je Zabl der in demselben E Zas 663 auf 1147 und die Armen=-
desselben nicht mehr aufbringen können. aua hat sich seit vorigem Oktober von vermehrt, welhe gegenwärtig dort unterstüßt werden,
8420 auf 17,328 Pfd. Sk. : j s D aru bén Ministerium seit langer Zeit beabsihtigte Vereint-
i i i der Stempelabgaben na der beiden Einnahmestellen der Accise und e e binnen kurzem ins Leben treten. Es können durch diese Ver- einigung nit weniger als 800 Beamte in Wegfall kommen, die zu der bis jeßt von Lokalbeamten gegen eine Prozentabgabe besorgten Einsammlung der Abgaben der Einkommen- und Luxussteuern 2c, rwendet werden sollen. : Ö E A E “Der Rath des Königlichen Kollegiums der londoner Universität hat beschlossen, sofort Professoren der Kriegswissenschaften zu ernen- nen, um mit dem nächsten Jahr eine Klasse für militärischen Unter= richt zu eröffnen.
Belgien. Brüssel, 13. Nov. Nach dem vorliegenden ofsi- ziellen Berichte über die Geschäfte der Nationalbanken hatte die Zahl der in Umlauf geseßten Kassascheine, so wie der disfontirten Wechsel, vom 1. bis zum 10. November ziemlich bedeutend zugenommen, ein sicheres Zeichen, daß der Verkehr sih wieder zu beleben beginnt,
Dánemark. Kopenhagen, 11. Nov. Abends. (Börs. H.) Jn der gestrigen geheimen Reichstags-Sißung haben die gestern all- gemein verbreiteten Gerüchte von einem Sturz des Ministeriums (s. Preuß. St. Anz. Nr. 196) insofern eine offizielle Widerlegung erfahren, als die Minister auf die Juterpellationen Claussen?s („Ob das Ministerium seine Entlassung eingereiht?“ „Ob Se. Majestät dieselbe angenommen?“ „Und wem in diesem Falle die Bildung des neuen Ministeriums übertragen sei?) erklärt haben: „Das Ministe= rium bestehe noch, und seine Demission könne niht angenommen sein, da sie noch nicht eingereiht sei.“ Doch segt selbst ein ministerielles Organ, Fädrelan det, bei Mittheilung dieser Erklärung hinzu: „daß selbst, wenn der Minister-Präsident nidt bemerkt hätte, „„,„„daß er nicht über etwanige Unterhandlungen berihten fönne,‘'“' so zeigte
doch die sichtlihe Anstrengung, welhe dem Minister seine Antwort fostete, daß, wenn die Krisis auch noch nicht formell eingetreten, ste
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B bas e _—
Wechsel - Course.
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j | Brief. | Geld. | 1433 A ZE
150%
| Kurz | — | 2 Bit. |= | Kurz e | 2 31. — 1503 | 3 Wi. — 6 2653 | 81/2 e 150 F1. | 2 Mt. 927 —- 100 Q — 1015 10 Thile. | 2/23 9% 99x & Tage S9 | — Nt. pan | 9% ZML |— [56 20 Wockeu | 70 Dk | -—
Amsterdau »- » «« 0 ¿co 00 FL do. E Hamburg E i N s nact n ariÓs dip pee o. e: 00 DIK. L Tot. | 300Fr. | 2241. Wien in 20 =&r..... Augsburz Breslau Leipzig in Courant im 14 Thlr. Fuxs.. 100 Thie, 7 Fraukfurt a. M. südd. W
Petorébur& «ees vet codcdeusiciceeee 100 SBbI. | 3
Inländische Fonds, Pfandbrief-, #Konmunal- Papiere und Geld - Course.
Geld. | Gen: Creld. | Gem. | e 89%
G / ¡Zf.| Brief.
1| 2E
St. Sehuld-Sch. [32 752 —
;| / Kur-u.Nm.PCbr. 37 | / 91% |
Sechles1sehe do. [35 j do. Lt. B. gar. âdo.135 i Pr. Bk-Antb.-Sch'—
Seeh. Präm. Sch,|—| — Berl. Stadt-Obl. 3{| — Westpr. Píandbr. 35} lis Z
Der Reinerirag wird nach erfolgter Bekanntm,
atl K.u.Nm. Schuldv, 37 _— Ri Gros83b.Poson do. 4| 95 Á | | ZL j Fredrichsd’or. | Aud.Qeldm.àGth./- _/
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do. do. C Osipr. Pfandbr. Pomm. da, Bl i Disconto.
Ausländische Fonds.
Russ Hamb.Cert | 5 | — j de.beiHope3. 4-S-| | 00. - do: 1. Anl.) | u | do. Stiegl. 2. 4.A.|4| | 5. A.
j S j j Pola, neue Pfdbr. 4 |
j lo. Part. 509 FI,
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do. do. do.Staats-Fr. Anl.
do. v. Rtbsoh.Lst. | 4 l Ffoll. 2 Í A) Int
do.Poln.SchatzO.' 4 | 608 | 655 | Kurh.Pr.G. 40 tb. !'— î
1
do. do. Cert. L.A.' 5 | Sardin, do. 36 Pre do.do.L.B.200FI. — H I Bad. do. 35 Wr
Fol a Fbr C4] — | 905
Die Notirungen haben sich heute fast ganz auf ihrem gestrigen Standpunkt behauptet,
und Pfandbrief-Effekten höher tezahlt und gesucht.
Auswärtige IZörferu.
Breslau, 15. Nov. Holl. und Kaiserl. Dukaten 96% Br, Friedrichêd'or 113; Gld. Louisd?or 113 Gld. Poln. Papiergeld 93% bez, Oefterr. Banknoten 93; Br. Staats-SchGuldscheine 73% bez, Seehandlungs - Prämien- Scheine a 59 Rth!r. 92 Br. Pos. Pfand- Dee A010 V0 D), Do, 259105 7/15 Dr, 2 Ob, Sles, DIanbbr, O S5 a 4 V), do Lit. B, 4yros, 91 bez. u, O, D O Sl Br
: Polnische Pfau®briese alte 4 proz. 89; G'd., do. neue 4 proz, 89s Old, , do. Partial - Loose a 300 Fl. 94 Gld., do, a 500 Fl, 66 Gld, Russ. poln. Schag-Oblig. a 4 % 645 Gld. Â Actien, versie, Titt, A. 88 Br. do, Lit, B, 88 Br, Breslau «Schweidn. - Freib, 85; Br. Niederschl. - Märk. 67 Br., ias) DL OR N n 11, 89 Br, ODst- Rhein. (Köln- ‘4 108 . eilje-Brieg 36; Gld. K - Ober i. A S. Wilhelms -Rordbahn M H Hld, Krakau-Oberschles, 40 . Leipzig, 15. Nov. L, Dr. Part. Oblig. 97 Br. Lei B. A. 144 Br, A C T Be Süd Md a E do. Stles. 735 Br, Chemub-Riefa 25 Br. Whbar:-Zittzu 20 Br. Magdeb.-Leipz. 163 Br. Berl. änh. A, 78 Br., bo, ß, 771 Br. Altona-Kiel 87 Br. Deß. B. A. 90 Br. Preuß. B. A. 842 Br. Frankfurt a. M., 14. Nov. Für mehrere Fonds und Ei- {enbahn =- Actien her:schte an heutiger Börse eine flaue Stimmung Vzarzüglich in Oesterr. Gattungen Friedr, Wilh. Nordkahn und Bex- bacher fanden verschiedene Verkäufe zu rükgängigen Preisen statt Auch wurden die 3 proz. inländ, Spanier, bad, und karhe}. Loofe un- ter der gestrigen Notirung abgegeben, Jn allen übrigen Fonds war
j j j | j | | | Hamb. Feuor-Cas.!:3-7 - - | j | il j 1 | |
fein Umsas, blieben zum Theil etwas flauer. Die wiener Post vom 10ten d, M. war bis am Schluß der Börse noch nit eingetroffen. 5proz. Met. 68. 67%. Bank - Actien 1112, 1106, Baden 50 Fl. L. 445. 447, to, 36 Fl. L. 254. 25L+ Hessen. 25. 245. Darmst, 50 Fl, L. 60. 59%, do. 25 Fl. L, 205 G. Sard. 254. 25. Span. 3 proz. 17. 174, Poln. 300 Fl, L. 92% G, do, 500 Fl. L, 67, 665. Friedrih = Wilh. - Nordbahn A. AUR. Bexbach 631. 034, Köln - Minden 743. 74: Hamburg, 14. Nov. E. R, 964 Br, 964 G, Dän, 62 Br,
34proz. p. C. 755 Br., 75% O. Ard, 87 Br., 3proz. 16%
1062
do vor der Thür sei,“ Der Reichstag hat jede Ausseßung_ seiner Sigungen abgelehnt und wird Montag eine (öffentliche) Sißung en um so {nell als möglich von dem, was vorgeht, unterrichtet zu sein.
An das. Lan b. :
Die Krone hat die National-Versammlung bis zum 27sten d. M. vertagt und nah Brandenburg einberufen aus Gründen, deren Ge- wicht in einer Reihe von Thatsachen seit dem Mai bis zum 31. Okf- tober der Nation zur Beurtheilung vorliegt. Die Majorität der National=Versammlung bestreitet die Befugniß zu jenem Schritte, glaubt die Volksfreiheiten gefährdet und seßt ihre Berathung fort. Von Seiten der Regierung sind dagegen außerordentlihe Schritte geschehen, und ein ungebeurer Riß ist entstanden, welcher das Glü und die Ruhe der Nation zu vershlingen droht, sogar den Umsturz des theueren Vaterlandes herbeiführen fann.
Jn dieser inhalts{chweren Zeit fühlen wir, die wir uns den wei- teren Berathungen entzogen, das Bedürfniß und die Pflicht, dem Lande gegenüber die Beweggründe unseres Verhaltens ofen dar- zulegen.
Auch wir sind unabhängige, freie Söhne des großen Vaterlan- desz auch wir streben, dessen Freiheit und Wohlfahrt nach Kräften zu fördern, wenngleih in anderer Richtung und Weise. Manche der Unsrigen haben die großen Schlachten der Freiheit geshlagen, Andere sich auf den Bahnen der Wissenschaft, des Rechts, des Staatsdien- stes und des freien Bürgerlebens bewegt, und trauen uns cin Urtheil zu über das, was Noth thut, Wir buhlen niht um die Gunst der Menge, sondern streben nah dem Beifall der Edlen im Volke. Weise Mäßigung ist die höchste Tugend in Zeiten großer politischer Stürme, und in diesem Sinne haben wir gehandelt, um das Vertrauen unse- rer Wähler zu rechtfertigen.
Wer das Recht der Krone bestreiten wollte, der konnte sein Urtheil über die Frage der Kompetenz bis zum 27sten vertagen, wo ihm die unbestrittene geseßlihe Erörterung zusteht, Wir würden die Ehre und das Recht für gewahrt erahtet haben, wenn die Majori- tät bei abweichender Ansicht protestirt und sich selbst vertagt hätte.
Nicht durch aufregende Selbsthülfe sehen wir das Wohl des Landes gefördert.
Wir leben der Ueberzeugung, daß die wahre Freiheit sich selbst und die rohe Gewalt ohne Blut besiegt, daß die große geistige Revolution ohne Auflehnung gegen Geseß und Ordnung am sicher= sten gelingt.
Wer das Vaterland aufrichtig liebt, denkt nicht an sich, und allen seinen Freunden empfehlen wir Eintracht und Treue zur Stunde der Gefahr. B i
Entbrennt die Zwictracht troß unseren heißesten Wünschen, so stehen und fallen wir mit der conftitutionellen Monarchie.
Danach if ‘unser Thun zu beurtheilen.
Gott erhalte den constitutionellen König und das theuere Vater=- land! :
Berlin, am 14. November 1848,
Der gewählte Ausshuß der Rechten und des rechten Centrums der National - Versammlung, Baumstark. Ostermann. Dose,
Bis zum 15. November PViêittags waren an der asiatishen Cholera als erfranft angemeldet 2399 Personen, Zugang von gestern bis heute Mittag 2, Zusammen 2401, Davon sind gesiorben 1563, geuesen 731, in ärztliher Behandlung 107. Summa 2401.
Berlin, 16. November 1848.
Königliches Polizei-Präsidium. On lici
Freitag, 17. Jm Opernhause. Vorstellung: Die Sylphide, Baliet in 2 Abth, (Fräul. Lucile Grahn : Die Sylphide.) Vorher: ist’ der beste, Lustspiel in 4 Aft, von Koßebue.
Wegen Unpäßlichkeit d«s Herrn Hendrichs Badekuren, niht gegeben werden.
Üonigsftadtisczes Theater.
Freitag, 17. Nov. Der Talisman. Posse
Z Akten, von J. Nestroy.
Harkort. Walter, . Muller.
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Abonnements-
Vh. Taglioni. gerade Weg 6 Uhr.
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Nov.
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mit Gesana 11!
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iner Börse rom 16. November.
Eisenbahn -M ctc tine
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Stamm - Actien. ÆMapital.
Tages - Cours
Büörsen-Zins-
Rechnung.
in der dazu bestimmten Rutrik ausgefüllt. Die mit 34 pCt. bez. Actien sind y. Staat gar.
Rein-Ertrag 1847.
Berl. Anhalt Lit. A B. do. Hamburg do. Stettin -Starg.. do. Potsd.-Magd... Magd.-Halberstadt do, Leipziger ....- Halle-Thüringer Co MIDUen: . „eas A0; Aachen ave Bonn- Cöln e Düsseld. Elterfeld Steele - Vohwinkel... Niederschl. Märkisch. do. Zweigbahn OBOrSeI I A do. M B, Cosel - Oderberg Breslau - Freiburg .…. Krakau - Oberschl....
3,500,000 8,000,002 4,824,000 4,000,000 1,700,000 2,300,000 9,000,009 12,967,500 4,500,000 1,051,200 1,400,000 1,300,000 9,950,000 1,500,000 2,253,100 2,400,000 | 1,200,000 | 1,700,000 1,600,000 4,000,000 5,000,000 1,100,000
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Berg. -Närk, «.. Stargard -Posen ..... Brieg - Neisse
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@Quiitungs- Bogen. Berl. Anhalt. Lit. B. Magdeb.-Wittenb.... Aachen-Mastricht .…. Thür. Verbind.-Bahn Ausl. Quittungsbog. Aer 0: 200, griedr. Wilh.-Nordh.
S 2,500,000 | 4 99 4,500,000 | 60 2,750,000 | 4 | 30 5,600,000 | 4 20
18,000,000 | 4 | 90
| 8,000,000 | 4 | 90| 38
Schluss - Course von Cöln -Minden 747 G
Bergedorf 64 Br. Altona-Kiel 865 Br., R. Neum. 88 Br. Medlenburg 325
Vr, Hamb-Berl.-62 By. 86 O. Ol, Elmsh. 25 Br. Bi, 32 O.
Weh sel. Paris 188/ G. Petersburg 337 G. London 13 . 85 G. Amsterdam 35.60 G. Frankf. 895 G. Wien 1645 G, Bres- lau 1525 O, Louisd’or 11.35 O.
Fonds und Actien bei geringem Umsaß fest.
Oie 159 N Quo) 42710 42,40 41/95 42,10. O G 00 O4 70 04.15 04/0. Neue do, 64. 50 Belg, v C O O Piemont 800, Brüssel 645, Bers, r. U; 102.00, 100 O2 20 O U O Ciraßburg 75, Novobayn 345, 041, 25
On, 15 O So Co v, C. u O7 0104, C05, Ard, 112. Mex, 215, 2+
Engl. Fonds blieben fest; von fremden waren Mex. etwas flauer. Eisenbahn-Actien im Allgemeinen fest.
Amsterdam, 13. Nov, Für die meisten Gattungen holl. Fonds zeigten sich heute verschiedene Käufer; die Preise waren dadurch etwas angenehmer. — Span. unverändert, Port, etwas niedriger. Von den übrigen fremden Fonds ist nihts Besonderes zu bemerken, Mex, 20, 195. Peru 20:7, 20.
Holl, Zntear, 445, . 3yyoz, neue 534, 7, 4yroz, ojtindo. 5. Span. Ard. 85. Port, 4proz. 24%, %Æ. Russen alte 98. Stiègl: 765, Desk Met, 5proz. 662: 2% proz.
S S0
69%, 4 proz. 77%. 342%, % Wechsel. Paris 564." Wien 31%. 2M: 11,95, l: S. 12; Hamblirg 34%.
Frankfurt 985, London Petersburg 183 G,
Markt - Berichte. Berliner Getraideberiht vom 16. November, Am heutigen Markt waren die Preise wie folgt: Weizen nah Qualität 58—62 Rthlr. Roggen loco 28—3() Rthlr. » S82pfd, p. Nov,, Nov. /Dez. 28 Rihlr. Br., 37% verfauft,
p+ Frühjahr 31 Rthlr, Br,, 305 G,
und die Stimmung an der Börse war nicht ungünstiger, als gestern. Staats
“U S d 7 Priorifäts - Actien. |Kapitaî.| Süimmtliche Prioritäts-Actien werden durch | e: jährliche Verloosung a 100 pCt. amortis, |
| | j
Berl.-Anhalt do. Hamburg do. Potsd..Magd... 37,200 do. do. 2800| do. Stettiner. ...... | 800,000| Magdeb.-Leipziger .… (1,788,000! 4 | Halle - Thüringer .….. [4,000,009] 42 | Cöln - Minden |3,674,506| 42 | Rhein. v. Staat gar... |1,217,000 dO, 41. PHONtat... |2/487,250 do. Stamm-Prior... [1,250,004 Düsseldorf-Elberfeld. | 1,900,000 Niederschl. Märkisch. |4,175,006| do. do. [3,500,900 | ¿o. 1IlI. Serie. |2,300,900| do. Zweigbahn | 252,003, do. do. | 248,000| Oberschlesische ….... 1,276,600! Cosel - Oderberg | 250,000 | Steele - Vohwinkel... | 325,060 Breslau - Freibuxg . 400,000 S |
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Aus. Stamm- Act.
Dresden-Görlitz .. 6,000,000| 4 Leipzig-Dresden 4,500,000] 4 { É
Ludw.-Bexbach 24FI. [9,525,090] |
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t Sächsisch-Bayerische |6,606,090| | 2 | Kiel - Altona... Sp. |2,059,000| 4 | Amsterd.-Rotterd. Fl. |6,500,900| 4 | | Mecklenburger Thlr. |4,3060, 9 4 | —| | |
Anthe«ilen 842 bz u. G.
von Preussischen Bank - Z
V8 1 A. PEVESIRET ANR, AE C“ E I U E MORGA TRZA Ver
Schuldscheine fest, Kommunal-
Gerste, große, loco 26—27 Rthlr, » fleine 24—25 Rthlr. Hafer loco nach Qualität 17—18 Rthlr. » p, Frühjahr 48 pfd. 17 Rthlr. Erbsen, Kochwaare 36—40 Rthblr » FHutterwaare 34—36 Rtÿ Rapps ) Winter-Rübsen ) S Rübsen 68 Rtblr.
(0 à 74 Mr. Sommer-= Leinsaat 50 a 48 Rtblr. RNübol loco 112 Rihlr, bez. u, Br. » Nov, / Dez, dito. Dez. 115 Rthlr. bezahlt. De Zan U N, Bi, 11, 83. Jan. /Febr., 1172 a 115 Nthlr, Febr. /März dito, März /April 115 a 11% Rthlr. April /Mai dito, Leinö! l2co 95 Rthlr,, Lieferung 95. Mohnöl 175 Rthlr., Lief. 17. Hanföl 15 Rthlr., Lief. 135. Palmöl! 133—§% Rthlr., Lief. 135. Südsee- Thran 10 Rthlr., Lief. 9%. _ Spiritus loco ohne Faß 164 Rthblr., mit Faß 16 verk. » y, Nov. /Dez. 16 Rthlr. Br., 15% G, » p, Frühjahr 17% Rthlr. bez.
U B" E A D R 2B BNCG E: A R 4 A8 BDB A L VC 1 Ei A
Mit der heutigen Nummer des Staat s-Anzei-
ers wird Bogen 306 der Verhandlungen zur Ber-
einbarung der Preuß. Berfassung ausgegeben, die
Fortsetzung des seit längerer zeit zur Oruerei be- förderten Verzeichnisses der Petitionen enthaltend.
Druck und Verlag der Deckerschen Geheimen Obex-Hofbuchdruckerei,
Das Abonnement beträgt: 2 Rthlr. für { Jahr. 4 Nthlr. - £ Jahr; , 8 Nthlr. - 1 Jahr. In allen Theilen der Monarchie ohne Preis - Erhöhung. Bei einzelnen Nummern wird der Bogen mit 2% Sgr. berechnet.
E
Le 198,
Inhalt. Anitlicher Theil. Deflt\cchland,; Preußen. Berlin. Zur Berichtigung. — Die Krone und die National- Versammlung. — Die Steuerverweigerung. Desterreich. Wien, Erklärung wegen der Hinrichtungen, — Der Erlaß wegen Verlängerung der Reichstags-Prorogation, Bayern. München. Auflösung der Abgcordneten-Kammer. Mecklenburg-Schwerin. Schwerin, Stände-Verhandlungen,
L Ausland.
Frankreich. National-Versammlung. Das Unterrichts - Budget. — Marrast wieder zum Präsidenten gewählt, — Paris, Bruch in der Partei der Rue de Poitiers.
Großbritanien und Jrland. London. Lord J, Russell. — Die Familie Ludwig Philipp's, — Nachrichten aus Irland. — Vermischtes.
Börsen: und Handels-Nachrichten. E
Beilage.
Amtlicher Theil.
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht :
Dem Polizei» Präsidenten von Bardeleben zu Berlin unter Entbindung von seinem bisherigen Amt die kommissarishe Verwaltung der erledigten Regierungs - Präsidentenstelle zu Arnsberg zu übertra= gen und dagegen den bisherigen Ober-Regierungs-Rath v-on H in ckel- dey zum Polizei-Präsidenten von Berlin zu ernennen.
Jn der Spenerschen Zeitung vom 16ten d. M. findet sich die Nathricht, der Senat der hiesigen Universität habe Tages vorher über die Schließung derselben berathen, in der heutigen Nummer dieses Blattes die andere, die Behörde habe beschlossen, die Univer- sität vorläufig nicht zu schließen, Beide Nachrichten werden hierdurch für Unwahrheit erklärt.
Berlin, den 17, November 1848.
Der Rektor der Friedrich - Wilhelms - Universität. Nit \ch.
Die Königliche General - Direction der Seehandlungs - Sozietät hat uns ermächtigt, die in der diesjährigen 16ten Ziehurg ausge= loosten 1@,SOO Seehandlungs-Prämien-Scheine, welhe am 15, Ja= nuar 1849 mit HO Rthlr. pro Schein zahlbar sind, {on von heute ab bis zum Schlusse dieses Jahres, in den Vormittags-Stunden von 9 bis 1 Uhr, gegen Vergütigung von 35 pCt. Zinsen pro anno, einzu- lösen, wovon wir das betheiligte Publikum hierdurch in Kennt- niß seben.
Berlin, den 18, November 1848, .
Haupt-Seehandlungs-Kasse.
_ Abgereist: Se, Excellenz der Wirkliche Geheime Rath, Graf von Renard, nah Dresden.
Uichtamtlicher Theil. Deutschland.
Preußen. Berlin, 17. Noo. Se, Majestät der König haben dem Major Deet, aggregirt der 3ten Artillerie-Brigade und fommandirt zur Dienstleistung im Reichsministerium des Krieges zu Frankfurt a. M., Allergnädigst zu gestatten gerubt, die ihm verliehe= nen Ritterkreuze des Königl. hannoverschen Guelphen-, des Kurfürstl. hessishen Löwen=- und des Großherzogl, badenshen zähringer Löwen= Ordens anlegen zu dürfen.
Berlin, 17. Nov. Es is in mehrere Zeitungen das Gerücht übergegangen, daß der Königl. großbritanishe Gesandte Lord West= moreland und der Gesandte der französischen Republik, Herr Arago, bei Gelegenheit der Verlegung der Versammlung sih nach Potsdam begeben und dem König dies Verfahren widerratyen hätten. Wir sind ermächtigt, dies Gerücht auf das positivste als eine ganz leere Erfindung zu bezeichnen.
Berlin, 17, Nov.*) Wenn noch immer Stimmen und Anträge \aut werden, welche eine Vermittelung zwischen Krone und National-Versammlung in dem gegenwärtigen Zerwürsniß als möglich nnd nothwendig darstellen, \o wird man sih über Ziel und Absicht dieser Wünsche auf allen Seiten klar werden müssen, um nicht die endlihe Wiederherstellung fester Rechtszustände für unseren Staat dur fernere Jllusionen hinzuhalten. Daß diese Erwäguxg auf Seiten der Krone und ihrer Räthe aus treuem Herzen für das Wohl des Landes angestellt worden, und daß dabei nichts Anderes maßge- bend gewesen, als das Bewußtsein der Jahrhundertelangen unzertrennlichen Vereinigung und Verknüpfung, welche zwischen dem Theil des preußischen Volfes und der Ehre seines Königshauses bestanden, werden die fer- neren Entrollungen der großen Katastrophe, in der wir stehen, un- zweideutig lehren. Man spricht von einer Vermittelung, und sogar von der Rechtsnothwendigkeit für die Krone, den Wünschen der National - Versammlung , oder vielmehr der in heraus-
*) Indem wir die hier folgenden Artikel abdrucken, ergreifen wir die Gelegenheit, zu bemerken, daß die in dem nichtamtlichen Theile unseres Blaites aufgenommenen Artifel auch nur als nichtamtliche betrachtet sein me, ae a ihre e eue zum Theil nur die Folge der Weigerung nderer hiesigen Zeitungen 1, welche dergleichen Artikel jeßt überhaupt ni abdrucken wollen, s : : e deln eta t
Alle Post-Anstalten des JYn- und Auslandes nehmen Bestellung auf dieses Blatt an, für Berlin die EŒExpedition des Preuß. Staats=- Anzeigers : Behren-Straße Ur. 57.
1848.
U S S A E O L E L R E A k E Se { BRER E IIERI C E IES E T E / L H O: i R U ED E A Phi I E Af 1E Ti C Ey E R EAEC A
derselben, der Krone feine Dif- eine Rechts- Die von
fordernder Position hier aufgestellten Bestandtheile nachzukommen. Man vergißt, daß es sich zwischen und der National - Versammlung bisher noch um ferenz gehandelt hat, die in der That als frage angesehen und entschieden werden könnte. der bisherigen National - Versammlung legal berathenen und der Krone zur Erklärung vorgelegten Geseße wurden theils \o- fort vollzogen und zur Gesehesfraft erhoben, theils, wo der Regie- rung formelle Bedenken sich aufdrängten, zur weiteren Vereinbarung an die Versammlung zurückgegeben, welcher leßtere Fall bisher nur einmal, hinsihtlich der Fassung des Geseßes über die Todesstrafe, eingetreten war. Es wird der Regierung zugestanden werden müssen, daß sie sich lange Zeit eine unendliche Mühe gegeben, nichts weiter zu sehen, als nur eine friedliche, der Würde und Civilisziion unseres Staats entsprehende Abwickelung der großen Geschäfte, welche dieser Versamm- lung durch den Willen des Volkes, aker auch dur den Willen der Krone übertragen worden. Wenn aber die aufrichtige Absicht der Regierung, nur den Kern der Dinge im Auge zu behalten und die Bei= mishung von Tagesleidenshast und Verblendung so lange als möglih niht zu sehen, wenn diese Absicht ncht endlih als cine dem ganzen Lande verderblihe Schwäche erscheinen sollte, \o mußte es nah langem Zögern doch als eine Thatsache aufgenommen werden: daß die Anarchie der Hauptstadt sich gerade an die Schritte der National - Versammlung geheftet habe! Die Vermittelung zwischen Krone und National - Versammlung wurde hier {hon er- griffen, und da die Regierung keine andere Absicht hegte, als die Versammlung rein und frei nah ihrer prinzipiellen Stellung auh ferner gewähren zu lassen, so wurde der einfachste und natürlihste Ausweg getroffen, der das Prinzip der vereinharenden Versammlung weder berühren noch in irgend einer Weise verbiegen konnte, nämlih ihre Verlegung an einen an = deren, von den bisherigen Combinationen abgeschnit- tenen Ort. Die Regierung wird zur ferneren Behauptung ihrer loyalen und lediglih in dem Heil und der Sicherheit des Staats beruhenden Absichten dabei stehen bleiben müssen, daß sie in der lo- falen Verlegung der Versamnwung nah Brandenburg und in der da- mit äußerlich verbundenen furzen Vertagung feine Prinzip- und Rechtsfrage zu ersehen vermag und zu entscheiden gewillt is. Ohne Schuld der Regierung hat si aber die Sachlage jegt anders gestellt durch das niht mehr abzuleugnende und unheilbare Verhältniß, welches aus der lofalen Frage durch diejenigen Abgeordneten erwachsen is, die seitdem unter der Firma der National-Versammlung hier getagt haben. Die Anarchie, welche die Rezierung von den Schritten der Versammlung zur Erhaltung ihres geseßlichen Charakteis abzuwehren bemüht war, die Anarchie hat sih seitdem in die Mitte dicser Ver- sammlung selbs verpflanzt und ist von derselben unter dem Schein, in dem lokalen Sit der Versammlung ein Nechtsprinzip zu verfechten, als ein Mittel ihrer ferneren Wirksamkeit beshlußmäßig angenommen worden. Denn der Abgeordnete von Kirhmann äußerte seibst bei Begrün- dung des Antrags auf Steuer-Verweigerung, wie die Ver- fammlung dazu mit dem vollen Bewußtsein schreiten müsse: „daß sie dadurch die Anarchie in das Land werfe! “ Die Fraction der Ver- sammlung hat sih dur diesen von ihr anerkannten Ausspruch salbst ge- richtet, was auch denjenigen, welche zum Mitleid mit ihrem Schisal geneigt oder die in der Verwirrung des Augenblicks noch in jedem ungeseßlihen Schritt gern eine Heldenthat sehen, bald durch die wei- teren Ausgänge dieser Begebenheit klar werden wird. Wir balten es für ein tief beflagenswerthes Unglück, daß unser Volk in eine Anzahl der von ihm gewählten Vertretern dermaßen hat getäuscht werden können, aber wir hoffen zu dem guten Genius unseres Vaterlandes, daß die fernere Entwickelung desselben von deu falshen und verderblihen Vorausseßungen jener Männer unberührt bleiben wird. Nur auf verfassungsmäßigem Wege können die dem Staat und dem Lande geschlagenen Wunden wieder heilen. Regie- rung und Volf sind gleih durchdrungen von dieser unabweislichen Nothwendigkeit und beide werden zusammenwirken, um den verfas- sungemäßigen Boden, den ein Theil der Versammlung verlassen hat, wieder zu gewinnen.
Berlin, 17. Nov. Es konnte Allen denjenigen, welchen es Ernst darum is, daß die wahre Stimme des Volkes gehört erde, wohl nichts erwünschter sein, als der vorgestern von den im Mie- lenßschen Saale versammeiten Deputirten gefaßte Beschluß der Steuerverweigerung. Traurig ist e, eine Anzahl Mäuner, unter denen sonst geachtete und ehrenwerthe Namen sih finden, in der Ver=- blendung des Augenblickes zu so offenbar ungeseblichen Schritten hin= gerissen zu sehen. Es wird sich nicht leiht Jemand finden, der auch unter den außerordentlichsten Umständen das Recht dieser Ver=- sammlung zu diesem Schritte anerkennen möchte, durch den, wenn er Erfolg haben könnte, der Staat selbs vernichtet werden müßte. Die Herren im Mielenßschen Saale und hätten sle felbst noch im Konzertsaale des Schauspielhauses gesessen — konnten unter keinen Un:stäuden das Recht in Anspruch nehmen, irgend Jemand seiner Pflichten gegen den Staat zu entbinden. Es wird sich nun zeigen, daß dieses Pflichtgefühl auch im ganzen Lande lebendig ift. Dies is eine Appellation an das Land, deren Resultat nicht zwei- deutig ausfatien faun. Adresscn, Vota des Vertrauens oder Miß- trauens, an die Deputirten oder an tas Ministerium gerichtet, selbs neue Wahlen, die dur das ganze Land ausgeschrieben würden, könn- ten niht so vollständig und durchgreifend die wahre Stimmung des Volkes zu Tage fördern, und beweisen, wohin sich das Vertrauen und das Rechtôsgefühl desseiben in der That und Wahrheit wendet, Behörden und Jndividuen fommen dadurch gleihmäßig in den Fall, ihre Ueberzeugung dur die That bewähren zu müssen.
Mit welcher voukommenen Ruhe die Regierung dies Ergebniß erwarten kaun, das haben gewiß selbst diejenigen gefühlt, welche für die Struer- Verweigerung, als ein lehßt:s, verzweifeltes Mittel, stimm- ten. Die Regierung kann ihnen sogar nur dankbar dafür sein. Der Kampf is nun — wo mögli — ein noch offenerer gewordenz die Sou- verainetäts-Erflärung der Kammer-Majorität (wenn für diesen Beschluß
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noch eine Majorität vorhanden war, welches von vielen Seiten bezwei= felt wird) is damit thatsächlih besiegelt; und das preußische Velk wird sih nun zu erklären haben, ob es von den Deputirten der Lin=- fen und des linfen Centrums, mit Herrn vo! Unruh an der Spitze, oder von dem constitutionellen Könige und den ihm er=- naunten constitutionellen Ministern regiert sein will, Denn cine Regierung muß doh sein, und es steht jeßt nur noH die Wahl ossen zwischen dem constitutionellen Königthum und einer Regierungsform, welhe wir mit feinem anderen Namen zu be- je EBG, als dem einer republifanishen. Wie d:cse Waßhl auéfalle, darüber läßt die Acßtut r dem preu!ßischen Volf keine Besoranisse ti E O tg Die Erhcbung der Steuern is im Jutercss2 des Landes eine eben so bestimmte Pflicht für die Regierung und 1hre Ber örden, wie die Zahlung derselbeu es für die Stcaatebürger i. Ju einer durch gebiideten Ve:fassung kann es Fälle geben, wo eine solche Verweige- j deus
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rung eintreten fann; — aber in dem vorliegenden Falle kann falls die Art, wie di-ser Beschluß einer Fraction zu Stande gekom= men, feinen Zweifel über seine vollkommene Necbtlosigkeit, ja üver seinen entschieden aufrührerischen Charafter übrig lassen. :
Es ijt ein Glück für das Land, daß die Frage sich auf diese Spiße in vollflommen unblutiger Eutwickelung getrieben hat und in der Festigkeit der Regierung ohne Zweifel auch ihre unblutige Lösung finden wird, Es ist ein besonderes Glück für die Hauptstadt, w-lwer durch die rechtzeitige Entwikelung einer Macht, vor der die bofent= lih nur eine Partei, welche einen Koxflift wünschte, im Gefühl ihrer Ohnmacht zurückscheute. Nur der zeitigen Erklärung des Belage- rungszustandes undden damit verbundenen Maßregeln hat die greße Mehr= heit der friedlichen Bürger Berlins es zu danken, daß dieWidersetzlichkeit ge= gen die Anordnungen der Regierung sich auf passiven Widerstand beschräuk hat und dadurh der Stadt ein unermeßlihes Unheil erspart i}. Ob es mit diesem passiven Widerstand Ernst is, ob derselbe auf einem wirklihen Gefühle der Legalität beruht, wie nachbaltig selbe ist — das muß dieser Beschluß der Steuerverweigerung, a Tag bringen.
Wer mit aufmerksamem Blick die Art beobachtet hat, wie bisher die Provinzen sich ausgesprochen haben, wird übcr das Resultat fei= nen Augenblick im Zweifel sein.
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Oesterreich. Wien, 14. Nov. Die W enthält in ihrem amtlichen Theile Folgendes : U ten Gerüchte über vielfache stattgehabte militairisde Hinrichtun( widerlegen, welche nur in der böéswilligen Absicht verbreitet werde! um Aufregung und Unruhe unter der Bevölkerung neuerdinas anzus- fachen, so findet man sich veranlaßt, in Erinnerung zubringen, daß jede militairische Execution den Tag nah ihrer Vollziehung iu den amtlihen Theile der Wiener Zettung veröffentliht wird. Es diene übrigens zur allgemeinen Wissenschaft, daß bisher uur drei des Hochverraths-Verbrechens überwiesene Jadividuen mit dem Tode durch) Pulver und Blei bestraft worden sind.“
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Wien, 14. Nov. Folgendes :
¡Mit Ministerial - Schreiben vom 12ten d. M. wurde dem Reichstags=Voistande das nachfolgende, von Sr. Majestät dem Kaiser aus Olmüh am 10ten d. M. erlassene Kabinéts-Schreiben mitgethe.lt : Wir Ferdinand der Erste, constitutioueller Kaiser vou Oesterreich König von Ungarn 2c. 2c. Wir haben mit Unserem Patente vi Oftober 1848 alle zum fonstituirenden Reichstage erwählten Volksvertreter aufgefordert, sih bis zum 15. November 1848 in der Stadt Kremsier zuverlässig einzusinden, um daselbst die Berathungen in Beziebuug auf die Verfassung fortzuseßzen. Cs wurde Uns vor-
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gestellt, daß viele der Abgeordneten in ihre Heimat gereist
Cn! , m E , «v Vie heutige Wiener Zeitung enthält
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daher uur mit Schwierigkeiten zur rechten Zeit an dem bezeichneten Orte eintreffen können, Auch is Uns zur Kenntriß gekommen, daß die Vorbereitungen, weiche wegen der Lokalitäten des Reichstages und in Absicht auf die Unterkünfte der Reichstags - Abgeordneten, so wie für die übrigen Bedürfnisse getroffen werden müsen, nicht mi Zuverlässigkeit bis zum 15. November 1848 vollendet {cin dürften. Endlich ist es von Wichtigkeit, daß gleih bei dem Beginne der Ves handlungen die möglih größte Zahl der Abgeordneten ih einfinte. Jn Erwägung dieser Verhältnisse finden Wir Uns bewogen, den Tag zur Wiedereröffnung des konstituirenden Reichstags vom 15. Novem= ber auf den 22. November 1848 hinauezurücken, und Wir erwarten um so zuversichtlicher, daß an dem bezeihneten Tage der Reichstag in Kremsier seine Verhandlungen beginnen werde. Olmüt, den 10, November 1848. Ferdinand m. p. Wessenberg m. p.
Sämmtliche Abgeordnete des konstituirenten Reichstages werden demnach aufgefordert, sih bis 22. d. M. in Kremsier einzufinden, woselbst auch der Reichstags = Vorstand eintreffen wird. Wien, am 12. November 1848, Vom Reicbstags-Vorstande. F. Smolfka m. p., Präsident. Wiser m. p., Schriftführer,“
Bayern. München, 14. Nov. (Münch. Zta.) nachstehende Königl. Erklärung, die Auflösung der Abgeortneten-Kam- mer betreffend, erschienen :
„Maximilian |l., von Gottes Gnadcn, König von Bayern 2c. 2c, Nachdem Wir Unsere Entschließung über die Verhandlungen der bisher ver- sammelten Geseßgebungs- Ausschüsse unterm 10ten l. M. durch das Ge sct- blatt fundgegeben baben, hierdurch aberdie Wirksamkeit der Kammern selbst als beendigt sich darstellt, so@elàären Wir anf den Grund des Titel Vl, §. 13 und Titel V1l. §. 2 PeWVerfassungs - Urfunde im Hiublick auf das unterm 4. Juni 1848 erlassen Mkue Wahlgeses fur die Kammer der Ab- gcordnet:n und in Erwägndädie dermalige Bildung der Kamnex Tex Abgeordneten mit den zum Skääbgrundgescße erhobenen neuen De gen nicht mehr im Einklange steht, dicselbe hiermit für aufgelö 29 daß verfassungsmäßige Wirksamkeit für beendigt. Zugleich „verardaen, S ohne nach dem erwähnten §, 23 des Titels VIl, der BerfasungE "(848 vorge- Verzug eine neue Wahl nah dem Wahlgesepe vom Hrrcheûben Bekaunkt- nommen werde, und weiden zu iee en mder: uburß ven 12, November machungen demnächst erlassen, Gegeben Nymphenburg,
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