1904 / 52 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 01 Mar 1904 18:00:01 GMT) scan diff

Abschiedsbewilligungen. Im af Lene i fraftanla0f;

bruar. Gr. v. Plettenber

Königlichen Hoheit dem Herzog KarkrC das erbetene Ausscheiden aus der b-{nzen Königl. preuß. Militärdienste ktect G -wegierungsbau 19. Inf. Regt. König Arheiten, als

Erlaubnis zum Forttragen dèg, C09rigen Uniform mit den für Ver- mit der geseßlichen Pension, Oberst z. D., mit der Erlaubnis- zum Forttragen der bisherigen Uniform, Pröstler, Oberstlt. z. D L er Erlaubnis zum Tragen der Uniform Wrede, beiden mit den für Verabschiedete vor- unter Fortgewährung der Pension, der

Der Abschied bewilligt : Mennen Edler (T München), Dr. Schmid

25. Februar.

abschiedete vorgeschriebenen Stinglwagner,

des Landw. Bezirks Hof, mit d des 9. Inf. Negts. geschriebenen Abzeichen Abschied bewilligt. Im Sanitätskorps. Dr. Ehrensberger (Aschaffenburg), Dr. v. Riedl (T1 Münden),

(I München), jämtlihen mit der m Den fr Marzolph (Landau), Dr. Valentin (Aschaffenburg), ebots; den Oberärzten:

maier (Vilshofen),

(Würzburg),

(Weiden), Dr. Wanner, Dr. Rosenberg, berg), Dr. Cohen (Würzburg), Kölling (Erlangen), Dr. Weiß, Dr. Mayer, Dr, Nehm (1 München), Dr, Kupfer {Weiden), Dr. Henkel (Augsburg), Dr. Heineke (1 München), (Aschaffenburg), Dr. Kämmerer, Dr. Voller,

Dr. Schiffer

g-

Abgankfn

14. Februar. Oberstabsarzt, Glat\hke (Hof), Dr. Stabsärzte, Oberarzt, diese von der Landw. 1. Aufgebots, Stabsarzt von i Erlaubnis Verabschiedete

(Amberg),

eere. clt., bisher Seiner Bayern zugeteilt, behufs Nücktritts in

fütm. und Komp. von Jtalien,

Dr. MATTET U,

vorgeschriebenen Wengler, Stabsärzte von der Landw. 2. Scchlayer (Würzburg) Dr. Borger (Do), Dr. Zenker (1 MünwVen) Dr Shnabel» Dr. Bode (Aschaffenburg), 1. Aufgebots, Dr. Steinhoff (Aschaffenburg), Dr. Nul and (Kaisers- lautern), Dr. Weidinger (Aschaffenburg), Dr. Krapp (Ludwigs- gal), Dr. Wenning, Shuirmann, Dr. Greulich (Aschaffen- urg) von der Landw. 2. Aufgebots. Die Unterärzte: Dr. Heyn, Dr. Spörl (1 München), Simon Dörner (Ansbach), Wolf (Erlangen),

von

und Kommandeu

Aufgebot der Uniform Abzeichen, Geißler,

von der

14.

Chef im mit der

8 d

der Landw.

Brütting Dr. Pieper (Nürn- Dr: Zade,

Fe-

und

Dr. | Baldeweg m3 Inf.

Auf- Nes,

14. Februar.

ruar.

der Abschied bewilligt.

Burkhardt, Proviantamtsrendant des Pro- viantamts Freising, mit Pension in den erbetenen Nuhbestand getreten. Jak ob, Hahn, Kaserneninspektoren auf Probe und Militäranwärter bei den Garn. Verwalt. Würzburg bezw. Landau, zum 1. März d. zu Kaserneninsp-ktoren ernannt.

Glaser,

Königlich Sächsische Armee.

Verseßungen. Im

v. Kirchbach

Im

befördert. 11 Dresden,

dem Schützen- (Füs.) Neg Dr. Künzel,

T: 2 S

aktiven

93. Februar.

Heere.

Dieselben haben am

Dr. Mansfeld,

Dr. Gold \chmidt (1 München), Dr. Flögel (Würzburg), Luttwig, RNobbert, Dr. Wolff, Dr. Pahmayr (1 München), zu Assist. Aerzten in der Res. befördert.

Beamte der Militärverwaltung.

Sölch (1 München), Oberapotheker von der

Res, Dr. Zängerle (Landshut), Oberapotheker von der Landw.

2. Aufgebots,

(1 München), Floßmann (Dillingen), Unterapotheker der Ref., zu

Oberapothekern befördert. 23. Feb

Offiziere, Fähnriche 2c. Ernennungen, Beförderungen 2D FRCbruar: Nachgenannte Oberprimaner des Kadettenkorps in der Armee als -— | Fähnriche angestellt und zwar: die Portepeeunteroffiziere: v. Pros ch im 2. Gren. Regt. Nr. 101 Kaiser Wilhelm, König von Preußen, Regt. Nr. 102 Prinz-Regent Luitpold Dr. | von Bayern, Klette, Schurig im 6. Inf. Regt. Nr. 105 König Wilhelm 11. von Württemberg, Schubert im 7. Königsinf. Negt. Nr. 106, Meißner im 8. Inf. Regt. Prinz Johann Georg Nr. 107, im Schhütßen- (Füs.) Negt. Prinz Georg Nr. Büchner im 15. Inf. Neat. Nr. 181, Nette im 6. Feldart. Negt. Nr. 68, Fiedler im 1. Pion. Bat. Nr. 12. 3. März d. Is. bei ihren Truppenteilen einzutreffen. Sanitätskorps. i Stabsarzt im 9. Inf. Regt. Nr. 133, vom 1. März d. J. ab auf zwei Jahre ohne Gehalt zur Dienstleistung beim Auswärtigen Amt in Berlin kommandiert. König Unterarzt der Res. im Landw. Bezirk 11 Dresden, unter Anstellung im aktiven Sanitätskorps und zwar bei rinz Georg Nr. 108, zum Assist. Arzt tabsarzt der Nes. im Landw. Bezirk Dr. Göpfert, Stabsarzt der Landw. 1. Aufgebots im Landw. Bezirk Il Dresden, diesem mit der Erlaubnis zum Tragen

Weeber

108,

der bisherigen Unifcrm, Dr. Wessels,

1. Aufgebots im Landw. Bezirk Leipzig,

und Verseßungen. Im

Major, v. Scchnürlen, Geú. Lt.

der Inf, v.

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zum Major, befördert.

D

Hauptm. aggreg.

aggregiert. Groß, im. überzähl.

Karl NE 128, zum vom 27. Januar 1904 befördert.

erhalten.

Durch Entschließung Seiner des Prinz-Regenten von Bayern.

versetzt.

dem Major

Neichsmilitärgericht.

Königlichen 14. Februar. 12 Reichsmilitärgerihtsrat beim Bayerischen Senat des Reichsmilitär- gerihts, auf seinen Antrag zum 1. April 1904 mit Pension und der Erlaubnis zum Tragen des bisherigen Uniform in den Ruhestand

Stabsarzt der Landw. Dr. Hoffmann, Stabs8- arzt der Landw. 2. Aufgebots im Landw. Bezirk Zittau, behufs Ueber- führung zum Landsturm 2. Aufgebots der Abschied bewilligt.

X17. (Königlich Württembergisches) Armeeckorps.

Offiziere, Fähnriche c. Ernennungen, Beförderungen aktiven Heere 29, Febr Herzog Robert von Württemberg Königliche Hoheit, Rittm. und Eskadr. Chef im Drag. Regt. König Nr. 26, zum überzähl. und Kriegsminister, zum Gen. Haldenwang, Hauptm. und Adjutant des Kriegs8- ministers, Chef des Zentralbureaus des Kriegêministertums, unter M Belassung in diesen Stellungen in das Kriegsministerium verseßt und Schlegel, Major a. D., zuleßt Bats. Kommandeur im Inf. Negt. Kaiser Friedrih, König von Preußen Nr. 125, den Charakter als Oberstlt. erhalten, : | Die Hauptleute und Komp. Chefs: Huber im Inf. Negt. Kaiser Wilhelm, König von Preußen Nr. 120, Faber im 4. Inf. Regt.

25. Februar.

Nr. 122 Kaiser Franz Ioseph von Oesterreih, König von Ungarn, Ludwig im 9. Inf. Negt. Nr. 127, zu überzähl. Majoren mit Patent vom 27. Januar 1904 befördert und den betreff. Gren. Regt. mit einem Patent Schwerin, Hauptm. und Komp. Chef im 8. Inf. Regt. Nr. 126 Großherzog Friedrih von Baden, ein auf den 18. August 1894 vordatiertes Patent seines Dienstgrades Schott v. Pflummern, Hauptm. und Komp. Chef im Gren. Regt. König Karl Nr. 123, in das 4. Inf. Regt. Nr. 122 Kaiser Franz Joseph von Oesterrei, König von Ungarn verseßt.

Regtrn. Kömig

Hoheit Hauer,

1904

Marktort

Berichte von deutschen Fruchtmärkten, D S C E O I E D S S t cMETE A P E S E I A s IA I D: N G O S E E S L N A A S S RAL A AS R D A E A R SEN D A ESCIS S S-A Ä A SANENA N O RSSE N E E C N M M GPEITT A R I ACIZT- PROO Si M E (A3 chN T D” DSOSNNRCSNAN TUA S-A 7 E A M S R NAL D S M T M GI

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Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) na übershläglicher Schätzung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)

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Bemerkungen.

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Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner

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18,00 17,00 17,40 17,00

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Spelz, Dinukel,

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18,00 18,20 17,80 18,00 17,60

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11,90 11,50 12,00

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12,60 12,90 13,20 13,00 12,50 12,90 12,75 14,00 14,60 15,40 13,55

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12,00 13,20 12,80 13,30 13,00 12,80 15,00 13,80 13,00 14,75

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12,20 12,00 12,20 12,80 11,20 12,80 12,40 13,38 12,00 13,40 13,10

und der Verkaufswert auf volle Mark Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis niht vorgekommen ist, ein Punkt (.

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12,50 12,00 12,40 12,80 11,20 12,80 12,40 14,00 12,00 13,40 13,10

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1 900 90 28

9 39

abgerundet mitgeteilt.

690 11,50

23 940 12,60 1 080 12,00 379 13,39

60 12,00 464 13,26

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Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet.

) in den legten sechs Spalten, daß entsprehender Bericht fehlt.

Deutscher Reichstag. 45. Sißung vom 29. Februar 1904. 1 Uhr.

Die zweite Lesung des Reichshaushaltsetats für 1904 wird bei dem Etat der Reichsjustizverwaltung, in der Debatte über die Handhabung der Fremden- polizei in Verbindung mit dem Königsberger Geheimbund- prozeß fortgeseßt.

Ueber den Anfang der Sißung wurde in der gestrigen,

Nummer d. Bl. berichtet.

Abg. Dr. Müller - Meiningen (fr. Volksp., fortfahrend) : Selbst ein Fürst, mit dem die deutsche Regierung offiziell in den besten Beziehungen steht, hat bis in die jüngste Zeit von den Blättern Urteile zu hôren bekommen, die, wenn sie gegen die russische Regierung gerichtet wären, unzweifelhaft die Staatsanwälte zum Einschreiten veranlaßt bâtten. Warum gerade diese törihte Fürforge für Rußland, das die finnishe Freiheit vergewaltigt und ungestraft im Innern Unter- drückung übt? Die Aeußerungen des Ministers haben auch nicht leugnen können, daß russishe Spitzel cine Tätigkeit in Deutschland ausüben. Selbst ein Parteigenosse des Herrn von Kardorff konnte fih im preußischen Abgeordnetenhaus des Eindrucks nicht erwehren, daß die in dieser Beziehung erhobene Beschuldigung niht ganz unbe- gründet ist. Der Minister sagte, es sei ihm nicht bekannt, daß russishe Organe eine solde amtliche Tätigkeit ausüben; der Nach- drud scheint dabei auf dem Worte „bekannt® zu liegen. Das ist doch keine Widerlegung. Ich muß ihn do fragen: Hat er die Spuren, die thm der „Vorwärts* und die Verhandlung vom 19. Januar positiv gaben, verfolgt, die auf Pol, Neuhaus usw. deuten? Sind sie verfolgt worden und in welher Weise? In den Ausführungen des Herrn von Hammerstein lag aber auch ein aualifiziertes Geständnis; er hat eingestanden, ein Beamter der russishen Polizei fei beauftragt mit der Ueberwahung der Russen. Sollen wir jet vielleidbt glauben, daß nur ein einziger Vertreter der russishen Botschaft diese Dienste aus- führt? Ein einziger könnte das ja gazr nicht bewältigen. Es muß auch dazu kommen, daß der Verkehr der Inländer überwacht wird. Darüber sind auch im preußishen Abgeordnetenhause alle Parteien einig, daß es ein unwürdiger Skandal wäre, wenn auch auf Inländer ein derartiges Spitzelwescn erstreckt würde. Es genügt niht, daß der Minister sagt, mir ift nihts bekannt davon, sondern es muß der genaue Nachweis geführt werden, daß so etwas nicht vorgekommen ist. Die Minister haben alle Ursache, aus preußischen Gründen den Anhaltspunkten nachzugehen, die ihnen von der äußersten Linken gegeben worden find. Ein dritter Schaden, der aufgedeckt worden ist, betrifft zwar nicht eine Geseßesverleßzung, wohl aber die Verleßung der völkerrechtlichen Moral, indem die Ausweisung in eine förmlihe Auslieferung an Rußland umgewandelt worden ist. In dieser Beziehung haben mich die Er- flärungen des Ministe1s des Innern nicht befciedigt. Er hat darauf bingewiesen, daß bei uns in Preußen die Regel ist, daß der Ausgewiesene an derjenigen Grenze ausgewiesen wird, die er wünscht. Mir scWeint aber hier eine große Willkür zu herrschen. Der Minister sagte, es bestehe nur eine Ausnahme von dieser Negel, und die beziehe ih auf die Anarchisten. Geben Sie doch einmal eine genaue Definition dieses Begriffs! Anarchisten im eigentlihen Sinne des Wortes gibt es nah der Erklärung des Ministers gar niht; er sprach nur die Befürchtung aus, daß diese Leute Anarchisten würden. Unreife Studenten, sagte der Minister, brauhe Deutschland niht. Es ist doch aber etwas anderes, wenn diese einer Justiz auêgeliefert werden, die nach unseren kulturellen Begriffen keine Justiz ist. Der Grundschaden liegt in dem preußishen Auslieferungsvertrag vom 13. Januar 1885. Dieser Vertrag ist ja kein Ruhmesblatt in der preußishen und teutshen Kulturgeshihte; er muß durhaus geändert werden. Mit seinen Kautschukbestimmungen ist er ein Schlaa in das Gesicht des Völkerrechts, denn er oerpflichtet Deutschland, Personen wegen politisher Vergehen auézuliefern, die bei uns nicht mit Strafe bedroht sind. Im Reichstag kam der “ertrag gar nicht zur Ver- bandlung; er scheiterte an der Wucht der öffentlihen Meinung. Die Auslieferungsverträge anderer Staaten, z. B. der österreichische, sind weit beschränkter als der mit Rußland. U DEN norwegishen und \{wedis{hen Verträgen sind die Delikte ganz genau genannt, dort ist eine sol&e Willkür ausges{lofsen. Der preußish-russische Auslieferungsvertrag ist nach der Meinung aller Autoritäten ein solcher, wie er in keinem anderen Staate besteht. Es mat immer den Eindruck, daß der Vertrag nur dazu bestimmt if, Rußland bei guter Laune zu erhalten. Kein Staat ist aber z. B. in handelsvertragliher Beziehung uns gegen- über so unfreundliß wie Nußland. Mit dem Abg. Oeser im preußishen Abgeordnetenhause möchte ich eine Kodifikation des allgemeinen Fremden- und Auslieferungsrechts befürworten. Wir haben die größte Sympathie mit dem gebildeten Teil des russischen Volkes, wir wollen unter keinen Umständen die Begünstigung eines Regierungs\ystems, das in orientalischer Weise Tausende in sibirischen Kerkern vershwinden läßt. 1866 sprach Waldeck im Abgeordneten- bause flammende Worte gegen die schmachvolle preußishe Konvention wegen des Ueberganges russisher Truppen auf preußisches Gebiet. Ich weiß nicht, ob unsere Minister noch den Bismarckschen Stolz haben, der fagte: „Wir Deutsche fürhten Gott und sonst nichts in der Welt.“ Wir können nur wünschen, daß sie dem Zarismus keire Polizei dienste leisten.

Preußischer Justizminister Dr. Schönstedt:

Meine Herren! Ich will mi auf wenige Bemerkungen gegen- über den Ausführungen des Herrn Abg. Müller (Meiningen) be- schränken. Der Herr Abgeordnete bemängelt die geseßlihen Bestim- mungen unseres Strafgeseßbuchs bezüglich der Verfolgung feind- licher Handlungen gegen befreundete Staaten. Ich habe darüber mit dem Herrn Abgeordneten nicht zu rechten. Die Bestimmungen bestehen; sfolange fie bestehen, müssen fie befolgt werden. Der Herr Abz. Müller (Meiningen) gibt das auch zu, meint aber, dann sei wenigstens ein sehr vorsihtiger Gebrauh dieser Bestimmungen ge- boten. Daß auf demselben Boden die Königlich preußishe Staats- regierung und die Justizverwaltung fteht, geht aus den weiteren Aus- führungen des Herrn Abg. Müller (Meiningen), wie mir \{eint, ganz zweifellos hervor. Er hat erwähnt, daß gegen eine Reibe anderer europäischer befreundeter Souveraine i preußishen Zeitungen \chwere Beleidigungen ausgesprohen worden find er hat genannt : Serbien, Bulgarien, England und Belgien, glaube ich —, und da sei niht eingeschritten seitens der preußishen Staatsregierung und Justiz- verwaltung. Ja, meine Herren, das ist doch der beste Beweis dafür, daß die preußische Verwaltung außerordentlite Vorsicht übt, ehe fie von diesem Nehte Gebrauch maht, und daß fie, wie ih {on vor- gestern sagte, den einzelnen Fall darauf ansieht, ob ein Einschreiten geboten ist oder nit.

Der Herr Abg. Müller (Meiningen) hat ferner es als un- gewöhnli bezeihnet, daß anhängige Strafsachen zum Gegenstand der Verhandlung in parlamentarishen Körperschaften gemacht werden. Auch hier teile ih vollkommen die Auffassung des Herrn Abgeordneten ; ih balté es niht nur für ungewöhnlih, ih halte es auch für durch- aus niht erwünscht, daß es geschieht; aber ih glaube, die preußische Justizverwaltung trifft hierfür nicht die Schuld. Wir haben niht begonnen; die Anhänger der sozialdemokratishen Partei haben diesen Prozeß hier zur Spracke gebracht, und für die preußische Regierung ergab sih die Verpflichtung, sch an der Stelle, welche sie für die berufene hält, zu verteidigen; und nichts anderes hat sie getan.

Meine Herren, es ist an mich die Frage gerihtet worden, wie es .

mit der Behauptung stehe, daß den Angeschuldigten und dem Ver- teidiger die Einsicht der Akten verweigert sei. Der Herr Abg. Müller (Meiningen) hat die Meinung vertreten, daß, wenn solche Einsicht ver- weigert worden sei, den Bestimmungen der Strafprozeßordnung im § 147 zuwidergehandelt sei, und daß den preußis{hen Justizminister ein schwerer Vorwurf treffe, wenn dagegen nicht eingeshritten fei. Demgegenüber muß ih mi berufen auf den Wortlaut des § 147 der Strafprozeßordnung. Nach diesem Paragraphen steht dem Anschuldigten selbst ein Necht der Einsicht überhaupt nicht zu; dem Verteidiger teht fie zu, nachdem die Voruntersuchung abgeschlossen oder Anklage erhoben ist, und von diesem Zeitpunkt nur insoweit, als dies ohne Gefährdung des Unter- suhungszwecks möglich ist; ob diese leßtere Vorauésetzung zutrifft oder nicht, das zu prüfen ist niht Sache der Justizverwaltung, sondern lediglich Sache des Richters. In der vorliegenden Sache ist die gerichtliche Vorunter- suchung am 4. Dezember v. F. eröffnet worden. Seitdem ift der einzige Herr der Sache der Untersuchungérichter in Königskerg. Ih weiß nit, ob bis jeßt den Verteidigern die Akteneinsiht vorenthalten worden ist. Es if nicht meine Sache, das zu prüfen; unter keinen Umständen würde ih mi für berechtigt und berufen halten, mih in die Sache einzumishen. Der Unterfsuchungsrichter ift souverän, und wenn ich den Versu machen wollte, auf den Untersuhungsrichter einzuwirken, würde mich mit Recht der Vorwurf treffen, den bis jeßt zu Unrecht mir die Herren von der sozialdemokratishen Partei gemacht haben, nämlich daß ich in die Zuständigkeit der Gerichte eingreife und in unzuläfsiger Weise die Gerichte zu beeinflussen unternehme. (Beifall

rets.)

Staatssekretär des von Richthofen:

Der Herr Abg. Dr. Müller (Meiningen) hat hier eingehend den preußish-russishen Auelieferungévertrag erörtert. Dieser fteht aber bei der ganzen Angelegenheit nicht in Frage; keine einzige der Aus- weisungen, von denen hier die Nede ist, ist auf Grund des preußisch- russishen Auslieferungsvertrags erfolgt. Es sind überhaupt keine Aus- lieferungen erfolgt, sondern Ausweisungen auf Grund des allgemeinen Staatshoheitsrechts der Bundesstaaten, Auêëweisungen über die Landes- grenze zu verfügen. Das ist keine Auslieferung, sondern eine Aus- weisung. (Lachen links.)

Der Herr Abg. Dr. Müller (Meiningen) hat ferner auf den Fürsten Bismarck hingewiesen und gesagt, wir sollten seinen Spuren folgen. Meine Herren, der Fürst Bismark hat genau dieselben Giundsäße über Fremdenpolizei verfolgt wie wir, er hat inêébesondere gegenüber Rußland die weitgehendsten Ausweisungen befürwortet. (Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Wir ftehen auf demselben Boden und auf derselben Basis, die uns der Fürst Bismarck hinter- lassen bat, und wir haben auch nicht die Absicht, davon abzugehen. (Lebhafter Beifall rets.)

Abg. Fürst Radziwill (Pole): Der Minister Freiberr von Hammerstein hat auf eine Versammlung polnis{-russisher Studenten hingewiesen, die hier in Berlin stattgefunten haben soll. Die un- berechtigte und verantwortungélose Einmischung unreifer Elemente in die große Weltpolitik ist auch nach meiner Meinung durhaus zu ver- werfen. Wenn er aber weiter Kapital aus diesem Vorgange für seine Polenpolitik zu {lagen suchte, so kann ich ihm darin nit folgen. Diese Methode befolgt er wie sein Vorgänger sehr gern. Man benußt Leitungëauss{nitte, um die Stimmung des Deutschen Reichs gegen die Polen und für die preußische Polenpolitik zu beeinflufsen. Ih bitte ihn, sich das Kriegerdenkmal in Kissingen anzusehen, da ist eine lange Reihe Gefallener aufgeführt, die namentlich aus unserer Heimatsprovinz stammen und mit ihrem Blut ihre Treue zum Staat besiegelt haben. Erst kürzlih ist ein Kriegs\hif in Ostasien untergegangen, das zum großen Teil polnishe Besaßung gehabt hat. Wenn der Minister gegen ein Mitglied unserer Fraktion im Abgeordnetenhaus das Wort aus- gesprochen hat: „Wir haben zu befehlen, Ihr habt zu gehorchen !“ so muß er sih doch vergegenwärtigen, daß auf einem Gebiet, wo er durchaus nichts zu befehlen hat, man über einen solchen Befehl mit Achselzucken hinweg geht. Gerade gegen diese Volkéskreise, die ih erwähnt habe, richtet sih diese antipolnische Politik; sie wollen dem polnischen Arbeiter die Möglichkeit, sih in seiner Heimat eine Heim- stätte zu gründen, unmöglih machen. Hiergegen erheben wir Wider- spruh; in allen Ständen unserer Nation, von oben bis zum leßten Arbeiter, ist das Gefühl der erlittenen Ungerechtigkeit wachgerufen.

Jnzwischen ist folgender Antrag der Abgg. Bebel und Ledebour (Soz.) eingegangen :

„den Reichskanzler zu ersuchen, baldmöglichst einen Geseßent- wurf zur einheitlihen Gestaltung des Fremdenrechts in Deutschland vorzulegen, dur den insbesondere eine Zulassung von ausländischen Polizeiagenten zur Ueberwachung der Ausländer im Deutschen Reiche verboten wird.“

Auswärtigen Amts Dr. Freiherr

Preußischer Minister des Jnnern Freiherr von Hammer- stein:

Meine Herren! Jh würde das Wort niht son jeßt ergriffen baben, weil ich annehme, daß den Angriffen des Herrn Abg. Dr. Müller (Meiningen) noch beftigere von seiten der sozialdemokratischen Partei folgen werden. Die Ausführungen des Herrn Abg. Fürsten Nadziwill nötigen mich aber zu einer kurzen Erwiderung. Die preußische Polenpolitik gehört ganz gewiß niht in den Rahmen der Reichstagsverhandlungen (fehr richtig! rechts), und ih verweigere an dieser Stelle darüber jede weitere Auskunft. (Stürmishe Zurufe links, große Unruhe.) Ich bitte mi niht zu unterbrehen, ih werde Sie auch nicht unterbrehen. (Glodcke des Präsidenten.)

Meine Herren, nur das möchte ih dem Herrn Fürsten Nadziwill erwidern, daß ich immer rüdckhaltlos die Tapferkeit der polnischen Nation anerkannt habe, wie sie sich jeßt wieder in Oftasien und früher in allen Kriegen bewährt hat, in denen polnisch \prehende preußische Untertanen unter deutsben oder preußisWen Fahnen gefohten haben. Bezüglich der Versammlung, die am Vorabend der in diesem Hause geführten Verhandlungen stattgefunden hat, bin ich nunmehr dahin unterrichtet worden, daß fast auss{ließlich preußishe Polen an der- selben teilgenommen haben. Die Vorgänge in dieser Versammlung hätten also an und für sich in den Nahmen dessen, was ih vorzestern an dieser Stelle ausgeführt habe, niht hbineingehört. Da die Ver- sammlung aber in der Presse als russish-polnische bezeihnet war, glaubte ih sie hier kurz berühren zu müssen. Daß der Herr Abg. Fürst Radziwill sich dieser Versammlung “einigermaßen an- genommen hat, muß um fo mehr anerkannt werden, als der Haupt- redner, was dem Herrn Abgeordneten selbst vielleicht nit bekannt ift, die von ihm beantragte Resolution begründet hat gerade im Gegenfaß zu einer Anzahl polnischer Neichstagsabgeordneter und unter besonders heftigen Angriffen gerade gegen den Fürsten Radziwill, von dem er behauptet, daß er, ebenso wie gewisse andere Volksvertreter, nichts tauge, und daß er es nur verstanden habe, seine Wahl durch Geistliche

und Andere, welche ihn setzen; tatsächlih sei er tein cchter Urteil und möchte es 3 wissem Sinne sehr gern unterschreiben.

Ce J, o nmohk v0 h : L, Tee U Fh glaube nunmehr aud, da ich einmal è

21, N oA at zu Ünrecht als M -Vck E L Pole. Jch konstatiere

9 L y _ y 9 Ey t sj 17 nion Fat: Uh met r n earem 1€Blien M6 au meiner

zu fein, dem Herrn Abg. r. Müller Wir haben unfer Auftreten hier im Neichstag \ondern wir wissen ganz genau, weshalb wir hier auftreten. ( Ich glaube niht. Dec Herr Justizminister hat m ledigli besiätigt, und es wâre nach meiner

gewesen, wenn wir {on arm 19. Januar hier erf

hätten wir nur den Verhandlungen fill

Die angebliten Tatsachen, die die Her

damals hier vorgetragen haben,- maren

unbekannt, wie der großen Menge dieset

Dr. Müller (Meiningen) mir eine Inko wisse, daß ein russisher Beamter i zu überwachen beauftragt sei, aber nicht ise e dieselben übecwache. Herr Abg. Dr. Müller (Meiningen a anscheinend die stenogravhishen Berichte des Abgeordnetenhauses ni vollständig gelesen, obwohl er sich Mühe gegeben bat, mir darau Unrichtigkeiten nachzuweisen. Bei diesen Verhandlungen d geortnetenhauses babe ich ausdrüdlich erflärt, -ich wisse niht, ob de Beamte bei der russishen Botschaft sh besonderer Agenten bediene, ob fie russis{her oder deutscher Nätionalität seien, oder ob er ctwa mit einem Detektivbureau in Verbindung steht. Daß derselbe irgend welcher ausführenden Organe bedarf, ist do selbstverständlih. Ieden- falls ift nit festgestellt, daß irgend einer dieser angeblihen Agenten eine nach unseren Geseßen strafbare Handlung begangen habe und deshalb von der preußischen Polizei verfolgt werden könne. Ich habe mi selbstverständlih auch nah derjenigen Männern erkundiat, die dex „Borwärts" seinerzeit namhaft gemaht hatte als angeblihe Agenten der russishen Polizei. Es wurde festgestellt, daß sie Deutsche seien. dagegen nicht ermittelt, ob sie im Aufirage eines bei der hicsigen russishen Botschaft angestellten Beamten gehandelt baben oder in einem anderen Auftrage; auch der Gegenstand ihrer Ermittelungen konnte nicht festgestellt werden. (Hört! hört! links.) Ih wiederhole, daß irgend welche strafbare Handlungen dieser Leute nicht ermittelt find (Zuruf links), ob fie nun Agenten eines Detektivbureaus oder jenes russishen Beamten sind, das weiß ich nicht. Sie (zur linken Seite) haben wohl auch ihre Agenten (Zuruf links) die Sozialdemokraten, ich bitte um Ents(uldigung, die Herren Sozialdemokraten haben wohl auch unter sh einige Leute, die ihnen alle möglihen Nachrihten zutragen. Ich erinnere an Buchholz, der, wie mir im Abgeordnetenhause vorgehalten wurde, abgelehnt haben will, Agent der Polizei zu werden, davon aber alsbald dem fozialdemokratischen Komitee Kenntnis gab. In fsolten Mitteilungen und in der Tätigkeit sür andere liegt auch an sich nichts Strafbares, solange sih derjenige, der Ermittelungen in bezug auf andere Per- Tonen ante, n den Grenzen des Seseßes halte Die Polliel 1 nit dau da und {ch glaube, Sie wären die Ersten, die die entgegengeseßte Behauptung bekämpfen würden fi in alle Angelegenheiten einzelner Personen zu mischen. (Sehr richtig! rechts.) Die Polizei ist dazu da, einzuschreiten, wo der Tatbestand einer strafbaren Handlung vorliegt; und der Nachweis, daß etwas Strafbares geschehen ift, sei es von seiten preußischer Polizeibeamten, sei es von seiten irgendwelher Agenten oder von Per- \fonen, die sih als Agenten ausgeben, ift nicht erbraht und deshalb liegt ein Grund zum Einschreiten niht vor.

Zum Schluß kann ih noch mit einer anderen Mitteilung dienen. Bon einer der namhaft gemahten Personen die meisten find zur Zeit nicht bier und ihr Aufenthalt unbekannt habe ich heute morgen einen Brief bekommen, worin gesagt ist: ich bin in Hermsdorf gewesen, ih habe da im Auftrage jemandes, der niht genannt wird, eine Zeitlang gewohnt (Zuruf von den Sozialdemokraten) Ja wobl. Herr Wolz! er habe niemals etwas getan, was in irgend einer Beziehung geseßwidrig sei. (Zurufe von den Sozial- demokraten.) Er habe sch wohl gehütet, mit Postbeamten anders zu verkehren, als wie jeder Privatmann verkehren könne, er habe selbslverständlich keinen Einbruch verübt, wie es behauptet worden sei. Auffallend fei aber, daß ein Brief, den seine Mutter an ibn gerichtet habe, und der nah seinen Feststelungen in den Brief- fasten vor sciner Wohnung in Hermsdorf gesteckt worden sei, aus diesem Briefkasten entfernt und dann hier von dem Abg. Bebel ver- lesen sei. Der Mann dreht also das Blatt gerade um. Er sagt: Die Leute, die ein Interesse an der Ueberwahung meiner Tätigkeit haben, diese Leute haben sich zu ciner strafbaren Handlung hin- reißen lassen, fie haben tatsählich meinen Briefkasten erbrochen. Ueber die Tâter selbst hat er mir genügende Auskunft niht gegeben. Ohne bestimmte Anhaltspunkte, ohne eine unmittelbare Anzeige von seiten des Beschädigten über die, Zeit und die Art des angeblichen Einbrucs ist ein Vorgehen unmöglih. Sie (gegen links) wiederholen nur stets Ihre unfaßbaren Erzählungen und Beschuldigungen und bleiben jeden Nachweis schuldig, das ift nichts anderes als lärmende Agitation ohne innere Bedeutung. (Lebhaftes Bravo rechts.)

nion HA n]equenz D

A E E Be n nand E r

Q) E

Abg. Schrader (fr. Vgg.): Was die Teilnahme der preußischen Minister an unseren Verhandlungen betrifft, fo liegt die Frage tat- sächlich so, daß die Minister fich vor dem preußischen Abgeordneten- hause verantworten müfsen, daß fie aber auch in Angelegenbeiten, die zugleih preußishe und deutshe find, allen Grund haben, hier zu erscheinen. Tatsächlich ift dies von jeher die Praris bier gewesen. Der Geheimrat Fischer hat als Vertreter der sähsifch{en Negierun in sähsishen Angelegenheiten niemals gesagt: die Sache geht mi nichts an, bringen Sie sie im sähsishen Landtag vor. Auch ift es nicht lange her, daß der preußische Handelsminister Möller in Sachen der Wurmkrankheit bier gesproch:n hat. Der Minister des Innern kat erklärt, es liege kein Fall vor, daß Fremde sich die Nechte deutscher Beamten, obrigkeitlide Rechte, angemaßt haben. Darum handelt es fich aber nicht, sondern darum, daß unter Leitung eines auswärtigen Beamten ein System der Ueberwachung besteht, tas unferen Rechten und Interessen widerspriht. Das Gewerbe des Spions ist ja nicht schön, aber wenn es ausgeübt wird, daun soll es unter derjenigen Zucht stehen, die uns allein eine gewisse Bürgschaft für die ordnungsmäßige Erledigung des Dienstes gibt. Ich habe selbst privatim erfahren, daß die allerurshuldigsten Menschen, fobald sie aus Rußland kommen, hier volizeilih überwaht werdèn. Diesem Zu- stande muß, darin werden alle Parteien einig sein, ein Ende gemacht werden. Jch bin überzeugt, daß das, was hier von den russischen Be amten geschieht, ohne Genehmigung und Wissen einer höheren Behörde geschieht; sollte es mit deren Genehmigung geschehen, so müßte sih unsere Megierung mit der russishen ins Einvernehmen setzen, um dies abzustellen. Die Praxis der Ausweisungen ist für jeden, der auf Humanität und Bölkerrecht etwas hält, ein Stü alter Barbarei. Der Betreffende