboten

je 2000 M, beantraat Utfunten wird aufgefordert

gebörigen Grundstucke Lapiscbfken Ba Abtheilung 111 unter Nr

Friedri Böbdnke in

fertiaung der März 1882:

t Ä S

nctariesl{in

Abth. 4

éingelragen auf dem den Pavloreeit*iden Peterétotf Band 1 Watt Ne. 16

« 1

des Neichs-Anz. vom 14. April 33. 02 geiperrte Aktie Ne. 76 124

17. März 1849 mit dem deim beigefügten

Ländlicher Vorschuß-Verein Krögis. Das von unserer Kassenstele Zehren ausgestellte | Spareinlagebuch Nr. 979, auf Paul Martin Gelb- | Vorm. ttagEs 10 Uhr, durch | haar in Althirs{stein lautend, wird bierdurch für

Die Direktion. Moriß Hörmann

Die evangelisde Schulgemeinde vertreten durch den Rechtsanwalt Brink in Nakel, bat das Aufgebot des Zweig-Hypotbekenbriefes über Walteröbhausen-Gut in Abth. 111 Nr. 2 für die Antragstellerin umgefcrie- 1800 „M (ursprünglich | babn - Gesellskaft von im Wertbe von Inbaber der Urkunde 1 wird aufgefordert, spätestens in deu | 17. Dezember 1902, Vormittags Zimmer Nr anberaumten Aufgcbotêtermine seine melden und die Urkunte vorlegen, widrigenfalls Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird

Amtsgericht.

Auf den Antrag der Grundstückseigenthümer werde

A H GCgANAngcn

a. der Hypothekenbrief? über 100 4, cingekragen zuf tein den Böttcher Franz Petereitshen Ebcleuten d 11 Blait Nr 31

Lapisbken, nebst ciner Aus

die Vvppothekenurkunde über 104 Tblr I an Zimmermann

Eheleuten gehörig

nter Nr. 2 füc die Geschwister Ferdinand Julins Damdurg-Amerika-Pactfabri- | uad Friedrich Wilhelm Mindt in Peterédorf, weld gebildet ift aus einer Ausfertigung | ¡

Nachdem an die in unserer Bekanntmahung vom 24 Februar 1902 (Nr. 101 des Leipziger

Nr. 49 des Deutschen Reichs - Anzeigers und Königlich

Preußischen Staats-Anzeigers) von uns als abhanden gekommen aufgerufenen Einlagebücher unserer nf Nr. 10746 A, lautend auf Frau Bertha Ziegenspeck, Leipzig, mit einem Bestande von & 199,05, Nr. 25 098 A., lautend auf Gottfried Zicgensveck, Leipzig, mit einem Bestande von K 205,90,

Ansprüche von irgend einer Seite niht erhoben worden sind, werden dieselben biermit für ungültig erklärt. Leipzig, den 2. Juni 1902.

Credit- & Spar - Bank.

Fable. ppa. Jungk.

Der Inhaber dieser Urkunden wird aufgefordert, spätestens im Aufgebotêtermine am 6. Oktober cr., 10 Uhr, scine Rechte bei dem unter- zeichneten Gerichte anzumelden und die Urkunden | vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der [21408] | Urkunden erfolgen wird | Wehlau, den 25. Mai 1902.

Könial. Amtsgericht

j

[21404] Aufgebot. in Lindenburg, | Zum Zwedle ter Verbreiteruna tes Bahnkörpers auf der Thbeilstrecke Geitelde—Thbiede der Braun s{hmeigisden Landes-Eisenbabn beiw. zu der besseren Uebersichtlichkcit deéselben sind im Wege der Zwangs- entciznung an die Braunschweigische Landes-Eisen- dem Klofter - Forstorte Sierferbolz, Forstamtébezirk Wolfenbüttel ) westlih der Bahn eine auf der Vermessunas auf den | hescbeiniaung mit ten Buchstaben a., b., e, a, um 10 Uhr, | scriebene Parzelle u 11 a 65 qm, und - 2) öftllih der Babn eine auf der Vermessungs- anzu» | bescheiniguag mit den Buchstaben d., o., f, g, h. d

dlr | umschrichene Parzelle wu 7 a 86

unter der Bedingung t

» in

M ete

abgetreten, daß für diese ins agciammt 19 a 51 qm großen Aläcwhea scwobl als für cinen östlich der Bahn befindlichen, auf der Ver messungébescheiniguna mit ten Bubllaben l, a., h, i, C. umschriebener, im Eigenthum des Klostergutes ver bleibenden Parzellenweg in der Größe von 4a 72 qm eine vom 6. Mäcz 1901 bis zum Zahlungstage mit jäbrlih 4 °/% zu verzinsende Grundentschädigung von 750 M für 25 a seitens der Eesellschaft an den Kl oster- und Studienfonds gezablt werte ur Aus jablung der 640,20 M betragenden Entschädigung ist Termia ver dem unterzeichneten Gerichte auf den 3. Oktober cr., Morgens 11 Uhr, anberaumt zu welchem die Personen, tenen eine Realberechtigung

obbezeiebneten Grundstückevarzellen webt. wre Geltendmachvng ibrer Arsprückte auf ctwa audin tablente Ents@ätigunadaelder bei Vermeidung des Auétschlusses biermit geladen werden

Wolfenbüttel, ten 29. Mai 1902 Herzogliches Amtsgericht (ati) Kein Veköffeatlicht: R. W

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