1905 / 296 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 16 Dec 1905 18:00:01 GMT) scan diff

Auf Jhren Bericht vom 27. November d. J. will Jch der Staatseisenbahnverwaltung für die von ihr herzustellende und zu betreibende elektrishe Starkstromleitungsanlage von Altona nah Barmbek das Enteignungsrecht zur Entziehung und zur dauernden Beschränkung des Grundeigentums, welches nach dem von Jhnen festzustellenden Plane im preußischen Staats- gebiete erforderlich is, nah Maßgabe der geseßlihen Bestim- L hiermit verleihen. Der vorgelegte Plan folgt anbei zurü.

Neues Palais, den. 6. Dezember 1905.

Wilhelm R. von Budde.

An den Minister der öffentlichen Arbeiten.

Finanzministerium.

Das Katasteramt Husum im Schleswig ist zu beseßen.

Negierungsbezirk

Ministerium für Landwirtshaft, Domänen und Forsten.

Dem Förster Liehr in Worbis, Oberförsterei Worbis, M R Erfurt, ist der Titel Hegemeister verliehen worden.

Kriegsministerium.

Der Militärintendanturreferendar Orlowsky von der Intendantur des XV. Armeekorps ist unter Ueberweisung zu der Korpsintendantur des X. Armeekorps zum etatsmäßigen Militärintendanturassessor ernannt worden.

Fustizministerium.

Dem Oberlandesgerichtsrat, Geheimen Justizrat Ecker§ in Cöln und dem Amtsrichter Bechly in Treuenbriegen ist die nachgesuchte Dienstentlassung mit Pension erteilt. /

Verseßt sind: der Amtsgerichtsrat Richter in Schwerin a. W. nah Lauban, der Amtsrichtec Balszus in Hohen- salza nah Posen und der Amtsrichter Linz in Völklingen als Landrichter nah Saarbrücken.

Der Amtsgerichtsrat Schmid in Westerland scheidet infolge seiner Zulassung zur Rechtsanwaltshaft aus dem Zustizdienst.

Dem Notar, Justizrat Altenberg in Barmen ist die nahgesuhte Entlassung aus dem Amt erteilt.

Der Rechtsanwalt Kalker in Kempen a. Rh. ist zum Notar ernannt.

In die Liste der Rechtsanwälte sind eingetragen: der Rechtsanwalt Dr. von Swinarski aus Czarnikau bei dem Amisgericht in Hohensalza, die Gerichtsassessoren Dr. Kirsch - baum bei dem Oberlandesgericht in Frankfurt a. M., Dr. Starke bei dem Landgericht T in Berlin, Jabkowski bei dem Amtsgericht in Rixdorf und Mau bei dem Amtsgericht in Sonderburg.

Die Landgerichtsräte Hodler in Hechingen und Wil- helmy in Wiesbaden, die Amtsgerichtsräte Moxter in Wetlar- und Burchardt vom Amtsgericht IT in Berlin, [owie der Rechtsanwalt und Notar Scholz in Niesky sind ge- torben.

Personalveränderungen.

Kaiserliche Schußztruppen.

Durch Verfügung des Reichskanzlers (Oberkommando der Schuttruppen). 4. Dezember. Colleck, Unteroff. der Res, mit dem 11. Dezember 1905 in die Schußtcuppe für Südwest- afrika übernommen und unter gleichzeitiger Beförderung zum Feldw. mit Wahrnehmung einer Proviantamtsassistentenstelle beauftragt.

Nichtamlliches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 16. Dezember.

Die vereinigten Ausschüsse des Bundesrats für Zoll- und Steuerwesen und für Handel und Verkehr hielten heute eine Sißung.

Der Königlih s{chwedishe Gesandte Graf Taube hat Berlin verlassen. Während seiner Abwesenheit führt der Legationssekretär Baron de Beck-Friis die Geschäfte der Gesandtschaft.

Der Regierungsassessor von den Brincken, bisher bei der Königlihen Änsiedlungskommission in Posen, ist der Königlichen Regierung in Posen, der Regierungsassessor Nastell aus Königsberg der Königlichen Regierung in Trier zur weiteren dienstlihen Verwendung überwiesen, der Re- gierungsassessor Buderus von Carlshausen in Belzig dem Landrat des Kreises Sorau und der Regierungsassessor Freiherr von Steinaecker in Sorau dem Landrat des Kreises Hörde zur Hilfeleistung in den landrätlichen Geschäften zugeteilt worden. :

Die Regierungsreferendare von Anker aus Magdeburg,

ohberg aus Oppeln und Graf von Hohenthal aus R dan haben die zweite Staatsprüfung für den höheren Verwaltungsdienst bestanden.

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M. Flußkanonen- boot „Tsingtau“ vorgestern in Wutshou am estfluß ein- getroffen und gestern von dort flußabwärts nach Sanschui

gegangen. : i: S. M. S. „Seeadler“ ist gestern von Daressalam nah

Kilwoa—Kiwindje in See gegangen.

Dentsche Kolonien.

Der Kommandant von S. M. S. „Thetis“ meldet, „W. T. B.“ zufolge, aus Daressalam in Deutsch-Ostafrika: S. M. S. „Bussard“ hat in Daressalam Reparatur.

ments werden dahin l arie daß beseßt: Oberleutnant von Heyde - kfampf—Lindi, berleutnant zur See Wachtel—Kiswere, Hauptmann von Schlichting—Kilwa-Kiwindje. Der Haupt-

mann selbs kommt nach Daressalam ¿u meiner Verfügung. Im Hinterland von Lindi haben Kämpfe stattgefunden. Ein Telegramm aus Windhuk in Deutsh-Südwest- afrika meldet folgende Verluste: Leutnant der Reserve (Kriegsfreiwilliger) Dreyer, früher im Fnfanterieregiment Nr. 43, wird seit dem 25. November bei Aukam vermißt und ift als sicher tot anzunehmen. Am 8. Dezember sind bei Sandfontein gefallen: Gefreiter Friedri Webel, geboren am 186. 1. 1883 zu Trebit, früher im öniglih sähsishen 2. Ulanenregiment Nr. 18 (Herzshuß); Neiter Wilhelm Föckel, geboren am 8. 8. 1882 zu Ernsthofen, früher im Fnfanterieregiment Nr. 117 (Brustschuß); Reiter Konrad Hilger, ge- boren am 27. 12. 1879 zu Leiselheim, früher im Infanterieregiment Nr. 117 (Kopf\chuß); Reiter Richard, Wolf, geboren am 26. 2. 1882 zu Geising, früher im Infanterieregiment Nr. 32 (Brustshuß); Reiter San) Brüssau, geboren am 17. 10. 1882 zu Firhau, früher im ürassierregiment Nr. 5 (Brustshuß). Verwundet wurde Reiter Robert Schm idt, geboren am 19. 2. 1882 zu Halle a. S, früher im Köntglih sächsischen 1. Ulanenregiment Nr. 17 (Fleishs{chuß in rechten Unterarm).

i

Oesterreich-Ungarn.

Der ungarische Ministerpräsident Freiherr Fejervary ist gestern vom Kaiser zweimal in Audienz } empfangen worden. Laut Meldung des „W. T. B.“ traf der Kaiser die Ea, daß der am 19, d. M. zu- sammentretende ungarische Reichstag vertagt werde. | Das ósterreihishe Abgeordnetenhaus seßte gestern | die zweite Lesung des Budgetprovisoriums fort. | Nach dem Bericht des „W. T. B.“ wies der Berichterstatter | von Skene auf den Niedergang des Parlamentarismus hin. Zacek | (Tscheche) erklärte, an den traurigen parlamentarischen Verhältnissen | seien die unbilligen Vorrechte der Deutshen und die Schmerlingsche | Wahlordnung \{uld. Oesterrei werde wieder aufblühen, wenn allen Nationalitäten Gerechtigkeit widerfahre. Holansky (Tscheche) trat | für Herstellung des nationalen Friedens ein. Der Ministerpräsident Freiherr von Gautsch wies den Vorwurf zurück, daß die Regierung | daran {Guld set, Ls nit das Budget, sondern ein Budgetprovisorium | beraten werden müsse, indem er betonte, daß das Parlament in diesem | Jahre dreimal zu längerer Tagung einberufen worden sei. Die Re- Cetuna sei bereit, für die Beamtenschaft, deren Pflihteifer und | üchtigkeit hohe Anerkennung verdiene, alles mit den Verhältnissen | der Staatsfinanzen Vereinbare zu tun: Sie werde aber gewisse, er- | freuliherweise nur vereinzelt aufgetretene Erscheinungen nit dulden, daß nämli Beamte außerhalb des Dienstes, gerade wenn es si | um Angelegenheiten ihres Verhältnisses zum Staate handelt, vergessen, ; welche Pflichten sie als Staatsbeamte zu erfüllen haben, namentli | denjenigen gegenüber, zu welhen sie in disziplinarem Verhältnis | stehen. Der Ministerpräsident stellte mit freudiger Genugtuung fest, | daß Worte gesprohen worden seien, die bewiesen, daß eine gewisse | Friedensstimmung namentlich unter den in den Sudetenländern ane | sässigen großen Volksstämmen bestehe. freuliherweise eine Verständigung zuslande

gekommen set, die | Ausführungen der Tshechen Zacek und Holansky gewisse Hoffnungen

reformvorlage im Februar vor das Haus bringen. Die bisherigen Ein- wendungen könnten die Regierung in dieser Absicht nicht er- \hüttern; die Regierung brauhe die Wahlreform zur Neubelebung des parlamentacishen Lehens und hoffe, daß dieses Mittel

flärte {serner, daß nah Mafigabe des Fortschritts der Arbeit auch die leßter Zweifel Über die Durchführung der Wahlreform geschwunden

Frankreich.

mit der Schweiz an. / E Die Deputiertenkammer nahm in der gestrigen Vor-

treffend die Schiffahrtsprämien, wieder auf.

Dem Bericht des genannten Bureaus zufolge hieit der Deputierte Thierry cine Rede, îa Ä ( empfahl und erkläcte, daß die italienishe Handels\chiffahrt in fort- shreitender Entwicklung begriffen sei, seitdem die Regierung fie zum Gegenstande ihrer Fürforge gemacht habe. Derselve Vor- gang vollziehe h in Deutschland. Thierry verlas einen volkswirtschaftlihen Artikel, in dem festgestellt wird, daß Deutshland seinex Handelsmarine Subvention gebe, und {loß mit der Ausführung, daß diese Prämien eine Ausgabe von jährlich 20 Millionen erfordern würden, andererseits aber Frankreich von einer täglihen Ausgabe von 1 Million für Frachten befreien würden, die man an das Ausland zahlen müsse. Die Fortseßung der Beratung wurde hierauf vertagt.

Jn der Nachmittagssizung dec Deputiertenkammer wurde die am 8. Dezember abgebrochene Beratung der Jnter- pellation über die Arbeitsbörse fortgeführt.

Zunächst seßte Jaurès (Soz.) seine Rede bom vergangenen Freitag fort, in der er. zulegt über die Bo!schaft des Präsidenten Noosevelt, betreffend die Konferenz im Haag, gesprochen hatte. Er gab feinem Erstaunen darüber Ausdruck, daß die für internationale Sghiedssprüche eintretenden Politiker verspottet würden, und daß man den Präsidenten Roosevelt bei seinen Bemühungen zu entmutigen suche. Er, Redner, würde es freudig begrüßen, wenn man eine Ein- \{ränkung der Nüstungen erlangen könnte, aber der Patriotismus des französishen Proletariats habe immer das doppelte Programm gehabt, die Republik und das Vaterland vor Gefahren zu bewahren. Die Sozialisten bätten die Ideen des Professors E über das Vater- land mißbilligt, aber er, Jaurès meine, daß man nicht das Recht habe, ihn aus der \ozialistischen Partei auszuschließen und ihn zu hindern, seine Ansichten üver das Vaterland vorzubringen. Je revolutionärer die Arbeiter seieà, um so mehr würden sie die Notwendigkeit be- greifen, die nationale Unabhängigkeit, die für die Freiheit unentbehrlich sei, zu wahren. Man dürfe die Worte von Arbeitern, die das

das Vaterland verteidigen; aber sie werde sich nicht dumm machen lassen von denen, die den Vaterland8gedanken ausbeuteten. Der Redner schilderte dann die neue mactvolle Organifation der Arbeiterklasse, deren Bekundung der Generalstreik sei. Die sozialistische Bewegung sei tiefgehend und notwendig; man werde fie dadur) nit aufhalten, daß man die Arbeitsbörsen unter dem Vorwand \{chließe, anti-s militaristishe Aeußerungen unterdrücken zu wollen. Die Macht des internationalen Sozialismus, so gering sie auch sein möge, sci die einzige, die man dem reißenden Strome des Krieges entgegenstellen könne. Das Unglück von 1870 sei herbeigeführt durch den damals herrshenden knectishen Sinn und dur die Mißachtung der Mahnungen Jules Favres und Jules Simons, die die Gefahr ec-

Nah Jaurès ergriff

Emanzipation Deuts{lands entgeagentrat. rès Er sagte, die Erklärunzen

Deschanel (Republikaner) das Wort.

S. M. S. „Seeadler* wird am 15. Dezember ein kleines Detachement der Schußtruppe noch Kilwa-Kiwindje bringen und dort als Stationär für den Süden bleiben. Die etatsmäßigen Besaßungen der Kriegsschiffe sind um die Mitte des Monats an Bord. Die übrigen Detache-

unzurei(end. Er erinnerte an die

| wegung und fcagte Jaurdòs, ob er glei Bebel die Propaganda gegen

!| die militäris%e Pflicht verwerfe. Um allen Unilarheiten ein Ende zu

| er bezweifle

| unterliegender Akt.

Wenn {on in Mähren er- !

eine Verringerung der Reibungéflächen erhoffen ließe, fo erwedckten die LUSfU D U ! ) | Zahlungen unter 5 Rubel nur flingende Münze als Gegen- für die Zukunft. Der Ministerpräsident erklärte, er werde die Wahl- | Ba) ibaNan, aus den Sparkaffen und der Neichsbank die | Einlagen zurückzuzichen und diese in Gold zu verlangen, und | shließlih Zahlungen für solche Anleihen, die zu einer Zeit

mittagssizung die Beratung über den Geseßentwurf, be- |

ia der er den Gesegentwurf |

Vaterland ableugneten, nicht buhstäblih nehmen; aus ihnen |preche nur ; cine allgemeine Ecbitterung über ihre Lage. Die Aibeiterklafse werde |

kannt hätten, die man lief, indem man der friedlichen nationalen ;

&Faurès? seien, was den Gegenstand der Interpellation felbst angehe, ! antimilitaristishe Be- !

machen, sei eine Antwort von nôten. Jaurès’ Rezepte feien alle Mittelchen, mit denen man Giwpel fange. Der Redner fußbr fort die Universitätsprofessoren solle man Vaterlandsliebe lehren, ehe fie, ihre Schüler unterrichten dürften. Man müsse diese Anhäufung s{cheußliher Sophismen aus dem Wege räumen und die Pro- fessocren, die in jener Art weiter lehren, bestrafen. Alle Teanzolen follten sch heute, wie sie es vor 35 Jahren auf

ambettas Nuf getan, erheben und sich um die Trikolore sharen, um dieser Propaganda, die Frankreich entchre und es vernichten würde, ein Ende zu machen. te Kammer beschloß mit 383 gegen 62 Stimmen, daß Deschanels Nede in allen Gemeinden des Landes anges{lagen werden soll. Berteaux widersprach Deschanel und verglih die kürzlich von ibm gehaltcne Nede mit der gestrigen, die ohne die erstere den Charakter der Heuchelei oder des Schwindels an sich trage. Paul Constans beantragte das Anschlagen der Nede von Berteaux. Der Antrag wurde mit 284 gegen 202 Stimmen abgelehnt und die Sißung auf heute vertagt.

Der japanische Gesandte Dr. Motono teilte, „W. T. B.“ zufolge, dem Ministerpräsidenten Rouvier mit, daß die foreanishe Gesandtschaft aufgehoben worden sei, da Japan als Protektor Koreas die Vertretung aller foreanischen Jnteressen in Frankreich übernehme. Der Ministerpräsident Rouvier erklärte dem Gesandten Motono, daß er den französishen Geschäftsträger in Söul

demnächst abberufen werde.

Rußland.

Der Kaiser empfing vorgestern, wie die „St. Peters burger Telegraphenagentur“ meldet, Abordnungen des Ver- bandes russisdér Leute, des Verbandes der Großgrundbesigzer, der Monarchisten, des Kirchenbannerträgervereins und des Vereins freiwilligen Schußes sowie einige Bauern, die sämtlih Adressen überreichten. Der Kaiser hielt an die Abordnungen eine Ansprahe, in der er erklärte, niht, ergebene Söhne Rußlands vor sih zu sehen, die den von ihm vorgezeichneten Weg gehen werden. Das Manifest vom 30. Oktober sei volle Auf-

! rihtigkeit, der Ausdruck seines unabänderlichen, un-

beugsamen Willens und ein keiner Abänderung i Zur shnelleren Verwirklihung der Reformen sei die Einbürgerung von Ruhe und Ordnung durch Gerechtigkeit, Strenge und Festigkeit erforderlih. Dabei müßten alle Bürger die Obrigkeit und den Kaiser unterstüßen.

Der Staatsrat hat, nach einer Meldung des „W. T. B.“, beschlossen, das Marinebudget für 1906 um 38 Mil- lionen Rubel zu vermindern. Diese Ersparnisse sollen besonders an den Neubauten erzielt werden.

Der Arbeiterdeputiertenrat, das Hauptkomitee des Bauernkongresses, das Zentral- und Organisations- kfomitee der sozialdemokratishen Arbeiterpartei und das Zentralkomitee der Partei der Sozialrevolutionäre haben, derselben Quelle zufolge, ein Manifest ver- öffentlicht, in dem nah einer Kritik der Regierung und der wirtschaftlihen Lage erklärt wird, keine Ablösungszahlungen und andere Staatssteuern zu entrichten, bei Kaufabschlüssen und Lohnzahlungen nur Gold, bei

abgeschlossen wurden, als sih die Regierung in offenerr Kampf

| j zu dem gewünschten Ziele Führen werde. Der Ministerpräsident er- gegen das Volk befand, nicht zuzulassen.

Das Bureau des Moskauer Semstwokongresses

L ) e ¡ hat die Antwort des Ministerpräsidenten Grafen

seien. Die Regierung erwarte das Urteil des Hauses darüber. Der | Witte auf eine ihm überreihte Denkschrift erhalten, die

Ministerpräsident bat {hließlich um Annahme des Budgetpcoviforiums. | im Ministerrate beraten worden ist.

| So 7 dem Beschluß, daß seine Aufgabe in erster Reihe

; __| die Erfüllung des Der Senat nahm gestern, nah einer Meldung des | v f Ü tds

„W. T. B.“, den Geseßentwurf über das Zollprovisorium | ausgedrücten Kaiserlichen

Der Ministerrat kam

im Manifest von 30. Oktober Willens sei. Daher könnten Nesolutionen ausgedrückten

die in BVittgesuhen und

Wünsche, wenn sie über die Grenzen des Manifestes hin-

| ausgehen, keine Berücksichtigung finden. Ebensowenig könnten | vor dem Zusammentritt der Reihsduma solhe Maßnahmen ! verwirkliht werden, die von prinzipieller Bedeutung seien und | das An ehen der Reichsduma beeinträchtigen könnten. Aller- ! dings schließe das nicht die Festsezung zeitweiliger Bestimmungen | zur Sicherung der am 30. Oftober gewährten Freiheiten aus. | Die andauernden Wirren, der Aufstand und das offene revolu- ' tionäre Vorgehen gegen die Staatsgewalt und gegen die | Integrität des Reichs gestatten der Regierung nicht, von der | Anwendung von Ausnahmemaßnahmen in einzelnen Gegenden | abzusehen. Was die Frage der Unterstüßung der Regierung | durch die eine oder andere Partei betreffe, so sei die Re- | gierung in diesem Augenblick nur darum besorgt, daß die ge- | sellshaftlihen Gruppen sich Rechenschaft geben, zu welchen ' Folgen ihre Abneigung, die Staatsgewalt zu unterstüzen, | führen könne. | Wie das „W. T. B.“ aus Bobrink (Gouv. Minsk) | meldet, ist die am 3. d. M. unter den Mannschaften des | Disziplinarbataillons begonnene Gärung am 7. Dezember in | eine offene Meuterei ausgeartet. Von vier Kompagnien hat ! nur eine an der Meuterei nicht teilgenommen. Durch Zu- | reden der Vorgeseßten is es scließlich gelungen, | die Meuterer zu veranlassen, daß sie die Waffen | streckten. Die in den leßten Tagen verbreiteten Meldungen, | daß die Stadt Jrkutsk in Flammen aufgegangen sei, daß in | Charbin Kämpfe stattgefunden haben zwishen treuen und | meuternden Truppen, daß in Wladiwostock abermals eine ! Meuterei unter dem Militär ausgebrochen sei, daß Charkow | und Jelissawetgrad in Flammen ständen, bezeichnet die F „Sl Petersburger Telegraphenagentur“ als erfunden.

Ftalien.

| Die Deputiertenkammer sehte gestern die Beratung | des handelspolitishen modus vivendimitSpantien

fort.

Nah dem Bericht des „W. T. B.“ befürwortete der Minister des Aeußern Tittoni die Vorlage und legte dar, daß die Regierung feine ihrer Pflichten versäumt und die großen Interessen des Landes

im Auge behalten habe. Türkei.

Nach einer Meldung des „Wiener Telegr.-Korresondeny- Bureaus“ erhielt der öjterreichishe Botschafter Freiherr von | Calice gestern naht eine Note der Pforte zugestellt, 1n der diese das Finanzreglement ohne besondere Mod1- fikationen annimmt, aber auf ihr früheres Verlangen, be- | trcffend die Zollerhöhungen um 3 Proz. zurückkommt. Hierüber | fand heute eine Bésprehung der Botschafter statt, | Grieenland.

Die Rede, die der rumänische Minister des Auswärtigen | Lahovary jüngst über die Beziehungen zu Me

| [and im Senat gehalten hat, hat in Athen, wie „W. T

Mgesättigter Lösung, z. B. eines Salzes, das Salz beim Abkühlen

berichtei, einen peinlichen Eindruck hervorgerufen we sharfen Tones des Redners und der Hartnäigfeit vit CUAE

der Minister an dem Zusammenhang der Vorkommnisse i Mazedonien und der Vorgänge, die gu der Abreise des Ben Gesandten in Bukarest geführt haben, festhält. Es wird als unrichtig bezeichnet, daß die Vertreter der Mächte bei der Re- gierung in Athen Vorstellungen zu Gunsten der Rumänen in Mazedonien gemacht hätten. . Man erklärt die angeführten Vor- fommnisse, die durh Griechen veranlaßt sein sollen, für Er- findungen, besonders die Gewalttätigkeiten, die der Geistlichkeit zu- geshrieben werden. Man würde ih nicht einshüchtern lassen und fortfahren, seine Fürsorge denen zuzuwenden, die darauf Anspruch hätten; ebenso würde man au weiterhin zu dem Reform- und Beruhigungswerk der Mächte beitragen, indem P der rumänischen Repressalien eine ruhige Haltung

¿ Serbien. n Stelle des zurückgetretenen Ministers Zujowit

is, dem „Wiener Dl pa erepon b Mole der bisherige Kriegsminister Oberst Antonitsch mit der Leitung des Ministeriums des Aeußern betraut worden.

Parlamentarische Nachrichten.

Der Schlußbericht über die gestriae Sißung des Neichs- tags befindet sih in der Ersten und A wêitén Bailtge, ie

Nr. 52 des „Zentralblatts für das Deutsche ih“ herausgegeben im Reichsamt des Innern, vom 15. Bee Li folgenden Inhalt: 1) Konsulatwesen: Ermächtigung zur Vornahme von Zivilstandsakten; Etxequaturerteilung. 2) Bankwesen: Status der deutschen Notenbanken Ende November 1905. 3) Zoll- und Steuerwesen: Zollbehandkung der von der Weltausstellung in Mailand im Jahre 1906 zurückgelangenden Ausstellung8güter. 4) Handels- und Gewerbewesen : Bekanntmachung, betreffend Ab- O nee 1D EN p die Prüfung der Tierärzte. Vom

; e 5. olizeiwesen: Auéweis Aus[lä 11 Led MeiWsadbiet. ¿eiwesen: Auéweisung von Ausländern

Kunst und Wissenschaft.

7. A. Die Dezemberausstellung im Schulteshen Kunst- salon ist diesmal besonders reihhaltig und vicfseitie e bietet A fast verwirrende Fülle von Erscheinungen. Ueberwiegend sind wieder N und Landschaft, daneben aber wird durch Martin Branden - urg und Hans Unger auch cine phantastishe und märchenhafte Kunst vertreten. Brandenburgs Art, zu hafen, ist bekannt, er versucht, „das mit Worten Unsagbare in Farben und Linien auézudrüden . Den geheimen, dunklen Regungen der Menschen- seele geht er na, suc@zt das Grauen und die Lebensfurcht, die den Einsamen beshleihen, überzeugend darzustellen. Jn früheren Bildern ift es ihm mitunter gelungen, diesen verborgenen Gewalten die im Menschen leben, zwingenden Ausdruck zu geben. Auch diesmal finden sih solche Arbeiten von dämonischer Kraft unter den Zeichnungen. Jn dem Blatt „Zwingende Macht“ etwa, wo die Frau troß inneren Widerstrebens von unwiderstehliher Gewalt in das gespenstische Waldesdunkel hineingetrieben wird. In seinen Gemälden stören eine grelle, unwahre Farbengebung und ein bis in das Theatralische ge- steigerter Ausdruck. Brandenburg entfernt sih gar zu sehr von der ruhigen Wahrheit der Natur, damit verlieren seine Bilder an Interesse sür uns, und seinea Phantasiegebilden wird die Lebensmöglichkeit ent- jogen. Hans Unger hat sich in seinen Arbeiten entschieden von Klinger anregen und beeinflussen lassen, vor allem von den Nadierungen dieses Künstlers. Er erkennt nicht, wie wenig das, was ih für eine lidlidsie r gFgteich ; Ser A ein Gemälde bietet. Am glüdlidsten er Künstler in seinen Phantasielan An De nh eine starke, dekorative Begabung äußert. AMANEe uu dexen m In dem gleichen Saale mit diesen Künstlern ist der Karlsruher Maler Hans von Volkmann mit einer Anzahl seiner Landschaften vertreten, Jhn zeichnet eine ruhige und treue Sachlichkeit aus. Mit inniger Liebe vertieft er sich in die Natur und gibt sie in ihrem Alltagékleid, denn in ihrer stillen Einfachheit ersheint sie ihm am chöônsten. Nirgends sucht er seltsame, fremdartige Beleuchtungen auf, nirgends stilisiert er, mit völliger, reiner Hingabe plegelt er treu das Bild wieder, das er sieht. Darum Ia seine „Arbeiten einen ernsten und \{chlichten Charakter ; er auch die eintönigste Flähe weiß er zu beleben, ganz mit tiefer Stimmung zu durchdringen. Die „Eifellandschaft“, „Das reifende Korn“, „Wetterwolken“ und „Frühling am Bach“ gehören ju den s{önsten unter den Arbeiten. Besonders leßteres ist von einer genherzigen Licblichkeit, die an altdeutshe Kunst erinnert. Neben 3 oikmann ist noch der Engländer O? Lynch of Town mit kleinen zandschaften vertreten, die in der Weichheit und Tiefe der Töne an it gev nis Vel (gus ine größere Anzahl von Bildnissen hat der Münchener Maler Adolf Levier gesandt. In Ueberlebensgröße ales bizarr in L Zeichnung, übertrieben im Ausdruck, wirken diese Porträts, daß a sie fih gut als Zeihnungen im Simplicissimus denken könnte. Bien liegt ihre Hauptshwähe. Das Uebertriebene in diesen de s stceift an die Karikatur, wird zur gesellschaftlihen Satire, berü diefer Technik und in diesem Format doch fremdartig San Der Vorzug der Arbeiten liegt in der meisterhaften fa E chandlung, die Töne sind mit größten Weichheit nebeneinander eri mit raffiniert einfachen Mitteln sind frappante Wirkungen Nttte Durchaus {lidcht und vornehm wirkt übrigens das Bild des R fes Mondini, das die beste Seite von Leviers Kunst zeigt. Auch G beiden kleinen Landschafts\tudien verrät sich ein feiner Ge- d j riß Burger hat ein Kinderporträt ausgestellt, Arbeit t so frisch und lebendig ersheint wie andere seiner aivás Julie Wolfthorn ist mit drei Pastellporträts ver- ind f aus denen ein gesunder Realismus spricht. Vielleicht teristit: ein wenig trivial in der AuffeZaung, aber die kräftige Charak- Bildnisse t sehr wohltuend. S .,-rock-Michael gibt kleine fein E im Kabinettformat, liebenswürdig in der Auffa ung, sehr i aa anmutig in der Ausführung. Es wäre {chön, wenn diese i fd Porträtmalerei, die auch den minder Bemittelten zugänglih ied a fis Se O E eid me ante. Bielleicht 3; e L uge allmählich wieder verwöhnter, soda i Oilde die künstlerise Bescelung verlangt. O E

„In der „Karlsruher Zeitung“ i s

mitgeteilt, die P ruher Zeitung" werden interessante Beobachtungen : / physikalischen Institut der Techni

Do sGule in Karlsruhe gemacht wurden: „Daß T Ves

usfristallifi

ÎT, Fe ert, ift jedermann bekannt. Wer Goethes „Faust“ ias aus weiß auch, daß Fausts Famulus versucht 14:4 ein iner L3\ esen, den Homunculus, durch Kristallifation aus Didterg, g d erhalten natürlich nur in der Phantasie des ur annäh In Wirklibkeit erhält man n ie ein Gebilde, welches auch bidern e ernd einen Lebewesen gleicht, niht einmal cin Bakterium, in flüssig {ließli Kristalle oder, wenn nicht ein fester, sondern s Trbpf Stoff gelöst worden war, kugelrunde, mifkroskopish weben pfen, die, eine Emulsion bildend, in der Flüssigkeit

lischen Institut in Karlsruhe zu dem Ergebni 1 : gebnis geführt, da es SIofe (¿B Schmierseife) gibt, die in erorteiti weichen, ja geradezu flüffigen Kristallen auftreten können, die unter Umständen wie gewöhnliche Kristalle in Form von Würfeln Prismen usw. sih ausbilden, unter anderen Umständen dagegen (z. B: Oberfläche spa ar tgeleßter L die Se und damit die

| nnung zunimmt) in Form von kugelr Ee „Flüssigkeiten. C S euerdings wurden nun fsolche Tropfen beobachtet, deren halten fo sehr an das kleinster Lebewesen erinnert, paß der Beobadbter am Mikroskep glaubt, einen Wassertropfen erfüllt mit lebenden In- een zu sehen, deren Treiben ein derart tolles ist, daß er mit dem S kaum zu folgen vermag. Die Tropfen, die etwa die Konsistenz von livenöl haben, find niht absolut kugelrund. Sie zeigen vielmehr an einer Stelle cine Art trihterförmiger Einsenkung, von deren Mitte ein gerader Strih bis zum Zentrum führt. Mit etwas Phantasie G man siŸ darunter Mundöffnung mit daran #ch anshließendem armkanal vorstellen. Indes erfolgt, um das . Gleihnis aufrecht- zuerhalten, beim Wachstum des Tropfens die Substanzaufnahme an allen Stellen der Obe1 fläche ; das scheinbare Ernährungsorgan funktioniert vielmehr als Fortpflanzungsorgan, wie der Biologe sagen würde. Plöglich sicht man dort einen zweiten Tropfen hervortreten, eine Art Knospe, derart, daß der „Darm“ #ich verlängert bis zum Zentrum dieser Kaospe, welche bald gleihe Größe wie die Kugel annimmt und dann abfällt, eine Art Zellteilung wie bei Jnfu- sorien. Dieser Fall ist indes relativ selten. Gewöhnlih nimmt die Knospe die Form eines Wurms an, welcher ganz wie ein gewöhnlicher Wurm fich krümmt und windet und meist mit blitzartiger Geschwindig- keit zu. einer ungeheuer langen, außerordentlich dünnen Schlange aus- wächst, welche die wurmartigen Bewegungen fortseßt. Faßt man diese Schlange fest ins Auge und versucht sich ihre Gestalt einzuprägen, fo ist sie plößlich mit einem wahrnehmbaren Ruck verschwunden, man fann nicht sagen wohin. Zuweilen kann man aber doch den Vorgang in seinen einzelnen Phasen genau verfolgen. Es kann z. B. fein, daß die Schlange zunächst ebenso wie die Kugelknospe von der Kugel si los- trennt, sodann selbst wieder in mehrere Abteilungen zerfällt, die ih alsdann zu Kugeln kontrahieren; es kann sich auch umgekehrt die Schlange in die Kugel hineinziehen, mit ihr zu einem einheitlihen Tropfen verschmelzen. Derartige Kopulation von Tropfen, d. h. Zu- sammenfließen zu einem einzigen Tropfen mit nur einem scheinbaren Darm, kann au bei beliebigen getrennten Tropfen eintreten. Sehr häufig ist der Fall, daß zunächst eine Kugelknospe entsteht und bei der Trennung derselben eine die beiden Kugeln verbindende SH§lange sich bildet. Nur lehtere wächst, und zwar mit außerordent- lier Schnelligkeit, indem sie an der ganzen Oberflähe Substanz auf- nimmt, aber dennoch nicht dicker wird, sondern sich nur ia die Länge streckt, eine Art des Wachstums, wie sie nit bei Kristallen, sondern nur bei Organismen beobachtet ‘wird. Schlangen können auch ganz von selbst entstehen, auch bilden sich häufig nur kurze bakterienähnliche Stäbchen, die vorwärts und rückwärts kriehen können, ja es zeigen sich Gebilde ganz wie Samenfäden gestaltet mit sehr dünnem, ih verjüngendem Shwanz, der in {hlängelnder Bewegung bleibt, während das ganze Gebilde langsam fortkriecht. Drei Stäbchen können #ch zu einem symmetrischen dreistrahligen Stern vereinigen. Eine Slange fann \fich plöglich in eine Perlenshnur gleich großer Tropfen um- wandeln Ein einzelner Tropfen kann sich von selbst in die Länge Ede und in On Men, E tin solhes. kann eine An- schwellung in der Mitte erhalten (oder deren mehrere

en L D I oa usw. O) A. n

Der Umstand, daß alle diese Prozesse sich in rascher Fo \Meinbar fonstanter Temperatur vollziehen (in Wirklichkeit Sage i bedingt durch die äußerst geringen Temperaturshwankungen infolge der unvermeidlichen Luftströmungen) erweckt den Eindruck, als ob es fch um Lebewesen handle. Tatsächlih handelt es sich um bisher noch niht exrforshte physfikalishe Kraftwirkungen, deren E BAReNs zum Nan der in Organismen stattfinden- 2 orgânge beitragen mag. Eine nähere Beschrei s nächst in den Annalen der Physik eR e 00 a Heut

Land- und Forstwirtschaft. Getreidemarkt in Genua und Savona.

Der Kaiserlihe Generalkonsul in Genua berihtet unterm 9. d. M.: Die Steigerung der Getreidepreise auf dem Getreidemarkte in Genua im September d. J. hat namentlih in der zweiten Hälfte des Monats Oktober d. J. rasche und zum Teil recht bedeutende Fortschritte gemaht. Sie erreihte ihren Höhepunkt in den ersten Tagen des Monats November, dani trat in der Aufwärts- bewegung der Preise _ein recht empfindliGer Rückschlag ein, der während des größten Teils des Monats November anhielt. Erst gegen Ende des Monats kam der Preisrückzang zum Stillstand. In den allerleßten Tagen stockt das Geschäft ganz und gar, da alle Angebote von Rußland ausbleiben. Beim Mais sind im Oktober und, November d. I. keine großen S{wankungen vorgekommen; dec Artikel blieb immer gut behauptet und flaute erst ab, als am 23. No- vember d. J. das rumänishe Maisausfuhrverbot aufgehoben wurde. »__ Ende November d. J. waren folgende Angebote am Markt: Numänischer Cinquantin für Winter- und Frühjahrsmonate unter der Bedingung zeitgemäß troden etwa 16,75—16,50 Fr. cif Genua. Rumänischer Colorfor für Winter und Frühjahrsmonate unter gleicher Bedingung 143—14F Fr. cif Genua. In Platagelbmais t1yetermes sind für Mai/Junt 1906 Verschiffung bereits einige Geschäfte auf der Grundlage 127/¿—124 Fr. abgeshlossen worden.

_, Am 31. Oktober d. J. stellten sich die Getreidevorräte und die Preise für den Doppelzentner in Genua, wie folgt :

Vorräte unverzollt

Weichweizen . 17,75—18,50 Fr.

Hartwoeizen 18,50—22,00

Mats 14'/;—15,25 ,

Hafer . 12 500 13% —14,25

Noggen. 5 000 15,25—15,50 , /

In Savona stellte sih der Preis für den Doppelze iz verzollt auf Lire 25,50—26,50. 9 | Pee Weizen Eingeführ wurden nah Savona 635 dz Weizen. befanden sich dort Ende Oktober d. I. keine Vorräte.

Am 30. November d. I. stellten sh die Getreidevorräte und di Preise für den Doppelzentner in Genua folgenbèrmalien: e und die

Vorräte unverzollt Preise

inländi Weichweizen 18 000 17,25—17,75 Fr. Is Hartweizen. 9500 18,00—20,75 ,

R, O 1400145 Hafer . 7 500 1400—14,50 , Noggen . 2 000 15,50—15,75 , E In Savona war der Weizenpreis 25,50—27,00 Li Doppelzentner verzollt. i E pro Eingeführt wurden nah Savona 994 dz Weizen. befanden \ich dort Ende November d. J. 110 4z Weizen.

24 500 10 500 5 300

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Das 12. (Dezember-) Heft des , Trovenpflanzers i des Kolonialwirtschaftlihen Komitees in Berlin, enthält Aa ten Stelle den Herbstberiht des Komitees aus der Feder des Vorsitzenden Karl Supf über die deutschea kolonialen Baumwollunternehmungen der dez gegenwärtigen Stand diefer für Deutschland wichtigen Schöpfung des Kolonialwtrtschaftlihen Komitees \s{ildert. Nicht weniger als zwei Artikel beschäftigen sich mit der augenblicklich im Vordergrund des fkolonialwirtshaftlihen Interesses stehenden Kaulschukfrage; in dem einen liefert Th. Koshny einen Bet- trag zur Castilloakultur, während John Booth in dem

veröffentliht Dr. R. Hennings einen Beitrag. Dr. E i

über die Bananen als Volksnahrung in Ostperu und ae) Se Möglichkeiten des Ankbaues der Wassernuß in den Kolonien. Nicht minder „reichhaltig lind die ständigen Rubriken „Koloniale Gesell- schaften (Bericht über koloniale Erwerbsgesellshaften), „Aus deutschen Kolonien (Untersuhung von Guttaperha aus Neu-Guinea, Ueber- führung von Hevea brasiliensis nah Samoa durch die Samoa- Xauts- {chuk. Compagnie), „Aus fremden Produktionsgebieten“, „Vermischtes“ „Auszüge und Mitteilungen“, „Neue Literatur“ und „Marktbericht“.

Verkehrsanstalten.

Nach einer Mitteilung der Königlichen Eisenbabhndirektion i Bromberg „hat die Annahme O Sen T ladungen für Sosnowice Warschau-Wiener Bahn, Ort und Uebergang, bis auf weiteres zu unterbleiben, da die Warschau- Wiener Bahn nur Wagen in beschränktem Umfange übernimmt und die Stationen Kattowiß und Schoppiniy bereits überfüllt find. Nollende Frachten sind weiter zu befördern.

Theater und Musik,

Im Königlichen Opernhause findet morgen n eine Aufführung von R. Wagners Oper „Der Alegenbe Do llantaes statt. Die Damen Destinn, von Scheele- Müller, die Herren Bach- mann, Mödlinger, Kraus, Iörn sind Träger der Hauptrollen. Am Montag wird „Figaros Hochzeit“ in nachstehender Beseßung wiederholt: Gräfin: Frau Plaichinger; Graf: Herr Hoffmann; Susanne: Frau Herzog; Figaro: Herr Witte- opf; Cherubin: Mea Rothauser; Basilio: Herr Lieban: Marzelline: Frau Lieban-Globig; Bartolo: Herr Nebe Bärbchen : Sre Ra n E raja: Curzio: Herr Philipp. 00 eht „Tannhäufer" U S i fter in Sjene g häuser" von R. Wagner, neu ein-

m Königlihen Schauspielhause wird 1 Dreyers Drama „Venus Amathusia" Mart Ano Montes wird „Richard der Dritte“ tnit Herrn Pohl als Richard aufgeführt.

Im Deutschen Theater wird am Montag und Donnerstag „Das Käthchen von Heilbronnn“ gespielt; an sämtlihen anderen Abenden nächster Woche sowie an den Weihnachtsfeiertagen wird Shakespeares „Kaufmann von Venedig" wiederholt. Agnes Sorma spielt die Porzia und Rudolf Schildkraut den Shylock. h

Das Lessingtheater hat für nähste Woche folgenden Spiel- plan aufgestellt: Morgen abend, Mittwoh und Sonnabend: „Stein unter Steinen“; Montag: „Elga“; Dienstag: „Zwischenspiel“ : Donnerstag: „Die Frau vom Meere“. Am Freitag geht Max Burck- hards neue Komödie: „Nat Schrimpf*, zum ersten Male in Szene und wird am 1. Weihnachtsfeiertag Abends wiederholt. Am Sonntag (Heiligabend) bleibt das Theater geschlossen. Als Nachmittags vorstellung_ ist für morgen „Rosenmontag* angesett. :

__ Sm Schillertheater O. (Wallnertheatec) geht morgen nah- mittag „Nora“, Abends „Die Braut von Messina“ in Szene. Am Montag wird „Nora“, Dienêtag das Schauspiel ,Wanjuschins Kinder“ Mittwoch und Freitag „Der Veilchenfresser“ wiederholt. Am Donners- tag wird „Gyges_ und sein Ning“, Sonnabend ,„Zapfenstreih" auf- geführt. Im Schillertheater N. (Friedrih Wilhelmit. Theater) werden morgen nachmittag „Crainquebille*, „Die Bäuerin“ und „Abschied vom Regiment“, Abends wird „Flachsmann als Erzieher“ gegeben. Am Montag und Freitag geht „Heimg'funden“, Dienstag „Gyges und sein Ning“, Mittwoch „Ein Wintermärchen“, Donnerstag das Schauspiel „Wanjuschins Kinder in Szene. Am Sonnabend findet die erste Aufführung von Max Dreyers Drama „Hans“ statt. Am nächsten Sonntag (Heilig- v A Ene Theater ges{chlossen. Im Bürger saale des

rliner Rathhauses wird morgen ein „Beethoven- Abend“ - anftaltet i \ rgen ein „Beethoven-Abend* ver

Im Theater des Westens wird am Freitag 22. De- zember, zum ersten Male die neue Opêrette "Suite liefel e 2A im Abonnement gegeben und am Sonnabend, den 23., sowie an den Weihnachtsfeiertagen Abends wiederholt. Morgen “geht Der Opernball“ in Szene. Am Montag tritt Florencio Constantinc noch mals als Raoul in den „Hugenotten*" auf. Am Dienstag wird im Abonnement „Der Zigzunerbaron" gegeben, am Mittwoch „Wiener Blut“ und Donnerstag „Undine“. Am Mittwoch, Sonnabend und e nabe Sale D „Schlaraffenland* in Szene.

[8 nate Schülervorjsiellung wird am onners itt orauatoe C par Vis g Donnerstagnahmittag

_Im Neuen Theater findet am nähsten Sonnabend die Erst aufführung des Donnayschen Stückes „Liebesleute" (Amants) statt: die Hauptrollen liegen in den Händen der Damen Helene Fehdmer und Lucie Hôflich, der Herren Eduard von Winterstein, Albert Sieinrück und Hans Waßmann. Die erste Wiederholung des Stückes findet am ersten Weihnacktsfeiertage statt. An den übrigen Abenden der kommenden Woche wird Shakespeares „Sommernahstraum* gespielt.

Im Lustspielhause wird morgen, sowie am Dienstag

Mittwoch , Donnerstag und Sonnabend Gustav Kadelburgs „Familientag" wiederholt; am Montag und Freitag geht „Nemesis* in Szene. Als Nachmittagsvorstellungen sind angesegt: für morgen „In Behandlung", für Mittwoch und Sonnabend „Das böse Prinzeßchen“ von Gabriele Reuter. Am Montag, den 25. d. M. (1. Weibnachtsfeiertag) findet die Erstaufführung von Gustav Kadel- burgs dreiaktigem Shwank „Der Weg zur Hsölle* statt. Im Nesidenztheater bleibt der fatirishe Schwank „Der Prinzgemahl“, der am Montag zum 50. Male wiederholt wird, uns unterbrohen auf dem Spielplan. Morgen nahmittag geht zu ers bd Preisen „Der Sthlafwagenkontrolleur“ in Szene. :

Im Zentraltheater geht morgen nahmittag in erster Be- seßung „Der Bettelstudent" mit Oskar Braun als Symon in Szene Jeden Abend wird die Operette „Musette* aufgeführt. : Im Thaliatheater geht morgen rahmittag „Charleys Tante“ allabendlich „Bis früh um Fünfe* in Szene. Am Mittwohnahmittag A „Frau Holle“, am Sonnabendnachmittag „Hänsel und Gretel“

ogeben.

Im Kleinen Theater wird morgen nahmittag „Die Lzu

des Verlicbten“ (mit Frl. Else Preiß vom i Soiluvalboater als Egle) und „Der zerbrochene Krug“ (mit Herrn Friß Odemar vom Au pie haus dn Plisletdars af Adam) aufgeführt. Abends und

en Tagen der folgenden Woche wird Frank Wedekinds „V von Keith" wiederholt. Ÿ R E Das Festkonzert zur Förderung der Jugendkonzerte findet am Dienstag, den 9. Januar 1906, Abends 8 Uhr, im Theatersaal der Königlihen Hohschule für Musik statt. Ihre Mitwirkung haben zugesagt: die Kammersängerin Luise Gellers Wolter, Frau Magda von Dulong, die Herren Professor Karb Halir Alexander Heinemann, Anton Hekking, Sally Liebling. Den Vorsitz über das Komitee hat auch in diesem Jahr Frau Staatsminister Studt übernommen. Einlaßkarten zu 10, 5 und 3 4 sind bei Bote u. Bock, Wertheim und beim Portier des Kultusministeriums zu Meer @

as Königliche Hoftheater in Dresden hat die vierakt Oper „Acté" des spanishen Violinvirtuosen Joan Me R Uraufführung angenommen.

Die Konzertdirektion Hermann Wol kündigt die nähste Wote folgende Konzerte an: Wotan Saal Behr stein: Liederabend von Charles W. Clark; Singakademie: Lieders abend von Raimund von Zur-Mühlen Montag: Saal Bechstein: Klavierfonatenabend von Marie Barinowa-Malmgren; Beethoven - Saal: 11. Klavierabend von Iznaz Friedman; Singakademie : Lieder- abend von Anna Kuznißky; Philharmonie: II. (leßtes) Konzert von Eugòne Yfaye mit dem Philharmonischen Orchester. Dienstag: Singakademie: Konzert von Helene Ferhland und Helene Fürst

anderen die Landolphiakultur in Deutsch - Dftafrika erörtert. Ein weiterer, illustrierter Artikel hat die Manilahanffkultur !

Schon früher haben die Untersuhungen im Physika-

auf den Philippinen zum Gegenstand. Ueber das „chinesishe Holzö1" |

(Violine). Mittwoh: Saal Bechstein: Konz

C LIE, a al Dec)stein: Konzert von Juga Torshof (Ges.) und Andrs Torchiana (Klavier) ; Shrialadeaie: Konzert von J. W. L. van Dordt (Violine). Donnerstag:

m ae ial H um Oi s ati c iun Ai Gi: Ua iee Cel Gb c H E A R R