Parquet - Loge 20 Sgr.- Zweite Rang - Loge 10 Sgr. 10 Sgr. Amphitheater 5 Sgr.
Königsstädtisches Theater. : Vie italienischen Opern-Vorstellungen bleiben bis auf Weiteres ausgesetzt.
r A ‘Hen Be- Die in unserem vorwöchentlier e - y 00 s _ , S »4{} Fife abn =- richte erwähnte beträhtlihe Steigerung der meisten D i Actien hat im Laufe dieser Woche nachgelassen, npem A Avance=-Verkäufe nicht allein nachtheilig auf die T E Bahnen wirkten, sondern auch das Geschäft selbst ea taus Demgemáß hatten wir einzelne recht flaue DAEEIIAA/, N e Stelle indeß gestern bereits wieder eine Festigkeit getreten ijt, wei Lui E G V r 0A ließen läßi ir glau- | auf einen neuen Aufshwung der Course shliepen U Is 3 L | ben, um fo sicherer darauf rechnen zu können, als die Gründe 0e i 1 C welche in den allgemeinen Frequenz- | j | | j 1
Verlín, 22, März.
seitherigen Coursverbesserung, V1 : Eisenbahnen Hoffnung cifenbahnen wird. Bon
bestehen, im erfreulihen Maße berechtigen, daß das lau unerwarteï gun=- rgeben Den aus. Dem De “ Februar neuerdings bekannt gewordenen ten müssen wir für heute insbesondere diejenigen f adeburger Eisenbahn hervorheben, welche nach j innabmen im Monat Januar von ca. 12,000 j il n Monat abermals 14,600 Rthlr. mehr einge=- j “Mir haben bereits in unserem vorwöchentlichen Be=- | O hingewiesen | |
»eiterungen 1 und zu V
vg
; uri
fast
\peculationswerthen Stand der Actien d es mit Beziehung auf die sichtbare Fortentwice-
vermögen dies id ; s Die Berlin -Anhalter
; Unternehmens abermals zu thun. 2uswártige Vöorfeu.
Breslau, 22. Márz. Poln. Papierg. 94 Gld. Oesterr. Bankn, 78! Br, und Gld. Poln. Pfandbr., alte 94 Gld., do. neue 94 Gld. Poln. 500 Fl. Loose 814 Gld. B. Cert. 200 Gl. 185 Gld, Russ. poln, Sch. Dblig, 81 Gld. Krakau- Oberschles. Obl, “int pr. Cour. 742 Br., 734 Gld. Oberschle). A, 115% Old., do. B, 109 Gld. Freiburg 76% Br. Niederschle]. SDA Gld. Neisse- Brieg 414 Br., 414 Gld. Friedr. Wilh. Nordbahn 385 Br, 38s Old. | Met. 5proz. 96 Br., 96 Gld. proz. | ; Gld. 22yroz. 524 Br., 52 |
39: 119 Br., 1184 Gld. | 194 Br, 1305 Ol. O V 4. 1200 |
| | | | | |
/
Wien , 21. März. 76% Br., & Gld. 4zproz, 84% Br., Gld. Anl. 34200 Br., 199 Gld, Nordbahn 1315 Br., Gld. Gloggnih Mail. 763 { Gld. Pesth 89 Br., 883; Br,, 56 Gld.
Be,
Wecsel-Course. Amsterdam 182% Br. Augsburg 1315 Br Frankfurt 131 Br. Hamburg 1925
ondon 12.
L TECLL 2N Dr fee Di | A 3 | aris 1557 Br. | - E T lp Toy E j erl. (Hold O72 bezahlt. | bezahlt. |
reit.
ilber 1317 : verändert, aber Fremde Valuten offerirt.
¿D0n, Partial - Obligationen |
M 14 | A |
Letpz. Dresd. C. 14)
Schles. 933 Löbau-Zittau 2417 Old. Berlin=Anhalt. Deßauer B. A. A. 145 Gld.
Br.
1, März. Oesterr. Bank-Actien 14134 Netalliques-Obligationen 73 Br., 72: oofe a 50 Fl. vom Jahre 1840 597 Br., Sabre 1845 0325 Br, 32% Old. 40 Nr, 325 Dr, 025 Gld, Yartia!-Leo}c 36 Fr. bei Gebrüder Bethmann 35 Br.,, 34% Gld, armftädt. Partial 4 S0 6B, 0. Olo, do, a 20 01, [8 271 Gld, Span. 3proz.. inländ. 34/7 Br., 34% Old. blig. a 500 Fl. 834 Br., 825 Old. Friedr. -Wilh.=- Nordbahn oh. Zins. 39% Br., 395 Gld. Bexbah 825 Br, 85 Gld, Köln-Minden oh. C. 1017 Br., 1017 Old.
Oesterr. Fonds, Iproz. Sard. und Lombardische Oblig. waren an heutiger Börse flau, wurden zu billigeren Coursen abgegeben, zproz. Spanier waren begehrt und steigend. Die Course aller übri gen Fonds und Actien blieben auf ihrem Stande von gestern, zum | etwas matter. Der Umsaß war im Ganzen von keinem |
5proz, Lombardische pr. Compt. 71% Geld und 71% Br. |
vom
Sardin,
M C OL,j Poln. 4proz. L
/
Theil
Be lang,
7s ate E117 ie D M v D LORC A C Es WEIA drr L S E N Li A NDB A m D B:
Parterre
Am L Gie A A MEIEE L
400
Montag, 24. März.
hen Musik-Gesellshaft. Konzert,
nal-Kostüm.) Vorher: Caprice aus Liebe, Liebe aus Caprice. spiel in 1 Akt, von F. Wehl.
Konzerts: Ein bengalischer Tiger.
- e Ï 0s“
Berliner Börse. Eisenbahn hat im Februar ca. 7000 Rthlr., die Halle - Thüringer in den Monaten Januar und Februar d. J. 25,000 Rthlr. mehr als im v. J. eingenommen. Leßkere Einnahme = Verbesserung scheint wenig bekannt zu sein, da der Cours der Actien sogar ge- wichen ist. Am bemerkenswerthesten bleiben die bedeutenden Mehr- einnahmen der Niederschlesis{- Märkischen Eisenbahn, welche, wenn wir auch auf den Meßverkehr, der in diesem Jahre früher begon- nen bat, Rücksicht nehmen, dennoch höchst beachtenswerth ist, weil diese Bahn als eine für den inländischen Verkehr bedeutendste ange- sehen werden muß und von der Hebung und Kräftigung des all- gemeinen Handels das beste Zeugniß giebt. | Auf den Umsaß in Eisenbahn - Actien im Laufe dieser Woche eingehend, bemerken wir, daß derselbe besonders umfangreich in Ber= lin-Stettiner, Potsdam-Magdeburger, Berlin-Anhalter, Köln-Min den, Rheinischen und Berlin-Hamburger warz in den übrigen Actien und besonders auch in Friedrich-Wilhelms-Nordbahn blieb das Ge- chäft bei theils gedrüdten , theils {wankenden Coursen beschränkt. Auch in Oberschlesischen Actien ist wenig gemacht worden und deren Cours ist wegen verschiedener Tauschgeschäfte gegen Berlin -Stetti- ner neuerdings etwas gewichen. Alle Prioritäts-Aktien blieben zu festen Coursen begehrt. Preußische Fonds weniger fest und niedri- ger als vorige Woche begeben. Auch fremde Effekten, besonders Russische Schaß-Obligationen, gewichen.
Hamburg, 21. März. 3+{proz. pr. C. 897 Br., 89% Gld. St. )rámien - Obligat. 92 Br. E. R. 1065 Gld. 4#proz. 92% Br., 200 Gla S Br, S7 O Dan: 735 Dr. M0, 105 Iv, 403 Old. ZProz. P le O UAmentan: G04 k St 105% Br. 100% Old. Gand, - Berin 026 D D224 Gld. Bergedorf 91 Br, Magdeburg - Wittenb. 545 Br., 954 Gld. Altona - Kiel 93% Br. u. Gld. Köln - Minden 1005 Br., 100% Gld. Friedrich - Wilhelms - Nordbahn 387 Br. Medlenb I pt 1
H Y 5) 39 J (
Br, Wechsel-Course. Paris 189, Petersburg London 13 . 35. Amsterdam 35 Frankfurt 89, Wien 197. Breslau 1522. (Hold al VYarcvo 425 ¿ Louiéd’or 10.1355. Dufaten 100. Preuß. Thaler 505. und Eisenbahn-Actien matt bei geringem Geschäft.
C) T »
09.
¿Fo NnNDS
V agris, 20. März. 3proz. 57.95. 5proz. 94,30, Nord S aris, Md 3 bahn 483 , 75,
Wechjel Amsterdam 211%.
Cour fe.
Damburg 1855. Berlin 3687
London 24 , 825. Franksurt 2105.
ckt. Pcteréburg 389 Hold al marco 2 20 Dufaten 11. 70 1
1 ( D: d LIEF S Actien fand Umjahz statt.
(F1jenbahn
Nur in
20. März. Ob GCOU, D, VOZ, ; E
3 Avd; 215 20%, 2% oro, 88 Vi 5 h N S8 Ao 14, N o U U 45 97% L Bras. 93, 94, Méx. 32%, 33, 4%, 4 Peru 895. 845
Engl. Fonds flau und bei geringem Geschäft gewichen. In fremden keine Bewegung.
2 Ubr Cons. blieben ohne Veränderung. {ränktes Geschäft.
én, O
, 1
n fremden be-
Amsterdam, 20. März. Holl. Fonds bei mattem Geschäft fast unverändert. Jn Span. 5proz. war der Umsaß wiederum seh1 belebt, die Preise derselben, wie die der übrigen Effekten, etwas minder fest. Von den übrigen fremden Effekten ist nichts zu bemer fen. Russ. 5proz. 105. Aproz. 87, Oest. Met. 5proz, 695.
r Pp pay O1 s M5 Q. »c)1 neue proz. 77° 220704 Oa M. O24,
Erste Gastdarstellung der Loczer ungari- s r der persönlichen Leitung
und Mitwirkung des Kapellmeisters Johann Káälozdy. (Im T
Nach der ersten Abtheilung des
O8
Dienstag, 25. März. Zweite Gastdarstellung der Loczer un- garishen Musik-Gesellshast. Konzert, in 2 Abtheilungen, unter der persónlichen Leitung und Mitwirkung des Kapellmeisters Johann Kálozdy. (Im National-Kostüm,) Vorher : Familienzwist und Frie- den. Lustspiel in 1 Akt, Nach der ersten Abtheilung des Konzerts: Ein bengalischer Tiger,
E a t E —————
Die Schwankungen der Eisenbahn - Actien lassen wir nachste-
hend folgen : i Berlin-Anhalter 104 a 1037 u. 104 bez, u. Gld. Berlin-Stettiner 117 a 1165, u. 117 bez. u. Gld. Berlin-Hamburger 93% a 92% u. 93 bez. u. Gld. Köln-Minden 1015 a 1003 u. 1015 bez. Potsdam=-Magdeburger 609% a 65 u. 6T% bez. u. Gld. Magdeburg-Wittenberger 554 a 954 bez. Oberschlesische Litt. A. 14165 a 115 u. 1416 bez.
do. Litt. B. 1097 a 109- bez, Krakau-Oberschlesishe 74; a 735 u. ck bez. Rheinische 643, a 64 u. 65 bez. u. Gld. Düsseldorf-Elberfelder 97% a & bez. u. Gld. Halle-Thüringer- 685 a 675 bez. Bergish-Märkische 39 a 38% u. ck bez. Friedr. Wilh. Nordb. 39 a 37% u. 383, bez.
Von Wechseln blieben Amsterdam und kurz Hamburg #4 % höher begehrt ; lang Hamburg, Frankfurt und Petersburg gefragt. Wien, in Folge der weiteren Steigerung der Valuten und Wechsel= Course an der wiener Börse c. 1% gewichen, blieb heute begehrter. Paris und London gut zu lassen.
R
Span. Ardoins
Coupons 82, 3
Holl. 10E, 5, Ac - Q F i6
neue 67%,
A9 » »Pr 03. DOi
In E Gr. Piecen 135, X WaAIIve 9 Wechsel- Course
Paris 56% Gld.
Wien 264 Gld.
Frankfurt 99 Gld.
London 2 Mt. 11. 725 Gld
S 11. S0 V
Hamburg 39 Old. Petersburg 1817 Gld, Gold 11%, 10. Dufaten 5.70 5
O a Iproz. 1
, 00,
Telegraphische Iotizen. Sambura, 22. Vat, 25 Ubr, Köln-Minden 1005. Magdeburg - Wittenb. 532, Weizen fest. Roggen unverändert,
Paris , 21. M 25
Hamburg-Berlin 915,
Nordb. 38
März. 0 U 9) 5p roi
»PVO083,
U Con 96% Hamburg
London, 21 j J A A Weizen fest
März.
5pan. 33
Már3. IOE Nuss. 4proz
Amsterdam, 21, M Met 7 Iproz. Stiegl. 86Z Neue russ. Anl. 95. 95 ï É Ö Ds
Rüböl pr. Frühj. 3 Noggen till,
Int S7 neu
(5 695. Proz.
Uy 4 d ¡PTOA. D/ G
März. FFruhj.
Stettin, 22 u, Old, pr, Juni 39 NULol 95 v1 Di, L105. Spiritus 24, pr. Junt
[vagen pr, Br,
Vez,
)
Mit der heutigen Nummer des Staats-Anzet1- gers sind Bogen 96 bis 100 der Verhandlungen
der Zweiten Kammer ausgegeben worden.
Berlin, Druck und Verlag der Dederschen Geheimen 2
Eid L: iein
Sekanntmachungen.
[178] e A V le N
Der wegen betrüglichen Bankerotts in den Anklage- zustand verseyte Kausmann Julius Leopold Profé hat gestern Abend Gelegenheit gefunden, gus der Hast hierselbst zu entweichen.
Alle Gerichts- und Polizei-Behörden werden hiermit ersucht, auf den Pros é vigiliren zu lassen und ihn im Betretungsfalle gefesselt und unter sicherer Begleitung mittelst Transports in das hiesige Gefängniß einliefern zu lassen, (Gleichzeitig wird ein Jeder, welcher von dem Auf-
dachten Profé Kenntniß hat, hiermit auf- verzüglich der nächsten Gerichts-
Fenntmß zu geben. ranftfurt a. d. / 22. März 1851,
Der Königlihe Staats -Anwalt. Willens, An L E Me Kaufmann Julíus Leopold Profé is 39
211 Czarnikau gebürtig, wohnhaft zu Franuk- furt a. d. O., 5 Fuß 2 Zoll groß, hat braunes Haar, graue Augen und gi te Zähne, ift unter|ezter „Figur und pflegt cine Brille zu tragen, : j
Befleidet war er bei seiner Entweihung unter An- derem mit einem hellen Rock und shwarztuhenem Sa-
Paletot.
enthalt DeS GeD( aesordert, davon
Der ?PBLIzeI
J ) Den
Der Jahr alt, 3
[177] Erledigter Stedcbrie f, , Der unter dem 6, Februar d. J. hinter den Privat- {reiber L. Krause erlassene Siectbrief ist durch dessen inzwischen erfolgte Wiederergreifung erledigt, Berlin, den 21, März 1851. : Königl. Stadtgericht. Abtheilung für Untersuchungen. “ Deputation 1X. für Voruntersuchungen,
| /
| | | | | | | | | |
j | 1 \ | | | |
Subhastations-Patent, Nob wenode Berr au Kreisgericht zu Thorn.
Das dem Kausmann F. W. Beuth gehörige, hier selbst in der Louisenstraße Nr. 20 gelegene, in unjerem Hypothekenbuche Vol. l. p. 563 eingetragene und aus 11,047 Thlr. 23 Sgr. 9 Pf. abgeschäute Grundstück, bestehend aus einem Haupt- und mehreren Seiten- und Hintergebäuden nebst Zubehör, soll
4 L S, Bormittagas 11 Uyr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden.
Taxe und Hypothekenschein sind in unserer Registratur einzusehen,
Thorn, den 1, Dezember 1850, Königliches Kreisgericht, 1
[714]
Abtheilung.
[656] P Due ie A A 1
Der zeitige Besizer des im Fürstenthumschen Kreije in Hinterpommern belegenen alt von Letiowschen Lehn- guts Klein - Carzenburg c., Gutsbesißer Friedrich von Lettow zu Gollnow, hat zum Zwecke der Berichtigung des Besißtitels auf seinen Namen auf das Aufgebot der Realprätendenten angetragen und sich zu diesem An- irage durch den Nachweis, daß der leßte eingetragene Besißer Adam Christoph von Lettow vor länger als einem Jahre gestorben ist , so wie durch öffentliche Ur- funden, durch welche die Erwerbung des Eigenthums an dem Gute seinerseits dargethan ist, legitimirt,
Demgemäß werden hierdurch alle etwanigen unbe- kannten Realprätendenten an dem erwähnten Lehngute Klein-Carzenburg c. aufgefordert, ihre Rechte daran in dem auf
den 14, Juni 1851, Vormittags 10 Uhr, in unserem Gerichtsgebäude vor dem Herrn Kreisrichter Müller ansteheuden Termíne bestimmt anzuzeigen, die darüber sprehenden Urkunden zur Stelle zu bringen und ihren Widerspruch gegen die beantragte Besigtitels-Be-
rihtigung geltend zu machen. Den Ausbleibenden wer- den ihre Ansprüche auf das Gut zur Ausführung in einem besonderen Prozesse vorbehalten, un» der Provo- fant wird für berechtigt erachtet werden, den Besißtitel von Klein-Carzenburg c. auf seinen Namen eintragen zu lassen, Cöslin, den 16, Oftober 1850, Königliches Kreisgericht, 1, Abtheilung.
175] Obers-hlesische Eisenbahn. Nach §, 4 des ersten Nachtrags zu unserem Gesell- schafts-Statut werden in diesem Jahre 23 Stück Prio- ritäts-Actien behufs Amortisation am 9, April c., Nachmittags 4 Uhr, ausgeloost, Wir seyen hiervon die Znhaber unjerer Prioritäts-Actien mit dem Bemerken in Kenntuiß, daß denselben der Zutritt zu der Ausloosung gegen Borzei- gung in ihrem Eigenthum befindlicher Actien gestattet ist. Breslau, den 12, März 1851. Das Direftorqum.
[176] Berannimacou n al j Die für das Jahr 1850 zu vertheilende Dividende ist nach dem Beschlusse unseres Gesellschafts-Auss\chusses auf Funfzehn Thaler pro Actie festgeseßt und kaun bei unserer Hauptkasse hierselb in Empfang genommen werden. Magdeburg, den 20, März 1851, Direktorium der Magdeburg- Cöthen - Halle - Leipziger Eisenbahn - Gesellschaft.
[151] Lübeck -Büchener Eisenbahn.
Die Actionaire der Lübeck-Büchener Eisenbahn wer-
den hierdurch ersucht, în den Tagen vom 28. März bis zum 1. April d. J.
die dritte Theilzahlung aus die von ihnen gezeih- neten Actien mit 5 : funfzehn Prozent oder 30 Thlr, Preuß, Cour. pr, Actie, gegen Quittirung auf den bei der ersten Einzahlung ihnen eingehändigten, bei der neuen Einzahlung von ihnen zu produzirenden Jnterims - Actien zu leisten. Diese Quittirung geschieht durh den Kassensührer der Direction, 4. H, W. Amann
Auf diese Theilzahlung werden abgerechnet: elfmo- natliche Zinsen für die am 1, Mai 1850 eingezahlten 20% mit 1 Thlr. Preuß. Cour. 26 S. (Lüb) pr. Actie und viermonatlihe Zinsen für die am 2, Dezember 1850 eingezahlten 10% mit 12 S, (Lüb.) pr, Actie, zusammen mit 1 Thlr, Preuß. Cour. 38 S. (Lüb,) Die Quittungs - Formulare können vom 21sten d. M, ab im Büreau der Gesellschast unentgeltlich abgeholt werden, und werden, gehörig ausgefüllt und von den Actien - Inhabern vollzogen, zu dem darin angegebenen Betrage bei der neuen Einzahlung an Zahlungsfstatt angenommen. i i
Die Einzahlung findet an den genanuten Tagen, mit Ausschluß des auf einen Sonntag fallenden 30, März, Morgens zwischen 9 und 1 Uhr und Nachmittags zwi- schen 3 und 5 Uhr, hierselbst im Büreau der Gesell- schaft, Königstraße Nr. 670, statt.
Als (letter) Zahltag wird 4
Le Wr d,
ausdrüdlih bezeihnet. Von diesem Tage beginnt die Verzinsung der Einschüsse mit 47 % für das Jahr (§. 17 des Siatuts).
Lübeck, den 8, März 1851,
De Dre c tin der Lübeck- Büchener Eisenbahn - Gesellschaft,
Das Abonnemenr berráge. 5 Rthlr. für j Jahr. 10 Kthlr. - 1 Jahr. in allen Theilen der Monarchie ohne Preis - Erhöhung. Bei einzelnen Kummern wird der Bogen mit 23 Sgr. berechnet.
V S
AM. ck06
Nmtlicher Theil.
; Deutschland.
Defterreich. Wien, Hofnachriht. — den Ministerpräsidenten. Note des englischen Kabinets. französische Protestnote. Seehafenwesens, — Fortseßung der südöstlihen Staats-Cisenbahn. Vermischtes.
WBayern. Münch en. Kammer - Verhandlungen,
Hannover. Hannover. Kammer-Verhandlungen.
Sachseu-Koburg-Gotha. Gotha, Der Allodial-Rentenprozeß.
Fraukfurt. Frankfurt a. M. Gesepgebende Versammlung
i : A us land.
Desterreich. Mailand. Ankunft Radcyky's, mando der Lombardei, — Padua. Urtheilsspruh gegen Pfarrer Bol- zani. — Cattaro. Ueberfall aus Montenegro.
Frankreich, Gesepßgebende Versammlung, Verwerfung eines Antrags auf Rehabilitirung legitimistisher Offiziere, — Paris, Di- plomatische Audienzen. — Präsidentenwahlfrage, — Louis Veron über Fusion und Regentschaft, Changarnier als legitimistisher Präsident- \hafts-Kandidat. Ankündigung von Anträgen auf Verfassungsrevision. — Das Ministerium. — Beschlüsse von Kommissionen, — Studeuten- verhaftungen. — Werbungen für Montevideo. — Journal-Verurtheilung, — Wiederaufnahme der topographischen Arbeiten, — Bank-Status. Vermischtes,
Großbritanien und Jrland. London. Parlamentsverhandlungen. i Anglikanische Adresse an den Erzbischof von Canterbury. — Resolu- tion zu Kilkenny, — Die Neger-Republik Liberia. — Vermischtes.
Italien. Turin, Das Unterrihts-Budget, — Abschaffung der Brod- Taxe, Die Kommission über Verlegung des Arsenals nah Spezia. Modena. Ankunft des Grafen von Chambord. — Florenz. Paßpo- lizei. Ferrara, Entdeckung verborgener Waffen. — Rom, Finanz- vorschlag, -— Städtische Neinlichkeitspflege.
Spanien. Madrid. Ernennungen, — Kavalleric-Regimenter zu Uebun- gen. Beschlüsse der Staatsshulden-Kommission.
Portugal. Lissabon. Geseß über Suspendirung der Schwurgerichte,
__— Vermischtes, j
Türkei, Rhodus, Verwüstungen durh das Erdbeben. — Konstan- tinopel. Die Flüchilinge in Kiutahia. — Grippe. Der Zehnten.
Dampfschifffahrtsgesellschaft. Feuersbrunst. — Der neue General- Gouverneur von Rumelien. — Die Rekrutirung in Aleppo.
Börsen : und Handels - Nachrichten.
Amtlicher Theil.
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht : Dem bei dem Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten ingestellten bisherigen Kammergerichts - Assessor von Kehler den Charakter als Legations-Rath beizulegen.
Die zweite
Se, Königliche Hoheit der Prinz Wilhelm von Preußen" der schon seit einigen Tagen am heftigen Katarrh litt, wurde in der vergangencn Nacht von einem starken Brustkrampf (Asthma) befallen, der in der frühen Norgenstunde zwar wieder aufhörte, ( doch das Gefühl von großer Ermattung zurückließ. Die
aver
Ruthenische Dank-Adresse an | Das Mazzinische Anlehen. — Regelung des |
Das Militair-Kom- |
fatarrhalishen Erscheinungen der Luftwege sind unverändert. Kein |
crieber. Berlin, den 24. März, Morgens 10 Uhr. (gez) Dr. Schönlein.
Ministerinm für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten. Bera meOuUn g Einer Benachrichtigung des Stadtpost-Amtes in Bremen zu- folge werden die beiden Postdampfschiffe „Washington“ und „Her=- mann“ auch in diesem Jahre eine regelmäßige Seepost-Verbindung zwischen Bremen und New-York unterhalten. Der Abgang dieser Schisse von Bremen wird in folgender Weise stattfinden : am 21. März am 18, April am 16, Mai am 13. Juni am 11, Juli 8. Augusjt V. F.
Washington, Hermann, Washington, Hermann, Washington, Hermann, Wasjßhington, Hermann, am 31, Oktober Washington, am 28. November Hermann.
Die zur Beförderung mit diesen Schiffen bestimmte Korrespon- denz nach Nord-Amerika muß dergestalt abgesandt werden, daß \solhe am Tage vor Abfahrt der Schiffe in Bremen eintrifft,
Berlin, den 14, Februar 1851.
General-Post-Amt. Schmüúückert,
am Septembe1
ant am Oktober
Angekommen: Se. Excellenz der General-Lieutenant und Inspecteur der 2ten Artillerie-Jnspection, von Strotha, is von seiner Junspectionsreise wieder hier eingetroffen.
Der französische Gesandte in außerordentlicher Mission, Mer - cier, von Paris.
Michtamtlicher Theil. Deutschland.
_ Oesterreich. Wien, 22. März. Wie der Lloyd vernimmt, dürfte der Aufenthalt Sr. Majestät des Kaisers zu Triest zehn
l | l | l | l
Preußischer
Berlín, Dieustag den 25. Márz
bis vierzehn Tage in Anspruch nehmen. Der Hauptzweck dieser Reise ist, wie demselben Blatte versichert wird, die Besichtigung der Marine durch den Monarchen.
Gestern wurde eine ruthenische Deputation dem Ministerprä- sidenten vorgestellt, um ihm eine Dankadresse wegen Erhaltung des europäischen Friedens zu überreichen. Der Minister äußerle sich in den wohlwollendsten Ausdrücken über die hohe Verdienste, welche die Ruthenen durch ihre ausdauernde Anhänglichkeit an die Sache der Ordnung sich erworben, und dankte der Deputation für das ihm gewordene Zeichen freundliher Anerkenuung.
Im Constit. Bl. a. B. liest man: „Am 18. März ist dem Fürsten Schwarzenberg eine Note des englischen Kabinets in Bezug auf die italienischen Zustände zugekommen. Man sagt, daß auch das französische Kabinet seinerseits den nämlichen Schritt gethan hat. Die Besorgnisse wegen der Lage Frankreichs steigen mit je- dem Tage mchr. Jn gut unterrichteten Kreisen will man wissen, daß der Herzog von Bordcaux nächstens nach Wien kommen wird. Er is} jeyt in Parma.“
Der Lloyd weist auf die Bemerkung der brüsseler Jndepen- dance hin, daß die zweite französishe Protestnote, welcher das Journal des Débats erwähne, nicht dem französischen Gesand- ten in Wien, Herrn de la Cour, soudern nur dem Repräsentanten Frankreichs in Dresden mitgetheilt woeden sei.
Dem Oesterr. Eorresp. zufolge, soll das Mazziuische An= lehen bis jeßt weit unter einem Drittheile der ausgeschriebenen Summe eingegangen scin. „Die betreffenden Partial-Obligationen““, sagt dies Blatt, „von denen wir ein Exemplar zu besichtigen Gele- genheit hatten, siud auf festem Papiere zierlich gedruckt und haben beiläufig die Größe österrcihisher Fünfguldennoten. Die Billets sind von fünf Mitgliedern des italienischen Comité's, Mazzin voran, unterzeichnet. Links oben befindet sih die Aufschrift: Dio e popolo, rets: Tialia e Roma. Auf der Rückseite befindet sich eine Giro- formel.‘‘
Wegen Regelung des Seehafenwesens in den österreichischen Küstenläudern sind im Ministerium Verhandlungen eröffnet worden. Wie der Lloyd hört, wird die Regierung die Beaufsichtigung der Hafenorte ven betreffenden Gemeinden, welche bis jegt dazu ver- pflichtet waren, abnehmen und die Obsorge dafür selbst tragen. Von den 128 österreichishen Häfen, die zum Einlaufen von Fahr- zeugen geeignet sind, beaufsichtigte bis jeßt die Staatsverwaltung nur 11. Dieser neue Hafendieust wird mit dem Sanitätsdienste vereinigt, die Kosten desselben aber durch einen Zuschlag für die Tonnengebühr eingebraht werden.
Die Austria meldet: „Bereits mit dem 1sten k. M. wird eine Jngenieur-Abtheilung in Thätigkeit sein, um die Projekte zur Fortseßung der südöstlihen Staats - Eisenbahu gegen Siebenbürgen anzufertigen, Jnzwischen wird an der Strecke von Szedgled gegen Szegedin der Bau fortgeseßt werden. Von Szolnok aus soll die Trace in der Art ausgemittelt werden, daß die Bahn unmittelbar vom östlichen Ente der Station ausläuft. Bei der Ueberscßung des Theißflusses wird auf die beaufssihtigte Regulirung desselben Rücksicht genommen und die Bahn in der kürzesten Linie, jedenfalls aber mit Berührung von Töróok, St. Miklos und Großwardein durch das Körösthal, ihrem Ziele zugesührt werden. ““
Die ODesterreichishe Korrespondenz erklärt noh einmal, daß das zuerst im Mannheimer Abendblatte veröffentliche Schreiben des Fürsten Schwarzenberg apokryph sei, wie wohl sich nicht verkennen lasse, daß es manche richtige Ansicht und einige tref- fende Gedanken enthalte. „Welches Bewandtniß hat es also mit diesem Dokumente? “/ fragt darauf der Lloyd.
Um den Preis für die Lokomotive zur Befahrung des Sem- merings melden sich seben Bewerber. Die Probefahrten in Ge- genwart der Preisrichter beginnen im Juni.
Der bekannte jeßt in Turin lebende Cesare Cantu, dessen volu- minöse Weltgeschichte bereits in fast alle lebenden Sprachen über- tragen wurde, arbeitet gegenwärtig an einer Geschichte der Ro- mantik in Deulschland, wie er vor Jahren eine Geschichte der Ro- mantik in Frankreich veröffentlichte.
Der heutige Wanderer sagt: „Ueber die bevorstehende Ab reise Sr. Durchlaucht des Fürsten von Schwarzenberg ist Bestimmtes nicht bekannt geworden.“
Bayern. München, 20, März. (N. M. Z.) In der heu- tigen Sißung macht der erste Präsident bekannt, daß der verstärkte erste Ausschuß bezüglich des in demselben zurückgewtesenen Gesehes, die Verleitung von Militairpersonen und Landwehrmännern zur Untreue oder zum Ungehorsam betreffend, den früheren Referenten Herrn Paur wieder zum Referenten ernannt habe. Der zur Bear= beitung der Anträge des Herrn Boye erwählte Aus\{huß wählte Herrn Prinz zum Referenten. Herr Kolb verlas folgende Juter- pellation: „Das für das ganze Königreich erlassene und namentlich auch in der Pfalz amtlich verkündete Verfassungsgeseß vom 4. Juni 1848, die Grundlagen der Gesehgebung 2c. betreffend, bestimmt im Art. 10 Ziffer 4: „,„Die Geschworenen dürfen nicht ursprünglich von der Regierung ernannt werden, sondern müssen aus Volkswahl her- vorgegangen sein.‘ ‘“’ Jn sämmtlichen diesseitigen Kreisen ist diese Be- stimmung längst erfüllt. Blos in der Pfalz stellt einzig und allein der jedesmalige Regierungs-Práäsident die Hauptliste der Geschwornen auf, auf Grundlage des napoleonischen Geseßes, nach jenen Bestim- mungen, welche, außer in der bayerischen Pfalz, überall in der gan- zen Welt längst verworfen und abgeschat sind, nach. jenen Bestim- mungen, welche mit dem ein politisches Leben mit Nothwendigkeit bedingenden Constitutionalismus wahrlich vollklommen unvereinbar sind. Der Unterzeichnete findet sich daher gedrungen, an den Herrn Staats-Minister der Justiz einfach die Frage zu richten, ob derselbe zur endlichen Verwirklihung jener geseßlichen Verheißung au in der hierin allein noch zurückgeseßten Pfalz der Kammer eine Geseß- vorlage zu machen gedenke?“ Der Minister-Präsident erwie- dert hierauf, daß der Herr Justiz-Minister unwohl sei, daß dieses Unwohlsein aber si{ch im Laufe der nächsten Woche wohl heben und
| | |
Alle Post-Anstalten des Jn- und Auslandes nehmen Bestellung auf dieses Blatt an, für Berlin die Expedition des Preuß. Staats- Anzeigers : Behren-Straße Ur. 57.
d. s
1851.
dann der Herr Justiz-Minister diese Jnterpellation beantworten würde. Fürst von Wallerstein erklärt bei Motivirung seines Autrags, die Vorlage sämmtlicher auf die bayerishe Juntervention in Kur=- hessen bezüglihen Papiere betreffend, daß er von der Frage der Opportunität Umgang nehmen wolle. Den Weg des Antrags und nicht den der Interpellation habe er gewählt, damit der Gegenstand vor die Kammer nicht materiell gelange, ohne daß sie ihn dur cinen aus ihrer Mitte gewählten Ausschuß reiflich ge- prüft habe. Der Antrag gehöre in dreifaher Beziehung zur Zu- ständigkeit des Hauses, wegen dessen allernächsten. Zusammenhangs mit der deutshen Frage; daß die Kammer über diese kompetent sei, darüber möchte er kein Wort verlieren. Bayern sei ein Theil des deutshen Bundes; nehme man an, daß das bayerische Staats- leben auf dem Gesammtstaatsleben wurzle, daß dieses Deutschleben der Stamm sei unseres Staatenlcbens, so gehöre auch gewiß die deutsche Frage, die jewcilige drutshe Verfassung vor das Forum der baycrishen Kammern. Die Regierung selbst habe seit dem Jahre 1848 in allen ihren Thronreden diese Frage vor das Haus gebracht und ihre Verpflichtung hierzu anerkannt; die gesammte deutsche Frage sei zur Zuständigkeit der Kammer gehörend ange- sehen worden, also gehörten dahin auch ihre einzelnen Aeste. Freiherr von Lerchenfeld habe in den lehten Tagen des vorigen Landtags cine Juterpellation wegen eines über Schleswig-Hol- stein abgeschlossenen Vertrages gestellt, was wohl nicht geschehen wäre, wenn man sie nit als der Volksvertretung zuständig angesehen hätte; die hessishe Frage liege uns nicht entfernter als die \{hles- wig-holsteinishe. Man habe gesagt, die deutschen Fürsten in Dres- den hátten die deutshe Frage in ihre Hand genommen, um ein nach Innen freies, nach Außen starkes Deutschland zu erzielen, sie würden diesen Zustand herbeiführen. Seien wir nun nicht berechtigt, verpflichtet, zu fragen, ob ein Zustand, wo Deutsche gegen Deutsche zu Felde zogen, wo man für Truppenmärsche gegen 60 Millionen geopfert habe, cin Zustaro, in welchem niht mehr die Gewähr- schaften altendes Bundesrechts dem constitutionellen Leben der einzelnen Staaten zur Seite stehen, ob dieser Zustand der verheißene sei? Es \ci Niemand in diesem Hause, der niht annehme, daß wir außer Bayern auch Deutsche seien, und daß wir fragen dürften, was außer dem engeren Vaterlande im großen Gesammtdeutschland ge- chehe und über uns beschlossen werde. Zweitens sei die Frage gehörig zur Zuständigkeit der Finanzen. Wenn das bayerische Heer, das, nebenbei gesagt, nah der Verfassung da sci zur Vei theidigung des Vaterlandes, abgesendet werde, wenn bayeri- hes Geld, sei es auch nur vorshußweise, verwendet werde, um in einem benachbarten Lande die Verfassung gewaltsam zu sus- pendiren und dieses Nachbarland an den Bettelstab zu bringen, wenn in diesem Lande durch bayerische Offiziere als kurhessisches Kriegsgericht jener Ausschuß strafrehtlich behandelt werde, welcher, seiner Pflicht gemäß, die Einberufung der Stände verlangt habe, sei auch aus finanziellem Standpunkte die hessijhe Frage 'zu unserer Kompetenz geeignet. Endlich sei sie dies auch aus dem Stand- punkte der bayerishen Verfassung, die wir aufrecht zu erhalten be- shworen hätten. Seien die Prinzipien, welche bezüglich Hessens unter Mitwirkung der bayerishen Regierung angenommen worden, die leitenden des neuen Staatsrechts, so rathe er, keine ferneren Schwierigkeiten im Budget zu machen, denn dann sei unser Bewil- ligungsrecht weiter zurück, als vor dem März, dann sei selbst auf beshränkte Bewilligung Einschreitung der militairischen Gewalt zu fürhten, Durch die Verweisung an einen Auss{huß präjudizire man die Frage nicht, man erwarte nur cinen Bericht; das Juter esse der Regierung selbst fordere cs, daß cine Frage, die in allen Herzen poche, seiner Zeit zur Debatte komme. Nachdem der An- trag die gehörige Unterstüßung gefunden, erklärte der Ministe Präsident: Der Herr Referent habe schon hervorgehoben, daß aus keinem Paragraphen der Verfassungs-Urkunde die Kompetenz d Kammer hervorgehe. Wollte die Regierung die Kompetenz bestreiten sv habe sfe genug Argumente dafür; er wolle nun anführen, warum Alle Gründe liefen auf den leßten zusammen, auf Verfassungs-Urkunde, an keinem anderen Maßstabe könne die Kam mer thre Kompetenz messenz in der Rückwirkung auf die Verfassung Urkunde habe die deutsche Frage die Begründung ihrer Bei dem Vollzug bestehender, die Verfassungs-Urkunde nicht dernder Bundesbeschlüsse würde die Regierung ihre Pflicht Anerkennung einer Kompetenz verleßenz anders sei es,
um Akänderung der deutschen Gesammtverfassung handle, die Möglichkeit gegeben sei, daß hierdurch das bayerische sungslebhen alterirt werde. ht irre,
nicht geschehe.
(D 5 h A K ompe!
Dies sei, wenn er nicht auch Standpunkt, von dem aus seit dem Jahre 1848 die deutsche Frag hier erörtert worden sci, und werde es auch künftig sein deutsche Gesammtverfassung ohne Einwirkung auf die baye durchzuführen, sei unmöglich, hierzu sei die Zustimmung der baye- rischen Kammern erforderlih. Er erkenne an, und die Diskussion werde zeigen, daß die Bundes-Execution in Kurhessen im wesentlichsten und innigsten Zusammenhang mit der deutschen Verfassungsfrage stehe ; deshalb habe er nichts dagegen, wenn die Kammer ihre Kompetenz aus- spreche, auch daß die finanzielle Seite dieser Frage zu derselben gehöre ; ob der Zeitpunkt, diese zu erörtern, hon jeßt gegeben, sei noch hierbei zu erwägen. Noch einen Jrrthum wolle er berichtigen. Es sei nicht cin hessishes Kriegsgericht, vor welhes der Ausschuß ge- stellt werde, sondern ein vom Bunde eingeseßtes Kriegsgerit. Dasselbe habe in Hessen eine obere und untere Justanz; außer die- sen bestehe noch das hessische Kriegsgericht. Die beiden euen e ten lediglih die Aufgabe, Widerseßungen gegen die vom Aue ausgegangenen Maßregeln abzuurtheilen, in dieser e E ziere des Executionsheeres, also auch bayerische; das pel en Sf gericht habe eine andere Aufgabe, hier säßen keine L h ñimmig iere. Der Antrag des Fürsten von Wallerstein wurde einstimmig R Ob derselbe nach dem Wunsche des Antragstellers einer besonderen ‘Kommission zugewiesen wird, soll in der nächsten Sivung
entschieden werden.