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Kassel, 10. Juli. Das Ergebniß des diesjährigen Wollmarktes war, was die anher gebrahte Quantität betrifft, dem des vortgen Jahres fast gleih, und würde sich solhes noch günstiger gestaltet haben, E nit das anhaltend ungünstige Wetter der Vorwoche die E li i gehalten - hätte. Die gesammte Zufuhr betrug 16,384 Stein, v6 ih 12,390 Stein aus dem Inlande, 3126 Stein aus den Zollvereinslanden und 868 Stein aus dem Königreich Hannover. Außerdem erhielt ein Wollhändler durch directe Sendung au angekaufter Wolle 9940 Stein, \so daß die in der Marfktwoche und an den beiden Markttagen zur Stadt gebrahte Quantität 22,324 Stein betrug. Die Wolle war durchgängig von guter, meist sogar von vorzüglicher Wäsche und das auf Veredlung derselben gerichtete Bestreben alljeits bemerkbar, was insbesondere diesmal durch gute Preise belohnt wurde, Mit Eröffnung des Marktes wurde rasch zu gesteigertem Preise verkauft, so daß anfangs für Wolle aller Sorten 8 —10 Nthlr. per Centner mehr gezahlt wurden. Am zwel- ten Markttage war ein geringer Abschlag, doch stellte sich am Abende die- ses Tages heraus, daß die Wolle im Ganzeu 5—10 Rthlrx. per Centner theurer verkauft war, als im vorigen Jahre. Abermals hatten si viele ueue Verkäufer und besonders viele Zwischenhändler eingefunden, und eben so hatte sich die Zahl der Käufer vermehrt. Es wurden wiederholt für Rechnung mehrerer auswärtigen Häufer bedeutende Posten gekauft, wobet fich die im vorigen Jahre zum erstenmale auf hiesigem Markte erschienenen Engländer aufs neue betheiligten. Der erlangte höchste Preis betrug 77 Rthlr. per Centner. Jm Ganzen stellt sih das Resultat heraus, daß für gute Landwolle 40— 45, für gute Mittel- und veredelte Wolle 46 — 60 und für feine Wolle 61 —77 Rihlr. gezahlt worden sind.
Statistische Mittheilungen. Zur Statistik Bremens. (Schluß. S. Nr. 160.)
Da wir nicht wissen, wie groß die Einwohnerzahl unseres Staates ist, so lassen sich keine Vergleihungen unserer Sterblichkeits - und Gehurts- verhältnisse mit anderen Staaten ziehen. Umgekehrt dagegen könnte man aus der Zahl der Geborenen und Gestorbenen auf die Stärke der Bevöl- ferung \{chließen. Die leßte, im Jahre 1842 vorgenommene Zählung er- gab eine Bevölkerung des bremishen Staats von 82,820 Seelen, nämlich 49,700 in der Stadt und 23,120 im Gebiet. Da nun in jenem Jahre in der Stadt 1465 und im Gebiet 926 Kinder, im vorigen Jahre dagegen in der Stadt 1840 und im Gebiet 4030 Kinder geboren wurden, fo würde, wenu man annimmt, daß das Verhältniß der Geburten zu der Gesammit- bevólkerung fich ungefähr gleichbleibt, die Stadt im Jahre 1852 etwa 63,000, das Gebiet ungefähr 25,500, der ganze Staat also über 88,000 Seelen zählen. Legt man dagegen der Rechnung die minder sichere Basis der Sterblichkeit zu Grunde, \o würde, da im Jahre 4842: 414185 Personen in der Stadt, 624 im Gebiet, im Jahre 1852 aber 41415 in der Stadt und 688 im Gebiete gestorben sind, die Be- völkerung der ersteren sich auf 59,700, die des leßteren wie oben, auf 25,000, endli die des ganzen Staates auf 85,000 belaufen. Nach dieser leßteren Annahme hätte also der Staat binnen zehn Jahren um etwa 12,000 Seelen zugenommen. Da nun in den zehn Jahren 1843 der Uebershuß der Geburten über die Sterbefälle in der Stadt 4140, im Ge- biete 3203 = 7343 betrug, so würde man in demselben Zeitraume den Ueberschuß der Zuziehenden über die Ausgewanderten auf ungefähr 5000 anshlagen müssen. Nun geht aus den amtlichen Listen hervor, daß von 1843—1852 infl. im Ganzen 4184 fremde Personen städtische Bürgerzettel erhalten haben, welhe Summe man, unter Hinzurehnnng von ungefähr 20 fremden Ehefrauen und 60 Kindern jährli, auf 5000 wird erweitern fönnen. Die Zahl der Ausgewanderten müßte demna gerade so zroß sein wie die Zahl derjenigen, die entweder aus der Fremde ins Gebiet oder ohne Bürger zu werden in die Stadt eingewandert sind, um die Bevölke- rung auf etwa” 85,000 zu fixiren. Nimmt man die Zahl der Städter allein, so ergiebt sich folgendes Resultat:
- Bevölkerung in 1842 49,700 Uebershuß der Geburten von 1843—1852......... 4,140 Fremde, die städtishe Bürger geworden sind, circa. … 5,000
58,840 Hierzu würden alle sich hier aufhaltende und seit 1842 von auswärts hierher gekommene Nichtbürger, Dienstboten, Gesellen, Handelsgehülfen, Lehrlinge, Ladendiener, Soldaten u. \. w. hinzuzurehnen, dagegen die seit 1842 Ausgewanderten davon abzuziehen sein, um die richtige Ziffer der Bevölkerung zu finden, die hiernach mit hoher Wahrscheinlichkeit 60,000 nicht unerheblich übersteigen dürfte. Von Jnteresse werden noch folgende Uebersichten fein. *) Todte Geburten : Uneheliche :
T E Sr O C U G T Stadt Gebiet Total Stadt Gebiet Total 1842 40 (2,8) 38 (4) 78 (3,3) 95 (6,5) 94 (10,1) 189 (8,0) 4843 49 (3,3) 34 (3,7) 83 (3,4) 112 (7,5) 93 (10,1) 205 (8,5) 1844 62 (4,0) 29 (3,3) 91 (3,7) 4109 (7,0) 88 (10,0) 4197 (8,0) 41845 58 (3,8) 28 (3,0) 86 (3,5) 4104 (6,8) 94 (10,0) 498 (8,0) 41846 74 (4,6) 31 (3,2) 4105 (4,1) 4113 (7,4) 91 (9,7) 201 (8,0) 4847 - 73 (4,4) 49 (5,7) 122 (5/0) 117 (7,2) 61 (7,1) 478 (7,3) 41848 62 (3,7) 44 (4,7) 106 (4,0) 4112 (6,7) 66 (7,0) 178 (6,8) 1849 62 (3,6) 50 (5,1) 112 (4,2) 123 (7,2) 71 (7,2) 194 (7,2) 4850 5) 38 (41) 82 (3,0) 441 (8,0) 82 (8,8) 223 (8,2) 1854 44 (2,3) 40 (4,1) 84 (3,0) 413 (6,0) 80 (8,2) 4193 (6,8) 1852 70 (3,8) 45 (4,3) 115 (4,0) 4126 (7, 89 (8,7) 229 (7,8) Das Verhältniß der todten Geburten ist hiernach in der leßten Hälfte *) Die eingeklammerten Zahlen bezeichnen das Prozentverhältniß zur z jältniß zur D der Geburten resp. in e Stadt oder im Gebiet, oder zum
des Jahrzehnt auf dem Lande etwas ungünstiger geworden, in der Stadt
etwas günstiger; im Total is die ganze Schwankung vou 3 bis auf 4,2 pCt., wenn man das ungünstige Jahr 1847 (bekanntlih ein Theuerungs-
“ jahr) ausnimmt.
Das Verhältniß der unehelichen Geburten war in der Stadt im Jahre 1852 fast dasselbe wie im Jahre 1843. Dazwischen s{chwankt es von 6 bis zu 8 pCt. Jm Gebiet fällt das Verhältniß vou 1843 an bis zum Jahre 1848, nämlich von 10,1 bis auf 7 pCt.; von da tritt wieder eine allmälige Steigerung bis auf fast 9 pCt. ein. Gegen frühere Jahre ist übrigens das Verhältniß sehr günstig; von 1828—1833 z. B, war in der Stadt durchschnittlich das achte Kind ein unecheliches, im vorigen Jahre erst das vierzehnte, 1851 noch nicht einmal das sechszehnte, Jm Gebiet is es umgekehrt. Von 1828—1838 war dort durchshnittlich das vierzehnte, von 1839—1851 das zehnte bis elfte Kind unehelich.
Verheirathet haben sich im vorigen Jahre
in der Stadt: Ledige Männer mit Mädchen 375 (1 "t a T WUven 37 Wittwer mit Mädchen : i „ Wittwen 458 Paare, im Gebiet: Ledige Männer mit Mädchen 159 7 Z „Iittiven 411 Wittwer mit Mädchen 24 , „_ Wittwen 6 197 A 655 Paare, Proklamirt wurden in der Stadt 604, im Gebiet 301 Paare. Die Zahl der geschlossenen Ehen war 1846 1847 1848 1849 1850 1851 1852 in der Stadt 466 486 427 461 532 561 458 ir Ot. S 0 19/ Total C O
Sie war demnach im vorigen Jahre erheblih geringer als 1851, ge- ringer felbst als 1850, 1849 und 1847, was wahrscheinlich mit dem Ber fall des Cigarren-Fabrikwesens zusammenhängt.
Frankfurt a. M., 40. Juli. Nach ‘der zu Ende des verflossenen Jahres vorgenommenen Volkszählung belief sich die Bevölkerung unseres Staates auf 73,150 Seelen, wovon 62,511 auf die Stadt und 10,639 auf das Gebiet kommen. Die Zahl von 62,511 zerfällt in eine Civil - Bevöl- ferung von 61,682 und eine Militair-:Bevölkerung von 829 Köpfen. Die Bundesbesazung von 4821 Mann if dabei nicht mitgerechnet; zieht man fie hinzu, \o ergiebt sich die Haupisumme von T1971 S Sabre 1849 hatte die Stadt eine Civil-Bevölkerung von 58,426, das Gebiet eine folche von 40,038 Köpfen, das einheimishe Militair zählte 890 Mann, fo daß sich in drei Jahren eine Zunahme von 3814 Seelen ergiebt. Man zählt jebt in der Stadt 9305 Familien und dafür 10,300 Wohnungen. Zur Bundesbesazung stellt Oesterreich 1717, Preußen 1713 und Bayern 1391 Mann.
— Die Königlich sächsische Brandversicherungs-Kommission veröffentlicht eine Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben bei der Landes - Jinmobiliar- Braudversicherungs - Anstalt auf das Jahr 1852. Es belief sich hiernach die Einnahme einschließlich 639,598 Nthlr. Kassenbestand am Jahresfchlusse 1851 auf 1,460,340 Rthlr. Die Ausgabe betrug 1,047,115 NRthlr., dar- unter 683,264 Nthlr. an Immobiliar-Brandschäden-Vergütungen. Es ver- blieben sonach 413,224 Rihlr. als Bestand am Jahres\chlusse 1852 und zwar: 85,224 Rihlr. in baarem Gelde und 328,000 Nthlr. Nennwerth in Staats- papieren. Vergleicht mau diese Bestandsfumme an 413,224 Rihlr. mit dem am Jahres\hlusse 1852 bei der Anstalt vorhandenen Passiven an bis dahin erfolgten, jedoch noch unerhobenen Bewilligungen, ingleichen aufgenomnienen und noch nicht wieder zurückgezahlten zinsbaren Darlehen im Gefammt betrage 591,465 Rihlr. , so ergiebt sich am Schlusse des Jahres 1852 ein Mangel vou 178,240 Rthlrn. Da jedoch zu den erforderlich gewesenen Ausgaben auch der unter den berechneten Beständen mitbegriffene, nah §. 71 des Geseges vom 14. November 1835 zu erhaltende Vorschuß- und Reservefond (welher am Jahres\chlusse 4851 in 161,585 Nthlru. bestanden hat, und im Laufe des Jahres 1852 durch die verfassuygsmäßigen Zu- flússe auf 183,431 Rthlr. angewachsen ist) mit verwendet Worden, fo bleibt nit nur jener Mangel, soudern auch diefer Vorschuß - und Reservefonds, folglich überhaupt die Summe von 361,672 Rthlrn. neben dem kurrenten Bedürfniß künftig mit aufzubringen und zu ersetzen.
Narls7 0. J Der „Moniteur“ veröffentlicht heute in seinem amtlichen Theile den Bericht des Justiz -Ministers über die Kriminal-, Civil- und Handels-Administration des Jahres 1851. Es geht daraus hervor, daß im Jahre 1851 den Assisengerichten der 86 Departe- ments 5287 Anklagen vorgelegt wurden, d. h. 32 weniger als 1m Jahre 1850. Die 5287 Anklagen von 1851 zerfallen in 2165 Verurtheilungen wegen Verbrechen gegen Personen, und 3122 Verbrechen gegen das Eigeuthum. Die 5220 Anklagen von 41850 zerfallen in 2146 Verbrechen gegen Personen und 3447 Verbrechen gegen das Eigenthum. És herrsht im Ganzen eine auffallende Analogie zwischen den Verhältnissen in deu Jahren 1850 und 1854. Bedeutender und zahlreicher is im J. 18951 hauptsächlich die Ka- tegorie der Nothzüchtigungeu und der Angriffe auf die Schaam der Kinder. Die Zahl dieser Gattung von Verbrechen is um % größer als 1850 und dies ist um so beflagenswerther als diese Verbrechen mit jedem Jahre zahl- reiher werden. Im Jahre 1825 wurden nur 83 solche Fälle abgeurtheilt und im J. 1851 zählte man deren 615, Der Justizminister macht auf dieses Zunehmen der Unmoralität besonders aufmerksam und fragt, ob die Ge- seße wohl streng genug seien und die Gesellschaft hinreichend vor diesen abscheulihen Verbrechen s{hützen, die leider uur zu oft im Schooße der Familie selbst| begangen werden. Im Ganzen wurden im Jahre 1851 von den Ässisengerihteu 70714 Individuen verurtheilt; 4298 wegen Verbrechen gegen das Eigenthum, 4773 wegen Verbrechen gegeu die Personen. Jm Jahr 1850 waren 2808 wegen Verbrehen gegen die
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Ner 93 wegen Verbrechen gegen das Eigenthum verurtheilt P E also 7202. Die Zahl der Verbrechen war also grö- ger ad die Differenz liegt hauptsächlich in den Verbrechen gegen das Eigenthum. Unter den Angeklagten von 1851 befanden sich 5931 Män- ner und 1140 Weiber. Jm Jahr 1851 war die Zahl der des Verbrechens gegen das Eigenthum angeklagten Weiber verhältnißmäßig größer als im Jahre 1850. Von den 7071 durch die Assisengerihte verurtheilten Per- sonen wurden 45 zum Tode, 240 zu lebenslängliher Zwangsarbeit, 1031 zu Zwangsarbeiten für eine gewisse Zeit, 889 zum Arrest, 2480 zum Zuchthaus und 8 zu Geldstrafen verurtheilt.
_ Folgendes is eine detaillirte Uebersicht der reinen Staats- Einkünfte des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Jr- land in dem am 5. Juli abgelaufenen Quartal, verglichen mit derselben Periode im Jahre 18952: | D Ult 5 Juli
5 i 4 wei Zunahme | Abnahme 1852 418093 VUNahme N
Pf. St. Pf. St. Pf. St. L 4,502,164} 4,943, 441,173 Actie... _... | 3443506] 3/95 617| 2092101 Stempel T 1,626,826] 1,675,148 48,322 Direkte Steuern. 1,503,707] 1,510,483 6,776 Eigenthumssteuer 4,056,991} 1,053,027 — 3,964 Postgefälle | 230,000| 251,000] 21,000) — Kronlänudereien 60,000| 200,888] 140,888 — Gemischte Einnahmen 202,189 90,537 — 111,652 Summe des ordentlichen Ein-
fommens..….......- v 142,625,393/13 520,037 4,010,260 115,646 Preßgelder u. dgl... 212,688 296,709 44,071 — Eingezahlte Vorschüsse 216002 421573| 207/921 — Gesammt-Cinkommen. 13,054,733 | 14,201,369| 1,262,252| 115,616 Davon verwendet auf die y : ; Zinsen der Nationalschuld | 7,620,984| 5,239,935| 115,616 L Vorschüsse auf Schagamts- : HONAYME {cheine 326,343 999 027 Ausgaben für den laufenden Staatsdienst 5,107,406 | 7,962,407 Summe der Ausgaben 13,054,733 |14,201,369 | Die Einnahme für das ganze am 5. Juli 1853 abgelaufene Jahr ist 541,659,442 Pf. 1,922,954 mehr als in dem am 5. April 1852 been- digten vorigen Finanzjahr.
Neine
1,146,636 Zunahme
Keipzig, 12. Juli. Leipzig - Dreadener 215 Br. Sächs1iseh- Bayerische 91 Br. Söächsisch - Schicsische 102% Br., 1025 G. Löbau- Zittauer 38 Br., 373 G. Magdeburg-Leipziger 310 Br. Berlin-Anhbal- tische 4341 G. Bérlin - Stettiner 1474 Br., 146% G. Thüringer 1113 Br., 111 G. Anhalt-Dessauer Landesbank-Actien Lit. A. 4168 Br., Lit. B. 4591 G. Braunschw. Bankactien 114 Br., 14135 G. Wiener Banknoten 937 Bu, 937 Ge
Ameterdanm. 11, Juli. Am heutigen Markte war Roggen
4 Fl. niedriger bei jedoch lebhafterem Consumtionsgeschäüft; Weizen
blieb ohne Begehr: Rap psaat 41 L. höher, Rüböl hingegen wurde 5 , PIT ; O0
& FI. höher angeboten; Leinsaat 5 FI. höher: Leinöl lest
Stettin , 13. Juli, 2 Uhr 5 Minu ; d. Staats-Anzeigers.) Weizen 89— Op eei BOE E S Dep: September 71 Br. Roggen 54 bez., Juli 547 G., Juli-Au oi B Az. gust - September 52%, September- Oktober 512—513 bez * RLA vas verändert. Spiritus Juli 145 G. E a2 A
Hamburg, 13. Juli, 2 Uhr 54 Minuten Nachmi Dep. d. Staats-Anzeigers.) Actien matt. Geldcourse: A 107. Magde-burg- Wittenberge 435. Mecklenburger 46. Kieler 405 3proz. Spanier 39%. 4proz. Spanier 217 Sardinier 887. : Getreidemarkt: VVeizen, gestern Abend Holstein August 117% bez. heute sest anf Preise gehalten ohne Geschäft. Boggen sehr fest. / Oel 22%, 225. Caffee unverändert. Zink ohne Umsktz. Dis- conto 43.
Wien, Dienstag, 12. Juli, Nachmittags 2 Uhr 15 Minuten. (Tel. Dep. d. C. B.) In Nordbahn-Actien starke Ankäufe. Silberanleihe 1087. 5proz. Metalliques 944. 4t{proz. Metalliques 845. Bankaktien 1408. Nordbahn 228%. 4839r Loose 132. Gloggnitzer Actien 174. London 8 e Augsburg 41094. Hamburg 817. Paris 1293. Gold 152.
11Der 95.
Amsterdam, Dienstag, 12. Juli, Nachmittags 4 Uhr 45 Min. (Tel. Dep. d. C. B) Oesterreichisches angeboten; Holländisches, Spa- nier lebhast, Sproòz. Metalliques Litt. B. 94/7. Sproz. Metalliques 81. 2iproz. Metalliques 425. 1proz. Spanier 22%. 3proz. Spanier 4277 Holländische Integrale 63%.
Londoner W echseÌì, kurz, 11, 825. Hamburger VVechsel, kurz, 3955.
Paris, Dienstag, 12 Juli, Nachmittags 5 Uhr. (Tel. Dep. d. C. B.) 3proz. 76, 55. 4tproz. 101, 50. S3proz,. Spanier 413. 41proz. Spanier 2283.
Econdon, Dienstag, 12, Juli, Nachmittags 5 Uhr 30 Minuten. (Tel. Dep. d. C. B.) Consols 98. proz. Spanier 225. Mexikaner 265- Sardinier 94. Oesterreichische Anleihe 977. Metalliques 87.
Hamburg, 3 Monat-VVechsel 13 Mk. 6; Sch. Wien 11 FI. 2 Kr.
Das fällige Dampfschiff aus Rio Janeiro ist eingetroffen. Der Wechselcours in Bahia 287.
Liverpool, Montag, 11. Juli. (Tel. Dep. d. C.B.) Baum-
wolle: 8000 Ballen Umsatz. Preise gegen gestern unverändert.
Königliche Scauspiele.
Donnerstag, 14. Juli, Jm Opernhause. (109te Vorstellung.) Auf Allerhöchsten Befehl + Satanella, fantastishee Ballet in 3 Akten und 4 Bildern, vom Königlichen Balletmeister P. Taglioni. Musik von Pugni und Hertel. Vorher: Die Leibrente. Schwank in 1 Aft, von G. A. von Maltig.
Mittel = Dre) e
Freitag, 15. Juli. Jm Opernhause. (110te Vorstellung.) Zwanzigstes Gastspiel der Königsberger Operngesellshafst unter Mitwirkung der Frau von Marra und der Herren Bötticher und Ellinger: Die Ballnaht. Große Oper in 5 Akten, mit Tanz. Musik von Auber.
Kleine Preise.
Deffeutlicher Anzeiger.
im Betretungsfalle festzunehmen und mit allen bei ihm sich vorfindenden Gegenständen und Der unten näher bezeichnete Dr. philos. Cduard Geldern mittelst Transports an die hiesige Stadt- Joseph Heinrich Arthur Müller, aus voigtei-Direction abzuliefern.
[985] S ke b.r4 e f
Aachen gebürtig, ist wegen Verspottung der evan-
Signalement des Dr. philos. Eduard Heinrich Arthur Müller. Derselbe ist 48 Jahre alt, katholischer Reli- gion, in Aachen geboren, 5 Fuß 9 Zoll 4 Strich
Es wird die ungesäumte Erstattung der da- | groß, hat blonde Haare, blaue Augen, blonde
M Vas M éreiit S rbd durch entstandenen baaren Auslagen und den ver- | Augenbrauen, breit und etwas gegrübtes Kinn, ängnißstrafe rechisfräftig verurtheilt worden, | ¿hlihen Behörden des Auslandes eine gleiche | leiht oval und volle Gesichtsbildung, gesunde
Derselbe hat sih von hier heimlich entfernt, ohne | Nechtswillfährigkeit versichert,
daß sein gegenwärtiger Aufenthalt zu ermitteln gewesen is, Ein Jeder, welcher von dem Aufent- halte des 2c, Müller Kenntniß hat, wird auf- gesordert, davon unverzüglich der nächsten Ge- richts- oder Polizei-Behörde Anzeige zu machen. Gleichzeiiig werden alle Civil - und Militair- Behörden des Jn- und Auslandes dienst- ergebenst ersucht, auf denselben zu vigiliren, ihn
Berlin , den 6. Iuli 41853, / BO)
Königliches Stadtgericht. Abtheilung für Untersuchungssachen, 1V. Deputation für Vergehen.
Gesichtsfarbe, kurz und stumpfe Nase, großen Mund, blonden Bart, defekte Zähnez is großer und starker Gestalt, spricht die deutsche, franzü- sische und italienishe Sprache und hat keine be- soudere Kennzeichen, — Seine Bekleidung kann nicht angegeben werden,