1907 / 144 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 18 Jun 1907 18:00:01 GMT) scan diff

von dem

nd\chaft vom 2s. Tes R 18. Mai 1864

den sechsten Nachtrag

Beriht vom 10. Mai d. J. will Jh die Len Fine Be eia der Westpreu n Landschaft

am. 16. und 16. B E x, R O A 3 x idi ) en i

Ae com Uni 1851 und zu den Regu- | Di und 10. Mai 1886 sowie | in

zu dem Statut der West-

i landschaftlichen Darlehnskasse vom Ott B 876 E bi aus der zurückfolgenden Anlage ch ergebenden Fassung d Ire genehmigen.

d . Mai N Neues Palais, den T, Im R. Beseler. von Arnim.

An den Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten und den Justizminister.

E air Lk vidierten Reglement der Westpreu en Land- Lt dóm 25. Juni 1851 Geseßsammlung Seite 523 ff.

igten Zusaß zu 1) Dem Allerhöhsst am 17. April 1893 genehmig

lgende Worte hinzugefügt: s N E us “beniien als Bestandteil Ln Grundstücke oder Grundstücksteile, welhe mit Hypotheken oder

Grunds{hulden nit belastet find.“

26 Teil I. : N Piob Sidadiae Provinztal-Landschafts-Direktion ist befugt,

Imstände fung der in jedem einzelnen Falle vorliegenden Umf un Sibngua der General-Landschafts-Direktion unter E E dieser aufzustellenden Bedingungen einer Geldrente (Neallas: os L Rentenschuld) der M e H e C i den Vorrang vor eine

Be Een ibdarlebn Arairdumen, wenn diese Rente zur eng und Tilgung eines zum Bau von Arbeiterwohnungen auf dem Gute

gegebenen Darlehns dient. folgende Fassung:

è 37 Teil 1 erhält i H Det E ven Deutscben Reichs können die ausgefertigten

iefe auch durch die Post versandt werden, wenn diese Art

Pa As von Va Empfangsberechtigten in einem M

der Unterschrift von einem zur Führung. eines Dienstsiegels ets rechtigten Beamten beglaubigten Antrage verlangt wird. i 4) Der Zusatz 2 zu § 37 Teil 1 erhält folgende Fassung:

Nb Pbriflich hinsichts der Unterschrift durch einen zur Führung

eines Dienstsiegels berechtigten Beamten beglaubigte Vollmachten

genügen zur Empfangnahme der ausgefertigten Pfandbriefe namens

A E Ce Abias des § 102 Teil IT erhält folgenden Zusaß:

tats sämtlicher landschaftlichen Kassen fest". E ge E bsus des § 112 Teil II dahin lautend: , „die Etats sämtlicher landschaftlihen Kassen werden von dem Generallandtage festgesetzt“ fällt fort,

7) B M amtrad Als «ris

: lativ über die Bildung Wesipreußti|cher

P Lte obne Bezeichnung der Spezialhypothek vom 18. Mai 1864 (Geseßsammlung Seite 314).

2: „Zur Ablösung 3# prozentiger Westpreußischer Praifpeiese L Serie (sogenannte Emission A) können a h diesen auch 3X prozentige Westpreußishe Pfandbriefe Emission B, ub uon gekehrt zur Ablösung der leßteren auch prozentige Pfandbriefe 1. Serie Emission A verwendet werden.

8) C. N L Ge dto ; " „Regulativ, betreffend die Ausgabe rozen - D T briefe I. Serie Emission B und 3èéprozen- tiger P a dbriete IT. Serie fowie die Konvertierung der 4prozen- tigen Pfandbriefe 1. und 11. Serie der Westpreußischen Landschaft vom 10. Mai 1886 (Geseßsammlung Seite 179 ad 2).

ält folgende Fassung: d Tis Eger der N prozentigen Pfandbriefe II. Serte ent- richten an die Landschaft jährlih 3 °/o zur Verzinsung und è °/o jährli | Sa / Sicherheitsfonds so lange, bis in diesem 2909/0 der 7 Pan bericfi@alt in Pfandbriefen an esammelt find, und b. demnächst fortlaufend zum Tilgungsfonds.

Auf

9) D. Sedchster A iilta

zu dem Statut der Westpreußischen landscha en k vom 9. Oktober 1876 (Geseßsammlung É in Seite 463 Nr. 10):

a. Die bisherige Firma der Westpreußischen landshaftlichen Dars

ird i E andsWaftliche Bank der Provinz Westpreußen“

O 8 20 des Statuts ' M e : s Ï ben Westpreußischen Landschaft is durch Beschluß des Generallandtages der Westpreußischen Landschaft vom 16. November 1906 gestattet worden, den zu dem Grundkapital der Darlehnskafse von thr geleisteten Beitrag von 300 000 um 609 000 M zu er-

höhen.“

Ministerium der geistlihen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten.

Am Schullehrerseminar zu Büren ist der kommissarische Lehrer Bok hoff vom Seminarnebenkursus daselbst, am Schullehrerseminar zu Raßeburg der Predigtamts- kandidat Studer aus Berlin und M am Schullehrerseminar zu Osterode Ostpr. der Prä- parandenlehrer Riemann daselbst als ordentliher Seminar-

r angestellt worden. V e t erbiblictekar Dr. Kopfermann und dem

Bibliothekar Dr. Voulli ème an der Königlichen Bibliothek zu Berlin is das Prädikat Professor, j

dem Militärmusikdirigenten Hellmann bei dem T fanterieregiment rinz Louis Ferdinand von Preußen (2. Magdeburgischen) Nr. 27 der Titel Königlicher Musikdirektor

verliehen worden.

Die Kreisarztstelle des Kreises Lippstadt, RNegie- rungsbezirk Kynder mit dem Amtssi in Lippstadt, : die Svetaunfecile des Kreises Berncastel, Regie- rungsbezirk Trier, mit dem Amtssiß in Berncastel und die Kreisassistenzarztstelle des Stadtkreises Strak- sund und des Kreises Franzburg mit dem Amtssiß in

Stralsund sind zu beseßen.

Ministerium des Fnnern.

Dem Oberregierungsrat Dr. von Grimm ist die Leitung der Kirchen- und. Sczuitabteilung bei der Regierung in Cöln, dem Oberregierungsrat Mandel die zweite Dirigenten-

Kirchen- und Schulabteilung bei der Regierung in Hildes- heim und

für die Markscheider im / Püt 1871 bringen wir zur ô

[Me era pra ts

werbes der Markscheider von uns erteilt worden ist. i 8 14 Abs. 1 Ziffe ] esepes und Kreis Schleiden, nehmen. deshalb als versicherungsberechtigt angesehen worden ( 3), F

ür die Markscheider im preußischen Staate vom 21. Dezember Ter bringen wir zur öffentlichen Kenntnis, da cheideraspiranten t

O roten die Konzession zum Betriebe des Ge- werbes der Markscheider von uns erteilt worden ist. t Hermann Schleiden wird seinen Wohnsiß in Gersweiler, | h

Kreis Sarbrücken, nehmen.

S. 357) sind bekannt gemacht :

die Verleihung des Enteignungsrehts an die Stadt Halle a. S. zur Anbringung der den ie L

t an den raßenseiten der Hâäujer, 0 he Königlichen Regierung zu Merseburg Nr. 3 S. 23, ausgegeben am 19. Januar 1907;

ä 8genofsenschaft Kowalewen zu Kowalewen im Kreise S O N 'miblatt der Königlihen Regierung zu Allenstein Nr. 22 S./ 171, ausgegeben am 29. Mai 1907;

Meliorationsgenofsenshast Hammer zu Czarnikau im Kreise Czarnikau

dur das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Bromberg Nr. 22 S. Tas ausgegeben am 309. Mai 1907;

durch das Amtsb

dem YOberregierungsrat Dr. Schuly die Leitung der

grat von Redern die Stelle als Me der Fh Schulabteilung bei der Regierung

Allenstein übertragen worden. ga

G J

Bekanntmachung.

‘8 4 der allgemeinen Vorschriften Unte A Fischen Staate vom 21. Dezember lihen Kenntnis, daß dem Mark- udwlä Lennarÿ aus Bachrevier bei

ehernih die Konzession zum Betriebe des Ge- Ludwig Lennarß wird seinen Wohnsiy in Mechernich,

den 12. Juni 1907. E aFitliches Oberbergamt. Baur.

Bofanntmachung. Unter Bezugnahme auf § 4 der allgemeinen Vorschriften | q

dem Mark-

ermann Schleiden aus Gersweiler bei

, den 12. Juni 1907. ia aduigliches Oberbergamt.

Baur.

BSPanntmaMhung. Nach Vorschrift des Gesetzes vom 10. April 1872 (Geseßsamml.

1) der Allerhöchste Erlaß vom 4. Dezember 1906, betreffend

dienenden Vors das Amtsblatt

2) das am 25. März 1907 Allerhöch\# vollzogene Statut für die 3) das am 26. April 1907 Allerhöh\ vollzogene Statut für die

4) das am 30. April 1907 Allerhöchst vollzogene Statut für die enofsenschaft Uenglingen zu Uenglingen im Kreise Stendal Drehnagegenoy en der Seirialichen egierung zu Magdeburg Nr. 21 ; ; altbgegea am 2%. Mai 1907; 9 v E L Mai 1907 Allerhöch\# vollzogene Il. Nathtrag zum Müen Statut für den Düfseldorf-Hamm-Volmeswerther Deich- verband vom 16. Januax 1894 durch das Amtsblatt der Königlichen Regterung zu Düsseldorf Nr. 21 S. 243, ausgegeben am 25. Mai 1907 ; 6) der Allerhöchste Erlaß vom 4. Mai 1907, betreffend die Ver- leihung des Enteignungsrechts an den Landkreis Flensburg für Er- gänzungen und Erweiterungen ‘der Anlagen der Kleinbahn von Flens- burg nah Kappeln, durch das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Schleswig Nr. 23 S. 223, ausgegeben am 1. Juni 1907.

Abgereisst : Seine Exzellenz der Staatsminister und Justizminister Dr. Beseler, in dienstlichen Angelegenheiten nah der Provinz Posen; der Ministerialdirektor im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Wirkliche Geheime Oberregierungsrat Wehrmann, mit mehrwöchigem Urlaub.

Nichlamfliches.

Deutsches Reich,

Preußen. Berlin, 18. Juni.

Seine Majestät der Kaiser und König hörten gestern in Brunsbüttelkoog an Bord der Jacht „Hohenzollern dén Vortrag des Chefs des Marinekabinetts, Kontreadmirals

von Müller.

Der Ausschuß des Bundesrats für Handel und Verkehr hielt heute eine Sißung.

Die Nr. 6 der „Amtlichen Nachrichten des Reichs- versiherungsam{s* vom 15. Juni 1907 enthält im

vorstand Akten 2c. (2183).

auf Grund des §

morgen nach

Nanking eingetroffen.

Thasos in See gegangen.

ersten

egenüber dem Genofsenschafts-

j ftionen Ueber die den Sektione zur Mitteilung von

obliegende Verpflichtung

itt B, Jnvalidenversicherun g, sind folgende, E N t des Aa N E S erng enes er: M tsheidungen mitgeteilt: i E aen tischo Aerzte fh Tierärzte gehören nicht zu den - ewerbetreibenden im Sinne des 8 14 Abs. 1 Ziffer 2 des nvalidenversiherungsgeseßzes und sind deshalb nicht befugt, L

freiwillig in die Versicherung einzutreten (1301).

Die an rittershaftlihen Landshulen im Großherzogium |

cklenburg-Streliß angestellten Schullehrer sind erst na Er- | ns Hes Nen slontansprucs von der Versicherungspfliht | befreit, da ihnen vor dieser Zeit eine Anwartschaft auf nicht gewährleistet ist (1302). F

ension |

Éin Stadtmissionar ist als Angestellter im Sinne des Al a 1 des ‘Invalidenversiherungsgeseßes und !

Die Versicherungspfliht eines auf einem Schlacht- und |

Viehhofe tätigen Oberviehtreibers ist bejaht worden (1304).

aut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M. S. „See- dler am 15. Juni in Beira eingetroffen und beabsichtigt, |

ort Aurelia in See zu gehen. |

S M Flußlbt, „Vorwärts“ 1#stt am 15. Juni in

E b E f

N.-P.-D. „Borussia“, mit den abgelösten Besaßun gs | eilen dex Schiffe des Kreuzergeshwaders an Bord, | at am 15. Juni von Tsingtau aus die Heimreise angetreten, F S. M. S. „Loreley“ ist gestern von Therapia nah f

Oesterreich-Ungarn.

Der österreihishe Reichsrat ist gestern zu seiner f A E Der Ministerpräsiden reiher von Be ck forderte den Abgeordneten Funke auf, da

Alterspräsidium zu übernehmen und die Konstituierung de

auses einzuleiten. er ( | Deisiet, ernabin er das Präsidium und hielt eine Ansprah

Nachdem der Abgeordnete Funke den Ed f

an das Haus, das er als erstes aus dem allgemeinen Stimn- B reht hervorgegangenes, wahres Volkshaus begrüßte. Y / Die großen an dasselbe geknüpften Hoffnungen würden, so N der Redner, „W. T. B.* zufolge, aus, troß der s{chweren Aufgaben, | die des Hauses harrten, in Ecsüllung gehen. Wenn si zu E Hause vereinigten gründlichen Wissen und der reichen 1 A fahrung freudige Arbeitswilligkeit und Pflichtbewußtsein gele f F werden, dann seien dem I dauernde segenséreiche rfo J für den Staat und dessen Völker gesichert. Das Pay 4 könne niht würdiger an der Schwelle des neuen Sn E die Arbeiten beginnen, als indem es des erhabenen Herrschers gedenkt z der durch nahezu 60 Jahre mit größter Aufopferung seines {weren M Berufs walte, und indem er die Abgeordneten auffordere, ein Ho H auf den Monarchen Ee (Die Abgeordneten brachten drei malige Hochrufe aus. E d Nach Ernennung interimistischer Schriftführer und T-B lesung der Eidesformel in aht Sprachen leisteten die AB geordneten nah Namensaufruf den Eid. Der Alterspräsident \ teilte mit, daß die feierlihe Eröffnung des Reichsrats an Mittwoch, 12 Ühr Mittags, stattfinden werde. Hierauf wurde j die Sißung bis nächsten Donnerstag vertagt. / h Das österreichishe Herrenhaus hielt gestern nahmittag seine erste Sizung ab, in welcher der Ms / präsident Freiherr von Beck das neu ernannte Präsidiunss

) räsident Fürst Alfred Windischgrähß hielt dann eini a iAe an das La, in der er für den neuen Beweis des M ! trauens und der Gnade des Kaisers seinen Dank aussprach und E Haus bat, dem Präsidium au fernerhin das frühere Wo Î und freundlihe Unterstüßung zu gewähren. Der Präsident Is ‘0 weiterhin den Wunsch aus, daß eine überhastete Grledigurg der y E gaben des Hauses nur eine Auënahme bilden möge. Er {loß Lu den innigsten Segenswünschen für den Monarchen und | brachte n lebhaft aufgenommenes dreimaliges Hoh auf den Kaiser Fra e Joseph aus. ¡Gt : Ä

Nach Erledigung einiger Formalitäten wurde die Sißung geschlossen. Die nächste Sißung findet am Donnerstag statl. 1

Nachdem die kroatischen Abgeordneten im ungari he Abgeordnetenhause länger als eine Woche zum Ei] e" Ga Nag en Oie getrieben hatten, ergriff der E präsident Dr. Wekerle gestern das Wort und führ

. T. B.“ zufolge aus: / j 77 Die Reaiéting Vabé gegenüber Kroatien gegenwärtig fo gro! Entgegenkommen bewiesen wie seit 40 Jahren nicht; die Froatis j Abgeordneten s{hienen die Situation jedo völlig verkennen und n E. Obstruktion jede Beratung unmöglich machen zu wollen. auch die Geduld habe ihre Grenzen; es müßten gegen einen dera Ansturm andere Waffen angewendet werden. Der Ministerpräside erklärte \chließlih, er wende sich im Ton der Bitte an die kroat Abgeordneten, das Einvernehmen mit Ungarn nicht zu stôren. 6M die Bitte wirkungslos bleiben sollte, müsse man andere Mittel ged 2 die Obstruktion ergreifen. Nach der Rede des Ministerpräsidenten L langten die Kroaten eine geheime Sißung, um ihre Beschwerden 1! die strenge Handhabung der Hausordnung vorzubringen. Der V präsident Navay erklärte es für seine Pflicht, in der Leitung Y

Debatte gerecht gegen jedermann zu verfahren, doch könne man 7 staatsfeindlihen Treiben gegenüber keine Nachsicht üben. s

Amtlichen Teil, Abschnitt A, Unfallversiherung, folgen Rekursentscheidungen, Bescheide und Be- V eter die Anrechnungsfähigkeit der Trinkgelder der Straßenbahn- und Omnibusschaffner auf den Jahresarbeits- ienst (2179). *

E §10 Abs. 3 Sah 1 des a Lee Ah rungsgeseßes is für die Rentenberechnung nur der Lohn

des ganzen Jahres vor dem Unfall in dem abten And, in welchem sih der Unfall ereignet hat (2180). Nach § 88 Abs. 3 des Gewerbeunfallversicherungsgeseßes

und dem Rentenberechtigten über die anderweite Festst der Entschädigung dann niht mehr die Zuständigkeit des Schiedsgerichts aus, wenn es erst nah Stellung des Antrags beim Schiedsgericht erzielt wird (2181). i

Kalksandsteinfabriken gehören zur Ziegeleiberufsgenossen- haft (2182).

*) Die neben den einzelnen Entscheidungen stehenden ein- iti aiae Zahlen geben die Ziffer an, unter welcher diese in den

stelle bei der Kirchen- und Schulabteilung der Regierung in Arnsberg,

„Amtlichen Nachrichten“ veröffentlicht sind.

i i beiter zu berüsihtigen, die während | solcher p Arbe Ö ch a 2 biSdtn

schließt das Einverständnis zwischen der Berufsgeno d n |

Frankreich. Der König und die Königin von Dänemark h gestern vormittag Paris wieder verlassen. B Das franzóösisch-japanische Abkommen a A ù " einer Meldung der „Agence Havas“, folgenden Wortlaut: Die beiden Regierungen von Japan und Frankreich vereinba!! indem fie sich vorbehalten, in Unterhandlungen wegen Abschlu} eines Handelóvertrags einzutreten, hinsihtlich der Beziehungen ¡wis Japan und Französish-Indochina folgendes: Die Behandlun j ' meistbegünstigte Nation wird den japanishen Beamten und e i tanen in Franzo E Indodna Jugevimgt für alles, was ihre p | und den Schuy ihres Eigentums betrifft. Die nämliche Behand wird den Untertanen und Schußbefohlenen von San Î im japanischen Reich zugebilligt, und zwar bis zum Ablauf des zw!|( Japan und Far abgeslofienen Handels- und Schiffahr es vom 4. Augu è E Regierung e ranzösishen Nepublik und die Regier Seiner Majestät des Kaisers von Japan, beseelt von dem Wur die zwischen ihnen bestehenden freundshaftlihen Beziehungen zu st A und für die Zukunft jeden Anlaß zu einem Mißverständnis A heiden, haben beschlossen, folgende Vereinbarung zu treffen : i | as dan von Frankteih und Japan stimmen darin überein, j Unabhängigkeit und Unversehrtheit Chinas sowie den Grundsaß

Gleichheit der Behandlung in diesem Lande für den Handel und für die Staatsangehörigen aller Nationen zu respektieren. Da sie ein besonderes Interesse daran haben, die Ordnung und den fried- lihen Stand der T namentli in denjenigen Gebieten des cine- schen Reiches gewährleistet zu sehen, welche den Gebieten benahbart nd, in denen fie das Recht der Souveränität, des Schutzes oder der Beseßung ausüben, verpflichten sie sich, sh gegenseitig zu er igen, um den Frieden und die Sicherheit in jenen Gegenden herzustellen im Hinblick auf die Aufrehterhaltung der respektiven age und der E beider vertragschließenden Parteien auf dem asiatischen etliande. __Das Abkommen ist unterzeichnet von dem französischen C ea des Aeußern Pichon und dem japanischen Botschafter urino.

Der Ministerrat hat in seiner gestrigen Sißung, „W. T. B.“ zufolge, endgültige Maßnahmen na die bestimmt sind, die tung vor den Geseßen in den Weinbau- departements serqu tellen. Anordnungen in diesem Sinne sind nah Schluß des Ministerrats an die Behörden der be- teiligten Departements telegraphish übermittelt worden. Wie die Pariser Blätter melden, sind die Maßnahmen, die der Ministerrat beschlossen hat, folgende: Einleitung des gerihtlihen Verfahrens gegen alle Mitglieder des Komitees

von Argelliers wegen Aufreizung ppe Aufruhr, gerichtliche |

moe Lad der Weinfälsher, Ver olgung gewisser Bürger- meister, leßterer wegen gemeinsamen Vorgehens zu dem Zwecke, sich an Stelle der Zentralgewalt zu seßen, Verlegung des 100. Jnfanterieregiments und einiger anderer Regimenter des Südens. ___— Die Deputiertenkammer seßte gestern vormittag die Beratung des Gescßentwurfs, betreffend die Verhütung von Weinfälschungen, fort. nahm die Kammer den Antrag der Kommission, die Zu- shlagssteuer auf zur Weinbereitung bestimmten Zucker auf 40 Fr. festzuseßen, mit 341 gegen 214 Stimmen an.

In der Nachmittagssizung interpellierte der Abg. Graf Boni de Castellane den Minister des Aeußern Pichon wegen des französish-japanishen Abkommens. Nach

dem Bericht des „W. T. B.“ spra der Redner seine Freude |

aus über die verschiedenen Verständigungen, die den status quo im äußersten Osten gewährleisten, und fuhr dann fort: Das französisch - japanishe Abkommen sei von der englishen und der russishen Presse, die wüßten, daß das Abkommen friedlich set, gut aufgenommen worden. Cr, Nedner, sei überzeugt, daß durch die jüngsten Ereignisse im äußersten Osten in keiner Weise eine dedrobliche Situation für Indochina geschaffen sei. Das französis- japanische Abkommen erleichtere der französischen Regierung bei ihrer Arbeit zum Besten des Vaterlandes ihre Aufgabe. Der Redner beglückwünschte die Regierung dazu, daß sie mit Japan ein Abkommen ge- chlossen habe, das, dank der französisch, russishen Allianz, Frankreichs Besißungen im fernsten Osten garantiere. Entsprechend dem Wunsche des Grafen de Castellane, der am Schluß setner Ausführunzen einige Aufklärungen erbat, verlas sodann der Minister des Auswärtigen Pichon den oben mitgeteilten Wortlaut des Abkommens, der unter größter Stille angehört und mit Zustimmungsrufen und Beifall auf- genommen wurde. Pichon fügte hinzu: Das französisch-japanische Ab- kommen hat zu Grundlagen die e vor der Integrität Chinas, die Aufrechterhaltung des status quo und die Garantle des Friedens in China. Japan widerlegt auf diese Weise ein für allemal diejenigen, die es beshuldigt haben, ehrgeizige Eroberungépläne zu hegen, und es be- kräftigt feinen Willen, den status quo zu achten. Die gegenseitige Unterstützung, „welche die beiden Nationen sch versprechen, ist ihrem Wesen nach friedlich. Das Uebereinkommen {ließt sih übricens den Verhandlungen mit Rußland an, die bald beendigt sein und die in einem Sinne geführt werden, der dem Ton der englischen Verhandlungen bezüglich Indiens, dem berzlihen franzöfisch- englischen Einvernehmen und der N - rufsishen Allianz entspriht.“ Der Redner sprach dann feine Freude aus, daß Japan zu den Großmäthten gehöre. Japan habe vor 7 Jahren das Recht erworben, zu thnen gezählt zu werden, indem es mitgeholfen habe, die Europäer in Peking zu befreien. Pichon bemerkte, daß das Abkommen im Interesse aller Nationen abgeschlossen sei und er hoffe, daß die Kammer es ebenso schäßen werde. wie die Regierung. Die Interessen Deutschlands, Italiens und der Vereintgten Staaten von Amerika seien besonders gewahrt, weil das Uebereinkommen ge- gründet fei auf der wirtschaftlihen Gleichheit der Nationen. _ Na einer Meldung des „W. T. B.“ hat der Unter- staatssekretär im Ministerium des Jnnern Albert Sarraut, der Deputierter für Narbonne is, an den Ministerpräsi- denten Clemenceau ein Schreiben gerichtet, in dem er diesem mitteilt, daß er von seinem Amte als Unterstaats- sekretär zurücktrete, weil die Ereignisse, deren Schauplaß sein Wahlkreis gegenwärtig sei, ihm nicht erlaubten, seine Mitarbeit an der Regierung fortzuseßen, und ihn der Mög- lichkeit beraubten, die Sache derer, die ihn als ihren Adoptivsohn angenommen hätten, im Schoße der Regierung zu verteidigen, Troß der dringenden Vorstellungen Clemenceaus verharrt Sarraut bei seiner Weigerung, sih mit den Maß- nahmen des Ministerrats einvariigriden zu erklären. Der Handelsminisier Doumergue und der Unterstaatsscekretär im ultusministeriuum Dujardin-Beaumeß, die wie Sarraut Deputierte des Südens sind, behalten ihre Portefeuilles, weil nur wenige Bürgermeister ihrer Wahlkreise ihr Amt nieder- gelegt haben, während im Wahlkreise Sarrauts alle demissioniert haben.

Rußland.

Das neue Dumawahlgesehß bestimmt, nah Meldungen der „St. Petersburger Telegraphenagentur“, daß die Wahlen zur Reichsduma in den Gouvernements, die nah den allgemeinen Gouvernementsverwaltungsgesezen verwaltet werden, und in den 7 Städten St. Petersburg, Moskau, Warschau, Kiew, Lodz, Odessa und Riga stattfinden. Jn Polen sowie in den Gouvernements Jrkutsk und Jenisseisk finden die Wahlen nah dem alten Wahl- geseß statt, mit der Maßgabe, daß Polen 14 9 eordnete, darunter 2 Abgeordnete russisher Nationa- lität, in die Duma schickt, Die Wahlen im Kaukasus und im fernen Osten werden durch besondere Gesehe geregelt. n 5 von den oben genannten 7 Städten, nämlih in St. Petersburg, Moskau, Kiew, Odessa und Riga, finden die Wahlen auf Grund direkter Stimmabgabe statt. Jeder Stimmberechtigte hat bei den Wahlen nur eine Stimme und kann nur in einer Wahlkurie wählen. Die Wahlen der Abgeordneten zur Neichsduma finden in Gouverne- mentsversammlungen statt, die aus Wahlmännern von 5 Kategorien e aus Gutsbesißern erster und zweiter Stufe, städtishen Wählern, Bauern, und da, wo das Geseh es bestimmt, auch aus Arbeitern. Die städtischen Wähler zerfallen in zwei Stufen nah dem Vermóögens- eas Die Wahlmänner werden gewählt in Ver- ammlungen von Gutsbesißgern, von Bevollmächtigten von Bauern, von städtishen Wählern in zwei Klassen und von Arbeiterbevollmäctigten. Die Versammlungen der Gutsbesißer, der Bauernbevollmächtigten und der städtischen

- -

Nach längerer Verhandlung

darüber | SPezialdebatte des Kriegsbudgets,

Wähler können auf Anordnung des Ministers des Jnnern geteilt werden nah Ortschaften, nah höherem oder niedrigerem ermögenszensus und in Bezirken mit gemischter Bevölkerung nah ihrer Nationalität. Bevollmächtigte und Wahlmänner können nur aus Personen gewählt werden, die das Recht der Teilnahme an den Versammlungen an dem Orte besißen, wo die Wahlen stattfinden. Personen, denen das Ret der Be- teiligung an diesen Wahlen nicht zukommt, dürfen den Wahlen niht beiwohnen. Frgendwelche Resolutionen und Beschlüsse, die auf die Wahlhandlung keinen Bezug haben, dürfen von Versammlungen nicht gefaßt werden. Die Gouvernementswahl- versammlung wählt in corpore zuerst einen Abgeordneten aus der Zahl der von den Versammlungen bäuerliher Bevoll- mächtigter aufgestellten Wahlmänner, alsdann ebenfalls in cor- 0re einen Abgeordneten aus der Zahl der Wahlmänner der ut8besißerversammlungen, hierauf einen Abgeordneten aus der Zahl der Wahlmänner „städtisher Versammlungen erster und zweiter L Bezüglich der Reihenfolge, in der diese eR vorzunehmen stnd, enthält das Gesek für die ver- schiedenen Gouvernements verschiedene Bestimmungen. Hierauf erfolgt durch die Gouvernementsversammlung aus der Gesamt- zahl der Wahlmänner die Wahl der übrigen vom Geseh für ie betreffenden Gouvernements festgeseßten Abgeordneten. Jn den Städten mit eigener Vertretung, Warschau und Lodz aus- genommen, wählt jede der zwei Klassen ihre Abgeordneten ge- tert aus ihrer Mitte. Die Gesamtzahl der Abgeordneten eträgt 442, davon entfallen auf das europäische Nußland 403, | auf das asiatishe Nußland 15, auf den Kaukasus 10, auf | Polen 14, Nach Meldungen aus verschiedenen Gegenden des Reichs ist, obiger Quelle zufolge, nirgends eine Störung der Ruhe | und Ordnung infolge der Veröffentlihung des Erlasses und | des Manifestes über die Auflösung der Reichsduma | bemerkt worden.

Spanien.

G der gestrigen Sißung der Deputiertenkammer wurde die Regierung über das spanish-franzöósische Ab- kommen um Auskunft gebeten.

Nach dem Bericht des „W. T. B.“ erklärte der Minister des Aeußern auf die Anfrage, daß die ¿wischen Frankreih und Spanien ausgetauschten Noten die Aufrehterhaltung des Status quo für die respektiven Besißungen im Mittelländischen Meer und im Atlantischen Ozean erstrebten, ohne die Beziehungen zwishen den Mächten zu | ändern. Das Abkommen sei wesentlih cin Seeabkommen.

Schweiz,

Der Nationalrat hat gestern, laut Meldung des D. BL übereinstimmend mit dem Ständerat den Be i- tritt der Schweiz E Haager Konvention über die Geseße und Gebräuche des Landkrieges beschlossen.

| | l | | j | |

Luxemburg.

Der Zentralaus\chuß der Kammer für den Geseß- entwurf, betreffend das Familienstatut des Großherzogs, hat sih, nah einer Meldung des „W. T. B.“, einstimmig für die Regelung der Thronfolgefrage im Sinne des Vor- [hlags der Regierung ausgesprochen. Die Kammer wird für S Un Si0a zur Besprehung des Gesehentwurfs einberufen werden.

Serbien.

Die Skupschtina hat in der gestrigen Sißung bei der h einer Meldung des „W. T. B.“ zufolge, einen Antrag des jungliberalen Depu- tierten Joksimovitsh auf Einseßung einer Kommission zur Ueberprüfung der Heeresverwaltung angenommen.

Afien.

__ Nach einer Meldung des „Reutershen Bureaus“ haben die Teheraner Polizisten in vergangener Woche ihren Chef gefangengeseßt und gedroht, ihn in Haft zu behalten, bis fie die rückständigen Gehälter erhalten hätten. Der Minister des Jnnern versprach die Auszahlung, worauf der Polizeichef in Freiheit geseßt wurde. Als aber das Geld nicht eintraf, veranstalteten die Ausständigen eine lärmende Kundgebung und weigerten \ih, eine Teilzahlung an- zunehmen. Der Dragoman des türkischen Konsulats if am Sonnabend ut der Straße erschossen worden; der Mörder

ist entkommen.

Koloniales,

Wie ,W. T. B.* zufolge aus Deutsh-Südwestafrika be- rihtet wird, töteten Simon Kopper-Leute von Gochas am 5. Juni bei Daberas den “abei Duncun, wahrscheinlich aus Rache für seine den deutshen Truppen während des Krieges geleisteten Dienste. Die Mörder trieben Ochsen in die Kalabari und konnten nicht mehr eingeholt werden.

Nach einer amtlihen Meldung ist der Reiter Ca mill Schneider bon der 4. Kolonnenabteilung, geboren 13. 7. 1883 zu Glbach, Kreis Altkirch, früher bei den Jägern zu Pferde Nr. 14, am 12. 6. 1907 in Krankensammelstelle Aus infolge einer Schußverlezung gestorben.

Nr. 27 des „Zentralblatts für das Deutsche Neich“, Serautgegeben im Reichsamt des Innern, vom 14. d. M., hat folgenden nhalt: 1) NLUMRN en: Ernennungen; Erxequaturerteilungen ; Ent- lafung ; Al lle. 2) TLONen: Status der deutschen Noten- banken Ende Mai 1907. 3) Militärwesen : Abänderung der Land- E Mnteilung: Berichtigung des Verzeichnisses der Zivil. vorsißenden der Crsaßkommissionen. 4) L derfiherung8wesen : Beaufsichtigung einer privaten Versicherungsunternehmung durch die Landesbehörde. 5) Zoll- und Steuerwesen: Zulassung eines zoll- freien Veredelungsverkehrs für gesägte Bretter aus Kiefernholz; Ver- änderung bet den Stationskontrolleuren. 6) Polizeiwesen : Aus- weisung von Ausländern aus dem Reichsgebiet.

Nr. 25 des „Eisenbahnverordnungösblatts*, heraus- egeben im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, vom 13. Junt hat " genden Inhalt : Geseß, betreffend Abänderungen des Pensionsgeseßzes vom 27. März 1872 (G.-S. S. 268) und der Geseße vom 31. März 1882 (G..S. S, 133), vom 20. März 1890 (G.-S. S. 43) und vom 29. April 1896 (G.-S. S, 87). Vom 27. Mai 1907. Geseh wegen Abänderung des Geseyes, betreffend die Fürsorge für die Witwen und Waisen der unmittelbaren Staatôbeamten, vom 20. Mai 1882 G.-S. S. 298) und des Geseßes vom 1. Juni 1897 (G.-S. S. 169).

om 27. Mai 1907, Geseh, betreffend die Erweiterung, Vervoll-

ständigung und bessere Ausrüstung des Staatseisenbahnnetes und die Beteiligung des - Staates an dem Baue von Kleinbahnen. Vom 29, Mai 1907. Nachrichten. f

Statistik und Volkswirtschaft.

Die deutsche überseeische Auswanderung im MonatMat 1907 und in dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Es wurden befördert deutsche Auswanderer im Monat Mai über 7a 1906 . 160 1771 Hamburg . N « 1005 851 deutsche Häfen zusammen . . 2606 2622 fremde Hâfen (soweit ermittelt) 419 709 überbaupt . . 3025 3331. Aus deutschen Häfen wurden im Monat Mai 1907 neben den 2606 deutschen Auswanderern noch 44 073 Angehörige fremder Staaten befördert, davon gingen über Bremen 22 216, über Hamburg 21 857,

Bremen .

\hnittspreise der wichtigsten Lebens- und uttermittel im Monat Mai 1907

betrugen in Preußen nah der „Stat. Korr.“ für 1000 kg: Weizen 202 (im April d. J. 187, im Mai 1906 177) M, Roggen 199 (172 bezw. 158) M, Gerste 170 (164 bew, 120 M Hafer 192 (180 bezw. 166) A, gelbe Erbsen zum Kochen 249 (248 bezw. 237) #4, weiße Speisebohnen 316 (311 bezw. 332) 4, Linsen 575 (975 bezw. 508) A, Eßkartoffeln 71,1 (63,9 bezw. 45,1) M, Nichtstroh 52,2 (49,8 bezw. 52) 4, Heu 98,2 (55,5 bezw. 58,1) „4, Rindfleisch im Großhandel 1270 (1276 bezw. 1203) A; im Klein- handel für 1 kg: RNindfleish von der Keule 1,61 (1,62 bezw. 1,58) M, vom Bauche 1,37 (1,38 bezw. 1,33) , Schweinefleish 1,39 (1,42 bezw. 1,64) Æ, Kalbfleish 1,61 (1,63 bezw. 1,62) 4, Hammelfleish 1,62 (1,62 bezw, 1,56) Æ, inländischen geräucherten Speck 1,63 (1,69 bezw. 1,86) G, Efßbutter 2,45 (2,44 bezw. 2,43) 4, inländishes Schwetineshmalz 1,59 (1,65 bezw. 1,78) Æ#, Weizenmehl jur Speisebereilung 34 (32 bezw. 31) F, Roggenmehl 30 (28 bezw. 27) 4, für 1 Schock Eier 3,34 (3,48 bezw. 3,33) M

Die Getreidepreise haben sich im Mat d. R, s bedeutend er- höht. _Die Erhöhungen gegen den Vormonat betragen beim Weizen: in Posen 39, in Gleiwiß und Paderborn 21, in Danzig und Breslau 18, in Koblenz und Aachen 17, in Hannover 16, in Bromberg, Görlig und Kiel 15, in Königsberg i. Pr.,, Frankfurt a. O., Stralsund, Magdeburg, Osnabrück und Neuß 14, in Caffel 13, in Köslin und Halle a. S. 11, in Hanau 9 ; beim Roggen: in Pader- born 30, in Aachen 27, in Posen und Görliy 25, in Gleiwiß und Oénabrück 24, in Breslau und Halle a. S. 23, in Danzig, Magteburg und Neuß 22, in Stettin 21, in Frank- furt a. O. und Koblenz 20, in Hannover 19, in Trier 18, in Bri berg und Stralsund 17, in Caffel 16, in Königsberg i. Pr. und Kiel 14, in Köslin 12, in Hanau 10 4; bei der Gerste: in Königsberg i. Pr. 26, in Osnabrück 22, in Görliß 12, in Köslin und Berlin 11, in Daniig 10, in Koblenz 8, in Gleiwitz, Stralsund und Hannover 7, in Posen und Kiel 6, in Breslau 5, in Bromberg 4, in Frankfurt a. O. und Pader- born 2, in Caffel und Hanau 1 4; beim Hafer: in Stralsund 18, in Aachen 17, in Königsberg i. Pr., Danzig, Gleiwiß und Halle a. S. 15, in Magdeburg 14, în Breslau und Stettin 13, in Görliß, Berlin Osnabrück, Paderborn, Koblenz und Neuß 12, in Köslin, Posen, Kiel und Hannover 11, in Caffel 10, in Frankfurt a. O. 9, in Hanau 8, in Bromberg 5

Die Dur

Zur Arbeiterbewegung.

Mit dem Kampf im Baugewerbe beschäftigte sih vorgestern eine Mitgliederversammlung des Vereins der Zimmerer von Berlin und Umgegend. Der Vertrauen8mann- betonte, wie der «Vos. Ztg.“ mitgeteilt wird, daß der Beschluß der vorigen Versammlung, nah dem jedes Vereinsmitglied selbständig die Arbeit niederlegen konnte, wenn auf dem Bau, wo es eintreten sollte. Afffkords- maurer oder andere Arbeit3willige beschäftigt werden, zu mancherlei Streitigkeiten geführt hätte. Es emvf-hle fich daber die Annahme eines Antrags, wonach in Zukunft Arbeit8niederlzgungen zu Gunsten der Maurer und Bauarbeiter nur mit Zustimmung der Organisations[eitung stattfinden dürfen. Ei jenmächtige Arbeits einstellungen sind auf alle Fälle zu unterlassen. Die Abstimmung ergab mit etwa 50 Stimmen Mehrheit die Annahme dieses Antrags. In einer am Sonntag abgebaltenen K onfektion8\chnei versammlung wurde mitgeteilt, daß die Unternehmer bisher Stellung zu den neuen Forderungen noch nicht genommen hâtten. Der Lohnkommission fei nur geantwortet worden, daß die maßgebenden Firmeninhaber verreift seien und daß daber dor Mitte Juni keine Entscheidung getroffen werden könne. Es wurde, der eVoss. Ztg.“ zufolge, eine Erklärung angenommen, in der es u. a. heißt: „Die Versammlung erwartet von dem Verein der Berliner Herren- und Knabenkonfektionsfirmen en gros nunmehr innerbalb 14 Tagen eine bestimmte und präzise Antwort darüber, ob die Konfektionére gewillt sind, den Forderungen der Konfektionsschneider entgegenzukommen oder niht. Für den Fall, daß während dieser Zeit ein befriedigender Bescheid nicht eingeht, d. h wann und wo die Verbandlungen be- innen sollen, ist, bevor die Arbeit8niederlegung bes{lofen wird, das Berliner Gewerbegeriht als Einigungsamt anzurufen.“

In Offenbach haben die Metallarbeiter gestern die Arbeit wieder aufgenommen.

In den Kohlenbergwerken der Donau Damvpfschiffahrts- esellshaft in Fünfkirchen trat gestern früh der ß i Arbeiter in den Ausstand. Die Streikenden, deren Z 2500 be- trägt, fordern, „W. T. B.* zufolge, eine beträchtlihe, Lohnerhöhung.

In Newcastle wollen am näbsten Sonnabend gegen 15 0c0 Schiff9mechaniker ihre Arbeitsvertr&äge kündigen, da die von ibnen ver- langte Lohnerhöhung um zwei Schillinge wöchentlih von den Schiff5« bauern abgelehnt wurde,

Kunft und Wissenschaft.

Im Kunstgewerbemuseum ist im oberen Vestibül eine Reibe von glasierten Tonarbeiten des Malers Emil Pottner aus« gestellt. Es find durhweg Tierfiguren, zumeist Vögel, Papageien, Kakadus, Hühner, Reiber, von lebendigster Wiedergabe der Natur, jedes Stü eine selbständige Originalarbeit. Die Glasuren find Zinn- zlasuren wie die Majolikas und sind ebenfalls von der Hand des Künstlers ausgeführt. Pottner lebt in Berlin, seine reizvollen Arbeiten sind die ersten dieser Art, die hier entstanden sind.

Unter der Ueberschrift Antikes Leben wird der „Köln. Ztg." aus London geschrieden: Kinderspielzeug und das Britische Museum, dessen rußgeschwärzte Säulenhalle fo finster ernst, reht als Grabkammer vergangener Zeiten, inmitten stiller und gelehrter Straßen stebt, seinen zue ganz entgegengesetzte Dinge. Und doch ist solcher Tand in einem kürzli neu eingerichteten Raume des Museums ausgestellt. Eine Abteilung des früheren etruskishen Saales, dessen Inhalt nah neueren Fors{hungen unm grasun Teil niht von jeneux geheimnisvollen Volke, sondern von ionischen Ansiedlern in Jtalien der« rührt und deshalb anderen Abteilungen überwiesen worden ift, umsSließt jeßt eine Zusammenstellung von allerhand Gegenständen. die einen Begriff vom täglichen Leben der antiken Welt geben. Der Versu

ist jehr interessant, weniger für den Archäclogen vom Fach, als für

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den gebildeten Laien und die lernende Jugend; denn wenn 2s auch nicht an Büchern über diese Dinge fehlt, so haftet ihnen doch ein - ftubenduft an, der manchen abshreckt; der Andlick cines Kochlöffels das