etböhte die Schwierigkeit ihrer Aufgabe. Schiller's Verse verlangen eine Klarheit der Phrasirung, eine Sauberteit der Aussprache, einen weizevollen Schwung der Empfindung und Leidenschaft, denen nur langes, f orgfältiges Studium genügen kann. Den Wohllaut der Rede s{öôn und voll zu entfalten und dabei der dramatishen Bewegung lebendigen Ausdruck zu verleihen, bedeutet eine Vereinigung darstellerishen Vermögens, die überhaupt selten anzutreffen ist. Das Beste an der vorgestrigen Aufführung war denn auch der ernste Eifer und der fröhliche Wagemuth, mit dem alle Darsteller an die Lösung ihrer Aufgabe gingen. räulein Salta, als Fürstin-
utter von Messina, spra ihre Verse klar und deutli, mit einer zuweilen eiwas scharf klingenden, aber vollen dunklen Stimme, der es auch niht an Ausdruksfähigkeit gebricht. Fräulein Boch war als Beatrice voll Wärme und Zärtlichkeit; der Flüsterton der Sehn- sucht bâtte aber bei deutliherem Articuliren verständlicher und damit wirkungsvoller gestaltet werden können. Den beften Eindruck rief Ç Erich Schmidt (Cajetan) hervor; bei einer recken- Gestalt besißt der Darsteller eine mächtige wohl- Stimme; feine Vortragsweise zeugt von guter Schu- lung und is verständig und flar im Ausdruckd. Der Don Cesar des Herrn Eisfeld steckte noch stark in den Anfängen ; einzelnes, wie der Abschied von Beatrice, gelang wohl gut; in anderen Augenblicken aber, besonders in denen fürmisch - auf- wallender Leidenschaft, segelte er hart an den Klippen des Lächerlichen vorüber ; aber nichts desto weniger steckte etwas wie Eigen- art in seinem wechselvollen Spiel. — Die Vorstellung ging im ganzen latt von statten: immerhin eine anerkennenêwerthe Leistung bei frischen, noch nicht völlig eingewöhnten Kräften. Vie Decorationen waren einfach und würdig, dem s{aurigen Ernst der blutigen Schicksalstragödie angemef}jen.
Residenz-Theater. :
Der übermüthige Schwank „Madame Mongodin“ von Ernest Blum und Raoul Toché, deutsch von Emil Neu- mann , der zu Ende des vorigen und zu Anfang dieses Jahres dur seine derbkomischen, häufig recht zweideutigen Späße in etwa sechzig Vorstellungen zahlreihe Besucher erheitert hat, ging am Sonnabend neu einstudirt mit demselben Erfolge wie früher zum erften Mal in Scene. Die Hauptrolle des Stücks, Herr Mongodin, wurde wieder mit überwältigender Komik von Herrn Alexander ge- geben, der bei: diefer Gelegenheit zum ersten Mal in der egenwärtigen Spielzeit auf der Bühne ershien. Als Madame
ongodin trat an Stelle von Fräulein gay Frau B ecker auf, die es mit feiner Ironie verstand, dieser Rolle einen etwas vornehmeren Charakter zu geben. Fräulein Berkany hatte die Darstellung der Chansonettensängerin Clorinde übernommen. Auch dieser Tausch war nicht nachtheilig für den Erfolg des Stücks, da sie mit großem Gefschick den diesen Personen eigenen Ton von Wiß und Pikanterie traf. Sonst war die Beseßung des Schwanks unverändert geblieben.
aften flingende
In der Vorstellung der Oper „Die Regimentstohter“ am Mitt- woch im Königlichen Opernhause sind die Damen Herzog und Lammert, die Herren Krolop, Philipp, Lieban und Krasa beschäftigt. Der Oper folgt das Ballet „Das schlecht bewachte Mädchen“.
Im Königlihen Schauspielhause geht morgen neu ein- studirt „Die Braut von Messina* in Scene. Die Beseßung der Hauptrollen ist folgende: Beatrice Fräulein Lindner, Don Manuel
err Ludwig, Don Cesar Herr Matkowsky, Cajetan Herr Kahle,
Berengar Herr Klein, Manfred Herr Arndt, Bohemund Herr Purschian, Roger Herr Herßer, Hippolyt Herr Winter, Diego Herr Oberländer. Um der Würde des Stücks voll gerecht zu werden, wirken auch in den Chören Mitglieder des Solopersonals mit.
Morgen tritt Herr d’Andrade im Kroll’schen Theater zum ersten Male in diesem Jahr als Figaro in Rossini’'s „Barbier von Sevilla* auf. : :
Im Belle-Alliance-Theater (Neue deutsche Oper) wird morgen „Das Nachtlager in Granada“ gegeben; die erfte Aufführung der Oper „Josevh in Egypten“ if auf Donnerêtag verlegt.
„Onkel Bräsig“ wird im Thomas-Theater_ morgen und übermorgen wiederholt; die erfte Aufführung von „Kein Hüsung (Keine Heimstätte) wird am Donnerstag stattfinden.
Mannigfaltiges.
Das am Sonnabend bier E MILIEe mio zur Linderung des Nothstandes in Pl REg hat folgenden Aufruf beschloffen: „Das herbe Schicksal, von welhem die Freie ur.d Hansestadt Ham- burg durch die Cholera betroffen worden ist, findet überall im deutschen Vaterlande die innigste Theilnahme und pot laut an unsere werk- thätige Nächstenliebe. Es handelt \sich um einen Nothstand von un- gewöhnliher Größe und Dauer, unter welhem nicht nur die ärmeren Volksklassen, sondern auch weite Kreise des Mittelstandes {wer zu leiden haben und siherlih noch viele Monate leiden werden. Tausende von E hat der Tod hinweggerafft ; andere Tausende sind arbeitslos, und auch nach dem Erlöschen der Seuche wird noch eine lange Zeit vergehen, ebe der jeßt völlig dar- niederliegende, bisher so blühende Handel Hamburgs , auf welchem die wirthschaftlihe Existenz seiner meisten Einwohner beruht, si wird erholen fönnen. Zur Linderung eines folhen Nothstandes reicht die eigene Kraft der Hansestadt nicht aus. Wir richten deshalb an unsere Mitbürger die Bitte, durh zahlreihe Spenden für die Hamburger Nothleidenden dem stets erprobten Woblthätigkeitefinn der Berliner Ausdruck zu geben und dadurch der hart geprüften Schwester- stadt unfer berzlihes Mitgefühl thatkräftig zu bezeugen. i
Neben Jedem der Unterzeichneten nehmen Beiträge entgegen : die Städtische Haupt-Stiftungskasse, Rathhaus im Erdgeschoß, Zimmer ” if und die Städtischen Sparkassen-Annahmestellen. Ueber die einge- gangenen Spenden wird öffentlih quittirt werden. Wegen ange- messener Vertheilung derselben werden wir uns mit dem Noth- ftands - Comité in Hamburg schleunig in Verbindung feßen. Wir behalten uns jedoch vor, einen entsprehenden Theil der Beiträge dem Magistrat der mit Hamburgs eng verbundenen, dur die Epidemie ebenfalls {wer geshädigten Stadt Altona zur Verfügung zu stellen. Berlin, den 17. September 1892. Das Ber- liner Hilfscomité. Zelle, Bürgermeister. Dr. Stryck, Stadtver- ordneten - Vorsteher. Spinola, Geheimer Ober - Regierungs - Rath, Director der Königlichen Charité.“ E : B
Unter den übrigen unterzeihneten Mitgliedern des Comités be- finden sich die Staats-Minister Dr. von Boettichèr, Dr. Miquel und Dr. Bosse, der General-Stabsarzt der Armee Dr. von Coler, die Wirklichen Geheimen Räthe de la Croix und von Helmbolt, der General-Intentant der Königlihen Schauspiele Graf von Hochberg, der Ober-Hofmeister Ihrer Majestät der Kaiserin Freiherr von Mir- bach, der Präsident des Reichsbank-Directoriums Dr. Koch, der Wirk- liche Geheime . Ober-Regierungs-Rath Dr. Bartsch, der Geheime Ober-Regierungs-Rath Dr. Althoff, der Polizei-Präsident Freiherr von Richthofen u. a.
Hauptmann Kling, der verstorbene Erforsher des Togogebiets, ist gestern Nachmittag hierselbst auf dem Garnifonkirchof in der Hasen- haide zur leßten Ruhe bestattet worden. Im Auftrage Seiner Majestät des Königs von Württemberg erschien zur Trauerfeier der Flügel-Adjutant, Oberst-Lieutenant von Neidhardt. Das Auêëwärtige Amt hatte einen Kranz mit gelben und weißen Rofen gewidmet ; für die Colonialabtheilung des Auswärtigen Amts, die gleich- falls einen prächtigen Kranz auf den Sarg hatte nieder- legen lassen, ersien der Dirigent Wirkliche Geheime Legations-Rath Dr. Kayser. Die „Beamten in Togo“ ehrten den Verstorbenen dur einen von trovishen Palmen überwölbten Kranz. Die „Deutsche Co- lonialgesellschaft* ließ durch den General-Secretär einen Asternkranz am Sarg niederlegen. Das Württembergishe Feld-Artillerie-Regi- ment Nr. 29, dem der Verewigte angehört hatte, hatte eine Depu- tation mit einer kostbaren Kranzspende entsandt, ebenso das Ulanen-Negi- ment König Wilhelm 1. Auch das Württembergische Feld-Artillerie- Regiment König Karl und das Fuß-Artillerie-Regiment Nr. 13 ehrten das Andenken des heimgegangenen Kameraden durch Widmung von
Kränzen. Vor dem Kirchof hatte die Trauerparade Aufstellung ge- nommen : eine combinirte ie ‘des 2. Eisenbahn-Régiménts mit der Brigadereusik. Das Offiziercorps des Regiments mit dèm Oberst Freiherrn von Rösing war fast vollzählig zur Feier ersienen. Unteroffiziere des Regiments trugen den ers, zur offenen Gruft. Die geistlichen Functionen verrichtete der katholishe Garnifonpfarrer
Theinert. -
Köln, 17. September. Ueber das Eisenbahnunglüdck in der Nähe des Kölner Südbabnhofes (vergl. Nr. 220 d. Bl.) wird amtlich berihtet: Heute Nacht gegen 123 Uhr fuhr zwischen Köln Südbahnhof und Signalstation Gottesweg Güterzug 700 auf den nach Bingen fahrenden Personenzug 100 auf, weil dieser auf freier Strecke zum Halten gebracht war. Der vorleßzte Wagen des Personenzuges wurde zertrümmert, der leßte stark beshädigt. In dem zertrüummerten Wagen befanden si ‘ entlafsene Reservisten des Cürasfsier - Regiments Graf Geßler (Rheinisches) Nr. 8. Von diesen sind zwei todt, elf {wer oder leiht ver- wundet. Aerztliche Hilfe war bald zur Stelle. Die herbeigerufene Feuerwehr schaffte die Verleßten in ein nabe gelegenes Krankenhaus. Die Geleise warden niht beschädigt und der Betrieb der übrigèn Züge nur wenig gestört. Nachdem die beshädigten Wagen abgehängt waren, seßte der S orenznd 100 feine Fahrt fort. Die Urfache des Unfalls dürfte auf unvorschriftsmäßiges Verfahren bei Ablassen des Güterzuges zurückzufübren sein. Die Untersuchung ist eingeleitet.
Sondershaufen, 17. September. Bei der am vergangenen Mittwoch erfolgten Untersuhung des Altargrundes in der hiesigen St. Trinitatis kirche stieß man, dem „Schwzb.-Sdersh. Reg.-B[.* zufolge, auf ein bisher unbekanntes Fürstlihes Erbbegräbniß- gewölbe, in welchem sih neun metallene Särge befinden.
Basel, 17. September. Nachdem die strafrechtlihe Untersubung über die Mönchen steiner Eifenbahnkatastroph e vom 14. Juni 1891 von der competenten Behörde des Cantons Basel-Land beendigt ist, hat nach einer Meldung des „D. B. H.* heute das Civil- gericht Basel-Stadt in Sachen der Verunglückten gegen die Jura- Sünmplonkahn erkannt, daß der Babn grobe Fahrläjsigkeit zur Last falle und sie demgemäß nach Art. 7 des s{weizerishen Eisenbahn- Haftpflichtgesezes außer dem Erfay der Heilungskoften und des ent- gangenen Erwerbs noch zu angemessener Entschädigung an die Be- theiligten zu verurtheilen fei. Die Entscheidung is maßgebend für zablreihe noch \{Gwebende Entschädigungsfälle.
Brüssel, 19. September. Gestern Abend brach laut Meldung des „W. T. B.“ im Theater de la Monnaie (Opernhaus) nach- der Vorstellung Feuer aus. Der Brand, welher im Souterrain entstand, wurde jedech durch die Feuerwehr {nell gelöscht.
New-York, 16. September. Heute wurde, wie das „B. R.* meldet, der Grundftein zu dem Columbus-Denkmal gélegt, welches die biesige italienische Colonie der Stadt geschenkt hat. Vor der Grundsteinlegung hielten die italienischen Vereine einen Umzug.
Nach Schchluß der Redaction eingegangene Depeschen.
Darmstadt, 19. September. (W. T. B.) Der Groß-
gerzeg und die Prinzessin Alix sind zu einem längeren
esuch bei der Königin Victoria nah Schloß Balmoral in Schotiland abgereist. ;
New-York, 19. September. (W. T. B.) Siebeén- hundert Zwischendecks-Passagiere der „Normannia“ und der „Rugia“ find bei der Quarantänestation Sandy Hook gelandet worden.
O N N S S E’ Ss E E Mr A M P M
vom 19. September, jr Morgens.
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| Wetter. | Anfang 7 Uhr.
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UVebersiht der Witterung.
Ein Hochdruckgebiet erftreckt #sch von West- frankreih oftwärts über Süddeutshland hinaus nah Südwestrußland hin, während ein tiefes Minimum nördlich von Schottland lagert. Ueber Süd- skandinavien wehen starke, stellenweise stürmische lw: lie Winde. In Deutschland is bei
3) Nachts Thau. 4) Nachts | von
Die Tag
wiederholt :
Arthur Zapp. h , vorwiegend südliher und südwestlicher Luftbewegung das Wetter theils heiter, theils neblig, im Nordwesten wärmer, im Osten und meist au
im Süden kühler, ohne nennenswerthe Niederschläge. In Süd-Ungarn fanden stellenweise Gewitter statt.
Deutsche Seewarte. Cyclus,
Theater- Anzeigen. Ope
Königliche Schauspiele. Dienstag: Opern-
haus. 186. Vorstellung. Die Zauberflöte. O in 2 Acten von W. A. Inozart. ext e Saite
Dorothea.
In Scene geseßt vom Ober-Regifsseur Teblaff. Dirigent: Kapellmeister Weingartner. Anfang 7 Uhr.
Schauspielhaus. 195. Vorstellung. Neu einstudirt : Die Braut von Mesfina, oder: Die feindlichen Trauerspiel in 4 Aufzügen von Schiller. Die zur Handlung gehörige Mutik von B. A. Weber. In Scene geseßt vom Ober-Regisseur Max Grube.
Mittwoch: Opernhaus. N Negiments. Komische 9 Acten von G. Donizetti. Tert nah dem Franzôö- sischen des St. Georges. Hierauf : i Mädchen. Pantomimish-komisches Ballet in 2 Auf- ¿zügen und 3 Bildern nach d’Auberval von Paul Taglioni. Musik von P. Hertel. Anfang 7 Uhr.
Schauspielhaus. pt Diana. Lustspiel in 5 Aufzügen, nah dem Spanischen des Don Augustin Moreto, von West. In Scene geseßt vom Ober-Regisseur Max Grube. Anfang
Deutsches Theater. Dienstag: Die beiden
Mittwoch: 4, Goethe-Cyclus. 4. Abend. Die Geschwister. — Clavigo.
Donnerstag: Die beiden Leonoren.
Die nächste Aufführung von „Prinz Friedrich von Homburg“ findet am Freitag statt.
Berliner Theater. Dienstag: Krieg im Frieden. Anfang 7 Uhr.
Mittwoch: Die Jungfrau von Orleaus.
Donnerstag: Nora.
Lessing-Theater. Dienstag: Zum 1. Male: Ein unbeschriebenes Blatt. Lustspiel in 4 Acten aul Heyse. Mittwoch: Der Lebemann.
Sa: Ein unbeschriebenes Blatt. asse
Wallner-Theater. Dienstag: Zum 1, Vèale Mila.
Vorber: Die Geschwister. Schau- spiel in 1 Act von W. v. Goethe.
Friedrich - Wilhelmstädtisches Theater. Dienstag: Siebente Aufführung Erster Abend. Elisonzo. Operette in 1 Act. Deuts von Carl Treumann. Musik von Jacques Offenbach. Hierauf: Ehemann vor der Operette in 1 Act. Musik von Jacques Offenbach. Operette in 1 Act nach dem Fran- zösischen von Ernst. Musik von Jacques Offenbach. Für die hiesige Bühne eingerihtet von L. Herrmann.
Frißshe. Anfang 7F Ubr.
Donnerstag: Zweiter Abend
Cyclus.
3 . burg. Dienstag: Neu 187. Vorstellung. Die per 1n | und Raoul Toché. £3 L Anfang 7+ Uhr.
Dirigent: Musikdirector
Das schlecht bewachte
Kroll’'s Theater.
Sgr. Francesco d’Andrade. Sevilla. (Figaro: Sgr. 7 Ubr.
Dirigent : Musik-
196. Vorftellung: Donna
im Sommergarten.
Oper. Dienêtag: nada. Konradin Kreuger. ment. Pas de Shawls.
Reimany und 12 Tänzerinnen. Mittwoch: Fidelio. Oper
15. Male: Die wilde
Anfang 7k Uhr.
ist von 9 bis 2 Uhr geöffnet.
dolph Ernst. Anfang 7} Ubr.
Lustspiel in 3 Aufzügen von Anfang 7# Uhr. | Dienstag: maunnu-
Aug. Junkermann.
im Offenbach- Das Mädchen von
Thür. omis
Deuts von Carl N Zum St{hluß: é Daphne.
Herrn C. A. Friese.
Dirigent: Kapellmeister Federmann.
Mittwoch: Dieselbe Vorstellung. x í im Offeubach- Erste Aufführung: Schönröschen.
Residenz-Theater. Direction : Sigmund Lauten- einstudirt: 4 Mongodin. Schwank in 3 Acten von Ernest Blum Deuts von Emil Neumann.
Mittwcch: Madame Mongodin.
Dienstag: Gastspiel des Der Varbier von d’Antrade.)
Mittwoch: Zar und Zimmermann.
Täglich, bei giusgen Wetter: Großes Concert nfang an S'onn- und Festtagen
4 Ubr, an den Wochentagen 5§ Uhr.
Lelle- Alliance- Theater. Neue Deutsche
Das Nachtlager zu Gra- Komische Oper in 2 Acten. Hierauf : Ballet - Divertifse- Arrangirt vom Ballet- meister G. Ambrogio, ausgeführt von der Prima Ballerina Louise Louîfon, der Solotänzerin Antonie Anfang 7F Uhr. in 2 Acten von L. v. Beethoven. In Scene geseßt von W. Ho. Dirigent : Kapellmeister Robert Erlen vom Deut}chen Laudes-Theater in Prag. Anfang 7 Uhr.
Adolph Ernst-Theater. Dienêtag: Zum Madonna. pofse in 3 Acten von Leon Treptow. Couplcts von G. Görß. Musik von G. Steffens. Mit neuen Coftumen und neuen Decorationen aus dem Atelier des
Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefeßt von
Mittwoch: Dieselbe Vorstellung.
Thomas-Theater. Alte Jakobstraße Nr. 30. Gesammt - Gastspiel des Aug. Junker- Ensemble. Zum 21. Male: Onkel Bräfig. Lebensbild in 5 Acten nah Friß Reuter’s „Ut mine Stromtid, für die deutihe Bühne eingerichtet von Ö n. Anfang 7F Uhr.
Mittwoch : Dieselbe Vorstellung.
Theater Unter den Linden. Direction: | pra und Rudolph Ronather. Eröffnung Sonun- a
Operette in 1 Act von Hans Müller. Musik von A. Ferron. Inscenirt vom Ober-Regisseur
Die Welt in Bild und Tanz. Phantastisches Ausstattungs-Ballet in 1 Vorspiel und 5 Bildern von F. Gaul und J. Haßreiter. Musik von J. Bayer. Ballet-Autoren der K. u. K. Hofoper in Wien. Inscenirung dur den Balletmeister Hrn. L. Gundlach. Café Ronacher, Grand Restaurant Ronacher, Unter den Linden. Behrenstraße.
Vorverkauf der Billets an der Tageskafse.
(8314] Sohenzollern-Galerie 9 Vorm. — 19 Ab. Lehrter Bahnhof. — Gr. bistor. Nundgemälde 1640—1890. —
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Regie: J.
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Concerte.
Concert-Haus. Dienêtag: Karl Meyder- Concert. Anfang 7 Ubr.
Ouverture „Meeresstille und glücklihe Fahrt" von Mendelsfohn. „Die lustigen Weiber von Windsor“ von Nicolai. „Leichte Cavallerie" von Suppé. „Valse caprice“ von Rubinstein. Fauft-Phantasie für die Violine von Sarasate ( Concertmeifter Hellriegel). Hornguartette: a. „Verlassen, verlassen“ von Koschat, b. „Ein Schüß bin ih“ von Kreußer.
Musik von
Familien-Nachrichten.
Verlobt: Frl. Ellen Ladiges mit Herrn Lieut. Frhrn. von Uslar-Gleihen (Wismar). — Frl. Thekla von Ladiges mit Herrn Lieut. Bruno Frhrn. von Mafsenbach (Wismar). — Frl. Rena von Hake mit Hrn. Hauptmann Erwin von Kleist (Ohr—Osnabrück). i
Geboren: Ein Sohn: . Hauptmann Ei- bol (O.-U. Hamm). — Hrn. Landrath Friedrich Wilhelm von Loebell (Rathenow). — Hrn. Haüptin. von aue (Greif#wald). — Hrn. Hauptmann Frhrn. Leuckart von Weißdorf (Berlin). — Éine Tochter: Hrn. Regierungs - Baumeiftèr Georg Büttner (Berlin).
Gestorben: Verw. Fr. Geb. Sanitäts-Rath Dr-- Christine Kues, geb. Dehn (Laage).
Gesangs-
Nedacteur: Dr. H. Klee, Director. Berlin:
Verlag der Expedition (Scholz). Druck der Norddeutfs Buchdruckerei und Verlags E der Nordreutsen S cal Ne. 32 Fünf Beilagen
(einslic{lih Börsen-Beilage). (1487#)
M 221.
1. Untersuchungs-Sachen.
2. Aufgebote, Zustellungen u. dergl.
3. Unfall- und Invaliditäts- 2c. Versicherung. 4. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2. 5, Verloosung 2. von Werthpapieren.
Erste Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.
Berlin, Montag, den 19. September
1892.
6. Kommandit-Gesellschaften auf Aktien u. Aktien-Gesellsh. 7. Erwerbs- und Wirthschafts-Genofsenschaften. 8. Niederlassung 9. Bank-Ausweise.
‘10: Verschiedene Bekanntmachungen.
x. von Rechtsanwälten.
L ck 1) Untersuchungs-Sachen. 35199] [ Der hinter dem Instrumentenbauer Claudius Maretka aus Breslau in Nummer 215 im Deut- hen Reichs- *und Königlih Preußishen Staats- Anzeiger am 6. September 1892 erlaffene Steckbrief ist erledigt. Il. D. 444/92. Gleiwitz, den 12. September 1892. Königliches Amtsgericht.
[31926] Oeffentliche Ladung. Die Wehrpflichtigen 1) Richard Eduard
Sctharlev,
2) Franz Martin Respundek aus Chropaczow, 3) Paul Albert Pnikop aus Mittel-Lagiewnik,
4) Iosevh Peter Dollmaun aus Scharley,
5) Emanuel Richard Theodor Skowronek aus
Scarley,
6) Carl Friedrich Paul Wachs aus Scharley, 7) Foi@pb Alexander Mrozek aus Birkenhain, 8) Emanuel Kassa aus Bobrek,
9) Adolf Kaszuba aus Bobrek,
10) Max Kommander aus Bobrek,
11) Constantin Malinowsfi aus Bobrek,
12) Anton Nyga aus Bobrek, 2
13) Franz Stowig aus Bobrek,
14) Anton Wiernoth alias Wieczorek aus
Bobrefk, :
15) Michael Johann Brzuska aus Brzezina, 16) Gotilieb Johann Kochmaun aus Brzezina, 17) Vincent Carl Kania aus Brzezina, 18) Julius Paul Korytowsky aus Chropaczow, 19) August Johann Mainka aus Chropaczow, 20) Ludwig Lorenz Mucha aus Chropaczow, 21) Iosevh Franz Raschek aus Chropaczow, 22) Albert Franz Stachelski aus Chropaczow, JIeosef Carl Kuhnert aus Nieder-Heiduk, 24) Peter Paul Machinek aus Nieder-Heiduk, 25) Ioseph Ignaß Drela aus Ober-Heiduk, ) Adolf Stefan Kupko vulgo Nalewajka Ober-Heiduk, ** Z Ioseph Marschol aus Ober-Heiduk, Johann Clemens Peikert aus Ober-Heiduk, 29) Ludwig Thomas Stanitzek aus Ober-Heiduk, 30) Tagearbeiter Anton August Johann Aer- mann aus Königshütte, 31) Carl Ichann Bozek aus Königshütte, 32) Albert Vincent Dauisch aus Königshütte, 33) Eduard Johann Goj aus Königshütte, 34) Dominik Josevyh John aus Königshütte, 35) August Carl May aus Königshütte,
s 36) Bruno Julius Ferdinand Niklis aus Königs-
ütte,
37) Fosevph Johann Ptok aus Königshütte,
38) Franz Emanuel Rother aus Königshütte, 39) Iohann Carl Roger aus Königshütte,
40) Walzer Paul Johann Wieczorek aus
Königshütte, f 41) Iohann Joseph Zajonc aus Königshütte, 42) Markus Theofil . Dziallach aus Mittel-
Lagiewnik,
43) Ioseph Hylla aus Mittel-Lagiewnik, 44) Thomas Oczko aus Mittel-Lagiewnik, 45) Anton Simon Respondek aus Mittel-
Lagiewnifk,
46) Theofil Ignaß Babczyk aus Ober-Lagiewnik, 47) Paul Anton Dobias aus Ober-Lagiewnik, 48) Paul Peter Fogel aus Ober-Lagiewnik,
49) Franz Carl Golet aus Ober-Lagiewnik, 50) Vincent Joseph Kandzia aus Ober-Lagiewnik, 51) Joseph Adam Kutsch aus Ober-Lagiewnik, 52) Theofil Philipp Mathusczek a1. Fugler
aus Ober-Lgiewnik,
53) Schlepper Paul Franz Polok aus Ober-
Lagiewnik,
54) Carl Thomas Swiertz aus Ober-Lagiewnik, 55) Ioseph Michael Krawczyk al. Russetzki aus Lipine, 56) Carl Ludwig Adam Matulla aus Lipine, 57) Jakob Philipp Rozniok aus Lipine, 58) Carl August Schauder aus Lipine, 59) Johann Josevh Wluczko aus Lipine, 60) Paul Czapfa aus Miechowitz, 61) Martin Czapla aus Miechowißz, 62) Carl Klasif aus Miecbowiß, 63) Constantin Wieczorek aus Miechowiß,
Pie Iofeph Christian Czernecki aus Deutsch- iekar,
65) Bernhard Jakob Pitas aus Dau ietar,
66) Fobannes Peter Watula aus Deutsch-Piekar,
67) Paul Anton Gwosdz aus Scharley,
68) Joseph Isidor Misera aus Scharley,
69) Iofevph Emil Pohl aus Scharley,
70) Iofevh Jokisch aus Rokittnit,
71) Alois Kurczyk aus Nokittnißz,
72) Peter Nowak aus Nokittniz,
73) Iosevh Julius Jendrus aus Roßberg,
74) Theofil Thomas Suchta aus Noßberg,
75) Jakob Philipp Wieczorek aus Schomberg, tobi Robert Anton Bednorz aus Schwien-
owiß, 77) Mttor Oskar Guielka aus Shwientohlowiß, 78) Friedrih Wilhelm Gruner aus Schwien-
tollowi, S 79) August Eduard Hahn aus Schwientohlowitß, 80) Sohanii Peter Jesh aus Schwientochlowiß, 81) Alexander Boleslaus Kops aus Schwien- todlowit, E : 82) Eduard Joseph Knitta aus Schwientochlowiß, 83) Carl Johann Kozub aus Schwientochlowiß, 84) Peter Simon Kommander aus Schwien- tolowiß, l 85) Franz Anton Lienner aus Schwientochlowiß, 87) Hubert Carl Lipka aus Schwientochlowiß, 87 Wilhelm Christian Mrazek aus Schwien- tohlowit,
Kappeler aus
Julius
Deffentlicher Anzeiger.
88) Johann Lorenz Melzon aus Schwiento{lowiß,
89) Albert Robert Oslislok aus Sc{hwien- tohlowitß,
90) Wilhelm Anton Poloczek aus tohlowit,
91) Paul Caspar Schlupik aus Schwientohlowiß, werden beschuldigt, als Wehrpvflichtige in der Absicht, sich dem Eintritte in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, ohne Erlaubniß das Bundesgebiet verlaffen oder nah erreichtem militär- pflichtigen Alter sich außerhalb des Bundesgebietes auf- gehalten zu haben, — Vergehen gegen §140 Abs. T Nr. 1 des Str.-G.-B. Dieselben werden auf den 29. Of- tober 1892, Vormittags 9 Uhr, vor die Straf- kammer des Königlichen Landgerichts zu Beuthen O.-S. zur Hauptverhandlung geladen.
Bei unentschuldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Grund nach § 472 der Strafprozeßordnung von dem Civilvorsißenden der Königlichen Ersaß- Commission zu Beuthen O.-S. über die der An- L, zu Grunde liegenden Thatsachen ausgestellten Erftlärung verurtheilt werden.
Beutheu O.-S., den 22. August 1892.
¡Der Erste Staatsanwalt.
Schwien-
2) Aufgebote, Zustellungen und dergl. [35148]
Nach heute erlassenem, seinem ganzen Inhalte nach dur Anschlag an die Gerichtstafel und durch Abdruck in den Amtlichen Mecklenburgishen An- zeigen bekannt gemahtem Proclam finden zur Zwangsversteigerung der bisher dem Erbpächter Heinrich Rath gehörigen canonfreien Erbpachthufe der XI. zu Lüttow \1Größe 22 795 Quadratruthen, Hufenstand 140 Scheffel) mit Zubehör Termine
1) zum Verkaufe nach zuvoriger endlicher NRegu- lirung der Verkaufsbedingungen am Dienstag, den 29. November 1892, Vormittags 113 Uhr, zum Ueberbot am Dienstag, den 20. De- zember 1892, Vormittags 117 Uhr, zur Anmeldung dinglicher Rechte an das Grundstück und an die zur Immobiliarmasse desselben gehörenden Gegenstände am Diens- tag, den 29, November 1892, Vor- mittags 117 Uhr,
auf der Gerichtsstelle zu Zarrentin statt.
Auslage der Verkaufsbedingungen vom 15. No- vember 1892 an auf der Gerichtéschreiberei und bei dem zum Sequester bestellten Herrn Lehrer Schulz zu Lüttow, welcher Kaufliebhabern nah vorgängiger Anmeldung die Besichtigung des Grundstücks mit Zubehör gestatten wird.
Wittenburg, den 14. September 1892.
Großherzogliß Mecklenburg-Schwerinsches Amtsgericht.
[35149]
In Sachen, betreffend die Zwangsversteigerung des dem Maschinenbauer W. Grootmann in S berg gehörigen, daselbst am Landwege von Schlicht na Neuhof nabe der Strelißzer Straße belegenen Grundstücks, wird der auf den 20. September d. I., Bormittags 10 Uhr, vor unterzeihnetem Groß- berzoglichen Amtsgerichte anftehende Ueberbot8termin hiermit abgefündigt, nachdem das Zwangsvoll- streckungéverfahren eingestellt worden ift.
Feldberg, den 15. September 1892.
Großherzogliches Amtsgericht. H. Fölsch. [35151]
Nachbenannte beantragt :
1) der Dr. med. Strobel in Berlin bezüglich des Braunschweiger Prämienlooses über 20 Thaler Serie 9112 Nr. 20,
2) der Dienstknecht Emil Ehlers zu Duttenstedt bei Peine bezüglich
a. der Braunschweigischen Titt. A. Nr. : 43159 vom 100.
b. der Braunschweigischen Leihaus - Obligation Litt. A. Nr. 48 489 vom 4. Iuli 1888 über 100 4 nebst dem am 4, Juli d. Is. fällig gewesenen Zins- coupon Nr. 4.
Gerichtsseits werden die unbekannten Inhaber der bezeichneten Urkunden bierdur aufgefordert, spätestens in dem auf den 24. Mai 1893, Morgens 10 Uhr, vor dem unterzeichneten E erichte, August- straße 6, Zimmer Nr. 24, angeseßten Aufgebots- termine ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls dieselben für kraftlos erflärt werden follen.
Braunschweig, den 16. September 1892,
Herzogliches Amtsgericht. Í
Kulemann.
Personen haben das Aufgebot
Leihaus - Obligation 18. Juni 1887 über
[11621] Aufgebot.
Die Erben des am 9. Juli 1890 zu Bergquell bei Frauendorf verstorbenen Fleishermeisters E. Reichelt aus Stettin haben das Aufgebot des angeb- lih verbrannten Darlehnsscheins des Credit-Vereins zu Stettin, eingetragene Genossenshaft mit unbe- schränkter Haftpflicht, Nr. 3601 über eintausendfünf- hundert Mark vom 17. Februar 1879 beantragt. Der Inhaber des Scheins wird aufgefordert, späte- stens in dem auf den 17. Dezember 1892, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Ge- richte, Elisabethstraße Nr. 42, Zimmer Nr. 53, an- beraumten Aufgebotêtermine seine Rechte anzumelden
und dén Darlehnss{ein vorzulegen, widrigenfalls die
Kraftloserklärung desselben erfolgen wird. Stettin, den 9. Mai 1892. Königliches Amtsgericht. Abtheilung XT.
103231. _Anufgebot. *
Der Fuhrmann Hermann Nba in Siegen hat das Aufgebot des Svparkassenbuchs Nr. 467 der Sparkasse des Amts Ferndorf zu Kreuzthal, über dreihundertsechsundfünfzig Mark 9 Pf. auf den Namen der Wilhelmine Knebel in Kredenbach lautend, beantragt.
Der Inhaber des bezeihneten Buches wird auf- gefordert, spätestens in dem auf den 14. März 1893, Vormittags 10 Uhr, anberaumten Termine seine Rechte anzumelden und das Spar- kassenbuch vorzulegen, widrigenfalls dieses für kraftlos ertläârt wird.
Hilchenbach, 4. August 1892.
Königliches Amtsgericht.
[18064] Bekanntmachung. _ Das Ouittungëbuh der Stadt - Sparkasse in Schweidniß Nr. 4495 über 1043 Æ 60 4, aus- gefertigt für den Maurer August Köhler hierselbst, ist diesem im Monat Oktober 1890 angeblich ab- handen gefommen und sfoll auf dessen Antrag behufs neuer Ausfertigung aufgeboten werden. er In- baber des Sparkassenbuchs wird aufgefordert, svätestens im Aufgebotstermine, den 12, Februar 1893, Vormittags 11 Uhr, bei dem unter- zeiGneten Gerichte im Zimmer Nr. 22 seine Rechte anzumelden und das Buch vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung desselben erfolgen wird.
Schweidnitz, den 18. Mai 1892.
Königliches Amtsgericht.
[10748] Aufgebot.
Der Dienstkne{t Emil Ehlers in Duttenstedt hat das Aufgebot des ihm angeblih gestohlenen Sparkassenbuhs Nr. 3412 der Sparkasse der Stadt Gifhorn über jeßt 2035 f ausgestellt, zu Gunsten des Antragstellers, damaligen Hausknechts in Fallers- leben am 31. Dezember 1889, beantragt. Der In- haber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf Donnerstag, den 15. Dezember 1892, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden® und die Urkunde vorzulegen, widrigen- falls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.
Gifhorn, den 6. Mai 1892.
Königliches Amtsgericht. T.
[10747] Aufgebot.
Von der Firma Pocher & Danker in Leipzig ist das Aufgebot eines von E. A. Herrmann in Wolken- stein auf den Handelsmann Paul Thonfeld in Lichtenstein gezogenen, von dem leßteren acceptirten, „Wolkenstein, den 6. Februar 1892* datirten, auf den Betrag von 300 c lautenden und am 6. Mai .1892 zahlbaren, mit dem Blancoindossament von „E. A. Herrmann“ versehenen Primawechsels unter dem An- führen beantragt worden, daß ihr derselbe in ihrem Comptoir abhanden gekommen fei.
Der Inhaber des bezeihneten Wechsels wird daber biermit aufgefordert, spätestens in dem auf den 27, Januar 1893, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Königl. Amtsgerichte bestimmten Aufgebotstermine unter dessen Vorlegung feine Rechte an demselben anzumelden und geltend zu machen, widrigenfalls auf Antrag dessen Kraftloserklärung erfolgen wird.
Königliches Amtsgericht Lichtenstein, am 10. Mai 1892. Geyler.
[35155] Aufgebot.
Die Ebefrau des Ackermanns Julius Eggeling, Henriette, geb. Balke, zu Fümmelse hat das Auf- gebotsverfahren bezüglich der geritlihen Obligation vom 18. Sevtember 1824, Inhalts deren für die Erben des Lederfabrikanten Christian August Gott- fried Riemann hierselbst auf das sub No. ass. 1041 vor biesigem Augustthore belegene Linne’she Garten- grundstück ein Darlehn von 1400 Thalern hypo- thekarisch eingetragen, welches zufolge notarieller Cessionsurkunde vom 11. Juni 1884 auf die ge- nannte Ebefrau Eggeling übergegangen und auf deren Namen im Grundbuche umgeschrieben ist, beantragt. s
Der unbekannte Inhaber der bezcihneten Obli- gation wird daher aufgefordert, spätestens in dem auf den 31. März 1893, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeihneten Gerichte anberaumten Auf- ern seine Nechte anzumelden und die Ur- unde vorzulegen, widrigenfalls dieselbe dem Eigen- thümer des verpfändeten Grundftücks gegenüber für fraftlos erflärt werden wird.
Wolfenbüttel, den 15. September 1892.
Herzogliches Amtsgericht. Behrens. (B01 Aufgebot
Der Kothsaß August Fleige in Watenstedt, der eingetragene Eigenthümer des unter Versicherungs- Nummer 16 von Watenstedt belegenen Kothhofs, hat glaubhaft gemacht, daß ein auf das genannte Grundstück zu Gunsten des Häuslings Johann Hein- rih Diestel in Lesse S Hypothekkapital zu 600 Æ# aus der Obligation vom 22. August 1846 son vor dem 1. Oktober 1878 nebst Zinsen zurückgezahlt bezw. gezahlt, der Inhaber der Schuld- urkunde aber unbekannt sei, und die Einleitung des Aufgebotsverfahrens beantragt. i
Es werden daher Alle, welche auf die fragliche Hupotbet Anspruch wachen, und die unbekannten
nhaber der S{uldurkunde unter Hinweis auf
S 7 Nr. 7b. und 11 Ziffer 1 des Braunschwei- en Ausführungsgeseßes vom 1. April 1879 Nr. 12 hierdurch aufgefordert, ihre Rechte unter Vorlegung der Urkunde spätestens in dem guf den 6. April 1893, Morgens 97 Uhr, vounter- zeihnetem Gerichte anstehenden Termine anzumelden, widrigenfalls die Hypothekurkunde dem Eigen- thümer des verpfändeten Grundftücks gegenüber für kraftlos erklärt, die Hypothek aber gelöscht werden wird. Salder, den 14. September 1892.
Herzogliches Amtsgericht.
von Altey.
I ID
[24290] Aufgebot.
Die Erbpächterin Dorothea Harder, geb. Specht, zu Zevelin, hat das Aufgebot binsihtlich des von dem biesigen Großherzoglichen Amtsgericht unterm 29. Juli vor. Is. ausgestellten Hypothekenscheins über 1800 Æ, welche für die Antragstellerin Fol. 6 des Grund- und Hypothekenbuhs der Büdnerei Nr. 3 zu Zepelin eingetragen sind, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 30, Januar 1893, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anbe- raumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraft- loserflärung der Urkunde erfolgen wird.
Bütow, den 11. Juli 1892.
Großherzogliches Amtsgericht.
[35204] Oeffentliche Ladung.
Bei den Verhandlungen zur Anlegung des Grund- ugs für die Gemeinde Merten baben die Erber des Johann Hanêmann zu Hohn das Eigenthum an dem Grundstüe:
„Flur 20, Nr. 386/49, oben im Hof Hohn,
Garten 65 qm“,
beansprucht, welches im Kataster unter: „Philippine Löbach zu Hohn“ eingetragen steht. Gemäß § 58 des Ge- seßes vom 12. April 1888 werden die unbekannten Erben der genannten Philippine Löbach hiermit öffentlich zu dem auf Samstag, den 12. November 1892, Vormittags 10 Uhr, bestimmten Termine vor das hiesige Amtsgericht, Abtheilung ILb., geladen mit der Aufforderung, spätestens in diesem Termine ihr etwaiges Eigenthum an obigem Grundstücke anzu- melden. Erfolgt keine Anmeldung, so werden die Erben des Iohann Hansmann in das Grundbuch als Eigenthümer des Grundstüctes eingetragen werden.
Eitorf, den 14. September 1892.
Königliches Amtsgericht. T1 þ.
[35156] Aufgebot.
Auf Ansuchen der Ehefrau Schmidt, Sophie, geb. Plenge, in Warmsen wird der zuleßt in Warmsen wohnhaft gewesene Halbkäthner Heinrißh Schmidt, über dessen Leben seit mehr als 10 Jahren keine Nachricht eingegangen ist, aufgefordert, fich spätestens im Termine am 19, Oftober 1893, Vormit- tags 10 Uhr, hier zu melden, widrigenfalls er für todt erklärt werden und sein Vermögen den nächsten bekannten Erben überwiesen werden wird.
Uchte, den 14. September 1892.
Königliches Amtsgericht. Mansfeld. [35154] i
Auf Antrag der unverehelihten Louise Reimers zu Malchin und des Arbeiters Joachim Koldewe zu Wismar werden alle diejenigen, welche an dex Ver- lassenschaft des am 1. Mai 1889 verstorbenen Schul» lehrers a. D. Heinrih Gottlieb Friedrih Reimers zu Klüßz ein näheres oder gleich nahes Erbrecht wie genannte Antragsteller zu haben vermeinen, hiermit aufgefordert, ihre desfallsigen Ansprüche spätestens in dem auf Donnerstag, den 10, November 1892, Vormittags 10 Uhr, im Gerichtslocal zu Bothmer angeseßten Aufgebotstermine anzumelden, unter dem Nachtheile, daß, widrigenfalls die Antrag“ steller oder der sih Meldende und Legitimirende als die rechten Erben angenommen, ihnen als folhen der Nachlaß überla)sen und das‘ Erben- zeugniß ausgestellt werden sfoll, daß ferner die fich na der Präclufion meldenden näheren oder glei nahen Erben alle Handlungen und Dispositionen derjenigen, welhe in die Erbschaft getreten, anzu- erkennen und zu übernehmen \{uldig fein sollen.
Grevesmühlen, den 13. September 1892.
Großherzogliches Amtsgericht.
[35157] Aufgebot. Nachbenannte Personen, als: 3 1) der Oberst z. D. Gustav von Erichsen, : 2) die Wittwe des Generals von Rudolphi, Valeska, geb. von Erichsen, 3) die Ehefrau des : Freiherrn von Bernewiß, ridsen, ; sämmtlich hieselbst, haben das Aufgebot des Nach- lasses des am 3. September 1881 in Sappington in der Nähe von St. Louis im Staate Mifjouri verstorbenen Alexander von Erichsen beantragt und glaubhaft gemacht, daß außer ihnen Erben des genannten Verstorbenen nicht vorhanden sind. Gerichtsseits werden daher Alle, welche ein näheres oder gleich nahes Erbrecht, als die vorgenannten Erben zu haben vermeinen, zur Anmeldung ihrer Ansprüche in dem auf den 24. Mai 1893, Morgens 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte — Zimmer Nr. 24 — angeseßten Termin unter dem Rehtsnachtheile hiermit vorgeladen, daß im Nichtanmeldungsfalle die bezeihneten Erben als die wahren Erben Een werden sollen, daß aber der nah dem Auss{lusse fich Meldende und Legitimirende alle bis dahin über den Nachlaß ge- troffenen Verfügungen anzuerkennen \{chuldig fei,
Oberstlieutenants a. D.
Alma, geb. von