Konzerte.
: Der Ch or der Sing-Akademie brachte gestern unter Leitung des rofessors Martin Blumner dret Kantaten von
- Sebastian Ba: „Christen, ätßzet diesen Tag in Metall und Marmorstein“, sind die Anfangsworte der erstcn Kantate, während die * zweite mit dem Chor: „Sehet, wel? eine Liebe hat uns der Vater erzeiget“, beginnt. Diesen beiden, auf das Weihnachtsfest sich be- ziehenden Kantaten folgte die dritte: „Wachet, betet“, und das seit längerer Zeit an dieser Stelle nicht ehôrte „Dettinger Tedeum“ von Händel, welches zur Einweihung des Det- tinger Doms komponiert worden is. Die herzerhebenden Jubel- chôre der beiden ersten Kantaten, die wundervollen Choräle und die Sologesänge sind von tief er N _andacht- erweckender Wirkung. Die dritte Kantate übertrifft fast an Kraft und Großartigkeit noch die ersten. Wie überwältigend ist z. B. der Anfangs- cer mit dem si {nell emporschwingenden, vom Geschmetter der Trompeten begleiteten Motiv! Herrlih klang auch der Choral : „Freu? di sehr" o meine Seele“. Die Ausführung aller vier Werke
— von feiten des Chors der Sing-Akademie im Verein. mit denwPhil-_ 1
bharmonishen Orchester und der vdm Musik-Direktor Kawerau gespieïten Orgel war eine jeden Lobes würdige. Unter den Solisten verdiencn Fräulein Clara Schacht (Alt) und Herr Emil Pinfks (Tenor), den*wir hier zum ersten Mal hörten, besonders anerkennend erwähnt zu werden. Der Bassist Herr- Anton Sistermans beein- ““frâtigte dÆcch das unausgesezte Tremolieren, das -aud;—bei Worten der Zuversicht und des Gottvertrauens nicht unterblieb, die Wirkung seiner Arien; auch Fräulein Helene Oberbeck (Sopran) überwand mit den vorhandenen Mitteln ihrer Stimme nicht ganz die allerdings erheblihen Schwierigkeiten ihrer Solopartie. Die umsichtige und energische Leitung des Herrn Professors Blumner gab zugleich den zahlreichen Zuhörern und Verehrern der Sing-Akademie den erfreu- lien Beweis seiner völligen Genesung.
———
©_ Sm Königlichen Opernhause wird morgen „Hänsel und | Gretel“ (Hänsel: Fräulein Rothauser, Gretel : Fräulein Dietrich) ! unter Kapellmeister Weingartner's Leitung gegeben. Hierauf folgt das Ballet „Die Puppenfee“ (Damen dell’ Era, Urbanska). — Am Montag beginnt Richard Wagner's „Ring des Nibelungen“ mit „Rheingold" unter Kapellmeister Dr. Muck's Leitung (Wotan: Herr Stammer, Donner: Herr Krolop, Froh: Herr Philipp, Loge: Herr Gudehus, Alberih: Herr Schmidt, Mime: Herr Lieban, asolt : Herr Krasa, Fafner: Herr Mödlinger, Fricka : Frau Sucher, gra: Fräulein Hiedler, Erda: Frau Göge, Rheintöchter : Damen erzog, Rothauser, Lammert). i |
Im Königlihen Schauspielhause wird morgen der vier- aktige Sdhwank „Zum wohlthätigen Zweck“ von Scönthan- Kadelburg wiederholt. Am Montag geht Skowronnek's Lustspiel „Halali* E Poppe, Herr Keßler) und der Schwank „Die stille Wache“ in Scene.
Infolge des fortdauernden großen Andrangs zu den Borstellungen von , Weh.dem, der lügt!“ hat das Deutsche Theater seine nächste Novität, die vieraktige Komödie „Der Mann im Schatten“ von Carlot Reuling, um eine Woche vershoben und bringt dos Grill- parzer’\{e Lustspiel au in der neuen Woche_ an fünf Abenden zur Aufführung, und zwar außer am morgigen Sonntag Abend noch am Montag, Donnerstag, Freitag (außer Abonnement) und am nädhsten Sonntag, den 11., Abends. Wiederholungen der „Weber“ finden morgen, Sonntag, Nachmittag (zu halben Preisen), Dienéêtag, Sonn- abend, sowie am nächsten Sonntag Nachmittag statt. Für Mittwoch, den 6., is „Hamlet“ angeseßt. Die nächste Abonnements-Vorstellung ist am Freitag, den 15. d. V.
Fm Berliner Theater wird am morgigen Sonntag Nach- mittag Victorien Sardou's Lustspiel „Madame Sanê:Gôêne" mit Fenny Groß in der Titelrolle gegeben, während am Abend Ernst Wichert's Schauspiel „Marienburg“ zur Aufführung gelangt. Auch am Montag wird „Marienburg“ wiederholt; Dienstag , Madame Sans-Gône mit Fenny Groß in der Titelrolle ; Mittwoch „Der Pfarrer von Kirchfeld“ mit Orto Sommerstorff , Teresina Geßner, Ferd. Suske; Donnerstag „Madame Sans-Gêne mit Jenny D in der Titelrolle; Freitag
Geßner, Fran
enny Groß zum ersten za Dobronowska in „Der „Der Fall Clémenceau“,
manns“.
Lessing?'s ,
große Woblthätigkeits-Vorstellung
Operette „Der Probekuß“ in der- 25, Aufführung.
Dienstag in der Sing-Akademie
Gehör bringen. — Frau an ihrem hiesigen s 6. Februar u. a. eine Arie
ponisten zu Gehör bringen.
spielen.
r
De eußen ist bei der Direktion des 0
Böôcker befand, find Fräulein Böker vier anderen i} die morgen von Liverpool
erhör dauerte den Bremen übermittelt werden. reibt von gestern :
„Der Compagnon* mit Franz Guthery, Franz Schönfeld; Sonnabend
- Der Pfarrer von Kirchfeld“ mit Otto Sommerstorff, Teresina
Heid. u Im Lef ï ing-Theater findet morgen, Sonntag, die Premiòre ks die Schi von Hans Olden's Lustspiel E ftatt. Am al au Fall Clémenceau“ darstellen. Das weitere Wochenrepertoire lautet: Dienstag „Thielemanns“, Mittwoch Donnerstag ¿„Ghismonda“, Sonnabend „Die wilde Jagd“, Sonntag
Im Neuen Theater findet auch morgen eine Nahmittags- Aufführung zu herabgeseßten Preisen statt; zur Darstellung gelangt Minna von Barnhelm“. ) Sabelski’'s Schauspiel „Das liebe Geld“ zum neunten Mal in Scene. Darauf folgt das Holtei’she Lebensbild „Wiener in Paris” mit Direktor Sigmund Lautenburg in der Rolle des Bonjour. Am Montag wird als 20. Abonnements - Vorstellung ) gegeben. — Für die* nächste Zeit bereitet Direktor Lautenburg eine
Im Theater Unter den Linden feiert die Millöcker’ sche
Am Montag Abend 8 Uhr veranstaltet der Cellovirtuose Hein-
Fräulein Margarethe Petersen übernehmen die Herren Rudolph Eichhorn (Tenor) und Gustav Lazarus (Klavier) die Mitwirkung ; ersterer wird das Liebeslied aus der „Walküre“ von Wagner und | Schumann's „Grenadiere*, leßterer die „Rosamunde*-Variationen von | weit nach der Schubert, Barcarole von Rubinstein und eine Chopin’sche Etude zu Helene Günter aus Lieder - Abend i aus Haydn’s „Schöpfung“ sowie Lieder von Schubert, Schumann, Franz und Gesänge neuerer Kom- Der VWViolinvirtuose Herr Zerbouloff hat feine Mitwirkung. zugesagt. — ] wird an seinem zweiten Klavierabend, der am 6. Februar (Sing- Akademie) stattfindet, die fünf lezten Sonaten von Beethoven Billets sind bei Bote u. Bo
Mannigfaltiges.
Zum Untergange des Bremer Scchnelldampfers „Elbe“ liegen beute folgende weiteren telegraphißchen Meldungen des „W.T.B.*“ vor: Von Seiner Königlichen Hoheit dem
lgende Beileidékundgebung eingegangen: „Altong, 1. Februar. An- esihts des jähen Uhglücks, welches den „Norddeutschen Lloyd“ betroffen Rae drängt es mich, mein tiefempfundenes Beileid auszusprechen." — Der Agent des „Norddeutschen Lloyd“ in Lowestoft erhielt folgende De- peshe: Osborne, den 1. d. Die Königin ist sehr betrübt über das \chrecklihe Unglüd der „Elbe“ und möchte gern Näheres über das Befinden der Geretteten wissen, sowie ob Hoffnung vorhanden if, daß neh andere gerettet sind. — Hierauf sandte der Agent folgende Antwort: Mit aufrihtigem Dank für Gurer Majestät gütige Erkundigungen und Theilnahme freuen wir uns, berichten zu können, daß alle Geretteten wobl genug waren, um gestern und heute nah London abzureisen. Leider ist indessen durchaus keine Hoffnung vorhanden, daß mehr ge- rettet find. -— Fünf Passagiere der „Elbe“, unter denen fich estern Abend besfuht ihre Fahrt auf der abgeht , - werden vor ihrer Entscheidung den amerikanischen Generalkonsul um Rath fragen. Die beim Untergang der „Elbe“ Geretteten wurden gestern vom deutschen Genecralkonsulat in London vernommen. Das ganzen Tag. Der Lloydagent in Rotterdam Der Kapitän des
e
Montag wird f dieser Bühne die Rolle der
„Thielemanns“, fretag
„Thiele- Dampfer kurze „Crathie“.
Am Abend geht Elsa von
„Demi- Monde“
zum Besten der Armen vor, die-
nächsten Woche das Jubiläum der
E d er en * geworfen;
nicht viel Auskunft geben Dampfer mit zwei : Auf die Frage des Agenten, ob er keine Schritte gethan hab:, die Mannschaft und die Fahjagiere u retten, antwortete der Kapitän, sein eigenes Schiff habe j den Untergang jede Minute erwartete. Er Jeit. Dieser aber sei so \chnell gelaufen als die Gr habe auch geglaubt, daß alle außer Gefahr seien. — „Bösmann's Telegr. B.“ in 1 gramm der Agenten des „Norddeutschen Lloyd“ Keller, Wallis u. Co. aus London: Unsere Meinung über die verschiedenen Zeitungsberichte fann in folgendem Bericht des „Standard“ zusammengefaßt werden : Es wird besonders die Thatsache hervorgehoben, daß von den Ueber- lebenden niht weniger als fünfzehn Offiziere und Seeleute der „Elbe“ waren und daß sih unter den fünf geretteten Passagieren nur eine Frau und keine Kinder befanden
dur den Untergang der „Elbe" threr Ernährer beraubt find. ——- f-lassen- darauf \{{chließen, daß-alle -Frauen und Kinder würden-gerettet - -——-----FF worden sein, wenn Zeit gewesen wäre, die Steuerbord-Boote herab-
zulassen. Der Kapitän war der Meinung, daß hierzu noch Zeit genug
du die Er ‘der Kollision
«2e ih Ce ao, pr adiin
in Ee Entfernung von einander, sodaß ich an
n. Das andere Schiff war ein großer ornsteinen, und ih glaube mit vier Moder
olhem Zustande befunden, daß er fßlgte dem anderen
fh in
Bremen veröffentlicht folgendes Tele-
Die Ausfagen von mehreren Ueberlebenden
P» vorhanden war, und infolge seines Befehls begaben sich fämmiliche
“dem Augeüblidck, stattfindenden Konzert der Sängerin
immer Frankfurt a. M. wird Saal Bechstein) am
Michel
leuten
zu haben. Zufalls
Prinzen Heinrich von | seite.
„Norddeutschen Lloyd“ in Bremen
gelassen werden
räulein in London angekommen. London. Den « Umbria *, die worden. Sie
Freunde in angeboten alle Welten“. Die Ausfagen werden nach
ampfers „Crathie“
“als die beiden
stärkerem Maße zunahm. anderen Booten zu, aber der Dampfer begann bereits zu sinken, und es ist keinem Zweifel unterworfen, daß die Frauen und Kinder an der Steuerbordseite dur die Anordnung des Kapitäns zusammengehalten wurden, weil dort die meiste Wahrscheinlichkeit zur Rettung war, wenn das Schiff sinken sollte. — Andere Blätter, z. B. «Morning Eugen d?Albert at sprechen sih hierüber in ähnlihem Sinne aus, indem sie ervorheben, daß und Passagieren nur die Folge- eines
gewesen i: i merkt, daß die Steuerbordseite die Lee-Seite war, Einschiffung der Frauen und Kinder in die Boote wegen des weit geringeren Seegangs viel leichter hätte bewerkstelligt werden können als auf der Backbord-(Wind-)Seite. } deshalb die Frauen und Kinder zur Einschiffung nah der Steuerbord- An der Ausführung seines Vorhabens wurde er dadur ver- hindert, daß die „Elbe“ sih infolge der Wassermengen, die ih in das Schiff ergossen, derartig nah Steuerbord überlegte, Reeling zu Wasser kam, halten konnte und die Steuerbord-Boote
Die Urania Montag, Dienstag und Donnerstag : der Zukunft“ ; Mittwoch: Herr Dr. C. Müller: „Genofsenschafts- leben bei Thieren und Pflanzen“; Freitag und Sonnabend: „Dur
Frauen und Kinder nah ter Steuerbordseite des “Dampfers, während rid Kiefere im Saal Bechstein ein Konzert unter Mitwirkung | die, die sihch S selbst helfen konnten, zur Backbordseite eilten. In der Pianisten Herren Eduard Behm und Georg Buddéus. — Jn dem am i
ergossen , inzwischen sehr geneigt hatte, was 1n Man wandte \sich nun den
dasselbe Steuerbordseite
zwischen geretteten See- unberehenbaren Zum Verständniß sei noch be- auf welcher die
das Mißverhältniß
fei. —
Kapitän von Goessel beorderte
daß die niemand fih auf dem abschüssigen Deck niht mehr zu Wasser
foniten. Die Einschiffung der Männer an der
Backbordseite war wegen des dort herrshenden Seeganges mit weit mehr Gefahr verknüpft, was son daraus erhellt, 208 eines der zu Wasser gelassenen Boote umslug, ehe es die Schiffs]e
fonute. — Die Direktion des „Norddeutschen Lloyd“ theilte dem Bureau mit, daß der pekuniäre Verlust, der den Lloyd durch den Untergang des Dampfers „Elbe“ trifft, etwa 1 000 000 A beträgt, sowie daß für die „Elbe“ eine Versicherung niht gedeckt war. Die Ladung bestand aus 143 t Reis, 96 t eiserne Radreifen und etwa 112 000 &
Stückgut-Ladung.
ite verlassen
Wochen-Spielplan aufgestellt:
hat folgenden Herr P. Spies : „Tesla's Licht
(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten
Beilage.)
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Wetterbericht vom 2. Februar, 8 r Moraen s.
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haus. 31.
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f red. in Millim
Wetter.
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NO 2|bededt Aberdeen O 5 [bedeckt Jhristiansund OSO 5 wolkig Kopenhagen . ONO d bedeckt Stockholm . ONO 4sbedeckt Da : {till |bededckt t. Petersbg \till|Nebel Moskau … .. NW 1¡Nebel!)
Gork,Queens- T e ONO 3|[Schnee Gherbourg . SO 3|bedeck1t Dee O 1\Nebel “As, bededt mburg . . | 764 |[NO Nebel winemünde | 76 O 2Dunst Neufahrwasser, 767 |D Dunst Memel ... | 769 |ONO 2[bedeckt
1 1 9 2 Paris .…... | 763 |[NO 1woltenlos 1 3 2
Stationen. din. Text von
vom Ober-Negi
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Wagner. 7x Uhr. Schauspielhau spiel in 4 Aufz
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Opernhaus. lungen. Miner... | 762 [D bededt Jahreszeiteu. Karlsruhe . . | 764 |D 2 \wol?ip Wiesbaden . | 764 |NO wolfig?) München . . | 762 |SO wolkig Chemniß .. | 764 Fill|bedeck Berlin... | 762 OSO |bededi 3) R e (94 \till|bededck? Breslau... 763 SO 2 Nebel __
le d’Aix OSOD d bedeckt D 2 wolkig 762 tillSchnee
7 Ubr,
Dritter 7 Uhr.
1 Abends Nebel, ?) Gestern und Nachts Schnee. 3) Nachts Schnee. Uebersicht der Witterung.
Eine Zone höchsten Luftdruckes erstreckt sih von Nordskandinavien ostsüdostwärts nach dem Innern Rußlands hin, während der Luftdruck über Süd- west-Europa am niedrigsten is. Bei \{chwacher, meist \südöstlicher bis nordöstliher Luftströmung ist das Wetter in Deutschland trübe mit häufigen Schnee- fällen ; an der Küste liegt die Temperatur nahe dem Gefrierpunkt, während in Süddeutschland der Frost zugenommen hat; Kaiserslautern meldet 194, Mül- hausen 17, München 15 Grad unter Null. In Nordwestrußland und Nordshweden is starke Ab- fühlung eingetreten. St. Petersburg meldet minus 23 Grad. Für Norddeutshland dürfte wieder Fälteres Wetter demnächst g erwarten sein.
eutshe Seewarte.
frieds Tod.
Weber. —- 73
Montag: M
Olden.
vom Ober-JIn|pektor
mimisches Ballel-Divertissement von Gaul. Musik von Josef Bayer. Direktor Steinmann.
thätigen Zweck. Franz von Schönthan und Gustav Kadelburg. An-
Erster Abend: Die Walküre. 7 Uhr. Mittwoch: Hänsel und Gretel. Die
Ee / Ae, Abend: Siegfried. reitag: Bajazzi. Sonnabend: Der Ring der Nibelungen. Abend: Sonntag: Brautwerbuug. Schauspielhaus. Dienstag: Zum wohlthätigen Zweck. Mittwoch: Egmont. Donnerstag: Zum wohlthätigen Zweck. Freitag: Wie die Alten. sungen. wohlthätigen Zweck. Sonntag: Die Nibelungen. Erster Abend: Der gehörnte Siegfried. Sieg-
Theater-Anzeigen.
Königliche Schauspiele. Sonntag: Opern- Vorstellung. Märchenspiel in 3 Bildern von Engelbert Humper-
Hänsel uud Gretel
Adelheid Wette. In Scene geseht eur R Dekorative Einrichtung randt. Dirigent: Kapell- — Die Puppenfee. Panto- Haßreiter und Dirigent: Musik- Anfang 7# Uhr. s. 33. Vorstellung. Zum wohl- Lustspiel in 4 Aufzügen von
Montag : Opernhaus. 32, Vorstellung. Der Riug des Nibelungen. Bühnenfestspiel von Richard Borabend: Das Rheingold.
Anfang
s. 34. Vorstellung. Halali. Lust- ügen von Richard Skowronnek. —
Die stille Wache. Schwank in 1 Aufzug von Richard Skowronnek. Anfang 7# Uhr.
Dienstag: Der Ring der Nibe- Aufang Donnerstag: Der L der
nfang Cavalleria rusticana.
Anfang
Götterdämmerung. Slavische
Fra Diavolo.
Anfang 7 Uhr.
Deutsches Theater. Sonntag, 24 Uhr: Die
Uhr: Weh dem, der lügt!
Montag: Weh dem, der lügt! Dienstag: Die Weber.
Berliner Theater. Sonntag, 2¿ Uhr: Ma- dame Sans-Gêne. — 7} Uhr: Marienburg.
arieuburg.
Dienstag: Madame Sans-.Gêne.
Lessing-Theater. Sonntag: Zum ersten Male: Thielemauns. Lustspiel in 4 Akten von Hans Anfang 74 Uhr. 9 74 Uhr. Montag : Neu einstudiert : Der Fall Clémenceau. Dienstag: Thielemanus.
Sonnabend: Zum
| Friedrich - Wilhelmstädtisches Theater. (Thaußcestraße 25/26. : Sonntag: Bei bis zur Hälfte ermäßigten Preisen : Zum 2. Male: Der Obersteiger. Operette in Z Aktcn von M. West und L. Held. Musik von Carl Zeller. Regie: Herr Ober-Regisseur Epstein. N Herr Kapellmeister Adolph Ferron. Anfang r. Montag: Der Obersteiger.
Residenz - Theater. Blumenstraße Nr. 9. Direktion: Stgmund Lauteaburg. Sonntag: Fer- nand’s Ehckontrakt. (Fil à la patte.) Schwank in 3 Akten von Georges Feydeau, in deutsher Be- arbeitung von Benno Jacobson. Anfang 7# Uhr. Montag und folgende Tage: Fernaud’s Ehe- koutraft. S L
Neues Theater. Sciffbauerdamm 48. /5-
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Minna von Barnhelm. Lustspiel in 5 Akten von G. E. Lessing. — Abends 75 Uhr: Das liebe Geld. Schauspiel in 4 Akten von Elsa von Schabelski. — Vorher: Wiener in Paris. Lebensbild in 1 Aft von C. von Holtei.
Montag (20. Abonnements-Vorstellung): Demi- Monde.
Theater Unter den Linden. Behrenstr. 55/57. Direktion : Julius Frizsche. — Sonntag: Mit neuer Ausstattung: Der Probckuß. Operette in 3 Akten von Pio Wittmann und Julius Bauer. Musik von Carl Millôcker. In Scene gefeßt von Julius Fritsche. Dirigent : Herr Kapellmeister Federmann. — Hierauf: Tanz-Divertissement. Anfang 74 Uhr.
Montag: Der Probekufß.
BPentral-Theater. Alte Iakobftraße Nr. 30. Direktion: Richard Sue, — Sonntag: Emil Thomas a. G. Anna Bâätkers. Josefine Dora.
um 153. Male: O, diese Berliner! Große
ofe mit Gesang und Tanz in 6 Bildern (nah ingré’s „Reise durch Berlin“) von Julius Freund, Mußk von Julius Einödshofer. Anfang
74 Uhr. Montag: O, diese Berliner!
Adolph Ernst-Theater. Sonntag: Auftreten
der ersten Pirouette- und Courbette-Tänzerin Eng- lands Miß Rose Batchelor vom Prince of Wales- Theater in London. Ein fideles Corps. Aufang
h Montag : Dieselbe Vorftellung.
Konzerte.
Konzert-Haus. Kar! Meyer - Konzert. Sonntag Anfang 6 Uhr. Montag Anfang 7 Uhr. Künstler-Konzert, unter freundlicher Mitwirkung des „Berliner Liederkranz“, Direktion: Herr Wilh. Handwerg.
Saal Bechstein. Linkstraße 42. Sonntag, Anfang 8 Uhr: Konzert des Cellovirtuosen Heiu- rich Kiefer.
Zirkus Renz (Karlstraße), Sonntag: Zwei Vorstellungen. Um 4 Uhr Nachmittags: Große Komiker-Vorstellung mit besonders zur Belustigung der Jugend gewähltem Programm. Die lustigen Heidelberger. Ermäßigte Preise siehe Plakate und Austragezettel Abends 74 Uhr: Tjo Ni En. (Beim FJahreswechsel in Peking.) Sensationelle Tänze, u. a. Original, le grelots vivants, des des barbichons 2x. Original! - Neue Musik-Cinlagen. In beiden Vorstellungen: Auftreten sämmtlicher Künstlerspezialitäten, Damen und Herren, Vorführen und Reiten der bestdressierten Freiheits-, Spring- und Schulpferde.
Montag, Abends 74 Uhr: Gala - Vorstellung. Tjo Ni En.
O R N I V E Ai C EAESECA SCEI E GE T E O Familien-Nachrichten,
Verlobt: Frl. Asta Friedberg mit Hrn. Referendar Paul Adolph (Leipzig—Dresden). — Frl. Marie Smidt mit Hrn. Carl von Stünzner - Sievers- dorf (Magdeburg—Sieversdorf bei Briesen i. d. M.).
Geboren: i Golßen). — Hrn. Prem. -Lieut. Hans von Wedel (Palberitav, — Hrn. Prem.-Lieut. von Jacobi
Berlin).
Gestorben: Hr. Oberlehrer a. D. Professor Dr. phil. Leopold Pardon (Berlin). — Hr. Haupt- mann z. D. Ernst Appelmann (Demmin). — Frau Frida von Zißewißtz-Langeboese, geb. Gräfin
Iyenpliß (Berlin). — Hr. Geh. Baurath Heit- Zaus (Lüneburg). — Hr. Pfarrer Paul Ranyau (Glienick bei Aofen).,
Verantwortlicher Redakteur:
J. V.: Siemenroth in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin. Druck der Norddeutschen Buchdrukerei und Verlags- Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32. Sechs Beilagen (einschließlih Börsen-Beilage),
und das Verzeichnif: der On Schlefischen Pfandbriefe.
Boote von der Backbordseite Tos- ‘- kamen, stellte fih auf der Steuerbordseite herauê, daß die dort be- findlihen Rettungsboote niht mehr zu Wasser gebracht werden konnten, weil sich das Schiff infolge der ungeheuren Wasser- massen, die sich in
Eine Tochter: Hrn. Pastor E. Curds
Vi 30.
Königreich Preußen. Konzessions-Urkunde,
Getreffend den Bau und Betrieb einer Eisenb Köln 1 dem Vorgebirge nach Bonn Sry B T
gesellschaft der Vorgebirgsbahn Köln—B onn. Vir Wilhelm, von Gottes Gnaden König voù Preußen 2c.
Nachdem von dem Comité, welches sich zur Gründung ‘einer i irma: Aktiengesellshaft der Vorgebirgs- Bonn gebildet hat, darauf angetragen worden ist, diefer Gesellschaft die Konzession ¿zum Bau und Betrieb einer für den Betrieb mittels Dampfkraft und für die Beförderung von Personen und _… ‘Gütern im öffentlichen Verkehre bestimmten, den Bestimmungen der
Bahnordnung für die Nebeñeisenbahnèn Deutschlands unterworfenen po Be rae í j echt zur Entziehung un Beschränkung des Grundeigenthums nach Maßgabe ber aETeS lien Bestimmungen unter den R Ie TEs Bedingungen hierdurch ertheilen.
Die Gesellschaft bildet \ich unter der Firma O gter Malt r Vo d den Siß ihrer Verwaltung in Köln oder unter Genehmiît s d Ministers der öffentlihen Arbeiten an einem e vis Ter Baba
_" Aktiéngesellshaft unter d Hahn én: L
isenbahn von Köln längs dem Vorgebirge na wollen Wir diefe Vonzessio sowie Das R
der Vorgebirgsbahn Köln—Bcnn“ und nimmt ihr Domizi
gelegenen Ort.
Die Gesellschaft ist den bestehenden, wie den künftig ergehenden
Reichs- und Landesgeseßzen ohne weiteres unterworfen. IT
Das zur plan- und anschlagsmäßigen Vollendung und Ausrüst der Bahn erforderlihe Anlagekapital wird auf den -Beirta e
1 800 000 M festgeseßt.
Der Nominalbetrag der von der Gefellshaft auszugebenden Aktien
darf den Betrag des festgeseßten Anl ME N :; Bis zum festgeseßten Anlagekapitals nicht übersteigen.
der Aktien bis zum die Gewährung von Bauzinsen zugesichert werden. T
Die gesammte Leitung der Bau- und Betriebs8-Verwaltung ist
einem Vorstande zu übertragen, welcher die Gesellshaft mit den geseß- Tichen Befugnissen und Verpflichtungen des Vorstandes einer eee
schaft vertritt und für die Geschäftsführung, insoweit dieselbe der
E U Beaufsichtigung unterliegt, der Aufsichtsbehörde verantwort- Die Wahl des Vorstandes oder, falls derselbe aus mehrere Personen bestehen soll, die Wahl des Vorfißenden und der a edes bedarf der Bestätigung des BNinisters der: öffentlichen : Die Geschäftsordnung für den Vorstand unterliegt d o migung des Ministers der öffentlichen Arbeiten. E Sofern die oberste Betrieböleitung niht durch den Vorstand selbst erfolgt, finden die vorstehenden Bestimmungen auch auf die Wahl und die Geschäftsordnung des oder der obersten B-triebs- Dirigenten Anwendung. TY: __ Die Mitglieder des Auffichtsraths und des Vorstandes sowie sämmtliche Beamten der Gesellschaft müssen Inländec sein E fo- weit nicht vom Minister der öffentlichen Arbeiten Ausnahmen zu- gelassen werden, im Inland ihren Wohnsiß haben. V:
Die Staatsregierung ist berechtigt, sich in den Fällen, wo sie staatliche Interesse für betheiligt erachtet, bei den a N ire den Verhandlungen des Aufsichtsraths und der Generalversammlung der Aktionäre durch einen Kommissar vertreten zu lassen. Um die Ausübung dieses Rechts zu ermöglichen, ist der Regierung von allen diesen Versammlungen und Zusammenkünften rechtzeitig unter Vor- lage einer die vollständige Angabe der Berathungsgegenstände ent- haltenden Tagesordnung Anzeige zu machen.
Si in weldee e M rid N 2 berechtigt, in den / L en er es für nôthig erachtet, die Berufung auße s cher Generalversammlungen zu S ilanaen, E
V, Alle die juristische Persönlichkeit der Eisenbahngesellschaft, welcher die in Nede stehende Konzession als ein an ihre e autet Necht ertheilt ift, abändernden Beschlüsse der Gesellschaft, überhaupt alle Abänderun jen ihres Gesellschaftsvertrags, welche nah dem in dieser Hinsicht lediglich und allein entsheidenden Ermessen der Staats- regierung den Vorausseßungen nicht entsprehen, unter denen die Konzession ertheilt ist, erlangen nur durch die Genehmigung der Staatsregierung Gültigkeit. Die Gesellschaft hat alle ihr Statut betreffenden Generalversammlungsbeschlüsse, bevor sie dieselben beim Handelsgeriht behufs Eintragung anmeldet, der Staatsregierung mit dem Antrage auf die vorbezeihnete Prüfung und Bestätigung vorzulegen und sodann der Anmeldung beim Handelsgericht die Entscheidung der Negierung beizufügen. JInsbe- sondere bedürfen Beschlüsse der Gesellschaft, welhe die Uebernahme des Vetriebs auf anderen Eisenbahnen, die Uebertragung des Betriebs der eigenen Bahn an eine andere Gesellschaft, oder die Auflösung der Gesellschaft oder thre Verschmelzung mit einer anderen Gefellschaft aussprechen, zu ihrer Gültigkeit der Bestätigung der Staatsregierung. is Eee R R S e Ae der Beschlüsse Mülkeres ngen überall dann erforderli, we teselb Staat genehmigt waren. | A
VIL ,_ Für den Bau und Betrieb der Bahn sind die Bahnord ü die dlebenetlenbabnien Deutschlands vom g mali 1892 R H in Nr. 36 des „Reichs-Geseßblatts" von 1892) und die dazu ergehenden ergänzenden und abändernden Ren (vergl. § 55 daselbst) maßgebend. Die Spurweite ie ahn soll 1,0 m eiae . ; III. Für den Bau insbesondere gelten jNgenee Bestimmungen : 1) der Staatsregierung bleibt vorbehalten : die Feststellung der Bahnlinie in ihrer vollständigen Durh- di führung dur alle Zwischenpunkte, le S altung der Zahl und der Lage der Stationen und en die Feststellung der Entwürfe aller für den Betrieb der Bahn bestimmten baulichen Mes en und Einrichtungen, U ibrer eun der Entwürfe für die Betriebsmittel und Für alle dur ‘die Ausführung der genehmigten Entwürfe s ten Benachtheiligungen des Ei Sis. oder sonstiger Rechie ati E u i E e Z aps auf vollständige Ent- é : Konzgsfionar vorbehallen, r geseßlihen Bestimmungen gegen den ; er Konzessionar hat allen Anordnungen, welche wegen polizei- licher Beaufsichtigung der beim Bahnbau Ri ted Arbeiter getroffen werdèn mögen, nahzukommen. Ä 3) Die Vollendung und Jnbetriebnahme der Bahn muß — j ngstens -— innerhalb 2 Jahren nach Eintragung der “ag in ae Nattbelotegister in Gemäßheit des nüdtebenben Artikels XVII ür die Vorlage der ausführlihen Bauentwürfe, sowie für die
: blauf desjenigen Kalenderhalbjahres, in welhem die unter VIII Nr. 3 festgeseßte Baufrist abläuft, kann den Jnhabern elauf von 5 %/ des Nominalbetrags ihrer Aktien
Erste Beilage
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
Berlin, Sonnabend, den 2, Februar
JInangriffnahme, die Fortführung, die Vollendung un i der einzelnen Strecken und Bauwerke der Bais A orn M der öffentlichen Arbeiten besondere Fristen festgesezt werden. a f Für den Fall, daß der Konzefssionar mit der Erfüllung der thm bezüglich des Bahnbaues obli-genden Verpflichtungen, insbesondere der rehtzeitigen plan- und anschlagsmäßigen Ausführung und Aus- rüstung der Bahn, in Verzug kommen sollte, ist derselbe zur Zahlung einer Konventionalstrafe von 5 9/9 des auf 1 800 000 Ma festgeseßten Taufapitals mit der e: not verpflihtet, daß die Entscheidung R E See mit Ablage as Konventionalstrafe als j us 8 Mini der öffentlichen Arbeiten zusteht“ S Bt att 2 a M Zur Sicherstellung dieser Verpflichtungen hat der Konzessionar
neunzig Tausend*Märk, baar oder in deutschen Reichs- bezw. preu- ischen Staats- oder vom Staat rate Werthen aher nin ländischen Cifenbahn-Anleihescheinen, unter Berechnung aller dieser Werthpapiere nach dem Kurswerthe, nebst den noch nicht fälligen Zinsscheinen und Zinsschein-Anweisungen zu hinterlegen und in ge- rihtliher oder notarieller Urkunde mit der Maßgabe zum Pfande zu bestellen, daß dem Minister der öffentlichen Arbeiten die Befugniß zu- L at: n rine R oder durch Veräußerung der ver- erthe zum jewei Zó se die vel S
betrüge einzuzieben. i igen Börsenkurse die verfallenen Straf- i ie Rückgabe der zur Kaution etwa gehörigen Zinsscheine erfol in deren Fälligkeitszeitea, kann jedo Vou a Ae Ministe eingestellt werden, wenn nah dessen lediglich maßgebendem Urtheil der Konzessionar den Bau verzögern sollte. Auch ist der bezeichnete Minister ermächtigt, nah Maßgabe des Fortschritts des Baues und R: der A L 2 bas enden Theil der Kaution
Olliger Bollendun es Baue Ausrü Bahn juridgeben v Tassen. g s und der Ausrüftung der
alls die oben festgeseßte allgemeine Baufrist oder eine de von dem Minister der öffentlichen Arbeiten festgeseßten LA Naa Baufristen nicht inne gehalten wird, kann nit nur die bezeidnete Konventionalstrafe eingezogen, sondern auch die ertheilte Konzession dur landesherrlihen Erlaß zurückgenommen und die im § 21 des Gesetzes vom 3. November 1838 vorbehaltene Versteigerung der vor- handenen Bahnanlagen eingeleitet werden. Sofern die Regierung von dem Vorbehalt der Versteigerung der Bahnanlagen Gebrauch zu machen beabsichtigt, soll jedo die Zurücknahme der Konzession nicht p B der in dem allegierten § 21 festgeseßten Schlußfrist er-
LAX.
Für den Betrieb in6besondere gelten folgende Bestimmungen:
1) Die Feststellung und die Abänderung des Fahrplans Feforat unter den na folgenden Beschränkungen durch die staatlihe Aufsichts- behörde. Der Konzessionar foll nit verpflichtet sein, zur Vermitte- lung des Perfonenverkehrs mehr als zwei Wagenklassen in die Züge einzustellen. Auch soll derselbe, folange die Bahn nach dem hierfür allein maßgebenden Ermessen der Aufsichtsbehörde vorwiegend nur von örtliher Bedeutung ist, niht angehalten werden fönnen, mehr als zwei der Personenbeförderung dienende Züge in jeder Richtung zu fahren. Die Feststellung des Fahrplans derjenigen Züge, welche der Deiraia ee La bnpelizeili@ die N 2 hinaus fahren läßt, wird bei
ahr npolizeilichen BVorschrif on- jefionars überlassen z schriften dem Ermessen des Kon ür die ersten fünf Jahre nach dem auf die Eröffnr a Bahn folgenden 1. Januar bleibt dem S 0 die Bes e der Preise sowohl für den Personen- als für den Güterverkehr über- lassen. Für die Folgezeit unterliegt die Feststellung und die Abände- rung des Tarifs der Genehmigung der staatlihen Aufsichtsbehörde. In Betreff des Güterverkehrs werden jedoch nach Ablauf jenes fünf- jährigen Zeitraums, so lange die Bahn nach dem hierfür allein ent- scheidenden Grmessen der Aufsichtsbehörde vorwiegend nur örtlicher Bedeutung ist, wiederkehrend von 5 zu 5 Jahren Marimaltarifsäßze für die einzelnen Güterklafsen unter Berücksichtigung des wirthschaft- lien Grtrags des Unternehmens von dem Minister der öffent- lichen Arbeiten festgestelt. Dem Unternehmer bleibt dann über- lassen, nah Maßgabe der reichs- und landesgeseßlihen Vorschriften innerhalb der Grenzen dieser Maximalsäße die Säße für die Tarif- a R De Ea lagen festzuschen und Erhöhungen wie Er- ungen der Tarifklassensäße ohne die i ihts- iehóte Porptne hmen, sensätze oh Zustimmung der Aufsichts luh i er Konzessionar verpflichtet, das jeweilig au preußishen Staatsbahnen bestehende Tarifsystem a R hinsichtlich der Einrichtun direkter Tarife die für die preußischen R e s be Rg Unn Grundsätze zu befolgen 0 nd soweit solches von dem Minister der ö i eiten für erforderlih erahtet wird. | R 3) Der Konzessionar hat mit der Eröffnung des Betriebes der ganzen Bahn einen Erneuerungsfonds und neben dem im Artikel 185 þ des Handels8geseßbuchs vorgeschriebenen Reservefonds einen Spezial- Reservefonds na den bestehenden Normativbestimmungen und dem zur Ausführung der A unter Genehmigung des Ministers der öffentlihen Arbeiten auszustellenden, von Zeit zu Zeit der Prüfung zu unterziehenden Regulativ zu bilden. Der Erneuerungs- und der Spezial-Reservefonds sind sowohl R ntt als auch von anderen Fonds der Gesellschaft getrennt alten. Der Erneuerungsfonds dient zur Bestreitung der Kosten regelmäßig wiederkehrenden Erneuerung des Oberbaues und Ves Br triebsmittel. In ne Os leben : a. der Erlös aus den entsprehenden abgängigen ialien ; b. die Zinsen des E L eien c. eine den Betriebseinnahmen alljährlih zu entnehmende Rüt- lage, deren Höhe durch das Regulativ festgeseßt wird. Der Spezial-Reservefonds dient zur Bestreitung von solchen dur außergewöhnlihe Elementarereignisse und größere Unfälle hervor- gerufen e Brin t ag O damit die Beförderung icherheit und in der der Bestimmung des Unternehmens gçnt« sprechenden Weise erfolgen kann. , Y M In det ae eben: a. eine im Regulativ festzuseßende, alljährli ieb» einnahmen zu Latnebmente Müdlaae: P 00, Bebel b. die Zinsen des S ; ‘al-Reservefonds; c. der Betrag der ‘ut abgehobenen, statutmäßig verfallenen
Dividenden und Zinsen.
Erreicht der Spezial-Reservefonds die Summe von 30 000 , L Reu E Tina E Mare der öffentlichen Arbeiten l lange unterbleiben, als der Fonds ni i Mie ee aner Mert ist. s M ie Werthpapiere, welde zur zinstragenden Anlage de . einnahmten und nit sofort zu vértueSbauden Summen N beschaffen
find, werden durch das Regulativ be immt.
Läßt der Uebershuß eines Jab 3 die Deckung der Rücklagen un Erneuerungs- oder Spezial-R: | -vefonds niht oder niht voll- tändig zu, so ist das Fehlende a" dete Uebershüssen des bezw. der folgenden Betriebsjahre zu entn-" en. Ahwuiqungen Pizuhgn sind
bei. der General S rasse den Betrag von -90 000 4, in Worten: 4-- -
1895.
-
« t Der Konz?\sionar ift verpflichtet : :
a. seine Betriebsrehnung nach ten vom Minister der öffent- lichen Arbeiten zu erlafscuden Vorschriften einzurichten, der Regierung zu der von leßterer zu bestimmenden Zeit den jährlichen etriebsrechnungs-Abschluß einzureichen und seine L AT E
. der Ausfstellung- der Rechnung den Zeitraum vom Anfan April jeden Jahres bis Ende März des folgenden Ralepes jahres als Rechnungëjahr zu Grunde zu. legen;
. die von den Aufsichtösbehörden zu statistishen Zwecken für nöthig erahteten Nahweisungen sowie deren Unterlagen auf seine Kosten zu beschaffen und der Aufsichtsbehörde in den
- =- von dersclben Vlgeleg riften einzureldhen., S Nach Eröffnung des Betriebs ist der Konzessionar zur Aende und Erweiterung der Bahnhofsanlagen verpflichtet, sofern nd soweit n E, w S Arbeiten im Interesse des Ersen-
aynverlehrs, in8befondere im Interesse der Si it des Betri far erford M sse der Sicherheit des Betriebs, AITI.
Der Konzessionar is verpflichtet, hinsihtlich der B j Besctung der er und Unter-Beamtenstellen mit Militäranekrten e eselben das 40. Lebensjahr noch niht zurückgelegt haben, die für die Ra Clenapn-Bexwältung in diefer Beziehung — und insbesondere ezüglih der Ermittelung der Militäranwärter — bestehenden und nvch Cen Ae ilen Jur Anwendung zu bringen.
, _HUr leine Beamten hat der Konzessionar auf Verlangen des Ministers der öffentlihen Arbeiten nach Makfgabe 7 Grundsäge, welche bis zum Erlaß des Gesetzes, betreffend die Pensionierung der unmittelbaren Staatsbeamten 2c.; vom 27. März 1872 für die Staats- eifenbahnen bestanden haben, für seine Arbeiter nah Maßgabe der jeßt und künftig für die Staatsbahnen bestehenden Grundsäge C Wittwen- und Unterstützungskassen einzurichten und zu den- elben die erforderlichen Zuschüsse zu leisten.
Die Verpflicht des Konjessi / tungen des Konzessionars zu Leistungen für die Zee des Postdienstes regeln sich nach dem Eiscnbahnpostgeseß vom 0. Dezember 1875 (Reichs-Geseßblatt für 1875 Seite 318) und den dazu gehörigen Vollzugsbestimmungen, jedo mit der Erleichterung, daß für die Zeit bis zum Ablauf von acht Jahren vom Beginn des l die Betriebseröffnung folgenden Kalenderjahres an Stelle der 2 A 1879 (2a e t, n Grlasse des Reichskanzlers vom 28. 87 entralblatt für das Deutsche Neih S. 3809) ge- troffenen Bestimmungen treten. - O M Der Konzessionar ist verpfliHtet, : ver Konzessionar ist verpflichtet, ih den bezügli der Leistungen Ae Ore Pier Ri en oder künftig für r Gen im Deutschen Reich ergehenden geseßlichen und ¿ntari- hen Bestimmungen zu unterwerfen. E E Der Telegraph [t 10 Ver Lelegraphenverwaltung gegenüber hat der Konzessionar die- jenigen Verpflichtungen zu übernehmen, wel ür die preußis Staatsbahnen jeweilig gelten. R t d hig epa XVI,
Anderen Unternehmern bleibt sowohl der Anschluß an di 0A i _bleit ) n die Bahn mittels Zweigbahßnen, als die Mitbenußung der Bahn in ibrer A A O S E gegen zu vereinbarende, nöthigen- é Leinmisker der öffentlichen Arbeiten festzusetze F - BabaaeIViae Barbebctten eiten festzuseßende Fracht- oder X VIT.
Die Aushändigung einer Ausfertigung dieser Konzessions-Urk an das eingangs bezeichnete Weünbunas-Comits afotat pu dba die Zeichnung des gesammten Aktienkapitals dem Minister der öffent- lichen Arbeiten nachgewiesen und zugleich die Kreditfähigkeit der Zeichner von demselben als genügend befunden ist, nahdem ferner der Staatsregierung Der mit den Konzessionsbedingungen in volle Ueber- ein¡timmung zu segende Gesellschaftsvertrag vorgelegt und diese Ueber- A nachgewiesen ist, und nachdem endli die Hinterlegung fattgs e vorgeschriebenen Kaution und Verpfändungsurkunde
Binnen einer von heute ab zu berehnenden \echs i Aus\cchlußfrist muß die Eintragung jenes N der Ca als mit der Konzession übereinstimmend befundenen Gesellschaftsver- trags in das Handelsregister bewirkt werden, zu welhem Zwecke dem Handelsgericht die Ausfertigung der Konzessions-Urkunde und die Er- ärung der Regierung bezüglih jener Uebereinstimmung vom Grün- dungs-Comité vorzulegen find, Nachdem jene Eintragung rechtzeitig erfolgt und unter Beifügung von Druckexemplaren des Gesellschafts vertrags nachgewiefen ist, soll die gegenwärtige Urkunde in Gemäßheit des Gefeßes vom 10. April 1872 veröffentlicht werden.
__ Wird dagegen jeue Eintragung binnen der vorbezeichneten Frist Deter S prt, N I lde L ate ertheilte Konzession ohne red n, in welhem Falle j ie hi gte Kauti jurücfge chen werden roll & jedoch die hinterlegte Kaution
__ _Urkundlih unter Unserer Höchstei ändi erschri beigedrucktem Königlichen S A E Aa Gegeben E Wilhelmshöhe, den 4. August: 1894. (L S: Wilhelm R.
: Bug Es n uer
: er öffentlichen 2 Î _ Gtaf zu Eulenburg. von S Palli Freiherr von Berlepsh. Graf von Caprivi. von Heyden,
6 O der Vorlesungen
er Königlichen Landwirthschaftlihen H
au Berlin N Sadaliben ele E D Ae im Sommer-Semester 1895.
1) Landwirthschaft, Forstwirthschaft und Ee Regierungs-Rath, Professor De Sah: Aloe Aeu ae Pflanzenbau, 2. Theil: Bewässeruzg des Bodens, einschließlich x EInes und Düngerlehre. Spezieller AXer- und Pflanzenbau, 2. Theil: S au der Wurzel- und Knollengewächfe und der Handelsgewächse. onitierung des Bodens. Praktische Uebungen zur Bodenkunde. Leitung rana dee und agrikulturhemischer Untersuchungen (Uebungen im Aude von Boden, Pflanzen und Dünger) gemeinsam mit dem Hiiienten Dr. Berju. Landwirthschaftliche Erkursioaen. — Professor L Werner: Landroirthschgftli@e Taxationslehre. Geschichtlicher gur ver deutschen LandwirthsGaft. Landwirthfschaftlihes Seminar, lehre nb : Betriebslehre. Abriß der landwirths{aftlihen Produktions- [e e ie ReMleYre) Demonstration-7 am Rind und landwirth« e cursiozien, — Professor Dr. Lehmann: Pferdezubck tbeila Ce l. Molkereiwesen. Landwirthschaftlihes Semirzr, Ab- voliti 20: „lerzucht. — Privatdozent Dr. Kaerger: Kolonisations- wirthf -— Geheimer Rechnungs-Rath, Profesor Schotte: Land- lo gaftlidhe Maschinenkunde. Maschinen, und bauliche Anlagen
mit Aenepemigung des S der öffentlichen Arbeiten zuläjjüz.
Für die Nücklagen geht der fonds yor, q
rtn¿u angsfonds dem Spezial-Reserve- 4 N
ux Brauerei, Brennerei und ZuckerfaLrik E für Landwirthe (Vortrag ub Uebun) R, Le onstruktionsübungen, — Forstmeiste; Westermeier: Dal pen n