Heute früh arbeiteten Seine Majestät von 7 Uhr ab mit dem Chef des Militärcabinets, General-Adjutanten von zahnte und wohnten von 8 Uhr ab der Besichtigung des Garde- Jäger-Bataillons, des Lehr-Jnfanterie-Bataillons und der Unteroffiziershule auf dem Bornstedter Felde bei. Í
Um 12 Uhr Mittags fand im Stadtschloß zu Potsdam in Gegenwart Jh rer Majestäten des Kaisers und der Kaiserin die Taufe des jüngst geborenen Prinzen, Sohnes Zhrer Königlichen Hoheiten des Prinzen und der Prinzessin Friedrich Leopold, statt.
Jhre Königlichen Hoheiten die Prinzen Friedri ch Heinrich und Joachim Albrecht von Preußen snd heute Vormittag nah Blankenburg abgereist.
Das „Armee-Verordnungs-Blatt“ veröffentliht nachstehende Allerhöchste Cabinetsordre, die Anlegung von Trauer für den verewigten Fürsten zu Waldeck und Pyrmont, Durchlaucht, betreffend: |
Ich bestimme hierdurch: Zu Ehren des verewigten Fürsten zu MWaldeck und Pyrmont, Durchlaucht, bisherigen Chefs des Infanterie- Regiments von Wittich (3. Hessisches) Nr. 83, legen die Offiziere des Regiments\stabs sowie des 1. und 2. Bataillons des Regiments drei Tage Traucr — Flor um den linken Unterarm — an, während die
3. Bataillons bezw. der Garnison Arolsen sich der er anzuschließen haben. Außerdem hat das Offiziercorps ¡iments eine Abordnung zu den Beiseßzungs-Feierlichkeiten zu senden, über deren Zusammenseßung das General-Commando zu befinden hat. — Jch beauftrage das Kriegs-Ministerium, Vorstehendes bekannt zu machen. Neues Palais, den 14. Mai 1893.
An das Kriegs-Ministerium.
Sommisilon für die zweite Lesung des eines Bürgerlichen Geseßbuchs für das Neich sehte in den Sigungen vom 15. bis
zunächst die Berathung der Vorschriften über den
ießbrauch fort.
En S8 1021 bis 1037 handeln von dem Nießbrauch
an Rechten. Die allgemeinen Vorschriften der §Z 1021 bis
1025 über die entsprehende Anwendung der für den Nieß-
brauch an Sachen geltenden Bestimmungen, über die rehts- geschäftliche Begründung des Nießbrauhs an Rechten, über
die Verfügungsbeschränkung des Berechtigten und über die rechtsgeshäftliche Aufhebung des Nießbrauchs an cinem Rechte wurden im wesentlichen nah dem Entwurf angenommen. Da- gegen wurde der 8 1026, welcher bestimmt, daß Ansprüche gegen
Dritte, soweit sie zu den Nußungen des dem Nießbrauch unter- liegenden Rechts gehören, von dem Nießbraucher ohne Ab- tretung erworben werden, als entbehrlich gestrichen. _Zujtim- mung fand der § 1027, welher die Frage, ob bei einem Nießbrauch an einer Leibrente, einem Leibgedinge u. }. w. die einzelnen Leistungen als Nußungen des Rechts anzusehen sind, im bejahenden Sinne entscheidet. Die S8 1028 bis 1032 regeln den Nießbrauch an Forderungen im allgemeinen. Gegen den sahlihen Jnhalt des § 1028 (Einziehungs- recht und Einziehungspfliht des Nießbrauchers) und des
S 1029 Abs, 1/3 (Recht des Nießbrauchers an dem
Gegenstand der Leistung) erhob sich kein Widerspruch.
Gestrichen wurde der Abs. 2, welcher den Fall besonders regelt,
ein in das Grundbuch einzutragendes Recht den Gegen- ung bildet. Man war der Ansicht, daß die
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Vorschrift beschlossen, daß für die Anlegung des zurügezahlten Kapitals und einer mit der Uung verbundenen Fier die Vorschriften des § 1034 maßgebend sind. Die besondere Bestimmung des § 1037 über die Begründung des Nießbrauchs an einem Jnhaberpapier wurde von verschiedenen Seiten für entbehrlih erachtet. Die Mehrheit entschied sih jedoh für die Beibehaltung. : :
Die Beralbung wandte sich sodann den Vorschriften über den Nießbrauch an einem ganzen Vermögen (88 1038- bis 1043) zu. Ein Antrag, den § 1038, welcher den Grundsaß ausspricht, daß der Nießbrauch an einem ganzen Vermögen als Nießbrauch an den einzelnen zu dem Vermögen gehörenden Gegenständen zu beurtheilen ist, als überflüssig zu streichen, fand keine Zustimmung. Die auf die Begründung des Nieß- brauchs sih beziehende besondere Vorschrift des § 1039 wurde in Consequenz der früher beschlossenen Streichung des § 313 gestrichen. Von einer Seite war vorgeschlagen, den Entwurf durch die Bestimmung zu ergänzen, daß der Nießbrauch an einem Vermögen sih auch auf die Gegenstände erstrecke, welche der Eigenthümer auf Grund eines zu dem Vermögen ge- hörenden Rechts oder als Ersaß für die Zerstörung, Be- schädigung oder Entziehung eines zu dem Vermögen gehören- den Gegenstandes erlangt oder mit Zustimmung des Nießbrauchers als Ersaß für einen solchen Gegenstand an- geschafft habe. Die Mehrheit hielt jedoch einen derartigen Zu- 8 Mt für CrrordernD. Der S 1020, welcher die gegenseitigen Nechte und Pflichten des Eigenthümers und des Nießbrauchers in Ansehung der auf dem Vermögen ruhenden Schulden regelt, gelangte im wesentlihen nah dem Entwurf zur Annahme. Neu hinzugefügt wurde aber die Vorschrift, daß die Gläubiger des Eigenthümers wegen ihrer vor der Bestellung des Nießbrauchs begründeten Forderungen auch aus den dem Nießbrauch unterliegenden Gegenständen, sowie aus einem dem Eigenthümer gemäß § 1018 gegen den Nießbraucher nah Beendigung des Nießbrauchs zustehenden Anspruch auf den Ersaß dcs Werths verbrauchbarer Sachen ohne Rücksicht auf den Nießbrauch Befriedigung verlangen können, und daß andererseits der Nießbraucher berechtigt ist, die fälligen Schulden durch Verwerthung von Gegenständen des Vermögens zu tilgen, zu diesem Zwecke jedoch nur die dazu vorzugsweise geeigneten Gegenstände verwenden soll. Ob mit Rücksicht auf das den Gläubigern des Eigenthümers dem Nießbraucher gegenüber eingeräumte Recht eine Ergänzung der Civil- prozeßordnung nah Maßgabe der im ehelichen Güterrechte gegebenen Vorschriften der ZZ 1314, 1315 angezeigt Je, blieb späterer Prüfung vorbehalten. Der §8 1041, welcher dem Nießbraucher die Verpflichtung zur Verzinsung der bei der Begründung des Nießbrauchs auf dem Vermögen ruhenden verzinslichen Schulden dem Eigenthümer gegenüber auferlegt, wurde mit der Erweiterung genehmigt, daß der Nießbraucher wegen der Zahlung dieser Zinsen auch den Gläubigern des Eigenthümers persönlich haften soll. Der von der Aufnahme eines Vermögensverzeichnisses handelnde 5 1042 war bereits durh die zu § 993 beschlossene Erweiterung er- ledigt. Der § 1043 fand insoweit Zustimmung, als er die S8 1038 ff. auch auf den Nießbrauh an einer Erbschaft für anwendbar erklärt. i i E :
Die Vorschriften der §8 1044 bis 1050 über die be- \chränkten persönlichen Dienstbarkeiten wurden mit einigen nicht erheblichen, aus den Beschlüssen zum Nießbrauch sih ergebenden Aenderungen sahlich gebilligt. Verschiedene Anträge, die cinige besondere Bestimmungen für den Fall zu geben bezweckten, wenn einer Gemeinde zu Gunsten der Ge- meindemitglieder cine Dienstbarkeit bestellt wird, fanden keinen Anklang. i E Die Commission ging sodann, indem sie die Berathung Vorschriften über die Reallasten (§8 1051 bis 1061) d über das Pfandrecht an Grundstücken (S8 1062 bis 4) aussezte, zu den das Pfandrecht an beweglichen chen betreffenden Vorschriften (§8 1145 bis 1205) über. 1145, welcher den Begriff und Jnhalt des Faustpfand- im allgemeinen festseßt, geht davon aus, daß ein Pfand- ur für eine bestimmte Person bestellt werden kann. Die ission war der Ansicht, daß die Möglichkeit der Bestellung tfandrechis für den Gläubiger aus einem Jnhaber- oder
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apiere nicht ausgeschlossen werden dürfe; es wurde Des- k eshlossen, das Wort „bestimmte“ zu streihen. Fm übrigen erhob sich gegen den sahlihen Fnhalt des § 1145 in Widerspruch. Die Vorschrift des § 1146, daß auch an Bruchtheil der Sache ein Pfandrecht begründet werden , wurde, weil selbstverständlich, gestrichen. Die Vor-
n des §1147, welche die Vorausseßungen für die rehts- iche Begründung des Faustpfandrechts regeln, fanden en aus den früheren Beschlüssen zu den §8 803, 804, 74 bis 880 si ergebenden Aenderungen Zustimmung. zit ¿verschiedenheit ergab sih nur darüber, ob und ie Begründung des Pfandrechts auch die Bestß-
ege der Anweisung zugelassen werden solle.
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Der Königlih württembergishe Gesandte am R Allerhöchsten Hofe, Staatsrath -von Moser hat einen ihm von seiner Regierung bewilligten kurzen Urlaub angetreten.
Die Bevollmächtigten zum Bundesrath, Königlich bayeri- \hen Ministerial-Räthe von Heller und Geiger sind von Berlin abgereist.
S. M. Kreuzer-Corvette „Alexandrine“, Commandant Corvetten-Capitän Galster, beabsichtigt heute, 20. Mai, von Capstadt nah Montevideo in See zu gehen. L S. M. Fahrzeug „Loreley“, Commandant Capitän- Lieutenant Grolp, ist am 16. Mai in Jaffa eingetroffen und an demselben Tage nah Haifa in See gegangen.
Württemberg.
Die Kammer der Standesherren berieth gestern bei Art. 10 des Finanzgeseßes u. a. über die Forderung für Staat s- beiträge zur Unterhaltung der Corporattionsstraßen. Auf das Gerücht hin, daß die Finanzcommission der Kammer der Abgeordneten beschlossen habe, die vorgeschlagene Steuer- erhöhung nicht zu genehmigen, erhob, wie wir dem „St.-A. f. W.“ entnehmen, Fürst zu Hohenlohe-Langenburg die Frage, ob diese Forderung genehmigt werden könne, solange man nicht die Gewißheit zureichender Deckungsmittel habe, und be- antragte, die Beschlußfassung vorerst auszusezen. Andere Redner sowie die Staats-Minister des Jnnern und der Finanzen traten für die unmittelbare Beschlußfassung ein, worauf \{ließlich Fürst zu Hohenlohe-Langenburg seinen Antrag zurückzog und die Forderung genehmigt wurde. — Der Geseßentwurf über die Entschädigung für Verluste an Maul- und Klauenseuche wurde einstimmig, derjenige über das landwirthschaftliche Nachbarrecht mit allen gegen eine Stimme angenommen.
Waldeck und Pyrmont. Die Beiseyung des verstorbenen Fürsten Georg Victor im Erbbegräbniß zu Nhoden wird, dem „Staats- Anz. f. W.“ zufolge, am 23. Mai stattfinden. Am Dienstag Abend traf die Leiche aus Marienbad in Arolsen ein und wurde in feierlihem Trauerconduct unter militärischer Ehren- escorte mit großem Gefolge, an dessen Spiße sich Seine Durchlaucht der Fürst Friedrich und der Landesdirector von Saldern befanden, nah dem Schlosse geleitet, wo die Aufbahrung erfolgte.
Oefterreich-Ungarn.
__ Der Katser empimg laut Meldung des „W. L. V. aus Wien gestern Vormittag den Militär-Attaché bei der deutschen Botschaft, Obersten von Deines in Privataudienz.
Der Großherzog von Hessen traf gestern Morgen in Linz ein und inspicirte dort das ihm von dem Kaiser ver- liehene 14. Jnfanterie-Regiment. Hierauf unternahm er eine RNundfahrt durch die Stadt, besichtigte den neuen Dom und nahm an einem Dejeuner theil, zu welchem auch der Statt- halter, die Generalität sowie die Stabs- und Oberofhztere ge- laden waren. Der Großherzog brachte dabei einen Toast auf den Kaiser Franz Joseph aus, welcher ihn zum Chef eines so vortrefflihen Regiments ernannt habe. Gestern Mittag jeßte der Großherzog die Reise von Linz nah München fort.
Der galizishe Landtag nahm, wie „W. T. B. aus Lemberg unter dem gestrigen Tage meldet, - eine Resolution an, in welcher die Regierung und der Landesaussu} auf gefordert werden, in dem mit Ungarn s{hwebenden G renz- streit entschieden zu Gunsten Galiziens zu interveniren. Es wurde die Entsendung einer Landtags-Deputation an den Kaiser beschlossen, die den Beschwerden und der Be- unruhigung der Bevölkerung über die ungarishen Grenz- ansprüche Ausdru verleihen soll. | : E
Das ungarische Oberhaus nahm gestern die Dele: gationswahlen vor und genehmigte den Ha ndels vertrag und die Veterinärconvention mit Serbien. Der Handels-Minister hatte vorher die Erklärung ab gegeben, der Vertrag wahre vollständig die wirthschaftlichen und Handelsinteressen Ungarns und sichere dem Lande Stabilität der Handelsverhältnisse und Concurrenzfähigkeit. — Vie Unabhängigkeitspartei des ungarischen Unterhaujes hat an Stelle Eoetvoes’ Justh zu ihrem Präsidenten gewählt und beschlossen, in kirchenpolitishen Fragen den bisherigen Stand- punkt festzuhalten. Der Antrag Eoectvoes’, mit aller Krafi gegen die drohende Reaction anzukämpfen, wurde verworfen.
Großbritannien und Frland.
Jhre Majestät die Königin Victoria hat, wie die amt: liche „London Gazette“ mittheilt, die Genehmigung zur Ver- ehelihung des Herzogs von York mit der Prinzen Victoria Mary von Teck gegeben. — Am Donnerstag empfing die Königin der „Frkf. Ztg.“ zufolge den außer- ordentlihen Gesandten Serbiens, der mit der formelle! Anzeige der Thronbesteigung des Königs Alexander bc traut ist. | | j E
Jm Unterhause wurde die dritte Lesung der Bill zur Ausführung der Convention über den Handel miî Spirituosen auf der Nordsee angenommen. Alsdann vertagte sih das Haus bis zum 29, d. M. Der Kanzler der Schaßkammer Harcourt erklärte im Laufe der Debatte über den Vertagungsantrag, er habe erfahren, daß die Arbeiten G9 S5ommission, die mit der Prüfung der indishen Wäh- rungsfrage betraut ist, beendigt seien. Jhre Entscheidung stehe unmittelbar bevor. i A a
Einer Mittheilung des „Standard“ zufolge soll ein Thei der englischen Besaßungstruppen in Egypten von dort wieder abberufen werden. Ein zur Zeit daselbst befind- liches Bataillon habe bereits Befehl erhalten, sich einzuschiffen,
Die „Times“ meldet aus Nangoon: Nach einem dor eingegangenen Telegramm aus Bangkok herrsche unter Len daselbst ansässigen Europäern große Beunruhi g q französischen Einwohner hätten vorgeschlagen, Ban e vie Blockadezustand zu verschen, da die Chinesen, P ia Majorität der Bevölkerung ausmachen, mit einer Erhe 4 drohten. Die in Bangkok ansässigen Engländer verlangten
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Entsendung eines Kriegsschiffes zum Schuße der Europäer.
Frankreich.
Die Commission der Deputirtenkammer, welche die von den Gerichten verlangte Auslieferung des Abg. Baudin zu prüfen hat, gab, wie ein Wolffshes Telegramm meldet,
ie Ermächtigung zur gerichtlichen Verfolgung des Ab- geordneten. — Wie der „Köln. Ztg.“ mitgetheilt wird, begann die Deputirten kammer vorgestern die Berathung der Vorlage über die Verantwortlichkeit für Unfälle von Ar- beitern während der Arbeit und die Einrichtung einer Zwangsoversicherung.
Die Anstifter der Ruhestörungen, welhe Ende März in der Kirche zu Saint-Denis stattfanden, wurden zu Gefängnißstrafen von vierzehn Tagen bis drei Monaten verurtheilt. Unter den Verurtheilten befinden sich vier Municipal-Näthe.
Ftalien.
Bei der gestern in der Deputirtenkammer vorge- nommenen Abstimmung über das Justizbudget in seiner Gesammtheit, welches in seinen einzelnen Artikeln durch Auf- stehen und Sigzenbleiben genehmigt war, wurde dasselbe mit [39 gegen 138 Stimmen abgelehnt. Diese Ablehnung rief, den Meldungen des „Wolff schen Bureaus“ aus Nom zufolge, lebhafte Bewegung im Hause hervor und veranlaßte den Minister-Präsidenten Giolitti, noch gestern Abend den Ministerrath zu einer Sißzung zusammenzuberufen. Die gestrige „Opinione“ verzeichnete das in parlamentarischen Kreisen verbreitete Gerücht, wonah das gesammte Kabinet demissioniren werde. Man erwartet für heute in der Kammer sowohl wie im Senat darauf bezügliche Mittheilungen der Regierung.
Bei der gestrigen Berathung des Budgets des Aus- wärtigen in der Deputirtenkammer äußerten sich Giovagnoli und Barzilai mißbilligend über die Haltung Oesterreih-Ungarns gegenüber Jtalien. Barzilai bedauerte ferner, daß Frankreich bei der silbernen Hochzeit des Königs- paares nicht durch eine Specialgesandtschaft vertreten worden sei. Die Debatte sollte heute fortgeseßt werden.
Spanien. __Die gestrige Truppenschau in Madrid nahm einen glänzenden Verlauf; der König wurde wie „W. T. B.“ meldet, mit jubelnden Zurufen begrüßt.
Portugal.
_Die Pairskammer hat, wie dem „W. T. B.“ aus L1lssadon gemeldet wird, gestern nach kurzer Berathung den Geseßentwurf über die äußere Schuld angenommen. Man erwartete für heute die Unterzeihnung des Gefeßes durch den König.
Amerika.
Nach halbamtlichen Meldungen, die bei dem Departement des Auswärtigen in Washington gestern aus Nicaragua eingegangen sind, ist es zwischen der Regierung von Nicaragua und den Jnsurgenten zu einem Einvernehmen über cinen Waffenstillstand gekommen.
Wie dem „R. B.“ aus Rio de Janeiro gemeldet wird, sollen in Rio Grande do Sul Telegramme eingetroffen sein, denen zufolge es bei Ponche Verde zu einer Schlacht zwischen den Nationaltruppen unter General Telles und den Föderalisten unter General Tavares gekommen wäre. Erstere seien in einen Hinterhalt gelockt worden und hätten eine Niederlage mit s{hweren Verlusten erlitten. Artillerie, Waffen und Munition seien in die Hände der Jusurgenten gefallen. Diese leßteren sollen auf Bage marschiren. Eine Depesche des „New-York Herald“ aus Valparaiso meldet, nach dort eingegangenen Nachrichten aus Rio de Janeiro habe die brasilianishe Central-NRegierung beschlossen, den Gouverneur von Rio Grande do Sul General Castilho abzuberufen, um auf diese Weise der aufständischen Be- wegung ein Ende zu machen.
Drahtmeldungen der Londoner „Times“ deuten die Möglichkeit an, daß Argentinien sein Angebot wegen der auswärtigen Schuld erhöhen werde.
Australien.
Aus Samoa über Auckland hergelangten Nachrichten des „W. T. B.“ zufolge hätte sich Mataafa \chriftlich an M a- lietoa gewandt und eine friedlihe Regelung der bestehenden Differenzen dahin vorgeschlagen, daß ihre beiderseitigen An- sprüche auf die Königswürde der Entscheidung der Be- völkerung unterbreitet würden.
Konrad Schottmüller ‘7.
Mit dem Geheimen Negierungs-Rath Professor Dr. Schott- müller, dessen Tod wir bereits kurz gemeldet haben, ist ein Mann dahingeschieden, der dur seltene Vorzüge des Geistes und des Charakters ausgezeichnet war.
Waldemar Konrad Schottmüller wurde am 23. Sep- tember 1841 zu Berlin geboren. Sein Vater, der Professor Adolf Schottmüller, hatte sih aus engen Verhältnissen heraus — er fing seine Laufbahn als Lehrling bei einem Jnstrumenten- macher an — zu einer angesehenen Stellung in den literarischen Kreisen Berlins emporgearbeitet. Troy seiner völligen Er- blindung hatte er es doch, unterstüßt durch die Munificenz König Friedrich Wilhelm's 11, mit eisernem Fleiße erreiht, daß er das Abiturientenexamen bestehen und nah Beendigung des Universitätsstudiums den Doctor- grad erwerben konnte: Q Doe Daraui als Privatlehrer einen ausgezeichneten Ruf erlangt und war auf die Empfehlung Wilhelm von Humboldt's auch mit dem Unter- riht der Königlichen Prinzessinnen betraut worden. Durch jeinen gottesfürchtigen, in feiner Noth des Lebens beirrten Sinn hatte er sih die Liebe und Dankbarkeit aller erworben, denen es vergönnt war, ihm näher zu treten. Eine seiner Schülerinnen, Frau Helene von A hat dem trefflihen Mann in einer von warmer Empfindung getragenen kleinen Schrift: „Erinnerungen an einen Heimgegangenen“ ein blei- bendes Denkmal geseht,
Sein Sohn Konrad wuchs in unbegrenzter Verehrung für den Vater auf, Ju Alter von 16 Jahren widmete er si der militärischen Laufbahn ; doch erwies sich sein Körper den An- êrengungen des Dienstes nicht gewachsen, und als er dann infolge der Erreltung elnes Knaben aus dem Eisgang der Vavel am Typhus erkrankt war, faßte er den Entschluß, sich wissenschaftlichen Stublen zu widmen, Er nahm den Abschied, dete sich nochmals auf dle Schulbank und wurde 1864 mit dem Zeugniß dex Reife entlassen. Auf den
Universitäten Berlin und Göttingen widmete er sich dem Studium der Philologie, Archäologie und Geschichte. Unter den Gelehrten, die bestimmend auf seine Entwicklung ein- gewirkt haben, sind namentlich Waiß, Droysen, Jaffé und Ernst Curtius zu nennen, Von Göttingen führte ihn sein begeisterter Patriotismus 1866 in das Feldlager der Main- Armee, er mußte“ aber infolge eines Blutsturzes schon vor Beendigung des Krieges in die Heimath zurückehren. Jm Jahre 1868 erlangte er mit der Sbbandiuna : „Die Ent- stehung des Stammherzogthums Bayern“ die philosophische Doktorwürde. Er trieb Van in München noch weitere histo- rishe Studien und genoß von der Königin Marie, welche sein Vater einst zu unterrichten die Ehre gehabt hatte, zahl- reiche Beweise der Gnade. Jm folgenden Jahre kehrte er nah Berlin zurück, bestand die Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen, abjsolvirte das Probejahr am Sophiengymnasium und wurde 1870 zum Lehrer an der Haupt-Kadettenanstalt ernannt, wo er in den oberen Klassen Unterricht in der Ge- schichte und im Deutschen mit ausgezeichnetem Erfolge ertheilte. Zugleich hatte er den Vorzug, dur das Vertrauen des Prinzen Friedrich Karl zu historishen Vorträgen bei dem Prinzen Friedrih Leopold berufen zu werden. Während dieser Heit legte er auch den Grund zu seinen literarischen Arbeiten, von denen namentlich das Werk über den Untergang des Templerordens in weiten Kreisen Beachtung gefunden hat. Von besonderem Werth ist diese Arbeit durch die darin nieder- gelegten Ergebnisse der Studien in italienishen Archiven. Den Zutritt zu diesen Fundgruben wissenschaftlicher Forschung, welche damals nur schwer zugänglih waren, verdankte er der Empfehlung des Kronprinzen des Deutschen Reichs und von Preußen. Er knüpfte dabei zahlreihe Beziehungen an, welche ihn für eine spätere wissenshaftlihe Thä- tigkeit in Rom besonders geeignet machten. Zugleich erwachte in ihm der von dem Kronprinzen lebhaft geförderte Gedanke, in Rom für das Studium der deutshen Geschichte ein besonderes Jnstitut zu begründen. Dieser Gedanke kam im Jahre 1888 auf Antrag der Akademie der Wissenschaften zur Ausführung, nachdem inzwischen durch die Hochherzigkeit Papst Leo's XII1]. das Vatikanische Archiv der gelehrten Forschung eröffnet war. Mit der Leitung der neuen Anstalt wurde Schottmüller betraut. Jn voller Hingebung widmete er sich dieser Aufgabe ; während die Gattin und die Kinder in Deutsch- land zurükblieben, arbeitete er unermüdlich im vaticanischen Archiv, und es gelang ihm unter dankenswerther Unterstüßung des damaligen Königlichen Gesandten beim päpstlihen Stuhl, Herrn von Schlözer, die für das Gedeihen des Justituts so wichtigen näheren Beziehungen zu den leitenden Persönlich- keiten in angenehmster und nachhaltigster Weise anzuknüpfen, sodaß auch in dieser Beziehung sein Name mit der Geschichte des historishen Jnstituts dauernd verknüpft bleiben wird. Durch Gesundheitsrücksihten genöthigt, kehrte Schott- müller 1890 in die Heimath zurück. Jm Vordergrunde der öffentlihen Besprehung standen damals die Bestrebungen zur Reform des höheren Unterrichts. Mit lebhaftem Interesse betheiligte er sich an der Lösung dieser großen Frage, und es ist zum guten Theil seiner Mitwirkung zu verdanken, daß die Vorarbeiten zu einem so raschen Äbschlusse kamen. Eine Solge war S, M œ@ m Ul 1891 um vortragenden Rathe im Unterrichts-Ministerium ernannt wurde. Jn dieser neuen Stellung widmete er \sich mit Eifer und Erfolg der Ausführung des Reformwerkes und den sonstigen
Angelegenheiten des höheren Schulwesens; außerdem machte er sih um einzelne Aufgaben des Universitäts- und Medizinal- wesens, so namentlich um die Frage der Umgestaltung oder Verlegung des Charité-Krankenhauses in Berlin dank seiner Vertrautheit mit den örtlihen Verhältnissen seiner Vater- stadt, wesentlich verdient. Diese angestrengte Thätig- feit wurde aber hon im Jahre 1892 dur einen heftigen Anfall von Jnfluenza unterbrochen. Bald trat ein {chweres Nierenleiden hinzu. Nach mehreren Schwankungen, die immer wieder die Hoffnung auf Genesung zu geben schienen, wurde er den Seinigen und seinen zahlreihen Verchrern am 16. d. M. im Alter von noch niht 52 Jahren entrissen.
Die Allerhöchste Anerkennung seines Kaisers und Königs, dem er mit unvergleichlichher Hingebung und Treue diente, ist ihm in reichem Maße zu theil geworden. Im. Jahre 1882 erhielt er den Rothen Adler-Orden vierter Klasse, 1887 den Königlichen Kronen-Orden dritter Klasse und noch in diesem Jahre das Kreuz der Ritter des Königlichen Haus-Ordens von Hohenzollern. Zu seinen s{hönsten Erinnerungen ge- hôrte es, daß cs ihm 1888 vergönnt war, Seiner Majestät dem Kaiser bei Allerhöchstdessen Besuch in Rom an den Stätten als Führer zu dienen, wo Wissenschaft und Kunst des Alterthums in lebendigster Anschaulichkeit hervor- treten. Auch auf seinem Krankenlager wurde er noch durch mehrfache Beweise Allerhöchster Theilnahme und Huld von Seiten Beider Majestäten erfreut und aufgerichtet.
Nach s{hwerem Kampfe ist er heimgegangen in Frieden, getragen von dem tiefen Gottvertrauen, welches ihm von dem erblindeten Vater als \chönstes Erbtheil hinterlassen war und das ihn sein ganzes Leben hindurch sicher geführt hat. Sein Andenken wird bei allen, die ihm näher standen, in Segen fortleben.
Wahlangelegenheiten.
Im Verlage von W. Moeser, Berlin, Stallschreiberstr, 34/35, ist eine Broschüre unter dem Titel „Waffen zum Wahlkampf“ soeben erschienen. Sie bringt das ganze auf die Militärvorlage be- züglihe Material und bietet in knapper Form ein Compendium, in welchem sämmtliche einshlägigen Fragen ihre Beantwortung finden.
— Das Arbeiterorgan „Peuple“ veröffentlicht, wie die „Voss. Ztg." aus Brüssel mittheilt, einen Aufruf an die Socialisten Belgiens, die deutshen Brüder, die in zweihundert Wahl- bezirken sfocialistishe Candidaten aufstellen, beim Wahlkampf durch Gelder zu unterstützen.
Nr. 20 des „Centralblatts der Bauverwaltung“, herausgegeben im Ministerium der öffentlihen Arbeiten, vom 20. Mai hat folgenden Inhalt: Fortschritte im Bau der Schiffs- \{leusen. — Zur Frage der Schienenbefestigung. — Königliches West- Gymnasium in Berlin. — Oberlichte ohne Schweißwasserrinnen. — éxeste Wehre in Bewässerungskanälen in Indien. — Vermischtes : Umbau der Sophienkirhe in Berlin. — Ausstellung im Kunstgewerbe- Museum in Berlin. — Ausstellung für Maltechnik in München. — Klassen's Einstek-Schloß. — Aufnahme der Kunstdenkmäler Deutsch- lands, — Fischteihe auf den Mieselfeldern Berlins. — Seife zur Beruhigung des Wellenschlags.
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Kunst und Wissenschaft.
In München is dieser Tage gelegentlich eines dortigen
- Besuchs der bekannte Historiker und Professor der Geschichte an der
Universität Göttingen Dr. von Kluckhohn gestorben. Er war e der Historishen Commission und der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und hat sich dur zahlreiche historishe Schriften, darunter eïne von der Historischen Commission gekrönte Preis\chrift „Friedrih der Fromme, Kurfürst von der Pfalz" sowie dur seine Monographien über die Königin Luise und den Feldmarschall Blücher einen geahteten Namen erworben.
— Die Jury für die bevorstehende Jahres-Ausfstellung 1893 im Königlichen Glaspalast zu München is nunmehr gewählt und folgendermaßen zusammengeseßt: (Maler) A. Andersen- Lundby, Prof. H. von Bartels, W. von Czachorski, K. Eilers, J. Ekenaes, M. Grönvold, Prof. N. Gysis, Prof. G. Hal, E. Kubiers{ky, Prof. W. Lindenshmit, L. Put, Ph. Nöth, Prof. F. NRoubaud, N. Schleich, Prof. A. . Wagner; (Bildhauer) Th. Dennerlein, Prof. J. von Kramer, O. Lang; (Architekten) Prof. J. Bühlmann, Prof. L. Romeis, E. Seidl; (Graphifker) Th. Knesing, L E. Obermayer, A. Schultheiß. Diese Jury fungirt als Aufnahmejury und Hängecommission; die Preisjury wird erst später gewählt werden.
Land- und Forstwirthschaft.
Stand der Saaten.
Aus dem Reg.-Bez. Köln wird geschrieben: Während der Kälte- periode im Januar hat eine starke Schneedecke die Saaten zugedeckt, sodaß zur Zeit die Wintersaaten fast durchgehends gut stehen. Nur der Weizen und stellenweise auch der Naps haben gelitten, do all- gemein nur der englishe Weizen, der allerdings seines größeren Er- trages wegen schr beliebt war. Da das Erfrieren des ausländischen Weizens nun {hon mehrere Jahre hintereinander eingetreten ist, bricht sih jeßt die Ansicht Bahn, daß die Landwirthe gut thun werden, wieder zum Anbau des deutshen Weizens zurüdzukehren. Einige zwar wollen den modernen Kunstdüngermitteln einen nachtheiligen Einfluß auf die jungen Pflanzen zushreiben. Die betroffenen Felder werden jeßt zum theil neu bestellt. Der Klee hat gut überwintert und steht meistens gut. Beim Obst sind nur hier und da Frostschäden bemerkt worden, dagegen haben die Weinberge in den niederen Lagen im Landkreise Bonn und Siegkreise sehr er- heblich gelitten; vielfah müssen die jungen Reben ganz am Erdboden abgeschnitten und die alten Stöcke ganz ausgehauen werden.
Saatenstand in Nußland.
Neucren Nachrichten aus Odessa zufolge is in letzter Zeit in Südrußland reihliher Regen gefallen, welher den Saaten fehr vohlgethan hat (vergl. „R.-A.* Nr. 117 vom 18. d. M.).
Saatenstand in der Türkei.
In der europäischen Türkei und dem nördlichen Klein-Asien hat die rauhe Witterung, welche bereits im März von naththeiligem Einfluß auf die Feldbestelung und die Saatenentwikelung war (vergl. „N.-A." Nr. 90 vom 17. v. M.), auch im vergangenen Monat fortgedauert. Dazu machte sih dann auch noch Trockenbeit fühlbar, da es während des April fast nirgends geregnet hat. Sollten bald ausgiebige Niederschläge eintreten, fo hofft man indessen immer noch auf eine Mittelernte. Die vers{chwemmungen haben sich größtentheils verlaufen, ohn 1 ) zu hinterlafe
Im Bezirk C leiden dieselben Moß; doch li Regenwetter Troß bestellunc
Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln.
Brasilie1 Die neuerdings wieder wasser („NReichs-Anzeiger“ Nr. 1 10, März ab.
Verkehrs-Anstalten.
Laut Telegramm aus Köln (Rhein) hat die zweite englishe Post über Ostende vom 19. d. M. in Köln den. Anshluß an Zug 31 ‘nach Berlin über Hildesheim nicht erreicht. Grund: Schiff ist in Ostende mit einer Verspätung von 45 Minuten gelandet.
Die Königlich sächsischen Staatsbahnen hatten im Dezember 1892 eine Einnahme von 6 944 189 (+ 230315) c: bis Ende Dezember 1892 betrug die Einnahme überhaupt §4706 131 (— 125 262) 4 — Die Eisenbahn Zittau—Reichenberg ver- einnahmte im Dezember 1892 58 825 (+ 2482) 4; im ganzen Jahre 1892 743 289 (— 9783) A — Die Altenburg-Zet ter Eisen- bahn vereinnahmte im Dezember 1892 73 943 (— 3143) 6 und bis Ende Dezember überhaupt 939 685 (+ 4901) A — Die Eisenbabn Zittau-Oybin-Jonsdorf vereinnahmte im Dezember v. F. 3000 (— 192) M, bis Ende Dezember überhaupt 90 579 (— 910) M
Die „Zeitschrift für den Internationalen Eisfen- bahntransport“, die von dem Central-Amt in Bern heraus- gegeben“ wird, hat in der Nr. 5 (Mai-Nummer) folgenden Inhalt: Internationales Uebereinkommen : Aenderungen in der Liste der Eisen- bahnen. — Geseße und Reglemente in verschiedenen Ländern: Jn- struction für die Abfertigung der Güter von und nah Jtalien im Verkehr mit dem Auslande. — Entscheidungen des Central-Amtes : Administrative Angelegenheiten. — Mittheilung allgemeiner Natur. — Bücherschau.
Bremen, 20. Mai. (W. T. B.) Norddeutscher Llovd Der Schnelldampfer „Spree“ ist am 18. Mai Mittags in N ew- Yor k angekommen. Der Postdampfer „Ohio“ hat am 18. Mai Nachmittags die Reise von Santa Cruz nach dem La Plata fort- geseßt. Der Postdampfer „Gera“ ist am 18. Mai Morgens von Baltimore nach der Weser abgegangen. Der Reichs-Postdampfer „Karlsruhe“, von Australien kommend, ist am 18. Mai Nach- mittags in Colombo angekommen. Der Dampfer „Gulf of Merico“ hat am 18. Mai Nachmittags Lizard passirt. Der Reichs- Postdampfer „, Habsburg“, von Australien kommend, hat am 19. Mai Vormittags die Reise von Southampton nah Ant- werpen fortgeseßt. Der Postdampfer „Darmstadt“ ist am 18. Mai Abends von New-York in Baltimore angekommen.
Hamburg, 19. Mai. (W. T. B.) Hamburg - Ameri- kanische Patetfahrt - Actien - Gesellschaft. Der Post- dampfer „Suevia“ ist heute Morgen auf der Elbe ‘eingetroffen. Der Schnelldampfer ,Normannia" is heute Morgen in News Y ork eingetroffen. Die Postdampfer „Thuringia“ und „Galicia® sind heute in St. Thomas angekommen. Der Schnelldampfer „Columbia“ ist Abends auf der Elbe eingetroffen.
London, 19, Mai. (W. T. B.) Der Castle - Dampfer „Nor ham Castle" ist heute, der Castle-Dampfer „Lismore Castle“ am Mittwoch auf der Ausreise in Durban (Natal) an- kommen. Der Union-Dampfer „Spartan“ is gestern auf der Auëêreise in Capetown angekommen.