1871 / 73 p. 5 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

1061 Beilage zum Königlich Preußischen Staats - Anzeiger. Montag den 13. März.

1060 | -Lisenbahn-Prióritäts-Aktien und OVbligationen.

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Eisenbahn-Prioritäts-Aktien und Obligationen.

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Redaction und Rendantur: Schwieger.

Dru und Verlag der Königlichen Geheimen Ober - Hofbuchdruckerei

(R. v. Deer ).

Beilage

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Nichtamtliches.

_ Fraukreich. Paris, 11. März. (W. T. B.) Das » Journal officiel« enthält ein Telegramm Thiers’ aus Bordeaux vom gestrigen Abend, in welchem es heißt: Die Wahl der Stadt Versailles für die Sizungen der Nationalversammlung ist troy des Votums der Kommisfion mit sehr großer Majorität angenommen worden. Morgen, Sonnabend, wird in Bordeaux die legte Sißzung der Versammlung sein. Jh werde sobald als möglich abreisen.

Bis zu diesem Augenblicke (Mittags) ist aus dem Fau- bourg Montmartre und den anderen Faubourgs keine neue Thatsäche zu berichten. Auch in den übrigen Theilen der Hauptstadt herrsht vollständige Ruhe. Die Zeitungen er- klären die Nachricht von dem Tode Rochefort's für unbegründet.

Das Kriegsgericht hat in der E vom 31, Oktober sein Urtheil gefällt: Blanqui, Flourens, Levraud und Cyrille find in contumaciam zum Tode verurtheilt, Goupil zu 2 Jahren, Valles zu 6 Monaten Gefängniß. Die Uebrigen würden freigesprochen. General Vinoy hat übér 40,000 Mann von der Loire-Armee, welche die neue Garnison von Paris bilden, eine Revue abgehalten.

Jn Folge des überhäuften Eisenbahnverkehrs werden die lezten deutschen Truppen, welche bereits heute Versailles ver- lassen sollten, noch einige Tage daselbst verweilen. »Temp8§« und andere Journale sprechen die Ansicht aus, daß die Demon- firationen am Montmartre ihrem baldigen Ende entgegengehen. Die »Semdine financiòère« meldet, daß zufolge der ihr zugegangenen Mittheilungen der Gesammtbetrag des Notenumlaufs der Bank von Frankreich, welcher im September 1870 fich auf 1774 Millionen Francs belief, nunmehr nicht ganz 2 Milliarden er- reiche. Das genannte Blatt bezeichnet die von mehreren Blät- tern gebrachte Nachrit, daß bereits 500 Millionen Francs in Versailles ausgezahlt seien, als unbegründet und fügt Gnu es sei bi8her weder Über die Höhe der abzuschließenden Anleihen; E über die Modalitäten der Emission ein Beschluß gefaßt worden.

Die Direktion der Westbahn veröffentlicht über das tar e gemeldete Eisenbahnunglück Folgendes: Gesiern Abends gegen 7 Uhr wurde ein Zug mit deutschen Berwun- deten, der von Mans kam, in dem Bahnhofe von Puteau von einem deutschen Waarenzug erreicht, der von Versaille abgegarigen war. Ein Qusämmenstoß fand statt, bei welchem ernste Unglücksfälle zu bedauern sind. Die Versailler Bahn wird dem Verkehre heute wieder Übergeben werden.

Dem »Dresdner Journal« wurde telegraphish ge- meldet: Donnerstag Nachts ist unweit Paris ein Lastzug mit sächsishen Sanitätszuge zusammengestoßen, wobei 11 Mann getödtet und 23 verwundet worden sind. 7 Wagen wurden zertrümmert, Sachsen sind nicht unter den BVer- unglückten.« |

Der amtliche Anschlag, durch welchen die Abseßung Napoleons in allen Gemeinden Frankreihs bekanntgegeben wird, lautet:

Ren Minister an die Maires der Hauporte der Departements. Cirfular. Bordeaux, 2. März 1871; 3 Uhr Abends. Jch theile Ihnen mit der Bitte um Veröffentlichurig folgende Depesche mit, die ih an alle Präfekten sende. Jn dèr Sißung vom 1. März hat ein Deputirter versucht, die Kaiserliche Regierung zu vertheidigen, und dadurch eine lebhafte Aufregung hervorgerufen. Eine große Anzahl Mitglieder hat der Kammer folgende, durch Afklamation unterstüßte Tagesordnung vorgeschlagen: Die National-Versammlung betrachtet den Gegenstand für erge bestätigt, untex den traurigen Verhält-

zu erdulden hat, gegenüber unerwarteten

A und Vorbehalten, die Abseßung Napoleons 11, und seinér ynastie; welche bereits dur die allgemeine S ihren Aus- druck gefunden, und erklärt ihn für den Ruin, die Jnvasion und ZJer- stücelung Franfreichs verantwortlich. Sechs Deputirte haben sich bei der Gegenprobe allein gegen diese Tagesordnung erhoben. Jules Simon. Jm Stadthause, 3. März 1871, Ò

»La Situation « veröffentliht den Protest Napoleons gegen seine Absezung. Derselbe lautet:

n den Präsidenten der Nationalversammlung in Bordeaux.

Herr Präsident! Jn einem Augenblicke, wo alle Franzosen, durch: die Friedensbedingungen mit tiefer Sorge erfüllt, keine anderen Gé- danken als für die Uebel ihres Landes hegten, verkündete die National- versammlung die Abseßung meiner Dynastie, und behauptete, daß ih" für das öôffentlihe Unglück verantwortlich sei. |

Jch protéstire gegen diese ungerechte wie gesepwidrige Entscheidung.

__ Ungerecht Na sie, weil, als der Krieg erklärt wurde, das Nätioñäl= ¿fühl durch Ursachen außerhalb des Bereiches meines Willens, im;

oben Grade erregt, einen sowohl allgemeinen wie unwiderstehlichen Volks-Enthusiasmus herbeigeführt hatte.

Dankbarkeit des Landes.

Jllegal ist fie, weil die zum alleinigen Zwecke des Friedes\{chlusses ernannte Versammlung über ihre Vollmachten hinausging, indem sie Fragen berührte, die zu behandela sie nicht kompetent war; und wäre sie selvs eine konstituirende Vetsammlung g: wesen, so würde sie keine Matt gehabt haben , ihren eigenen Millen dem der Nation zu substituiren. Ein Beispiel der Vergangenheit wird dies beweisen. Die Feindseligkeit der konstituirenden Versammlung 1848 {wand vor der Wahl des 10. Dezember; und 1851 seßte mich dás Volk durch mehr als 7 Millionen Stimmen in mein Recht gegen die legislative Versammlung.

Politische Leidenschaft sollte nit gegen das Recht vorherrschen, und das französische öffentliche Recht für die Gründung jeder legitimen Regierung is das Plebiszit. Darüber hinaus giebt es einerseits nur Usurpirung und Unterdrückung andererseits. Th bin bereit, mich vor E freien Ausdruck des nationalen Willens, aber diesem nur allein, zu beugen.

Angesichts der traurigen Ereignisse, welche Jedem Verläugnung und Uneigennügzigkeit auferlegen, hätte ih schweigen sollen; aber die Erklä- rung der Versammlung zwingt mich, im Namen der ges{mähten Wahrheit und der ignorirten nationalen Rechte zu protestiren. Empfangen Sie, Herr Präsident, die Versicherung meiner Hochachtung.

Wilhelmshöhe; 6. März 1871.

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__—_— Die [militärishen Streitkräfte, Über welche Frankreich beim Abschluß dés Wasffenstillstandes noch verfügen konnte, waren (auf dem Papier) folgendermaßen zusammengeseßt: General Chanzy hatte 120, Mann, Faidherbe (Nordarmee) 60,000 Mann, Loysel (Armee von avre) 30,000 Mann, die verschiedenen Jnstruktionslager 250,000 Mann; im "Ganzen 460,000 Mann.

Die Zahl der Sterbefälle hat fih in der leßten Woche bedeutend vermindert. Es sind 2993 Personen gestorben, eine Zahl, welche gegen die Vorwoche um 507 Fälle niedriger ift.

12. März. General Vinoy hat mittels De- frets vom 11. d. M. und kraft der ihm durch den Belage- rung8zustand übertragenen Rechte die folgenden sechs Jour- nale suspendirt: »Mot d'ordre« , »Cri du peuple« , »Caárrica- ture« , »Pòre Duchent« ; »Vengeur« und »Bouche dée fer. Gleichzeitig hat der kommandirende General das Er- scheinen neuer politishéèr Zeitungen bis zur Aufhebung des Belagerung8zustandes untersagt. Jn den Motiven des im beutigen »Journal officiel« veröffentlichten Dekretes heißt es: Eine freie Regierung ist niht möglich, wenn täglich die Journále straflos Aufruhr und Ungehorsam gegen die bestehen- den Geseße predigen. Die Ordnung kann nicht wiederhergestellt, die Arbeit nicht wieder aufgenommen werden, so lange Jour- nale, welche direkt zum Aufstande aufreizen , geduldet werden. Die Verfügung wurde gestern den sech8 su8pendirten Journalen p At Aus den Faubourgs ist kein neuer Zwischenfall gemeldet.

__ Bordeaux, 10. März. (W. T. B.) Die Diskussion über die Verlegung der National-Versammlung begann in der heu- tigen Sißung um 4 Uhr. Der Präsident verlas folgende Vor- lage der Regierung: Die Versammlung möge beschließen, ihren Siy nach einem Orte, der in größerer Nähe von Paris als Bordeaux gelegen ist, zu verlegen. Louis Blanc sprach gegen alle Anträge, welche bezwecken, die Versammlung nah irgend einem anderen Orte als nach Paris zu verlegen. Red- ner behauptete: Paris sei vollkommen cuhig, und wenn über- haupt die Gefahr einer Emeute bestünde, so sei es umsomehr B Würde der Versanimlung er:tsprehend , sih dorthin zu be- gebén.

Im weiteren Verlauf der _Sißung sprachen sib Silva und Millîère für Verlegung der Nationalversammlung nach Paris aus, Fresneau erklärte sich dagegen. Thiers betonte, obwohl die Frage der Verlegung der Versammlung Störungen ver- anlasse, so sei es 209 L dieselbe zu umgehen. Thiers hob hervor, daß eine örtliche Trennung der Regierung Gefahren und bedenkliche Verzögerungen für die wichtigsten Staatsange- legenheiten mit sich bringe. Nach der Rede Thier8’, der fich mit Entschiedenheit zu Gunsten der Verlegung nah Versailles aussprah, ward das Amendement betreffs Verlegung nach Paris mit! 427 gegen 154 Stimmen abgelehnt, dagegen das Amendement Garnier-Pagés, Dupont betreffs Verlegung nach Versailles mit 461 gegen 104 Stimmen angenommen. Die A H Van Sigzung in Versailles wird Montag, den 20. d.,

attfiuden.

-— 11. März. Jn der Nationalversämmlung protestirte bei der Forkseßung der Debatteüber die Verlegung derNationalversamm- lung“ Louis Blanc gegen jeden Schein von Mißtrauen gegen Paris. Er erwähnte der männlichen Tugenden der Pariser Bevölkerung während der Belagerung und des Rechtes auf die Die Verlegung der Versammlung