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weiteren Vorrücken erfuhr General v. Bredow am 4. Oktober in | Toury vor u : E S G : : nd zwang die 4. o
e g me " Tavitocen Latten A! LE pag geo Ut EO Étampes s Autor fue s übr der Angriff auf beide Ortschaften beschlossen wurde. Der Wald K L Oa el ia befahl Se. Königliche Hoheit þ östlih von Pacy war mit Francs-tireurs beseßt, von denen bei d t T ha E e gß General v. d, Tann sich j Angriff 20 getödtet wurden. Der Ort selbst war an der Saubt- S Aa ren, Corps, der 22. preußischen Division und d. straße verbarrikadirt, do genügten cinige Granatwürfe, um | 4 Aar rie-Diviflon na Arpajon begeben sollte, um doxt d die Vertheidiger zur eiligen Flucht zu zwingen. / “ava erle-Oiviston aufzunehmen und ‘einem weiteren Ly Seiten-Detachement der preußischen N q 76 n Bote dringen des Feindes entgegen zu treten. Vor
Aigleville starkes Feuer erhalten und. bierdur einige Vfe verloren, auch waren einige Kavalleristen verwundet l igs Vernon wurde unbeseßt gefunden. Aus Vernon und den Ortschaften längs der Eure wurden bedeutende Vorräthe an Hafer und Schlachtvich eingebracht. Eine nach Evreux vorge- nte Ra N O die ganze Gegend vom | V en un e Bevölkerung in ruhigen Haltung g elner durchaus le 4, Kavallerie-Division, welcher nach dem Ueberschreit der Seine von Hause aus eine südliche Richtung auf Otlgaeg angewiesen worden war, stand am 1. Oktober bei Toury und wurden hier durch starke feindliche Abtheilungen aller Waffen, welche den Wald nördlich Orléans beseßt hatten, am weiteren Vorschreiten gev ert, Am 5. Oktober rückte ein feindliches Detachement in der Stärke von 12 Bataillonen, 3 Kavallerie- Regimentern und 3 Batterien in nördlicher Richtung Über
Eisenbahn nah Rouen
Da dieser Vormarsch von feindlicher Seit so wurde am 9. Oktober dem Sinai L d. Tann der ih ertheilt, nunmehr selbst die Offensive zu ergreifen, a
Durch die Ausführung dieses Befehls ist am 10. Oktoh das Gefecht bei Artenay herbeigeführt worden, über dessen 2° sultat bereits telegraphisch berichtet worden: if. Nach neue eingegangenen Meldungen zeigte der Feind bei Artenay 4 Qa vallerie-Regimenter und 3 Batterien ; unter der Infanterie f fanden sich 2 Zuaven-Regimenter, welche nach Aussage ba Gefangenen je 3 Bataillone stark sein sollen. Diese Bataillon: entwickelten eine ausgezeichnete Bravour, während der Rest: de, Infanterie sich weniger gut s{lug. Unter den Gefangenen be finden sih 16jährige Knaben, welche, weit entfernt, einen bo triotishen Enthusiasmus an den Tag zu legen, ihr Schickigl
beweinen und die vorüberkomtne [ / Armee um Gnade anflehen. nden höheren Offiziere unse
SChartres Eisenbahn nach Angers
Hauptquartier des Ober-Kommand Versailles 12, ndos der I. Armee. | feindliche Truppenmafsen. it Corps A General E vai S des Truppen- | jenseits des Maldag lem Orle Md / L D S ee O E L Befe Verschwinden der französischen Süd- e Oa gut, Rede, den Angriff erwartete Er beherrscht ah dem Gefeht von Arte l - die e über die Loire und de it auftauchen lassen, daß das Comité da A die Vermuthung | Flügel bis Beaume aus. General ven die Tot Gar L
Cnse nationale« eind schon um 10 Uhr Morgens so nahe gekommen, daß das
alles, was ihm an Streitkräften zu Gebote i einen Punkt vereinigt babe A8 o s Pau s Gewehrfeuer begann. Die 4. bayerische Brigade und die 22. preußische
und die Division am folgenden Ta e d bei Arienay nun tee gee f (beraus, daß man ed habt, und dessen Gros und Reserve € des Feindes zu thun ge- Gefecht hatten eingreifen können en g 10. gar nicht in das . e Spi des von der Tannschen Corps stießen am 11. Fü u ftárpue
hatte in seinen Schanzen
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batten Sia die Ebene vor Orléans anschließen, die vortheil
E Trup ae in Es ler aus 35 000 Mann / allen franzö imen-
lern zusammengeseßt waren. So weit sich BI8 ebt fibeedliden
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haben diese Truppen niemals in Paris gestanden, sondern waren als Ersaß oder Reserve beim Beginn des Feldzuges an der Loire zurückgelassen und hier, anz in der Weise der sogenannten Marschregimenter von aris, zu größeren Cadres formirt worden. Verstärkt wurden sie dur eine Anzahl päpstliher Zuaven, die aus dem 1ömi- hen Dienst in den der Regierung von Tours übergetreten find, und durch 2 bis Z Regimenter Mobilgarden, die man,
läßt,
um dieser unzuverlässigen Truppe größere Festigkeit zu geben,
so geordnet hatte, daß je 5 oder 6 Mann von ihnen ein Zuave beigezählt war. Diese Loire - Armee führte 40 Geschüße mit sich. La Motte Rouge is cin hochbejahrter General , der das größte Vertrauen der Truppen besißt. Die Franzosen hielten bis Nachmittag 5 Uhr Stand, traten dann aber den Rückzug gegen Orléans an. Da es bereits dunkelte, mußte bei der Berl GReng unsererseits die größte Vorsicht beobachtet wer- den, zumal unsere Truppen auf dem unebenen Terrain mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Die Stadt Orléans entschloß sich zur Uebergabe, sowie die ersten Granaten hinein- gefallen waren. Die bayerischen 12-Pfünder, die schon in Bereitschaft }sanden, kamen nicht mehr zur Aktion. Der Bahnhof und die Loirebrüclle wurden soglei beseßt, lehtere war zwar unterminirt, aus Mangel an Zeit aber vom Feinde nicht zerstört Jn Orléans wurde dem Maire die sofortige Beleuchtung der Stadt befohlen. Nachdem dies geschehen, konnten die ersten deutschen Truppen, gegen 8 Uhr Abends, in die Stadt einziehen. Zur Nacht loder- ten ihre Bivouakfeuer bereits auf dem freien Plaße um das Standbild der Jeanne d'Arc. Die Franzosen ließen 2000 Ge- fangene in unseren Händen zurück, ihre Verluste an Todten und Verwundeten find noch nicht genau bekannt, aber sehr be- deutend , die unsrigen verhältnißmäßig gering. Die zurück- eworfene Armee , die verfolgt wird , ging auf das jenseitige oire-Ufer, sie verließ also die Straße gegen Tours, so daß die provisorische Regierung, falls fie Überhaupt noch in dieser Stadt weilt, sih ohne militärischen Schug befinden dürfte.
Dex Kronprinz erhielt die ersie Nachricht von dieser neuen Ruhmesthat der 1. Armee durch ein heute Nachmittag in Versailles eingetroffenes Telegramm des Major von Hahnke. Weitere Meldungen brachte der Ordonnanz-Offizier, Premier- Lieutenant Baron von Bissing, von den Schlesishen Drago- nern Sr. Königlichen Hoheit, der Orléans heute Morgen ver- lassen hat, und nah einem Ritt von 15 Meilen Abends 7 Uhr im Hauptquartier eintraf. Se. Königliche Hoheit begab fi sogleich zum König, um Allerhöchstdemselben persönlih Mel- dung von dem entscheidungs8vollen Siege abzustatten.
Königs8berg i. P., 17. Oktober. (W. T. B.)
Die Leuchtfeuer bei Pillau, Brüsterort und Memel sind gestern wieder angezündet worden. l
Hamburg, 17. Oktober. E T. B.)
Amtlicher Mittheilung zufolge sind auch gestern vor den Beobachtungsstationen der Elbmündung keine feindlichen Schiffe in Sicht gekommen. :
Der »Börsenhalle« zufolge passirte der von Antwerpen ein- getroffene englishe Dampfer »Admiral« am 5. d. 5 Uhr Nach- mittags die französische Flotte, als sie 15 englische Meilen west- nordwestlich von Helgoland vor Anker lag. Der Dampfer »Grimsby« sah 10 französische Schiffe bei Helgoland , eben so der Dampfer »William Hunter« am 14. d. 10 verschiedene Schiffe. Die Lootsen- und Feuerschiffe sind nah Cuxhaven her- eingeholt. Die Bark L lene« hat die deutsche Brigg »Herzog von Cambridge« in der Nähe -der französischen Flotte beigedreht
gesehen.
— Dem »Mil. Wochenbl.« zufolge sind von der preußischen Armee nach den bis Mitte Oktober veröffentlichten amtlichen Verlustlisten und sonstigen Todesanzeigen 498 Offiziere (incl. 48 Reserve -, 28 Landwehr - Offizieren und 2 Offizieren a. D.) geblieben, 232 Offiziere U 21 Reserve- und 16 Landwehr- Offizieren ihren Wunden erlegen , 42 Offiziere (incl. 2 Reserve- und 6 Landwehr-Offizieren) in Folge Krankheit verstorben. Der - Gesammtabgang an Offizieren beträgt mithin 772 (incl. 71 Res.-Off., 60 Landw.-Off. und 2 Off. a. D.), darunter befanden sich 690 Off. der Infanterie (incl. 69 Res.- Off, 59 Landw.-Off. und 2 Off. a. D.), 39 Kavallerie-Off. (incl. 2 Res-Off. -und 1 Landw.-Off.), 32 Artillerie, 9 Jngenieur- Off. und 2 Off. vom Train; 1 General-Lieutenant, 3 General- Majors, 21 Obersten, 9 Oberst - Lieutenants, 54 Majors, 140 Hauptleute und Rittmeister, 141 Premier-Lieutenants, 403 Se- conde-Lieutenants.
(W. T. B.)
Stuttgart, 17. Oktober. . De Der König und die Königin sind gestern Abends von Friedrichs- 519°
Württemberg.
hafen hierher zurückgekehrt. Es bestätigt si, daß die Minister Suckow und Mittnacht als Bevollmächtigte Württembergs bei den Konferenzen über die deutshe Frage im Laufe der Woche ins deutshe Hauptquartier abreisen werden. Die Bevollmäch- tigten Bayerns werden in einigen Tagen auf der Durchreise hier igt g Ld
— Der heutige »Staats-Anzeiger« veröffentliht ein Dekret, durch welches beide Kam mern zum 21. d. einberufen werden.
Belgien. Brüssel, 17. Oktober. (W. T. B.) Außer den kürzlih in Antwerpen von der Regierung mit Beschlag belegten 22 Kijten mit Waffen sind in den Hes Tagen wie-
der mehrere für Frankreich bestimmte dungen ange- halten worden. I Wasffensendungen ang
Franftreich. Tours, 17. Oktober. (W. T. B.) Ein Dekret der Regierung vom 14. Oktober verhängt den Belage- rung8zustand Über jedes Departement, von welchem der Feind weniger als 100 Kilometres entfernt ist. Ferner wird die Ein- rihtung eines besondern Nachrichtendienstes angeordnet, um diejenigen Punkte in Vertheidigungszustand zu seßen, welche für die vortheilhaftesten gehalten werden, um dem Feinde den Durchmarsch streitig zu machen. Dem Militärkomite wird gleichzeitig das Recht zuerkannt ,“ Personen und Sachen direkt zu requiriren , um die Ausführung der nothwendig erschei- nenden Arbeiten zu beschleunigen. Die Bezahlung hierfür erfolgt in Bons, welche auf die Fonds der Departements und Kommunen angewiesen werden. Die militärischen Befehls- haber sollen auc berehtigt sein, die Nationalgarden bis zu 40 Jahren einzuberufen; dieselben sind sodann der Militärgerichts- barkeit unterworfen.
— Der »Times« find vom 17. Oktober Meldungen zuge- angen, nach denen unter dem Viehstand in Paris die Vich- euche ausgebrochen ist , auch Hammel werden mehrfach von der Seuche befallen; Pferdesleisch dient bereits sehr stark als Nahrungsmittel.
Vereinsthätigkeit für die Armee.
Berlin, 14. Oktober. Von der Besaßung Sr. Majestät Schiff »Arconas« is} für patriotishe Zwecke ein Betrag von 382 Thlr. 14 Sgr. ezeichnet, welcher auf den Antrag des Schiffskommandos einem hie- Aen Verein zur Unterstüßung Hinterbliebener von im Kriege gefalle- nen Soldaten zugeführt werden sollte. Der Betrag is demnach dem König Wilhelm-Verein hierselbst überwiesen worden. M um. n Vertretung:
Kuhn. Jacobs.
— Jn dem Kriege des Jahres 1866 ist die Bemerkung gemacht wor- den, daß die weiße Binde mit dem rothen Kreuze, das Ahzeichen für die bei der freiwilligen Krankenpflege thätigen Personen, von dazu un- berechtigten Personen getragen und gemißbraucht worden ist. Um diesem Uebelstande in dem ]eßigen Kriege vorzubeugen, war Seitens des Königlichen Kommissars und Militär-Jnspecteurs angeordnet wor- den, daß als beschäftigt bei der freiwilligen Krankenpflege im Kriege nur die Personen anzusehen seien, deren Binden einen besonderen Stempel enthielten, welcher auf Veranlassung des Königlichen Kom- missars und Militär-Jnspecteurs aufgedrückt worden sei. Gleichzeitig wird über die Berechtigung zum Tragen der Binde noch eine Beschei- nigung ausgefertigt. Nichtsdestoweniger wird auch jeßt wieder Miß- brauch mit der Binde oon unberehtigten Leuten getrieben. Es hat deshalb Se. Königliche Hoheit der Kronprinz für die IIl. Armee Be- stimmungen erlassen, welche den Zweck haben, das Tragen der weißen Binde mit dem rothen Kreuze Seitens unberechtigter Personen zu hin- dern. Es lauten dieselben: 1) Jede Civilperson, die die weiße Binde mit dem rothen Kreuz trägt und sih niht dur eine Legitimation einer Militärbehörde über die Berechtigung des Tragens dazu ausweisen kann, is von der Gendarmerie der Armee, der Corps 2c. sogleich zu arretiren und in die Heimath zurüczubefördern. 2) Die Delegirten der freiwilligen Krankenpflege haben dem General - Arzt der Armee, Dr. Böger, namentlihe Nachweisungen einzu- reihen über ihr * bei der Armee vorhandenes Personal und Material, auch denselben über Zu - und Abgang in steter Kenntniß zu erhalten. 3) Der Generalarzt der Armee wird die Zu- theilung der freiwilligen Transportkolonnen an mein Hauptquartier, an die Armee - Corps und zur Reserve veranlassen , und haben dié Armee-Corps dur Vermittelung der Corps-Generalärzte die Ueber- weisung der E Raen Kolonnen an bestimmte Sanitäts - Detache- ments anzuordnen. 4) Die Corps - Generalärzte haben dem Armee- Generalarzt Dr. Böger über Verwendung und Thätigkeit der frei- willigen Krankenpflege in ihrem Bereich , namentlich nach Ge- fechten , zu berichten. 5) Die Delegirten der süddeutschen freiwilli- gen Krankenpflege haben mit dem bei meinem Hauptquartier befind- lihen Fürsten zu Putbus Durlaucht in Verbindung zu treten und ihn über Ab- und Zugang oder sonstige Veränderungen in Kennt- niß zu erhalten. 6) Die freiwilligen Trans8port-Kolonnen dürfen nicht nah Belieben Märsche antreten oder Quartier nehmen, sondern erhal- ten dazu Anweisung dur das Ober-Kommando, resp. durch die Armee- Corps, denen sie zugetheilt sind, unter Vermittelung des Armee-Ge- neralarztes und der Corps-Generalärzte. 7) Jch erwarte, daß die frei- willigen Krankenpfleger in diesen Bestimmungen keine Lähmung ihrer