1926 / 294 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 17 Dec 1926 18:00:01 GMT) scan diff

lionen Ausfall kömen nur zum geringsten Teile sozialen Zwecken zugute. Die Hausbesiger fönnten schon jeßt mit dem auskommen, was sie erhielten. Das Geschrei nah Beseitigung der Hauszins- steuer solle nur dazu führen, den Hausbesißern mehr Einnahmen gu verschaffen, obwohl diese Kreise bereits 21 BVilliaiden durch die in der zFnflation entwerteten Hypotheken in die Tasche gesteckt ten. Deshalb sei das ganze Geschrei nach Aufhebung dieser

teuer unmoralisch. (Große Unruhe rechts und in der Mitte.) Wenn für die Sozialdemokraten eine Aufhebung der Hauszinssteuer in Frage kommen jolle, müsse der Betrag der Hauszinssteuer den Mietern zugute lommen. Jeßt habe es den Anschein, als ob die Hürgerlihen Parteien einfach aus Konkurrenzgründen gegenüber der Wirtschaftspartei für die Hau®besißer wirken wollten. (Leb- hafter Beifall bei den Sozialdemokraten.)

Abg. Dr. von Winterfeld (D. Nat.): Der Abg. Falk hat behauptet, Herr D. Winckler habe an der Außenpolitik scharfe Kritik geübt. Fh stelle fest, daß Herr D. Winkler überhaupt keine Kritik an dieser Politik geübt hat. Er hat nur der Enttäuschung darüber Ausdruck gegeben, daß der Völkerbundsrat auseinander- gegangen sei, ohne die Saarsrage anzuschneiden und hat aus- gejührt, daß, wenn in Genf nicht mehr erreicht sei, sich dies zum Teil daraus erkläre, daß die Stellung unserer deutschen Ver- treter durch die innerpolitischen Verhandlungen über an- geblihe micht genügende Entwaffnung erschwert worden sind. (Lebhaftes Sehr richtig! bei den Deutschnationalen.) Herr Ab-

eordnetr Falk hat also den ersten Teil seiner Rede auf einer alschen Vorausseßunz aufgebaut. Der Hausbaltsplan ist durch- fihtiger aufgestellt, ob mit der rihtigen Sparsamkeit am reten t erscheint zweifelhaft. ‘Die Ausgaben sind immer noch ge- stiegen, ov die Steuern in der angesezten Höhe eingehen werden, 1st Rveelvalt, zudem wird die Wirtschaft in unertraglicher Weise durch zu hohe Steuern belastet. Die Entwicklung der Judustrcie und Landwirtschaft wird jevt vielfach zu rosig angesehen. Beide haben, ebenso wie der gewerbliche Mittelstand, noch {wer zu kämpfen. Die Zahl der Erwerbslofen sollte zu denken geben, auch für die Arbeiterschaft ist eine gute Wirtschaftspolitik, die ihnen Arbeitsgelegenheit sichert, das beste. Die ganze Volkswirtschaft muß gehoben werden. Bei der Hauszinssteuer sind wir gezen eine Verewigung; sie darf nicht mehr gestelgert, sondern muß langsam abgebaut werden. Die Personalkosten sind im Haushaltsplan zu hoch. Dex Abbau der Beamten war verfehlt. Die Besoldung ist un- ureichend. Notwendig ist eine Verwaltungsreform und ein Abbau ex Vehörden. Wegen mangelnder Abgrenzung der Befugnisse ¿wischen Reich und Preußen wird viel unnötige Doppelarbeit ge- cistet, Beim Meliorationswesen sind untex Umständen 13 Stellen beteiligt, bevor cine Melioration auszeführt werden kann. Das Reich soll sih nicht immer neue Bedürfnisse schaffen, insbesondere wünschen wir keine Reichswasserbehörden. Lir haben allerdings zu Er Regierung nicht das Vertrauen, daß sie uns eine geeig- nete Reform bringen wird. Hinzu kommt die unsachliche Auswahl der Personen. Der Minister des Jnnern hat in seinem Antritts- erlaß vom 12. Oktober 1926 und in einer Rede bei Uebernahme jeines Amtes verlangt, daß die Beamten seiner Verwaltung thn un:erstüßten, obgleih er nah seiner politishen Ueberzeugung handeln und seiner Partei hierdurch die Dankbarkeit bewetsen wird; da3 ist ein unzulässiger Gewissenszwang! (Zurufe aus der Mitte.) Wenn mir zugerufen wird: Wie war es denn Tube so liegt der wesentliche Unterschied zwischen den Sozialdemokraten und uns darin, daß wir troß unserer Gegnerschaft gegen die Staatsform bereit sind, mit heißem Herzen an dem Aufbau dieses Staates mitzuarbciten. (Lebhafte Zustimmung rechts.) Das wollten die Sozialdemokraten in dey Vorkriegszeit niht! Es scheint; daß ebenso wie die Studenten, auch die Beamten durch wirtschaftlichen Druck zu tüchtigen Republikanern gemacht werden sollen. Dec Schulstreik dehnt sich weiter aus, und der Kultus- minister geht jeßt entgeaen“ seinen neulichen Versprechungen mit Geldstrafen gegen die Eltern der die Schule nicht besuchenden Kinder vor. Auch hier also wird versucht, durch wirtschaftlichen Druck Gesinnungsänderung zu erzwinaen. Solange die Sozial- demokratie von ihrer unsahlichen Politik, die durch Agitations- bedürfnis und den Klassenkampf geleitet ist, nicht abläßkt, müssen wix sie auf das s{ärfste bekämpfen. Wix fordern von der Regie- rung Hilfe für alle {wer darniederliegenden Berufsstände, ins- besondere auch füx die geistigen Arbeiter, Kredite und schleunige Maßmahnten für die durch Hochtvasser Geschädiaten. Wir wissen, daß wir nicht den Einheilsstaat erstreben dürfen, sondern daß Deutschland nux blühen kaun, wenn es sih auf die Einzelstaaten [081 und ihnen ihr Eigenleben beläßt. Bismarck gerade hatte as möchte ih entgegen Abg. Dx. Waentig betonen -— in der alten Reichsverfassung verstanden, die Eigenarten der Länder zu schonen und dabei eine preußishe Führung dem Reich zu sichern. Jn der Presse is es so dargestellt worden, als habe der Abg. D, Winckler verlangt, daß Waldeck gezwunaen werden solle, zu Preußen zu kommen, und daß er aus föderalistishen Gründen die Beseitigung der Kleinstaaterei gefordert habe. Das Gegenteil ist richtig. Er steht genau auf dem von mir dargelegten Standpunkt, daß die Einzelstaaten geschont und erhalten werden sollen. Wir wollen arbeiten am Wiederaufbau Deutschland-Preußen, aber das ist nur mögli, toenn alle das Vaterland über die Partei stellen. (Lebhafter Beifall rechts. Zischen links. Erneuter Beifall xehts.)

Abg. Grebe (Zentr.) entgegnet dem Vorredner, daß man nit saoen könne, daß die Republik unduldsam sei. (Sehr richtig! in dex Mitte.) Herr Winckler erklärte, früher sei die Tüchtigkeit Br die Beamtenstellung maßgebend gewesen! Heute sei es die

arteizugehörigkeit! Merkwürdig sei aber, daß über diese Tüchtig- keit immer nux ganz bestimmte Kreise dex Bevölkerung verfügten. Heiterkeit links.) Der Redner kritisierte die Ungeschicklichkeit des früheren Reichskanzlers Michaelis bei den Verhandlungen, mit enen sich zurzeit der Untersuhungsaus\huß des Reichstags be- \häftigt. Hätte der Einfluß des katholisden Volksteiles sich mehr gur Geltung verbelfen können, so hätte siherlih der Grundgedanke or päpstlichen Anregung eine bessere Beachtung gefunden. Die Beamtktenverteilung zeigt noch heute, daß dem katholischen Volk8- teil oegenüber nit Parität geübt werde. Von Wiederguimachung der begangenen Fehler ist auch heute noch nicht die Rede. Bei der Annahme von Beamten müsse endlih Schluß gemacht werden mit Gedanken, wie sie einst der Minister von Dallwiß den Katho- lilen gegenüber betätigte.

Die Beratung wird abgebrochen.

Freitag 10 Uhr: Fortsezung der Aussprache. Kleine Vorlagen. Typhusepidentie in Hannover.

Schluß 4% Uhr.

Parlamentarische Nachrichten.

Der Haushaltsausschuß des Reichstags seßte am 14. d. M. unter dem Vorsiß des Abg. Heimann (Soz.) die Beratung des zweiten Nachtragsetats 1926 fort beim „Etat der allgemeinen Finanzverwaltung und dem Haushalts» E. Abg. Dr. Schreiber na berihtete über eine

eihe von Petitionen aus Grenzgemeinden Bayerns und der Oberpfalz und beantragte, [e zur Erwägung zu überweisen. Nach kurzer Besprehung wurde dem Antrage des Berichterstatters dem Nachrichtenbüro des Vereins deutscher Zeitungsverleger zufolge entsprochen. Es folgte die Beratung der Denkschrift über die Umbildung des Reichsfinanzministeriums. Abg. Schmidt- Stettin (D. Nat.) gab einen kritischen Rückblick auf die Entstehung dieser Denkschrift. Gr bemängelte, daß nach seiner Auf- fassung niht Referate eingespart seien, sondern daß man noch Re- ferate geschaffen und Mitarbeiter dazu gefordert habe. Redner legte das an Hand der gedruckten Denkschrift näher dar und betonte, da er feine Ersparnisse bei dieser Reform sehe. Abg. Morat h (D, Vp. behauptete, es handle sih dier um einen überhaupt ersten Versuch, den § 24 des- Reichsbeamtengesezes in einer Weise anzuwenden,

wie er bisher von sämtlihen Kommenktatoren als unerlaubt hin- gestellt werde. Er freue sich immerhin, daß der Minister dem Versuch nit erlegen sei, die ihm hier gegebene Möglichkeit partei- politisch auszunugen, d. h. Beamte ihm nicht genehmer Partei- richtung zu entfernen. Aber diese Gefahr mahne doch zur Vorsicht. Deshalb habe seine Partei einen Antrag gestellt, der solhem Miß- brauch entgegentreten solle. Er entsprehe ungefähr dem Antrage der Deutschnationalen Volkspartei. Dieser sei aber geseßestehnijch fehlerhaft, und deshalb bitte er die Deutschnationalen, dem Antrage jeiner Partei zuzustimmen. Abg. Dr. von Dryander (D. Nat.) begründete den deutschnationalen Antrag zum Teil aus seinen Erfahrungen im früheren Zivilkabinett des Kaisers mit dem Hinweis, daß feine Partei ein rechtlih gesichertes, von Berufs- freude und Staatsgesinnung erfülltes, L Lebenszeit angestellies Berufsbeamtentum für die Sicherheit der Staatsverwaltung not- wendig erachtet. Der Beamtenabbau habe der Rechtsgarantien entbehrt. Man habe auch nicht daran gedacht, daß bei einer Reform jeder einzelne Minister für sich vorgehen dürfe, U man habe an eine die gesamte Beamtenschaft Tuttaltene Reform gedacht. Bei der Art des Schrittes, den der Finanzminister getan )abe, hätte es gar keiner Verordnung des Reichspraäsidenten bedurft. Nach den von S Partei eingeholten juristishen Gut- achten widerspreche die Form dem Geist und den Bestimmungen des genannten Beamtengeseyes, namentlih dem § 24. Hier werde nicht ein Amt, sondern ein Beamter abgebaut. Der Beamtenkörper müsse aber unpolitish sein und müsse gegen parteipolitishe Ueber- griffe ge{üßt werden, Abg. Harmony (D. Nat.) ging auf einige Ingen der Denkschrift ein, die seiner Meinung nach Widersprüche und JFrrtümer enthalten. Daß der Reichsprasident die Verordnung unterschrieben habe, könne daran nichts ändern, daß diese Form der Umbildung des Finanzministeriums dem Reichsgeseß widersprehe. Er bitte, den deutshnationalen Antrag anzunehmen. 75nzwischen war ein weiterer Antrag der Demo- kraten auf Aenderung des § 24 des Reichsbeamtengeseßes ein- gegangen. Vorsißender Heimann machte darauf aufmerksam, daß es nicht Aufgabe des Haushaltsausschusses sei, Fachgeseße zu ändern, (Zustimmung.) Seine Aufgabe sei finanzpolitischer Natux. Abg. Leicht (Bayer. Vp.) empfahl, hier nux das Finanzielle zu besprehen und alle anderen Fragen dem Beamtenausschuß zu überlassen, Reichsfinangzminister Dr. Reinhold führte fol- gendes aus: Fn der Hochschäßung des Berufsbeamtentums und in dem Bestreben, es gegen Äntastungen seiner Rechte zu fhüßen, fühle ih mich mit dem Ausschuß einig. Jch kann daher auch nur die seinerzeit abgegebene Erklärung zu der meinen machen, daß eine Wiederholung des Personalabtaues keinesfalls in Frage fommt, Die Umorganifation des Reichsfinanzministeriums ist fein Personalabbau, da hier rechtlich auf Grund des 8 24 des Reich3beamtengeseßes vorgegangen ift. Eingehende Erwägungen über die Anwendbarkeii dieser Bestimmung und die schonendste Durchführung der Maßnahme sind der Verordnung voran- gegangen. Gerade um das Beamtenrecht so weit als möglich zu hüben, ist die Anwendung des § 24 nicht in die Entschließung des Ministers allein gestellt worden, vielmehr ist eine Kabinetts= entschließung und die Verordnung des Herrn Reichspräsidenten herbeigeführt worden, Damit wird eine den Beamten günstige Staatsprarxis geschaffen. Neues und die Beamten sichérndes Ret enthält weiter der 8 8 der Verordnung, nach dem der Schluß der Umbildung dem Reichspräsidenten anzuzeigen is, Damit war gewährleistet, daß, sobald als möglich, der Druck von den Beamten genommen wurde. Die Meldung ist dann auch schon Mitte Oktober dieses Jahres erfolgt, so daß die Frist auf ein Minimum eingeschränkt wurde. Meinem Bestreben, den Rechtsschuß dec Beamtenschaft zu stärken, entspricht es durchaus, wenn der 8 24 des Reichsbeamtengeseßes unter besonderen Rechts\huß geftellt wird, Hierfür zu sorgen, dürfte die Beratung des Beamten- geseßes die erwünschte Möglichkeit geben. Wenn infolge der ungeheuren Arbeitslast, die 1n den vorançegangenen Jahren auf dem Amte und allen Mitgliedern gelegen hat, mit der Um- organisation nicht vorgegangen werden konnte, so kann daraus niemandem ein Vorwurf erwachsen, Das hindert nit, daß in- folge des *unorganischen Zuwachses von Arbeit und Dienststellen die Umgestaltung des Amtes unabtweisbar geworden war. Wenn irgendwo, so haben daher sachlich bei der Umorganisation des Neichsfinanzministeriums die Vorausseßungen des §&§ 24 vorgelegen. Die Anwendung des 24 des Neichsbeamten-

gesebes is aber auf das äußerste beshränkt worden. Die mittleren und unteren amten fTonnten verseßt werden. Bei den höheren Bcamten war dies nah Lage der Sache nicht möglih, Selbstverständlich haben politishe oder persönliche Gründe in feinem Falle mitgejprohen. Alle Kautelen, die 3UmM Schuße der Beamten denkbar waren, sind eingeshoben, alle denk- bare Echonung hat obgewaltet. Die Umbildung, so wie sie vollzogen is, war, so schmerzlich sie sein mochte, Gebot der Staatsnotwendigkeit. Ent= sprechend der Anregung des Vorsißenden soll die Denkschrift über die Umorganisierung des Reichsfinanzministeriums niht im Haushaltsausshuß, sondern im Beamtenausshuß behandelt twerden. Der Haushaltsausschuß wandte sich alsdann der Be- ratung des Geseßentwurfs über die Anrehnung der Wartes- standszeit und die Verwendung von Wartegeld- empfängern zu. Dieses Geseß regelt die Frage der Anrechnung der Warteéstandszeit sowie die Heranziehung der Wartegeld= empfänger zur vorübergehenden Beschäftigung. Die Reichsregie- rung hielt es für angezeigt, eine geseßliche Möglichkeit für die Hero anziehung der Wartegeldempfänger zur vorübergehenden " Bes chäftigung zu schaffen. Wenn man auf der einen Seite die Warte=- stanbszeit in einem gewissen Umfang als ruhegehaltsfähige Dienst- zeit anerkennen wolle, auch wenn der Wartestandsbeamts dem Reiche keine Dienste leiste, jo lasse sich unter den gegenwärtigen schwierigen Wirtschaftsverhältnissen eine solhe Vorschrift auf der anderen Seite nux rechtfertigen, wenn der Wartestandsbeamte sich auch zu einer vorübergehenden Tätigkeit bereithalten müsse. Die Notwendigkeit, einé solche Verpflichtung zu schaffen, liege fernerhin im JFnuteresse der Reichsfinanzen. Bei der großen Anzahl von Wartestandsbeamten müsse zwecks Verringerung der öffentlichen Ausgaben darauf Bedacht genommen werden, die Wartegeldlast durch weitgehende Heranziehung der Wartegeldempfänger einzu- shränken. Der Ausschuß verlängerte die gegenwärtig geltenden Bestimmungen über die Anrehnung der Wartestandszeit und die Verwendung von Wartegeldempfängern bis zum 1. Juli 1927. Hierauf vertagte sich der Aus\{huß.

Im Reichstags8aus\chuß für die besebten Gebiete wurde laut Bericht des Nachrichtenbüros des Vereins deutscher Zeitungsverleger folgender Antrag Kirshmann (Soz.) und Genossen einstimmig angenommen: „Der Reichs3- tag wolle beschließen, den etwa 2000 im deutshen Reiths- gebiet wohnenden Arbeitern und Angestellten, die im Bereich des Großherzogtums Luxemburg beschäftigt sind (sogenannte Luxemburggänger), wird in Anbetracht der großen Notlage, in der sie sih infolge der Frankenlöhnung befinden, unbeschadet um die von der Regierung nah Prüfung der Verhältnisse in Aussicht gestellten Maßnahmen, noch vor Weihnachten eine einmalige Unterstüßung in dreifaher Höhe derx für die unter gleichartigem Verhältnis lebenden „Saargänger“ gültigen Monatssäße rund 80 000 Reichsmark gezahlt. Weiter wurde der Antrag Esser (Zentr.), Hofmann - Ludwigshafen (Zentr.), Tremmel (Zentr.), Dr. Becker- Hessen (D. Vp) un Dr. Kalle (D. Vp.) genehntigt, der Reichstag toolle beschließen: Unter Hinweis auf einen Bescheid derx preußischen Landesauftrags- stellen an eine Unternehmerfirma des beseßten Gebietes, wonach es der Wunsch der Wehrkreisämter ist, daß sich nur Firmen aus dem eigenen Bezirk an den Lieferungen für die Reihswehr be- teiligen, das Reichs8ministerium für die beseßten Gebiete zu er- suchen, festzustellen, 1. ob dieser Standpunkt der Wehrkreisämter, durch welchen das beseßte Gebiet und die neutrale Zone von den HOGI ete unen ausgeschlossen würden, der Anschauung des Reichswehrministeriums entspricht; 2. wenn das zutrifft, ob das Reichswehrministerium bereit ist, diese Schädigung der Wirtschaft des besegten Gebietes und der neutralen Zone durch entsprechende Anweisungen an die Wehrkreisämter baldigst zu beseitigen. Zu Berichterstattern wurden ernannt: für die Novelle zum Besaßungs=- personenentschädigungsgeses der Abg. Hofmann - Ludtwiags- hafen (Zentr.), für den Geseßentwurf über die Vergütung der A E R P und Vermögensschäden (Besabnngsleistungs- geseß) der Abg. Dr. Kalle (D. Vp.).

Jm Steuerausschuß des Reichstags wurde, gemäß einem Antrage der Bayerischen Volkspartei, die ursprüng- lih für den 1. Fanuar 1927 vorgesehene Erhöhung der Biersteuer bis zum 31. März 1927 hinausgeschoben.

Statistik und Volkswirtschaft.

Getreidepreise an deut)chen in der Woche vom 6. bis 11. Dezember 1926.

In Neihsmark für 50 kche.

Börsen und Fruchtmärkten

Städte Handelsbedingungen

Wöchentliche *) für Brotgetreide Zahl

Gerste

Sommer-| Winter- am Brau- + | Futter- +

Notierungen

Noggen | Weizen

2

3 4 G 7 8 9

trei Aachen A V G1 oßhandeltetnktsyr. ab fränk. Station. ab märk. Stat. (Gerste: ab Station) ab Braun|cweig E ab Bremen oder Unterweserhafen . Nordamerika ci Bremen 9) . ï ab s{lef. Verladestation in Waggonladungen Frachtlage C. ohne Sack . C fr. Ch. in Ladungen von 200—300 Ztr. .. Großhandelsverkaufspr. waggonfr. Dortmund Wagenlad. v. 10— 15 t E waggonfr. sächs. Ver)andst. b. Bez. von mind. 10 6 frei Waggon Duisburg . ab Station . L S waggonfr. Erfurt od. Nachbarvollbahnstat. o. Sack wagaonfr. Essen bei Waggonladungen . . Fratlage Frankturt a. M. o. Sack . …. bei Waggonbez. ab ostthür. Verladestation ab Gleiwiß o. Sa. ., S ab inl. Station eins{chl. Vorpommern Nordamerika cif Hamburg?) . . Südameuika , L T ab hannover|cher Station. .. Frachtlage Karlëruhe ohne Sack. ab holst. Station b. waggonw. Bezu Frachtlage Köln. . . è loto K. ohne Sack Ce a ab niederrhein. Statinn 6 prompt Parität frachtfret Leipzig « + éFxrachtlage Liegnitz . 5 b. Ladungen v. 300

Mae Bamberg 2A Boll 6 ï Braunschweig 5 Bremen!) . , é Bresla - 4 G

Shemnit N Dortmund . in Dresden . Duisburg Emden , Erfurt C Frankfurt a. M. Ga GlemBi Hamburg

"”

Han nover N Karlsrube . i

Kiel i;

A Königsberg i. Krefeld . .. L ¿4 5 Liegniß . , Magdeburg M. Mannheim .. München .

Nürnberg . lauen « « tettin .

Stuttgart .

Worms .

Ztr. i Bez. Magdeburg Großhandelseinstandépr. loko Mainz...

waggontr. Mannheim o. Sack Großhandelseinkau1spr. ab südbayer. waggonw. o. Sack . ab nordbayerisher Station S: E 0G Großhandelspreis ab vogtländisher Station . . . waggonfrei Stettin ohne Sack E Großhandelspreis waggonw. ab württbg. Station bahnfrei Worns .

Verladestat.

o L Bi

Würzburg . . . | Großhandelseinkaufspreis waggw. ab fränk. Station

Anmerkungen: 2) Pomme1\cer Weißhafer 11,40. Winter- und Futtergerste. 12,90. 18) Norddeutscher 11,13.

Berlin, den 16, Dezember 1926,

9, : 14,38 9,88 7, 13/50 8,50 1366 | 1158 9,20 13,50 | 12/00 10,00

11/402) 14,10 4) 9, 13,80 8) | 12,007 8,85 14,25 11/50 10,13 13,55 6) | 12/63 10/00

14,75 10,63 7) 13,23 8) 9,96 15,13 11/60 9 s 9,30 13,63 10,25 14,63 - 14/81 9,63 13,00 9,38 13,38 9,00 13,65 9,23 6.—11. 13.65 4) G11 I) T L 13,90 8. : 15,13 11. 13,00 6) 7. 10. 14,63 6. 13,63 8. : 14,38 7. 10. 13,15 8) 7. 10. 13,50 7. 10. 13,65 10. 14,63 6. 9, 15,19

8.1L 14,00 9, 14,10 11, 12,00 13,80

6, 9,

14,56 10, 11;

12,004

D d S 78

e ck o aut

12,03

R 9090

11,75

12,56+ 12,887 12,257 11,75

144119

C t pet C fund juand juni pad È O) fene b puns CTZ C mek T3 pad puams B ps A O ooo

E C0 I _

9,75 9,63 9,50) 9,47 9) 8,759 9,38 9,43 9,00 10,45 10,00 9,69

8,49 8,70 8,79 9,11 9,13 9,75 8,63

13,00 11,25 12) 12,13 10,50

11,88 11/50 11,15 12814 13;8L+

11,567 12,407 11,5907 11,94

11,94

12,507 12,007

10,60 10,007 10,757

10,00+ 1L 15

10,504

14,88 10,13+

13,94

DD ps D) C ps ja D D t DO DO DO t E D) pak pad pu E

*) Wo mehrere Angaben vorlagen, sind diesen Durchschnitte gebildet worden. ") Angebotspreise. 2) Unverzollt. 4) Manitoba I. y 9) Pommerscher und slesi|cher; rheinisher 10,25. 10) Western. 1) Rojsaté. 2) Braugerste

b) Malzgerste. ®) I. Qualität. 7) Pommer|cher Weißhakter 11,50.

Statistisches Reichsamt. J. V.: Dr. Plagzer.

ITr. 294,

(Fortseßung aus der Ersten Beilage.)

Berichte von auswärtigen

Wertpaviermärkten.

Devisen. Danzig. 16. Dezember

Danzfaer Gulden ) Noten:

Auszahlung 24,99 G, —— B.

Wien 16. Dezember (W. T. B.) zentrale: Amsterdam 28280, Berlin Kovenhaaen 18845 London 34.33 Zürih 136,70 Marknoten 68.10 Noten 12.443, 78.28, Dollarnoten 705,90, Noten —,—, Belgrad 12,474.

Prag, 16. Dezember. Amsterdam 13,503, Berlin 8,032,

(M, T. B.)

noten 8,032 Budapest 16. Dezember London, 16. Dezember.

1216 New York 4,855/14

Spanien 31.84 Holland 12,135 Italien

Wien 34,43. Paris, 16. Dezember, (W. T. B.)

Anfangs notierungen.) Deutschland 594,00, London 121,00, New,

Bork 24,93, Belgien 347,00, Spanien

Scbwetz 482,00, Kopenhagen 664,00, Holland 998,00 Osko 628,50, Numänien

Stockholm 666.00 Prag 73,75

Belarad 44,00. Paris, 16. Dezember. (W.T. B.)

Schlu ß kurse.) Deutschland 592,00, Aelt S0, Vas ==— 7,00,

Amerika 24,95, taten: 112.20

Belgien Schweiz

Mien —,— Holland 9,9714,

Warschau —,—, Kopenhagen 665,00 Dao ——,—, ( M. Berlin 59.50 L fl / 10,03, Brüsse! 34,80, Schweiz 4835, Wien 35,274 für 1 Swilling, Kopenhagen 86,60 Stockholm 66,85, Os!o 63,15, New York 250 00, 741. Freiverkfehrskurfse :

Amsterdam 16 Dezember.

vijenturie) London 12,134

Madrid 38,15 E23 Helsingfors 6,29

Zürich 16. Dezember.

Jtalien Prag

(Wi B.)

D 178/16, London 25 10/4, Paris 20,65. Brüssel 71,95 Mailand 23,20 Holland 2065/4 Stockholm 138.274 Berlin Sofia

Madrid 78 95 Kopenhagen 137,75 Prag 15,333, Budavest 72,45 Belgrad 9,124,

T E C E E P T 2 A E P E E C E R E

1. Untertuhungstachen

(W. T. B.) Lofonoten 100 2loty 57.18 G., 57,32 R. Amerikanische Noten 5 14,47 G., 5,1578 B., London telegravkische Scheck8: London 24.984 G., B. Anzahlungen: Warschau 100 Zlotv-Anäzahlung 57,03 (G., 67,17 R., New Vork telegravhische Auszahlung 5,14,40 G., 5,15,70 B.

168 27 New Vork 707,35 Parts 28,37, Lirenoten 31 64, Tschechoslowakische Noten 20,913 Ungarische Noten 99,00, Sch{wedische

Züri 6,53 Kovenhagen 898.50, London 1637/4 Madrid 515 50, Mailand 150,75, New Vork 33,763, Paris 135,75 Stockholm 9024 Wien 4.764 Mark- Poln. Noten 3,74, Belarad 59,5714. (W T. Iurse) Wien 100,60 Berlin 169.74 Belgrad 12,57, Zürich 137,92 (W. T. B) Depvitenkurte. Deutschland 20,393

Budapest 34,95 Bukarest 1,25

Zweite Beilage zum Deutschen ReichSanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger

Berlin, Freitag, den 17. Dezember

6,474, Devisens- und

93,10

Devisenkurse. (Alles in

Wien 53,00. Osl1o,

Notierungen der Devi\en- Budapest 9921,

Fugoslawiicbe

Mien 956,00. Polnische Noten Tae

(Amtliche Devisenkurse.) Oslo 852 50

B.) (Amtliche Devisen-

Parts z Belgien 34,88 108,00 Schwetz 25,0923 (Offiztelle

Devisenkurfe.

38050 Italien 112,00 | bank —,—,

12,99. Wien .35,15

(Offizielle

Lloyd 165,25. Devisenkurse.

England Svanien 381,00, Stockholm —,—. T. B.) (Amtliche De- für 1 NM Paris

482,75 Stü. Wien

War\chau —,—. Devitenkfurt!e. New Bork Oélo 130 65 123.10, Wien 72,982, 3,75, Bukarest 2,661

187,5

Stockholm, 16. Dezember. furte.) London 18,16, Berlin 89,10 Paris 15,10 Schwetz. Plätze 72,40, Amstervam 149,75, Kopenhagen 99.75 9450 Wathington 3,74,25 Helsingfors 9,44 Nom 16 90, Prag 11,15.

g. (Amtliche Devisenkur}e.) Hamburg 94,50, Paris 11,00, New York 397,00, Amsterdam 158,75 Züri 77,00, Helsingfors 10,00, Antwerpen 52,25,

Stockholm 106.10 Kopenhagen 105,75, Rom 18,10, Prag 11,80

(W. T. B.) Ankaufkur)e, mitgeteilt von der Garantie- und Kredit-Bank für den Osten A.-G. (In 1000 engl. Pfund 941,00, 1000 Dollar 194,00, 1000 schwedische Kronen 51,78 1000 finnishe Mark 4,85.

Silber 24/5.

London 19,25,

Moskau, 15. Dezember.

Tscherwonzen.)

London 16. Dezember. auf Lieferung 24?/g.

Frankfurt a. M., 16. Dezember. [ Kreditanstalt 7,40, Adlerwerke 110,00 Aschaffenburger Zellitoff 145,00 D. Gold- u. Silber-Scheideanft. 173 75 ¿xranf{. Va1chinen (Pokforny u. Wittekind) 74,00. Hilpert Matcbinen 60,00, Phil. Holzmann 161,00, Holzverkohlungs- Industrie 70,00, Wayß u. Freytaa 138,25, Zuckeztabrik Bad. Waghäufel 126.75.

Hamburg, 16. Dezember. (W. T. B.) (Schlußkurte.) Brafil- (Commerz- u. Privatbank 205,00, Lübeck-Büchen 124,00 Scbantungbahn 16 50 Deutsch-Austral. 166,00, Hambag.-Amerifa Paket. 167,090, Hamburg-Südamerika 181,50, Nordd. ANibest 62.25, Harburg-Wiener Gummi 82,75 Ottensen Eisen. 34 B Alsen Zement 230,00, Anglo Guano 107,00, Merck Guano 86 00. Dynamit Nobel Otavi Minen Sloman Salpeter 100 B NM für das

(W. T. B.) (In Taujenden.) bundanleihe 73,7, Mairente 4,75 Februarrente 6,7, Oesterreichiscbe Goldrente —,—, Oesterreichi|he Kronenrente 3,6, Wiener Bankverein 97,0 Kreditanstalt 123,75 Ungarische Kreditbank 335,0 Effektentreuhandge]. Niederösterreichishe- Eskomptege!. 260,0. Länder- bank 127,0, ODesterreichi|he Nationalbank 2140,0, Wiener Unionbank 1000, Staatsbahn 365,1, Poldihütte 10430 Prager Eisenindustrie 2302,0, Sfkodawerke 1320,0 Waffenfabrik 52,0, thal 135,0.

Lothringer Zement —,—

121,00. 152 00, Holstenbrauerei 182,00, Neu Guinea 1765,00 4290. Freiverfkehb r,

16. Dezember.

(‘Anglobank) 81.0

Leykam-Jofefé

War)\chau 5750 Helsingfors 13,034, Konstar.tinopel 2,614 Athen Buenos Aires 211,75

Kopenhagen 16. Dezember. furtie.) London 18,20 Antwerpen 10,50

Fapan 253,25,

New Vork 3,76 Berlin 89,35 Zürih 72,70,

Dezember. (W. T. B.)

(W. T. B.)

Wertpapiere. (W. T. B.)

Verein. Elbschiffahrt —,—, Calmon

Bodenkreditanstalt 160,0

Südbahn 205,9

(W. 8. B.) (Amtliche Devi)en- Paris 15,25 tom 17,05, Amsterdam 150 40, Stockholm 100,35 Dslo 94,80 Helsingfors 9,49 Prag 11,16. Wien

(W. T. B.) (Amtliche Devisen- Brüssel 52,20,

Oesterreichisce

Vereinsbank 162 25

Tür kfenlose 465,0, Oesterreichi)che

Alpine Montan 382,5, Nima - Murany Trifailer 498,0,

Staatsanleihe 1922 A u. B anleibe von 1896/1905 75!/, Aktien 159%, Margarine 16850 Philips F (oem 177,00 Koninkl. Oslo } vart Unie 175,50, Cultuur

Maatschaypii 414,50.

1926

Amsterdam, 16. Dezember. (W T. B.) 6 9% Niederländuche

1057/,, 44 9/9 Niederländische Staatss

anleihe von 1917 zu 1000 fl 9950, 3 0/9 Niederländiihe Staats

8, 7 9% Riederl.- Ind. Staatsanleihe zu

1000 fl. —— 79/6 Deutsche Reichsanleibe 105,00 MNeichsbank neue MNederl. Handel Maatichappii - Akt. —,—

Jurgens Glueilamven 375,00, Gecon!ol. Holl, Nederl. Petroleum 380,25, Amsterdam

NRubber 309,50 Holland-Amerika-Dampfsch. 60,00, Nederl. Scheey-

Muyvii. der Vorstenl. 183,00, Handels-

vereeniging Amsterdam 698,90 Deli Maatschaypij 422,00, Senembah

Berichte von aus

blieb das Geichäft ruhig. das Ge!chäft still,

Bradford, 16. Dezember. (W. T. B.) Peerinokammzüge neigten zur Schwäche, während Kreuzzuchten fest tendierten, Auh am Garnmarfkt blieb

wärtigen Warenmärkten. Am Wollmarkt

Silber | zember 1926 hat tolgenden

laufende Meldungen über

Krankheiten. Gesetzgebung Ansteckungsstoffen tin Gijenba Ausrührung des § 123

seuchen im Deut ichen Reiche,

lichkeitäverhältnisse in eintg

deutschen Ländern. Grund

Nr. 50 des „Zentra Völfker- eleftrishen HoW- und Unt des durchgehenden Zugverkeh Berlins. Material, Mi

2. Aufgebote, Berlu|t- u. Fundfachen, Zustellungen u. dergl.

8. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 4. Verlosung 2c von Wertpapieren.

D. Kommanditgesfellscha{ten auf Aktien, Aktiengesellshaften

und DeutsGe Koloninalgefell\chaften. f —————

2. Aufgebote, Ver- luft- und Sundsachen, ustellungen u. decgl.

[94746] Zwangsversteigerung.

Jm: Wege der Zwangsvollstreckung soll am 14. März 1927, vormittags 410 Uhr, an der Gerichts\telle Neue Bee 13/14, I Stocfwerk, Ziminer Nr. 113/114, versteigert werden das in Berlin, Wallstraße 74/75 be- legene, im Grundbuch von Neu-Kölln Band 4 Blatt Nr. 247 (eingetragener Eigentümer qm 18. November 1926, dem Tage der Eintragung des Versteiaerungs- permerks: Kaufmann Kurt Bernstein zu Berlin) eingetragene Grundstück: Vorder- wohnhaus mit linkem Seitenflüçel und unterkéllertem Hof, Gemarkung Berlin, Kartenblatt 43, Parzelle 956/375 1 a 64 qm groß, Grundsteuermutlterrolle Art. 7826, Nußungswert 6400 4, Ge- bäudesteuerrolle Nr, 170. 87 K. 192/26.

Verlin, den 9. Dezember 1926.

Amtsgericht Berlin-Mitte. Abt. 87.

[94747] Zwangsversteigerung. : Jm Wege der Zwangsvollstreckung soll am 10. März 1927, vormittiags 10 Uhr, an der Gerichtsstelle, Neue Friedrichstr. 13/14 III. Stockwerk, Zim- mer Nr. 113/114, versteigert werden das in Berlin, Oranienstr. 31, belegene, im Grundbuche von der Luisenstadt. Band 42 Blatt Nr. 2079 (eingetragener Gigentümer am 12, November 1926, dem Tage der Cintragung des Versteigerungsvermerks: Guts- und Sägewerksbesiber Josef Dauber zu Wittenberg i. Westf.) eingetragene, Grundstück, bestehend aus: a) Vorder- wohnhaus mit linkem Seitenflügel, rehtem Anbau, abaesondertem Kloseit und teil- weise unterkellertem Hof, b) Wohngebäude links, Nußungêwert 11 §850 M, Gebäude- \teuerrolle Nr, 2237. 87, K. 189. 26. Berlin, den 9. Dezember 1926. Amtsgericht Berlin-Mitte. Abt. 87.

[94745] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am 14, März 1927, vormittags

Uhr, an ‘der Gerichtsstelle Neue Sriedricsrahe 13/14 Il Stocwerk, olmmer Nr. 113/114, versteigert werden das in Berlin, Weidenweg 12, belegene im“ Grundbuch vom Frankfurtertorbezirk Band 47 Blatt Nr. 1405 (eingetragener Eigentümer am ‘4. November 1926 ‘dem

F Befristete ÆNnzeigen müssen drei Tage vor dem Einrück

vermerks: Generaldirektor Peter Heuser in Berlin) eingetragene Grundstü: a) Vorderwohngebäude mit rechtem Seitenflügel, Hof und abgesondertem Ab- tritt, b) Stall und Remise quer, Ge- martung _Berlin Kartenblatt - 141, Parzelle 23, 6 a 89 qm groß, Grund- \teuermutterrolle Art. 868, Nußungswert 11 400 4, Gebäudesteuerrolle Nr. 868. 87 K. 186. 26. Berlin, den 10, Dezember 1926. Amtsgericht Berlin-Mitte. Abteilung 87.

[94748] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsversteigerung soll das in Nebna belegene, im Grundbuch von Rehna Blatt 9 Gs I Nr. 9), zur Zeit dex Eintragung des Versteigerungsvermerks auf den Namen des Strumpswirkers Johannes Petersen eingetragene adgrundae Nr 9 am 8. März 1927, vormittags 9 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht an der Le versteigert werden. Das Grundstück ist 195 qm (einhundert- un bnelmig Quadratmeter) groß. Der

ersteigerungsvermerk is am 13. No- vember 1926 in das Grundbuh ein- getragen. Es ergeht die Aufforderung, NRechle, soweit sie zur ‘Zeit der Eintragung des WVersteigerungsvermerks aus dem Grundbuhe nicht ersichtlich waren, S im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Ge- boten anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspriht, glaubhaft u machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des E Gebots nicht berü E und vei der Verteilung des Versteigerungs- erlöses dem Anspruche des Gläubigers und den übrigen Mechten nachgeseßt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zu- [ags die Aufhebung oder einsiveige Sinstellung des Verfahrens herbeizu- führen, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des ver- steiaerten Gegenstandes tritt.

„Rehna, den 13. Dezember 1926.

: Amtsgericht.

[76403]

Die Aktie Nr. 683 der Gödecke & Co. Chemische Fabrif A. G. is abhanden gekommen. Gemäß § 367 H.-G.-B geben wir hiermit als aus der Urkunde Vet- pflibtete den Verlust bekannt.

Charlottenburg, den 15 Oftober 1926. (F ödede & Co. Chemische Fabrik Uft.-Ge]

Anzeigenpreis für den Naum einer 5 gespaltenen Einheitszeile (Petit)

1,05 Reichsmark.

(95093] Abhanden gekommen: 4 1000 49/5 Säch} Bod. Credit-Anstalt-Pfandbr. v. 1909 Ser. V11 Lit. C Nr. 4123. Verlin, den 16. 12. 26. (Wp. 139/26.) Der Polizeipräsident. Abt. 1V. ‘E.-D.

[95094]

Zu Verlust gegangen: St. 5 49% Türfkfenanleihe von 1905 Nr. 92 691—95 = 1 tünttfahes Stüd.

Fürth, 14. Dezember 1926. Polizeidirektion Nürnberg-Fürth, Polizeiamt Fürth.

[95096]

A. Das Autgebotsverfahren bezüglich tolgender Urkunden ist eingestellt: 1, Der 5 9% tigen Neichsschuldverschreibungen Nr. 828316/29 1013388/89, 1040017 über je 20000 M, Nr. 1372787, 1594131/33, 2139897 über je 5000 M, Nr. 219317, 4161349/50 über je 2000 46, Nr. 4301246/ 48 77T11411/2, 15274289 über fe 1000 4, Nr. 2910987/88 5458121 über je 500 46, Nr 460013, 6156599, 6722924, 7570739, 8656219/20, 8783146/47, 10503397/98, 11332312, 11388823, 11606500 über je 200 M Nr. 30950398/99, 6353883, 6440850/51, 7950211, 9298934 und 949, 14454431, 16594076 über je 100 M l, Der Schuldver|\chreibungen der 34 (voum. 4) 9% igen Reichsanleihen von 1878 Nr, 32449 über 200 4, von i881 Nr. 760, 2420 und 2422 über je 200 M. LII. Der ausloëbaren 44 °%igen Neichsschaganwei)}ungen Nr. 1580350, 628 und 699 über je 1000 Æ, 448216 über 500 M, 314255/96 über je 200 M, 392242 über 100 #4. LILV. Des Anleihe- icheins der Deut]chen Sparprämienanleihe von 1919 Reihe A Nr. 186 Gruppe 447. V. Der Schuldverschreibungen der vorm. Preuß. tkon). Staatsanleihen 839%: Nr. 190493/505 über je 100 M, 3} (vo1r- ma1s 4) %: Nr. 300629 über 2000 Æ, 49%: Nr. 1023779/80 über je 1000 Æ. B. Die Zahlungétperre über die 5 %%igen MNeichs\huldverschreibungen : Nr. 74%8526/33 über je 1000 Æ, 1783930/36 über je 900 Æ, 1550834, 836/38 über je 200 Æ und 1558258/67 über je 100 4 ist auf gehoben.

Amtgericht Berlin-Mitte, Abt. 216, S. 216. Gen. VIII. 1,26, den 16, 12. 1926.

[94750] Aufgebot.

Das Katholi\che Prarramt in Clotten hat das Aufgebot der angebli veiloren- gegangenen 34% MNheinprovinz-Anleihe Auégabe 10 Nr. 6354 Meihe 25 über

. Berschiedene

ungstermin bei der Geschäftsstelle eingegangen sein. “e

dem auf den 2. April 1927, vor- |l mittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer 231 des Justizgebäudes an der Mühlenstraße, anberaumten Aufgebotstermine feine Nechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.

Düsseldorf, den 9. Dezember 1926.

Amtsgerict. Abt. 14,

[94749]

Folet Beniß Ww., Inhaberin der Firma Iolef Hogg, Weingroßhandlung und Branntweinbrennerei in Löffingen, hat das Aufgebot der 4# % igen Heinrih Lanz- Obligationen vom Zahre 1912 Nr. 2514 und 2515 über je 1000 Æ beantragt. De» Inhaber der Urkunden wird aufgeforde!i spätestens in dem auf Donnuerêtag, den 7. Juli 1927, vorm. 9 Uhr, Zimmer 122, Saal L, vor dem unter- zeichneten Gericht anberaumten Aufgebots- termin eine Nehte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlocerklärung der Urfunden erfolgen wird. Mannheim. den 13. Dezembve1 1926. Bad, Amtsgericht. B.-G. 9,

[95095] Gemäß § 367 H.-G.-B. machen wir bekannt, daß folgende Pfandbriete unserer Bank: Serie 5B 3147 3148 und Serie 97 B 3663 3664 3665 als in Verlust geraten gemeldet wurden. Mannheim, den 15. Dezember 1926. Rheinische Sypothekenbank.

[94752] Aufruf. :

Der Versicherungsschein Y 300 483 au das Leben des Herrn Max Angrick in Braunsberg soll abhanden gekommen fein. Der Inhäber der Urkunde wird auf- gefordert, diese binnen zwei Monaten vom Erscheinen des Aufrufs an uns vor- zulegen, andernfalls sie für Fraftlos er- klärt wird.

Berlin, den 17. Dezember 1926.

Vereinigte Berlinische und Preußische LWbens'- Versicherungs - Aktien-Gesellschaft.

[94751] Aufgebot. Die Firma Jose Me entas Haus- haltungsgeschäft in eat asernen- traße 2/6, vertreten durch Rechtsanwalt r. Stoll in Düsseldorf, hat das Auf- ebot des angeblih verlorengegangenen Wechsels über 307,05 RNRM, ausgestellt bon der Antragstellerin am 15, August 1925, gezogen auf und alzeptiert von Bankdirektor Heinz Dicken zu Düsseldorf-

Erkrankungen und Sterbetälle

Privatanzeigen.

Nr. 50 des „Netchsgetundheitsblatts"“ vom 15. De-

Inhalt: A. Amtlicher Teil 1. Fort- die gemeingefährlihen Krankheiten tim

In- und Auslande. Zeitweilige Maßregeln gegen gemeingefährliche

utw. (Deutsches Neich.) Be'eitigung von hnviehwagen. (Waldeck.) Leichenschau. der Neicbeversicherungéordnung. Tier- 30, November. B. Nichtamtlicher Teil,

Abhandlungen : Meyer, Zur Statistik der Flei)chvergittungen in den Jahren 1923 bis 1925, C. Amtlicher Teil 11. Wochentabelle über Che|chließungen, Geburten und Sterbefälle in den deutschen Groß- städten mit 100 000 und mebr Einwohnern. Gebuzrts- und Sterb-

en größeren Städten des Auelandes. an übertragbaren Krankheiten fn wafserstand und Bodenwärme in Berlin,

Juli. Witterung. Statistishe Sonderbeilage (15. Beihett): Monatsberiht über die natürlihe Bewegung der Bevölkerung in deut)chen und ausländischen Orten im Monat Juli 1926,

[blatts der Bauverwaltung®

vom 15. Dezember 1926 hat folgenden Inhalt: Der Ausbau der

ergrundbahn und die Wiederaufnahme rs zwischen dem Often und dem Westen \{ungéverhältnis und Betonfestigkeit.

Bom Glase als architeftonii{em Baustoff. Das Gebäude des Golfflubs in Wannsee bei Berlin. Baupolizeiliche Gesichtepunkte für, das Entwerfen von Gründungen. Die Betriebseinrihtungen für die Verladebrücken am Erz- und Eisenkai im Seehaten Emten. Ent!chließung zur Frage der Weltausstellungen und zum Berliner Ausstellungéplan 1930 Goethe und das Handwerk. Vermischtes. Bücher|chau. Amtliche Mitteilungen.

3, Erwerbs. und Wirt|chaftsgenosjen!chaften

. Niederlassung 2c. von Nechtsanwälten.

. Unfall. und Jnvaliditäts- 2c. Versicherung. . Bankausroeise.

Bekanntmachungen

P p p ite R E T E ape]

aber der Urkunde wird ausglores spätestens in dem auf den 2. Juli 1927, vormititag8 10 Uhr, vor dem

unterzeihneten Gericht im Justizgebäude an der Müklenstraße,

Zimmer 231, gn- beraumten Aufgebotstermin feine Rechts anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde ecfolgen wird. Düsseldorf, den 11. Dezember 1926. Amtsgericht. Abt, 14, Aufgobot.

i Eheleute Sattlermeister Georg Wiegand und Katharine El:sabeth geb. Krvabenberg in Bischhausen haben das Aufgebot zur Aus\{ließung der Gläu- biger des auf den in Blatt 106 Bische hausen eingetragenen, ihnen gebörigen Grundstücken lastenden, in Abt. 11 unter Nr. 2 für die Erben des Amtssekretärs Karl Adams und Frau, Katharine Elisg- beth geb, Paulstich, in Biscbhausen ‘nah Kaufvertrag vom 8. Oktober 1870 ein- getracenen Kaufgeldrests von 50,25 aemäß § 1170 B. G.-B. beantragt. Die Gläubiger werden aufgefordert, spätestens in dem auf den 17. Februar 1927, vovrmiiiags8 10 Uhr, vor dem unter- zeichneten Gericht anberaumten Auf- gebotstermin ihre Rechte anzumelden, widrigenfalls ihre Ausschließung mit dem Recht erfolgen wird.

Bischhausen, den 13. Dezember 1926.

Das Amtsgericht.

[94755] Aufgebot.

Der Besißer Friedrich Kieragga aus Geigenau, vertreten durch Rechtsanwalt Kanoldt in Wll, hat das Aufgebot des verlovengegangenen Hypothekenbriefes über die im Grundbuch von Geigenau Nr. 5 in Abt. [111 Nr. 12b für die Kreisspar- fasse Lyck eingetragene, mit 5 vH verzinge [iche Hypothek von 3000 6 beantragt, Der Inhaber der Urkunde wird aufaefor- dert, spätestens in dem auf den 13. April 1927, vormittags 10 Uhr, vor dem unberzeihneten Gericht, Zimmer Nr. 116, anberaumten Aufgebotätermin feine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde evfolgen wird. s

Ly, den 8. Dezember 1925.

Amtsgericht.

[94754] Aufgebot. E

Der Landwirt Erich Behme in Gr. Twülpstcdt hat das Aufgebot des ver- lorengemangenen Hypothetenbriefes vom 4. Dezember 1909 über die für den Spar-

[94756] Die

L

Schäf}er. . Dr. Arthur Horowißt.

ag der Eintragung des Versteigerungs-

1000 .4 beantragt. Der Inhaber der Ürfunde wird aufgefordert, spätestens in

Gerresheim, Sonnbornstraße 7 fällig am 1, November 1925, beantragt, Der Jun-

d Vorscaßverein zu. Vorsfelde e. . (8. i U. L bfelbe im Grundbuch von