Sehweineseuche um fo großé Béstände und vielfah um so weit vers breitete Seuchenausbrüche handelt, daß die Abschlachtung ketnen Erfolg mehr verspriht! Auch würde sie, um erfolgreih durchgeführt werden zu können, derartige Koften verursachen, daß die dazu erforderlichen Mittel kaum béereitgestellt werdèn könnten.
Wenn es uns nicht gelingt, gegen die Schweinepest und Schweine- seube ein unter allen Umständen wirkfames Mittel zu finden, bann werder wir uns damit bescheiden müssen, die nötigen Absperrungs- maßregeln aufrecht zu erhalten, um mögli zu verhinbern, daß die Seutbe aus Gegenden, iù denen fie herrscht, nicht in andere Bezirke weiter verbreitet wird, (Bravo!)
__ Aba. Wenke (forts{r. Volksp.): Den beiden Anträgen werden wir zustimmen, In Schlesien hat sich bei den kleinen bäuerlichen Ve- sißer1 die Ansicht Herausgebildet, daß die landwirtschaftliche Verwal- tung bei der Abs{lachtung der von der Maul- und Klauenseucbe he- troffenen Viehbéstände vor den Türen der Großarundbesißer Halt ge- macht habe, Der Ministér hat dies zwar bestritten, aber es iceint do die Bered. tiauna dafür nicht zu fehlen, und es sind mir aud) Fálle bekannt, wo die Behörden bei der Ahtôtung nicht aanz aeseßlick ver- fähren find. Die Landwirte wehren stch dagegen, daß die Ents-hetdung darüber, ob abges{lachtet werten soll oder nit, in die Hand einer ein- zelnen Person aelegt wird. Auf dem Gute eines Herrn von Möllen- dorff, wo die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen war, unterblieb die Abschlachtung, obwohl dieser Fall ganz besonders zur Abtötung ge- eignet war. Die Entschädigungen, die zurzeit gezahlt werden, sinè voll- kommen ungenügend und reichen nit aus, um den Viehbestand auf die alte Höhe zu bringen. Vor allen Dingen is es notwendig, daß auch die Nebenschäden, die der Besißer dur die Abtötung erfährt, voll und ganz vergütet werden. In vielen Fällen foll sogar die Abschäßung der (Sntfchädigung in Abwesenheit der Besißer vorgenommen worden fein. Die Abschlachtung geschieht im Interesse der Allgemeinheit, und da sollte man do auch dafür forgen, daß die einzelnen Besißer, die durch die Abschlachtung ihrer Viehbestände betroffen werden, voll und ganz entschädigt werden. Ministerialdirektor Dr. Schroeter: Es ist nicht richtig, daß bei der Abshlachtung niht mit der genügenden Objektivität hor- gegangen worden ift und daß dabei persönliche Rücksichten genommen
kämpfungsversuh mit nikötinhältigen Mitteln durchzuführen. Wenn diefe Vêrsuche, wie ih hoffe, ein günstiges Ergebnis zeigen, wird die landwirtschaftlihé Verwaltung nicht zögern, sie im nächsten Jahre in größerem Umfange zü wiederholèn, um möglichst bald eine allgemeine Bekämpfung dés Heu- und Sauertwurms in die Wege zu leiten. (Bravo!) Jh bin gern bereit, der Anregung des Herrn Abgeordneten Wallénborn zu folgen und in eine nähere Prüfung der Frage einzu- treten, auf welche Ursachen im einzelnen die gedrüdte Lage der Winzer zurüczuführen ist! Bei diefer Prüfung wird natürli au zu unter- suchen sein, inrbieweit die Bestimmungen des Weingeséhes ungünstig auf die Lage der Winzer an der Mosel und am Rhein eingewirkt baben, und ob Aenderungen der geseßlichen Vorschriften in Anregung zu bringen sind. Dabei roird man sih äber nicht verhehlen dütfen, daß ein Vor- gehen in dieser Nichtung nicht #0 einfach ist. Berücksichtigung erheischen hier nicht allein die örtlich verschiedenen Verhältnisse, sondern auch die vielfach entgegengeseßten Anschauungen, die in den Kreisen der Jnter- esséntén sich geltend machen. Das Weingeéseß ist ein Reichsgeseß. Vor- {läge zu seiner Abänderung tnüssen deshalb auch den Interessen der verschiedenen deutshen Weinbaugebiete gerecht werden. Der Héèrr Abgeordnete Wallenborn hat nech die Anfrage an mih aërichtet, wie’ es mit den Vorarbeiten für einen Geseßentwurf stände der sich mit der Véreinfachung und Modernisierung des Verfahrens bei den Generalkommissionen befaßt. Ermittlungen nach dieser Richtung sind im Gange, aber etwas Endgültiges läßt si erst dann in Vorschläg bringen, wenn der Gefeßentwurf regen Aufhebung der Genéralkommission in Königsberg zur Verabschièébung gelangt ist. Das Schicksal dièses Entrourfs hängt wieder ab von der Erledigung der Reform der Landesverwaltungsgeseze. Jch kann deshalb nit in Ausficht stellen, daß der Wunsch des Herrn Abgeordneten Wallen- born in nächster Zeit erfüllt werden kann. Aber ih habe {hon in der Kommissionsverhandlung, bei der auch der Herr Abgeordnete Wallen- born zugegen war, anerkannt, daß das Verfahren bei den Generäl- kommissionen abänderungsbedürftig ift, und sobald, wie es möglich ist, | wurden. Die einzelnen Fälle, die der Vorredner hier angeführt hat, . mit entsprehenden Vorschlägen vorzugehen, werde ih meinerseits find von uns nicht untersucht worden, weil sie uns vorher nit bekannt nicht versäumen. (Brayo!) waren. Es ist eine fehr Ee Aas nue auf Zar L Noch: ein kurzes: Wort zur Mal - #9 Klauewses@e: privaten Berichten so {were Vorwürfe in bezug auf die Vblettivttat
S : : i fee ver Behörden zu erheben. Jch habe aus den Ausführunaen des Vor- Leider 1 es nicht gelungen, die Seuche bis zum Frühjahr ganz zu
hat Veranlassung gegeben, nohmals Nachforschungen darüber anzu stellen, ob tatsählich Mittel der Ansiedlungskommission dem Ost- markenverein zur Verfügung gestellt worden sind. Bei der Antwort, die seinerzeit der Unterstaatssekretär meines Ministeriums dem Herrn Abg. von Trampczynski erteilt hatte, war nur die Rede von der Vez1- wendung des Dispositionsfonds. Es ist gegen die ländrirtschaftlide Verwaltung kein Vorwurf daraus zu erheben, daß sie ledigli geprüft hatte, ob Mittel des Dispositionsfonds der Ansiédlungskommüssion Verwendung gefunden hätten, weil zunächst anzunehmen wär, daß nur aus diesem Fonds Mittel für die Zwecke des Ostmarkenvereins aur Verfügung gestellt sein konnten.
Es ist nun inzwischen festgestellt worden, daß aus dem Besiedlungs- fonds der Ansiedlungskommission unter anderem auch im Jahre 1913 4000 Æ an den Ostmarkenverein gezahlt worden sind (Hört, hört! Lei den Polen.), aber nid für allgemeine Zwecké diéses Vereins, für den Ostmarkenverein als solhen, sondern lediglich als Entgelt dafür, daß der Ostmarkenverein si in Süddeutschland für die Propaganda der Ansiédlungskommission bemüht hat, und für die Erwerbung von Azz= siedlern tätig gewèsen ist. (Hört, hört! bei den Polen.) Meine Herren, ih werde prüfen, inwieweit die Verwendung von Geldern dés Be- siedlungsfonds für. diese Zwecke zulässig erscheint, und ih nehme auc keinen Anstand, zu erklären, daß ebènfalls geprüft werden wird, ob in Zukunft für solde Zwede Gelder an einen Verein gezahlt werden können, der sich nit in erster Linie mit den der Ansiédlungskommission geseblih obliegenden Aufgaben befaßt.
Beim Etat der landwirtschaftlihèn Ver- waltung beantragt Abg. Wallenborn (Zentr.) mit Unterstüßung seiner Freunde und einiger nationalliberalen Ab- geordneten:
die Regierung zu ersuchen, die Frage zu prüfen, ob und aut welhem Wege der offenbaren mchrjährigen und bverbôngnieboll:n Vershlechterung der wirtsGaftliGen Lage des preußishen Winzerstandes gesteuert wäden kann. Abg. W allen born (Zentr.) begründet feinén Antrag weist auf die Notwendigkeit bin, die wir ts{aftlide Lage des preußi- {en Winzer standes zu befsern. Die Lage der Winzer habé i von Jahr zu Jahr verslecktert, und es sei Pfli@t dér Negierung, hter belfend einzugreifen. °
, Müaschen des Herrn Vörxoébnérs ‘nur dadurch entgégenkenmen, ¡ch mit dém Herrn Kriegsminister in Vetbindung trete, und 1 bia ih, wie es der Herr Vorredner auch-in einér mit schriftlich „gelegten Eingabe in Anregung gebracht hat, geri bereit. “Menn ih mich wüninéht zu dem Anttage des Hettn Abgedrdneten ter-Winsen wende, s darf i{ch darauf hinweisen, daß ih fon béi zwéitèn Lesung des Etats hervorgehoben habe, daf es mir vóoti andpunkt meines NMessorts an \ich nur erwünscht sein kann, wéêtiñ Munsch geäußert wird, die der landwirtschaftlichèn Verwaltung Kerfügung stehenden Mittel zu erhöhen. “Ich muß es au dank- r anerkennen, daß {chón im vorhétgehenden, ebensv wie im jährigen Etat im Extraordinarium diè Summe von 260 000 Æ e Hebung der Viöshzucht ausgeworfen ist. Dieser Sumthèe it ja nóoch ‘der Betrag von 1300000. Æ Hinzu, wéêlhen das cdinarium des Etats unter Kap. 104 Tit, 4 ênthält. (s is uns — und das möchte ih doch genügend zu beachten iten — mit Hilfe der zur Vérfügung stehenden Mittêl und dänk Ä. Unterstüßung, die die landwirts{häftlihe Verwaltüng bei den idwirtschaftskammertn Und auch béi den landwirtschaftlichben Ver- (d dén Landwirten selbst gefunden hat, gelungen, den Rück- ng in der Biehproduktion in dén léßtén beidèn Jahrén erhèblid vermindern. Wir sind augenblicklich auf einem Standpunkt an- lángt, wo weder von éinéin Fleischmängel, noch von einem Vieh- angel ernstlich gésprochèn wérden kann. Der Herr Abgeordnete 1 Kessel hat {on auf den Rückgang der Viehpreise und ins- sondere auf den Mückgang dèr Schweinepréise hingewiesen, und ih aube, ihm darin beitretèn zu müssen, daß jédenfälls der Rückgang e Schweinepreise — ih sprêche hiér nur von den Preéisen, die den ndwirten gezahlt werdèn, und nicht von den Fleishpréisen — ein lder ist, daß man sagen kann: és ist kaun noch- mögli, zu diesen reisen Vieh lohnend zu produzièéten. (Sêhr richtig!) Gewiß haben ix alle Veranlässung,- au Votkehrungen für weniger gute Jahre, shesondere für den Fall zu treffen, daß wiedér infolge von Tröcken- it oder infolge eines Sêuchenganges éine erhebliche Abnahme der diehbestände stattfindet. Anderseits müssen wir uns aber auch davor iten, für eine Vermehrung der Viehbestände ohne Nücksicht darauf
für die Stolzenaucr Leute Land fercitgestelt werten. Die Gründe, die dafax eugesüde wen n, daß die kleinen Leute so wenig erbalten baken, sind nit ftichaltig, weil man das hätte 1. Jm Kceise ist namlih noch eine andere Domäne vorhanden, die dér Austeilung teilbaftis werden könnte. Sodann muß endli für das Bad Rebburg etwas getan werden. Der Minister hat zwar maches getan, jedoch niht auf Kosten des Ministertume, sondern auf Kosten anderer Leute, indem er veranlaßt hat, daß dort einige Anstalten binkommen. Das genügt aber niht. Es ist insbesondeie nôtig, daß Nebburg einen guten Kurpark erhält, für den das Mini- stéèrium größere Mittel zur Verfügung stellen müßte. (Der Minister - nidt mit dem Kopfe.) Abg. Freiherr von Marenholt (kons.): Die Anfrage an
das Ministerium i} nit von der konservativen Vereintgung in Hannover als solcher ergangen. Warum foll niht aus einer Ver- sammlung heraus, in der Dr. Böhme zweifellos mit großen Beschuldigungen gegen die Megierung vorgeganzen ist uad in unglaubliher Weise Kritik an dem Verhalten d-r Negierung geübt bat, wofur ihm Unterlagen niht zur Verfügung standen, jemand an den Viinister die Frage rihtèn, wie es sih mit diesen Behauptunoen verhält. Da3 ist doch das Necht ein:s jeden, das nicht versck ränkt werden kann. Die Leute wollen bestimmte Aufm ft habén und bab n sich deshalb dirckt an den Minister aewandt, Das - ist durchaus richtig, und es spielt dabei krine Rollée, ob Dr. Böhme die Aeußerungen nachher rihtigaenellt hat. Die Anfrage konn ja erfolgt sein, bevor die Nichtigstellung geh. Der Minister ist ja gar nicht darauf eingegangen, daß Herr Dr. Böhme das und das gesagt habe, sondern lediglich auf die Tatsach2, indem er féststellte, was die Regterung getan hat, und feststellte, daß sie das nit getan bat, was Herr Dr Böhme bebauptete. Der Wahrheit maß doch die Edre gegeben werden, das kann doch wobl jeder verlangen. _ Abg. Dr. Frtedberg (nl,) : Der Minister bätte do etwas vorfichtiger sein follen ; wenn die Anfrage in anderer Form gekommen wäre, so hâtte er viell.iht die Antwort abgelehnt. Er bat nit ge» prüft, ob Dr. Böhme die ihm in den Mund gélegt-n Aeußerungen wirklih getan hat, er hätte sich aber dieser Prufung. unterziehen müssen, ehe er antwortete. Von der agrarischen Presse t die Sache ausgenugt worden, die „Deutshe Tageszeikfung“ schrieb: „Be- [leuhtung Böhmescher Hegereien dur das Landwitts{haftsministerium“. Diese Möglichkeit mußte der Minister unter allen Umstäuden ver- meiden. Dr. Böhme bat ausdrücklich bestritten, das gelagt zu baben, was thm von der agrarishen Presse in den Mund geleut ist. Ich will die Sade niht weiterführen, aber der Mininer bätte unzweideutig seine Unparteilihkeit wahren müssen. j
Minister für Landwirtschaft,
r Gemeinde Norderney festgestellt worden sind. J freue mi), c beiden Herren Vorredner anerkannt haben, daß au nach ihrer iht dieser Weg sih als gangbar erweisen werde. Wenn sie den Wunsch ausgesprochen haben, daß bei den weiteren Verhandlungen die Domänenverwaltung gegenübèr der zu bildenden Gesellschaft ein ge- nügendes Entgegenkommen an den Tag legen möge, so kann i die L Erfüllung auch dieses Wunsches ohne weiteres zusihern. Wir: werden rebt fein, die Bedingungen so zu gestalten, daß auf Grund derselben au eine Gesellschaft bilden kann, die imstande ist, das Seébad Norderney so zu gestalten und zu verwalten, daß eine Verzinsung und Amortisation der eingebrahten Kapitalien sih als mögli erweist. i Ich glaube, es wird kaum notwendig und aub nit mögli sein, in diesem Augenblick näher auf die in Aussicht stehenden weiteren Ver- handlungen einzugehen. Nur eins möchte ih noch bemerken. Es ift bereits vor längerer Zeit mit leistungsfähigen Unternehmern verhandelt worden, und diese Verhandlungen hatten au zu einem gewissen Resul- tate geführt; es war aber s{ließlich do die Erwägung aus\clag- gebend, daß es zweckmäßiger sein werde, einen weiteren Kreis von Interessenten für die Bildung einer [eistungsfähigen Pachtgesellshaft heranzuziehen. Das soll nunmehr geschehen, und ih habe die Hoffnung, daß im Laufe dieses Jahres die Verhandlungen soweit fortscreiten werden, daß im näbsten Jahre mit einer Aenderung der gegenwärtigen Verhältnisse des Seebades Norderney wirkli ernst gemaht werden kann. (Bravo!) Abg. Dr. Blankenburg (rl.): Im Intere rbü von Prev weise ich_ auf die D Tei E Mille Fr Domänen Pretsh und Körbin hin. Nach einem neueren Gutachten kann bon der Aufteilung von Maucken abgesehen werden. Es kommt der Bevölkerung lediglih auf das Gebiet dieéseits der Elbe an. t Miniiterialdirektor Br üm mer: Die Auffassung, daß die Be- völkerung von Prebsch auf eine Austeilung von Mauckten kemen Wert mehr lege, ist der Ne-gierurg neu. Wir werden bemüht sein, nah Möglichkeit entgegenzukommen, und es wird ein Teil der Domíâne Preßsch den Ackerdürgern von Pretsch zur Arrondierung ihrer Ländereien
in kleineren Parzellen verpachtet werden können. Dr. von Campe (nl): Der Syndikus des Bauern-
g bundes, Neichstagsabgeordnete Dr. Böhme hatte in der Agitation auégeführt, daß die Negierung die Bildung von Grofßgrundbesißz be-
verbindern können.
hien Ul
uind
redners nit den geringsten Anhalt dafür finden körinen, daß diese Vorwürfe berechtigt sind. Auch die einzelnen Fälle, wo die Gntschä-
L
Domänen und Forsten
ünstige im Gegensatz zur Bildung von Kleinbesit. D'ese Aeußerun f in unglaubliher Weise entstellt und dann Is der Agitation vér: wendet worden. Man Neichétags- abgeordnete Böhme hätte unterstüßte notorische V.rschwendèr , staat- lide Gelder hingebe, um ihnèn wieder auf die Beine zu helfen; diese Fideikommißbisizer wüiden also aus den asen der Skeuerzahler und somit au der Bauern unterhalten. Nun hat die konservative Vereinigung der Provinz Hannover diese entstellten Aeußerungen in einem Schreiben an das Landwirtschafts- miniherium wiedérholt und sih dadurH also die were Verdächtigung
hat daraus gemadt, der behauptet, die Negierung indem sie Fideikommißkteftzern
Dr. Freiherr von Schorléèmer:
Meine Herren! Jh möchte zur Aufklärung des Tatbestandes ncch ausdrü@cklich erwähnen, daß zu der Zeit, als die Antwort im Land- wirtschaftsministeriuum ausgefertigt worden ist, darüber nits bekannt war, daß Dr. Böhine die ihm zur Last gelegten Aeußerungen richtig- gestellt babe. Jm übrigen kann ic nur wiederbcelen, daß die Person des Herrn Dr. Böhme bei der Beantwortung der an das Landrirt- {chafisministerium gestellten Anfragen bollständig aus dem Spiel ge-
Abg. Mever -
Diepholz (n1.): Melîné F x e Antrag Wallenborn (nl.): Melné Freunde werden für den
eintreten. Den westlihen Provinzen, ins- bejondere Vannover, ist wsderüm E e Gift bababis entstanden, daß die Maul. und Klauenseuhe aus Offpreußen eingesckleppt iît. Die Gefahr i|st um #ò unangehtebiner, weil das Dich ih bereits auf den Weiden befindet, wodur natürli die Bekämp*?ung und Unterdrückung der Seucße um fo \{woteriger isf. Der Redner bespricht des weiteren die beböcdlicen Maktegeln zur Untet- drüdung der Maul. und ŒMauenseuLe, Er Lekanders [uer Die Verhältnisse der landwirtschaftlichen Lehrer und wünsht dein Landes-
nzutretèn, wo die erzeugten Mengen an Vieh und Fleisch gènügénden bsaß finden können. |
Jh muß deshalb näch sorgfältigèr Erwägung der gewiß be- | 1n btenswerten Gesichkspunkte, dié der Hèrr Abgéordnêté Eckèr zur Be- ründung seines Antrages vorgebracht hat, doh der Meinung Aus- ruck geben, daß zurzeit eine größere Summe — es handelt sich ja hch den aemachten Vorschlägen um viélè Millionén — außer den | c t im Etat ‘ausgeworfenen Beträgen für dié Hebung der Viehzucht
be
de
dort aus die Seuche wieder in zählreihen Teilen der verbreitet haben, sind bedauerlicherweise {huld daran, daß
begonnen hät, und es jeßt um so verdächtige Tiere so abzufperren,
seitigen. Neuausbrüche, die in West- und Ostpreußen ursprünglich folge von Einschleppung aus Rußland aufgetreten find und von Monarchie der Stand r Maul- und Klauenseuche in einzelnen Gegenden als bedrohlih 1gesehen werdèn muß, und das um so mehr, weil der Weidegang \chwieriger ift, befallene oder feucbe- wie das im Winter bei der Stall-
digung niht hoch genua gewesen fein soll, find uns nit bekannt. Nur ein Fall, der fi im Kreise Schweidnitz zugetragen hat, ist von uns untersucht worden. Der Oberpräsident, der zu einem Bericht über diesen Fall aufgefordert worden ift, hat uns mitgeteilt, daß im Kret}e Schweidniß in jedem Einzelfalle die Abschäßung der Entschädigung untér Mitwirkung der Besrber vorgenommen worden ift, und daß mt
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und ganz einverstanden aren. Die Nebenschäden können wir
vergüten wir an die Geseße gebunden sind und na diefen
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it erforderlih is. Ich kann vom Standpunkt meiner Vérrwaltung
ur sagen, daß ich in diesem Augénblick niht wüßte, wie diese
M llionen zweckmäßig verwertet werden könnten. Die in Ausficht géstellte Denkschrift über die Maßnahmen zur
Entschädigung für Nebenschäden unmöglich ift. u _—— Fu - 1 —, , A “-LAEN ch8 Zchadckensleben (fonf.): Die Regierung beab-
Abg. Bet h ge- Schackensleben (konf.): 2 legien sibtiat, einige landwirtschaftswissenschaftlihe Forshungsinftitute zu er- De-
ribten und von diesen fünf Instituten, die-errichtêt werden sollen,
gegn Dr. Böhme zu eigen gemacht. Sie hat gleidzeitig beim Land- wirtschaftêministerium angefragt, ob diese Keakerunaon zutreffend seien. Der Landwirtshaftsminister bat darauf geantwortet, daß dies vollkommen falsch sei, ohne erst einmal Dr. Böhme über feine wirkliche Aeußerung befragt zu haben. Die Antwort des Landwirtsha'tsminisiers ist von der konservativen Vereinigung im Wahlkampf in Osterburg - Stendal in unerhörter Weise verwertet worden. VDhne auf das zurückzuaehen, was Dr.. Böbme wirklih gesagt hat, wird jegt verbreitet, das Landwirtschaftôministerium habe festgestellt, die Behavptungen Dr. Böhmes seien vollkommen unrichtig. Die „Deutsche Tageszeitung“ dieser Sache bemächtizt und unter “der Ueberschrift „Be- Böhmescher Hetereien durch das Landwirtschaftsministerium“ ässigen Artikel gegen den Bauernbund veröffentlicht. Das inister vielleiht nit voraussehen, aber auf jeden Fall Antwort wohl am Plaß gewejen. Es ist mir auch fehr fraglich, ob etwa n nationalliberaler Verein oder ein anderer ebenso bereitwillig Auskunft bekommen hahen „würde. Jch bitte daher den Minister, in künftigen Een mehr NONEs walten zu o s in Konsequenz dieses Vor- anges auc). anderen Vereinen in ebenso bereitwilliger Weise Aus- Tünste und Mitteilungen zu geben. E E
verbande preußischer Landwirt\chzftölehrer" ia seinen Bestrebungen besten Erfolg. / L …, Abg. Eder - Winsen (nl.) begründet einen Antrag, betreffend Görderung der Viebzuht und der Viehverwer- tung: Der Antrag gründet sih auf eine Zusage des Ministers SOE ar a der Tbee: eingreifen werte, unm dauernd eine H: bung ebung der Viehzucht, die Ihnen im nächsten Jahre vörgelegt werden sächlich “dne Verrebtana, L Guaa i eet a unde ll, wird auch über diese Frage nähere Auskunft geben. Jch habe triebe führen. Dazu müssen ‘bor allen Dingés“ ardßere “Mittel e Ansicht gewonnen, und finde sie auch durch die Erfahrungen der in den Etat eingestéllt werden. Unser Antrag will, daß für diesen gten Jahre bestätigt, daß die landwirtschaftliche Verwaltung mit den mge n ite ouds eine, tim zweiten Jabre znóet und im dritten Won ihr getroffenen Maßnahmen auf dem richtigen Wege ift, daß ins- Mittel E aus eworfen werden. Die bisher auögeworfenen esondere die Gelder, die wir für die Anlage von Weiden in den tittel aenügèn în keiner Weise. Allerdings muß anerkannt werten L es d ; ei ; daß es deor Landwirtschaft gelungen ist, ihre Auf„abe zu erfüllen, ekten Jahren aufgewendet haben, sich ganz vorzüglich rentiert haben. i Venn die Landwirte so an der Dur(hführung der Maßnahmen mit- rbeiten, die zur Hebung der Viehzucht getroffen sind, können wir
die beimishe Viebproduktion zu decken. Di-s is nur mögli aewesen dur den bewährten Zolls{ug, an dem wir festhalten müsen. De balb hit Vertrauen der Zukunft entgegensehen; und wenn dann ein Zeitpunkt
ist ter Zollshuß für die Landwirtschaft von größter WisStig- ommen sollte, wo wieder weitere größere Mittel erforderli er-
keit. Etenso wichtig ist aber auch die Oráagaïsation der deinen, dann bin ich au überzeugt, daß dieses hohe Haus die Hand
2 Str Tc È P e È 2 T é Landwirt haft, und diele muß einen größeren Ausbau e:fabren. Bon den auézuwerfenden Staatsmitteln sollen 70 9% für die Hebung azu bieten wird, sie der landwirtschaftlihen Verwaltung zur Ver- ügung zu stellen.
T tadviebzn@t und 30 °/o für die Hebung dec Zucht der anderen tht " , o p G A - D Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten | Forstverwaltung bequem, aber doch eine Verfündigung an der Boden- Vaterland “br bal E vie, aas Q ags Ziel, E | A | «L. Freiherr von Schorlemer: ¡ständigkeit uud dem Heimatésinn des Hessenvolkes. Das oilt besonders | unabhängig zu maten , er bat alio cine, Grie R U Also ih möchte, um mich zu rekapitulieren, nochmals hervor- Meine Herren! Es handelt sih nah dem Vorbringen des Herrn Er a: Waldstreuberchtigung, ‘die namentlih nötig ist, wenn die R Abg. von Kessel (konl): Meine "Fréunde tam bie eben, daß ih die Anregungen des Vorredners dankend akzeptiere, Vorredners um zwei Schreiben, die im Laufe des Monats März und R N Se hat. Das Losholz wird ferner oft Antrage Wallenborn mit vollém Herzen zu. Die Winzer befinden ber der Meinung bin, daß solche Summen, wie er sie im Auge hat, des Monats Mai an das Landwirtschaftsministerium gerihtet worden | Abnehmern den Appetit bara Die M? s E R Le L N Eder auperordentlich [ieren Notkäge. Daß rir n diesem Augenblick für die Hebung der Viehzucht niht erforderlich sud. Sn beiden Schreiben wird Bezug genommen auf Aeußerungen, mehr Fahrlohn zahlen, als das Holz wert ist. Auch ifft das Po Hervorhebung. - Die Kommissionsberatuen E E, E F [cheinen. wehe bér Reichétagsabgeordnete Böhme getan haben soll, und an das A ininderwertig geworden, im leßten Jahr war es besonders | Ziel, das der Antrag sich steckt, aud erreickt wird. Dié Preise für Jch wende mich nunmehr zu dem Antrage, den der Herr Abg. Landwirtschaftsministerium ist die Bitte gerichtet worden, sich darüber Waldfiren eret Den Minister, „die Losbolzgerechtsame und die | Rindvieh sind r 10Prozent, die Sweinepreise um über 20 Prozent Wallenborn mit Zustimmung seiner Parteifreunde eingebra{t und ‘den zu äußern, ob diese Aeußerungen zutreffend sind, Unterzeichnet ifi lier Learaes E D E L E v guriidgegangen. Das gibt zu denken. Troß der niedrigen Futter- uh der Herr Abg. Veltin unterstüßt hat. Nah den Mitteilungen, die die erste Gingabe vom 27. März 1914 von Dr. Johann Haun, Se- volles Gehör finden. A : | E ree abscreiben. Es gil Sue wo rien S, E ba S aus den in Frage kommenden Weinbaugebieten des Rheins, der Ahr, S Pes für Hannover, und die zweite bei S vos F 7 E H E S Ee Erklärung E OPE Bir begrüßen den An trag als t e ie en- der Nosel und Saar im leßten Jahre eingegangen 1nd, glaube ih in UE L at 1914 vom Amtsvorsteher Schuster ohne irgend- | sei, die berechtiaten Wüns Gee Linker gern bereit E aae aud an die großeren Mittel denken. Uebereinstimmung mit den Herren Abgeordnetèn Wallenborn und Ge nähere Bezeichnung. nochmals zu L Die und alten Gewohnheiten der Bevöikerung L E Zeitung” bat kürzli ausgeführt, daß Veltin sagen zu können, daß die Lagedes Winzerstandes keine zt ¿ , i E Xtuntenen us s i R ‘ ( L N O d O E Ansinnen gerichtet worden ift J P T i 7 Cortschr. Volkspt.): Für die Forstverwaltung Organisation halte 2e Beile bak Ie f er uer en Us von günstige ist. Die Ursachen dieser Notlage sind verschiedene: einmal “es S ine nis etdung darüber zu fällen, ob der Herr Abgeordnete Die Bst Treldbisde Eise beg cu enfabritation „von groker Wichligteit. | einem Sinken der Preise fast gar nihts; unjere Kommunen bätten wiß der Umstand, daß. abgesehen vom Jahre 1911, die Weinjahre keine E pie ide Und gutreffenbe Angaben gemacht habe, würde | bahnicbwellen niht durch deute Shwelt- Eeteso dort on (Gisen: | Mus der, lebten, großen Teuerungenot gar nici gulernt, Der Vieb- [|Foien gewesen sind, dann die Konkurrenz, die bem inländischen Erzen f Ö ou nid In er Lage gewe}en sein, mi darüber ohne Be- Gienbahnswellen nur von „in O-ft-rreich protokollierten Firnen®. | kaufen, wenn es reif ift “leidagite, anpassen, er muß das Vieh ver- nis dur die Einfuhr ausländischen Weins bereitet wird, und \{ließ- ¿bftetié: E L ins (aur oda an E nicht at e a Se E aud E E Ene anderen Stand lind, Deshalb ift nötig, daß pveierlei E LaA Tal ‘Preiss L wohl auh die nicht wegguleugnende Tatsache, daß der saure Es äußern, obe hie mir mitgeteilten Tatsachen E é Mae Harne L } galiziihe Schwellen zu. Wenn au H ins de s O pa ri Pa E e Ss 1 fals, einseitig die Viehproduk- er insbesonderè in den beiden leßten Jahren gewachsen ist, infolge M ohne Rücksicht darauf, ob ricsilbes ‘in der 7 e z E, sügiger Preisunterschied zwischen der deutshen Offerte und f d zutreten L Ju, ven Tornerbau geschehen. Die “stehenden deseptichen Vorschrift net me A6 bebrgmlz efia dem Dr. Böhme Gran E G wattn E Ry Le ino macht werden können. (Hört, hört! i Zentrum.) Nébenbei, meine E Gab] bes foiérbatiben wie ber ga ae s es e Herren, spielen zweifellos auch die Rebschädlinge eine große T Alien fdbio u fein auf berech / “ha i N S cit und das Auftreten des Heu- und SGIR Conn hat jedenfalls gehen der landwirtschaftliche N a artige 2 Vei le das Vor- azu beigetragen, das Quantum des geernteten Weins in den in Frage )en DBerwaltung und der ihr unterstellten kommenden Gebieten erheblich zu vermindern! Zur Fernhaltung der Rebenschädlinge hat die landwirtschaftliche Verwaltung aber alles getan, was unter den obwaltenden Verhält- Y nissen möglih war. Die pflanzlichen Schädlinde wie Oidium und
Z 1 Viehby eise it TD A x I NENR s 7 o Q. y L der ausländischen besteht (es handelt fich hier um Pfennige), Seuchen entstanden reren rone Srofen Lüden, die. dur die Institute betreffen, Rede und Antwort S ichti S j 2 zu stehen. ( ? : BVelti - : f \ Sehr rictig! hing: wirkt weiden würde, daß die österreichische Eisenbabnverwaltung zer und E beseren Ee n Fblérihe Lage Peronospora werden ja durch Mittel bekämpft, die allgemein erprobt E, Holzschwelle. Es ist ei Gas A : n gelöst hätten. Es müßten \Gärfere Bestimnr ir die Gin- géldérn in Not gerätene Großgrundbesißer unterstüßt und die armen | L ¿schwelle. Es ist ein großer Jitum, wenn man dié inländische G Be eeluningen für die Cin é Â ih U E *ch d 9 g i Z Beim Etat der Ansiedlungskommission für e nur kurz erwidern, weil ih ‘der Meinung bin, daß solche (Bravo! rets.) Abg L L i daz l enden Ortschaften vorhanden; insbesondere muß
blieben ist. Aber aweifellos batte aub die Staatsregierung ein Znteresse daran, daß Behauptungen (Sehr richtig! rechts), wel&e sich direkt auf die Maßnahmen der Staatsregierung und das Verbalten det ibr unterstellten Landschaften bezogen, nit etwa na Monaten, sondern sofort, nöôtigenfalls auch im Wablkampfe, ribtiggestellt wurden. (Bravo! rechts.) Insofern erblickde ih auch für mi absolut keinen Tadel darin, daß ih tatsählic in diesem Falle aub an den Wagen der kTonservativen Partei gespannt worden bin. (Lebhaftes Bravo! rechts.)
: Der Etat der Domänenverwaltung wird bewilligt.
Beim Etat der Forstverwaltung bemerkt
i Abg. He ins (wirtsh. Vgg.): Das Bestreben der Forstverwal- ung, di? Losholzgerechtsame ab¡ulöfen, s{ädigt empfindliG die kleinen Leute, die die zwei Klafter Holz niht entbehren und auf die althergebrachte Vergüestigung nicht verzidten können. Nit dem baren Gelde, das bald ausgegeben ift, ist den Leuten nit geholfen. Jh warne davor, altbergebrahte urbessishe Gere!same zu beseitigen oder abzulösen ; \ie sind eng verwachsen mit der Eigen- art des Landes und der Bevölkerung. Die Abschaffung ist ja für die
fütterung möglich ift. Ueber die Abs{lachtung des erkrankten Viehs und über die Notwendigkeit und Nüßlichkeit dieser Maßregel habe ich bereits bei der zweiten Lesung des Etats mich ausgesprochen. Ich glaube au, im allgemeinen der Anficht Ausdruck geben zu können, | steht {on eins, das zur Erforschung der Vererbungslehre dient. Diefes daß die Entschädigungen, die im Falle der Abschlachtung bewilligt Znstitut ift das einzige diefer Art, das wir bisher haben. Diese neue ; c: f E d e - “ Art der Forsbung besteht darin, daß man Kreuzungspflanzenvrodufte, WOFDEN HRD, als ausreichend angesehen WEEIEN können. Wenn n} wo man die Eigenschaften Eltern genau fennt, in die Welt fest einzelnen Fällen die Entschädigung zu gering bemessen erscheint, fo | und nun Generationen hindur verfolat, um festzustellen, in welcher bin ih, wie das bisher schon der Fall gewesen ift, auch künftig bereit, | Weise si die für die Produkte we tvollen Gigenschaften vererben. Die in eine näbßere Prüfung der mir zugehenden Beschwerden einzutreten. Regierung hat nun bei der Errichtung dreses E zu gau: ‘vas Meines Grachtens sind vielfa die Beschwerden über unzureichende Wirkunastette, Lui Le E E a Entschädigung nit darauf zurüc{zuführen, daß der Wert des ge- | mögli gemacht, seine Aufgaben so zu erfüllen, wie es im Interesse s{lachteten Stückes Vieh zu niedrig ges{äßt worden ift. Es kommt des- | der Pflanzenzuht wie unferer gesamten Landwirtschaft wünscbenswert halb. hauptsächlich zu Klagen, weil der betreffende Bestber sich nicht wäre. Die Bera des Znstitutsvorstehers muß unter allen Um- allein den Wert des einzelnen Stückes Vieh, sondern auch die sonstigen A V N Ae Ne G Ae unf Ee “Ctr Ie Fade Nachteilé berechnet, die bei ihm mit dem Ausbruch der Maul- und | bringende Tätigkeit für unsere Land- und Volkswirtschaft zu ent- Klauenseuche und der Abshlachtung des Viehs verbunden sind. Ob dem- | wickeln. J bitte den Minister, daß er nach dieser Richtung wirken entsprechend eine volle, jeden Schaden ausfcließende Entschädigung a É eia r Es wte Gd gewährt werden kann, möchte ich mit Recht bezweifeln. (Sehr die Finen val iten Veretiires Bi rihtig!). Sonst würde àus der Verbreitung dér Maul- und Klauen- | wir aber nit für anaecbracit sondern wit wolli feuhe noch cin Geschäft gemacht werden können. ein ften, die fi als ( j Ih stehe nach den Erfahrungen der leßten Monate auf dem | V Minister dafür dankbar, daß Standpunkte, daß allerdings in einzelnen Fällen die Abs{lachtung f MUgetagi Jal. zweifellos die Verbteitung der Seuche hindern kann und ch au in diésér Nicktung bewährt hat. Aber ebenso ift es sicher, daß überall da, wo eine Ansteckung — und das kommt auf dem Lande leider noch immer vor — eine Reihe von Tagen verborgen gebliében war, | 2 22 ane K R L e und es sih nihcht mehr hat feststellen lassen, wohin inzwischen der Sinkenwärder Ltotei ‘Cte: bis bariit Letebei! Ansteckungsstoff geiragen worden ist, eine fo verspätete Abschlahtung | der Außendeichländereien im Interesse des Hochwasserschußes nicht dêèn gewünschten Erfolg mehr haben kann. Jufolgedesfsen muß scranfungen, z Ul cnerdender Natur, auferlegt werden. die landwirtschaftliche Verwaltung mit der Maßnahme der Abschlach- | FZewomer on tung vorsichtig zu Werke gehen und sie nur da noch anordnen, wo ein Erfolg mit einiger Sicherheit von ihr erwartet werden fann. reifen, weil die betreffenden Stromläufe von- der Geltung: des Ge- Die Vertreter der Rheinprovinz haben sih au darüber beklagt, | seßes ausgenommen sind. Diete Ausnabmestellung ist deshalb P : : ; T ; A rolat e! auf das dbe- und Flutgebiet nit Anwendung daß in den Molkereien die Erhißung der Mil al h weder im Freibaltunasgeseß noch gemein und mit zu großer Strenge gefordèrt werde. Meine Herren, Man bat das Ebbe- und Flut- dié Erhißung der Milch soll die Verbreitung von Seuchen, nicht daß man den: Geltungs- allein der Maul- und Klauenseuche, sondern auch der Tuberkuïofe | verhindern. Von diesem Gesichtspunkte aus ist allerdings in den | jenigen Gegenden, in welchen die Landwirte bereits dem Tuberkulsse- tilgungsverfahren angeschlossen sind, von der Erhißzung der Milch in Molkereien Abstand genommén worden, weil das Tuberkulose- tilgungsverfahren bereits dafür sorgt, daß gefährlih fubérkulöfe Kübe rechtzeitig ausgemerzi werden und desbalb die Erhißung der Mil in den Molkereien sih erübrigen kann. Anders, meine Herrên, liegt die Sache in dèn Gegenden, wo augen- blicklich die Maul- und Klauenseuche herrsht. Da können wir von der Erhißung der Mil nicht Abstand nehmen. Jch{ habe schon heute morgen bet Gelegenheit einer mündlichen Rücksprache die Bitte aus gesprochèn, mir die Fälle, die nah Ansicht der Herren besonders drückend sind, bekannt zu geben, und ich bin gern bereit, dann die Frage prüfen zu lassen, ob eine Milderung eintreten känn. Abèr darüber möchte ¿{ch keinen Zweifel lassen: überall, wo augenblicklih dio Mauk- uñd Klauenseuche herrs{t, kann von dèr Maßnahmè der Erhißung der Milch in dêèn Molkereien unter keinen Umständen Abstand genommen wérden. Der Hérr Abg. Mer-Diepholz hat no die Frage zur Spraché gebracht, ob es möglich sein würde, die Kbschlachiang nicht allein auf dié Debécék baben damals nicht detlemoriat bit Bim D Fälle der Maul-+ und Klauenseuche zu beschränken, sondern auf die Fälle Sielordnung auszunehmen. Auf diese Weise ist das fragliche der Schweinepest und Sc{weineseucho auszudehnen. | mit unter den Wertungöbereich des Geseues geraten. Seit Augenblicklih glaube i diese Frage verneinen zu müssen. Man hat | krafttreten des Gesehes von 1905 bis zum Erlaß: des W bereits in früheren Jahren, meines Wissens in Oesterrei-Ungarn, dus Kg d diy eas D ee R orn pg Versuche diefer Art gemacht. Sie find aber völlig feblgesGlagen, und | Wisuscke nicht uutage getreten, und fo sind die Bestim zwar wesentlich deshalb, weil es sich bei dex Schweinepest uud ;
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nd Sielordnungen auésacnommen: hatte. n der (T eltende Lüneburger Detcb- und
ausgelasfen, weil fie auch ole Stromstrecken der Elbe betrifft. die nicht unter Ebbe und Flut stehen. Anderfeits ist das fraalide Gebiet ein Ebbe- und Flutagebiet im eigentliden Ginne des Wortes. Nun ift der unhaltbare Zustand ent- standen, daß die betreffende Strede der Elbe auf der einen Seite: dem Gefeß unterstebt, auf der anderen Seite niht. Die: Unzufriedenheit wird dadur verschärft, das auf dem östlich gelegenen hambdurgischen Gebiete Beschränkungen: diefer Art nicht in Betracht kommen, und daß der preußisde Staat im K Hamburg bezügli der
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Köoblbrandvertrage Ausnußuna seiner Außendeichländereten weit entgegengekommen if. Die preußische Bewohnerschaft von Altenwärder und Finkenwärder fühlt id tufolgedessen au Hamburg gegenüber zurüdnesezt. Dieser Zustand kann unmögli aufrecht erhalten werden; Abhilfe Ft aber nur imt Wege der Abänderung: des Gesehes möalich, Ich behalte nur vor, entfpre{ende Anträge vorzubererten und hoffe auf die Unterstüßung der übrigen Abgeordneten aus den Ebbe- und Flutgebieten und: ihrer Parteien. Bis zur deftuttiven Erledigung: dex Sache» bitte ih den Mintster, darauf Bedacht zu: nebmen, daft ber Ausführung des Gesetzes nichts geschieht, was: die berehtigte Unzufriedenheit der Beteiligten ver- mehren nnte und was nit bei der endgültigen Beseitigung: dex Disparttät in Wegfall kommen könnte. i Ministeriakdirektor Wefener: Wi der Vorberatung des: Ge sebes von 1906 ift die Frage der Auss{altung: des Ebbe- und Flut- gebtetes mit den Provinzialbehörden eingehend erwogen worden, E
Winzer sind inzwischen auch so klug geworden, daß sie, abgeschen von wenigen Ausnahmen, von diesen Mitteln überall und au mit Erfolg Gebrau machen, Auf die Reblausbekämpfung will ih hier nicht eingehen. Zur Be- kämpfung des Heu« und Sauerwurms ist ja leider bis heute ein wirk: lih wirksamès und unter allen Umständen erfolgreiches Mittel noch niht gefunden, Wix sind hier noch im Stadium der Versuche. Aber h habe gerade im lehten Jahre, wo die Anwendung von Nikotin } und ähnlichen Mitteln günstige Erfahrungen gezeitigt hat, darauf hin- zlwirken gesucht, daß sowohl in dn fiskalischen Weinbergen, wie au anderwärts Versuche im größeren Maßstabe gemacht werden, Die Go- meinde Hochheim im Rheingau hat eine größerè Summe — rund %000 # — erhalten, um in Ihrem ganzèn abgeschlossen gelegenen Weingelände unter Aufsicht der Weinbauschule in Geisenheim und inter dex Anleitung ihres Bürgermeisters cinen einheitlichen Be-
Einzelfälle, wie sie bier eben vorgetragen worden sind, si bef
einer mündlichen Rüsprathe, als zu einer Mes E eignen. (Sehr ritig!) JIch will aber gern anerkennen daß es wenn die Verhältnisse im allgemeinen so liegen, wie es bier in einewi besonderen Falle von dem Herrn Vorredner dargestellt worden ist dann au wünschenswert erscheinen möchte, ausreiiende Sicerheits- maßregeln dort zu treffen, ‘wo größere Truppenmässen in einzeluen Gehöften, besonders in solchen Gehöften untêrgebracht werden, mit deren Benußung eine Feuersgefahr verknüpft ift, DŸ fan abeg
; Ta VANDI Seucen entstanden waren, vollfommen eraänzt L K 7 2 Bie ena C e Een Ta A E (9 t kein anderes Mittel für die Hebung ber Viehzucht. als Bekénib, : deutschen Inter : unsen eme ZAbllelung des Miy- | [ung der Seuchen dur Sperrung der Grenzen unk bon At L. verbältnisses, indem eine Bevorzugun( S tiivets Ret f in veairie Cs r renzen, uad den Zollschuy s O d gung der deutsGen Schwelle eintrete Weiter muß dah rk i : E soll. Wenn. die Aufstellung sin L G € en ' ß dahin gewirkt werden, daß niemand in den Meichsta j E ; solchen Grundsaßes niht ohne | kommt, der nit seinem Wa j s + 9 pi cOires empfohlen werden kann, so wäre es do von großem Interess| Uns helfen, dann nt d RORTE Mam, Ba, wollen Sie L 0) lalaved u f a2 deutsche Holzgewerte, wenn seitens unserer Regierung darauf c) belfáai ¿chts. | ntwort, die vom Landwirt\caftsministeri ili M der Winze efü seren S : or wörden ist, ist in keiner Weise ein Urteil Ver ene nien, Betten dee êltee bia Ain tdats T Lon ner atoluten Konkurrenz und die Vecbeslenc ter Uar e R E was Herr Dr. Böhme gesagt bat, söndern es i E E i g der olterreihishen Lieferanten Abstand nähme. Aba. Wentorp (Fceifont) (irt Zus M worden, daß im bte: e 2 Gaida T E M lid S ima End andt (nl.): Wir wüns{hen, daß die in- wahrscheinli durch dis Su c E 0 eigen i S : in West e on Oroßgrundbesißern Son äüa L id f „nicht durch die Eifenschwelle verdrängt wird. | ter sein Wohnhaus abgebrannt ist: das Feuer so; einem Pâch- und bekannt sind, und es bedarf nah dieser Richtung hin nur der n preußen von der Vomanénberwaltung aufgekauft worden sind L wirt\haftlih-n Gründen follte man unserem Verlangen | eine brennende Lat indet wo L e Demo durih dauernde 4 2 eitens der Weinbauwander- und daß ebensowenig die Landschaft / i , j nähkommen. Die Eiser.schwelle ist au bedeut, y ge! e Laterne entzündet worden, die die Soldaten nit aus- auernden Unterweisung und Anregung seitens dex Weinbauwander g die Landschaften {on seit Jahren mit Staats. ) ) bedeutend teurer als die E ailen s lehrer, die meines Wissens auch nichts zu wünschen übrig läßt. Die L Volzschwelle dur die inländische Eisenschwell i : L aLierung von Truppen in engen Quartieren und einheitliche Vor- | L v 2 E le tr F e erseßen w ch zur L Br “O E féinên Bauern ohne jéde Unterstüßung gelassen haben. Jch kann im ili Nen. Eisenschwelle befinden fich S “g forzgul | Le Berhüßung von Bränden erlassen werden. van di nt aiibgigotain A E aa Vorredner gemacht hat, | fein Ditast ervielen Also den deutschen Produzenten wird dadur Dr Sre n S gpwirtschaft, Domänen und Forsten ie Erklärung entkräften, daß ich gerade so, wie ih jelzt die an Nb ) ; e rr von Schorlemer: A E ' : C 0. von Pappenh ) tes fü i : mih aèritete Anfrage habe beantworten lassen, auch eine Anfrage || des Abg. Heinz H E etm (fons.) {ließt fich den Ausführungen Meine Herren! Auf die Worte des Herrn Vorredners möchte der nationälliberalen Partei und des Herrn Dr. Böhme ebenso aus- giébig und ebenso rasch und pünktlich beantwortet haben würde. Westpreußen und Posen führt der + bon Trampczvnskt (Pole) Kla Ï mat M V Y ge darüber Abg. Dr. Arning (nl.): Nah übereinstimmender Anft Mittel der Ansiedlungsfommission zu Propaganda } Of i ( 1 ): Nach 9) S zwecken des Ost- aller Leute im Kreise war die Aufteilung der Domäne Sdhinna MASEQRereRns Cen es wordan elan, Jz bei Stolzenau notwendig. Obwohl das Landwirtshaftäministerium Minister für Landwirtschaft + eingeben wollte, hat es dann doch nur | Dr. Freiherr vo # S "f orgen ten fleinen und größeren Bauern zur : n Moris t. Es if aber ein wirkliher Mangel an Land bi E Herren! Eine meines Wissens mündliche Mitteilung des , errn Porredners an den Unterstaatssekretär meines Ministeriums
Domänen und Forsten