1. UntersuGungs-Sahen.
2. Aufgebote, Zustellungen u. dergl. 3. Unfall- und Invaliditäts- 2. Versicherung. 4. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. 5. Verloofung 2c. von Werthpapieren.
6. C S AE auf Aktien u. Aktien-Gesellsch.
7. Erwerbs- und
Oeffentlicher Anzeiger. | Sa
irt i 1M Benobershaiin,
10. Verschiedene Bekanntmachungen.
1) Untersuchungs-Sachen.
[66024] Stebricfs-Aufhebung ! ; Der unter dem 25. April 1882 binter den Bahn- wärter August Hoppe aus Ernsdorf wegen Ver- brechens wider die Sittlichkeit erlaffene Steckbrief wird bierdurch aufgehoben. Schweidnitz, den 1. Februar 1892. er Untersuhungêrichter bei dem Königlichen Landgerichte.
167195] Ee BEMT,
Der gegen den Mechaniker Ernst Walter wegen Unterschlagung unter dem 5. Dezember 1891 in den Akten — J. IV. D. 1319. 91 — erlassene Steck- brief wird zurückgenommen.
Verlin, den 9. Februar 1892. :
Königliche Staatsanwaltschaft beim Landgericht. [67353] E : i
Der von dem Königlichen Untersuhungsrichter zu Kleve unterm 31. Oktober 1889 gegen den Ma- schinentehniker Johann Heinrich Rennebaum junior aus Kleve wegen Begünstigung der Urkun- denfälshung erlassene Steckbrief wird als erledigt zurückgezogen.
Kleve, den 10. Februar 1892.
Königliche Staatsanwaltschaft.
[67196] Offenes Strafvollstreckungsersuchen.
Die Heerespflichtigen :
1) Paul Karl Richard Haase, geboren den 27. Mai 1868 in Rathenow und ebenda zuleßt wohnhaft, i
2) Ioachim Friedrih Ernst Waldemar Martin, geboren den 29. März 1868 in Rathenow, zulegt in Neowawes wohnhaft,
Friedri Wilhelm Giese, geboren
3) L Friedri W j i 1861 in Walschow, zuleßt in Rathenow
am 17. Ju wobnbaft,
4) Hermann Carl Giese, geboren am 10. April 1863 in Walschow, zuleßt in Rathenow wohn- haft,
5) Georg Karl Hamel, geboren am 10. Juni 1868 in Potsdam, ebenda zuleßt wohnhaft,
6) Karl August Rosenthal, geboren am 23. September 1868 in Potédam, ebenda zuleßt wohnhaft,
7) Kutscher Ludwig Otto Wolkner, geboren am 10. Oftober 1866 in Treuenbrießen, daselbst zuleßt wohnhaft,
8) Friedri August Neumann, geboren am L Februar 1867 in Brü, daselbst zuleßt wohn- ast,
9) Karl Adolf Zeim, geboren am 21. April 1867 in Glindow, zuleßt daselbst wohnhaft,
10) Gustav Bernhard Holzfuß, geboren am 15. Juni 1867 in Klein-Glien, daselbst zuleßt wobnhaft,
11) Karl Albert Schleu, geboren am 4. 1867 in Lehnin, daselbst zuleßt wobnhaft,
12) Friedrich Albert Julius Fromm, geboren am 23. Juli 1868 in Reahn, daselbst zuleßt wobnhaft,
13) Ferdinand Cbristian Schoenefeld, ge- boren am 8. März 1868 in Rieß, daselbst zuleßt wobnbaft,
14) Wilhelm Gottlob Emil Franke, geboren am 17. Mai 1868 in Treuenbrietzen, daselbst zuleßt wohnhaft,
15) Karl 5. Sul 1868 wohnhaft,
16) Karl Heinrih Lämmerhirt , geboren am 12. Dezember 1868 in Nußland, nah dem Heimaths- schein vom 27. März 1872 Preuße und durch Ver- fügung von demselben Tage der Stammrolle in Potsdam überwiesen,
sind durch Urtbeil der Straffammer des Königlichen Landgerichts zu Potsdam vom 18. Dezember 1891 wegen Entziehung der Wehrvfliht zu einer Geld- strafe von je 180 M, wofür im Unvermögensfalle eine Gefängnißstrafe von 18 Tagen unterstellt ift, verurtheilt worden.
Es wird ersucht, von den vorgedachten Ver- urtheilten, wo sie betroffen werden sollten, die Geld- strafe beizutreiben, im Falle des Unvermögens aber die unterstellte Freiheitsstrafe zu vollstrecken, auch zu den Akten gegen Haase und Genossen M1 142. 91 Nachricht von einem etwaigen Erfolge dieses Er- fuchens gelangen zu laffen.
Potsdam, den 4. Februar 1882.
Der Erste Staatsanwalt beim Königlichen Landgericht.
[67351] K. Staatsanwaltschaft Ellwangen.
Die gegen den Wehrpflichtigen Georg Friedrich Enfßlin, Kaufmann von Aalen, am 17. März 1888 ausgesprochene Vermögensbeshlagnahme (§ 326 St.-P.-O.) ist aufgehoben worden.
Den 11. Februar 1892.
H. Staatsanwalt: Mezler.
E E
2) Aufgebote, Zustellungen und dergl. [67210]
In Sachen, betreffend die Zwangéversteigerung der dem Kaufmann Nobert Efflinger zu Stettin zu- geschriebenen ,Wasserheilanstalt zu Kleinen“ hat das Großherzogliche Amtsgericht zur Abnahme der Rech- nung des Sequesters, zur Erklärung über den Thei- lungéplan, sowie zur Vornahme der Vertheilung Termin auf Montag, den 29. Februar 1892, Vormittags A1 Uhr, Zimmer Nr. 8, bestimmt. Der Theilungsplan und die Nehnung des Sequesters werden vom 15. d. Mts. an zur Einsicht der Be- theiligten ¡auf der Gerichtéshreiberei , Abtheilung für Zwangsévollstreungen und Concurse, nieder- gelegt sein.
Wismar, den 10. Februar 1892.
L. Rittn er, A:-G.-Aktuar.
Januar
Gustav Schinner ,
i geboren am in Treuenbriegen,
daselbst zuleßt
[53248]
Das Königlibe Amtsgeriht München I, Abthei- lung A. für Civilsachen, hat am 5. Dezembec 1891 folgendes Aufgebot erlafsen : i
Vei einem am 18 Oftober lauf. Jahres im Hof- bauern-Anwesen zu Kolbing ausgebrochenen Brande ist ein 34 /oiger, auf den Namen des Taglöhner- sohnes Georg Annabruaner von Kraiburg, k. B. A. Mübldorf, vinkulirter Pfandbrief der süddeutschen Bodenkretitbank dahier Serie XXXV. Litt. E. Nr. 46124 zu 1000 4 zu Verluft gegangen. Auf Antrag des k. Advokaten und Rechtsanwalts Justiz- raths Riegel Namens des genannten Annabrunner, Dienstknechtes in Kolbirg wird nun der Inhaber cbigen Pfandbriefes aufgefordert, spätestens im Auf- gebotstermine am Freitag, deu 17. Juni 1892, Vormittags 9 Uhr, im diesgerichilihen Geschäfts- zimmer Nr. 40/11. (Augustinerstock) seine Rete bei gefertigtem Gerichte anzumelden und den Pfand- \bein vorzulegen, widrigenfalls dessen Kraftlos- erkiärung erfolgen wird.
München, 7. Dezemkter 1891.
Der Kgl. Gerichtsf{reiber:; (L. 8.) Horn.
[67218]
Das Königl. Amtsgeriht München I., Abth. A. f. Civ.-Sachen, hat am 9. ds. Mts. folgendes Auf- gebot erlassen:
Es ist angeblich zu Verlust gegangen der Ver- siderungsschein der bayerishen Hypotheken- und Wechselbank in München Nr. 1615 Fol. 162 vom 25. Juli 1844, unterzeihnet von Freiherrn von CEichthal und Niezler, wonach das Leben des bgl. Knopfmachers Jakob Deubert in Eichstätt auf Lebensdauer für die Summe von 600 Gulden ver- sihert worden ist. Auf Antrag des Rechtsanwalts Dr. Gemeinhardt namens der Erben des Versicherten wird nun der Inhaber obigen Scheins aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermin am Donnerstag, den 22. September l. J., Vorm. 9 Uhr, im dieëgerihtliben Geschäftszimmer Nr. 40/11 (Au- gustinerstock) seine Rechte bei Gericht anzumelden und den Versicherungsschein vorzulegen, widrigenfalls dessen Kraftloserklärung erfolgen wird.
München, 10. Februar 1892.
Der Königl. Gerichtsschreiber: (L. 8.) Horn.
[67214] Aufgebot.
Im Grundbuche der in den Gemeinden Silschede, Hiddinghausen und Haßlinghausen belegenen Zeche Deutschland steht Blatt 177 der Nestaurateur Carl Friedrich Hölterhoff zu Kirchen a. d. Sieg als Eigen- thümer von 1 Kur eingetragen. Der über diesen Kux unterm 20. August 1886 ausgefertigte Kuxschein ist dem Eigenthümer angebli verloren gegangen. Auf Antrag des Eigenthümers werden deshalb alle diejenigen, welche ax diesen Kurschein Ansprüche zu haben vermeinen , ‘hierdurch aufgefordert, solche spätestens in dem auf den 17. September 1892, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Amtsgericht anberaumten Aufgebotstermine geltend zu machen, widrigenfalls der Kurschein für kraftlos erflärt wird.
Schwelm, 5. Februar 1892.
Königliches Amtsgericht. [67209]
Auf Antrag des Dienstmädchens Marie Nitter von hier, wird das auf den Namen der Marie Ritter ausgefertigte Quittungsbuh der hiesigen städtischen Sparkasse II1 Nr. 29744, geltend über 61,37 M nebst Zinsen seit dem 1. Januar 1892, welches angeblich in Verlust gerathen ist, zum Zwecke der Kraftlos- erflärung hiermit öffentlich aufgeboten. Der un- bekannte Inhaber obengenannten Quittungsbuchs wird aufgefordert, seine Nehte aus demselben spätestens im Aufgebotstermine am 28. Of- tober 1892, Vorm. 11 Uhr, bei dem unter- zeichneten Gericht anzumelden und das Quittungsbuch vorzulegen, widrigenfalls dasselbe wird für fraftlos ertlärt werden.
Königsberg, den 3. Februar 1892.
Königliches Amtsgericht. X.
[67213] Aufgebot.
Der am 10. April 1886 zu Linderhausen ver- \storbene Landwirth Wilbelm Bick hat bei der städtischen Sparkasse zu Schwelm verschiedene Ein- lagen gemaht. Das über diese Einlagen aus- gefertigte Quittungésbuh Nr. 8627, lautend über ein Guthaben von 1184 c 84 „5 per 1. Januar 1890, ist angeblich verloren gegangen. Auf Antrag der Erben des Wilhelm Bick, nämlih der Geschwister Wilbelm, Carl, Ida, Friederike und Anna Bick zu Linderhausen, werden alle diejenigen, welhe an das bezeichnete Quittungésbuh Ansprüche zu haben ver- meinen, hierdurch ‘aufgefordert, solche spätestens in dem auf den 17, September 1892, Vor- mittags 10 Uhr, anberaumten Aufgebotstermine anzumelden, widrigenfalls das Quittungsbuch für kraftlos erklärt wird.
Schwelm, 5. Februar 1892.
Königliches Amtsgericht.
Aufgebot.
Fabrikarbeiter August Küster aus Peine, Damm Nr. 29, und dessen Ehefrau, Sophie Dorothee, geb. Degener, haben das Aufgebot einer Hypothekenurkunde über eine zu Gunsten der Ehe- frau Küster im Grundbuche von Burgdorf Band V11I Blatt 318 Abtheilung 111 Nr. 2 eingetragene Hypothek von 2385 Æ beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf Mittwoch, den 24. August 1892, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anbe- raumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos- erflärung der Urfunde erfolgen wird.
Burgdorf, den 8. Februar 1892. Königliches Amtsgericht.
[67208]
Der
[53042] Aufgebot. Da kei nahbezeickbneten Forderungen 1) 50 Gulden Darlebnéfapital für die guts-
herrlide Sloß-Kapellenstiftung zu Mitwitz am 29, Apuil 1839 auf dem Anwesen tes Shuhmaters
Andreas Jung Hs.-Nr. 65 in Mitwitz, eingetragen im Hypothekenbuche für Mitwiß Bd. I. S. 321,
2) 800 Gulden rh. für Kunigunda Fiedler am 26. November 1827 auf dem Anwesen des Oeko- nomen Johann Föôrts{ in Pofseck, eingetragen im Hyp B. für Posseck Bd. I. S. 11,
3) 59 Gulden Handlohnêrest der Kommunions- gutsherrshaft Küps, vorgemerkt seit 16, Februar 1839 und
70 Gulden mit 59/0 verzinsli®e Bierforderung für den Brauer Johana Mâder in Weißenbcunn, vorgemerkt seit 27. Mai 1852 auf dem Anwesen des Korbmachers Andreas Sünkel in Brunnshrot im Hypothekenbuche für Gebülz Bd. I. S. 47,
4) 273 Gulden 2# Kr. Kaution für die Kuratel über den landesabwesenden Pbilipp Resenbaum von Küps am 27. März 1861, eingetragen auf dem An- wesen der Kaufleute Heinrid Schemenau und Hans Gagel in Küps Hs.-Nr. 11v im Hypothekenbuche für Küps Bd. 1Il. S. 525 u. 535,
9) 857 Gulden 55 Kr. mit 5 9% verzinälihes Darlehen für den Flofihändler Georg Eber Skfumyf von Unterroda{, eingetraaen seit 5 Februar 1827 auf dem Anwesen des Floßbändlers Johann Trapper Andreaësscha im Hypothekenbuche für Unterrodah Bd IlI. S. 509, derzeitizer Besizer Wittwe Sophie Trapper in Unterroda,
6) 44 Gulden 123 Ker. Hardlohn, Belehnungstaxen und Zinsen an die freib. v. Retwit'\{e Kommunions- gutsherrshaft Küps seit 3. Oktober 1833, eingetragen auf dem Acker Pl. Nr. 796 der Streinersehbeleute Michael und Anna Maria Bauer in Küps im É ypothekenbude für Küps Bd. I. S. 107,
die Nachforshungen nach dem rechtmäßigen Jn- haber fruhtlos geblieben und seit dem Tage der leßten hierauf sich beziehenden Handlung 30 Jabre verstrichen sind, ergeht auf Antrag der Besitzer der Pfandsachen in Anwendung der §8. 823 ff. R.-C.- P.-O. und Art. 123 Ziff. 3 des A.-G. kiezu an Alle, welde an diesen Forderungen ein Recht zu haben glauben, die Aufforderung, dieses irnerhalb 6 Mona'en, späteftens jedoch in dem auf Montag, 4. Juli 1892, Vormittags 9 Uhr, im Sizungs- saale des unterfertigten Gerichts anftehendin Auf- geéotstermine anzumelden, widrigenfalls auf weiteren Antrag die aufgebotenen Ferdecungen für erloschen erkiärt und im Hypothekenbuche gelö\{cht werden.
Kronach, 30. November 1891,
Der Königliche Amtsrichter : ges. Schmitt. Zur Beglaubigung:
Gerichtéschreiberei des k. Amtsgerihts KronaH.
(L. §) Reiz, k. Sekretär.
[66424] Aufgebot.
Als Eigenthümer des Grundstücks Gonsawa ck54, welches nach dem Grundbuche aus einem Antheile an den ungetrennten Hofräumen und 14 a 30 qm Gartenland mit 1,28 Thaler Reinertrag besteht und dessen Baulichkeiten einen Nußungswerth von 72,00 c baben, find die Riemermeister Paul und Marianna, geb. Dobberstein, Waß'schen Eheleute im Grundbuche eingetragen.
Nach dem Tode der Marinna Wag ist das Grund- stück in dem Erbrezesse vom 10. Juli 1849 dem Wittwer Paul Waß gegen die Verpflichtung, jedem der Erben 16 Silbergroschen 104 Pfennige zu zahlen, überlassen worden. Paul Waßz ist verstorben und von seiner Tochter Magdalene Tafelska beerbt worden.
Die Besittitelberihtigung auf den Namen der Leßteren und ihres gütergemeinschaftlichen Ehemannes, des Schuhmachermeisters Ignatz Tafelski, hat bisber nicht erfolgen können, weil der Nachweis nicht erbracht ist, daß der Erbvergleißh vom 10. Juli 1849 Namens des dabei betheiligten, damals noch minder- jährigen Jakob Dobberstein obervormundschaftlich genehmigt ist.
Auf den Antrag der Tafelski’shen Eheleute ergebt deshalb an alle Cigenthumsprätendenten die Auffor- derung, ihre Ansprüche und Rechte auf das Grund- stück spätestens im Termine, den 26. März 1892, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 2, anzumelden.
Im Falle nicht erfolgter Anmeldung und Bescßei- nous des vermeintlichen Widerspruhsrech{tes wird der Aus\{luß aller Eigenthuméprätendenten und die Eintragung des Eigenthums für die Shubmachermeister Ignaß und Magdalene, geb. Wat, Tafelski’ schen Eheleute in Gonsawa erfolgen.
Labischin, den 6. Februar 1892.
Königliches Amtsgericht.
[67211] Aufgebot eines Grundstücks.
Der Gutsbesißer Otto Brockmann zu Nhbin-Canal bei Friesack, vertreten durch den Rechtsanwalt Jordan zu Rathenow, hat behufs Anlegung eines Grund- buchblattes das Aufgebot desjenigen Grundstückes be- antragt, das auf dem Kartenblatt 2 der Gemarkung Friesack als Parcelle 2 verzeichnet und 24 ha 58 a 50 qm groß ist.
Alle unbekannten Eigenthumsprätendenten werden aufgefordert, ihre Nehte und Ansvyrübe auf das Grundstü spätestens in dem auf den 7. Mai 1892, Vormittags 11 Uhr, an Gerichtsstelle anberaumten Aufgebotstermine anzumelden, widrigenfalls sie mit ihren Ansprüchen und Nechten auf das vorbezeichnete Grundstück ausges{lossen werden.
Rathenow, den 6. Februar 1892.
Königliches Amtsgericht. I.
[67207] Aufgebot.
Auf den Antrag der verehelihten Handelzmann Rosine Helene Werner, verwittwet gewesene Meßner, geb. Schindler, zu Breslau, wird deren Ehemann, der Handelsmann und Destillateur Johann Heinrich Werner, und auf den Antrag des Tagearbeiters Heinrich Franz zu Mittel-Tannhausen, wird dessen Ehefrau Anna Franz, geb. Schiller, welche \sich im Jahre 1876 bezw. 1881 aus ihren damaligen Wohn- orten Wüstewaltersdorf bezw. Oberwüstegiersdorf entfernt baben, und zwar letztere, um nah Amerika auézuwandern, obne daß seitdem Nachrichten über dieselben eingegangen sind, aufgefordert, sich spätestens
zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung der Ge-
nannten erfolgen wird.
Niederwüstegiersdorf, den 3. Februar 1899. Konigliches Amtsgericht.
[6721 _ Aufgebot.
Auf Antrag des früheren Schmiedemeisters, jeßigen Landwirths Johann Gottlieb Acker aus Gimmrig bei Wettin wird dessen Sohn, der Landwirth Friedrih Louis Aer, geboren am 29. August 1851 welcher seit 1881, und zwar etwa Mitte folben Jahres aus Gimmriß, wo er bei seinem Vater wohnte, verschwunden is, nach England sich begeben haben foll, und seitdem verschollen ist, sammt den von ihm etwa zurückgelassenen Erben und Erb. nehmern aufgefordert, si spätestens im Aufgebots. termine den 20. Dezember 1892, Vormittags 10 Uhr, bei dem unterzeihneten Gericht schriftlich oder perfönlich zu melden, widrigenfalls derselbe für todt erflärt werden wird.
Wettiu, den 4. Februar 1892. Königliches Amtsgericht.
[67215] Aufgebot.
Auf Antrag des Testamentsvollstreckers der ver- storbenen Frau Johanna Alma, geb. Vollwertk, verw. Dankert oder Danert, nämlich des Referen.- dars Dris. Hermann Albert Schmidt, vertreten dur den Rechtsanwalt Dr. D. F. Weber, wird ein Auf gebot dahin erlassen:
Alle, welche an den Nadlhlaß der hierselbst am 10. Dezember 1890 verstorbenen Johanna Alma, geborenen Vollwerth, verwittweten Dankert oder Dauert, Erb- oder sonstige Anfprüche zu baben vermeinen oder den Be- stimmungen des von der genannten Erblasserin am 10. April 1890 errichteten, am 23. Dezember 1890 publicirten Testaments, sowie der von der Vormundschaftsbehörde hierselbst am 27. Mai 1891 erfolgten Bestellung des Antragstellers zum Testamentsvollstrecker, wie au der Um- schreibung des zum Natlaß der genannten Erblafferin gehörigen Hypothefpostens von M. 3600, — auf dem Grundstück Fol. 306 des Grund- und Hypothekenbuchs für Connewit b. Leipzig, durch den Testamentsvollstre#er auf Namen der Miterbin Albine Helene, verehbe- lichten Meisel, geb. Danckert, widersprechen wollen, werven hierdurch aufgefordert, solde An- und Widersprüche bei dem unterzeichneten Amtsgeriht, Dammthorstraße 10, 1. Stet, Zimmer Nr. 17, spätestens aber in dem auf Freitag, den S. April 1892, Nachmittags 1 Uhr, anberaumten Aufgebotstermin, daselbst Parterre, Zimmer Nr. 7, anzumelden — und zwar Auswärtige unter Bestellung eines biesigen Zustellungsbevollmächtigten — bei Strafe des Ausschlusses. '
Hamburg, den 1. Februar 1892.
Das Amtsgericht Hamburg, Abtbeilung für Aufgebotssachen. S gez. Tesdorpf Dr. Veröffentlicht: Ude, Gerichtsschreibergehülkfe.
[67216]
Auf Antrag des Testamentévollstreckers der ver- storkenen Cheleute Christian Ludwig (Ludewig) Holßey und Johanna Catharina Elisabeth, geb, Schohl, nämli des Notars Dris. Hermann Stot-
fleth, vertreten durch den Rechtsanwalt Dr. Otto Meier, wird ein Aufgebot dahin erlassen : Alle, welche an den Nacblaß der hierselbst am 17. November 1891 bezw. 1. Dezember 1891 verstorbenen Eheleute Christian Ludwig (Lude- wig) Soltzey und Johanna Catharina Elisa- beth, geb. Schohl, außer den dem Antragsteller befannten Erben : a. des Nachlaffes des Christian Ludwig (Lude- wig) Holtey, dessen Geschwisterkinder, als: 1) Helene Dorothea Christine, geb. Buése, Iohann Joachim Hagen Ehefrau, Betty Antonie Busse, Dorothee Marie Elisabeth Busse, Magdalene Henriette Elisabeth Holtev, Antonie Marie Elisabeth Holtey, Gustav Adolf Otto Faber, Friedri Ernst Adolf Faber, ) August Ernst Faber, : . des Nachlasses der Johanna Catharina Elisa- beth, geb. Schohl, Christian Ludwig (Lude- wig) Holtzey Wittwe, deren Halbgeschwister, alé: 1) Anna Maria Elise, geb. Schohl, früber verwittwet gewesene Hilbig, jeßt Eduard Beblo Wittwe, | 2) Iohann Friederih Christoph Schobl, 3) Wilhelm Friederichß Gottlieb Schohl, Erb- oder“ sonstige Ansprüche zu haben ver- meinen, oder den Bestimmungen des von den Erblafsern am 4. März 1879 gemeinschaftlich errichteten, hierselbst am 3. Dezember 1891 mit einem nicht unterzeichneten Zusatz publicirten Testaments, wie auh der Ernennung des An- tragstellers zum Testamentsvollstrecker und den demselben als solhem ertheilten Befugnissen, namentlich der Umschreibungsbefugniß, _wider- sprechen wollen, werden hierdurch aufgefordert, solche An- und Widersprüche bei dem unter- zeihneten Amtsgeribt, Dammthorstraße 10, I. Stock, Zimmer Nr. 17, spätestens aber in dem auf Freitag, den 22. April 1892, Nachmittags L Uhr, anberaumten Aufgebotê- termine, daselbst Parterre Zimmer Nr. 7 anzu- melden — und zwar Auêwärtige unter Ve- stellung eines hiesigen Zustellungsbevollmächtigten ___— bei Strafe des Ausschlusses. Hamburg, den 4. Februar 1892. Das Amtsgericht Hamburg, Abtheilung für Aufgebots\fachen. gez. Tesdorpf Dr. A Veröffentlicht: U de, Gerichtsschreibergehülfe.
[67212] Aufgebot. M Unter Bezugnahme auf die Nassauische ordnung vom 21. Mai 1781, die Herausgabe
Mor- Ber-
im Aufgebotstermine am 5. Dezember 1892, Vor- mittags 10 Uhr, bei dem unterzeihneten Gericht
Vermögens Abwesender betreffend, werden auf Antrag:
1) das Philipp Friedrih Carthaser von Allen-
2 E Ebr Jakob Gemmer, Katharine, geb. Carthaser, von Katenelnbogen, i 3) der Wittwe Heinrih Jakob Gabel, Karoline, geb. Carthaser, von Allendorf, 4) der Ebefrau Jakob Roßwurm, Karoline, geb. Carthaser, von Berghausfen, 5) des Heinrih Carthaser von Kaßenelnbogen. 1) Der Philipp Jakob Carthaser (auch ge- rieben Cardaser), geboren am 5. März 1819 zu Allendorf, Kreis Unterlahn, Regierungsbezirk Wies- baden, Preußen, als Sobn des Landmanns Heinrich Milhelm Cardafer und Katharine Margarethe, geb. Groß; zu Allendorf, welcher feinen leßten befannten Wohnsitz in Allendorf hatte und von dort in 1850 nach Amerika ausgewandert ist. : ' 2) Etwaige Leibes- oder Testamentserben des- selben aufgefordert, sih spätestens in dem hiermit auf Dienstag, den 21. Juni 1882, Vor- mittags 10 Uhr, anberaumten Aufgebotêtermin zu melden, widrigenfalls E 1) der Philipp Jakob Carthaser für todt er- ärt und S dessen Hinterlafsenschaft den Antragstellern als der zeitigen nächsten Intestaterben desselben eigen- thümlih ohne Kaution ausgeliefert werden wird. Kaztzenelunbogen, den 8. Februar 1892. Königliches Amtsgericht.
[67248] Im Namen des Königs!
Auf den Antrag des Tagelöhners Johann PóI- fownif zu Bobrownif erkennt das Königliche Amts- gericht zu Schildberg durch den Amtsrichter von François in der Sißung am 8. Februar 1892 für Necht :
M 1) Die Tagelöhnerfrau Anna Pólkfownik, ge- “ borene Niewiadoma, aus Domanin wird für “ todt erflärt. 9) Die Kosten des Aufgebotsverfahrens find aus “ dem Nachlasse derselben zu entnehmen. von Franeots.
[67243] Bekanntmachung.
Das Verfahren, betreffend das Aufgebot der Nach- laßgläubiger des am 9. April 1891 zu Eckertsberga verstorbenen Braumeisters Paul Julius Wilbelm Hübner ift beendigt. Ecfartsberga, den 8. Februar 1892,
Königliches Amtsgericht.
[67219] Aufgebot.
Eëé wird zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß
1) der Musiklehrer Carl Caëpar Wilhelm Eduard Lange, wohnhaft zu Altona, Adolvbstraße 106, früher in Schweden, Sohn des zu Enger verstorbenen Leinenfabrikanten Carl Gustav Lange und dessen Ebefrau, späteren Wittwe Añne Marie Emilie, geborenen Reichert, jeßt verebelihten Kaufmann Niehaus in Enger,
2) und die Auguste Helene Dorothea Schoer, obne Gewerbe, wohnhaft zu Rendsbnrg, Rosen- straße 460/1, früher in Ottensen, Tochter des Brief- trägers August Wilhelm Schoer, und dessen Ebefrau Elsabe Flora, geborenen Loch, in Rendsburg, die Ehe mit einander eingehen wollen.
Die Bekanntmachung des Aufgebots hat in Rendé- burg, Altona und Ottensen, und im Deutschen Reichs-Anzeiger zu geschehen.
Rendsburg, am 10. Februar 1892.
Der Standesbeamte.
(L. S.) Rühle von Lilienstern.
[67252] Vekanntmachung. Die dem Königlichen Second-Ueutenant im 9. Posenschen Infanterie-Regiment Nr. 58 Herrn Iobann Leopold Maria Himpe in Glogau ertheilte Police Nr. 3300 der Lebensversicherungs- Anstalt für die Armee und Marine d. d. Berlin, den 1. Ja- nuar 1875 ist durch Urtheil des Königlichen Amts- gecrihts 1. Berlin vom 28. Januar 1892 für traft- les erflärt worden.
Verlin, den 28. Januar 1892.
Schulze, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts 1. Abtheilung 72.
[67242] Bekauntmachung.
. Das Kgl. bayer. Amtsgericht Griesbach hat in amer öffentlihen Sißung vom 8. Februar 1892 in Sachen der Dienstmagd Maria Hochbauser von Nubstorf folgendes Ausfclußurtheil erlassen und verkündet :
I. Wird das Sparkasscbuch der Distrikts-Svar- fasse Grieëbach, Hauptbuchsnummer 2215, per 200. ¡autend auf Maria Hochhauser von Nuhstorf, vom Jahre 1889, für kraftlos erflärt.
IT. Hat Antragstellerin alle Kosten des Verfahrens zu tragen.
_. Griesbach, den 23. Januar 1892. Gerichtsschreiberei des K. Amtsgerichts Griesbach. Der K. Sekretär: (L. 8.) Donaubauer.
[67240] __ Bekauntmachung.
Dur Aus\chlußurtheil vom 9. Februar 1892 ist das Hypotheken-Dokument über die in Abtheilung I. AE des Grundstücks Kerzlin Bd. 11. Bl. Nr. 65 sür Auguste Henriette Emilie Gottschalk eingetragenen E ge bestehend aus dem Erbreceß vom 6. September 21958 nebst Ingrofsations-Vermerk ¿om 9. Oftober 1858 und Hypothekenscheinen, für traftlos erflärt worden.
Konigliches Amtsgericht zu Wusterhausen a./D.
[67244] Bekanutmachung. Durch Aus\chlußurtheil vom 29. Januar 1892 ist der Vvpothekenbrief vom 14. Oktober 1889 über die sür den Malermeister Friedrih Ernst zu Magdeburg U dem Grundstüke Band 62 Blatt 3308 des -rundbuhs von Magdeburg Abtheilung 111. Nr. 11 fingetragenen 8500 Æ für fraftlos erflärt worden. agdeburg, den 29. Januar 1892. Königliches Amtsgericht. Abtheilung 6. [67253] E vo, !€ Ovpothekenurkunde über die im Grundbuche Id Germendorf Band 1. Blatt Nr. 37, Abthei- qs I. Nr. 1 für den Kossäthen Altsißer Christian ertlase eingetragenen 39 Thaler i für fraftlos
Oranienburg, den 8. Februar 1892. Königliches Amtsgericht.
—
[67236]
Die vor dem vormaligen Kurfürstlih Hessischen Justizamt Oberaula am 27. April 1839 errichtete Pfand- und Schuldurkunde über die im Grundbuch von Schorbach Art. 27 Abth. 111. Nr. 1 und Art. 103 Abtb. 111. Nr. 2 zu Gunsten des Kurth
inrich Franf von Frankfurt a. M. eingetragenen 125 Thaler Restkaufgeld ist durch Ausschlußurtheil vom 4. Februar 1892 für fraftlos erklärt worden.
Oberaula, den 4. Februar 1892.
Königliches Amtsgericht. Dr. Schulin.
Im Namen des Königs!
Verkündet am 30. Januar 1892, h Kral ewsfki, Gerichtsschreiber.
Auf den Antrag des Besitzers Heinri Pußke in Stewken, vertreten durch den Rechtsanwalt Schlee in Thorn, erkennt das Königliche Amtsgericht zu Thorn dur den Amtsrichter Wilde für Ret :
I. Die Hypothekenurkunde über 185 Thlr. 12 Sgr. = 556,20 L (Rest von 2781 () mütterlihes Erb- theil der Regine Caroline Pansegrau, eingetragen aus dem Erbrezeß vom 27. Juni 1837 und aus der gerihtlihen Verhandlung vom 13. April 1848 in Abthl. 111. Nr. 1 des dem Besitzer Heinrich Putke gehörigen Grundstücks Stewken Nr. 24, gebildet aus dem erwähnten Erbrezeß und der gerihtlihen Ver- bandlung, sowie den Recognitions!cheinen und der Ingrofsationsnote vom 9. Januar 1849, wird für kraftlos erklärt. :
_ 17. Die Kosten des Verfahrens fallen dem Antrag- steller zur Last. Nechts
[67275]
Von Wegen.
[67249] Jm Namen des Königs!
Auf den Antrag des Rittergutsbejitzers Hagen zu Gilgenau, vertreten durch den Rechtsanwalt Perrin zu Dsterode, hat das Königlihe Amtsgeriht zu Paffsenheim durch den Gerichts-Afessor Lehwald am 5. Februar 1892 für Recht erkannt:
Die Hypothekenurkunde über nachstehende, auf Nittergut Gilgenau in Abtheilung II1. Nr. 27 ein- getragene Poft:
22 Thaler 27 Silbergroshen 8 Pfennige Muttererbtheile der Geschwister Catharina und Friedrich Lumma, verzinslih mit 5 9% jährlich vom Verlassen des elterlichen Hauses ab, zahlbar bei der Großjährigfkeit, nah Um- ständen auch früber, auf Grund der Erb- regulirungsverhandlungen vom 13. Februar und 31. Mai 1849, bestätigt den 5. Juni 1849, bei Gilgenau Band 19 Blatt Nr. 5, eingetragen zufolge Verfügung 16. August 1850, auf die Realitäten Nr. 22 des Titels hierher übertragen am 16. Funi 1876, bestehend aus dem Hypothekenschein vom 16. August 1850 und dem Nebeneremplar des Erbrecesses vom 13. Februar 349, bestäti S Si 1849 wit 31. Mai 1849, bestätigt am 5. Juni 1849, wird
für fraftlos erflärt.
[67241] Vekanntmachung.
Durch Auss{lußurtheil des Königlichen Amts- gerichts zu Kalau vom 4. Februar 1892 sind folgende Hypotbekendokumente :
3. Juli 1854
3 & Í L M 2 A Sr a. das Hypothbekendckument vom 16. Juli 1855
üoer die Bd. 1. Bl. 14 des Grundbuchs von Groß- Mebscw Abtbeilung 111. Nr. 6 für die Guts- herrsbaft daselbst eingetragene Forderung von 100 Tblr. an Abgabenrüständen,
b. das Hypothekendokument vom 2. November 1811 über die Bd. Ik. Blatt 126 des Grundbuchs von Kalau Abtheilung 111. Nr. 1 für den Kauf- mann Wilhelm Neumann daselbst eingetragene Darlehnsforderung von 100 Thlr.
für kraftlos erflärt worden.
Kalau, den 4. Februar 1892.
Königliches Amtsgericht. [67276] Jm Namen des Königs! Verkündet am 30. Januar 1892. Wierzbowski, Gerichtsschreiber.
Auf den Antrag des Eigenthümers Simon Lesinski in Mlewo, vertreten durch den Justizrath Pancke und den Nechtsanwalt Nadt in Thorn, erkennt das Königliche Amtsgericht zu Thorn dur den Amts- rihter Wilde für Necht :
1. Der Hypothekenbrief über 300 Thaler (Rest von 700 Thalern)- Kaufgelderrest nebst 5 bezw. 69/6 Zinsen, für den Klempnermeister Ernst Gude in Thorn eingetragen bei Mlewo Nr. 88 Abtblg. Ill. Nr. 2 und 4 und auf Melchior Figurski übergegangen, wird für kraftlos erflärt.
. Die Kosten des Aufgebotsverfahrens fallen dem Antragsteller zur Last.
Nechts
Von Wegen.
[67234
Durch Ausschlußurtheil vom 30. Januar 1892 ift die Hypotheken - Urkunde vom 7. Juni 1851 über cine im alten Hypotheken-Buche hiesigen Amts- gerihts Vol. 14 pag. 39 Nr. 24 eingetragene, nah Band 3 Blatt 12 Abtbeilung 3 Nr. 1 des Grund- buches von Haste übertragene Hyvothek über eine Sicherheit zur Erfüllung eines mit dem Fabrif- arbeiter Franz Heinrih Fiedeldev in Haste abge- s{chlossecnen Pachtvertrages für fraftlos erklärt.
Osnabrück, den 9. Februar 1892.
Königliches Amtsgericht. IIT.
[67254] Ausschlußurtheil.
Durch Auss{lußurtheil vom 8. Februar d. Js. sind die geritlihen Obligationen vom 9. Februar 1858 und 10. März 1874 über je 100 Thlr., welche für den Dachdecker Theodor Kärighausen hieselbst auf das sub No. ass. 1081 — früber 44 — vor hiesigem Harzthore belegene Gartengrundstück ein- getragen worden, den Eigenthümern des verpfändeten Grundstücks gegenüber für traftlos erflärt. Wolfenbüttel, den 8. Februar 1892.
Herzogliches Ämtsgericht. Behrens.
[67238] i
Die Hvypotheken-Urkunde über die im Hvpotheken-" buche hiesigen Amtsgerichts Bezirk 5 Abtheilung 1 Band 1_ Fol. 4 Nr. 1 eingetragene, nach Band 1 Blatt 17 Abtheilung 3 Nr. 2 des Grundbuches von
Atter übertragenen Hvpothek über 26 000 M für
1) ames Elise E, Y
2) Bernhardine Wilhelmine Lisette |
3) Henriette Louise Wilhelmine | Kolkmeyer 4) Iobann Ernst Heinrich
S zu je 6500 Æ ; s
ist uet Aus\{lufßurtheil vom 30. v. M. für kraftlos ârt. Osnabrück, den 4. Februar 1892.
Königliches Amtsgericht. ITIT.
Im Namen des Königs!
Verkündet am 4. Februar 1892. NRougemont, Gerichtsschreiber.
Auf den Antrag der Anna Dreemann zu Hannover erkennt das Königliche Amtsgericht zu Osnabrück, Abtbl. 1, dur den Amtsgerichtsrath Mever: 2c. 2. für Recht :
Die Hypothekenurkunde über das im Grundbuche von Stadt Osnabrück Band 16 Artikel 773 zu Lasten der Antragstellerin und zu Gunsten des Sub- machers Seinrich Klöcker zu Schwagastorf, Amts Wittlage, am 7. Mai 1884 eingetragene, mit 4 %% verzinélihe Darlehn von 900 e wird für fraftlos erklärt.
[67237]
[67245] Jm Namen des Königs!
Auf den Antrag der Beisißer Friedrih Fischer, August Meiser und August Stubel erkennt das Königlihe Amtsgericht zu Goldap durch den Amts- richter Vogelreuter für Recht :
I. Folgende Hypothekenurkunden :
1) über je 100 Thaler Erbtheil der Karoline Fischer, verehelihten Junkuhn, der Charlotte Fischer, verwittweten Didszuneit, wieder ver-
ehelihten Schaumann, und der Wilhelmine Fischer, verchelihten Schmidt, eingetragen auf Grund des Vertrages vom 18. Dezember 1849, im Grundbuh von Klein Gudellen Nr. 18 Abthl. 111. Nr. 1,
über 100 Thaler Erbtheil des Johann Petri, eingetragen im Grundbuch von Kaseleken Nr. 5 Abthl. 111. Nr. 1 auf Grund des
Vertrages vom 18. Februar 1836,
3) über 45 Tblr. 7 Sar. 6 Pfg. Erbtheil des Jacob Weber, eingetragen im Grundbu von Theweln Nr. 4 auf Grund des Recesses vom 22. Oftober 1830,
werden für kraftlos erflärt.
II. Die Kosten des Verfahrens werden den An- tragstellern Friedrih Fischer, August Meiser und August Stubel auferlegt.
Verkündet am 3. Februar 1892. Kaehsler, Gerichtsschreiber.
[67251] Bekanntmachung.
Durch Ausschlußurtheil vom 21. Januar 1892 ift für Recht erkannt :
Die Rechtsnachfolger des im Grundbuch von Kasneviß Band 1. Blatt 23 für die Post Abthei- lung 11]. Nr. 2 von 100 Thalern, verzinslih zu 9 9/9, zablbar nah sechsmonatlicher Kündigung, als Gläubiger eingetragenen Arbeitsmannes Carl Koch zu Garz werden mit ihren Ansprüchen auf die ge- nannte Post ausgeschlossen.
Bergen R., den 5. Februar 1892,
Königliches Amtsgericht.
[67235] Bekanntmachung.
Durch Ausschlußurtheil des unterzeihneten Gerichts vom 10. Februar 1892 sind die sämmtlichen Eigen- thumsprätendenten der im Grundbuche von Oelking- hausen Blatt 157 und Blatt 67 auf den Namen des Schuhmachers Wilhelm Bergmann an der untersten Beyenburg und des Landwirths Arnold Sonnenschein zu Hillringhausen eingetragenen Grund- stücke Flur VII. Nr. 12a./10 und bezw. Flur VIIL. Nr. 259/147 der Steuergemeinde Oelkinghausen mit ihren Ansprüchen auf die Grundstücke ausgeschlossen.
Schwelm, den 10. Februar 1892.
Königliches Amtsgericht.
[67246] Im Namen des Königs! Verkündet am 5. Februar 1892.
Referendar Bobnert, als Gerichtsschreiber.
Auf den Antrag des Schuhmachers Heinrich Vöge- ding jr. zu Oberaden, vertreten durch den Rechts- anwalt Dr. Gerwinn zu Camen, erfennt das König- lie Amtsgericht zu Camen, durch den Gerichts- assessor Marcus für Recht.
I. Die eingetragenen Gläubiger :
a. Diedrich Heinrich Wilhelm
b. Karoline Wilhelmine S
c. Carl Heinrich - Görshoff
d. Carl Friedri Heinrich |
e. Johanne Wilbelmine Friederike beziehungsweise deren Rechtsnachfolger werden mit ihren Ansprüchen auf die im Grundbuche von Ober- aden Band I. Blatt 17 in Abtheilung III. unter Nr. 2 eingetragene Post:
Einhundertachtunddreißig Tblr. 25 Sgr. 9 Pfg. als Abfindung für oie Ges{wister Görshoff,
a. Diedrich Heinrich Wilhelm,
h. Karoline Wilhelmine,
c. Karl Heinrich,
d. Karl Friedrich Heinrich,
e. Johanne Wilhelmine Friederike, ausgeschlossen. Die Post ist im Grundbuche zu löschen. /
IT. Die Kosten fallen dem Antragsteller zur Last.
Bon Rechts wegen. [67247] Im Namen des Königs!
Verkündet am 5. Februar 1892. Neferendar Bohnert, als Gerichtsschreiber. Auf den Antrag des Bergmanns Wilhelm Sto- verock zu Overberge, vertreten durch den Rechts- anwalt Lueg zu Unna, erkennt das Königliche Amts- geriht zu Camen durch den Gerichts-Affessor Marcus für Necht : 4 I. Die eingetragenen Gläubiger, Geschwister Friedrich und Heinrich Schulte, beziehungsweise deren Nehtsnachfolger, werden mit ihren Ansprüchen auf die nachstehende, im Grundbuche von Methler Band I1. Blatt 131 in Abtheilung Il]. unter Nr. 3 b. und d. bezeichnete Post : S
„Ein Vatererbe für die Belt Friedrich und Heinrih Schulte von je 7 Thlr. 17 Sgr. 3 Pfg. nah Maßgabe der Rezeßverhandlung \ vom 5. April und 11. Mai 1859“ ausgeschlossen. :
Die Post ist im Grundbuche zu löschen. : IT. Die Kosten fallen dem Antragsteller zur Last. Wegen.
Bon Rechts
[67250] Jm Namen des Königs! Verkündet am 23. Januar 1892.
Wessel, Gerichtsschreiber.
Auf den Antrag des Gemeindevorstehers Hein in F, vertreten durch den Rebtsanwalt Auer- ach in Osterode, erkennt das Königliche Amtsgericht zu Osterode durch den Gerichts-Asessor Schlief für Recht : :
Die unbekannten Berechtigten der auf Peteräwalde Band Il. Blatt 67, Abtbeilung 111. Nr. 7 für den Pfarrer Hagenau in Schmückwalde auf Grund der gerichtlichen Obligation vom 18. August 1870 ein- getragenen, zu 6 von Hundert verzinéëlihen Darlehns- forderung von 150 #4 werden mit ihren Ansprüchen auf diese Forderung ausges{loîen.
Die Kosten fallen Er zur Last.
Ì 5
V. ; Schlie f.
[67277] Bekanntmachung.
Durh Auss{lußurtheil vom 2. Februar 1892 find auf die im Grundbuch von Wosnitzen Band 1. Blatt 15 Abtheilung TIT. Nr. 3 eingetragene Hrpo- thekenpost von 22 Tblr. 2/5 Pfg. Vatererbtheils- forderung der Regine Wietret aus dem Michael Wietrek’schen Erbtheilungsrezeß vom T GEE 1829, welche auch im Grundbuch von Wosniten Band I. Blatt 27 Abtheilung IIT. Nr. 3 eingetragen stebt,
dem Loëmann Gottlieb Jendreyzik aus Wos- nißen, der Losmannsfrau Heinriette Piotrowski, geb. Iendrevzik, aus Klein-Grabnif, dem Kneht Michael Jendrevzik aus Nifolaiken, der Magd Louise Jendreyzik aus Alt-Ukta, dem Jacob JIendrevzik aus Wosëniten ibre Rechte vorbehalten, ; 5: die übrigen Mechtsnacßfolger der verstorbenen Hypothekengläubigerin Regine Wietrek aber nit ibren Ansprüchen auf die bezeichnete Post ausge- {lossen werden. Nikolaiken Ostpr., den 3. Februar 1892. Königliches Amtsgericht.
-
[66664] Oeffentliche Ladung.
In Sachen der Ebefrau des Bergmanns August Zeuner, Sophie, geb. Lenk, in Klausthal, Klägerin und Berufungsklägerin, vertreten durh den Rechts- anwalt Herold, wider den Bergmann August Zeuner, früber in Klausthal, jeßt unbekannten Aufenthalts, Beklagten und Berufungsbeklagten, wegen Ehe- scheidung, ist nach Beendigung der Beweisaufnabme zur mündlichen Verhandlung Termin auf Montag, 11. April 1892, Vormittags 10 Uhr, vor dem ITI. Civilsenat des Königlichen Ober-Landes- gerichts hierselbst angeseßt.
Beklagter wird aufgefordert, in diesem Termine, vertreten durch einen bei dem hiesigen Gerichte zu- gelassenen Anwalt, zu erscheinen.
Celle, 8. Februar 1892.
Gerichtsschreiberei des Königl. Ober-Landesgerichts.
[67231] Armensache! Landgericht Hamburg. Oeffentliche Zustellung.
Die Ebefrau Catharina Maria Magdalena Heins, geb. Voss, zu Hamburg, vertreten dur Nechtsanwalt Dr. M. Schramm, klagt gegen thren Ebemann, den Jollenführer Heinrich Carl Martin Heins, unbe- kannten Aufenthalts, wegen Ehescheidung mit dem Antrage, dem Beklagten aufzugeben, innerhalb ge- rihtlich zu bestimmender Frist zu der Klägerin zu- rückzukehren, eventuell derselben ebenfalls innerbalb gerihtlich zu bestimmender Frist eine angemessene ge- meinschaftlihe Wohnung anzubieten, und falls die- selbe niht in Hamburg gelegen sein sollte, der Klägerin das zur Reise erforderliche Geld zur Ver- fügung zu stellen, widrigenfalls der Beklagte für einen böslichen Verlasser seiner Ehefrau erklärt und die zwischen den Parteien bestehende Ebe, aus diesem Grunde, unter Verurtheilung des Beklagten in die gesammten Kosten des Rechtsstreits geschieden werden soll; und ladet den Beklagten zur mündlichen Ver- handlung des Rechtsstreits vor die II1. Civilfammer des Landgerichts zu Hamburg (Rathhaus) auf den 12. April 1892, Vormittags 97 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedahten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen.
Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Ladüngs\crift bekannt gemacht.
Hamburg, den 10. Februar 1892.
Schlieckau, Gerichtsschreiber des Landgerichts.
Civilkammer II.
[67228] Oeffentliche Zustellung.
Der Taglöhner Heinrich Müller in Osthofen, handelnd als Vertreter und gesetzliher Vormund seiner minderjährigen Tochter Marie Müller, bei ihrem Vater von Rechtêwegen wohnhaft, flagt gegen den Tanzlehrer Jacob Bauer, früher in Östhofen, jeßt unbekannt wo sich aufhaltend aus Alimentation eines von der klägerishen Tochter am 20. Dezember 1890 zu Osthofen außerehelich geborenen, von 2. Bauer anerkannten Kindes mit dem Antrage auf Verurtheilung des Beklagten zur Zahlung von drei- hundert Mark, sowie zur Tragung der Kosten und ladet den- Beklagten zur mündlihen Verhandlung des Nechtsstreits vor das Großherzogl. Amtsgerichts zu Osthofen auf den 21. April 1892, Vor- mittags 97 Uhr. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.
Der Gerichtsschreiber des Großherzogl. Amtsgerichts.
[67230] ; Oeffeutliche Zustellung uud Ladung.
Der Kgl. Advokat Schneider in Amberg hat Na- mens der ledigen Sägschneiderstohter Anna Beer von Furth und deren Kindscuratel gegen Mar Pongrat, Lehrersfohn von Furth z. Zt. unbe- kannten Aufenthalts, Klage wegen Vaterschaft und Alimentation erhoben mit dem Antrage, Urtbeil dahin zu erlassen: Der Beklagte Pongragz habe die Vaterschaft zu dem vou der Klägerin Anna Becker am 13. Juli 1891 außereheliß geborenen Kinde „Anna“ anzuerkennen, und sei {uldig, vom Tage der Geburt des Kindes bis zu dessen zurückgelegtem 13. Lebensjahre eine jährlihe, in vierteljährlichen Raten vorauszahlbare Alimentation von 180 6 incl.
Kleidungsfkosten und Schulgeld, die Hälfte der Kur-