T nts
17579, 17598, 17606, 7698, 7704, 7717, 4233, 5239, 5324 5939, 6074, 6082, 6170, 6171, 6172, 6173, 6178, 6179, 6184, 6185, 6212, 4600, 4691, 4693, 4694, 4695, 4696 4697, 4698, 4699, 4700, 4701, 4702, 47u3, 47 4705, 4740, 4741, 4794, 4874, A0, 5102, 5103, 5104, 5105, 5210, 5228, s 5232, 5236, 5286, 6292, 5299 95298, S 5342, 5361, 5363, 5369 5372, 5375, : 5514, 522, 5530, 5547, 5574, 5601, 5611, 5612, 5616, 9639 95644, 5645 5646, 5647, 5648, 5650, 5651 6009 6010, 6011, 6013, 6027, 6028, 6029, 6039 6031, 6032, 6056, 6062, 6069, 6066 6067, 6069, 6076, 6111, 6112, 6113, 6161, 6164, 6167, 6175, 6177, 6182, 6199, 6209, 6211, 6221, 6222, 6223, 6227, 6252. 6253, 6254, 6255, 6273, 6288, 6291, 6292, 6302, 6337, 6338, 6339, 6358, 6362, 6367, 6372, 6474, 6377, 6378, 6379 6380, 6382, 6383 6386, 6391, 6392, 6401, 6404, 6409, 6413, 6414, 6416| 6420, 6421, 61422, 6423, 6425 6426, 6427, 6428, 6429, 6430, 6431, 6432, 6433, - 6434, 6435, 6436, 6437, 6440, 6441, 6456 6460, 6461, 6462, 6464, 6465, 646 6470, 6474, 6475, 6481, 6482 6488, 6489, 6490, 6491, 6492, 6496 6500, 6505, 6507, 6514, 6516, 6517, 6519, 6537, 6539, 6544 6545, 6575, 6577 6578, 6579, 6595 662L, 6624 6628, 6629, 6630, Schußtrist drei Jahre angemeldet am 16. Januar 1928 vormittags 9 Uhr. Seligenstadt, den 16. Januar 1928. Hessinches Amtsgericht. ,
17684, 17696 4328, 4842
4692,
6162, 6163, 6180, 6181, 6215, 6219, 6243, 6258, 6260, 6293, 6294,
A Villingen, Baden. [94770] ? Eintrag zum Musterregister. S Firma Josef Stern, Gebäul!etabrik in Ü Villingen 8 vertchiedene Entwürte tür Hausuhrengehäuie mit den Fabriknum- mern 97, 125 127, 129, 312, 423 und 5 4 plastishe Erzeugyifse, Schußtrist 3 Jahre, angeme!det am 27. Januar 1928, vormittags 10 Uhr.
Villingen, den 27. Januar 1928.
Bad. Amtsgericht. k.
D 6, Urheberrechts- : ointraasrolle.
Leipzig. [94771] ÎÏn der hier geführten Eintragérolle ist heute folgender Eintrag bewirkt worden: MNr.653. Die Veilagege'ellshaft N.Müller m. b. H. in Eberawaide meldet an, daß Herr Adolf Fri Dittberner, geb. am 18. Juni 1891 zu Breélau, Urheber des im Jahre 1927 in ihrem Verlage unter S dem Pieudonym PVearcell Lyon er1chienenen L Werkes „Verkaufskunde für Eisenwaren- 5 | händler" sei, Tag der Anmeldung: 27. Dezember 1927. Leipzig, am 2. Februar 1928. Der Nat der Stadt Leipzig, als Kurator der Eintragérolle.
. Konkurse und Vergleichssachen.
Apolda. [95082]
Ueber das Vermögen der Firma Hugo Grenzdörfer, alleiniger Fnhaber Erich Frande in Apolda, Eduardstr. 7, wird heute, am 4, Februar 1928, vorm. 10% Uhr, das Konkursverfahren er-
U as non
öffnet, da der Gemeinschuldner es be- antragt und seine Zahlungsunfähigkeit eingeräunit hat. Dex Bücherrevij A, Helfensrieder in Apolda ist zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs3- forderungen sind bis zum 25. Februar 1928 bei dem unterzeihneten Gericht an- zumelden. Es wird zur Beschlußfassung Über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters sowie übex die Bestellung eines Gläu- bigerauss{chusses und eintretendenfalls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prü- fung der angemeldeten Forderungen auf Donnerstag, den 1. März 1928, vorm. 11 Uhr, vor dem unterzeihneten Ge- riht, Zimmer Nr. 28, Termin an- beraumt. Allen Personen, die eine zur Konkursmasse gehörige Sache im Besiß haben oder ‘zur Konkursmasse etwas \huldig sind, wird aufgegeben, nihts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Vervflichtung auferlegt, von dem Besiß der Sache und von dei Forderungen, für die sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursver- walter bis zum 25. Februar 1928 An- ¿eige zu mathen.
L 7 Apolda, den 4, Februar 1928. G Thiüringishes Amtsgericht.
Bad Salzungen, [95083]
f inhaberin Frau Rosa Mengs, geb. Rupp-
recht, in Bad Salzungen wird heute, am j 4. Februar 1928, vormittaas 11,30 Uhr, 0A das Konkursverfahren eröffnet. Kon- kur8verwalter: Rechtsanwalt Dr Erb zu Bad Salzungen. Anmeldefrist: Ad 20, Februar 1928. Erste Gläubigerver- C sammlung und Prüfungstermin : 27, Fe-
6183, | 1928
6080, 6110,
6340, 6345,
' | frist bis zum 30. März 1928 einschließ-
‘11928 einshließlich. Erste Gläubigerver- 598, | sammlung: 6, März 1928, vormittags
Anzeige zu machen. n 3. Februar 1928. “7 Amtsgericht in Goch. 4 of |
Ueber das Vermögen der Geschäfts=4-
bruax 1928 vormittags 104 Uhx, Zim- mer 1 des Amtsgerichts, Offener Arrest und Anzeigepfliht bis zum 20. Februar
„Salzungeu, 4. Februar 1928. jüring. Amtsgeriht. Ubt 3.
rlin-Pankow, [95084] Ueber das Vermögen des aufmanns SFulius Kloß alleinigén Jnhabers der Firma American-Brace-House în Ber- lin-Pankow, Schmidtstraße 3, ist heute, am 1, Februar 1928, nachmittags 19 Vhr, das Konkursverfahren eröffnet worden. Konkursverwalter: Kausmann Otto Smidt, Berlin NW., Melan- chthonstraße 15. Erste Gläubigerver- sammlung: 24. Februar 1928. Prüfungs- termin: 23. März 1928. Anmeldefrist big m D a Arresi ist anaegr N. 12. lin-Paukow, 1. Febr, T1928.
Das Amtsgericht. 4 di ERE L O A 85]
remen. Ueber das Vermögen des“Kaufmanns Hermann Gustav Emil Kaschemeck, all. Fn. der Firma Schuhwarenhaus Her- mann Kaschemeck, Bremen ist heute der Konkurs eröffnet. Verwalter: Recht3- anwalt Dr. Leist, Langenstr. 5/6, in Bremen. Offener Arrest mit Angeige-
—
lih. Anmeldefrist bis zum 30. März
94 Uhr, allgemeiner Prüfungstermin: 8. Mai 1928, vormittaas 9 Uhr, Ge- rihtshaus, Zimmer Nr. 84.
ten, den 6. Februar 1928. Giésstelle des Amtsgerichts.
rankenstein, Schles. [95086] das Vermögen des Kolonial- dlers Alexius Neumann în Frankenstein ist am 2. Februar 1928, vormittags 11 Uhr, das Konkur8ver- fahren eröffnet worden. Konkursver- walter ist der Kaufmann Alfred Reichel in Frankenstein. Erste Gläubigerver- sammlung am 25. Februar 1928 vor- mittags 9 Uhr; allgemeiner Prüfungs- termin am 4, April 1928, vormittags 9 Uhr, Zimmer Nr, 8. Anmeldefrist
und offenezz Arxest mit Anzeigepflicht bis zum 28. Wér 1928. Amtz/ß{Fifff Frankenstein, Schles.
[95087]
Ueber das Vermögen des Kautmanns Joset Derks aus Goch, Steivstraße 12, Inhabers einer Porzellanglaëhandlung, wird beute, am 3, Februar 1928, 18,45 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet,. da der Gemeinschuldner zablungëtuntähig ist. Der Rechtéanwalt Janssen in Goch wird zum Konkursverwalter ernannt. Kon- kursforderungen sind bis zum 1. März 1928 bei- dem Gericht anzumelden. Es wird zur Beschlußtassung über die Beibehaltung de? ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters sowie über die Bestellung eines Gläubigerauëshusses undeintretenden- falls über die in § 132 der Konkurs- ordnung bezeichneten Gegenstände auf den 16. Februar 1928, vormittags 114 Uhr, und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen au? den 19. ‘März 1928, vormittags 11} Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 1, Termin anberaumt. Allen Per- tonen, welche eine zur Konkursmasse ge- hörige Sache in Besiy haben oder zur Konkursmasse etwas s{uldia sind, wird auf- gegeben, nichts an den Gemein|chuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welhe sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruh nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 1. März 1928
Hannover. 55088] Ueber das Vermögen der Buchhändle- rin Elisabeth Wendebourg, geb. Walz, alleinige Jnhaberin der Buchhandlung Erich Wendebourg in Hannover, Thielenplaß 3, wird heute, am 6. Fe- bruar 1928, 12 Uhr, das Konkursver- fahren eröffnet, Der Rechtsanwalt Prinzhorn in Hannover, Lavesstraße 80, wird zum Konkursverwalter ernannt. Anmeldefrist biz zum 28. Februar 1928. Erste Gläubigerversammlung und Prüs- fung8termin am 7. März 1928, 914 Uhr, bierfelbst, Am Justizgebäude 1, Zimmer Nr. 32, Erdgeschoß. Offener Arresjzzit «hepflicht bis zum 15. Febru 1 Amts8geriht Hannover:
elierndort. / [95089] Ueber den Nachlaßedes “am 9. De- zember 1927 vexst&tbenen Klempners Karl Schwenk in Otterndorf ist am 4. Februar 1928 der Nachlaßkonkurs er- öffnet, Verwalter: Rehtsanwalt Dr, Giebel in Otterndorf. Anmeldefrist bis 8. März 1928 und offener Arrest mit Anzeigefrist bis 23. Februar 1928. Erste Gläubigerversammluna am 24. Februar 1928, 11 Uhr, und allgemeiner Prü- fungs en am 30. März 1928, 11 Uhr,
da terzeihneten Gericht. Zt 1n dorf, den 4. Februar 1928. Parchwitz. [95090]
Das Amt3gericht.
Ueber das Vermögen des Maurermeisters Kurt Dietrich in Parchwity i. Schl, wird beute am 4, Februar 1928, vormittags' 114 Uhr, wegen E utL ditt in- folge Zahlunaseinstellung das Konkursver-
Dritte Zentralhaudelsregisterbeilage zum Reichs- und Staatsanzeiger Nr. 33 vom 8. Februar 1928. S. 2,
Kaufmann Mrolek aus Liegnitz zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs- forderungen find bis zum 295. Februar 1928 bei dem Gericht anzumelden. Es wird zur Bei\chlußtassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalterä sowie über die Bestellung eines Gläubigeraus- schusses und eintretendentalls über die im S 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände auf den 3. März 1928, vormittags 9 Uhr, und zur Prüfung de! angemeldeten Forderungen auf den 3. Mätz 1923, vormittaas 9 Uhr, vor dem unter- zeichneten Gericht, Zimmer Nr. 7, Termin anberaumt. Allen Pertonen, welche eine ¿zur Konkursmasse gehörige Sache in Besiy haben oder ¿ur Konkursmasse etwas -s{uldig find, wird aufgegeben mchts an den Gemeinschuldner zu ver- abfolgen oder zu leisten, auch die Ver: rvflihtung auterlegt von dem Besitze der Sache und von den Forderungen. tür welche "ie aus der Sache abgesonderte Betriedi- gung in Antpruch nehmen, dem Konkurs- verwalter bis zym Februar 1928 An-
zeige zu macheckW ¿4 Amtégcz f in Parchwit.
Stendal, i [95091]
Ueber das Vermögen des Materialien- händlers Hermann Hoske in Tanger- hütte, Sedanstr. 10, ist durch Beschluß des Amtsgerichts zu Stendal vom 4. Fe- bruar 1928 das Konkursverfahren er- öffnet worden, Verwalter: Rechtsbei- stand Wolff in Stendal. Anmeldefrist bis un 238. Februar 1928. Erste Gläubigerversammlung und Prüfungs- termin am 2. März 1928, vormittags 11,4 Uhr, an M N EE Zimmer 13, Offener Arrest mit Anzeigepflicht bis 23, Februar 1928. E
Stendal, dan 4-Fébruar 192. 2 tsgericht. Stettin [95092]
Ueber das Vermögen des Kaufmanns Abraham Flor in Züllchow, Chaussee- straße 9, ist heute, am 4. Februar 1928, nahm. 12 Uhr 45 Min., das Konkurs- verfahren eröffnet. Verwalter: Kauf- mann Richard Buchholz in Stettin, Elisabethstr. 60. Anmeldefrist bis zum 14, März 1928; offener Arrest mit Angzeigepfliht bis zum 29, Fe- bruar 1928; erste Gläubigerver- sammlung am 1. März 1928, vorm. 10 Uhr; allgemeiner Prüfungstermin am 23. März 1928, vorm 94 Uhr, im Zimme\®©0. in, den 4. Februar 1928,
8” Amtsgeriht. Abt, 6.
raunstcin. [95093] Das Amtsgericht Trauustein hat über das Vermögen des Friß Bauer, «Fnhabers eines Sägewerks und einer Holzhandlung in Bergen, Oberbayern, Filiale in Laubau bei Ruhpolding, am 18. Februar 1928, vorm. 10 Uhr, den Konkurs eröffnet. Konkursverwalter ist Rechtsanwalt Dr. Meichelböck in Traunstein. Offener Arrest nah K.-O. 8 118 mit Anzeigefrist bis 20. Februar 1928 ist erlassen. Frist zur Anmeldung der Konkursforderungen bis 29. Fe- bruar 1928. Termin zur Gläubigerver- sammlung, Wahl eines andeen Ver- walters, Bestellung eines Gläubiger- ausschusses und wegen der in K.-O, S 132 bezeihneten Gegenstände: Frei- tag, 2. März 1928, nahm. 3 Uhr, in Zimuter 18 des Amtsgerichts. Allge- meiner Prüfungstermin: Freitag, 16. März 1928, nahm. 3 Uhr, Zim- mer 18 des Amtsgerichts. Geschäftsstelle des Amtsgerichts.
[95094] Bischofswerda, Sachsen. Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Kristallivarenfabrikanten und Glasgroßhändlers Andreas Sebastian Ram in Weickersdorf, jeßt in Dres- den-A., Feldshlößchenstraße Nr. 10, all- einiger Jnhaber der Firma Kristall- warenfabrik und Glasgroßhandlung Sebstian Ram in Weickersdorf, wird nah Abhaltung des Schlußtermins hier- d R ufe R
ofswerda, 1. ruar 1928. Das Amtsgericht.
Blankenburg, Harz. Nas Die Konkursverfahren über 1. den Na saß dexr Witwe Henriette Geffers, geb. Reulecke, in Benaingerode, 2. das Ver-
. | mögen der Firma Wittive Albert(Henriette)
Geffers & Söhne in Benzingerode am Hoaxz, sind eingestellt, da eine den Kosten des Verfahrens entsprehende Masse nicht vorhanden ist,
Vlankenburg am Harz, 4. 2. 1928. Die Geschäftsstelle des Amtsgerichts.
Duisburg. ; [95096] Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Kaufmanns Heinrih Joseph Maibach in Duisburg, Saarstraße 10, wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins und evfolgter Schlußver- teilung hierdurch aufgehoben. Duisburg, den 2, Februar 1928. Amtsgericht.
Hamm, Westf. [95097] In dem Konkürsverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Friedrich Wilhelm Streppel in Hamm i. W. is infolge eines von dem Gemeinschuldner gemachten ori one zu einem Zwangs- aleih Vergleihstermin auf den
fahren auf jeinen Antrag eröffnet. Der
25. Februar 1928, 11- Uhr vormittags,
wird! vor dem Amtsgericht in Hamm, Hohe
Sirale 29, Zimmer 8, anberaumt, Der Vergleichsvorshlag is auf der Ge- \chäfts\telle des Amtsgerichts in Hamm i. W,, Hohe Straße 29, Zimmer 10, zur Einsiht der Beteiligten Reder delegt, Hamm, den 3. Fobruar 1928, Das Amtsgericht,
Hannover, [95098]
Das Konkursverfahren über das Ver- mögen der Chemind, Chemische Fndu- strie G. m. b, H. in Hannover-Hainholz, Schulenburger Landstr. 138, wird mangels einer die Kosten deckenden Masse eingestellt.
Amtsgericht Haunover, 1. 2, 1928.
Tscnhagen, [95099
Der Beschluß über die Eröffnung des Konkursverfahrens über das Vermögen 1. des Schlahhtermeisters Wilhelm Rathje, 2.. dessen Ehefrau, Frieda geb. Stöber, beide in Knescbeck, vom 28. 1. 1928 wird aufgehoben.
Amtsgericht Fsenhageu, 4, 2. 1928.
Karlsruhe, Baden. [93882] Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Adam Maximilian Hoff, Spezialhaus für modernen s in Karlsruhe, Waldstraße 6, wurde na rechtskräftiger Bestätigung des Zwangs- vergleihs aufgehoben. Karlsruhe, den 26. FFanuar 1928. Amtsgericht, A 8.
K assel, [95100] Das Konkursverfahren über das Ver- mögen der Firma Heinzemann u. Co., offene Handelsgesellschafi in Kassel, Holländishe Straße 86, wird nah er- folgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. Kaffel, den 3. Februar 1928. Amtsgericht. Abt. 7.
Ratibor. p (95101]
Ueber das Vermögen des Kausmanns Alfred Ferdinand in Ratibor, Fnhabers der Firma Edelmann in Ratibor, ist der Rechisanwalt Steiner aus Ratibor an Stelle des bisherigen Verwalters Bücherrevisors olz zum Konkurs- verwalter ernannt worden.
Ratibor, den 4. Februar 1928. Amtsgericht. Ratibor. j (95102) Ueber das Vermögen dec Firma
S. Guttfreund in Ratibor, Ring 5, A der- Bankier Pick aus Ratibor an Sielle des bisherigen Verwalters Bücher- revisors Scholz zum Konkursverwalter ernannt worden, Natibor, den 4. Februar 1928. Amtsgericht.
Ratibor. s [95103] Uebex das Vermögen des Kaufmanns J. Pasker's Nachfolger, Eduard Mar- tyklos in Ratibor, Ring Nr. 6a, ist der Fabrikbesiter Walter Berg aus Ratibor, Braustraße, an Stelle des bisherigen Verwalters Bücherrevisors Scholz zum Konkursverwalter ernannt worden. Natibor, den 6. Februar 1928, Amtsgericht.
Ratibor.
Ueber das Vermögen des Kaufmanns Eduard Preiß in Ratibor, Lange Straße 20, ist der Kaufmann Fohannes Schimißek aus Ratibor, Wilhelmstraße, an, Stelle des bisherigen Verwalter8 Bücherrevisors Scholz zum Konkurs- verivalter ernaunt worden.
Ratibor, den 6. Februar 1928.
Amtsgericht. Salzwedel, 4 [95105] Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Kaufmanns Bernhard
Stranz, früher in Salzwedel, jeßt in Berlin N. 113, Schivelbeiner Straße 30, wird nah erle gter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. alzivedel, den 2. Februar 1928. Amtsgericht.
Weissenfels, L [95106] Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Schuhfabrikanten Richard Wassermann ‘in Weißenfels, Jnhabers3 der Firma „Schuhfabrik Richard er- mann vorm. Ernst Schäl zu Weißen- fels“, wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. Weißeufels, den 31. Fanuar 1928. Amt3gericht.
Weissenfels. [95107 Jn dem Konkur3verfahren über da Vermögen des aufmanns ole Hämmerlein, Jnh. der Firma Wilhelm Apel, Weißenfels, ist nach einem von dem Gemeinschuldner gemachten Vor- schlag zu einem Zwangsvergleih Termin auf den 29. Februar 1928, 10 Uhr, vor dem untor es Amts3geriht an- beraumt. er Vergleihs8vorshlag und die Erklärung des GläubigeraussHusses sind auf der Geschäftsstelle des Kon- kursgerichts zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt. ! Weißenfels, den 2. Februar 1928. Das Amtsgericht.
Chemnitz. [95108]
Zur Abwendung des edie s über das Vermögen des Schuhwarenhändlers Kurt Löwe in Chemniß, Brühl 35, wird heute, am 6. Februar 1928, vor- mittags 9. Uhr, das gerichtliche Ver- gleihsverfahren eröffnet, Vergleichs-
termin am Donnerstag, den 1, März 1928, vormitiags 0% Uhr, Ver- |
a ] | vormittags 94 Uhr, zur Abwendun
[95104] | Wa
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4
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trauensperson: Herr Bücherreviso Höselbarth in Chemniy, 0x Fh Straße 2311. Die Unterlagen lie pt in der Geschäftsstelle des Amtsgerißt zur Einsicht der Beteiligten aus. Amtsgericht Chemniß, Abt. A 1g den 6. Februar 1928, i Glauchau. 9 | NVeber den Nachlaß des am 20
vember 1927 in Glauchau, s\einty Gk verstorbenen Fabrikbesißer Georg ranz Eduard NRnoll, Allein,
inhaLers einer mechanischen Weberei fj Damenlkleiderstoffe unter der hande[z, gerihtlih eingetragenen Firma Tas Nachfolger in Glauchau, Plantagen, straße, wird heute, am 4. Februar 198
“0
: Deutscher Reichsanzeige Preußisher Staatsanzeiger.
Erscheint an jedem Wochentag abends. Bezugspreis ne 9 HM Bestellungen an, in
des Konkurses das gerihtlihe Ver, gleihsverfahren eröffnet. Termin zy Verhandlung über den von den Er
des Schuldners eingereichten Verglei, vorshlag wird auf Freitag, den 2. Muti 1923, nahmittags 24 Uhr, vor dey unterzeihneten Amtsgeriht bestimm, Der Kaufmann und Lokalrichter Kon, rad Harnisch in Glauchau, Turney straße 20, wird als Vertrauenspersq bestellt. Die Unterlagen liegen auf
Geschäftsstelle des unterzeihneten 6p richts zur Einsicht der Beteiligten au,
Amt3geriht Glauchau.
Walle, Saale. [95110]
Zur Abwendung des Konkurses üb das Vermögen des Maurermeistez Hermann Kiesche in Halle, Trotha Straße 74, wird das Ber Gas O s 4 Uhr, fte
8W. 48, Wilhelmstraße 32.
einshließlih des Portos abgegeben. Fernspreßer: Zentrum 1573.
L. 34. Reichsbankgirokonto.
Juhalt des amtlichen Teiles:
Deutsches Reich. Frnennungen 2c. Bekanntmachung der Filmprüfstelle Berlin über ungültige
0 f heute, den 4. Februar 1 Zulassungskarten.
offnet. Der Kaufmann Adolf Gebaut in Halle, Viktor-Scheffel-Slraße 6, wid als Vertrauens8person bestellt. Die Yu stellung eines Gläubigerausshu
bleibt vovbehalten. Termin zur Ver wi auf über dén Vergleihsvors(lag
‘Preußen. Ernennungen und sonstige Personalveränderungen.
wird auf den 3. März 1928, 10 Uhr, an Gerichts\telle, Preußenring 13, Zimmt Nr. 45, anberaumt. Der Antrag au Eröffnung des Vergleichsverfahrenz nebst seinen Anlagen ist an der Co richtisstelle zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt. Amtsgericht Halle a. S.
Amtliches. Deutsches Reich.
Der Herx Reichspräsident hat an Stelle des aus dem leihsrat ausgeschiedenen bisherigen Ministerialrats, jeßigen andesarbeitsamts8präsidenten Kälin in Stuttgart den württem- bergischen Gesandten Dr. Bosler in Berlin zum Mitglied und an dessen Stelle den Ministerialrat Drück in Berlin zum stellvertretenden Mitglied des Verwaltungsrats der Dentschen Reichspost ernannt.
Hannover. [95111]
Für die offene Handelsgesellschaft Franke & Co., Tuchgroßhandlung üt Hannover, Münzstr. 7 a, wird heute, amit 6, Februar 1928, 11 Uhr, zur Abweni dung des Konkurses das Vergleichsver: fahren eröffnet. Der Geschäftsführet E, Wedekind in Hannover, Rathenau play 5, wird zum Vertrauensmann hw stellt. Termin zur Verhandlung übér den Vergleihsvorshlag am 22. Februa! 1928, 9 Uhr, Am Justizgebäude [, Zimmer 32, Erdgeschoß. Der Antra/ auf Eröffnung nebst Anlagen und das Ergebnis etwaiger weiterer Ermitl lungen Liegt auf der Geschäftsstelle 1211
Der Reichsgerichtsrat Lo renz ist zum Senatspräsidenten heim Reichsgericht ernannt worden.
Der Senatspräsident beim Neichsgericht Dr. Flad ist von dem Amt eines richterlihen Mitglieds des n ings-
N Eo Ne rihierliches Mitglied des fungsgerichis beim Reichstag Amtsgeriht Hannover. ist der Reichsgerichtsrat Dr. Boos nd als stellvertretendes
chterlihes Mitglied der Reich8gerichtsrat Dr. Nieland be-
Waren, (511 Mstellt worden.
Ueber das Vermögen der Frau Regina Kesstecher, geb. Rosenbaum, zu ren, Funhaberin dexr Firma R. Ke steher, Schuhwaren und Bekleidung, hier, Lange Straße 27, wird mit dem 4.2, 1928, vormittags 11 Uhr, das Vet- aleihsverfahren zur Abwendung ded Konkurses eröffnet. Termin zur Ver- handlung über den Vergleichsvorsclag der Schuldnerin am 83. März 199,
gleichem Titel erneut zugelassen. i . Kaub an Dant Dülcine e ub M 3. Nr, 13 853 vom 6, Oftober 1926 „S@hlesierland“ ab
9 i i 27. Januar 1928 ungültig. Am 192. Januar 1928 unter Nr. 17 898 d j a S d und Titel „Sthlesien® erneut gien, : 4, Nr. 17 658 vom 20. Dezember 1927 „Der große Sprung“ ab 29. Januar 1928 ungültig. Am 14, Januar 1928 unter Nr. 17 914 ünd gleihem Titel erneut zugelassen.
9. Nr. 17401 vom 23. November 1927 Fischfang auf dem Werbellinsee®“ ab 4. Februar 1928 ungültig, Am
Mut 1928 unter Nr. 17 964 und gleichem Titel erneut zu- en.
6, Nr. 17759 vom 30. Dezember 1927 „Geheime Macht*
db 9, Februar 1928 ungültig. Am 2. Januar 1928 unter Nr. 17 973
Und gleihem Titel erneut zugelassen. -
7, Nr. 17 485 vom 1. Dezember 1927 „Vor spann: Charlie
Chaplin im Zirkus" ab 12, Februar 1928 ungültig, Am
E Fanuar 1928 unter Nt. 18 048 und gleichem Titel erneut zu- N: 5
l 8. Nr. 14819 vom 24. Januar 1927 „Artistenliebe® ab
2. Februar 1928 ungültig. Äm 28. Januar 1928 unter Nr. 18 034
Und gleihem Titel erneut zugelassen.
2 9, Nr, 17331 vom 31. November 1927 „Das Wunder von onnersreuth“ durch Widerruf vom 4. Februar 1928 ungültig.
Verlin, den 8. Februar 1928.
Der Leiter der Filmprüfstelle, Mildner.
Ungültige Zulassungskarten.
1. Nr. 17411 vóm 7. Dezember 1927 „Maria Stuart I, Téil* ab 26, Januar 1928 ungültig. Am 11. Januar 1928 unter Nr. 17886 und gleichem Titel erneut zugelassen.
2. Nr. 17622 vom 17. Dezember 1927 „Luther“ ab 26. Ja- nuar 1928 ungültig, Am 10. Januar 1928 unter Nr. 17863 und
Berlin. [95113] Das Vergleichsverfahren zwecks Ab: wendung des Konkurses über das Ver mögen des Kaufmanns Cäsar Kaspar Lippmann in Berlin, Hoher Stein weg 6/7, ist nah bestätigtem Zwangé vergleich aufgehoben worden. Amts3geriht Berlin-Mitte, Geschäftsstelle 84, d. 4. 2, 1928.
Erfurt. [95114]
Jun dem Vergleihhsverfahren zur Ab ang des Konkurses über das Vet mögen der Firma H. Schloß 1, G. b. H. in Erfurt, ist Termin zur Gläw bigerversammlung zwecks Aufklärung der Umstände, die den Vermögensver- fall genannter Firma herbeigefüht! haben, und zur Prüfung der Richtigkeit der Vermögensübersiht auf den 15. F“ bruar 1928, um 11 Uhr, vor dem untel- zeichneten Gericht, Zimmer 73, bestimnil,
Erfurt, den 3. Februar 1928.
Die Geschäftsstelle des Amtsgerichts.
Stettin, [95116] Das Vergleichsverfahren zur Ahwen- dung des Konkurses Uber das Vermöge! des Kaufmanns Alfred Shumann, Jn. der Firma Schumann-Werk, Schoko laden, Kakao, Bonbons, Dragees, Ko!’ fitüren in Stettin, Turnerstr. 39/409 wird aufgehoben, nahdem ein Verglei geschlossen und dieser bestätigt worden isl Stettin, den 4. Februar 1928, Das Amtsgericht. Abt. 6.
Preußen.
Ministerium füx Landwirtshaft, Domänen und Forsten. , Die Wahl des ordentlichen Professors, Geheimen Re- ‘rungsrats Dr. Gustav Fil er zum Rektor Landwirt- l astlichen Hochschule in Berlin für die Amtszeit vom 1. April 2 bis 31, März 1929 ist bestätigt worden.
Blankenhain, Thür. (95116)
Die Geschättäaufsibt über das Ver mögen der Firma Harf & Veit G. b. H. in Bad Berka ist infolge ZwangÞ veraleichs beendet. g Blankenhain, den 30, Januar 192°.
Die Obérförsterstellen Altru pin im Regierungs-
let Potsdam und Kuhstedt im Regierungsbezirk Stade sind
B 1. April 1928 zu besegen. Bewerbungen müssen bis zum ‘ Februar 1928 eingehén. :
Thüringisches Amtsgericht. T TREA
Alle Postanstalten nehmen rlin für Selbstabholer auch die Geschäftsstelle
Einzelne Nummern kosten 30 #/, einzelne Beilagen kosten 10 Ay Sie werden nur gegen bar oder vorherige Einsendung des Betrages
gerihis beim Reichstag entbunden. worden. Als weiteres
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Anzeigenpreis für den Raum einer fünfgefyaltenen Petitzeile 1,05 4
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espaltenen Einheitszeile 1,75 #KÆ telle Berlin 8W. 48, Wilhelmstraße 32. [0e au? einseiti nsbesondere ist darin au anzugeben, welhe W dru ck (einmal unterstrihen) oder durch strichen) Ta werden sollen.
vor dem Einr
Anzeigen nimmt an die Alle Druckautkträge beshriebenem Papier Bs druckreif einzutenden,
orte etwa durch Sperr - ettdruck (zweimal unter- Befristete Anzeigen müssen 3 Tage ckungstermin bei der Geschäftsstelle eingegangen sein.
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Verlin, Donnerstag, den 9. Februar, abends.
Nichtamtliches.
Deutscher Reichstag. 375, Sizung vom 7. Februar 1928. Nachtrag.
Die Rede des Reichsjustizministers H ex gt zur Aende- rung des Mieterschußgeseßes hat nah dem jeßt vorliegenden Stenogramm folgenden Wortlaut:
Meine Damen und Herven! Der Herr Abgeordnete Lipinski hat gerade keine freundliche Stellung zu dem Mietershußgeseb- entwurf eingenommen — ja, angesichts seiner Shlußworte darf ih wohl sagen, er hat kein gutes Haar an diesem Entwurf gelassen. Er sieht lauter Bedenken, lauter Gefahren, die er sih konstruiert, in tausendfacher Vergrößerung, und er sieht die Vorteile, die auch von seinem Standpunkt aus in diesem Entwurf zu finden sind, überhaupt nicht, er will sie eben niht sehen. Es ist die reine Kampfstellung, die er einnimmt, und bei dieser Kampsfstellung lôßt der Herr Abgeordnete Lipinski und lassen so viele draußen im Lande den vorliegenden Geseyentwurf voll- kommen beiseite. Es ist der Kampf um die großen programma- tischen Gesichtspunkte, um die Frage: hie Wohnungszwangs- wirtshaft — hie Wirtschaftsfreiheit, Eigentum! Das sind die Dinge, die die großen Gegensäße in unserem Vaterlande hervor- gerufen haben, und dieser Dinge hat sich nun eine lebhafte Agitation bemächtigt. L
Meine Damen und Herren, es ist überaus leicht, die Mieter, die schon ohnedies in unserem Vaterlande so schwer unter der Wohnungsnot leiden, noch mehr zu verängstigen, aufzuregen und zu beunruhigen. (Zuruf links: Das tun Sie ja. gerade!) — Jh möchte meinen, daß es doch wohl von anderer Seite geschieht. Die Regierung hat stets alles getan, um zur Beruhigung der Gemüterx beizutragen. — Dié Folge fener Agitation ist natürlich, daß jeßt draußen die gesamten Mietervereinigungen auf dem Marsche sind. Sie sind eben mobil gemaht! (Zuruf links: Die Hausbesißervereine auch!). Jch habe Hunderte von Eingaben aus Kreisen solcher Mietervereinigungen bekommen, die sich immer — ih wiederhole es — gar niht mit diesem Geseyentwurs und seinen einzelnen Vorschriften beschäftigen, sondern lediglih in den großen programmatischen Fragen eine Kampfstellung ein- nehmen. Es wurde mir eben zugerufen, auf der anderen Seite, auf der Hausbesißverseite, sei es nicht viel besser. Gewiß; es ist betrüblich, daß die Agitation auch auf der anderen Seite recht nachdrücklich betrieben wird. Jch habe gestern eine Zählung dex Eingaben aus Hausbesiterkreisen vornehmen lassen; es waren nicht weniger als 619 Eingaben. (Hört, hört! links.) Heute sind schon wieder einige zwanzig hinzugekommen, und so geht es ins Unendliche fort! Dabei handelt es sich um nichts weiter als um einen kleinen Geseßentwurf, der den beiderseitigen Juteressen Rehnung zu tragen versuht. Troydem sind die beiden Fnteressengcuppen alsbald in Kampfstellung getreten wegen der programmatischen Frage: Freie Wohnungswirtschaft oder Zwangswirtschaft? Das bedeutet eine glatte Verschiebung des Themas, mit dèm wir uns heute zu beschäftigen haben; das bedeutet absolute Einseitigkeit und enthält eine starke Ueber- treibung. Jch bedauere, daß in dem Kampf um die Gestaltung des Wohnungswesens immer wieder diese agitatorishen Momente hineingetragen werden. Leidet unser deutsches Volk nicht schon shlimm genug unter den gegenwärtigen Wohnungsverhältnissen? Müssen wir neben der Geißel, die das Schicksal in Gestalt der Wohnungsnot über uns s{chwingt, auch noch die Geißel der Agitation schwingen? (Sehr richtig! rechts. — Zurufe links: Warum bauen Sie dann den Mietershuß ab?) — Ah Gott, Sie behaupten das immer; aber was Sie sagen, entspricht einfa nicht den Tatsachen. Die Tatsachen sprechen eine andere Sprache. Die Reichsregierung gibt sich jedenfalls alle Mühe, diesen Schwierigkeiten Rechnung zu tragen und die Gegensäße zu mildern. Sie hat deshalb auch bewußt darauf verzichtet, in dem vor- liegenden Gesegentwurf eine grundsäßliche Entscheidung zu suchen. Hier handelt es sich niht um die großen entscheidenden Fragen der Wohnungszwangswirtschaft, - dex freien Wirtshaft und des
} Privateigentums. Diese Fragen können heute grundsäßlich noch
nicht gelöst werden. ‘Solche Dinge können durch die Geseß- gebung, durch mehr oder weniger theoretische Entscheidungen oder Normierungen niht zu einem befriedigenden Ende gebracht werden. (Lebhafte Zustimmung rets.) Die Entscheidung über diese Fragen vird auf ganz anderen Gebieten ausgetragen; . die
“Entscheidungsshlaht wird auf dem Gebiete des Wohnungsbaues “ geshlagen. (Sehr richtig! rechts.)
“Der Herr Abgeordnete Lipinski hat bereits hervorgehoben, daß der Unterausshuß sich heute zum ersten Male mit den Fragen des Wohnungsbaues beschäftigt hat. „Aodificars necesse est“, um ein altes röômisches Wort zu variieren! Wir müssen bauen,
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bauen und wieder bauen! (Sehr richtig! rets.) Das ist heuts die Aufgabe; das ist das einzige Mittel, mit dem wir weiters kommen können. Da kommt es auf diese grundsäßlihen Meinungsverschiedenheiten überhaupt nicht an; da nüßt es nichts, im Lande draußen eine künstlihe Agitation hervorzurufen und zu shüren. Jh bin wahrhaftig ein überzeugter Anhänger der Auffassung, daß die Wohnungszwangswirtschaft wie jede Arb Zwangswirtschaft ein Uebel für unser deutsches Volk ist. (Sehe wahr! rets.) J bin ein absoluter Anhänger der Ansicht, daß die Wohnungszwangs®8wirischaft je eher desto besser beseitigt werden muß. Aber das hindert mich nicht, anzuerkennen, daß untex den heutigen Verhältnissen auf dem Wohnungsmarkt an einen radikalen, plößlihen Abbau der Zwangswirtschaft nichb gedacht werden kann. Das“ muß den Vermietern, den Haus besißern gegenüber in aller Offenheit festgestellt werden. Dis Reichsregierung hat Jhnen einen Geseßentwurf vorgelegt, dex durchaus die Mitte zwishen den beiderseitigen Jnteressen hält. Daraus ergibt sich auf der anderen Seite, daß die A es ablehnen muß, das Notrecht auf dem Gebiete der Wohnun zwangs8wirtschaft zu verewigen.
Der Herr Abgeordnete Lipinski hat auf einen Antrag derx Sozialdemokratie hingewiesen, in dem die alsbaldige Einführung eines sozialen Mietrechts und eine Aenderung der mietreht- lichen Vorschriften des Bürgerlichen Geseybuches gefordert wird, Auch über diese Frage kann heute noch nicht entschieden werdenz dazu ist die Zeit noch niht reif. Die Reichsregierung verkennb nicht, daß hier vielfach begründete Klagen bestehen, daß namentlich die geseulihe Regelung - des bürgerlichen Mietrehts oftmals durch Parteivereinbarungen in einem Maße abgeändert worden ist, daß von der geseßlichen Regelung nicht viel übrigblieb. Die Reichsregierung ist sich durchaus darüber klar, daß der Staat, dem. die Gesundheit und das körperliche und sittliche Wohlergehen der Bevölkerung am Herzen liegen muß, diese Fragen auch unter sozialen und hygienischen Gesichtspunkten zu prüfen hat. Aber zu einer Dauerregelung, zu einer Aenderung des allgemeinen bürgerlihen Rechts ist die Zeit heute noch nit reif. Wir befinden uns jeßt noch in pöllig anormalen Wohnungsverhält- nissen. Darum muß das alles heute noch vertagt werden.
Jch habe im Aus\schuß hervorgehoben, daß bereits vor Ves ginn des Krieges Untersuhungen nah der Richtung eingeleitet worden sind, ob das bürgerliche Mietreht unverändert beibehalten werden kann. Jch habe weiter gesagt, daß diese vorbereitenden Arbeiten ständig fortgeseßt werden. Aber ih wiederhole; zuw grundsäßlichen Entscheidungen ist heute noch keine Möglichkeit gegeben.
Auf diesem Standpunkt steht der Entwurf, und deshalb hat er genau in der Mitte zwischen den beiderseitigen Jnteressen (Lachen links) eine Regelung vorgeschlagen, wie sie für die gegenwärtigen Verhältnisse das Gebotene erscheint: also keine Operation, sondern mildernde Mittel, die beiden Seiten zugute fommen.
Um was handelt es sich denn bei dem Geseßentwurf? Wir haben das materielle Mieterschußrecht — das kann gar nicht oft genug betont werden — vollkommen unberührt gelassen. Sie wissen, daß im Geseß die Anordnung von Lodterungsmaßnahmen den Ländern überlassen ist. Der Entwurf ist bei diesem Grunds- say verblieben: Lockerungsfragen gehören in “ die Landtage. Warum? — Das hat seinen guten Grund. Der Herr Abgeords nete Lipinski hat vorhin in Erwiderung auf einen Zwischenruf erklärt, daß auch das Reich berufen sei, sih mit der Frage der Lockerung des Mieterschußes von sich aus zu befassen. (Abgeord neter Lipinski: Das habe ih aber nicht behauptet!) Nein, meine Damen und Herren, wir haben bewußt, und zwar aus gerecht» fertigten Gründen, den Erlaß von Lockerungsanordnungen nah wie vor den Ländern überlassen. Wir stehen den Verhältnissen, wie sie sih- in dem einzelnen Lande entwidckeln, viel zu fern, und eine Regelung durch das Reich würde eine Zentralisierung bes deuten, wie sie gerade von der Linken so oft als unzweckmäßig bekämpft worden ist. Bei der Verschiedenheit der Verhältnisse in unserem Vaterlande sind nur die Länder imstande, zu unters fuchen, was im einzelnen Bezirk und für die einzelnen Arten von Mieträumen rechtens sein kann und was für Locerungen vors genommen werden können und sollen. Wir haben infolgedessen, hier lediglich Uebergangsvorschriften für den Fall treffen können, daß in einem Lande solche Lockerungsvorschriften erlassen werden,
Meine Damen und Herren, diese Uebergangsvorschriften sind — das muß auch der Herr Abgeordnete Lipinski zugeben — durchaus mieterfreundlih. Jch habe das bereits bei der ersten Lesung des Gesehentwurfs hier im Hause hervorgehoben. Wir haben die Kündigungsverhältnisse verbessert, haben die Räus mungsfrist auch für gewerbliche Mieter eingeführt und die Aufs vechmnung von Gegenforderungen auch bei abweichender vertrag-