1890 / 232 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 26 Sep 1890 18:00:01 GMT) scan diff

den Nothen Adler-Orden zweiter Klasse mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe:

von Mer ckel, General-Major und Commandeur der 11. Ka- vallerie-Brigade,

von Legat, General-Major und Commandeur der 23. Fnfan- terie: Brigade, Z

Johannes, General-Major und Commandeur der 24. Fnfan- terie-:Brigade, und

von Zastrow, General - Major und Commandeur der 12. Kavallerie-Brigade ;

den Rothen Adler-Orden zweiter Klasse mit Eichenlaub:

Stieler von Heydekampf, General-Major und Comman- deur der 22. Jnfanterie-Brigade, und L :

Küper, General-Major und Commandeur der 6. Feld-Artil- lerie-Brigade ;

den Rothen Adler-Orden dritter Klasse mit der Schleife und Shwertern am Ringe:

von Graberg, Oberst und Chef dcs Generalstabes des VI, Armee-Corps, :

von Oesfeld, Obe:st und Commandeur des Grenadier- Regiments König Friedrih Wilhelm Ik. (1. Stlesischen) Nr. 10, und :

von Beneckendorff und von Hindenburg, Oberst und Commandeur des Grenadier-Regiments Kronprinz Fried- rich Wilhelm (2. Shlesishen) Nr. 11;

den Rothen Adler-Orden dritter Klasse mit der Schleife:

von Heimburg, Oberst und Commandeur des Schlesischen Füsilier-Regiments Nr. 38, : 7

Westphal, Oberst und Commandeur des 4. Niederschlesischen Jnfanterie-Negiments Nr. 51,

Freiherr von Kleist, Oberst und Commandeur des Dragoner- Regiments König Friedrich 111. (2. Se&lesishen) Nr. 8,

Freiherr von Fir cks, Oberst und Commandeur des 3. Ober- \chlesishen Fnfanterie-Regiments Nr. 62, M

Davidsohn, Oberst und Commandeur des Feld-Artillerie- Regiments von Peuckter (S&lesischen) Nr. 6,

Dr. Lendel, Ober-Stabsarzt 1. Klasse und Regiments-Arzt vom Ulanen-Regiment von Kaßler (Schlesishen) Nr. 2, und

Dr. Molitor, Wirklicher Geheimer Kriegsrath und Militär- Jutendant vom VI, Armee-Corps;

den Rothen Adler- Orden vierter Klasse:

von Pannewiz, Hauptmann vom Generalstabe des V1, Armee-Corps, E M

Conzen, Major vom Großherzoglich Hessishen Feld: Artillerie- Regiment Nr. 25 (Großherzoglihes Arlillerie-Corps), kommandirt als Adjutant beim General-Kommando des VI. Armec-Corps,

von Rauch, Rit:meisier vom Westfälishen Ulanen-Regiment Nr. 5, kommandirt als Adjutant bei der 11. Division,

von Schoeler, Major vom Grenadier-Regiment König Friedrih Wilhelm ITL. (1. Stlesishen) Nr. 10,

von Puttkamer, Hauptmann von demselben Regiment,

Krüger-Velthusen, Major vom Schlesischen Füsilier- Regiment Nr. 38,

von Monsterberg, Hauptmann von demselben Regiment,

von Asmuth, Major vom Grenadier-Regiment Kronprinz Friedrich Wilhelm (2. Swlesishen) Nr. 11,

Freiherr von Falkenhausen, Hauptmann von demselben Regiment,

von Walther, Hauptmann von demselben Regiment,

Brandis, Major vom 4. Niederschlesishen Jnfanterie- Regiment Nr. 51, :

Limberger, Hauptmann von demselben Regiment,

Graf zu Dohna, Rittmeister vom Leib-Kürassier-Negiment Großer Kurfürst (Schlesishen) Nr. 1,

Freiherr von Buddenbrock-Hettersdorff, Major vom S er Ren König Friedrich IIT. (2, Schlesischen)

1,78;

Freiherr von Senden-Bibran, Major vom Husaren- Regiment von Schill (1. Schlesischen) Nr. 4,

Rogalla von Bieberstein, Oberst-Lieutenant z. Disp., 3. Stabsoffizier vom Landwehr-Bezirk T. Breslau,

Waenker von Dankenschweil, Major vom Generalstabe der 12. Division,

Brée, Hauptmann vom Fnfanterie-Regiment Keith (1. Ober- \shlesishen) Nr. 22,

Foißick, Haup!mann vom 3. Oberschlesishen Jnfanterie-Regi- ment Nr. 62,

Lauckhard, Hauptmann vom 4. Oberschlesishen Fnfanterie- Regiment Nr. 63,

von Kleist, Ritlmeister vom Husaren-Regiment Graf Göten (2. Schlesishen) Nr. 6,

ODelrichs, Major vom Ulanen - Regiment von Kaßler I) Nr. 2,

Körber, Major à la suite des Feld-Artillerie:Regiments König Karl (1. Königlich Württembergischen) Nr. 13 und Abtheilungs: Commandeur im Feld-Artillerie-Regiment von Peucker (Schlesischen) Nr. 6,

Roth, Hauptmann vom Feld-Artillerie-:Regiment von Peucker (Swlesischen) Nr. 6,

Wintgens, Major vom Feld-Artillerie-NRegiment von Clause- wiß (Oberschlesischen) Nr. 21,

Ascher, Hauptmann von demselben Regiment,

Oertel, Rittmeister vom Schlesishen Train-Bataillon Nr. 6,

Roth, Major vom Fuß-Artillerie-Regiment von Dieskau (Schlesischen) Nr. 6,

Liedke, Hauptmann von dêmselben Regiment,

Springer, Hauptmann à la suite des Rheinischen Fuß- Artillerie-Negiments Nr. 8 und Vorstand des Artillerie- Depots in Breslau,

Freiherr von Kageneck, Major, aggregirt dem 2. Schlesishen Jäger-Bataillon Nr. 6,

E 40S Hauptmann vom S{hlesishen Pionier-Bataillon

r. 0,

Regensburger, Hauplmann von der 2. Jngenieur-Jn- spektion,

Patermann, Major und Plaßmajor in Breslau,

Cramer, Oberst-Lieutenant von der 6. Gendarmerie-Brigade,

Dr, Kirhhoff, Ober-Stabsarzt 2. Klasse und Regiments- Arzt vom Shlesischen Füsilier-Regiment Nr. 38,

Dr, Weber, Ober-Stabsarzt 2. Klasse und Regiments-Arzt vom Feld - Artillerie - Regiment von Clausewitz (Ober- \{lesishen) Nr. 21,

Dr. Meilly, Ober-Stabsarzt 2, Klasse und Garnison-Arzt in Breslau,

Dr. Herrmann, Stabsarzt vom Fuß-Artillerie-Regiment von Dieskau (Schlesischen) Nr. 6,

Kollho ff, Militär-Futendantur:-Rath vom VI. Armee-Corps,

Laub, Justiz-Rath und Divisions-Auditeur von der 12. Di- vision, und E

Haaßengier, Regierungs- und Baurath, militärisher Bahn- bevollmächtigter der Direktion Berlin ;

den Königlihen Kronen-Orden erster Klasse:

von Schaumann, Generak-Lieutenant und Commandeur der 11. Division, und /

von Gräveniß, General-Lieutenant à la suite des XIII, (Königli*chG Württembergischen) Armee-Corps und Com- mandeur der 12. Division;

oden Stern zum Königlichen Kronen-Orden zweiter Klasse: von Boguslawski, General-Major und Commandeur der 21. Infanterie-Brigade ;

den Königlichen Kronen-Orden zweiter Klasse mit Schwertern am Ninge: Freiherr von Strombeck, General-Major und Kommandant von Glatz, und Dr, Strube, General-Arzt 2. Klasse und Corps3arzt vom VI. Armee-Corps ;

den Königlichen Kronen-Orden zweiter Klasse:

Harnickell, Oberst und Commandeur des FJnfanterie- Regiments von Winterseldt (2. Oberschlesischen) Nr. 23;

den Königlichen Kronen-Orden dritter Klasse mit Schwertern am Ringe:

von Koppenfel3, Oberst - Lieutenant und etatsmäßiger Stabêèoffizier des Grenadier-Regiments König Friedrich Wilhelm I1. (1. Sg@lesishen) Nr. 10, und

von Papen, Oberst-Lieutenant und Commandeur des Ulanen- Regiments von Kaßtler (Schlesischen) Nr. 2;

den Königlichen-Kronen-Orden dritter Klasse:

von Hirschfeld, Oberst-Lieutenant und etatsmäßiger Stabs- offizier des Schlesishen Füsilier:Regiments Nr. 38, von Müller, Oberst - Lieutenant und Commandeur des Husaren-Regiments von Schill (1. Schlesischen) Nr. 4, Pauli, Oberst z. Disp. und Commandeur des Landwehr- * Bezirks Striegau,

Walther, Oberst-Lieutenant und etatsmäßiger Stabsoffizier des 3. Oberschlesishen Fnfanterie-Regiments Nr. 62, von Beughem, Oberst Lieutenant und etatsmäßiaer Stabs- offizier des FJnfanterie - Regiments von Winterfeldt

(2. Oberschlesischen) Ne. 23, Stroedel, Oberst-Lieutenant und etatsmäßiger Stabsoffizier des 4. Oberschlesishen Jnfanterie-Regiments Nr. 63, Freiherr von Sauerma, Oberst-Lieutenant und Commandeur des Husaren-Regiments Graf Gögen (2. Sthlesischen) Nr. 6,

von Schimonsky, Oberst-Lieutenant z. Disp. und Com- mandeur des Landwehr-Bezirfks Ratibor,

Siehr, Oberst-Lieutenant z. Diép. und Commandeur des Landwehr-Bezirks Oppeln,

von Kaisenberg, Oberst-Lieutenant z. Disp. und Com- mandeur des Landwehr-Bezirks Neisse,

von Pfister, Oberst-Lieutenant und Commandeur des Fuß- Artillerie-Regiments von Dieskau (Schlesishen) Nr. 6,

von Bojanowsky, Oberst-Lieutenant und Commandeur des 2. Sthlesishen Jäger-Bataillons Nr. 6,

von Wickede, Oberst und Brigadier der 6. Gendarmerie- Brigade,

Weizmann, Militär - Jntendantur - Rath vom VI. Armee- Corps, und Í

Viola, katholischer Divisions: Pfarrer von der 12. Division;

den Königlichen Kronen-Orden vierter Klasse:

Mebus, Intendantur - Sekretär von der Intendantur des VI, Armee-Corps,

Walter, Fntendantur-Sekretär von derselben Jntendantur,

Rißmann, Jntendantur-Sekretär von derselben Fntendantur,

Behrens, Zahlmeister vom FJnfanterie-Regimert Keit (1. Oberschlesishen) Nr. 22,

Lyck, Zahlmeister vom Schlesishen Train-Bataillon Nr. 6,

Strauch, Corps-Noßarzt vom VI. Armee-Corps,

Huch, Ober-Roßarzt vom Leib: Kürassier-Regiment Großer Kurfürst (Schlesishen) Nr. 1,

Friebe, Fortifikations-Setretär in Breslau, und

Schulz, Fortifikations-Sekcetär in Neisse ;

das Allgemeine Ehrenzeichen in Gold:

Pantke, Stabshoboist vom Grenadier - Regiment König Friedrih Wilhelm II. (1. Schlesischen) Nr. 10,

Börner, Militär-Musik: Dirigent vom 4, Niederschlesishen Infanterie-Regiment Nr. 51,

Hay, Wachtmeister vom Leib-Kürassier-Negiment Großer _Kurfürst (Schlesischen) Nr. 1,

Bessenroth, Wachtmeister vom Dragoner-Regiment König Friedri III. (2. Schlesischen) Nr. 8,

Gotthardt, Wachtmeister vom Husaren-Regiment von Schill (1. Schlesischen) Nr. 4,

Scheppang, Militär-Mujik-Dirigent vom 3. Oberschlesischen «Fnfanterie-Regiment Nr. 62,

iehulekt, Bezirks-Feldwebel vom Landwehr-Bezirk Ratibor, ieber, Bezirks-Feldwebel vom Landwehr-Bezirk Gleiwit,

Mi cher, Stabshoboist vom Schlesishen Pionier-Bataillon ir. 6,

Neumann I., Wallmeister in Neisse,

Heyber, Büchsenmacher vom 3, Oberschlesishen Jnfanterie- Regiment Nr. 62,

Bodeus ch, Büchsenmacher vom Ulanen-Regiment von Kaßzler Schlesischen) Nr. 2,

Karneßt ki, evangelischer Divisionsküster von der 12. Division, und

Hildebrand, katholisher Garnisonküster in Glatz ; sowie

das Allgemeine Ehrenzeichen:

B Registrator vom Generaï-Kommando des VI. Armee-

orps,

Kern, Feldwebel und Zahlmeister-Aspirant vom Schlesischen Füsilier-Regiment Nr. 38,

Schliemann, Sergeant vom Grenadier-Regiment Kronprinz Friedrih Wilhelm (2. Schlesischen) Nr. 11,

Weile, Wachtmeister und Zahlmeister-Aspirant vom Husaren- Regiment Graf Gögzen (2. Shlesischen) Nr. 6,

Karlipp, Stabstrompeter vom Ulanen-Regiment von Kaßtler (Schlesischen) Nr. 2,

Ryssel, E S E N vom Feld-Artillerie-Regiment von Peucker (Shlesishen) Nr. 6, 25 j

Pickardt, Militär-Musik-Dirigent vom Fuß-Artillerie-Regi- ment von Dieskau (Sch!esishen) Nr. 6,

Legler, Wallmeister in Neisse,

Pfeiffer, Wallmeister in Glay, /

Thorwarth, Zeughaus-Büchsenmacher vom Artillerie-Depot in Breslau, ;

Kirhner, Regiments-Sattler vom Husaren-Regiment Graf Gögzen (2. Stlesishen) Nr. 6, 1

Schmog, evangelischer Divisionsküster von der 11. Division, und

Moses, Hausdiener von der Militär-Lehrshmiede in Breslau.

Deutsches Nei.

Dem zum Konsular-Agenten der Vereinigten Staaten von: Amerika in Guben ernannten Herrn Wilhelm Kempe ist Namens des Reichs das Exequatur ertheilt worden.

Bekanntmachung.

Aufhebung des Kaiserlihen Postamts Nr. 50 (Kaiserhof). Das Kaiserliche Postamt Nr. 50 (Kaiserhof) wird am 30, September mit dem Schlusse der Dienststunden außer Wirksamkeit treten. Berlin C., den 24. September 1890. Der Kaiserliche Ober-Postdirektor, Geheime Ober-Posirath. Griesbach.

Bekanntmachung,

Am 27. September Abends nah Dienstshluß wird das Kaiserliche Postamt Nr. 45 aus dem Hause Scharrenstraße Nr. 10 nah dem Hause Scharren straße Nr. 12/13 ver- legt werden.

Berlin C., den 24. September 1890.

Der Kaiserliche Ober-Postdirektor, Geheime Ober-Postrath. Griesbacch.

Bekanntmachung.

Am 27. September Abends nah Dienstshluß wird das Postamt in Weißensee bei Berlin aus dem Hause Königs- haussee Nr. 31 nah dem Hause Königschaufsee Nr. 14 verlegt.

Berlin C., den 24. September 1890.

Der Kaiserliche Ober-Postdirektor, Geheime Ober-Postrath. Griesbach.

Flaggenattesie find ertheilt worden: S

1) von dem Kaiserlichen General-Konsul zu Christiania unter dem 11. September d. F. dem daselbst im Jahre 1884 aus Eisen erbauten, bisher unter norwegisher Flagge ge- fahrenen Dampfschiff „Dagny“ von 3481 britishen Registertons Netto-Naumgehalt nah dem Uebergang desselben unter dem Namen „General Contreras“ in das aus- schließlihe Eigenthum der Firma Theodor Schmidt zu L OOe Hamburg zum Heimathshafen des Schiffes gewählt hat;

2) von dem Kaiserlihen Vize-Konsul zu Grangemouth unter dem 11. September d. J. der daselbst aus Stahl neu erbauten Bark „Orbis“ von 1578,27 britishen Registertons Netto-Raumgehalt nach dem Uebergang derselben in das aus- shließlihe Eigenthum der Firma Albert Evers & Classen zu Hamburg, welche Hamburg zum Heimathshafen des Schiffes gewählt haben. i:

Königreich Preußen.

Se, Majestät der König haben Allergnädigst geruht :

dem Landgerichts-Direktor Martens hierselbst und

dem Ersten Staatsanwalt Voigt in Stendal den Charakter als Geheimer Justiz-Rath zu verleihen; ferner | oi Gerichts-Asjessor Ganz in Berlin zum Amtsrichter in Forst,

den Gerihts-Assessor Dr. Albrecht in Berlin zum Amts- rihter in Dobrilugk, |

den Gerih1s-Assessor Großmann in Kalau zum Amts- richter daselbst,

den Gerichts-Assessor Dr. Loge in Lyck zum Amtsrichter in Gumbinnen,

den Gericht2-Assessor Gercke in Belgard zum Amtsrichter in Pinne, L

den Gerichts-Assessor Rackwiß in Glogau zum Amts- rihter in Sprottau und

den Gerichts-Assessor Pomme in Hilders zum Amts- rihter daselbst zu ernennen ; sowie

in Folge der von der Stadtverordneten - Versammlung zu Merscheid getroffenen Wiederwahl den E I unbe- joldeten Beigeordneten Karl Melcher daselbst in gleicher Eigenschaft für eine fernere Amtsdauer von sechs Jahren zu bestätigen.

Justiz-Ministerium.

Der Rechtsanwait Rost in Schöne W.-Pr. is zum Notar für den Bezirk des Ober-Landesgerihts zu Marien- erer, mit Anweisung seines Wohnsißes 1n Schöneck, ernannt worden.

Bekanntmachung.

___ Diejenigen Herren Studirenden, welche sich an hiesiger Universität immatrikuliren lassen wollen, baben sih vom 15. Oktober cr. ab bis zum 5. November aus „dem Universi- täts - Sekretariat, Verwaltungsgebäude 1 Treppe bow, Zimmer Nr. 7, während der Vormittags- stunden von 9 bis 11 Uhr, unter Abgabe ihrer Papiere (Reifezeugniß, Abgangszeugnisse * früher besuhter Universitäten

und, falls seit Abgang von der lehten Universität mehr als ein Vierteljahr verflofsen, polizeilihstes hrungs-Attest) zu melden, und werden hier die weiteren Weisungen mündlih empfangen. Preußen, welche ein Maturitäts-Zeugniß nicht besitzen, haben vorher kuratoriale Genebmigung zun Studium na@{zusuchen und diese mit vorzulegen, Ausländern kann das Vorlegen eines Reifezeugnifses erlassen werden. Später eintrefende Studirende baben ihre Anmeldungen zur Immatrikulation sofort nach ihrer Ankunft in Halle (spätestens 2 Tage nach ers vorzunehmen und bedürfen zur Immatrikulation überdies der besonderen Genehmigung des Herrn Universitäts-Kurators. Halle a. S., am 22. September 1890, Der Rektor riedrih3- Universität Halle - Wittenkerg.

der Königlihen vereinigten ernstein.

Angekommen: Se. Excellenz der Staats-Minister und Minister des Jnnern Herrfurth, vom Urlaub.

Nichtamtlicßes.

Deutsches Neid.

Preußen. Berlin, 26. September,

Nach einer zuverlässigen Mittheilung soll der neue nordamerikanishe Zolltarif (Mc Kinley Bill), dessen Zustandekommen nicht mehr bezweifelt wird, spätestens mit dem 15, Oktober, vermuthlih jedo bereits mit dem 10. Ok- tober d. J. in Kraft geseßt werden.

In einem Theile der Presse ist wiederholt der preußishen Staatsregierung der Vorwurf gemacht worden, daß sie sih mit den von ihr veranstalteten Erhebungen über einzelne Punkte der Gewerbeordnungs-Novelle und der zu derselben von der Reichstags - Kommission in erster Lesung ge- faßten Beschlüsse ausshließlich an die Handelskammern und Arbeitgeber - Verbände gewandt, Arbeiter - Vereine aber niht befragt habe. dieser Vorwurf thatsächlich unbegründet ist, ergiebt \sich aus der im Wortlaute hierunter abzedruckten Cirkularverfügung vom 6. Juli d. J., welche es dem Ermessen der höheren Verwaltungsbehörden überläßt, außer dem Königlichen Gewerberath, den Landräthen und den Kommunalbehörden auch die Handelskammern und diejenigen Vereine von Arbeitgebern und Arbei- tern zu hören, bei welhen eine nähere Kenntniß der be- treffenden Verhältnisse vorauszusezen ist.

Die qu. Verfügung hat folgenden Wortlaut:

Ministerium für Handel und Gewerbe. Berlin, 6. Juli 1890,

Um die Ausführung des dem Neicstage vorgelegten Gesetz- entwurfs, betreffend Abänderung der Gewerbeordnung, zu dem in Aussicht genommenen Zeitpunkt des 1. April 1891 zu ermöglichen und um die Bedenken und Zweifel klar zu stellen, welche sowobl durch die von der Reichstag 8-Kommission in erster Lesung gefaßten Beschlüsse, als auch durch die inzwischen eingelaufenen Petitionen hervorgerufen sind, ersuche ih Ew. , bis zum 1. Oktober d. I. Ne Punkte in eingehender Weise klarstellen und begutachten zu wollen.

1) Zu §. 105 b Abs. 1 und §. 105 c Abs. 3 des Entwurfs. I es in allen im §. 105 b Abs. 1 bezeihneten Gewerbebetrieben möglih a. den Arbeitern für jeden Sonn- und Festtag mindestens 30, für das Weihnachts-, Ofter- und Pfingstfest 60 und in sonftigen Fällen für 2 a Eer folgende Sonn- und Festtage 48 Stunden Ruhe zu gewähren,

b, diese Rubezeit am vorbergehenden Werktage frühestens um 6, spätestens um 12 Uhr Abends beginnen zu lafsen,

c. die Arbeiter, wele bei den §. 105 c Ziffer 2 und 3 bezeich- neten Arbeiten länger als 3 Stunden an Sonn- und Festtagen be- schäftigt werden, an jedem dritten Sonntage oder Festtage volle 36 Stunden oder an jedem zweiten Sonntage oder Festtage volle 18 oder 24 Stunden von der Arbcit frei zu lassen?

2) Zu §. 105 b. Absf. 2,

Et: scheint cs ausfübrbar, vorbehalilih der Ausnahmen nah §. 105 e des Entwurfs, an Sonn- und Festtagen

a. die Verkaufsstellen von Nachmittags 1 Uhr an ganz zu schließen, e

b, die Beschäftigung in den übrigen Handelsgewerben auf drei Stunden einzu!\{chränken ?

3) Zu §. 137 Ab\ 4, j

a, Wie viel verheirathete Frauen sind in Fabriken mit Aus- {luß der Spinnereien und Ziegeleien und in den nah dem §, 154 der bisherigen Gewerbeordnung den Fabriken gleihgestellten gewerb- lichen Nnlagen beschäftigt ?

b. Welche Folgen würde für diefe Fabriken und Anlagen die geseßliche Beschränkung der Arbeitszeit der verheiratheten Frauen auf 10 Stunden haken, wenn die Arbeitszeit der übrigen erwachsenen Arbeiterinnen auf 11 Stunden fixirt wird? /

c. Stehen Bedenken entgegen, eine 12 sündige Mittagépause für Arbeiterinnen über 16 Fahre, welche ein Hauswesen zu besorgen haben, der Regel nach und vorbekaltlih der anderweiten Normirung der Pausen dur die böhere Verwaltungébehörde in den Fällen des §, 139 Abf, 2 einzuführen ?

4) Zu §. 138 a Abs. 1. S x

a, Für welche Fabrikations8zweige liegt ein Bedürfniß vor, wegen außergewöhnlicher Häufurg der Arbeit in regelmäßig wiederkehrenden Zeiten oder bei unregel mäßiger verstärkter Nachfrage die Beschäftigung der Arbeitcrinnen über 11 Stunden täglich auszudebnen ?

b. Genügt diesem Bedürfniß die Verlängerung der täglichen Ar- beit8zeit um 1 Stunde und für höchstens 40 Tage im Kalenderjahr ?

5) Zu §. 139 a Abs. 1 Ziffer 2. l

a. In welGen Fabriken bat bisher eine regelmäßige Nacht- be GENaurg der Arbeiterinnen, also nicht bloß eine Ausdehnung der Tage®beschästigung bis in die Nacht hinein stattgefunden ?

b. War diese Nachtbeshäftigung in allen Betrieben desselben Fabrikationszweiges üblich ? l

c. Unter wel@en Vorausseßungen erscheint die Gestaltung der Na@htbeschäftigung der Arbeiterinnen in denjenigen Fabrikations- ¿weigen zulässig, in welchen sie bisher üblich war ?

6) Zu 8. 139 a Abs. 1 Ziffer 3. : S

a. Wie lange isi bisher die regelmäßige Arbeitszeit in den Spinnereien ? |

b. Haben sich Schwierigkeiten daraus ergeben, daß die Arbeits- zeit der erwachsenen Arbeiter länger war als diejenige der jugendlichen ?

e. Welche Folgen würde die ausnahmslose Einscbränkung der Arbeitszeit der jungen Leute von 14 bis 16 Jahren und der ver- heiratheten Arbeiterinnen in Spinnereien auf 10 Stunden haben ?

7) Zu §. 154 Abs. 2. Bts

a. Wie lange ift bisher die regelmäßige Arbeitszeit in den Ziegeleien im Sommer und im Winter ? N

Werden Arbeiterinnen und jugendliGe Arbeiter in den Ziegeleien nur im Freien oder auch an den Oefen beschäftigt?

c. Welche Mißstände haben fich bei der bisherigen Beschäftigungs-

zeit ergeben, und beftehen Bedenken dagegen, die Arbeitszeit der jugend-

lien Arbeiter und der Arbeiterinnen in Ziegeleien auf 69 Stunden wöhentlich e :

d. Welche Folgen würde eine Ermäßigung der Arßbeit3zeit der jugendlihen Arbeiter und der Arbeiterinnen in den Ziegeleien auf 64 oder auf 60 Stunden wöc&entlih haben ?

e. Würden aus der Anwendung der §8, 134 bis 139 b auf die über Tage betriebenen Brüche und Gruben, welche nit bloß vor- übergehend oder in geringem Umfang betrieben werden, Shwierig- keiten zu befürchten sein ?

8) Zu §. 154 Akf. 3.

a. Können die Bestimmungen der K; 135 bis 139 b obne Schwierigkeii Anwendung finden auf erkstätten, in welch{en dur elementare Kraft bewegte Triebwerke nicht bloß vorübergehend zur Verwendung kommen ?

b. Welche Ausnahmen von den Bestimmungen der §8. 135 bis 139 b sind für einzelne Arten dieser Werkstätten erforderli ?

9) Gemeinsam zu §FS. 139 a und 154.

Für alle Spinnereien und für alle Ziegeleien, wel&e nit bloß vorübergehend oder in geringem Umfange betrieben werden, ist der Bestand der Mitte August d. I. beschäftigten Arbeiter nach folgendem Schema aufzunebmen :

E 2, 3. 4. Zahl der E A Arbeiter unter Zahl e ae E Ge- 16 Jahren i sammt- | b. j c. zabl [ledige oder! ver: sder Ar- verwitt- | heiratbete } beiter.

Bezeichnung der

gewerblichen a b

männ- | weib-

Anlage. | liche. | liche, | ännlide.\ ete Arbei- Arbeite- | | terinnen. | rinnen.

|

| | | | |

Aus diesen Aufnahmen ift eine Zusammenstellung getrennt für f ouis und für Ziegeleien zu machen und Ihrem Berichte bei- zufügen.

Ew Ermessen stelle ih anhcim, über die erforderten that- sählihen und gutacilihen Aeußerungen außer dem Königlichen Ge- werberath, den Landräthen und den Kommunalbehörden au die Handelskammern und diejenigen Vereine von Arbeitgebern und Ar- beitern zu hören, bei welchen eine nähere Kenntniß der betreffenden Verhältnifse voraus8zusetzen ist. :

Auf die pünktlihe Innehaltung des Eingangs geseßten Term ins muß ich Gewicht legen, damit ih das gewonnene Material noch für die weitere Berathung der Gewerbe - Novelle in der Reichstag8-Kom- mission verwertben kann.

Der Minifter für Handel und Gewerbe, Freiherr von Berlepsch.

An sämmtlide Herren Regierungs-Präsidenten und den Königlichen Polizei-Präsidenten bier.

Der Königliche Eesandte in Weimar von Derenthall ist von dem ihm Allerhöhst bewilligten Urlaube auf seinen Posten zurückgekehrt und hat die Geschäfte der Gesandischaft wieder übernommen.

Der hiesige chinesische Gesandte Hung hat sih für einige Zeit auf seinen Posten nah St. Petersburg begeben. Während jeiner Abwesenheit von Berlin fungirt der Legations-Sekretär Wong Fong Tsao als Geschäftsträger.

i Der Regierungs-Assessor Dr. jur, Böninger zu Minden ist mit der kommissarishen Verwaltung des Landrathsamts im Kreise Merzig, Regierungs-Bezirk Trier, beauftragt worden.

S. M. Sciffsjungen-:Shulschiff „Nixe“, Kommandant Korvetten-Kapitän Freiherr von Malßahn, is am 23. Sep- tember in Teneriffa eingetroffen und beabsichtigt, am 30. nah St. Vincent (Kap Verdishe Fnseln) in See zu gehen.

Vayern.

München, 25, September. Se. Königliche Hoheit der Prinz Rupprecht feierte gestern seinen Namenstag. Aus diesem Anlaß war Jhre Königliche Hoheit die Prinzessin Ludwig mit den Geschwistern des Prinzen von Schloß Leutstetten nah München gekommen, sodaß die ganze Prinz Ludwig'she Familie hier vereinigt war. Mittags 111/, Uhr begaben sch Shre Königlichen Hoheiten die Prinzen Ludwig und Rupprecht zur Abhaltung von Hofjagden nah Pfronten.

Baden.

Karlsruhe, 25. September. Se. Königlihe Hoheit der Großherzog verließ, wie hon gemeldet, am Sonntag, Nachmittags 5 Uhr, Baden-Baden, um sih zu den Corps- manövern des XVI. Armee-Corps bei Mörchingen zu begeben. Die Ankunft daselbst erfolgte, der „Karlsr. Ztg.“ zufolge, von Saarburg aus mittels Extrazuges Abends 11 Uhr. Se. Königlihe Hoheit wurde am Bahnhof von dem kommandirenden General des XVI. Armee-Corps, General der Kavallerie Grafen Haeseler empfangen. Der Weg vom Bahnhof zuc Stadt war mit Fackelträgern beseßt und am Eingang der Stadt eine Ehrenpforte errihtet. Hier begrüßten unter Glockengeläute und Böllerschießen der Kreis- direktor und der Bürgermeister mit der Stadtvertretung Se. Königliche Hoheit. Die zu durhfahrenden Straßen der Stadt und der Marktplaz waren mit Flaggenstangen, Fahnen und Kränzen reih geshmüdckt, die Häuser verziert und be- leuhtet. Als der Großherzog an seinem Absteigequartier bei dem Erzpriester Kremer anfuhr, erfolgte eine zweite Be- grüßung durh eine Anzahl weißgekleideter Mädchen, deren eines Sr. Königlichen Hoheit mit einer Ansprache einen Blumensirauß überreihte, und dann durch den Erzpriester Kremer. Montag, den 22. d. M., früh 7? Uhr, begab sich der Großherzog zu Wagen nach dem Manöverfelde zwisch2n Château-Salins, Baronweiler und Baudrécourt und stieg in der Nähe des Dorfes Dalheim zu Pferde. Gegen 4 Uhr wurde das Gefeht abgebrochen, und während die Truppen ins Biwak rückten und Vorposten ausftellten, kehrle Se. Königliche Hoheit vom gleihen Punkte, wo Höchstderselbe Morgens zu Pferde gestiegen war, mit seinem Gefolge wieder zu Wagen nach A zurü. Gestern Nacht traf der Großherzog, wie „W. T. B.“ meldet, von den Manövern in Lothringen wieder in Baden-Baden ein und stattete heute dem dort weilenden Kaiser von Brafilien einen Besuch ab.

Mecklenburg-Schwerin.

Schwerin, 25. September. Se. Königliche Hoheit der Großherzog ist, nah hier eingegangenen Mle iber Nachrihten, am 24. d. M. nah Mentone gereist und wird sich von dort nah. Neapel begeben. Das Befinden Sr. Königlichen Hoheit ist etwas besser.

Sachsen-Weirnar-Eisenach.

Weimar, 25. September. Zhre Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Herrmann sowie Jhre Hoheiten die Prinzessin Olga und Prinz Gustav von Satsen- Weimar haben si, wie die „Weim. Ztg.“ mittheilt, gestern nah mehrtägigem Aufenthalt in Ettereburg nah Stuttgart bezw. Liebenstein begeben. Se. Königlihe Hoheit der Erb- großherzog begleitete die Höchsten Herrschaften bis Eisenach, wo Höchstderselbe auf einige Tage zum Besuch bei Sr. König- lichen Hoheit dem Großherzog verweilen wird.

Sachsen-Coburg-Gotha.

Gotha, 26. September. Jhre Hoheit die Herzogin begiebt sich, der „Goth. Ztg.“ zufolge, heute von Coburg nah dem Herzoglihen Jagdshlose Hintecxtß in Tirol, woselbft um die Zeit auch Se. Hoheit der Herzog zur Abhaltung von Hochwildjagden eintrifft.

Schaumburg-Lippe.

Büceburg, 24. September. Zur Feier des 75jähri- gen Jubiläums des hiesigen Westfälishen Jäger- Bataillons Nr. 7, das, wie berihtet, am 25, und 26. September hier fesilich begangen wird, sind zahlreiche Theilnehmer angelangt und auf dem Bahnhofe von Vertretern des Bataillons empfangen und in die Quartiere geleitet worden. Zum Freitag, den 26., Nachmittags, hat, wie der „Hann. Cour.“ meldet, Se. Dur&lauht der Fürst das Offizier-Corps und die Gäste des Bataillons zur Mittagstafel auf das Fürst- lihe RNesidenzshloß geladen.

Oesterreich - Ungarn.

Wien, 26. September. Bei den heute in den Land- gemeinden vorgenommenen Wahlen zum niederöster- reihishen Landtage wurden insgesammt 5 Liberale und 15 Antiliberale gewählt. Die Liberalen haben vier Sitze verloren.

Grofßbritauniea und Jrland.

London, 26. September. Die Königin hat dem Herzog und der Herzogin von Connaught eine Reihe von Gemächern im Kensington-Palast als Londoner Stadt- wohnung angewiesen.

Die Königin von Rumänien weilt seit vorgestern wieder in Llandudno. Nächsten Mittwoh begiebt sich die Königin nach Balmoral, um der Königin Victoria ihre Auf- wartung zu machen, und tritt dann über London die Rückreijse nah Bukarest an.

Major Prinz Albert Victor, Herzog von Cla- rence und Avondale, wrwurde zum Ehren-Oberst des 4. (Prinz Albert Victor's Leib-) Bombay-Kavallerie-Regiments ernannt. General Prinz Edward von Sachsen- Weimar wird am 11. Oktober, zehn Tage nachdem er den Oberbefehl der Truppen in Frland niedergelegt hat, wegen vorgerückten Alters in Pension treten.

_Am Vorabend des Beginns der gegen John Dillon, William OD'Brien und andere parnellitishe Abgeordnete eingeleiteten Kriminalprozedur wegen Förderung des „Feldzug8planes“ in Tipperary wurde, wie die „Alg. Corr.“ berichtet, vorgestern in der Stadt Tipperary ein „Nationalliga-Convent“ abgehalten, bei welhem die erst- genannten zwei Abgeordneten die Hauptredner waren. Dillon charakterisirte seine und O'Brien's Verhaftung als einen Uebergriff. Die in den Reihen der Nationalisten herrschenden Differenzen, welhe übrigens in hohem Grade übertrieben wurden, seien durch das Vorgehen der Regierung beigelegt worden, und dies würde die Wirkung haben, daß die Sache der Pächter des Großgrundbesizers Smith Barry von der irishen Rasse in der ganzen Welt aufgenommen werden werde. Jn Tipperary werde fih Jedermann mit Leib und Seele in die Bewegung stürzen, um der Welt zu beweisen, daß er niht ein Bundesgenosse der irishen Vollzugsregierung sei. William O'Brien sprach in ähnlihem Sinne, und es wurden Beschlüsse gefaßt, welhe die eingeleitete gerichtliche Verfolgung mißbilligen und die Parnelliten der Grafschaften Tipperary und Limerick verpflichten, die dem Grundbesitzer Smith Barry gehörigen Läden zu meiden und nur denen in Neu-Tipperary ihre Kundschaft zu s{henken. Mr. Long, der Sekretär des Lokalregierungs-:Amts, welcher vorgestern Abend in Süd-Wiltshire bei einem Primelnliga-Meeting sprach, erklärte, Dillon und William O'Brien wären ver- haftet worden, weil sie den Feldzugsplan befürworteten, „der, frei von der Leber weg gesprochen, ein Raubplan sei“. Sie verdienten deswegen als Parlament8mitglieder und Volks- führer eine härtere Strafe als die irregeleiteten kleinen Pächter und Bauern in Jrland. Die gestrige Verhandlung gegen O'Brien und Genossen in Tipperary wurde, dem „W, T. B.“ zufolge, fast gänzlih durch Hin- und Widerreden der beider- seitigen Advokaten ausgefüllt und \{ließlich auf heute vertagt. Der Führer der Liberalen Morley sowie mehrere radikale Deputirte begleiteten, von einer großen Menge ge- folgt, die Angeklagten bis zum Gerihhtssaale. Bei dem Ver- juhe der Polizeibeamten, die Menge zu zerstreuen, erhielt Morley einen Stocckschlag. Der Gerichtssaal war von Polizei- mannschaften stark bewacht. Bei den Bemühungen der Polizei, die Menge von dem Eindringen in den Sizungssaal abzu- halten, hatte auch der Deputirte Harrison einen Stockhieb er- halten, durch den er am Kopfe verwundet wurde. Schließlich hatte das Gericht dem Publikum den Zutritt gestattet.

Aus Kalkutta, vom 24, September, meldet ein Telegramm des „Bureau Reuter“:

Der Aufstand in Manipypur hat zwei Personen da3 Leben gekostet. Der Maharadjah, welcher im Begriff ift, eine Pilger- fahrt nah Mathura anzutreten, hat zu Gunsten seines Bruders des Thronerben, abgedankt. Die Ordnung ist jeßt wiederbergestellt.*

Nuß;land und Polen.

St. Petersburg, 26. September. Das Kriegs- Ministerium hat, wie die „Nowosti“/ berihten, der Obuchow’schen Stahlgießerei die Bestellung auf 200000 Ge- wehrläufe neuesten Systems zugchen lassen, die aber erft binnen zwei Jahren abzuliefern sind, was das genannte Blatt, „Angesichts des Umstandes, daß fast alle Weststaaten

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