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Ausschließlih- von deu Küsten der zwei Nachbarstaaten umgränzt und für die andera Seemächte gesperrt, alie das Schwarze Meer einem verschlossenen Kampfplagyze, wo fih zwei an Macht ungleiche Gegner gegen überftänden und wo der Shwächste der Willkür des Stärkeren überlie- fert wäre. Eine fuxchibare Festung besäße iu ihren Citadellen und Ane den ein immer kriegfertiges Heer und eine Flotte, die jeden Augenblick bereit wäre ,- es an Bord zu nehmeu hi e S ie cten Zone Kriegsmacht , die zur Vertheidigung unnöthtg Ut, y lichen ied: sie bedrobt die Gauptstabt der Türkei beständig und das sie umgebende undurdringliche Geheimniß müßte eine Gefahr nöd tr, böôben, die bei dem geringsten Symptom einer Krise ganz Europa in uf- regung berseßte. Troy aller Austrenguugen, die die Geschichte zu wür- digen wissen wird, gendthigt, zu den enu zu greifen, sind England und Frankreich es si selbst, wie au Europa culdig, dieselben erst dann niederzulegen, wenu hr Werk vollendet ist, Es ist nothwendig, daß der von ibnen zu exringende Friede eine sichere Ruhe verbürge.
Würden eine der beiden, vom Herrn Grafen von Nesselrode empfohlenen Combinationen diese Sicherheit im Gefolge haben? Wür- den diese beiden Systeme mit einem Worte dem russischen NUebergewihte im Schwarzen Meere ein Ende machen? Das Erste, welches auf dem Prinzipe der gänzlichen und alljeitigen Oeffnung des Sia, und der Dardanellen beruht, würde die R einer Beskîm- mung nah sich ziehen, welche das ottomani he Reich immer als seine Shußwehr angesehen und welche im Me 1841 in das öôffent- licze Recht Europas übergegangen is. Nußland , welches si weigert, die Zahl seiner Schiffe zu beschränken, indem es die Bedingun- gen seiner Ehre und die Vorrechte seiner Souverainetät geltend macht, steht nicht an, von der hohen Pforte das m r ihrer Unabhängigkeit in ibren Binnenwässern, in der großen Pulsader zu fordern, die ibre Hauptstadt durhzieht. Es verlangt einen neuen Zutritt zum Mittelmeer, das heißt, die Mittel uud den Vorwand, seine maritune Ent- wickelung in weitem Maßstabe fortzuseßen, und als Ersaß für diese Vore- theile bewilligt es nichts weiter, als daß fremde Geschwader
für die Zukunft in ein Meer einlaufen könuen, wo sie weder Hafen noch Zusfluchtsort, weder Arsenal noch Provia1èt Men indire
Um die Ueberwachung zu bewerkstelligen, wozu ihnen indix ein Recht eingeräumt würde, wären rankreih und R798 genöthigt, fih auf immer die shwersten Lasten aufzubürden. Jch füge noch hinzu, mein Herr, und die Erwägung ist sehr gewichtig, daß der unter solhen Bedingungen abgeschlossene Frieden von dem Spiele des ersten Zufalls abhinge und daß- felbst: die unerläßlihe nothwendige Anwesenheit der französishen und englischen Flotte im Schwarzen Meere son eine Ge- fahr mit si brächte, die bestäudig den Krieg befürchten ieße. Dieses würde ein Beweis sein, daß Nußlaud von Neuem eingeschränft werden müßte; sein Uebergewicht würde nicht aufgehört haben und der Zweck des dritten Punktes verfehlt sein. En ci
Und würde dieser Zweck durch Aunahme des vom Fürsten Gortscha- koff und Herrn von Titoff in zweiter Reihe entwickelten Systems eher erreiht worden sein? Freilich blieben die Meerengen geschlossen, aber der status T ante belum würde wieder hergestellt, die russische Marine würde fi Häfen entwickeln, und nur wenn der Sultan einen Angriff als bevor- stehend erachtete, düxfte er si an seine Verbündeteu wenden. Die Ant- wort auf diesen Ruf würde ein neuer Krieg sein, welcher zugleich die Unvorsichtigkeit der Westmächte und die neugestärkte Kraft des Feindes, den sie jeßt bekämpfen, an den Tag legeu würde. Würden sie, ohne thôricht zu handeln, einen Vergleich eingehen können, der ihnen nur eine augenblickliche Nube gewährt und den fie im Voraus {hon wieder zer- stôrt schen? Und würde endlich das rusfishe Uebergewicht im Schwarzen Meere vernichtet sein, wenn man im Augenblicke des Friedensschlusses fi wieder über ein Mittel einigen müßte, um demselben eines Tages eiw Ende zu machen? 2
Es würde überflüssig sein, mein Herr, dieses Raisonnement noch weiter auszuführen, und ih glaube bewiesen zu haben, taß, sowohl vom Grundsaze: der Oeffnung oder der Schließung des Bosporus oder der Dardanellen ausgehend, das Kabinet von St. Petersburg die Verpflich- tung nicht gehalten hat, zu welcher es sich verstanden, als es sich auf der wiener Konferenz vertreten ließ, Zur Bestätigung dieses Urtheils begnüge ih mi daran zu erinnern, daß Graf Buol in der leyten Zu- sammenkunft am 26. April erklärt hat, daß das russische Puojels, in dem er’ weder eine Lösung noch selbst die Basis einer Lösung erblicken könne, nur die Mittel bezeichne, wie man dem maritimen Uebergewicht Nuß- lands entgegenwirken könne, wenn es zu einer unverträglihen Gefahr angewachsen wäre, aber keineswegs dahin ziele, es dauernd und dem ge- wöhnlichen Zustande der Dinge entsprechend, aufzuheben.
Die Forderungen der Westmächte, die mit den Wünschen der Pforte Übereinstimmten und bis zu Ende von dem österxeihischen Bevollmächtig- ten, als: ein vollständiges und ausreichendes System, gebilligt und unter- stüßt worden find, waren im Gegentheil eben so mäßig in ihren Aus- drúden, als dem Juhalte nach gerecht. Wir haben von- Rußland nichts verlangt, was seine Würde, viel weniger seine Ehre vexleßte. Wir haben es, einzig dur das: allgemeine Juteresse Europas. bewogen, einge- laden, auf einer billig berehneten ‘und von- der Pforte gleicherweise an- genommenen Basis, die Zahl der Schiffe festzustellen, welhe es für die Zufunft im Schwarzen Meere halten wolle, wo es keinen Angriff zu be- fürchten hat, und wo seine Kriegsmarine, auf vernünftige Verhältnisse reduzirt und- durchaus für den dortigen regelmäßigen Dienst ausreichend, auf alle Fälle: der: ottomanischen Marine mindestens gleichgestellt sein solle. Das Kabinet von St. Petersburg hat- sih diesem Uebereinkommen, das der Welt den Puicdin wiedergegeben hätte, widersezt. Es. hat die Autorität der Beispiele, die man ihm vorgeführt, nicht anerkannt; es hat vergessen, daß es selbst in seinem lehten Friedens\{lusse mit Persien dieser Macht die Verpflihtung auferlegt hat, das kaspishe Meer nicht zu beschiffen, das auss der- russischen Flotille reservirt ist; es hat nit zuge-
stehen wollén, was Frankreich, England, die Vereinigten Staaten und
zur Kenntniß zu bringen.
ch ergänzen und sich ohne Kontrolle hinter den Mauern ihxer -
die Niederlande unter verschiedenen Formen und zu verschiedenen Zeiten angenommea haben, sei es um den Frieden zu beèndigen oder den Frie- den zu befestigen, sei es um die Keime der Rivalität
zwisGen Nachbarstaaten zu unterdrücken.
Soll ih ein Detail berihten, was der Graf von Neésselrode als eine Vernachlässigung der der Souderänetät Rußlands \{chuldigen. Nus. sicht bezeichnet ê- Er macht uns den Vorwurf, dem Völkerrecht entgegen dem Kabinette von St. Petersburg die Befugniß bestritten zu haben, den in den Häfen an der Küste des Schwarzen Meeres installirten Konsuln das Exequatur zu verweigern oder zu entziehen. Wir haben gefordezt daß ihnen kein Wohnort untersagt sein soll, aber dieses war \o berstan- den, daß, gemäß den diesen Gegenstand ordnenden Bestimmungen, einem bon uns ernannten Konsul, aus hinreichenden, auf seine Person und nit auf seinen Posten si beziehenden Gründen, die Bestätigung der russischen Regierung versagt werden könne. e l
Jo habe, mein Herr, diese Ausführung beendigt, und es wird, wie ih hoffe, für unparteiisch Denkende die Ueberzeugung daraus hervor: gehen, daß die Westmächte nicht für die Fortseßung eines Krieges ver: antwortlih gemaht werden können, dessen Wirkungen sie mit eben soviel Aufrichtigkeit und Eifer zu hindern wünschen, als sie dessen Ausbruch zu verbüten gesucht haben.
Frankrei und England hegen nicht die-Gesinnungen, die man ibnen andichtet; ihre Feindschaft ist nicht, wie man sagt, unversdhnlih. Gie haben Rußland nie einen seine Ehre und seine Würde verleßenden Frie« den auferlegen wollen, aber die Nothwendigkeit hat fie mit einer Rolle betraut, die fie mit Hülfe der göttlichen Vorsehung lösen werden, und das auf seinen Grundlagen neù befestigte Europa wird ihnen Dank wissen, daß sie einen Einfluß in gerechte Grenzen eingeengt haben, der fi bemühte, überall den Kreis seinex legitimen Thätigkeit zu- überschreiten, Jch ermähtige Sie, diese Depesche dem Herrn... so wie Jhren Kollegen
Empfangen Sie 2c. Walewski.“
Spanien. Eine madrider Depeshe vom 24sten meldet, daß die Regierung, in Veraulassung einer in Saragossa ausgebrochenen karlistischen Gans (\. Nr. 122 d. Bl), vou den Cortes die außerordentliche Befugniß verlangt hatte, die verdächtigen Personen zu exiliren und die der Königin feindlichen Blätter zu suspendiren, General Gurrea verfolgte die Rebellen, die von Saragossa aufze- brochen waren. — Die offizielle „Gaceta“/ enthält ein Dekret, wel{ches Aragonien, Burgos und Navarra in Belagerungszustand erklärt.
Nach. einer Depesche vom 26bsten hat sich die mit der Prüfung des vorstehenden Verlangens der Regierung beauftragte Kommission füx dasselbe ausgesprochen. i
Italien. Se. Majestät der König von Neapel hat, begleitet vori der gesammten K. Familie, das von der Lava-Eruption des Vefuvs bedrohte: Cercola und dessen Umgebung am 12. d, M, neuerdings besucht und die geängstigten Bewohner mit tröstenden Worten und reihlihen Unterstützungen ermuthigt. Am 43ten is der Lavastrom, von dem diese Gegend -am meisten zu fürchten hatte, endlih zum Stillstand gekommen.
oder den Conflitt
Túrkei. Der „„Osiris“, welher am 26sten Mai in Marseille eingetroffen ist, überbringt Blätter und Korre-
\spondenzen aus Konstantinopel ‘vom 17ten. Generak Bos quet hat eine neue Rekognoszirung über die Tschernaja hinaus vorge- nommen. Die Russen befestigen besonders die Baidar-Straße. Sie errihten auf der Nordseite von Sebastopol und außer Kanonen- Schußweite Erdwerke. Sie haben überdies die Varrikaden im Jnnern der Stadt vermehrt. — Troy der den Alliirten zuge- gangenen Verstärkungen hält man ihre Streitkräfte doch für im Ganzen geringer, als die der Russen. Bevor die Operations- Armee ihre Aggrésftonsbewegung begtnnt, wird Kamiesch mit Hülfe von sieben Redouten und einem 3 Kilometer langen Graben be- festigt werden. — Die Abreise Reschid Paschas nah Wien is auf unbestimmte Zeit vershoben. Eben so die scines, bekanntli zum Gesandten in Paris ernannten ältesten Sohues. Hr. Bouree, dessen. Ankunft in Teheran mit einer Mission der französischen Regierung man angekündigt hat, wird provisorisch in Konstantinopel bleiben, während der kürzlich zum Gesandten am persischen Hof ernannte franzbsische Ex-Charge d'Affaires Benedetti in Parlés einen von seiner Regierung erhaltenen Urlaub zubringen wird.
Die legten Nachrichten aus der Krim vom 15ten melden, daß die von den Belagerten gegen die englischen, dem Sägewerk gegen- über errichteten Batterieen, gerihteten täglichen Ausfälle fsort- während mit Erfolg zurückgewiesen werden. Am 12ten haben die Russen an der Quarantaineseite einen Ausfall gemacht, der die Explosion eines französis{chen Pulverthurms herbeigeführt hat, — Jn Eupatoria is Alles ruhig. Die Russen, wel@che den Duniester iber- s{hreiten sollten, um sich nach Odessa zu begeben, haben wieder auf der Pruthlinic, wo sich General Lüders mit 32,000 Mann befin- det, Stellung genommen. Eine zienllich hae Kanonade hat in der Richtung von Kilia und Tultscha stattgefunden. i
Die bereits erwähnten Depescheu des Generals Pelissier vom 23sten und 24sten d. M. lauten in der Mittheilung des „Moniteur“ vollständig also. Jn der ersten Depesche sagt der Ge- neral: Der Feind hatte zwischen der Central-Bastión und der See einen großen Waffenplaß eingerihtet, in welchem er beträdhtlide Streitkräfte sammeln wollte, um bedeutende Ausfälle gra un zu unternehmen. In der Nacht vom 22sten auf den 23sten haben
wir diese vom fast der ganzen Garnison vertheidigten Werke gúgegriffen, ied r 4A pet e T A E V R die Nacht hindurch gedauert, ir haben die lfte der ere genommen und beseßt, Jch hoffe Jhnen morgen mitthei- len zu können, gr der A g ¿ZUN R R — Nacht ge- nommen worden ist,“ —- Jn der andern Depesche, vom 24sten Abends, General Pelissier: „Wir haben in der D) toraioffaden Nacht auf eine fehr glitckliche Weise die Wegnahme der in der vor- hergehenden Nacht angegriffenen Werke vollendet; wir hnkten sie eseßt. Der Feind, der în der vorhergehenden Nacht ungeheure Verluste exlitten hatte, hat leihter uahgegeben, Unjere Verluste, obgleich empfindlich, sind viel wéniger groß gewesen. Heute ist das Geburtsfest Ihrer Majestät der Königin in herzlicher Weise mit unseren Verbündeten gefeiert worden.“ Auf dem englischen Kriegs- Ministerium is folgeude Depesche Lord Raglan s eingelaufen: Vor Sebastopol, 42. Mai: „Mhkord! J bade die Ehre, Ew. Lordfehaft dadon in Kenntniß zu seßen, daß General de la Marmora mit einem Theile des sardinischen ega 2 der R e Mee Höhe von lr rer we E fommen ist und am folgenden Tage das Hauptquartier besucht hat. Die sehr ungünstige Beschaffenheit des Wetters seit dem 9ten hat es uumöÖg- lich F bie efunden la es e Sie Mel F U NEN und es ist für nôthig befunden worben, die iffe, welchGe die Truppen brahten und niht in den Hafen hinein konnten, bis zum Eintritt rubigeren Wetters nach der Kasatsh- Bai zu bringen. Fünf Compagnieen dés 12ten Lanzier-Regiments wurden am 9ten vom „Hima- laya“ ausgeschifft, der die Neise von Alexandria nah Balaklava in 94 Stunden zurli&gelegt hatte. Der Feind machte in der Nacht vom ten zwei ernstliche Angriffe auf unsere am meisteu vorgeschobene Parallele G ae glügel nere Auapiffoline, Der je 0 beide ume muthig empfangen. und mit bedeutendem Verluste zurückgeschlagen. Oberst Prie welcher die Aufsicht über den E Flügel 47 u Oberst-Lieutenant Mun dy, der Feld-Offizier der Laufgräben, hatten sehr verständige Anstalten getroffeu, und Hauptmann Turner von den Königl. Vit in Ver so wie Hauptmann Zordan vom 34sten Regiment sollen ihre licht in der muthigften Weise gethan haben. Am folgenden Abend eröffnete der Feind. ein heftiges Feuer auf unsere Laufgräben und seßte seine Kolon- nen einem heftigen Kleingewehrfeuer der Truppen aus, welche den Dienst hatten. Er erreichte jedoch die Bruftwehren nicht und kam ihnen über- haupt niht nahe. Jn der vorigen. Naht ward ein sehr. entschlofsener Ausfall auf die vorgef{chobenen Werke unferer linken Angriffslènie ge- macht, der Feind rüdckte in zwei Kolonnen auf dem Woronzow-Wege vor. Nachdem Æ bj Vorposten fi langsam zurückgezogen hatten, war unfere Laufgrabenwache bereit, ihn zu empfangen und warf ibn aufs muthvollfste E Nur wenige Nussen gelangten bis in die Parallele und 5 wur- B hart E E getödtet. G Das Benehmen fowohl der. Offiziere wie der gemeinen Soldaten war bewunderungswürdig, und mit tiefem Bedauern habe ih den Tod des Hauptmanns Ebtvarbs vom b68ften L fanterie-Negiment und den von 5 Mann zu melden. Außerdem habe ih den Shmerz, mekden zu müssen, daß wir 30 Verwundete haben. Jn lge der starken Negengüsse während der leßten Tage ift der Dienft in en Laufgräben ein höchst s{wieriger und mühseliger für unfere Leute R, die alles Lob für ihre Energie und unermüdliche L eit verdienen. Raglan.“ Cettinje, 18. Mai. Die von den Mtdutabiüx Gd unter- nommene Crrichtung einer Batterie am Filipo Krs{, Zabljak gegen- über, wurde auf Zusicherung eines völligeu Friedeusabs{hlusses zwischen der Türkei und Montenegro eingestellt. (Oestr. K.) _ Nußland uud Polen. St. Petersburg, 28, Mai. ürst Gortschakoff meldet aus Sebastopol vom 23, Mai: n der Nacht vom 21sten auf den 22sien fingen wir, einen dichten Nebel benuzend, einen Contre-Approche-Laufgraben vor den Bastio- h D 5 und 6 an. Am Abende des 22sten griffen uns 17 feind- E Oataillone, die Reserven ungerehuet, an. Der Kampf war Be tnddig, oft mit dem Bajonett und dauerte die ganze Nacht. insere 12 Bataillone trieben den Feind zurück, indem wir ihm Dn int e ande “reh pra Auf unserer Seite find - ann kampfr nfähig geworden. (Tel, Dep.) bigen hee nige Details fer die Dperatienen tor See stopol t | | ebastopol, die Ges eingelaufenen Journal des General « Adjutanten rsten ib 8 fo ff über die Kriegsoperationen in der Krim vom 2áften bis k - April (vom 6. bis zum 12: Mai) entnommen sind. Dex Be- E dein diee ¡Mi SHwle seiner Mrden T een Bienen nid 2, gegen die Nedoute warz und- di dey! e Hagade der Ramtscatka - Lünetie, Von unserer Seite eden dis de rbeiten des Angreifers zunächst liegenden Werke ‘ausgebessert und E und hier und da neue Batterieen errichtet, um die feindlichen » sd der Länge nach zu bestreichen. Der Verluft, den die Mann- var fn d e bon Sebastopol dur die feindlichen Schüsse erlitt, Jäangenen: am Pn L G ne du 052 tir M und eim tlten 9 Gean ¿m Ganzen / Getödtete und 5: erwundete Vlioñek: a etôdtete und 34 Verwundete. Vou den einzelnen Ope- Fürst Go hrend der genannten Zeit erwähnt der General-Adjutant, fued rts{ako, folgende: Am Î. Mai machten wir mit Glück einen indie Ausfall aus der Nedouté Sch{warz, wobei ein Theil der nächsten netey hen Approchen zerstört und ein für einen versteckten Posten geeig- 12. Mai ¿damm aufgeführt wurde. Jun der Naht vom 11. ant den 165 Freiwilligen! auf Anordnung des General - Lieutenants Chruleff, ige vom Ochotskischen Jäger- Regimente abgescbickt, um die
Arh s elten des Belagerers auf dem Abhange des Grünen Berges zu zer-
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stören; zur Unterstüßung der Freiwilligen wurden ; desselben Negiments bestimmt. Eis Theil dieses Detetancus U Ta FOprung des Unterlieutenants Rytow , warf fich auf die englischen rancheen von vorn; ein anderer, unter dem Kommando des Fähnrihs Gawensfi, griff fie im Rücken an. Der Feind zog ich in der größten GOefhwindigkeit zurück, mit“ Zurüe, laffung feiner Geschüße, von denen einige ‘vernagelt wurden. Jh einer neuerdings aus Sebastopol vom 2. (k4.) Mai über Kiew eingegangenen telegraphischen Depesche berihtet der General-Adjutant Fürst Gortschakoff, daß in der Naht vom 1. auf den 2, Mat noch zwei kleine Ausfälle mit Erfolg vvn uns ausgeführt“ wurden. Der Feind feuert fehr wenig und bereitet fich, wie man glaubt, dazu dor, das Bombardement der Stadt zu O E JFnv.) lis m Dord der zur englishen Ostseeflotte gehörenden Schiffe „Duke of Welkington“ und „Arrogant“ find d L zeigen fich in sehr bbsartiger Weise. t Blattern I PIEA, qud i Ans Odessa, 16ten d, M, f{reibt man der „„Militairischen Zeitung“: „Zmmer mehr und mehr gewinnt das Gerücht von einer O RAU gten Landung der Allürten in unserem Sechafen Verbreitung. Es hêißt, General Liïders sei aus S of davon benachrihtigt worden, Auch wird die hätigkeit an den Batte- rieenbauten verdoppelt, Die Hafen-Battericen sind bereits sämmt=- lich beendigt. Se, Majestät der Kaiser werdeu in Begleitung der Großfürsten Michael und Nikolai Pawlowitsch in den südlichen Gouvernements erwartet. Jhrer Ankunft wird noch im Laufe diefes Monats entgegeugesehen. Vom taurischen Kriegsschauplaße sind bis zur Stunde epeschen ohne Bedeutung angelangt. Der Ankunft unseres neuen General - Gouverneurs Grafen Strogonoff wird täglih entgegen En: Zu Perekop war die Di- vifiou des General-Lieutenauts Uschakoff, so wie die Zte leichte Ka- vallerie-Division angekommen, er tiefe Kanal, welcher von Si- was sich bis zum Asowshen Meere erstreckt, aber immer wasserlos ist, wird an setnen Ausgängen durch mehrere terrassirte Batterieen befestigt. Seine Länge ift eine deutsche Meile, Auch Nikolajeff wird gegen das Dorf Korenuifa zu stark befestigt. Heute sind 3 feindliche Dampfer auf der Rhede sichtbar.“ __ Affien. Am 27, Mai ist in Triest die Ueberlan dsposstt eingetroffen mit Nachrihten aus Bombay vom 1. Mai, Calcutta vom 21. April, Honkong vom 15. und Canton vom 14, April, Aus Birma lauten die Nachrichten friegeris{, Prome ist abermals der Schauplay von Unruhen gewesen. Zu Uebrigen herrs{cht in den Besißungen der ostindishen Compagnie vollfom-= mene Ae & le Berichte aus China melden, daß ein englisches Geschwader nach Japan abgegangen ist, Sir J. Bowring ry R eletens zurückerwartet. Die Rébellen haben im Norden von China eine Niederlage erlitten, |
“Paris, Montag, 28, Mai, Morgens, (Tel. Dep. d. C, B.) Der heutige „Moniteur “ bringt eine Depesche des General Pelissier aus der Krim vom 27sten d, Ju derselben heißt es: Wir haben am 25sten die Tschernajalinie besetzt; die Anzahl der feindlihen Truppeu daselb war nicht bedeutend z sie leisteten ge=- ringen Widerstand und zogen sih s{nell ins Gebirge zurück, Der öeind hat feit dem 24sten nihts gegen uns unternommen; die Be= festigungsarbeiten in der Kamiesh-Bay {reiten vorx. *
Dieselbe Depesche meldet ferner: Bei Kert\ch und Jenikale haben wir einen vollständigen Erfolg erreiht, Der Feind hatte die Orte bei Anuäherung der Allürten verlassen , seine Dampfschiffe angezündet, Magazine und Batterieen in die Luft gesprengt. Die Flottille der Allitrten beherrscht das Asowsche Meer.
Paris, Montag, 28. Mai, Nachmittags. (Tel. Dep. d. C. B.) Man erzählte als sicher, daß am 27sten d. neue Vortheile gegen das Corps des Benerals Liprandi errungen worden wären.
Lond on, Montag, 28. Mai, Mittags. (Tel. Dep. d. C. B.) Eine Depesche Lord Raglan?s vom 27, d, M, meldet: Wir siud ohne Berluste Herren des Asowschen Meeres, Die Truppen der Verbündeten landeten am Geburtstage unserer Königin an beiden Seiten der Meerenge. Ein Dampfer und einige Schiffe von 50 Kanonen fielen in die Hände der Allürten.
MMarktyreise.
Berlin, den 26. Mai Zn Lande: Bogger 3 Rthir., auch 2 Rihir. 17 Sgr Gerste £ Rthir. 25 Sgr. 8 Pf, auch t Rithk. 1 Rthlr. 20 Sgr. , auch 1 Rthlr. 13 Sgr. 9 PE Eu Wasser: Weizen 4 Rthb. 11 Sgr. 3 Pf., aucl 3 Rihlr. 20 Sgr. ogen 3 Kthir., anch 2 Rihlr. 23 Sgr 9 Pf Grosse Gerste 2 Rtihte. 3 Sgr. 9 Pf, auch 2 Kthlr. Hafer 1 Rihlr. 13 Sgr. 9 PE, auch 4 Rtkir. 7 Sgr. 6 Pf. Erbsen 2 Rthlr 21 Sgr: 3- Ps, aueh 2
Rthle. 10 Sgr.
Sgr. 6 Pf. Grosse 22 Sgr. 6 Pf Hafér
Sonnabend, den 26. Mai. Das Schock Stroh 8 Kthir. 15 Segr., auch 7 Rihlr. 5 Sgr. Der Centner Heu 1 Rthlr., geringere Sorte auch 27 Sgr. 6 PF. G