1889 / 279 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 21 Nov 1889 18:00:01 GMT) scan diff

der Mandscurei urd seine erfolgreie von Peking bis Indien gebende Durkreuzung Central-Asiens bekannte Lieutenant F. E. Youngkusband nach dem oberen Indus aufgebrochen.

Nach Tibet, wo sih den verschiedenen russishen Expeditionen soeben no eine amerikfanisckche Unternehmurg zugesellt bat, verlect nun aub der Sibirienforsher Ios. Martin, cindringerd von Kuku-nor, den Stauplaz seiner Thätigkeit. Eine Dur@kreuzung Asiens von NW nach §0 bat der dur seine Untersuchungen in Russish-Turkeftan und seine mitten im Winter aufgefsübrte Uebersd reiturg des Parur rübm- list bifarnte französisde Reitende H. Bonvalot begonnen, welcher pn Prien Henri d’Orléans, den Sobn dcs Herzoss von Chartres, egleitet.

Sibiriens mirtbsc{aftlide Auétsihten und geograpbischen Ver- bâltnisse dcs Landes und dessen Vewobner zu untersuchen, bereist die asiatisdin Küstenländer tes Beringsmeeres der dur die erste Durch- freuzung der Südinsel Nomaja-Semljas bekannte rufsische Arzt Dr. L. Grinewczki.

China. Der gewaltige Hoang-bo-Strom bat seit 1887 aber- mals sein Bett verlassen, indem er am 22. Juli d. I. sein rech(tes Ufer auf eine Strecke von 730 m durchbrach und sich einen neuen vel nah cinem Punkt 65 km in §0. sciner jeßigen Mündung babnte.

Ostindiste Inseln. Auf Grund von gelegentlich eines zweimaligen Besu{s angestellten Beobahtungen und eingesammelten . Mittbeilungen hat run der Feorschungéreisende I. Stromer eine kurze, erklärlid lüdckenbafte Beschreiburg der Obi-Inselgruppe geliefert. Das Innere von Groß-Obi ift no§ nick&t von Europäern betreten. Die größeren Inseln, anscheinend von sehr alter Formation, zeigen Feine Spuren vulfanisber Thätigkeit; Stein- und Vraunkoblen follen vorkommen.

Afrika. Süd-Afrika. Die neucegründete British- Südafrikanisbe Gesellschaft ift durch Etlaß der englischen Regierung anerfannt und mit Souveränitätsreten unter Kontrole der Regierung ausgestattet worden. Das Gekiet ihrer künftigen Thätigkeit ist nur annäkernd umgrenzt worden: €s umfaßt alle Land- ihaîten im Norden von Vritisd-Betschuanerland, im Norden und Westen ter südafrikaniscen Republik und im Westen der portugie- sisben Besißungen. Die deutsche Interefsenspbäre bat dur den Vertrag zwiswen Portugal und dem Deutschen Reiche eine feste Grenze im Norden bis zum Sambesi erbalten, während es für die Festlegung der Oftgrenze dersclben no eines Uebereinkommens ¿zwischen dem Deutscken Reihe und Großbritannien bedarf. Imgleichen ift dur cinen Vertrag mit Portugal erst die derzeit noch gänzlih unsichere Westgrenze der portugiesis{hen Besißungen festzustellen, bevor der Mattbezirk der neuen Gesellsbaft genau begrenzt werden kann. Den Anstoß zu eincr gründliwen Erforsburg der „[üdafrikanischen Alpen“ giebt gegenwärtig Rev. A. H. Stocker durch Ausführung einer Reibe weiterer Touren im Kahlamka- Gebirge, d. i. jener Theil der Drakentberge, welher die Grenze zwishcn Natal und Basuto- Land bildet.

Auftralien und Polynesien. Festland. Als geringer Erfolg der Expedition von E. Faveue in den Quellgebieten des Tascovyre und Asbburton in West-Australien wurden eine Reibe ü e- deutender Zuflüfse zum Ashburton entdeckt und das Gebiet beider Strôme genauer festgesteUt. Von ausgedehnten Strecken guten Weide- landes abgesehen, bietet die bereiste Gegend geringe Auësihten für VBesiedelung; auch große M'ineralschäte feblen.

Neuguinea Eine außerordentli reide Ausbeute der Meeres: fauna hat der erglische Naturforsber Prof. A. C. Haddon von seiner Reise nach den Inseln der Torres ftraße, sowie forg- fältige anthropologisde und ethnotfgis&e Sammlungen beimgebrat, welche leßtere einen um fo größeren Werth besißen, ais die Ein- geborenen, Papuaner, sch{chnell auësterben und noch schneller ihre ursprünglihen Gebräuche ablegen. Die Wäbnung, daß der Mai Cufsa einen Mündungsarm des Fly River bilden müße, wird dur das neueste Untersuhurgsergebniß St. Hall’'s endgültig widerlegt, dabingegen wird die Verbindung des Mai Cufsa mit dem Chester River oder Wasu Cuffsa bestätigt. In fehr anerkennenëswerther Weise hat Hall si bemübt, die einbeimise Nomenklatur festzustellen. Infolge der Entdeckung von Gold auf mebreren Inseln der Louisiaden-Gruppe, namentlich auf der Tagula- oder Südost-Inscl, bat die Kenntniß der im 80. von Neuguinea liegenden kleinen Inseln {nelle Fortschritte gemacht, Der Ursprung des bisher auss{ließslih im Sande der Flüsse auf der Südoft-Insel gefundenen Goldes konnte noch nit entdeckt werden.

Vereinigte Staaten. Zur endgültigen Entscheidung der Frage nach der wirkliwen Quelle des Missis- sipvi batte die „Minnesota Historial Socicty“ eine Erpe- dition unter Leitung von Professor I. V. Vrower in das Quell- gebiet ¿ntsandt, we!lcke nach viermonatlichen Untersuchungen mit dem überrashenden Resultat zurückehrte, daß weder Lake Itaska, noch Elk Lake (Lake Glazier), no6 Whipple Lake, fondern zwei Seen, wel&e 100 Fuß böber als Lake Jtaska und westlich von demselben liegen, als die ceigentlide Quelle des „Father of Waters* angesehen werden müssen. Msglib, daf nun jeder neue Besucher dieses Quellgebietes in dem Ge- wirre von kleinen Seen irgend eine andere Wasser- anfammlung als Quelle anerkennen wird troß der Aufnahme des ganzen Gebietes dur den Geological Survey. Wre aber der Victoria- Njafsa als Sammelbecken zahlreicher Zuflüfsse als Ursprung des Nils angeseben werden muß und nit der Kagera- oder Alexandra- Nil, niht der Simiu oder der Rubana, so auch wird am Zweckmäßigften wie biêéher das Sammelbecken des 1832 von Swoolcraft entdeckten Lake Itasca als Quelle des Mississippi beizubehalten sein. Inzwischen bat si fogar die Geseßgebung dieser Angelegenheit bemächtigt. Dhne die eigentlihe Streitfrage zu berübren, ift die Legislatur des Staates Minncsota durch ein Gesetz in energisher Weise dem Versuch des Kapitän Glazier, seinen Namen auf der Karte der Vereinigten Staaten zu verewigen, entgegengetreten. Das Geseg bestimmt nämli 1) daß der Name Elk Lake für den angeblich vom Kapitän Glazier ent- deckten und umgetauften See bcibebalten werden foll in offiziellen Karten und Schrifistücken; 2) daß vom 1. Januar 1890 ab in allen S{ulen die Benußung von Büchern und Karten, welche diesen See mit anderen Namen bezeichnen, verboten fein folk,

Wie ,W. T. B.* meldet, sind nah am 19. November bei dem

Deutschen Emin Pasha-Comité eingegangenen telegraphis{en Nachrichten in Lamu Briefe von Dr. Peters angekommen, welche bis zum 5. Oktober reihen. Die Expedition befand sich zu der Zeit in Kor- forro und sämmtliche Theilnehmer waren wobl auf. Die Gerüchte von der Vernichtung der Expedition verlieren dur Drele Nachrichten wieder bedeutend an Wahrschein- Li eit. Die Tircktion des Germanischben National- Museums veröffentliht eine den Ankauf der FürstlibSulkowseki?- schen Sammlung betreffende Darlegung. Darnah ift der Direktion von der in den leßten Tagen von der „National-Zeitung“ gebrachten Mittheilung, der Fürst habe jeßt den Verkauf angefoten, nichts bckannt. Richtig sei, daß der Fürît im August dicses Jahres, als er in Bonn den Antrag auf Aufhebung seiner Entmündigung stellte, sich über den Verkauf besckwert babe; er sei jedoch vom Landgericht Bonn biermit abgewiesen worden. Eine erneute Anfechtung des Verkaufs würde auh ganz auésitélos sein, da die Befugniß der Fürstiu- Vortr ündirin zum Verkaufe der Sammlung na den geseßlihen Be- flimmungen außer allem Zweifel ftebc, das Germanishe Museum demnach von der verfügungéebereck@tigten Vertre.erin des tamals ent- mündigten Fürsten gekauft, in gutem Glauben die Sammlung über- nommen und s\einerseits den Vertrag voliständig erfüllt babe

Land- und Forftwirthschaft.

Landes-Dekonomie-Kollegium. Der gestrigen Sißung wohnte wiederum der Minifter für Landwirtbschaft 2c. Dr. Freiber? Lucius von Ballhaufen bei. Den Vorsitß führte au gestern der Landes-Direktor Freiherr von

Landes-Direktor Klein (Düffeldorf) befürwortete folgenden von der Kommission abgelehnten Antrag: „Die Eintragung einer Hypo- thek in das Grundbu darf außer dem Falle des §. 779 der Prozeß- ordnung und den im Interesse des Fiékus und anderer öffentliben Behörden zugelassenen Sicherheitsbypotbeken nur auf Grund der Be- willi gung Seitens des Schult ners, bezw Eigenthümers gesehen, und ist demgemäß das Institut der Zwangs- und Arrest- bypothek im Entwurf zu beschränken, bezw. zu beseitigen.“ Nah rur kurzer Debatte, in welber Ober-Landeëgerihts-Rath Struckmann (Berlin) darauf binries, daß das Infiitut der Zwangçs- bypothek in Preußen und in allen den Gebieten, auf welchde das preußisbe Rechbt, die Grundbuhordnung übergegangen, geltendes Recht sei, daß sie die vorübergehende Sicherung des Gläubigers bezwede, wesen für ibn Gefahr im Verzuge sei und man dem Gläubiger dicse Sicterstellunz nicht verweigern sollte, wurde der Antrag Klein mit großer Majorität angenommen.

Den folgenden Gegenstand bildete das Wafserrecht. Regie- rungs-Rath Schmiedeck (Berlir) befürwortete die Annabme folgenden Antrages: „Das Landes-Oekonorie-Koüegium w-Üe beschließen: 1) Bebufs Regelung des Wasserrechts ist es dringend wünschenswerth, alsbald eine aus Iuristen und Vertretern dec betbeiligten Wirth- schaftéfreise der Bundesstaaten bestehende Reichéskommission zu berufen. 2) Die Reichskommission würde die Aufgabe kFaben, a. über die wichtigsten Punkte des öffentlihen Wafserre{ts cine Verständigung unter den VBundeéëflaaten vorzubereiten, b. den Entwurf einer reihs- geseßliden Regelung über den privatreWtlihen Theil des Wafierrehts auszuarbeiten. 3) Es wäre erwüns&t, wenn die Reitskommission die ibr ad b überwiesere Aufgabe so zeitig erledigen könnte, daß es möglich würde, den privatrechtlihen Theil des «„Wafserre{1s dem bürgerlihen Gesetzbuch einzuverleiben. Sollte das jedoch ohne erbeb- lie Verzögerung in dem Fortgange des g:ofen Gesetgebungewerks nit mögli sein, so ist der Artikel 39 des Entwurfs eines Einführungs- gesetzes zum bürgerliwen Geseßbuch zu streiwen und jür die Zeit bis zur elen Regelung wegen Aufre{terhaltung des bestehenden Recbts das Erforderlihe in den Uebergangsvorschriften vorzuseben.“ Nach längerer Befürwortung des Antrages von Seiten des Referenten brachte Rittergutébesitzer Graf von Arnim-Sw(hlagenthin eine Anzabl Abänderungévorschläge ein ; der Antrag des Referenten gelangte jedo {ließli fast einstimmig zur Annahme.

Hierauf wurde nach schr kurzer Debatte folgender Antrag ge- nebmigt: „Die vertragsmäßige Erseßung des geseßliden Güterstandes durch einen anderen der im Geseßbuche geregelten Güterstände ift nit bloß im Wege des gerihtliwen oder notariellen Vertrages, sondern au im Wege einer bei der Cheschliefung vor tem Standes- beamten abgegebenen Erklärung zu geftatten.“

_Im Weiteren wurde beschlofsen: „Die geseßlie Erbfolge ift im Gefetzbuch vor die Verfügungen von Todeswegen zu ftellen.*

Geb. Justiz-Rath Prof. Dr. Gierke (Berlin) befürwortete als- dann folgenden Antrag: „Das Landet-Dekonomie-Collegium wolle be- \chließen: Dur das JIuteftat-Ecbreht des Entwurfs, in Verbindung mit den Vorsc(briften der Artikel 83—87 des Einführungsgeseßzes ist eine der wirtbschaftliden Natur des ländlihen Grundbesites und der Rechtsüberzeugung in vielen Kreisen der ländlihen Bevölkerung ent- spreck{,cnte Erbfolge nicht vorgesehen. Das Anerbenrech{t ist im Gesezzuch selbft als eine der gemeinen Erbfolge eben- bürtige Form der besonderen geseßlihen Erbfolge in“ ländliche Güter anzuerkennen. Die Erbfolge nach Anerbenrecht s\oll eintreten: 1) na Maßgabe der reibsgeseßlihen Vorschriften in die- jenigen ländlichen Güter, welche auf Grund der im Geseßbu( selbst festzustellenden Voraussetzungen in eine Höferolle eingetragen sind; 2) nah Makgabe der landeétgeseßliden Vorscriften in diejenigen läândlihen Güter, für welche ein Landeëgeseß die Erbfolge nach Anerbenreck{t als gefeßlihe Erbfolge vorschreibt. Der Landesgesetz- gebung ist die nähere Ausgestaltung des Anerbenre{ts innerbalb der im bürgerliden Geseßbuc festzustellenden Grenzen ¿u überlaffen und der erforderlide Spielraum für die durch befondere Verbältnifse gebotenen Abweichungen von den gemneinrechtliben Regeln zu gewähren.“

Der Antragsteller bemerkte: În der Kommission sei man im Allge- meinen darüber einig gewesen, daß die gemeine geseßliche Erbfolge mit volikon:merer Gleichtheilung unter den Erben der wirtbs{aftlichhen Natur des ländliwen Grundbesißes nit entsprebe und in einem großen Theile Deuts{lands auch mit der Rehtsüberzeugung der länd- liden und namentlich der bäuerlihen Bevölkerung nit in Einklang stebe. Die Anwendung diescs Erbrebtes auf sämmtliche Landgüter müsse bei normaler Bévölkerungézunabme ertweder zur wachsenden Zer- splitterung des Gruxdbesißes oder aber zu dessen Üeberswuldung und {ließli zur Verdrängung der altangeseenen Familien dur kapitals- kräftige Kreise führen. Vor Allem sei cs der deutsche Bauernstand, der durch das gemeine Erbrecht in seinem Vestande bedroht werde. Bei dem boben politisben und sozialen Interesse an der Erbaltung des mittleren Grundbesitßes und eines kräftigen Bauernstandes fei es eine der vornehmsten Aufgaben der Gesetzgebung, in dem Augenblicke, in welhem das gesammte Erbre&@t in Deutsbland neu geregelt werden solle, dem ländlichen Grundbesitz cin für ihn geeignetes Erbrecht darzubieten. Der “Entwurf werde dieser Aufgabe nicht gerecht. Nav der Meinung der Kommissicn rerdiene das Anerbenrecht eine positive gesetgeberishe Pflege Es bandle sich bier um ein altes deutsches Anerbenre{t, das insoweit, als es der Zerstörung durch nivellirende und romanisirende Bestrebungen bisber entzogen fei, sorgfältig geschont, darüber binaus aber überall, wo der Boden dafür vorbereitet sei, in verjüngter Gestalt wieder belebt werden follie. Er ersuche, dem vorliegenden Antrage möglichft einhellig zuzustimmen. Ober- Landesgerihts-Rath Struckmann (Berlin) trat für den Entwurf ein. Oekonomic-Rath Knauer (Gröbers) bat, im Interesse des Bauerr- standes von der Höferolle abzuseben. Nach längerer Debatte gelangte der Antrag fast einstimmig zur Annahme.

Au natstehender Kommissionsvorshlag wurde einstimmig gut- geheißen: „Das gefeßlihe Vorkaufsreht ist im Interesse der Er- baltung des Grundbejißzes in der Familie in das neue Gesetzbuch aufzunehmen.“

Gebeimer Ober-Regierungs-Rath Dr. Hermes (Berlin) befür- wortete {ließli folgenden Antrag: „Das Landes-Oekonomie- Kollegium wolle beschließen: Es erscheint als berechtigter Wunsch der landwirths{chaftlicen Bevölkerung, daß bei der weiteren Bearbeitung des Eniwurfs der Gesichtspunkt der Gemeinverständlihkeit und Volks- tbümlihkeit des Auëdrucks und der Methode thunlihft und in weiterem Umfange als bisher berücksichtigt werdc.“ Nach längerer Debatte aelangte auch dieser Antrag einstimmig zur Annahme.

Dana war die Berathung des bürgerlichen Geseßbuchs beendet und wurde alsdann die Sitzung auf beute vertagt. Morgen soll der Sluß der Sitzungen erfolgen.

Handel und Gewerbe.

Die „Zeitshr. für Spirit.-Ind.* bringt folgenden Bericht über den Handel mit Stärke nah Mittbeilungen der Vertrauens- mänaer in der Zeit vom 13. bis 19. November 1889: Während der verflossenen Berihtéwoche sind die nachstehenden Abs{lüfse in Kartoffelfabrikaten bekannt gegeben. Es wurden verkauft an: Kar toffelmebl und trockener Kartoffelstärke: 100 Sack prima zu 15,50 A und 500 Sack prima zu 15,40 #, beides frei Station ar dcr Babnstrecke Halle—Jüterbog ; 300 Sack fein prima ¿u 15,85 #, Lieferung November-Tezember, Kasie sofort, und 500 Sa fein prima zu 15,85 MÆ, Lieferung November-Dezember, netto Kassa, beides frei Station an der Berlin-Lehrter Bahn; 500 Sack prima zu 15,590 #4 frei Ible-Kanal, Liefertng November; 200 Sack prima zu 16 K, November-Lieferung, netto Kassa obne Provision, frei Station an der Bahnsirecke Oebiéfelde—Salzwedel ; 660 Sack prima zu 16,70 4 frei Hambura, Lieferung Dezember-Februar; 500 Sack zu 16,25 ohne Provision frei Station der Babnstrecke Uelzen—Salzwedel, Novembcr-Dezember-Lieferung ; 500 Sack prima zu 16 # provisions- frei, successive Lieferung frei Station an der Bahnstrecke Oebisfelde— Salzwedel; an feuchter Kartoffelstärke: 500 Sack zu 7,30 # frei Station an der Bahn Breslau—Stettin und 5 Ladungen

Hammerstein (Hannover).

zu 7 A frei Station an der Bahnstrecke Landsberg a. W.—Kreuz.

__— Der Aus\chuß des Deutschen Handelstages berieth gestern die Frage der Einführung einer einhbeitliGen Zeit für den Eisenbahndienst fort und überwies diese Frage, über welde eine ein- gehende Au®arbeitung von der SBe¡chäftsfübhrung des Handelstages vorlag, mit der Erwägung, sie der Plenarverfsammlung des Handels, tages vorzulegen, dem Auts{chuß zur weiteren Vegutachtung.

In der gestrigen ordentlihen Generalversammlung der Berl iner Weißbierbraueri- Aktien-Gesellschaft, vormals H. W. Hilsebein, wurde der vorgelegte Ges®äftsberiht sowie die Bilanz und das Gewinn- und Verlust-Conto pro 1888/89 genehmigt, der Verwaltung Decharge ertbeilt und die Dividende auf 7°/9 festgesetzt. Auf Antrag der Verwaltung genehmigte die Generalversammlung den Ankauf des Nawbargrundstücks Koppenstraße 62 für den Preis von 262 50909 M

Der Aufsibtsrath der Charlottenburger Wasser- werke bat besblofsen, der Generalversammlung die Vertheilung von 7 9/6 Dividende vorzusch{lagen.

In der außerordentlißen Generalversammlung der Königs- berger Maschinenfabrik, Aktiengesellschaft, wurde die Abänderung des Statuts, die Veräußerung der Wasserwerke Gnesen und Tilfit an eine rcu zu bildende Aktiengesel\shaft, genehmigt, und der e ean Contre-Admiral Graf von Hacke in den Auffichtsrath gewählt.

Paris, 21. November. (W. T. B.) Das „Iournal officiel“ veröffentliht einen Erlaß, durch welchen die Einfuhr und die Durfuhr von Rindern, Schafen, Ziegen und Schweinen aus Deutsch{land und Defterreih-Ungarn nach Frankrei verboten wird.

Florenz, 20. November. (W. T. B.) Die Nationalba nk besbloß, von morgen ab den Wecseldiéekont, sowie den Lombard- ainssuß um 19/6 zu erböben.

_Bern, 20. November. (W. T. B) Der Verwaltungsrath der Eidgenössishen Bank hat beschlofsen, die Vorschläge der Direktion anzunehmen, welche die Errihtung einer Succurfsale in Paris bezwecken. Gleichzeitig beshloß der Verwaltungsrath auf Antrag der Direktion, das Grundkapital der Eidgenössishen Bank durch Ausgabe von 10 Millionen Francs neuer Aktien auf 30 Millionen Francs zu erhöhen. Die neuen Aktien sollen vom 1. Januar 1899 an mit den alten gleide Berechtigung zum Dividendenbezuge baben und werden den früberen Aktionären zur Verfügung gehalten werden. Der Verwaltungsrath hat das Anerbieten auf Sicherheitsleistung für die neue Emission angenommen, welches die Internationale Bank in Berlin für sich und ihre deutshen und s{weizerischen Geschäftsfreunde gemabt bat.

Submisfionen im Auslande.

Niederlande.

25. November, Mittags. Het Gemeente-Bestuur zu Amsterdam: Lieferung 2c. des metallenen Oberbaues für eine doppelte S über die Singelgraht im Zuge der Kinker- traat.

Auskunft an Ort und Steüe.

13. Dezember, Nachmittags 1 Uhr. TInspectie der Rykstele-

graaf im Haag auf dem Grundstück Kazernestraat Nr. 3.

Lieferung (in 4 Abtheilungen) von: 1) eifernen Telegraphenpfäblen (Modell Jbenley), 2) und 3) eisernen bakenförmigen JFfolatorenträgern, 4) Morse- und Papierrollen. Bedingungen käuflich (für 20 Cents pro Abtbeilung) bei den

Buwbändlern Gebr. van Cleef im Haag.

Verkehrs - Anstalten.

Vom 1. Dezember ab treten für Telegramme na Wes-

Afrika unter Gleichstellung der Wortgebühren für die beiden Be- förderungêwege über Teneriffa und St. Vincent (Cap Verdishe Infeln) folgende Taxränderungen ein.

Es werden erhoben für die Beförderung der Telegramme I. EuropaäisÞes Tarxirunasverfahren. I. über Frankrei, II. über England, Spanien, Tene- Spanien, Tene- riffa, oder über riffa, oder über Frankrei, Spanien, England,

Portugal, Portugal, : St. Vincent. St. Vincent. au... I S5 A 10 Æ 15 BVifsao und Volama , 2 O T. Gabon (Gaboon) G D E Grand Bafsam D 10 2 S 2 S E D. L. Kotonou (Porto novo) G 6. Loanta E S O S 2.00 Mofsamedes . 0 0 2 C Princire . e D, T San Thome 6, 90 68S,

II. Außereuropâäisches Tarxirungêsverfabren. I. über Frankreiä, II. über England, Spanien, Tene- Spanien, Tene- riffa, oder über riffa, oder über

Frankreich, Spanien, England, Portugal, Portugal, St. Vincent. St. Vincent. a A 7M S 8 M 30 S Addab, Cape Coast Castle, Elmina, Pram- Pram, Salt Pont und Winnebah L 8 20. s O Batburft . ; S O G. Bonny und Braß . S O 9 W Lagos . ; 8.80. O Sierra Leone . G2 L D _ Für Telegramme, welche über Cadir, Teneriffa, oder über Liffabon, St. Vincent nach Süd-Afrika zu befördern sind, tritt

vom 1. Dezember ab eine und dieselbe Wortgebühr für îämmt- lihe Orte in Süd-Afrika ein. Dieselbe beträgt für den Land- weg über Frankreih, wie für den Kabelweg über England 8 4 90 4s.

Hamburg, 20. November. (W. T. B.) Der Postdampfer

„Hungaria* der Hamburg-Amerikanishen Packetfahrt- AktiengesellschGaft is, von Hamkurg kommend, beute in St. Thomas eingetroffen.

London, 19. November. (Allg. C.) Dem Vernehmen nah ift

der vor zwei Jahren in Chefoo zwischen der Great Northern und der Eastern Ertension Telegraphengefellscchaft und der chinesischen Regierung verhandelte Vertrag endlih von Li Hung Chang und dem russis®en Gesandten in Peking, Coumany, im Namen der beiden Gesellsbaften unterzeihnet worden. Darna wird das chinesische Telegraphensystem in Kiachta an die sibirischen Linien anges(lossen werden. Die chinesische egierung darf für alle nach Europa gehenden Depesben 5 Fr. das Wort bis Kiahta be- renen, während die russische Linie 34 Fr. für die übrige Strecke i zablen läßt. Die beiden Kabelgesellstaften zahlen den chinesishen Linien ferner eine Subvention von 30000 Pfd. Sterl. das Jahr. Die Konvention is auf 14 Jahre abges{lofsen. Depeschen nah China werden immer noch 2 Doll. das Wort koften. Der Vertra ist nod nit amtlich bekannt gemacht worden, in China aber do

an die Oeffentlichkeit gedrungen.

London, 20. November. (W. T. B.) Der Caftle-Dampfer

eHawarden Caftle* ift heute auf der Ausreise von hier abgegangen. Der Union-Dampfer „Moor“ ift heute auf der Ausreise von Madeira abgegangen.

Zweite Beilage ; nzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Donnerstag, den 21. November

zum Deutschen Reichs-A

2 279.

ufgesGickt, wel? die Zeit- den Charafkteren mehr Auf- es gewöhnli der Fall zu sein da, wo in ihr gerade die vorzüg- t. Vorausgesezt und gewünscht erke selber lieft. ein Werk geboten, fe crregen wird und eingebender

Literatur. einzelnen Zeiträumen sind Abschnitte vora bei den Dramen ift betreffend die Invaliditäts- vom 22. Juni 1889“. Fuld, Rechtsanwalt in Mainz. Erlangen, 1889. alm u. Enfe (Carl Enke). Der Kommentar, welcher und Erläuterungen des Reichsgaeseßes, betreffend die und Altersversiherung, bringt, ift in der „Geseßgebung Reis mit Erläuterungen“ veröffentli&t. Um ihn en zugänglich zu maten, ersheint er in Lieferungen, von Dieselbe enthält eine welchbe die fozialpolitiihe Gesetzgebung im tigsten und schwierigsten Theil das Gesetz und Altersversiherung der Arbeiter bildet, lid vom volf3wirtbscchaftliden Standpunkt aus, beleu erk, welches si zum praktiscen Gebrauch vortrefflih eignet, m daber empfohlen werden. „Anleitung zur

Grwerb8unfä

ribtung. behandeln ; merksamkeit geschenkt worden, als pflegt, der Handlung insbesondere liste Bedeutung des Kunftwerks lie wird, daß der S(üler fleißig die

denn in der Schult'schen Literatur Be in Dage Kreisen Intere

eachtung wertb ift.

ja Der Verlag von Max Woywod in Breslau hat seine vater- ländishen Jugend-Bibliotheken wieder um einige Bändchen Von der Serie: „Aus dem alten Deutschen Reiche, Erzählungen in romantischer Form aus

beranwacsende deutschbe Jugend, von Dr. Fr Direktor“, erschbienen drei neue Böndch ftaufishex Brüdern Friedrich und Konra und dem Kaiser Heinri Jugend dur diese die ge 0 \&ildernden, daneben aber au die Kultur | Erzählungen die bedeutungsvollsten EpoWen des deu ift dem Verfasser au in diesen Bänd l : Titelbilde ges&müdckt und kostet brochirt Leinwand gebunden 1,50 4 Geschichts- und Unterhal- thek“ iegen der 19., 20. und 21. Band vor, enthaltend : beléberg bis Friedrih8kron, biograpbishe_ Erzählung (21) „Ein vergefsener Held blung“, beide von Bruno eine Erzählung aus von Jean d und das Volk

Das Reichsgeseß, d Altersversi

Rerlag von P Frôrterungen RnvaliditatS- of Dent chen î ‘rel S erste (Preis 1,60 Æ) vorliegt.

che Einleitung, r ch, deren wi e Invaliditäts-

dem Mittelalter für die anz Heyer, Gymnasial- wel%e von den Hohen- d, dem Kaiser Friedrich I. Der Zweck, der deutien \{ichtlihen Persönli(hkeiten treu und wahr der Zeit berücksichtigenden tien Mittelalters ben woblgelungen.

ch YVI. bandeln. Bestimmung der Arbeits- und nach Verletzungen“. Unfallversiherungen und Aerzte,

Königlicher Bezirks-Physikus und Stabsarzt a. D., Bekleidungs-Industrie-Berufsgenofsensœaft. Zweite Berlin 1889. Verlag von Th. Cbr. Fr. Enëlin (Richard Luisenstraße Nr. 36. in weldem tung von Betriebsunfällen und ibren Folgen Arbeitsfähigkeit Verbältnifse

Für Berufs-

¡ vorzufübren, C Iedes Bänden ist mit einem T1 1 4, fkartoanirt 1,20 Æ, elegant î Von der „Vaterländischen

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auen®tarzt der

(Preis 3 A) Die erfte Auflage medizinische & ) in unmit über Kaiser und König Friedr] 2 Friedrih's des Großen, geschichtliche Erzä Garlepp, (20) „Alleweg gut Brandenburg, der Zeit Albrecht's des Bernard Musi. bestimmten h el für sie bestimmten Leserkreis Weihnachtstis{ch finden.

Unfall-Versiterung ird, hat in allen betheiligten Kreisen eine alëbald das Bedürfniß na wel(e soeben erscienen ist, herauëstellte. D erfolgten einschlägigen sowie aller seit-

neugeftalteten erörtert und erläutert w io aunftige Aufnahme ciner zweiten Auflage, 1 ersi: it unter BerücLksicbtigung der inzwisen entsceidungen des Reihs-Versiterungëamts, sowi é chienenen wissenscaftlihen Arbeiten, welbe auf die Unfallver- terung Bezug haben. ergänzt und vermehrt | n dey betreffenden Stellen beigefügt. „Die Streitigkeiten der selbständigen Gewerbe- Arbeitern inTheorie und Prariîs.“ der Reibs-Gewerbeordnung und der etn- estimmungen erörtert von

t ß fi Bären für Alt und Iung*, gefunden, daß fi Auch Liese sür die Jugen : Striften dürften, gleich den früheren Bänden, in den illfommen sein und ihren Plaß auf Der Preis jedes BVändcens Sammlung if broschirt bezw. kartonnirt oder elegant gebunden : 90 A, bezw. 1 Æ oder 1 Æ 50 S Jahresbericht

; auc sind mehr Bei-

des Historishen h C Unterfranken und Aschaffenburg für 1888 erstattet im Namen des Au8schusses von dem derzeitigen Direktor des Vereins, Dr. Theodor Henner, Universit weist auf die im leßten Sommer gefkele] Frankfenland und seine Kultur sehr witigen Ge . Juli 1889 waren 12 Iabrhunderte verflossen D r Apostel Kilian, Kolorat und Totnan das mübsatne Missionétwerk iîn den fränkishen Gauen dur ibr Martyrium besiegelten. seinen Sammlungen u, a. jenes merkwürdige Panier aufbewabrt, unter welchem, Bisthums-Patrons St. Kilian, eintt des Hocbstifts in den Kampf zu zi s Ebrenpflict gehalten, auch an seinem Theile Centennarfeier beizutragen. passende Widmung die Publikation eines des alten Domstifts, von Dr. August Amrbein, brunn (bisher zu Grofiwenkheim) 32. Band des Vereins -

treibenden mit ihren Auf Crund des §. 120 a iss f idlagenden reichs- und londeëgeseßliwen B l L Dr. D. Otto, Amtsriter in Wieébaden. Berlin urd Neuwied, euser). Bei dem fast gänzliwen Mangel n bedeutsamen §. 120a der Reid ebenso wihtige wie shwicrige und die bis-

âté-Profefsor in Würzburg erte Wiederkehr eines für das däâchtnißtages bin. Am

oeuser's Louis ißtages ensee isccen Lit s , seit die Franken-

der juristischen Literatur über den k Gewerbeordnung hat der Verfafier die

î Tor N in Materie einer eingebenden Der Verein,

Erörterung Rechtsprechung in _ Rechtsftoff : dem S. 120a Parteien, selbständigen Gewerbetreibenden, Arbeiter, Lehrlinge, Fabrikarbeiter, Gehülfen, Ausschluß dritter Per- beftreits, die zur Entscheidung berufenen chlide Zuständigkeit, die Zulässigkeit des werbegerichtlihe Verfahren, Zwangt- st allenthalben auf das übersihtlichite uüdpunkt der Praxis gerügt dem-

geschmüdt mit tem Bilde des die Vasallen und Dienstmannen eben pflegten, hat es für eine zur Verherrlichung diefer erne besonders Werks über die Mitglieder Pfarrer zu Roß- Der erste Theil dieser Publikation Arivs vor uns und ist betitelt: der Mitalieder des adligen Domstiftes zu Würz- Kilians - Brüder _ bis jur Säcularisation 742—1803 Iubelfeier des Martyrtodeë In der Einleitung find eine

verwertbet. E betroffenen Streitsachen, ionen, Gegenftand des Gewer Hierzu erschien ihm als Bebörden, die örtlihe und fa ordentliden Rechtêweges, das ge vollstreckurg und Selbsthülfe, i georètnet und zergliedert. Vom Staudp nah daë Werk allen an daétselbe zu stellezden Forderungen, scwobl den zur gewerberichterlien Thätigkeit berufenen Keböôrden und den zu subsidiärer Mitwi. alé au den betbeiligten Kreisen der Rewtsuche: Dienste zu leisten.

„Arbeiter- Vadeeinrichtungen“ kleinen. in Karl Hermanns Verlag in Berlin Strift, durch welde B. Knoblauc, stellv eutsden Allgemeinen Auéstellung 1889, die von ibm zusammengestel Preiégeri&ts über die vom deut! Preiéaufgabe als Eraebniß der Konkurrenz Was dies Werken auf Seite 10—15 unter „| cibermafen au s Beifalls aller volksbvatcnischer ersichtlichen

e Reihenfolge

ickung berufenen Behörden, L Sestgabe zur 12 burdertjäbrigen iden die ersprieflihîten des bl. Kilian und seiner Gefäbrten E Geschichte des Domkapitels, sowie Mit» theilungen über die Organisation des Domstifts, Anzabl und B räbenden, über die Prälaturen und Offizien, die Befol- berren und die Domberrenk::rien vorangescickt. er Domberren von 742 bis 14

figer Grundlage.

leibung der P dung der Dom i folgt die erste Abtbeilung d ständiger Reibe und auf quellenmäßiger bezüglide Regesten und Urkunden. 4 188 seit Gründung des Vereins, war, dem Vericht zufolge, even!o er stillen unverdrofsenen Erledigun id Evident- Zeantwortung

W. soeben erschienenen ertretender Verfi für Unfallverbütr.ng,

Ansichten und Grundsätze des den Brauerbund auêsgeschriebene ¡rrenzaus\schreibung dieses Bundes

91, in volle | Ein Ankang

wie die vorauêgegangenen, i versbiedenen Obliegenbeiten gewidmet: der Erweiterung u baltung der Sammlungsbestände, an den Verein Der Verein zählte im Junt d

veröffer:tlict. & sège* bringt, darf, da eben dieselben Bestimmungen gl iür Volk #- Badecinrihtungen gültig sein dürften, de derjenigen sicher sein, wel&e an den Fortschritten Bestreburgen Antbeil nehmen Zeinurgen veranschaulihen besien, was das Preis ift 50 S.

Geschichte der deut! i 1 nand Schultz, Direktor des Königlicen Kai] si z Dessau, Verlagsbu Baumann. Die Zahl der Literatarges{ichter es kann wènig daran , die vermebren, wenn sie ch nickt we!entli Das ift nun mit der vor Verfaser tabci von ganz eigenen Gesicht neucn Weg für den Unterricht in ©t als eine bloße Ged vielen Daten, will der Autor die Bes ratur bandbaët wifscn, sondern das Material foll nit nur aus das ge ringîte Maf: beschränkt, sondern auch von drurgen und im Lichte fortsreitender Entwi sodaß es si zu einem lebendigen Wissen g Vermieden ist cine Kritik an Dit: den meisten Litcraturgeshihten geübt r beim lirerarçceschichtliden Unterricht für j Urtbeil über den Wertb der b

der Erledigung und elangenden Wünsche und Anfragen. | 21 ECbrenmitglieder und 314 Mit- Er beklagt das am 15 November 1888 erfolgte Hinseiden Königlichen Hobeit

i Plâne mit recht über Büchlein will. 3 er E Maximilian chen Literatur von Dr. Ferdi: erin Augusta-Gymna- dbardlung von Paul it keine geringe und Auêgabe zu

Mitgliederverzeihnifss® ; vorliegenden JIohresberihi in ift aud für 1888 aué Kreiémitteln wiederum ein Iahret-

Seine Sammlungen baben Dr. Leofried Adelmann’sch{en sowie dur& Geschenke manerlei Vermebrurg erkalten. die sebr ichôn gearbeitete Zunftlade Der Verein

7 Is Chariotterburg. U N 18 um eine neue beitrag von 1032 e bewilligt worden. © von den bereits vorhandenen liegenden der Fali, indem der ¿punkten auéging, welde einen vorzeichnen, mmeln ron möglichit äftigung mit der Literatur ge

elegen fein, Sammlurg, i Unter den Neuerwerbungen wird der ebemaligen Würzburger Fiscerzunit hervorgebober. r solhe 6 darbie!ende @elea en, um werthvolle aus fränfischen Landen or der Gefabr der Vers{bleuderurg oder Aus- bis jeßt ein anderer Frankenlande, Die Stadtgemeinde unterstüßt dies2 B daß sie die von ibr bewirkten werthvoll NAdelmann’s@en Sammlung sowie andereê

zur Aufbewabrung en Geschenke 2c. find am Schluß des

Neuordnurg der Sammlungen haben Dr. Gottfried Ziegler, Generalvifar Jakob Kühles un gelegen sein laffen.

unterscheidet.

Uteraturgeschite er ehemali i M 1 bâlt fich für vervflictet,

unbenutt vorübergehe stammende Gegenstände v wanderurg zu bewahren, Sammelpunlkt

tian r lot A Anf ächint“arbett, d. b. | eben iu aen

leitenden Iteen durch- dargestellt werden, estaltet und haften bleibt. wie solche in

firebungen dadur, en Erwerbungen aus ibr Gebörige dem Verein Erwerbungen,

tern und Dichtungen, [ 1 wird: der Verfaffer halt es ausaci{lofsen , er betreffenden Dichter in der Werthôßung der ferner ter Ansicht, | n möalihstem Zusammmen- itcraturwerke würden feninkalt aus den dur aus erfaßt wird, en Geschichte ift. m S ebrer des Deutschen aufzunehmen vermag, we n einer Zeit unab» mit der Literatur-

Sämmtliche Iabrcesberits verzeichnet.

i der Sekretär des Vereins, Domkapitular und d Militärkuratus Pb. E. Ullrich an-

r cin subjektives en L nd Werke abgiebt und dieselben ?omit üler beftinimt. ‘ift Uteraturgesbi{te und nationale Geschi(te 1 orgetragen werden müfsen; er rít dann verstanden werden, wenn ihr Gedan Zeit gegebenen Bedingungen her geshichte auc cin Theil der naitona Gescichttlehrers sei um so nothwendiger, ais der L manches Gebiet faum in seinen Unterricht au do für das Verständniß der geiitigen Stromunge Eire fructbringende Beschast'gung ammenkbarg i ecfannt wird, die si ent- dure datselbe mitbestimmt dem Gescichtslehrec zufallen n teide Unterrictê-

De Arbeit würde von Grund aus aus mögli eingeschrän chst cine Merktafel gegeben, chüler si gedâ tniß- fe Eintheilung und übersictlice Anknüpfung an

er handelt, allgemeiner Anordnung

Der Verfaffer sowie die Konservatoren, tr meint Me L erlegten zweiten ¿ Geschichte der Französischen 9, ershienen (deuts ch

Diese Hefte bringen betitelten Tbeil zu Ende und fübren

bci F. A. Breckhaus in Leipzig M ns 4

Auflage von Thomas Carlyle t

on sind 3 weitere Lieferunaen, (—

Revoluti 1 i umaearbeitet von E. Ernian).

von P. Fedderfen, umgear! den zweiten „die Konstitution“ t l (lung bis in das zweite Bu weiter, nähert si rgabe des bôchsft cigenartigen au in dieser Verdeutscbung sondern wie

die Darîte : orde bandelt. Das Werk Dem Ueberseter ist die Wi ’\hen Styls vorzügli gelungen ; liest fich das But nit w ein schwungvolles Epos.

„Mehr Litht Welttbeils. D ‘rei u P. Alexander Le Roy, Superior Münster i. W, Verlag von Pet 0 S. Diese kleine Schrift eines Kongregation im „dunke „schwarzen Rafse“ wirksa Luzerner Antisklaverei-

„eminenten“ Urhebers der zu entsprehen. welchen de leidet batte: Alle Jene, bätigfeit naturgemäß Artisklaverei

bebrlich ist. geschichte ist nur mögli, wenn der Zu Kunstwerks mitt den Richtungen der Zeit | gelungen 7 aus L worden sind, was zu zeigen we!entlich dürste; dies liete fi am besten erreihen, wen iweige auf der Oberstufe in einer Hand ruhten. wenn es si darum bandelte,

in die Zustände J Sklaverei und ibre Bekämpfung. der Mission Mrogoro, nrich Séöningh. (1890.) Mannes, der seit Langem keln Erdtheil“, speziell für m ift, war ursprüngli Kongreß bestimmt, um

gegenwärtigen Anti- Kardinal Lavigerie în welche in Folge ihrer in enger Beziehung zu ibm darüber

aber zu groß sein, L jubaren, darum muß das Lebrmateria In vorliegendem Bu wird daher welde das Wesentlichste entbält, einzuprägen bat.

Bekanntes dieselbe cher NeleBer M M wo das refffende t auf ein geringes Maß be! Meiftern der biograp ck, da es bier gilt, das Dichters selbft heraus zu

als Missionar einer die Civilisirurg der als Denkschrift für den jenem Wunsche des \kkaverei-Bewegun die Forderung Stellung oder

Gedanken mittbeilen. in Mitte der Sklavenwe

was der S

unterstüßen, _ er Lebensabriß der nicht um cixen Meist Leben nicht an sich von Gräntt. Sesihtapunkt binter bische Gesicht8pun t | Kunstwerk zugleich

Aneignung

Bedeutung ift tritt bei Lea ] dem eidograp ntwickelung des

lt zu arbeiten ein Vortheil, den er

1889,

übrigens mit allen Missionaren von zebn oder zwölf Gesellshaften tbeilt —, {reibt Verfaffer aus eigenster Ansbauung, Erfahrung und Ueberzeugung beraus. Und wenn er au feine Darlegungen „einige in der Eile gesammelte Notizen“ zu benennen beliebt, fo erfährt doch Feder, der seine Notizen 1.—1III.: a „Gegenwärtiger Stand der afrifanis@en Sflaverei*, b. „Irrthümer in Bezug auf die Sklaverei und deren Unterdrückurg*, c. „Mittel, welhe_ am geeignetsten seinen, die allmäblide Abstellung der Sklaverei herbei» zuführen“ acdtiam liest, daß diefe „Notizen“ in der That „Mebr Lit® über den dunkeln Welttbeil verbreiten, als

der kleinen S6rift, deren nur 28 Seiten sie füllen,

auf den ersten Blick zutrauen mte. In nit wenigen Punkten freis li ift seine Stellung zu den in Europa und namentlih im Deutschen Reich vorherrschenden Ideen eine gegensägliche; am allerwenigften ver- mögen wir seinem Urtheil über das Wißmann’swe Unternehmen zus zustimmen. Eine aus Verkennung des deutshen Geistes herzu- leitende Unterstellung ift es, zu behaupten, der Reihé-Kommihtar wolle afrifanis@e Völker „vcrnihten*. Wenn wir schließlich mit dem Verfasser era&ten, daß dem in Nacht „begrabenen“ Afrika „Gott

allein die Sonne aufgeben laffen kann“, fo balten wir um nictsdefto- weniger dafür, daß es den Menschen zukomme, ibm eine Leuchte an- zuzünden. : j S

Bunte Bilder“ von Gustav Kröhmfelb. I. Wanda.

russisdes Reisebild, eingeleitet von Dr. phil. Friß Maser.

II. Die Ulanen-Marie. Eine Novelle aus der Gegenwart. 94 gr. 12° Seiten. Preis 70 4. Mit diesem Büthlein eröffnet S. Mayer's Verlag in Eßlingen soeben die er st e Reibe von Erzählungen aus Natur- und Menschenleben. Bild I. ift ein lebenswabres Reisegemälde, in dessen Mitte eine frishe, derb-reizende, nordishe Mädtengettalt, ein echt russishes Offizierékind, ftebt, umgeben meist von abenteuer- lichen, zum Tbeil komischen Figuren: eine treffliche Lebenszeichnung aus dem Norden. Bild 11. stellt ein Stück schwäbishen Volk slebens der Gegenwart und in defscn Mittelpunkt ein belles, lieblihes Landmädben mit seinem Liebesleid und LiebeLsieg verständnifinnig tar. Ieder Zug, den der Autor zur Ausführung der einzelnen Scenen, zur Zeiwnung der Nebenpersonen tbut, iît echt süd-

deuts, \chwabentreu und reizvoll. * Beide Erzäblungen sind dem Leben abgelauscht, sittenreinen íInkalts und von anziehender Dars- stellurg.

„Cornelli wird erzogen.“ Eine Geschichte für Kinder und aub für Solte, wel&e die Kinder lieb baben. Von Jobanna Svpvri. Kart. (Preis 2,40 4). Das tiefe Herzeleid eines Kindes in vorliegender Erzählurg mat unser Mitleid rege, weldes von un- geschidter Erzicherband unter dem Zwang gesellscaftlider Formen eingeengt werden foll, während doch feine Naturwüchsigkeit und Ur- sprünglihkeit ih mächtig dagegen webren, daß [lauteres Gold eine ichablonenmäßige Faffung erbalten soll. Und das Kirid wird irre an G selbft ; der Strom aufjauzender Herzenêfreude verhegT; mensens scheu verkriedt es sid vor den Einbildungen seiner geängstigten Pban- tasie, bis endli na vieler vieler Trübîal die geschickte Hand einer berzenéfundigen Frau dicsem freibeitsdurstigen her zigen Wesen Heilung spendet. :Köstlihe Züge kindliGer Naivetät darin, Fragen n reinster Kindeseinfalt gctelt und Antworten, treffender ertbeilt und ferniger, als alle Büber über Erziehung dieses vorzuschreiben ver- mögen, arafterisiten dieses Buch sofort als eine Gabe aus der Hand der Fr. Johanna Spyri.

Dramaturgie des Schauspiels. (Dramaturaie der

Klassiker.) Von Heinrich Bulthaupt. Oltenburg und Leipzig. Scbulze’\che Hofbubandlung und Hofbuchtruckerei. A. Swarß. In dem vorliegenden dritten Bande der inzwischen in dritter Auslage Trscienenen , Dramaturgie der Klassiker“ hat der Verfasser Grillparzer, Hebbel, Ludwig, Gußkow und Laube in den Kreis sciner | Betrachtungen gezogen. Die daran mit dem Titel vorgenommene Veränderung rehtfertigt er wie folgt: „Denn einmal babe _ich vor furzer Zeit auch cine Dramaturgie der Wper erscheinen laffen end Klaisiker giebt es in der Oper wie im Drama. Dann aber fonnten vor der Bezeichnung „Klassiker*, obshon sie vieldeutig üt, do einige der Männer, mit deren dramaturgishem Wirken fich dieser Band bescbäftigt, auf keinen Fall bestehen. So empfabl es sih denn, den alten Titel durch einen neuen zu ersezen, unter dem ortan aub die beiden ersten Bände, falls eine vierte Auflage für Ne | nötbig werden sollte (wie es den Anschein bat), ersweinen | werden: „Dramaturgie des Schauspiels.“ Der Verfasser ift seiner

N;

| Art der Uxntersubung und Darstellung, wele allgemeinen L eifall | gefunden bat, treu geblieben, weil er Ne fur die einzig riétige und

i

überzcuacnte bält. Nicht um einen Scbriti glautt er vom Wege der Erfahrung abgärrt und der metapbvsiscen Aesthetik verfallen zu ]etn, weldbe taë fünstlerise Genießen und Betracbten fo beillos verwirrt

dh e _ e t E e E ap ers&wert bat. Doc schien es ihm würschentwerth, die aiges

; N : Fei E oea glaubt a meinen Wabrnebmungen, die er durch feine Untersuungen g!audt ges

of

wonnen zu baben, den Lesern bequemer nachzuweifen, als es bisher gesehen. Es ist diesem Bube darum ein Register au für den ersten und ureiten Band beigegeben worden, das außer den Namen aub di: in der „Dramaturgie“ angestellten äftbetishen und dramatur- aisben Betrachtungen auffübrt, soweit sich dieselben unter ein Slags wort bringen ließen.

„Karte des Verkehrs auf deutsWen Waiserstraßen

im Iabre 1885,* Nat deu Ergebnissen der Statistik des Deutscven Reiches, nab Hardelekammerberihten und anderweiten Quellen auf Veranlassung des Central-Vereins für Hebung der deutscwen Fluße und Karalscifabrt bearbeitet und mit Unterstüßung des Mis nister2dersffentlicwen Arbeiten herausgegeben vonSpmpher, Königlicher Regierungs-Baumeister. 4 Blätter folorict. Maßstab 1: 12500099. Berlin 1888. Verlag des Berliner Lito. Instituts (Iulius Moser) W., Potsdamerstraße 110 (Preis 6 é)

Die oben näber bezeichnete Karte ist eine Ergänzung der vor

abren in demselben Verlage erscicnenen, im Auftraçe des Ministers der öffentlichen Arbeiten von den Königlichen Regierungêë- Baumeistern Symvhber u. Maschke bearbeiteten „arte der Deuts schen Wasserstraßen“. Wie diese cin übersichtlies Bild des aus- gebreiteten deutshen Schiffahrtänezes unter zeinerisher Darstellung der Fahrticfen und Scleusengrößer, d h also der hauptsächliiten Bedingungen, von denen ter Schiffahrtsbetricb abhängt, gewährte, so fübrt die socben fertiggestellte Verk:hrekarte gleichfalls in zeiwnerischer Dars stellung vor, wie stark der Güterverkehr auf den einzelnen Waßer» strafen ift. Ein BVlick genügt, um von den vielverzweigten Verkehrs- bzziebungen auf dem deutswen Wasserstraßenneße ein vergleichcndes zutreffendcs Bild ¡u gewinnen, während die vielfa beigefügten Zablenwertbe auch über die genaue Größe des Verkehrs und manerleì Einzelheiten Aufs{luß geben. Getreunt zur Darstellung sind gebracht:

Bergverkehr, der Thalverkebr und der Ortéverkehr, und

¡war in der Arkunft und im Abgang. Wie in der „Karte der deutshen Wasserstraßen“ sind anh bier die sämmtlichen Wasserläufe bis zu den kleinen und kleinsten Nebens flüssen hinab, ferner die Länge der ckchiff- und flößbaren Wafsserrege, die Grenzen der See- und Flußsciffabrt und der Flößerei, endlich auch die gesammten Eisenbahnen angegeben. Ein bejonderes Heft bringt Eriäuterungen über alles das, was nit auf der Karte unmitteibar Plat finden konnte. Diese in Deutschland ebenso neue wie übersihtlike Darstellung des Wasserstraßenverkehrs sei den zunähft betheiligten Kreisen des Handels, des Schiffahrtsbetrietes und der Wafserbautechnik, wie auh Allen, welche si für den Wafser- firaßenverkehr interessiren, aufs angelegentlichste empfoblen.