1927 / 115 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 18 May 1927 18:00:01 GMT) scan diff

Amtsgericht, Zimmer 5, anberaumk. Tagesordnung: Stellungnahme zu den An- sprüchen der Koureg äubiger gegen die Grben des Heinrich Meyer. Biedenkopf, den 12. Mai 1927. Amtsgericht.

Bleckede. Das Konkursverfahren über dag Ver- mögen des Bäckermeisters Karl Griebau in Bleckede wird eingestellt, weil eine den Kosten des Verfahrens entsprechende Kon- kursmasse niht vorhanden ist, N 1/27. Amtsgericht Bleckede, 12, 5, 1927.

Breslau. : [16363] Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Kaufmanns Josef Schwarz in Breslau, Kastanienallee 24, wird nah Nechtskraft des den zustandegekommenen Zwangsvergleich bestätigenden Beschlusses diermit eridies 42 N 47/25.) Breslau, den 10, Mai 1927. Amtsgericht,

Charlottenburg. [16364] Das Konkursverfahren über das Ver- mögen der offenen Handelsgesellschaft Kletderkunst Vogt und Kaß zu Berlin- Wilmersdorf, Brandenburgische Straße 28, ist nah Schlußtermin auf ehoben. Charlottenburg, den 10, Mai 1927. Der Gerichtsschreiber des Amtsgerichts.

Darkehmen, [16366] Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Schneidermeisters und Be- sißers Wilhelm Domning in Neu Eszer- gallen wird, nahdem der in dem BVer- gleichstermin vom 17, Januar 1927 an- Ptpaiinene wangsvergleih durch rechts- räftigen Beshluß vom 19, Januar 1927 bestätigt ist, hierdurch U PeeR. Darkehmen, den 29, April 1927. Amtsgericht,

Elmshorn.

Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Tabakwarenhändlers Heinrich David sen, in Elmshorn wird nah er- folgter Abhaltung des Schlußtermins hier- durch aufgehoben.

Elmshorn, den 12. Mai 1927.

Das Amtsgericht.

Erkelenz. [16367]

In dem Konkursverfahren über das BVermögen des Weinhändlers Franz Jansen aus Cörrenzig ist an Stelle des Mechtsanrwalts Zores in Jülih Nechts- onwalt Dr. Schliebeck in Erkelenz zum Konkursverwalter ernannt worden.

Erkelenz, den 13, Mai 1927,

Das Amtsgericht,

Fischhausen, [16369]

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Drogisten Friß Schenk in sFischhausen ist zur Abnahme der luß- rechnung des Verwalters, zur Erhebung von (Finwendungen segen das Schlußver- eichnis der bei der Verteilung zu berüd- subtigenden ALeningen und zur Beschluß- ffung der Gläubiger über die nicht ver- wertbaren Vermögensstücke sowie zur An- fai der läubiger über die Er- tattung der Auslagen und die Gewährung einer Vergütung an die Mitglieder des Gläubigerausschusses der Schlußtermin auf den 7, Juni 1927, vormittags 10 Uhr, bor dem Amtsgericht, hierselbst, bestimmt,

Amtsgericht Fischhausen, den 7, Mai 1927.

Frankiurt, Main. [16370] Das Konkursverfahren über den Nach- laß des verstorbenen Hermann Estein, rankfurt a. Main, Geschäftslokal: Hammelgasse 12, ist am 10, Mai 1927 mangels Masse eingestellt worden. Frankfurt a. M. den 10, Mai 1927. Amtsgericht. Abt. 17,

Frankfurt, Main. [16371] Das ee tiren über das Ver- mögen der Süddeutschen Schokoladenfabrik . m. b. H. in Frankfurt a, M. | uirinstraße 2—14, it am 10, Mai 1927 mangels Masse eingestellt worden. Frankfurt a. M. den 10, Mai 1927. Amtsgericht, Abt. 17,

Frankfurt, Oder. [16372]

Jn dem Konkursverfahren über das Vermögen der Fa. Bernhard Gordon, Mer Moöbelhalle, all. Fnhaber aufmann Bernhard Gordon in Frank- furt, Oder, Jüdenstr, 16, ist infolge eines von dem Gemeinschuldner ge- machten Vorschlags zu einem Ziwangs- vergleihe Vergleihstermin auf den 80. Mai 1927, vormittags 10 Uhr, vor dem Amtsgeriht in Frankfurt, er, Oderstr. 53/54, Vorderhaus, 1 Treppe, Pinner Nr. 10, anberaumt. Der Ver- Nor Wag und die Erklärung des »läubigeraus[husses sind auf der Ge- richts\hreiberei zur Einsicht der Be- teiligten niedergelegt.

Frankfurt, Oder, den 10. Mai 1927.

Amtsgericht.

Fritzlar. [16373] Jn der Konkurssache über das Ver- mögen der Firma Ton- u. Ziegelwerk G. m. b. Y in Frißlar( N. 1/25 1029 wird der Prüfungstermin vom 20. Mai 1927 u aare da die nachträglich er- folgte Forderungsanmeldung zurück- genonrmen ist. Friblar, den 12. Mai 1927. Das Amtsgericht.

Glogau, [16374] Das Konkursverfahren über das Ver-

Len des Schuhhma

Meadlowski in ogau, Domsteinweg 11, ird nah erfolgter Abhaltung des

[16362]

[16368] j

) öInhaber

ermeisters Martin | hab

Gnadenfeld. L (16375)

Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Kaufmanns Alois Mikulla in Chrost wird aufgehoben, nachdem der im Vergleichstermin vom 16. ns 1926 angenommene ZwangsvergleiÞh durch rechtskräftigen chluß vom selben Tage bestätigt ist. i

nadenfeld, den 15. April 1927. Amtsgericht.

Gotha. - [16376]

Das Konkursverfahren über das Ver- mögen der Witwe Röschen Stvupp, Fn- haberin der Firma Gustav Strupp on en in Gotha, wird nah er- olgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben.

Gotha, den 12. Mai 1927.

Thür. Amtsgericht. 2.

Greussen, L [16377] Das Konkursverfahren über den Nach- laß des verstorbenen Schuhmacher- meisters Curt Meyer in E wird, nachdem der in dem Vergleichstermin vom %W. April 1927 angenommene E CAET, durh rechtskräftigen Beschluß vom 28. April 1927 bestätigt worden ist, T aufge n. Greußen, den 13. Mai 1927. Thüringisches Amtsgericht.

Walberstadt, „_ [16378]

Fn dem Konkursverfahren wber das Vermögen des Tis inkler, Allein- inhabers der irma Mitteldeutsche P uie in Halberstadt, wird das Konbursverfahren wegen Mangels an Masse eingestellt.

Halberstadt, den 11. Mai 1927. Pr. Amtsgericht. Abt, 4. Hannover, [16379]

Das Konkursverfahren über das Ver- mögen der „Deri“ Vertriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung für Erfindun- gen und Neuheiten in Hannover, Lem- örder Str. 11 (früher Celler Str. 138), wird mangels einer die Kosten deckenden Masse eingestellt.

Amtsgericht Hannover, 11. 5, 1927.

Kiel, [16380]

Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Kaufmanns Wilhelm Lübben in Kiel, Markt 12, Inhabers der Firma Wilhelm Lübben, wird aufgehoben, da der get ene Zwangsvergleih rechtskräftig estätigt worden ist, 22 N, 149/26. 11,

Kiel, den 11, Mai 1927.

Das Amtsgericht. Abt, 22.

Köln, : [16381]

Das Konkursverfahren über das Ver- mögen der Firma Wameta, Aktiengesell- schaft für Werbemittel und Metallwaren in Köln, Hohe Straße 96, wird mangels Masse eingestellt.

Köln, den 11. Mai 1927. Amtsgericht, Abt, 80. Königsberg, Pr, [16382] Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Kaufmanns Paul Rosczik in Königsberg Pr., Georgenstraße 18, wird nah erfolgter Abhaltung des Schluß-

termins hierdurch aufgehoben. Amtsgericht Königsberg Pr., den 5, 5. 27.

Krefeld. j (16383] Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Kaufmanns Walter Bruder, früher in Krefeld, jeßt Uerdingen, wird nah erfolgter Abhaltung des Schluß- termins hierdurch aufgehoben, Krefeld, den 12. Mai 1927. Amtsgericht. Abt. 3.

Kreuzburg, O.S. [16384] In dem Konkursverfahren über Vermögen des Schneidermeisters Anton Flack in Kreuzburg (Oberschl) ist infolge eines von dem Gemeinschuldner ge- machten Vorschlags zu einem Zwangs- vergleiche erneuter Vergleihstermin auf den 27. Mai 1927, vormittags 10 Uhr, vor dem Amtsgericht in Kreuzburg, O. S., Zimmer Nr. 29, anberaumt. Der Ver- gleihsvorshlag und die Verhandlung vom 16, 2. 1927 sind auf der Gerichts- schreiberei des Konkursgerichts zur Ein- sicht der Beteiligten niedergelegt. Amtsgericht Kreuzburg (Obersh[.), den 12, ‘Mai 1927. (3 N10/26.)

Leipzig. [16385] Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Kaufmanns Karl Nestmann jun, in_Probstdeuben, alleiniger Inhaber einer Scilder- und Plakat-Kunstwerkstatt unter handelsgerihtlich eingetragener Firma ,„Werbekunsiwerkstätten Karl Nest- mann“ in Leipzig, Gellertstraße 7/9, wird hierdurch aufgehoben, nackdem der im Vergleichstermine vom 9. Februar 1927 angenommene Zwangsvergleiß durch rechtskräftigen Beschluß von demselben Tage bestätigt worden ist.

Amtsgericht Leipzig, Abt. Il A 1,

den 7, Mai 1927.

Lommatzsech. (16386] Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Schuhhändlers Johannes Friß Linke in Lommabsh, Kornstraße 67, als Alleininhaber der niht eingetragenen Firma Schuhhaus Hermann Hantshe, 1 Frißb Linke in Lommabs, Kirhplab 7, wird nach Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben.

Amtsgeriht Lommabscch, 30. April 1927.

Ludwigshafen, Rhein. [16387]

Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Kaufmanns Hans Deuster in Ludwigshafen a. Rh., Fabrikstr. 25, Jn- er einer Tabakwarengroßhandlung unter der Firma Hans Deustér, daselbst, Mai 1927 als durch

lußtermins bierdur uBeeian G Bau Lee D FToeT.

2 2tMaeM ras ede Mer M g rieuung e aufge n. Amtsgericht Ludwigshafen a. N

das | ÿ

Mannheim, | [16388]

Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Kaufmanns Richard Eduard RNRingwald in Mannheim und Emmen- dingen, persönlih haftender Gesellschafter der Firma Ringwald, Hoffmann & Co., mit dem Siß in Bremen, Zweignieder- fassung Mannheim, wurde nad Abhaltung des Scblußtermins aufgehoben.

Mannheim, den 9. Mai 1927.

Bad. Amtsgericht, B.-G. 7,

Marienwerder, Westpr. [16389]

In dem Konkursverfahren Ostdeutsche orabris Inhaber Richard Langwagen,

arienwerder, soll die Schlußverteilung erfolgen. Der verfügbare Massebestand be- trägt 681 M4 29 S, wozu noch abge- laufene Zinsen treten. Dagegen gehen ab: das Honorar des Konkursverwalters sowie noch die Kosten der Jnsertion für die Auf- hebung des Verfahrens. Zu berücksichtigen Pud 2761,60 RM bevorrehtigte und

30227 RM nicht bevorrehhtigte For- derungen. Das Schlußverzeichnis liegt zur Einsicht auf der Gerichtsschreiberei des hiesigen Met rgenis auf.

Marienwerder, W. Pr., 10, Mai 1927. Der Konkursverwalter. Meschede. [16390]

Fn dem Konkursverfahren über das Vermögen der Witwe Fsaac Goldschmidt in Eslohe ist infolge eines von der Ge- meinschuldnerin gemahten Vorschlags zu einem Zwangsvergleih Vergleichs- termin auf den 9. Ju 1927, vor- mittags 10 Uhr, vor dem Amtsgericht in Meschede, Zimmer Nr. 7, anberaumt. Zugleich wird über die Vergütung des E verhandelt. Der Vergleihsvorshlag und die Erklärung des Gläubigerausshusses sind auf der Gerichts\hreiberei des Konkursgerichts zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt.

Meschede, den 10. Mai 1927.

Das Amtsgericht.

München. [16391] Am 13. Mai 1927 wurde das unterm 30. April 1926 über das Vermögen des Apothekers Alfons Krieger in Gröben- ell b, München eröffnete Konkursver- Lboen als durch Zwangsvergleih be- endet aufgehoben. Amtsgeriht München, Konkursgericht.

Oppeln. S [16392] ‘Das Konkurs§verfahren über das Ver-

mögen der Firma Seidel & Schmalz in

Oppeln, Gr. Strehlizer Str. 8, wird

nah erfolgter Abhaltung des Schluß-

termins aufgehoben.

Amt3gexiht Oppeln, den 12. Mai 1927.

Ortelsburg. : [16393]

Das Konkursverfahren über das Ver- mögen der Frau Betty Cohn, geb. Schneider, in Ortelsburg wird, nach- dem der im Vergleichstermin vom 1. 4. 1927 angenommene Zwangsver- gleich durch e D Beschluß vom 6. April 1927 bestätigt ist, hier- durch aufgehoben.

Ortelsburg, den 12. Mai 1927.

Amtsgericht.

Passau. _(16394] Jn dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Nikolaus Sautex von Passau wird zur Abnahme der Shlußrechnung, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußver- zeihnis und zur Prüfung nachträglich angemeldeter Forderungen Termin auf Donnerstag, den 9. Funi 1927, vorm. 9 Uhr, im Zimmer 9/0 des Amtsgerichts- gebäudes anberaumt, Die Auslagen es Konkursverwalters sind au 3098,83 RM, sein Honorar is au 2500 RM festgesebt. Passau, den 10. Mai 1927. Gerichts\{hreiberei des Amtsgerichts Passau.

Bei der Schlußverteilung sind 646,38 R eiL ent bevorrechtigte und 69 992,13 Reichsmark nicht bevorrehtigte Forde- rungen zu berücksihtigen. Hierzu sind 26 439,95 RM verfügbar. erzeihnis der zu berücksihtigenden Forderungen liegt auf der Gerichts\hreiberei des Amtsgerichts auf.

Passau, den 22. April 1927.

Heizer, Rechtsanwalt, als Konkur8verwalter.

Passau. 5 [16395] Jm Konkurs über das Vermögen des Fans Sa n O ae F0- hann Schopf in Passau wurde zur Ab- nahme der Schlußrechnung, zur Er- hebung von Einwendungen und zur Prüfung nachträglich angemeldeter Forderungen ermin auf Montag; 3. Juni 1927, vorm. 9 Uhr, im Bimmer 9/0 des Amts8gerihts8gebäudes anberaumt. Das Honorar des Kon- r ae pit Gde ist auf 200 RM fest- geseßt. Passau, 11. Mai 1927. Gerichtsschreiberei

des Amtsgerichts Passau. Jn obiger Konkurssache soll Schluß- verteilung erfolgen. erfügbar sind 1459 GM für bevorrehtigte und 652,16 GM für nicht bevorrechtigte renn en; leßtere sind bis jeßt mit 654,19 GM festgestellt. Die Schluß- rechnung und das Sclußverzeichnis liegen a der Gerichts|\chreiberei des Amtsgerichts Passau zur Einsicht der Beteiligten auf. Passau, 11. Mai 1927.

Der Konkursverwalter:

Kreipl, Jnspektor a. D.

Plauen, Vogtl. [16404]

Das Konkursverfahren über das Ver- mögen u Roland, Import-Gefelschafl

mit beschränkter Haftung in Plauen, ist nach Abhaltung des Schlußtermins aufgehoben worden. K 45/24.

Amis3geriht Plauen, den 11, Mai 1927.

Reutlingen, [16396] Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Willy Salmon, ErGieaee in Reutlingen, wurde nach Abhaltung des Schlußtermins heute aufgehoben. Den 14. Mai 1927. Amtsgericht Reutlingen.

Rostock, MeeckIb,. [16397] Das Konkursverfahren über das Vers- mögen des Kaufmanns Erich Werner, &Fnhaber der Firma Hansa Werk, Erich Werner, wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. Rostock, 9. Mai 1927. Amt3gericht.

Schleswig. [16398] In dem Konkursverfahren über das Vermögen der Firma Georg Matthiessen in Groß Rheide, Jnhaber der Kauf- mann und Gastwirt Georg Matthiessen, daselbst, wird an Stelle des Kaufmanns Wilhelm Stieb in Schleswig der Kauf- mann Hans Hartmann in Schleswig zum Konkurs3vertwwalter bestellt. Schleswig, den 7. Mai 1927. Das Amtsgericht. V. Schweidnitz, [16399] Jn dem Konkursverfahren über das Vermögen der Firma J. G. Geisler Kommanditgesellschaft in Schweidnit ift infolge eines von dem Gemeinschuldner gemachten Vorschlags zu einem

Zwangsvergleich Vergleichstermin auf-

den 9, Juni 1927, vormittags 10 Uhr, vor dem Amtsgericht in Schweidnih, Schwurgerichts8saal, anberaumt. Der Vergleichsvorshlag und die Erklärung des Gläubigerauss\chusses sind auf der Gerichtsschreiberei des Konkurs8gerihts zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt. Schweidniß, den 12, Mai 1927. Amtsgericht.

Stuttgart, [16400]

Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Eugen Leidig, Kaufrnanns, Stuttgart, Alleininh. der Firma Eugen Leidig, Großhandlung in A und Ketten in Stuttgart, Ludwigjtr. 6, ist nah rechtskräftiger Bestätigung des Zwangsvergleihs durch Gerichtsbeshluß vom 11. Mai 1927 aufgehoben worden. Amtsgericht Stuttgart I].

Treuen. [16401]

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Brauereibesißers Wil= helm Albert Anders in Treuen, alleis nigen Jnhabers der Firma Stadts- brauerei Albert Anders Treuen in Treuen, wird Termin zur Prüfung nachträglih angemeldeter Forderungen auf den 9, Juni 1927, vorm. 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht bestimmt. Amtsgericht Treuen, den 12. Mai 1927,

Werdau. [16402] Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des nicht im Handelsregister eingetragenen Sägewertsbesißers Franz Badstübner in Seelingstädt bei Werdau wird, da eine den Kosten des Ver- fahrens entsprehende Konkursmasse nicht vorhanden 1, nach Geßör dev E eingestellt, Amtsgericht Werdau. Zweibrücken. [16403] Das Konkursverfahren über die Firma Wolff und Franck, offene Han- delsgesellschaft mit dem Siß in Zwei- brüden, sowie das Konkursverfahren Über das Vermögen der Kaufleute Lud- wig Franck und Viktor Wack, verstorben, in Zweibrüdcken, werden nach Abhaltung des Schlußtermins aufgehoben. Amtsgericht Zweibrücken.

Andernach. [16406]

Ueber das Vermögen des Joscf Hent- rich, Inhaber eines Kurz-, Weiß- und Wollwarengeschäfts in Andernach, ist am 12, Mai 1927, mittags 12 Uhr 40 Min., die Geshäftsaufsicht ange- ordnet. Zum Aufsichter wird der Treu- händer Stephan Habeth in Andernach bestellt,

Andernach, den 12, Mai 1927,

Amtsgericht,

Erlangen. [16407]

Das Amtsgericht Erlangen hat mit Beschluß vom 183, Mai 1927, nach- mittags 4 Uhr, über das Vermögen der Firma Heß & Petersen, Kauf- & Ver- fsandhaus in Erlangen, Alleininhaber. Leonhard Heß, Erlangen, SCLONPTan 5, die Geschäftsaufsicht angeordnet. Als Aufsichtsperson über die Geschäfts- führung des Schuldners wurde Rechis- anwalt Dr. Opfermann in Erlangen aufgestellt.

rlangen, den 14, Mai 1927, Gericht3\hreiberei des Amtsgerichts.

Flensburg. [16408] ‘Ueber das Vermögen der Witwe Helene Fabian, geb, Hensen, in Flens- burg wird heute, am 11. Mai 1927, vormittags 11 Uhr, die Geschäftsaufsicht angeordnet. Der Kaufmann Großkreuß in Flensburg, Friesishe Str. 29, wird als Geschäftsaufsichtsperson bestellt. Flensburg, den 11. Mai 1927. Das Amtsgericht. Abt, Ÿ1I.

]

Das Amtsgericht Frankenthal (Pfalz) hat am 13, Mai 1927, nahm. 3 Uhr Über das Vermögen des Kaufmann

Loe, Pfalz. (Bfats

riß Christof Hesse in Frankenthal die Ge S äftoautt N Me a a bus 6

Konkurses angeordnet. Als Aufsichts«

person ist Rechtsanwalt Justizra ile

helm Baumann in Frankenthal bestellt. Gerichtsschreiberei des Amt3gerihts.

Frankfurt, Main, [16410 Ueber das Vermögen des Kaufmann David genannt obert Gottschalk, Frankfurt am Main, Großer Hirscha raben 25, Alleininhabers der Firma Ssaak Strauß IL, wird heute, den 11, Mai 1927, mittags 12 Uhr, die Ges \häftsaufsiht zum Zwecke der Ab« wendung des Konkurses angeordnet. Zum Aufsichtsführer wird Rechtsanwalt Dr. Friß Adler I]. in Frankfurt am Main, Börsenstraße 2—4, bestellt. Frankfurt am Main, 11. Mai 1927, Amtsgericht. Abteilung 17.

LyeckK. [16411]

Ueber das Vermögen der Firmd Max Michalowski, Ankaber Kaufmany Paul Eienstaedt in Lyck, ist die Ge« shäftsaufsiht zur Abwendung des Konkurses angeordnet. Als Aufsichtss person ist Justizobersekretär i. N Herder in Lyck bestellt.

Lhck, den- 12. Mai 1927. Amt3gericht. Ten. i [16412 E tsaufsiht zwecks Abwendun des onkturses is angeordnet am 12, Mai 1927 über das ermögen der Karoline Kleefeld, Witwe in Tübingen Aufsichtsperson ist Gerichtsnotar Schühlä in Tübingen, Amtsgeriht Tübingert.

Wandsbek, [16413]

Ueber das Vermögen der Standard Schuhfabrik Aktiengesellschaft i. L. in Wandsbek, Ahrensburger Straße 163, wird Heute zur Abwendung des Kons kurses die Geschäftsaufsicht angeordnet, Als Aufsichtsperson wird der Recht82 anwalt Dr. Friedrich Koch in Altona, Königstraße 76, bestimmt. g

Wandsbek, den 13, Mai 1927.

Das Amtz3gericht.

ta, i ees ie Geschäftsaufsicht über das Ve mögen des Kaufmanns Roman Martin in Glaß, Mälzstraßs, ist beendet, da der Beschluß, wodurch der von Martin vors geschlagene und am 22. März 1927 aue genommene Vergleich bestätigt worde ist, Rechtskraft erlangt hat.

Glat, den 11. Mai 1927,

Amtsgericht,

Gleiwitz. E [16415]

Die Geschäftsaufsicht über das Vera mögen der Firma Gleiwißer Pelzbazav, Jnhaber Kaufmann Moses Goldberg in: Gleiwiß, ist beendigt, da der Zwangs vergleich rechtskräftig bestätigt ist, Amtsgericht Gleiwiß, den 10. Mai 1927, 6 Nn. 91/26.

Potsdam. Lee Die Geschäfts8aufsicht über das Verb mögen des Goldschmiedemeisters Friß Klose in Nowawes ist durch Bestätigung des Zwangs8vergleihs vom 14. April 1927 beendet. Potsdam, den 12. Mai 1927. Amtsgecicht. Abteilung 8.

8. Tarif: und Fahrplanbekannt- machungen der

Eisenbahnen.

[16417] Bekanntmachung. Neichsbahndirektionsbezirk Altona,

Am 1. Juni 1927 wird die Reststrecke Klanxbüll —Westerland der Nebenbaby Niebüll— Westerland mit den Stationen Morjum, Keitum, Westerland und det unbesetzten AuA Tinnum für dei öffentlichen Verkehr eröffnet.

Die Bahnhöfe IV. Klasse Morsum und Keitum und der Bahnhof 11. Klasss Westerland erhalten Verkehrseinrihtungeû ur Abfertigung von Per}onen, Gepäck;

ppreßgut, eien, Fahrzeugen, lebenden Tieren, Eil- und Frachtgut und Wagens ladungen. Alle Bahnhöfe erhalten feste Rampen für Kopf- und Seitenverladung. Desinfektionsanstalten und Ladekrane sin für keine Station vorgesehen. Der un» besegte Haltepunkt Tinnum dient nux dem

ersonenverkehr. Die Station Wester and erhält die tarifarishe Bezeichnung „Westerland (Sylt)“.

Die Züge werden nah besonders vere öffentlihten. Fahrplänen verkehren.

Veber die Höbe der Tarifsäße geben die Dienststellen Auskunft.

Für die neue Bahnstrecke haben eheorl

keit die Eisenbahnbau- und sbetriebsorF« nung vom 4. November 1904 und dli Eisenbahnverkehr8ordnung vom 283, zember 1908. Altona, den 9. Mai 1927. Reichsbahndirektion.

[16418] Bekanntmachung. Am 1. Junt 1927 wird der dietniß

Des

den Stationen Betkenhammer und Plietnît der Strecke Schneidemühl— Neustettin neus errichtete Personenhaltepunkt Lindenhof eröffnet. i Der Haltepunkt bleibt unbeseßt und a E E Nie

ahrkarten er Zugführer aus.

Prt (Oder , den 12. Mai 1997, Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft. Netichsbahndirektion Osten.

4.

Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich 9,— Neicsmark. Alle Postanstalten nehmen Bestellung an, tür Berlin außer den Postanstalten und Zeitungsvertrieben für Selbstabholer auch die

Geschäftsstelle SW. 48, Wilhelmstraße Nr. 32. Einzelne Nummern kosten 0,30 Neichsmarkl,

Fernsprecher: Zentrum 1573.

Ir. 115.

Reichs8bankgirokonto.

Berlin, Mittwoch, den 18. Maií, abends.

Anzeigenpreis für den Raum

einer s gespaltenen Einheitszeile (Petit) 1,05 Neihsmarkli, einer 3 gespaltenen Einheitszeile 1,75 Neibemarkh,

Anzeigen nimmt an

die Geschäftsstelle des Reichs- und Staatsanzeigers Verlin SW. 48, Wiißelmstraße Nr. 32.

Postschectkonto: Berlin 41821. 1 92 7

Einzelnummern oder einzelne Beilagen werden nur gegen Barbezahlung oder vorherige Einsendung des Betrages

Inhalt des amtlichen Teiles:

Deutsches Reich.

Bekanntmachung, betreffend die - Auslosung anweisungen K des Deutschen Reichs. Bekanntmachung über den Londoner Goldpreis,

Preußen.

Bekanntmachung gemäß § 35 des Hausarbeitgeseßzes. Anzeige, betreffend die Ausgabe der Nummer 16 der Preußischen Geseßsammlung.

von Schah-

Amtliches.

Deutsches Rei ch.

Die Aus losung der zum 1. Dezember 1927 rückzahl- baren auslosbaren Schaßanweisungen K des Deut- schen Neichs von 19283 findet am Mittwoch, den 15. Juni 1927, von vormittags 8/2 Uhr an öffentlich in unserem Dienstgebäude, Oranienstraße 106/9, statt.

Berlin, den 17. Mai 1927.

Reichs\huldenverwaltung.

Bekanntmachung über den Londoner Goldpreis gemäß 8 2 der Ver- ordnung zur Durchführung des Geseßes über wert- beständige Hypothéken vom 29. Juni 1923.

(RGBl. I S. 482.)

Der Londoner Goldpreis beträgt für eine Unze Feingold 84 sh 10} 4d, für ein Gramm Feingold demnach . « 32,7375 pence. Vorstehender Preis gilt für den Tag, an dem diese Bekannt- machung im Reichsanzeiger in Berlin erscheint, bis einschließli des Tages, der einer im MNeichsanzeiger erfolgten Neuveröffentlichung vorausgeht. ; Berlin, den 17. Mai 1927. Devisenbeschaffungsstelle, Gejellschaft mit beschränkter Haftung in Liquidation.

Seel. Gleimius.

Preußen.

Velanntmachung gemäß § 35 des Hausarbeitgeseß es.

Der Fachausshuß für die Woll- und Halbwollweberei für die Provinz Sachsen, Sig Mühlhausen i. Thür., hat in der Sizung vom 10. Mai 1927 Mindestentgelte für die Haus- O Gl Die Festseßung tritt am 1. Juni 1927 in Kraft.

Da der Beschluß einstimmig gefaßt ist, ist er nah § 34 Ab). 1 des Hausarbeitgeseßes endgültig. Der räumliche Geltungsbereich erstreckt sih auf den Bezirk des Fachaus\chusses. Die Festseßung gilt für alle Hausarbeiter, die mit der A stellung wollener oder halbwollener Webwaren beschäftigt werden.

Der Festsezungsbeshluß kann in dem Gewerbeaufsichtsamt Mühlhausen i. Thür. eingesehen werden.

Mühlhausen i. Thür., den 14. Mai 1927.

Der Vorsizende des Fachaus\chusses: Pagel.

Bekanntmachung.

Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 16 der Preußischen Geseßsammlung enthält unter

Nr. 13 231 das Geley über die Bereitstellung von weiteren Staatsmitteln zur Ausführung von Bodenverbesserungen aut staat- lichen Domänenvorwerken und anderen domänenfisfkfalishen Grundstücken, vom 2. Mai 1927,

Nr. 13 232 das Geteß über die Bereitstellung von weiteren Staatsmitteln zur Vermehrung und Verbesserung von Arbeiter- wohnungen nebst Zubehör auf den Domänen, vom 2. Mai 1927,

Nr. 13 233 das Geleß zur Aunnahme etnes Darlehns zur Durchführung der Neichshilfe für die östlihen Gienzgebiete, vom 5, Mai 1927,

Nr. 13 234 das Gejey über die Bereitstelung von Staatsmitteln zur Wiederinstandsezung und Verbesserung staatlicher Hafenänlagen, bom 6, Mai 1927,

ai in A200 i Wh eran R E ie I E R S T T T O; Cr E

einschließlich des Portos abgegeben.

Nr. 13 235 das Ge|eyz über die Bereitstelung von Staatsmitteln zur Urbarmachung von staatlihen Mooren in den Regierungsbezirken Königsberg und Gumbinnen, vom 9. Mai 1927, /

Ir. 13 236 das Gesetz über die Bereitstelung von Staatsmitteln für den Ersag bausälliger staatlicher Brücken durch Neubauten, vom 9, Mai 1927,

Nr. 13 237 die Verordnung zur Ausführung des Retchsgeseßes zur Abänderung der Gewerbeordnung vom 7. Februar 1927 (RGBI. I S, 57), vom 29, April 1927.

Umfang # Bogen. Verkaufspreis 0,20 NM.

Berlin, den 17. Mai 1927.

Geseßsammlungsamt. Dr. Kaisenberg.

Nichtamtliches.

Deutsches Reich.

Der österreichische Gesandte Dr. Frank hat Berlin ver- lassen. Während seiner Abwesenheit führt Legationsrat Dr. Pacher die Geschäfte der Gesandtschaft.

Der Königlich ägyptische Gesandte Seifoullah Yousry Pascha hat Berlin verlassen. Während seiner Abwesenheit führt Attaché Hassouna die Geschäfte der Gesandtschaft.

Deutscher Reichstag. 316. Sißung vom 17. Mai 1927. (Bericht des Nachrichtenbüros des Vereins deutscher Zeitungsverleger.) Präsident L ö b e eröffnet die Sizung um 2 Uhr.

Der deutsch-italienishe Vergleihs- und Schiedsgerichtsvertrag wird dem Auswärtigen Ausschuß überwiesen.

Es folgt die dritte Beratung des Antrags der Re- gierungsparteien zur Verlängerung des Republik- shubgesetes.

Abg. von Gräfe (Völk.) bekämpft die Vorlage als ein Ausnahmegeseßt, als ein trauriges Produkt von Angst und Un- freiheit. Der physische Ekel komme einem bei diesem Kuhhandel an. Fn keinem anderen Lande wäre ein Gese möglich, das dem Monarchen, der viele Fahre lang uneigennüßig das Land ver- waltet hat, das Betreten des Vaterlandes verbietet. Daß die Deutschnationalen diese undankbare Handlung des deutschen Volkes jeyt unterstützen, ist vollklommen unverständlich.

Als nächster Redner wird n Westarp (D. Nat.) vom Prâsidenten aufgerufen. Da dieser jedoch nicht im Saale ist und weitere Worimeldungen nicht vorliegen, {ließt dex Prasident die allgemeine Aussprache.

Es wird in die Einzelbesprehung eingetreten. Beim Aufruf des § 1 erscheint Graf Westarp im Saale und wird von dexr Linken mit großem Hallo begrüßt. Dex Präsident erteilt ihm sogleih das Wort.

Abg. Graf von Westarpþp (D. Nat.) erklärt: Die Reden der Opposition haben uns keinen Anlaß geboten, in die Debatte ein- zugreifen, da sachliche Gesichtspunkte darin niht enthalten waren. (Großes Gelächter T Wir halten es nur noch für erforderlich, unseren grundsäßlichen Standpunkt vor der Abstimmung noch ein- mal fklarzulegen. Unsere Gegnerschaft gegen die Sabine bestimmungen dieses Geseßes, insbesondere gegen den § 23, der dem Kaiser die Rechte vorenthält, die jedem Deutschen zustehen, ist bekannt und unverändert. ix haben dem jeßt abgeschlossenen

Kompromiß nur deshalb zustimmen können, weil in der vor- !

geshlagenen Entschließung und in der dazu abgegebenen gemeina- Le Erklärung dex Regierungsparteien eine weitere Prüfung er Frage in Aussicht gestellt ist, welhe Einzelvorschristen des Geseßes der C in entsprehender Anpassung ein- zugliedern oder aufzuheben sein_ werden, und weil ferner, um diese f zu ermöglichen, die unveränderte Verlängerung der materiellen Vorschriften auf eine kurze Frist als angemessene Lösung bezeichnet wird. Das eröffnet uns die Möglichkeit, weiter für unsere grundsäßlihen Auffassungen, insbesondere für den von uns für notwendig gehaltenen Fortfall derx genannten und anderer Ausnabnevor {tiften einzutreten. (Lachen links.)

Abg. Müller - Franken (os) hält dem Grafen Westarp vor, er habe eine sehr traurige Ro

wohl kein Zufall, daß Graf Westarp in diesem Saal fast so herein- kam wie der Privatkläger, der etne Minute zu spät zum Termin kommt. Graf Westarp begann damit, daß die Reden der Opposition, die keinen sahlihen Fnhalt gehabt hätten, ihn niht veranlaßt hätten zu reden. Fch kann es dem Hause überlassen, ob diese Rede des Grafen Westarp einen sachlihen Fnhalt hatte nenen dem was die Redner der Opposition vorgetragen haben.

hat diese Rede nur gehalten, weil er die Opposition in seiner eigenen Paortei gehabt hat. Es würde ein leihtes sein, die Stimmen dieser Opposition hier zum Vortrag zu bringen; ih will auf die „Deutsche Zeitung“ und die dem Grafen Westarp besonders

e zu spielen. Es war deshalb.

raf Westarp |

nahe stehende „Kreuz-Zeitung“ verzichten und nux daran er- innern, daß der deutshnationale „Tag“ geschrieben hat, daß die Taktik, wenn gewisse Grenzen überschritten werden, zur Ver- lumpung führt. Diese oppositionellen Aeußerungen sind es, die uns diese Rede beschert haben, die der. Graf Westarp ganz gern halten tonnte, weil ex nicht in Gefahr kommt, den Ruf eines Philosophen zu verlieren. Aber, was er sagte war nichts als ein \hlecht geschriebener Entschuldigungszettel, Was soll es heißen, daß die Deutshnationalen nah wie vor für ihre Grundsäße ein- treten, wie sie es in den lezten Wochen getan hätten. Tatsache bleibt, daß dieses Geseß dem Kaiser die Rückehr verwehrt. Wenn die Deutschnationalen im Kabinett für die baldige Rückkehr des Kaisers arbeiten werden, so heißt es im § 23 des Republikshuß- eseßes, daß der Aufenthalt im Lande beschränkt werden kann, falls die Sorge berechtigt ist, daß anderenfalls das Wohl der Republik gefährdet wird. Jh frage die Regierungsparteien und die Reichsregierung, ob sie gewillt sind, den Deutshnationalen nah- pigeen, daß diese Vorausseßung erfüllt sei. Es ist zwar nur eine ann-Bestimmung, aber das ist in keiner Weise entschuldigend für die Deutschnationale Reichstagsfraktion, taktish bleibt es dabei, I die Deutshnationalen unter der Führung dex Herren Hergt u von Keudell auf dem Kyffhäuser die Republik \{hüßen, während sie Wilhelm Il. in Doorn den Bart durch den Tisch wahser. lassen. Jch weiß nicht, ob diese Haltung der Deutschnationalen Fraktion niht eine zu starke Belastungs8probe für ihre nationale Wähler- schaft bedeutet. (Beifall bei den Sozialdemokraten.)

Abg. Hoernle (Komm.) führt aus, die Deutshnationale und die Sozialdemokratische Partei stritten sih hier um die Ehre, welche Partei ihre Gesinnung gewechselt habe. Für die Praxis der An- wendung des Geseßes sei es kennzeihnend, daß sih ja ein Mitglied der fkaiserlichen Familie, der Kronprinz, hon längst in Oels be- finde. Niemand werde daran denken, aus der Kann-Vorschrift eine Muß-Vorschrift zu machen. Gehandhabt wérde das Republik» shubgeseß heute von der Stahlhelmbourgeoisie. Das Republik- \hußbgejebß sei ein ausgesprochenes Sondergeseß gegen die Kommus- nistishe Partei.

Bei der Abstimmung wird dann das Geseh in dritter Lesung angenommen, Die Schlußabstimmung ist auf Antrag Müller- Franken (Soz.) namenilich. ie ergibt mit 323 gegen 41 Stimmen die Annahme des Gesezes. Dagegen stimmten die Völkischen, die Nationalsozialisten, die Deut chs Hannoveraner und die Kommunisten. Präsident Löb e stellt fest, daß das Geseß mit der verfassungsmäßigen Zweidrittel= mehrheit angenomnien ist.

Fs folgt die dritte Beratung des Geseßes über deu Schuß derx Jugend bei Lustbarkeiten. Hierzu liegen eixige neue Anträge der Regierungsparteien vor. “So joll dem § 2 eine Bestimmung eingefügt werden, wona von jeder auf Grund des § 1 erlassenen Anordnung dem zus ständigen Fugendamt Kenntnis zu geben ist, Gegen eine auf Grund des Geseßes ergangene Anordnung und gegen die einen Antrag des JFugendamts ablehnende Verfügung soll die Beschwerde zulässig Tis Ferner soll verfügt werden, daß jede festgestellte Uebertretung des Geseßes dem Jugendamt zu melden ist. Die Fraktion der Deutschen Volkspartei ordert in einem eigenen Antrage die vollkommene Streichung

r Frage der Beschäftigung bei Lichtspielaufnahmen, da H Frage im Arbeits\hußgeseß zu vegeln sei. gs die Sozia demokraten haben zur dritten Lesung des Gesezes noch mehrere Abänderungsanträge eingebracht, so die Streichung der Worte „oder nicht öffentliche“ im Absatz 1 des 1, die Hinzufügung folgenden neuen Äbsaßes zum 8 1: „Von dem Geseße werden nicht betroffen künstlevishe und wissen- schaftlihe Veranstaltungen und Schaustellungen, Kunst- ausitellungen sowie die Veranstaltungen der Volksbildungs= organisationen, Jugend- und Sportverbände“ und Einfügung folgenden neuen § 5a: „Jn besonders leichten Fällen kann bei den unter §8 4 und 5 aufgeführten Vergehen von Strafe abgesehèn werden.“ Schließlich beantragen die Sozialdemo- kraten noh einen § 7a, wonach beim Reichsministerium des Jnunern eine Beschwerdestelle einzurichten ist.

Abg. Seydewit So): Der Reichsminister des Fnnern aa! in der ganzen Beratung dieses Geseßes noch nicht einmal das ort genommen, und doch hätte ex Veranlassung zu Erklärungen gehabt z. B. darüber, was unter nihtöffentlihen Veranstaltungen zu verstehen ist. Wenn das nicht aufgeklärt wird, bleiben wir abei, daß mit diesem Geseß auch in Privatlustbarkeiten, wie Hoch- D Geburtstagsfeiern usw. eingegriffen werden kann. Die urchführung des Geseßes wird die Länder durch die erforderlich werdenden Aufsichtsbeamten bei der Masse der L Mle Nan \chwer mit neuen Aufgaben S zumal der Ausschuß die Kann-Vor- schrift der Regierungsvorlage in die Muß-Vorschrift umgewandelt hat, daß ein Verbot für den Besuch Jugendlicher bei gewissen Lust- barkeiten erfolgen muß. Mit Befriedigung stellen wir fest, daß die neuen Anträge der Regierungsparteien die Arbeiterschuß- bestimmungen aus der Vorlag? herausstreichen und eine Bes {{werdeinstanz zulassen wollen. Aber immerhin kann auch so das Geseß noch zu politisher Schikane benußt werden, Mindestens müssen nach unserem Antrage die künstlerishen und wissenschaft- lichen und ähnliche Veranstaltungen aus dem Gesetz era 0E iten werden. Wenn unsexe Anträge niht angenommen werden, müssen wir nach -wie vor dieses Geseß als ein Geseß gegen die Jugend,

è Sie

P IRU S NRT! RTE A T Mem rf I He M M P TEIAE T T R

a P S C7. E H F F" FT.CTSTCTT)OOE Dr N N R N N P E E E T T E WS 5