Wasser wird für bunt. poln. 75 — 76 Rthr., verlangt, wozu st in loco ziem
ble wird auf 43 —
b . 47 Rthlr. be is erer Fra
17 Mhlr: Preisstan Auf Lleferung war der Umsay bei seltenen Anerbietun-
er no g S ßten, pr. N
na 465
at zu fe vreishaltend , aber zu 44 —46 Rihlr, ohne wesentlichen
Umsaß. l j T us D M90 wurde stärker zugeführt und billiger erlassen, ia loco 2 t ref n im Frühjahr 48 pfd. 305 Rthlr. ; 50 pfd. 31 Rihlr,
mit Verkäufern.
other Kleesaat sind ein paar flcine Partieen fein zu 12 ide, 7 228 Ntblr. bande); míttel Waare 10 a 11 -Rihlr. nominell; ' e ganz vernachlässigt und zu 11 —14 Rthlr, nach Quali-
weiße dagegen tät Tergtbilth offerirt.
NRappsaat fand selbs zu ermäßigten Preisen wenig Abgang, und da der S. mit einigen Particen inzwischen abgelaufen war, Gefordert wird sür nicht shö- nen Rapps 75 — 77 Rthlr., für besseren 77 -— 78 Rthlr., und sür eine hier y Eine kleine Ladung
W, Rübsen, stark gemischt und nicht ohne Geruch, bedang 73 Nthlr. Besse- h S. Nübsen blieb ganz
die Liegezeit j mußten die Jnhaber damit zu Lager gehen.
bald eintrefsende Ladung vorjähr. Gewächs 83 Rthlr,
rer wird im Werthe von 75—77 Rthlr. gehalten. vernachlässigt, mit 62— 64 Rthlr. ist anzukommen,
Rüböl mußte in der ersten Hälfte dieser Woche bei hwacher Frage niedriger begeben werden, besserte sich aber später etwas und steht momen- tan in loco a Nov, /“Dez. auf 114 Nthlr, Br. und bezah!t, 11% Nihlr. ; Jan. /Mâärz 117, Nthlr, Br, 114 Rthlr, Gld,, März — Mai 11% Rthlr. Br. 117, Nthlr, Gld,
Geldz Dez. /Jan. 115 Rihlr. Br. und bezahlt ;
Leinöl loco 11 Rthlr, zu haben. Palmöl 135 Rthlr., Lieferung 13 Rthlr. Hanföl 16 Rihlr.
Mohnöl 22 Nthlr.
Südseethran 10 Nthlr.
Preise von Spiritus erfuhren in den leßten Tagen dieser Woche durch vermehrte Zufuhren und geringere Kauflust, nameiitlich für \{les, Rechnung, einen wesentlichen Rückgang und {lossen heute: loco ohne Fässer 25£—254 Rihlr. verkauft, Nov. /Dez, mit Fässer 255 Nthlr. Br., 25 Rihlr. Gld.z Jan. /Febr, 26 Rthlr, nominell, pr. Frühjahr 27 Rthlr, bez. Br.
und Geld,
Ueber Kartoffeln laufen mehr schlechte Berichte ein ; die Fäulniß dieser Frucht soll im bedenklichen Grade zunehmen, selbst in Gegenden, die bisher nicht klagten, doch scheint man darauf immer noch keinen besonderen Werth zu legen, und um so weniger, da von anderer Seite wieder Gegentheiliges
gemeldet wird,
Stettin , 20, Nov. (B. N.) Wochenbericht. immer i} von Ó
fer so schwa gefüllt damit, wie noch nie zuvor der Fall war. Fullbrand, wovon augenblicklih ein paar Ladungen an der Stadt sind, ist auch in bester Qualität ein wenig billiger, zu 84 Rthlr. unverst. gekauft, Für eine angekommene kleine Partie scott, dazu aber bis jet nicht erlassen. Von norweg. großen Vaar 'ist augenblicklich eine große Ladung von circa 1500 To, aus Bergen an der Stadt, woraus zu 5 Nthlr. unverst. erlassen Kleiner Vaar wurde in Auction bis 5 Nthlr, 42 Sgr. unverst, be- Norweg. Fetthering is, wenngleich theilweise etwas billiger gekauft, doch noch immer ziemlich hoch im Preise und in Auction, troydem neue 1000 To. davon so eben angekommen waren, noch zuleyt wieder bezahlt: Kaufmanns 95 a 10 Nthlr. 4 Sgr., groß mittel bis 8% Nthlr, mittel 7% Küsten unverändert 6% a 7
worauf ferner gehalten wird. Jhlen wurde 7% Rihlr. unverst. geboten
wird, zahlt.
Rthlr,, klein mittel 65 a 7 Rthlr, unverst, Rthlr, bei geringem Vorrath.
Seckanntmachungen.
[672] Ediftal-Vorladung, Folgende Verschollene : 1) Die unverehelihte Katharina Dutkiewicz, welche sich ungefähr 1776 von Znin entfernt; 2) der Maurergeselle Johann August Friß, welcher vor 20 Jahren die Ottorower Mühle verlassen ; 3) der Woycieh (George) Dziadek alias Gadek aus Macznik, welher im Jahre 1809 zum polnischen Militair ausgehoben worden ; 4) der Johaun Pfarr aus Neuteich, welcher im Jahre 1812 zum polnischen Militair genommen wordenz 5) der Stellmachergeselle Mathäus Lechowski aus Strzelno, welcher zuleßt vor 20 Jahren aus Wrzeszewo hinter Krakau Nachricht gegeben ; 6) der Viehhirte Martin Konieczka, welcher sich aus Lubin im Jahre 1828 entfernt hat z 7) ver Müllergeselle Wovcieh (George - Adalbert) Jankowski aus Sadowiec, welcher vor 18 Jahren sich zum Militair begeben;z 8) der Brauer und Brenner Casimir Henke, welcher ungefähr 1802 Kruszewo verlassen ; 9) der Zgnah Pigkosiewicz alias Pigtowski, welcher ch im Jahre 1826 aus Raszewo entfernt hatz 10) der Schuhmacher Jacob Piechocfi aus Trzemelane, welher um das Jahr 1806 zum französi]chen Mi- litair ausgehoben und in die Gegend von War- schau mar|@irt sein soll ; 11) der Windmühlen - Pächter Carl Schauer, welcher etwa in den Jahren 1810 bis 1814 von Gollaucz _ nah Polen verzogen z 12) der Florian Stanislaus Gerczynski aus Rosko, welher im Jahre 1831 ins polnische Militair eingetreten sein \oll z 413) die am 2, Oktober 1811 in Grodstwo bei Jno- Bes geborene Anna María oder Marianna S dhe: Mi e Honnatt oder Freymann genannt, Î haben g l Jahren nach Posen begeben 14) der Koch Andreas Dembicfi und dessen Bruder 15) Etn aud im Faun Dembicki, welcher von re iegs- dienste eáhidéns: 806 oder 1807 in Kriegs 16) der Joseph Kowalski aus Sehulit, welcher \sich im ‘Pbcs 1831 als Schiffsjunge Vat Pole be- , 17) der Tuchmacher Martin Zorn aus Nadolin, wel- her sich vor länger als 20 Ja L i entfernt Gu as 2 hren nach Polen 48) der Artillerist Johann hulz aus ; ungelöpr 1788 von da nàch C Die, bei Rogasen desertirt seîn soll ; 9) der Rod Roch Lisiecki alias Pozwiñski gus Gye- sen, w Ae im Jahre 1820 aus dem Posener Jg- quisitoriate entsprungen z 20)- dex Michael Streich aus Przyborowo, welcher im Zahre 1808 zum poluíshen Militair ausgehoben
worden z; 21) der Barbier Heinrih Wilhelm Henkel aus Schön- lanke, welcher sich von da 1826 entfernt hat;
für gelb. märk. 72—74 Rthlr. Weniges für dent Lokalbedarf nur langsam abgeht, da un-
sere Bäder ihre Ankäufe sehr beschränken. aufgeräumt.
chr geringfügig, wodurch die Preise etwas ov, 22 u ird A Rihlr. gefordert und nur geben geboten, pr. Frühjahr 8S2pfd. 48 Nthlr. einzeln zu bedingen, 485
ering erst äußerst wenig gelagert, und sind unsere Sellhäu-
2232
Das Disponi-
lr. verlangt.
16% — 15% Rthlr. unverst. erlassen.
verlangt. Talg unverändert. unverst. zu haben. Syrop auf Lief. 105 Rthlr. bez. Reis, namentlich karoliner,
nah Qual., tertía pee 9c a5 theils grob-, theils
auf 7% a 8 Nthlr. gehalten. Südfrüchte.
22 Rihlr. unverst. bez.
nicht in Nachtheil gekommen sind.
Spiritus, Hering. Noch
Schott.
Production zu verlieren.
Spiritus di
Fettwaaren. Rüböl is wieder etwas fester, in loco au gehalten, 10% Rthlr. geboten, pr, Dez, 11 Rthlr. bezahlt, pr. 115% Rihlr. bez. Leinöl 10% — 5 Rth 13% Nihlr. fest gehalten, auf Lief, zu 13 — 12% Rthlr. gekauft und zu 13 Gedörrter Rogg ebl gehalten, und auch frischer behauptet seinen ans noch zu haben. Für Kokusnußöl wird gept der hohe Preis von 30
d von 48—91 Rthlr., s{wimmende 8: pfd. ist mit | Rk Baumöl etwas billi
ger Ga und noch zu haben, für br, Leber Berger 195 Rihlr. , blanken 22 Rthlr,
Alkalien ohne wesentlihe Veränderung. loco auf 12 Rihlr. gehalten, auf Lief. 115 Rthlr. bezahlt, t Frage, calcion. 4% a X Rihlr, unverst, nah Stärke, krystall, 25 a 5 Rihlr,
Kaffee unverändert und ohue uennenswerthen Umsay, in loco ungemein fuapp, kölner ex Schiff 10% Rihlr, bezahlt,
hatte in dieser Woche mehrfache Frage aust worden. Nthlr. bez.
[einkörnig Patna ging zu 8% a 9 Rihlr, ab.
und ist nicht unbedeutend davon gek
und Java in ord. Gattungen wenig beachtet,
Nosinen fest; Cisme 75 Nthlr. unverst. bez. Für Ko- rinthen nah Qual. 9: a 11 Rthlr, unverst, gefordert,
Braunschweig , 17. Nov. Getraide. die Anfuhren ín diesem Monat, wie zu erwarten stand, vergrößert, indessen da Sachsen und Anhalt gern kausten und unsere Eisenbahu , stets benußt, gute Quantitäten fortschasste, haben wir uns noch vom Lager frei erhalten fönnen. Am vorigen Mittwoch wurde mit 62 Rthlr. bezahlt, am Freitag nur 60 Rthlr. geboten, auf die bessere englische und hamburger Post war S indessen am leßten Sonnabend wieder zu 62 Nthlr. volle Kauflust, Von Roggen nehmen die Anfuhren ebenfall lagern aufzukommen scheint, so muß sich der Werth so stellen, daß wir nach außen verkaufen können, was bisher noch mit 42 Rthlr, zu beschaffen stand. Gerste wird so viel zur Brenn- und Brauerei gebraucht, auch die Graupen- mühlen sind noch so angestrengt beschäftigt , nicht unter 37 Rthlr, zu kaufen war. und die preuß. Militair - Magazine viel geliefert, es haben auch ferner die Militair-Verwaltungen über den Preis allein zu bestimmen,
Von Kartoffeln, Zuckerrüben und Cichorien sind noch Klei- | gu Fl nigkeiten im Felde, indessen ist die Aerndte jebt als gesichert anzusehen und a A ärkere Nachtfröste bei der vielen Arbeit Die Kartoffeln haben einen sehr guten Ertrag, durchschnittlich- 5 Wspl. pr, Morgen gegebenz von kranken Knollen haben sich später immer weniger gezeigt gern große Quantitäten, ohne besondere Furcht vor Fäulniß zu zeigen. Das jetzt intcressanteste Geschäft is die Spiritusbren:1e-
3 zu, und da noch keine Neigung zu
sehr günstig gewesen, da wir dur st
rei, die mit einem außergewöhnlichen Nuyen betrieben wird. ( günstig, daß diesen Sommer noch auf vielen Domainen und Gütern neue Anlagen gemachr oder die vorhandenen Brennereien vergrößert sind , wo- durch denn aber auch die Production \o groß ist, daß bedeutendsten Zweige unserer Ausfuhr bildet, in vollem Betriebe, und einige der Landbrennereien, die noch nicht das ganze Futter verwenden fönnen , achten solches nicht, um nur keine Zeit in der Unsere meisten Anlagen beschassen 25 a 30 Oxh.
e Woche, die bei dem jeyigen Preis 400 Rthlr. für diese Zeit zurechnen, wobei denn das nicht zu benußende Futter auch kein Gegenstand zur Beach variirten wenig und richteten sich nacl neu is, daß Händler, die bis jeyt alle bezahlten, jet nur unter diesem Preise kaufen wollen. nah Westfalen und dem Rhein, weil auch dort die Brennerei zu Kartof- feln und Korn bei dem einladenden Nuyen in Betrieb gesegt is, und wenn bisher noch alle Jahre nah und über hier Beziehungen aus Sachsen und | Preußen für jene Gegenden gemacht sind, so wird der umgekchrte Fall ein-
der berliner Notirung, wobei nur das
11 Rihlr. ärz / Apr.
lr, zu haben, Palmöl in loco auf
ipoly 165 Rthlr., Malaga hran , Südsee zu 94 Rthlr. gekauft
Amerikan. Steinasche in Soda ohne
Karoliner 9% a 10 Rihlr, unbek, Preisen,
Eine Partie vou 500 B, Bengal Erstere Sorte nah Qual.
Mandeln, süße Pugl. Metalle.
Von Weizen haben st{ | „rg Ctr.
daß {were helle Waare noch
Hafer is zu 23 Nthlr, an unsere | 300 F. desgl,
, und die Brenner und Gärtner la-
Es ist schr
uh h in 14 Ba piritus einen der dant Bi
Die Brennereien sind jeht
e sich einen Brennnußen von tung is, Die Preise des Spiritus
Jahre noch über dem berliner Preis | worden. Es fehlt der Abzug fehlt,
Triest, 15. Nov. Weizen vom Schwarzen Meere zu 64 Fl., 3000 St, von der Donau zu 54—54 Fl., 700 Mischkorn von der Levante zu 55 Fl,, 19,700 St. Mais von der Donau zu 35—3ck F[,, 1800 St. desgl. auf Lieferung zu 35 Fl., 1000 St. ven der Levante zu 35 Fl,, 4000 S S Meere zu 45 Fl., 1000 Staja Gerste von der Levante zu 3% Fl., 2000 St, Hafer von der Levante zu 25—25 Fl, 800 St, desgl. zu unbek. Preisen, 300 St. banater zu 2% Fl, 1000 Bohnen von Aegypten auf Lieferung zu 4 Fl. , 500 St, Leinsaat von Messina und 300 Staja von Apulien zu g 2 p. Stajo. Bui *
aumwolle. Der Umsay betrug 1108 Ballen, nämlih: 4130 B, Mako zu 38 Fl., 30 Ballen levanter zu 28,-34 Fl., 382 B, u SOdts zu 28 Fl., 420 B, nordamerikanische zu 31—36 und 146 B, Surate zu
bis 16 Fl., 400 C
29 Fl., 18 Ballen w
Galacz, 1. Nov, Piaster höher als vorher, und zwar eine später sogar zu 117 P. bezahlt. war, so erfolgten seit zwei Tagen keine weiteren Abschlüsse, und die Besizer stimmten ihre Ansprüche wieder auf 113-—115 P. p. Kilo herab. haupt if es nach Ankunft der legten Post im Getraide - Geschäft stiller ge- Roggen isst jedoch auf 115 P. gestiegen und dürfte sich halten. Auch die Frachten steigen in dem Grade, als es an disponiblen Schiffen Der Cours isst im Fallen,
treten, daß wir bei unserer bedeutend vergrößerten Produc tion an Preußen uud Schlesien von unserem Spiritus abgeben werden, : Pes
Getraide. Die Verkäufe betrugen 1300 St
t. Roggen vom Schwarzen
Gummi. Abgeseßt wurden 283 Ctr, Suakim zu 22—24 Fl., 50 Ctr, feine Fabrifksorte zu 42 Fl., 80 Ctr. ord. Embavi zu 30—32 Fl, und 140 Ctr. ord. in Granis zu 16—20 Fl. p. Ctr,
Hanf. Man bezahlte für 200 Ballen ferrareser 16—165 Fl. p. Ctr,
Knopypern. Verkauft wurden 2840 Cir, von Anatolien und Smyrna zu 5—11 Fl, 1110 Ctr, vom Golf und der Morea zu 4{—5 Fl, uud 480 Ctr, von Caramauien zu 35 Fl. p. Etr. Verkauft: 500 K. Stahl zu 1500 Blócfe span. Blei zu 9 Fl, und 200 Ctr, Kupfer zu 47—54 Fl,
Oel. Unter den abgegangenen 2400 Ornen waren 1200 eßbares von Apulien zu 25— 254 Fl, 400 O, von den Abruzzen und Sicilien zu 24 Fl, 500 O. feines von Apulien zu 33 — 36 Fl,, 27% Fl. und 50 O, von Pirano zu 2835 Fl. per Orna. chwämme. 18 B. feine mit 160 Fl. per Ctr. bezahlt.
Seide. Es erhielten 3 B. vou Brussa- 6 Fl, per Pfund und 5 B, unbekannten Preis,
Südfrüchte, Es erhielten 500 Ctr, Johaunisbrot 45—5% Fl, 40 Fäßchen neue Datteln von Aegypten 15 — 18 Fl, , 800 Ctr, neue Feigen von Calamata 65 — 7 Fl. , 100 Fäßchen desgleichen von Apulien 55 Fl, von Dalmatien 5 Fl., 500 Schach. desgl. von Smyrna 9 tr, neue süße Mandeln von Apulien 314—-32 Fl., 350 F, neue rothe Rosinen von Smyrna 9£{—10 Fl, 120 F. desgl. von Stanchio , 300 Ctr. desgl. von Samos 5% Fl., 1200 Ctr. neue \hwarze 47 bis 42 Fl,, 700 Schachteln neue Sultan- 26—285 Fl., 800 Ctr. neue Ko- rinthen von der Morea 9—11 Fl, und 209 F. neue sicilianische Weinbee- ren 124 Fl. per Ctr.
Wolle und Haare. Verkauft wurden 25 B, weiße gewaschene- halb- feine Wolle von Scopia zu 35 Fl., 40 B, desgleihen von Serbien zu eiße gewaschene von Kahira in Sorten zu 20—22 Fl, 70 B. desgl. von Odessa und Taganrog zu 264 — 30 Fl., \shwarze gewaschene in Sorten zu 23 Fl,, Missolunghi zu 29 —30 Fl, und 100 B. desgl. von Bosnien zu 25—26 Fl,,
s rothe und schwarze gelöste Wickelwolle zu 49—58 Fl. und 10 B, Kameelhaar zu 45— 88 Fl. per Ctr,
250 O. von Dalmatien zu
Es wurden 310 B. Pferdeschwämme mit 41 Fl, und
35 B, grau- 30 B, weiße gewaschene von
Im Anfange der Woche wurde Mais um 5 artie zu 115 P. und ecíne andere Da dieser Aufschlag eben nicht motivirt
Neber-
ennen enn: ns
Al lge me iner Au z eige r.
22) die unverchelichte Marianna Stelter aus Schok- fen, welche sih seit etwa 20 Jahren von dort ent- fernt hat;
23) der Jakob Wilhelm Marohn ans Rupienice, wel- cher im Jahre 1806 zum preußischen Heere aus-
ehoben und in der Schlacht bei Eylau geblieben fein soll; imgleichen
24) dessen Bruder Christoph Marohn aus Nupienice, welcher mit den französischen Truppen nach Ruß- Fol marschirt und bei der Berezyna gefallen sein ouz
25) der Michael Klawitter aus Kolonie Sadtke, wel- cher sich im Jahre 1836 nah Modlin in Polen begeben ;
96) der Schlossergeselle Joseph Waldig aus Bromberg, welcher sich im Jahre 1818 auf die Wanderschast begeben, —
oder ihre Erben und Erbnehmer werden hierdurh auf-
gefordert, uns von ihrem Leben und Aufenthalte sofort
Nachricht zu geben, oder in dem am
24. Mai 18483, Vorm. 11 Uhr,
in unserem Justructions-Zimmcr vor dem Herrn Ober-
Landesgerichts - Rath Ulrici anberaumten Termine per-
sönlich oder durh einen Bevollmächtigten, wozu ihnen
die Justiz-Kommissarien, Landesgerichts-Rath Roquette,
A Schulz 1, und Justiz-Kommissarius
Schulz 11. vorgeschlagen werden, zu melden, widrigen-
falls fie für todt erklärt und ihr Vermögen ihren näch-
sten legitimirten Erben und Erbnehmern ausgeantwor- tet werden wird, Bromberg, 14. Juni 1847. Königl, Ober - Landesgericht, 1, Senat,
[975] A u §z u g
Alle diejenigen, welche an die von den Erben des Gottlieb von Usedom, weiland auf Freesen, an den Carl Heinrich Ewert unlängst verkauften, auf Rügen resp, im Treebner und Gingster Kirchspiele belegenen Güter Free- sen und Grosow neb} Pertinentien Kosel und Näse, Kolhof und Breen rechtsbegründete Forderungen und Ansprüche machen zu können vermeinen , werden zu de- ren Anmeldung und Beglaubigung in einem der folgen- den Termine : am 5. und 22. November, oder am 10, De-
zember d. Js,, Morgens 10 Uhr,
vor dem Königl. Hosfgerichte bei Vermeidung der am 40, Januar k, Js. zu erkennenden Präklusion, hiermit aufgefordert, Die vollständigen Ladungen sind den Stralsundischen Zeitungen inserirt.
Datum Greifswald, 5. Oktober 1847. Königl, Preuß. Hofgericht von Pommern und Rügen,
(L, S.) v, Klot.
[1099] Aachen-Mastrich ter Eisenbahu.
Auf den Grund des Artikels 13 der Gesellschasts- Statuten erlassen wir hiermit die Aufforderung, die an- geblih verlorenen Quittungsbogen über die erste und zweite Einzahlung auf die Actien Nr, 6839 bis 6841 einzuliefern oder die etwanigen Rechte daran geltend zu
machen, widrigenfalls die Amortisation derselben veran- laßt und nach Vorschrift des bezogenen Artikels an de- en Stelle andere Quittungsbogen ausgefertigt werden sollen. Aachen, den 18, November 1847, Da OiITTCciiO N der Aachen - Mastrichter Eisenbahn + Gesellschast,
Rheinische Eisenbahn- (07 Gesellschaft.
Die Juhaber von noch nicht vollstän- dig eingezahlten
Prioritäts- Actien
j unserer Gesellschaft wer- den hierdurch ausfgefor- dert, die
noch restirenden 20%
oder 50 Thlr, per Actie läugstens
bis zum 31. Dezember d. J.
entweder bei uns D N bei den Herren J. D. Herstatt E. Oppenheim jun. & Co. in Köln A, Schaaffhausen , J. H. Ste (8 Oeder & Co. N. Wergifosse (in Aathen, Mendelssohn & Co.- in Berlin einzuzahlen. Es sind darauf jedo die am 31, De- ember c. verfallenen ratirktichen Zinsen à 4% von den dereits geleisteten acht E mit 7 Thlr. 26 Sgr. 3 Pf. pro Actie in Anrehnung zu bringen, so daß nur 42 Thlr. 3 Sgr. A Pf. pro Actie noch zu zahlen sind. Die vorgenannten Banthäuser werden über die em- pfangenen Zahlungen Juterims - Quittungen ertheilen, welche demnächst gegen die von uns vollzogenen Prio:i- täts-Actien umgetauscht werden, Köln, den 18, November 1847, Die Virerti bli Hirte, Spez, Dir, Subst,
[891] Ediktal-Ladung
Der am 21, Oktober 1807 geborene, seit länger als 40 Jahren nachrichtlos abwesende Maurergesell Wil- helm August Wettich von jer wird andurch auf- gefordert, sich vor uns bis längstens
\ lich d E aua lich l itimirten Be persönlich oder durch einen geri egitimirten Ve- vollmächtigten, oder auf unzweifelhafte Weise \{riftlih u melden, um über sein Vermögen selbs verfügen zu önnen, widrigenfalls derselbe durch einen
den 27, Januar 1848
zu eröffnenden Bescheid für todt erklärt und sein Nach- aß nach erlangter Nechtekraft des Bescheides an seine Erben ohne Caution ausgeantwortet werden wird.
Zugleich werden alle diejenigen, welhe ein Erbrecht auf das Vermögen des Verschollenen zu haben vermei- uen, geladen, in dem anberzumten Anmeldungs - Ter- mine sich gehörig zu legitimiren und ihre Erbansprüche auf dèn Nachlaß des Verschollenen anzugeben, indem ausonst der Nachlaß in Gemäßheit des die Rechtskraft beschreitenden Erkenntnisses, ohne auf die Ausgebliebe- nen Nücfsicht zu nehmen, denen, welche ein Erbrecht be- scheinigt haben, ausgeantwortet werden wird,
Schwerstedt bei Weimar, den 20, September 1847,
Adelig Helldorffsches Pslegegeziont daselbst, Der. a}
[1096 b] p
Seit einiger Zeit sind in vielen Häusern auf den Fluren nnd Treppen die metallenen Arme der Gaslicht-Einrichtung gestoh- len worden. Die Gas-Association erlaubt s1ch deshalb die Herren Gaslich t-Konsumen- ten, in deren eigenem Interesse, hierauf aufmerk- san zu machen und zu bitten, ein wachsames Ange auf diese Arme zu haben, um sich vor Schaden zu sichern und wo möglich zur Ent- deckung der Thäter beizntragen.
Demjenigen, welcher die Thäter nachweist, s0 dass sie zur Bestrafung ge- zogen werden können, sichert die Gas- Association hiermit cinc Belohnung von Zehn Thalern zu und warnt zu- gleich vor dem Ankauf solcher gestohlenen Gegenstände.
Da es vorgekommen sein s0oll, dass die Ent- wender sich unter dem Vorwande, sie hätten an den Gaslicht- Einrichtuuxen cine Reparatur zu machen, in die Häuser eingeschlichen und darch dieses Vorgeben die VVirthe und Dienstboten getäuscht haben, um ihr Vorhaben auszuführen, 50 wird biermit wiederholt in Erinnerung ge- bracht, dass die Arbeiter, welche von der Gas- Anstalt abgeschickt werdeo, um Reparatnren und Gaslicht-Einrichtungen zun machen, für jeden cin- zelnen Fall, mit gestempelten Legttimations-Kar- ten versehen sind, die sie als Beweis 1hrer Be - fugniss, die Arbeiten an den Einrichtungen auszuführen, vorzeigen m sen.
Berlin, den 13. November 1847,
Die Gas-Ass0ociation.
[1039%] FIôtel des Princes
Place de la monnaie in Brüssel, neben dem Théâtre royal, gegenüber der Börse, in der Nähe der ersten Kaffeehäuser und der Briefpost.
—
Preis des Zimmers : 2 Franc pr. Tag, Mittagessen an der Table d’hôte 3 Franc,
Das Abonnement beträgt: 2 Rihlr. für 4 Iahr. 4 Rthlr. - # Iahr. 8 Kthlr. - 1 Iahr. in allen Theilen der Monarchie ohne Preis - Erhshung. Lei einzeinen ummern wird der Sogen mit 25 Sgr. berehuect.
Me 326.
Inhalt. Amtlicher Theil.
Inland. Berlin, Verordnungen des General-Post-Amts, — Rh ein- Provinz. Ehrenbecher für den Geheimen Kommerzien-Rath Diergardt. — Schreiben aus Halle. (Wohlthätigkeit.)
Deutsche Bundesstaaten. Königreih Bavern, Stände-Ver- handlungen. — Königreih Sachsen, Ankunft Jhrer Maijesräten des Königs und der Königin von Preußen in Dresden, — Königreich Württemberg, Ankunft des Herzogs von Leuchtenberg in Stuttgart, — Fürstenthum Schwarzburg- Sondershausen, Reform im Behördewesen.
Desterreichische Monarchie, Wien. Sammlung für den Bau der fatholischen Kirche in Leipzig. — Preßburg, Reichstags-Verhandlun- gen. :
Frankreich. Paris. Hofnachrichten. — Schreiben des Kaisers von Rußland an General Oudinot. — Schweizer Angelegenheiten, — Der i 4 rvót s mit England. — Freilassung des Fräulein vou Luzy. — Ver- mischtes.
Großbritanien und JFrlaud. London, Eröffnung des Parlaments, — Sprecherwahl im Unterhause, — Kabinetsrath. — Erzieher des Prin- zen von Wales. — Die Einkommen-Steuer, — Schreiben aus London, (Jrländische Zustände und die Meinung in England; Eröffnung des Parlamentsz Personal - Veränderungen in den höheren Aemtern.)
Belgien, Repräsentanten-Kammer. Fortsezung der Adreß - Dis- kussion, — Brüssel. Hof- Nachricht. ;
Schweiz. Kanton Bern: Der Konflikt mit dèm französischen Ge- sandten. — Schreiben Dufour's an einen polnischen Offizier, — Ver- mischtes, — Kanton Basel, Ankunft des französischen Gesand- ten, — Vermischtes, — Kanton Aargau. Zurückweisung eines lu- zerner Parlamentärs. — Kanton Tessin. Zurückfshlagung der Tessi- ner, — Kanton Waadt, Die Truppen in Aigle, — Kanton Fre i- burg, Belagerungszustand. — Proclamation der provisorischen Regie- E — Vermischtes, — Kanton Wallis, Staatsrath und Großer Rath.
Spanien. Madrid, Eröffnung der Cortes,
Griechenland. Athen. Erkrankung des Kultus-Ministers.
Hanvels- und Börsen-Nachrichten.
Granada, Andalusien, Malaga und Cadix.
Deilagr
Amtlicher Theil.
Des Königs Majestät haben bei Allerhöchstdero Anwesenheit in der Provinz Westfalen an Charakter =Erhöhungen zu verleihen ge- ruht : (
den Titel: Geheimer Regierungs-Rath dem Regierungs- und Baurath von Briesen zu Münster, den Titel: Geheimer Bergrath dem Ober-Bergrath und Bergamts-Direktor Heusler zu Siegen, den Titel: Rechnungsrath dem Provinzial-Steuer-Kassen-Rendanten Delius zu Münster, dem Kommunal-Steuer-Empfänger Roch oll zu Soest, dem Provinzial-Steuer-Secretair Salzer zu Münster, den Titel: Baurath dem Kanal-Juspektor Veltmann zu Münster, den Titel: Steuerrath dem Steuer-Empfänger Ehlert zu Siegen, dem Kataster-Juspektor Haerbeck zu Münster, dem Steuer-Cmpsänger Rave zu Ramsdorf, Kr. Borken, dem Steuer-Empfänger Schmeh zu Burgsteinfurt, dem Steuer-Empfänger Schmiß zu Bochum, dem Ober-Steuer=Inspektor Schniewind zu Lemgo, dem Ober=Steuer-Jnspektor Schulze zu Münster, den Titel: Bergrath dem Major und Bergamts=-As}essor Barth zu Essen, den Titel: Kanzleirath dem Ober=Bergamts=Secretair Heine zu Dortmund,
Preustl
llgemeine
den Titel: Kommerzien-Rath dem Kaufmann und Handels - Kammer - Präsidenten Harkort zu Harkorten, Kr. Hagen, : : dem Kaufmann M, Kleff zu Siegen, dem Kaufmaun Meese zu Tedlenburg, dem Fabrikbesißer Th omée zu Altena, dem Kaufmann Witte zu Jserlohn.
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht : Den Landgerichts - Assessor Weyers zu Aachen zum Stagts- Prokurator bei dem Landgerichte zu Kölu, und zwar bei dem Unter- suhungs-Amte in Bonn, zu ernenne.
Ihre Königl. Hoheit die Prinzessin von Oranien is über Hannover nah dem Haag abgereist,
__ Der bisherige Privat - Dozent, Dre, Budge in Bonn, is zum außerordentlichen Professor in der medizinishen Fakultät der Königli= hen Universität daselbst ernannt worden, |
Richtamtliher Theil. L A u),
L Berlin, 23, Nov, Das Amtsblatt des Königlichen Post- Departements enthält die Verordnung, betreffend die Verwendung der bei den Post - Anstalten vorräthigen alten Geldeinlieferungs -Schein- Formulare; desgleichen betreffend die Benußung des vierten Dampf- wagenzuges zwischen Görliß und Dresden zur Beförderung von Kor= respodenz nah und aus Sachsen ; desgleichen betreffend die Portofrei- heit der Paket-Sendungen der Königlichen Bank.
Dasselbe Blatt enthält ferner die Verfügung, betreffend die Fälle, in welchen die Prokura-Gebühren nicht getheilt werden; desgleichen betreffend das Verlag-Portowesen der Post-Verwaltungen und nicht Rechnung legenden Postämter; desgleihen betreffend die Bestellung von Geld=-Sendungen durch expresse Boten,
Rhein - Provinz. (Köln. Ztg.) Am 13ten d, übera brachte ein von eiuer großen Zahl Einwohner aus allen Klassen der Städte Gladbach, Rheydt, Vierssen, Dülken, Süchteln, Oden- kirchen, Wickrath und “anderen gewählte Deputation dem Geheimen Kommerzien-Rath Diergardt zu Vierssen ein werthvollss Ehrenge=- schenk, bestehend in einem von Hossauer in Berlin gefertigten Pract- Becher. Die Absicht, dem Herrn Diergardt ein bleibendes äußeres Zeichen der dankbaren Liebe seiner Mitbürger in diesem Werke dar- zubringen, findet sich auf demselben durch Zuschriften angegeben ; auf dem Deckel, welcher mit einem auf einem Felsen sißenden Adler ge- {chmüdt is, sind die Worte eingravirt: „Handelsgericht, Gewerb- geriht, Friedensgeriht, Haudels-Kammer, Appretur-Anstalt, Eisen- bahnen, Blinden-Anstalt, Krankenhaus, Sparkasse‘, und damit die Justitute und Unternehmungen angedeutet, deren Errichtung die Gegend entweder den eifrigen Bestrebungen des Herrn Diergardt hauptsächhlich verdankt, oder bei welchen derselbe mit gewohnter un- ermüdlicher Thätigkeit fortwährend wirkte. Auf deu drei Flächen des Bechers, welche dur völlig freistehende Figuren auf Konsolen in ausgezeichnet s{höner Arbeit, den Merkur, die Themis und die Minerva nebst ihren Attributen vorstellend, getrennt sind, befindet sich eingegraben auf der ersten die Juschrift: „Dem Königlichen Gehei= men Kommerzien - Rathe Herrn Friedrih Diergardt, Ritter 2c. zu Vierssen‘‘, auf der zweiten: „Dem unermüdlihen Förderer der vater- ländischen Judustrie“/, und auf der dritten: „Dem Wohlthäter der Gegend, dem Freunde der Arbeiter“, Daun folgen im Fuße des Bechers die Worte: „Von dankbaren Einwohnern des Gewerbe- Bezirkes Gladbach, ““
X Halle, 21. Nov. Das hiesige Patriotishe Wochen- blatt enthält in seiner neuesten Nummer vom 20sten d. M. den Rechenschafts-Bericht der städti)hen Deputation, welche es übernom- men hatte, während der überstandenen Theurung die Beschaffung wohlfeiler Lebensmittel zu besorgen und zur Abwehr wirklichen Man-
sche Zeitung.
Berlin, Mittwoch den 24e November
Alle Post - Anstalfen des In- und Auslandes nehmen Bestellung auf dieses Blatt an, für Berlin die Expedition der Alg. Preuß. Zeitung: Behren-Straße Ür. 67. Infertions-Gebühr für den Kaum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.
gels stets einen angemessenen Vorrath von Getraide bereit zu halten. Diese Rechnung, welche den zweiten Abschnitt der Thätigkeit dieser Deputation vom 15. April bis Ende Juli d. J. umfaßt, weist einen Umsaß von 341,584 Rthlr. 9 Sgr. 5 Pf. nah, welhe Summen theils aus dem Kämmerei-Vermögen, theils aus dem Geschenk der Sparkasse von 2000 Rthlr., theils aus den reichen Beiträgen, welche die Mildthätigkeit Einzelner gespendet hat, entnommen worden ist, „Erwägen wir nun““, heißt es in dem gemeinschaftlichen Berichte des Magistrats und der Stadtverordneten, „daß unseren unbemittelten Mitbürgern daher die speziell angeführten sehr bedeutenden Quan= titäten Reis, Kartoffeln und Brod um viel mehr als ein Drittheil unter dem damaligen Preise gewährt worden sind, und daß stets an- sehnlihe Getraide-Vorräthe zur Abwendung wirklihen Mangels be- reit gehalten wurden, so können wir der Stadt nur zu diesem gün- stigen Resultat, obschon dasselbe die Kämmerei {wer belastet, Glück wünschen“. Zugleich danken beide städtische Behörden auf das innigste den Bezirks - Vorstehern und allen sonst bei diesem Geschäste Bethei- ligten, eben so denjenigen Kaufleuten, die unaufgefordert vielfältigen und unentgeltlichen Beistand gewährten, vor Allen aber den neuen wadckeren Mitgliedern der städtischen Deputation, deren Umsicht, Ge- schäftskeuntniß, Ausdauer und mannigfache Aufopferungen] an Zeit und Mitteln das menschenfreundlihe Werk zu einem gesegneten Ende geleitet haben. Daß in diesem Zeuguiß die volle Wahrheit ausge=- \prochen worden is, weiß jeder hallische Bürger und erfennt darin eine hohe Bethätigung des echten Bürgersinnes, der im Krieg und im Frieden, wo nur immer Noth oder Gefahr drohte, das Eigen- thum der Stadt Halle gewesen ist,
Deutsche Bundesftaaten.
Königreich Bayern. (A. Z.) Jn der Sißung der Kam- mer der Abgeordneten am 17. November Abends is der Geseb-Ent- wurf über die Eisenbahn-Anleihe, in modisizirter Weise, mit 87 gegen 38 Stimmen angenommen, Sodann enthielten noh die nachstehen- den Wünsche und Anträge zu dem Geseh =- Entwurfe über die Eisen= bahn - Anleihe die Zustimmung der Kammer :
1) Es möge Se. Königl. Majestät in verfassung8mäßigem Wege gebeten werden+ die Revision des Eijenbahn-Svstems mit Rücksichtsnahme auf eine kürzeste Schienen - Verbindung von Nürnberg nach Pilsen und Böhmen anzuordnen, sodann die baldige Vorlage eines allgemeinen bayeri- schen Eisenbahn - Neyes und die dazu erforderlichen Erhebungen und techni- \{en Vorarbeiten anzubefehlen geruhen, endlih die bereits geseßlich fest-
estellten Eisenbahnen mit möglichster Beschleunigung der Vollendung zu- führen zu lassen, 2) Se. Majestät wolle Allergnädigst verfügen: daß bis zur Erlassung eines allgemeinen Geseßes über Ablösung der Do- minikalgefälle die dem Staate gehörenden ständigen und un- ständigen, grundgerichtszins- und zehentherrlihen Gefälle in Geld und in Getraide nah billigem Maßstabe ablösbar und die dafür eingehenden Summen dem Eisenbahnbau zuzuwenden seien, 3) Se. Ma- jestät seien allerehrfurchtsvollst zu bitten: gemessene Befehle zur Vermeidung alles Luxus bei den Kunstbauten, namentlich bei den sogenannten Hochbau- ten, zu ertheilen, dieselben vielmehr nur auf das dringendste Bedürfniß der Gegenwart zu beschränken und alle Kräfte auf die möglichst {nelle Vollen= dung und baldige Jnbetriebsezung kürzerer zusammenhängender Strecken zu verwenden. 4) Daß die Förmlichkeiten der Anlage von Geldern bei der Schuldentilgungs-Anstalt möglichst vereinfacht, die dadur nöthig werden- den Sendungen portofrei bewirkt und das Porto von Coupons der bayeri- chen Staatsschuld auf denselben Portosatz, wie jenes der Banknoten, herab- geseht werden möge, 5) Es wolle an Se. Königl. Majestät die allerehr- furchtsvollste Bitte gestellt werden : bei Realisirung des Anlehens zu 4 pCt, auch kleinere Partiaien, als bisher geschehen, und zwar bis herab auf den Betrag von 20 Fl, emittiren zu lassen. 6) Es möge Se. Majestät gebeten werden: die Schuldentilgungs-Kasse zu ermächtigen, auf Ansuchen der Spar- fassen statt der bisherigen 3{proz. Obligationen 4proz., nur im Wege der allgemeinen Verloosung oder nach einer sechs Monate vorausgegangenen Aufkündung von Seiten der Staatsschulden - Tilgungs - Kasse heimzahlbare Obligationen auszustellen,
Königreich Sachsen, Jhre Majestäten der König und die Königin von Preußen sind am 20. November Abends in Dres= den angekommen und in den für Allerhöchstdieselben bereit gehaltenen Zimmern im Königlichen Schlosse abgetreten,
Königreißh Württemberg. Se. Kaiserl. Hoheit der Herzog von Leuchteuberg is am 17. November in Stuttgart auge= fommen.
Fürstenthum Schwarzburg-Sondershausen. (D. A- Z.) Die totale Reform in der Organisation unserer Staatsbehörden
Granada, Andalusien, Malaga uud Cadix.
Zwei Jahre in Spanien und Portugal. Von Ernft Igillfkomm. 2 Bd. Leipzig bei Arnold, 1847. f
Nachdem wir das Publikum auf den ersten Band dieses sehr in- teressanten Reisewerkes ausmerksam gemacht haben, können wir niht umhin seine Theilnahme auch dem zweiten, der seinem Vorgänger ín keiner Hin- sicht nachsteht, zuzuwenden, Es herrscht in ihm dieselbe Frishe der Dar- stellung, dieselbe Fülle des Jnhalies, der dem Naturforscher und Ethno- graphen gleich wiclig ist, zumal der Verfasser Wege eingeschlagen hat, die bisher fein wissenschaftlicher Reisender zu betreten sich getraute.
Die Provinzen Granada und Andalusien, denen der zweite Band ge- widmet is, bieten, so nahe sie einander liegen, dennoch große Unterschiede in der Bevölkerung dar. Denn in Granada sind die Spuren der orienta- lischen Herrschaft noch bis auf diese Stunde, nicht blos in den Bauten, sondern auch in den Menschen, ihren Sitten und Dichtungen sichtbar. Der Bauer von Granada is bei aller Lebendigkeit viel ernster und {hweigsamer, als der Bewohner Andalusiens. Er antwortet kurz auf jede Frage und wird erst, wenn er volles Vertrauen gefaßt hat, in andalusischer Weise red- selig. Auf dem Gesicht der Alpujarresios zeigt sih derselbe stolze Erust, dieselbe forschende Unbeweglichkeit der Züge, durch die den Reisenden die Mauren in Gibraltar frappiren. Orientalish is auch die phantasievolle Ausdru{sweise des Granadiners , sein Glaube an geheimnißvolle Natur- fräfte und wunderbare Ereignisse, wie er sich bei den übrigen von Aber-
lauben durchaus freien Spaniern nicht findet, Dies zeigt sih weniger in einer alltäglichen Unterhaltung, als in seinen poetischen Jmprovisationen ín denen er alle seine Landsleute bei weitem übertrifft, Die Gewandtheit, mit welcher selbst die ungebildetsten Bauern ihre Sprache handhaben und {hre Gedanken in das beliebte Versmaß des Fandango bringen, die Zart- heit der Empfindung, die diese „Coplas“ athmen, die blumenreiche Sprache,
die Wahl der Bilder — Alles seßt in Erstaunen und erinnert an die glü- |
hende Phantasie der Orientalen.
Von diesem Jmprovisations-Talent theilt Willkomm eine Probe mit, |
deren Authentizität wir bezweifeln würden, wenn der Verfasser nicht in allem Vebrigen als ein sehr zuverlässiger Berichterstatter erschiene; ein lyrisches Gespräch nämlich, das zwischen seinem Bedienten Vicente und einem Bauern-
burschen Diego stattfand, der ihnen bei einer Wanderung im Gebirge als |
Führer diente, Als es bei der Heimkehr nichts mehr zu erklären gab, ver- trieb sih Diego , der aus dem Flecken la Puebla war, die Langeweile da- mit, daß er mit aller Kraft seiner Lungen die Melodie des Fandango an- stimmte und bald sich in einer improvisirten Copla an Vicente wendete, die folgendes Duett zwischen Beiden hervorrief, welhes Willkomm in der Eile
- blos stückweis aufzeichnen konnte und in der Uebersezung mittheilt:
Diego. Warum kamst Du, stattlicher Bursche, Jn die Lande der Monteras, Warum verließest Du die Sphären Des Vergnügens und der Wonne, Die die Büsche füllen der Alhambra ? Vicente, _ Weil ih folgen muß den Spuren Meines Herrn, Don Enrique, Der nach Puebla de Fadrique Sich begab, um dort zu sehen . Die schönen V der Sagra Sierra, iego. Und Du konntest ohne Grauen Deine liebe Gattin las Der Morgenröthe gleih an Schönheit, Nicht bewegte Dich ihr Weinen ? Oder ist nicht reizend Deine Herrin ?
E
Vicente. Ja, sie is noch mehr bezaubernd Als der Rose Duft im Frühling, Mehr jeßt möchte ih thr Lächeln, So verführerisch, genießen Als den rothen Wein von Caravaca.
Nachdem Vicente hierauf die ganze Reise von Granada aus in meh- reren Coplas erzählt hatte, fragte er Diego, ob er verheirathet sei. Dieser verneinte dies, erzählte jedo in einer neuen Copla, daß er eine Geliebte besie, die zwar arm, aber schön sei, und hier ergoß sich seine Phantasie unter Auderem in folgende Strophen , die er abwechselnd mit Vicente, der seinerseits die Reize seiner Frau schilderte, sang:
Diego. Jch habe Perlen und Diamanten, Ich habe Gold, ih habe Silber, Elfenbein und Goldgewebe, Von Allem habe ih Ueberfluß,
Wenn Du mich liebt, o Mädchen meiner Seele! Ach! Dein Granatenblüthenmund Js viel {chöner und viel süßer Als der frishe Thau des Morgens,
Der im Mai auf Lilien ruht.
Gewürze sind die Lüfte, die Du athmest! Wie der Blißstrahl aus dem Himmel Niederschmettert stolze Palmen,
So versengen Aller Herzen Deine glüh'nden Feuerblide, ;
Gesegnet seien Deine schönen Augen- Kann der Schnee auf dem Gebirge Kann er, frag? i, sich vergleichen