1859 / 97 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

Haupt-Verwaltung der

Bekanntmachung vom

Tilgungsfonds - Rechnungea Nachdem die Tilgung®L\on p Fahr 1857 von den

bezeichneten Staatsschulden - 2 Befanntmachung vom 19. Mâr

und der Münster-Hammer Eisenbahn für das Rechnungen eingelösten, nachstehend Nummern und Beträge dur unsere Staatss{uld:n-Kommission u 1) Staatsschuldscheine vom Jahre 1 g! 2) Schuldverschreibungen der freiwilligen An 3) G 4) u ff "e

G I, 14 F f

d

6) 5 7) fr 8) 5 9) I 14 S "

40) Kurmärlkische Schuldverschreibungen 11) Neumärkische Schuldverschreibungen 12] Kammer-Kredit-Kassenscheine...-«-. 13) Steuer-Kredit-Kassensheine vom Jahre 14 dergleichen , ü Z 15) Schuldverschreibungen uber einzelne, auf

-

a a P A

Kandes\culden.…... «a. «taten erte

16) Niederschlesisch - Märkische Eisenbahn- Stamm- Actien oe

17) ¿Derxgl. Prioritäts-Actien Zer. I u. [I,

18) Prioritäts-Obligationen Der, L,

U, I, 0000 n? 00s E

) Dgl. Prioritäts-Obligationen Ser.

evo e0 C 0 T0009

20) Münster-Hammer Eisenbahn-Prioriiät Dies wird in Gemäßheit des Y. 17 lien Kenntniß gebrat.

Berlin, den 18. April 4859.

Bei der beute angefangenen Ziehung Klassen-Lotterie fiel 1 Hauptgewinn Nr. 66,491. 2 Gewinne zu 5000 Thlr. und 68,359. Z Gewinne zu 2000 Thlr. und 70,409.

33 Gewinne zu 1000 T 8820. 18,539. 19,912. 26,388.

55 322. 62,631. 63,990. 64,237. 74 755. 80,695. 81,966. 83,182.

A5 Gewinne zu 500 Thlr. 8795. 11,679. 13,983. 14,720. 15,249. 20,691, 22,265. 24,456. 29,672. 33,765. 44,080. 48,926. 49,768, 54 324. 54,849. 59,112. 61,879. 62,720. 65,979 66,685. 74,990. 76,431. 76,932. 76,952. 78,151. 84.445 und 91,169.

51 Gewinne zu 200 Thlr. 8690. 8743 12,129. 14,530. 23,829. 25,204. 27,703. 35,993. 45 438. 48,138. 50,015. 50,399. 5,3 992. 55,544. 56,581. 57,078 62,228, 81,047. 94,656.

Berlin, den 21. April 1859.

84 233. 86,509. 88,248. 89,517.

fs: April 1899

ad unseres Kollegiums durch Feue C

leihe Anleihe vom Jahre 1850

den Regierungs

597 Stüd über 200,

EV) : D

der 4, Klasse 119. Königlicher von.

blr. auf Nr. 4962. 5607. 26,857. 33,482 38,259. 43,266. 46 833. 47,621. 49,052. 49,995. 51,989. 52, 708,

64 950, 71/592. 73,691. 84 440 und 90,404.

auf: Br. 16,197, 37,940. 54.873. 69,721. 78,174.

' auf Nr, 1073. 5287. 8288. 4912 15090. 36,200, 39,289. 50,764. 52,213. 57,080. 58,687. 66,980. 67,380. 68,266. 68,349. 68,548.

716

Finanz-Ministerium. Staatsschulden.

betreffend

Dokumente.

der Staatsschulden - Tilgungskasse und der beiden HUMe r dee Dokumente un | bli z 1858 veröffentlicht sind, heute im Beisein von

r vernichtet worden, nämlich :

18 E eere dh

i

y

1854

i U I " Prämien-Anleihe v. J 1855. Anleihe vom Jahre

1896

1836 ;

2 -

25,612 y

H 29000, » S400

Ff

zusammen... 3: Obligationen

überhaupt d vom 24, Februar 1850

des Gesegzes

Haupt - Verwallung der Natan.

Gamet. No

10,000 Thlr. auf | fielen auf Nr, 17,035 | auf Nr. 5314. 44,545

| | 40,446.

53,523. 74,680.

6909. 38,299. |

t

2690. 4200. 4915. 16,635. 19,120. | 41394, 43,675. | 55 745. 56,889. 73/93, T3,2A2. | 83.084. 83,700.

21/691, A42/379. 52,402. 60,975. 61,085. 75,128. 79,241. 92,497 und

21,466. 39,413. 52,339.

91,596.

A, ea) Os

59,700 Thl

_ freulicher

| nur Spazierfahrten nach dem

die Vernichtung eingelöster Staats\chulden-

Hauptkafsen der Niederschlesisch - Märkischen Landtages dechargirt worden, find die nach diesen und Obligationen, deren Littern,

Fiser : Acti Eisenbahn-Actien Kommissarien der

2,473 Stück über 2,352,600 Thlr. Sgr. Pf.

980,850 P 233,300 199,500 60,900 171,200 266,200 94,000 105,700 135,700 32,750 516 107,200 9 900

tet O (j L 620 582 106 544 2 602 356 490

«E a L C, LOS Stud Uber 4,(91,0d

“C O 3: Thlr, 40 Sgr:

L A, 1

—————

y 1,401 Stü Über i a 2 ; U T T Dotum. über 1,871,985 Thlr, 29-Sgr4! 2 Ph (Gesez-Sammlung Seite 57) bierdurch zur ôffent-

a

Staatsschulden.

biling. Guenther.

(RP N ATE. 1A

Weise au im Verlauf der vorleyten Woche es daß Allerhöchstdieselben während der Anwesenheil in f die Sebenswürdigkeiten in Augen Sein zu nehmen, U zu bedauern , daß _oftmalë} unfreundlice Witterung den Genuß beeinträchligie. L baben denn Jhre KöntglichGen. Majestäten gemeinschast lib und in Begleitung Ihrer Königlichen Hoheit t ess Alexandrine und des Allerböchstcn Gefolges wiederholentlich dit | Kunsiscbäbe des Museo Borhonico besichtigt, die Kathedrale L.

Gennaro, diî

gestattet , Neapel fortfahren konnten ,

herrlich gelegenen Kloster S. Mar Averno und Fusaro, wie nas

tino nah Pozzuoli, den Seen von : nad gemacht, sondern auch Her

Bajáà, Portici, dem Lago d’Agnano lanum und Pompeji besucht;

Orte ward mit größtem Jnteresse in Details unternommel}

allen

| Cu fanden in Gegenwart Jhrer Königlichen Majestäten dot auch f g Ebenfalls hatten

herrlidF Grafen} die Villa des Fürsten Liewen besud! h wele durch ihre Lage: in o außerordentlicher Höhe die reizendfte! L _— Am Sonntag, den U}

, ï (9

Ausgrabungen ftatt. Casiellamare nach dem #0 auch daselbst die Villa des

inte: efffsante und ergiebige Allerhöchstdieselben si über gelegenen Sorrent begeben, Aquila, wie bei Castellamare

Aussichten auf die Umgegend darbietet. April, wohnten Jhre Aöniglichen Majestäten wiederum dem Gott dienste in der preußischen Gesandtschafts - Kapelle bei,

Schullokalitäten daselbst ,

darauf wiederholt die machten noch

Atelier des Malers Gößlaf und

Königlihe General-Lotterie-Direction.

Nichtamtliches.

Preußen. Berlin, 21, April.

Aus Neapel gehen uns

aber den Aufenthalt Jhrex Majestäten des Königs und der

E ÊT

K J

¿nigin daselb folgende Mittheilungen zu: b Majeftäten des Königs und der Königin

Das Befinden hatte er-

fahrt na Portici zur Besichtigung la Favorite. Jhre Majestät die f | Tagen die Besuche der Grafen Aquila, Trapani und ncbsstt Gemahlinnen, des Jnfanten Don Sebastian und wiederholentlih des Herzogs und der Herzogin Königliche Hoheiten empfangen, auch Jhren K d dem Großfürsten und der Großfürstin Konstantin eine Visite abgestal®" Am 18, April gedachten Jhre Majestäten, nach anderweit s gegangenen Rachrichten, die Rücktceise n daselbst noch einen Aufenthalt bis in die lehten Tage nats zu nehmen.

der Prinzessin Þ ie Kirche Sta. Chiara in Augenschein genommen und nid}

die Besichtigung dieser merkwürdige} „und gar für das öfterreihische Volk find.

welcher ditf mal von dem Hülfsprediger Lekebush abgehalten wurde, besichtigt}

besuchten dv? eine Spay des Königlichen Scbloss} Königin hatten an verschieden Trap Montemol!} von Span} vou Kalabri®} aiserlichen Hoheit}

nach Rom anzutreten un} dieses MY

T7

Das Post-Dampfschiff „Geiser“, aus Kopenhagen am 19 d. M. abgegangen, if in Stettin gestern Vormittag mit 19 Passa- gicren ein etroffen,

Sa sen. Dresden, 20. April, Nach hier eingegangenen Nachrichten aus München , meldet das „Dr. J,“, if der Staats- minister v 01 Beust beute von dort nach Paris abgerist C

Hessen, Darmstadi; 20. Apr bte Majestät die Königin von Baiern is heute mit dem Ei’zuge nach München abgereist. (Darmst, S R : Frankfurt a. 3t., 20, April. Jhre Königliche Hoheit die Großherzogin von Mecklenburg-Schwerin ift gestern Abend hier etugelreffen und heute Morgen nach der Schweiz weiter gereist. (Fr, J) : 5 Lees; Stuttgart, 20. April, Anzeiger für Württ.“ enthält eine Einladung des- Präsidenten tex Uamb Dee VbaEVTdi Eten Art S dutd tele cdiclcthen Kammer der Abgeordneten, H nömer, dur welche dieselb:n aufgefordert werden, sih am 26. d. M, im Ständesaale zu ver- sammeln, um zunächst einige Vorlagen der Königl, Staatsregierung zu vernehmen. Jn dimsclben Blotte wird bemerkt daß Herr Römer bei den gegenwä tigen friegerischea Aussichten seinen Sohn der bereits seine afademische Studicn vollendet, für den Dienst der vaterlä dischen Waffen bestimmt habe. N E

Belgien, E DE L L UDUUl, ¿Ier 1leTenbe Dea d von Sachsen-Coburg-Gotha trof gestern hier ein und a

Der „Staats-

t A A R nre il p55 : morg{n, am 20sten, von hier über Calais nach London weiter reisen.

__ Großbritannien und Jrland. London, 19. April, Jhre Majeiät die Königin hieit geern Nactmittag Veheimratdb auf welchem die Vertagung des Parlaments vom heutigen Tae bis einiweilen zum 5. Mai g:nhmigt wurde. Lord Derby Sir John Nakington, der Marqu's von Salisbury und derx Ruicas- Mini}!er haiten bei Jorec Majestät Audienz, Später reiste die ganze Königliche Familie nah Windsor ab, um dort die náchsten Wochen zuzubringen, | I

Die Auflösung des Parlaments erfolgt nah einer An- gabe der „Times“ eri am nächsten" Sonnabend “d. h. es weiden an diesem Tage die neuen Wahlausscbreibungen von der Krone erlassen. 2 Tage später, am Montag, werden lehtere in allen Burgslecken und Grafschaften proklamiit. Ju crskeren beginnen die Wahlen 3, in leßteren 6 Tage nach Erfol, der Proclamation. d An der Spihe ihrer gewöhnlichen militairishen Nachrichten bungt die „Times“ ute die Miltheiluna, es sri beschlossen wor- den, die Be saß ungen der britischen Mittelmeer-Statio- nen schleunigst zu verstärken, und wahrschcinlich würden die zweiten Bataillone mehrerec in Judicn flehender Regimenter zu diesem L ienste verwendet werden. Außerdem sollen D Compagnieen Zugenieurs Ordre erhalien haben, uach Malta abzugehen. :

In der gestrigen Sißung des Oberhauses äußerte sich Lord Mal- mesbury im Wesentlichen, wie folgt: JZhre Lordschaften werden sich leiht ins Gedächtniß rufen fönnen, welches der Zustand Europas zu An- fang des Jahres war. Während Frankreich, Oesterreich und Sardinien eine besorgnißerregende Haltung. einnahmen, waren Englands Beziehungen zu allen Staaten der Welt die des tiefsten Friedens, und schon dur die- sen glücklichen Umstand eignete sich England zum Vermittler und Unter- händler zwischen Negierungen , die in weniger erwünschtem Verhältniß zu einander standen. Sie wissen, daß wir Engländer das österreichische Volk stets als einen sehr alten Allürxtcn betrachtet haben; daß wir der- selben germanishen Abstammung sind; daß unsere beziehungsweise geographische Lage der Art ist, daß keine Eifersucht zwischen uns bestehen fann, und daß daher unsere Sympathien aus all diesen Gründen ganz nd ga Aber anderseits we i diese Sympathien durch die auffallende Verschiedenheit ilded A Regierungen bis zu einem gewissen Grade entfremdet, wie dies am deut- lihsten in der italienischey Frage hervortritt, kein englischer Minister oder Unier1han wird das unbezweifelte Necht Oesterreichs auf seine italienischen Besißungen akläugnen wollen, Oesterreich besitzt scine italienischen Lande durch Erbschaft, Eroberung und Vertrag, und ih weiß nicht, kraft welcher anderen Rechtstitel Jhre gnädige Majesiät das Königreich Schottland, ibr indishes Reich und einige der kolonialen Besißungen der britishen Krone ihr eigen nennt, als Kraft der Rechtstitel - Erbschaft Eroberung und Vertrag. Also werden unsere Eympathiecu für Oecster- reich niht dadur abgeschwächt, daß es Besißungen in Jtalien hat, son- dern weil es si nicht auf die Verbesserung der Lage seines eigenen Vol- fes beschränken und vielmehr aus politischen Gründen bewegen läßt in die Angelegenheiten anderer italienischen Staaten sich zu mengen und s0- M nit nux dort, sondern bis zu einem gewissen Grade auch hier zu ande unpopulär geworden ist. Jndem es jene Bevölkerungen in Re- dg hielt , die von ihren eigenen Herrschern nicht gezügelt werden konn- Poli hat es fi nicht nur sehr viel unnöthige Unpopularität zugezogen, A wie ih glaube, auch seiner Stärke in seinem eigenen Theil Jta- ide geshadet; und wenn es seine Politik in dieser Beziehung Bes wollte , so würde es ohne Zweifel sich im friedlichen fuß seiner eigenen Lande befestigen und seinen politischen Ein- Mit S auf den übrigen Theil der Halbinsel erhöhen. wr eug auf Sardinien find unsere Gefühle berschieden und der Ge- lid L Du A A Da ift keine Gemeinsamkeit der Abstammung ddes E ammessympathie vorhanden ; aber zwischen den Prinzipien ap egierungen i eine solche Aehnlichkeit, daß die Wohlfahrt Sar- niens sich stets der D E e Wünsche Englands erfreut. Die Art, wie

die

8 seine Freiheiten errang, hat uns stets mit Bewunderung erfüllt. Einige

Jahre lang schritt sei i i j Ï fin Woeffen poger ah ube Ui A N E NN La fi i kd cine Kriegsthaten von allen Engländern betbunde E LETE O In 1E, MRE N ( tai i geit ¡Gent es leider zu vergessen, daß seine Sendung tk bfr Mee A On O geben; daß es den andern italienischen Tha- L tetcilanrliés Den sollte; und daß der militairische Nuhm Zweck sein kann. Jn Folge dieser Berbältuise- fi Aa N ständen entstanden die italienischen Win ég Ei E e Sea e T sah dieselben nicht mit gleihgültigen Autjen L Ma Le a N zuzufügen, daß ih Frantreih méine Nun, Myl, v e E ischen Minister wer zu Gegräifen A L A s, es wird einem eng- : E R 4 greifen, Hedankengang un Ed 4 E E eines so blúubenden E R, R 4 11: Ui! 0305 el anderer Nationen zu mischen und in sol Schwierigkeiten berwideln zu lassen, Frankreich h R der Welt, Seine Hülfsquellen ant fast Sorte R C und der Regierung findet dabei » sf N Ds lords, Frankreich fand für v eim den weitesten Spielraum. Aber, My- und schien zu Anfang des ‘Dahiés Boe L E O jn talien cingusv.flen, und wos es ie mern schen und mat riefen ( Weslerrei@s in Jtalien nannte, zu beschränk és Î Lerds, fonnte sein getreuer Alliirte, Großbritanni Mah Dani N09 schen. Dec Stand der Dinge wurdo täglich schümmer und Ebe Fébbubee erreichte die Besorgniß cine solche Höhe, daß Lord Cowley's S cidütg Ade Wien nothwendig erschie P A f v E M i T eee s Le e Cowley und Graf Buol besprachen die und politischer Alliirten Vie Heure, E Ev I A e MEE , ( î 2 , e gy a r atiiue ne Pia zwischen ta 4 eid Gti iQUchen Kaiser geblieben wäre, die Unterhandlungen jeßt weite gediehen fein und eine boffnungsbvollere Heftait babe M o d als Lord Cowiey am 16. März nh P o údfan S T8 SA E Nl S O) . Wiarz na) P dam fand“ er d zwischen ¡Frankreih und Rußland eine ‘C Wsvond wee den und daß Rußland einen Kongreß der E Bro, O E E Q LIMbD dies zuerst Go Teri oan Me ittbde 4 Qua G ate E ibg Os Frankrei ganz für den Vorschlag sei und mich sragte, ¡ug E O _Trogdem ih, wie gesagt, dem andern Wege den Vor- ap E ih do, daß ich mir eine {were Verantwor- LUO ns ürde, wenn ich die Einladung zu dem kombinirten Beile- d e für a SE ent hätte. Also stimmte ich bei. Vorher jedoch hielt bafis A, 4 ae: Einladung zuborzukommen und eine Kongreßs R dh ies geshoh am 20. März und am 22sten überbrachte ps 1 Brunnow den amtlichen Kongreßvorshlag und genehmigte ( eichzeitig die 4 Punkte meiner Basis; núümlih 4) vir Erhuliung des Friede as zwischen Oesterrèih und Sardinien ; 2) die Räumung des Kirchen- staats seitens der Franzosen und Oesterreicher ; 3) Besprechung der in den italienschen Staaten etwa erforderlichen Reformen ; 4) cine Conföderation der italienischen Kleinstaaten als Ersaß für ihre Verträge mit Oefterreich. Wir stellten ferner als Vorbedingung unseres Kongreßbeitrittes den Grundsaß auf, daß keine Aenderung des gegenwärtigen Territorialbeflandes, wie der- selbe dur den Vertrag von 1815 geordnet ward, auf dem Kongreß zur Sprache kommen dürfe. Nun wurden diese 4 Punkte zwar von alen andern Mächten als Grundlage angenommen , aler es erhoben sich ad- geleitete Fragen, und die zwei wichtigsten darunter betrafen die Zusammen- seßung des Kongresses und die Entwaffnung der drei einander entgegen- stehenden Großmächte. Die Entwaffnung hing mit dem erften der vier Punkte auf das Engste zusammen, und Jhrer Majestät Regierung bielt eine vorherige Entwaffnung für das Bêèste. Aber dieser Punkt if noch nicht abgemaht. Anders ist es mit dem andern Punkt. Rußland {lug bekanntlih vor, daß die fünf Großwächte allein im Kongreß tagen sollten, Dies ist dem europäischen Staatsrecht und dem Herkommen gemäß. Zugleich war es wichtig, daß die Ztaliener auf eine oder die andere Weise vor dem Kongreß Gehör erbiel- ten, Bei einer anderen Veranlassung, Anno 1830, wurden Holland und Belgien nicht als Mitglieder im Kongreß aufgenommen, sondern dur Commissaire vertreten, und in derselben Weise verfuhr man den italicni- schen Staaten gegenüber beim Kongreß von Laibach. Aber Sardinien beanspruchte Sig -und Stimme. Alle Mächte erklärten fich dagegen, da sonst auch die Schweiz und andere Staaten zweiten Ranges denselben Anspruch hätten erheben können. Dieser Diskussion ging die andere über die Entwaffnungsfrage zur Seito. Oester- reih exklärte fst und zähe, den Kongreß nicht beschicken zu wollen, wenn Sardinien nicht borher entwaffucte. Dies erschien der britischen Negierung als ein unbilliger Vors: läg ; aber sie erbot sich, wenn Sardis nien sih zur Entwaffnung herbeilicße, Frankreich einzuladen, mit England im Verein Sardinien eine Bürgschaft gegen jeden etwaigen Angriff Oester- reihs zu geben. Oesterreich erdot fich zugleich, öffentli zu versprechen, daß es keinen Angriff machen werde. Dies Arrangement wurde vereitelt, weil Frankreich eine solche Bürgschaft nicht übernehmen wollte. Nun stehen die Dinge so: Oesterreich und Frankreich baben fich über das Prin- zip der Entwaffnung, aber nicht über den Zeitpunkt und die Art derselben geeinigt. Oesterreich verlangt, däß die Entwaffnung dem Kongreß borber- gehe; Frankreich, daß nur das Prinzip der Entwaffnung vor dem Zu- fammentritt des Kongresses anerkannt werde, und daß man die Einzelnh eiten den Berathungen selbst überlasse. Aber ih denke, der Kongreß bat nicht die größte Kompetenz dazu, und daß dies besser dur" eine Kommisfion von Offizieren der 3 Armeen bewerkstelligt werden könnte. Jch bedauere also, sagen zu müssen, daß diese Frage noch nicht entshieden ist. Sardinien is au von Oesterreich eingeladen worden, auf demselben Fuß wie Oesterreich und Frankreich zu entwaffnen, hat jedoch abgelebnt, fich mit der Aus- s{lichung vom Kongresse enis{uldigend. My Lords, es if Jbrer Majestät Regierung ¿hr peinlich , keinen erfreulicheren Bericht über diese so lange \{chwebenden Unterhandlungen erstatten zu können. Jh fühle die ganze Verantwortlichkeit und das ganze Gewicht der Lage. Wenn man aber bè- denkt, welch ein Krieg es werden muß, falls einer ausbriht, wie viel baben diejenis gen zu verantworten, die nicht gleich Jhrer Majestät Regierung älle Anf|trengun=