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tektionismus, dur den einige Industrien \chädigt würden, in ihr Teras aufnehmen sfollte. dafür, daß man fremde War
wert erscheine, um den englischen Staatsmännern zu ermöglihen, auf einer für England günstigen Basis mit den fremden Ländern zu ver- handeln. Auf diese Weise könne das Inland in die Lage kommen, Seen Sitte, fo zu gestalten, daß der freie Güteraustaush zwischen en ver erfahre.
bei der Werft zu Wilhelmshaven beauftragt Kapitän z. D., Vorstand der Hauptstelle für das Wohlfahrtswesen der Arbeiter bei der Werft zu Wilhelmshaven, zum Bibliothekar beim Kommando der Marinestation der Nordsee, Stiegel, Marine- stab8singen. von der Werft zu Danzig, zum Geshwaderingen. des 2. Geshwaders, Springer, Marinestabsingen,, Div. Ingen. der 2. Werstdiv,, zum Geshwaderingen. des 1. Ges \chwaders, Dtt o, Marinestabsingen. von der 2. Werftdiv., zum Div. Ingen. der 2. Werftdiv., Dr. Frenßel-Beyme, Marineoberstabs- arzt vom Stabe S. M. S. „Wittelsbah“, unter Belassung in diesem Dienstverhältnis zum Geshwaderarzt des 1. Geshwaders, Dr. Fr ey- madl, Marineoberstabsarzt vom Stabe S. M. S. „Kaiser Friedri IIT.“, unter Belassung in diesem Dienstverhältnis zum Ge- {chwaderarzt des 2. Geschwaders, — ernannt.
L Zu Lts. zur See befördert: die Fähnrihe zur See: Orb, Saalwächter, Gartmann, Berger, \smann (Kurt), Witte, v. Tippelskirch (Ulrich), Crüsemann, von Cappeln, Stohwasser (Hans), Neumann, Bahrfeldt, Beyersdorff, denburg, Dette,Loening,v.Türcke, Hanne, Mildenberger, e Ri A Com n elg, nde,Beißen(Nichard),Spangenberg,Lenzner, Wisogki, ässer, Frhr. v. Fircks, Moraht (Nobert), Schmidt (edri), NKiep, Ledeboer. Wais Paul Frhr. Malzahn, Conrad, Callisen, Müller (Adolf), Massmann (Siegfried), Graeve (Walter), Thomsen Theodor), Frobenius, Krueger (Bernhard), Gerlach, Meyer (Georg), Magnus, Frit, v. Mossner, Jansen,
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Franssen, Billerbeck, Bode, Sohnke, Jeneßuky: Zander, Widckel, v. Zastrow, Gaertner, S orie: Nohrbeck, Vollheim, Schlüter, Weddigen, Köhler
Hans), Wrede, Berke, Merks, Schröder (Erich), Wolf (Baut) Ganzel, Rash, Wolff (Richard), Anden Johon, Schmeidler, Bertenburg, Schneider (Nudolf),
Mee Andersen, Siemens, Hoppe, Ottmer, iegandt, Zores, Heinemann, Remy, Scchwarz (Erik) Eberhard, Henoumont, Matthias, Löwe, Harnishch, Seydel, Fink, Metger, Coulmann, Heefeler, Lemmer, Not, SwMwerdtseger, Wiebliß BVoll- mann, Quaet-Faslem, Lerhe, Schramm, Dangel,
George (Gottfried), Neichert, Schulß, Ehrlich ers bert), Anshütß, Klasing, Rottländer, Hedck, Thieren Gr. v. Shweinig u. Krain Frhr. v. Kauder (Hans Her- mann), Zangemeister, Franz, Jes, Meißner, Schulten,
Schroeter, Werner, Lauenstein, Asmussen, Capelle, Germann (Peter), Rüter, Hovyermann, Hilgén- dorff, Kölle, Görges, Shwonder, v. Bomhard, Laß-
mann, Feige, Brandes, Mathy (Karl), Lis, Kuntze, Otte, Busch, v. Goessel, Schreyer (Ottomar), f Bredow, Meyer (Paul), v. Petersenn, Koehler (Walther), Francke, v. Hase, v. Pelken, Neubauer, Magnus Gr. v. Platen zu Hallermund, Heilmann, Adam (Hans), Baut, Bedcker (Mar), Fischler Gr. v. Treuberg, Fischer, Mohr (Paul), Meyer (Heinrich), Pungs (Fritz), Kar- lowa, Eucken-Addenhausen, Gr. v. Harbuwal gen. Cha- maré und Beyer.
: _Abschiedsbewilligungen. Jagdhaus Rominten, 29. September. v. Grumme, Kapitän zur See und diensttuender Flügeladjutant Seiner Majestät des Kaisers und Königs, in Ge- nehmigung seines Abschiedsgesuhs von dieser Stellung enthoben und mit der geseßlihen Pension zur Disp. gestellt.
Angekommen:
__ Seine Exzellenz der Unterstaatssekretär im Ministerium für Handel und Gewerkz, Wirklihe Geheime Rat D. Loh- mann, vom Urlaub;
Seine Exzellenz der Ministerialdirektor im Ministerium der Mies Arbeiten, Wirkliche Geheime Rat Schröder, vom Urlaub;
der Unterstaatssekretär im Staatsministerium Freiherr von Seckendorff, vom Urlaub: : ai
_ der Ministerialdirektor im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Wirkliche Geheime Oberregierungsrat Rhe aus dem rheinish-westfälishen Jndustriebezirk,
Nichtamtliches.
Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 4. Oktober.
Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M. Flußkanonen- boot „Tsingtau “ am 29. September in Wuch o w eingetroffen. : S. M. S. „Seeadler“ ist am 1. Oktober von Tsingtau in See gegangen und gestern in Schanghai eingetroffen.
S. M. S. „Tiger“ ist am 1. Oktober in Wusung ein- gion und an demselben Tage von dort nah Tsingtau in
ee gegangen. : :
S. M. Flußkanonenboot „Vaterland “ ist am 2. Oktober
in Hankau am Yangtse eingetroffen und geht am 8. Ok von dort nah Nanking. geen 0e M
Deutsche Kolonien.
Nach einer Meldung des Etappenkommandos Okahandia haben, wie „W. T. B.“ berichtet, der Oberstleutnant Mate und der Oberleutnant Streccius am 30. September mit dem Dampfer „Henriette“ die Heimreise angetreten.
Großbritaunien und Frland.
_Der Minister des Aeußern Marquis of Lansdowne empfing gestern, wie „W. T. B.“ erfährt, im Auswärtigen Amt den russishen Botschafter Grafen Benckendorff.
Der Premierminister Balfour hielt gestern abend im Klub der schottishen Konservativen zu Edinburg eine Nede, in der er folgendes erklärte : h,
Er kônne niht Führer der Partei bleiben, falls diese den Pro- efördert, andere dagegen ge- t Dagegen fei er aren mit Zöllen belege, wo dies wünschens-
iedenen Ländern des Gesamtreihs eine Förderun Das Verhältnis zwishen dem Mutterlande und ben
Lautenberger, Freg.
Klarheit schaffen könne. Die korservative Partei, auch die außerhalb der Partei Stehenden, follten zu einer Politik halten, die dabia gehe, die Kolonien zur Teilnahme an einer derartigen Konferenz aufzu- fordern. So könnten die zerstreuten Fragmente des gewaltigen Reiches mehr und mehr zu Gliedern einer Familie gemaht werden.
Frankreich. Der Ministerrat beschloß gestern, wie „W. T. B.“ berichtet, das Parlament zum 18. d. M. einzuberufen. Der General Debatisse ist zum Kommandierenden des IT. Armeekorps und der General Tremeau zum Komman- dierenden des XII. Armeekorps ernannt worden. Offiziós wird gemeldet, daß der Minister des Aeußern Delcassé und der spanishe Botschafter León y Castillo gestern nahmittag eine Besprehung gehabt hätten, um die noh s{webenden Punkte des zwishen Frankreich und ben Lia treffenden Abkommens überMarofkko zuregeln. Neben diesem Uebereinkommen, zu dem man möglichst bald durch gegen eus Zugeständnisse, betreffend die geographische Ausdehnung und die Ausführungsbestimmungen, zu gelangen hoffe, seien noch gewisse Einzelheiten zu regeln, insbesondere die Frage, inwieweit und in welher Form dieses Ueber- einkommen, das fkeinerlei parlamentarisher Ratifikation be- dürfe, veröffentlicht werden jolle. Ferner wird berichtet, daß der französishe Gesandte in Marokko Saint- René Taillandier und der Befehlshaber der Truppen in Südalgerien General Liaudey in Paris eingetroffen seien, um mit dem Minister Delcassé die von dem General Liaudey vorgenommene Beseßung einzelner Punkte an der algerish-m.arokkanishen Grenze zu besprehen. Man halte im Interesse der Sicherheit Algeriens die Beseßung gewisser Punkte für unerläßlih, die die Straße beherrshten, auf der oft französische Truppenabteilungen von Räuberbanden über- fallen würden. Die Beseßung könne jedoch gemäß den seiner- zeit zwischen Frankreich und Marokko festgeseßten Bestimmungen von Truppen des Sultans von Marokko unter französischer Leitung vorgenommen werden. Man glaube, daß der marokfanishe Minister des Aeußern in dieser Hinsicht keine Schwierigkeiten machen werde. 1 __ Die parlamentarishe Kommission zur Unter- suchung der Zustände in der französishen Marine besichtigte gestern Arsenal und Werft von Toulon. Der Unterdirektor Salvayre erklärte der Kommission, es herrsche feine Disziplin im Arsenal. Er könne teilweise niht mehr arbeiten lassen, ohne daß die Werkführer Beleidigungen und Tätlichkeiten ausgesetzt seien. :
Spanien.
__Die Deputiertenkammer hat gestern, wie „W. T. B.“ berichtet, Romero Robledo zum Präsidenten wieder- GevaE
Das Befinden Salmerons hat si so gebessert, daß er demnächst von Saragossa nah Madrid zurückkehren wird.
Schweiz.
Der bernische Große Rat beschloß einstimmig, gemä dem Antrage der Regierung, auf die DurGfikruüe en Rückkaufs der bernishen Oberlandbahnen zu ver- zihten.
Bulgarien.
__ Der Fürst Ferdinand naÿm, dem „W. T. B.“ zufolge, PetEER in Sofia an einer Festlichkeit teil, die der russische diplomatishe Agent Bahmetjew aus Anlaß der Fertig- stellung des dort zu errihtenden Denkmals des Kaisers Alexander II. von Rußland gab. Jn einem Trink- [spruche drückte der Fürst den Wunsch aus, der Freudentag möge bald anbrechen, an dem das s{höône Denkmal der Dankbarkeit des bulgarischen Volks für den heldenmütigen Zaren und Befreier werde enthüllt werden.
Dänemark.
__ Der Reichstag ist gestern, wie „W. T. B.“ meldet, wieder eröffnet worden. Beide Häuser, Folketing wie Landsting, wählten ihr Präsidium wieder. Heute legte A ee Hage s Folketing den Budget- entwurf für das am 1. April beginnende Finanzjahr 1905/06 vor. Die Einnahmen erbe auf 79,6 MilliEnen Kronen, die Ausgaben auf 795 Millionen Kronen veranschlagt, sodaß der Entwurf einen Uebershuß von etwa 100000 Kronen aufweist. Der Ueberschuß der Staatseisenbahnen wird auf 4 Millionen Kronen, die direkten Steuern werden auf 13,8 Millionen Kronen (11/5 Millionen Kronen mehr als im Vorjahre), die indirekten Steuern auf 56/2 Millionen Kronen (1,3 Millionen mehr als im Vorjahre) veranschlagt. Pur Arbeiteraltersunter- stüßung trägt der Staat 3 Millionen Kronen, zu Arbeiter- krankenkassen 11/, Millionen Kronen bei. Das Budget des Kriegsministeriums ist 21/4 Millionen Kronen niedriger als im Vorjahre, da 1905 keine größeren Manövèêr abgehalten werden sollen und der Ankauf der neuen Feldgeshüße nun- mehr abgeschlossen ist. Das Budget des Marine- ministeriums ijt ungefähr unverändert. Dänemark nimmi an dem internationalen Eisenbahnkongreß in Washington 1905 teil. Der Titel „Telegraphen und Staatstelephon“ ist zum ersten Mal im Budget mit einem Ueberschuß ausgeworfen.
Amerika.
Der Staatssekretär Hay hielt gestern, wie „W. T. B.“ meldet, bei der Eröffnung des Jnterparlamentarischen Friedenskongresses in Boston eine Ansprache namens der Regierung der Vereinigten Staaten, in der er jagte:
Die Regierung heiße die erschienenen Vertreter herzlich will- fommen; fie teile vollkommen die Absichten, um derentwillen sie zu- sammengetreten scien. Sie werde auch weiterhin dafür eintreten, soweit es durhführbar sei, den Grundsaß schiedsgerihtliher Entscheidung in solchen Fragen zur Verwirklihung zu bringen, die niht auf dem Wege diplomatisher Unterhandlung geschlihtet werden könnten. Der Präsident prüfe gegenwärtig die Frage der Unter- handlung über Schiedsverträge mit denjenigen europäischen Nationen, die folhe wünschten, und hoffe, die Verträge im nächsten Winter dem Senat vorlegen zu können. Der Präsident habe kürzlih versprochen, die Nationen zu einer zweiten Haager Konferenz zur Fortsetzung des segensreihen Werkes der Konferenz von 1899 ein- zuladen. In bezug auf eine von dem Kongreß früher an- genommene Resolution, wonach alles Privateigentum zur See, das niht unter den Begriff Konterbande falle, + der Beschlag- nahme oder Zerstörung durch fkriegführende Mächte niht unter- liegen dürfe, habe es der Präsident niht für rätlih gehalten, während des verflossenen Sommers die Aufmerksamkeit der Mächte auf diese Angelegenheit zu lenken, da der Schritt von zwei
roßen Kolonien habe sih so gestaltet daß nur eine freie Kon- erenz Englands mit den selbständigen Kolonien und Indien
wichtigen
fubnen meldet, sind über 700 299 Frauen und 24 Kinder, die sih in Sibirien aufgehalt
hatten und wegen des Krieges zwischen Rußland und Fapar! ausgewiesen wurden, 1 Grenze angekommen und in Wirballen vom jzapanisch Konful in F 11. d. M. würden weitere 115 aus Rußland ausgewiesen
Cv D,
deutung für den beklagens8werten Kampf in Ostasien würde beurteil) werden; do hoffe er ernstlih, daß der L niht lange hinaui gehoben werden möge, und vertraue zuversihtlich darauf, daß er q; einem nit fernen Zeitpunkt die Nationen werde auffordern könne dem Gegenstande ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden. Y
Aus Montevideo wird dem „W. T. B.“ gemeldet, daf der Präsident Battle, angesihts des Einspruchs eines Teil der Aufständischen gegen die von ihrem Führer Muno 5 ange nommenen Friedensbedingungen, einen neuen Waffenstillstand
bewilligt habe, um die Besprehungen über die definitive;
Friedensbedingungen zu beenden.
Afien.
Aus Mukden vom gestrigen Tage wird dem „Reuterscher Bureau“ mitgeteilt, die Japaner, die im Westen vor Mukden tätig seien, bedienten sich in weitgehendem Maße de: Tschuntschusenbanden zu Kundschafterzwecken. Die russiste Kavallerie sei diefen Banden gegenüber sehr stark; die Pferde b fänden si in bester Verfassung, und die Wege seien gut. Di: Russen seien ostwärts tätig; zwischen den Vorposten fänden! kleine Gefechte statt; sonst sei die Lage unverändert. ‘
Das japanishe Marinedepartement meldet, daj! am 20. September ein zur Beseitigung von Seeminen ver
wendeter russischer Dampfer im Hafeneingang von Por!
Arthur auf eine Mine gestoßen und gesunken sel. Dem „Reutershen Bureau“ wird ferner aus T\chifu!
telegraphiert, während des leßten Sturmes auf Port Arthur
hätten die Japaner wiederholt den für die Russen seh! i n Hohen Hügel angegriffen; am 22. Septembe:! f ri sie die Stellung genommen, indem sie die steilen Berg änge erklommen hätten. Da der Versuch, die Stellu
zurückzuerobern, äußerst gewagt gewesen sei, habe d General Stöjssel feinen Befehl dazu a wollenl sondern habe Freiwillige aufgerufen. Jeder, an der!
die Frage ergangen sei, sei bereit gewesen, worauf eine Anzah!
Freiwilliger ausgewählt worden sei. Die Mannschaften un)! auch die Offiziere hätten Handgranaten genommen, und es sei! ihnen nah einem verzweifelten Kampfe gelungen, die Japane: | aus allen Positionen zu vertreiben. Die Russen beziffect den Verlust der Japaner an den vier Tagen des Sturm auf 10000 Mann. Der General Stössel habe eine Prokl
mation erlassen, in der er seinem Danke an Gott und die! heldenmütige Garnison für die Zurückweisung des Sturme!
Ausdru gebe. Wie „Bösmanns Telegraphishes Burcau“ aus Eyd Japaner, darunt
gestern an der deutsch - russische Bremen Nößler übernommen worden. À
Fapaner erwartet. Die Flüchtlinge würden am 20. d. M. vo
Bremen aus mit dem “Dampfer des Norddeutshen Llo „Willehad“ die Heimreise nah Japan ‘antreten. 16 \
Afrika. y Dem „Reutershen Bureau“ wird aus Aden gemeldet“ der Mullah habe Ogaden geplündert, wobei 800 Ein-
wohner getötet und eine beträhtlihe Menge von Kameelen und Sthafen erbeutet worden seien; ferner heiße es, der Mullaj habe fürzlih eine große Anzahl Gewehre erhalten.
gegeben im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, vom 28. Septemb N 1904, hat folgenden Inhalt: Die Entwickelung des modernen Theate, A baues (Schluß). — Die Verwendung und Bewährung von Lärchen- * holz zu Bauzwecken. — Vermischtes: Wettbewerb um Entwürfe für! e Rear ane ienen tene, und ANachdichtung des Kükens. Einflußlinie fü Î # Dreigelenkbogent. influßlinie für den Kämpferdruck det“
nahrichten. — Nichtamtliches: Ne - äftshàä in f Statton ch uere Wohn- und Sauter in M den Rhein zwischen Ruhrort und Homberg. it afi Oskar Appelius {. — Vorträge im Berliner Kunstgewerbe-
S Zeichengerät zum Ablesen und Aufzeichnen von Winkeln. — nte.
Nr. 78 des „Zentralblatts der Bauverwaltung“, herau?t-
Konushahn mit Sicherun
r. 79 vom 1, Oktober hat folgenden Inhalt: Amtliches: Dienst
(Fortsezung.) — Wettbewerb für eine Straßenbrüde übt (Fortseßung.) — Ver
Gründungen mit Fallstämpfeln und Fallbobrern. —
1
li
und möglicherweise auch von anderen Mächten hinsihtlich seiner Be-
497 293 (+ 16 957) Arbeiter.
beiter, d
Statistik und Volkswirtschaft.
Arbeiterzahl, Arbeitslöhne und Arbeitsleist beim preußishen Bergbau im Jahre P las
Nach den Ercebnissen der vierteljährlih in den Bergbaubezirken E
ahl der beshäâftigten Arbeiter — eins{ließlich der zeitroeilig
wegen Krankheit oder aus anderen Ursachen feiernden, aber aus\@lief
lih der Beamten und sonstigen dauernd zur Aufsicht Menaila via :
F irionen Ter, Gy FarIauer 2c.) — im Jahre 1903 F (in Klammern sei die i :
iabre beigefigH- ngabe der Zunahme seit dem Vor
256 ( 2) unterirdisch beschäftigte eigentlihe Bergarbei
106 757 (+ 5 374) fonstige unterirdisch beschäftigte Arbetten r
11 405 (+ 4294) über Tage beschäftigte Arbeiter, ausschließlich der 16 094 (4+ 527) ju e eei ube M D Ne,
| 2 endliche männlihe Arbeit r L / 6 147 (+ - 150) weibliche Arbeiter, biddiaint E
sten ergebenden Gesamtzahl entfielen
, auf den i Steinkohlenbergbau in Oberschlesien . 82 218 (h 3 034) | é in Niederschlesien 24 553 (+— 492) y des Oberbergamtsbezirks i l Dond . . . (¿248120 (411577)
i faait. bei Saarbrücken . 43 811 & 1775)
ü (E R 7 Braunkohlenbergbau des 6 33 016 Ba 660) Steinfalzbergbau jOberber amtsbezirks. . . 5901 (4+ 299) Kupferschieferbergbau Halle e 6, 146001. (- 109) staatlichen Erzbergbau am Oberharz . 3145 (— %2%) enftigen reStörheinichen Grbergbau 760 (F 1
rechtsrheinischen Erzbe Le i linksrhéinishen Denn L raban C 1197 X E | oder auf den preußischen Steinkohlenbergbau überhaupt 411 87
+ 17 695), auf den Braunkohlenbergbau 33 016 (— 660), auf den
rzbergbau 31 910 (— 267), auf den Kupferschieferbergbau 14 591
(— 109) und auf den Steinsalzbergbau 5901 (+ 298) Arbeiter.
Die Gesamtzahl der im preußishen Bergbau beschäftigten Ar- ie im Jahre 1902 infolge der finde Dicrtig bter der
au der deutshe Bergbau noch litt, um 2230 zurückgegangen war, isl
Von dieser sich nah den Belegschaft H a
Preußens angestellten amtlichen Erbebungen über die beim Bergbau E Arbeitslöhne und erzielten Arbeitsleistungen war bie mite e
also im Jahre 1903 wieder erheblich gestiegen; es wurden im ganzen 16 957 Arbeiter mehr eingestellt als im ] der erfolgten Vermehrung der Belegschaften nur der Steinkohlenberg- bau (in allen fünf Bezirken) und der Steinsalzbergbau Anteil, während beim Braunkohlen-, Kupferschiefer- und Erzbergbau eine weitere, wenn auch nit sehr bedeutende Verminderung der Belegschaften eingetreten ist. Auch die Zahl der jugendlichen männlichen Arbeiter unter 16 Jahren erfuhr eine Zunahme um 517, und die der Arbeiterinnen stieg um
. Von den é L änen (einschließli derjenigen unter 16 Jabren) beschäftigte allein der Steinkohlenbergbau in Oberschlesien 4457 (d. \. 85 mebr als im Vorjahre), derjenige in Niederschlesien 363 (4 11), der die verhältnismäßig größte Verminderung der Arbeiterzahl aufweifende
fobhlen
“lad Na beim Steinkohlenbergbau des Oberbergamtsbezirks Dortmund, beim Kupferschiefer- und beim Steinsalzbergbau weibliche Arbeits- fräfte, wie hon in den Vorjahren, überhaupt nicht verwendet wurden. Die Zahl der jugendlihen VEEEn Arbeiter unter 16 Jahren (ins-
i 293 E ; gela 2 gamtsbezirks Bonn einige Bedeutung. Auch der weitaus
äftigt; Î ; beshäftiat; beim Mansfelder Kupferschieferbergbau (900) und beim
Arbeiter ist auch die Summe der geza
orjahre. Doch hatten an
in den Belegschaftslisten nahgewiesenen 6147 Ar-
rgbau 767 (+4 46), während beim ganzen staatlichen
erreiht nur beim Erzbergbau (Aufbereitungsanstalten) te Teil der jugendlichen männlihen Arbeiter wird über Tage rößte eine umfangreihe Verwendung derfelben unter Tage
Steinkohlenbergbau im Oberbergamtsbezirk Breslau (728) statt. E Mit der celeblichen Vermehrung der im Bergbau beschäftigten e ale E die p D den r leßten Krise vorausgegangenen Jahren des Aufschwungs fast ver- A hatte, im Jahre 1902 aber infolge jener starken Depreffion, die niht nur eine Abnahme der Arbeiterzabl, sondern au eine Ver- minderung ter Löhne herbeigeführt hatte, um 36 104679 #4 zurüd- gegangen war, im Jahre 1903 wieder bedeutend gestiegen. Die Gesamtsumme der im leßten Jahre gezahlten Nettolöhne (d. h. na Abzug aller Nebenkosten, auch der persönlichen Versicherungsbeiträge) betrug 524 435 346 4, das sind 41444741 Æ mehr als im Vorjahre, aber immerhin nur 5 340 062 mehr, als im Jahre 1901, 14914 247 A mebr als im Jahre 1900, jedoch 243 350 015 mebr als im Jahre 1895. Es wurden nämlich an Löhnen im
ßishen Bergbau gezahlt: preußische AOO, “ges + gegenüber dem Vorjahre
18. p! e SOL 080/39 L M6
138 910090010, —+- 29 0097 985 M 180 L DOS OOGDIL » —+ 42470995 , 18S 5 SULISDOOD e -+ 38 619274 , O A . —+ 46 745272 , 100. «A DODDZLOD y —+ 71 592 242. » 1901. .+ + DIOOID 20E +— 9574185 , 102 4 AO29000 GOD » — 36104679 , 1903 524 435 346 ,„ + 41444741 „.
In diesen neun Jahren sind insgesamt 3,809 Milliarden Mark als Löhne an die preußishen Bergarbeiter gezahlt worden. Besonders groß war die Steigerung von 1899 zu 1900, die 17 °%/ betrug.
Auh der Jahresverdienst des einzelnen im preußischen Bergbau beschäftigten Arbeiters, der im Jahre 1900 am höchsten war, in den beiden folgenden Jahren aber bedeutend sank, ist 1903 wieder gestiegen; do blieb der Gesantdurhschnitt immerhin noch um mehr als 80 M binter dem des Jahres 1900 zurüd und erreihte auch die Lohnhöhe der Jahre 1901 und 1899 noch nit ganz. Es ergibt si auf den Kopf aller Arbeiter (eins{ließlich der jugendlihen und der weiblichen) ein reines Lohneinkommen von 1055 Æ im Jahre 1903 gegen 1006, 1076, 1138, 1070, 1010, 964, 900 und 848 A. in den aht Vorjahren 1902 bis 1895 zurück. Jn den einzelnen Zweigen und Distrikten des Bergbaues stellten si die durchs{nittlichen Nettolöhne sämtlicher Baraarkéiter ohne die wirtshaftliGen Beihilfen in Get von Ackerland, freier Wohnung und verschiedenen Deputaten, wie folgt:
Schichtverdienst | Jahresverdienst 1901. 1902 1905 | 1901 1902 1903 M M Steinfoblenbergbau: | SberiBlaA . 010. 290 208 1 82 920 892 Miederidlelen ... . «292 240. 2,10 | S (99 82 O.-B.-A.-Bez. Dortmund 407 3,82 3,88 |1224 1131 1205 Saaïbrüden .. . . +354 357 360 [1042 1053 1068 S L S0 11102 1119 1LOL Braunfkohlenbergbau: | j O.-B.-A.-Bez. Halle . . 3,06 2,94. 2,98 | 928 889 905 Salzbergbau: ; O.-B.-A.-Bez. Halle . . 3,81 3,58 3,59 |1155 1066 1063 Erzbergbau: | A, L000 284 295 [1001-369 894 Oberharz . 2 R C) 220) 616 080 004 Siegen-Nafsau . . . . 3,19 284 2,96 | 904 786 851 sonstiger rechtsrheinisher .2,87 2,70 2,78 | 813 783 796 let. 204 219 2,42 | 722 680 690:
Diese Zusammenstellung läßt ersehen, daß der Jahresverdienft eines Arbeiters im Jahre 1903 nur beim Salzbergtau im Oberberg- amtsbezirk Halle einen geringen Rückgang von 0,3 °/6 erfahren hat; in allen anderen Bezirken ist er gestiegen, und zwar beim fiegen- nassauischen Erzbergbau um 8,3 9/0, beim Steinkohlenbergbau im Oberbergamtsbezirk Dortmund uon 6,5 9/0, in Niederschlesien um 3,5 9/9, beim Mansfelder Kupferschieferbergbau um 3,4 9/9, beim Steinkohlenbergbau bei Aachen um 2,9,9/0, beim linksrheinishen Erz- Zergyau um 2,8 9%, beim Braunkohlenbergbau im Oberbergamtsbezirk J e um 1,89%, beim rehtsrheinischen Erzbergbau, ohne Siegen-
afsau, um 1,7 9%, beim Steinfohlenbergbau in Oberschlesien um 1,95 9/0, beim Saarbrücker Steinkohlenbergbau um 1,4 9/6 und beim Erzbergbau am Oberharz um 0,19%/9. Der Schichtlohn hat fich durchgängig gehoben, und zwar in einigen Bezirken mehr, in andeten weniger als der Jahresverdienst. Eine Erhöhung desselben um über 20/9 trat ein: beim siegen-nafsauishen Erzbergbau um 4,2°/o, beim Mansfelder Kupferschieferbergbau um 83,29/0, beim rechtsrheinischen Erzbergbau, ohne Siegen-Nassau, um 3% und beim Steinkohlenbergbau bei Aachen um 2,2 °/0.
Die mitgeteilten Zahlen geben das reine Jahres- und Schichtlohn- einkommen auf den Kopf der Belegschaften eins{chließlich der jugend- lihen und aller weiblihen Arbeiter an. Für die große Mehrzahl der erwachsenen männlichen Arbeiter überstieg die Höhe des Nettolohnes diejenige dieses Gesamtdurhschnitts ganz erbheblih. So betrug beim Steinkohlenbergbau im Oberbergamtsbezirk Dortmund, bei dem der Gesamtdurhschnitt der Löhne die Höhe von 1205 & im Jahre oder 3,88 M4 für 1 Schicht erreihte, der Reinverdienst der 123 629 unterirdisch beshäftiagten eigentlighen Bergarbeiter durhschnittlih 1411 4 im Jahre oder 4,64 A für 1 Schicht, der Reinverdienst der 7970 im Steinkohlenbergbau bei Aachen beshäftigten eigentlihen Bergarbeiter 1265 bezw. 4,26 , der 25908 im staatlichen Steinkohlenbergbau bei Saarbrücken be- \shäftigten eigentlihen Bergarbeiter 1213 bezw. 4,12 #4, der Kohlen- und Gesteinshauer in Oberschlesien 1153 bezw. 4,15 #, in Nieder- {lesien 981 bezw. 3,28 , der 10 052 beim Braunkohlenbergbau be- [A Halen eigenen Bergarbeiter 1033 bezw. 3,42 #4, der 2578 eim Steinsalzbergbau beschäftigten eigentlißen Bergarbeiter 1132 bezw. 3,85 4 usw. Beim Erzbergbau is der niedrigere Stand der Löhne darauf zurückzuführen, daß der Erzbergbau, namentlich am Ober- harz und im linksrheinishen Bergrevier, in einer viel weniger gün- stigen Lage als die übrigen Zweige des Bergbaues \ih befindet, was auch aus der s\tetigen Verminderung der Zahl der beschäftigten Ar- beiter hervorgeht. d : :
Zur Ermittelung des jährlihen Gesamteinkommens eines Berg- arbeiters sind neben den vorerwähnten Nettolöhnen aber noch die wirtshaftlichen Beihilfen in Ansaß zu bringen, deren Wert
sich nach teilweise
Steinkohlenbergbau in Nieder- Steinkohlenbergb. b. Aaten 6,9 linksrhein. Erzbergbau. . .
Grubenbeamten (einshließlich der ständigen Aufseher, Oberhauer, Fahrhauer usw.) niht mitberücksihtigt. Diese stellten fih in den einzelnen Zweigen und Revieren des Bergbaues, wie folgt:
beamten) ist beim Steinkohlenbergbau Preußens gegen das Vorjahr um 49/9 gestiegen, nahdem sie in den vorauêgegangenen Jahren fast ununterbrochen, 1902 noch um 1,8 9% zurückgegangen war. Sie betrug
im Jahre : 1888 300,0 t, 1894 264,9 t, 1899 275,9 t, 1889 289,3 ,„ 1895 268,3 , 1900 270,9 ,„ 1890 275,4 , 1896 278,5 , 1901 24284, 1891 267,1 1897 2786 , 1902 244,0 , 1892 253,4 , 1898 277,0 , 1903. 293,8 „« 1893 261,1,
eshägten Durhschnittszahlen auf 1 Schicht für 1903, wie folgt, stellt :
A Steinkohlenbergbau in Ober-
Braunkohlenbergbau 2, . 9,8 | Salzbergbau . Tue Erzbergbau a. Oberharz . . 8
0 i. Siegen-Nassau L
1
lee Ale 9,7 v
1 1
Fn den vorstehenden Mitteilungen find die Lohnverhältnisse der
Gezahlter Fahreslohn 1902 1903
M. M. Steinkohlenbergb. in Oberschlesien . . . . 2046 2023 Z . Niederslesten. . . . 1770 1773 ¿ , O.-B.-A.-Bez. Dortmund 2075 2110 : ¿ (as bei Saarbrücken 2020 1999 s „ bei Aachen - . . . . 2065 2094 Braunkohblenbergb. s 1574 1589 Steinsalzbergb. im O.-B.-A.-Bez. Halle} 1931 1973 Kupferschieferbergb. | 1885 1812 staatl. Erzbergb. a. Oberharz - .- . . . . 1924 1927 flegen-nassauisch. Erzbergb. . . - . . . . 1485 1450 font. rechtsrhein. 4 e o e 1DAO 1571 linksrheinisher é 1367 1496.
Die Jahresle istung eines Arbeiters (einschließli der Aufsichts-
In den wichtigsten Steinkohlenbezirken betrug die durhs{nittliche Leistung auf 1 Sicht und 1 Arbeiter (bei Nichtberücksichtigung der Aufsichtsbeamten) 1903: in Oberschlesien 1,102 t (d. \. 1,4% weniger als im Vorjahre und 12,99% weniger als i. J. 1888), in Niederslesien 0,666 t (d. \. 2,6%/o mehr als im Vorjahre, aber 9,9 9/6 weniger als i. J. 1888), im Bezirk Dortmund 0,839 t (d. f. 1,3°/9 mehr als im Vorjahre, aber 17,3 9/9 weniger als i. J. 1888), in den staatlihen Steinkohlenbergwerken bei Saarbrücken 0,773 t (d. \. 0,99% mehr als im Vorjahre, aber 12,8 %/6 weniger als i. J. 1888). — Die Zahl der von einem Arbeiter im Berichtéjahre dur- \hnittlih verfahrenen Schichten s{wankte zwishen 279 (beim Steinkoblenbergbau in Oberschlesien) und 311 (beim Steinkohlen- bergbau des Oberbergamtsbezi:ks Dortmund). ;
Die Dauer der gewöhnlihen Sicht hat 1903 im großen und ganzen sowohl für die Arbeiter unter Tage, wie für diejenigen über Tage gegen das Vorjahr eine wesentliche Veränderung nit erfahren. Sie übersteigt (eins{ließlich der Ein- und Ausfahrt und der Nuhe- pausen) beim Steinkohlenbergbau für die Mebrhbeit der unterirdischen Belegschaft 10 Stunden nicht. Nur in Oberschlesien hat noch ein großer Teil 12 stündige Schichten. Im Dortmunder Bezirk dauert die Schicht im allgemeinen 8 Stunden. Beim Braunkohlenbergbau beträgt die Schichtdauer auch für die Arbeiter unter Tage durch- \chnittlih 11,1 Stunden. Dies erklärt sich aus der geringen Tiefe der Gruben, die gestattet, daß die Bergleute zu den Frühstücks- und Mittagspausen ausfahren. Ihre wirkliche Arbeitszeit beläuft ih beim Braunkoblenbergbau im allgemeinen noch nicht auf 10 Stunden. Beim Erzbergbau \{hwankt die Schichtdauer unter Tage zwischen 8,1 und 11,5 Stunden.
Zur Arbeiterbewegung.
Die Verweigerung der Sonntagss{hlachtungen durh die Berliner Engros\chlächtergesellen (vergl. Nr. 228 d. Bl.) ist, wie die „Deuts®e Warte“ mitteilt, runmehr zur Tatsache geworden. Auf dem städtishen Schlahtviehbof wurden am Sonntagpvor- mittag nur 104 Schweine ges{hlachtet, während sons Sonntags die Durlschnittszahl der geschlachteten Schweine weit über 1000 beträgt. Vor einigen Tagen hatten die Gesellen den Meistern angekündigt, daß sie die Sonntagsshlahtungen in Zu- kunft einstellen, Sonntags niht mehr kassieren und nah der Halle fahren würden. — Die Aussperrung von Tischlergesellen (vgl. Nr. 232 d. Bl.), die von den Angehörigen des Tischlereigewerbes und der Möbelindustrie in der vorigen Woche beshchlofsen wurde, ist, demselben Blatte zufolge, im Laufe des Montags in der Mehrzahl der Großbetriebe erfolgt, nahdem die Einigungsverhandlungen mit dem Holzarbeiterverband \sih am leßten Sonnabend zershlagen haîten. Eine Anzahl kleinerer Betriebe hatte sich ‘von vornherein gegen eine
Arbeiteraus\sperrung erklärt. | S L daß die Arbeit auf den Kais in
In der Vorausfeßzung , ] l Marseille wieder aufgenommen werden wird, ordnete, wie „W. T. B.“ meldet, der Präfekt an, daß die Polizei ohne Provokation, aber energisch dafür sorge, daß die Freiheit der Arbeit geachtet
werde. (Val. Nr. 233 d. Bl.)
Land- uud Forstwirtschaft. Ernteergebnisse und Getreidehandel in Nußland.
Der Kaiserliche Konsul in Libau berichtet unterm 26. v. M.: Das Wintergetreide ist hier nunmehr überall und mit wenigen Ausnahmen unbeshädigt eingebraht worden. Das Druschergebnis scheint günstiger zu sein. Das Sommergetreide ift erst in ein- zelnen Gegenden eingeerntet worden. Zum großen Teile liegt es ge- aid auf den Feldern, hier und da steht es sogar noch auf dem
alm. Es sind bereits \harfe Nachtfröste eingetreten, die für Kartoffeln, Obst und Gemüse recht {chädlich waren. : E
Wo die Neubestellung der Felder {on erfolgen konnte, ist die Saat gut eingegrast. Wenigstens drei Viertel der Felder find aber noch unbestellt.
Das Kaiserlihe Generalkonsulat in Odessa berichtet unterm 26. v. M. : Das Wetter ist, wie im August v. J., so auh im Sep- tember vorzugsweise trocken geblieben. Die Ecntearbeiten sind hier- durch sehr begünstigt gewesen, es macht sih aber jegt für die Neu- bestellung der Felder ein dringendes Bedürfnis nah Regen geltend. Bei der Trockenheit des Erdreihs hat in vielen Teilen des Amts- bezirks mit dem Pflügen noch nicht begonnen werden können. In den leßten Tagen ist indefsen verschiedentlich Regen gefallen, und es dürften die Bestellarbeiten nunmehr überall im Gange sein
Was die Ernte anlangt, so muß diese im Gouvernement Cherson als s{chlecht bezeihnet werden, Im Ticaspoler und Ananjewer Kreise muß man sogar von einer Mißernte sprechen. Im Dur(schnitt hat die Dessjatine 5 bis 12 Pud ergeben. Im Gouvernement Bessarabien war die Kornernte infolge der anhaltenden Dürre im Sommer und Herbst äußerst gering. In den Kreisen Ismail, Akkermann, Benderi, Kishinew und Sorokki ist vollständiger Mißwachs zu verzeichnen. Befriedigend sieht es nur in Bjelyi und Chotin aus. Im Gouvernement Jekaterinoslaw hat das trockene und heiße Wetter während der Reifezeit geschadet. Im allgemeinen stellt sich das Ernteergebnis jedoch auf über- mittel. Der Winterweizen war in den Kreisen Mariugal, Alexandrowsk und Nowomoskowsk zum größten Teile gut. Stellen- weise wurden 100—120 Pud von der Defsjatine gewonnen. Auch die
allerdings auch infolge der Dürre geringer. zeihnet man eine Ernte „über mittel“. M Jalta belief sich das Durchschnittserträgnis auf 70—75 Pud per 5 | Defsjatine. â : |
7 | Sommerkorn, von dem Weizen, Hafer, Gerste und Mais unter mittel e ausgefallen find. De
Auch in Taurien ver- Im Kreise Eupatoria und verhält es \sich mit dem
Weniger befriedigend
Eine Ausnahme hiervon machen nur der Kreis
Dnjeprowsk und Teile des Kreises Berdiansk.
Auf dem hiesigen Markte war die Nachfrage nah Brotgetreide
nicht so lebhaft, als es zu Anfang des Monats der Fall hien. Mit Rücksicht auf die Mißerute in Futtergetreide in Westeuropa hatte man auf große Umsätze in Gerste gerehnet, aber auch diese sind einft- weilen ausgeblieben. in Weizen etwas nachgelassen.
Die Preise haben in allen Artikeln, besonders Die Getreide preise sind z. Zk. :
Ma L «109110 Kop. R g e Ulfa I . 102—104 l L M a 99— 97 Z E r E, Lf D E bordfrei. e E C l S E. C ed R E L 146 7 In Oelkuchen ist die Marktlage fes und f\teigend. Man zahlt für : Sn e 2 87 Kop. N OUSE O s ee 68 L oto e O08 Mao ¿e 36 Z Navisonbauernkuhen . . . 42 L Die Vorräte am hiesigen Plate betrugen am 14. d. M.: in Weizen . L 411 048 dz Ua Dia... C 1 140 192 dz R Girka . ¿ 494. Sandomirka . 494 Nraa . . 14743 verschiedene Arten . 14002 Noggen . s 74244 , Mais 44008 „ Gerste 179 330 „ Hafer S es : 21 A s S190
Die Verschiffungen beliefen ih in der Zeit vom 24. August
3 Millionen Pud,
:- Million E
bei Gerste auf 2 Millionen „ und bei Mais auf . 400 000 z
Die Frachten stiegen ziemlich {nell von 7/6 auf 10 Schill,
d. I. bis 24. September d. J. :
bei Weizen auf bei Roggen auf
konnten fi aber nit lange auf diefer Höbe balten.
Gegenwärtig notiert man: 9,3—9,6 Schill. London, Hull, Ant-
werpen, Noiterdam, 9,9 Hamburg, Mittelmeer 8 Fr.
È- E
Aussichten für die diesjährige Ernte in Mexiko.
Nach Angaben der Eisenbahnbeamten, welhe die mexikanishen Linien befahren, liegen die Aussichten für die diesjährige Ernte in Mexiko günstig, und man erwartet infolgedessen ein starkes Anwachsen des Eisenbahnfrahtverkehrs. Insbesondere im Norden des Landes versprehen die Saaten einen außerordentlich reihen Ertrag; in vielen Gegenden, in welhen die Ernte mangels künstlicher De, rungganlagen in der Regel gering ausfiel, werden die Felder infolge der starken Negenfälle eine große Ausbeute liefern, und in den Distrikten mit künstliher Bewässerung find die Zuleitungskanäle mit dem für die Entwickelung der Saaten notwendigen Wasser in reichem Maße angefüllt. Die Pflanzer in den Nordstaaten rechnen mit einem über- reihen Ertrag der Mais-, Baumwoll- und Bohnenfelder; da auh die letztjährige Ernte gut ausgefallen und ein großer Teil der Pro- duktion aufgespeihert worden ist, „werden in diesem Jahre außer- ordentli große Fruchtmengen zur Verfügung stehen. Den Mehr- ertrag der diesjährigen Ernte dem Vorjahre gegenüber {äßt man auf 10 bis 259%/,. Die beste Maisernte wird voraussichtlich im Staate Durango erzielt werden. Im Distrikt Laguna, wo in be- trähtliher Menge Baumwolle gepflanzt wird, is der günstige Aus- fall der Ernte in erster Linie von den fklimatishen Verbältnissen ab- hängig: bemerkt sei jedo, daß das bebaute Areal in diefem Jahre eine niht unbedeutende Zunahme erfahren hat. In Daraca ift viel Negen niedergegangen, die Felder haben ein prähtiges Aussehen und dürften größere Erträge liefern als in den Vorjahren. (Nach El Economista Mexicano.)
Washington, 3. Oktober. (W. T. B.) Laut dem Monats- beridt der Abteilung für landwirtschaftlihe Produkte betrug der Durchschnittsstand der Baumwolle am 1. d. M. 75,8 9% gegen 8409/6 am 1. September d. I.
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregeln.
Rußland. Die russishe Kommission zur Bekämpfung der Pestgefahr hat die Städte Baku und Ssaratow für choleraverseuht erklärt.
Jtalien.
Durch seesanitätspolizeiliche Verordnung vom 28. September d. I sind die Herkünfte aus Smyrna den Bestimmungen der fee- sanitätspolizeilihen Verordnung Nr. ® von 1902 unter- worfen worden. (Vergl. „NR.-Anz.“ vom 27. März 1902, Nr. 74.)
Sterblichkeit in der Schweiz infolge Trunksucht.
Das eidgenössische statistishe Bureau veröffentlichte in diesem Sommer die Zusammenstellung der Sterbefälle in den 18 größteu Schweizerstädten, bei denen Trunksucht als direkte oder mitwirkende Todesursache angegeben war. Bei einer Gesamtzahl von 9302 Todes- fällen im Alter von 20 und mehr Jahren war dies der Fall bei 547 Personen = 5,99% aller Todesfälle im Alter von 20 und mehr Fahren. Berücksichtigt man nur die im Alter von 20 und mehr Jahren verstorbenen Männer, so starben von einer Gesamtzahl von 4598 465 = 10,1 % direkt oder indirekt an Trunksuht. Die meisten dieser Todesfälle erfolgten im Alter von 40 bis 59 Jahren (302 Fälle); eine ziemlihe Anzahl (119 Männer starben {hon zwishen 20 und 39 Jahren. Alle Berufsarten sind ver- treten, am meisten die Wirtschafts- und Hotelangestellten. Sie weisen 47 Todesfälle infolge Trunksucht auf, ein im Vergleich zu anderen Berufen viel zu starkes Verhältnis. Die große Versuchung zum Alkobolgenuß, der die Kellner ausgeseßt sind, in Verbindung mit den bygienish \chlechten Verhältnissen ihres Gewerbes sind zweifellos die Ursache dieser traurigen Erscheinung. Es scheint, daß der Alkoholismus in der Schweiz seit etwa zehn Jahren ziemli glei geblieben ift; der Prozentsaß der Todesfälle infolge Trunksuht bleibt wenigstens jedes Sahr fast der gleihe. Obwohl für Deutschland diese amtliche Statistik noch nit besteht, darf angenommen werden, daß hier die Zahlen
*) Hinzu kommt Brotkornzulage, auf 1 SchiXt 1901 11, 1902 5. 1903 8 4.
Roggenernte war befriedigend; Hafer und Gerste lieferten im all- gemeinen einen Ertrag über mittel, stellenweise war das Ergebnis
kaum günstiger reden würden.
E D E R E T E E I O C
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