1881 / 291 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 12 Dec 1881 18:00:01 GMT) scan diff

von 5 Millionen an den erwähnten Tagen zum Rückkauf nicht dar- biete, der Adjunkt des Schaßamts mit der Amortisirung so lange täglich fortfahren soll, bis der Betrag erreicht ist.

Berlin, 12. Dezember 1881.

Morgen, Dienstaa, den 13. findet Königliche Par- Force-Jagd statt. Rendez-vous: Mittags 1 Uhr zu Jagd- {loß Grunewald.

Die deutschbe Marinestiftung vom Jahre 1878, die zu “dem Zwecke begründet ist, die Noth zu !lindern, die der Untergang des „Großen Kurfürsten“ über viele Familien gebracht hat, hielt am Sonnabend Abend unter Vorsiß des Präsidenten von Holleben ihre Die Stiftung hat, wie aus dem vom Reg.-Rath Haß erstatteten Jahresbericht hervorgeht, in 1881 21 670 A zu Unterstüßungen an die Hinterbliebenen von 151 Verunglückten verwendet. Cine Wittwe und eine Mutter, die ihren einzigen Er- nâhrer verloren und keine Staatspension zu beanspruchen haben, bekamen 1200 bezw. 500 #, 11 Wittwen bekamen je 300 4 ; die Hinter-

120, die von 17 100 41; 2 Pensionen beliefen sih auf 60, eine auf 50 M Einschließlich der Verwaltungskosten sind 22230 M4 aus- gegeben, eingenommen worden dagegen nur 15 995 4, so daß ca. 6000 M vom Kapital genommen werden mu 283 900 M verringerte. Für 1882 bedürftig anerkannt.

3. Generalversammlung ab.

ßten, das sih hierdurch auf sind bereits 129 als unterstüßungs- Leider wird durch die Konvertirung der das Stiftunasvermögen bildenden Effekten von jeßt ab ein Zinsverlust von 1418 M. eintreten. Nach der Generalversammlung fand in den- selben Räumen unter Vorsiß Jhrer Majestat der Kaiserin eine Gesammtsitung des Vorstandes vom „Rothen Kreuz“ statt.

Die im Verlage von Justus Perthes erscheinenden Gothaischen Genealogishen Tas ch unentbehrlihen Nachschlage-

enbücher, weite Kreise und Hülfsbücher, sind mit gewohnter Pünktlichkeit in ihren neuen Auêgaben für das nätste Jahr erschienen. Große Zuverlässigkeit und Vollständigkeit in dem gesammten Inhalte haben diesen Büchern ihren wohlbegründeten und weit verbreiteten Ruf erworben. 1

Der „Gothaische Genealogische Ho fkalender nebst diplomatisch-statistis{em Jahrbuch“, der Haupt- und älteste Theil des ganzen Unternehmens liegt in dem 119. Jahrgange vor und ist in gleich sorgfältiger Weise gearbeitet, wie seine Vorgänger. li der in den einzelnen Staaten im Jahre 1881 vorgekommenen Ver- änderungen ist namentlich Rußland zu erwähnen. ist von einem bedeutenden Wesel in den Personalv Beamtenwelt gleitet gewesen, welche der Î lektjährigen lassen. Am Stabilsten zeigte sid im leßten Jahre Großbritannien. Die anderen Staaten, besonders Frankreih und Amerika, - haben eine Umarbeitung der betreffenden Artikel nothwendig gemaht. Rumänien ist zum ersten Male als Königreich arffgeführt. _Tunis ¿sischen Republik zugezählt und in Folge dessen aus Türkei“ herausgenommen worden. Tranévaal,

Der Thronwecsel erhältnissen

gewidmeten

ist der fran- dem Artikel In ähnlicher Weise ist der Ar- welches früher als selbständiger Staat, Kolonie aufgeführt wurde, Artikel „Großbritannien“

tikel über in den leßten Jahren dagegen als englische zum ersten Male als Schußstaat dem angehängt worden. Andererseits ist bei Frankreich der Uebergang der Schußstaaten in Oceanien in den eigentlichen Besitz In den statistishen Abschnitten des Jahrganges druck, daß soeben eine nommenen Volkszählungen abgeslof}sen ist. wiederholten Zählungen in den Vereinigten Staaten von Amerika und in Großbritannien {ließen sih diesmal neue Zählungen im Deut- schen Reich, in Oesterreib-Ungarn, Luxemburg, den Niederlanden, der Schweiz, in Schweden, Dänemark, Bulgarien, Samos, Guatemala, den britischen Kolonien, und namentlich auch der zweite allgemeine Für einen bedeutenden Theil der Erde sind dadurch neue verläßliche Zahlen gewonnen worden ; au für verschie- dene andere Länder liegen neue Berechnungen und Schätungen der Bevölkerung vor, so daß der jet:ige Jahrgang des Hofkalenders beson- ders reich an neuesten Nacbweisen der Bevölkerungéstatistik ist. In elsftatistislen Angaben sind sowohl die Budgets über Handel, Schiffahrt und Verkehrsanstalten Gbenso ist die Nedaktion bei der Darstellung der Armee- und Marineverhältnisse der einzelnen Staaten bemüht gewesen, die neuesten Zahlen zu ermitteln, vornehm- li für diejenigen Staaten, die nach dem letzten Orientkriege erheb- lie Veränderungen in ihrer Stellung erfahren Rumänien, \fonders bervorzuhebende durch erfahren, daß der vorliegende Jahrgang ein vollständiges Ver- zeichniß der Generalkonsuln und Konsuln enthält.

Redaktion für jeßt noch auf diese beiden ersten K [ariser Vertreter beschränkt bat, so will sie dabei nit Wie sie in der Vorrede mittheilt,

cine vollständige Liste der diplom tretung nothwendig it, den Plan gefaßt, um die Mitte des Jahres cine Ergänzung zum Hofkalender berauszuaeben, welche Liste mit Einshluß auch der Vize-Konsule :c. damit im Jahre 1882 zu beginnen. darauf aufmerksam,

Drudcke des Hauptthe

berücksichtigt. fommt zum Aus- Periode von in ausgedehntem Maße vorge- An die alle zehn Jahre

Census von Indien.

den finanz- und hand wie die Uebersichten großentheils

Erweiterung Hofkalender

itegorien fonsu- stehen bleiben. hat sie, in der Ueberzeugung, daß und fkonsularis{chen Ver-

cine solcbe enthalten soll, und i: Aub mat die Redaktion noch daß schr wictige Mittheilungen ers nach dem ils des Buches eingegangen seien und deshalb nur in der Abtheilung „Nachträge und Berichtigungen“ hätten Platz finden können.

An Bilders{(muck enthält der Hofkalender die Bildnisse des Kaisers Alexander 111. von Rußland, der §

[ önigin Maria Christine von Spanien,

angenburg und n Amerika,

des Fürsten Hêrmann zu Hohenlohe- des ermordeten Präsidenten der Vereinigten Staaten vo James A. Garfield.

Der Hofkalender ist aud in einer französischen Ausgabe als „Almanach de Gotha“ ersdienen, die \sich als eine wörtliche Uebersetzung der deutschen Ausgabe

Das genealogishe Tascdbenbuch der Gräflichen Häuser liegt in scinem 55. Jahrgange vor. ortrât des öôsterreibisch-ungarisben Botschafters zu Berlin, Grafen emmerich Széchénvi, ausgestattet, ist nah den bisher befol zipien fortgeführt und einer durgreifenden Revision bez Insbesondere sind die Angaben Standeserbebungen aufs Neue geprüft und nad amtlicen Quellen Die eingetretenen Erweiterungen amilienartifkel: Bülow (a. d. H. Wenge (von der), Die auéêgescbiedenen, in Rücksicht der RNaum- ökonomie alljährliÞ wechselnden bistorischb-genealogisben und heral- eilungen sind durch neue Materi welche zur Förderung ter Gescichts- und W Geschlechter dienen.

Taschenbucbe

. Erneuerung

ergänzt und berichtigt worden.

betreffen die neu aufgenommenen F Wehningen) Neubaus und genannt Lambsdorff.

St. Mauro —,

dischen Mitt alien erseßt worden,

appenkunde der Gräflichen

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ersbeinenden, genealogiscen er freiherrlicben ortrât des Freiherrn Georg von und zu éFrankcustein, ersten Vizc- räsidenten des Reichêtages, vorangestellt ift, baben von den seither gien diejenigen eine Einordnung welbe nit in der letten*Ausgabe des Taschenbus zur

Bôöck und Greissau, Kriegsau, Leithner, Ingersleben-Niederschwedel- - Popp von Böhmstetten, Radák von ch JIüngere Linie: von Pieve d’Albignola, sowie

“i 4 Ri

dargestellten freiherrliben Genealo

ete t M

Anfführung gelangt aufgenommenen

Merk, Münc{hausen (Zweig Dorf), Neumann Magyar-Bénye,

Seutter (11,

Lten) und Suini

eine Anzahl der vorjährigen Artikel, bei denen Zusäße und Abände- rungen erforderliÞ waren. Somit er änzen der 32. und 31. Jahr- gang dieses Taschenbuches \ich gegenseitig und gewähren die neueste Vebersicht über den Fortgang dieses genealogisben Unternehmens.

Die typische Ausstattung sämmtlicher Taschenbücher ist eine gleich sorgfältige wie die der früheren Jahrgänge.

Der deutsche Handelstag nahm im Verlauf seiner Sonn- abendsißung auf Antrag des Kaufmanns Gieldzinski (Thorn) und des Kammergerichts-Raths Keisner (Berlin) nah längerer Verhandlung folgenden Antrag an: Der deutsche Handelstag erklärt es für wün- \chens8werth, dem allgemeinen deutschen Handelsgesetzbuh Folgendes einzuschalten: Art. 26A.: Steht zur Ueberzeugung des Register- richters fest, daß eine Firma erloschen oder eine Handelsgesellschaft aufgelöft ist und können die zum Antrag auf Löschung Verpflichteten, namentlich weil dieselben nicht zu ermitteln sind, zur Stellung des An- trages (Art. 19, 21, 25, 45, 129, 171) nicht angehalten werden, so hat der Registerrichter die Firma oder die Handelsgesellschaft, sowie die dazu gehörenden Prokuren von Amts wegen zu löschen. Zu einem bezügliden Löschungsantrage sind Behörden, die Handelskammern und jeder im Handelsregister des Bezirks (Art. 14) wohnhafte Kaufmann berechtigt. Gegen die Zurückweisung des Antrages auf schung ist die Beschwerde und die weitere Beschwerde statthaft. Die Löschung erfolgt kostenfrei , _vorbehaltlich der Erstattung Seitens der zum Antrage auf Löschung Verpflich- teten. Konsul v. d. Annecke (Berlin) \prah:hierauf über die Mittel und Wege zur Hebung des deutschen Erports; diesbezüglib nahm der Handelstag folgende Resolution an: „In der Erkenntniß, daß die Förderung des Exporthandels eine Lebensfrage der deutschen In- dustrie ist, erblickt der deutshe Handelstag in dem Abschlusse günsti- ger Handelsverträge, so wie in der Ausdehnung und Verbesserung des Konsulatwesens die auf dieses Ziel zu rihtende Mitwirkung der Reichs- regterung.“

Aurich, 8, Dezember. (Neue Hannoversche Ztg.) In der heutigen Sißung der außerordentlichen Synode der evangelisch-re- formirten Gemeinden der Provinz Han nover trat die Synode in die zweite Lesung der Synodalordnung ein. Es lagen bereits 21 Anträge vorz zuerst eine Resolution, die von 9 Mitgliedern beantragt wurde: „Die Synode tritt in die zweite Lesung des Entwurfs einer Kirchengemeinde- und Synodalordnung „ein mit der zuversichtlichen Hoffnung, daß ihre in der Immediateingabe an Se. Majestät den Kaiser und König ausgesprochene Bitte in Bezug auf die kirhlihe Ober-Behörde Hocbgeneigte Gewährung finden werde, und ist der Ansicht, daß dann die hierdurch geschaffene Institution ¿u dauerndem Segen für die reformirte Kirche Hannovers gereichen wird.“ Die Resolution wurde, wie Synode mit überwiegender Mehr- beit beschloß, in das Protokoll aufgenommen. Darauf fanden die S8. 1—30 ohne wesentliche Aenderung Annahme.

Ueber den Brand des Ningtheaters in Wien liegen heut folgende weitere Mittheilungen des „W. T. B.* vor:

Wien, 10. Dezember, Mittags. Heute Nacht brach im 4. Sto- werke des Ningtheaters, in der Schneiderwerkstätte, abermals Feuer aus, welches sih sofort in das 3. Stockwerk verbreitete. Es wurden Leitern requirirt, um theils mittelst dieser, theils über die stehen ge- bliebenen Stiegen in das Innere einzudringen, so daß der Brand gelö\{cht werden konnte. An der Gront ist das Feuer größtentheils gedämpft, die Thätigkeit der Dampfspritze, welche die ganze Nacht arbeitete, wurde früh eingestellt, weil das Gebäude durch die hinein- geschleuderten Wassermassen - so sehr unterwashen ist, daß dasselbe einzustürzen droht. Der Eintritt in das Theater ist Jedermann, auch den Feuerwehrkleuten, untersagt ; am Gebäude zeigen sih innerstilb und außerhalb große Risse. Heute sollen die wankenden Mauern gestüßt und dann der Schutt im Parterre, soweit es die Gluth gestattet, aufgeräumt werden. Aus der oberen Etage stürzen mit dem Steingerölle und einzelnen Mauerstücken vielfach halbverkoblte Leichentheile herab. /

10. Dezember, Nachmittags. Die Gefahr des Zusammen- sturzes der Mauern des Ringtheaters ist eine so drohende geworden, daß das Herauëschaffen der Leichen bis nah Dur(führung der Sicher- heitsarbeiten sistirt werden muß. /

10. Dezember, Nachmittags. Die vor einer gerictlichen Komission agnoszirten Leichen find theilweise heute Vormittag be- erdigt worden. Die Kommission wird bis beute Abend funktioniren. Die nicht agnoszirten Leichen jollen kommende Nacht auf dem Cen- tralfriedhofe beigeseßt und übermorgen unter Beiwohnung des Ge- meinderaths gemeinsam begraben werden. Die Polizei seßt die Ver- nehmung des Theaterpersonals zur eingehentsten Feststellung der Brandursache fort. Im Krankenhause befinden sib 235 Leichen.

Nach einer Meldung aus Paris haben die Union générale 100 000 Fres., der Präsident derselben 10 000 Fres., Frau Bontour 9000 Fres. und der Union-Direktor Feder gleiGfalls 5000 Frcs. für die Verunglückten gezeichnet; außerdem ist von der Union générale eine Subskription bei deren gesammter Klientel eröffnet.

-— 10. Dezember, Abends. Seit heute Mittag sind kene Leichen mehr agnoszirt worden. Jedenfalls ift die Zahl der als vermißt Ge- meldeten (1300) bei dem wirklichen Fafsungsraum des Theaters von 1760 Personen viel zu hoch gegriffen. Gegen 1 Uhr stürzte die links- seitige Stiege ein, glückliherweise ohne verderblihe Folgen. Heute Abend is der Brand in dem Ettrakt, Ringstraße- Gastgasse, wieder ausgebrochen. Die Dampfsprite is in Thätigkeit. Die betreffende Kommission des Gemeinde- raths beschloß, daß das Leichenbegängniß der unglücklihen Opfer übermorgen am Montag stattfinde Eine große Gruft für die gemeinsam zu Bestattenden wird auf dem Zentralfricdhofe links von den Arkaden angebracht. Die gemeinsame Gruft der nit agnoszirten Leichen wird für alle Zeiten zu einem eigenen, von der Kommune zu erhaltenden Grabe erklärt. Das Abgeordnetenh2us betheiligt sich in corpore an dem Leichenzuge. Am Dienstag wird in allen Kirchen und Bethôsusern feierliber Gottesdienst stattfinden. Die israelitishen Tempel sind heute von Andächtigen überfüllt. Der Appell an die Wohl- thätigkeit der Bevölkerung findet ganz außerordentlichen Wieder- hall. Es sind bereits namhafte Beträge gezeibnct worden, fo von der Länderbank 15 000 Fl., von der österreichischen Mag ian 5000 Fl. Die Administratoren der großen Zeitungen nehmen auch morgen Beiträge entgegen, Am Tage der Leichenfeiec findet keine Börse statt. Die Privatbegräbnisse beginnen morgen früh mit der Beisekung des Dr. Groag und Frau, In Folge Kaiserlichen Auf- trags bleiben morgen alle Theater ges{lossen. Jy der Hofoper wird am 14, d. M. zu Gunsten der Brandopfer eine Matinée stattfinden. Neue Vorschriften über den Feuerversicherungsdienst in den Hof- theatern werden morgen nach Genehmigung Seitens des Oberst-Hof- meisters veröffentliht werden. L

11. Dezember, früh, Im Laufe des gestrigen Nabmittags po weitere vier verkohlte Leichen aus dem Schutte des Ringtheaters

ervorgezogen worden. Der Naum, auf welchem \ich früber die Bübne und der Zuschauerraum befanden, ist jeßt wüst und öde, ein- geschlossen von vier von Rauh geschwärzten Mauern, an welcen stellenweise ausgebrannte Logen haften. Aus der glimmenden Tiefe steigt ein widriger Geruch verbrannten Fleisches auf. Von den Ge- retteten werden fortgeseßt neue haarsträubende Details bekannt, welche beweisen, wie rasend schnell das Feuer um sich griff und wie cin momentanes Zurüdctbleiben genügte, die Zurückgedrängten dem Tode zu weihen. Wie si die Flüchtenden auf den Stiegen festkeilten, dafür zeugt, viele Leichen buchstäblich zerquetsht gefunden worden sind. Im Laufe des Nachmittags sind zwei weitere weibliche Leichen agnoszirt worden. Da noch Tage vergehen dürften, bis die im Schutte des Parterres ruhenden Leichenrefte gehoben sein werden, hat das Stadtphysikat die sofortige Desinfizirung der aufgefundenen Leichenreste angeordnet. Am gestrigen Vormittag besichtigten die Erzherzöge Albrecht und Johann g 4g die Brandstätte. Kronprinz Rudolph trifft heute Abend ier ein.

11. Dezember, Vormittags. zifffert sih die Zahl der Opfer der Kata| der Richtigstellung der Listen der Vermißter i Publikation der rektifizirten authentischen Liste hat bis stattgefunden und soll heute Abend erfolgen. ; Abends. Heute Vormittag begann die Be- g-Theaters um das Leben Ge- fich Trauerzüge nah edem Leichenzuge in e hat die zu i

Dem „Extrablatt* zufolge be, strophe im Ringtheater nag

ßten auf 580

Erste Beilage s-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Montag, den 12. Dezember

ersonen. Die er noch nidt

11. Dezember, erdigung der bei dem

zum Deutschen Reich

A2 298. , Nicßtamtliches.

Berlin, 12. Dezember. Verlaufe der vorgestri Reichstag in die Berathu die Anordnungen ein, welche vo schen, der Königlih sächsishen und gierung auf Grun) des ersten Absatzes vom 21. Oftober 1878 unter dem 27, Zuni tover und 25. November 1881 lihen Bestrebungen der worden sind. Der Abg. Hase in Jtalien,

Brande des Rin Vom frühen Morgen ab ; dem Centralfriedhofe; die Bevölkerung gab j Massen das Geleit. Die israelitishe Gemeind hörenden Verunglückten ebenfalls heute bestattet. An den Gr spielten \sih herzzerreißende Scenen ab. dihten Reihen der Bevölkerung umgeben. wieder mit der Wegräumung des Schuttes Der Traki des Krankenhauses agnoszirten Leichen aufgebahrt sind, bietet dasselbe an den früheréèn Tagen. weisen die rektifizirten Listen, einschließli und agnoszirten Leichen, 917 Vermißte au von Wien hat angeordnet, daß die Verunglückten, deren Beerdigung niht dur Angehörige e Vormittag um 11 Uhr, na einem feierlichen

riedhofe stattfinden soll. Aus allen

die regste Theilnahme an dem Un-

Verschiedene nach der P

S1,

g des Dfktobergeseßes und bei Oktobergesetzes : Diese Ausführungen werden ationellen Interesse natürli%ß ganz entkleidet rein geschäftlichen Charakier tragen, - und hen Hause nicht in Aussicht stellen, da aße sein Interesse erregen werden. einer thatsächlich unrichtigen Be- rdneten, die aber mit einem g Er sagte, das Gesetz und die Bestimmungen hätten fich doch chränken follen und seien auch Frauen aus Thatsache ist unrichtig. ahmemaßregeln ist aus i wiesen worden. dies unter Umständen nicht gesehen lin eine Louise Michel hätten, glaube mit vollem Rechte, Rechte, wie irgend ein Mann, der Ausweisungs en die Zeit gehabt, die für Tag beim Laufende: enigstens innerhalb des 1;

Die Brandstätte ift von Heute Vormittag wurde und der Bergung der , in welchem die traurige Bild, wie Wiener Allgemeinen Zeitung* der bereits aufgefundenen f. Der Gemeind estattung solcher bei

abe, habe sie cine schriftlihe Eingabe an ihn ( f deren Beantwortung sie noch warte.

möglich, daß jener Sammlung die preußische Kollekteno entgegengestanden hätte, dann hätte Hr. von sein sollen, die Frau darauf aufmerksam zu brahte mehrere Vorfälle aus Berliner Ver Sprache, in welchen

hätte, und erzählte einen wahl in dem Eiskell sei, um dort zu sp habe, bevor er (der Redner) auch nur ein ihn aufgefordert, ihm zur Polizei verhindert, ihn zu begrüßen.

Thüre seien 15 bis 18 berittene postirt gewesen, und er könne au an dem guten Willen des resp. Lie niht gelegen, d Schictsal eines ein ganz harmloser Mann,

tischen Agitationen zurückgeh weisung getroffen habe. Die Haupt humane Zwecke ausgegeben worden tion hin und wieder aus Man Belagerungszustand die Partei nicht {chwäen ; bei den nächsten Wahlen zeigen, errungen. Redner bezog sih auf welche im Jahre 1878 dex Genera gegeben habe, gerade d Stimmen in Leipzig v anführe, daß in L vereinigt hätten, Deu!schland

Hause getroffen h

L schen Staatsregierung bei Anwendun gemacht, au

andhabung Grund des usnahmebestimmungen erhoben hat.

von einem großen sen\ sein, sie werden cinen kann deshalb dem ho

jeßigen Ausführunge

Preußen. «Im weiteren

gen (14) Sihung trat der Denkschriften über n der Königlich preußi- der hamburgischen Re- 8. 28 des Gesetzes , 25. Und 26. Ofkf- gegen die gemeingefähr- Sozialdemokratie getroffen asenclever verwies zunächst darauf, Spanien und Amerika Attentate

Leichen begonnen. Madai fo human

Z saminlungen zur seiner Ansiht nach die Polizei exzedirt Fall, nah welchem er kurz vor der Stich: er hierselbst zu ciner Versammlung erschienen Polizei-Lieutenant Wort gesprochen, zu folgen, und seine Freunde Auf dem Hofe und vor der und unberittene Schußleute voller Ueberzeugung sagen, utenant habe es damals Auch das traurige n, welcher an sich on sozialdemokra- , und den dennoch die Aus- mittel der Partei seien nux für und leider habe die Wahlagita- gel an Mitteln leiden müssen. Der l ch in Leipzig könne sie werde vielmek

a in hohem M [l zunächst beginnen mit hauptung des Herrn A von Pathos vorgebra{t wo auf Grund des §. 28 erlassenen

billigerweise auf die Männer bes unschuldigen Frauen treffen dürfen Berlin ausgewiesen. Meine Herren, nzen Bestehens der Ausn Berlin kein einziges weibliches Wesen auêge damit nicht sagen, daß

denn, wenn wir in Ber unzweifelhaft, und ih

dem Brande È rfolgen kann, Requiem im

roßem Maße

der überwachende Stefansdome, auf dem Cen J Städten und Ländern giebt i glücke kund.

11. Dezember, Abends. hörige Opfer des Theaterbrandes sind heute mittelst der nach der Heimath befördert worden. Personen, welche in den nächsten kommen sofort Gestern und heute sind Ue herrühren dürften. bielt heute Maßnahmen zur Linderung der Noth wird die Institute und Korporationen, staltet haben, zur Entsendung von Dele Stadt Wien auffordern.

daß auch

Ausnahmegesche geschaffen, eingesperrt.

Während des ga sondern die Attentäter als irrsinnig nur die wirklichen büßen, in Deutschland würden Unschuldige für Anderer dur) den Belagerungszustand bestraft. Regierung dadurch die sozialdemokrati bezweckt habe, so sei ihr dies alle sicheren Kantonisten, alle unbe rung den Sozia:demokraten namentlich die Mosts und Ha die vielen Studenten und jun als Sport betrieben gefallen seien.

braht, daß sich habe, der ebenjo stark, die Wahlen bewiesen von einem Rücckgange der Sozial aber man solle die Stimmen jede sozialittishe Stimme Wähler abgegeben. daß wenn die Sozialdemokrate hätten, mindestens 30 bis 40 Abg worden wären. ziehung über das Ausn nicht so vie

Alle Leichen und Ueberreste von Tagen im Schutte vorgefunden in Metallsärge und werden desinfizirt, berreste gefunden, welche von 7 Menscen Das Hülfscomité des Gemeinderathes um über die augenblicklichen zu berathen. Das Hülfscomité welche Subskriptionen veran- girten in das Hülfskomité der Das Hülfsbureau wird Dienstag früh er- Beim Bürgermeisteramte sind rund 134 000 Fl. deponirt, 8comité der Stadt Wien erläßt einen Aufruf, in welchem es die am Dienstag beginnende Wirksamkeit des Hülfscomités bekannt macht und die nothleidend gewordenen Personen und deren Vormünder und Verwandte auffordert, sh zu melden. Mitteln entsprechende {nelle Hülfe wird ohne ständigkeit geboten werden.

Verbrecher die Thaten Wenn die tische Partei zu sprengen rdings gelungen. quemen Leute habe die Regie- alüdlih vom Halse geschafft sselmanns, Finns und Körners, gen Leute, die den Sozialismus und seiner Partei zur Last habe es fe

so würde sie mit demselben zregel unterworfen sämmtlichen Listen 1 erhalten werden, l reußischen Staats- iel der Ausweisung einer Frau, übrigens emanne, und zwar in Potsdam. a den Behörden carakterisirt : , auf den kommt es auch nicht an heleute leben nur für und von der sozial- welche sie namentli durch Ko treiben. Die Chefrau war Schriftführerin des rauenvereins zu Berlin waltthätig und übertcifft alle du sie mit Wort und That für die so Diese Charakteristik hängung de zu rechtfertigen.

es nicht losgegangen sei.

Herrn Stahl müsse er N S babe iebt eb ih jahre Ich habe jeßt cb sih jahrelang v der Ausgewiesenen , die Tag durchzusehen, und ih finde w gebietes nur ein einziges Beis gemeinschaftlich mit ihrem E Dame ift folgendermaßen vo will den Namen nit nennen da heißt es „die N. N. E demokratischen Agitation,

Schriften be deutsben F

in Hamburg wie au Das Hülf zr vielleicht s{on welche Macht fie im Volke die Ausführungen über 8. 28, l-Staatsanwalt von Schwarze er Belagerungszustand habe Bobel viele rshafft. W-.nn man als Hauptmotiv eipzig die Führer der Sozialdemokraten sich so treibe man diese ja nun gerade in das Thätigkeit eine ausgedehntere geworden. Ministers von Nostiz:Wullwit usgewiesenen als gemeine Ver: t werden müssen. Aber es werde von den unte- zeiorganen roth in roth gemalt und Lob zu erhalten. , in denen von Dynamit und sei, seien niht gegen die Regieru solle aver eine friedliche sein, oben herab.

Die Reichsregierung

; L portage von ein gesunder fester Kern h

Schr Allgemeinen , fie is öußerst craltirt und ge- rch die Leidenschaftlichkeit, mit der ztaldemokratischen Lebren eintritt.“ ist in meinen Augen genügend, um die Ver- ßregel in diesein Falle aub über eine Frau

/ l erausgebildet ja noch stärker sei als srüher, wie Der Reichskanzler \preche demokratie bei den Wahlen, 1 gen und nicht zählen, denn sei von einem überzeugungstreuen olishes Blatt habe behauptet, freie Wahlbewegung gehabt eordnete ihrer Partei gewählt Partei könne sih also in dieser Be- ahmegeseß freuen, wenn durch dasselbe l unschuldige Personen betroffen würden sei hon vom humanen Standpunkte aus der Bel zustand daher ernsili Beziehung {rieben habe, szi es doppelte Lflicht sür Antrag und jede Vorlage, welche auf Besse Arbeiter hinziele, Man werde sich deshalb nicht Partei auch bei Vorlace des Unra sihtig an dasselbe herangetreten sei. sammlung einmal geäußert, nehmen und wenn sie v rung der Nothlage der Arbeiter brächte rungsgeseß habe aber nach seiner

Eine den vorhandenen Nücksicht auf die Zu-

London, 10, Dezember. (W. T. B.) Heute früh fand bei Canonbury in der Nôhe der Londoner Vorstadt Dalston ein Zusammenstoß von Eisenbahnzügen blieben todt, gegen 60 wurden verletzt.

r Ausnahmema

Ein kath u, ei Erwiderung y emerlung YBorreduaers, 6 Personen wie er sie auf der Tribüne vorgetragen h jektiven Mängeln in Bezug auf ih darüber,

gewiesen sind,

Wenn die Jnformationen des wahr wären, so hätten jene A brecher bestraf

at, an sehr wesentlichen ob- ihre Nichtigkeit leidet. daß cine Anzahl hiesiger Frauen, sih vergebens an den Herrn Po Berlin mit der Bitte gewendet hätten, ihnen do Naturalien, von Liebesgaben für er stellte die Sache so dar, als \ laubniß versagt und sie gew Weise zurückgewiesen worden Ich habe zunächst zu bemerken, bekannten Deklaration des Gesetes * welche lediglih zu Gunsten der Angel anstaltet werden soll, ciner Erlaubniß

Wenn diese Frauen dennoch deten, so war d

Er beklagt deren Männer aus- lizet-Präsidenten von ch Sammlungen von sich und ihre Angehörigen zu gestatten, und ci von der betreffenden Behörde diefe Er- issermaßen a limine in unbarmherziger diese Darstellung ist daß nach der Jhnen ja tiemand zu einer Sammlung, örigen von Aus8gewiesenen ver-

St. Petersburg, 12, Dezember. (W. T 1 Uhr wurde das Mrowinsfki, werden \chuldig nement Archangel, mit dem Befehle, 3 Jah Ort nicht zu verlassen, verurtheilt. ranges verlustig erklärt, die beiden anderen Angeklagten eb Das Urtheil wird dem Kaiser durch den unterbreitet, Die Verurtheilten wurden sofort in Die endgiltige Verlesung des Urtheils findet

, um Belohnungen Die Ausdrüde in den Leipziger Revolution gesprochen Die Revolution all:rdings einz gründliche, von Vis zum Ausnahmegesecß habe mit

ein unblutiger Ausgang vorausgesagt werden kön demselcken stehe es allerdings anders. Ausgewiesenen sei bei der aufgenommen und a

( . B.) Heute Nacht Urtheil in dem Prozeß gegen General urssoff und Tegleff gefällt. efunden und

agerungs8- seine Partei ihre Fahnen seine Partci, jeden rung der Lage der hres Jnhalts genau zu prüfen. géwundert haben,

bekämpfen.

Alle 3 Angeklagte Gleichheit

zur Verbannung nach dem Gouver- hre den ihnen angewiesenen Mrowinski wurde des General-

ng gerichtet. Meine Herren, Sicherheit iun, nad) Von den Leipziger Ausweisung ein genaues Signalement n alle Polizeibehörden des Landes verbreitet „Um sie dort gleich kenntlich zu machen und ihnen die Ar- Auf diesem Wege erziehe inan V Man have die Sozi ldemokraten filr viel schlimmer als Räuber und Spitßbuben, Motiven auch die Be also gerade die gescßlihe T dränge man ja Druckereien habe

bezüglih i Rechte und Vorzüge. JIustiz-Ministec ausarreft genonmen. am 24. d. statt.

wenn seine [lversiherung8geseßes vor-

Er have in einer Ver- seine Partei würde Gesetze an- en, falls sie eine Bessc- Das Unsallversiche- Ansicht diese Besserung nicht Durch das Auënahmegesez würden die Familien der Ausgewiesenen in ihren Lebensintere Jhres Ernährers beraubt genug darben und fänden nirgends Unterstüßung. jogar Fälle vorgekominen, daß seiner Partei Leuten Lieferungen entzogen seien, demokraten seien. hervorhebe, auch de demokraten zur Veranstaltun niht veröffentlicht, Rußland oder

sih an den Polizei-Präfidenten wen- as ein Superfluum; sie sind aber v Präsidenten in keiner Weise barsch zurückgewiesen“ 1 hat ihnen eröffnet, daß sie zu einer folch laubniß * nicht bedürften , 16 des Oftobergesetzes

on dem Polizei- vorden, sondern er en Sammlung feiner Er- vorforglich

om Teufel käm gabonden.

angesehen | Als Verbrechen werde in den theiligung an Kommunaläinte

Washington, 10. Dezember. (W. T. B.) Die Pension é- eit Pittsburg ist in der lezten Nacht nieder- fürchtet, daß von den 43 Arbeitern, welche \i der Anstalt befanden, etwa 20 dabei verunglüdckt

sind 10 Leichen auf der Brandstätte aufgefunden

anstalt unw gebrannt.

rn bezeichnet, in den Gebäuden

hätigkceit wolle man verbieten. So die Leute zur Ungeseßmäßigkeit. Geheime man in Leipzig finden wollen, jedoch ver- gebens. Beklagenswerth sei es überhaupt,

sonderer Vorliebe die Familienväter in die L Er habe junge Leute gefunden, die agitirt hätten als verheirathete nung geboten gewesen. seine Frau hätten eine Leipzig gemacht, für die Fmilien der Auszewiesenen sammeln zu dürfe Polizei-Direktor habe das runtwez abgeschlagen. E einer von der Polizei b2i Fi angedeutet: fie möge ih in

wie einigen B-rliner Frauen

geben müsse, sicht zu befleißigen, damit Deklaration hinausgingen, \ich das klingt denn doch sehr wir eben aus dem Munde des Sodann wurde besonders l, cines angebli an sich dur- oowohl er sich jahrelang von habe, denno von meine Herren, Persönlichkeit eifungsthatsache Folge einer vor- Rückkehrserlaubniß Was den Ursprung der Aus- Ursache derselben betrifft, so ist H Stahl in allen mit der Sache vertrauten polizeilichen Kreisen bekannt als notorisher Hauptvertrauensmann der der sih namentlich in der letzten Zeit sehr betheiligt hat, und dessen Bedeutung für die P daraus hervorgeht, daß er in einer öffentlichen, ten Versammlung durch den Einfluß seiner vertretenden Vorsitzenden gewählt worden ist

enn gegen die getroffenen Maßregeln weiter oben werden können, wie diejenigen, die eben von mir widerlegt sind, fo glaube i, liegt darin der sicherste Beweis | für die loyale und gleichzeitig humane Ausführun aufmerksam Ausnahmemaßregeln vertheidigen

ssen aufs Et heblichste

h diesel einer solchen Sammlung der nöthigen Vor , müßten dieselben

sie, wenn sie über die Grenzen der nicht strafbar machten, wesentli anders als dasjenige, was Herrn Abgeordneten gehört haben. das traurige Schicktsal eines Hrn. Stah harmlosen Mannes, Agitationen sozialdemokratischer der Ausweisung betroffen sei.

ist mir der Bericht des Polizei-Präfidenten über diese zugegangen, aus dem ich zunächst ersehe, daß die Auëw ritig ist, dem Hrn. Stahl aber, weil seine Frau in zeitigen Niederkunft {wer erkrankt war, cine in widerrufliher Weise ertheilt wurde. weisungsverfügung und die

eschädigt. E Meine Herr angehörigen eben weil sie Sozial- Die Presse aller Parteien und, wie cer hier r liberalen Partei, habe die Aufrufe der Vozial- g von Sammlungen zurückgewiesen, aber Aufrufe sür nothleidende Juden in Böhmen hätten bereitwilligst Verbreitung «e- Für die russischen Juden habe man cine offene Hand, Familien der Sozialdemokraten hielten die Liberalen (Abg. Hänel: „Unverschämt !“ er müsse den Ausdruck des Abg. Hänel als Vor dem Ausnahmegeseß seien die Sozialdemokraten . noch nit fo gerieben - und so {lau gewesen wie heute, weil sie nicht die Veranlassung gehabt hâtten, ihze Handlungen zu verdecken. Jeßt mache die Polizei die Leute klüger und treibe sie dahin, die Versammlungen und Zusammenkünfte, welche sich zumeist nur auf Sammlungen und Wahiagitationen bezogen hätten, abzuhalten, Daß die sähsishe Regierung schärfer vorgegangen sei, als die preußische, habe seinen Grund in dem Drudck, den Es sei natürli, wenn si dieses Drucks

daß man mit be- erbannung \chicke. mit weit mehr Geräusch Männer. Hier wäre doch Scho- Die Frauen Bebels, Liebknechts und Eingabe an die Polizei-Direktion in

Im Friedrih-Wilhelmstädtischen T heater ist die neue Millöckersche Operette: „Apajune der Wassermann“, am Sonnabend Gestern war das Haus ausverkausft,

Die Weihnachts-Ausstellung im Krollsc{en Eta- blissement, welde sih reichen Zusprus zu erfreuen hat, bleibt au insofern nit hinter denjenigen der früheren Jahre zurück, als onzerte wieder ftattfinden. Hr. Direktor ine interessante Spezialität, cine nieder- ländise Kinderkapelle (Mädchen und Knaben) eingeladen, welche be- reits ihre Konzerte begonnen haben, 5 j

Im Belle-Alliance-Theater hat gestern Nachmittag die erste Aufführung der Weihnachtskomödie „Robinson Crusoe* statt- f Reicher Appl2us und Hervorrufe wurden den kleinen Hauptdarstellern zu Theil.

beifällig aufgenommen worden. [lrt zurückgehalten

In diesem Augenbli

jeßt die regelmäßigen Tunnel fen. Engel hat zu diesem Zwee e s jei sogar ‘au Bebel gewesen und habe ihr Acht nehmen, sonst ginge es ihr sie würde auch ausge-

dieselbe geschlossen. sident erklärte, unparlamentarisch rügen.)

Der Prä-

hiesigen Sozialdemokratie, lebhaft an der artei unter Anderem sehr zablreih besuh- Parteigenossen zum stell-

ausgewiesene: Sattler habe in Dresden

mit vieler Mühe begründet

und seine überkommen wegen Verbreitung eines später konsiszirte Bebel inhaftirt und in Untersuhung gezog habe sich in seiner Verzweiflung über die Lage seiner wieder brodlos gewordenen Familie im Gefängniß erhängt. Wenn man fo ctivas höre, dann môge man Mancher ein Vagabond und Nihilist und Zuckerbrot lasse das deutsche So lange die Peitshe des Soziali voin NRegierungstish ges{hwungen w wenig auf das Zukervrot der Arbeitergeseße geben. Derselbe fönne sie auch gar nicht einmal disfutiren. cs, so falle cer dem Sozialistengeseß zum das Haus das Sozialistengesey sür nothwendig halte, habe seine Partei nichts dagegen, derselben schade der B la zustand nihts. Das Unheil aber, welches auf das Haupt Derjen'gen, die und aufrecht erhalten hätten,

n Flugblattes für

In stetem Wesel bieten die Böttcherschen instruktiven Dieser Mann

Soiréen im Stadttheater allwöchentlich Neues und Interessantes, Jetzt hat ein Cyklus von Seebildern be in den verschiedensten Phasen seiner Dienste der Industrie und des Ha strafenden Gerechtigkeit veranschaulicben. dritte und leßte geologische Cyklus an, der d tertiären Zeit, alfo bis zum Beginn der Gegenwart, sowie die Entwite- lung der Gescböpfe dieses Zeitraums bis zum Auftreten des Menschen in Bild und Wort vorführtt.

Meine Herren !

in Privatwohnungen ; : mung keine Einwendungen erh

gonnen, welche das Seeschiff mannigfachen Thätigkeit im ndels, der Wissenschaft und der Daran s\{chließt sich der ie Erdbildungsphasen der

ich ni g des Gese sich niht wundern, daß | g des Gese

Mit Peitsche Volk sich nit regieren. stengeseßes nah wie vor èrde, werde der Ardveiter

die preußishe Regierung über Nachgeben Annexion welhe g:genwärtig die ganze hätten vor dem Ausnahmegeseßz nicht bestanden, sie seien eben Produkte des leßteren. Die Mostsche „Freiheit“, über deren Ton man sich in RNegierungs- krcisen so häufig besckwere, vertrete seine Richtung niht. Man werde es erklärlih finden, daß im Auslande geschriebene Dinge eine andere Fassung erhielten als im Julande verfaßte Artikel. Gr sei überzeugt, daß beide Zeitungen cingehen würden, sobald eße aufhören würden. solle Geld aus Amerika zu Höllenmaschinen ge- Er glaube aber, wer Hasselmann kenne, werde wissen, daß dieser Mann sicher der Letzte wäre, der Geld hier- r senden möchte, derselbe wäre glückiih, wenn die deutschen ozialdemokraten ihm Geld shicken möchten. Er besireite ferner die Beziehungen des Londoner Kongresses zur deutschen Ebenso seien die Verbindungen mit dem in Rußland erdichtet. in Deuisc;land keine Berechtigung und werde niemals aner- Jn den Motiven werde auf nisation der Sozialdemokraten hingewiesen. ; i doch höchstens auf die Sammlungen für die Familien r 4 v V dli Brbet resse, Vereine u. \. w. habe man grün zerstört. i das gleiche Elend und die abe die Bande der Gesinnungsgenossenschast nur Wie beschaffen diescs Elend ispiele. Die Frau eines Ausgewies- nen habe sih an den Polizei-Präsidenten von Madai mit der Bitte gewandt, Sammlungen an Kleidungsslücken für ihre Kinder dürfen. Der Präsident habe sie auf §. 16 des és verwiesen und habe sie Präsidenten nach Potsdam geschickt, Da sie diesen nit zu

diejenigen Gebiete, troffen worden Einwohnerzahl

Nun bitte ih Sie, meine Herren, vergleidben Sie mit diefer großen Ziffer die Zahl der Auswei überbaupt hier handelt. Berlin îm weiteren Rayon im C zustandes 152 Personen ausgewiesen worden, für den Potsdamer Bezirk 14 Personen, also für den kombinirten B zirk 176 Personen.

Zeitungen , sozialistishe Presse bildeten, u Es sind im Umfanee des Poli Pras Thue derselbe / im Ganzen seit Bestehen des Auènahme wWw ch Á er. Der in Wien speziell als Schubert- und Beethoven-Liedersänger gefeierte Kaiserli Königlih österreichisbe Hofopernsänger, Kammer- änger Hr. Gustav Walter hatte am Sonnabend, den 10 d, Mts, m Saale der Sing-Akademie hierselbst ein Concert veran- staltet, in welchem er unter Mitwirkung des Pianisten und Kom- ponisten Hrn. Anton Nücktauf aus Wien den Cyklus der Müllerlieder Franz Schubert zu Gehör brachte. ß einen kräftigen lyrischen Tenor und versteht in ges{hicktesler Weise die verschiedenen Register anzuwenden. i besonders das s{öne Erklingen des Falsetts; dazu kommt die Lebendig- keit der Auffassung, mit wel{er Hr. Walter vorträgt. Alles das ver- einigte sib, um dem zahlreih erschienenen Publikum einen wirkli fünstlerishen Genuß zu bereiten, für den es dur lebhaften Beifall dankte. Hoffentlich wird Hr. Walter vor seinem Scheiden aut hiesiger Stadt noch ein Mal auftreten, und zwar mit dem Vortrage von Beethoven-Liedern. Hr. Nückauf begleitete auf dem Flügel, einex! verschiedene Schubertsche Klaviersahen und erfreute namentlich dur fcine Nuancirung und gesangreihen Ton.

erlin-Potsdamer Be- Aus Hamburg-Altona- Harburg und Umgebung sind von der preußischen Regierung ausgewiesen 121 Personen, dur die Polizeibehörden in Hamburg £0, und durch die in der Landdrostei also für Stadt und Amt Harburg im Ganzen 89 unter diesen vershicdenen Kategorien findet si selbst versteht, eine große Anzah hintereinander ausgewiesen sind, so die Maßregel über heblich verringert.

daraus entstehe, falle das Sozialistengeseß geschaffen es falle auf das Haupt der Re-

die Ausnahmege Hasselmann \chickt haben.

Man habe verbreitet,

Personen. Meine Herren, aber, wie sich das ja von [l von Personen, die aus mehreren Orten daß also diejenige Zahl, auf welche aupt Anwendung gefunden hat, #i Ich bin der Meinung, da von Ausnahmevorschriften

Der Concertgeber besitt

Hierauf ergriff der Kommissar des Minister von Puttkamer das Wort: Ich kann nicht leuanen herigen Gang der Diskussion in hohem Ma hatte erwartet daß diese Debatte in einem führt werden würde, durch die Stimmen der tigen Tagesordnun meine Herren,

Bundesraths, Staats-

daß ih durch den bis- enttäuscht bin. gewissen großen Stil ge- rivartung berechtigt eit Wochen mit der heu- beschäftigen: denn,

Von präctiger Wirkung ift Meine Herren! dieses Maß der An- les genannt wer- Beurtheilung e Ich glaube, meine en, die länger gewöhnt sind, in sehr s{harfem zu stehen, würden die H

C INENratis, v id die! un war zu diejer ihilismus Presse, welche sih

mehr oder minder leb

Gesichtspunkte liegen, die heute hiec zur Diskussion steben. daß, wenn der H ssen hat, sih diese Aufgabe nden hat, die Diskussion auf

ein zu weit gehendes uicht bezeichnet werden kann. Herren, andere Regierun olitischem Parteikamp teh [hen Geseßes in sehr viel \s{härferer Königlich preußische, burger Negieruug.

die Orga- Diese könne sich

andhabe eines kannt werden. Weise benußt haben, wie die

wie die Königlich sähsishe und wie die Ham-

Ich kann hier gleih noch, was i vorbin übe err Abgeordnete so sehr au auf Harburg. Er stellte es als ein gew arburg Leute ausgewiesen wurden, die dort noch gar n atten, Hier liegt eine kleine Verwirrung und st nämlich §. 28 des Geseßes an der betreffenden o gefaßt, daß es si stets um direkte Au8wei eseßlide Vorschrift lautet dort, ) Gefährdung der öffentlihen Sicherheit nung zu besorgen ist, der Aufenthalt in den und den Orten Es ift also damit gesagt, die feétum oder auch im Voraus geschehen.

; prächtigen Bechstein, spielte als Solist

folgenschwere

i: j Aber ich muß Die Organisation cben hatte, anknüpfen fallend fand in Bezug

isses Kuriosum hi

geordnete, der eben die Tribüne verla gestellt haben sollte, er es nit versta e Höhe zu heben, die für einen solhen Gegenstand meiner Ih bin deshalb nicht

an das, was der

habe freilich gleihe Noth noch mehr befest'gt.

nihts geschadet,

ung nah sich gebührt. wie es meine Absicht gewesen wäre, e Diskussion,

Ih werde vielmehr mi andere Meinungsäußerungen aus dem darauf beshränken müssen, vorzugêw iger Form auf diejenigen einzelnen

err Vorredner gegen das

ei, dafür

Vermishung der n Berlin

Redacteur: Niedel.

Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. Elsner.

Fünf Beilagen (eins{ließlich Börsen- Beilage).

in eine größere wenigstens , für jeßt, wenn niht noch ohen Hause mir entgegentreten, eise, und zwar în ganz

in diesem telle keineswegs handeln muß,

onen, von denen eite

veranstalten

Sozialistenge um Regierungs-

werden einzugeben,

oder Bezirken versagt werden kann. er Königlich preußi-

Ausweisung kann post