Handel und Gewerbe.
Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten aa „Nachrichten für Handel und Industrie“.)
Ein- und Ausfuhr von Koks, Briketts und Torf in den Monaten März bis September 1906. L September März bis September
t 43 780 311 399,
33 705 213 535 4 976 56 115
1 682 10 964 3314 28 923; 310 080 2 023 590,
17 618 131 530 Dänemark 2 064 12 307 es ‘ E 196109 949 936
roßbritannien. . « « — 16 520 S o a 5 250 38 210 den Niederlanden . 14 384 123 575 Norwegen . -. « ¿ 1 628 12 820 Oesterreih-Ungarn. . . . 75502 353 221 dem Europäischen Rußland. 24974 144 098
Steinkohlenkok s.) Einfuhr davon aus: Belgien . A j roßbritannien. . Oesterreich-Ungarn . Ausfuhr . davon nah: Belgien : .
3 102, 600. 65 968,
52 569 10 465 2 479 017 430 515,
72 622 2 306 13 629 47 657 18 210 228 394 7 468.
23 217,
23 169; 145 924,
Schweden. . 11 823 51 732 der Schweiz . 10 606 93 308 Spanien . 935 12 005 Merilo . ¿« » ck 2 400 36 167 den Vereinigten Staaten : B y vor E ; , T7T9 13 218. raunkohlenkoks.! Einfuhr . 712 17 058, davon aus: Oesterreich-Ungarn . 710 17 045; Ausfuhr . 115 davon nach: Oesterreih-Ungarn. . - - 101 Pre ßkohlen aus Steinkohle n.?) Einfuhr . C LOBEL davon aus: Belgien «e # 8 602 den Niederlanden . 1558 Oesterreih-Ungarn. . - — Der S 4 e 10 Ausfuhr . 2807 davon nach: Belgien 12 368 Dänemark 333 FrantreiW . ».» 1000 den Niederlanden . 9 354 Oesterreih-Ungarn. - 2 891 der Schweiz. . . 36 913 Deutsch-Südwestafrika 1215 Preßkohlenaus Braunk oblen.?) Gin ch6 3521 davon aus: Oesterreich-Ungarn. 3513 DuIDNe ¿ 18 121 davon na): Belgien . C28 3 668 Dänemark 194 1 334 Frankrei - - - 1020 9 470 den Niederlanden . 9 025 9 436 Oesterreih-Ungarn. 768 3 232 der Schweiz. . 6 G ) 6 012 31 451. Torf, Torfkoks (Torfk ohlen ).? | "Einfuhr N 1 553 10 462, davon aus: den Niederlanden . 1271 6 590 Oesterreih-Ungarn. 36 2 350; Ausfuhr . 1 926 9 101, davon nah: den Niederlanden . . . “ 1 632 7195 der Shweiz. . ch + . 58 742. Æ1) Ein getrennter Nachweis über Steinkohlen- und Braunkohlen- koks erfolgt erst E März 1906. Die Ein- und Ausfuhr von Koks in8gesamt hat betragen: I : \ Einfuhr Ausfuhr t t September 1905 55 724 266 406 September 1906 44 492 310 195 Fanuar bis September 1905 . 2 020 550 Fanuar bis September 1906. . 445 420 2 595 893. 2?) Ein getrennter Nachweis über Preßkohlen aus Steinkohlen und Preßkoblen aus Braunkohlen erfolgt erst seit März 1906. Die Ein- und Ausfuhr von Preßkohlen insgesamt (für die Zeit
bis Ende Februar 1906 einschließlich Torfkoblen oder Torfkoks) hat betragen : : E Einfuhr Ausfuhr t
t September 1905 14 086 82 142 September 1906 13 802 90 428 Fanuar bis September 1905 . . 146 745 651 863 Sanuar bis September 1906 . . 121 349 771 003.
3) Torfkoks (Torfkohlen) wurde vor März 1906 mit Preßkohlen zusammen nachgewiesen. Die Ein- und Ausfuhr von Torf (seit März 1906 ein\chließlich Torfkoks) hat betragen: Einfuhr
t
932
9 153 12 857
Ausfuhr L
2081 1926 12 002 10 460.
September 1905 September 1906 Fanuar bis September 190% . , Fanuar bis September 1906 . .
Einfuhr von Metallen und Metallwaren über Varna1905.
Die Einfuhr von Metallen und Metallwaren über Varna hat im Jahre 1905, obgleih die Gesamteinfuhr Bulgariens in dieser Branche zurückging, gegenüber dem Vorjahr ein Mehr von etwà 924 000 Franken erzielt; für die leßten 9 Jahre weist sie folgende Einfuhrwerte auf:
1905 1904 1903 1902
1E 6,21 1,4 ’ N Die größten Werte dieser Warengattung zeigen stets Kupfer (geshlagen oder gewalzt, in Stangen, cheiben, Tafeln oder Platten) sowie Zinn; beide dienen zur Herstellung der im Lande noch stark benußten Küchengeshirre und Brennereikessel. Der Bezug von Kupferplatten und Böden, wobei vornehmlich Großbritannien in Betra%t kommt, schwankt zwishen 160 000 bis 240 000 Franken jährlich. Fertige Erzeugnisse aus Kupfer, außer Kupfernieten für Treibriemen und Kupferdraht, werden nicht eingeführt, sollten jedo auf lohnenden Absay rechnen fönnen. Oesterreih-Ungarn liefeit aus altem Kupfergeshirr, das zum Teil aus Bulgarien dorthin aufgeführt wird, geschmolzenes und neu gewalztes Kupfer. Deutschland beteiligt sh an der Cinfuhr von NRobkupfer mit kaum 49/0, könnte sich aber vornehmlich in verzinnten oder verarbeiteten Artikeln größeren Absaß hafen. Zinn in Stangen und Platten stellt
für Bulgarien für Varna . 10,68 2,4 Millionen Franken 10,88 0 L Ï 8,81 L 6,59 1,6
1 ” ”
fast aus\{ließlich England, zum ganz geringen Teil Italien; die Einfuhr beläuft sich über Varna auf 160 000 bis 180 000 Franken jährli. — Roheisen, Stab-, Band-, Quadrat-, _Flacheisen im Werte von jährlich etwa 140 000 Franken fommt je nah der Preislage vor- wiegend aus Deutschland, Belgien und England. Im Berichtsjahr war wegen günstiger Marktyerhältnisse deutshes Eisen hervorragend vertreten. In vielen Fällen wurde jedo das deutsche Eisengeschäft dur englishe und belgishe Exporteure gemacht. Cine harte Eisen- gattung, sogenanntes Antifriktionsmetall (Tang yes), für Aulenager bei Mühlen lieferte England in Stüdcken zu 51 kg zu 60 sh. fob. Narna. Der Verbrauch von weichem isen, sogenanntem \{chwedishen oder Lamaeisen, Hufstabeisen, welches noch immer einen Sahresumsaß von etwa 90 000 Franken erzielt und vorwiegend durch englishe Zwischenbändler, aber au direkt aus Schweden bezogen wird, geht allmählih zurüd, nahdem Deutschland und Oester- reih aus Weicheisen erzeugte Waren fertig auf den Markt bringen. Die Fortschritte, die einheimische Handwerker in der Bearbeitung von Weicheisen gemacht haben, lassen im übrigen allmählich au billiges deutsches Weicheisen mehr Anklang finden. — In Cisen- blechen (genannt Lamarina) hatten Großbritannien und Belgien früher das größte Geschäft erzielt; in der legten Zeit kommen auch deutsche Schwarzbleche mit abgeänderter Dimenfsion in Betracht. Haupt- \ächlich sind hier Nr. 8, 10, 12, 14 im Gewicht von 42—44 Kg pro Bund, weniger in den Stücken von 3, 4, 5 mm gangbar. Erstere werden in den Größen von 28/s8, 22/59, 2/60 inches, legtere von 2/72 inches gehandelt. Die Einfuhr Varnas beträgt jährli etwa 140 000 Franken. — Drahtstifte stammen vorwiegend aus Nordamerika, kommen aber über England sowie aus Oesterreih-Ungarn und Belgien. Die
abrikanten der Vereinigten Staaten machen neuerdings Anstrengungen, ihren Absaß am Plah dur direkte Lieferungen zu heben. Deutsch- land kam wegen hoher Preise nur wentg zur Geltung. Rumänien ist nur bei Teilaufträgen mit sofortiger Lieferung in Betracht gezogen worden. Demnächst wird in Drahtstiften auch mit der einheimischen Industrie zu rechnen sein, da bereits eine Aktiengesellschaft zur Er- richtung einer Drahtstiftfabrik in Varna gegründet worden ist, die ihren Betrieb allerdings erst in einigen Jahren beginnen dürfte. — Feinere Weiß- und Schwarzblechwaren, Blechspiel- waren, die einen Einfuhrwert von rund 75 000 Franken jährli ergeben, werden zu fast gleichen Teilen in Deutschland und Oesterreich- Ungarn bestellt. In demselben Verhältnis beteiligen ih auch diese beiden Länder an der Einfuhr von emaillierten Blechwaren, die im Werte von etwa 65 000 Franken bezogen ‘werden. Die übrigen íFndustrieländer haben hierin nur weniges geleistet. Jn ordinären Blechwaren, Wassereimern, en, gepreßten Schwarzblech- waren kommt der größte Teil der Einfuhr Großbritannien und an ¡weiter Stelle Deutschland zu gute. Daneben liefern Oesterreich- Ungarn und Frankreich intgeiame nur etwa 25 9/0 des Bedarfes. — Für Eisenkurzwaren, 2 erkfzeuge und Baubeschläge kam, wie bisher, vorwiegend deutshes Fabrikat in Betracht.
Non den wettbewerbenden Ländern sind ferner nachstehende Artikel eingeführt worden: Eiserne Bratpfannen und Kasserollen, erstere in den Nummern 0 bis 6, leßtere im Durchmesser von 11 bis 35 cm lieferte England in großen Mengen. Blasebälge in der Größe von 22, 24, 26, 28 und zum Preise von 54, 60, 79, 84 Sgill. mit 374°%/% Rabatt stammten auch zum großen Teil aus England; Schrauben und Muttern waren nach wie vor französishe Erzeugnisse. Deutschland ist nur wenig in das Geschäft gekommen, hingegen hat Oesterreih-Ungarn durch \{chöône Ware zu gleichen Preisea mit der Konkurrenz einen bedeutenden Umsay erzielt. Besonders in Muttern war öôsterreichishes Fabrikat gut vertreten, da das steierishe Gisen weicher ist als das französische und daher beim Schneiden der Gewinde besser gehandhabt werden fann. — Hufnägel österreihisher Herkunft wurden teilweise durch norwegishes Erzeugnis verdrängt. Das norwegishe Huf- nageleisen, welches bekanntli mit Hol;kohle geschmolzen wird, ist viel weiher und daher leichter zu bearbeiten. In Polster- und Kummktstiften sowie Leistennägeln und so- genannten Wiener Koffernieten in Größen von 8, 10, 12 und 14 mm hat öôsterreihishes Erzeugnis (Böhmen) der deutshen Ware mit Erfolg den Play {streitig gemacht. Feilen besserer Sorte (Hasenmarke) werden noch immer für namhafte Beträge aus Frankreich bezogen; auch Deutschland hat indessen bessere Ware erfolgreih auf den Martt gebracht ; in gewöhnlicher billigerer Ware hat Ae das
ühlen-
Geschäft aufgenommen und guten Abjay erzielt. zinken wie Müllereiwerkzeuge lieferte England. Galvani- sierte Eisenrohre nebst Zubehör, wie Eten, Verbin- dungsstüke, im Durchmesser von ?/s bis 3F inches stammten eben- dorther, desgleihen Bettmessingknöpfe in mittleren Größen zu 924 Shill. das Gros mit 32# 9% Rabatt. Blechölkannen englischer Provenienz wurden zu #, t, 1 und 13 Pint mit 4/4, 4/9, 5/4 und 7/8 Schill. für das Dutend abgegeben. Schmelztiegel seyen besonders Oesterrei und England ab. Bessere Taschenmesser, Scheren, Küchen- und Brotmesser kommen zum Teil auch aus Sheffield, aber auch russishe und einbeimishe Fabrikate sind darin gut ver- treten. Frankreich beteiligte sh mit Erfolg an der Einfuhr von besseren Gartensheren, Spann- und Handsägen (Fuchs- shwänzen). In Sensen waren russische Fabrikate in sehr gefälliger Ausführung gesucht; besonderer Nahfrage erfreute sih die „Herz F M Marke“ in 7-, 74+ und 8 händigen Sensen. Auch die Stern- und Adlermarke — österreichishe Provenienz geringerer Qualität — hatte zum Preise von 48—50 Kr. pro 100 Stück größeren Absay. In Mistgabeln hatte das deutsche l ir an der Einfuhr den größten Anteil ; beteiligt waren außerdem esterreih und Belgien. Oesterreich macht gute Geschäfte in besseren Knebeldrücktern, obgleich die Preise etwas höher sind als diejenigen deutser Fabrikate; auch Tür- drücker und Messingtürklinken trugen österreihishen Stempel.
Als bemexrkenswerte Einfuhrartikel der Warenkategorte „Metalle und Metallwaren“ sind noch zu nennen: eiserne Träger und Balken, die flotten Absay fanden. Erzeugnisse deutscher Eisenwerke haben hierin das belgishe Fabrikat zurückgedrängt. In eisernen ge- | \{chweißten Patentketien war die österreichische Provenienz ge\uMt; Stachel draht lieferte Belzien, und zwar mindere Gros- ware; die deutshe bessere Ware fand {wer Eingang. Blei in Stangen und Röhren zum Preise von 32 bis 44 Ctms. für das Kilogramm trug italienische, die bessere Sort französishe Marke ; dieselben Länder lieferten auch vorzugsweise Schrot, Bleiglätte und fonstige Bleiwaren, fie wurden aber in leßter Zeit hart bedrängt. Zinkbleche in der Größe 1X2 m in Fässern zu 250 kg liefert fast aus\chließlich Belgien, infolge mangelnder Baulust ist dec Artikel etwas zurückgegangen. Weißbleche, 20 X 28 inches, 100 1b. pro Kiste zu 30, 40 und 56 Blatt sowie farbige, gepreßte und fkristalli- fierte Zierblehe waren aus\{ließlih englishes Fabrikat. Guß - herdplatten stellten zu billigen Preisen Belgien und Un- garn; gewöhnlihe gußeiserne Oefen und KoWbherde waren belgischer Herkunft, wogegen in Rundöfen besserer Ausführung das Geschäft | ch auf Deutschland und ODestecreih erstreckte. Eiserne Bett- | gestelle lieferten England, das in sogenannten Messingstabbetten, und Oesterreih-Ungarn, welches besonders in Tafelbetten leistungsfähig war. Petroleumkocher find gangbare Gegenstände. Befonders glatten Absaz fand der Petroleumkocher „Beatrice“, ein \{chwedis{hes Fabrikat. Für Spirituskocher fehlt noch die Nachfrage — der hohe Preis für Brennspiritus (1,40 Fr. pro Liter) verbietet fie Ein Artikel, in dem Spanien sih mit Erfolg neu eingeführt hat, ind Jagdgewehre; bisher war Belgien der Hauptlieferant. — Fahrräder sind meist deutsches, weniger französisches oder amerika- nishes Fabrikat ; obschon die Straßenverhältnisse den Radsport nicht begünstigen, cheint die Freude daran zu wachsen. laufen zur Zeit vielleicht 300 Räder, durchs{chnittlich zum Ladenpreis von 180 Franken. (Nach einem Bericht des Kaiserlichen Konsulats in
Varna.)
o
Australisher Bund.
In Varna selb} -
daß nah dem 28. follen, von denen
entwidelt haben.
die Verbrauchs8ab 13 Schilling au werden sollen.
seit dem 17. Augu ohne nachträgliche
gütet werden.
L i
Fahr
(vom März
1884 1885 1886 1887 1888 1889 1890 1891 1892 1893 1894 1895 1896 1897 1898 1899 . 1900
1901
1902
1903 1904 . 1905
“A
Gestellt
kopf, Berlin, 307 Funi d, I:
wie in den
und
werden, das
zubieten sind, auf
Berlin, ist, laut
versammlung die 8 9/0)
92 297 257,35 Lei werden sollen,
gationen erzielten
für den 1815 510 Rubel
Essen a. d. nah einer Zeitun 2,50 „M zu erhöh
der
der B
Branntweingeseß und Aenderung der Verbrauchs - | abgaben auf Spirituosen. Die Regierung des Australischen
326 72:
Bundes hat dem Unterhaus des Bu Branntweingesetes vorgelegt, in
follen vom genannten haben, bevor sie zum men : Hinsichtlih olen Branntwe wertiger Beschaffenhei befunden wird, kann
lassung anordnen oder eine Umdestillierung in Australien gestatten. Des weiteren ist ein neuer, weihender Gesezentwurf,
Abgaben für in Australien
zoll von 1 Schilling für das Ga
(Die Zahl der S
Wagengestell
Nicht gestellt
In der vorgest Maschinenbau-
genehmigte der Au Nerlustrechnung und seßte bei Vorjahren die Umsätze weisen eine Steigerung von rund im laufenden Jahre eine w Aufträge in Höhe von run die Steigerung der Produktion erwei sellshaft niht mehr als ausreich Gestaltung der Geschäftslage un Zusammenhang mit den stärkeren halbfertigen vestierungen als frü Grundstücksverkauf zu erwar der Werke im Intere wenden sein werden, Situation der Gesellschaft der auf Dienstag, anzuberaumenden Generalversammlung vorge fapital durch Ausgabe von 1 200 (00 J neuer
Aktien, die den Aktiorären im Verhältnis von 9: 1 zum Bezuge an-
Vormittags 11 Uhr, Aktien
in Vors{l ist hervorzuheben, Vorjahre 4 549 460,83 Lei) be
stellungen 172 891,83 Lei (im außer einer Spezialreservekonto aus de
— Laut Meldung des „W. weis der Warschau- Monat September gegen 1 927 011 Rubel im Vorjahre. bis September betragen 15 022 584 Rubel®gegen
(W.-T. B.) In der gestrigen igung der Bandeisenwalzwerke wurde,
gsmeldung, beschlossen, mit Rücktsicht auf die letzthin se für Bandeisen um
nahmen von Januar i 14 312 008 Rub:l im Vorjahre. N., 2. November.
Sihung der Verein
Washington,
Vereinigten Staaten 2 074 829 Dollars abgenommen ; 1 581 633 247 Dollars.
Oldenburg, 1. November. (W. T. B.) Gewinnziehung der Oldenburger dreiprozentigen 40 LTale Nr. 25597 30009 4, Nr. 10768 1500 Æ, 89 952 je 620 Æ, Nr. 300 A, Nr. 61 717, 14 522, 91 298, 56 606, 1 83 569, 89 860, 55 123 je 180 M
Braunschweig, 1. unschwgeig 841 963 1171
Februar
stimmten Spirituosen zur Einfuhr die Zollbehörde niht überzeugt ist, daß
dur eine wenigstens zwei Jahre lange ragerurg 2 „Fab Su nts e rituosen
Tage ab eine gleiche Lagerzeit durchgemacht \chlihen Genuß zugela ins, der von |\ch
Auch in Australien sel
betreffend
aben gegen
Die im Entwurf enthaltenen Verbrau
st d. J. erhoben.
t und für den mens\
von dem früher mitgeteilten ab- anderweite Regelung der inneren hergestellte Spirituosen, vorgelegt, wona den früheren allgemeinen Tarif 10 bis 12 Schilling für das Gallon ermäßigt
ch8abgaben werden bereits Der vom 2. bis 15. August d. I. Genehmigung durch däs Parlament erhobene Mehr- llon soll an die Einführer zurückver-
seit dem Jahre 1884.
Zahl der Schafe
an),
Gewicht
olle (ungereinigt) 1b
betr. Kalenderjahr.)
61 570 130 67 489 411 69 565 169 80 406 477 80 789 506 85 809 405 97 881 221
106 421 068 103 272 068
99 857 120
100 620 415
90 934 324 90 919 622 83 142 211 79 915 494 72 665 860 70 602 995 71 528 446 52 754 636 55 371 220 65 822 918 74 705 673*)
387 277 500 367 096 600 362 238 500 428 178 900 442 823 500 473 672 300 447 607 700 607 993 100 614 357 200 607 341 800 605 127 000 611 624 200 582 549 200 518 894 500 538 817 300 474 911 900 395 552 700 522 298 600 390 492 900 390 614 400 455 722 100 498 969 000
der gewonnenen
ndesparlaments den Entwurf eines dem unter anderem bestimmt ift, 1907 feine zum menschlihen Genuß be- nah Australien zugelassen werden
e fih
en werden dürfen. lechter und gering- chlihen Genuß ungeeignet der Minister eine Denaturierung vor der Ab- bei eingeführtem Branntwein die Ausfuhr oder
Schafzuht und Wollschur Australiens
Wert
der gewonnenen
Wolle (Ge
S hafe if berechnet für das Geschäftsjahr die Produktionszahlen gelten für das
16 830 600 13 760 700 12 785 000 15 043 000 15 786 500 17 474 200 16 048 400 20 009 000 19 558 000 17 237 100 15 356 600 16 386 400 16 176 300 14 118 100 15 150 200 19 164 200 13 559 100 15 427 100 12 990 200 14 277 700 17 377 700 20 125 900**}
1. Dezember. — **) Höchster Stand. (Nach einer australischen Parlamentsdrucksache.)
Nuhrrevter
9 705 112
Aktiengesellschaft vormals L. legte der Vorstand den Abschluß abgelaufene Geschäftsjahr Revision der Bücher und der Zustimmung i sichtsrat die Bilanz sowie die eben so reihlihen auf 13 9/0 20 9/9 auf und werden eitere Steigerung erfahren, da hon jeßt d 22 Millionen Mark vorliegen. fen sh die Barmittel der Ge- zumal die bei der gegenwärtigen vermeidlihen langen Lieferzeiten in Es no
Prie 2°
Dividende
end,
er erfordern.
ung für Kohle, Koks und Briketts am 1. November 1906:
Oberschlesishes Revier
12 000 000 A zu erhöhen.
— In der gestrigen Sizung des Ve Romana, Aktiengesellschaft für
Meldung des „
worden, der auf den 15. November c
Verteilung einer daß der
(im Vorjahre
Agio. Wiener
en.
ag zu bringen.
1906
November.
eine
Anzabl der Wage 140
por.
Beständen unverhältnismäßig Da andererseits die aus dem tenden Eingänge für den weiteren Ausbau se der Steigerung der Leistungsfähigkeit zu ver- soll zur Erhaltung der bisberigen finanziellen den 27. November d. I., {lagen
erfolgte Heraufsezung der Halbzeugpreise die Prei
2. November. (W. T. B.) Die Staatsschuld hat im vergangenen der Barbestand des Schatzes beträgt
60 354, 24955, 40 21
an
rigen Sitzung des Aufsichtsrats der Berliner Schwarßh- für das mit dene Vorbehaltlich der der Generalversammlung Gewinn- und Abschreibungen Die
fest.
böbere
rwoltungsrats der Steaua Petroleum-Industrie, W. T. B.* aus Berlin, beschlossen r. einberufenen ordentlihen General- Dividende von 6 9/6 (im Vorjahre
Aus der vorgelegten Bilanz Bruttogewinn 5 263 797,48 Lei (im trug und daß für 1 972 155,29 Lei) und für Reserve- Borjahre 78 308,65 Lei) verwandt Ueberweisung von 1 602000 Lei auf m bei Begebung von Aktien und Obli-
T. B.“ ergab der provisorishe Aus- Eisenbahn an Bruttoeinnahmen Gesamteinnahme
Abschreibungen
Monat
rlose von 1371: Nr. 106 975, 95 447, 3, 61214, 3769 je 05 941, 32 761, 48 965,
(W. T. V) er 20 Talerlose von 1869: 1296 1314 1741 1800 1930 2083 2147
0
R eserve ; H 98 842 000 (Zun.
von ie vom
Barren das Kilogramm 2790 B., 2784 G., Silber
M ohlenbergwerk —,—,
arts, L | fut
Durch
von Die Ein-
um
Serienziehung 4 201 016
313 2407 2761 2848 2872 3089 3365 3477 3701 3830 3937 3968 213 4438 4619 4927 5026 5189 5374 5393 5726 6093 6404 6473 100 6545 6673 6775 6813 7019 7161 7250 7265 7283 7332 7436 261 7922 8172 8759 8761 8835 9296 9399 9492 9677,
London, 1. November. (W. L. B.) Bankausweis. Total- 18 158 000 (Abn. 30000) Pfd. Sterl, Noten- 121 000) Psd, St L P cefcuil 33 422 000
000 (Zun. s L ortefeutlle ¿ e 27 oss Pfd. Sterl., Guthaben der Privaten 40 095 000 690 000) Pfd. Sterl. Guthaben des Staats 9 603 000
| P 706 000) Pfd. Siek Notenreserve 16 802 000 (Zun. 7000)
dfd. Sterl, egierungsficherheit 15 956 000 (unverändert) Pfd. Sterl. Prozentverhältnis der Reserve zu den Passiven 364 gegen 36*/s
E der Vorwoche. Clearinghouseumsaß 286 Pill. gegen die ent- | E bende Woche des Vorjahres 15 Mi.
mehr.
reisnoticrungen vom Berliner Produktenmarkt sowie döniglichen Polizeipräsidium ermittelten Marktpreise in R erlin befinden sich in der Börsenbeilage.
Die
Kursberihte von den auswärtigen Fondsmärkten. Hamburg, 1. November. (W. T. B.) it 4 Gold in n Barren das ‘ilogramm 96,75 B., 96,29 G. Wien, 2. November, Vormittags 10 Uhr 50 Min. (W. T. B.)
inb. 49/9 Rente M./N. p. Arr. 98,90, Oesterr. 42/9 Rente in
„W. pr. ult. 99,00, Ungar. 40/6 Goldrente 112,45, Ungar. 4 °/% dente in Kr.-W. 94,45, Türkische Lose per M. d. M. 163,50, Buschtierader Eisenb.-Akt. Lit. B —,—, Nordwestbahnakt. Lit. B per Oesterr. Staatsbahn per ult. 681,00, Südbahngesellshaft
[d r
48 1,50, Wiener Bankverein 557,50, Kreditanstalt, Oesterr. per ult.
77,50, Kreditbank, Ungar. allg. 811,59, Länderbank 446,00, Brüxer Montangesellshaft, Oesterr. Alp. 603,00, ae Reichsbanknoten pr. ult. 117,55, Unionbank 567,00, Türk. O: S EEe
London, 1. November. (W. T. B.) (Bankfeiertag.) Plah- sfont 5/8, Silber 32/16. — Bankeingang 279 000 Pfd. Sterl. November. (W. T. B.) Fondsbörse heute ge-
F New York, 1. November. (W. T. B) (S&luß.) Die Börse gte keine einheitlihe Haltung, das Geschäft wickelte sh vorwiegend ischen der berufsmäßigen Spekulation ab. Pennsylyaniabahnaktien
sêbten in fester Haltung ein infolge von guten Käufen, die teilweise
r Rechnung Philadelphias in der Erwartung der Erklärung er höheren Dividende vorgenommen wurden. Auch die rigen Umsatzgebiete wurden hierdurch günstig beeinflußt. päter erfolgte eine Abschwächung auf die unbefriedigende ividendenerklärung der Chesapeake and Ohiobahn. Als im weiteren rlauf die Höhe der Dividende der Pennsylvaniabahn bekannt wurde, uhren die Kurse eine kräftige Erholung. Die Baissiers {ritten zu ckungen. Die Aktien der Amalgamated Copper Company wurden
seiten beteiligter Kreise aus dem Markt genommen. — Man pvartet einen ungünstigen Bankausweis. S@luß fest. Aktienumsatz 0 000 Stück. Geld auf 24 Stunden Durchschn.-Zinsrate 7, do. srate für leztes Darlehn des Tages 3, Wechsel auf London (60 Tage) 0,40, Cable Transfers 4,86,65, Silber, Commercial Bars 70®/s.
denz für Geld: Stetig. Nio de Janeiro, 1. November. (W. T. B.) Feiertag.
M Qursberihie von den auswärtigen Warenmärkten.
Magdeburg, 2. November, (W. T. B.) Zuckerbericht. rnzucker 88 Grad o. S. 8,20—8,274. Nachprodukte 75 Grad o. S. 0—6,70. Stimmung: Ruhig. Brotraffinade I o. F. 18,25—18,50. stallzucker T mit Sack —,—. Gem. Raffinade m. S. 18,00—18,25. mahlene Melis mit Sack 17,50—17,75. Stimmung: Still. hzucker I. Produkt Tranfito frei an Bord Hamburg: November 0 Gd., 17,30 Br., —,— bez., Dezember 17,35 Gd., 17,45 Br.,
bez., Januar 17,35 Gd., 17,45 Br., —,— bez, Januar-März b5 Gd., 17,60 Br, —,— bez, Mai 17,85 Gd., 17,90 Br., bez. — Flau. — Wochenumsoß: 449 000 Zentner.
Cöln, 1. November. (W T. B.) Börse heute ges{chlofsen.
Bremen, 1. November. (W. T. B.) (Börsenshlußbericht.) vatnotierungen. Schmalz. Ruhig. Loko, Tubs und Firkin 494, ppeleimer 50. Kaffee. Ruhig. — Dffizielle otierungen
Baumwollbörse. Baumwolle. Stetig. Upland loko middl.
D:
S Hamburg, 1. November. (W. T. B. etroleum. Stetig. Slandard white loko 6,80. E M M Hamburg, 2. November. (W. T. B.) Kaffee. (Vormittags-
ht.) Good average Santos Dezember 352 Gd., März } Gd., Mai 36} Gd., Scptember 374 Gd. Stetig. — Zucker- ikt. (Anfangsberiht.) Rübenrohzucker 1. Produkt Basis 88 9/ dement neue Usance frei an Bord Hamburg November 17,30, ember 17,35, Januar 17,50, März 17,70, Mai 17,90, August
5. Ruhig. (W. T. B.) Infolge Feiertags
M Budapest, 1. November.
l t die Börse geschlossen.
London, 1. November. (W. T. B.) 96 9/0 Javazucker loko ; 10 sh. — d. Verk. NRübenrohzucker loko ruhig, 8 h. 7} d.
WLondon, 1. November. (W. T. B.) (Schluß.) Chile-K
eti, 97, per 3 Monat 973. E ARYEEE
Vi Liverpool, 1. November. (W. T. B.) Baumwolle. Umsay:
000 Ballen, davon für Spekulation und Export 590 B. Tendenz:
Zletig Amerikanishe good ordinary Lieferungen: Willig. No-
emb r 9,96, November - Dezember 5,51, Dezember - Januar 5,51,
miar - Februar 5,53, Februar - März 5,56, März - April 5,59,
þ1 L 2 0/61, Maîi - Junt 5,64, Junt - JUU 95,60, Julie
Glasgow, 1. November. (W. T. B.)* (Shluß.) Roheise
fam n, Midblesbrough warrants 57/8L. L E
Amsterdam, 1. November. (W. T. B.) Java-Kaffee
ee A A Lt:
t e ork, 1. November. (W. T. B.) (S&luß.) Baumwolle- in New York 10,40, do. für Lieferung per Januar 10,10, do. für ung März 10,27, Baumwollepreis tn New Orleans 10/16, oleum Standard white in New York 7,50, do. do. in Philadelphia do. Refined n Cases) 10,00, do. Credit Balances at Dil City
N Schmalz Western steam 10,00, do. Nohe u. Brothers 10,10, Ge- rad E, e 14, us fair Rio Nr. 7 77/3, do. Rio
G ,10, do. do. Februar 6,25, 33/3, Zi
20 — 42,40, Kupfer 21,75—22,50. Ea
Ce
.
and 59 Heft 9 der „Annalen für Gewerbe und Bau- Jen “, herausgegeben von F C. Glaser, Patentanwalt, Königlicher mer Kommissionsrat (Kommissionsverlag Georg Siemens, n W.), hat u. a. folgenden Inhalt : Gtgtbuiffe der Lokomotiy- Ingen auf dem Versuchsstand der Pennsylvania-Bahn, Welt- ellung St. Louis 1904 bearbeitet vom NRegierungsbaumeister 1g Charlottenburg. — Neueres über Triebwagen für Eisenbahnen E Gisenbahnbauinspektor Guillery, Cöln. — Das Verkehrs- und Y@inenwesen auf der bayerischen Jubiläumslandesausstellung zu ° era LEN e Furt Ref E I Zuschrift an die Re- on, betr. „Der elektrishe Betrieb der Bahn Bla — o — Verschiedenes. E e0O
Verdingungen im Auslande.
Oesterreich-Ungarn.
V - November 1908, 12 Uhr. Direktioa der priv. österr.- I fergeber 1906, Wien :oüieferung voy Schafwollftoffen für
Vorhänge, Signalfähnhen und Waggontuch für die Zeit vom 1. Ja- nuar bis 31. Dezember 1907. Näheres bei der genannten Direktion und beim „Reichsanzeiger“*.
Rumänien.
Bürgermeisteramt der Stadt Pitescï: Am 31. Oktober/13. No» vember 1906. Vergebung der Arbeiten für die elektrishe Beleuch- tungs- und Kraftanlage der Stadtgemeinde Pitescï. Promemoria, Bedingungshest und Kostenvoranshlag liegen im Auszug bet der Re- daktion des „NReich8anzeigers8“.
Theater und Musik.
Konzerte.
_ Fräulein Helene Staegemann trug bei ihrem erfien dies- winterlihen Liederabend am Sonntag in der Singaka demie mit ihrer anmutigen Gefangskunst eine Reihe von Schubertliedern vor. Ihre Darbietungen zeigten wiederum die gewohnte sorgsame Durch- arbeitung und kunstsinnige Behandlung, sodaß sie, ob heiterer oder ernster Art, sämtlih äußerst wirkungsvoll waren. Dem Verlangen der Zuhörer nachgebend, bewilligte die Sängerin mehrere Zugaben. An Herrn Hinze-Reinhold hatte sie einen besonders tüchtigen Klavierbegleiter. -— Au dem vom vorigen Jahre bekannten S evtifs Quartett (Herren Lhotsky, Moravec, Proháka, Wáska) aus Prag wurde bei seinem Auftreten an demselben Abend im Saal Bech- stein vom Publikum ein warmer Ewrpfang bereitet. Das Zusammen- spiel der Herren, zwar vortrefflich und warmblütig, ließ diesmal den Wunsch nach edlerer Vergeistigung unerfüllt, ein Mangel, der bet Wiedergabe von Beethovens F-Moll-Quartett \{chmerzlich fühlbar war. Unter der pianistisch wie musikalisch gleih tüchtigen Mitwirkung von Frau Timoni-Bettelheim aus Prag brachten die Künstler eine Neuheit, ein Quintett von Novák, dessen stark nationale Eigenart interessierte, und das namentlih im 2. Teile manche reizvollen Stellen aufwies, mehr jedo durch seine unshöne, lärmende Wildheit abstieß, die der Bezeihnung „Kammermusik“ widerspriht. Die Künstler wurden durch reihen, anhaltenden Beifall ausgezeichnet. Die Folge wird erst lehren, ob sie ihren berühmten Vorgängern, dem „Böhmischen Streichquartett* mit Erfolg nacheifern.
Die Pianistin L. von Mukulowska entwickelte am Montag im Saal Bech stein eine ret behende Technik; auch über einen leiten {nen Anschlag verfügte die Dame; jedo ist ihr noch niht in hin- reihendem Maße die Kunst gegeben, den seelischen Gehalt eines Tonwerks sicher zu erfafsen und ihm einen überzeugenden Ausdruck zu gen, Die mitwirkende Sängerin bot durhaus unzulängliche
eistungen. — Klara Schwarß bewährte sih um dieselbe Zeit im Beethovensaal als eine tühtige Geigerin ; sie spielte mit klarem Ton und glatter Technik. Für die Wiedergabe von Bach fehlt ihr freilich noch der große Stil; sonst verfügt sle über eine freundlißhe Empfindung. Die mitwirkende Sängerin A. Petersen besizt eine gut geshulte, aber noch wenig \hmiegsame Stimme, deren matte Wirkung dur eine kühle Zurüd- haltung im Ausdruck ncch vermindert wurde. — Die bekannte So- pranistin Sophie Heymann-Engel trat, gleihfalls am Montag, in der Sin akademie als Arien- und Liedersängerin auf. Ihr heller und überaus bewegliher Sopran zeigte sih am vorteilhaftesten in den Arten; so war die Arie aus Dontzettis „Lucia" ein Meister- werk des Ziergesangs. Die feine Stimme erfüllte hier alle an sie ge- stellten Ansprüche in viel vollkommenerem Maße als im Lieder- vortrag; da klang das Orzan wohl zierlih, aber wenig glanzvoll; au der Ausdruck entbehrte, troy der Gewandtheit, die sich in der Auffassung kundgab, der eigenilihen Wärme.
Am Dienstag wurde der erste der drei angekündigten Quantitt- abende der Herren Dessau, Gehwald, Könecke und Espenhahn in der Singakademie mit einem neuen Streichquartett in Cis- Moll von E. N. von Reznicek begonnen. In den fünf knapp ge- haltenen Sägen trat überall eine eigenartige Themenbildung hervor, die freilih in threr kuren, abgerissenen Art mehr aufregend als an- regend wirkte; auch die Verarbeitung der Motive hinterließ etnen un- rubigen Eindruck, selten nur verriet die Arbeit eine gleichmäßig fließende, \{chöpferische Erfindungsgab&. Der gute Vortrag des Quartetts fand lebhaften Beifall. In dem folgenden Klavier- quartett von Richard Strauß hatte Professor James Kwast mit glänzendem Erfolg den Klaviecpart ‘übernommen. — Der bekannte Kammersänger Josef Lorttz interpretierte im zweiten Teile seines an demselben Dienstag im neuen Mozart - Saal ver- anstalteten Konzerts einen Zyklus von zehn lyrish-dramatishen Ge- fängen nah Shakespeares Sonetten in der Vertonung von Anton Beer-Walbrun n. Obwohl der Konzertgeber sein ganzes, großes Können in den Dienst dieser Sache gestellt hatte, vermochte er kaum einen Erfolg zu erringen. Die musikalische Form wirkt ermüdend, obwohl sie offenbar Reiches bieten will und auch manche tiefere Empfindung daraus spricht. Schon allein die Texte, die eizentlih nur philosophishe Betrachtungen über die Themen „Liebe“ und „Tod“ sind, sind an und für sih für die Vertonung nur wenig geeignet. Sie vermögen vielleiht den Komponisten zu einem Tongemälde anzuregen und dürfen denn auch nur in diesem Sinne Interesse beanspruhen. Die sehr in die Breiie gehende Begleitung führte der Komponist selbst aus. Herr Lori sang außerdem zu Beginn noch Lieder voa Hans Hermann und Richard Strauß mit viel Leidenschaft und feinem Empfinden. Der Kung wurde jedoch leider einerseits dur die drückende Temperatur des Saales und die von den Türen ausgehende, fast unerträgliche Zugluft erheblih becinträhtigt. — Ein glei&zeitig im „Römischen Hof“ veranstalteter Lieder- und Duettenabend der Damen Sophie und Brunhilde Koch und der Koazertsängerin Hildur Koh-Schirmer aus Christiania fand freundlichen Beifall. Es ist eigentlich Kleinkunst, die die Damen betreiben, aber die Frishe der Stimmen und die Natüclichkeir des Ausdrucks, mit der Terzette und Duette zu Gehör gebraht wurden, mutetea freundlich an. Da mit wenigen Ausnahmen — wie ¡wei Duette von Peter Cornelius — \kandinavische Volks- melodien und Lieder nordischen Ursprungs zum Vortrag ge- wählt waren, blieb eine {lichGte ungezwungene Stimmung gewahrt. Der Professor A ugust Schmid -Lind ner aus München, der am Klavier begleitete, trug noch einige kleinere Kompositionen von Max Reger gewandt, aber ziemlich derb im Ton vor. — Mary Carridck, die an demselben Tage einen Klavierabend im Oberlicht- saale der Philharmonie gab, entwidckelte mehr guten Willen als Können; das sehr \chwierige Pcogramm war auch niht dazu angetan, das, was die Dame vielleicht leisten könnte, hervortreten zu lafsen.
Im Theatersaal der Königlichen Hochschule für Musik ließ sich am Mittwoch das Streichquartett der Damen Gabriele Wietroweyß, Martha Drews, Erna Schulz und Eugenie Stol wieder mit gutem Erfolg hören. Die Vorträge, ein Quartett von Mozart und ein Trio von Beethoven, wurden so flangshön, so harmonisch in der Dur(hbildung und feinfühlig in der Auffassung durchgeführt, wie es nur einer gut eingespielten Quartett- vereinigung gelingt. An der leßten Nummer, einem Streichquintett von Schubert, beteiligte |{ch noch Herr Professor Robert Haus- mann, unter dessen Mitwirkung der Ausdruck noch an Kraft und der Klang an edler Fülle zu gewinnen schienen. — Im Saal Bechstein trat am Mittwoh der Geiger Paul Elgers auf; sein Spiel _hielt sich auf der gebräuchlichen Durchschnittshöhe, die wohl eine hübsche Kantilene zustande bringt, aber sonst recht nühtern im Ausdruck bleibt. — Der um dieselbe Zeit von Clotilde Kleeberg im Beethoven-Saal ver- anstaltete Klavierabend zeigte das Können der Künstlerin wieder in hellem Lichte. Ihre glänzende Technik und ihre temperamentvolle, feinfühlige Ausdrucksweise gestalteten jede Nummer zu einem tadel- losen künstlerishen Gebilde. Besonders das weich Verträumte gelang wieder vorzüglih, wie in den „Davidsbündlern*“ und in Schuberts „Scherzo“. - Nur bei der Wiedergabe der beiden Anfangsnummern schien die Künfllerin von einer leihten Nervosität beherrscht, die diese Ausführungen beeinträchtigte. ©®
— Ô
Wetterberiht vom 2.November 1906, Vormittags 94 Uhr,
Temperatur in
Weitterungs8- verlauf der legten 24 Stunden
Wind- rihtung, Wind-
stärke | |
Name der Beobachtungs- station
Celfius Niederschlag in 24 Stunden
Barometerstand auf 0°Meeresniveau und [Schwere in 45° Breite
2|Negen bedeckt Regen ) wolkig
bededckt bededt bededt bededckt 5|bedeckt wolkenl. 3 halb bed.
Bcerkum Keitum Hamburg . Swinemünde Nügentwalder- münde . Neufahrwafser Memel Aachen SY Hannover .__ | 747,3 |S B ; Dresden . . | 751, Breslau .… | 753,1 (SDV 4halbbed. Bromberg …. | Regen - 747, bedeckt A 3|bededckt __2wolkig wolkig
Nachts Niederschl. Nachm Nieders. Nachts Niederschl.
meist beroolfi
| |
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OjO
_ztemlih heiter ziemli heiter meist bewdlkt
_| meist bewölkt Nachts Niedersck].
_ziemlich heiter
_meist bewölkt
meist bewölkt
Nachts Nieders. meist bewölkt
Nachts Niederl.
Nachm. Niederl.
Nachm. Niederschl.
(Wilhelmshayv.)
Nachts Niederschl.
(Kiel) E
Nachts Niederschl.
(Wustrow i. M.)
_ziemlih heiter
(Königsbg., Pr.) meist bewöôlkt
(Cassel) a.
Nachts Niederschl.
(Magdeburg)
Nachts Niederschl.
(GrünbergSchl.) meist bewölft
(Mülhaus., Els.)
__meist bewölkt
(Friedrichshaf.)
Karlsruhe, B.
München . . |7
E
Stornoway Malin Head | 741 Valentia Scilly
Aberdeen
2Regen
bedeckt
Regen
wolkig
Regen
Shtelds
Holyhead . Ile dv St. Mathieu
Negen
bedeckt
bededckt
(halb bed.|
(Bamberg) Nebel Nachm. Niederschl. Regen Dunst bedeckt wolfenl. halb bed, wolkig bededt Regen Regen Regen
R [O
Grisnez Paris j Vlissingen Helder Boe, Christiansund Skudesnes Sfagen Bestervig Kopenhagen Karlstad Stockholm Wisby Hernösand Haparanda c Ma 7606 Wilia M Pinsk Petersburg Wien Prag Vom Florenz Cagliari Cherbourg 3|/bedeckt Clermont . . wolkig Biarriß — Nizza wolkig Krakau . bededckt Lemberg .. bededckt Hermanstadt bededckt Brie, L ._|bedeckt Brindisi _— Livorno C Regen Belgrad _759, __7\Regen | 10,6" Helsingfors __ bedeckt |__ 3,6 Kuopio 775,4 bedeckt |__1,0 n wolkig |_46 Genf Regen 6,0 Guan bedeckt 6,9 Sit 4\wolkig | —5,8 E. O61 bedeckt | 10,0 Warschau . . 3/\bedeckt | 7,5 Portland Bill wolkig | 10,0! -
Ein Maximum über 782 mm befindet sih, ostwärts zurück- weichend, über Nordrußland, ein nordwärts V ebrlacaes Minimum unter 741 mm am Osteingang des Kanals, ein weiteres Minimum nordwestlich von Irland. ‘In Deutschland is das Wetter mild und trübe, bei vielfach starken Winden aus südlichen Nichtungen ; der Nord-
S
Q O [O Bella Belm eim too! ck
VIOVOEEEG Q
OSO 5 OND OSO ONO SO bedeckt SO b'bedeckt OSO 4halbbed.|__ SSW 2 bedeckt bedeckt 2|bedeckt bededckt 3\wolkenl. wolfkenl. halb bed. bedeckt 3\Regen Regen
vwo| a] o|m|u]z|mlo|o|o|olo]-
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[vol olo]o|o
| 1 |
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Go Go Ls RSEOS O
j | l
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| westen und Süden hatten vielfach Regen.
A Deutsche Seewarte. Mitteilungen des Königlichen Aöëöronautischen Observatoriums Lindenberg bei Beeskow, veröffentliht vom Berliner Wetterbureau.
* Drachenaufstieg vom 1. November 1906, 9} bis 10 Uhr Vormittags:
Station 122 m | 500 m | 1000 m | 1460 m | |
100.4 1046| | a7 Rel. Fchtgk. (0/0) 74 72 76 58 Wind-NRichtung . | O30 SO SSO g e Geshw.mps| 11 |27—28 etwa 25
Bewölkung wechselnd. Zwischen 320 und 500 m Höhe Temperatur-
Sechöhe Temperatur (C 9
z¡unahme von 9,0 bis 10,4, zwischen 960 und 1270 m von 8,1 bis 10,0 0,